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Gibt es die Gerechtigkeit noch???

  1. #301 Reply With Quote
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    Wenn also eine Baumaschinenfirma so schlecht wirtschaftet, dass ein großer Teil des Preises für die Baumaschinen die Zinslast ist, kann man schlicht und ergreifend davon ausgehen, dass sie nicht eine einzige Baumaschine verkaufen wird.
    Nicht wenn alle Verkäufer einer ähnlichen Zinslast unterliegen, der Preis also ähnlich ist.
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
    Für echte Demokratie in Deutschland! Artikel 146 GG macht es möglich.
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  2. #302 Reply With Quote
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    Nicht wenn alle Verkäufer einer ähnlichen Zinslast unterliegen, der Preis also ähnlich ist.
    Abgesehen davon, dass dies ein theoretisches Konstrukt ist, das nichts mit der Realität zu tun hat, noch ein Mal die Frage um zum Thema zurückzukehren: Was haben willkürliche Kalkulationen, Stundenlohnaufschläge und Zinslasten für teure Investitionen mit Gerechtigkeit zu tun?
    Balvenie is offline

  3. #303 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Chakykia View Post
    Abgesehen davon, dass dies ein theoretisches Konstrukt ist, das nichts mit der Realität zu tun hat, noch ein Mal die Frage um zum Thema zurückzukehren: Was haben willkürliche Kalkulationen, Stundenlohnaufschläge und Zinslasten für teure Investitionen mit Gerechtigkeit zu tun?
    Ahso es ist also Gerecht in deinen Augen, das du einen Löwenanteil deines erwirtschafteten Einkommens an Personen abgibst, die nicht mehr wissen wohin mit dem Geld?

    In der Realität bekommt ein Bauer 8 Cent für den Liter Milch. Wann warst du das letzte mal einkaufen?
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
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  4. #304 Reply With Quote
    Veteran Antrodamus's Avatar
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    In der Realität bekommt ein Bauer 8 Cent für den Liter Milch.
    Wie kommst du auf 8 Cent? Weder der tatsächlich ausgezahlte Milchpreis noch der letzliche Gewinn pro Liter Milch liegt bei 8 Cent. Der Milchpreis sollte momentan bei etwa 30 Cent (aktuelle Zahlen habe ich nicht, ist aber auch nicht wichtig) liegen und der reale Gewinn sollte idealerweise bei etwa 2+ Cent liegen. Um kostendeckend zu produzieren müsste der Milchpreis allerdings etwas höher als 30 Cent liegen - oft wird hier von etwa 36 Cent ausgegangen, natürlich schwankt das aber je nach Betrieb. 8 Cent hingegen scheint mir eine willkürliche Schätzung zu sein.

    2 Cent sind/wären übrigens völlig ausreichend. Das ist weder Ausbeutung noch eine Ungerechtigkeit.
    Antrodamus is offline

  5. #305 Reply With Quote
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    Es hält den Bauern ja auch niemand davon ab, seine Milch selber zu verkaufen, vorausgesetzt er erfüllt die hygienischen Standards bei der Verarbeitung.
    Wenn er das nicht tut, muss er damit leben, dass es Transportkosten gibt und dass die Molkerei und der Einzelhandel auch noch etwas an der Milch verdienen wollen. Wenn man die Milch einfach teurer macht, wird weniger gekauft. Milchbauern sind heutzutage aber auf Umsatz angewiesen, da es eine Menge Fixkosten gibt, die sonst nicht tragbar wären.
    Man könnte das planwirtschaftliche Eingreifen der EU noch weiter ausbauen, bis man Verhältnisse wie in der DDR hat, wo Milch zeitweise weniger kostete als der Bauer dafür bekam. Wenn man Branchen herunterwirtschaften will, ist das genau das richtige Vorgehen.
    Es ist heute schon so, dass Bauern Weideflächen nicht an andere interessierte Bauern verkaufen, sondern sie einfach brach liegen lassen. Sie bekommen für den Besitz der Flächen Geld von der EU, also warum sollten sie sich weitere teure Kühe anschaffen?
    nagetier is offline

  6. #306 Reply With Quote
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    Ahso es ist also Gerecht in deinen Augen, das du einen Löwenanteil deines erwirtschafteten Einkommens an Personen abgibst, die nicht mehr wissen wohin mit dem Geld?

    In der Realität bekommt ein Bauer 8 Cent für den Liter Milch. Wann warst du das letzte mal einkaufen?
    Ich kann deinen Gedankensprüngen von Handwerkern, über Schwerlastkrane hin zu Milchbauern nicht mehr folgen.

    Bleiben wir bei den Handwerkern; damit kenne ich mich ziemlich gut aus.
    Wer ist derjenige, der nicht mehr wohin mit dem Geld weiß, wenn ich z.B. einen Elektriker bestelle? Sein Chef? Mit Sicherheit nicht. Der durchschnittliche Gewinn vor Steuern liegt im deutschen Bau-Nebengewerbe bei ca. 6 %. Davon kann man leben, aber nicht übermäßig reich werden. Davon müssen nämlich auch noch Investitionen getätigt werden.
    Balvenie is offline Last edited by Balvenie; 05.07.2012 at 11:43.

  7. #307 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Ahso es ist also Gerecht in deinen Augen, das du einen Löwenanteil deines erwirtschafteten Einkommens an Personen abgibst, die nicht mehr wissen wohin mit dem Geld?

    In der Realität bekommt ein Bauer 8 Cent für den Liter Milch. Wann warst du das letzte mal einkaufen?
    Der durchschnittliche Auszahlungspreis (so nennt man den Betrag, den die Molkerei zahlt) für Milch, Fettanteil 3,4 bis 4 Prozent, liegt bei 34,8 Cents pro Kilo.

    Wer weiß denn nicht wohin mit der Kohle? Kleinunternehmer, Handwerker und Mittelständler sind es bestimmt nicht.
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  8. #308 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Pursuivant View Post
    Der durchschnittliche Auszahlungspreis (so nennt man den Betrag, den die Molkerei zahlt) für Milch, Fettanteil 3,4 bis 4 Prozent, liegt bei 34,8 Cents pro Kilo.

    Wer weiß denn nicht wohin mit der Kohle? Kleinunternehmer, Handwerker und Mittelständler sind es bestimmt nicht.
    Wer nicht weiß wohin mit der Kohle?

    Die zum Beispiel:

    Sitzt im Bieterkartell und verkauft Deutschland Schulden. Oder anders Formuliert, bedient sich am Deutschen Steuergeld ohne Gegenleistung.

    Wie schlau... ich sage ein Bauer bekommt real 8 Cent pro Liter Milch, da wird sofort nach geblättert und der bekommt von der Molkerei tatsächlich 29 bis 40 Cent pro Liter. Ich hatte mir 38 gemerkt.
    Wie kann ich das nur behaupten?
    Leider braucht eine Kuh zum leben etwas Futter und das kostet alles in allem knapp 30 Cent je Liter Milch, war auch noch in Erinnerung.

    Ich wollte mal herausfinden wie viel Subvention aus Steuergeld in einem Liter Milch steckt.
    Eckdaten 28,4 Milliarden Kilo Milch in Deutschland produziert
    Agrarsubventionen in Deutschland netto 5,4 Milliarden.
    Leider lässt sich da nichts finden.
    Trotz Subvention aus EU Mitteln und Tierquälerei geben Europaweit immer mehr Bauern auf.

    Übrigens ein garantierter Subventionsbetrag an Banken und Superreiche letztes Jahr war 38,1 Milliarden Gesamtausgaben bei der Bundesschuld 2011. Einfach so, vollkommen unnötig.

    Jemand der uns mit Nahrungsmitteln versorgt, den wir also dringend brauchen, der lebt am Rande der Existenz. Jemand der uns betrügt und einfluss nimmt auf unseren Staat, den belohnen wir. Das ist gerecht?
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
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    Hays is offline Last edited by Hays; 05.07.2012 at 19:47.

  9. #309 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Wie schlau... ich sage ein Bauer bekommt real 8 Cent pro Liter Milch, da wird sofort nach geblättert und der bekommt von der Molkerei tatsächlich 29 bis 40 Cent pro Liter. Ich hatte mir 38 gemerkt.
    Wie kann ich das nur behaupten?
    Leider braucht eine Kuh zum leben etwas Futter und das kostet alles in allem knapp 30 Cent je Liter Milch, war auch noch in Erinnerung.
    Wenn du den Gewinn meinst, dann solltest du diesen nicht als Umsatz (er "bekommt") betiteln.
    Das sind völlig unterschiedliche Dinge und wenn du die falschen Termini benutzt, kann man deinen Argumenten nicht folgen.
    Von daher:
    Wie schlau...
    ...wer im Glashaus sitzt...

    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Jemand der uns mit Nahrungsmitteln versorgt, den wir also dringend brauchen, der lebt am Rande der Existenz. Jemand der uns betrügt und einfluss nimmt auf unseren Staat, den belohnen wir. Das ist gerecht?
    Nein. Das ist natürlich nicht gerecht, aber in erster Linie unser aller Schuld, da wir nur das günstigste Fleisch und die billigste Milch kaufen. Den Preisdruck hat der Einzelhandel an die Erzeuger weiter gegeben. Keine schöne Entwicklung und da ist wirklich ein Umdenken bei UNS notwendig.
    Geiz ist eben NICHT geil.
    Balvenie is offline

  10. #310 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Chakykia View Post
    Wenn du den Gewinn meinst, dann solltest du diesen nicht als Umsatz (er "bekommt") betiteln.
    WTF? Gewinn ist das was über bleibt nach Abzug ALLER Kosten. Nur weil die Kuh noch lebt, hat der Bauer von den besagten 8 Cent jede Menge andere Kosten zu bezahlen, erst dann was am Ende übrigbleibt, davon kann er sich sein Brot kaufen.

    Umsatz ist das was er von der Molkerei nominal für die Milch bekommt nicht was er real über hat. Spar dir bitte deine Belehrungsversuche, wenn sie dann auch noch falsch sind, ist das doch peinlich.

    Quote Originally Posted by Chakykia View Post
    Von daher: ...wer im Glashaus sitzt...
    Dann hat es aber geklirrt bei dir. Lass doch solchen Blödsinn.


    Quote Originally Posted by Chakykia View Post
    Nein. Das ist natürlich nicht gerecht, aber in erster Linie unser aller Schuld, da wir nur das günstigste Fleisch und die billigste Milch kaufen.
    Sicher dann erst mal eine Generalschuld aussprechen. Wenn generell alle Schuld sind, dann fällt die schwere der Schuld von einer kleinen Verbrecherklique nicht weiter auf, recht so?
    Wenn alle Schuld sind, ist keiner Schuld und so kann es weitergehen wie gehabt.

    Wer mehr als genug Geld hat, der braucht nicht im Supermarkt nach zusammengeklebten Gammelfleisch mit rotem Preis ausschau halten, oder 45 Cent Milch aus vereiterten Eutern trinken.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-831023.html


    Quote Originally Posted by Chakykia View Post
    Den Preisdruck hat der Einzelhandel an die Erzeuger weiter gegeben.
    Wo kommt der Preisdruck letztlich her? Siehe Thema warum brauchen wir Wirtschaftswachstum.

    Quote Originally Posted by Chakykia View Post
    Keine schöne Entwicklung und da ist wirklich ein Umdenken bei UNS notwendig.
    Geiz ist eben NICHT geil.
    Stimmt zwar ist trotzdem eine Fehlanalyse und somit ein Trugschluss. Wir, die kleinen Verbraucher können nicht umdenken. Siehe USA die sind schon viel weiter vor ran geschritten mit ihren Konsumenten.
    Der Fehler liegt nicht dort, wo man ihn sofort sucht.

    Es ist ein Kreislauf, eine Spirale, die wird eben aus kapitalistischen Gründen immer weiter nach unten gedreht ins Abwärts.

    Wenn ein Kind aus Bombay für eine Hand voll Reis Deutsche Gartensteine zurecht kloppt und ein paar Arschlöcher dadurch Reich werden können, dann nutzt es auch nichts das gesagt wird, wir jammern auf hohem Niveau.
    Uns gehts noch zu gut usw. Das Kind kloppt die STeine aus wirtschaftlicher Not, auf geheiß der Eltern, damit die Familie überlebt.
    Warum kann die Familie nicht für sich selbst sorgen?
    Landflucht...
    der Vater war Milchbauer und kann gegen die EU Subvention das die Deutsche Milch in Indien 30 Cent kostet nicht bestehen. Seine Mlich hat einen Herstellungspreis von 40 Cent.
    „Jeder Geldforderung in der Wirtschaft entspricht logischer Weise eine gleichhohe Geldverpflichtung, eine Schuld ... und es ergibt sich die verblüffende Gleichung: die Summe aller Schulden entspricht der Summe allen Geldes.“
    Für echte Demokratie in Deutschland! Artikel 146 GG macht es möglich.
    Hays is offline Last edited by Hays; 05.07.2012 at 20:44.

  11. #311 Reply With Quote
    Feind von neun Welten  Sergej Petrow's Avatar
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    Bei Agrarwerten gab es bisher eine andere Rangehensweise. Man wollte Güter in Überfluss und zwar so viel, dass es keinerlei Verknappungen gibt.

    Vorteil dieser Variante: Es ist immer genug da. Es gibt keine Verknappungen.
    Nachteil dieser Variante: Es ist viel zu viel da. Eben eine Überproduktion.

    Die EU wird so nach und nach die Subventionen streichen. Das ist ja bereits abgemachte Sache. Das wird dazu führen, dass mehr nach Bedarf produziert wird oder besser gesagt, es wird vermutlich sehr knapp kalkuliert. Da werden dann auch höhere Preise kommen.

    Ich persönlich finde die Überproduktion besser. Klar, Butterberge usw. sind nicht gerade was tolles. Aber das ganze hatte schon einen Sinn. Nämlich das jeder Bürger nicht an den Grundnahrungsmitteln zu knapsen hat. Wenn ich mir überlege Butterberge oder an Nahrungsmitteln knapsen, dann nehme ich lieber den Nachteil der Butterberge in kauf.

    Zum zweiten, was Indien oder so betrifft. Ja, es ist nicht schön, dass dort Hungerlöhne existieren. Aber man sollte schon sehen, was dort passiert. Indien, Brasilien, China usw. werden den gleichen Weg wie Südkorea gehen. Südkorea war mal ein Billiglohnland, ein Schwellenland. Das schöne ist aber, dass sie bei einer stabilen politischen Sitation das ganze entwickeln wird. Im Vergleich dazu viele afrikanische Länder, wo nur minimal Firmen bereit sind, zu investieren und sie deshalb wirtschaftlich keine Geige spielen. Indien, China und Brasilien spielen schon jetzt wirtschaftlich sehr gut mit und davon bekommen auch die Bürger ihren Teil ab. So ist der Kreislauf.
    Sergej Petrow is online now

  12. #312 Reply With Quote
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    WTF? Gewinn ist das was über bleibt nach Abzug ALLER Kosten. Nur weil die Kuh noch lebt, hat der Bauer von den besagten 8 Cent jede Menge andere Kosten zu bezahlen, erst dann was am Ende übrigbleibt, davon kann er sich sein Brot kaufen.
    Genau das habe ich doch geschrieben. Nur hast du das vorher verwechselt.

    Und dies hier hast du geschrieben:

    In der Realität bekommt ein Bauer 8 Cent für den Liter Milch.
    Das wäre Umsatz.
    Eigentlich bin ich nicht so haarspalterisch, aber wenn du mir deine Fehler/Verwechslungen unterschieben möchtest, finde ich das nicht so nett.
    Balvenie is offline

  13. #313 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Hays View Post
    WTF? Gewinn ist das was über bleibt nach Abzug ALLER Kosten. Nur weil die Kuh noch lebt, hat der Bauer von den besagten 8 Cent jede Menge andere Kosten zu bezahlen, erst dann was am Ende übrigbleibt, davon kann er sich sein Brot kaufen.

    Umsatz ist das was er von der Molkerei nominal für die Milch bekommt nicht was er real über hat. Spar dir bitte deine Belehrungsversuche, wenn sie dann auch noch falsch sind, ist das doch peinlich.
    Genau! Betriebswirtschaftlich ist ein Gewinn von 8 Cents (wären ungefähr 18 Prozent vom Umsatz) schon recht ordentlich. Können die meisten Betriebe nur von träumen.
    Falsch, wenn 8 Cents übrigbleiben, dann ist es Gewinn und es müssen davon keine Kosten mehr bezahlt werden, außer vielleicht Steuern. Vielleicht solltest Du mal versuchen wirtschaftliche Begriffe auseinander zu halten.



    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Sicher dann erst mal eine Generalschuld aussprechen. Wenn generell alle Schuld sind, dann fällt die schwere der Schuld von einer kleinen Verbrecherklique nicht weiter auf, recht so?
    Wenn alle Schuld sind, ist keiner Schuld und so kann es weitergehen wie gehabt.

    Wer mehr als genug Geld hat, der braucht nicht im Supermarkt nach zusammengeklebten Gammelfleisch mit rotem Preis ausschau halten, oder 45 Cent Milch aus vereiterten Eutern trinken.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...-a-831023.html



    Wo kommt der Preisdruck letztlich her? Siehe Thema warum brauchen wir Wirtschaftswachstum.


    Stimmt zwar ist trotzdem eine Fehlanalyse und somit ein Trugschluss. Wir, die kleinen Verbraucher können nicht umdenken. Siehe USA die sind schon viel weiter vor ran geschritten mit ihren Konsumenten.
    Der Fehler liegt nicht dort, wo man ihn sofort sucht.

    Es ist ein Kreislauf, eine Spirale, die wird eben aus kapitalistischen Gründen immer weiter nach unten gedreht ins Abwärts.
    Was haben die Discounter damit zu tun? Wie Chakykia bereits gesagt hat, ist es die Mentalität des Verbrauchers, wie sie uns täglich durch dei Medien eingehämmert wird. Alles darf nichts mehr kosten, Hauptsache es ist noch genug Knete übrig um völlig sinnfreie Bedürfnisse zu befriedigen. Gehe zum Metzger Deines Vertrauens und Du wirst noch gute Qualität bekommen, aber sehr wahrscheinlich bist Du nicht bereit für 400 Gramm Fleischwurst 5 Euro zu bezahlen, wenn sie doch bei ALDI nur 1,99 kostet.
    Und genau das ist der Grund für den Preisdruck.

    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Wenn ein Kind aus Bombay für eine Hand voll Reis Deutsche Gartensteine zurecht kloppt und ein paar Arschlöcher dadurch Reich werden können, dann nutzt es auch nichts das gesagt wird, wir jammern auf hohem Niveau.
    Uns gehts noch zu gut usw. Das Kind kloppt die STeine aus wirtschaftlicher Not, auf geheiß der Eltern, damit die Familie überlebt.
    Warum kann die Familie nicht für sich selbst sorgen?
    Landflucht...
    der Vater war Milchbauer und kann gegen die EU Subvention das die Deutsche Milch in Indien 30 Cent kostet nicht bestehen. Seine Mlich hat einen Herstellungspreis von 40 Cent.
    Wer sind denn die Arschlöcher? Es sind Inder, die Arbeiter in Abhängigkeit halten und ausbeuten. Leider ist das wahr, auch wenn es nicht in Dein Weltbild passt.
    Glaubst Du eigentlich wirklich was Du so schreibst? Milch nach Indien exportieren? Sehr wahrscheinlich in Kühlschiffen? Und die Kühlkette wird natürlich eingehalten bis zum Einzelhandel in Mumbai!!!
    Indien ist selbst der größte Milchproduzent der Welt, produziert mehr Milch als USA und EU zusammen. Deine Zahlen sind - wie immer - völlig aus der Luft gegriffen, ohne reale Basis.
    Milch wird in der EU nicht subventioniert, Rinder werden es. Jedes Rind wird jährlich mit ca. 400 Euro subventioniert. Selbst wenn die Milch subventioniert würde, stimmen Deine Zahlen einfach nicht. Eine durchschnittliche Kuh gibt 50 Liter Milch pro Tag, die Subvention beträgt 1,10 Euro.
    Indien ist mittlerweile auf den Agrarsektor weitestgehend autark, da passt der Kleinbauer, der gerade sein Familie durchbringt, nicht mehr ins Bild.
    Pursuivant is offline

  14. #314 Reply With Quote
    Ritter The Mummy's Avatar
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    Quote Originally Posted by Pursuivant View Post
    Was haben die Discounter damit zu tun? Wie Chakykia bereits gesagt hat, ist es die Mentalität des Verbrauchers, wie sie uns täglich durch dei Medien eingehämmert wird. Alles darf nichts mehr kosten, Hauptsache es ist noch genug Knete übrig um völlig sinnfreie Bedürfnisse zu befriedigen. Gehe zum Metzger Deines Vertrauens und Du wirst noch gute Qualität bekommen, aber sehr wahrscheinlich bist Du nicht bereit für 400 Gramm Fleischwurst 5 Euro zu bezahlen, wenn sie doch bei ALDI nur 1,99 kostet.
    Und genau das ist der Grund für den Preisdruck.
    Stimmt....mit Einschränkung. Einen Teil der Schuld tragen hier auch die Erzeuger/Hersteller/"Inverkehrbringer"/whatever, die sich, um höhere Absatzzahlen zu erreichen, von den Discountern Preise bzw. Einkaufskonditionen diktieren lassen.

    Ein kleiner örtlicher Fachhändler hat dadurch praktisch kaum noch eine Chance, am Wettbewerb teilzunehmen.

    Die Folge sehe ich tagtäglich in dem kleinen Ort, an dem ich zur Zeit - noch - meinem Gewerbe nachgehe. Die einzigen Unternehmen, die hier, bis auf wenige Ausnahmen, noch vorhanden sind sind vier Supermärkte. Ansonsten viele leerstehende Ladenlokale. Bizarr dabei ist das Stöhnen der Anwohner: "Wir haben ja hier nix!!!"
    The Mummy is offline

  15. #315 Reply With Quote
    Ritter Hays's Avatar
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    Quote Originally Posted by The Mummy View Post
    Bizarr dabei ist das Stöhnen der Anwohner: "Wir haben ja hier nix!!!"
    Jop dieses Dreigestirn ist überall zu finden. Die Leute haben aber Recht. Die haben keine Wahl.

    Entweder du gehtst zu Lidl,Penny, Kick
    oder
    zu Aldi,real& Co.
    Dann gibt es noch E-Neukauf, Globus, Marktkauf, Kaufland die als alles in eins Discounter daherkommen.

    Es ist auch nicht allein der Preis. Zwischen Marktkauf und Aldi liegen manchmal mehr als 100% Preisunterschied.

    Sieht man sich die Konsumenten an, kann man am Fuhrwerk und Kleidung erkennen, warum die einen bei Marktkauf/E-Neukauf und die Anderen Lidl/Aldi einkaufen.

    Aber alle kaufen beim Discounter. Es etablieren sich Bioläden, deren Produktpalette ist einfach zu stark begrenzt und die bezahlen ihre Mitarbeiter mies obwohl die guten Umsatz machen.

    @
    Pusiuvant

    Lenk nicht ab, und unterlasse solche Unterstellungen, wenn du es so dringend willst bitte:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)




    Die Kostenvergleichsrechnung ist ein Verfahren der Investitionsrechnung und dient zum Vergleich mehrerer Investitionsalternativen. Hierbei werden die Gesamtkosten der Alternativen ermittelt und die kostengünstigste ausgewählt.
    Vergleiche Umfang deiner Rechung mit der im Link. Deine Darstellung ist einfach ungenügend, ich erkenne aber an das du stets bemüht bist mir Fehler anzudichten.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gewinn-...erlustrechnung
    Genau kann der Bauer seine Kosten hiermit kalkulieren:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Vollkostenrechnung

    Du unterstellst schlicht, das Umsatz(Erlös) 38 Cent minus 30 Cent Futterkosten = Gewinn ist. Das ist falsch weil die 30 Cent Futterkosten für die Kuh, nur eine Position ist, an Kosten, welche für den Bauer anfallen.

    Wenn du Unternehmer sein wolltest, wärst du schon längst Pleite.

    Quote Originally Posted by Chakykia View Post
    Eigentlich bin ich nicht so haarspalterisch, aber wenn du mir deine Fehler/Verwechslungen unterschieben möchtest, finde ich das nicht so nett.
    Direkter geht es nicht. Du kaufst dir Bildung für 5000 € und verkaufst sie für 5500 € dann hast du 500 € durch deine Bildung erzielt oder bekommen. Das du noch weitere Kosten hast schließt aus, das du die 500 € als Gewinn definierst. Hast du keine weiteren Kosten, dann hast du 500 € Gewinn vor Steuern.
    Eben was soll die Haarspalterei, kommt nicht von mir und du bist wohl derjenige welcher jede Kleiigkeit auf die Goldwaage legt und mir daraus Fehler postuliert.

    Siehe Diskussionverlauf, ich schreib was und Belege es. Du behauptest es ist falsch und belegst es nicht. Ich rechtfertige mich und du unterstellst und behauptest erneut usw.
    Zerreden nennt man das und diskreditieren. Ist einfach Zeitraubend, wird von den Mods nicht geahndet, unterlasse es bitte trotzdem.
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    Hays is offline Last edited by Hays; 06.07.2012 at 18:44.

  16. #316 Reply With Quote
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    Das ist doch Quatsch 15 Euro Futterkosten pro Tag, pro Kuh. Ist mir nicht bekannt, dass Kühe Kaviar fressen.

    Ein Kuh verursacht um die 3 Euro Futterkosten pro Tag. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Bauer verdient zwischen 9 und 11 Euro pro Tag an jeder Milchkuh. In den Futterkosten sind bereits alle Kosten für Diesel, Strom usw. schon enthalten.
    Pursuivant is offline

  17. #317 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Hays View Post
    Siehe Diskussionverlauf, ich schreib was und Belege es. Du behauptest es ist falsch und belegst es nicht. Ich rechtfertige mich und du unterstellst und behauptest erneut usw.


    Bei so viel Dumm-Dreistigkeit fällt mir echt nichts mehr ein.
    Ich habe dich auf deinen Fehler hingewiesen; dann, nachdem du einfach das Gegenteil behauptest, anhand von Zitaten bewiesen und dann drehst du das schon wieder um?

    Im Übrigen warte ich eigentlich noch immer auf den Hinweis, was Lohnkalkulationen und Schwerlastkrane mit Gerechtigkeit zu tun haben.
    Aber ganz ehrlich: ich will es gar nicht mehr wissen.
    Das ist mir schlichtweg zu blöd.

    Selbstverständlich steht dir der Weg frei, meine Beiträge durch den "Melden-Button" bei der Moderation zu melden.

    Ein schönes Leben noch in Absurdistan.
    Balvenie is offline

  18. #318 Reply With Quote
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    Es gibt den Deckungsbeitrag, der nach Abzug aller Kosten, die sich dem einzelnen Tier zuordnen lassen (Futter, Tierarzt), für die Fixkosten zur Verfügung steht. Der liegt pro Tier und Jahr so in der Größenordnung von 2000€. Die Fixkosten können sehr unterschiedlich sein, je nachdem wie der Betrieb aufgebaut ist.
    Der Erzeugerpreis (das, was der Bauer erhält) liegt bei knapp über 30 Cent/kg und bei Biomilch bei knapp über 40 Cent. Die Futterkosten liegen so um die 11-14 Cent/kg, je nachdem was gefüttert wird.
    Quelle: befreundeter Bauer.

    Was man bei einem Milchviehbetrieb als Reingewinn bezeichnen kann, lässt sich nicht so einfach sagen. Viele werden noch als Familienbetriebe geführt. Da wird weder die Arbeitsstunde jedes Familienmitglieds berechnet, noch weiß man so genau, was die Erzeugung von Grundfutter (Silage) auf den eigenen Flächen insgesamt kostet. Der Bauer bekommt nicht nur pro Tier Zuschüsse, sondern auch pro ha Grünfläche, die er bewirtschaftet.
    Je nach Haltungssystem hat man auch zusätzliche Einnahmequellen wie etwa Kälber, die im Sommer draußen geboren werden und geschlachtet werden können. Das würde bei Laufstallhaltung oder Anbindehaltung entfallen. Dafür hätte man da weniger Energieverbrauch und höhere Milchleistung. Das Gras ist auch nicht überall gleich gut, was die Kosten pro Liter ebenfalls beeinflussen kann.
    Zudem müssen viele Betriebe regelmäßig den Bestand erweitern um wirtschaftlich zu bleiben. Dabei geht schon ein Großteil des Gewinns drauf.

    Auch bei einem guten Betrieb wäre der Stundenlohn natürlich miserabel, wenn man ihn ausrechnen würde, aber es lässt sich trotzdem normalerweise ganz gut davon leben.
    nagetier is offline

  19. #319 Reply With Quote
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    Tja, dann wissen wir alle, woher der Begriff "Milchmädchenrechnung" kommt. Ich meine, so eine Kuh ist ja auch nichts für den "Hausgebrauch", da sie ja schon recht hohe Kosten verursacht, insbesondere bei der Behandlung durch einen Tierarzt, der aus zig Gründen viel mehr Geld verlangt als bei der Behandlung eines Hundes oder einer Katze.
    http://forum.worldofplayers.de/forum/Es lebe die Vernunft. Aber ich lebe lieber unvernünftig!

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    Lemimus is offline

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    Quote Originally Posted by Lemimus View Post
    Tja, dann wissen wir alle, woher der Begriff "Milchmädchenrechnung" kommt. Ich meine, so eine Kuh ist ja auch nichts für den "Hausgebrauch", da sie ja schon recht hohe Kosten verursacht, insbesondere bei der Behandlung durch einen Tierarzt, der aus zig Gründen viel mehr Geld verlangt als bei der Behandlung eines Hundes oder einer Katze.
    Rinder hält man artgerechterweise in einer Herde und nicht einzeln. Reizvoll wäre es aber schon, sich so ein Vieh auf den Balkon zu stellen. Es kann immerhin Unkraut in Milch verwandeln. Hunde und Katzen sind dagegen völlig nutzlos.
    nagetier is offline

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