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Studium Medizinische Informatik

  1. #1 Reply With Quote
    Ritter Amarillo's Avatar
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    Jan 2009
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    Hallo

    Dieses Jahr mache ich mein Fachabi und dann gehts ans Studieren, ich hab mal so geschaut (mir ist schon länger klar das in was mit Informatik machen will) und bin da auf die Medizinische Informatik gestoßen und ich muss sagen, von alle dem das dort (Hochschule Mannheim) angeboten wird klingt das am interessantesten. Meine Frage ist jetzt hat jemand damit erfahrungen? Mir gehts da in erster Linie um die Mathematik ist das noch verkraftbar oder eher befremdliches Mathe mit mehr Buchstaben als Zahlen?

    Und zum schluss (es wäre eine Bachelor of Science Studiengang) weiß jemand wie hoch das Gehalt im durchschnitt ist? Ich finde dazu überhaupt nichts

    Wenn jemand erfahrung damit hat wäre ich ihm sehr dankbar wenn er hier schreiben würde!

    Danke schonmal
    made by Illuminatum
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  2. #2 Reply With Quote
    Deus Daepilin's Avatar
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    ich studier zwar nich das gesuchte, aber informationstechnologie, also eine art informatik, wobei es eher in die ingenieursrichtung geht.

    wir haben schon recht viel mathematik, die auch etwas komplexer wird, vor allem, wenns um lineare algebra geht. und ja, teilweise sinds mehr buchstaben als zahlen, aber ansich alles schaffbar(kleiner überblick: Funktionen, Differentation, Integration (alles 3 auch mehrdimensional), matritzen und vektorrechnung(allgemein lineare allgebra), homogene und inhomogene differenzialgleichungen, reihen und folgen, grenzwertrechnung, komplexe zahlen. kann gut sein, dass ich was vergessen habe ab themen, aber das is so das wichtigste).

    wobei die computing leute bei uns ( "spezialisierung" im studiengang) haben mit den mathematikern zusammen mathe, das könnte also noch etwas schwerer und mehr als bei uns sein.

    Daepilin is offline

  3. #3 Reply With Quote
    Legende Sumpfkrautjunkie's Avatar
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    Also wer keine gewisse Affinität zu Mathematik hat, wird mit einem Informatikstudium eher wenig Freude haben, selbst wenn es eher ingenieurmäßig ausgerichtet ist.
    "Mehr Buchstaben als Zahlen" ist da eigentlich nicht befremdlich, sondern völlig normal, selbst wenn in der Lehre wenig Wert auf Formalität und Beweise gelegt wird.
    In medizinische Informatik wird man auch letztendlich recht viel mit Bild- und Signalverarbeitung zu tun haben, da sind solide Kenntnisse schon wichtig.
    Letztendlich ist es aber mit viel Motivation und Fleiß schaffbar. Man muss kein absolutes Matheass sein. Ohne gewisses Grundverständnis gehts aber natürlich nicht ganz. Anders als in der Schule arbeitet man nicht irgendwelche Aufgaben am Stück blind nach Schema F durch.

    Du kannst dir ja mal Skripte von Mathematik Vorkursen angucken, um einen groben Eindruck zu bekommen
    https://www.uni-hohenheim.de/fileadm...urs/SKRIPT.pdf
    http://www.mi.uni-koeln.de/courses_t...orkurs2010.pdf
    Für hs Mannheim hab ich leider nur ein einfaches Aufgabenblatt gefunden:
    http://www.hs-mannheim.de/fileadmin/...enaufgaben.pdf
    Sumpfkrautjunkie is online now

  4. #4 Reply With Quote
    Drachentöter nagetier's Avatar
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    Ich habe zuerst Elektrotechnik und Informationstechnik studiert und dann biomedizinische Technik, kann dir also einiges dazu erzählen.

    Interdisziplinäre Studiengänge sind oft anstrengender, weil man viel umdenken muss, aber sie haben einige Vorteile. Man erhält ein besseres Verständnis über die Welt und ein gutes Allgemeinwissen. Die Denkweisen aus verschiedenen Wissenschaften zu verbinden, verschafft oft einen Durchblick, wo "Fachidioten" nicht weiterkommen würden.
    Ich würde dir aber empfehlen, erst den vollwertigen technischen Abschluss als Bachelor oder Diplom zu machen, also in deinem Fall Informatik, und dann anschließend einen Master in Medizintechnik/medizinischer Informatik zu machen oder gleich ein komplettes Medizinstudium oder Biologiestudium und evtl. eine Promotion dranzuhängen, wenn du wirklich "gut" sein willst.
    Das hat den Vorteil, dass du dir noch sehr lange überlegen kannst, in welche Richtung du dich vertiefen willst. Wenn du das Informatikstudium erstmal in der Tasche hast, stehen dir alle Möglichkeiten offen. Wenn du dann immer noch in den interdisziplinären medizinischen Bereich gehen willst (vielleicht haben sich deine Interessen bis dahin ja geändert), kannst du die entsprechende Vertiefung wählen. Ich fand es immer sehr sinnvoll, dass man den medizinischen Kram bei dieser Vorgehensweise sofort anwendungsbezogen lernen kann, d.h. man kann das technische Verständnis sofort auf die neuen Lerninhalte anwenden und technische Lösungen für medizinische Probleme diskutieren. Sehr viele Dinge in der Medizin lassen sich auch gut mathematisch und technisch abstrahieren. Es ist etwas völlig anderes, ob man Medizin als fertiger Ingenieur/Informatiker lernt oder als Laie.

    Auch wenn der Studiengang "Medizinische Informatik" sich so anhört, als würde er genau das tun (also eine Brücke zwischen Informatik und Medizin bauen), ist das mit ziemlicher Sicherheit nicht so, d.h. du wirst einfach parallel Informatik und Medizin lernen und bestenfalls ein paar Fächer haben, die beides beinhalten. In der Realität ist es leider so, dass es keine Medizininformatik-Professoren oder ähnliches gibt, sprich so ein Studiengang ist eigentlich kein Studiengang, sondern zwei halbe Studiengänge. Gerade nach 3 Jahren Bachelor ist mir das sehr suspekt. Du wirst wahrscheinlich als halber Informatiker mit Grundkenntnissen in Medizin die Uni verlassen. Ich persönlich kann dir sagen, dass wenn ich in der Personalverantwortung wäre, ich so jemanden nicht einstellen würde.

    Zu den Inhalten selber: Informatik ist im Prinzip angewandte Mathematik. Du wirst auch Grundlagen der Elektrotechnik und der Informationstheorie sowie Programmieren und Rechnerarchitektur lernen. Neben der reinen Mathematik als Modulfach enthalten aber auch diese Fächer sehr viel Mathematik. Ich bin zwar kein Informatiker, aber ich denke du kannst dich darauf einstellen, mehr Formeln als Text lesen zu müssen.
    Das hört sich aber schlimmer an, als es wirklich ist. Mathematik an der Uni ist zwar schwieriger als an der Schule, aber sie verliert ein wenig ihren Schrecken, wenn man sich intensiv damit beschäftigt. Außerdem wird im ersten Semester bei Null angefangen, d.h. man hat nochmal die Möglichkeit echtes Verständnis aufzubauen.
    Medizin bedeutet vor allem intellektuell etwas leichtere Kost, dafür aber große (riesige) Mengen an Sachwissen, das man auswendig können muss. Vorkenntnisse braucht man eigentlich nicht, aber Interesse an Biologie und Chemie wäre vorteilhaft.

    Deine eigentliche Arbeit später (denk daran, dein Studium ist nur ein winziger Lebensabschnitt) wird aber die eines Informatikers sein. Der Anwendungsbereich ist Medizin, aber die eigentlichen Problemstellungen benötigen die Fähigkeiten des Informatikers. Die interdisziplinäre Bildung ermöglicht nur das effektivere, anwendungsbezogene Arbeiten. In der Medizintechnik ist auch vor allem die Sicherheit wichtig, was für den Techniker bedeutet, dass absolut fehlerfrei gearbeitet werden muss und dass Sicherheitssysteme unter Umständen mehrfach redundant ausgelegt werden müssen. Ein "Bug" in einer Software für den Mikroprozessor eines Herzschrittmachers kann bedeuten, dass du einen Menschen getötet hast (oder zumindest in Gefahr gebracht hast). Es sind auch schon so Sachen vorgekommen, wie eine fehlerhafte Regelung im Brutkasten für Frühchen, sodass die Kinder erfroren sind oder "gebacken" wurden. Der Arzt muss sich auf Angaben eines EKG oder EEG zu 100% verlassen können und dafür hättest du dann unter Umständen die Verantwortung.
    Sowas ist in anderen Bereichen der Informatik eher nicht die Regel (fast jede Software und jedes Gerät hat irgendwo Fehler), ist aber im medizinischen Bereich ein No-Go. Wenn du als Entwickler in solchen Bereichen tätig bist, musst dir bewusst sein, dass du jahrelang jeden Tag diese Verantwortung hast und dass jeder Fehler schlimme Folgen haben kann, wenn er nicht entdeckt wird. In anderen Beschäftigungsfeldern bedankt sich vielleicht das Call-Center bei dir, weil Kunden ein fehlerhaftes Produkt erhalten haben, aber es passiert wenigstens nichts wirklich schlimmes dadurch.

    Die Bezahlung ist bei Informatikern mit Diplom/Master derzeit extrem gut (um die 80.000€ im Schnitt nach 10 Jahren Berufserfahrung), liegt aber im medizinischen Bereich etwas niedriger. Wenn man als Techniker in diesen Beruf geht, hat man für gewöhnlich einen ethischen Anspruch, sprich finanziell ist die Sache etwas undankbarer, bei entsprechender Qualifikation aber immer noch sehr erträglich. Dafür hat man aber das Gefühl, etwas "sinnvolles" zu tun. Außerdem sind Med.-Tech-Unternehmen in dem Ruf, dass sie ein gutes Betriebsklima haben.
    Als Bachelor wird man mit vielleicht 10-20% weniger rechnen müssen und hat schlechtere Aufstiegschancen.
    Wenn du nach Gehalt gehen willst, wäre Wirtschaftsinformatik sicherlich die bessere Wahl und das Studium ist da auch etwas entspannter.
    nagetier is offline

  5. #5 Reply With Quote
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    Ich hab den Thread blöderweise aus den Augen verloren..

    Danke für die Antworten

    Nach gehalt gehen war schon mein Plan aber Wirtschaftsinformatik ist da so eine sache, ich hab ja bevor ich jetzt im Sommer damit anfange das Fachabi zu machen vorher eine Ausbildung gebraucht und das war eine Vollschulische ausbildung im bereich der Wirtschaftsinformatik aber die Wirtschaft gefällt mir überhaupt nicht, allerdings ist das Fachabi auch im bereich wirtschaftsinformatik... =/

    Jetzt allerdings mal eine Frage was ich absolut gerne mache ist alles rund um Netzwerke (Netze aufbauen, Server usw) welcher bereich wäre da denn am ehesten zu empfehlen?
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  6. #6 Reply With Quote
    Held Lolomoloko's Avatar
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    Quote Originally Posted by Amarillo View Post
    Jetzt allerdings mal eine Frage was ich absolut gerne mache ist alles rund um Netzwerke (Netze aufbauen, Server usw) welcher bereich wäre da denn am ehesten zu empfehlen?
    Es kommt drauf an was "Netze aufbauen, Server usw" bei dir heißt.
    Lolomoloko is offline

  7. #7 Reply With Quote
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    Netzwerke im Sinne von großes umfassendes Netz mit Rechnern, Druckern, Scannern Internet und IP vergabe über einen DHCP Server. Industrie und Großraumbüro Netze eben ^^

    Edit: Laut wikipedia wäre Technische Informatik das was ich suche...

    Edit2: eins noch, sieht es nur so aus oder ist das einstiegsgehalt eher mau? Durchschnittlich mit einem Master of Science ~ 1700 Netto erscheint mir sehr wenig
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    Amarillo is offline Last edited by Amarillo; 13.07.2012 at 18:10.

  8. #8 Reply With Quote
    General Yggdrassill's Avatar
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    Quote Originally Posted by Amarillo View Post
    Netzwerke im Sinne von großes umfassendes Netz mit Rechnern, Druckern, Scannern Internet und IP vergabe über einen DHCP Server. Industrie und Großraumbüro Netze eben ^^

    Edit: Laut wikipedia wäre Technische Informatik das was ich suche...

    Edit2: eins noch, sieht es nur so aus oder ist das einstiegsgehalt eher mau? Durchschnittlich mit einem Master of Science ~ 1700 Netto erscheint mir sehr wenig
    Für technische I. oder medizinische I.?
    Yggdrassill is offline

  9. #9 Reply With Quote
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    Technisch, medizinisch ist für mich keine Option mehr da ich keine Lust hab eine so große verantwortung zu übernehmen falls jemand mal in lebensgefahr schwebt da ich einen fehler gemacht habe..
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  10. #10 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Amarillo View Post
    Netzwerke im Sinne von großes umfassendes Netz mit Rechnern, Druckern, Scannern Internet und IP vergabe über einen DHCP Server. Industrie und Großraumbüro Netze eben ^^
    du meinst also den verkabelungskram?
    dann wär eine ausbildung wohl das richtige

    Quote Originally Posted by Amarillo View Post
    Technisch, medizinisch ist für mich keine Option mehr da ich keine Lust hab eine so große verantwortung zu übernehmen falls jemand mal in lebensgefahr schwebt da ich einen fehler gemacht habe..
    mit einem informatikstudium hast du immer eine recht große verantwortung
    Lolomoloko is offline

  11. #11 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Amarillo View Post
    Technisch, medizinisch ist für mich keine Option mehr da ich keine Lust hab eine so große verantwortung zu übernehmen falls jemand mal in lebensgefahr schwebt da ich einen fehler gemacht habe..
    Steuerungssoftware wird ja auch von Informatikern geschrieben und wenn mal ein Flugzeug abstürzt oder die Auto-Bremsen versagen, ist es auch nicht unbedingt toll.
    Es hängt halt davon ab. Auch im medizinischen Sektor muss man nicht zwangsläufig in lebenskritischen Gebieten arbeiten. Außerdem coded man bei sowas auch nicht munter fröhlich herum, sondern verifiziert den Code vor Verwendung auch mehrfach (was im Endeffekt viel mehr Arbeit ist, als das eigentliche Coden an sich).
    Sumpfkrautjunkie is online now

  12. #12 Reply With Quote
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    und man coded sowas im normalfall nich alleine

    und alles is x-fach abgesichert.

    einer meiner dozenten meinte mal, dass selbst die software im a380 hunderte bugs hat, die aber alle unkritisch sind, weil wichtige teile von 5+ verschiedenen codes/programmteilen getestet und geprüft werden^^

    Daepilin is offline

  13. #13 Reply With Quote
    Held Lolomoloko's Avatar
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    Quote Originally Posted by Daepilin View Post
    einer meiner dozenten meinte mal, dass selbst die software im a380 hunderte bugs hat, die aber alle unkritisch sind, weil wichtige teile von 5+ verschiedenen codes/programmteilen getestet und geprüft werden^^
    sicherheitskritische teile werden wie sumkrautjunkie schon gesagt hat formal verifiziert (das ist sogar gesetzlich so vorgeschrieben.),
    es wird also bewiesen dass das stück software immer das tut was man will.
    Zudem werden mechanismen eingebaut die bei einem fehler in einen sicheren zustand zurückfallen → fail safe systems.
    Lolomoloko is offline

  14. #14 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Lolomoloko View Post
    sicherheitskritische teile werden wie sumkrautjunkie schon gesagt hat formal verifiziert (das ist sogar gesetzlich so vorgeschrieben.),
    es wird also bewiesen dass das stück software immer das tut was man will.
    Zudem werden mechanismen eingebaut die bei einem fehler in einen sicheren zustand zurückfallen → fail safe systems.
    Man kann nicht mathematisch beweisen, dass ein Programm funktioniert. Man kann lediglich beweisen, dass der theoretische Ansatz sinnvoll ist und funktionieren kann.

    Informatiker scheinen manchmal zu vergessen, dass ein Computerprogramm kein echtes System ist, sondern nur eine Reihe von einprogrammierten Signalen, die an den Prozessor gehen, der daraus neue elektrische Signale für andere Geräte erzeugt. Man kann also formal verifizieren solange man will - das bedeutet immer nur, dass ein Code in einem idealen (unmöglichen, perfekten) System funktionieren würde.
    Es gibt unzählige Möglichkeiten, was passieren kann, wenn man ein elektrisches Gerät in den Körper einbringt. So war es eben auch bei Herzschrittmachern (und anderen Geräten), die an den Elektroden im Körperinneren Säuren gebildet haben.
    Ein Programm muss mehr können als fale-safe zu sein. Es muss auch unerwartetes verarbeiten können, unter anderem auch den Fall, dass eigene Code-Teile nicht funktionieren.
    Ein Programm muss z.B. improvisieren, wenn keine gültigen Messsignale ankommen oder Speicher überfüllt sind oder sonst irgendetwas passiert. Das muss meistens wegen der beschränkten Rechenleistung heuristisch gelöst werden. Sowas kann man nicht beweisen, höchstens simulieren. Man braucht also Erfahrung, Feingefühl und ein Verständnis von den physikalischen Vorgängen.
    Jetzt könnte man sagen, dass der Informatiker damit nichts zu tun hat und dass das Aufgabe der Ingenieure sei. Allerdings ist es heutzutage so, dass Informatiker oft als Freelancer arbeiten und ganze Programme in Eigenregie anfertigen und da müssen sie ein bisschen mitdenken.
    Deswegen gibt es in der medizinischen Informatik und Medizintechnik andere Regeln und Vorschriften als in anderen Bereichen. Man muss, vereinfacht gesagt, sicherstellen, dass alle Parameter, die für das Überleben eines Menschen nötig sind, gleichzeitig erfüllt sind.
    Es gibt natürlich auch andere Tätigkeiten wie das Verwalten von Datenbanken in Krankenhäusern, Hilfsprogramme für Differenzialdiagnosen usw.
    Aber letztlich ist in diesem Fachbereich fast alles irgendwie sicherheitsmäßig relevant, weil es immer um die Gesundheit von Menschen geht.
    nagetier is offline

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