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Ist die Ehe veraltet und Monogamie unnatürlich?

  1. #81 Reply With Quote
    EISHOCKEY-WM 2013 TS Sieg Ice Man's Avatar
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    ach ne streiten wollte ich deshalb nun nicht.

    Habs so aufgefasst, als wären das ach wieviele und das ist begründet mit dem wie du sagtest: "Monogamie schlecht unnatürlich sein kann, wenn die Natur selbst es hervorbringt."

    ja unnatürlich nicht abermdann doch eher sehr selten wenn man sich das ganze ansieht und damit doch wieder fast unnatürlich.
    Denn sonst wäres ja nicht so gering.
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  2. #82 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Ice Man View Post
    ach ne streiten wollte ich deshalb nun nicht.

    Habs so aufgefasst, als wären das ach wieviele und das ist begründet mit dem wie du sagtest: "Monogamie schlecht unnatürlich sein kann, wenn die Natur selbst es hervorbringt."

    ja unnatürlich nicht abermdann doch eher sehr selten wenn man sich das ganze ansieht und damit doch wieder fast unnatürlich.
    Denn sonst wäres ja nicht so gering.
    Über die Häufigkeit wird wohl eher der Vorteil, den die jeweilige Art davon hat, entscheidend sein. Daher sehe ich darin jetzt keine "Unnatürlichkeit" - was Monogamie womöglich sein könnte, wenn es nur ein irrer Fetisch einiger ganz weniger einzelner Tiere wäre. Da es sich in bestimmten Arten häuft, wird das wohl kaum der Fall sein.

    (Btw. glaube ich nicht, dass selbst ein Fetisch unnatürlich ist - ich wusste nur gerade nicht, wie ich meine Ansicht sonst deutlich machen sollte. Alles, was "ist" ohne irgendwelchen Zwang von Außen, finde ich natürlich. Muttermale in der Form von Australien sind ganz sicher sehr selten, aber mit "unnatürlich" würde ich sie nicht umschreiben )

    Ich sehe in dem Begriff selbst ein paar Schwierigkeiten, weil die Natur so breit gefächert ist und vor Vielfalt geradezu ächzt. Für mich ist natürlich schlicht das, was ohne unsere Hand existiert, was auch existieren würde, wenn wir nicht wären.


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  3. #83 Reply With Quote
    Supertollig. Alo's Avatar
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    Quote Originally Posted by Ice Man View Post
    Naja um es mal kurz zufasen, mit den Tieren stimmt nun aber nicht wirklich. Ok das Beispiel mit dem Schwan schon, ansonsten nur noc ein paar ander Vogelarten und meines wissens noch Krokodiele.

    Dann hört es aber schon auf.
    Also denke ich mal schon das sich das auch wieder streichen lässt.
    Finde ich nicht.
    So bald etwas in der freien Natur vor kommt ist nicht mehr unnatürlich.
    Gewiss, es gibt dadurch keinen Anspruch auf die Natürlichkeit,
    aber man kann eben auch nicht behaupten das es von Grund auf "unnatürlich" ist.

    Es gibt auch nur vereinzelt Homosexualität in freier Wildlaufbahn,
    trotzdem zeigen diese vereinzelten Fälle das es eben nicht "unnatürlich" ist
    und auf "kranken Geistern" oder Gesellschaftszwängen basiert.
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  4. #84 Reply With Quote
    Legende Gothic Girlie's Avatar
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    Ich bin ein Fan der Ehe und selbst verheiratet.

    Ich halte es für sinnvoll und für emotional bereichernd, wenn man einander verspricht: "Wir stehen zueinander, wir unterstützen einander, komme, was da wolle, in guten, wie in schlechten Zeiten." Es ist qualitativ eine andere Stufe, etwas anderes als "nur" Liebe und etwas ganz anderes als eine Verliebtheit.

    Ich halte es aber für bedenklich, wie jede Menge Außenstehende aus ideologischen Gründen versuchen, in selbstbestimmte Ehen hineinzuregieren. Zum einen wären das kirchennahe, konservative Kreise, die einerseits die Bedeutung der Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft minimieren (unter Kohl), andererseits den Frauen eine von außen definierte Rolle zuweisen, die der des Mannes nicht ebenbürtig ist.
    Die SPD hat das weiter verschlimmert: mit Hartz VI wurde die Zwangs-Sozialfreierschaft für zusammenlebende Paare eingeführt und das selbstbestimmte Zusammenleben junger armer Menschen weitgehend verhindert. Dazu kommen die unsäglichen ewige-Armut-geringfügigen-Beschäftigten-Gesetze, sowas peinliches gehört direkt ins Mittelalter.

    Dazu kommen Personalchefs, die ihr präferiertes Lebensmodell anderen aufzwingen, indem sie nach sozialer Ähnlichkeit einstellen oder befördern.

    Ich sehe, das es unter diesen Bedingungen sehr schwer ist, wirklich selbstbestimmt zueinander zu finden und eine Familie zu gründen. Statt junge Menschen zu ermutigen und zu unterstützen, wird es ihnen immer schwerer gemacht: befristete Verträge, Leiharbeit, Teilzeit als Karriere-Sackgasse, keine bezahlbaren Wohnungen, Diffamierung als Faule.

    Die Krise der Ehe ist nicht die der Menschen, sondern die eines ökonomischen Konzeptes, das die materiellen Einschränkungen ausschließlich auf den Schultern eines Geschlechts ablädt. Leitbilder stiften Verwirrung: Beckenbauer und andere Alte werden als tolle Hechte dargestellt, nicht als Vertragsbrecher.

    Ich will nicht sagen, dass die Ehe für alle richtig sein muss, aber wenn man sich gebunden hat, gilt das eben, oder man muss sich trennen, aber vor der nächsten Verpflichtung, nicht alles vermischen.

    Gothic Girlie


    Eine Frau und ihr Sohn können während der Orkinvasion auf Khorinis entkommen.
    Sie werden auf einer anderen Insel als Flüchtlinge aufgenommen, aber auch dort steht eine Invasion bevor.
    Die Geschichte hat Buchlänge, und man kann ein bisschen dabei verfolgen, wie ich schreiben gelernt habe.

    Und hier noch ein paar Kurzgeschichten, die damit lose zusammenhängen: http://forum.worldofplayers.de/forum...lypsen-Varants
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  5. #85 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Es gibt auch nur vereinzelt Homosexualität in freier Wildlaufbahn,
    trotzdem zeigen diese vereinzelten Fälle das es eben nicht "unnatürlich" ist
    und auf "kranken Geistern" oder Gesellschaftszwängen basiert.
    Es ist aber auch nicht so, dass diese Neigung angeboren oder gar vererbbar wäre, denn in diesem Falle wäre sie längst ausgestorben.
    Sowohl im Tierreich als auch beim Menschen scheint Homosexualität eine Art Bewältigungsstrategie für bestimmte psychologische Konflikte zu sein. Wie auch immer, ich möchte das nicht weiter vertiefen.
    Geist des Wissens is offline

  6. #86 Reply With Quote
    Schwertmeister
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    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Es ist aber auch nicht so, dass diese Neigung angeboren oder gar vererbbar wäre, denn in diesem Falle wäre sie längst ausgestorben.
    Sowohl im Tierreich als auch beim Menschen scheint Homosexualität eine Art Bewältigungsstrategie für bestimmte psychologische Konflikte zu sein. Wie auch immer, ich möchte das nicht weiter vertiefen.
    Welcher psychologische Konflikt ist es denn bei mir?


    Gor Na Lol is offline Last edited by Gor Na Lol; 19.04.2012 at 14:45.

  7. #87 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Es ist aber auch nicht so, dass diese Neigung angeboren oder gar vererbbar wäre, denn in diesem Falle wäre sie längst ausgestorben.
    Sowohl im Tierreich als auch beim Menschen scheint Homosexualität eine Art Bewältigungsstrategie für bestimmte psychologische Konflikte zu sein. Wie auch immer, ich möchte das nicht weiter vertiefen.
    Sexualität ist nie angeboren. Die kommt erst mit der Geschlechtsreife.
    Außerdem kann man auch Eigenschaften weitervererben die man selber nicht besitzt,
    aber eben in den Genen trägt.
    Zum Beispiel können zwei braunäugige Eltern durchaus noch ein grünäugiges Kind zeugen.
    Alo is offline

  8. #88 Reply With Quote
    Halbgöttin Aria's Avatar
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    Ich antworte einfach mal generell auf niemanden bestimmtes abgezielt, also wenn etwas schon erwähnt wurde, einfach ignorieren

    Erstmal finde ich es aus historischer Perspektive etwas schwierig von der Ehe als veraltet zu sprechen. Ich denke sie ändert halt nur mal wieder ihre Form und ihre Gründe. Diese unglaublich romantischen Prinzessinnenhochzeiten wie William und Kate sie vor kurzem noch hatten, sind mit Sicherheit am aussterben. Ich möchte zum Beispiel auch keine kirchliche Trauung, weil es für mich einfach nur unnötiger Tamtam und Geldverschwendung ist und ich denke vielen geht es ähnlich.

    Allerdings denke ich, dass die Ehe trotzdem sehr viel Sinn macht und wenn es nur wegen der Steuervergünstigungen und rechtlichen Vorteile sein sollte, gerade das finde ich eigentlich ideal. Die Ehe hat sich jetzt entwickelt aus einer Verbindung, die mit Liebe nichts und mit politischen und finanziellen Gründen alles zu tun hatte, über einen religiösen Krimskrams und später einem romantischen liebesverblendeten religiösen Krimskrams hin zu einer freiwilligen Verbindung zwischen zwei Menschen, die sich lieben und im Idealfall die Ehe aus rationalen Gründen eingehen, was dann netterweise auch noch finfanzielle und rechtliche Vorteile mit sich bringt. Eigentlich doch sehr zeitgemäß, wenn man mich fragt.

    Was Monogamie angeht, sag ich nur, jeder wie er will. Es gibt für monogame Menschen genug andere monogame Menschen da draußen und für Leute, die in einer freien Beziehung leben wollen, finden sich auch genug, die das gleiche wollen. Ich finde, da sollte man gar nichts zerreden, was jetzt natürlicher sein soll als das andere, sonst fällt man hinterher noch ins Gegenteil um und guckt monogame Menschen schräg von der Seite. Einfach jeder wie er will und dann wird doch schon alles gut
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  9. #89 Reply With Quote
    EISHOCKEY-WM 2013 TS Sieg Ice Man's Avatar
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    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Ich bin ein Fan der Ehe und selbst verheiratet.
    Das Wundert mich ja schonmal nicht

    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Ich halte es für sinnvoll und für emotional bereichernd, wenn man einander verspricht: "Wir stehen zueinander, wir unterstützen einander, komme, was da wolle, in guten, wie in schlechten Zeiten." Es ist qualitativ eine andere Stufe, etwas anderes als "nur" Liebe und etwas ganz anderes als eine Verliebtheit.
    Für emotional sinnvoll? Aso aber natürlich. Meine die emotionen können ja auch mal streiken oder sagen ne ich habe keine Lust mehr. Da gibt man ihnen lieber, im warsten sinne des Wortes "Handschellen" und die emotionen / Gefühle zu dem Partnre sind definitiv gefestigt und nur so kann man einander konstant und wahr lieben.
    Und oho nun bringen wir auch gleich noch steigerungs und bewertungsnoten ein. Also das zwischen verliebt sei8n und sich lieben ein Unterschied ist ok stimme ich ja selbstverständlich zu. Aber das die normale liebe zur Eheliebe quallitativ besser ist ist ne interesannte sache. vllt sollte nun jede Paar Ringe tragen. Eingraviert sind dann wie bei Eiern die "Haltungs noten" dann müsstest du sicher eine 0 für Bio Ehe bekommen und Leute wie ich die nichts von dre Ehe halten NL 2 oder was haahahah ich kmm über diesen Abschnitt vor lauter Lachen nemmer ninweg

    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Ich halte es aber für bedenklich, wie jede Menge Außenstehende aus ideologischen Gründen versuchen, in selbstbestimmte Ehen hineinzuregieren. Zum einen wären das kirchennahe, konservative Kreise.
    STOP warum lässte das so nicht stehen das wäre jedenfalls ein guter ansatz!


    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    andererseits den Frauen eine von außen definierte Rolle zuweisen, die der des Mannes nicht ebenbürtig ist.
    Nana also die Kirche hat vllt ein anner Schüßel, vor langer Zeit mal vllt auch noch. Aber man kann sowas doch auch Heute nicht mehr so darstellen, schon garnicht wenn es um die Ehe geht.

    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Die SPD hat das weiter verschlimmert: mit Hartz VI wurde die Zwangs-Sozialfreierschaft für zusammenlebende Paare eingeführt und das selbstbestimmte Zusammenleben junger armer Menschen weitgehend verhindert. Dazu kommen die unsäglichen ewige-Armut-geringfügigen-Beschäftigten-Gesetze, sowas peinliches gehört direkt ins Mittelalter.
    Das einzig peinliche was ins Mittelalter gehört bist nach soeinem abeluten totalen sinnfreien unfug ja wohl du.
    Heide witzka das schießt dem Faß den Boden aus echt hammer.
    Aber ne ernstgemeinte Frage, wie in aller Herr Gotts Namen (nichts gegen dich Geist des Wissens) kommst du auf so opstruse Dinge???

    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Dazu kommen Personalchefs, die ihr präferiertes Lebensmodell anderen aufzwingen, indem sie nach sozialer Ähnlichkeit einstellen oder befördern.
    Wie war das gleich mit peinlichen dingen und Mittelalter??
    Das stimmt doch auch hinten und vorne nicht. Also ich habe noch nie iwas gehört, gelesen, gesehen oder sonst was wo jemand nicht oder nur deshalb eingestellt wurde weil er in einer bzw nicht in einer Ehe ist. Sowas ist Chefs doch echt latten. Und das auch wenn sie selbst denken Ehe ist was tolles.


    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Ich sehe, das es unter diesen Bedingungen sehr schwer ist, wirklich selbstbestimmt zueinander zu finden und eine Familie zu gründen. Statt junge Menschen zu ermutigen und zu unterstützen, wird es ihnen immer schwerer gemacht: befristete Verträge, Leiharbeit, Teilzeit als Karriere-Sackgasse, keine bezahlbaren Wohnungen, Diffamierung als Faule.
    Und nochmal
    Es gibt unzählige Familien mit Kindern, die sich lieben und nicht verheiratet sind, es läuft alles super und ist problemlos. Die größeren Probleme kommen erst dann wenn maan verheiratet ist und oder sich iwann dann doch scheiden lässt, scheinar verstehen das aber so einige net. Bis es jedenfalls soweit ist.

    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Die Krise der Ehe ist nicht die der Menschen, sondern die eines ökonomischen Konzeptes, das die materiellen Einschränkungen ausschließlich auf den Schultern eines Geschlechts ablädt. Leitbilder stiften Verwirrung: Beckenbauer und andere Alte werden als tolle Hechte dargestellt, nicht als Vertragsbrecher.

    Och Mensch, hör doch mal auf mit sonem Mist bitte
    ich glaube das weder der Herr Beckenbauer oder sonst jemand aus diesem Grund gefeiert wird, wenn du auch nur einmal was mitkriegen würdest, dann ja wohl das man sich über sowas lusig macht. Und schuld trägt nicht der Mensch soso. Also für mich ist die Gesellschaft schon eine zsm setzung aus Menschen, und diese sind doch hier für pro Ehe, jap glückwunsch zu soclchen Leuten gehörst du ja auch, du bist wie du ja sagst ein FAN davon wuhuuuu. So würde son mist netmehr geben, was zugegeben LEIDER unrealistisch ist, hätte man die ganze schose auch nciht.


    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Ich will nicht sagen, dass die Ehe für alle richtig sein muss, aber wenn man sich gebunden hat, gilt das eben, oder man muss sich trennen, aber vor der nächsten Verpflichtung, nicht alles vermischen.
    Wow zum Glück der letzte Absatz.
    ooook beim ersten bin ich ja schonmal froh wie du das nun doch siehst, das es nicht für jeden richtig ist, wäre schlimm wenns so wäre deiner sicht nach^^.
    Und Jaaaa wenns net passt trennen. Suuuuper du lernst dazu, ABER warum im Himmel dann Heiraten wenn man sich all den ärger erspart un nur so zusammen ist? die trennung wäre im Falle einfacher und die liebe vorher eben das gleiche.

    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Gothic Girlie
    und dieser Name erst
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  10. #90 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Gor Na Lol View Post
    Welcher psychologische Konflikt ist es denn bei mir?
    Keine Ahnung, dazu kenne ich dich zu wenig. Solche "Konflikte" werden aber nicht immer bewusst wahrgenommen und ich denke in unserer "modernen" Welt läuft jeder mit irgendwelchen unterschwelligen Konflikten herum. Hinzu kommt, dass das Ganze noch von anderen Faktoren abhängt und ich mich nur grob mit dem Thema beschäftigt habe. Letztendlich scheinen (wenn ich es richtig verstanden habe) bei Männern verschiedene Arten von Revierkonflikten Ursprung für homosexuelle Neigungen zu sein.

    Lässt sich in der Tierwelt gut beobachten, beim sog. "Zweitwolfphänomen", wo der beim Revierkampf unterlegene Wolf homosexuelle Neigungen zum (neuen) Alpha entwickelt und somit verhindert, dass er als Weibchenkonkurrent aus dem Rudel geworfen wird. Sollte der Alpha mal unverhofft das zeitliche Segnen, kann so ein Zweitwolf sogar einspringen, also wieder hetero werden, wodurch wiederum das Überleben des Rudels gesichert wäre.
    Da es beim Menschen solche Strukturen nicht gibt, kann man das natürlich nicht 1:1 übertragen.

    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Sexualität ist nie angeboren. Die kommt erst mit der Geschlechtsreife.
    Außerdem kann man auch Eigenschaften weitervererben die man selber nicht besitzt,
    aber eben in den Genen trägt.
    Zum Beispiel können zwei braunäugige Eltern durchaus noch ein grünäugiges Kind zeugen.
    Mag sein, aber angenommen blauäugige Menschen wären impotent, müssten dann nicht blauäugige Menschen nach geraumer Zeit ausgestorben sein?

    Andererseits: Natürlich ist Sexualität angeboren, typische Unterschiede zwischen den Geschlechtern lassen sich schon vor Geschlechtsreife feststellen, auch wenn hier die Differenzierung zu konditionierten Rollenbildern schwierig ist.
    Geist des Wissens is offline

  11. #91 Reply With Quote
    Freakonomist  Saleph's Avatar
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    Quote Originally Posted by Ice Man View Post
    Das einzig peinliche was ins Mittelalter gehört bist nach soeinem abeluten totalen sinnfreien unfug ja wohl du.
    Heide witzka das schießt dem Faß den Boden aus echt hammer.
    Aber ne ernstgemeinte Frage, wie in aller Herr Gotts Namen (nichts gegen dich Geist des Wissens) kommst du auf so opstruse Dinge???
    [...]
    Och Mensch, hör doch mal auf mit sonem Mist bitte
    [...]
    und dieser Name erst
    @Ice Man
    Lass bitte diese persönlichen Angriffe gegen andere User hier bleiben. Ich hab mir das nun eine Weile angeschaut und du bist dabei den Bogen zu überspannen, auch wenn du hier nicht oft postest. Daher nochmal der Leitfaden zum Posten miteinander im Politikforum.
    Wie geht man in kontroversen Debatten miteinander um:

    1. ich akzeptiere grundsätzlich, dass es zu weltanschaulichen Problemen unterschiedliche Meinungen gibt
    2. nur weil mein gegenüber eine andere meinung hat, ist er weder blöd noch ein provokateur
    3. meine waffen in diskussionen sind argumente. diese kann ich mir beschaffen durch lesen und durch die anderen medien
    4. wenn ich in einer diskussion nichts zu sagen habe, halte ich mich zurück



    Saleph is offline

  12. #92 Reply With Quote
    Schwertmeister
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    @ Geist des Wissens:

    In dem Punkt kann ich dir aufgrund meiner persönlichen Geschichte, meiner Erfahrungen tatsächlich nicht zustimmen. Mir ist bewusst, dass das ein sehr komplexes Thema sein kann - und viele Teilbereiche umfasst. Und auch, dass es schwer ist, einen Konsens zu finden, wenn man so gegenteilig eingestellt ist. Streiten (oder auch diskutieren) möchte ich über dieses Thema eigentlich nicht mehr. Ich bin der Thematik einfach müde geworden, weil man wegen der allgemeinen öffentlichen Stimmung gegen "Schwule" eigentlich fast nur noch damit beschäftigt ist, sich gegen Angriffe zu verteidigen.

    Dass du nicht angreifst, obwohl es zweifelsohne möglich wäre, rechne ich dir hoch an. Es tut mir leid, dass meine Frage (woran es denn bei mir läge) ein wenig gereizter war, als es nötig gewesen wäre.

    Ich will mich über deine Meinung auch nicht ärgern. Es ist ja auch gut möglich, dass ein eventueller Konflikt dahintersteckt, allerdings halte ich das in meinem Fall für sehr unwahrscheinlich, weil es tatsächlich im Kindergartenalter bei mir schon massive Unterschiede zu meinen Alters- und Geschlechtsgenossen gab - trotz einer stressfreien Kindheit. Ich habe zwar nicht, wie oft klischeelastig angedeutet wird, mit Barbiepuppen gespielt, aber mit Autos auch nicht *lach*

    Seit ich das erste Mal verliebt war, ist mir bewusst, was ich bin. Und seitdem bin ich oft gezwungen, es zu verteidigen. Aber obwohl ein Leben weit ab vom Schuss (ich lebe in einer sehr kleinen Stadt) mit einer anderen Sexualität und ohne große Anonymität stressig, manchmal auch sehr deprimierend sein kann, würde ich mich in dieser Hinsicht nie ändern wollen (selbst wenn nur ein Konflikt Grund meiner "seltenen" Sexualität ist und man den therapieren könnte, was ja nicht erwiesen ist.) Für mich sind Männer keine Sexobjekte, ich mag auch keine Pornos oder so was. Ich verliebe mich in Vertreter des männlichen Geschlechts. Das ist alles.

    Ob man also die Theorie von Revierkonflikten an mir anwenden kann, weiß ich nicht. Ich will weder jemanden dominieren noch irgendwelche Aggressionen an Männern auslassen (noch geht es mir um Sex). Ich möchte mich nur verlieben, geliebt und glücklich werden.


    Gor Na Lol is offline

  13. #93 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Gor Na Lol View Post
    In dem Punkt kann ich dir aufgrund meiner persönlichen Geschichte, meiner Erfahrungen tatsächlich nicht zustimmen. Mir ist bewusst, dass das ein sehr komplexes Thema sein kann - und viele Teilbereiche umfasst. Und auch, dass es schwer ist, einen Konsens zu finden, wenn man so gegenteilig eingestellt ist. Streiten (oder auch diskutieren) möchte ich über dieses Thema eigentlich nicht mehr. Ich bin der Thematik einfach müde geworden, weil man wegen der allgemeinen öffentlichen Stimmung gegen "Schwule" eigentlich fast nur noch damit beschäftigt ist, sich gegen Angriffe zu verteidigen.

    Dass du nicht angreifst, obwohl es zweifelsohne möglich wäre, rechne ich dir hoch an. Es tut mir leid, dass meine Frage (woran es denn bei mir läge) ein wenig gereizter war, als es nötig gewesen wäre.
    Hier weiter in die Tiefe zu gehen bringt auch mMn nicht viel. Nur weil ich diesen meinen Standpunkt habe, heißt das nicht automatisch, dass ich schwulenfeindlich oder homophob wäre. Ich habe mir abgewöhnt, Menschen vorzuverurteilen, auch wenn ich immer noch dazu neige in Schubladen einzuteilen (wobei ich hier allerdings eher bereit bin, meine Einteilung zu überdenken).

    Quote Originally Posted by Gor Na Lol View Post
    Ich will mich über deine Meinung auch nicht ärgern. Es ist ja auch gut möglich, dass ein eventueller Konflikt dahintersteckt, allerdings halte ich das in meinem Fall für sehr unwahrscheinlich, weil es tatsächlich im Kindergartenalter bei mir schon massive Unterschiede zu meinen Alters- und Geschlechtsgenossen gab - trotz einer stressfreien Kindheit. Ich habe zwar nicht, wie oft klischeelastig angedeutet wird, mit Barbiepuppen gespielt, aber mit Autos auch nicht *lach*

    Seit ich das erste Mal verliebt war, ist mir bewusst, was ich bin. Und seitdem bin ich oft gezwungen, es zu verteidigen. Aber obwohl ein Leben weit ab vom Schuss (ich lebe in einer sehr kleinen Stadt) mit einer anderen Sexualität und ohne große Anonymität stressig, manchmal auch sehr deprimierend sein kann, würde ich mich in dieser Hinsicht nie ändern wollen (selbst wenn nur ein Konflikt Grund meiner "seltenen" Sexualität ist und man den therapieren könnte, was ja nicht erwiesen ist.) Für mich sind Männer keine Sexobjekte, ich mag auch keine Pornos oder so was. Ich verliebe mich in Vertreter des männlichen Geschlechts. Das ist alles.

    Ob man also die Theorie von Revierkonflikten an mir anwenden kann, weiß ich nicht. Ich will weder jemanden dominieren noch irgendwelche Aggressionen an Männern auslassen (noch geht es mir um Sex). Ich möchte mich nur verlieben, geliebt und glücklich werden.
    Vielen Dank für deine Offenheit.

    Es scheint wohl ähnlich zu sein, wie ich oben beschrieben habe, aber ich möchte nicht mutmaßen. Ich kann es verstehen, dass man es ablehnt oder als diskriminierend empfindet, wenn ein eigener Charakterzug als "Bewältigungsstrategie" bezeichnet wird. Besonders wenn man schon so lang damit lebt.
    Die "typischen" kindlichen Verhaltensweisen habe ich ja vorhin schon relativiert. Besonders wenn es um Spielzeug geht, spielt sehr viel Konditionierung mit herein. Was nichts daran ändert, dass Mädchen und Jungen schon in frühen Altern mit Situationen verschieden umgehen.
    Ich habe zu Beginn der Grundschule noch mit Puppen gespielt (allerdings im Hort, zu Hause hatte ich keine), trotzdem hatte ich nie homosexuelle Tendenzen und studiere ein technisches Fach.

    Wenn mir die Fragen gestattet seien: Wie läuft das denn ab, wenn du dich in andere Männer "Verliebst"? Verliebst du dich auch in Frauen?
    Geist des Wissens is offline

  14. #94 Reply With Quote
    Schwertmeister
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    Geist des Wissens,

    das sind zwar eher persönliche Fragen, aber ich sehe es speziell in einem Forum nicht so eng, deswegen werde ich dir bereitwillig antworten. Ich danke auch dir für deine Offenheit in diesem Thema. Du kannst mir glauben, dass es recht selten ist, auf Interesse zu stoßen.

    Ich verliebe mich nicht in Frauen, stoße sie aber auch nicht ab. Ich schätze sie als liebe Freunde und Verwandte, als interessante Persönlichkeiten und finde sie auch auf forschende Art interessant. Wenn du (und alle anwesenden Frauen auch, bitte) diesen Vergleich im Sinne von besserem Verständnis verzeihst: Sie sind für mich wie Aliens. Wesen von einem anderen Stern. Sie regen mich nicht an oder auf (was nicht weiter ungewöhnlich für mich ist, weil ich nicht "sexuell" auf Oberflächlichkeiten fliege).

    Mh, ich war auch mal ein Teenager, der schwerlich mit seiner Außenseiterstellung im Leben zurechtkam. Also habe ich versucht, mich in Mädchen zu verlieben, ich habe mich in sie vertieft, ihre Gesellschaft gesucht und linkisch um ihre Gunst gebuhlt wie alle Anderen in meinem Alter, aber geändert hat das (und diverse Experimente mit Hetero-Pornos) nichts daran, dass ich weder ihren Geruch noch ihre hellen Stimmen oder ihre vergleichsweise kraftlosen Körper sexuell Attraktiv einstufe.

    So richtig schwer verliebt war ich mit 15 Jahren. Die Welt fühlte sich leichter an und gleichzeitig panisch erschwert, als hätte sich die Schwerkraft geändert. Ich habe versucht, immer in seiner Nähe zu sein, ohne ihn zu stören (im Nachhinein glaube ich nicht, ihm groß aufgefallen zu sein), ich habe nicht aus Pflichtbewusstsein über seine Witze gelacht, sondern, weil sie mir tatsächlich intelligent und lustig erschienen. Ich fand seinen Charakter tiefsinnig und seine Ansichten zu wahr. Aber danach hast du nicht gefragt. Du hast nach dem "wie" gefragt, wie es abläuft.

    Okay, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Verlieben dürfte hochgradig individuell sein. Meine Aufmerksamkeit jedenfalls wird geweckt durch ein angenehmes Lachen, eine schöne Stimme und eine gewisse Art von Charisma. Manche Menschen strahlen einfach aus einer Menge heraus, egal wie groß sie ist. Und wenn mir danach jemals das Vergnügen zuteil wird, einen dieser Menschen kennenzulernen, sich sein Charakter vor mir entfaltet und ich mich mit ihm verstehe, dann fühle ich mich hin und wieder wie ein Teenager. Dann erwacht eine Lebenslust in mir, die mir natürlich sehr deutlich wird, weil ich eher melancholisch bin.

    Die Welt bekommt einen anderen Anstrich, einen ganz neuen Geruch und die Sonnenstrahlen potenzieren sich auf das 10-fache, selbst im Winter. Jedesmal, wenn das Telefon klingelt, hämmert meine Pumpe bis zum Hals, der Puls wird in den Ohren spürbar und die Enttäuschung ist groß, wenn es meine Mutter oder sonstwer ist. Aber wenn ich sage, dass mir hin und wieder danach ist, eine Pirouette beim Laufen zu drehen, ist das nicht übertrieben.

    Es ereignete sich einmal, dass das Gefühl erwidert wurde. Das war die größte Sensation meines Lebens. (Und seinen Betrug an mir und unserer Partnerschaft sowie die Trennung habe ich bis heute nicht überwunden.)

    Ein langer Beitrag. Ich hoffe, er taugt dazu, deine Fragen zu beantworten.



    Gor Na Lol is offline

  15. #95 Reply With Quote
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    huhu leider bin ich etwas im stress zur zeit und ich wollte mir gern zeit nehmen für eine antwort, daher der späte beitrag:

    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Ich finde Monogamie keineswegs unnatürlich.
    Gibt doch genug Tiere die das sogar noch krasser durchziehen als Menschen wie z.B. Schwäne
    (die suchen sich nicht mal nen neuen Partner wenn der alte tot ist wie ich las).
    Also unnatürlich ist es schon mal nicht, da die Monogamie scheinbar doch nicht nur auf gesellschaftlichen Zwänge basiert,
    sondern eben auch in der Natur vor kommt.

    Ich finde letzlich sollte jeder selbst für sich entscheiden mit welcher Art von Beziehung/Beziehungen er glücklich ist.
    Für mich persönlich ist die Monogamie eigentlich das was mir am erstrebenswertesten scheint.
    Damit meine ich aber NICHT das man seinen ersten Freund/in gleich heirtaten soll, das man kein Sex vor der Ehe haben darf,
    usw.
    Sondern das ich persönlich es als am erstrebenswertesten finde einen Partner zu finden
    mit dem man den Rest seines Lebens verbringen kann und will.
    dass polygamie in der tierwelt noch häufiger vorkommt, wurde ja nun schon erwähnt. ich denke, das vorkommen beider formen in der natur deutet darauf hin, dass eben auch beides natürlich ist. aus rein biologischer sicht wird die natur wohl die beziehungsform vorgesehen haben, die für die fotpflanzung am günstigsten ist.
    ich frage mich aber darüber hinaus, ob der mensch in der heutigen gesellschaft glücklich werden kann in einer monogamen beziehung oder ob er, von gesellschaftlichen gründen abgesehen, überhaupt danach strebt.

    den zweiten absatz kann ich sehr gut nachvollziehen. ich habe das auch immer so empfunden wie du, aber meine bisherigen erfahrungen werfen einfach für mich die frage auf, ob man da nicht nach dem falschen oder etwas unrealistischem strebt.


    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Deinen ersten Satz kann man in dieser allgemeinen Form nicht stehen lassen. Es mag auf bestimmte Menschen und Sachverhalte zutreffen, aber eben nicht immer.

    Du würdest doch auch nicht eine Steile Klippe hinunterspringen, auch wenn dir jemand sagt, dass dir da ein echt tolles Gefühl entgeht? Ok, das Beispiel ist sehr krass, aber ich denke es dürfte deutlich werden, was ich meine.
    Auch muss man keine Drogen genommen haben, um zu wissen, dass sie einen kaputt machen.
    also ich denke, dieser vergleich hinkt ein wenig. natürlich muss ich nicht offensichtlich und sogar nachweislich schlechte dinge, wie drogen oder suizid, ausprobieren, um zu wissen, dass sie schlecht sind - bei zweiterem dürfte diese erfahrung dann auch nicht von langer dauer sein
    erfahrungen auf zwischenmenschlicher ebene damit nun vergleichen zu wollen, finde ich ein wenig ungeeignet.
    ich benehme mich in einer beziehung heute ganz anders als noch vor zehn jahren und ich erlebe heute auch eine ganz andere sexualität als damals. ich empfinde die erfahrungen, die ich gemacht habe als bereicherung. in meiner ersten beziehung hatte ich mit sicherheit noch vorstellungen, denen man als mein partner eigentlich nicht gerecht werden konnte. ich bin durch viele gespräche und konflikte gegangen, aber zu versuchen, den anderen zu verstehen, die welt aus ganz anderen augen zu sehen, hat mir geholfen, viel mehr verständnis, viel mehr offenheit für andere einstellungen und sichtweisen, gerade in bezug auf emotionale ud sexuelle dinge, aufzubauen.
    in sexueller hinsicht gibt es aus meiner sicht sehr viel zu entdecken; die eigene sexualität entwickelt sich ständig weiter und gerade auf dieser ebene entwickelt man sich nur sehr allmählich, so dass ich die erfahrungen, die ich gemacht habe, für mich persönlich als wichtig empfinde.

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Oder um mal direkt drauf einzugehen: Was geben einem denn rein körperliche Beziehungen? Was "verpasse" ich denn?

    Und ich bin mir sicher, dass ich meine EInstellung nicht bereuen werde.
    sexuelle beziehungen bedeuten ja nicht, dass man sich zum reinen, unliebsamen "gerammel" trifft, um schnellstmöglich seine triebe zu befriedigen.
    sexuelle erlebnisse haben mir sehr viel nähe und zuneigung gegeben. auch wenn man nicht durch liebe und partnerschaft miteinander verbunden ist, kann man sich sehr viel wärme geben und gemeinsam schöne momente erleben. auch in sexueller hinsicht haben mir diese beziehungen oder erlebnisse eben die möglichkeit gegeben, sexualität zu erleben und dinge auszuprobieren. jeder mensch ist anders, jede beziehung ist anders und sex ist mit jedem menschen anders, von daher fände ich es für mich schade, wenn ich diese erfahrungen nur mit einem einzigen menschen geteilt hätte.
    ich hatte davon auch keinerlei vorstellung bzw. hatte ich eben ganz andere, unrealistische und naive vorstellungen, als ich sexuell noch unerfahren war und deswegen bin ich mir auch absolut sicher, dass diese erfahrungen sehr wichtig sind. ich empfinde sex auch als eine sache, die sehr, sehr viele facetten hat, die man in dem rahmen, in dem es einem gefällt, ausprobieren sollte.

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Warum stellst du deine Frage im Präteritum? Jede Person, die ich jemals geliebt habe, liebe ich immer noch und ich wüsste auch nichts, was daran etwas ändern könnte.
    ich habe meine frage im perfekt gestellt aber worauf die frage abzielte (ich denke, das war dir auch eigentlich klar): führst du eine liebesbeziehung zu einem anderen menschen auf nicht-platonischer ebene, also abgesehen von familie und freunden? eine partnerschaft?
    meine familie und freunde werde ich auch bis an mein lebensende lieben, aber dennoch habe ich mich von partnern getrennt, die ich einmal geliebt habe. das sind zwei dinge, die du nicht komplett auf die gleiche ebene setzen kannst. auch wenn natürlich in allen beziehungen liebe vorhanden ist, unterscheiden sich doch familiäre beziehungen, freundschaften oder partnerschaften voneinander?

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Nur weil es Mord gibt, rechtfertigt das keinen Diebstahl. Auch wenn ich für die meisten hier einen abnormal strengen Moralanspruch habe, finde ich es doch arg bedenklich, dass man Verfehlungen mit dem Verweis auf schlimmere Verfehlungen versucht zu bagatellisieren.

    Abgesehen davon: Natürlich muss das jeder für sich entscheiden, aber das heißt nicht, dass ich das gutheißen muss.
    ich versuche in keinster weise, eine "verfehlung" zu bagatellisieren, da ja gar keine vorliegt! es besteht für mich gar keine notwedigkeit, irgendetwas zu "bagatellisieren". abgesehen mal davon ist der vergleich von sexualität und derer offenen auslebung mit dingen wie mord oder diebstahl ähnlich treffend wie der vergleich von liebe und sexualität mit drogen oder suizid.
    der verweis auf moralisch wirklich bedenkliches war eher als kritik gemeint: sexuelle freizügigkeit, die ohne zwang oder die nichtachtung der gefühle außenstehender verläuft, wird moralsich abgewertet, obwohl sie absolut niemandem schadet. ich verstehe einfach nicht, wie man diese gedanken entwickeln und zu dem schluss kommen kann, dies nicht gutheißen zu können. ich meine, die sexualität anderer leute beschäftigt oder tangiert mich in meiner lebensführung doch gar nicht, als dass ich dazu überhaupt eine haltung einnehmen müsste.
    auch wenn ich es aus meiner sicht für dich selbst als schade erachte, kann ich nicht sagen, dass ich es nicht gutheiße.
    leider gehst du nicht auf meine frage ein und erklärst mir nicht, worin genau die moralische verfehlung überhaupt liegt.
    so lange diese nämlich nicht nachvollziehbar vorliegt, gibt es für mich auch keinen grund etwas zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Mit dieser Bezeichnung bezog ich mich auf Menschen, die das exzessiv betreiben (wobei ich da pauschal keine Grenze anlegen könnte).

    Aber wenn du mir die Frage gestattest: Wozu brauchtest du diese "rein sexuellen Beziehungen" bzw. was haben sie dir denn gegeben?
    die frage habe ich oben eigentlich schon beantwortet, aber ich möchte hierzu noch sagen: ich "brauchte" diese sexuellen beziehungen nicht, ich habe auch nicht aktiv danach gesucht. es gab auch viele phase in meinem leben, wo solche beziehungen nicht stattgefunden haben, obwohl ich keinen partner hatte.
    wenn es sich aber ergeben hat, was meist eher zufällig geschah, hat es mir eben wärme und zuneigung gegeben, eine art austausch auf intimer und körperlicher ebene. wie gesagt, es hat weniger mit reiner triebbefriedigung zu tun, aber darauf bin ich schon eingegangen.

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Ich bezog mich (auch wenn dies vielleicht ander herüber kam) auf Menschen, die nur schwer in der Lage sind zu lieben. Wenn man einmal eine gewisse Hürde genommen hat und jenachdem um welche Person(-en) es geht, kann es natürlich auch leicht fallen.
    hmm..so ganz nachvollziehen kann ich das nicht. für mich ist liebe eher etwas, auf das ich ganz unmittelbar keinen einfluss nehmen kann, sie ist einfach ganzheitlich da. ich sehe in diesem zusammenhag keine hürden oder dergleichen. für menschen, die probleme damit haben, liebe aufzubauen, kann ich dabei allerdings natürlich nicht sprechen, da ich solche probleme nicht habe.

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Wahrnehmungen bedingen ein Bewusstsein. Da dieses (bisher) wissenschaftlich nicht beschrieben oder lokalisiert wurde, ist es reichlich sinnlos Wahrnehmungen über rein biologische Vorgänge vermeintlich zu erklären.
    das ändert dennoch nichts an der tatsache, dass sich bestimmte dinge, die wir als empfindungen beschreiben, durch prozesse im gehirn erklären lassen, wenn auch dieses gebiet nicht komplett erforscht ist. nichts anderes habe ich aber sagen wollen.

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Ich sagte, ich nehme es dort war. Damit will ich nicht sagen, dass das Herz für dieses Gefühl verantwortlich ist. Es äußert sich auch im Allgemeinen nicht so, sondern auf eine ähnliche Weise, wie du es beschreibst.

    ...

    So meine ich das nicht. In der Tat denke ich, dass das Herz als biologisches Organ keinen Anteil daran hat.
    Das ändert aber nichts daran, dass ich einige Gefühle buchstäblich im Herzen wahrnehme. Woher diese Wahrnehmung kommt, kann ich allerdings nicht sagen (auch wenn ich eine Vermutung habe).
    magst du diese vermutung vielleicht mal äußern?


    Quote Originally Posted by Don Cruz View Post
    @Mia-Mahoney

    zu Deiner Ehe hätte ich ein Paar Fragen?

    wie Lange wart Ihr ein Paar bevor ihr geheiratet habt?

    wie Alt warst Du bei der Hochzeit?

    würdest du wider Heiraten wenn, der Richtige Mann kommt, oder ist die Ehe für die Dich Gestorben?

    es heißt ja das erst der 11 Mann der Richtige ist, wievile hast Du vor Deinem exmann gekannt?

    Hat die Kajerre Eure Beziehung Kaputt gemacht? ihr habt ja beide gearbeitet?

    Wollte einer von Euch Kinder, und der andere Nicht?

    Hoffe die Fragen sind nicht zu indiskret?
    ich habe mit 20 geheiratet, nachdem wir zwei jahre zusammen waren. ich war sicherlich viel zu jung und die hochzeit zu früh. ich fand es eben einfach nur romantisch und es hatte auch damals für mich keinen religiösen oder gesellschaftlichen stellenwert. es war doch eher das gefühl, öffentlich zu bekennen, dass man diesen menschen liebt und sein leben mit ihm verbringen möchte. im nachhinein verstehe ich mich da heute selbst nicht mehr.
    die ehe hat aus meienr sicht nicht funktioniert, da wir eben sehr jung waren und wir uns in unterschiedliche richtungen entwickelt haben. streit gab es zwischen uns nicht, wir hatten nach 4 jahren einfach einen unterschiedlichen horizont, unterschiedliche wertvorstellungen und erwartungen vom leben, während wir uns zu beginn unserer beziehung um solche dinge keine gedanken gemacht hatten. es war sicher auch naiv und nicht besonders clever, damals so früh zu heiraten. die gescheiterte ehe hat mich aber nicht zu dieser einstellung bewogen, da es für mich einfach keine besonders negative erfahrung war. vielmehr habe ich auch schon während der ehe begonnen, so zu denken, da die ehe als solches einfach keinerlei effekt auf meine beziehungsführung oder die partnerschaft ansich hatte. daher würde ich auch höchstwahrscheinlch nicht noch einmal heiraten, da ich es einfach unnötig finde. außerdem ist die rechtliche handhabung der ehe einfach nicht sinnvoll aus meinen augen, so dass ich mich diesem rechtlichen rahmen nicht mehr unterwerfen möchte. ich habe diesen thread ja auch eröffnet, da ich meine zweifel habe, dass eine monogame beziehung ein leben lang beide parteien glücklich machen würde, wenn ich auch gern daran glauben würde.
    ich hatte vor meinem mann nicht viel erfahrung und ich glaube, das hat sich nicht unbedingt positiv ausgewirkt.
    kinder wollten wir beide nicht zu diesem zeitpunkt, also das hat keinen konfliktpunkt dargestellt. überhaupt gab es wie gesagt eigenlich keine größeren konflikte zwischen uns.


    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Ich bin ein Fan der Ehe und selbst verheiratet.

    Ich halte es für sinnvoll und für emotional bereichernd, wenn man einander verspricht: "Wir stehen zueinander, wir unterstützen einander, komme, was da wolle, in guten, wie in schlechten Zeiten." Es ist qualitativ eine andere Stufe, etwas anderes als "nur" Liebe und etwas ganz anderes als eine Verliebtheit.
    also genau diese andere qualität habe ich nicht erlebt und kann ich auch nicht nachvollziehen: wenn man sich liebt, gibt es eigentlich nichts mehr darüber auf emotionaler ebene. dass liebe und verliebtheit eine andere qualität haben, müssen wir hier nicht diskutieren, denke ich, aber dass die ehe, die liebe qualitativ bereichern soll, halte ich so für nicht haltbar. wenn ich jemanden liebe, dann impliziert diese tatsache schon all das, wofür die ehe stehen soll. wozu brauche ich sie dann noch?
    die ehe als andere stufe von liebe zu deklarieren, entspricht einfach nicht meiner erfahrung und kommt mir auch unrealistisch vor im hinblick auf die ehen, die ich so kenne. ich wüsste nicht, wie eine institution religiösen oder gesellschaftlichen ursprungs meine gefühle oder meine partnershaft im alltag positiv beeinflussen könnte.

    Quote Originally Posted by Gothic Girlie View Post
    Ich halte es aber für bedenklich, wie jede Menge Außenstehende aus ideologischen Gründen versuchen, in selbstbestimmte Ehen hineinzuregieren. Zum einen wären das kirchennahe, konservative Kreise, die einerseits die Bedeutung der Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft minimieren (unter Kohl), andererseits den Frauen eine von außen definierte Rolle zuweisen, die der des Mannes nicht ebenbürtig ist.
    Die SPD hat das weiter verschlimmert: mit Hartz VI wurde die Zwangs-Sozialfreierschaft für zusammenlebende Paare eingeführt und das selbstbestimmte Zusammenleben junger armer Menschen weitgehend verhindert. Dazu kommen die unsäglichen ewige-Armut-geringfügigen-Beschäftigten-Gesetze, sowas peinliches gehört direkt ins Mittelalter.

    Dazu kommen Personalchefs, die ihr präferiertes Lebensmodell anderen aufzwingen, indem sie nach sozialer Ähnlichkeit einstellen oder befördern.

    Ich sehe, das es unter diesen Bedingungen sehr schwer ist, wirklich selbstbestimmt zueinander zu finden und eine Familie zu gründen. Statt junge Menschen zu ermutigen und zu unterstützen, wird es ihnen immer schwerer gemacht: befristete Verträge, Leiharbeit, Teilzeit als Karriere-Sackgasse, keine bezahlbaren Wohnungen, Diffamierung als Faule.

    Die Krise der Ehe ist nicht die der Menschen, sondern die eines ökonomischen Konzeptes, das die materiellen Einschränkungen ausschließlich auf den Schultern eines Geschlechts ablädt. Leitbilder stiften Verwirrung: Beckenbauer und andere Alte werden als tolle Hechte dargestellt, nicht als Vertragsbrecher.

    Ich will nicht sagen, dass die Ehe für alle richtig sein muss, aber wenn man sich gebunden hat, gilt das eben, oder man muss sich trennen, aber vor der nächsten Verpflichtung, nicht alles vermischen.

    Gothic Girlie
    unser öknomisches konzept lädt materielle einschränkungen auf den schultern eines geschlechts ab? ich verstehe diesen zusammenhang nicht. kannst du vielleicht mal näher erklären, was du damit meinst und wie das nun mit der institution ehe zusammenhängt?

    ich denke, dass gerade wirtschaftliche gründe heute nicht mehr so von bedeutung sind. die rolle der frau hat sich verändert und i.d.r. benötigt sie die typische "versorgerehe" nicht mehr und ist in der lage, wirtschaftlich autonom von einem mann zu leben. es ist für ein nichtverheiratetes paar unproblematisch, eine wohnung zu finden, während das vor 30 jahren noch kritisch beäugt wurde. man muss einfach keine gesellschaftlichen sanktionen befürchten, wenn man nicht heiratet, mit ausnahme von den anhängern der ehe, die nur offen sind für ihre eigene einstellung.


    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Sexualität ist nie angeboren. Die kommt erst mit der Geschlechtsreife.
    Freud würde sich im Grabe umdrehen!!!
    wo kommt sie denn dann so plötzlich her, wenn sie nicht von geburt an in uns verankert ist?


    Quote Originally Posted by Aria View Post
    Allerdings denke ich, dass die Ehe trotzdem sehr viel Sinn macht und wenn es nur wegen der Steuervergünstigungen und rechtlichen Vorteile sein sollte, gerade das finde ich eigentlich ideal. Die Ehe hat sich jetzt entwickelt aus einer Verbindung, die mit Liebe nichts und mit politischen und finanziellen Gründen alles zu tun hatte, über einen religiösen Krimskrams und später einem romantischen liebesverblendeten religiösen Krimskrams hin zu einer freiwilligen Verbindung zwischen zwei Menschen, die sich lieben und im Idealfall die Ehe aus rationalen Gründen eingehen, was dann netterweise auch noch finfanzielle und rechtliche Vorteile mit sich bringt. Eigentlich doch sehr zeitgemäß, wenn man mich fragt.
    ich bewzeifle wie gesagt, dass die rechtlichen rahmenbedingungen immer vorteilhaft sind. deine ausführungen klingen sehr nüchtern und beinhalten für mich genau die gründe, aus denen man NICHT heiraten sollte, da liebe einfach keine rationale entscheidung ist und aus meiner sicht auch nicht mit einer solchen "besiegelt" oder verstärkt werden kann.

    Quote Originally Posted by Aria View Post
    Was Monogamie angeht, sag ich nur, jeder wie er will. Es gibt für monogame Menschen genug andere monogame Menschen da draußen und für Leute, die in einer freien Beziehung leben wollen, finden sich auch genug, die das gleiche wollen. Ich finde, da sollte man gar nichts zerreden, was jetzt natürlicher sein soll als das andere, sonst fällt man hinterher noch ins Gegenteil um und guckt monogame Menschen schräg von der Seite. Einfach jeder wie er will und dann wird doch schon alles gut
    die einstellung, andere menschen in ihrer lebensform zu akzeptieren oder zu tolerieren finde ich sehr lobenswert, die menschen ja gerne dazu tendieren, dinge zu be- und verurteilen, mit denen sie keinerlei erfahrung haben.
    für mich zu wissen, dass ich etwas nicht erfahren möchte, ist absolut in ordnung, aber es gibt mir nicht das recht, dies dann zu verurteilen.
    Mia-Mahoney is offline

  16. #96 Reply With Quote
    Deus Don Cruz's Avatar
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    Naja vielleicht, probierst Dus nochmal aller guten Dinge sind 3

    was Du schreibst gefällt Mir sehr, Du sagst selber Du warst zu Jung für die ehe, wenn Du Mitte 30 nochmal heiratest, vielleicht fühlt sich die Ehe dann ganz anders an

    zum Tehma Sexualität ist angeboren, ich Denke eher alle starten als Weiße Blätter, oder wie Erklärst du Dir das Hetro Frauen Lesbisch werden, sie müssten doch von vorne herein auf Frauen stehen

    und das ist ja auch der grund warum Kinder und Erwachsene keinen Sex haben dürfen,das kind wird von 12-14 an darauf getrimmt nur eine Stellung oder z.b Nur Oral zu machen, im erwagsenen alter wird es nur die Reiter Stellung und den oral Verkehr machen, wäre es nicht darauf getrimmt worden, hätte es z.b auch Löffelchen und Missionar gemacht jetzt macht sie Nur das was sie gelernt hat!
    Don Cruz is offline Last edited by Don Cruz; 22.04.2012 at 16:17.

  17. #97 Reply With Quote
    Supertollig. Alo's Avatar
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    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Mag sein, aber angenommen blauäugige Menschen wären impotent, müssten dann nicht blauäugige Menschen nach geraumer Zeit ausgestorben sein?
    Kann man so pauschal nicht sagen.
    Erstens können blaue Augen oder eben fehlende Impotenz immer noch durch Mutation auftreten
    und zweitens wird es immer eine Weile bis eine solche benachteiligte Spezies tatsächlich ausstirbt.
    In der modernen Gesellschaft der Menschen setzt der Darwinismus doch sowieso zu großen Teilen aus.
    Es gibt künstliche Befruchtung, Behinderungen sind durch die gesonderte Behandlung keine unüberwindbare Behinderung mehr in der Gesellschaft usw.
    Es gibt schließlich auch noch Asexualität obwohl es die laut deiner Theorie auch nicht geben dürfte

    Einfach zu sagen das alles aus Heterosexualität sei unnatürlich ist ziemlich bequem
    und bringt uns als Menschheit in keinsterweise weiter.

    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Andererseits: Natürlich ist Sexualität angeboren, typische Unterschiede zwischen den Geschlechtern lassen sich schon vor Geschlechtsreife feststellen, auch wenn hier die Differenzierung zu konditionierten Rollenbildern schwierig ist.
    Ich meine auch eher sexuelle Orientierungen und Aktiviäten sind nicht angeboren.
    Mit 8 waren hier bestimmt 90% der Poster noch der Meinung das Mädchen eh nur doof und uninteressant sind
    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney
    dass polygamie in der tierwelt noch häufiger vorkommt, wurde ja nun schon erwähnt. ich denke, das vorkommen beider formen in der natur deutet darauf hin, dass eben auch beides natürlich ist. aus rein biologischer sicht wird die natur wohl die beziehungsform vorgesehen haben, die für die fotpflanzung am günstigsten ist.
    Zustimmung.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney
    ich frage mich aber darüber hinaus, ob der mensch in der heutigen gesellschaft glücklich werden kann in einer monogamen beziehung oder ob er, von gesellschaftlichen gründen abgesehen, überhaupt danach strebt.
    Die Erfahrung sagt mir das man in monogamen Beziehungen durchaus glücklich werden kann,
    es muss halt nur passen und es gibt wie in jeder Beziehung keine Garantie.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney
    den zweiten absatz kann ich sehr gut nachvollziehen. ich habe das auch immer so empfunden wie du, aber meine bisherigen erfahrungen werfen einfach für mich die frage auf, ob man da nicht nach dem falschen oder etwas unrealistischem strebt.
    Nach dem Flaschen würde ich nicht sagen, es gibt kein falsch und richtig.
    So lange dich etwas glücklich macht kann es meist kaum falsch sein.

    Unrealistisch kann der Wunsch nach einer monogamen Beziehung durchaus sein.
    Aber machen nicht die kleinen Irrationalitäten, die Wünsche und Träume auch das Menschsein aus?
    Rein rational handeln eigentlich nur Maschienen.
    Ich sehe kein Problem damit einem unrealistischeren Wunsch oder Traum zu verfolgen
    so lange man sich damit nicht selbst und sein Glück blockiert.
    Jemand der sich für den perfekten Partner aufhaben will wird vermutlich nie Sex haben.
    Aber wer sagt denn das ich nicht Bzeiehungen und Sex wie jeder andere dabei haben kann,
    mit der stillen Hoffnung das man damit vllt. sogar auf jemand trifft mit den man den Rest seines Lebens verbringen will?

    So lange man sich durch unrealistischere Wünsche selbst im Weg steht,
    weil man immer nur nach dem perfekten Wunschbild strebt und dabei links und rechts nichts mehr wahr nimmt,
    sehe ich keinerlei Problem darin auch unrealistische Wünsche zu haben.
    Für den Rest meines Lebens immer nur kurzfristige Beziehungen
    und bedeutungslosen Sex haben stelle ich mir für mich jedenfalls als auch nicht sonderlich erfüllend vor.

    Im übrigen sage ich das obwohl ich in meiner Hoffnung selber bisher meist eher enttäuscht wurde.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney
    Freud würde sich im Grabe umdrehen!!!
    wo kommt sie denn dann so plötzlich her, wenn sie nicht von geburt an in uns verankert ist?
    Ach, Freud, das der hauptsächlich spekuliert hat und kein Absolutheitsanspruch hat sollte man eigentlich einsehen ^^

    Natürlich ist die Sexualität von Geburt aus da, aber nur im Keim und dieser Keim muss erst aufgehen.
    Man nennt es auch Pubertät ^^ Und selbst danach ist man oft noch auf der Suche nach sich selbst.
    Alo is offline Last edited by Alo; 23.04.2012 at 10:00.

  18. #98 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Gor Na Lol View Post
    Geist des Wissens,

    das sind zwar eher persönliche Fragen, aber ich sehe es speziell in einem Forum nicht so eng, deswegen werde ich dir bereitwillig antworten. Ich danke auch dir für deine Offenheit in diesem Thema. Du kannst mir glauben, dass es recht selten ist, auf Interesse zu stoßen.

    Ich verliebe mich nicht in Frauen, stoße sie aber auch nicht ab. Ich schätze sie als liebe Freunde und Verwandte, als interessante Persönlichkeiten und finde sie auch auf forschende Art interessant. Wenn du (und alle anwesenden Frauen auch, bitte) diesen Vergleich im Sinne von besserem Verständnis verzeihst: Sie sind für mich wie Aliens. Wesen von einem anderen Stern. Sie regen mich nicht an oder auf (was nicht weiter ungewöhnlich für mich ist, weil ich nicht "sexuell" auf Oberflächlichkeiten fliege).

    Mh, ich war auch mal ein Teenager, der schwerlich mit seiner Außenseiterstellung im Leben zurechtkam. Also habe ich versucht, mich in Mädchen zu verlieben, ich habe mich in sie vertieft, ihre Gesellschaft gesucht und linkisch um ihre Gunst gebuhlt wie alle Anderen in meinem Alter, aber geändert hat das (und diverse Experimente mit Hetero-Pornos) nichts daran, dass ich weder ihren Geruch noch ihre hellen Stimmen oder ihre vergleichsweise kraftlosen Körper sexuell Attraktiv einstufe.

    So richtig schwer verliebt war ich mit 15 Jahren. Die Welt fühlte sich leichter an und gleichzeitig panisch erschwert, als hätte sich die Schwerkraft geändert. Ich habe versucht, immer in seiner Nähe zu sein, ohne ihn zu stören (im Nachhinein glaube ich nicht, ihm groß aufgefallen zu sein), ich habe nicht aus Pflichtbewusstsein über seine Witze gelacht, sondern, weil sie mir tatsächlich intelligent und lustig erschienen. Ich fand seinen Charakter tiefsinnig und seine Ansichten zu wahr. Aber danach hast du nicht gefragt. Du hast nach dem "wie" gefragt, wie es abläuft.

    Okay, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Verlieben dürfte hochgradig individuell sein. Meine Aufmerksamkeit jedenfalls wird geweckt durch ein angenehmes Lachen, eine schöne Stimme und eine gewisse Art von Charisma. Manche Menschen strahlen einfach aus einer Menge heraus, egal wie groß sie ist. Und wenn mir danach jemals das Vergnügen zuteil wird, einen dieser Menschen kennenzulernen, sich sein Charakter vor mir entfaltet und ich mich mit ihm verstehe, dann fühle ich mich hin und wieder wie ein Teenager. Dann erwacht eine Lebenslust in mir, die mir natürlich sehr deutlich wird, weil ich eher melancholisch bin.

    Die Welt bekommt einen anderen Anstrich, einen ganz neuen Geruch und die Sonnenstrahlen potenzieren sich auf das 10-fache, selbst im Winter. Jedesmal, wenn das Telefon klingelt, hämmert meine Pumpe bis zum Hals, der Puls wird in den Ohren spürbar und die Enttäuschung ist groß, wenn es meine Mutter oder sonstwer ist. Aber wenn ich sage, dass mir hin und wieder danach ist, eine Pirouette beim Laufen zu drehen, ist das nicht übertrieben.

    Es ereignete sich einmal, dass das Gefühl erwidert wurde. Das war die größte Sensation meines Lebens. (Und seinen Betrug an mir und unserer Partnerschaft sowie die Trennung habe ich bis heute nicht überwunden.)

    Ein langer Beitrag. Ich hoffe, er taugt dazu, deine Fragen zu beantworten.

    Vielen Dank, ich denke, jetzt verstehe ich deine Situation besser.

    Ich möchte (und kann) deine Geschichte nicht bewerten und deine Darstellung des Verliebtseins ist nicht die erste dieser Art (was nicht abwertend gemeint ist).

    Was ich mich jedoch frage: Wieso konntest du diesen Betrug und die Trennung nicht überwinden bzw. wie sah dieser Betrug denn aus?
    (Wenn du darauf nicht antworten willst, kann ich das verstehen.)

    Noch etwas allgemeines: Nur weil ich bestimmte Haltungen, Neigungen, Ideologien etc. kritisiere, verurteile oder ablehne, heißt das nicht automatisch, dass ich die entsprechenden Menschen auch so betrachte. Natürlich wäre es mir lieber, alle Menschen sähen die Welt so wie ich, aber da ich es nicht erzwingen kann, bringt es auch nichts mit physischer oder psychischer Gewalt gegen diese Menschen vorzugehen.

    Ich toleriere die freie Entscheidung eines jeden Menschen, auch wenn mir diese mehr oder weniger Leid tun.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    ich frage mich aber darüber hinaus, ob der mensch in der heutigen gesellschaft glücklich werden kann in einer monogamen beziehung oder ob er, von gesellschaftlichen gründen abgesehen, überhaupt danach strebt.
    Ein armer Mensch, der sich von der Gesellschaft dahingehend beeinflussen lässt. Zum ersten Teil: Das hängt nicht von der Gesellschaft ab, sondern von der Einstellung/der Überzeugung der (Ehe-)Partner.
    Zum zweiten Teil: Ich strebe danach und das aus innerer Überzeugung.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    also ich denke, dieser vergleich hinkt ein wenig. natürlich muss ich nicht offensichtlich und sogar nachweislich schlechte dinge, wie drogen oder suizid, ausprobieren, um zu wissen, dass sie schlecht sind - bei zweiterem dürfte diese erfahrung dann auch nicht von langer dauer sein
    erfahrungen auf zwischenmenschlicher ebene damit nun vergleichen zu wollen, finde ich ein wenig ungeeignet.
    ich benehme mich in einer beziehung heute ganz anders als noch vor zehn jahren und ich erlebe heute auch eine ganz andere sexualität als damals. ich empfinde die erfahrungen, die ich gemacht habe als bereicherung. in meiner ersten beziehung hatte ich mit sicherheit noch vorstellungen, denen man als mein partner eigentlich nicht gerecht werden konnte. ich bin durch viele gespräche und konflikte gegangen, aber zu versuchen, den anderen zu verstehen, die welt aus ganz anderen augen zu sehen, hat mir geholfen, viel mehr verständnis, viel mehr offenheit für andere einstellungen und sichtweisen, gerade in bezug auf emotionale ud sexuelle dinge, aufzubauen.
    in sexueller hinsicht gibt es aus meiner sicht sehr viel zu entdecken; die eigene sexualität entwickelt sich ständig weiter und gerade auf dieser ebene entwickelt man sich nur sehr allmählich, so dass ich die erfahrungen, die ich gemacht habe, für mich persönlich als wichtig empfinde.
    Es mag Menschen geben, die nur durch Erfahrung dazulernen. Deine ursprüngliche Aussage klang aber so, dass man bestimmte Erkenntnisse nur durch Erfahrung erlangen kann. Dem widerspreche ich aber vehement.

    Ohne dich näher zu kennen, vermute ich, dass ich das von dir angeführte "Verständnis" bereits besitze, ohne deine Erfahrungen zu teilen.

    Ich habe ein ziemlich genaues Bild von meinem zukünftigen Partner und gleichzeitig ist es sehr unscharf. Ich weiß, dass man keinen perfekten Menschen bekommen wird, aber ich wünsche mir, dass das meine Zukünftige auch weiß.

    Und zu deinem letzten Absatz: Wozu braucht man denn mehrere Sexualpartner, um viel "in sexueller Hinsicht" zu entdecken?

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    sexuelle beziehungen bedeuten ja nicht, dass man sich zum reinen, unliebsamen "gerammel" trifft, um schnellstmöglich seine triebe zu befriedigen.
    sexuelle erlebnisse haben mir sehr viel nähe und zuneigung gegeben. auch wenn man nicht durch liebe und partnerschaft miteinander verbunden ist, kann man sich sehr viel wärme geben und gemeinsam schöne momente erleben. auch in sexueller hinsicht haben mir diese beziehungen oder erlebnisse eben die möglichkeit gegeben, sexualität zu erleben und dinge auszuprobieren. jeder mensch ist anders, jede beziehung ist anders und sex ist mit jedem menschen anders, von daher fände ich es für mich schade, wenn ich diese erfahrungen nur mit einem einzigen menschen geteilt hätte.
    ich hatte davon auch keinerlei vorstellung bzw. hatte ich eben ganz andere, unrealistische und naive vorstellungen, als ich sexuell noch unerfahren war und deswegen bin ich mir auch absolut sicher, dass diese erfahrungen sehr wichtig sind. ich empfinde sex auch als eine sache, die sehr, sehr viele facetten hat, die man in dem rahmen, in dem es einem gefällt, ausprobieren sollte.
    Aber Wärme und "gemeinsame schöne Momente erleben" geht doch auch ohne Sex. Wozu also viele Sexualpartner? Warum sollte man das ausprobieren? Was gewinnt man dabei?

    "Ausprobieren" kann man doch auch nur mit einem Partner.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    ich habe meine frage im perfekt gestellt aber worauf die frage abzielte (ich denke, das war dir auch eigentlich klar): führst du eine liebesbeziehung zu einem anderen menschen auf nicht-platonischer ebene, also abgesehen von familie und freunden? eine partnerschaft?
    meine familie und freunde werde ich auch bis an mein lebensende lieben, aber dennoch habe ich mich von partnern getrennt, die ich einmal geliebt habe. das sind zwei dinge, die du nicht komplett auf die gleiche ebene setzen kannst. auch wenn natürlich in allen beziehungen liebe vorhanden ist, unterscheiden sich doch familiäre beziehungen, freundschaften oder partnerschaften voneinander?
    Deine Frage war in dieser Hinsicht zu allgemein gestellt. Ich denke dennoch, dass man einen einmal geliebten Menschen nicht mehr aufhören kann zu lieben.
    Solltest du deinem Ex-Partner tatsächlich keine liebevollen Gefühle entgegenbringen können, dann vermute ich, dass hier nicht mehr als reines Verleibtsein im Spiel war.

    Es kann natürlich auch sein, dass diese Liebe von anderen Gefühlen und Eindrücken überschattet wird und du nur meinst, du würdest ihn nicht mehr lieben, dabei merkst du es nur nicht.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    ich versuche in keinster weise, eine "verfehlung" zu bagatellisieren, da ja gar keine vorliegt! es besteht für mich gar keine notwedigkeit, irgendetwas zu "bagatellisieren". abgesehen mal davon ist der vergleich von sexualität und derer offenen auslebung mit dingen wie mord oder diebstahl ähnlich treffend wie der vergleich von liebe und sexualität mit drogen oder suizid.
    der verweis auf moralisch wirklich bedenkliches war eher als kritik gemeint: sexuelle freizügigkeit, die ohne zwang oder die nichtachtung der gefühle außenstehender verläuft, wird moralsich abgewertet, obwohl sie absolut niemandem schadet. ich verstehe einfach nicht, wie man diese gedanken entwickeln und zu dem schluss kommen kann, dies nicht gutheißen zu können. ich meine, die sexualität anderer leute beschäftigt oder tangiert mich in meiner lebensführung doch gar nicht, als dass ich dazu überhaupt eine haltung einnehmen müsste.
    auch wenn ich es aus meiner sicht für dich selbst als schade erachte, kann ich nicht sagen, dass ich es nicht gutheiße.
    leider gehst du nicht auf meine frage ein und erklärst mir nicht, worin genau die moralische verfehlung überhaupt liegt.
    so lange diese nämlich nicht nachvollziehbar vorliegt, gibt es für mich auch keinen grund etwas zu entschuldigen oder zu rechtfertigen.
    Du hast aber Anstalten gemacht, das zu rechtfertigen, daher fiel meine Antwort so aus. Meine Gründe liegen in meiner Weltvorstellung und Überzeugung begründet und haben für einen "Ungläubigen" wohl keinen Wert. Wie ich an anderer Stelle schon sagte, gehört mein Weltbild aber nicht hierher, weswegen ich das auch nicht weiterführe.

    Ich möchte nur hinzufügen, dass ich nicht aus irgendeinem religiösen Pflichtgefühl oder dergleichen so denke und rede, sondern aus völliger innerer Überzeugung heraus.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    die frage habe ich oben eigentlich schon beantwortet, aber ich möchte hierzu noch sagen: ich "brauchte" diese sexuellen beziehungen nicht, ich habe auch nicht aktiv danach gesucht. es gab auch viele phase in meinem leben, wo solche beziehungen nicht stattgefunden haben, obwohl ich keinen partner hatte.
    wenn es sich aber ergeben hat, was meist eher zufällig geschah, hat es mir eben wärme und zuneigung gegeben, eine art austausch auf intimer und körperlicher ebene. wie gesagt, es hat weniger mit reiner triebbefriedigung zu tun, aber darauf bin ich schon eingegangen.
    Das ist interessant. Ich will nichts falsches sagen, aber kann es sein, dass es sonst keinen Menschen mehr gibt, bei dem du so empfinden könntest?

    Letztendlich gehört für mich Sex nicht dazu. Man kann intime Beziehungen haben, ohne Sex. Wozu das Ganze also?

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    hmm..so ganz nachvollziehen kann ich das nicht. für mich ist liebe eher etwas, auf das ich ganz unmittelbar keinen einfluss nehmen kann, sie ist einfach ganzheitlich da. ich sehe in diesem zusammenhag keine hürden oder dergleichen. für menschen, die probleme damit haben, liebe aufzubauen, kann ich dabei allerdings natürlich nicht sprechen, da ich solche probleme nicht habe.
    Es geht eher darum, Liebe bei bestimmten Menschen zuzulassen. Alle Menschen zu lieben, ist etwas wozu wohl kaum ein Mensch fähig ist. Denn dies bedarf wirklich enormer innerer Anstrengung und Willenskraft.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    das ändert dennoch nichts an der tatsache, dass sich bestimmte dinge, die wir als empfindungen beschreiben, durch prozesse im gehirn erklären lassen, wenn auch dieses gebiet nicht komplett erforscht ist. nichts anderes habe ich aber sagen wollen.
    Es gibt keine Erklärung, die über reine Mutmaßung hinaus geht. Genauso könnte ich versuchen nachzuweisen, dass bestimmte Emotionen von den Gestirnen beeinflusst werden.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    magst du diese vermutung vielleicht mal äußern?
    Da durch dieses Gefühl einige seelische Wunden verheilt sind und es erst während bzw. nach meiner Bekehrung verspürte, vermute ich, dass diese Art der Liebe göttlichen Ursprungs ist.

    Quote Originally Posted by Mia-Mahoney View Post
    die einstellung, andere menschen in ihrer lebensform zu akzeptieren oder zu tolerieren finde ich sehr lobenswert, die menschen ja gerne dazu tendieren, dinge zu be- und verurteilen, mit denen sie keinerlei erfahrung haben.
    für mich zu wissen, dass ich etwas nicht erfahren möchte, ist absolut in ordnung, aber es gibt mir nicht das recht, dies dann zu verurteilen.
    Ich toleriere sie ja, aber ich "weiß" innerlich, dass sie nichts nützen.

    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Kann man so pauschal nicht sagen.
    Erstens können blaue Augen oder eben fehlende Impotenz immer noch durch Mutation auftreten
    und zweitens wird es immer eine Weile bis eine solche benachteiligte Spezies tatsächlich ausstirbt.
    In der modernen Gesellschaft der Menschen setzt der Darwinismus doch sowieso zu großen Teilen aus.
    Es gibt künstliche Befruchtung, Behinderungen sind durch die gesonderte Behandlung keine unüberwindbare Behinderung mehr in der Gesellschaft usw.
    Es gibt schließlich auch noch Asexualität obwohl es die laut deiner Theorie auch nicht geben dürfte
    Zugegeben, das Argument ist nicht stichhaltig genug, aber dass sich die Sexualität von Menschen während des Lebens ändern kann, zeigt eindrucksvoll(-er), dass Abweichungen nicht genetisch bedingt sind.
    Asexualität lässt sich nicht als genetisch bedingt erklären, nichts anderes sage ich ja die ganze Zeit. Auch hier liegen mEn eine gewisse Konfliktmasse zugrunde.

    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Einfach zu sagen das alles aus Heterosexualität sei unnatürlich ist ziemlich bequem
    und bringt uns als Menschheit in keinsterweise weiter.
    Ich sage eigentlich nur, dass Heterosexualität einzig normal ist. Andere Tendezen mögen ihren Sinn und Zweck haben, aber sie als "normal" in der Gesellschaft (und vor allem bei Kindern) zu propagieren, lehne ich entschieden ab.

    Was bringt denn "uns als Menschheit" weiter?
    Ich finde solche Phrasen eigentlich ziemlich eingebildet. Nach meinem persönlichem Empfinden war unsere westliche Gesellschaft (und damit ein großer Teil der Menschheit) noch nie so verkommen, wie selten eine Zivilisation in der Menschheitsgeschichte zuvor.

    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Ich meine auch eher sexuelle Orientierungen und Aktiviäten sind nicht angeboren.
    Mit 8 waren hier bestimmt 90% der Poster noch der Meinung das Mädchen eh nur doof und uninteressant sind
    Was ich sagen wollte: Die Unterschiede in den Geschlechtschromosomen bewirken unter günstigen/normalen Umständen Heterosexualität. Andere Sexualitäten werden durch Bewältigung verschiedenster Konflikmassen ausgebildet oder durch Mutationen. In beiden Fällen würde ich nicht von "normal" sprechen.

    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Natürlich ist die Sexualität von Geburt aus da, aber nur im Keim und dieser Keim muss erst aufgehen.
    Man nennt es auch Pubertät ^^ Und selbst danach ist man oft noch auf der Suche nach sich selbst.
    Stehen dem keine ungelösten Konflikte entgegen, so entwickelt sich die Sexualität "normal" also heterosexuell. Die Persönlichkeitsbildung in der Pubertät hat damit insofern etwas zu tun, dass man seine veränderte Sexualität als Teil der eigenen Identität versteht und somit womöglich Probleme damit hat, als unnormal bezeichnet zu werden.
    Geist des Wissens is offline

  19. #99 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Geist des Wissens View Post
    Andere Sexualitäten werden durch Bewältigung verschiedenster Konflikmassen ausgebildet oder durch Mutationen. In beiden Fällen würde ich nicht von "normal" sprechen.
    Die gesamte darwinistische Evolutionstheorie beruht auf Mutation,
    folglich wären laut deiner Argumentation alle Menschen "unnatürlich".

    Auf diesen GNM-nahen Kram den du zwischen durch imemr wieder andeutest mag ich jetzt nicht wieder diskutieren.
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  20. #100 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Alo View Post
    Die gesamte darwinistische Evolutionstheorie beruht auf Mutation,
    folglich wären laut deiner Argumentation alle Menschen "unnatürlich".
    Du müsstest inzwischen eigentlich wissen, dass du mit der darwinistischen Evolutionslehre bei mir nicht ankommen brauchst.
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