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  1. #1 Reply With Quote
    Drachentöterin AeiaCarol's Avatar
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    Jun 2011
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    Ich weiß nicht recht, was ich groß sagen bzw. schreiben soll, so als "Vorwort"...

    Danke an Eis Engel, die mich zu diesem Charakter inspiriert hat - Wohlgemerkt sollte Leif ja erst als Mittel zum Zweck, Liz einen Einstiegspartner zu geben, dienen. Und siehe da, nun ist er mein Liebster.

    Vielen Dank auch an Shial, meine Betaleserin für diesen Einstieg in eine hoffentlich lange und gern gelesene FF.
    Ihr zwei seid toll und ich hoffe dass wir ganz lange miteinander RPG'lern.

    Der Einstieg beginnt ganz früh, dort, wo Leif's Biographie im Charakterbogen auch anfängt.

    So, jetzt aber genug rumgeschnulze und stattdessen ein paar Zeilchen, nach einem, mir passend erscheinenden, Poserbild.



    Uh yeah...Und sorry, Shial.






    Es war nicht das kalte Wasser, vom unzureichend ausgewrungenen Waschlappen, das meine Gänsehaut verursachte. Viel mehr der Blick in den Raum, in dem ich selbst saß, aber nur Zuschauer aller schien, ängstigte mich. Es roch eigenartig, wie beim ungeliebten Zahnarzt, den ich erst letzte Woche wieder hatte besuchen müssen. Genauso trugen die beiden Frauen und der alte Mann, der zeitweise zu mir kam und immer auf mich einredete, weiße Kleidung. Ich war wach, aber längst nicht bei Sinnen, als man mich hier her brachte. Wie lange auch immer es her war, ich erinnerte mich lediglich an tiefste Dunkelheit und beißend kalten Wind, neben einem qualmenden Auto. In ihm hatte ich geschlafen, wie lange, weiß ich nicht mehr.
    Mein Gesicht und meine Augen hatten geklebt und nicht einmal die sofort einsetzenden Tränen hatten den komischen Film auf ihnen gelöst und es mir einfacher gemacht sie zu öffnen und klar zu sehen.
    Der Sitz vor meinem schmerzenden Bein war ungewöhnlich weit nach hinten gedrückt und mir fiel gleich auf das irgendetwas anders war.
    Die Frauenstimme, die während meines Einschlafens noch aus dem Radio klang, war verstummt und stattdessen gab es ein ungemütliches Brutzeln das für gewöhnlich den mangelenden Empfang angab.
    Es war das einzige Geräusch, das noch im Auto hallte. Wir waren stehen geblieben und meine wachen Augen hielten nach irgendeinem Grund dafür Ausschau. Keine Ampel, keine Kreuzung, nichts.
    Mit ausgestrecktem Arm stupste ich meine stumme Mutter, schräg vor mir sitzend an. Keine Reaktion. Noch einmal versuchte ich es, drückte zeitgleich den gesunden Fuß gegen den Sitz meines Vaters vor mir, der bei dieser Geste, die er für gewöhnlich im Rücken spürte, immer schimpfte.
    Nichts, außer absoluter Stille, die langsam aber sicher Panik in mir entfachte.
    Ich wand mich in meinem Sitz und öffnete mit zittrigen Fingern den Gurt. Schon wieder schimpfte niemand auf das deutlich klackende Geräusch und meinen darauffolgenden Versuch die Tür zu öffnen. Wie gewohnt weigerte sie sich und ich verfluchte mit tränenden Augen die Kindersicherung.
    Wissend dass die Tür der rechten Seite ganz genauso eingestellt war, setzte ich mich auf allen Vieren auf die Rückbank, stemmte die Hände voran auf die Mittelkonsole und krabbelte in den Vorderteil des Autos. Ab dieser Aktion, die unkommentiert blieb, spätestens aber dem Anblick ihrer blassen Gesichter, wurde mir einiges klar.
    Ich kniete auf dem Schoss meiner Mutter und zupfte an der dunkelblauen Jacke die sie trug.
    „Mama? Hol’Kerson hat schon angefangen. Es ist jetzt immer um sieben Uhr Anfang, hast du das vergessen?“
    Vehement rüttelte ich an der blonden Frau und sah bei den Worten zu meiner Lieblingssendung auf die Uhr. Die konnte ich schon…Zumindest ein bisschen. Ganz sicher war ich mir nicht, aber wach werden sollte sie schließlich trotzdem. Keine Regung die mir zeigte dass sie wach, geschweige denn am Leben war…Einfach nichts. Ich wusste dass man solche Sachen überprüfen konnte, weil ich meinem Papa, der ein Arzt war, schon mal dabei zugeguckt hatte. Als Tante Esma auf einem Familienfest vor ein paar Monaten mal umgefallen war, hatte er so komisch über ihr gelehnt und an ihr gelauscht. Danach nahm er ihre Hand und sah auf die Uhr. Ob ich dasselbe wohl könnte, auch wenn ich die Uhr nicht ganz sicher konnte?
    Mit einem Schulterzucken und immer noch tränenden Augen lehnte ich mich an meine Mutter und lauschte, was mit dem Gebrutzel im Radio gar nicht so einfach war. Ich hörte nichts. Wie abgeguckt griff ihre schlaffe Hand und schaute etwas hilflos darauf.
    „Irgendwie so…“, murmelte ich unbewusst und legte meinen Finger auf ihre Hand, dann auf ihren Arm und überall in die Nähe der Stelle, die mein Vater bei Esma auch gewählt hatte. Aber da war nichts, kein einziger Laut, was mich so wütend werden ließ, dass ich trotzig ihre Hand von mir warf.
    Mein Kopf und mein Bein schmerzten höllisch, während ich krampfhaft daran dachte was ich tun könnte.
    Eine kalte Hand die urplötzlich in mein Gesicht griff, ließ mich panisch aufschreien.
    „Leif…“, keuchte es angestrengt und ich sammelte mich bei der Erkennung der Person.
    „Mama wacht nicht auf!“, warf ich meinem Vater ohne Rücksicht auf seinen eigenen Zustand entgegen.
    Er nickte und sah sie durch seine glasigen Augen besorgt an, während seine schwere Hand an ihren Hals griff. Mir war nicht bewusst dass es denselben Zweck hatte, wie meine Tat, ein paar Sekunden zuvor.
    Beunruhigend war das plötzliche Schluchzen meines Vater, der immer noch angeschnallt und mit blutendem Kopf da saß.
    „Was ist?“
    Meine Frage ging ins Leere und ich beobachtete seinen Blick durch den Rückspiegel, wie er es beim Fahren oft tat und mir dabei zuzwinkerte.
    „Mach die Tür auf.“, wies er mich an
    „Was? Wieso?“
    „Mach sie auf!“
    Sein Ton war unmissverständlich und ich drückte den Hebel an der Tür meiner Mutter. Entweder hatte sie auch eine Kindersicherung oder irgendetwas war hier ganz und gar faul.
    „Versuch es hier.“, meinte mein Vater als er bemerkte dass ich es vergebens versuchte.
    Ich gehorchte und hatte Erfolg, wonach ich mit fragender Miene über ihn kletterte und aus dem Auto sprang.
    „Komm.“, forderte ich diesmal und verzog das Gesicht bei seinem Weinen fast so sehr wie er. Mein Papa war stark und er weinte nie. Nicht einmal wenn andere das vor ihm taten, so wie ich jetzt.
    Der Lichtkegel des ran nahenden Wagens lenkte mich davon ab, ihn weiter zum Aussteigen aufzufordern.
    Eine wildgewordene Frau, genauso dick wie Tante Esma, sprang aus dem haltenden Auto, das hässlich gelb war.
    Sie stieß mich unsanft zur Seite und sah in das Auto, von dem ich bemerkte dass es qualmte und die Scheibe…Die Glassplitter…Ich hatte im Wagen wohl überhaupt nichts mitbekommen um all das zu übersehen.
    Es rauchte wie verrückt, die Straße war voll mit zersprengtem Glas und ich stand auf rutschigem Untergrund im Graben der Straße.
    Oben am kleinen Hang war ein anderes Auto, das weniger schlimm aussah als unseres. Die Frau schenkte ihm keine Beachtung und allein der Neugier wegen kletterte ich zu dem Blauen nach oben.
    Niemand saß darin, aber jemand weinte laut, als ich durch die Fenster sah.
    „Hallo?“, hallte meine Stimme über die stockdunkle Straße.
    Niemand bewegte sich, sodass ich, mutig wie ich war, weiter um das Auto lief. Ein schwarzhaariges, junges Mädchen drängte sich in mein Blickfeld und saß mit angezogenen Beinen an der Rückseite des Wagens auf der kalten Straße.
    Sie weinte lauter, als sie mich bemerkte und, verschmiert wie ich war, ganz komisch ansah.
    Ohne etwas zu sagen legte sie den Kopf wieder auf die Knie und weinte noch lauter.
    Sie war ein bisschen klein für so ein großes Auto, erinnerte mich an die größeren Kinder an meiner Schule, auf die ich seit ein paar Tagen ging.
    „Warst du das?“, fragte ich und überraschte mich damit selbst.
    Eine Antwort bekam ich nicht. Nie. Blaue und rote Lichter erhellten stattdessen die Straße und rufende Leute zogen mich weg, später meine Eltern aus dem Wagen. Wahrscheinlich hatten sie mich in diesen steril riechenden Raum hier gebracht, zu den Frauen die mich jetzt in ein schlabbriges Stück Stoff steckten.
    „Leif?“
    Mein Kopf drehte sich zur Seite und sah in das lächelnde Gesicht einer Frau.
    Sie setzte sich auf meine Reaktion hin neben mich und legte ihren Arm um meine Schulter. So ähnlich hatte mein Papa es immer gemacht, wenn er stolz war oder ich abends ins Bett ging und er mich noch einmal drückte.
    „Wir sind vom Schwimmen in Skärholmen gekommen.“, sprach ich aus, worüber ich die ganze Zeit dachte.
    Es wurde ein langes Gespräch, bei dem mir schnell klar war, dass die Frau nur deswegen bei mir war. Ich weinte viel und es kam mir später vor, als hätte ich die folgenden Wochen nichts anderes mehr getan…

    AeiaCarol is offline Last edited by Luceija; 10.04.2013 at 15:16.

  2. #2 Reply With Quote
    Ehrengarde eis engel's Avatar
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    Schöner, aber auch trauriger Einstieg und ich hoffe, dass du Leifs Geschichte bald weiter erzählst
    eis engel is offline

  3. #3 Reply With Quote
    Schwertmeisterin Giarra's Avatar
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    Aug 2011
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    Das ist ganz toll geschrieben
    Leif tut mir so leid ....

    Ich bin gespannt wie es weiter geht
    “There are two types of people in the world: those who prefer to be sad among others, and those who prefer to be sad alone.”
    Giarra is offline

  4. #4 Reply With Quote
    Ehrengarde Mal vas Idenna's Avatar
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    Erstmal: Ich hab schon gedacht, deine FF kommt nie Dann bin ich ja erstmal wieder beruhigt.
    Ich find den Einstieg sehr schön. Mir sind ehrlich gesagt die Tränen gekommen.
    Ich finde deinen Schreibstil sehr schön und vor allem die Perspektive aus Sicht des jungen Leif find ich sehr passend.
    Mach weiter so.
    Mal vas Idenna is offline

  5. #5 Reply With Quote
    Drachentöterin AeiaCarol's Avatar
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    Vielen Dank für die lieben Worte.


    @Mal: Ich hatte irgendwie nie so richtig vor eine zu schrieben, um ehrlich zu sein. Irgendwie hats mich dann aber doch noch gepackt. Und gerade bei Leif...Hach, Leif.

    Ich sehe mal zu, dass ich die nächsten Tage Nummero 2 fertigstelle, der Anfang ist bereits gemacht.

    AeiaCarol is offline

  6. #6 Reply With Quote
    Drachentöterin AeiaCarol's Avatar
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    So.

    Für den Übergang wichtig, ist das folgende mehr ein Laberkapitel, nichts wirklich actionreiches und auch ohne große Tragik. Ich hoffe es wird mir verziehen...Der (für mich) heiß ersehnte Teil folgt ziemlich bald und damit sollte es dann auch wieder was richtiges zu lesen geben.







    „Tyresta Park – Dienstag, 17 Uhr.“



    In meinem Kopf hämmerte dieser Satz wieder und wieder, während der Kies unter meinen Füßen geräuschvoll knirschte und meine Augen sich bemühten die Umrisse des Hundes, der vor mir lief, nicht zu verlieren. Ein paar Mal rief ich ihren Namen, leicht abwesend, um sie nicht doch irgendwo zu verlieren. Sie war nicht mehr die Jüngste, aber kaum ein bisschen ruhiger geworden seit sie ein kleiner Welpe war. Ihre anfänglichen Spiele Aufforderungen hatte ich mit meiner müden Art an diesem Tag wohl endgültig im Keim erstickt. Im Tyresta Park war ich, jedoch 4 geschlagene Stunden später. 4 Stunden, nachdem ich mich mit – Wem- auch- immer – treffen sollte.
    Es war eine weitaus ausführlichere Nachricht, von einer angeblichen Bekannten meiner Eltern, die ich mir jedoch beim besten Willen nicht mehr ins Gedächtnis rufen konnte. Viel Zeit war seit dem Unfall vergangen, ebenso viel und beinahe lang wurde geschwiegen. Jedenfalls von meiner Seite.
    Insgeheim hatte ich sogar gehofft, die Dame Stunden später noch im Café im Park zu treffen, aber selbstverständlich war niemand mehr da, geschweige denn dass es noch offen gewesen wäre.
    Ich fand mich ein weiteres Mal damit ab, zumindest in dieser Sache, ein absoluter Feigling zu sein. Es kam mir unnatürlich vor, nach so langer Zeit noch immer auf diese Weise zu trauern, aber ich hatte auch wenig Erwartung, dass ein Außenstehender mir bei der Bewältigung dieser Dinge helfen konnte. Zumal ich ebenso wenig Lust auf die Bordel rote Couch bei einer Seelenklempnerin hinter Hornbrille hatte, wie auf die Gespräche mit meiner lieben Verwandtschaft. Stattdessen schlenderte ich geistesabwesend durch dunkle Parks, von denen der Meine mir an diesem Abend auch zunehmend unheimlicher wurde. Nach einem kurzen Ruf in Richtung Mira, an deren dunklen Lederhalsband ich die Leine wieder festmachte, beschloss ich den ungemütlichen aber schnellsten Weg durch die alte Siedlung zu nehmen. So wie sie hieß, sah sie leider auch aus.
    Bröckelnder Putz und herumliegender Müll vor den Hochhäusern prägten das Bild des Stadtteils, den ich eigentlich immer zu meiden versuchte. Darum bemüht jede Anfrage eindeutig gekleideter Frauen zu ignorieren, stapfte ich neben der gelegentlich knurrenden Hündin zielstrebig weiter geradeaus, nur kurz haltend um ein paar Credits an einen Mann loszuwerden, der mit Becher in der Hand und seinem kleinen Hund neben sich an der Wand gelehnt dasaß.
    Flackerndes Licht, ausgestrahlt von den Laternen, trug in einer der letzten Straßen nicht gerade zu meinem Wohlgefühl bei, im Gegensatz zu deutlich älteren Kerl der vor mir die Straße, schnellen Schrittes entlanglief. Ohne zu wissen wer da genau vor mir her stapfte, war ich ganz schlicht und ergreifend froh über Gesellschaft in dieser Spelunke, aus der ich gleich raus und damit an den heiß ersehnten Bahnsteig gelangten würde. Die scharfe Rechtsabbiegung, die er kurz darauf in eine abgehende Seitenstraße machte, wäre mir nicht weiter komisch vorgekommen, hätte ich nicht auf das erneute und langsam nerv tötende Knurren Miras, die ruckartig am Eingang der Straße stehen blieb, reagiert und ihm hinter hergeschaut.
    Die Straße die er nun beinahe entlang hechtete, war nicht ganz und gar leer. Ein Mädchen, von meiner Position kaum auszumachen wie alt, schlenderte unbehelligt Meterweit vor ihm her. Als würde sie zwischen den Häusern hin und her streifen, gefiel mir seine Art auf sie zuzusteuern nicht, sodass ich, fixiert auf das Kommende, ein paar leise Schritte hinterher machte. Nicht der beste Ort für mich, wie ich längst festgestellt hatte, und schon gar keiner für ein junges Mädchen, geschweige denn ohne Gesellschaft. Abwartend zupfte ich einige Male an der Leine, um das Knurren der Hündin neben mir zu unterbrechen und so nicht aufzufallen. Tatsächlich trat der Dunkelhaarige mittleren Alters an die Blonde heran, schien freundlich nach irgendetwas zu fragen oder sie gar zu kennen. Meine Haltung, zuvor bereit für was auch immer, entspannte sich. Jedenfalls bis zu dem Punkt, an dem sein Gegenüber den Kopf schüttelte und sich wegdrehte, was er mit einem schnellen Griff ihres Arms zu verhindert wusste.
    Oh Ungut…Aber absolut. Genau diesen Gedanken schien meine tierische Begleiterin zu teilen, als sie lauthals zu Kläffen anfing, was die Auseinandersetzung unterbrach und auch meine Wenigkeit aufmerksam machte.
    „Du beispiellose Wohltäterin du.“, raunte ich gen rechts zu ihr herunter und zupfte eifrig an der Leine, um ihre Laute endgültig zu unterbinden. Der Blick des Mannes war unweigerlich auf uns fixiert und er schien krampfhaft zu überlegen, während er weiter an der zappelnden Blondine festhielt.
    Ich hätte wohl gehen sollen, ehe man mich morgen mit Messer im Rücken auf dieser Straße fand. Stattdessen strafte ich die Schultern und machte den ersten, gespielt selbstbewussten Schritt in die Richtung der Beiden. Ihr Gesicht nach wie vor Panik ausdrückend, schien er nicht ganz sicher zu wissen, was er bis zu meiner Ankunft mit sich anfangen sollte. Er entschied sich, wahrscheinlich auch wegen meiner Begleitung, zur mir liebsten Aktion, dem Rückzug. Kaum war er weit genug die Straße runter geeilt, beschleunigte ich meine Schritte und hielt bei der Frau, von der ich jetzt erkennen konnte dass sie in etwa mein Alter hatte, und sah sie prüfend an.
    „Alles in Ordnung?“, fragte ich und sah forschend in ihr gesenktes Gesicht, von dem ihr Blick mit ihrem grob angefassten Arm beschäftigt schien.
    Scheinbar etwas verunsichert darüber, ob sie der erneuten männlichen Gesellschaft nicht doch lieber entfliehen sollte, sah sie scheu zu mir hoch und nickte nur.
    „Ich weiß nicht was das war.“, brachte sie irgendwann hervor, kurz bevor ich die passende Frage dazu ohnehin stellen wollte.
    Lächelnd nickte ich und sah noch einmal die Straße runter. Der Kerl jedenfalls war weg. Gut so.
    „Was macht ein Mädchen um diese Uhrzeit allein in dieser bescheidenen Gegend?“, fragte ich sie musternd.
    Mein eigentlich nett gemeintes Lächeln drückte anscheinend mehr Belustigung als alles anderes aus, sodass ihr Blick auf meine Frage mehr als trotzig war.
    „Man könnte fast meinen ich wohne hier.“, fauchte sie und rieb sich den Arm, wobei ich unwillkürlich zuckte.
    „Versteht sich.“, antwortete ich, nach diesem grandiosen Fettnäpfchen, das sie mir doch recht schnell zu verzeihen schien.
    „Du wohnst nicht hier.“, stellte sie fest und musterte mich dabei auffällig lang, woraufhin ich nur den Kopf schüttelte.
    „Das hast du woran erkannt?“, fragte ich mit hochgezogenen Brauen.
    „Man kennt sich hier eben.“
    „Und ich dachte das wäre in eben solchen Gegenden, mit schier Hundert Leuten in einem Haus eher die Seltenheit.“
    Ah, Leif du dämlicher Trottel!
    Ich konnte mich nur gedanklich schellten, als ich erneut ins bereitstehende Fettnäpfchen rannte.
    Dieses Mal hingegen blieb sie still, stapfte ein paar Schritte umher und sah in die Richtung, in die ihr voriger Angreifer verschwunden war.
    „Tja dann…Vielen Dank. Ich bin ja jetzt so gut wie zu Hause.“
    Ihrem Fingerzeig zu dem rechtsstehenden Haus folgend, sah ich sie belustigt an.
    „Es ist nicht so als ob ich jetzt nicht auch noch warten könnte bis du zur Tür rein bist.“
    Sie schüttelte schnaufend den Kopf.
    „Ich stehe hier draußen in der Kälte sicher nicht zum Vergnügen…Schlüssel vergessen und alle außer Haus.“
    „Oh…“, setzte ich an und dachte kaum lang nach.
    „Dann warte ich eben mit dir, bis jemand kommt.“, meinte ich kurz entschlossen und lehnte mich an die Hausmauer. Es war wirklich ekelhaft kalt hier…Wobei ich unsicher war, ob es die Temperatur an sich, oder einfach die allgemein ungemütliche Atmosphäre war.

    Wir warteten, und warteten und-…Eine knappe Stunde nach der ich mir vorkam als hätte ich eine ganze Nacht hier im stehen zugetan. Während meiner Finger längst das taten, was ich um diese Zeit auch sollte, nämlich schlafen, zitterte auch Aries, die mir ihren Namen mehr beiläufig verraten hatte, neben mir.
    „Möglich dass sie heute überhaupt nicht mehr auftaucht.“, setzte sie an „Du kannst ruhig nach Hause gehen.“Damit wand sie sich ab, als hätte ich schon die ersten Schritte in Richtung Heimat gemacht. Stattdessen schaute ich, vermutlich leicht kuhäugig, zu ihr rüber.
    „Und du?“, fragte ich verwirrt.
    „…Werde warten, was denn sonst?“
    Ah, was für ein zickiges Weib! Eine nette Frage und man bekam eine betont pampige Antwort.
    Ich reagiert nicht auf den Unterton, sondern mehr auf die Tatsache, dass sie bereit war hier alleine zurück gelassen zu werden.
    „Kannst du nicht bei Freunden übernachten oder sowas?“
    Süffisant lachend drehte Aries sich wieder zu mir.
    „Im Moment bist du der einzige ‚Freund‘ welchen ich habe, glaub mir…“.
    „Hm…“, ich zuckte mit den Schultern und sah sie mit diesem typischen Warum-auch-nicht“ Blick an.
    „Du kennst mich doch nicht einmal seit einer Stunde…Machst du das immer so?“
    Kopfschüttelnd begann ich zu lachen.
    „Ich habe lieber eine möglicherweise Verrückte in meinem Haus, als hier auf der Straße zu frieren oder mit Messer im Rücken zu enden.“
    „Auch wieder richtig.“, stimmte sie zu und stiefelte erneut, diesmal etwas aufgeregter, hin und her.
    „Gut.“, meinte sie schließlich nickend „Ich kann sie doch sicher von dir aus später am Abend nochmal anrufen, oder nicht?“
    Mit dem Gedanken dass sie ihre Mutter oder andere Personen im eigenen Haushalt meinte, nickte ich nur.


    Kaum zehn Minuten und einen muffigen Wagon später, schritt ich, inmitten zweier Damen, die Anhöhe zu unserem mittlerweile im Dunkel liegenden Haus nach oben: Mira vor und Aries, nach wie vor verunsichert, hinter mir.
    Ganz im Gegensatz zur hellen Hündin, die bereits voll und ganz beim bereitstehenden Futter schien, sah die Blondine hinter mir sich interessiert, der Häuser wegen, um.
    Nun…Zugebenermaßen war das hier ein so völlig anderes Fleckchen als das was sie so gewohnt war.
    Wo der Göta landsväg früher ein langer Weg gen Süden war, baute man seit der Übernahme solcher Wegstrecken durch Autos, in diesem Bereich.
    Besser betuchte Leute zog es vornehmlich in diese Gegend, wo die die Erlössumme eines Hauses ein Lösegeld hätten darstellen können.
    Monate vor dem Tod meiner Eltern hatten sie hier oben Grundstück gekauft und Bau in Auftrag gegeben. Edna, die nunmehr seit meinem sechsten Lebensjahr für mich sorgte, hatte das Haus übernommen, vorrangig um meiner Wenigkeit Willen. Ich war ihr immer unglaublich dankbar dafür.
    So, leicht in Gedanken verloren, wäre ich fast an meiner eigenen Haustür, dem unübersehbaren, weißen Haus ganz oben angekommen, vorbei gelaufen.
    Ein großes, für meinen Geschmack etwas zu protzig hergerichtetes Schild am Eingang, verriet Aries meinem vollen Namen, den sie mehr als genau unter die Lupe nahm.
    „Du bist also auch von hier, ja?“, fragte sie als ich den Schlüssel geräuschvoll drehte.
    „Du nicht.“, stellte ich unter einem Nicken, als Antwort auf ihre Frage hin, fest.
    „England.“, quittierte sie gedankenverloren und sah sich im hell gewordenen Flur des Hauses um.
    Wie erwartet verschwand Mira, unmittelbar von der Leine losgelassen, durch die Spaltbreitoffene Tür in die Küche.
    „Von England nach Schweden zieht man nicht jeden Tag.“, bemerkte ich scharfsinnig und drückte somit indirekt eine Frage aus.
    Ich folgte Mira mit meiner Begleiterin in die Küche, wo ich Platz und etwas zu Trinken anbot, was dankend angenommen wurde.
    „Schön habt ihr es hier…“, setzte sie irgendwann an und sah sich interessiert in der eher rustikal eingerichteten Küche um. Ich sagte nichts und lächelte nur auf diese häufig gehörte Bemerkung von allen möglichen Freunden und Verwandten.
    „Deine Eltern heißen es schätzungsweise weniger gut, wenn du wildfremde Damen mit in ihr Haus zerrst.“, bemerkte sie schelmisch als sie mich wieder ansah.
    Für den Moment stellte ich den gerade frisch gefüllten Hundenapf geräuschvoll ab und sah sie musternd an. Wenn ich etwas hasste, dann war es solche verqueren und leicht falsch zu verstehenden Sätze, so sarkastisch sie gemeint sein mochten.
    „Abgesehen davon dass ich dich nicht gezerrt habe, gibt es keine Eltern mehr die sich darüber beschweren könnten.“
    Ihre vorher fröhlichen Gesichtszüge schwanden und sie sah mich reumütig an.
    „Tut mir Leid, das wusste ich nicht.“, meinte sie und verschluckte dabei den halben Satz vor Verlegenheit.
    „Macht nichts.“
    Eine Weile herrschte peinliches Schweigen. Ich beschäftigte mich mehr mit Mira und sie war scheinbar darum bemüht das Haus mit jedem Detail entdeckt zu haben. Jedenfalls wanderten ihre grünen Augen jeden noch so bedeutungslosen Punkt im Raum ab.
    „Dann-…Du wohnst aber doch nicht allein hier?“, fragte Aries irgendwann wieder in die Stille.
    Kaum neugierig, klang es eher danach als hätte sie plötzlich Angst, würde ich ihre Frage bejahen.
    Stattdessen schüttelte ich, weniger trotzig als zuvor den Kopf und lachte.
    „Ein Überfall lohnt nicht, nein. Du würdest irgendwann von meiner Tante Esma überrascht und glaub mir: Die ist im wahrsten Sinne des Wortes ein ganz anderes Kaliber als du.“Oh, das war ein fieser Witz, ein wirklich fieser!
    Dennoch lachte ich kindlich und öffnete dem danach bettelndem Hund die Tür zum Flur, wo das hübsch gestaltete Körbchen Platz hatte.
    „Aber wo wir gerade beim Thema sind…“, setzte ich an „Vielleicht solltest es zuhause mal versuchen?“
    Die Blondine nickte auf meine Frage und lies sich die Möglichkeit im eigenen Haus anzurufen nicht nehmen.
    Es blieb bei weitem nicht der letzte Versuch an diesem Abend, wobei alle vergeblich waren.
    Irgendwie schon komisch, das eine Mutter sich so gar nicht scherte….Abgesehen davon dass Aries zwar eigentlich schon alt genug war, aber gut…

    Ihr letzter Versuch, den sie bitter dreinschauend abschloss war irgendwann in der Nacht. Die Wohnung scheinbar immer noch unbesetzt war ihr Familienmitglied auch unterwegs nicht zu erreichen und so blieb nicht viel, als ihr einen Platz zu bieten. Nicht unbedingt meine Art, jeder erstbesten Frau gleich das Gästezimmer anzubieten, aber ein Unmensch wäre ich gewesen, sie bei diesen Temperaturen wieder ins Freie zu setzen.


    …Es bleib nicht die letzte Nacht, die Aries die nächsten Wochen und Monate bei uns verbrachte. Bereits nach den ersten paar Wiedersehen stand sie mehrfach, mal im Regen oder in tiefster Nacht, vor unserer Haustür.
    Neben der eigenartigerweise nie erreichbaren Mutter, die ständig unterwegs schien, dachte ich teils, wenn auch nicht ganz ernsthaft, darüber nach diesem Mädchen den Schlüsselring irgendwo in Piercingform an den Körper zu heften.
    Entweder sie war wirklich so vergesslich oder aber es war mein beispielloser Charme (von dem ich so gar nicht überzeugt war!) der sie immer und immer wieder vor unsere Haustüre zog.
    Nach einigen gemeinsamen Abenden, nicht immer im Wohnzimmer vor dem Fernseher, sondern bei Abendessen auswärts oder mit Esma am Tisch, schien es letzteres zu sein.
    Neben meiner Wenigkeit war ich froh dass auch meine Tante Aries irgendwie ins Herz zu schließen schien. Letztere zeigte sich meiner Verwandten gegenüber teils übertrieben manierlich, aber das war es wohl, was es brauchte um Esma um den Finger zu wickeln. Ich schmunzelte nur jedes Mal, wenn ich die Frauen über Gott und die Welt (oder aber Nagellack und Parfüm) reden hörte.
    Und so kam dies, zum langsam aufkeimenden Gefühl der Zuneigung, Aries gegenüber…Sie war weniger hochnäsig als die meisten jungen Frauen in meiner Umgebung, die neben ihrem Studium allesamt Eltern mit Geld im Rücken hatten. Aries hingegen, die nur nach und nach von sich erzählte, hatte es da weitaus weniger gut getroffen.
    Von England hier her, in ein völlig fremdes Land, war sie durch ihre sprunghafte Mutter gekommen. Kaum einen neuen Mann kennen gelernt, wurden Kind und Kegel gepackt, geheiratet und nach Stockholm ins geerbte Haus gezogen. Das diese Aktion am Ende nicht von Erfolg gekrönt wurde, hätte irgendwie klar sein können…
    So war ich ziemlich froh dass sie zum einen möglichst oft bei uns, also in geregelter Umgebung war, als auch dass ich ihre Mutter nie wirklich hatte treffen müssen.
    Die ersten Wochen waren kaum rum, nahte das mir so geliebte Weihnachten. Stockholm und Umgebung lagen im tiefsten Schnee und Aries ging, ganz im Gegensatz zu mir, vollends in der Vorweihnachtszeit auf.
    Ihre Handflächen und hier und da auch die Nase, klebten sich an jegliche interessante Schaufensterscheibe, sehr zu meinem Leidwesen, wo ich, wenn ich nicht auf der Stelle auf diese Geste reagierte, ohnehin hinzugezogen wurde.
    Und dann war dies und jenes „Sooooo süß“ oder das andere „Unglaublich praktisch!“
    Irgendetwas war es immer und ich bin noch heute der festen Überzeugung dass meine Kreditkarte nie auch nur ein Weihnachtsfest so geglüht und ihre Familie hingegen so ausreichend beschenkt wurde. Dennoch verbrachte sie den Heiligabend und die Feiertage darauf bei uns und somit mit der eintreffenden Familie, wobei sie auch die zumeist von sich überzeugen konnte.
    Mir war das nur recht…

    Wochen nach der Neujahrswende war trotz bevorstehender Neuerungen alles im Lot: Die „Beziehung“ lief und meine letzten Klausuren und Prüfungen standen an. Bald war das geschafft, wofür ich Jahrelang hinter Schreibtischen gesessen und auf Tafeln gestarrt hatte.
    Nach einem ungewohnt anstrengenden Tag der letzten Woche an der Uni, warf ich mich eines Abends ausgelassen auf mein weiches Bett, auf dem auch Mira sich unerlaubt entspannte. Ich beließ es dabei und wollte gerade seufzend zum drehen, in die deutlich angenehmere Position, auf den Rücken wechseln, als mir jener Laut ganz anderen Dingen wegen entfuhr.
    Der Bildschirm auf meinem Schreibtisch flackerte auf und gab den, extra eingestellten, schrillen Ton von sich, der mir signalisierte eine Nachricht erhalten zu haben.
    Ich haderte mit mir, wurde aber beim Ausziehen meiner Schuhe doch zu neugierig und hüpfte auf die leuchtende Anzeige zu.
    Noch vor Wochen wäre es eine der schönsten Nachrichten überhaupt gewesen, jetzt aber versetzte sie mir einen gehörigen Schlag ins Gesicht.
    „Das-…“, ich schluckte schwer und fuhr mir durchs Gesicht „Das ist doch ewig her…“
    „Wovon sprichst du?“, fragte es von der Tür aus in meine Richtung.
    Beim Erkennen ihrer Stimme zuckte ich unfreiwillig und wünschte mir das erste Mal dass sie in diesem Moment nicht hier bei mir war und in gewohnter Manier den Rücken entlang strich.
    Ihre wachen, grünen Augen folgten meinem Blick und musterten die zahlreichen Worte der Nachricht auf dem Schirm. Ich verhinderte es nicht…Ohnehin würde sie es erfahren…Zeitnah.
    „Wann hast du dich denn bei denen beworben?“, fragte sie amüsiert, wobei mir unklar war woher dieser Unterton rührte.
    Ich sagte nichts und ließ mich mit wenigen Schritten zurück wieder auf das Bett sinken.
    Aries folgte, setzte sich dazu und umschloss meine zittrigen Finger mit ihren weichen Händen.
    Nach einer Weile des Schweigens lächelte sie erneut, diesmal etwas bemühter.
    „Das sind doch gute Nachrichten, warum ziehst du so ein Gesicht?“
    Ausdruckslos traf mein Blick sie und musterte die Erscheinung.
    „Für uns ist das überhaupt nicht gut.“, knallte es förmlich zurück. Zumindest, wenn man ihren darauffolgenden Gesichtsausdruck sah.
    „Gut das heißt…Das heißt schon mal dass du es machen möchtest. Die Assistenz Zeit bei der Allianz?“
    Ich nickte nur stumm.
    „Aber das bedeutet doch nichts. Im Urlaub kannst du herkommen und auch so…Wir finden sicher Lücken in denen wir uns zu Gesicht bekommen.“
    Ihre Versuche die Sache schön zu reden waren schon so vehement, als wüsste sie genau was ich ihr folgend sagen würde.
    „Und hin und wieder bringt mich das eigens für mich vorgesehene VIP-Shuttle für einen lauschigen Abend zu dir?“, fragte ich betont ironisch und verärgerte sie damit ein erstes Mal.
    „Abgesehen davon ist es nicht nur meine Fachausbildung die ich auf Schiffen und Raumstationen bei den ganzen Spezialisten machen kann, es…Es ist auch so dass ich gar nicht recht weiß was ich danach will. Vielleicht möchte ich später bleiben.“
    Ohja…Wenn ihr Gesicht sich noch weiter verziehen würde und ihre bereits geballte Faust noch zu zucken beginnen würde, müsste ich bald aufpassen dass ich diesen Dienst überhaupt je antreten könnte.
    „Und was bedeutet das jetzt für uns?“, fragte sie mit monotoner Stimme.
    Ich zuckte unwissend mit den Schultern und sah in ihre traurigen grünen Augen, in die ich, trotz aller schweren Entscheidungen, so verliebt war.
    „Ich weiß nicht, aber…Es tut mir leid.“
    Und das war durchaus ehrlich gemeint.
    „Hast du eine Ahnung davon was das für mich bedeutet? Ich muss damit wieder dauerhaft Zuhause wohnen.“
    Stimmt. Aries hatte sich, zu meinem Wohlwollen, in den letzten Monaten zumindest grob schon etwas hier „eingerichtet“. Ich hatte sie lieber bei mir als sie im Haus der scheinbar tyrannischen Mutter zu wissen.
    „Naja, es…Es ging ja auch davor die ganze Zeit ohne mich.“
    Für diese überaus taktlose und strunz dumme Aussage hätte sie mich wirklich schlagen müssen.
    Stattdessen stand sie zittrig auf, lies meine Hände endgültig los und begann zu weinen.
    „Es tut mir Leid, nur…Was soll ich tun? Das da ist meine Zukunft, Aries.“, ich deutete mit dem Blick eines begossenen Pudels auf den Bildschirm.
    „Dann wünsche ich mir für meine bescheidene Zukunft dass ich dich hier unten nie wieder sehen muss…“
    Und ZACK! Die Tür war definitiv zu…Erstaunlicherweise lief ich nicht hinterher. Meine Augen brannten und mein Herz schlug bis zum Hals, aber ich wusste dennoch: So war es das Beste…Irgendwie…

    AeiaCarol is offline Last edited by AeiaCarol; 17.01.2012 at 03:07.

  7. #7 Reply With Quote
    Goddess of the Sun  BlackShial's Avatar
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    Ah! Uh!
    Ob actionreich, tragisch oder was weiß ich .. das brauchst du gar nicht um einen zu fesseln!
    Wie nicht anders zu erwarten top geschrieben, sehr detailreich und trotz der Tatsache das es doch nur ein 'Laberkapitel' ist, mitreißend!
    Selbst mit sowas 'einfachen' schaffst du es mich zu überwältigen

    Ich muss aber sagen, Aries ist eigentlich gar nich so übel ... Okay am Ende ist sie bissl krass und da sieht man besonders gut, was es für eine is ^^ Aber gerde beim Treffen fand ich sie ja doch ganz 'süß' Auf ihre Art und Weise
    Irgendwie harmonieren die beiden doch ziemlich gut miteinander

    Und dieses Atzenbild! *lach* Passt ja so toll zu dem männlichen Leif der solche Wüstlinge mit seiner bloßen Anwesenheit in die Flucht schlägt
    BlackShial is offline

  8. #8 Reply With Quote
    Ehrengarde Mal vas Idenna's Avatar
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    Was soll ich da noch zu sagen? Eigentlich hat ja Shial alles gesagt...
    Erstmal:
    Man braucht nicht großartig Action, Drama oder sowas um einen mitreißenden Text zu schreiben. Deiner ist da der beste Beweis
    Dein Schreibstil ist wirklich gut. Du beschreibst die Gefühle und Eindrücke Charaktere sowie die Umgebung angenehm ausführlich, ohne dich in unwichtigen Details zu verlieren. Es geht alles wunderbar ineinander über und nichts wirkt irgendwie aufgesetzt oder in den Text gezwungen.
    Auch Aries hast du toll beschrieben. Man erkennt schon jetzt, dass sie eine schwierige Frau ist und schon früh weiß, wie sie ihren Nutzen aus der Beziehung zu Leif ziehen kann. Gleichzeitig beschreibst du schön, wie blauäugig Leif ihr gegenüber ist.
    Also ich finde deine FF toll und freue mich schon auf die nächsten Teile
    (und zu dem Bild sag ich jetzt mal nichts)
    Mal vas Idenna is offline

  9. #9 Reply With Quote
    Drachentöterin AeiaCarol's Avatar
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    Quote Originally Posted by BlackShial View Post
    Ah! Uh!
    Ob actionreich, tragisch oder was weiß ich .. das brauchst du gar nicht um einen zu fesseln!
    Wie nicht anders zu erwarten top geschrieben, sehr detailreich und trotz der Tatsache das es doch nur ein 'Laberkapitel' ist, mitreißend!
    Selbst mit sowas 'einfachen' schaffst du es mich zu überwältigen

    Ich muss aber sagen, Aries ist eigentlich gar nich so übel ... Okay am Ende ist sie bissl krass und da sieht man besonders gut, was es für eine is ^^ Aber gerde beim Treffen fand ich sie ja doch ganz 'süß' Auf ihre Art und Weise
    Irgendwie harmonieren die beiden doch ziemlich gut miteinander

    Und dieses Atzenbild! *lach* Passt ja so toll zu dem männlichen Leif der solche Wüstlinge mit seiner bloßen Anwesenheit in die Flucht schlägt
    Quote Originally Posted by Mal vas Idenna View Post
    Was soll ich da noch zu sagen? Eigentlich hat ja Shial alles gesagt...
    Erstmal:
    Man braucht nicht großartig Action, Drama oder sowas um einen mitreißenden Text zu schreiben. Deiner ist da der beste Beweis
    Dein Schreibstil ist wirklich gut. Du beschreibst die Gefühle und Eindrücke Charaktere sowie die Umgebung angenehm ausführlich, ohne dich in unwichtigen Details zu verlieren. Es geht alles wunderbar ineinander über und nichts wirkt irgendwie aufgesetzt oder in den Text gezwungen.
    Auch Aries hast du toll beschrieben. Man erkennt schon jetzt, dass sie eine schwierige Frau ist und schon früh weiß, wie sie ihren Nutzen aus der Beziehung zu Leif ziehen kann. Gleichzeitig beschreibst du schön, wie blauäugig Leif ihr gegenüber ist.
    Also ich finde deine FF toll und freue mich schon auf die nächsten Teile
    (und zu dem Bild sag ich jetzt mal nichts)


    Vielen lieben Dank meine Beiden - Echt toll dass ihr so fleißig mitlest.
    Dir, lieber Mal, vielen Dank auch für's Betalesen in diesem Fall.


    Eins wüsste ich aber wirklich gern: Was habt ihr gegen dieses geile Bild?!

    AeiaCarol is offline

  10. #10 Reply With Quote
    Ehrengarde eis engel's Avatar
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    Sodele, liebe Aeia, nun bin ich auch dazu gekommen deine Fortsetzung zu lesen und muss sagen, dass sie mir richtig gut gefallen hat Auch ohne Action und HalliGalli sehr lesenswert und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung...

    Ich hab nichts gegen das Bild, ganz im Gegenteil....
    eis engel is offline

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