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    Schwertmeister Das Waldvolk's Avatar
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    In den Wäldern
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Das Waldvolk is offline

    Tooshoo #14

    Willkommen, Reisender! Du befindest dich in Südargaan im Sumpfgebiet von Tooshoo. Der gigantische Baum da hinter uns wird Tooshoo genannt und das Dorf, das sich um diesen gebildet hat, nennt man Schwarzwasser.
    Die Gemeinschaft die hier lebt nennt sich das Waldvolk und kam vor nicht all zu langer Zeit aus Myrtana hierher. Es gab einen regelrechten Umsturz damals und seither gelten hier unsere Regeln:

    Töte niemanden unnötig!
    Mach keinen Ärger!
    Pass auf deinen Rücken auf!
    Und nerv nicht! Hörst du? Nerv einfach nicht, wenn dir jemand aufs Maul haut, weil du bescheuert guckst oder meint, dass du schicke Stiefel hast, Fremder. Schwarzwasser ist viel, aber sicher kein Ort für kleine Prinzessinnen und Typen mit Stock-im-Arsch!

    Regeln klar? Gut dann lade einen Wächter von Tooshoo nun auf ein Bier in die Sumpflilie ein(Mama Hooquas Angebot!), dann erfährst du auch mehr über den Ort und seine Gepflogenheiten und bei einem guten Schnaps, sicher auch über paar spezielle Orte hier oder dort.

    Was Mama Hooqua so gehört hat...

    - "Abends taucht hier immer so ein Stewarker auf. Er meint sein Bruder sei vor einigen Tagen mit drei weiteren Abenteurern auf Schatzsuche in die Tiefen Sümpfe gegangen. Dieser Stewarker sucht jemanden, der seinen Bruder findet. Wenn du noch etwas Gold hast, sagt dir die Mama auch was sie dazu noch weiß..." (Ansprechperson: Ornlu)
    - "Da ist so ein Spinner...ach was sag ich davon gibts hier genug...ich meine aber diesen Geromino. Der zahlt ganz gut für Blutfliegenflügel und braucht sie für seine Pläne. Hab da mal geguckt, als er wieder schwafelte. Der will daraus irgendwas basteln, womit er dann fliegen kann. Er meinte, er würde von der Baumkrone aus, dann wie ein Adler über Argaan gleiten und zu den Göttern fliegen. Ich sage ja, nur Spinner hier!" (Pro Flügelpaar werden 15 Goldmünzen gezahlt - 10 Paare braucht man maximal)
    - "Irgend ein Witzbold macht sich einen Spaß daraus, Stegplanken anzusägen, sodass sie bei Belastung brechen und Einwohner eine unfreiwilliges Sumpfbad nehmen. Den Wächtern geht er dabei geschickt aus dem Weg, sodass niemand weiss, wer es ist. Mertens legte sich schon Nachts auf Pirsch, hatte jedoch noch kein Glück. Wer diesen Unhold erwischt und ihm (mit oder ohne Tracht Prügel) deutlich macht, dass das kein Spaß mehr ist, wird mit 50 Goldstücken belohnt."(Ansprechpartner: Jarvo)
    - "Die Leute sind hier unruhig in letzter Zeit. Aussetzige sollen hier in der Nähe sich ein Lager gebaut haben. Aussetzige! Bei den drei Göttern, seit ich ein junges Ding war hatte ich keinen Kontakt mit so kranken Leuten. Es ist kein Geheimnis, dass manche gegen sie sind. Ich habe jemanden vom Markt sagen hören, dass er zwei Goldsäckel für jemanden hat, der diese Personen vertreibt. Für ein paar Münzen, erinnert ich mich sicher auch wer es genau war und wie jener denn so drauf ist." (Ansprechpartner: Ornlu)
    - "Diese Saufköpfe von Wächtern vernichten mir noch meine ganzen Vorräte! Haben die eigentlich nichts zu tun? Etwas Training könnte denen nicht schaden, so wie die aussehen, können die sich nicht mal gegen einen Scavenger behaupten. Schöner Haufen ist das! Und sowas soll unsereins beschützen. Herrje, wird Zeit, dass denen mal jemand zeigt, wo der Haken hängt!" (Ansprechpartner: Idun)
    -

    Dies sind kleine Quests für jeden Schreiber im Tooshoothread. Man bekommt sie, wenn man Mama Hooqua in der Sumpflilie danach fragt oder ihr etwas Gold für 'besondere' Gerüchte gibt.
    Last edited by Das Waldvolk; 20.09.2011 at 21:18.

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    Provinzheldin Namora's Avatar
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    In der Dunkelheit der Wildnis
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    Namora is offline
    Die fremde Frau, die Namora nun betrachtete, sprach beruhigend auf sie ein und schlug schließlich vor, dass Namora ihr folgen solle an einen ruhigeren Ort. Das Flüstern war immernoch präsent und schien der jungen Frau zu folgen, die nun langsam vor Namora herging. Nur wenige Schritte trennten sie, doch bemerkte die junge Jägerin, dass der kleine Abstand schon eine gewisse Besserung mit sich führte. Immernoch war das leise Geflüster allgegenwärtig und schien sie mit jedem Schritt zu verfolgen.
    Die junge, braunhaarige Frau hatte nun einen der äußeren Bereiche von Schwarzwasser erreicht und sie ließen sich an einem mit Moos bewachsenen Baum nieder, der seine Krone leicht in Richtung der untergehenden Sonne neigte. Die ersten Sterne waren bei genauerem hinsehen am blutroten Himmel zu erkennen, als wären sie hinter einem farbenfrohen Schleier gefangen und warten auf die Befreiung durch den bald erscheinenden Mond. Doch immer wieder wurde die eigentliche Harmonie durch das leise Gewisper der fremden Stimmen überschattet, die weiterhin von der Fremden auszugehen schien, die sich neben Namora gesetzt hatte.
    Unruhig scharrte die junge Jägerin mit ihrem linken Fuß auf einer kahlen Stelle am sonst von dichtem Gras bedeckten Boden und versuchte es zu vermeiden die junge Frau anzusehen. Sie schämte sich für ihre wirren Worte und hoffte immernoch, dass diese sie nicht für Verrückt erklärt hatte. Es schien nicht den anschein zu machen, als hätten sie die Worte Namora's stark verwirrt, doch konnte nur sie selbst wissen, was sie von der jungen Jägerin hielt.
    So gut es ging versuchte sie das Geflüster zu verdrängen, als sie schließlich die Stimme wieder erhob und versuchte sich zuerklären.
    Es tut mir leid.. ich muss dir wirklich verrückt vorkommen... sagte Namora und versuchte sich an einem erfolglosen Lächeln, welches in einer wächsernen Grimasse endete. Ich habe gestern an einem Baum gesessen, wie diesem.. und da war dieser Uhu.. es war dunkel und er schien wie der Mond am Himmel zu glühen. Ich folgte ihm zu einem Stein auf einer Lichtung nicht weit von hier. leise seufzte die junge Jägerin und betrachtete abwesend den nicht weit entfernten Sumpf, in dem sie dies alles erlebt hatte. Runen waren auf dem Stein. Ich konnte nicht wiederstehen und streichelte den Uhu, doch dieser löste sich in einer Art rauch auf und drang in mich ein.. seitdem höre ich dieses leise Flüstern, das bei manchen Menschen und auch Orten stärker und lauter wird.. ich glaube die Natur hat mich bestraft, aber wofür?
    Namora schluckte den Kloß, der sich in ihrem Hals gebildet hatte herunter und sah nun hilfesuchend zu der Fremden.

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    Druidin  Cécilia's Avatar
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    Es gibt kein Benzin für Satinavs Kettensäge!
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Cécilia is offline
    Ein Baum, das war ein guter Platz. Bäume spendeten Schatten und Ruhe, und Letzteres schien die Frau wohl dringend zu benötigen. Noch immer befanden sich ihre Gedanken in Erinnerungen an die Zeit in Silden, Erinnerungen an den Druidenzirkel und ihre ersten Lektionen der Magie. Damals hatte sie völlig verwirrt wegen ihrer Geschichte Meister Ornlu getroffen, welcher sie vor den Rat der Druiden brachte, woe sie befragt und danach aufgenommen worden war. Das Befragungsritual existierte immer noch, und wenigstens einer ihrer Schüler hatte es erfolgreich durchlaufen, ohne dass sie ihn gewarnt hatte. Ja, man merkte es wohl, ein wenig stolz war sie darauf. Mal sehen, was es mit dieser Frau auf sich hatte, was ihre Geschichte war und ob sie vor die Druiden treten würde.
    Ein wenig neugierig musterte die Novizin die aufgelöst wirkende Frau noch einmal. Wo sollte sie beginnen, wenn es so viel zu erklären gab?
    Nur nichts überstürzen!
    Die Novizin lächelte freundlich, versuchte, der Fremden nicht das Gefühl zu geben, sie würde sie bemitleiden oder für verrückt halten - denn das war sie nicht.
    "Nun, zuerst einmal heiße ich Cécilia und gehöre dem Waldvolk an. Ich denke, ich kann dir helfen, wenn du meine Hilfe annimmst. Ich werde sie dir nicht aufzwingen", erklärte die Doyenne. "Was ich dir allerdings so schon sage, ist, dass die Natur dich nicht bestraft hat, sondern dir vielmehr etwas zuteil werden ließ, was nicht jeder Hans und Franz von ihr bekommt. Du bist nicht verrückt - ich habe den Irrsinn kennengelernt, und kann dir versichern, dass du nicht durchdrehst."
    Noch konnte sie das versichern - aber sie wollte die Frau nicht weiter aufregen. Wenn das mit dem Flüstern allerdings so schlimm war, dann würde sie früher oder später dennoch den Verstand verlieren, wenn sie nichts dagegen unternahm.
    "Ich kann dir nur helfen, wenn du dich darauf einlässt. Ich bin keine Heilerin, also kann ich nichts tun, solltest du dich gegen das, was die Natur dir gab, sperren", stellte die Doyenne klar. "Lässt du dich darauf ein?"

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    Provinzheldin Namora's Avatar
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    In der Dunkelheit der Wildnis
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    Namora is offline
    Namora versuchte aufmerksam zu lauschen, als die junge Frau, die sich als Cécilia vorstellte erzählte, dass ihr Erlebnis nicht boshafter Natur war. Es nahm der Jägerin ein kleines Bisschen der Furcht und ließ sie aufatmen. Unzählige male hatte sie sich ausgemalt, dass sie verhext oder vergiftet wurde und nun auf ihren unvermeidlichen Tod zu warten hatte, doch das ihr Erlebnis ein Geschenk der Natur war, das wollte sie noch nicht ganz glauben. Es erschien Namora alles zu seltsam, denn warum sollte grade der Uhu, das Tier welches sie am meisten bewunderte sich als böser Zauber erweisen? Außerdem wurde sie nicht angegriffen, sondern an einen sehr mystischen Ort geführt und dann ohne schlimmeres Unheil wieder gehen gelassen. Nun lauschte sie mit überwiegend Neugierde und weniger Furcht dem Flüstern, welches Cécilia zu umgeben schien. Immernoch schienen es keine Worte zu sein, sondern eher als hätte man dem Wild eine Stimme gegeben, der sich nun um sie schlängelte, wie eine Hülle.
    Doch konnte sie es nicht kontrollieren, so sehr sie sich auch bemühte es auszublenden. Es war wie ein weiterer Sinn, der ihr irgendetwas versuchte zu zeigen, was Namora noch nicht verstand.
    Namora.. ich heiße Namora sagte die junge Jägerin schließlich und diesmal gelang ihr sogar ein flüchtiges Lächeln. Es wäre sehr beruhigend, wenn es keine Bestrafung ist, die mir zuteil wurde... ich bin in der Natur aufgewachsen. Sie ist meine Heimat... wenn sie mich verstoßen würde, wäre es als würde man mich zerreißen.
    Wehmütig blickte sie wieder zu den dichter zusammenrückenden Bäumen im nicht weit entfernten Sumpf über den sich nun langsam ein Schleier der Dunkelheit legte.
    Ich wäre froh, wenn du mir helfen würdest.. ich glaube alleine bin ich mit dieser neuen "Gabe" aufgeschmissen.. flüsterte Namora, die ihren Blick nicht von den riesigen Bäumen ein paar Meter entfernt losreißen konnte. Das Wort "Gabe" hatte mit recht unsicherem Unterton gesagt, da sie sich immernoch nicht huntert prozentig sicher war, ob dies nun gut oder schlecht für sie war. Doch wie so oft gewann die Neugier gegen den rest ihrer aufwallenden Gefühle und sie war nun doch froh die Hilfe gefunden und angenommen zu haben.

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    Druidin  Cécilia's Avatar
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    Es gibt kein Benzin für Satinavs Kettensäge!
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Cécilia is offline
    "Das heißt wohl Ja", murmelte die Novizin und lächelte, grübelte ein wenig.
    Eigentlich hatte sie sich insgeheim vorgenommen gehabt, den nächsten Lehrling sofort und ohne Umschweife zu den Druiden zu bringen, bevor sie mit den Lektionen anfinge, aber wenn Namora schon in der Gegenwart der Novizin Probleme bekam, würde sie die Anwesenheit vierer Druiden wohl kaum aushalten, und es widerstrebte ihr, die Geistesgesundheit eines Lehrlings aufs Spiel zu setzen.
    "Dann höre ich jetzt mit dem Drumherumgerede auf - ich schätze, das nervt nur irgendwann. Was dieser Uhu dir verlieh, ist Magie. Dieses Flüstern, das du hörst, ist vermutlich deine Wahrnehmung von Magie. Dass es von mir ausgeht, bedeutet also, dass ich magisch begabt bin", erklärte die Novizin. "Und genau deshalb will ich dir helfen, weil ich selbst Erfahrungen gesammelt habe und diese weitergeben kann."
    Sie ließ Namora einen Augenblick Zeit, sich an den Gedanken der Magie zu gewöhnen, und dachte darüber nach, womit sie nun beginnen wollte. Das Problem war eindeutig die Wahrnehmung der Magie, vielleicht wurde es besser, wenn sie zunächst lernte, ihre eigene Magie wahrzunehmen.
    "Im Waldvolk formen die Magiebegabten den Zirkel der Druiden. Erzähle niemandem außerhalb des Waldvolkes davon", mahnte Cé und lenkte ihre Magie in ihre rechte Hand, als kleine Erinnerungshilfe für das Gefühl. "Noch hast du keine Kontrolle über die Magie in dir, also sollten wir schleunigst daran arbeiten, dass du es lernst. Möglicherweise nimmt dann auch das Flüstern ab. Ich weiß, Zeitdruck ist keine gute Voraussetzung, deswegen möchte ich es mit einer anderen Methode probieren. Sitz bitte einen Moment still und konzentriere dich auf deinen Körper. Nach diesem Erlebnis mit dem Uhu trägst du zwar die Magie in dir und nimmst auch welche wahr, aber nicht deine eigene. Sie schläft sozusagen. Ich werde versuchen, deine Magie zu wecken, nur kurz, damit du sie einmal fühlst. Konzentriere dich nur auf deinen Körper und das, was du fühlst."
    Cé wartete einen Moment ab, dann atmete sie in den Bauch, und begann ihren Zauber, wie bei der Kommunikation mit Tieren, oder der Beeinflussung von Menschen. Mit den Ranken ihrer Magie berührte sie Namora und tastete nach deren Magie. Als sie dann etwas gefunden hatte, machte sie es wie mit den Gefühlen der Menschen, die sie verstärkt hatte: Sie gab Magie hinzu, und Namoras Magie antwortete. Es dauerte nicht lange, und es war vorbei. Die Novizin zog ihre Magie zurück und erzeugte eine kleine Lichtkugel.
    "Behalte dieses Gefühl gut in Erinnerung, denn du sollst nun selbst lernen, deine Magie zu wecken. Wenn es sich so anfühlt wie eben, machst du es richtig. War das genug für diesen Abend, oder willst du noch heute den ersten Versuch machen?"

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    Provinzheldin Namora's Avatar
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    Jul 2011
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    In der Dunkelheit der Wildnis
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    Namora is offline
    Magie? Bis jetzt hatte Namora immer nur von bösen Hexen gehört, die wenn man sie als solche entlarfte meist verbrannte. Doch hatte sie von von den Magiern der verschiedenen Götter gehört, wie Adanos und Innos.. doch wusste sie bis zu diesem moment nicht, dass es auch Menschen gab, die sich scheinbar mit ihrer Magie der Natur verschrieben hatten. Unruhe wallte in ihr auf, als Cécilia davon erzählte, doch gleichzeitig spürte sie auch Erleichterung... Erleichterung, dass die Natur sie doch nicht hasste und verstoßen hatte. Es war wie ihr Gegenüber sagte eine Gabe. Das Flüstern, welches Cécilia umgab war also das Zeichen dafür, dass in ihr Magie steckte und fasziniert beobachtete sie, wie das Flüstern sich nun auf ihre rechte Hand verlagterte, als sie sich konzentrierte.
    Als Cécilia die junge Jägerin schließlich bat still zu sitzen und sich zu konzentrieren, schloss Namora die Augen und versuchte sich auf das Flüstern zu konzentrieren, welches nun von alles Seiten zu kommen schien. Ohne die Koordination zwischen Augen und Ohren schien es, als würde es nun sie umgeben und nichtmehr aus irgendeiner bestimmten Richtung zu kommen. Doch dann spürte sie ein leichtes Kribbeln, welches sich immer mehr verstärkte und ein wärmendes Gefühl breitete sich in ihr aus, genau wie sie es ganz kurz an dem Stein gespürt hatte, auf dem der Uhu gesessen hatte. Doch nun war es intensiver und ließ sie kurze Zeit alle schlechten Gedanken vergessen, bis es auch schonwieder vorbei war und Namora verwirrt die Augen aufschlug.
    Vor der jungen Jägerin saß Cécilia und lächelte. Doch der Blick der jungen Frau richtete sich kurze Zeit später auf die kleine leuchtende Kugel die sich in der Hand ihres Gegenübers gebildet hatte und in der Dunkelheit um sie herum wie ein scharfes Messer ein Loch schnitt. Es war ein warmes, doch helles Licht und auch sogleich der erste richtige Kontakt zu gewirkter Magie, die Namora jemals hatte.
    Das ist wunderschön... säuselte Namora kurz, doch dann versuchte sie sich der Aufgabe zu widmen, die ihr Cécilia gestellt hatte. Sie sollte sich konzentrieren und nach ihrer eigenen Magie tasten, welche sich irgendwo in ihrem verbarg und schlief.
    Ich will es versuchen.. sagte Namora schließlich lächelnd und voller tatendrang. Wieder versuchte sie sich ruhig hinzusetzen und innerlich genau nach dem zu tasten, was sie vor kurzem gespürt hatte, doch diese Aufgabe stellte sich ohne Hilfe als schwerer heraus, als sie angenommen hatte. Mehr als ein roter Kopf war bei den ersten versuchen nicht drin, was sie jedoch nicht davon abhielt es immer wieder zu versuchen. Langsam und tief atmente Namora ein und aus, wärend sie die Augen schloss und versuchte ihren Herzschlag so ruhig wie möglich zu halten. Es war ein rythmisches Pochen, auf das sie sich nun voll und ganz konzentrierte. Sogar das Flüstern schien leiser zu werden, bis sie es Zeitweise nichtmehr hörte. Auch die Grillen um sie herum schienen zu verstummen und die Frösche hörten auf zu quaken. Sie spürte, wie sich die Härchen auf ihren Armen aufstellen und ein leichtes Prickeln begann, doch bevor sie sich weiter darauf konzentrieren konnte erschien das Flüstern wieder und erschien ihr in dieser Stille unheimlich laut. Ruckartig öffnete die junge Jägerin wieder die Augen und sah zweifelnd zu Cécilia.
    Das Flüstern.. es iritiert mich immer wieder.. wie kann ich es zum schweigen bringen?

  7. View Forum Posts #7
    Waldläuferin Manon's Avatar
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    Manon is offline
    "Hey, weißt du wo unser Hauptmann sich gerade herum treibt? Ich hab da eine kleine Lieferung für ihn..." fragte die junge Wächterin einen anderen Wächter und deutete auf die Tasche, die auf ihrer linken Seite herunter hing.
    In der anderen Tasche waren ihre beiden Eichhörnchen!
    Er überlegte kurz und antworte dann: "Ich glaube, der sitzt oben auf dem Baum..."
    "Auf dem Baum?" wiederholte sie und sah den Wächter irritiert an. "Ja, auf dem Baum! Soll ich dich zu ihm bringen?" wollte er wissen.
    "Nein, schon gut... Ich finde alleine darauf..." Dann marschierte sie auch schon los.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit und endlosen Treppensteigends hatte sie endlich den Baumwipfel erreicht und sah den Hauptmann da rum sitzen
    und in Richtung Weißaugengebirge starren. Leise ging sie näher ran, nahm vorsichtig die Tasche mit den Büchern in die
    Hand und ließ sie direkt neben Ryu fallen. "Bewahre! Was machst denn hier oben?"
    Last edited by Manon; 21.09.2011 at 01:20.

  8. View Forum Posts #8
    General Ryu Hayabusa's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline
    Den Abend hatte der Templer in aller Gemütlichkeit verbracht, nachdem er am Mittag eifrig trainiert hatte. Er hatte viel nachgedacht. Auch über den Ausbruch, welchen er jüngst wieder hatte. Es war ein berauschendes Gefühl gewesen, dem bestialischen Teil in sich den Vorzug zu lassen und Chaos und Furcht unter den Feinden zu stiften. Umso ruhiger hatte er sich am heutigen Tage jedoch verhalten. Manchmal war dieser Geist des Waldes wie Tag und Nacht. Und wenn man ihn kontrollierte, so war er umso mächtiger. Auch die Wächter, welche bei der Aktion mitgewirkt hatten, traten ihrem Hauptmann nun etwas respektvoller entgegen als zuvor. Eine intressante Wendung, aber war es, weil sie Angst hatten? Oder einfach weil sie seine Fähigkeiten so sehr respektierten und nun verstanden, warum er so einen, fast schon legendären Ruf genoss. Er würde es wohl nie erfahren. Und nun saß er wieder hier, den Blick auf die stummen Weißaugengebirge gerichtet. Die Wächter Argaans, die stillschweigend, Tag für Tag das Treiben auf der Insel beobachteten. Lediglich von einigen Schritten wurde er in seinen Gedankengängen gestört, welche die Treppe hinauf kamen. Das Knarrzen der Stufen war dabei unüberhörbar für ein geschultes Ohr, sowie die Tapsschritte von dünnen Ledersohlen auf dem Holz. Lediglich das Aufknallen, des neben ihm aufgeprallten Bücherstapels hatte er gerade weniger erwartet. Innerlich etwas überrumpelt, aber nach außen hin doch erstaunlich ruhig atmete er tief durch. Eigentlich wirbelten solche Unverfrorenheiten gerne die Wut in dem Krieger auf.

    "Erwache, Manon..."
    murmelte er eher, nachdem sie ihn gegrüßt hatte und schaute mit einem Blick zu ihr nach oben. "Ich sitze hier und genieße die Aussicht... Schön, dass du wieder in Schwarzwasser bist. Ich hoffe doch unversehrt. Komm, setz dich und erzähl mir von deiner Reise!"

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    Waldläuferin Manon's Avatar
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    Manon is offline
    "Das wichtigste zur erst..." grinste sie und setzte sich neben ihn. Dann zog sie den Dolch hervor, der er ihr ins Gepäck geschmuggelt hatte und sagte leise:
    "Danke, für den Dolch.... Wie hast du den eigentlich in meinem Gepäck verstauen können, ohne das ich etwas davon gemerkt habe? Und das zweite.... es sind doch mehr Bücher geworden, als ursprünglich geplant, ich hoffe, das stört dich nicht? Eines davon scheint aber sehr alt zu sein... Vielleicht kannst du ja was damit anfangen...."

    Auf seine Frage, wie die Reise war - hätte sie am liebsten überhaupt nicht geantwortet. Sie überlegte einen Moment, was sie ihm erzählen sollte und fing dann einfach an.
    "Die Reise war toll. Die schöne Umgebung mit den Wäldern, Gebirge und dann dieses Kastell, dass an einer Klippe stand. Setarrif selbst war wunderschön mit den Marmor-Gebäuden und den Goldenen Kuppeln..." Ihre Augen leuchteten.
    "Die meiste Zeit verbrachte ich aber damit Cocius zu helfen oder seine Pferde zu versorgen... So schön wie die Stadt auch war, hier ist es immernoch am schönsten..." Den Rest verschwieg sie lieber.

    Es war ziemlich frisch im Baumwipfel und sie knöpfte umständlich ihre alte Wildlederjacke zu.
    "Gab es hier etwas interessantes?"

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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline
    Der Templer nahm ein paar der Bücher unter die Lupe, welche Manon mitgebracht hatte. Das ein oder andere war ihm noch von seiner Zeit in der Armee des Königs bekannt. Zwei weitere hatte auch Curia mitgebracht von seiner Reise. Aber das machte nichts. So hatte er immernoch Wiederholstoff oder einen Ersatz, falls das erste mal verloren ging. Dann waren da noch drei neuere Bücher, darunter dieses alte, teils noch staubige. Es schien durchaus alt zu sein und wirkte, als hätte sie es aus der hintersten Bibliothekenecke herausgesucht. Möglicherweise befanden sich darin längst vergangene, alte Techniken. Er würde es zu gegebener Zeit durchsuchen. Auf die Sache mit dem Dolch hin, nickte er nur sachte mit einem leichten Grinsen.

    "Kannst ihn behalten... Und, denkst du ich weiß nicht, was meine Wächter so treiben und vorbereiten? Mehr dazu verrate ich dir aber auch nicht. Du weißt ja gar nicht, wie gerne ich mit dabei gewesen wäre... Allein die Tatsache, die größten Schwertkämpfer der südlichen Inseln herausfordern zu können im Glanze ihrer prächtigen Stadt... Hach, das wäre wirklich schön..."
    einen Moment lang versank er wieder in Gedanken darüber, wie er damals in der Arena von Al Shedim zum Schwertmeister aufgestiegen war und somit ein weiteres Stück seines Ruhmes geerntet hatte. Die Welt war an diesem Tag ganz in seinem Zeichen gestanden. Nun, zumindest Al Shedim. Doch kurz darauf wandte er sich ihr wieder zu. "Und vielen Dank für die Bücher. Die werden mit Sicherheit Wissen enthalten, welches man weiter verwenden kann. Bist ein gutes Mädchen."

    Er lehnte sich ein wenig zurück, bis er schließlich auf dem Rücken landete und die Arme hinter dem Kopf verschränkte. Der Blick in den Sternenhimmel wirkte ebenso magisch, wie der in Richtung Gebirge. Es wäre ja zu schön, sich die Sterne zu greifen, aber soweit würde wohl nie im Leben ein Mensch kommen. "Hier ist nichts besonderes vorgefallen... Eine kleine Expedition hat es geschafft, einen Sumpfgolem zu beschwören, der jetzt irgendwo in den tieferen Brackwassern umherirrt... Sei also vorsichtig. Achja, und gestern haben wir eine Bande Idioten zerpflückt, die die Sumpfkrautfarm überfallen wollten. Momentan sind die beiden in dem Käfig eingesperrt, den du dir auch schon ansehen durftest." er hielt einen Moment lang inne und schaute dann zu ihr rüber. "Alles in Ordnung? Du wirkst ein wenig, als liegt dir was auf der Seele?"

  11. View Forum Posts #11
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    Manon is offline
    Mit einem leichten Schmunzeln im Gesicht, steckte sie den Dolch wieder weg und beobachtete den Hauptmann, wie er sich hin legte.
    "Und was die Bücher angeht... Gern geschehen! Auch wenn der Dank eher der Bekannten von Cocius gebührt - Pelena! Sie war es eigentlich, die mir die Bücher so weit runtergehandelt hat, dass ich dir soviele mit bringen konnte..." erinnerte sie sich amüsiert.

    "Oh... dann sind also die Gerüchte über dich wahr? Hast du wirklich einen Drachen getötet?" fragte sie erstaunt.
    Insgeheim wäre sie froh gewesen, wenn er mit gegangen wäre, dann wäre das.... Nein, sie wollte sich nicht mehr daran erinnern und lenkte sich ab.

    "Was gibts denn auf der Sumpfkrautfarm, dass sich lohnt, diese zu überfallen?" fragte sie neugierig, fing plötzlich an zu lachen und fügte hinzu:
    "Oh ja... ich erinnere mich nur zugut an diese Nacht im Käfig!" Mittlerweile konnte sie darüber lachen.
    Wäre sie damals nicht im Käfig erwischt worden und im Käfig gelandet - wer weiß, was dann aus ihr geworden wäre.
    So hatte sie wenigstens eine zweite Chance und dieses Leben gefiel ihr....

    Und jetzt doch diese verdammte Frage, ob alles in Ordnung sei. Was sollte sie darauf antworten?
    "Ja, keine Sorge... Mir gehts gut! Ich weiß nur immernoch nicht, was mit mir los ist - wegen den seltsamen Träumen, du weißt schon... Vareesa konnte aber ausschließen, dass ich an Sumpffieber leide.... und sie sagte, dass sie irgendwas gespürt habe... keine Ahnung, was sie damit gemeint hat...." flüsterte sie und zuckte ahnungslos mit den Schultern.

    Dann beobachtete sie eine Moment und als er keinerlei Anstalten machte aufzustehen, fragte sie:
    "Sag mal, liegst eigentlich bequem?"

  12. View Forum Posts #12
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline
    Sie fragte und fragte und wechselte ein Thema ums andere! Irgendwie unterhaltsam und, wenn der Templer ehrlich zu sich war, auch ein wenig süß. "Ja, tu ich, wieso? Ich lag schon an schlimmeren Orten herum und hab geschlafen... Kannst es ja auch mal ausprobieren... Immerhin hat man von hier unten einen wunderbaren Blick auf den Sternenhimmel." gab er grinsend zurück und schloss einen Moment lang die Augen. Die Welt, wie sie sich entwickelt hatte war eine komische. Damals war da noch der Krieg mit den Orks, von welchem man nur auf Khorinis hörte. Dann hatte man selbst aktiv daran teilgenommen, obwohl die Gedanken an Krieg noch in weiter Ferne lagen. Und dann... War alles vorbei und man verließ das Land, nur um neue Ufer anzulaufen. Und dann die Veränderungen, welche die Vergangenheit im Nachhinein mit sich gebracht hatte. Er hielt eine Weile inne. Selbst gedanklich schien er stehen geblieben zu sein, ehe er wieder mit Manon sprach.

    "Ein Wyvern. Es war ein Wyvern war es, den ich erschlagen habe. Wyvern sind kleinere Arten von Drachen... Der korrumpierte Leichnahm eines einst großen Wesens... Ich war dabei, wie irgendein Orden fanatischer Irrer den großen Sarkany aus seinem Schlaf geweckt hatten... Und als er über Silden herfiel und die Pest ausbrach sah ich es als meine Pflicht an, die Toten zu rächen, das Waldvolk zu schützen... Und den großen Wyvern zu erlösen..." dass es dabei sein Blut war, welches dazu beigetragen hatte, die Bestie zu erwecken verschwieg er dabei allerdings. Man musste die Leute nicht mit Dingen nervös machen, die einer Erwähnung nicht wert waren. Er konnte sich zwar mit der Tat rühmen, doch die vielen Toten, welche zuvor zustande kamen glichen die Waage alles andere als aus. Nachdem er die Augen wieder geöffnet hatte, zog wieder ein Moment des Schweigens vorbei, welcher nur durch den leise heulenden Wind durchbrochen wurde. "Ich wusste, dass du nach einer Zeit über die Käfigsache lachen wirst. War ja schließlich abzusehen, dass du mich tollen Kerl irgendwann doch sympathisch findest!" er grinste kurz, um seiner Aussage ein wenig Ernsthaftigkeit zu nehmen, ehe er weiter sprach. "Und zur Farm... Naja, wir züchten hier das beste Sumpfkraut weit und breit. Da lässt sich schon Kapital drauß schlagen..." der Templer stemmte sich auf den Unterarmen ein wenig nach oben und schaute dann zu ihr hin.

    "Mach dir keine Sorgen, wegen deinem Problemchen... Wenn es das ist, was alle vermuten, dann kann es nur gut für dich sein..."

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    Manon is offline
    "Ach, meinst du...?" grinste sie und legte sich neben ihn. Während sie so in den Sternenhimmel starrte, musste sie sich eingestehen, dass er garnicht so unrecht hatte. Es war wirklich ziemlich bequem, auch wenn sie ein weiches, warmes Bett vorzog.
    Außerdem war ihr furchtbar kalt, so dass sie sich rasch wieder hinsetzte.
    "Naja, an einem warmen Sommertag ist das hier sicher sehr angenehm, aber jetzt...." Sie zitterte leicht.

    Wyvern? Von solchen Kreaturen hatte sie noch nie gehört. Aber wenn das kleinere Drachen sein sollten...
    dann war sie sich auch nicht sicher, ob sie diesen Wyvern tatsächlich begegnen wollte.

    "Du hast gut reden. Dich plagen ja keine Alpträume, die dich am schlafen hindern und neuerdings scheine ich auch schon Stimmen zu hören, die garnicht da sein sollten..." sagte sie leise und stand auf.
    "Ich hoffe, du hast Recht damit, dass es nur gut für mich sein kann.... Aber momentan glaube ich noch nicht so wirklich daran... Ich versuch ein wenig zu schlafen! Gute Nacht, war nett mit dir zu plaudern..."

    Und machte sich auf den Weg zur Wächterunterkunft.

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    Druidin  Cécilia's Avatar
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    Es gibt kein Benzin für Satinavs Kettensäge!
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Cécilia is offline
    Noch am ersten Abend hatte Namora es versucht. Ihr Eifer war erstaunlich, wenn sie bedachte, dass Namora noch vor Kurzem geglaubt hatte, es war eine Strafe der Natur. Die kleine Lichtkugel hatte die Nacht in kleinem Umkreis erhellt und Namora schien davon fasziniert gewesen zu sein. Es hatte Cé ein wenig Hoffnung gegeben, immerhin konnte sie sich sehr gut an den Übergang von Kontrollübungen zur Lichtkugel erinnern, während es ihr schwer fiel, sich eine Überleitung von Kontrollübungen zu Tierkommunikation auszudenken. Mal sehen, wie Namora sich entscheiden würde, erst dann würde sie sich Sorgen um den Übergang machen.
    Hartnäckig hatte Namora versucht, die Magie in sich zu finden und zu wecken, während Cé den einen oder anderen Blick in die Umgebung gewagt hatte, immerhin hatte sie nicht von Sumpfhaien oder Toocondas überrascht werden wollen. Zu gut erinnerte sie sich an die Unannehmlichkeiten, die einen beschlichen, wenn man dem Blick der Tooconda ausgesetzt war. Und dazu käme noch der ätzende Speichel der Riesenschlange ... Auch die Druiden hatten ihre Probleme mit der Bestie gehabt, und Cé beherrschte den Zauber nicht, den Suzuran ihnen damals beigebracht hatte.
    Sie hatte den Gedankengang abgeschlossen, was sie auf etwas anderes gebracht hatte. Dazu würde sie wohl kommen, wenn Namora das erste Mal Magie wirken sollte ... und wehe ihr, sie würde wieder vergessen, das zu erwähnen!
    "Das Flüstern.. es iritiert mich immer wieder.. wie kann ich es zum schweigen bringen? ", hatte Namora die Doyenne gefragt.
    An der Lösung dieses Rätsels saß Cé immer noch. Sie hatte die Übung am Abend beendet, weil es spät geworden war, und grübelte seitdem darüber, wie sie Namora helfen konnte. Faun hatte ihr damals erklärt, wie sie ihr Gespür für Magie schulen konnte, aber Namora hatte ja das gegenteilige Problem: Sie nahm Magie zu stark wahr. Zumal es vielleicht interressant war, zu wissen, was die Stimmen flüsterten ... die Alte Sprache vielleicht? Cé beherrschte sie nicht, wusste nur sehr wenig darüber. Auch sie wurde von einer Stimme auf die Folter gespannt, in ihren Träumen. Es war wie das Säuseln des Windes, doch sie wusste, es war ein Wort. Daran konnte sie sich nach dem Träumen meist noch erinnern, aber sie bekam das Wort selbst im Wachzustand nie zusammen.
    Falsches Thema! Sie wollte doch Namora helfen! Ihre Hoffnung war gewesen, dass das Flüstern durch das Wecken von Namoras eigener Magie gedämpft würde. Jetzt fiel ihr ein, dass sie, nachdem sie Namoras Magie kurz selbst geweckt hatte, gar nicht gefragt hatte, ob sie in diesem Schlüsselmoment das Flüstern gehört hatte! Das musste sie unbedingt nachholen, vielleicht kam sie damit weiter ...

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    Provinzheldin Namora's Avatar
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    In der Dunkelheit der Wildnis
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    Namora is offline
    Die Nacht war vorüber gezogen ohne Beachtung geschenkt zu bekommen, genau wie der wuderschöne rot-orange Himmel bei Sonnenaufgang. Der Tau auf der Blättern, glitzernd wie tausende kleine Sterne im Sonnenlicht wurde nicht bewundert. Im Schneidersitz saß die junge Jägerin am selben Baum, an dem sie gestern die Wahrheit über ihre Begegnung im Wald erfahren hatte und versuchte sich weiterhin auf ihre innere Magie zu konzentrieren. Immer wieder war sie durch irgendeine Kleinigkeit aus ihrem Trance-ähnlichen Zustand gerissen worden und regte sich über ihre eigene, mangelhafte Disziplin auf. Sei es das Geflüster in Gegenwart von Cécilia gewesen, die sie in später Nacht schließlich verlassen hatte um etwas Schlaf zu finden, oder ein sehr lautes Zirpen einer Grille.. einmal wurde sie sogar durch einen einfachen Mückenstich gestört.
    Die Aufgabe, die sie von Cécilia bekommen hatte, erwies sich als schwieriger, als sie anfangs gedacht hatte und für ihre eigene Überschätzung verfluchte sie sich.
    Wärmend spürte die junge Jägerin die aufgehende Sonne auf ihrerm Gesicht und genoss die Wäre, die sie in der Nacht nicht wirklich abbekommen hatte. Es war eine sehr kalte Nacht gewesen, so kam es ihr jedenfalls vor und gegessen oder Getrunken hatte sie seit einem Tag auch schon nichts mehr. Doch ihr Dickkopf ließ sie nicht aufstehen und sich etwas zum Füllen des Magens und Befeuchten der Kehle zu holen. Sie wollte bevor sie etwas anderes tat ihre Magie finden und damit auch die Bestätigung für die Worte ihrer Führerin, an denen sie immernoch zu einem kleinen Prozentsatz zweifelte.
    Wieder atmete Namora tief ein uns aus, wärend sie die Augen schloss und versuchte ihre Gedanken frei zu machen. Die ganze Nacht hatte sie es erfolglos versucht, doch das war ihr egal und bei jedem erneuten Versuch sprach sie sich selbst erneut Mut zu. Diesmal würde es klappen!
    Wieder breitete sich langsam Stille in ihr aus... erst das zirpen der Grillen und Quaken der Frösche wurde leiser, undeutlicher, bis es schließlich ganz verschwand. Der Wind, der durch die Baumwipfel pfiff und die Blätter zum Rascheln brachte wurde undeutlicher und es herrschte fast schon unheimliche Stille, wärend Namora sich immer stärker konzentrierte. Automatisch erhob sie ihre Hände, als würde sie versuchen etwas schweres hochzuheben und gleich nach einer Zeit einer Statue, die man unter diesem Baum platziert hatte. Kleinere Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn und bahnten sich langsam einen Weg über die Nase und das Kinn auf den Boden vor dem moosbedeckten Baum. All ihre Kraftreserven gab sie nun für diesen Versuch, der endlich Erfolg bringen sollte. Durch die geschlossenen Augenlieder sah Namora auf eine schwarze Wand, die sich direkt vor ihr zu befinden schien und suchte innerlich nach einem Anzeichen von Magie, nach dem selben Gefühl welches sie gestern verspürt hatte, bei dem selbst das Gewisper verstummt war. Da Namora alleine und sehr abgeschieden saß hörte sie das Flüstern nicht und hatte das erste mal seit dem Vorfall eine nun fast schon unheimliche innere Ruhe erreicht. Langsam begann es wärmer zu werden, was von ihrem Inneren auszugehen schien und überall wo diese unnatürliche Wärme ihre Haut von innen Berührte fing es an zu prickeln. Doch sie wollte sich nicht der voreiligen Freude ergeben, sie wollte weiter gehen, sie wollte die Magie in ihr wecken! Kleine Äderchen traten vor Anstrengung auf ihrer Stirn hervor und das Prickeln erfüllte nun ihren gesammten Körper, bis ohne Vorwarnung wieder das Flüstern einsetzt. Erschrocken stieß Namora einen Schrei aus und ließ ihre Arme, die bis eben noch erhoben waren zu Boden fliegen, wo sie zu Fäusten geballt das Gras trafen. Kleinere Steine und Stöckchen in ihrer Umgebung flogen wie Geschosse davon und als Namora die Augen öffnete erblickte sie Cécilia, die kurz vor ihr auf dem Boden saß, als wäre sie auf irgendetwas ausgerutscht.
    Verwirrung stand auf Namora Gesicht und sie versuchte ihre steifen Glieder dazu zu bringen sich zu erheben um Cécilia aufzuhelfen, was ihr nach dem zweiten Versuch auch gelang. Ich habe sie gespürt.. die Magie! sagte sie und ein siegreiches glänzen lag auf ihren Augen.

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    Ritter Idun's Avatar
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    Idun is offline

    Irgendwo im Sumpf

    So ganz schien sich die Sommersonne noch nicht verabschieden zu können, denn für einige Tage kehrte sie noch mal in den tristen Sumpf zurück, ehe sie ihm ganz seinem winterlichen Schicksal überließ. Dem Wanderer bereitete dass jedoch weniger Freude.
    Mühsam am vergangenen Abend unter dem Summen und Zirpen von gefühlten Abermillionen Insekten und dem geräuschvollen Umherlaufen anderer größerer Tiere, sowie der warmen Luft und selbstverständlich derer auch nicht gerade angenehmen Feuchtigkeit eingeschlafen, wurde er heute bereits am frühen Morgen unsanft geweckt. Die zarten Sonnenstrahlen kitzelten auf seiner Haut und blendeten in den Augen, sodass er schließlich genervt den Kampf gegen das Licht aufgab und den verdienten Schlaf davonziehen ließ.
    Noch schlaftrunken trat Idun aus seiner provisorisch gebauten Unterkunft, die wohl kaum mehr als einen lauen Windstoß unbeschadet überstanden hätte und streckte sich.
    Hier stand er nun, inmitten grün-brauner Wildnis, umgeben von sumpfigen Wasserlachen und vereinzelten Bäumen, die es sich hier bequem gemacht hatten und aufgrund fehlender Konkurrenz den besten Platz an der Sonne für sich beanspruchen konnten. „Atemberaubend... wo soll ich bloß hin? Wo soll ich nur anfangen?“

    Es waren bereits einige Tage seit seinem Aufbruch aus Schwarzwasser vergangen. An der Landschaft hatte sich wenig verändert, an seinem Gemütszustand jedoch schon. War er zu Beginn noch ganz euphorisch gestimmt, endlich all den Geheimnissen der Natur auf die Schliche zu kommen, die ihn schon so lange beschäftigten, machte diesem anfänglichen Hochgefühl Ernüchterung Platz. Wenn ihm langweilig wurde – und das war in den letzten Tagen recht häufig der Fall – begann Idun willkürlich ausgesuchte Steine umzudrehen oder die morsche Rinde eines Baumes abzureißen, als ob sich dahinter der Sinn des Lebens versteckt hielt und nicht bloß einige Insekten, die sofort in irgendwelchen Löchern verschwanden. Alles in allem begann diese Reise nicht gerade vielversprechend.
    Wie sollte er so das finden, was er suchte?
    Nein, er musste anders an die Sache herangehen, vielleicht half es, wenn er versuchte sich zu erinnern, was er bereits über die Natur wusste.
    So wie das Stück Rinde, dass er in Händen hielt einen Zufluchtsort für verschiedene Tiere war, so waren auch viele andere Dinge auf vielfältige Weise verwoben, mal offensichtlich, mal eher subtil und manche entschlossen sich auch ganz der menschlichen Wahrnehmung, aber feststand, dass in irgendeiner Form alles und jeder miteinander verbunden war. Nichts lebte für sich alleine, isoliert vom Rest der Welt.
    Natürlich, kam Idun in den Sinn, brauchte er zunächst einen Anhaltspunkt an dem er sich entlang hangeln konnte und warum sollte er dabei auf sich allein gestellt sein? Ein Ort, an dem sich viele Menschen aufhielten, der wäre jetzt nützlich. Nun, und eine gute Idee, wo es langging...

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    Ritter
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    Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
    Gath is offline
    Schwarzwasser hatte ihn wieder doch... Was sollte er eigentlich hier?
    Irgendwie...
    Gath war einfach ein Stadtmensch und das hier war ein Dorf, auf irgendwelchen Stegen, kreuz und quer durch den Sumpf, ohne Meer - ja, er hatte eigentlich sein gesammtes Leben mehr oder minder am Meer verbracht: Khorinis war eine Hafenstadt, Vengard eine, Bakaresh auch, Ardea hatte zumindestens einen Steg für Fischkutter und auch hier auf Argaan war er bisher die meiste Zeit in Setarrif gewesen, wo es einen Steg gab. Außerdem hatten ja auch Thorniara und Stewark Meerzugang, womit man dann alles abgeklappert hatte, was diese Insel so zu bieten hatte, oder zumindest, was der junge Bootsbauer bisher von ihr gesehen hatte.
    Aber nein, jetzt saß er hier irgendwo im Sumpf herum und nunja... Degro war auch nicht mehr aufzutreiben.
    Im Prinzip bezweifelte Gath zwar nicht, dass es seinem Freund gut ging, aber so ein bischen einsam fühlte er sich jetzt schon, denn Dennik war nicht hier, Illdor war nicht hier und Rekhyt war gerade irgendwo. Halt an Orten, an denen Druiden so herumwurschtelten, wenn sie wieder da waren, wo sie zu Hause waren - und das waren sie beide erst seit heute morgen, denn sie hatten im Gegensatz zu den anderen noch einige Zeit in Stewark verbracht, bevor sie aufgebrochen waren. Im Wesentlichen, weil Dennik im Gefängniss saß, aber daran hatten sie auch, solange sie da waren, nichts ändern können. Irgendwann war Dennik dann aus der Stadt gebracht worden, in Richtung Thorniara und da hatte Gath endgültig erkannt, dass er nicht für eine Reise rund um die Insel geeignet war. Er musste erst nochmal hierher zurück. Außerdem hatter er ja diesem Yared versprochen, zurückzukehren? Aber wieso nur? Er wollte nicht so wirklich hier sein!
    Hoffentlich ist der Typ dann wenigstens in Schwarzwasser und nicht wieder irgendwo..., überlegte sich Gath, wärend er in der Taverne darauf wartete, dass sich der Tag dem Ende entgegenneigte.
    Er würde, sobald er hier alles erledigt hatte, Schwarzwasser wieder verlassen - es sei denn natürlich, der Dennik und Illdor tauchte auf - wahrscheinlich in richtung Setarrif, denn mit seinem Geld, dass er jetzt wieder besaß, kam er höchstwahrscheinlich noch an die Werkzeuge dort heran - wobei er Rekhyt hoffentlich zum Mitkommen überreden konnte. Nur wie er danach weitermachen sollte, das stand wirklich in den Sternen. Der Markt in Setarrif gab für einen Bootsbauer nicht gerade viel her und er wollte nicht, dass sein komplettes Geld schon wieder für irgendwas drauf ging, er wollte endlich mal einen halbwegs geregelten Verdienst - und zwar nicht als Kistenschlepper, denn das hätte er hier garantiert auch machen können.
    Last edited by Gath; 21.09.2011 at 18:43.

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    Druidin  Cécilia's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Cécilia is offline
    Sowas aber auch, da wollte man doch nur fragen, wie es lief, und prompt fand sich die Doyenne auf dem Hintern wieder. Wenigstens half Namora ihr hoch, nachdem sie selbst zwei Versuche gebraucht hatte, um aufzustehen. Eine interessante Reaktion, als sie aus der Konzentration gerissen wurde ... statt die Magie versickern zu lassen, hatte Namora sie freigelassen. Das würde noch eine Menge Arbeit bedeuten, schätzte die Novizin.
    "Ein guter Anfang", meinte sie, nachdem Namora ihr erzählt hatte, sie habe ihre Magie gespürt. Cé klopfte sich den Dreck von der Kleidung.
    "Aber eben ein Anfang. Magie einen Moment zu spüren reicht nicht, um einen Zauber zu wirken. Übe, deine Magie lange wachzuhalten. Versuch mal, nebenher andere Dinge zu machen, bis du es sozusagen im Schlaf kannst. Wenn du aus der Konzentration gerissen wirst, stoß die Magie nicht von dir weg, sondern nimm sie wieder in dich auf. Es ist deine Magie, du kannst sie wieder einschlafen lassen."
    Vielleicht sollte sie nicht mit der Lichtkugel als ersten Zauber anfangen, sondern doch mit Telekinese. Vielleicht würde es Namora besser helfen, ihre Magie zu fokussieren.
    "Eine Frage ... das Flüstern. Verschwindet es, wenn deine Magie wach ist, oder ist es wenigstens gedämpft? Oder hast du deine Magie noch nicht lange genug wach gehabt, um das feststellen zu können? Ich vermute, wenn deine eigene Magie wach ist, könnte dieses Flüstern gedämpft werden, aber ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob es so sein wird. Meine Magie ist anders als deine, auch wenn ich sie von der gleichen Quelle habe, der Natur. Magie ist eine sehr individuelle Angelegenheit."

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    Namora is offline
    Neugierig lauschte die junge Jägerin den Worten von Cécilia, doch war sie ein wenig geschockt, als sie hörte, dass sie sie umgestoßen hatte. Also war das was sie in sich trug noch untontrolliert und sie musste etwas Ordnung in das Chaos bringen. Dies würde sicherlich noch eine schwere Angelegenheit werden, denn nun war auch das leise Flüstern wieder da, welches unverkennbar von Namoras Gegenüber ausging und sie wie ein Windhauch umfing. Langsam setzte sich die Jägerin wieder unter den Baum und Cécilia setzte sich neben sie. Als erstes musste sie das Flüstern unter Kontrolle bringen, es lernen zu steuern und wenn sie es nicht brauchte unterdrücken zu können. Kurz dachte Namora über die Frage, die ihr gestellt wurde nach, bis sie anwortete Wenn ich mich auf meine schlafende Magie konzentriere höre ich nichts... aber eben, als du dich genähert hast war es plötzlich wieder da. Gestern allerdings konnte ich es ganz kurz ausblenden.
    Ein kleiner Hoffnungsschimmer bildete sich in ihr, als sie daran dachte und überlegte sich, wie sie es besser kontrollieren konnte. Ob es nun vielleicht einfacher war sich wieder auf ihre inneren Kräfte zu konzentrieren oder erst zu versuchen das Flüstern zum zeitweiligen verstummen zu bringen wusste sie nicht. Vielleicht würden sich die Probleme ja auch auf einmal erledigen wenn sie eins der Dinge langsam anging? Wieder versuchte sie sich zu konzentrieren und schloss die Augen. Dunkelheit umfing sie, wohltuende Dunkelheit und langsam fing sie wieder an die verschiedenen Geräusche, die sie umgaben auszublenden. Nur das Flüstern blieb. Namora versuchte tiefer in sich hinein zu fühlen und den Ursprung dieser Eigenschaft zu finden. Immer wieder hörte sie das leise Gewisper und versuchte nun dem Ursprung zu folgen bis es langsam leiser wurde. Ein innerlicher Freundenschrei erklang, als absolute Stille erschien. Doch war dies nur ein Teil der Aufgabe, den sie erfüllt zu haben schien. Ihre Magie musste noch geweckt werden und durfte nicht noch einmal willkürlich freigelassen werden. Vorsichtig versuchte Namora nun nach ihrer Magie zu tasten ohne das Flüstern zu reaktivieren. Es war eine schwere Angelegenheut und fühlte sich an, als würde sie ihr Inneres in zwei Teile reißen, doch sie ließ sich sehr viel Zeit und das wärmende Gefühl gefolgt vom Kribbeln auf der Haut breitete sich kurze Zeit später aus. Vorsichtig versuchte sie nun die Augen zu öffnen ohne diese beiden Gedankenstränge reißen zu lassen, doch sie hörte leise im Hintergrund das Flüstern, welches mit dem Sonnenlicht wieder zum Vorschein kam, doch das Kribbeln verschwand trotz des Flüsterns nicht und Namora konnte wenigstens einen der inneren Stränge stabil halten. Sie sah sich langsam in der Umgebung um und versuchte die Magie dabei wach zu halten, doch nach halber Strecke riss auch dieser Faden und das Kribbeln verschwand abrupt.. der einzige Vorteil war, dass diesmal nichts außerhalb von ihr zu passieren schien. Die Magie hatte sich also wieder schlafen gelegt.
    Ein erfolg war es für die perfektionistische Namora nicht, aber ein Fortschritt.
    Es ist sehr schwer sich auf beides zu konzentrieren... sagte sie an Cécilia gerichtet und fragte sich was sie noch tun konnte um besser zu werden. Doch traute sie sich nicht, diese Frage an ihr Gegenüber zu stellen, da sie nicht naiv oder weinerlich erscheinen wollte.
    Das Flüstern war kurz verschwunden und die Magie war geweckt, aber ich kann beides nicht gleichzeitig aufrecht erhalten. sagte sie daher sachlich und versuchte sich ihre erneute Enttäuschung nicht anmerken zu lassen.

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    Schwertmeisterin Keala's Avatar
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    Keala is offline
    »Es ist schon spät ...«
    »Für eine Übung solltest du noch Zeit haben, oder?«, entgegnete Bram und hob das Schwert.
    Kea zuckte mit den Schultern, nickte und hob Parierdolch und Säbel. Bram griff an, woraufhin Kea einen Schritt zur Seite tat, mit dem Parierdolch Brams Klinge abwehrte und mit dem Säbel zum Schlag ansetzte, kurz vor Brams Arm jedoch stoppte. Bram nickte.
    »Also gut, morgen wieder?«, fragte er.
    Nach der letzten Trainingseinheit mit dem Hauptmann hatten Bram und sie täglich trainiert. Mittlerweile war er weniger wortkarg, und sie hatten das Tempo erhöht. Bram, der nur die Aufgabe hatte, sie anzugreifen, achtete auf ihre Technik und wies sie auf Fehler hin. So konnte sie zumindest grobe Mängel sofort beheben. Kea steckte Dolch und Säbel in die vorgesehenen Halterungen am Gürtel, "sammelte" den Papageien ein und verabschiedete sich von Bram. Allmählich wurde es Zeit für eine eigene Werkstatt, und sie wollte ein paar Wächter ansprechen, ob die in ihren freien Tagen mithelfen würden, die zu bauen. Sie stieg vom Baum, die viel zu vielen Treppenstufen hinunter. Ein Flaschenzug für Menschen, das wär doch mal was ...
    Die Wächterin spazierte zum Markt, mittlerweile hielt sich der Vogel bei ihr, nachdem es diverses Herumgeschrei wegen kaputter Ware gegeben hatte. Wo sollte sie beginnen? Einfach den nächstbesten ansprechen, konnte ja nicht so schwierig sein. Da drüben war ein schlaksiger Mann, möglicherweise würde der sich ein paar Mahlzeiten verdienen wollen. Kea trat vor ihn.
    »Bewahret, ich bin Keala, Schlosserin von Schwarzwasser. Ich suche Helfer, um meine Werkstatt zu bauen, hättet Ihr vielleicht Interesse? Als Lohn gibt es pro Arbeitstag eine Mahlzeit.«

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