Neben dem Test von videogameszone.de (wir berichteten) sind gestern noch zwei weitere Reviews der Konsolenversionen von Risen 2 - Dark Waters veröffentlicht worden.



Eine davon hat Benjamin Braun von gamersglobal.de geschrieben. Da andere Aspekte des Spieles bereits im dort schon früher erschienenen Test der PC-Version geschildert und bewertet wurden, geht er im Test der Konsolenvarianten insbesondere auf die technischen Unterschiede zwischen der Computer - und den Konsolenversionen ein.

Ohne den direkten Vergleich könne er bezüglich der Spielwelt keine wirklichen Unterschiede feststellen und mutmaßt, dass dieses aus der Aufteilung in mehrere kleinere Inseln resultiert. Er hält es für denkbar, dass auch umgekehrt die Aufteilung in kleinere Inseln aufgrund der von vornherein geplanten Konsolenversionen erfolgt sein könnte.

Der direkte Vergleich offenbare dann aber doch einige Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen von Risen 2. So wirkt in der Konsolenversionen das Bild grobkörniger, das Aufpoppen mancher Objekte ist auf der Konsole augenscheinlicher als am PC und die Beleuchtung insgesamt weniger gelungen. Positiv zu vermerken ist, dass in den Konsolenversionen das vom PC bekannte plötzliche Wachstum von Vegatation nicht auftritt. Beim Autosave kommt es auf den Konsolen zu einem kurzen Stillstand des Bildes.

Bei der PS3-Version scheint es noch einige besondere Probleme zu geben, die sich Besitzer dieser Konsole noch einmal wirklich genau durchlesen sollten. Das Spielprinzip auf Konsole ist unverändert zum Personal Computer, die Unterschiede der Steuerung mit ihren Vor - und Nachteilen werden ebenfalls im Review dargestellt.

Im Fazit zur 360-Version heißt es (Auszug):

Mir macht Risen 2 auf der Xbox 360 genauso viel Spaß wie auf dem PC! Zweifellos, wer einen halbwegs potenten PC hat, der trifft mit der Xbox-Fassung die optisch schwächere Wahl. Aber die Spielwelt sieht auch auf der Microsoft-Konsole immer noch gut aus – lediglich das kleine Speicherlag und die sichtbarer aufpoppenden Objekte stören geringfügig. Spielerisch begegnen sich die Fassungen jedoch auf Augenhöhe

Bei der PS3-Version zieht der Tester ein etwas anderes Fazit (Auszug):

Wäre das Streaming der Spielwelt nicht ganz flüssig, könnte ich damit leben. Das ist ein Problem, das auch andere Rollenspiele auf Konsole hier und dort zeigen. Die Häufigkeit allerdings und die Tatsache, dass das Spiel immer wieder zur Diashow gerät, trüben das Erlebnis doch sehr. Da muss unbedingt ein Patch her. Ich frage mich nur, weshalb Wizarbox keine optionale Installation zulässt, denn ich bin mir fast sicher, dass das zu einer erheblichen Verbesserung geführt hätte. Xbox-Besitzer können also zugreifen. PS3-Spieler sollten wenigstens auf einen Patch warten. Aktuell lassen sie besser die Finger weg.

Am Ende erhält Risen 2 in der 360-Version mit 8.5/10 die gleiche Wertung wie auf dem PC. Auf der PS3 wird eine Wertung von 7.5/10 vergeben.



Die andere gestrige Review ist auf der Website der GamePro erschienen. Scheinbar hat sich hier Thomas Wittulski mit dem Spiel auseinander gesetzt, auch wenn der Test ebenfalls ein Fazit von Michael Graf enthält, das deckungsgleich zu dessen Fazit aus dem PC-Test von Risen 2 der Schwesterzeitschrift Gamestar ist. Auch ansonsten enthält der Test viele ähnliche Passagen wie die Review der Gamestar.

Im technischen Bereich werden die Konsolenversionen als grafisch der PC-Version unterlegen beschrieben. Trotzdem sieht Risen 2 auch auf PS3 und X360 gut aus, wobei es aber einige Performance-Einbrüche gibt. Weiter gibt es einen Hinweis, dass einige Personen von starken Rucklern auf der X360 berichteten. Der GamePro fiel diesbezüglich, von den Performanceeinbrüchen (stärkere solche auf der PS3) und einigen Zeilenverschiebungen abgesehen, allerdings nichts auf. Man will das Problem jedoch weiter im Auge behalten und empfiehlt 360-Besitzern die Installation auf der Konsole aus Performancegründen. Eine solche sei bei der PS3 nicht möglich.

Thomas Wittulski fällt am Ende folgendes Fazit (Auszug):

Was mir an Risen 2 als Konsolenspieler als erstes auffällt, ist die technische Umsetzung, die besser gelungen ist, als die des ersten Teils. Ja, Dark Waters ruckelt regelmäßig und leidet unter Zeilenverschiebungen und arg flimmernden Schatten. Damit kann ich aber leben, solange die technischen Defizite den Spielspaß nicht beeinflussen. Die Macher liefern eine sonst ordentliche Umsetzung, die beinahe alle Details aus der PC-Version beinhaltet, darunter eine sehr detaillierte Vegetation und eine schöne Beleuchtung der Spielwelt.

Die GamePro bewertet Risen 2 auf den Konsolen mit 85/100.

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