-
Drachentöter
Ich denke ja, dass viele Nichtraucher sich in ihre Aversion gegen das Rauchen und gegen den Geruch reinsteigern und es erst dadurch so negativ wahrnehmen. Es ist also eher eine psychische Sache und dabei geht es dann halt auch um die Dinge, die man mit dem Rauchen assoziiert (ungesund, krebserzeugend) und auch um Rechthaberei. Viele Menschen bringt es tierisch auf die Palme, dass andere Menschen (Raucher) ihnen ihr Recht auf saubere Luft nehmen. Diese Menschen sind in der Lage, noch vereinzelte Rauchmoleküle mit ihrem Riechorgan zu detektieren und sich daraufhin über den Gestank oder gar die tödliche Wirkung zu beschweren.
Es gibt bis dato, soweit ich weiß, nur eine, eher unseriöse Studie zur schädlichen Wirkung von Passivrauch, aber die kommt jenen Menschen eben gerade recht, weil sie damit eine Bestätigung haben.
Von Toleranz haben solche Leute scheinbar noch nie etwas gehört. Ich finde z.B. auch, dass Hunde manchmal stinken oder nerven, aber ich fordere deswegen doch kein Verbot.
Manchmal muss man auch einfach seinen gesunden Menschenverstand benutzen. Wie schädlich kann es wohl sein, dass ein paar Meter entfernt ein Stängel Tabak abbrennt? Wir Menschen haben Jahrtausende lang in geschlossenen Hütten mit Feuerstellen gewohnt, die nur einen Kamin oder ein Loch oben hatten und essen mit Vorliebe verkokeltes Fleisch mit Transfettsäuren und zigtausend anderen Schadstoffen und jetzt redet man so, als wäre es ein Verbrechen, an der Bushaltestelle eine Zigarette zu rauchen.
Ich bin jetzt fast ein halbes Jahr rauchfrei und ich muss zugeben, dass ich den Geruch nun stärker wahrnehme, aber ich finde trotzdem nicht, dass er störend ist, auch nicht beim Essen. Unangenehm finde ich nur den Geruch von kalter Asche/kaltem Rauch an der Kleidung.
Ich habe vollstes Verständnis für Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden, aber die seltsamen Raucherzonen auf offenen Bahnsteigen oder das Verbot in Gaststätten finde ich lächerlich.
-
Ehrengarde
 Originally Posted by smiloDon
Das muss andere Ursachen haben!
Denn es ist in NRW kein Problem, eine Kneipe in einen sogenannten Raucherklub umzuwandeln. Die im Gesetz vorgesehene Aussnahme ist hierzulande nämlich zum Regelfall verkommen.
Im Übrigen verweise ich nochmals auf die Erfahrungen in anderen (Bundes)ländern, wo ein strikes Rauchverbot zu keinen mittelfristigen Umsatzeinbußen geführt hat.
Doch, es gibt die 75 qm Regelung!
Ich mag auch, obwohl Raucher, keine Kneipen in denen man die Luft mit dem Spaten stechen und im Sack nach Hause tragen kann!
Last edited by Pursuivant; 17.05.2012 at 18:24.
-
ZombieNinjaMonkeyPirate
 Originally Posted by nagetier
Ich habe vollstes Verständnis für Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden, aber [...] das Verbot in Gaststätten finde ich lächerlich.
Sind Gaststätten nicht auch öffentliche Gebäude?
-
Ehrengarde
 Originally Posted by Khadron
Sind Gaststätten nicht auch öffentliche Gebäude?
Nein, sondern Eigentum vom Gastwirt. Sonst könnte er auch niemanden rausschmeissen, er hat schließlich das Hausrecht.
Nur weil etwas öffentlich zugänglich ist, ists noch lang kein öffentliches Gebäude, das sind dann Einrichtungen, in denen der Staat das Hausrecht hat.
-
Drachentöter
 Originally Posted by eye of the tiger
Nein, sondern Eigentum vom Gastwirt. Sonst könnte er auch niemanden rausschmeissen, er hat schließlich das Hausrecht.
Nur weil etwas öffentlich zugänglich ist, ists noch lang kein öffentliches Gebäude, das sind dann Einrichtungen, in denen der Staat das Hausrecht hat.
Eben. Auch ein Spielcasino ist ein offen zugänglich - ganz ohne Clubzwang. Wer sich an dem, was darin vorgeht, stört, geht einfach nicht rein, und tut er es doch, um sich über das sündige Treiben zu beschweren, wird er mehr oder weniger freundlich hinausgebeten.
Jeder offen zugängliche Raum in Privatbesitz hat das Recht, Menschen, die nicht gezwungen werden, ihn zu betreten, ein Dorn im Auge zu sein. Wenn in der Bar mit den besten Cocktails Scheiß-Musik gespielt wird, muß man eben auf eines von beidem verzichten, lernen, mit einem von beidem zu leben oder selbst eine Bar nach eigenem Gusto eröffnen. Es gibt also genug Möglichkeiten, auch ohne die Verbotskeule.
Dieser ganze Anti-Rauch-Irrsinn hat sich ohnehin nur derart ausgeweitet, weil es Fanatikern (die es schon immer gab) gelungen ist, mit Dingen durchzukommen, die in jedem anderen Bereich undenkbar wären.
Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga
-
Berufsalki
 Originally Posted by Drachenei
Eben. Auch ein Spielcasino ist ein offen zugänglich - ganz ohne Clubzwang. Wer sich an dem, was darin vorgeht, stört, geht einfach nicht rein, und tut er es doch, um sich über das sündige Treiben zu beschweren, wird er mehr oder weniger freundlich hinausgebeten.
Jeder offen zugängliche Raum in Privatbesitz hat das Recht, Menschen, die nicht gezwungen werden, ihn zu betreten, ein Dorn im Auge zu sein. Wenn in der Bar mit den besten Cocktails Scheiß-Musik gespielt wird, muß man eben auf eines von beidem verzichten, lernen, mit einem von beidem zu leben oder selbst eine Bar nach eigenem Gusto eröffnen. Es gibt also genug Möglichkeiten, auch ohne die Verbotskeule.
Dieser ganze Anti-Rauch-Irrsinn hat sich ohnehin nur derart ausgeweitet, weil es Fanatikern (die es schon immer gab) gelungen ist, mit Dingen durchzukommen, die in jedem anderen Bereich undenkbar wären.
So wahre Worte, danke 
Wie schon mehrfach erwähnt wurde:
Erst wenn man in einer ungelüfteten Raucherkneipe seit Jahren arbeitet, dann darf man sich ernsthaft Sorgen machen.
-
Kannst du es ihnen geben?
 Originally Posted by Drachenei
Dieser ganze Anti-Rauch-Irrsinn hat sich ohnehin nur derart ausgeweitet, weil es Fanatikern (die es schon immer gab) gelungen ist, mit Dingen durchzukommen, die in jedem anderen Bereich undenkbar wären.
Absurd finde ich auch, wie gerade die Grünen gegen die nun wirklich für andere absolut und ganz und gar ungefährliche E-Zigarette angehen.
Fundamentalismus ist wirklich gefährlich und eine große Verführung, anderen Menschen Vorschriften für ihr Privatleben machen zu wollen.
-
Plaudertasche
 Originally Posted by Drachenei
Jeder offen zugängliche Raum in Privatbesitz hat das Recht, Menschen, die nicht gezwungen werden, ihn zu betreten, ein Dorn im Auge zu sein. Wenn in der Bar mit den besten Cocktails Scheiß-Musik gespielt wird, muß man eben auf eines von beidem verzichten, lernen, mit einem von beidem zu leben oder selbst eine Bar nach eigenem Gusto eröffnen. Es gibt also genug Möglichkeiten, auch ohne die Verbotskeule.
Dieser ganze Anti-Rauch-Irrsinn hat sich ohnehin nur derart ausgeweitet, weil es Fanatikern (die es schon immer gab) gelungen ist, mit Dingen durchzukommen, die in jedem anderen Bereich undenkbar wären.
Du kommst immer wieder mit unpassenden Vergleichen.
Das Problem beim Rauchen ist doch, dass die Ausübung des Lasters Unbeteiligte belästigt. Das stellt im Normalfall auch kein Problem dar, da ein höflicher Raucher darauf achten wird, dass dies nicht der Fall sein wird. Drachenei, wenn wir uns träfen, wirst Du sicherlich nicht darauf bestehen, den Rauch in mein Gesicht blasen wollen. Davon gehe ich einfach mal aus.
Nun kann in geschlossenen Räumen der Raucher noch so rücksichtsvoll sein, wie es will, wer sich eine Zigarette ansteckt, belästigt nunmal Unbeteiligte, auch wenn er es gar nicht will. Eigentlich sollte man annehmen, dass es allein schon die Höflichkeit gebietet, dass der Raucher deshalb auf das Rauchen verzichtet. Tun sie aber nicht! Sie bestehen darauf ihren Laster frönen zu dürfen.
Damit schließen sie de facto die Nichtraucher aus, welche unbehelligt von dem blauen Dunst in einer Kneipe ein wenig ihrer Zeit verbringen möchten. Mit welchem Recht?
Umgekehrt schließt ein allgemeines Rauchverbot in öffentlichen Kneipen keinen Raucher aus, es untersagt ihm lediglich, seinem Laster zu frönen. Seid Ihr solche Nikotinjunkies, dass Euch dies so unzumutbar erscheint?
-
Kannst du es ihnen geben?
 Originally Posted by smiloDon
Nun kann in geschlossenen Räumen der Raucher noch so rücksichtsvoll sein, wie es will, wer sich eine Zigarette ansteckt, belästigt nunmal Unbeteiligte, auch wenn er es gar nicht will. Eigentlich sollte man annehmen, dass es allein schon die Höflichkeit gebietet, dass der Raucher deshalb auf das Rauchen verzichtet. Tun sie aber nicht! Sie bestehen darauf ihren Laster frönen zu dürfen.
Damit schließen sie de facto die Nichtraucher aus, welche unbehelligt von dem blauen Dunst in einer Kneipe ein wenig ihrer Zeit verbringen möchten. Mit welchem Recht?
Umgekehrt schließt ein allgemeines Rauchverbot in öffentlichen Kneipen keinen Raucher aus, es untersagt ihm lediglich, seinem Laster zu frönen. Seid Ihr solche Nikotinjunkies, dass Euch dies so unzumutbar erscheint?
Es gibt diese kleinen Eckkneipen, in denen sich überwiegend Raucher versammeln und wo es total verqualmt ist.
Da gehen Nichtraucher wohl nicht grad gern rein.
Aber da sind auch geräumige Kneipen, in denen der Qualm sich verzieht. Da ist es zwar nicht so, dass man nichts davon mitbekommt, aber man kippt auch nicht betäubt vom Hocker. Man könnte es durchaus hinnehmen.
So, wie es meine Nichtraucher-Gäste hinnehmen müssen, dass ich Gästen gestatte zu rauchen. Man macht eben ab und zu die Balkontür auf und gut ist.
Kämest Du zu Besuch, Smilo (was ich sehr gerne sehen würde ), würdest dann aber fordern, dass die Raucher trotz regelmäßiger Lüfterei nach draußen zu gehen hätten, weil Du es sonst nicht aushalten könntest - hm, da würde ich sagen: Sind sie zu stark, bist Du zu schwach
-
Plaudertasche
 Originally Posted by korallenkette
Es gibt diese kleinen Eckkneipen, in denen sich überwiegend Raucher versammeln und wo es total verqualmt ist.
Da gehen Nichtraucher wohl nicht grad gern rein.
Aber da sind auch geräumige Kneipen, in denen der Qualm sich verzieht. Da ist es zwar nicht so, dass man nichts davon mitbekommt, aber man kippt auch nicht betäubt vom Hocker. Man könnte es durchaus hinnehmen.
Nein, auch in den "geräumigen" Kneipen ist das Rauchen eine Belästigung.
Ihr Raucher, und dies weiß ich aus eigener Erfahrung, unterschätzt dies immer wieder. Was auch nicht wundert, ihr seid den blauen Dunst nunmal gewohnt.
 Originally Posted by korallenkette
So, wie es meine Nichtraucher-Gäste hinnehmen müssen, dass ich Gästen gestatte zu rauchen. Man macht eben ab und zu die Balkontür auf und gut ist.
Kämest Du zu Besuch, Smilo (was ich sehr gerne sehen würde  ), würdest dann aber fordern, dass die Raucher trotz regelmäßiger Lüfterei nach draußen zu gehen hätten, weil Du es sonst nicht aushalten könntest - hm, da würde ich sagen: Sind sie zu stark, bist Du zu schwach 
In solchen Fällen würde ich wahrscheinlich selbst den Balkon aufsuchen.
Aber eine private Veranstaltung ist mit einer Situation in einer öffentlich zugänglichen Kneipe auch nicht vergleichbar.
-
Kannst du es ihnen geben?
 Originally Posted by smiloDon
Nein, auch in den "geräumigen" Kneipen ist das Rauchen eine Belästigung.
Ihr Raucher, und dies weiß ich aus eigener Erfahrung, unterschätzt dies immer wieder. Was auch nicht wundert, ihr seid den blauen Dunst nunmal gewohnt.
"Die schlimmsten Kritiker der Elche, waren früher selber welche"
-
Drachentöter
 Originally Posted by smiloDon
Du kommst immer wieder mit unpassenden Vergleichen.
Das Problem beim Rauchen ist doch, dass die Ausübung des Lasters Unbeteiligte belästigt. Das stellt im Normalfall auch kein Problem dar, da ein höflicher Raucher darauf achten wird, dass dies nicht der Fall sein wird. Drachenei, wenn wir uns träfen, wirst Du sicherlich nicht darauf bestehen, den Rauch in mein Gesicht blasen wollen. Davon gehe ich einfach mal aus.
Nun kann in geschlossenen Räumen der Raucher noch so rücksichtsvoll sein, wie es will, wer sich eine Zigarette ansteckt, belästigt nunmal Unbeteiligte, auch wenn er es gar nicht will. Eigentlich sollte man annehmen, dass es allein schon die Höflichkeit gebietet, dass der Raucher deshalb auf das Rauchen verzichtet. Tun sie aber nicht! Sie bestehen darauf ihren Laster frönen zu dürfen.
Damit schließen sie de facto die Nichtraucher aus, welche unbehelligt von dem blauen Dunst in einer Kneipe ein wenig ihrer Zeit verbringen möchten. Mit welchem Recht?
Umgekehrt schließt ein allgemeines Rauchverbot in öffentlichen Kneipen keinen Raucher aus, es untersagt ihm lediglich, seinem Laster zu frönen. Seid Ihr solche Nikotinjunkies, dass Euch dies so unzumutbar erscheint?
Käme darauf an, unter welchen Umständen wir uns träfen. Hätten wir uns zuvor verabredet, so fände das Treffen in einer Nichtraucherkneipe statt, und Dir könnte höchstens mein Rasierwasser unangenehm in die Nase steigen. Träfen wir uns aber zufällig, so würde das bedeuten, daß Du zuvor eine Kneipe betreten hättest, an deren Eingang Dich ein Schild unmißverständlich darauf hingewiesen hätte, daß Du dort unweigerlich Tabakrauch ausgesetzt würdest, und es würde bedeuten, daß Du die wirklich hervorragenden Nichtraucherlokale schräg und quer gegenüber aus irgendwelchen Gründen ignoriert hättest. Und das hieße, daß Du genauso den Rauch ertragen lernen müßtest, wie ich die nervigen Fußballübertragungen an den Wänden.
Es geht hier um ein ganz einfaches Prinzip: Sollen Menschen mit einer bestimmten Eigenschaft eine Einschränkung hinnehmen müssen, die nicht der Eigenschaft entspringt, sondern dem Wunsch nach persönlicher Besserstellung jener, denen diese Eigenschaft ein Dorn im Auge ist? Natürlich dürfen Nudisten ihre Strände haben, sie dürfen nur nicht am Wasser liegen. Natürlich dürfen sich Homos binden, nur nicht in Form einer Ehe. Wenn ein schwuler, rauchender Nudist in einer Bar am Wasser heiraten will, ist das doch kein Problem: Kippe aus, Hose an und die richtige Frau gefunden, und schon kann's losgehen. Jeder heterosexuelle, gernbekleideter Nichtraucher wird bestätigen können, daß diese Einschränkungen für ihn noch nie ein Problem dargestellt haben, also warum sollten sie es für andere tun?
Alles, was nichtrauchend möglich ist, muß auch rauchend möglich sein. (Ganz besonders Tiefseetauchen... ) Oder auch nichtrauchend unmöglich. Alles andere würde ein Wertgefälle darstellen, das nicht hinnehmbar ist. Entweder ich allein habe das Recht, jedem, der das Gegenteil meiner selbst ist, vorzuschreiben, wie er sein Leben zu führen hat, oder niemand hat es. Mit anderen Varianten gibt's bei mir kein Durchkommen. Also was davon soll's sein?
Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga
-
Ritter
 Originally Posted by Matteo
Meinst du die Nichtraucherlokale oder die Raucherclubs?
Und warum?
Nein ich meinte die Raucherclubs.
Man sollte langsam halt einfach mal ein generelles Rauchverbot in solchen Lokalitäten einführen.
Und diese aussage das es den Wirten schaden würde ist nun auch schon mehr als alt und auch nicht wahr, wie man an den Ländern sieht wo das Rauchverbot gillt.
-
Halbgöttin
Nicht viel. Das meiste krieg ich wohl ab, wenn ich in die Uni reingehe, weil davor immer die Leute am qualmen sind, aber da das draußen stattfindet und mir niemand direkt den Rauch ins Gesicht bläst, dürfte das nicht wirklich dramatische Folgen haben.
-
Drachentöterin
 Originally Posted by korallenkette
So, wie es meine Nichtraucher-Gäste hinnehmen müssen, dass ich Gästen gestatte zu rauchen.
Ab und zu besuche ich Leute, bei denen geraucht wird. Wenn da drei oder vier Raucher sind, füllt sich die Bude schon ziemlich schnell mit Rauch.
Gegenmittel? Selber rauchen.
"Frischer" Rauch macht mir aber sowieso nicht viel aus.
Allerdings gehe ich, wenn ich von o.g. Besuch nach Hause komme, erst in den Keller und ziehe mich da aus.
Die verqualmten Klamotten finde ich am nächsten Morgen echt fies und die müffeln die ganze Bude voll.
-
Drachentöter
Es gibt in unserem Land genau zwei legale Freizeitdrogen (die sogenannten recreational drugs) und das sind Alkohol und Tabak. Der Sinn von Kneipen besteht im wesentlichen darin, dass man sich dort nach der Arbeit entspannt unter Zuhilfenahme dieser Drogen.
Kneipe bedeutet Rauchen, so wie Coffee Shop in Holland Kiffen bedeutet. Man darf es nirgendwo anders (außer zu Hause) also geht man in die entsprechenden Etablissements.
Wer in Kneipen geht, wird auf Betrunkene und auf Raucher treffen. Das ist nunmal so.
Dass Menschen andere Menschen durch ihr Tun in Mitleidenschaft ziehen, ist unvermeidbar, wenn man nicht gerade als einsamer Eremit auf einem Berg lebt.
Man ist überall nervigen Dingen ausgesetzt: Gerüche, Straßenlärm, Kinder, Hunde, Musik, Rauch, langsame alte Menschen, laute junge Menschen, etc.
Und je mehr man sich darüber aufregt, als umso schlimmer empfindet man es.
Ich frage mich, wie man mit dieser sehr intoleranten Art (die ich eigentlich nur von mürrischen frustrierten deutschen Rentnern kannte) z.B. in Asien auch nur einen Fuß auf die Straße setzen könnte. Da müsste man durch die vielen störenden Einflüsse sofort explodieren.
Die Leute dort nehmen ihr Essen direkt an der Straße ein, begleitet von einem ewigen Hupkonzert und stinkenden Abgasen. Und es kümmert niemanden.
Das einzige, was man durch solche Verbote erreicht, ist die Inflation der Intoleranz. Man wird immer etwas finden, über das man sich echauffieren kann. Oder man lernt einfach, miteinander zu leben.
-
Plaudertasche
 Originally Posted by Drachenei
Es geht hier um ein ganz einfaches Prinzip: Sollen Menschen mit einer bestimmten Eigenschaft eine Einschränkung hinnehmen müssen, die nicht der Eigenschaft entspringt, sondern dem Wunsch nach persönlicher Besserstellung jener, denen diese Eigenschaft ein Dorn im Auge ist?
Sag mal, identifizierst Du Dich so innig mit Deinem Laster? Nur weil Du rauchst, bist Du auch?
Das verwundert mich, ich selbst habe mich in meiner aktiven Zeit nie als Raucher definiert. Es war in jedem Fall nie eine bestimmende Eigenschaft, obgleich ich gut geplotzt habe. Ich habe es halt getan, immer und überall, wo ich Lust und Gelegenheit hatte.
 Originally Posted by Drachenei
Natürlich dürfen Nudisten ihre Strände haben ...
Das ist doch nicht die Frage, natürlich dürfen Nudisten ihre Strände haben, wo sie sie ungestört ihrem Hobby frönen können, genauso wie Raucher ihre Club gründen und betreiben können, um zu rauchen. Aber dabei steht die Ausübung des Lasters/Hobby/oder was auch immer im Vordergrund, es ist da in der Tat die bestimmende Eigenschaft, welche die Menschen zusammenführt.
Aber in eine Kneipe geht man nicht, um primär zu rauchen. Und genauso wie man von dem Nudisten erwartet, dass er in der Kneipe nicht ablegt, so gebietet es die Höflichkeit, dass man dort nicht raucht. So wie es sich nicht ziemt, bei Essen zu schmatzen oder in der Nase zu popeln.
Nicht mehr und nicht weniger.
-
Kannst du es ihnen geben?
 Originally Posted by smiloDon
Aber in eine Kneipe geht man nicht, um primär zu rauchen.
Als Raucher schon 
Ich glaube, Drachenei identifiziert sich deshalb so mit dem Rauchen, weil es ihn verrückt macht, wie sehr man das Rauchen dazu ausnutzt, um scheinbar nur zum Besten aller sich in das Privatleben der Bürger einzumischen.
-
Plaudertasche
 Originally Posted by korallenkette
Als Raucher schon 
Nein, das könnt ihr mir nicht erzählen.
In die Kneipe gehe ich der Geselligkeit wegen, um mit Freunden zu klönen, um Fußball zu schauen, um ein paar Bierchen zu trinken. Und natürlich ist es angenehm, wenn man als Raucher nicht vor die Türe muss, falls man eine rauchen will. Aber von den aufgezählten Tätigkeiten wäre das Rauchen das erste, warauf ich hätte verzichten können. Auch damals als aktiver Raucher.
Denn um zu rauchen, hätte ich nicht in die Kneipe gehen müssen, dass hätte ich auch zu Hause haben können.
 Originally Posted by korallenkette
Ich glaube, Drachenei identifiziert sich deshalb so mit dem Rauchen, weil es ihn verrückt macht, wie sehr man das Rauchen dazu ausnutzt, um scheinbar nur zum Besten aller sich in das Privatleben der Bürger einzumischen.
Aber das ist doch Unsinn!
Keiner will ihm doch das Rauchen an sich verbieten. Man fordert nur ein wenig Rücksicht in den Kneipen.
-
Kannst du es ihnen geben?
 Originally Posted by smiloDon
Nein, das könnt ihr mir nicht erzählen.
In die Kneipe gehe ich der Geselligkeit wegen, um mit Freunden zu klönen, um Fußball zu schauen, um ein paar Bierchen zu trinken. Und natürlich ist es angenehm, wenn man als Raucher nicht vor die Türe muss, falls man eine rauchen will. Aber von den aufgezählten Tätigkeiten wäre das Rauchen das erste, warauf ich hätte verzichten können. Auch damals als aktiver Raucher.
Denn um zu rauchen, hätte ich nicht in die Kneipe gehen müssen, dass hätte ich auch zu Hause haben können.
Aber das ist doch Unsinn!
Keiner will ihm doch das Rauchen an sich verbieten. Man fordert nur ein wenig Rücksicht in den Kneipen.
Sagen wir so: Mir hat es den Spaß verdorben, wenn ich auf eine Runde Wein und gespräch in die Kneipe gehe und dann nicht gemütlich rauchen darf.
Natürlich nimmt man Rücksicht. Da, wo es nachvollziehbar ist, dass Rauchen unpassend ist.
Aber wo man das Rauchen in Kneipen gänzlich verbieten will, geht es einfach zu weit. Diese Sucht, solche "Laster" einfach verbieten zu wollen, statt Freiräume zu lassen, das ist es, was ich widerlich finde. Und unheimlich.
Typisch ist ja auch, dass Gesundheitsmissionare, wie die ehemalige Raucherin Steffens, Gesundheitsministerin in NRW, dafür sorgen will, dass auch die E-Zigarette in Kneipen etc. nicht gedampft werden darf, obwohl es seriöse wissenschaftliche Untersuchungen gibt, die die völlige Ungefährlichkeit für Passivdampfer beweisen. -
Sicher schadet auch die E-Zigarette ihren Nutzern, aber solange sie andere nicht mehr stört als zum Beispiel ein leichter Deo-Geruch, ist es eine Anmaßung, da staatlicherseits eingreifen zu wollen.
Was bilden sich diese selbstherrlichen Leute eigentlich ein? DAZU wurden Staaten und Ministerposten nun wirklich nicht geschaffen.
Posting Permissions
- You may not post new threads
- You may not post replies
- You may not post attachments
- You may not edit your posts
|