Hier eine tolle Reportage in der "Zeit" über die Geschichte der Geschwister und die Sache mit dem Inzest.
Nach allem, was ich mir so angelesen habe, scheint Liebe unter Geschwister wirklich fast nur dann stattzufinden, wenn sie nicht gemeinsam aufgewachsen sind.
Forschungen ergaben, dass überhaupt das gemeinsame Aufwachsen in frühester Jugend geradezu verhindert, dass sich eine sexuelle Anziehung einstellt, unabhängig davon, ob die Menschen miteinander verwandt sind oder nicht.
Ich meine, dass Liebe unter Geschwister so selten ist und am ehesten dann vorkommt, wenn sie nicht als Geschwister aufwuchsen, dass es Blödsinn ist, solche Beziehungen unter Strafe zu stellen.
Es ist grausam und bringt für alle Beteiligten nur Leid.
Was die Behinderungen der Kinder betrifft: Im Fall der beiden Geschwister, von denen die Rede ist, war die Mutter und auch andere Halbgeschwister bereits geistig behindert.
Ich meine - aber wieder nur angelesen natürlich - dass sich eine deutlich erhöhte Anzahl von Erbkrankheiten erst wirklich nach einem Inzest über mehrere Generationen hinweg einstellt. Und sowas passiert wohl eher aus der Not heraus, in abgelegenen Dörfern damals, oder in umgrenzten Gesellschaften, die sich von ihrer Umgebung abschotten wollten.