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Brauchen wir Wirtschaftswachstum?

  1. #41 Reply With Quote
    Ritter Hays's Avatar
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    Mar 2008
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    Es wird auch kein Geld aus dem Nichts erschaffen.
    In einem Zentralbanksystem wie es sich weltweit etabliert hat, ist diese Aussage nicht nur falsch, sondern eine Lüge mit der Absicht der arglistigen Täuschung.

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    .
    die Erzeuger bekamen im Laufe der Jahre immer weniger für die Produkte. Das gleiche gilt auch für den Ölpreis. Dieser Derivathandel ist auch Grund für die Aufblähung der Giralgelder.
    Ja die Erzeuger bekamen weniger, weil "Dienstleister" sich dazwischen geschaltet haben und mitverdienen.
    Der Ölpreis hat sich in 10 Jahren vervierfacht.
    Erkläre mir wie Derivate funktionieren und zwar so das es jeder versteht.
    Giralgelder... wieder eine Wortschöpfung der Finanzjongleure um zu kaschieren, das dass aus dem Nichts erschaffene Geld irgendwo zwischen geparkt werden muss und auf keinen Fall in die Hände der Konsumenten/Verbraucher/Arbeitnehmer/Arbeitgeber geraten darf. Dieses Geld ist nur für "Investitionen" z.B dem Staat Geld leihen und am Rohstoffmarkt spekulieren.
    Würden die Trillionen an Weltweit umläufigen "Giralgeld" die nur vom Computer zu Computer zischen mal in den echten Wirtschaftskreislauf gelangen, wäre es das aus des Weltfinanzsystems.
    Umsatz an echten Waren weltweit an einem Tag 20 Milliarden US Dollar.
    Finanztransfers an einem Tag 16 Billionen also 1600 Milliarden US Dollar.


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    Der größte Teil des Wachstums findet mittlerweile auf dem Dienstleistungssektor statt. Industrieprodukte stehen da weit hinten an.
    Wenn eigentlich keine Arbeit mehr da ist für 50% der Bevölkerung dann muss eben welche erfunden werden, damit das System stabil bleibt. 50% Arbeitslosikeit = 50% ohne rechtmäßiges Einkommen = Volksaufstand.

    Der Widerspruch von Volkswirtschaftslehre (Möglichst alles Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf) und Betriebswirtschaftslehre (Möglichst viel Umsatz mit möglichst NULL Kosten= Gewinn ) hat seinen Preis.

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    Bei den Schwellenländern wird die Konjunkturblase noch in diesem Jahrzehnt platzen, wie es schon bei den Tigerstaaten passiert ist. Sobald die Arbeitnehmer dort auch einen anständigen Lohn erhalten wollen, ist die Sache zu Ende.
    So eine Schweinerei aber auch was? Da lassen sich die 300 Millionen Wanderarbeiter in China wohl doch nicht auf ewig auspressen, trotz des Komun-kapitalistischen Terrorregiemes.
    Da sieht man mal, anständiges Geld für anständige Arbeit und schon kommen die Kapitalisten mit dem Horrorszenario des Totalen Wirtschaftszusammenbruchs. Vielleicht sind die Löhne zu Produktivität dann ja hier in Deutschland so weit gesunken, das wir IKEA Regale wieder selbst bauen und Spielzeug herstellen und Halbleiterchips und Elektronik Schrott.

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    Klar, jeder Familie den eigenen Bauernhof.
    Klar hatten wir sowas schon mal - vor dem 11. Jahrhundert!
    Schon klar, Null Ahnung von der Sache, aber den Teufel an die Wand malen. Subsistenzwirtschaft kann dank unserer Technologie nicht mehr so aussehen wie im 11 Jhd. Du nennst also eigenes Haus, eigenes Land einen Bauernhof... so so. Andere nennen es Landsitz oder in der Stadt ist es eine Villa.

    Aber die Hosen gestirchen voll haben, falls mal paar Leute auf die Idee kommen könnten, sich aus der absoluten Abhängikeit in der sich ca. 95% der Deutschen befindet, zu befreien.

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    Es könnte ja auch sein, dass Mr. X für 1 Milliarde eine Firma aufbaut und damit 1.000 Leuten eine Beschäftigung gibt. Es ist logisch, dass er auch Gewinn machen muss, da die EZB das Geld nicht verschenkt. Die Arbeitnehmer schlagen ja aus ihrer Arbeitsleistung auch Kapital, oder bringen die am Monatsende noch Geld mit?
    Oh Mann, ignoriere es einfach weiterhin oder verbreite bewusst Lügen. Was darf es sein?
    Die EZB wurde dazu geschaffen um Geld "zu verschenken". Das ist der Sinn und Zweck der Zentralbank! Nur verschenkt die EZB das Geld nicht an "Verbraucher" sondern an Banken.
    Aus der Arbeitsleistung (vorallem Fremder) schlägt nur der Kapitalist Kapital. Der kapitalist gibt nach den Regeln des Wettbewerbs der ARbeitnehmer untereinander etwas von "SEINEM" Kapital als Arbeitslohn an den ARbeitnehmer zurück. Gerade so viel wie er ARbeitnehmer findet die zu diesem "Preis" anheuern.
    Auch bei Akademikern sinken die "Preise". Grad die einen Bürojob in der Privatwirtschaft haben, durften sich die letzten Jahre tüchtig umgucken...



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    Wo hast Du die Rechnung her?
    Vom Betriebswirt.

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    In Spanien ist das Problem die Wohnungsbauförderung gewesen. Der Staat hat den Banken billige Gelder gegeben, damit diese preiswerte Hypotheken anbieten konnten. Es sind in Spanien nicht die Banken, die sich verspekuliert haben, sondern die sozialistische Regierung, die Wohlstand (Eigentum auf Pump) für alle wollte.
    Wieder eine dreiste Lüge. Das man nicht Spaniens Küste komplett mit Hotels und Finkas fürs Altenteil zubauen kann, ist dann irgendwann mal aufgefallen. 2003 bis 2008 hat dir aber jede Bank hier angeboten in Immobilien im Ausland zu investieren. Über Fonds natürlich.
    Unser GELD dort verbaut. Der Geldfluss von Deutschland nach Spanien ist klar nachzuweisen. Grinserchen hatte hier einen guten Beitrag von Hans Werner Sinn vom Ifo Institut, der unter anderem genau das verdeutlicht hat.

    Jetzt sind die Pleite, weil sie die Investitionen in den Sand gesetzt haben und wie bei unserer HRE usw. geht es um zig Milliarden. Bei der HRE sind nichtmal 5 Milliarden die zuviel waren, aufgefallen.
    Oder war das Giralgeld?
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
    Für echte Demokratie in Deutschland! Artikel 146 GG macht es möglich.
    Hays is offline Last edited by Hays; 31.05.2012 at 20:09.

  2. #42 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by nagetier View Post
    Wenn man Geld bei einer Bank anlegt, gibt man ihr doch praktisch einen Kredit. Die Bank wird das Geld selbstverständlich nutzen und nicht vorrätig halten, sonst hätte sie ja nichts von dem Deal.
    Ob die Reserven jetzt 10 oder 20% betragen müssen, darüber kann man diskutieren. Aber dass eine Gutschrift bei einer Bank nicht die gleiche Güte wie echtes Bargeld oder andere Wertgegenstände hat, ist ja nichts neues.
    Dafür hat man dann eben andere Vorteile wie Flexibilität durch Überweisungen und Sicherheit vor Diebstahl.
    Ja, wie flexibel die Banken damit fahren sieht man dann ja wenn nach den missglückten Spekulationen
    der Bankrun statt findet.

    Das hat für mich nichts mehr Flexibilität zu tuen, das ist einfach professioneller Betrug.
    Denn genau unter diesen Sachbestand würde die Handlung fallen wenn man sie mit Häusern oder anderen Dingen vollziehen würde.
    Wenn dir jemand ein Haus zur Aufbewahrung gibt kannst du es ja auch nicht an drei verschiedene Leute weiterverkaufen
    in der Hoffnung das von denen nicht plötzlich zwei gleichzeitig darin wohnen wollen.
    Alo is online now Last edited by Alo; 02.06.2012 at 16:40.

  3. #43 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Wenn dir jemand ein Haus zur Aufbewahrung gibt kannst du es ja auch nicht an drei verschiedene Leute weiterverkaufen
    in der Hoffnung das von denen nicht plötzlich zwei gleichzeitig darin wohnen wollen.
    Die Reserve ist nicht 20% nicht 10% sondern 2%. 1 Haus haben und an 49 Leute verkaufen.

    Der Witz ist, das Haus existiert nur auf dem Papier. Man hat es nur von einem der 49 Käufer ausgeborgt, der ständig auf Reisen ist.
    Drin wohnen kann auch keiner, weil es ständig wegen Sanierungsarbeiten nicht zugänglich ist.

    Der Schwindel geht nur so lange gut, bis die 49 Käufer herausfinden das sie all die Früchte ihres Fleises und Sparsamkeit in dem Moment weggeschmissen haben, als sie die Früchte ihres Schaffens in Geldform aufs Sparbuch gelegt haben.
    In der Hoffnung das Geld (andere Leute) würden für sie arbeiten.

    Komisch, das man sowas nicht in der Schule lernt wie unser Geldsystem funktioniert. Die Lehrmeinung ist nämlich 1 Sparer gibt Geld an die Bank und die kann es dann weiterverleihen an einen einen Kreditnehmer. Die Bank nimmt nur die Zinsen als "Bearbeitungsgebür" und wegen des Risikos.

    Und gibts einen Minority Report?
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    Hays is offline Last edited by Hays; 31.05.2012 at 20:05.

  4. #44 Reply With Quote
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    @ Hays

    Es zeugt nicht von einer guten Diskussionskultur, wenn man, wie Du, Zitate aus dem Zusammenhang reisst um sie dann ins Gegenteil umzudeuten, oder etwas zu unterstellen.
    Beim chinesischen Boom ging es nicht um die berechtigten Gehaltsforderungen, sondern um den Ressourcenverbrauch.

    Es ist natürlich völlig klar, dass Deine persönliche Meinung weitaus höher zu bewerten ist, als eine Studie der UNCTAD. Nicht die Rohstoffbörsen sind an den astronomisch kletternden Preisen schuld, sondern die bösen Zwischenhändler.
    Wenn Du Dir DEinen Post durchliest, wirst Du auch merken, dass Du Dir selbst widersprichst. Einmal sind die Zwischenhändler schuld, dann ein paar Zeilen weiter doch die Spekulanten. Wie denn nun?

    Giralgeld kommt aus der Zeit, als der bargeldlose Zahlungsverkehr eingeführt wurde und hat mit Nebelkerzen absolut nichts zu tun. Du argumentierst dann genau so, wie ich es bereits gesagt habe, nur mit anderen Worten.
    Zitat: Wenn jemand auf den Gedanken käme die 1 Milliarde bei Wallace&Baker zu realisieren, dann könnte die Bank schließen, weil das Geld nicht da ist. Dieser Derivathandel übersteigt mittlerweile das Bruttosozialprodukt aller Länder auf der Welt. Das ist eine riesige Blase, die solange nicht platzt, als keiner versucht die Geldmengen zu realisieren.
    Und genau das ist das Problem, diese Gelder kann man im realen Wirtschaftskreislauf gar nicht unterbringen, weil es a) Buchgelder sind und b) gar nicht genügend reale Werte dagegen stehen, in die man refinanzieren könnte. Die nächsten 80 Weltgetreideernten sind längst verkauft - á la "Zunkunftsschweinelager" in Ankh-Morpork.

    Wenn Du Dir die Mühe machen würdest mal etwas über die EZB zu lesen, dann würdest Du auch bemerken, dass sie keineswegs Geld verschenkt, sondern dafür Zinsen nimmt. http://de.wikipedia.org/wiki/Leitzins.

    Wenn Du Dich wirklich mit der spanischen Kriese beschäftigt hättest, dann würdest Du nicht solchen Blödsinn postulieren. In Madrid, Barcelona usw. sind Millionen von Wohnungen modernisiert worden, bzw. ganze Stadtviertel abgerissen und neu aufgebaut worden. Von Fincas weiss ich nichts. Das Spanische Modell wurde überall propagiert, weil es zu einem Boom geführt hat, Arbeistlosenquote unter 8 Prozent.
    Immobilienfonds sind durch Hyotheken gedeckt, wenn die Preise in den Keller gehen, bzw. wenn der Ausgabepreis gepusht wird, dann gibt's natürlich Probleme.
    Es ist auch schön, dass Du plötzliche einen Wirtschaftsliberalen wie Hans Werner Sinn zitierst, der eigentlich Deiner ganzen Auffassung konträr entgegen steht. Wenn man seine sozialpolitische Ideen anschaut, dann kann man eigentlich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der geht in vielem selbst mir zu weit. Eine seiner Thesen ist z.B. keine staatlichen Transferleistungen ohne Gegenleistung. Da ist kein Raum für das BGE.

    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Die Reserve ist nicht 20% nicht 10% sondern 2%. 1 Haus haben und an 49 Leute verkaufen.

    Der Witz ist, das Haus existiert nur auf dem Papier. Man hat es nur von einem der 49 Käufer ausgeborgt, der ständig auf Reisen ist.
    Drin wohnen kann auch keiner, weil es ständig wegen Sanierungsarbeiten nicht zugänglich ist.

    Der Schwindel geht nur so lange gut, bis die 49 Käufer herausfinden das sie all die Früchte ihres Fleises und Sparsamkeit in dem Moment weggeschmissen haben, als sie die Früchte ihres Schaffens in Geldform aufs Sparbuch gelegt haben.
    In der Hoffnung das Geld (andere Leute) würden für sie arbeiten.

    Komisch, das man sowas nicht in der Schule lernt wie unser Geldsystem funktioniert. Die Lehrmeinung ist nämlich 1 Sparer gibt Geld an die Bank und die kann es dann weiterverleihen an einen einen Kreditnehmer. Die Bank nimmt nur die Zinsen als "Bearbeitungsgebür" und wegen des Risikos.

    Und gibts einen Minority Report?
    Was ist eine Reserve?
    Lese Dir doch bitte mal die Bilanz durch. https://geschaeftsbericht.deutsche-b...ss/bilanz.html Du wirst sehen, dass die ausgegeben Darlehen mehr als gedeckt sind. Die Bilanz ist zwar verkürzt, aber die genaue kannst Du Dir im elektronischen Bundesanzeiger anschauen.
    Deswegen versteh ich auch das Gleichnis mit dem Haus, vielleicht bin ich da auch einfach doof.
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  5. #45 Reply With Quote
    Schwertmeister Talchia's Avatar
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    Quote Originally Posted by Pursuivant View Post
    Wenn Du Dir die Mühe machen würdest mal etwas über die EZB zu lesen, dann würdest Du auch bemerken, dass sie keineswegs Geld verschenkt, sondern dafür Zinsen nimmt. http://de.wikipedia.org/wiki/Leitzins.
    1 Billion Euro wurde für drei Jahre zu 1% verliehen, die Zwangsinflation der EU liegt bei 2%. Effektiv verliert die EZB damit 30 Mrd. Euro, da es aber aus dem Nichts erschaffen wurde, ist es aber eigentlich auch egal. Jedenfalls, bis man die geregelte Inflation nicht mehr aufrechterhalten kann.

    Quote Originally Posted by Pursuivant View Post
    Wenn Du Dich wirklich mit der spanischen Kriese beschäftigt hättest, dann würdest Du nicht solchen Blödsinn postulieren. In Madrid, Barcelona usw. sind Millionen von Wohnungen modernisiert worden, bzw. ganze Stadtviertel abgerissen und neu aufgebaut worden. Von Fincas weiss ich nichts. Das Spanische Modell wurde überall propagiert, weil es zu einem Boom geführt hat, Arbeistlosenquote unter 8 Prozent.
    Immobilienfonds sind durch Hyotheken gedeckt, wenn die Preise in den Keller gehen, bzw. wenn der Ausgabepreis gepusht wird, dann gibt's natürlich Probleme.
    Es ist auch schön, dass Du plötzliche einen Wirtschaftsliberalen wie Hans Werner Sinn zitierst, der eigentlich Deiner ganzen Auffassung konträr entgegen steht. Wenn man seine sozialpolitische Ideen anschaut, dann kann man eigentlich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der geht in vielem selbst mir zu weit. Eine seiner Thesen ist z.B. keine staatlichen Transferleistungen ohne Gegenleistung. Da ist kein Raum für das BGE.
    Jeder zweite Deutsche soll ja angeblich eine Immobilie besitzen, dies gilt auch als Kapitalvermögen, bis bei uns die Krise hereinbricht. Dann lösen sich ganz schnell Billionen Euro in Luft auf. Wie schnell das geht, konnte man in den USA sehen.

    Was ist eine Reserve?
    Lese Dir doch bitte mal die Bilanz durch. https://geschaeftsbericht.deutsche-b...ss/bilanz.html Du wirst sehen, dass die ausgegeben Darlehen mehr als gedeckt sind. Die Bilanz ist zwar verkürzt, aber die genaue kannst Du Dir im elektronischen Bundesanzeiger anschauen.
    Deswegen versteh ich auch das Gleichnis mit dem Haus, vielleicht bin ich da auch einfach doof.

    Da sind auch die Spareinlagen der Kunden einkalkuliert, nur mal so zur Info .
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  6. #46 Reply With Quote
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    1. Es ist keine entweder oder Sache. Das ist: Da kommt eins zum Anderen Sache.
    Zwischenhändler UND Spekulanten verringern das Einkommen (Überlebensmarge) der Erzeuger. Wie willst du das übersehen?

    2.Hans Werner Sinn als Wirtschaftsliberaler hat eingesehen, das mit dem Euro funktioniert so nicht und die Wirtschaft kann nicht so schnell wachsen wie der Finanzmarkt wuchert. Wenn einer der krassesten Verfechter schon die Lager gewechselt hat, warum bist du noch im Lager der Erzkapitalisten?
    Er ist vielleicht in erster Linie Deutscher und um seinen Ruf und Reputation bemüht, kann dir ja egal sein.
    Schließlich soll ein Forschungsinstitut forschen und Probleme erkennen, statt Meinungen der Bevölkerung fehl zu bilden und Märchen vom stabilen Geld verbreiten. Wann kommt deine Kehrtwende?
    Nach dem nächsten Finanzfukushima?

    3. Einerseits wehrst du dich gegen die Aussage: Geld wird aus dem nichts erschaffen, die Europäische Zentralbank verschenkt Geld an die Banken. Ok 1% Zins und 0,02% Sicherheit für das verschenkte Geld ist für dich nicht verschenkt. Andererseits sagst du nun selbst, Buchgeld, Giralgeld besitzt keinen Warengegenwert und darf nicht in den realen Wirtschaftskreislauf gelangen.
    DAS ist ein Widerspruch.

    4. Ressourcenverbrauch und deren Sicherung, darum geht es. Neben der üblichen seit Jahrhunderten etablierten Ausbeutung von Menschen die systematisch in Not getrieben und nach Strich und Faden belogen und für Dumm verkauft werden.
    Wie bekommen es die Erzkapitalisten in der Welt hin, weiter Macht aus zu üben und mittels Zinsen oder stellvertretend immer neuen Finanzfantasieprodukten, die Früchte der Arbeit Anderer abzugreifen.

    5. Das Beispiel mit dem Haus verstehst du nicht, aber kommst hier mit Hochfinanz? Vielleicht willst du es nicht verstehen, weil dann offenkundig wird, das du hier Betrug im globalen Maßstab verteidigst und rechtfertigst.
    Das Beispiel mit dem Haus passt 100% auf das System Zentralbank und privat Banken/Finanzsektor und deren Geldmaschine.
    Den Unfug den Betrug zu decken durch Quellen, welche Betrüger erhoben haben kannst dir sparen.

    So lang du 2 Euro einzahlen musst um 100 zu bekommen, brauchen wir über die Absicherung von den 2 Euro nicht reden. Komm mal klar.
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
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  7. #47 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Talchia View Post
    1 Billion Euro wurde für drei Jahre zu 1% verliehen, die Zwangsinflation der EU liegt bei 2%. Effektiv verliert die EZB damit 30 Mrd. Euro, da es aber aus dem Nichts erschaffen wurde, ist es aber eigentlich auch egal. Jedenfalls, bis man die geregelte Inflation nicht mehr aufrechterhalten kann.
    Refinanzierung ist 1,75 Prozent, ist aber auch völlig egal. Der Zinssatz ist ja auch ein wirtschaftliches Instrument um die Konjunktur zu steuern. Wie die EZB Geld aus dem Nichts erschafft ist mir immer noch nicht klar, aber die Diskussion wird langsam mehr oder weniger sinnfrei.


    Quote Originally Posted by Talchia View Post
    Jeder zweite Deutsche soll ja angeblich eine Immobilie besitzen, dies gilt auch als Kapitalvermögen, bis bei uns die Krise hereinbricht. Dann lösen sich ganz schnell Billionen Euro in Luft auf. Wie schnell das geht, konnte man in den USA sehen.
    Und man hat es nach den beiden deutschen Währungsreformen gesehen. Die Besitzer von Gruindvermögen waren plötzlich bitterarm, während die, die keines hatten gestählt und wohlhabend aus der Krise hervorgingen. (Vorsicht Ironie!) Die Euros werden nichts mehr Wert sein, das Einfamilienhaus aber schon, genauso wie ein Krüger-Rand.
    In den USA war die Lage ganz anders. Man muss dass Privat-Darlehns-System in den USA kennen. Ein Haus kann dort jeder kaufen, ob er es sich leisten kann, steht auf einem anderen Blatt. Das wird bei der Mortgage-Vergabe nicht geprüft. Und genau das war's es, es begann ein Run auf Immobilien, deren Wert durch die Decke schoss. Dadurch stiegen auch die Hypothekenzinsen und die Finanzierungen platzten, was wiederum zur Folge hatte, dass eine Menge unverkäuflicher Immobilien auf Halde standen. Damit war die Blase geplatzt. Das heißt aber nicht das die Immobilienbesitzer plötzlich Gras fressen müssen, deren Häuser haben immer noch ihren Wert, allerdings "nur" noch ihren realen. Ich habe selbst ein Haus (für amerikanische Verhältnisse ein Häuschen) in Kentucky, dessen Wert hatte sich 2006/2007 plötzlich verdoppelt und ist heute wieder seinen normalen Wert gesunken. Da es bezahlt ist, habe ich auch keinen Dollar Verlust gemacht - wie auch?
    Diese Immobiliencrashs hat es immer gegeben, in GB und in Japan z.B. - nur hat es keine weltweiten Auswirkungen gegeben, weil der Finanzmarkt zur damaligen Zeit nicht so vernetzt war.



    Quote Originally Posted by Talchia View Post
    Da sind auch die Spareinlagen der Kunden einkalkuliert, nur mal so zur Info .
    Klar! Was soll daran ungewöhnlich sein? Wie Nagetier bereits sagte ist das der Sinn von Banken und nicht wie wild zu spekulieren.
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  8. #48 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Die Reserve ist nicht 20% nicht 10% sondern 2%.
    Afaik ist das nur die us-amerikanische Regelung. In Europa gelten so weit ich weiß 10%.
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  9. #49 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Afaik ist das nur die us-amerikanische Regelung. In Europa gelten so weit ich weiß 10%.
    Nein, in den USA sind es 10% bei dem privaten Unternehmen FED, welches als Zentralbank fungiert. Die Veröffentlichung von wichtigen Daten wurde übrigens Bush Ära eingeschränkt, so das sich der Wert des Dollar von Aussenstehenden also auch dem normalen US-Bürger nur noch grob schätzen lässt. Der Zutritt wegen Überprüfung der US Goldreserven wurde sogar Kongressmitgliedern verweigert.

    Die EZB hat 2 %. Kannst du auch direkt bei der Homepage nachlesen. Übrigens war die Deckung zu 80% in Dollar.

    @Pusuivant
    Genau, es ist sinnfrei, wenn du nicht über einfache Tatsachen reden willst.
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
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  10. #50 Reply With Quote
    Drachentöter nagetier's Avatar
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    Quote Originally Posted by Calamity Jane View Post
    Wow !
    Ich hatte mich schon wieder auf gegenseitiges Beharken eingestellt, aber diese Deine Gedankengänge sind nicht von der Hand zu weisen.
    Trotzdem teile ich Deine Einschätzung nicht, denn ich glaube, daß die Mäßigung ein Teil des seelischen Entwicklungsprozesses ist, den zu viele erst noch erreichen müssen.
    Momentan sind wir dabei, das Pferd von hinten aufzuzäumen:
    Wir machen kaputt, soviel wir können, bis auch irgendwann der allerletzte Depp bzw. das mieseste Charakterschwein gemerkt hat, daß wir ja eine gemeinsame Welt bewohnen, deren Zugrunderichten auch seine eigene Lebensgrundlage vernichtet..
    Mir würde es besser gefallen, wenn sich alle etwas mehr Mühe bein Erkennen des Wesentlichen geben würden und konsequenter in dem Bemühen würden, diese Erkenntnisse anzustreben - bevor der Planet stirbt.
    Ich denke, dass daran zu großen Teilen die weltpolitische Entwicklung schuld ist. Deutschland wäre an und für sich in der Lage, wesentlich nachhaltiger zu produzieren und ich glaube auch, dass die Mentalität der Deutschen mit dem Raubtierkapitalismus nach amerikanischem Vorbild nicht viel zu tun hat. Aber die Menschen haben Zukunftsängste was die Wettbewerbsfähigkeit betrifft. Und da muss man einfach sehen, dass die zukünftig größten Konkurrenten, insbesondere Russland, China und Indien, aber auch einige europäische Nachbarn, sehr viel skrupelloser auf Wirtschaftswachstum setzen und dabei weder Rücksicht auf die Umwelt noch auf Arbeitnehmerrechte und Menschenwürde nehmen.
    Bei der Globalisierung ist es so, dass sie viele Vorteile bringt, wenn die Staaten sich gegenseitig zuspielen und von einander profitieren. Sie sorgt aber auch ganz eindeutig für Konkurrenzgebaren zwischen den Staaten und Erdteilen.
    Hochlohnländer sind dabei immer der Gefahr ausgesetzt, dass sie von Niedriglohnländern übervorteilt werden.
    Westeuropa als Insel der Glückseligkeit existiert nur aufgrund des (noch) sehr hohen Entwicklungsstandes, der zu großen Teilen durch die rasanten Fortschritte der letzten Jahrhunderte erreicht wurde, die andere Erdteile nicht gemacht haben. Gerade Deutschland hat wenig Rohstoffe oder andere geographische Vorteile. Unser Reichtum existiert also nur in Form geistigen Kulturgutes, also technischem und wirtschaftlichem Know-How und Arbeitsmoral der Bevölkerung. Das ist aber alles vergänglich und in einer vernetzten globalisierten Welt kann das auf Dauer kein Alleinstellungsmerkmal sein.

    Die sehr einseitige Ausrichtung auf Wirtschaftswachstum begründet sich daher meiner Meinung nach vor allem auf der Angst, mit anderen Nationen nicht mehr konkurrieren zu können.
    Und wie ich in meinem letzten Post schon sagte, sind die persönlichen Ängste um das eigene Wohl immer überwiegend im Vergleich zum Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Mitmenschen und der Welt. Egoismus ist stärker als Altruismus. Man könnte die wirtschaftliche Bedrohung durch andere Länder fast schon mit einer militärischen Bedrohung vergleichen, denn sie provoziert eine Art Wettrüsten, bei dem insbesondere soziale Probleme im Land an Bedeutung verlieren.
    Das muss aber nicht unbedingt Paranoia sein, denn natürlich gehen vor allem die Chinesen sehr radikal in ihrem Wachstumsstreben vor und betreiben versteckt und zunehmend auch ganz offen Wirtschaftsspionage. Wenn aber durch solche Prozesse Deutschland und Westeuropa ihre wirtschaftliche Macht in Zukunft einbüßen sollten, bleibt umso weniger Handlungsspielraum für soziale Absicherung und nachhaltige Entwicklung.

    Insofern würde ich sagen, dass Soziales und Nachhaltigkeit rein moralisch natürlich Priorität vor Wirtschaftswachstum haben. Aber man muss eben auch genug Kalkül besitzen, um zu sehen, dass dies nicht möglich ist, wenn die Wirtschaftsleistung zu schwach ist. Man muss also so planen, dass man sich in erster Linie auf die Wirtschaft konzentriert, um dann genug Kapazitäten übrig zu haben, um allen Menschen ein Leben mit hohem Lebensstandard zu ermöglichen, was nur durch solidarische Sozialsysteme gewährleistet ist.
    Das ist auch der Gedanke, der hinter der sozialen Marktwirtschaft steht (oder stehen sollte?). Das Wirtschaftswachstum bzw. die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit sollte dem Zweck dienen, dass man auf dieser Basis für gute Lebensqualität und Gerechtigkeit sorgt.
    Diese scheinbaren Gegensätze bedingen also einander. Der Realsozialismus hatte zwar einen ähnlichen philosophischen Grundgedanken, konnte ihn aber aufgrund der zu schwachen Wirtschaft nicht durchsetzen. Ein Bürger der DDR oder der Sowjetunion hatte trotz der extremen Verteilung des "Reichtums" einen schlechteren Lebensstandard als ein Geringverdiener oder Arbeitsloser in Westdeutschland, weil einfach die wirtschaftliche Gesamtsituation hier viel besser war.

    Ich gebe dir zwar Recht, dass es zunehmend den Anschein hat, dass die Wirtschaft (und Finanz) nicht mehr dem Wohl des Volkes dient, sondern teilweise nur noch dem reinem Selbstzweck und der Gier einiger weniger. Aber die Sichtweise, dass Wirtschaft und Soziales eine "entweder-oder-Entscheidung" seien, teile ich nicht.
    Selbstverständlich braucht man Wirtschaftswachstum und fortschrittliche Technologien, solange man nicht vergisst, dass das auch dem Wohl des Volkes dienen muss.

    Insofern argumentierst Du an den "offenen Wunden" vorbei:
    Unser Ticket läuft ab, wer das nicht mitkriegt, der hört offensichtlich nicht hin (und müßte mal arte und die dritten Programme bemühen statt sich die Blockbuster reinzuziehen, natürlich kann man im Netz noch Aktuelleres finden).

    Zum Beispiel hier Möglichkeiten, durch Kleines Großes zu bewegen:
    http://www.utopia.de/?gclid=CNTeq_bDqLACFQIYzQodqhxGSQ
    Ich beschreibe ja nur wie es ist, was nicht unbedingt etwas mit dem zu tun hat, wie ich es mir wünschen würde. Jeder von uns hat Utopien im Kopf, die aber an der Machbarkeit scheitern würden. Zur Energiepolitik (die natürlich ein riesiges Thema für sich ist) denke ich, dass alles, was hier gemacht wird, nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann. Es gibt Zukunftskonzepte, die gar nicht mal so utopisch sind, die radikal auf neue Technologien setzen.
    Eine Energiewirtschaft, die auf transportable Energieträger wie Wasserstoff oder Methanol setzen würde, zusammen mit Solar- oder Geothermischen Megakraftwerken an den richtigen Standorten oder auch Kernfusionskraftwerken, würde den ganzen Firlefanz wie Photovoltaik überflüssig machen. Angesichts des riesigen Energiehungers aufstrebender Nationen mit mehreren Milliarden Einwohnern, wird man durch sparsame Kaffeemaschinen nicht viel erreichen können. (utopia.de kenne ich schon und das ist natürlich trotzdem ne super Sache, aber eben nur ein Tropfen auf den heißen Stein.)
    nagetier is offline

  11. #51 Reply With Quote
    Ehrengarde Calamity Jane's Avatar
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    Unsere unterschiedlichen Sichtweisen beruhen wahrscheinlich darauf, daß ich keine Existenzangst kenne und mir auch jegliches Konkurrenzdenken abgeht.
    Wirklich Angst habe ich nur davor, daß der Materialismus unseren Heimatplaneten zugrunderichtet, bevor die Menschheit ihre nächste Evolutionsstufe erreicht hat.

    Den wirtschaftsrelevanten Zusammenhängen wird eine alles übrige vernichtend ausschließende Wichtigkeit eingeräumt, daß sich denen alles andere unterzuordnen hat, während die charakterlich - ethische Weiterentwickelung des Menschen bestenfalls stagniert.

    Auf diesem Weg ist das angestrebte Ziel des Erreichens von "Weltfrieden und Glückseligkeit" aber nicht zu erreichen, weil die wirtschaftlichen Grundpfeiler dieses gerade verhindern.
    Die besten Leute, die die Menschheit kennt, waren ausnahmslos sehr bescheidene Personen, die materiellen Gewinn per se ablehnten und somit auch keine Angst vor Hunger und Durst hatten - in dem Bewußtsein, daß immer genug da sein wird.

    Das ist für mich eher ein Orientierungspunkt als das Anhäufen von Geld und Versicherungen - klarzukommen durch das eigene Sein, das, was man an Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt mitbringt und diese Basis dafür nutzen ein gesunder Mensch zu werden.
    Was interessieren mich die Chinesen ? Neue Probleme erfordern neue Antworten.
    Mir ist ausschließlich wichtig, daß die gefundene Antwort eine richtige und gute ist, nicht zwangsläufig eine profitable...

    ..und Angst war noch nie ein guter Ratgeber, die Sterblichkeit hingegen schon.

    Wenn wir also ab jetzt nicht mehr gar so unerbittlich auf Reichtum (und generell Materielles) setzen würden und die wichtigeren Zusammenhänge ernster nähmen und lange bekannten Idealen folgten, dann bräuchte niemand mehr den Chinesen zu fürchten, das Vorhandene würde gerechter aufgeteilt werden und die deutsche Bevölkerung würde mal wieder durchatmen können. Alle !
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    Calamity Jane is offline Last edited by Calamity Jane; 04.06.2012 at 13:46.

  12. #52 Reply With Quote
    Ritter Hays's Avatar
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    Gute Sichtweise, aber läuft dem zuwider was seit.. Praxis ist.

    Die Pragmatiker ala Nagetier werden doch vom System belohnt, wenn sie auf Ausbeutung um jeden Preis und persönliche Bereicherung ohne jeden Skrupel aus sind.

    Ein Appell ist sinnlos, so lang die Schänder der Menschheit reichlich belohnt werden und es sich sogar leisten können alles so zu drehen und ins rechte Licht zu rücken, das sie sogar bewundert werden.

    Der Kapitalismus hat bewiesen, das er die negativen Eigenschaften des Menschen derart mobilisieren kann das jede Opposition im Keim erstickt wird, ein "theoretisch gutes Gegenmodell" ausgehöhlt und in eine Menschenverachtende Diktatur transformiert wurde und sich seit vielen Jahren, alle nach dem Diktat der besten Kapitalisten richten müssen.

    Die Aussage von Politikern:" Wir müssen sehen, wie der Finanzmarkt darauf reagiert". "Die Märkte müssen stabilisiert werden" "Wir müssen so und so beschließen, so das sich die Lage am Finanzmarkt wieder beruhigt"

    Da bleibt doch keine Frage offen, diese Sätze werden nicht als schändliche Entgleisungen transportiert, es fehlt jeder moralische und politische Makel an diesen Sätzen.

    Eben nicht Staatsfernsehen wie in vergangenen Diktaturen, sondern Konzernfersehen wie es eben im angloamerikanischen Raum perfektioniert wurde. Mit der Kontrolle über die Massenmedien lässt sich das moralische Empfinden einer Gesellschaft sehr gut steuern.
    Dabei sollten Politiker und Medienleute doch dem Volk dienen und nicht dem Finanzmarkt oder den Großakteuren an den internationalen Märkten.
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
    Für echte Demokratie in Deutschland! Artikel 146 GG macht es möglich.
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  13. #53 Reply With Quote
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    ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt noch annähernd möglich ist, in dieser Welt etwas gegen den Kapitalismus zu tun. Er ist einfach so festgefahren, und die fetten Spinnen im Netz, die von ihm profitieren, nehmen mit ihrem Geld nicht nur Einfluss auf Regierungen, sondern über die Presse auch auf das Volk. Was man dagegen tun kann? Es fiele mir schon schwer genug, einen geeigneten Gesetzesentwurf zum Schutz der Presse vor Gleichschaltung durch Aufkauf zu formulieren, aber durchsetzen? Als ob. In Deutschland sind wir mittlerweile so weit, dass die Polizei Frankfurt tagelang dichtmacht, um politische Demonstrationen gegen das System zu verhindern - während das Volk sich über die Salafisten aufregt.

    Aber hey, es ist ein Diskussionsforum, also los.

    1. Sehe vieles wie Hays. Das Zinssystem muss weg. Es ist nichts als eine gigantische Maschine für Ungerechtigkeit, Abhängigkeit und Geld ohne reellen Gegenwert. Kurz: ein einziger Wahnsinn, der jedoch unser System- und seine regelmäßigen Zusammenbrüche- bestimmt. Geld als Preis für Geld- der Fehler ist simpel und offensichtlich. Welche Dimensionen das angenommen hat, ist bekannt. Hays hat da ja ein paar Zahlen zu genannt.

    2. Anstatt überall auf der Welt Handels-/Währungs-und sonstige Barrieren abzubauen, sollte man besser welche aufbauen. Länder zusammenzustecken, deren Wirtschaftsleistung zu weit auseinander geht, ist ein Wahnsinn. Siehe den Euro oder die Kosten der Wiedervereinigung (wobei die es natürlich wert war).

    3. Deutschland hat, wie schon von anderen gesagt, keine natürlichen Ressourcen. Man müsste also unser Bildungssystem zum Besten vom Besten machen, wenn wir uns behaupten wollen. Seh' ich leider nix von.

    4. Wirtschaftswachstum - natürlich prinzipiell ne tolle Sache, aber auf Dauer natürlich unmöglich. Wird in unserem Raum in letzter Zeit sowieso nur auf Pump finanziert, weil man, um wettbewerbsfähig zu sein, nun mal in Holzhütten hausen und Dreck fressen muss, während die Kinder schon mit fünf Jahren zu arbeiten anfangen ("leicht" übertrieben) Wenn sich die FDP also als Partei des Wachstums hinstellt, ist mir das suspekt. Wobei die ja mit Kinderarbeit kein Problem haben dürfte, so wie man die kennt.

    5. Das ist jetzt eher halbernst, weil so was eh nie geschehen wird , es auch keine wirklich systemische Relevanz hat und ich für so etwas keinen eigenen Thread aufmachen will, aber ich finde, anstatt jedem ehrlichen Steuerzahler gegenüber himmelschreiend ungerechte Abkommen mit den Hehlvetiern abzuschließen, sollte man die Schweiz einfach mal so lange umstellen, bis sie keine Vorräte mehr haben und das ganze geklaute Geld wieder rausrücken. Irgendwo hört es ja wohl echt auf.
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  14. #54 Reply With Quote
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    Schön, daß es auch noch Leute wie Euch/uns gibt.
    Außerdem vermute ich auch mal stark, daß sehr viele User in der WoP ziemlich große Vorbehalte gegenüber der aktuellen Regierungspolitik haben, aber in solchen Unterforen wie hier eben nicht posten..
    Vielleicht ist es ja ein realistisches Ziel, denen, die demnächst die Geschicke der Bürger lenken, ein sozialeres und ökologischeres Modell mit auf den Weg zu geben.

    Die Leute hier, die bald Ärzte, Wirtschaftswissenschaftler, Banker, Juristen ... sind, die könnten auf ihrem Berufsweg mal innehalten und kurz an etwas erinnert werden - und so die anstehende Entscheidung besser treffen.
    Oder sich politisch engagieren, um dabei mitzuhelfen, die Wirtschaft wieder "einzuspuren" und auf gesunde Art zu entmachten.
    Immerhin werden die Piraten wohl in den Bundestag kommen und da etwas umrühren können, erste Schritte auf einem Weg in eine wirklich bessere Zukunft sind bereits getan.

    Wenn Leute wie wir genug wach kriegen aus der Schafherde - oder etwas wacher - kann das große Kreise ziehen (im Laufe der Zeit...).
    Außerdem nimmt der Leidensdruck ja stetig zu, auch z.B. derer, die Nahrungsmittel produzieren.
    Ich kenne auch einige Sheriffs persönlich, die den Fuck durchschaut haben und tendenziell zu Rechtsbeugung in Richtung Gerechtigkeit neigen.
    Es geht doch was vor im Volk, viele begehren auf, gehen bei Demos mit, unterzeichnen Petitionen, organisieren sich, schalten die Presse ein etc.
    Eine "Partei" wie die Piraten kommt über die 5%-Hürde, das wäre vor einigen Jahren so wahrscheinlich gewesen wie die NPD als Regierungspartei..
    Also wird Links doch stärker, trotz der innerparteilichen Querelen der Linken, man kann immer nur vergleichsweise wenig beisteuern, aber das hilft doch unterm Strich.

    Wenn wir uns zurücklehnen und nur unseren wohlplazierten Status genießen, dann füttern wir immer die Gleichen.
    Da sind wir immer noch bei "Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt"...
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  15. #55 Reply With Quote
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    Nein, in den USA sind es 10% bei dem privaten Unternehmen FED, welches als Zentralbank fungiert.
    Dann hab ich das wohl verwachselt, danke für den Hinweis
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  16. #56 Reply With Quote
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    @Calamity Jane: auch wenn ich Piraten nicht wählen würde, weil die ja nichtmal selber wissen was sie wollen und weder ich noch das Gros der Bürger Zeit hat, 5 Stunden am Tag in irgendwelchen chatrooms zu diskutieren, ich begrüße sie ebenfalls. Sie sind ein weiteres Zeichen dafür, dass es gärt im Volk.

    nur zur Sache mit "Linsk wird stärker"...Deutsche Linke halt. Mehr mit Selbstzerfleischung beschäftigt als sonstwas und dadurch schwach.
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  17. #57 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by motzel View Post
    nur zur Sache mit "Linsk wird stärker"...Deutsche Linke halt. Mehr mit Selbstzerfleischung beschäftigt als sonstwas und dadurch schwach.
    Ja, war ja schon immer so. Heute mehr denn je.
    Aber momentan ist das Land ja wieder in Sicht und Katja Kipping wird hoffentlich frischen Wind in die Bude bringen.
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  18. #58 Reply With Quote
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    ... und Katja Kipping wird hoffentlich frischen Wind in die Bude bringen.
    Würde mich freuen.
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  19. #59 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Calamity Jane View Post
    Würde mich freuen.
    Sie war schon immer meine absolute Favouritin was Parteienpolitker an ging
    und ich hoffte schon lange das sie La Fontaine endlich absägen und Kipping als Vorsitzende in Erscheinung tritt.

    Sie ist für mich eine "moderne" Linke und der perfekte Kompromiss aus Reformpolitik (Ost) und Revolution (West).
    Mal sehen wie weit sie die Idee des BGE's in der Partei als Vorsitzende voran treiben kann.

    Bei der nächsten Bundestagswahl hat die Linke meine Stimme auf jeden Fall sicher.
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  20. #60 Reply With Quote
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    Ich glaube, die meisten haben es immer noch nicht verstanden. Die Reserve ist der Betrag, den jede Bank zinsfrei bei der Bundesbank/LZB/EZB hinterlegen muss. Jeden Tag bis 11.00 muss eine Bank Ihre Einlagen bei der LZB melden und danach die 2 Prozent Reserve deponieren. Sollte die Bank mal Geld brauchen, kann sie zu 1,75 Prozent aus den Reserven refiananzieren. Der Reservesatz floatet auch, um auf den Finanzmarkt zu reagieren und die Geldmenge zu regulieren. Wird viel Kapital benötigt wird der Satz gesenkt, ist viel Kapital da , wie in China, wird er mal kurz auf 20 Prozent erhöht. Wo ist da die Schaffung aus dem Nichts?

    @ motzel

    Hast Du Dir mal den Kopf darüber zerbrochen, was die Abschaffung von Zinsen für Auswirkungen hat? Als erstes bekommst Du auch keine mehr auf Deine Spareinlagen. Es spart dann keiner mehr, als Konsequenz gibts auch keine Kredite mehr, keine Konsumentenkredite und keinen bargeldlosen Zahlungsverkehr. Mal eben im Internet was bestellen? Ist nicht, wie willst Du das Geld transferieren? Pony-Express? Wie vor 40 Jahren bekommst Du Deinen Lohn bar ausbezahlt, trabst zu Deinem Vermieter um die Miete zu bezahlen (Wenn's eine Baugesellschaft ist , stehst Du mit Tausenden vor dem Zahlschalter), dann geht`s ab zum Energieversorger, auch wieder Schlange stehen und den Rest bringst Du nach Hause. Willst Du das wirklich?

    Es ist klar, dass man dem heutigen Wirtschaftssystem Bandagen anlegen muss, aber dass lässt sich auch anders regeln.
    -Verbot dass Banken im eigenen Namen spekulieren dürfen.
    -Spekulationssteuer! Wenn jemand heute Aktien kauft, um sie morgen an einem anderen Börsenplatz zu verscherbeln, zahlt dann eben 110 Prozent Steuern, zahl also drauf. Die Spekulationssteuer wird geringer, je länger die Aktien im Depot behalten werden. Nach einem Jahr beträgt sie nur noch 10 Prozent.
    -Verbot mit Devisen zu spekulieren. Wenn jemand 1 Milliarde US $ nach Indien überweisen will, muss nachgewiesen werden, dass ein echtes Geschäft dahinter steht und die ausführende Bank muss beweisen, dass sie die Menge an Devisen auch besitzt.
    -Auslandstransaktionen dürfen nur noch über die Zentralbanken ausgeführt werden, nicht mehr durch Tochterbanken oder Korrespondenzbanken.
    -Verbot des Derivathandels.

    Vor allen Dingen ist es keine Zukunftsmusik oder Phantasterei, sondern das alles hat es bis in die 80er Jahre gegeben.

    Wirtschaftswachstum und Wirtschaftswachstum ist ein Unterschied. Ob ich wie in China, Indien ohne Rücksicht auf Verluste, veraltete Technologien, mit erheblicher Gefährdung der Umwelt anwende, oder ob ich auf sanfte Technologien setze, ist schon ein Unterschied.
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