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  1. View Forum Posts #1
    Ehrengarde Nigel Ascan's Avatar
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    Argaan
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Nigel Ascan is offline

    Setarrif #25

    Mit hochgezogenen Augenbrauen sah Nigel die Schwarzhaarige an. Er war erstaunt, sie schon wieder zu sehen. Entweder hatte er wirklich gebummelt auf dem Weg nach Setarrif oder er war nicht der einzige gewesen, der sich gleich nach dem Kampf gegen das Banditenpack aufgemacht hatte. Oder Stella kannte einfach einen Weg, der weitaus kürzer war als der, den Nigel gegangen war.

    Seit einigen Tagen war Nigel wieder in der Stadt und er fühlte sich äußerst wohl. Er hatte wieder sein Zimmer in der Akademie bezogen, hatte sich um die Belange der Söldner gekümmert und war so gut wie jeden Abend in der Taverne seines Vertrauens gewesen. So auch an diesem Abend und nun stand die junge Schwarzhaarige vor ihm. Natürlich konnte sie sich zu ihm setzen.

    Während sie sich ihren Becher bestellte, orderte er ein neues Bier. Dann musterte er sie einen kurzen Augenblick und erinnerte sich an die Situation auf dem Schiff, wo er ein erstes Mal mit ihr sprach. Er hatte ihr etwas versprochen und dies auch nicht vergessen. Aber dazu später mehr.

    » Seit wann bist du wieder in der Stadt? Wie geht es dir? Wo sind die anderen? «
    platzte er schließlich einfach mit den Fragen heraus, die auf seiner Zunge brannten.

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    Provinzheld Stella Lestrange's Avatar
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    Stella Lestrange is offline
    ,,Nun mal ganz langsam.“, lachte Stella und nippte an dem Becher Met, den man ihr gerade gebracht hatte. Und schließlich antwortete die junge Frau:,, Ich bin seit einigen Tagen schon wieder in der Stadt.“ Sie nahm einen weiteren Schluck und fuhr fort:,, Aber an sich geht es mir gut, ich habe einen netten Mann kennengelernt.“ Diesmal lag in ihrer Stimme viel liebe zu Zärtlichkeit. Sie wurde schlagartig ein wenig rot und merkte an:,, Und um auf deine Frage zurück zu kommen wo die anderen sind, muss ich zugeben das ich keine Ahnung habe. Ich bin gleich nach dem Kampf sofort aufgebrochen um so schnell wie möglich nach Setarrif zu kommen.“

    Nach einiger Zeit fragte Stella:,, Und wie ist es dir so ergangen? Und was hast du alles so gemacht in der Zeit wo wir getrennte Wege gegangen sind?“ Sie war nun unglaublich neugierig geworden und lehnte sich leicht nach vorne um ihm besser zuhören zu können. Nach einem weiteren Schluck musste sie anfangen zu grinsen und wartete gespannt ab.

  3. View Forum Posts #3
    Ehrengarde Nigel Ascan's Avatar
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    Aug 2006
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    Argaan
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Nigel Ascan is offline
    Nigel lachte augenblicklig. Die Frage war lustig, wenn man die Antwort bedachte.

    » Nunja. Ich hab mich auch direkt auf den Weg gemacht. Bin über Thorniara hierher gekommen. Ein bisschen im Feindgebiet gucken, was da so los ist. Aber wirklich ergiebig waren meine Beobachtungen auch nicht. Ich wollte auch so schnell wie möglich wieder in Setarrif ankommen. « gab er zu.

    Dann besah er sich erneut der jungen Schwarzhaarigen. Sie hatten einen jungen Mann kennengelernt, hatte sie erzählt. Und sie wurde rot dabei. Also stellte sich Nigel vor, romantisches Interesse für diese Frau aufzubringen. Es fiel ihm jedoch ein wenig schwer, aber das war generell mit erotischem Interesse so bei ihm. Also schüttelte er den Gedanken von sich.

    » Ich hab' dir doch gesagt, dass ich dir helfen kann. Ich habe gesehen, dass du dich verteidigen kannst, ja, sogar kämpfen. Wenn du möchtest, kannst du dich ab sofort Söldnerin nennen und die Vorteile genießen. Du müsstest lediglich ab und an zu mir kommen, falls ich Aufgaben für dich habe. Aber ich lass dir da einen gewissen Freiraum. Bist du damit einverstanden?! Auf jeden Fall bist du dadurch vor deinem Vater geschützt, da wir nicht zusehen werden, wenn einer unserer Kämpfer unnötige Probleme. « sprach Nigel in aller Ruhe.

    Stella war eine gute Wahl, da man sie sehr schnell unterschätzen würde. Darauf wollte Nigel im Kampf gegen die Besatzung aus Myrtana nicht verzichten. Genug Männer für die erste Reihe gab es, aber Stella war wirklich keine schlechte Ergänzung.

  4. View Forum Posts #4
    Provinzheld Stella Lestrange's Avatar
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    Stella Lestrange is offline
    Ob sie Söldner werden wollte? Das Angebot klang durch aus verlockend und bot ihr auch ein ganze Menge. Mal von dem Geld abgesehen das sie bestimmt verdienen würde und von dem Freiraum den sie für Abaddon nutzen konnte. Sie nickte:,, Ja ich werde mich euch anschließen, das Angebot klingt sehr Vielversprechend.“

    Sie nahm einen weiteren Schluck vom Met und dachte nochmal an Nigels Worte. Endlich brauchte sie keine Angst mehr vor ihrem Vater zu haben. Nun konnte sie sich zumindest hier in Setarrif ganz unbeschwert bewegen. ,,Das Angebot kam auch zu einem recht günstigen Moment.“, lächelte die Adlige. ,,Es sind bereits Männer meines Vaters in der Stadt die nach mir suchen. Entweder töten sie mich auf der Stelle oder versuchen mich gefangen zu nehmen.“, meinte die Schwarzhaarige und wirke nun etwas erleichtert.

    Schließlich stand sie auf und verneigte sich:,, Vielen Dank, ich stehe in eurer Schuld.“ Dann lächelte sie Nigel noch einmal zu und verließ die Taverne mit schnellen Schritten. Sie war schon zu lange dort geblieben und Abaddon machte sich mittlerweile bestimmt auch schon sorgen. So machte sich die junge Frau auf den Weg nach Hause.

  5. View Forum Posts #5
    Ehrengarde Nigel Ascan's Avatar
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    Aug 2006
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    Argaan
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Nigel Ascan is offline
    Er seufzte und rollte mit den Augen, während er Stella hinterher sah, wie sie die Taverne verließ. Diese Höflichkeitsfloskeln, wie er sie überhaupt nicht brauchte. Er war kein Graf oder Fürst, er war nur ein einfacher Fischerssohn.

    Aber für Stella stellte er wohl so etwas wie eine Respektsperson dar, so wie Raad, Leiter der Akademie, für ihn. Er merkte, wie albern das war und nahm einen Schluck Bier. Dann dachte er über das nach, was die Schwarzhaarige ihm noch gesagt hatte. Er würde ein paar Männer dafür abstellen, diese Männer zu suchen. Stella war jetzt eine von ihnen, da war das eine Selbstverständlichkeit.
    Da es sie aber nicht weiter beeindruckte, verschob der Söldnerführer allerdings auf den nächsten Tag.

    Beschäftigungslos sah er sich in dem gut gefüllten Schankrau um, fand jedoch nichts, was seine Aufmerksamkeit gewinnen konnte. So trank er sein Bier aus, legte das nötige Gold neben den leeren Krug und verließ das Wirtshaus. Er wollte noch eine kleine Runde durch die Stadt drehen, ehe er in die Akademie zurückkehren würde.

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    Schmetterling  Redsonja's Avatar
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    überall und nirgendwo
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Redsonja is offline
    Redsonja schaute ihre Schülerin einen langen Moment an, dann lächelte sie unvermittelt und schüttelte schlussendlich den Kopf.

    "Ich bin Söldnerin. Da weiss man nie auf welcher Seite man stehen wird und wer einem ins Auge blickt. Es ist also unvorsichtig jemanden, den man nicht einschätzten kann zu gut auszubilden."

    Entgegnete sie auf Myras Frage hin. Ihre Stimme, klang heiter, als würde sie über das Wetter sprechen. Dann blickte sie auf Darjel hinunter. Hoffentlich würde er nicht denselben Beruf wählen und dennoch wäre sie stolz, wenn er eines Tages in ihre Fussstapfen treten würde. Fast seltsam, widersprüchlich, aber so war das Leben nun manchmal.

    "Aber du bezahlst und da ich für Bezahlung kämpfe, ist das eigentlich unerheblich."


    Schloss sie und erhob ihre Stöcke erneut.

    "Noch andere Dinge von denen du Mass brauchst und weisst du schon, wie das Kleid aussehen wird?"

  7. View Forum Posts #7
    Krieger Madlen's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Madlen is offline
    Leichter Nieselregen fiel, leise tropfend, auf die Erde. Er überzog das ganze Land mit einem feuchten Film, der sich an Blättern, Steinen oder Dächern zusammenfand und dann weiterfloß, sich mit Anderen zusammenschloss und zu einem kleinen Rinnsal wurde.
    Regen! Er hatte etwas Neues an sich, etwas unverdorbenes! Es war, als würde die Erde gewaschen werden und mit ihr all der Dreck, der sich seit dem letzten Regen angesammelt hatte. Es war so, als wollte die Erde wieder sauber werden, als wollte sie sich reinwaschen! Wenn das doch so leicht auch für Lebewesen wäre.
    Doch dem ist leider nicht so! Kein Lebewesen, das auch nur die geringste Spur von einem Verstand besitzt, nicht das unbedeutendste Gänseblümchen, nicht der hochentwickeltste Mensch! In diesem Punkt waren alle Lebewesen gleich: Niemand konnte seine Vergangenheit auslöschen. Man konnte sie verdrängen, verbergen hinter einer Tür und den Schlüssel wegwerfen…doch irgendwann gibt selbst eine Tür aus Diamant nach und alle Erinnerungen strömen mit einer Gewalt zurück, dass niemand sie aufhalten kann! Man kann der schnellste Läufer der Welt sein, die eigene Vergangenheit ist immer schneller!
    Deshalb war Regen etwas Heiliges, etwas Besonderes! Wenn es regnete, konnte man alles vergessen! Man konnte einfach nur dasitzen, in die Ferne starren und dem Regen beim Fallen auf die Erde zusehen. Immer und immer wieder…wenn man sogar genau hinsah, konnte man feststellen, dass nie auch nur ein einziger Tropfen auf derselben Stelle landete, doch sie hatte den unbändigen Drang sich zu einem großen, schweren Tropfen zu vereinen, nur um dann von einem Blatt herunterzufallen und in einem Rinnsal oder einer Pfütze zu landen und mit anderen Tropfen sich zu vereinen. Es war ein Wunder der Natur! Ein Brunnen des Vergessens! Eine Quelle der Erfrischung für Körper, Geist und Seele!
    Selbst in der Stadt, wo das Verdorbene und Unheilige schlimmer war als irgendwo anders.
    Obwohl Madlen vor lauter Muskelkater kaum gehen konnte – sie hatte es mit dem Training übertrieben – wanderte sie durch die Gassen und Straßen von Setarrif, vorbei an Häusern und Geschäften. Doch darauf achtete sie nicht. Sie konzentrierte sich vielmehr darauf, wieder ihre Gedanken zu sortieren und die erste Stufe des Resol'nare zu trainieren, damit sie nicht den ganzen Tag nichts tat.
    Ein einfacher Gedanke…er frisst sich in dein Bewusstsein und du bekommst ihr nicht mehr weg. Totale Leere, bis auf diesen einen Gedanken. Er bearbeitet, malträtiert dich, foltert dich und du kannst nichts machen. Bis zum Schluss. Gefangen im eigenen Körper, nur der Tod ist der einzige Ausweg. Aber er darf nicht von selbst gewählt werden. Er muss durch die Hand eines anderen erfolgen. Sonst wird man gefoltert bis auf Ewigkeit. Ein Gedanke…er zerstört ein Leben, zerstört deine Zukunft, deine Gegenwart, deine Vergangenheit…und trotzdem brauchst du ihn, er ist ein Teil von dir ohne den es nicht mehr geht…doch woher kommt dieser Gedanke? Woher, hat ihn dir jemand eingetrichtert, dorthin gezaubert oder war er schon immer dort? Ein einfacher Gedanke…so tödlich wie eine Armee von hunderttausend Soldaten. Ruhig…uns so schnell wie eine Schlange. Verborgen…und doch so offensichtlich wie ein Wal in den Meeren.
    Madlen erlebte diesen ganzen Gedankengang als Unbeteiligte. Das war es, wenn man die erste Stufe gemeistert hat. Man musste seine ganzen Gedanken als Dritte Person sehen und hören können und trotzdem noch auf seine Umwelt achten können. Doch für heute war es genug, schnell schritt die junge Frau in die Taverne, streifte ihre Kapuze zurück und bestellte etwas zu essen und zu trinken.
    Der Regen fiel weiterhin leise tropfend auf das Dach und wusch die Sünden der Welt davon! Der Wind pfiff draußen um das Gebäude, säuselte aber gleichzeitig friedlich vorbei und trug alle Sünden mit auf seinen Weg…das Tröpfeln von den Dächern wirkte sich angenehm auf das Befinden eines jeden aus, der in einem Zimmer davor geschützt war…ein Neuanfang für alle! Ob richtig oder nicht…niemand wusste es! Doch der Wechsel der Zeit war angebrochen, genauso wie der Regen weiterhin vom Himmel fiel! Niemand würde sich dem entziehen können…selbst wenn man seinen Vergangenheit hinter eine Diamanttür verschließt…irgendwann holt sie einen ein und dann nur umso heftiger und schmerzvoller…doch dieser Tag war noch weit entfernt…weit hinter einen dicken Schicht Wolken, die den reinen Regen brachten und mit ihm kam die frische Luft, ein neuer Wind…ein Wind, der den Wechsel, die Veränderung bringt…

  8. View Forum Posts #8
    Schwertmeister Sarpedon's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Sarpedon is offline
    Manchmal war Scorchal da und manchmal blieb er weg. So waren sie seine Gehilfen. Alle ausser Haris, der sich immer wieder in die Taverne verirrte. Das letzte Mal lag allerdings auch schon wieder ein Weilchen zurück. Was er wohl machte? Wie es ihm bei den Abenteuer ergangen war? Er hatte gar nicht erzählt. Er erzählte allgemein nicht viel, dabei war Sarpedon wider erwarten ein ganz guter Zuhörer. Und Balthur? Fragte er sich dann? Hatte er es geschafft zu entkommen, würde er sich rächen?

    Es war alles ein Spiel. Das Leben. Er würde dennoch auf der Hut sein. Mit diesen Gedanken wischte der Wirt über die Tische, schrubbte sie richtig sauber und machte sich dann daran seinen Eintopf zu kochen.

    Da trat ein Mann ein. Er war schon des Öfteren in der Taverne gewesen, nicht speziell auffällig, aber auch nicht gerade unscheinbar. Der Name wollte dem Wirt aber nicht mehr einfallen. Er beäugte ihn.
    "Ein Bier."
    "Kommt gleich."

    Begann das Gespräch.
    "Du bist Sarpedon oder?"
    "Ja, die meisten nennen mich so."
    "Gut."
    "Was willst du?"
    "Ich möchte dir eine Geschichte erzählen. Aber nicht jetzt. Morgen oder übermorgen."

  9. View Forum Posts #9
    Veteran Aaron's Avatar
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
    Aaron is offline
    Grüner Rasen war etwas furchtbar spannendes. Ja da waren die einzelnen Grashalme die ganz individuell aus dem Boden hervortraten und sich der Sonne entgegen streckten. Ein jeder konnte etwas eigenes darstellen. Vielleicht stand ein Grashalm für die Standhaftigkeit, war deshalb besonders breit, der nächste stand für Würde und war besonders gerade, der dritte für die Lebensfreude und war... ähm... besonders.... grün?

    Doch das war nicht das einzige, was Aaron auf der Reise auffiel. Da gab es auch noch die Fussel in seinem Auge, die ab und an in dem inzwischen verschwundenen Sonnenlicht aufgeblinkt hatten. Schon sehr interessant das ganze. Zuweilen hingen sie direkt vor der Pupille, dann wurden sie wieder verschoben. Komische Sache...

    Doch da war Setarrif.... die Stadt der weißen Tapeten - oder hieß das anders, wenn das außen war? Hieß das überhaupt Tapeten? Gab es überhaupt Tapeten? Ja das waren wohl die Fragen, die einen Anreisenden beschäftigen konnten, wenn er den ersten Blick auf diese Stadt warf - so nicht Aaron. Der war verwundert ob der Pracht, die die Bauten schon von Ferne ausstrahlten. In Thorniara redete man viel von den Bewohnern dieser Stadt und dabei selten... beziehungsweise nie gutes, doch von der Stadt - da sprach keiner.

    Ein gutes Stück vor dem Tor hielt Keala auf einmal an. Es wär ja auch zu schön gewesen, wenn ihr nicht mal wieder eine 'tolle' Aufgabe eingefallen wäre. Nun durfte Aaron sich also von der Seite an die Torwachen anschleichen.
    Als ob es nicht schon genug Verdacht erregte, dass da einer mit Schwert und Schild allein daher kam - nein nun sollte er auch noch dafür sorgen, dass die Soldaten misstrauisch werden würden. Aaron zumindest hätte wohl einen Ankömmling in Thorniara von oben bis unten durchsucht, wenn dieser sich anschlich und das würde in seinem Fall nicht gut ausgehen.
    Da waren die Briefe von Flarke, die seine Herkunft verrieten, da war die Karte Argaans auf der Notizen verzeichnet waren, die eventuell Auskunft geben konnten und da war Gold. Aber wozu gabs schließlich Joshua?

    Der Kamerad der ersten Rekrutentage wetterte gegen den schweigsamen, nahm aber schließlich alles an sich, so dass Aaron wirklich nur noch Schwert, Schild, Proviant und die Kleidung am Leib hatte. So lies sich das schon eher versuchen.

    So verschwand der Schüler der Körper beherrschenden (und das traf derzeit ja auf mindestens drei Körper zu, denn sowohl Aaron als auch Faren taten eigentlich immer was sie sagte - so war sie also Herrscherin über deren Körper) Keala seitlich des Weges und schlug sich einen Weg zur Mauer durch. Von dort aus ging es wieder in Richtung Tor, bis er die Wachen zu Sehen vermochte. Das konnte wirklich sehr heiter werden.
    Wie war das nochmal? Fuß langsam heben und beim Aufsetzen abrollen? Ja das funktionierte tatsächlich erstaunlich gut, wenn er sich dabei auch recht merkwürdig fühlte. Warum konnte Keala das eigentlich so gut? Womit verdiente sie ihr täglich Brot, wenn sie nicht gerade klotzige Stadtwachen inkognito unterrichtete? Wie eine Jägerin sah sie nun nicht gerade aus und Aaron hatte mal Gerüchte darüber Gehört dass in Schwarzwasser eigentlich nur Flüchtlinge und Verbrecher lebten. Was ging ihn das jedoch an? Nichts... also machte er einfach weiter.

    Die Erde war an der Mauer etwas aufgeschichtet, wohl um die Größe des Walls noch zu steigern und so die Stadt vor möglichen Angreifern zu schützen. Mit inzwischen etwas geschickteren Schritten erklomm der große, wenn auch nicht riesige Mann diesen Erdhügel und schlich nun also so leise wie möglich an der Wand entlang. Noch bekamen die Wachen nichts von Aaron mit, aber noch bekam er auch nicht mehr als ihren Schemen mit.
    Langsam kamen die Schritte näher und... Aaron ruschte mit dem rechten Fuß am Hügel weg, was einen kleinen Erdrutsch auslöste. Wenigstens war die Entfernung noch groß genug. Nun ging es immer dichter heran und der breite Kerl musste nun wirklich auf die Lautstärke seiner Füße aufpassen. Noch zwanzig Schritte.

    Fuß heben, Gleichgewicht verlagern, Fuß elegant nach vorne bewegen und abrollen. Wie rum eigentlich? Hatte Kea erst Hacken oder Zehen aufgesetzte? Jaja... um sowas machte man sich Gedanken - ein wenig fühlte sich Aaron an seine Schwester erinnert, die ihm mal einen Vortrag darüber gehalten hatte, wie man elegant neue Kleider präsentieren konnte. Seine Antwort war gewesen, dass es als Türsteher nicht besonders wirkungsvoll war elegant zu laufen... tja... das hatte er nun davon.

    Aarons Reisegefährten machten ihm die Sache etwas leichter indem sie sich nun auch dem Tor näherten und die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Da kam ihm etwas in den Sinn. Langsam und leise überbrückte er die Schritte zum nächsten Wachsoldaten, wobei dieser ihn mindestens einmal hätte hören können bei dem Knirschen der Steine und klopfte die ihm dann einmal kräftig auf die Schulter, so dass dieser vor Schreck fast umfiel. War wohl in Gedanken der gute.
    "Ich werde dem Hauptmann von Eurer Unachtsamkeit unterrichten." meinte er dann gespielt empört und betrat dann recht schnell die Stadt um dort auf die anderen drei zu warten.

  10. View Forum Posts #10
    Schwertmeisterin Keala's Avatar
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    Kea grinste, als sie sah, wie Aaron sich entfernte. Sie hatte ihm den Auftrag gegeben, sich an eine Stadtwache anzuschleichen, was an sich vermutlich äußerst schwierig war, wenn die Wache kein Hans-guck-in-die-Luft war. Und eigentlich hatte sie die Wachen als solche nicht in Erinnerung. Der meckernde Joshua trug die Sachen, während Faren und Kea schwiegen und das Gemecker ignorierten. Er meckerte nur, weil er es konnte, und wenn er nichts zu meckern hatte, ging es ihm vermutlich auch nicht gut.

    Die drei näherten sich Setarrif, der Stadt mit den goldenen Kuppeln. Bestimmt war das nur irgendein anderes Material, das wie Gold aussah. Kea hatte keinerlei Lust, da hochzuklettern und zu prüfen, ob dem so war, unter der Gefahr, sich alle Knochen zu brechen. Da war es lohnender, in andere Häuser einzubrechen oder so. Zunächst würde sie jedoch den Schlossermeister aufsuchen. Das Trio wurde von den Wachen kurz abgesucht, dann kamen sie in die Stadt hinein und wurden von Aaron empfangen, also hatte er es geschafft. Kea grinste. entweder hatte er geübt, doer die Wache hatte gepennt.

    »Gut, soviel zum Schleichen also. Hm, es ist schon spät, ich sollte lieber vertagen, was ich hier zu erledigen hab. Wir könnten durch das andere Stadttor wieder raus, uns im Dschungel einen umgestürzten Ast suchen und da Gleichgewichtsübungen machen. Oder wir machen heute Abend Pause, mir soll es egal sein«, erklärte sie.

    Am Markt war sicher nichts mehr los, also wären Handschuhe heute nicht zu bekommen, und es war unhöflich, so spät beim Schlosser reinzuplatzen. Um die Schlafplätze konnten sich zur Not auch Joshua und Faren kümmern, un dwenn die nicht wollten, würden sie es später machen oder vor der Stadt lagern. War eh günstiger, und Kea hatte sich an das Schlafen unter freiem Himmel schon gewöhnt.

  11. View Forum Posts #11
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
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    Kaum drin in der Stadt marschierte man schon wieder raus. Den ganzen Kram behielt Joshua - bis auf das Gold. Die Waffen nahm Aaron ebenfalls mit, denn was konnte man schon wissen wem man im Wald so begegnen konnte?

    Natürlich hatte er Kealas Angebot nicht ausgeschlagen, wenngleich er schon überrascht war, dass sie im Mondschein noch balancieren üben wollten.

    Belustigt lächelte Aaron, als der vorhin angeschnauzte Soldat salutierte während er vorbei marschierte. Offenbar hatte er einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Der Wald war finster, aber immer wieder brach auch das silberne Licht zwischen den Ästen der Zweige hindurch und beleuchtete den Boden, so dass die beiden Spätabendlichen Wanderer ihren Weg fortsetzen konnten. Eine Lichtung brachte schließlich das gewünschte und nein... dies war keine natürliche Lichtung. Holzfäller hatten ein Loch in den Wald geschlagen und die Baumstämme aufgeschichtet. Es schien perfekt und so hielten die beiden genau darauf zu.

    "Muss ich irgendwas beachten?"

  12. View Forum Posts #12
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    Aaron schien sie falsch verstanden zu haben, aber das machte ja nichts. Eigentlich hatte sie Setarrif durch das nürdliche Stadttor verlassen wollen, um kein Aufsehen zu erregen - das konnte sie nicht gebrauchen, wenn sie noch einbrechen wollte - aber ihr Schüler war schnurstracks durch das eben genutzte Tor gelatscht. Sie war hinterhergegangen, wenn sie in aller Öffentlichkeit protestierte, brachte das ja noch weniger. Die Gefahr, sich zu verplappern, war zu hoch. Sie hielten auf den Dschungel zu, wo Holzfäller zugange gewesen sein mussten, und Aaron fragte tatsächlich, ob er was zu beachten hätte.
    »Natürlich! Wär ja zu langweilig, wenn nicht!«, lachte Kea und hüpfte auf den Stamm.
    »Die Knie stets leicht beugen - so federst du Druck ab. Den Körper vollständig anspannen, aber nicht verkrampfen. Beim Ausweichen leitest du den Druck über den Fuß nach unten ab. Achte einfach nicht darauf, dass es affig aussehen könnte, was wir hier machen.«
    Sie gab ihm einen Wink, auf den Stamm zu kommen, dann begutachtete sie seine Körperhaltung. Anschließend zeigte sie ein paar Übungen, die Nigel ihr vor nicht allzu langer Zeit selbst vorgemacht hatte. Erst das eine Bein heben und vom Körper wegstrecken, dann abstellen und das andere Bein heben. Sie gab Aaron dabei keine Stütze, das Gleichgewicht zu finden war ja seine Aufgabe.
    »Übe auch das, und kombinier es mit dem Schleichen. Und wenn du gut schleichen kannst, kombinier es mit dem Geländelauf. Ich schätze, das trainiert dann am ehesten dein Körpergefühl. Für konkrete Ausweichübungen ist es zu dunkel, würde ich vermuten, es sei denn, der allfällige Vollmund gibt uns Licht. An der Akademie lässt man uns sicher nicht üben, ich kam letztes Mal schon nicht aufs Gelände. Wenn du's jetzt also nicht darauf anlegst, dass wir einen Übungskampf im Dunkeln oder Ausweichübungen machen, bei denen ich dich bewerfen würde, wäre es das für heute ... darf ich fragen, wozu du das lernen willst? Abgesehen davon, sicherer zu landen, wenn du aus großer Höhe runterfällst.«

  13. View Forum Posts #13
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
    Aaron is offline
    Aaron stand auf einem Bein auf dem Stamm, streckte das andere nach hinten aus, während er sich mit dem Oberkörper nach vorne lehnte und die Arme zur Seite ausstreckte. Schwieriger als gedacht und sie wollte ihn dabei noch bewerfen? Irgendwann kam der Punkt, an dem er merkte, dass das Gleichgewicht aus der Kontrolle geriet und so löste er die Starre und sprang vom Stamm hinunter um neben ihr zum Stehen zu kommen.

    "Mich hat beeindruckt wieviel du mit deinem Körper anstellen kannst. Ich hab vielleicht mehr Kraft, aber ich dachte - und das bestätigst du mir mit jeder Lektion - ich könne noch einiges lernen was mir in ungünstigen Situationen hilft. Sei es ein Feuerwaran, der hinter einem her ist oder ein Gegner, dem man auf einer schmalen Brücke begegnen. Das Gelernte kann mir im Kampf sicher weiterhelfen..."

    Das war es, was ihn anspornte. Sicher konnte er auch leben ohne zu Wissen, wie man schnell auf hohe Bäume kletterte und in einer Schlacht würde ihm letzteres auch nicht direkt weiterhelfen... aber indirekt. Er erhoffte sich während der Lehre und vor allem während nachfolgender Übungen die er danach stetig wiederholen würde, ein besseres Gefühl für jede Bewegung zu bekommen um sich im Zweifelsfall geschickter verhalten zu können. Die passende Balance konnte da viel bringen. Das Schleichen und der Geländelauf waren da nur Beiwerk, hatten allerdings sicher auch ihren Nutzen.

    "Und darf ich dich nun fragen, was dich nach Setarrif führt?" Inzwischen gingen die beiden wieder in Richtung des Stadttores. Hoffentlich gab es hier ein vernünftiges Wirtshaus.

  14. View Forum Posts #14
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    Ein Kämpfer, aber das wusste sie schon länger. Sie hatte mit der gleichen Hoffnung bei Nigel gelernt, wenn auch mit dem Wissen, dass sie von Natur aus ein wenig flinker war und ihre geringe Körpergröße nutzen konnte. Was sie gelernt hatte, half ihr sehr gut, nicht nur im Kampf, wobei sie da von der Beweglichkeit doch profitierte, kämpfte sie doch hin und wieder mit einem Dolch in der Nebenhand. Sie nickte, als sie sich auf den Rückweg gen Setarrif machten.

    »Was mich nach Setarrif führt? Och ... dies und das. Ich war vor einiger Zeit hiergewesen und hatte bei einem Schlossermeister eine Lehre begonnen, aber Pflichten führten mich fort, und ehe ich mich versah, bin ich auf der anderen Seite der Insel gestrandet. Jetzt kehre ich zurück, um ihm die Sache zu erklären, und vielleicht weiterzulernen, wenn er noch will. Er ist ein launischer Mann. Die Sache muss trotzdem auf jeden Fall geklärt werden. Und sonst ... wieder zu Geld kommen und vielleicht noch ein paar Einkäufe tätigen, zu denen man im Sumpf nicht kommt. Hinterwäldler-Kram, wie man sagen könnte«, erzählte sie munter im Plauderton.

    Sie war nicht so dumm, ihm geradeheraus zu sagen, dass sie eine Einbrecherin war. Das mit dem Schlosserhandwerk dagegen stimmte ja, also gab es in der Beziehung keinen Grund zur Lüge.

    »Du hast Recht, Körperbeherrschung kann im Kampf helfen. Es gibt noch Techniken, die im Kampf direkt angewendet werden, abgesehen vom Ausweichen. Aber bevor du dich an Salti und solcherlei versuchst, solltest du die Grundtechniken verinnerlichen. Du siehst mir nicht wie ein Akrobat aus. Trotzdem, ich wette, allein mit der Statur hast du schon gute Vorteile im Kampf. Als ich's gelernt hab, konnt ich nicht mal richtig ein Schwert heben, und musste deswegen auf einen leichteren Säbel zurückgreifen.«

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    "Mein Problem war eher, dass ich immer alles kaputt gemacht hab." meinte er grinsend und erinnerte sich an Kerdrics Gesicht, als die Holzschwerter einfach gebrochen waren... und später dann nochmal ein Schild.

    Menschen wie Keala sollte es mehr auf der Welt geben. Umgänglich, nicht allzu geschwätzig und dabei aber direkt. Sie spielte nicht den Gutmenschen und unterwies ihn selbstlos - nein sie stelle Anforderungen und leistete dementsprechend auch verschiedenes, zudem schien sie handwerklich begabt zu sein, was allerdings offensichtlich auch Konzentration er- und Opfer gefordert hatte. Eine andere Erklärung konnte sich Aaron nicht auf den fehlenden Finger geben, als ein abrutschender Beitel oder so etwas in der Art... schaurige Vorstellung, doch er sprach sie lieber nicht darauf an.

    "Ich denke fürs erste werden die Grundlagen auch genügen. Mein Gegner soll nicht vor Ehrfurcht erstarren, wenn ich vor ihm ein paar Kunststücke vorführe, er soll fallen. Das genügt."
    Die Torwachen hatten inzwischen gewechselt aber dennoch keine Probleme gemacht. Auf die Nachfrage hin, wo denn die Taverne sei, nannten sie ihnen den Weg und redeten irgendwas von einer Möwe... klang gefährlich, das Biest.
    "Meine Statur hat Vorteile, aber die dürftest du ja von deinem Gefährten kennen." meinte Aaron noch und öffnete dann die Tür der Taverne.

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    Die neuen Stadtwachen hatten sie problemlos nach Setarriof reingelassen und ihnen sogar noch den Weg zu einer Taverne beschrieben. Kea hätte den Weg zur Sturzkampfmöwe auch gekannt, aber da hatte Aaron die Initiative ergriffen. Sie hatte Faren gesagt, sie sollten sich in jener Taverne Schlafräume mieten, immerhin waren die Übungshallen der Akademie keine Option mehr. Nach der Überfahrt von Al Shedim hatten sie dort nächtigen dürfen, aber mittlerweile hatten die Wüstenmenschen bestimmt andere Unterkünfte, Beschäftigungen, was alles dazugehörte. Wenigstens die Wassermagier hatten damit sicher keine Probleme gehabt.

    »Klingt jedenfalls besser, als bei einem Schwerthieb aus dem Gleichgewicht zu geraten. Und du wirst auch nie erleben, dass ich einen Angriff blocke - das letzte Mal bin ich dabei mindestens einen Meter oder zwei nach hinten geflogen und nicht gerade sanft gelandet. Und nein ... keiner meiner Gegner ist bisher besiegt worden, indem er vor Ehrfurcht erstarrte. Obwohl es schon vorkam, dass Gegner sich weigerten, gegen mich zu kämpfen, und erst noch überredet werden mussten ... ein anstrengendes Trio, sag ich dir! Wenn du wieder in Schwarzwasser bist, könntest du sie treffen, Athos, Aramis und Porthos. Deine Gegner überreden zu müssen, wird dir aber sicher bestimmt nicht passieren.«

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    Faren und Joshua waren nicht zu sehen. Vermutlich hockten sie bereits in ihren Zimmern auf die sich die beiden verbleibenden auch irgendwann begeben würden. Vorerst blieben sie jedoch an einem noch leeren Tisch in dem Haus hängen und nicht viel später fand Aaron vor sich einen Krug Bier wieder. Der war zwar nicht einfach so aufgetaucht wie im Kastell und war sicher auch nicht kostenfrei, aber Bier war Bier.

    "Blocken? Mh... Schild hinhalten... fertig." War seine Meinung dazu... wobei das natürlich übertrieben war. Darunter litt der Schild schon sehr und so schrägte man diesen natürlich möglichst an um die Waffe des Angreifers abgleiten zu lassen. Kea sah aber nun nicht aus, als würde sie überhaupt einen vernünftigen Schild gut nutzen können. Vielleicht so einen kleinen, wie der Soldat ihn zum Einstieg in der Stadtwache bekommen hatte, aber von solchem Spielzeug hielt er nicht viel. Da sollte sie lieber auf ihre Geschwindigkeit setzen.

    "Arthos, Aramis und Porthos?" Irgendwie sagten ihm die Namen etwas. Waren das nicht drei solche Spinner, deren Steckbriefe überall in Thorniara aushingen? Gut... ihre Namen hatte Aaron da nicht gelesen... konnte er ja nicht, aber sie wurden ihm vorgelesen. Das war vielleicht ein Irrsinn gewesen sich als Neuling und den Wachsoldaten die ganzen gesuchten Gesichter merken zu sollen... hatte er natürlich nicht, wenngleich er dabei irgendwie an Faren denken musste... der Gedanke genügte aber nicht um sich an weitere Zusammenhänge zu erinnern.

    An diese drei erinnerte er sich allerdings flüchtig. Die hielten sich wohl für die wahre Leibgarde des Königs und versuchten gegen dessen Schergen anzukommen um dem König beratend zur Seite zu stehen und ihn vor irgendwelchen Intrigen der leitenden Feuermagier zu schützen... Spinner... allesamt.

    "Ich habe bis vor kurzem als Türsteher gearbeitet. Da war es eher mein Job die Leute davon zu überzeugen, dass es besser für sie wahr NICHT gegen mich anzutreten, als anders herum. Ich wüsste nicht warum ich jemanden dazu auffordern sollte, es sei denn zu Übungszwecken und dabei..." Erinnerungen an den recht eindeutigen Kampf gegen Flarke stiegen auf. "...zieh ich es vor gegen Gegner zu kämpfen, die danach nicht in ihrer Ehre gekränkt fühlen."

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    Kea lachte und zuckte die Schultern. Offenbar konnte Aaron einschätzen, welcher Typ Mann Athos, Aramis und Porthos waren, denn es hatte das Kleeblatt ganz schön in ihrer Ehre gekränkt, von Kea besiegt zu werden. Und das, nachdem sie sich wie kleine Kinder darum gestritten hatten, wer den anderen Jüngling namens d'Artagnan fertigmachen durfte.
    »Man nennt sie auch das Kleeblatt, weil sie selten allein, sondern immer im Trio gesehen werden. Na ja, mein Lehrer hatte eine Wette angezettelt, die Herren könnten mich im Duell nicht besiegen ... nein, halt, er hatte mit jedem einzelnen von ihnen gewettet, er könne mich im Duell nicht besiegen. Und als sie alle sich sahen und herausfanden, dass sie alle drei gegen mich kämpfen sollten, haben sie sich geziert wie adlige Damen. Und als dann noch herauskam, dass ein anderer Bursche auch mit allen dreien Duelle angezettelt hatte, gingen sie aufeinander los wie Hühner, oder so«, erzählte Kea.
    »Ich war am Überlegen, nicht einfach gegen diesen Burschen d'Artagnan zu kämpfen ... aber Wettschulden sind Ehrenschulden, also mussten wir ja kämpfen. War nicht einfach, die drei sind gut, Athos hat sogar mit links gekämpft, wegen einer Verletzung, und ich wage zu behaupten, er hatte eine gute Chance, mich zu überwältigen. Und was das Blocken angeht, die Schilde überlasse ich anderen. Bringt mir doch nichts, wenn ich beim Blocken nicht mal stehen bleibe, sondern nach hinten geworfen werde! Dafür hab ich einen Parierdolch, der ist auf seine Art nützlich. Gibt vielleicht weniger Deckung als ein Schild, aber wenn man weiß, wie man ihn verwendet, sind seine Vorteile nicht von der Hand zu weisen.«

  19. View Forum Posts #19
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    "Mag sein, aber ich hab lieber sowas in der linken Hand." erwiderte er und tippte dabei auf den Schild, den er neben dem Stuhl abgestellt hatte. "Damit kann man auch mehr als nur blocken... so eine Kante unter dem Kiefer hat schon manchen den Halt... und einen Zahn gekostet."

    Nun begann es in dem Raum langsam laut zu werden. An einem Tisch beschwerte sich ein Betrunkener darüber, dass ihn sein Gegner beim Würfelspiel betrog, was vermutlich auch noch stimmte, da dieser dabei ziemlich breit grinsen musste, während er das Gold vom Tisch in seinem Lederbeutel verschwinden lies und den Moment der Unruhe seines Gegenübers auch gleich dazu nutzte mindestens die Hälfte dessen übrig gebliebenen Geldes miteinzupacken.

    Wäre Aaron hier Türsteher, so hätte er beide rausgeworfen und den Beutel entweder hinterhergeworfen um sich anzusehen, wie sich beide darum prügelten oder ihn einfach... eingezogen. Der eine hatte ihn sich schließlich nur ergaunert und der andere würde am nächsten Morgen nichts mehr davon wissen und hatte schließlich Arbeit gemacht. Aber Aaron war hier nicht Türsteher und so wanderte sein Blick weiter zu schallend lachenden Männern, einem recht ernst schauenden Herrn in blauer Kutte und schließlich wieder zu Keala.

    "Warum lebst du im Wald und nicht in dieser Stadt, wo du doch hier anscheinend besser deine Waren bekommst. Sicher fändest du hier auch mehr Abnehmer für Truhen und Türschlösser..."

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    Auch auf das Zahnargument wusste Kea einen Konter, der irgendwie aber auch schon fast bösartig klang. Da käme sie ja nicht wie eine Handwerkerin, sondern wie eine Mörderin rüber!

    »Ein ausgeschlagener Zahn ist nichts gegen einen Dolch im Bauch«, sagte sie einfach nur kalt. »Und Stadt .. hm. Hab ich nie drüber nachgedacht. Stewark wär eine Möglichkeit gewesen, als wir nach Argaan kamen. Ich will einfach nur nicht auf irgendeinem Schlachtfeld landen, weil ich ein Schwert schwingen kann, und man sagte uns, im Süden lebte ein unabhängiges Völkchen, also sind wir dorthin. Und nach einer Geschichte bezüglich Rohstoffengpass und Rohstoffbeschaffung glaube ich, dass Stewark mittlerweile kein geeigneter Ort zum Niederlassen mehr ist. Ich bin mit dem Waldvolk zufrieden, trotz Rohstoffmangels. Zumindest jetzt will ich nicht in eine Stadt ziehen, nicht dauerhaft. Es ist schon spät ... Wir sehen uns morgen wieder. Gute Nacht.«

    Sie stand auf und ging zu den Zimmern, wartete, biss Aarons Schritte verklangen, öffnete das Fenster und sprang hinaus. Faren wusste, was sie vorhatte, andernfalls hätte er ihr die Dietriche wohl kaum gegeben. Diese Nacht wurde Beute gemacht.

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