Okay, ich hab Iduns Vorlage nach bestem Wissen und Gewissen versucht zu verfeinern.
Es sind im Eifer des Gefechts doch mehr Änderungen und Erweiterungen geworden als gedacht. Idun, ich hoffe, du bist nicht erbost darüber. Ich hab einfach deine gelungene Grundlage geschnappt, in den wichtigsten Passagen (sinngemäß) erhalten und nach eigenem Geschmack aufgewürzt.
Die Frage ist ja, inwiefern die Jury nachher mit dem Genre einer Glosse etwas anzufangen und deren Aspekte zu gewichten weiß. Hab jedenfalls versucht, das Glossenprofil so gut wie möglich einzubringen und habe da angepasst, wo Idun von der Form etwas abgewichen ist. Normalerweise ist eine Glosse aber auch nicht so lang wie gefordert. 
Beim Bearbeiten ist mir zudem eingefallen, dass die Jury (also die, die die Glosse bewertet
) vermutlich ja gar nicht so viel Einblick in den Wettbewerb und dessen Etappen hat, dass es also womöglich mehr über rhetorische Mittel etwas zu punkten gibt als über inhaltliche. Finde aber, dass Idun das schon bestens miteinander verknüpft hat. Mir gefiel die Stelle "wie Ausschnitte eines Bildes" sehr!
Wie gesagt, ich habe versucht, das in dem Sinne zu optimieren. Ob nun alle Wortspiele und Anspielungen Anerkennung finden, muss man abwarten.
Wenn ich es jetzt nochmal so lese, könnte es sicher noch eine Spur bissiger sein, aber wenn nicht noch einer was ganz anderes, Besseres zu bieten hat, dann bitte ich um Abgabe dieses Pamphlets mit 667 Wörtern:
A D-OS, Amigos – keep smiloDoning!
Da begann die heiße Phase also von neuem – in einer stillen Nacht, nachdem der Laden verriegelt und verrammelt schien, Fenster und Türen verbarrikadiert waren, der Totengräber schon mit der Schaufel scharrte. Doch ein Lebensfunke – wie konnte er ahnen, dass er einen kaum zu bändigenden Flächenbrand entfachen würde?! – gab das Glimmen nicht auf. Er ließ es säuseln, das Wispern: „Es geht wieder los!“, dem schließlich ein hysterisches Gekreische entwachsen sollte.
Zähe Verhandlung hatten sie geführt, ein gefühltes Mondjahr mochten sie diskutiert haben … und am Ende war alles nur noch schrecklicher!
Wie Tiere gingen sie in diesem Wettstreit aufeinander los, wühlten im besudelten Schlamm der Rivalen, warfen sich über Wochen die derbsten Beleidigungen an den Schädel, ja, sie hängten sich sogar gegenseitig an den Galgen! Und dass alles nur aus Spaß? Denkste! Bandagen der härtesten Art und ein Fell so dick wie das des Schwarzen Trolls waren vonnöten – gleichsam für Regie und Akteure –, um in diesem Haifischbecken aus Missgunst, Sabotage und Team-Egoismus eine Überlebenschance zu haben, geschweige denn nahrhafte Punkte zu ergattern.
Was zum Henker hatte sie bloß dazu getrieben? Was in Allerweltsnamen ging dort vor sich? Niemand wagt es, offen darüber zu reden, selbst der Tod fürchtet sich vor dem, was dort verzapft wird! Das TuS, so heißt es, sei dagegen ein Kinderspielplatz mit rosa Rutsche, Wicky-Schaukel und »Hello Kitty«-Gummimatten. Kein Vergleich mit der animalischen Auslese, die dieser Wettbewerb als Tribut fordert!
Spione sind sie alle, die verwegenen Todeskläffer, die rabiaten Rammler, die schießwütigen Wirbellosen und die scharfzahnigen Schnabeltiere, nichts anderes im Sinn als alles über die Gegner herauszufinden, sie zu beschatten und bloßzustellen. Gnadenlos. Ohne Rücksicht und Respekt vor Ehrwürdigem und Verdientem.
Sie sind unnachgiebig, rachsüchtig und unberechenbar. In ihre Rage zerlegen sie Motoren, nur um sie danach wieder akribisch zusammenzuflicken, in der Hoffnung, die ultimative Waffe geschaffen zu haben. Sie schrecken nicht vor der gezielten Nutzung von Fremdwörtergeschossen zurück; bis zum buchstäblichen Erbrechen missbrauchen sie dazu friedliche Koexistenzen in der Welt des Wissens, vergewaltigen das Schaffen anderer, zertreten den Frieden der großen Gemeinschaft als Labsal fürs eigene Wohlergehen. Dinge, welche Vernunftbegabte sich nie zu träumen wagen, sie nicht einmal gegen Bezahlung auch nur in Erwägung ziehen würden, sind für diese fiesen Finsterlinge ganz natürlicher Quell, um den quälenden Durst nach Anerkennung zu stillen. Skrupellos nehmen sie des Teufels Werkzeuge in die Hände und seine widerwärtigsten Einflüsterungen in die Münder, auf dass ein verheerender Regen niederprasseln möge, der die Gegnerschar fortspült, sie auflöst und im Nichts versinken lässt.
Von allen guten Geistern verlassen? Aber hallo! Wenn nicht die, wer dann?! Schweißgebadet, kalte Angst auf die Stirn gemeißelt und mit verkrampfter Mimik schilderte jüngst einer aus dem engeren Zirkel der Erlauchten, was es bedeutet auf dieser "Spielwiese", wie sie es lachhafterweise selbst nennen, den Kampf um das nackte Überleben immer wieder aufs Neue zu bestehen: "Sie kommen! Ich muss weg! Weißt du nicht? Kannst du’s dir nicht denken?" Besten Dank für das ausführliche Gespräch! Ist irgendwie so, als würde man sich gegenseitig unzumutbare Fragen stellen, deren Antworten noch abstrakter, noch unbegründeter daherkommen. Als würden einem Ausschnitte eines berühmten Gemäldes gezeigt, doch man kann es einfach nicht in den einen großen Zusammenhang bringen.
Tja, was bleibt angesichts einer dermaßen fehlgeleiteten Abstrusität? Letztlich kommt es einem fast so vor, als wäre dies alles bloß ein riesiger Karnevalsklamauk mit einem Pool pubertierender Pappnasen, die sich selbst am meisten über ihr närrisches Treiben freuen und ein Abo auf Langeweile haben, deren Kreativität sich auf ein nutzloses Dasein in einer versteckten Nische beschränkt. Von der Außenwelt abgespalten, lassen sie sich aufs Glücksrad schnallen … und drehen sich doch nur ewig im Kreise. Mal be-, mal entschleunigt und nie der Erleuchtung nahe, dass am Ende doch alles verschwimmt zu einer homogenen Masse mit nur leichten Unebenheiten.
Aufhören sollten sie! Stoppen sollte man den Wahnsinn! Zu lange schon ist der Spuk am Lodern. Wer setzt dem bösen Spiel das letzte Kapitel? Wer zeigt den Erbarmungslosen Erbarmen? Wer ist so verrückt?
Und bitte, bitte! löscht diesen einen letzten Funken …