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Waldläufer
„Ich habe keine Ahnung, was Raad denken würde, wenn er mich sieht. Aber ich hoffe doch, dass er nicht so pessimistisch geworden ist, wie es deine Frage impliziert.“, sprach der Assassine mit ruhiger Stimme, die Arme noch immer vor der Brust verschränkt, „Mein Eindruck von ihm ist jedenfalls ein anderer. Er kommt gut zurecht und ich glaube nicht, dass er meine Hilfe benötigt. Was nicht heißt, dass er sie nicht bekommen wird.“
Die Blicke Moddaens und Farels trafen sich einen Augenblick. Farel war in mancher Hinsicht so einfach zu lesen wie ein offenes Buch, wenngleich er die Dramatik genoss, die er damit erzeugte. Sie hatten nicht darüber gesprochen, aber Moddaen war es von Anfang an klar gewesen. Vielleicht war Farel nur hierhergekommen, um ihm einen Besuch zu erstatten. Dass Raad jedoch anwesend war, änderte einiges. Der Assassine hatte nie ein schlechtes Wort über den Jungen verloren, behauptete sogar, dass ohne ihn die Eroberung und der Wiederaufbau Bragas nicht möglich gewesen wären. Er sprach von ihm beinahe wie der Vater von seinem Sohn und in mancher Hinsicht verhielt sich Farel auch genauso.
Der Meister der Kraft beugte sich auf seinem Stuhl vor, seufzte dann und erhob sich. Das Leder des Polsters knarrte leise. „Besitzt du noch ein Ehrenwort, Candaal, oder hast du dir dies in den Jahren genauso abtrainiert wie deine guten Manieren?“, fragte der ergrauende Mann und trotzdem kein Lächeln seine Lippen bog, war der Spott doch deutlich zu hören.
Raad
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Ritter
"Ich ehre Taten, nicht Worte, Moddaen. Worte führen selten allein zu Konsequenzen. Manieren sind etwas dazwischen. Welcher Umgang ist für dich manierlich?" Er liess den Gedanken im Leeren enden um dem Meister der Kraft eine Denkanregung für die nächsten ruhigen Stunden zu geben. Dann ergriff er ernst wieder das Wort: "Mit deinen Ressourcen und meinen Fähigkeiten und Verbindungen können wir alles erreichen. Die Frage ist nur, was schwebt dir vor. Meine Bedingung ist klar: Ich will Zugang zu allem was die Akademie mir bieten kann." Er genoss den erstaunten Augenaufschlag Moddaens: "Ein angemessener Preis für die Rettung einer Monarchie, findest du nicht?"
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Hüter des MFC
Der Rauch des Glimstängel stieg in den rabenschwarzen Nachthimmel auf. Nigel hatte recht, bei frischer Luft kann man wirklich viel besser denken, besonders mit einem Sumpfkrautstängel im Mund. Bei einer Sache hatte sein Gefährte auch recht. Warum sollte man sie einsperren? Sie sind praktisch die Herren der Akademie und niemand anderer.
"Du hast vermutlich recht. Ich kann mir auch schon wahrscheinlich denken, warum sie so einen Wut auf uns haben. Wir kamen einfach mal reinspatziert und schon waren wir bei Ethorn angestellt. Viele als Söldner und einige wiederum als Schwerter Ethorns. Ein paar bekamen Sonderposten in der Akadmie. Also praktisch ohne was geleistet zu haben. Ich kann mich auch noch gut an einer Szene mit Drakk erinnern. Irgendeine Klinge hat ihn verarscht und wurde windelweich geprügelt. Sie erkannten wohl, dass die besten von uns leicht mit ihnen mithalten können. Das schmeckte ihnen wohl nicht."
Einen Grund hätten die beide ja schomal, aber der bringt sie auch nicht weiter.
"Ein Spion.....genau ein Spion müsste sich einschleißen und so mehr über die ganze Sache erfahren."
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Ehrengarde
Neid, na klar. Das war natürlich auch ein mögliches Motiv. Manis Beobachtungen waren durchauch interessant. Genauso interessant war seine Idee mit dem Spion.
» So zum Beispiel. Aber du hast vorhin einen Namen erwähnt. Das klang so, als gäbe es da schon Leute, die sich ihre Gedanken machen. «, spekulierte Nigel.
Mani nickte und wiederholte den Namen.
Raad - so nannte sich der Kerl - soll Aufseher der Akademie gewesen sein, bis er rausgeschmissen wurde.
Das war wahrlich interessant.
Man müsste sich mal zusammensetzen und über die ganze Geschichte reden. Nigel brauchte auf jeden Fall mehr Informationen. Außerdem könnte man ja Ideen zusammen tragen. Aber erst eins, dann das andere.
» Kennst du diesen Raad? Kannst du uns bekannt machen? Diese Geschichte wird immer interessanter... «
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Schwertmeister
Sturzkampfmöwe
Ferdinant war, wieder einmal, in der Taverne. Die Nacht davor hatte er, ebenfalls schon wieder, auf einem der Heuhaufen im zugehörigen Innenhof verbracht. Sollte mir mal langsam die Stadt ansehen, vergolde hier eigentlich nur meine Zeit. Dachte er sich, nahm einen großen Schluck aus seinem Becher und leerte das Wasser, welches sich vor wenigen Sekunden noch darin befand, aus eben diesem. Daraufhin bestellte er beim Wirt, Mittellange, blonde Haare und von relativ schmächtiger Statur, einen weiteren Becher. Der Wirt dieser Taverne war, zumindest bisher, überaus Gastfreundlich. Er hatte noch keine Gegenleistung, oder Geld, vom Tagelöhner verlangt, obwohl dieser jetzt schon zwei Becher Wasser trank. Während der Wirt das Wasser holte, schaute sich der Myrtaner in der Taverne um. Zu dieser Stunde waren so einige Gäste in der Spelunke, zwei dieser Gäste verließen das Gasthaus grade durch die Vordertür. Er hatte, bisher, nur die Hintertür zum Hinterhof benutzt. Sumpfkrautraucher, widerliches Zeugs, waren heute auch nicht sehr viele da. Immerhin. Dafür gab es heute mehr Biertrinker, diese störten ihn jedoch, obwohl er Antialkoholiker war, überhaupt nicht. Bier, Schnaps und Wein sollte man den Leuten schon lassen. Das Sumpfkraut jedoch, dass war nun wirklich nicht sein Fall, vor allem wegen der Zeit in Ishtar...
Der Wirt stellte ihm, grade als er drohte in seine Gedanken zu versinken, seinen Becher mit Wasser hin und sagte, dass das Wasser in dieser Stadt wohl nicht sehr Gesund sei. Bald merken würde er dies wohl auch, sagte der Wirt ihm. Da Fragt man sich doch, warum dass Wasser hier nicht Gesund ist? Fragte er sich stumm im Kopf. Der Wirt scheint grade Zeit zu haben, kann den ja mal Fragen.
"Jap, bin neu hier. Vor drei Tagen wurde ich, mitten in der Nacht, von einer hübschen Schwarzmagierin hierher Teleportiert, genau zu eurem Hinterhof. Ob ihr mir die Geschichte glaubt ist eure Sache." Sagte er dem wird und Grinste schief. Das würde seine Worte, sehr wahrscheinlich, noch unglaubwürdiger machen, aber wen interessierte dies? Er wollte sogar, mehr oder weniger, den Wirt ein wenig verunsichern, mit seinen Worten.
"Ach ja, ihr habt etwas mit dem Wasser angedeutet, was hattet ihr noch mal gesagt..." Ferdinant tippte sich, mit dem Zeige und Mittelfinger seiner rechten Hand, gegen die Stirn und tat, sehr übertrieben, so als ob er nachdachte. Er hatte, zumindest was die meisten dinge anging, ein gutes Gedächtnis und wusste auch, noch immer, die Worte des Wirts. Jedoch wollte er ein wenig mit dem Wirt spielen, auch wenn dieser es vielleicht schon durchschaut hatte.
"...Ah jetzt weiß ich's wieder!" Rief er, deutlich gespielt, aus als ob er einen Geistesblitz hätte.
"Ihr sagtet, dass das Wasser hier nicht besonders Gesund sein, weshalb? Ratten? Gift?" Fragte er den Wirt nun und wartete schon gespannt, seine Unterarme hatte er wieder, ein wenig Verschränkt, auf die Theke "gesetzt", auf die Antwort des Blonden Mannes.
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Waldläufer
Der Meister der Kraft schüttelte leicht den Kopf. „Farel?“, fragte er den an der Wand lehnenden Assassinen ruhig. Er verstand.
„Dann wäre es wohl klug, für das, was du verlangst, dir einen Platz zu suchen, wo du gewissen Leuten nicht in die Quere kommst, Candaal. Deine Hilfe war weder verlangt noch erbeten worden. Und wir beide wissen nur allzu gut, wie weit deine Angebote reichen. Ich schätze, vor Zuben hätte dein blonder Kopf eine stolze Summe eingebracht. Hätte ich ihn je als das gesehen, als dass er sich gesehen hat, hätte ich es mir überlegt, ihm diesen Gefallen zu tun.“, sprach Farel mit ruhiger Stimme, doch sein Blick war härter geworden. Er war einer der wenigen Männer, die sich Moddaen nicht zum Feind wünschte, doch gleichsam einer der wenigen, bei denen es viel bedurfte, ehe er eine Fehde beschwor.
„Das schließt Raad ein. Du wirst dich nicht gegen ihn stellen.“, verlangte der Assassine.
Moddaen spürte den Drang zu Schmunzeln, doch er schob ihn beiseite. Farel war ein offenes Buch.
„Mir schwebt eine Akademie vor, die sich auf das besinnt, was sie war. Ich weiß nicht, ob du den größten Teil deines Lebens in den letzten zehn Jahren erbracht hast, Candaal, doch wenn du dich nur ein wenig an das erinnern kannst, was ich dir einst beigebracht habe, solltest du wissen, dass mein Verlangen nach Größe sichtlich geringer als das deine ist. Ich tue die Dinge ihrem Zweck nach. Und ich sehe nur einen Mann, der diesem für die Akademie im Augenblick dienlich ist.“, Moddaen ließ offen, ob er sich oder Farel meinte, gleichsam welche Art ihm dabei vorschwebte. „Wenn du dies unterstützt, wirst du Zugang zur Akademie erhalten, aber du wirst dich ihrer Art fügen, ohne es zu unterwandern. Damit geht Wissen einher, Candaal, vielleicht Einfluss, aber keine Macht – dafür sorge ich – und kein großes Gold. Vielleicht noch Ansehen, aber es wäre mir neu, dass du darauf neuerdings wert legst. Dies ist mein Angebot. Und es ist nicht verhandelbar.“, waren die Augen Farels hart gewesen, so war die Stimme Moddaens pures Granit. Er hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt, gab sich eine Blöße, die man nicht erwartet hätte und die er sich trotzdem leisten konnte. Der Assassine schaute ihn nachdenklich an. Zeiten ändern, alter Freund, nicht nur sich, sondern auch uns. Nun bist auch du frei und kannst gehen, wohin du willst und trotzdem stehst du hier. Ich schulde dir etwas.
Raad
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Schwertmeister
"Ratten."
Antwortete Sarpedon und riss dabei ganz kurz die Augen auf.
"Jetzt weisst du auch warum ich dir für dieses Wasser nichts verrechnen konnte. Glück gehabt oder Pech, wie mans nimmt."
Sprach er wie immer mit einem undurchsichtigen Grinsen und fuhr dann mit leicht ironischem Unterton fort:
"Du kannst ja deiner magiebegabten Freundin sagen, dass sie die Ratten in Luft verwendeln soll."
Dann lachte er schallend, als würde er ihm kein Wort glauben, als wäre er ein ganz normaler Wirt, der noch nichts von der Welt gesehen hatte und weder an Magie, noch an Drachen glaubte.
"Aber lassen wir den Spass mal Freundchen. Vielleicht willst du dich mit Haris zusammen um mein Rattenproblem kümmern? Für drei Ratten bekommst du eine Malzeit. Sind wir im Geschäft?"
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Ritter
Candaal war beruhigt darüber, wie wenig Moddaen doch von ihm verstand. Macht band, machte verletzlich und stahl dem Mächtigen darüber hinaus einen Grossteil seiner Zeit. Gold war ein Lockmittel für jene, die es nötig hatten. An einem gewissen Punkt wandelte sich die Perspektive eines jeden Diebes. Es war bei der Rotmondinsel nicht wirklich um das Gold gegangen. Genausowenig wie es bei Krebstein um das Schiff gegangen war. Es ging um das Wissen darum, der Beste zu sein. "Zwei unverhandelbare Positionen schliessen sich nicht aus? Das klingt nach einer wundervollen Ehe. Und was Raad betrifft..." Der Ganove warf Farel einen flüchtigen Blick zu. "Ich habe nicht vor, mich in seinen Weg zu stellen. Ich gedenke eher, seinen Weg etwas zu gestalten."
Der Ganove löste seine Stiefel von der Stelle, an welcher er bis anhin bewegungslos gestanden hatte und setzte sich schliesslich auf den Stuhl, der ihm vor einiger Zeit angeboten worden war. "Diesen Moment wird Raad über meine Erkenntnisse was Arjen anbetrifft informiert. Arjen von Tavelin ist zu wichtig, als dass Siegmund von seiner Kooperationsbereitschaft erfahren dürfte. Ich denke Raad sieht ein, dass ich der einzige bin, der sich mit ihm treffen sollte."
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Schwertmeister
Also waren es Ratten, weshalb dass Wasser wohl nicht ganz Gesund war. Am liebsten hätte er sein Wasser, sowohl von Gestern als auch von Heute, wieder herausgewürgt. Aber, nun konnte er auch nichts mehr daran ändern. Lucia bitten die Ratten in Luft zu verwandeln? Wäre, eigentlich, kein schlechter Vorschlag. Allerdings denke ich, dass sie momentan ziemlich sauer auf mich ist, weshalb auch immer. Wieder schaute der Tagelöhner, kurz, betrübt zu Boden. Danach raffte er sich, sozusagen, wieder auf und sah den Wirt an. Das lachen hatte der Myrtaner, als er an die Adlige dachte, nicht wirklich vernommen. Gut, vernommen schon, allerdings nicht wirklich beachtet, er wusste nur, dass der Wirt ziemlich laut gelacht hatte. Das Angebot des Wirtes, nachdem sein Lachanfall endete, war jedoch interessant, sogar Großzügig, könnte man sagen. Drei Ratten für eine Mahlzeit? Da war der Tagelöhner doch dabei!
"Das Angebot nehme ich gerne an! Aber, wenn ich mehr als drei erledigen sollte? Bekomme ich dann nen kleinen Bonus oder noch eine Mahlzeit?" Ferdinant schaute den schmächtigen Wirt mit einem, relativ gerissenem Grinsen, an. Er will schließlich auch für die Extraarbeit bezahlt werden, falls er mehr als drei Ratten erwischen sollte. Umsonst machte er, weil er bisher sehr auf sein Geld achten musste, nichts.
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Schwertmeister
Der Fremde war nicht auf den Kopf gefallen. Das gefiel dem Schurken, der sich im Gewand des Wirts langsam richtig wohl fühlte. Er nickte Haris zu, der eben den Schankraum wieder betrat, jedoch noch etwas blass wirkte.
"Der Hinterhof ist nicht der sicherste Ort zum übernachten. Da fühlt sich hin und wieder ein Besoffener um sein Bett betrogen. Du könntest die Kammer neben Haris beziehen, aber dann bist du mir noch den einen oder anderen weiteren Gefallen schuldig. Kannst Haris fragen. Meine Mitarbeiter ziehe ich nicht über den Tisch."
Gab er zurück und schaute sein Gegenüber schelmisch an.
"Mein Name ist übrigens Sarpedon und wie heisst du?"
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Waldläufer
Der Meister der Kraft nickte zufrieden, als Candaal sein Angebot akzeptierte. Ob jener es tatsächlich tat oder es nur vortäuschte, wusste Moddaen nicht sicher zu sagen. Einst hätte er vieles dafür getan, dies herauszufinden. Die Leute dort zu packen, wo ihre eigene Ehre sie schmerzte, erhielt ihm auf eine gewisse Weise seine innere Ruhe. Doch Siegmund war bereits ein Fisch gewesen, der ihm immer wieder den Händen entsprungen war. Dieser Mann besaß keine Ehre und ob die Schattenhand die Welt noch mit dergleichen maß, wusste er nicht zu sagen. Doch was, was er nun hatte, musste reichen.
„Arjen ist vernünftig.“, behauptete der ergrauende Mann. Vielleicht hätte er dies vor ein paar Tagen nicht getan, doch eigentlich hatte sich seine Meinung über ihn nicht grundsätzlich gewandelt. Jedoch zu erfahren, dass Gorten und Viliam sich auf Siegmund Seite geschlagen hatten, ließ ihn den Stich eines Bedauerns verspüren. Sie schienen ihr Gleichgewicht vor langer Zeit gefunden zu haben.
„Aber trotz seines Titels ist er ein einfacher Mann. Er macht sich nicht viel aus den Dingen, die der Adel sonst einer Flagge gleich hochhält. Seine Frau ist da etwas anders. Sie steht gerne im Mittelpunkt. Aber neben Arjen hat sie dabei auch keine Schwierigkeiten. Er lässt viel über sich ergehen.“, sprach Moddaen, „Du solltest vorsichtig damit sein, was du ihm aufbürdest.“
Sein Gegenüber schien dies zu verstehen und da es nichts mehr gab, worüber sie hätten sprechen können, ohne sich in alten, rührseligen Geschichten zu verlieren, erhob sich die Schattenhand und ging.
Als die Tür sich lange schon hinter dem Blondschopf geschlossen hatte, erwachte auch der Assassine wieder aus seiner Starre. „Du vertraust ihm nun?“
„Nein. Aber mit seiner Geste heute, weiß ich zumindest, dass er die andere Seite nicht für fähig hält, den Sieg zu erringen. Er hätte eine dritte Seite aufmachen können, aber ich glaube, gegen den Eifer des Jungen hätte nicht einmal Candaal eine Chance gehabt, wenn er ihn nicht alle paar Schritte wieder auf den Boden hätte stürzen lassen.“
„Du hast wirklich erwartet, dass er hier vorbeikommt?“, fragte Farel zweifelnd, „Das hättest du doch gar nicht sicher wissen können. Was hättest du getan, wenn er nicht gekommen wäre. Raad… wie hast du es ausgedrückt… kopflos in sein Verderben rennen lassen.“
Moddaen lachte leise. „Dies sind finstere Zeiten. Lass mir den Spaß, alter Freund. Wer auf dem Grat balanciert, muss die Höhenluft mögen. Außerdem… wer weiß. Vielleicht ist das eine gute Lektion für den Jungen. Hätte ich gleich zugestimmt, ihm zu helfen, hätte er kaum noch Kraft aufwenden müssen, geschweige denn einen einzelnen Gedanken zu verschwenden.“, das Lachen lag noch immer in Form eines Lächelns auf seinen Lippen, „Und hättest du nicht ähnliches im Sinn gehabt, wäre heute nicht Candaal sondern du zu mir gekommen.“
Farel zuckte die Schultern. „Ich bin nur hier, um zu beobachten.“, behauptete der Assassine.
„Natürlich. Und um mich zu ärgern.“
„Das würde mir niemals in den Sinn kommen.“, widersprach der Assassine schmunzelnd, „Soll ich die Schattenhand beobachten?“
Moddaen schüttelte den Kopf. „Du könntest die Klinge vom Bauernhof holen. Ich schätze, ich habe noch ein Gespräch mit Lee…“
Raad
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Krieger
Haris ging lächelnd in richtung Sarpedon, der mit jemanden sprach den Haris nicht kannte.
Er stellte sich neben Sarpedon und gab dem Unbekannten die Hand.
Dann sah er in Richtung Sarpedon.
"also das problem im Zimmer des säufers ist gelöst" sagte er mit einem wimmern als er an die letzte Nacht dachte.
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Schwertmeister
"Ferdinant, Tagelöhner." Antwortete ebendieser dem Wirt, Sarpedon hatte dieser sich genannt, auf seine Frage, wie er denn hieß. Danach kam jemand anderes, der von Vorgestern der den Wirt wohl vertreten hatte, Haris heißt er wohl laut Sarpedon. Der Gehilfe des Wirts, reichte dem Tagelöhner seine Hand. Der Myrtaner ergriff diese und schüttelte sie einmal kräftig.
"Hallo." Sagte er nur, als er sie schüttelte. Danach schaute er zum Wirt und Sprach.
"Ich nehme das Angebot, dass wegen der freien Kammer, gerne an. Aber, lasst mich erstmal die Ratten erlegen." Er zwinkerte und schmunzelte leicht. Eins nach dem anderen. Dachte er sich. Der Bauernsohn vertraute, seltsamerweise, auf das Wort des Wirtes. Und wenn dieser ihn doch über den Tisch zog, nun, dann müsste wohl eines seiner Möbel dran glauben. Allerdings ist dieser Haris ja auch beim Wirt geblieben. Hätte Sarpedon, den jungen Kerl über den Tisch gezogen, würde der wohl schon lange nicht mehr bei ihm Arbeiten. Ferdinant nahm nun seine verschränkten Arme von der Theke und hielt diese dem Wirt hin.
"So, nun führt mich aber erstmal zu den Ratten." Er schmunzelte kurz und wartete auf die Reaktion des Wirtes.
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Schwertmeister
Sarpedon führte den Mann mit dem kurzgeschnittenen, braunen Haar in die Küche und deutete auf ein Holzrohr unter dem ein grosser Bottich stand, doch weder das Rohr noch der Bottich zeigten Spuren von Wasser.
"Wir mussten das Wasser abdrehen. Keine Angst, was du getrunken hast kam nicht von hier, doch dein Gesicht wäre fürs Titelbild des Myrtanischen Boten gemacht gewesen."
Er lachte.
"Auf jeden Fall sitzen die Biester hier drin. Ich hätte vorgeschlagen sie auszuräuchern, aber jemand muss an den Löchern stehen, damit sie sich nicht in der ganzen Stadt weiter verteilen. Zudem sollte das Nachts über die Bühne gehen. Wir wollen ja keine Gerüchte entstehen lassen. Sonst noch Fragen?"
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Kämpfer
Eine Woche. Beinahe eine ganze Woche hatte Olriks Alltag zum Großteil aus Lese-und Sprachübungen bestanden. Er war zwar immer bei der Sache, hat gebetet, manchem Novizen bei irgendetwas geholfen, war sogar dazu gekommen seine Fallen zu kontrollieren, ein wenig Fleisch und Felle zu verkaufen oder dem Koch im Magierhaus zu geben und den schon mehr gewachsenen Korak zu versorgen, aber ansonsten gab es kaum etwas, was ihn vom Lernen abbrachte.
Maria war nunmal eine gute Lehrerin. Sie zeigte ihm alles, sowohl das Lesen als auch das Schreiben. Und mittlerweile konnte er es.
Zumindest theoretisch. Die Ausführung selbst war etwas schwieriger. Das Lesen war kein Problem mehr, das Schreiben konnte er nur noch durch den Gebrauch dieser Fähigkeit verbessern.
Seine Buchstaben sahen noch etwas...speziell aus verglichen mit dem, was er nun in der Bibliothek lesen konnte. Er hatte nun ein Buch ausgeliehen, natürlich unter Absprache, es hieß "Die Geschichte Setarrifs". Ganz interessant war es. Aber vorallem war es Lesetraining.
Olrik und Maria saßen in ihrer Kammer. Das Abendgebet war kaum eine Minute her. Maria saß auf ihrem Bett, Olrik auf dem seinen. Die Stimmung war etwas angespannt. Seit dieser Begebenheit mit ihrem Fall, den er auffing, waren sie beide etwas schüchterner als zuvor. Olrik fühlte immer ein herrliches Gefühl, wenn er in ihrer Nähe war, doch er war halt zu schüchtern um ihr näher zu kommen.
Außerdem beschäftigte ihn etwas anderes. Seit vorgestern war ihm aufgefallen, dass viele kampfstarke Männer, sicherlich Klingen, sich in der Stadt herumtrieben und nicht gerade begeistert wirkten. Außerdem hatte er auch bemerkt, als er mal auf dem Weg zum Dschungel war, dass sich ein paar etwas tölpelhaft wirkende Kerle lauthals über die Akademie aufregten, sie beschimpften und verachteten. Was hatte das alles wohl zu bedeuten? Diese Sache war zu interessant, um sie einfach zu ignorieren.
Jedoch hatte er noch einen Grund sich nicht wohl zu fühlen. Er hatte ein Schwert, ein einfaches Breitschwert, konnte aber damit nicht umgehen. Was will ein Mann mit einer Waffe, die er nicht einsetzen kann?
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Schwertmeister
Hände geschüttelt, hatten die beiden zwar nicht, allerdings führte der Wirt den Tagelöhner zur Küche. Dort war ein Bottich und über diesem war ein Holzrohr. Beides zeigte keine Spuren von Wasser, der Wirt erklärte auch gleich warum. Sie, der Wirt und Haris waren wohl gemeint, hatten das Wasser abgedreht. Wundert ja auch Niemanden, Ratten verbreiten die übelsten Krankheiten. Und Sarpedon hier, will, höchstwahrscheinlich, seinen guten Ruf nicht verlieren. War er mal wieder in seine Gedanken abgedriftet. Das Wasser, welches er getrunken hatte, war, laut der Aussage des blonden Wirtes, nicht aus diesem Bottich gekommen. Immerhin! Bleibe ich wenigstens von Krankheiten verschont... Dachte er sich belustigt. Danach schaute er sich das Holzrohr an. Er strich mit seinem Finger kurz im Loch herum und... fühlte nichts. Nur sein Zeigefinger war ein wenig schmutzig. Wasser war jedoch, wie der Wirt sagte, wirklich keines mehr in dem Holzrohr, dass war komplett Trocken. Höchstens ein paar Wasserreste, er hatte jedoch keine, mit dem Finger, ertastet. Nun musste man jedoch die Löcher finden, vielleicht war es auch nur ein Loch, aus dem die Ratten überhaupt ins Rohr rein kamen. Eine, relativ schwierige, Aufgabe, fand Ferdinant zumindest. Vielleicht sollte ich Haris, oder Sarpedon, Fragen wo das Rohr überhaupt hinführt, oder woher das Wasser denn nun kommt. Sieht mir stark nach einem Regenwasser Rohr aus, ob dass stimmt? Fragte sich der Tagelöhner, mal wieder, in Gedanken. Wenn es wirklich ein Regenwasser Rohr war, mussten die Ratten nicht mal ein eigenes Loch graben, außer der Anfang des Rohres ist am Dach der Taverne befestigt. Boah... schon wieder Ratten... Hatte schon in Varant dass vergnügen mit Wüstenratten. Hoffentlich sind die hier, nicht so, wie die im Traum... Ihm grauste es jetzt schon ein wenig. Wenn die hier so waren, würde die ganze Stadt sowieso bald Untergehen! Zumindest war das seine Meinung.
"Ich habe schon noch ein paar Fragen, diese werde ich aber, morgen wahrscheinlich, Haris stellen." Der Myrtaner nickte dem Mann kurz zu.
"Jetzt bin ich einfach zu Müde, um mir darüber Gedanken zu machen..." Er gähnte ziemlich lange, dass konnte man als Zeichen gelten, dass er wirklich sehr Müde war.
"Also, ich geh dann erstmal wieder zum Hinterhof, werde mal ne Runde pennen. Bis morgen!" Verabschiedete er sich und ging, durch die Hintertür natürlich, zum Hinterhof. Er hatte Glück, in den Heuhaufen lagen, noch, keine Besoffenen Kerle drin, die ihren Rausch ausschlafen wollten. Was nicht ist, kann ja noch werden. Sagte er sich und schaute sich düster um. Noch waren einige in der Taverne drin, er musste endlich mal jemanden Fragen, wie die hieß. Jedoch waren es, wie es sich anhörte, nicht sehr viele. Wahrscheinlich die Stammgäste die immer in der Spelunke ihr Bier zum Feierabend tranken, oder etwas Speisten. Wirklich interessieren, tat es ihn jedoch nicht. Deshalb legte er sich nun auf seinen Heuhaufen, klingt ja fast schon, als wäre dass sein Stammplatz wenn er Schlafen wollte, und schlief auch, ziemlich schnell, ein. Einen knurrenden Magen, hatte er trotzdem noch.
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Krieger
Haris sah durch das Fenster wie der Helfer Sarpedons sich in einen Heuhaufen legte.
Besorgt sah er in Richtung Sarpedon und flüsterte ihm zu
"könntest du ihm nich vieleicht ein Zimmer geben? wenigstens für die Nacht. Er wird da draussen noch erfrieren"
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Schwertmeister
Als Sarpedon vom Training mit dem Schwert zurückkehrte, stolperte er über Haris.
„Hol ihn mal wieder rein.“
Meinte Sarpedon zu seinem Gehilfen.
„Sollen wir ihm die Kammer geben, die du gestern geputzt hast? Die sollte inzwischen wieder durchgelüftet sein. Hoffe ich. Aber in Zukunft darfst du auch selber entscheiden, ob du jemandem ein Zimmer gibst oder nicht. Ich weiss, dass ich mich auf dich verlassen kann. Wir müssen es auch nicht den Armen aus der Tasche ziehen. Da gibt es bessere Opfer. Trotzdem, sobald sich herumspricht, dass jemand bei uns etwas umsonst bekommen hat, wirst du tagtäglich rührselige Geschichten zu hören bekommen und am Ende bezahlt keiner mehr. Dessen solltest du dir einfach immer bewusst sein. Eine Nacht mehr im Freien wird Ferdinant nicht umbringen.“
Sprach der Wirt und dachte daran, wie er überhaupt zu seiner Taverne gekommen war. Seine gefälschte Kaufsurkunde lag in seinem Zimmer, Maax hatte hoffentlich inzwischen einen Heldentod erlitten. Es war wahrscheinlich, dass in einer Welt wie dieser einer, der sich so lange von einem Ort fern hielt nie mehr zurückkehren würde und wenn dann stand es Aussage gegen Aussage. Überdies kannte wirklich jeder Sarpedon als Wirt. Seit bald einem Jahr war er zu einem festen Bestandteil geworden und sonst… Sonst hatte er zumindest seine Waffenbrüder. Weder sie, noch der König würden ihn im Stich lassen, obwohl er bezweifelte, dass sich der König um Banalitäten wie eine Taverne kümmern würde. Aber es war ihm bestimmt wichtig, dass nicht eines seiner Schwerter als Dieb entlarvt wurde.
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Krieger
Haris wusste nicht genau was er nun tun sollte.
Er wackelte hin und her und kapierte dann erst das Sarpedon ihm gerade die erlaubnis gab den Jungen rein zu holen.
Haris machte sich also auf den weg nach draussen und hielt vor dem im Heu schlafenden inne.
"Hey, wach auf"
"Wenn du willst kannst du in einem der Zimmer schlafen, dir muss doch schweinekalt sein"
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Schwertmeister
Er wurde, als ihn jemand rüttelte, aufgeweckt. Wirklich gut fand er das nicht. Der Tagelöhner mochte es, eigentlich, nicht wenn man ihn beim Schlafen könnte. Deshalb wälzte er sich noch ein bisschen im Heu, gähnte herzhaft und Fragte dann.
"Was ist...?" Vermutlich einer der Säufer, dessen Schlafplatz ich "weggenommen" habe... Dachte sich Ferdinant mürrisch. Er drehte sich auf den Rücken und sah nun zum Himmel, nun gut, wirklich sehen konnte er ihn nicht. Seine Aussicht wurde nämlich von einem jungen Kerl, der Gehilfe von Sarpedon wie es schien, verdeckt.
"Ach, du bist's nur..." Sagte er ein wenig gereizt. Er rieb sich, immer noch ziemlich Müde, die Augen. Immerhin sagte der Knabe, man konnte ihn wirklich noch so nennen, dass er auch in einem der Zimmer schlafen kann. Umsonst? Fragte er sich.
"Wenn Sarpedon nichts dagegen hat, gerne!" Antwortete er ihm. Der Myrtaner sah sich kurz um. Der Herr Wirt, hatte ihm gestern gesagt, dass das Holzrohr mit einem Brunnen verbunden ist. Diesen musste man, jedoch, erstmal finden. Hier, im Hinterhof, gab es keinen. Wäre ja auch ziemlich unglaubwürdig, dass man extra ein Rohrsystem machen würde, wenn ein Brunnen im Hinterhof steht. Dachte sich der Tagelöhner.
"Wir sollten aber, am besten heute noch, nach dem Brunnen suchen. Schließlich wollte ich heute nicht, schon wieder, mit leeren Magen Schlafen!" Der Bauernsohn lachte erstmal, beruhigte sich jedoch bald und Fragte den Gehilfen Haris.
"Also, wollen wir?"
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