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Kämpfer
Alles drehte sich. Gerade noch hatte er nachdenklich neben dem Adepten gestanden, als sich dieser umdrehte und Iain in leuchtend blaue Augen sah. Ein ungekanntes Gefühl nahm ihn in Besitz. Es fühlte sich an als...greife etwas nach ihm. Er musste zwinkern und als er das Augenlid wieder befand er sich in den Tiefen seines Geistes -an jenem Fluss, den er aufsuchte um seine magische Kraft zu entfesseln. Doch diesmal stand er nicht am Rand sondern befand sich inmitten der Strömung die ihn unerbitterlich mit sich riss. Wild ruderte er mit den Armen aus Angst in den Fluten zu ertrinken, doch schon bald versank er. Panisch schloss er die Augen und strampelte wie verrückt. Einige Zeit verstrich ehe der Braunhaarige bemerkte, dass etwas nicht stimmte. Er war schon öfter im Wasser und dort war es sicher nicht so trocken. Außerdem - seit wann kichern Fische? Er öffnete zögerlich die Augen und hörte schlagartig auf wie ein Irrer rumzufuchteln. Er stand im Handwerkerviertel - direkt vor Turangs Laden und eine handvoll Leute war stehen geblieben und sah ihn amüsiert an und konnten sich nur mit Mühe das Lachen verkneifen.
Ihm war gar nicht zu lachen zumute. Die Worte des Magiers hatten endlich sein Bewusstsein erreicht und drückten seine Stimmung. Er hatte seinen Bruder in eben einer solchen Schlacht verloren zu der er nun aufgerufen war. Wollte er mitziehen? Konnte er etwas ausrichten? Iain war hin und hergerissen und alles andere als bereit etwas neues zu lernen. "Entschuldige Turang", sprach er an den Adepten gewandt. "Ich hoffe du verstehst, dass ich heute nicht mehr zum schreiben aufgelegt bin. Ich möchte zu meiner Familie um diese Entscheidung mit ihnen zu besprechen. Vielleicht sehen wir uns ja dort?! Gute Nacht."
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Schwertmeister
Wie hätte es der Adept nicht verstehen können? Er hatte in seiner eigenen Heimat gesehen, wie die Orks sie überrannt hatten, wie sie so viele menschen getötet hatten, wie auch sein Bruder indirekt durch den Krieg des Festlandes gestorben war.
Er sah dem Novizen nur noch kurz hinterher, bevor er ein letztes mal in sich selbst ging. Er hatte an diesem Tag lange meditiert und seine Kraft in sich gebündelt. Sie war noch stark in ihm, stark genug, ihn sofort zur Akademie zu bringen.
Turang schloss die Augen, spürte den Strom, löste sich in ihm auf - der Krieg hatte ihn erneut eingeholt und nun war es für ihn an der Zeit, ihm zu begegnen.
Als er den Strom verließ, hatten sich schon einige wenige Magier versammelt, die mit nach Silbersee ziehen würden. Turang reihte sich bei ihnen ein, es waar Zeit loszuziehen.
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Abenteurer
Silberseeburg zurückerobern? Eigentlich wollte Xeratos sich aus diesem Krieg raus halten und sich später zu entscheiden oder ganz raus zuhalten, aber es scheint so als müsste er sich jetzt entscheiden auf welcher Seite er kämpfen würde. Der angriff wäre sicherlich die beste Möglichkeit sich zu beweisen. Außerdem mag Xeratos Innos nicht. Schließlich waren es seine Leute die Xeratos umbringen wollten. Also wäre die beste Wahl sich den Setarrifer anzuschließen. Als der Sarpedon sagte Xeratos könnte sich beweisen ihn dem er etwas zurückholen würde hatte er etwas wie ein Magisches Amulett das seit Generationen ihn Sarpedon Besitz befand gedacht, aber nicht so etwas. Setarrif steckt wirklich voller Überraschung. Xeratos dachte gerade wider daran den Trank von Tinquilius zu nehmen, aber er hatte gerade kein Wasser bei sich. Eine Nacht ohne das Zeug würde ihm bestimmt schaden...
Noch immer sagte zu Xeratos niemand genaueres über den Auftrag. Er wusste nicht mal wo die Burg ist. Weil wahrscheinlich niemand zu Xeratos zu kommen würde und ihm alles erzählen würde müsste er wohl jemand fragen. Redsonja war gerade beschäftigt mit anderen zu reden deshalb ging er zu Drakk. "Es sind einige gekommen aber ob alle reichen werden eine ganze Burg zu erobern bleibt abzuwarten." sprach er zu Drakk so als wären sie alte Freunde. Nach einer kurzer Pause sagte er "Das ihr schon Fremde mit nehmt ist eigenartig. Ich hoffe doch das ich, wen ich mitgehe, nicht als Vorderste Front geschickt zu werden um den Gegner abzulenken und zu sterben."
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Schmetterling
Sie mochte Xeratos. Er brachte sich von Anfang an mit ein, wagte eine Analyse und schreckte nicht davor zurück, sich in die Geschehnisse einzumischen. Daher mischte sie sich auch mit einem wölfischen Grinsen ein, als dieser Drakk eine Frage stellte.
"Du bringst gute Ideen ein, mein Freund. Und hast Recht, wir brauchen noch Bauernopfer."
Sprach sie und lachte. Dabei schüttelte ihr rechter Arm wieder unnatürlich mit. Die Fortschritte bei den Übungen machte sich zwar bemerkbar, aber nur sehr langsam. Sie konnte die Finger ein bisschen bewegen. Etwas zu halten war jedoch noch immer unmöglich. Nach diesen Beobachtungen fügte sie noch hinzu:
"Ein gewisses Risiko ist immer dabei."
Sie hatte ihren Preis bezahlt und würde noch mehr bezahlen. Dessen war sie sich sicher. In dem Moment stiessen auch schon die Magier hinzu. Einmal mehr war es also Mitten in der Nacht, dass sie aufbrachen. Noch erhellten ihnen die Priester den Weg mit Lichtkugeln, doch irgendwann mussten sie diese auslöschen, wenn sie nicht entdeckt werden wollten. Doch bis dahin lag noch ein weiter Marsch vor ihnen.
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Schwertmeister
Der Trupp hatte die schützenden Mauern Setarrifs verlassen. Sie waren schweigsam, kannten sie doch das Ziel, das sie zum Schlachtfeld, zu neuem Blut und vielleicht zum Tod führen würde. Turang ging mit den Brüdern seines Ordens, die wohl noch die größte Chance hatten, das Schlachtfeld wieder lebend zu verlassen, denn sie waren teils nicht als Kämpfer, sondern als Heiler mitgereist, wie auch Turang, obwohl er nicht heilen konnte aber dennoch die Verletzten vom Schlachtfeld bringen konnte.
Die Worte des Obersten Wassermagiers schwirrten ihm durch den Kopf und der Adept fragte sich wirklich, warum das alles hier sein musste. Er hätte erwartet, dass Tinquilius besonnener gewesen wäre, dass er nur die mitnehmen würde, die bereit waren für den Krieg. Sie waren Magier keine Krieger, doch einige von ihnen träumten immer noch von ruhmreichen Siegen und malerischen Schlachten. Solche waren es, die nicht alt genug wurden, um ihren Fehler zu erkennen. In der ersten Reihe zu stehen, bedeutete oft genug, in der ersten Reihe zu sterben, das hätte jedem von ihnen klar sein sollen, doch es war zu spät, um umzukehren.
Ein kurzer Schreckensruf wurde ausgestoßen, als vom Norden her ein großer, weißer Wolf vom Norden her auf den Trupp zuhielt. Doch ehe sie sich wirklich besinnen konnten, war der Wolf schon heran. Nicht wenige standen nur verblüfft dort, als dieser Wolf direkt in den Trupp ging und sich neben Turang stellte. Ein oder zwei legten die Hände an ihre Waffen und noch mehr misstrauische Blicke gingen dem Wolf entgegen. Ein paar Worte der Erklärung und der Beschwichtigung von Turang ließen zwar nicht jeden finsteren Blick ersterben, doch zumindest ließ man den Wolf unbehelligt, der auf seine friedliche, gemütliche Weise neben Turang herging.
Wie hätte es nicht sein können, dass Fenris ihn begleiten würde?
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Abenteurer
Es war klar zu sehen, dass Nelean andere Saiten aufzog als noch am Tag, als sie sich getroffen haben. Er bekam eine gewisse Härte und Unnachgiebigkeit, wohl um zu zeigen, wer von den beiden der Chef war. Lenus nickte ihn nur ab, als ihm erklärt wurde, keine Widerworte zu geben. Zwar fand er es nicht unbedingt gerecht, doch wann war das Leben schon gerecht? Er würde sich daran halten, sich öfters einmal lautlos und das ein oder andere Mal auch laut fluchen, aber Widerworte würde Nelean nicht hören. Immerhin war er es, der etwas lernen wollte, und als Bittsuchender war es nur normal, den Kürzeren zu ziehen.
Schon jetzt stand Lenus kurz davor, laut zu fluchen. Was sonst nicht seine Art war, kam jetzt langsam in ihm hoch. Er war genervt von seiner Aufgabe. Wasser umschütten! Er fragte sich, wofür das gut war, aber tat es dennoch. Seine Hand konnte den Tonkrug gerade so umschlingen, so dass sich seine Finger auf der anderen Seite des Bechers wieder trafen. Er versuchte, möglichst wenig zu verschütten, was sich jedoch als Sisyphusarbeit herausstellte. Natürlich, wenn er den Becher auffüllte, benetzte er auch den Becher selbst und natürlich seine Hand mit Wasser, das sofort hinabtriefte, wenn er die Hand wieder hob um das andere Fass zu füllen. Er beschloss, es zu ignorieren und fuhr mit seiner Aufgabe fort. Eintauchen, füllen, heben, ausschütten. Es war keine sonderlich schwere Arbeit, dachte er, und nach anfänglicher Skepsis bemerkte er, dass sie sogar schneller ging als erwartet. Bereits eine halbe Handbreit schätzte er im zu füllenden Fass, und es wurde natürlich immer mehr.
„Aus dem Weg, Hänfling!“ polterte plötzlich eine Gestalt. Eine Hand an seiner Schulter drückte ihn weg. Aus einem Reflex heraus klammerte sich Lenus im Sturz am leeren Fass, das fast mit ihm zu Boden ging. „Das ist wohl einer dieser Arenakämpfer“ dachte sich der Geschichtenerzähler, als er sich langsam wieder aufrappelte und nurnoch den Rücken des Mannes sehen konnte, der mit klitschnassem Haar ging.
Glücklicherweise war sein Tonbecher noch heil, obwohl er zu Boden gefallen war. Wieder stellte sich Lenus hin, umfasste diesmal mit der Linken fest den Rand des Fasses und setzte seine Arbeit fort. Doch auch diese Sicherheitsmaßnahme half ihm nicht, als der nächste dieser Bullen kam. Zum Glück löste sich sein Griff, ehe er auch noch das volle Fass zu Boden riss. Noch immer konnte er sich beherrschen, kein Fluch und kein Widerwort drang von seinen Lippen, auch wenn seine Zunge nur darum kämpfte, sie aussprechen zu dürfen.
Inzwischen waren es fast zwei Handbreit, die er geschaufelt hatte. Langsam begannen sowohl Handgelenk, als auch Schulter zu schmerzen, zudem musste er sich nun schon leicht hinabbeugen, um das Wasser zu erreichen. Den Rücken gebeugt und breitbeinig stand er da – was ihm zum Vorteil gereichte. Zum Glück streckte er seinen Kopf nicht ins Fass, als der nächste Kämpfer kam und ihn fortschubsen wollte. Lenus taumelte zwar einige Schritte, doch konnte sich auf den Beinen halten.
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Provinzheld
Setarrif wurde dem Jäger noch lange nicht vertraut, doch immerhin bekannt. Er gewann einen Überblick über die Straßen, Viertel und Adressen und zumindest eine grobe Vorstellung darüber, wo man jemanden finden konnte, der mit einem zu guten Preisen handelte und dessen Sortiment nicht auf unnützes beschränkt war.
Seit er mit jenem seltsamen Magier geübt hatte, hatte er kaum noch mit Menschen geredet, wenn es nicht um seinen Lebensunterhalt und eine warme Mahlzeit ging, die er nun einmal zum Leben brauchte. Zurzeit lebte der Jäger von dem, was er erlegte, keine ungeheure Einnahmequelle, doch es sicherte ihm zu, nicht hungern zu müssen und dabei noch ein Dach über dem Kopf hatte.
SOnderlich aufregend war dieses Leben ganz gewiss nicht, doch er hatte wieder etwas mehr Zeit, um über Dinge nachzudenken, die ihm widerfahren waren und die er begann zu verdauen, auch wenn er sie nicht im Nebel der Zeit zurücklassen konnte. Bis der Nebel doch zu dicht wurde, um sie weiter mit sich zu tragen...
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Waldläufer
Schnell striff Skadu durch Gassen und abgelegene Gänge. Auch wenn er es eilig hatte, wollte er nicht von einer der Wachen erwischt werden. Seinen dunklen, zerrissenen Umhang fest zu- und die Kapuze über den Kopf gezogen, kroch er durch eine Bruchstelle der Wand hindurch. Dahinter erwarteten ihn mehrere Vorratskisten und eine weitere Mauer, an welcher er entlangging und versuchte zu durchdenken, was er da gerade vorhatte. Das helle Morgenlicht begrüßte ihn auf der breiten Straße, auf der er gelandet war. Hier herrschte zwar kein reges Treiben, doch es waren dennoch mehr Menschen anwesend, als es sich Skadu erhofft hatte. So locker wie möglich ging er weiter, versuchend nicht aufzufallen. Da war es. Das Tor zur Stadt - das Tor zu seiner Zukunft. Skadu wich plötzlich nach links und machte Anstalten sich zu verstecken. Das Tor war geschlossen und er würde die Wächter wohl kaum dazu bringen, es ihm zu öffnen. Nun blieb ihm also nur noch die Möglichkeit zu warten, bis die Händler von außerhalb ankämen...
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Waldläufer
Das Tor war offen. Endlich kamen einige beladene Wägen durch eben dieses, begleitet von mürrischen Kleinhändlern, die noch nicht entschieden haben, in welcher der Tavernen sie ihren Verdienst ausgeben sollten. Ruhig stand Skadu auf und ging mitten in diesen Strom hinein. Die Strömung trieb ihn immer wieder zurück, doch letztendlich schaffte er es aus ihr raus zukommen und im Schatten der großen Stadtmauern zu verschwinden. Eigentlich war Skadu nicht so. Er war ruhig, erfahren in diesem Fachgebiet und wusste, dass es falsch von ihm war sich so sehr zu verhüllen. Schließlich fällt gerade der am wenigsten auf, der sich so benimmt, wie die Masse um ihn. Wenn jemand mit einer Kapuze über dem Kopf am Morgen aus der Stadt rennt, sollte er sich immer wieder mal umsehen, denn es könnte sein, dass die Wachen ihn verfolgen. Wenn er aber ganz entspannt die Stadt verlässt und einfach den Weg entlang geht, dann fällt so ein Mensch nicht auf. Doch gerade waren dem Dieb all seine Prinzipien egal, denn er war immer noch wie besessen von diesem Traum. Immer wieder flimmerten Ausschnitte davon vor seinem geistigen Augen und versetzen ihn in Panik. So ging der alte Mann weiter und weiter in die Richtung, von der man erzählte, in ihr würde das Kastell liegen. Sein Vorhaben war klar. Er war abergläubisch und in seiner Familie bedeuteten Träume sehr viel. Wenn ihm also der Traum sagte, das Kastell würde ihn empfangen, so würde er es auch versuchen. Skadu kannte sich nicht allzu gut in Wäldern aus, wenn auch er auf seinen Kindheitsreisen viele gesehen hatte. Sein Herz gehörte der Stadt und ihren Gassen. Doch durch diese Umstände musste er nun einmal durch, wenn er es erreichen wollte. Schritt für Schritt ging er, so schnell wie er konnte, doch langsam genug, um lange in einem solchen Tempo gehen zu können. Das Diebesleben hatte ihn gelehrt, wie man richtig ging und rannte; je nach dem, was gerade sinnvoller wäre. "So würde es möglich sein, die Strecke in einem Tag Fußmarsch zu beschreiten" - sagte Skadu sich.
Last edited by Skadu; 05.07.2012 at 10:43.
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Ritter
Noxus zupfte ein letztes Mal seine Robe zurecht. Das Tor war nun keine 40 Fuß entfernt, die Torwachen machten bereits lange Gesichter. Der Schamane hinter ihm war verspannt, doch wahrscheinlich weniger aus dem Grund, dass ihm die Situation Angst schürte - Vielmehr um zu imponieren. Der Schwarzmagier konnte sich ein verschmitztes Grinsen nicht verkneifen, als er den Bizeps mehrmals deutlich austreten sah, verkniff sich allerdings aus Gesundheitsgründen Kommentare.
»Halt! Was ... Also, ähm ... Ihr könnt die Stadt nicht betreten ..., weil ... äh«, meinte die linke Wache, ein gräulicher Oberlippenbart und kurz geschorene Haare wiesen auf ein Alter eines Veteranen, außer dem König gehen bereits die Soldaten aus, sodass er alte Männer die Tore bewachen lässt. Mit jedem Schritt des Orks hinter ihm, der inzwischen mit seinem gewaltigen Schatten auch die Beiden vor ihnen stehenden Männer überdeckte, zuckten sie zusammen - Nun schritt die rechte Wache ein.
»Ihr seid hier soweit willkommen, Schwarzmagier. Aber euer ... Haustier lasst ihr gefälligst draußen!«
Damit waren die Worte gefallen, die Noxus gefürchtet hatte. Rok Shar stürzte sich bereits auf den nun vollkommen erschrockenen Wachmann und packte ihn am Kragen. Seine Beine baumelten gut einen Meter über dem Boden während ihm der Orak etwas zu knurrte. Die Stimme war so tief, dass seinem Partner durch das schwere Brummen die Zähne klapperten.
Schwer ausatmend und genervt machte der Weißäugige eine Handbewegung, als würde er eine Fliege beiseite schlagen.
»Geht mir aus dem Weg bevor ich ungeduldig werde. - Komm!«, nickte er seinem Gefährten eindringlich zu.
Ohne auf die Zurufe zu achten liefen sie weiter, auch Rok Shar war nach wenigen Augenblicken mit ihm eingetreten, wahrscheinlich nach dem Motto schneller aus der Stadt zu kommen. Noch bevor sie das Zentrum erreicht hatten, zog ihm ein schwerer, widerlicher Geruch in die Nase. Einer, den es nun mal bei so vielen Menschen mit sich brachte. Abgesehen von Lärm und der aufstauenden Hitze, fehlten nur noch die Gaffer, die schon bald angerannt kamen. Da waren die Kinder, die den großen Ork bestaunten Noxus noch am liebsten.
Den Blick weiter in Nordöstliche Richtung haltend, hoffte er, dass sie eine schnelle Abreise planen könnten. Wenn möglich, noch in wenigen Stunden. Auch wenn sie wahrscheinlich nicht soviel Glück haben würden.
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Krieger
Gut eine Woche lang schon hat sich Nelean für den jungen Widerstandskämpfer die skurrilsten Übungen einfallen lassen: Pferdekarren ziehen, Liegestütze mit Gewichten, den Marktfrauen die Wasserkrüge tragen, geworfenen Steinen ausweichen… um nur einige von ihnen zu nennen.
Heute aber sollte Lenus zum ersten Mal eine Waffe in die Hand bekommen.
„Ich hab mal in meiner Truhe etwas gekramt und das hier gefunden, ich denke für den Anfang wird das reichen.“
Nelean zeigte seinem Schüler einen kurzen aber schweren Ast.
„So ein Ast ist zwar nicht so filigran bearbeitet wie ein Florett oder ein edles Langschwert, doch glaub mir, du wirst Situationen erleben, in denen du dankbar über einen stabilen Ast auf dem Boden bist und du dich glücklich schätzt das Können dazu erworben zu haben damit umzugehen.“
Nelean gab Lenus den Knüppel und nahm einen zweiten in die Hand.
„Schau her. So eine dumpfe schwere Waffe eignet sich lediglich als Hiebwaffe. Doch wenn man sich geschickt anstellt und auf die richtigen Stellen zielt kann ein Schlag von so einer Waffe durchaus erheblichen Schaden anrichten. –
Versuch keine zu stark seitlichen Hiebe mit dem Knüppel zu machen, es sei denn du hast ein Schild. Wenn du von der Seite kommst bist du mit einer Wuchtwaffe zu sehr ungeschützt. Versuch stattdessen immer von oben zu kommen… oder von unten, doch dazu kommen wir später.
Du wirst deinen Ast auch als Paradewaffe verwenden müssen, doch stell dich darauf ein, dass so ein Ast leicht bricht. Du solltest Angriffen sowieso immer lieber ausweichen, wenn es geht. Das verwirrt die meisten Gegner, da sie ein Kreuzen der Klingen erwarten.
Hiebwaffen, wie Knüppel, Äxte, Morgensterne und wie die alle heißen sind meistens darauf ausgelegt den Gegner in 2-3 Hieben den gar aus zu machen.
Sie sind viel zu schwer um wirklich gut zu parieren. Deshalb solltest du auch, anders als beim Schwert, wenn möglich immer zuerst angreifen.
Aber genug geredet lass uns die Technik üben. Doch es ist besser wenn wir dazu nach draußen gehen, wenn du nichts dagegen hast. Wir müssen südlich aus Setarrif raus, da im Wald ist ein super Ort, geh voran, ich zeig dir die Richtung.“
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Schwertmeister
Kurz war ein Pfeiffen zu vernehmen, dann ein Knistern über dem Königsplatz. Die Menschen, die gerade hier ihrer Arbeit nachgingen, wichen zurück. Ein kleiner, silberner Funken stieb durch die Luft, das Pfeiffen wurde lauter. Dann expandierte der Funken und wie aus dem Nichts tauchte blutverschmierter und vom Kampf gezeichneter Hofmagier auf. Die Menge wich beiseite, doch er kümmerte sich nicht um sie. Selbst seine Robe strich er nicht glatt, noch richtete er sonst etwas an sich selbst, sondern lief gleich hinüber zum Palast ihres Königs.
„Lasst mich durch, ich habe Nachricht für König Ethorn“, pflaumte er die Wachen an, als sie sich schützend vor ihn stellten. „Los, beiseite!“
Ob es die Wut in seiner Stimme oder sein Auftreten war, er wusste es nicht. Doch man ließ ihn hindurch. Erschöpft vom Kampf und den Strapazen des Teleportzaubers, eilte er in den Palast und die Treppen hinauf. Wachen wichen ihm aus, bekannte Brüder und Schwestern der Hofmagier musterten ihn sprachlos. Ihn interessierte es nicht, er hatte einen Auftrag zu erfüllen.
Vor dem Thronsaal Ethorn hielt man ihn schlussendlich auf.
„Was wollt ihr?“, kam es unfreundlich von der Wache. „Und wie seht ihr überhaupt aus?“
„Lasst mich hindurch, ich habe wichtige Nachricht von König Ethorn. Ich komme aus der Burg Silbersee.“
„Aus der Silberseeburg? Diese gehört den Fanatikern Thorniaras.“
„Bald wieder, wenn ihr mich nicht hinein lasst. Ich komme im Auftrag Silvies!“ Keine Reaktion, die Wachen blieben weiterhin stumm stehen. „Eigentlich kommt der Befehl von Drakk. Ihr kennt doch sicherlich Drakk, oder nicht? Also gut, dann lasst mich hinein.“
Als sie sich weiterhin nicht rührten, sammelte der Hofmagier einen Teil seiner Magie und stieß nach vorne. Sie wollten ihn aufhalten, doch der eisige Schild um ihn hielt sie davon ab. Mit einem kräftigen Stoß öffnete er die Pforte, dann trat er hinein, die wutentbrannten Wachen hinter ihm.
„Mein König, ich komme mit Botschaft aus der Silberseeburg“, sprach er sogleich und sank auf seine Knie.
Die Wachen wollten einschreiten, doch König Ethorn gebot ihnen mit einer Handbewegung, stehen zu bleiben. „Es sieht nach einer Schlacht aus. Gehört die Burg wieder mir?“
„Zur Zeit, mein König, doch der fanatische Rhobar hat eine Armee Paladine und Feuermagier entsandt, die Burg zurückzuerobern. Sie sind bereits vor dem zerstörten Tor der Burg. Ich weiß nicht, wie lange Drakks Männer und die Magier sie aufhalten können. Wir brauchen Unterstützung, dringend.“
Der König schaute einen Moment so, als wisse er mit der Information nichts anzufangen, dann erhob er seine Stimme und stand von seinem Thron auf. „Sucht euch zwei Dutzend meiner Klingen und nehmt sie mit. Holt auch jeden anderen Söldner, den ihr auftreiben könnt in der Akademie. Diese Burg gehört mir und sie wird auch weiterhin zu unserem Königreich gehören!“
Tinquilius
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Ritter
Ihre Seekarten, ein Laib guter Käse sowie zwei Paare Augen, welche nicht im Geringsten von Barmherzigkeit oder einer humanen Verhandlungsweise zeugten, ließen den alten Kapitän eines sehr kleinen Schiffes umstimmen. Während sie gute vier Stunden beim einräumen von schweren Kisten geholfen hatten und Noxus nahezu durchgehend Rok Shar beruhigen musste, da ihr Zimmer ungefähr groß genug war, ein Kind zu beherbergen, winkte ihnen der Greis zu, sie können nun an Bord gehen und sich ausruhen. Verschwitzt fanden sie sich auf dem hölzernen Boden wieder und gaben sich Mühe den Spalt zwischen ihnen aufrecht zu erhalten. Doch hatte der missgelaunte Seemann kein anderen Raum, also blieb ihnen nichts anderes übrig, also darauf zu hoffen, dass die Nussschale, wie sie der Orak nannte, bis zu ihrem Ziel über dem Wasser segelte.
Der Schwarzmagier war nicht weiter darauf eingegangen, wohin sie wollten, sondern meinte nur sie müssen auf die bekannte Hafeninsel, die der Kapitän bisher nicht ansteuern wollte. Doch immerhin ging es in die selbe Richtung, entweder sie würden ihn doch noch überzeugen können, in einer recht »aggressiven« Weise oder von dem Hafen, in den sie einfahren würden ein weiteres Schiff mieten. Doch hatten sie nun weder Käse noch weitere Seekarten, also müssten sie wohl auf besseren Luxus verzichten.
Die Sonne vergrub sich bereits im Horizont und färbte das Meer in heiteres Gold als es endlich losging. Der Weißäugige hatte sich wieder seinen Reisemantel übergezogen und die Robe in den Taschen verstaut, eine gewisse Neutralität wäre nun wohl angebracht. Der Schamane war ungeduldig und gereizt, das Gleiten über dem Wasser gefiel ihm allem Anschein nicht oder es war einfach nur der Umstand, in dem sie sich befanden. Eng.
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Auserwählter
Eiligen Schrittes hielt Taeris auf das Tor des Palastes zu. Er hatte nichts mehr holen müssen. Keine Waffen. Keine Rüstung. Keinen Proviant. Alles hatte bereit gelegen. Er hatte die Sachen bei sich getragen, seit die Armee Setarrifs mobil gemacht hatte. Er war zurückgeblieben. Er und Joren. Und einige Palastwachen. Ein halbes Dutzend gute Männer. Diese erwarteten sie nun draußen vor dem Palast. Man hatte einige Söldner in einige alte Uniformen der Wachen gesteckt, um den Palast nicht vollkommen wehrlos aussehen zu lassen.
Als Taeris durch den Torbogen trat und ins Licht der Abendröte blinzelte, sah er sieben Männern entgegen. Und hinter ihnen standen noch zweimal Sieben. Söldner. Klingen. Der Rest. Joren nickte Taeris anerkennend zu, ehe er die Luft einzog und seine Robe richtete. Sowohl er als auch Taeris hatten auf die goldenen Plattenpanzer der Wache verzichtet, die den Schwertern in solchen Fällen zur Verfügung standen. Zu prunkvoll. Zu unbeweglich. Joren sah mit der Augenklappe aus wie ein Halunke. Erst recht mit der tief ins Gesicht gezogenen Kapuze. Nur die goldenen Nähte und der helle Schuppenpanzer der darunter hervorlugte ließen einen den wahren Rang erkennen.
"Abmarsch".
raunte Taeris lakonisch und nickte den Männern zu. Wenig feierlich machte die durcheinandergewürfelte Gruppe von Kriegern auf dem Absatz kehrt. Sie wussten, dass sie der Rest waren. Der seidene Faden an dem alles hängen würde.
Und es galt keine Zeit zu verlieren.
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Provinzheld
Gebirgsquelle
Der Jäger fuhr langsam mit seinem Messer über den Bauch eines erlegten Wolfes, wo die scharfe Klinge einen sauberen Schnitt hinterliess, der den Ansatz dazu bildete, dem Tier das Fell abzuziehen. Es war eine routinierte Arbeit, die er bereits tausendfach erprobt hatte und deren Handgriffe ihm ins Fleisch übergegangen waren. Er blickte auch auf das Wasser der kleinen Quelle, die sich aus den Bächen und Rinnsalen der Berge speiste, durch welche er auch das erste mal diese Stadt betreten hatte. Das mochte der Grund sein, warum es ihn immer wieder hierhin zurückzog, als sänge ihm die Quell vergangene und vergessene Lieder, die vielleicht sein Ohr nicht hören konnte und die doch steitg da waren.
Es war ein wahrlich ruhiger Ort fernab der großen Schlachten und blutigen Kämpfe, die auf dieser Insel ausgefochten worden. Es hatte einen Frieden in sich, den die Südländer vielleicht nicht sehen konnten wenn sie ihr Leben nlang niemals dem Lärm entflohen waren, der hier beständig hauste. So fremd dieser Ort ihm doch sein mochte, erinnerte er den Jäger an den stillen Norden, so weit weg von allen Kriegen, die Nördlichen Einöden, die selbst zehntausend Jahre ewiger Kampf nicht zu ändern vermochte, vielleicht weil sie älter waren als jedes Geschlecht, das sie zu besitzen glaubte und doch niemals beherrschen konnte.
Zumindest erinnerte sich der Nordmarer so an den weißen Norden, vielleicht verzerrte jedoch auch nur die Weite sein Bild von ihm...
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Ritter
Lange hatte Wendel die definitiv bereits vorgewärmte Gesellschaft nicht ausgehalten. Sie waren gerademal bis zum Königsplatz gekommen, als der Meister der Gewandtheit die um seine Hüfte geschlungene Hand vorsichtig aber bestimmt ergriff und auf Joes noch freie Schulter platzierte. "Meine Damen, ich kann Ihnen doch bestimmt meinen weitgereisten Freund anvertrauen? Er kommt von weit her und so wie ihr ihm den Kopf verdreht habt, wird er wohl kaum noch alleine in die Taverne finden."
Die Frau, aus deren enger Umarmung er sich gerade befreit hatte, warf ihm einen schwer enttäuschten Blick zu. Bereits im nächsten Moment hatte sie ihr Augenmerk jedoch auf den Herzensdieb Black gerichtet. Diesen Bäuerinnen musste man einen Mann nur als exotisch anpreisen und schon zogen sie ihn sogar einem Meister der Klingen vor. Nicht dass dies sonderlich viel zu bedeuten hatte: Meister der Klingen waren für gewöhnlich nicht gerade hoch im Kurs bei den Fräuleins der Stadt. Ihr meist fortgeschrittenes Alter gepaart mit dem Einfühlungsvermögen eines Paladins machte sie nicht gerade zu den besten Liebhabern der Stadt. Doch dies war für den Moment nicht weiter von Bedeutung: Die Frauen himmelten Joe von links und rechts an, als wollten sie ihm seine Wünsche von den Lippen ablesen. "Na dann mal gute Nacht, Joe", murmelte Wendel leise für sich und zwinkerte dem Halunken zu.
Er war gerade dabei, auf dem Absatz zu wenden, als er vom Palast her eine Meute mit äusserst finsteren Mienen herannahen sah. Thoke versteckte sich noch einige Augenblicke hinter den Damen und Joe, um die schwer bewaffnet ausrückende Truppe zu mustern. Das eine oder andere Gesicht kannte er. Ein paar der Burschen hatte er selbst ausgebildet. Erst nachdem er seine Schüler entdeckt hatte, konnte er die Visage eines grösseren Kalibers ausmachen: Taeris das Schwert Ethorns ging an der Spitze der zusammengewürfelten Truppe. "Ich verlasse wohl die Stadt noch heute", sprach Wendel laut genug, damit Joe es hören konnte, wenn er denn wollte. Bestimmt war es nicht in seinem Sinn, die Stadtmauern, die sie soeben so mühevoll erklommen hatten, bereits wieder zu verlassen, doch hier war womöglich was im Gange. Der Instinkt des Ganoven sagte ihm, dass er dieser Gruppierung möglichst unauffällig folgen sollte.
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Held
Eigentlich verlief alles sehr gut. Das Wetter war angenehm, der Himmel Sternenklar. Die beiden Bäuerinnen,naiv und einfältig.
Mit Ihnen an der Seite, trällernd und Sprüche klopfend, vermochte keiner der Wachen auszumachen ob sie nun willkommen waren oder nicht.
Nichts desto trotz Candaal wollte sich kurz darauf bereits wieder von der Gruppe lösen. Nicht genug, dass er einen Stoss in die saftigen Becken der beiden Weibsbilder verschmähte, nein er wollte sie auch noch auf Joe abschieben um sich aus dem Staub zu machen.
Unter anderen Bedienungen wäre ihm Black wohl auch dankbar gewesen,hier aber missfiel dem Streiter Beliars dieses Verhalten.
Wohin wollte sich der Ganove verdrücken, und vor allem warum alleine?
Als dann auch noch einige Schritte die Strasse runter ein Trupp Soldaten angeführt von einem grossen Krieger mit rot blondem Haar auftauchte und eifrig gen Tor marschierte, sah Black die Neugier in Candaals Augen auf blitzen.
"Ich verlasse wohl die Stadt noch heute"
Sagte er laut vor sich hin ehe er sich gänzlich von Joe und den Bäuerinnen löste und mit ausgiebigen Abstand der Truppe folgte.
Black verdrehte genervt die Augen und schnalzte laut mit der Zunge. Dann löste er sich grummelnd aus den Armen der beiden nach Aufmerksamkeit und Komplimenten lechzenden Bäuerinnen und sagte ihnen mit entschuldigender Stimme:
"Verehrte Damen, Ladys..Schönheiten! Leider muss auch ich euch hier verlassen...ich...ääähm...ich..."
Er kratzte sich verlegen am Hinterkopf , suchte mit den Augen die Umgebung ab um eine Idee für eine Ausrede zu finden. Dann erblickte er einen Strassenköter der gerade durch eine Seitengasse schlenderte.
" Ich muss nach Hause zu meinem kranken Hund! Er hat.... argaanisches Drüsen bedingtes Fieber...mit ääähm...Durchfall!"
Die beiden Damen verzogen teils angewidert teils von der Tierliebe berührt dass Gesicht. Die blonde der beiden nahm Joes Hand und erwiderte liebevoll:
"Oh, dann nimm uns mit! Ich weiss die Kräuter eines Gartens zu nutzen, ich kann ihm einen Tee machen, wirkt bei meinem Mann immer bei Durchfall.."
"Deinem Mann? Bei Beliar, ein Nest aus Huren dieses Setarrif!"
"Nein nein meine Damen, dass wollt ihr nicht sehen glaubt mir! Er kotzt aus dem Mund während er gleichzeitig aus dem Hintern kackt und dabei quiekt und röchelt er...kein schöner Anblick! Am besten wir...ääähm...treffen uns später in der Taverne?"
Langsam wurde Black unruhig, aus dem Augenwinkel sah er Candaal in weiter ferne an eine Hauswand gelehnt um die Ecke spitzelnd. Er war definitiv auf den Versen dieses Kriegertrupps...Warum aber? Immerhin war er doch Lehrmeister dieser Krieger? Warum kommt der Lehrmeister der Krieger dieser Stadt nicht auf offiziellem Wege in die Selbige hinein ? Vieles stimmte hier nicht und Joe würde schon noch heraus finden was!
Die beiden Damen schnatternden nun wild miteinander, sprachen Ausreden ab die sie für ihre Männer bereit halten mussten und bestimmten wer wem welche Lüge auftischte. Schliesslich drehten sie sich zu Joe und stimmten zu, ihn später wieder anzutreffen.
Froh der Diskussion endlich zu entfleuchen küsste er eifrig die Hände der Damen ehe er sich umdrehte und dem Ganoven nach spurtete....
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Provinzheld
Sein spärliches Gepäch hatte der Jäger in einem schlichten Sack über den Rücken geworfen. Die Welt war klein geworden und eine Stadt bedrückend winzig. Der Jäger würde sich wieder auf den Weg machen und weiterziehen, das Landdurchstreifen und sich wieder Wege durch dichtes Gebüsch bahnen.
Setarrif mochte praktisch alles haben, was man zum Leben brauchte, doch für Badhor konnte es erstmal nicht mehr als ein Halt gewesen sein, auf einer weiten Reise. Er wollte in keinem Land leben, dass er nicht kannte, und din das Land, das er kannte, wollte er nicht zurück gehen.
Wie er gehört hatte, gab es viele sonderbare Orte hier, die sich eines Blickes sicher lohnen würden und die zu kennen sich sicher noch oft als nützlich erweisen konnte. So verließ er die Stadt der Goldenen Kuppeln in südliche Richtung, dort, wo manch einer das Kastell des Schwarzen Bundes vermutete...
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Ritter
Fertig!
Ja, Gath war wirklich fertig.
Böse Zungen würden ja behaupten, fix und fertig, nachdem er sich in den letzten Tagen äußerst aktiv darum bemüht hatte, seine Arbeit an Iains Boot zu einem Abschluss zu bringen.
Jetzt war für ihn in erster Linie entspannen angesagt, immerhin war seine dringlichste Arbeit erledigt. Und es war Geldeintreiben angesagt.
Zwar hatte er mit dem Fischer vereinbahrt, dass man über Bezahlungen reden konnte, aber da dieser ja mittlerweile ein Mitglied der Wassermagier war und nebenbei noch so halbherzig arbeitete, hatte Gath die leichten Hoffnungen, zumindest ein bisschen Geld heraushandeln zu können - neben irgendeiner alternativen Bezahlung, die er sich noch einfallen lassen musste. Aber da gab es garantiert etwas, immerhin konnte es auf keinen Fall schaden, einen Wassermagier zu haben, der einem noch einen Gefallen schuldete.
Vor allem, wenn man selbst noch einer gewissen durchaus durchtriebenen Schwarzmagierin einen Gefallen schuldete...
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Veteranin
Selina schlenderte gerade durch die Stadt, gerade war sie am Marktplatz und wollte eigentlich Richtung Meer. Ihr Alptraumproblem hatte sie mittlerweile in den Griff bekommen, gelöst war es zwar immer noch nicht ganz, aber zumindest war es nicht mehr so beeinträchtigend. Wenn sie einen Tee aus bestimmten Kräutern vor dem Schlafengehen trank und in Kauf nahm hin und wieder einmal in der Nacht aus dem Schlaf zu schrecken, funktionierte es ganz gut, dass sie nicht total übermüdet und schreckhaft war. Das letzte Mal hatte sie mit Gath darüber gesprochen, doch das Gespräch hatte dann ziemlich abrupt ein Ende gefunden und als ihr dieser Gedanke durch den Kopf ging, änderte sie plötzlich ihr Ziel.
Wenn sie sich recht erinnerte hatte der Bootsbauer eine Werkstädte im Armenviertel der Stadt. Es war zwar nicht weit, aber trotzdem ein Ort an dem sich die Adeptin so gut wie nie herumtrieb. Jetzt hatte sie aber einen Grund und so ging sie zielstrebig in die Richtung die sie für richtig empfand und tatsächlich erblickte sie schon bald eine offene Lagerhalle in dem ein Boot stand, welches der Schwarzhaarigen auf den ersten Blick klar machte wie wenig sie sich mit dieser Materie auskannte, denn es sah eigentlich fertig aus, aber irgendwas musste wohl noch gemacht werden, sonst würde es ja nicht hier stehen, sondern schon im Wasser sein. Aber gut, darum würde sich Gath sicher sehr gewissenhaft kümmern, wenn sie ihn nicht gerade bei etwas Wichtigem stören würde.
"Adanos zum Gruße, Gath!", rief sie durch die offenen Tore hinein, durch die sie ihn schon erspäht hatte. Trotzdem blieb sie beim Türrahmen stehen um nicht unhöflich zu erscheinen wenn sie unaufgefordert eintrat und vielleicht noch unabsichtlich irgendwelche Werkzeuge oder Sonstiges in der männlichen Unordnung durcheinander zu bringen.
"Ich hoffe ich störe nicht!"
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