
Originally Posted by
Antrodamus
Wies stehts denn zB mit Tactius:
Ist das neuerdings als Fälschung bekannt? Habe ich zumindest noch nicht gehört.
Bitte vorher mal die Quelle überprüfen:
Tacitus ist wann geboren? 
Hat wann seine Werke verfasst? 
Falls du es nicht weißt, die Annalen sind über 100 Jahre nach der angeblichen Geburt des Jesus erschienen und er beruft sich (bestenfalls) lediglich auf römisches Hörensagen, aus dem Umfeld der Paulusanhänger. Dass Paulus, nach eigenen Aussagen, einen Jesus niemals getroffen hat, ist unumstritten. Tacitus ist daher keine Primärquelle, denn es gibt keine Primärquellen.
Nebenbei bemerkt gibt es da noch ein kleines Problemchen:
Diese Stelle gilt, wie auch eine ähnliche Stelle bei Flavius Josephus, als nachträgliche christliche Fälschung.
Es ist also nicht nur das Problem, dass es sich bestenfalls um Hörensagen handelt, über Ereignisse die man nur aus Erzählungen kennt, sondern auch noch, dass der Autor sehr sicher bewußt gefälscht wurde.
Alles das kann man aber eigentlich wissen, wenn man es wirklich wissen will..
De allermeisten Wissenschaftler glauben, dass Jesus Christus eine historische Gestalt ist. Umstritten ist nur, wie viel von den biblischen Berichten wahr ist. Und für die Historizität der Bibel gibt es eigentlich keine wirklichen Belege.
Welche Wissenschaftler sollen das sein? Ich kenne keine Publikation, jenseits einzelner Theologen oder Bekennender, die sich festlegt. Bestenfalls gibt es ein "wahrscheinlich". Nehmen wir mal ein paar Beispiele aus dem theologischen/theologischen Umfeld: Bruno Bauer, Albert Kalthoff oder Arthur Drews bestreiten beispielsweise die Existenz. Gotthold Hasenhüttel oder Rudolf Bultmann erklären sie für belanglos. Das ist nur die Theologie und Philosophie in der Geschichtswissenschaft ist es noch düsterer.
Denn nie war das groß der christlichen Bevölkerung gewalttätig, immer nur einige Herrscher, die nach ausbau ihrer Macht strebten. Wie gesagt haben diese ihre Gewalttaten aber in den seltensten Fällen wirklich wegen des Glaubens begangen
So einfach ist es nicht, denn das "Gottesgnadentum" der herrschenden Elite wird direkt aus dem Christentum hergeleitet und von der christlichen Theologie selbst gestützt. Auch Luther bekräftigt das noch einmal ausdrücklich. Jede fürstliche Handlung ist damit zwangsläufig konform mit dem Christentum, da das Prinzip "Gottesgnadentum" ansonsten falsch gewesen wäre.