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Zum Blauen Reiher [Geschichten Thread] - #3

  1. #81 Reply With Quote
    Moderator Mareju's Avatar
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    Mar 2007
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    Malkavs Forderung war einfach, die Umsetzung jedoch um so schwieriger. Es war inzwischen verdammt schwer an Heiden heran zu treten. So musste sich Mareju etwas einfallen alssen, doch was? Noch in seinem Zimmer grübbelte er, wie einen Heiden finden könnte, der ihm, vorallem jetzt noch, Informationen preis gäbe. Aber es wird schon irgendjemand geben, dessen war er sich sicher. Er blickte auf das Buch. Diesemal musste er es nicht krampfhaft lesen, er wollte es sogar. Mehr über Magie herausfinden, wie man sie beherrscht, was man mit ihr machen kann und vorallem zu seinen eigenen Nutzen verwenden konnte. Inzwischen war es dunkel geworden, doch Mareju war mit seinen Studien kaum vorran gekommen, zu schwer war es den Inhalt zu verstehen. So versuchte Mareju das Geschehen im Schankraum mit der Gabel zu wiederholen. Diesmal mit seinem Dietrich. Zwar wusste er nicht, wie er genau vor zu gehen hatte, aber sein Buch half ihm dabei. So schaffte er, seinen Dietrich öfters ein paar Zentimeter über den Holzboden vibrieren zu lassen. Es freute ihn, doch es war Kräfte zehrend. So beschloss Mareju nach unten zu gehen, um eine Wildschweinkeuel, oder auch zwei oder drei, zu essen. Inzwischen genoss er auch die Frucht der Leute, sobald er den Raum betrat. Zwar kannten sie Mareju inzwischen, doch wohl war ihnen immer noch nicht. So verspeißte Mareju seine Keulen, um neue Energie zu erlangen und über sein Erlentes nach zu denken. Dann hörte er vor dem Reiher ungewöhnliches Gerumpel. So ging er nach draußen um nach zu schauen, was los war..
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  2. #82 Reply With Quote
    Ritter Mordry's Avatar
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    ,, Ich habe dir verdammt nochmal erzählt, das ich dich unter allen Umständen finden werde!" Schrie Mordry dem Dieb hinterher, welcher gerade den Blauen Reiher während des Rennens ansteuerte, der Sinyae war jedoch schneller und schmiss sich auf den Dieb. Der Dieb war ziemlich erschrocken, während Mordry den Dieb am Kragen packte und immer wieder gegen die Hauswand des Reihers rammte.
    Mordry hob gerade die Faust als er eine Gestalt aus dem Reiher treten sah. Es war der Untote namens Mareju. Dieser fragte etwas verunsichert:,, Was machst du denn da? Dir ist schon klar, dass ich normalerweise derjenige bin der die anderen Leute erpresst!?"
    Mordry schlug dem Dieb ins Gesicht und sprach zu Mareju, ohne sich letztlich von dem Dieb abzuwenden:,, Dieser Dreckskerl hat mein kleines Angebot nicht angenommen. Ich muss ihn wohl nochmal dazu überreden!"
    ,, Wozu?", fragte die äußerlich wandelnde Leiche.
    ,, Nur um den Mechanisten einen kleinen Besuch abzustatten..."
    Mareju lachte kurz und bemerkte:,, DU willst zu den Mechanisten? Du würdest hineingehen und sofort getötet werden, so wie du herumstampfst."
    Der Dieb röchelte kurz:,, Er... er hat Recht, das meiste dort ist aus Metall aber es gibt einige wenige Stellen mit weicher Erde, für die Leichen!"
    Mordry hob den Dieb in die Luft und schmiss ihn nochmal gegen die Hauswand, als dieser am Boden lag stemmte er sein Bein auf den Körper des Diebes damit er nicht entkommen konnte. Danach wandte sich Mordry an Mareju:,, Wenn du hier einen auf Meisterdieb oder Klugscheißer machst, warum kommst du nicht mit? Ich brauche eh' jemanden, der auf meinen Kumpel hier aufpasst!"
    Während Mareju überlegte wandte sich Mordry wieder dem Dieb zu:,, Also pass auf, wenn ich dir sage, das Du mich hineinbringen sollst, dann gehorchst du gefälligst! Wie heißt du überhaupt?"
    ,, Ich werde dich hinbringen! Ich habe nur nicht erwartet, dass du mich tatsächlich wieder finden könntest...", während Mirius diesen Satz sagte, eroberte ein unheimliches Lächeln das Gesicht des Taschendiebes. Beunruhigend auf seine Weise.
    Mordry wendete sich wieder zu Mareju:,, Wie siehts aus? Bist du fertig mit grübeln?"
    Mordry is offline Last edited by Mordry; 05.10.2011 at 14:28. Reason: Habe Namen verwechselt

  3. #83 Reply With Quote
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    Heiden. Mechanisten. Sicher haben sie einige Heiden gefangen. Das trifft sich gut. Schließlich sucht Malkav einen Mechanisten. Und dieser wäre sicher nicht abgeneigt für ein paar Informationen aus den Fängen der Mechanisten zu entkommen. Und falls nicht, hat er einfach keine andere Wahl. Oder er könnte einfach den Barkeeper fragen, der war doch Heide oder sowas. Gleich nach dem Einbruch werde ich ihn fragen.
    "Also gut, ich bin dabei! Wenn dafür auch was für mich raus springt!" antwortete Mareju schon leicht arrogant.
    "Von mir aus!" knrischte Mordry.
    "Das wollte ich hören. Und du, wir werden uns sicher gut miteinander anfreunden!" lachte Mareju zynisch.
    "Haha, sicher...." Mirius blickte Mareju ängstlich an und lachte verschmitzt. Dieses Ding, war ihm nicht geheuer. Zwar sah er aus wie jeder gewöhnliche Mensch, doch irgendwas stimmte nicht mit ihm, und das machte Mirius Angst.
    "Also, wann gehts los?! Drinen wartet eine Wildschweinkeule auf mich, die ich nicht kalt genießen möchte..."
    "Morgen Nacht. Wir treffen uns im Hinterhof. Mitternacht. " sagte Mordry.
    "Ich werde da sein. Und du, Mirus oder Mirius oder wie du heißt, hör lieber auf ihn. Wäre vielleicht besser für dich."
    Mit diesen Worten drehe sich Mareju um und verschwand im Reiher, um den Rest seiner Keule zu essen.

    Als Mareju seine Keule gegessen hatte, ging er auf sein Zimmer, um sich weiter seinen Studien zu widmen. Je mehr er in dem Buch über die Magie las, desto besser verstand er den Text darin. Und so widmete er seine Zeit bis zur nächsten Nacht dem Buch. Der Versuch mit dem Dietrich klappte immer besser. Inzwischen "zog" er ihn regelrecht über den Boden, ohne das es ihn sonderlich anstrengte, sogar den Dietrich leicht an zu heben. Inzwischen sah Mareju auch besser in der Dunkelheit, was ihm als Dieb sehr zu Hilfe kommen könnte.

    Inzwischen war es Mitternacht. Mareju zog seinen Mantel über, schaute in den Spiegel, und grinnste. Dann packte er seine Ausrüstung und verließ den Reiher. Auf dem Hinterhof wurde er bereits erwartet...
    Mareju is offline Last edited by Mareju; 09.10.2011 at 19:49.

  4. #84 Reply With Quote
    Schwertmeister Rotfront's Avatar
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    „Er bedrohte mein... mich! Hicks.“ Speichel flog auf den Tisch, die Feuchte Aussprache seines Gegenübers wurde immer heftiger. Rotfront setzte sein Bierkrug an die Lippen und nahm riesige Schlücke zu sich während die Hälfte davon sein Kinn hinunterrann. Mit benebelten Blicken knallte er den Krug auf den Tisch. „Usnd was hasdu getan!?“ , lallte er in Richtung des Vagabunden wobei er bemerkte das seine Zunge ebenfalls unter dem wirren Schleier des Alkohols litt. Flick, so hieß der betrunkene Wasserspeier vor ihm plusterte sich auf und zog einen alten, rostigen Dolch aus seiner speckigen braunen Kapuzenjacke und fuchtelte wild damit herum. „Ich... ich nahm meine K-k-klinge und schlitzte dem Bengel f-f-fix die Kehle auf!“ Zum Beweis seiner stärke rammte er den Dolch genüsslich in das dunkelbraune Holz des Eichentischs an dem sie saßen. Ein Schluck von Rotfronts neuem Bier benetzte den Tisch, der Dolch jedoch brach entzwei. „Mit dem alten Rostklumpen konntest du jemanden um... umbringen? Der Kerl ist wohl eher vor lachen gestorben nachdem er den Haufen Schrott in deinen Händen sah.“ Rotfront lachte herzhaft auf, zu komisch war der Anblick als Flick ungläubig den zerbrochenen Dolch begutachtete und sich dabei gedankenversunken den Kopf kratzte. „Ich sooooo... sollte dir wohl eine Lektion erteilen du Wicht“ Flick machte einen auf ernste Miene doch konnte er sich nur einige Sekunden das Lachen verkneifen. Nachdem sie ihre Bierkrüge aneinander knallen ließen tranken sie erheitert ihre nächste Ladung leer. Flick beäugte wieder das abgebrochene Heft und lallte verdutzt: „Nee mal ohne Spaß Bruder, ich brauch nen neuen Dolch!“

    „Bruder ich bin elends am Arsch.“ Rotfront fiel über ein paar Kisten deren Kanten sich schmerzhaft an seinem Schienbein verewigten. „Verdammt Bruder... Bruder!?“ Er war alleine, zwischen Häusern deren Mauern nicht zu drehen aufhören wollten. Seine Kehle war trocken, sein Durst schien unstillbar und die Blase drückte wie Blei. Mehrmals schüttelte er seinen Kopf um wieder zu vollem Bewusstsein zu gelangen, doch der Nebel vor seinem Geiste wollte nicht weichen. Völlig unkontrolliert führte er seinen Körper durch eine nach Pisse stinkende Gasse welche ihm jeden Moment den Atem rauben zu schien. „Einen Dolch für Meister Flick mein Herr!“ , schrie er ungeniert durch die rabenschwarze Gasse. Außer wütendem Gebrüll aus der Ferne erntete er keinen Beifall. Zur Kenntnis nahm er nur die Kälte die sich langsam in seine Haut einbrannte. Es wurde wahrlich kühler, die Sonne und ihre Wärme schienen den Bewohnern der Stadt den Rücken zu kehren. „Das verdammte Werk der Un... der verdammten Ungläubigen...“ Der junge, ausgestoßene Novize achtete kaum auf die Etikette. Sogar ein taubstummer Wachmann wäre auf diesen betrunkenen Idioten aufmerksam geworden. Er konnte aber unbehelligt weitergehen, war dieses Bild doch zu alltäglich in der Gegend in der die Bürger wenig am Wohlstand der Stadt kosten durften.

    Rotfront blieb plötzlich wie angewurzelt stehen, ihm wurde zumal schwummrig. Alle seine Sinne spielten plötzlich verrückt, es rieselte schwarze Asche vor seinen Augen, ein leicht säuerlicher Geruch stieg ihm die Nase hoch, das Herz hämmerte immer schneller. (Was geschieht mit mir? Mir wird auf einmal so verdammt heiß.) Rotfront drohte das Gleichgewicht zu verlieren er stützte sich benommen gegen eine feuchte, kalte Hauswand. Seine Augen welche halb erblindet schienen richteten sich nun angestrengt gen Erde, kurz vor dem Wahnsinn verfallend leerte er lautstark seinen Mageninhalt vor die Füße.
    Der Nebel der vorher seine Sinne betrübte schien sich langsam wieder zu legen. Er war wieder im Inbegriff die Kontrolle über seinen Körper vollständig zu übernehmen. (Nur der Alkohol? Ich betrachtete mich schon fast als verloren und das nur weil ich einen über den Durst getrunken hatte?) Die letzten Reste von erbrochenem waren schnell mit dem Ärmel weggewischt, etwas verdutzt verließ Rotfront die Gasse die nun eine Duftnote von Erbrochenem an sich hatte.
    Rotfront is offline

  5. #85 Reply With Quote
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    ,, Da bist du ja endlich!", sagte Mordry mürrisch:,, Wir wollen endlich los, die Mechanisten scheinen wohl eine Art Feier zu machen aber nicht in der Fabrik. Wenn es eine Chance gibt, dann jetzt."
    Mirius schluckte kurz und übernahm die Führung.
    Auf dem Weg wurde Mordry immer nervöser, er hörte sich über die Mechanisten um und bekam einige nicht ganz so beruhigende Sachen mit. Er brauchte aber das Medallion und zudem Informationen, warum die Mechanisten das Hammeritenzeug brauchen. Mareju bemerkte dies und fragte:,, Willst du etwa umkehren?" Dabei lächelte er provokant. Mordry, ziemlich nervös und genervt antwortete:,, Nein aber ich möchte nicht als hirnloser Sklave in irgendeiner Maschine enden und die Schuhe meiner "Erschaffer" küssen. Jetzt halt die Klappe sonst stopf ich sie dir!"

    Sie stoppten an einer kleinen Stahltür.
    ,, Wir sind da!", sagte Mirius und wies sie an, die Tür zu öffnen. Mordry versuchte sie leise und langsam zu öffnen, irgendwie hatte er das Gefühl, sie liefen in eine Falle. Doch passierte nichts, keine Wachen, keine Fallen, nichts. Mordry hatte viel Angst einen Schritt in diese Fabrik zu setzen. Mordry wurde zu nervös, er griff den Dieb und fragte ihn "höflich":,, Wo sind die Wachen?" Mirius war zu überrascht und verwirrt und stotterte:,, Ich... ich weiß nicht! Vielleicht beten oder so? Ich weiß es nicht!" Mordry ließ den Dieb los und atmete tief durch. Er musste sich zusammenreißen.
    Mareju fiel auf:,, Für eine Fabrik ist dieser Ort etwas klein, was ist das hier?" ,, Das hier ist kein Gefangenenlager und um ihre Maschinen herzustellen, benötigen die Mechanisten nicht viel Platz. Dieser Ort wird meines Wissens nach zum lagern von Gegenständen und Produktionen von nur einer Maschine benötigt. Das verbraucht viel weniger Platz. Das Heiligtum der Mechanisten ist eine riesige Festung aus Stahl, dort hineinzugelangen ist aber unmöglich. Vier Diebe haben es einmal versucht und wurden danach nie wieder gesehen." Mordry wurde noch nervöser.
    ,, Hier zum Plan: Ich werde versuchen irgendeinen Platz zu finden, wo Gegenstände gelagert werden und hole mir den Gegenstand, welchem ich die ganze Zeit hinterherjage! Ihr beide geht inzwischen euren Geschäften nach und lasst ein paar Gegenstände mitgehen. Wenn ihr Hinweise egal welcher Art findet, nehmt sie mit. Sie könnten nützen oder wir können sie später verkaufen, irgendein Informationshändler wird sie sicherlich mit freuden abkaufen.", erläuterte Mordry seinen Gefährten.
    Mirius fügte noch hinzu:,, Wir müssen aufpassen, ich bin sicher einige Maschinen überwachen den Platz und er wird überwiegend aus Stahl gebaut sein. Ihr solltet euch schnell und laut bewegen wenn niemand hören oder sehen kann, wenn aber einer in der Nähe ist, solltet ihr bei jedem Schritt zuerst die Hacke sanft auf den Boden stützen und euch so voranschleichen. Lautstärke ist hier euer größter Feind. Zum Glück gibt es genug verzweickte Ecken wo man sich verstecken kann."
    Mareju sprach das letzte Wort:,, Alles klar, wenn wir fertig sind, treffen wir uns genau an dieser Tür wieder."

    Somit machten sich alle auf den Weg, Mordry in eine Richtung, Mirius und Mareju in die andere Richtung.
    Mordry is offline

  6. #86 Reply With Quote
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    Mareju und Mirius schlichen los. Durch eine stählerne Tür gelangen sie ins innsere. Nervös tapste Mirius hin und her, wärhend Mareju nach Wachen ausschau hielt. Er drehte sich ruckartig zu Mirius um und flüsterte: "Wenn du nicht sofort ruhig bist, wirste dein blaues Wunder erleben!"
    "Jaja, schon gut. Ich fühl mich hier einfach nicht wohl" keuchte der Dieb
    "Keine Sorge, bei mir bist du sicher" flüsterte Mareju und grinste dabei bösartig, was Mirius allerdings wegen der Dunkelheit nicht sah. Wärhend er sich durch den stockfinsteren Gang taste, schlich Mareju einfach hindurch. Er sah in der Dunkelheit besser, und schnautze Mirius öfters an, wenn er irgendwo dagegen stieß und ein Geräusch verursachte. Schließlich, am Ende des Ganges war eine Tür zum großen Lagerraum. Behutsam öffnete Mareju sie und blickte durch den Türspalt. Im Inneren des Raumes waren viele Kisten, zum Teil doppelt so groß wie er selbst. Nur spärlich wurde die Haller erleuchtet, die vielen Nieschen und Kisten schluckten förmlich das Licht. Zwischen den Kisten patroulierten immer mal wieder Wachen. Es war einfach hier unentdeckt vorran zu kommen. Entweder über die Kisten oder von Spalt zu Spalt zwischen ihnen. Als Mareju sich so umblickte, sah er zwei Mechanisten, wie sich unterhielten. "Un nun pass mal auf" flüsterte er zu Mirius und schlich sich im die Kisten zu den Wachen.
    "Brrr, ist auf einmal kalt geworden."
    "Sicher ist irgendwo ein Fenster offen. Hey, komm mal her!"
    Der Mechanist trat einen Schritt auf den anderen zu. "Ich glaube wir werden beobachtet, ich fühl mich so....seltsam, als ob da irgendwas in der Nähe wäre." flüsterte er ihm ins Ohr
    "Ich hab auch ein flaues Gefühl bei der Sache. Irgendwas stimmt hier nicht..." antwortete der Mechanist mit einem Beben in der Stimme.
    Mareju kniete nun über den Beiden auf einer Kiste. Er genoss es wie seine Präsenz bei den Mechanisten Unwohlsein verursachte. Dann zückte er seinen Dolch, sprang nach unten und rammte direkt einem der Beiden seinen Dolch in den Nacken. Mit einem Ruck stemmte er ihn zur Seite, ließ den Leichnam los und bevor die zweite überaschte Wache auch nur reagieren konnte, packte Mareju diese am Hals, hob sie hoch und presste sie gegen die Wand. Diese starrte ihn abwechseld zu seinem toten Kollegen mit weit geöffneten Augen dann. Angstschweiß perlte von seiner Stirn in kleinen Rinnsalen unter seine Uniform. Die Angst gab Mareju ein wohltuendes Gefühl, das soweit ging, das er die ganze Welt erobern könne. Doch diese Energie musste raus aus seinem Körper, ehe er unter ihr platzen würde. Noch immerhob er die Wache. So schleuderte er sie mit ganzer Wucht gegen die nächste Kiste. Die Wache knallte so stark dagegen, das kleine Splitter flogen, die Kiste aber nicht brach. Mit einem kurzen Stöhnen klappte der Mechanist auf den Boden. Sofort war die Energie, die Mareju eben noch zerreisen wollte, verschwunden. Sogar etwas erschöpft ging er zurück zu Mirius.
    "Bleib...bleib weg von mir!" keuchte Mirius und wich taumelnd zurück.
    "Schon gut, ich mach dir nichts! Los, das grad eben bleibt sicher nicht lange unentdeckt und ich will noch Profit aus der Sache hier schlagen. Also lass Beute suchen, bevor ichs mir mit dir anders überleg." sagte Mareju gelassen.
    Misstrauisch folgte Mirius Mareju. Ganz wohl war ihm in seiner Nähe nicht, aber hatte er eine Wahl?...
    Mareju is offline

  7. #87 Reply With Quote
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    Mordry trat immer leise auf den Stahlböden auf, immer nervös. Alles war so ungewohnt seltsam.

    Er sah in der Ferne eine Stahltür und bewegte sich dorthin. Als er an der Tür ankam, machte er sie einen kleinen Spalt auf und bemerkte eine Art Kopf mit grünem Auge an der Decke hängen. Das grüne Auge strahlte im sonst dunklem Raum ein Licht ab, scheinbar war genau der Bereich betroffen wohin das Licht schien.
    Da sonst niemand anwesend zu sein schien, rannte Mordry von einer Wand zur anderen um nicht entdeckt zu werden. Nachdem der Einbrecher hinter einer Ecke Schutz vor dem Auge fand, brauchte er erstmal eine kurze Pause. Er wusste nicht, wo er war und er konnte vergleichweise recht wenig sehen durch die Dunkelheit. Er tastete sich vorsichtig an der Wand entlang und erfühlte einen Türgriff. Er öffnete die Tür und grelles Licht von einer Lampe schien ihm entgegen. Er war kurze Zeit geblendet aber seine Augen gewöhnten sich schnell an die neue Helligkeit. Er war in einer Art Treppenhaus, keine Leitern sondern nur eine Kreistreppe aus Stahl. Es gab zwei Treppen von Mordry aus, eine führte nach unten und die andere weiter nach oben. Beinahe unmöglich zu schleichen und kein Ort zum Verstecken. Mordry entschied sich für die Treppe nach unten.
    Es war zu still für seinen Geschmack, er hatte bisher keinen Mechanisten gesehen. Ob Mareju und Mirius bereits Mechanisten begegnet waren?

    Als er ganz unten angelangte, sah er eine Art Lagerhalle mit vielen großen Holzkisten. Man konnte durch eine kleine Öffnung schauen. Mordry, der inzwischen seine Schleicherei vernachlässigte, ging zu einem Fenster einer der Kisten. Was er sah, war keinesfalls beruhigend. Eine Art wandelnde Maschine aus Stahl mit einem grünen Auge, einer Waffe die aussah wie eine Kanone an einem Arm und am anderen Arm eine Art Zange. Scheinbar war der Roboter deaktiviert, das Auge leuchtete nicht.

    Dann hörte Mordry Fußschritte, der Weihaarige versteckte sich schnell hinter einer der Holzkisten und duckte sich.
    Er versuchte sich und seinen Atem zu beruhigen, doch er war zu nervös um es wirklich unterdrücken zu können.
    Die Schritte wurden immer lauter. Als er an der Kiste vorbeilief, erkannte Mordry einen seltsamen goldenen Maschinenmann der sich scheinbar nicht um Mordry kümmerte. Die Kreatur lief einfach durch den Raum, schaute in die Kisten und verlies den Raum wieder. Was war dieses Ding?

    Die Kreatur ging durch die Tür und schloss diese wieder, abgeschlossen war die Tür aber nicht. Mordry ging zur Tür und spähte durch das Schlüsselloch, er sah wie dieses Wesen auf einmal stehenblieb und scheinbar nichts machte. Das Wesen selbst war wie ein Mensch, nur... wie ein Roboter.
    Mordry öffnete die Tür, der Raum war eine Art Büro.
    Der Sinyae durchstöberte einen Schreibtisch im sonst ziemlich leeren Raum, ob das Wesen bewusst war das der Einbrecher anwesend war, konnte er nicht sagen, es bewegte sich nicht und es machte keinen einzigen Laut.
    Mordry fand einige Papiere, Warenlieferungen. Unmengen an Stahllieferungen und Geldlieferungen an die Mechanisten, das machte keinen Sinn. Warum Stahl und Geld liefern ohne etwas dafür zu bekommen? Doch Mordry fand die Antwort darauf in einer Art Finanzbuch. Sogenannte "Wächter" wurden an die Lieferer gesendet. Es gab dazu noch mehr, "Aufseher", "A.S.A.", "Peiniger" "Alarmierer" und "Crawler" wurden ebenfalls an verschiedene Adressen gesendet. Hauptsächlich scheinbar Adelig und Wohlhabende Empfänger. Das könnte die positive Billianz erklären, das Stahl um das Zeug zu bauen und Geld um ihren Einfluss weiter zu entwickeln.
    Doch warum dann das Hammeriten Zeug?
    Mordry is offline Last edited by Mordry; 18.10.2011 at 13:02.

  8. #88 Reply With Quote
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    Wo wollte das merkwürdige Trio hin? Was hatte Weißhaar und seine dunklen Kumpanen wohl in die Gassen der Stadt getrieben? Rotfront stand grübelnd am Fenster, während er sich mit der Linken sein Kinn rieb stierten seine Augen durch das angelaufene Glas seiner Fenster. Keine fünf Minuten waren her seit die drei in der schwärze der Nacht verschwanden. Zwar war es hier nichts besonderes wenn sich dunkle Gestalten in der Nacht herumtrieben. Doch diese drei, der Weiße, sein leichenblasser Nachbar und der Schreckhafte hatten etwas vor. Er konnte sie schon einige Male im Schankraum des Reihers betrachten, mit so einem kleinen Mann im Schlepptau. Jedoch wusste er nur das der Blasse das Zimmer neben ihm gemietet hatte, der Weißhaarige musste hier ebenfalls ein Zimmer haben.

    „Nun gut, nun gut. So soll es sein.“ , murmelte Rotfront während er sich fertig machte um einen kleinen Rundgang in der Stadt zu unternehmen. Wie jedes Mal schlief Rotfront den Tag über um in der Nacht fit zu sein. Dies hatte verschiedene Gründe, zum einen waren seine „Feinde“, die Stadtwachen und Hammeriten welche ihn seit seinem Ausbruch steckbrieflich verfolgten weniger präsent. Zum anderen konnte er mehr über den Untergrund der Stadt in Erfahrung bringen, jene Erfahrung die er benötigte um in der Welt der gesellschaftlich Ausgestoßenen zu überleben.
    Und genau deshalb ging er auf die Straßen und schaute aufmerksam auf jede Kleinigkeiten die die Diebe für ihre Gleichgesinnten hinterließen um erkannt zu werden. Dazu zählten meist rote Handabdrücke an deren Ladentüren oder gekreuzte Dolche die auf ein Gildenzeichen hinwiesen. Wenn man ein Auge dafür hatte konnte man viele Dinge in der Stadt erkennen die ein normaler Bürger der Stadt niemals sehen würde, auch wenn er direkt davorstünde. Und wie Rotfront die Zeichen lernte, lernte er auch die Gesichter kennen die Tag ein Tag aus in den Reiher kamen, aßen und tranken und sich über bevorstehende Raubzüge absprachen. Ob ein solcher Coup gelang konnte man danach leicht am schwarzen Brett der Stadt verfolgen. Die Bestohlenen, Stadtwachen oder Religionszugehörige ließen dort dann ihre Wut heraus und ließen exorbitante Summen auf die Köpfe der Diebe schreiben die sie um ihr Hab und Gut erleichterten. Wahrscheinlich würde genau das bei dem Trio passieren das sich heute Nacht im Hinterhof des Reihers auf den Weg machte. Wobei sich der Weißhaarige Sorgen machen sollte, immerhin stach er mit seiner extravaganten Haarfarbe aus der Menge heraus. Wobei – dachte sich Rotfront – wusste jeder Geschickte Dieb sich zu vermummen oder gar unentdeckt zu bleiben, sonst hätte jener ja nicht den „Beruf“ des Diebes gewählt.

    Rotfront blieb an einer schweren, mit Eisen beschlagenen Eichentür stehen, die blutrote Hand war nur nach genauerem Hinsehen zu identifizieren. Er griff in einer seiner Manteltaschen um ein zusammengefaltenes Pergament herauszunehmen. Eine Stadtkarte die er sich einige Nächte zuvor bei einem Händler für einen Silberling ersteigerte. An verschiedenen Stellen der Karte waren schon einige rote Hände und gekreuzte Dolche eingezeichnet. An einer Ecke der „Strangle-Street“ zeichnete Rotfront eine weitere Hand ein, somit konnte er bei Bedarf einkaufen ohne lange herumirren zu müssen. Eines war jedoch klar, hatten sich die Straßen, Häuser und Läden erst einmal in sein Gedächtnis eingebrannt würde er die Karte sofort vernichten. Sie wäre ein gefundenes Fressen für die „Rechtschaffenen“ in der Stadt. Doch jetzt benötigte er sie mehr denn je, ohne sie würde er sich höchstwahrscheinlich immernoch in der Stadt verlaufen. Und je nach dem in welchem Bezirk er landete konnte dies sein schnelles Ableben bedeuten.
    Rotfront is offline

  9. #89 Reply With Quote
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    Mareju und Mirius schlichen weiter durch die Anlage. Bis jetzt war ihre Beute eher mager, ein paar Münzen und kleinere Gegenstände war auch schon wieder alles. Etwas enttäuscht kamen sie schließlich zu einen größeren Büro, wohl die Verwaltung. Schnell überflog er die Papiere, das meiste waren unwichtige Dokumente. Doch dann erntdeckte Mirius in der Ecke einen kleinen Tresor. Mareju hatte ihn schnell geöffnet. Für mechanistische Verhältnisse war dieser ein sehr minderwertiges Exemplar. Es dauerte nicht einmal 30 Sekunden den Tresor zu knacken, doch es lohnte sich. Neben den endlich erhofften Wertschätzen fand er ein versiegeltes Dokument, daneben ein Schlüssel und eine kleine Notiz "Streng Vertraulich!" Mareju grinnste, dann zerriss er schnell das Wachs und las dessen Inhalt. Was er da las, könnte Mordry sicher interresieren. Oder auch nicht. Aber sicher war diese Information für manche Menschen sicher eine kleine Summe wert. Ehe Mirius fragen konnte, was er da in den Händen hielt, knirschte Mareju nur genervt "...geht dich nichts an."
    Der Besuch in der Verwaltung hatte sich gelohnt. Ihre Taschen waren voll von Beute. Jetzt galt es so unbemerkt zu verschwinden, wie sie auch gekommen waren. Als sie das Büro verließen, überkam Mareju ein seltsames Gefühl. Irgendwas passte ihm nicht. Vor ihnen war ein langer Korridor, links und rechts waren Türen. Am Ende des Ganges sah er einen grünen Schimmer. Was war das? Entgegen seiner Neugierde beschlossen sie einen anderen Weg zu nehmen. Doch egal, wo lang sie auch gingen, überall waren diese Köpfe mit dem grünen Augen an den Decken. Noch nie hatte Mareju so etwas gesehen? Für was sie wohl waren? Zumindst waren sie nicht zur Dekoration gedacht, so viel war sicher.
    Mareju schrak hoch. Da war etwas, ein Geräusch. Leise, doch immer Lauter werden. Woher es kam, konnte er nicht sagen, es hallte von überall. Es war ein Stampfen und ein Rattern. Und es zischte. Schnell versteckten sich die beiden Diebe. Dann, kam dieses etwas durch die Tür gedampft. Es war ein Roboter. Der Anblick ließ Mareju schaudern. Doch der Roboter bemerkte sie nicht. Etwas von Karras murmelnd stampfte er an den Beiden vorbei. Als sie sicher waren, dass das Monstrum sie nicht mehr hörte, schlichen sie weiter. Als sie um eine Ecke bogen, liefen sie fast zwei Wachen in die Arme. Diese saßen an einem Tisch und würfelten. Um ein Haar wäre Mareju auf den Metallboden vor ihnen getreten, doch Mirius reagierte schnell und hielt ihn zurück. Ein kurzes dankbares Nicken von Mareju ließ ihn lächeln. Doch für mehr Dank ließ die Zeit nicht zu. Sie mussten Mordry finden, oder an der Tür zum Eingang warten. Diese vermutete Mareju sie eine Etage tiefer in östlicher Richtung. Ohne Karte war es schwer zu sagen wo sie sich befanden. Durch die vielen Umwege um den goldenen Köpfen hatte Mareju die Orientierung verloren. Doch vor ihnen schien ein Leiter nach unten zu führen, doch dort stand solch ein Monstrum, das sie vorher schon gesehen haben. So einfach kamen sie nicht am ihm vorbei. Wärhend Mareju überlegte, wie sie an ihm vorbei kamen, spürte er etwas hinter sich. Bevor er reagieren konnte, wurde ihm auch schon schwarz vor Augen. Schnell stützte er sich an der Mauer ab, doch langsam kippte an der Mauer zusammen....
    Mareju is offline

  10. #90 Reply With Quote
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    Mordry ging durch die Lagerhallen der Mechanisten. Überall waren diese Boxen, jeweils nur einzeln gefüllt mit inaktiven Maschinen. Warum brauchten sie aber das Zeug der Hammeriten für diese Maschinen, wenn sie sowieso beliefert werden würden?

    Der Weißhaarige kam an einer Tür vorbei, eine ungewöhnliche starke Hitze ging aus dem Innern der Tür aus. Mordry öffnete sie vorsichtig, es war eine Fabrik. Es war extrem laut und heiß, lange könnte Mordry hier nicht aushalten ohne zu viel Flüssigkeit zu verlieren, die Hitze war sehr extrem aber dennoch knapp erträglich. Maschinen produzierten größtenteils Maschinen und Feinarbeiten wurden von Mechanisten übernommen, dass erkannte Mordry jedenfalls aus den Skizzen, die in dieser Art Schmelze an der Wand hingen. Vielleicht sind diese goldenen Maschinen nicht in der Lage, ein Ereignis lange genug zu speichern?
    Je weiter Mordry in diese Schmelze oder Fabrik ging, desto wärmer wurde es. Ab einem Punkt konnte er die Hitze nicht mehr aushalten, er bräuchte eine Art Trank um dort hineinzugehen. Seine schwarzen Klamotten halfen ihm auch nicht wirklich weiter in dem Fall.
    Der Einbrecher versuchte aber weiterhin irgendwelche Hinweise zu finden und tatsächlich fand er an der Wand eine Art Stahlplatte und etwas wurde darin eingraviert:,, Möge der Erbauer uns segnen und uns die Kraft geben, die Ketzer zu vernichten!", diese Mechanisten waren genauso fanatisch wie die Hammeriten. Beinahe Gruselig aber Mordry musste hier heraus, Mareju und Mirius warteten sicher bereits wieder am Eingang.

    Mordry musste um jeden Preis herausfinden, warum die Mechanisten das Hammeritenzeug brauchen und wozu diese Lieferungen dienten. Die Mechanisten verdienten sich laut den Lieferungen dumm und dämlich, wozu benötigten sie dann noch extra Stahl? Was sind diese Lieferungen überhaupt? Was auch immer diese sind, sie verhießen nichts gutes für die kriminellen Menschen.

    Der Weißhaarige kam erfolgreich aus dem Lagerhaus heraus, ohne aufgehalten zu werden, weder von den Kameras noch von irgendwelchen Mechanisten.

    Mordry rannte zum Eingang zurück, erkannte aus der Dunkelheit aber nur Mirius.
    ,,Wo ist Mareju?", fragte Mordry misstrauisch und hatte schon seine Hand am Schwert.
    Mirius schaute düster und antwortete:,, Er wollte uns verraten! Als wir von einigen Mechanisten überrascht wurden, hatte er diese außer Gefecht gesetzt und wollte mich als Schuldigen dort lassen oder um die Beute für sich zu behalten. Ich konnte entkommen aber die Beute hat immernoch dieser Mareju."
    Mordry konnte es nicht wirklich glauben, warum sollte Mareju sowas machen? Ist er durchgedreht? Mordry fiel nichts wirklich auf, außer die Tatsache das er irgendwelche Stimmen hörte. Vielleicht ein Heide?
    ,,Wir kümmern uns später um Mareju, lass uns abhauen bevor uns jemand bemerkt!", befahl Mordry und Mirius öffnete die Tür. Plötzlich erschrack Mirius und versuchte wegzurennen, doch Mordry hielt ihn fest und warf ihn zu Boden. Der Weißhaarige drehte sich um und sah eine Gestalt durch die Schatten wandeln. Er zog sein Schwert, bis er bemerkte das es Mareju war, der durch die Schatten stolperte, im gleichen Moment machte sich Mordry kampfbereit aber griff Mareju nicht an.
    ,, DU!", schrie Mareju wütend.
    ,, Ich? Erklär erstmal warum du Mirius angegriffen hast!", antwortete Mordry sauer als er sein Schwert kampfbereit senkrecht hielt.
    ,, Angegriffen?", schrie Mareju noch wütender:,, Ich bin ohnmächtig geworden und diese Ratte war als ich aufwachte nicht mehr da!"
    Mordry war zu verwirrt, diese Phase nutzte Mirius, Mirius trat Mordry in die Weichteile, sprang auf und rannte durch die Eingangstür davon. Mordry brach gebeugt zusammen während der Alarm losging. ,, Ich schwöre, wenn ich das nächste mal mit einem Arschloch irgendwo hingehe, ziehe ich mit vorher einen Eierschutz an!", fluchte Mordry, Mareju half ihm aber und entkam mit ihm aus der Mechanistenbasis bevor sie gefangen genommen werden konnten.

    Mirius war danach nicht aufzufinden, weder in seinem vorherigen Verstecken noch im Reiher. Normalerweise ist diese Ratte nicht so gut im Verstecken aber wie sagt man, Ratten kriechen in alle Löcher.

    Mareju und Mordry kehrten zum Reiher zurück, wo Mareju dem Sinyae das Pergament übergab. Mordry las sich alles in Ruhe durch und fasste zusammen, so laut das Mareju es hören konnte aber so leise das niemand anderes mithören konnte:,, Das ist interessant, doch einen Sinn ergeben tut sich das alles irgendwie noch nicht. Das hier ist eine Lieferung in einen Text umgeschrieben. Ungeheure Mengen an Stahl, Eisen und Metallgegenständen darunter auch mein gesuchtes Medallion und anderes Hammeriten Zeug. Seltsamerweise geht es AN die Mechanisten und diese scheinen es für ein neues Projekt zu benutzen." Mordry faltete das Papier zusammen, steckte es ein und seufzte:,, Wenn ich mehr habe, könnte es einen Sinn machen. Irgendwo muss doch noch so eine Mechanistenfestung oder ähnliches sein. Erstmal muss ich aber schleichen lernen, wir hatten Glück das kaum einer in der Basis war ansonsten wären sowohl du als auch ich tot oder gefangen. Ich werde mir einen Lehrmeister suchen, in diesem Kaff gibt es doch sicher jemanden."
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    "Tztzt, Mordry, warum frägst du nicht einfach mich?" sagte Mareju und schüttelte den Kopf dabei.
    "Das würdest du tun?"
    "Hier wäscht eine Hand die andere. Und so wie du rumtrampelst wirst du niegendwo unentdeckt einsteigen könne. Also was ist?"
    "Gut. Ich danke dir. Aber wo hast du das schleichen gelernt?" Mordry freute sich über das Angebot.
    "Das geht dich nichts an!" Mareju stimme wurde sofort zischend. Eigentlich war es Mordry egal woher Mareju so unglaublich leise schleichen konnte. Also er sich zurück errinnerte in den Höhlengängen oder auch bei den anderen Einbrüchen hatte er Mareju wirklich niemals laufen gehört.
    "Also, hör mir zu. Theoretisch ist es einfach zu schleichen. Es erfordert nur Übung und Erfahrung, die du aber recht schnelll beherrscht. Die Perfektion kommt dann nach und nach. Wir werden es so machen. Ich such uns ein paar Häuser aus, in die wir Einrechen werden und einige Wertgegenstände mitgehen lassen. Ich hab da ne Idee für einen größeren Eibruch, dafür brauch ich aber Geld. Jede Menge. Du wirst mir helfen, das Gold zusammen zu kratzen, und ich zeig dir dabei, wie du ungesehen von A nach B gelangt. Einverstanden?"
    "Einvertanden? Wolln wir gleich los?" Mordry freute sich.
    "Willste mich verarschen? Nach der Scheiße? Vergiss es. Die Stadt wird alamiert sein, und ich hab keine Lust wieder durch nen Stümper um ein Haar irgendwo aufgehängt zu werden!" empörte sich Mareju. Mordry gefiel es nicht, den Mareju meinte ihn mit Stümper. Aber er hatte ja auch nicht unrecht.
    "Aber fall es dich interessiert, ich kenne schon unser erstes Ziel. Im Südviertel gibt es einen reichen Pflanzen und Kräuterhändler. Man munkelt, das dies nicht sein einziges Einkommen ist, so protzig wie er rumläuft. Idiot. Morgen steigen wir da ein, schaun uns um und holen uns was uns intetessiert. Er glaubt, er wäre sicher, doch da täuscht er sich!"

    Auf einmal stand ein Mann neben ihnen. Mareju drehte sich und schaute ihn mit dem bösesten Gesicht an, das er auflegen konnte. Seine blasse Haut und den inzwischen etwas leer wirkenden Augen untermalten seinen Blick zusätzlich. Der Fremde wich erschrocken ein kleines Stück zurück und starrte Mareju an.
    "Is' was?" funkelte er den Mann an.
    "Ich, ich habe euch beobachtet, wie ihr zu den Mechanisten gegangen seid..." flüsterte er. Mareju wollte schon aufspringen um ihn um zu hauen, doch Mordry hielt ihn zurück. Wieder schrak der Mann zurück.
    "Kein Grund zur Panik. Ich bin kein Informant der Stadwache. Ich will bei euch einsteigen. Ich habe jedes einzelsne Wort von euch mitverfolgt."
    Mareju funkelte den Fremden immernoch böse an. Er spürrte auch die Angst, die er vor ihm hatte. Andererseit war es ihm gelungen, ohne das Mordry und Mareju es merkten, sie zu belauschen. Auch wie er auf einmal neben ihnen standen erstaunte ihn doch. Mareju musste zugeben, er war ein Meister darin. Und irgendwie spürrte er auch, das von ihm keine Gefahr ausging. Warum sollte er ihnen nicht helfen, die die verschiedenen Häuser ein zu brechen? So entspannte sich seine Mine, sagte dem Fremnden, er solle sich hinsetzen und er spürte die Erleichterung die von dem Fremnden ausging.
    "Wie ist dein Name?"

    Mordry, Rotfront und Mareju unterhielten sich noch eine kleine Weile, dann ging Mareju auf sein Zimmer, um sich seinen Studien zu widmen. Dabei ist er auf ein interessantes Thema gestoßen, was ihm sicher noch häufig zu Gute kommen würde...
    Mareju is offline Last edited by Mareju; 23.10.2011 at 19:55.

  12. #92 Reply With Quote
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    In einem nicht weiter bekannten Jahr, mitten im Herbst, versuchte jemand seiner Schlaflosigkeit bei einem Spaziergang davon zu laufen und kam in dieser etwas zu dunklen Nacht an einem seltsam aussehenden Haus vorbei, bei dem im mittleren Stockwerk in den Fenstern noch Licht brannte.
    Die Nacht war ruhig und das Haus unterschied sich auch nicht sonderlich von den anderen in der Straße.
    Das einzig wirklich auffallende, war der Zaun, der eine filigrane und gleichzeitig sehr stabile Schmiedearbeit zu sein schien und ein seltsames Wappen enthielt.
    Außer den erleuchteten Fenstern konnte man vom Haus selbst nicht viel erkennen, denn es war eine von den alten, noch unbeleuchteten Straßen der Stadt.
    Es gibt nicht mehr viele dieser Straßen und die Menschen meiden sie in der Dunkelheit, da sie ihnen sehr viel gefährlicher erscheinen als der Rest der Stadt, was möglicherweise auch nicht allzu unbegründet ist.
    Das Zimmer zu dem die Fenster gehörten war ein etwas größerer, viereckiger Raum in dessen Mitte ein Billardtisch stand.
    Die einzige Lichtquelle war eine große schlichte Lampe über dem Tisch, die einen Kegel aus Licht ausgoss, der lediglich, die mit einem grünen Tuch bespannte, Spielfläche des Tisches erleuchtete.
    Um den Tisch saßen zwei schemenhaft wirkende Personen, die scheinbar gerade eine kleine Pause in ihren Spielablauf einlegten und einem Bericht der dritten zuhörten.
    „…. alles mitgenommen sagte mein Mann, den ich in seinem Büro hatte.“ sprach M voller Aufregung. „Alles, was als Beweis dienen könnte.“ Unterbrach ihn S. „Ja!“ erwiderte M. „Schließlich war er eingeweiht und er hat Aufzeichnungen gemacht. Momentan sitzt er in seiner Klause und brütet über wer weiß was.“
    „Demnach stimmen die Gerüchte also, dass er in ein Kloster gegangen ist und jetzt Mechanist werden will. Aber dass die jemanden wie ihn aufnehmen, wundert mich jetzt doch sehr.“
    „Mit der Aussicht auf solch ein Vermögen wie es seines ist F., wird er doch von jeder ‚Bruderschaft‘ aufgenommen.“ erwiderte S.
    „Seine Informationen reichen aus um uns alle ins Verderben zu stürzen.“ rief M. sich den Schweiß von der Stirn wischend.
    „Es ist noch nicht zu spät nur etwas umständlich“ sprach S. der mit einem ruhigen aber wissenden Blick mit F. ansah, der daraufhin lautlos an einer Schnur zog.
    Eine in der Dunkelheit nicht auszumachende Tür öffnete sich fast geräuschlos und eine vierte Person tauchte im Billartzimmer auf.
    „Darf ich vorstellen: Mein Sekretär.“ Sprach S und wies auf die neue Person in deren Mitte.
    Dieser Sekretär war von durchschnittlicher Größe, hatte eher unauffällige Gesichtszüge und durch die Kombination mit seiner schlichten Kleidung, eine Livree aus Grau und Schwarz und seinem eher naiven Auftreten, zog er nicht viel mehr Aufmerksamkeit auf sich als die normalen Bediensteten.
    „Ich habe die Informationen die sie haben wollten mein Herr.“ sprach der Sekretär und beobachtete die Menschen im Raum.
    „Gut. Du kennst dann also die Lage in der sich vor allem unser Freund befindet. Finde einige Leute die uns in dieser kleinen Angelegenheit zur Hand gehen können. Vergiss nicht sie darauf hin zu weisen, dass wir, oder besser Du, die Truhe so haben willst wie sie ist, also verschlossen und auch nur dann bezahlst. – sprach S. zum Sekretär und wandte sich an M.- Es bist nur Du allein um genau zu sein, der alles verliert falls Herr Pheorn Bergaank zum Scheriff geht und somit schuldest du uns was.“
    Nach dem der Sekretär seine Anweisungen erhalten hatte, entfernte er sich und beschloss am darauf folgenden Abend sich in der Stadt umzusehen nach geeigneten Leuten, die er beauftragen könnte.
    Opusa is offline

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    Schwertmeister Rotfront's Avatar
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    War das wirklich eine gute Idee diese Leute anzusprechen? Rotfront saß mit den beiden Herren, Mareju und Mordry wie sich herausstellte, an einem Tisch. Er hörte sich die Ereignisse vergangener Diebeszüge an, alle Informationen schien er wie ein Schwamm aufzusaugen. Gelegentlich nahm er ein paar tiefe Schlücke aus seinem Bier. Ihn betrübte es ein wenig keine Geschichten auf Lager zu haben, die für die zwei Diebe von Interesse sein könnten. Doch im Moment wollte er sowieso nur zuhören, mehr über halsbrecherische Verfolgungen, sich lohnendes Diebesgut und unaufmerksame Wachposten lernen. Doch wie alles seinen Anfang hatte musste es auch Enden. Modry und Mareju schien die spucke auszugehen und auch Rotfront brummte langsam der Schädel. Müde betrachtete er die ersten Sonnenstrahlen die sich durch die Vorhänge hindurch kämpften und den Raum mit einem kühlen Licht flutete. Es waren nur noch eine Hand voll Menschen im Schankraum. Den meisten konnte man ansehen, dass ihre Augen genau so schwer waren wie die jenen von Rotfront. Andere hingegen lagen schnarchend mit dem Kopf auf dem Tisch, doch ihre Hände verweilten immernoch an dem Griff ihrer Bierkrüge.

    Rotfront verabschiedete sich von beiden und trat in sein Zimmer. Nachdem er die Vorhänge seines Fensters zuzog, die Riegel seiner Tür schloss und sich wie ein nasser Sack ins Bett fallen ließ dachte er wie jedes Mal über das Vergangene nach. Und wie immer fragte er sich ob er nun zufrieden war. Sein Leben als Novize fehlte ihm nicht unbedingt, doch hatte er dort eine Art Familie. Gefühlsduselei war hinter den Mauern der Hammeriten natürlich Fremd, doch konnte man sich auf seine Brüder verlassen und das zählte in jenen dunklen Stunden eine Menge. Ob es sich dabei um einen gezwungenen Gemeinschaftssinn handelte konnte Rotfront nicht einschätzen. Außerhalb der Mauern handelten seine Brüder wie Marionetten, so kam es ihm jedenfalls vor.
    Nun musste er warten, warten auf den Augenblick in dem er sich sicher war, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Er erhoffte sich seligst das dieser Ort seine neue Heimat werden könnte in der er sich zurecht fand und endlich - nach jahrelangem Zwang und Aberglauben - frei sein konnte.

    Rotfront schreckte auf, jemand riss ihn mit einem etwas zu störrischen Klopfen an seiner Tür auf. Müde rieb er sich die Augen, kurz nachdem sich der Gedanke in seinem Kopf einnistete sich noch einmal umzudrehen und weiter zu schlafen klopfte es erneut an der Tür. Rotfront raffte sich letztendlich doch auf und zog seine Robe über. Draußen waren Stimmen zu hören, er kannte sie, konnte sie aufgrund seinem dröhnenden Schädel nicht zuordnen. „Wie kann so ein Typ von Grünzeug reich werden? Würde es sich wirklich lohnen dort einzusteigen?“ , Rotfront erkannte die Stimme die vor seiner Tür erklang, es war Mordry, der eine Typ von gestern. Etwas verwirrt schob er die Riegel zurück und öffnete die Tür. „Natürlich lohnt sich das! Der Typ ist nicht irgend ein Gärtner, er ist DER Gärtner! Und wenn ich sage, dass dort etwas zu holen ist, dann...“ Mareju hielt kurz inne, die Augen von Mordry und Rotfront waren auf ihn fixiert. „... dann ist es auch so verdammt noch mal!“ Rotfront trat aus seinen Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Gähnend wendete er sich an die beiden: „So früh? Haben denn Diebe keinerlei Bedürfnis an Schlaf?“ Er erntete kein Beifall Mordry kaute sichtlich auf der schalen Antwort von Mareju herum während jener sich an Rotfront wendete. „ Für einen Dieb gibt es nie ein „zu früh“ oder „zu spät“ es gibt immer nur den richtigen Zeitpunkt.“ Mareju's Antwort misslang Rotfront keineswegs, immerhin schien er einiges mehr an Erfahrung zu haben wie er selbst. Mordry ging voraus: „Na dann gehen wir in die Schankstube und gönnen uns eine kleine Stärkung bevor wir aufbrechen, denke mal wir sollten Rotfront vorher von unsren Plänen unterrichten bevor er in die Hände der Grünzeugwächter fällt.“
    Rotfront is offline Last edited by Rotfront; 29.10.2011 at 00:27.

  14. #94 Reply With Quote
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    Als die Drei zusammen am Tisch saßen, erklärte Mareju den beiden ihr Vorgang.
    "Also, passt gut auf. Mordry muss das schleichen lernen, er bleibt bei mir. Du schleichst dich über den Hinterhof rein, dort stehen überall Büsche und es gibt nur eine Lampe die die Tür beleuchtet, ein Kinderspiel da ein zu steigen. Such nach allem Interessanten oder was auch immer dich interessiert. Währenddessen steigen Mordry und ich etwas weiter Östlich bei den Gewächshäusern ein. Es sind drei Stück, nicht sonderlich groß, und sehen uns da um. Dort zeig ich dir dann wie du auf Gras oder ähnlichem unbemerkt schleichst. Wir sehen uns um, und treffen uns alle in der Küche wieder. Ich meine dort führt ne Treppe in den Keller, der mich brennend interessiert. Dieser geldgierige Sack ist ja zu geizig und törricht Wachen einzustellen, wir werden als kaum auf Wiederstand treffen, ebenso wenig auf Alarmanlagen. Ein Einbruch für Anfänger, also was für euch. Habt ihr noch fragen? Sonst würd ich sagen, los gehts." sagte Mareju leise und biss ein letzes mal von dem Brot.
    "Nein." "Nein." anworteten Rotfront und Mordry nach einander.

    So zogen sie im Schutz der Dunkelheit los. Mareju ging vorran, er kannte den Weg. Rotfront und Mordry hatten schwierigkeiten ihm zu folgen. Obwohl die Straßen leer waren, huschte Mareju geschickt von Schatten zu Schatten, nahezu lautlos und ungesehen. Zwar hätte er auch ganz gewöhnlich laufen können, aber er genoss es, das er der Meister war, und die anderen zu ihm Aufblickten. Ehe sie sich versahen, standen sie vor dem haus der Gärtners. Es war ein recht niedriges Haus, gerade mal zwei Etagen war es hoch, und damit um einiges kleiner als die Gebäude in der Umgebung. Hinter dem Haus konnte man verschwommen Bäume erkennen. Überall standen Pflanzen, in Töpfen, Beeten und in Eimern. Im zweiten Stock konnte man sogar kleine Ranken erkennen, die sich durch kaputte Fenster nach außen wandem. Der Wind piff leise zwischen den Fenstern hindurch, überall war es stockfinster. Es sah gespentisch aus, wie verlassen. Und doch erkannte man den Reichtum des Gärtners; im schwachen Licht erkannte man die frische Renovierung des ersten Stockes.

    Hier trenten sich die Wege der drei Diebe. Rotfront verschwand wie abgemacht hinter dem Haus, und Mordry und Mareju gingen rechts um Haus, um zu den Gewächshäusern zu gelagen. Als sie eintraten, stieß ihnen sofort ein eignenartiger Geruch in die Nase. Jedoch war es angenehm warm und stockfinser zwischen den zum Teil mannshohen Gewächsen.
    "So, jetzt pass mal auf. Das ist leicht feuchte Erde und Gras auf dem wir uns bewegen. Versuch nicht durch das Gras duch zu streifen, sondern so wenig wie möglich die Grashalme zu bewegen. Tret am besten nur mit den Zehenspitzen auf, und immer von oben drauf stapfen. Kapiert? Ich geh vorraus, folge mir einfach."
    Bevor Mordry anworten konnte, war Mareju auch schon verschwunden. "Der hat gut reden, folge mir einfach..."
    Trotzem fasste er sich ein Herz, und versuchte es Mareju gleich zu tun. Er kam sich total dämlich vor, stapfend zu schleichen. Aber nach ein paar Metern gelang es ihm, immer leiser den Gang wzischen den Pflanzen entlang zu schleichen, bis er unsanft gegen Marejus Rücken stieß.
    "Pass doch auf!" zsichte er.
    "Ich seh hier nichts verdammt."
    "Ruhig jetzt! Dort vorne ist jemand, beim Ausgang. Schalt ihn aus."
    "Ich soll...was?" flüsterte Mordry unsicher.
    "Du hast mich verstanden. Mach schon, ich bin auch noch da wenns schief läuft. Jetzt zeig was du kannst, auf jetzt!" nörgelte Mareju. Schließlich hatte er nicht vor, alles allein zu erledigen und auch noch irgendwann in dieser Nacht auch wieder zum Reiher zu gelangen...
    Mareju is offline

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    ,, Dieser verdammte Vollidiot... Dachte sich Mordry als er sich das überzogen arrogante Gelaber von Mareju anhören muss. Mordry verabscheute seinen Namen aber vielleicht war es sein alter Name? Nachdem er am gestrigen Abend gefragt wurde, wie er eigentlich hieße, konnte Mordry die Frage nicht beantworten. In der Nacht, als er zum ersten seine Klamotten durchsuchte, entdeckte er in der Innenseite seines Stiefels etwas, eine Art Gravur mit der Aufschrift "Mordry". Möglicherweise nur der Kerl, der ihm diesen Stiefel angefertigt hat, Malkav meinte ja irgendwas in der Richtung, dass sie aus einer anderen Welt kämen.

    Mordry schlich zu der Person, es war eine Leibwache die sich gerade an einem Busch erleichterte. Mordrys Schritte wurden hastiger, blieben aber ruhig. Als Mordry nah genug war, richtete sich der Sinyae auf, packte den Hinterkopf der Leibwache, drehte ihn zu sich, schlug ihm mit voller Kraft ins Gesicht und warf ihn stark auf den Steinboden. Die Wache bewegte sich nicht aber sie atmete noch.
    ,, Zufrieden?", fragte Mordry mürrisch als Mareju langsam zum nächsten Schatten eilte.
    ,, Ich hätte es weniger diskret gemacht aber so geht es auch.", antwortete sein Möchtegern Lehrmeister.

    Die Beiden kamen an einem Haus an, es sah sehr schick aus und es gab außerhalb des Hauses keinen einzigen Schatten zum Verstecken. Ohne Wachen brachte es dem ehrenwerten Hausbesitzer aber nichts.
    Die beiden Diebe warteten immernoch in einer dunklen Ecke, unter einem Baum.
    ,, Ich sage dir mal, wie ich das auf meine Weise mache!", Mordry griff während er diesen Satz sagte nach einem dicken Stein, welcher am Boden lag und fuhr fort:,, Ich schlage das Fenster ein, wir klettern rein, verprügeln den Hausbesitzer und klauen ihm seinen Arsch unter seinen Füßen weg, alles klar!?"
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  16. #96 Reply With Quote
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    "Pfff, Anfänger." murmelte Mareju und verdrehte die Augen. Aber von mir aus. "Ich rette dir aber nicht den Arsch, klar?"
    "Von mir aus. Wirst du eh nicht müssen!" Mordry ging Marejus arroganz immer mehr auf den Geist.
    Schnell wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Mordry nahm den Stein, und schlug damit das Fenster ein. Es klirrte fürchterlich laut, doch beide hörten keine Geräusche aus dem innern. So steigen sie vorsichtig durch das zerbrochene Fenster ein. Drinnen sah es kaum anders aus als Draußen. Überall waren Pflanzen, Samenkörner, Gießkannen und Säcke voll von Erde. Der einzige großer Unterschied war der Boden, dieser war aus Marmor. Mareju zeigt den Sinae, wie man geräuschlos darüber schleichen konnte. Im Gegensatz zum Erdboden gelang dies Mordry viel besser, schnell hatte er den Trick dabei raus. Mareju war zufrieden mit ihm. Und so schlichen sie von Zimmer und nahem alles brauchbare mit. Dabei trafen sie nicht eine Person an, weder Wache, Personal noch den Besitzer. Jedoch war ihre Beute mehr als spärlich. Leicht frustriert betrat Mareju als erster die Küche, wo Rotfront schon auf sie wartete und einen Apfel aß.
    "Da seid ihr ja. Hier gibt es ja kaum was zu holen."
    "Abwarten" wimmelte Mareju ihn schnell ab. "Lasst uns den Keller untersuchen."

    Mareju, der am besten in der Dunkelheit sah, ging wieder vorran. Am Ende der Treppe stießen sie auf eine Holztür. Sie war verschlossen.
    "Und jetzt?"
    "Psst" zischte Mareju. Zwar konnten die beiden bei der Dunkelheit kaum etwas erkennen, dennoch sahen sie Mareju nur vor dem Schloss rumfuchteln und etwas murmeln. Mit einem leisen Klack sprang die Tür sachte zur Seite.
    "Wie...hast du.."
    "Frag nicht" gab Mareju kichernd zurück.

    Hinter der Tür befand sich ein riesiger Raum, der sich wohl über das ganze Fundament des Hauses erstreckte. Lampen beleuchteten den Raum. Überall lagen Schläuche, Kisten, Säcke und anderes Pflanzengut. In einer Ecke des Raumes hörten sie ein Schnarchen. Es war wohl der Gärtner. Rotfront und Mordry standen gebeugt über ihm und sahen ihm beim Schlafen zu. Mareju stand derweil bei einem Tisch und öffnete die Schubladen.
    "So ist das also."
    "Was hast du gefunden?" fragte Mordry und drehte sich zu ihm um.
    "Er schmuggelt allerlei Gegenstände in den Blumentöpfen, zu wem auch immer. Auf der Liste stehen einige Namen der Mechansiten, Hammeriten, Heiden, hoher Leute und und und. Man, was die sich alles liefern lassen, was niemand mitbekommen soll." Mareju gab Mordry die Liste.
    Dieser brach sofort in schallendes Gelächter aus. Der Gärtner schrak aus seinem Bett hoch und starrte die drei Diebe mir weit aufgerissenen Augen an. Hastig tastete er nach seinem Schwert was unter seinem Bett lag.
    "Oh, ist da jemand wach geworden? Sucht du das?" Mareju zog unter seinem Mantel ein Schwert hervor und schmiss es scheppernd zu Boden. Zynisch musst er grinsen, wobei sein Grinsen eher einer unnatürlichen Fratze glich. Er genoss die Angst des Gärtners in vollen Zügen. Auch Rotfront und Mordry schauten verwundert Mareju an. Mordry hatte ihn noch nie so gesehen. Marejus Backenknochen glichen viel mehr einem Totenkopf als einem meschlichen Gesicht. Seine Augen funkelten und ausdruckslos im Licht der Lampen an der Decke. Dann kam Mareju auf den Gärtner zugestampt. Erschrocken traten Mordry und Rotfront zur Seite. Mareju griff nach dem Gärtner mit einer Hand an seinem Nachthemd und hob ihn hoch, während er ihn immer noch hämisch angrinnste. Dieser zitterte am ganzen Leib, Schweiß strömte aus allen Poren seines Gesichtes. Mit bebender Lippe versuchte er etwas zu sagen, schaffte es aber nicht.
    Dann ließ er ihn kommentarlos fallen, drehte sich um und sagte trocken:
    "Es war dein Plan Mordry, er gehört dir. Ich such solang nach den Wertgegenständen, die auf der Liste standen."
    Mareju is offline

  17. #97 Reply With Quote
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    Rotfront presste sich gegen die Mauer des Gebäudes, obwohl er hier völlig in Dunkelheit eingehüllt war fühlte er sich kein Stück sicher. Jedes Mal wenn der Wind durch die Gewächse zischte und die Umgebung für einige Zeit in Bewegung hielt atmete Rotfront tief ein und wartete gespannt ab bis der Wind wieder abflaute. Er hätte es sich leichter vorgestellt, oder wenigstens etwas lockerer. Immerhin könnte plötzlich von überall her eine Wache kommen, oder noch schlimmer: zähnefletschende Hunde die nach frischem Menschenfleisch gierten. Obwohl er nun schon eine halbe Weile an der Wand kauerte trat weder das eine, noch das andere in sein Sichtfeld. Machte er sich zu viele Gedanken oder gar sich selbst Angst? (Reiß dich zusammen Junge, wenn du ohne Beute auftauchst wird man dich zweifelsfrei als einen Versager abstempeln)
    Rotfront fasste seinen Mut zusammen und entfernte sich einige Meter von der Hauswand, geduckt spähte er durch das Grün um mögliche Wachen auszumachen. Doch wie schon Minuten zuvor war der Garten finster sowie Menschenleer. Langsam bahnte er sich einen weg zu einer Terrasse, stets geduckt und auf alles gefasst... dachte er. Als hinter den gläsernen Türen der Terrasse plötzlich Licht entflammte befand sich Rotfront schneller als er denken konnte wieder an der Hauswand. Hinter einem mannshohen Busch konnte er die Umgebung die nun in Licht getaucht wurde überblicken. Ein Mann betrat den Garten, viel von ihm konnte Rotfront nicht erkennen, legendlich den Panzerhandschuh in der sich eine hell lodernde Fackel befand und an der Hüfte eine Klinge die bedrohlich im Schein der Fackel aufblitzte. Rotfront duckte sich und beobachtete den Mann durch das Buschwerk. Jener ließ seinen Blick über den Garten schweifen, doch schon bald scheuchte ihn der beißende Wind wieder zurück ins Haus. Nun war es Zeit zu handeln, vielleicht war die Tür noch offen. Und er hatte Glück, ohne geringsten Widerstand ließ sich die Tür öffnen, der dahinter verborgene Raum war schwach beleuchtet, legendlich ein paar Kerzen brannten neben Töpfen, Tellern und jede Menge anderer Küchenutensilien. (Mhh und was nun? Von Geschirr kann ich mir wenig kaufen.) Nachdem er sich einen Apfel aus einer Obstschale schnappte traf der Rest der Truppe ein.

    "Es war dein Plan Mordry, er gehört dir. Ich such solang nach den Wertgegenständen, die auf der Liste standen." Rotfront stand neben Mordry dessen Augen auf den Gärtner fixiert waren. (Er gehört ihm? Was soll ich darunter wieder nur verstehen...) Rotfront ging zu einem der Blumentöpfe und begutachtete ihn ungläubig. „Und da sollen sich Wertgegenstände drin befinden?“ Mareju riss unsanft eine Pflanze aus ihrem Topf, zum Vorschein kam ein Lederbeutel den er Rotfront entgegen warf. „Überzeug dich selbst.“ Er hatte Recht, nachdem Rotfront den Beutel öffnete lachte ihn eine goldene Statuette an. Er wog sie in den Händen ab. „Sehr interessant, keine würde jemals auf die Idee kommen einen Gärtner des Schmuggelns zu verdächtigen. Ich hoffe das war nicht die einzigste Kostbarkeit die es hier abzustauben gibt.“ Wieder landete eine Pflanze auf dem Boden, der Gärtner der immernoch zusammengekauert auf seinem Bett saß sah mit aufgerissenen Augen zu wie die beiden ihn um seine Waren erleichterten. Rotfront war gerade damit beschäftigt einen weiteren Knoten der Beute zu öffnen als er Mordry sah der abwechselnd zu Mareju, dem Gärtner und Rotfront hin und her sah. „Was hast du denn nun vor mit dem Kerl Mordry? So etwas wie Blutrache?“ Ein glänzender Diamant kam hervor, er schien perfekt geschliffen und reflektierte hunderte von Farben. „Meine Herren wo hat der Kerl das Zeug nur her?“
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  18. #98 Reply With Quote
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    Mordry dachte die ganze Zeit darüber nach, was er jetzt mit ihm machen sollte? Töten, ihm das Bewusstsein rauben für kurze Zeit oder...

    Der Sinyae packte den Gärtner an den Kragen und sprach, während ein unheimliches Grinsen sein Gesicht zierte:,, Wir werden uns noch ein wenig bereichern und wenn uns unser Freund hier nicht alles zeigt, was auf der Liste steht, wird die Geisel vorzeitig in Untersuchungshaft genommen."
    Somit wären sie, falls sie erwischt werden sollten, vorerst geschützt weil sie eine Geisel hatten.
    Der Gärtner begann zu schwitzen und bettelte um sein Leben. ,,Rotfront, schütte ihm etwas Blumenerde in den Mund oder stopf sein Maul mit irgend etwas anderem. Sein Gejammer geht mir allmählig auf die Nerven.", befahl Mordry kalt während er sich mit einem Bein auf den Bauch des dürren Gärtners stützte.
    Rotfront missfiel offensichtlich der Gedanke einer Geiselnahme aber er stopfte ihn ein Stück Stoff in den Mund und umwickelte den Stoff und den Mund mit einem weiteren Stück Stoff. Währenddessen schaute sich Mordry das Bett an.
    Unter dem Bett war eine kleine Höhle in der Wand wo eine kleine Tasche lag, Mordry kroch unter das Bett und holte diese heraus.
    Der angehende Dieb machte die Tasche auf, fing an zu lachen und warf die Tasche zu Mareju:,, Sieh' dir das mal an! Unser kleiner Freund hat auch noch ein wenig Kraut geschmuggelt." Es war nicht viel aber genug um ungefähr zwei Bürger zufrieden zu stellen.
    Nachdem Rotfront fertig war, fragte dieser:,, Und was ist, wenn er versucht weg zu laufen?"
    Mordry wusste, was Mareju dann machen würde aber der Sinyae sagte beruhigend:,, Entweder lassen wir ihn laufen oder wir überreden ihn, nicht mehr auf solche Einfälle zu kommen. Ob du es glaubst oder nicht aber ich bin mag es nicht, andere Wesen zu töten und möchte auch das so etwas nur dann passiert, wenn der Notfall es erfordert!" Mordry schubste den Gärtner voraus, mit dem Befehl, ihnen zu zeigen wo er noch etwas versteckte. Er führte die Gruppe wieder die Treppe hoch, als der Gärtner ganz oben ankam, versuchte er wegzurennen, nachdem er Mareju in den Bauch getreten hat weil dieser direkt hinter dem Schmuggler war. Mordry, welcher hinter Mareju war, stieß Mareju die Treppe hinunter, zu Rotfront, während Mordry nach vorne rannte, um den Schmuggler zu verfolgen.

    Der Gärtner flüchtete in das obere Stockwerk, Mordry konnte aber schneller rennen sodass dieser aufholte. Oben angekommen war nur eine einzige Tür, zu einem Balkon die noch zuknallte. Mordry rannte durch die Tür und sah den Gärtner am Balkon stehen während dieser die drei letzten Leibwächter auf dem Gelände zu sich rufte. Die Stoffe lagen neben dem Gärtner. Mordry packte den Gärtner und rammte ihn gegen das verdächtig knirschende Holzgeländer. Der Gärtner bettelte erneut um sein Leben doch als dieser erkannte, dass es bei Mordry fehlplatziert war, fing er an zu lachen, man hörte hastige Fußschritte aus der Treppe.
    Der Sinyae trat das Geländer ein und hielt den Hals des Gärtners sanft fest, so fest, dass dieser nicht hinunterfiel aber so sanft, dass er noch weiterhin sprechen und atmen konnte. In der anderen Hand von Mordry befand sich sein Schwert der Stadtwache, der Gärtner fragte ihn darauf, ob er eine Wache sei. Der Geiselnehmer antwortete mit schweigen.

    Doch die Treppe hoch gerannt kamen nur Mareju und Rotfront, welche sich etwas bei dem Anblick auf den Balkon wunderten. Als die beiden Diebe weitere Schritte hörten, kamen sie durch die Balkontür und versteckten sich jeweils links und rechts an der Seite der Tür. Dort war kein Licht sodass man sie nur schwer erkennen konnte. Kurz darauf stürmten die drei Wachen die Treppe hoch und gingen direkt in Richtung von Mordry. Als sie ihn in einem Halbkreis mehr oder weniger umzingelt hatten, befahl einer der Wachen:,, Laß ihn los, Bandit, ansonsten wirst du unsere Klingen spüren!" Mordry antwortete mit rauer Stimme:,, Wenn ihr mich angreift wird sich euer Hausherr mehr als nur Hals und Bein brechen!"
    Mordry wollte nicht gegen diese Wachen kämpfen aber es blieb ihm vielleicht keine andere Wahl.
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    Mareju bebte innerlich vor Wut. Er wollte keine Schwierigkeiten bei dem Bruch, dann dreht der Gärtner auch noch durch und der Sinae schubste ihn die Treppe hinab. Und jetzt auch noch diese drei Möchtegernwachen. Er wollte die Lage klären, jetzt sofort.
    In seiner blinden Wut schritt er auf die Wachen zu. Die Wachen hörten seine Schritte und drehten sich um, doch Mareju stand schon direkt vor der ersten Wache. Noch bevor sie etwas sagen konnte, griff Mareju sie und warf sie wirbelnd mit ganzer Kraft auf den Boden. Es krachte fürchterlich, als der Brustkorb der Wache auf den Boden traf. Eine der Wachen reagierte sofort und schlug in Richung Mareju. Doch dieser war schneller. Geschickt duckte sich Mareju unter dem Schwerthieb hinweg und packte nach einer Drehung die zweite Wache am Hals und griff fest zu. Immer tiefer bohrten sich seine Finger in den Hals der röchelenden Wache, Blut rann hinab. Die Wache zappelte und schlug wild um sich, versuchte zu schreien, doch alles was zu hören war ihr Röcheln und Krächzen. Mareju funkelte die Wache mit bösen Augen an. Wieder verzogen sich seine Gesichtszüge zu einem teuflischen Grinsen. Mordry war sich nicht sicher, er konnte es im falen Licht kaum erkennen, doch schien Marejus Statur mehr einem Skelett zu gleichen als der eines Menschen. Selbst seine Zähne wirkten faul und seine Augen schienen tiefer in den Augenhöhlen zu sitzen als gewöhnlich.
    Das Gesicht der Wache verlor weiter und weiter ihre Farbe, erst lief es rot an, dann wurde es immer bleicher bis die Haut grau und steif war und ihr Blick sich versteinerte. Mareju beugte sich, noch immer die zappelnde Wache in der Hand haltend, zu ihr hin, bis seine Nase fast die ihrige berührte. Dann atmete er tief ein. Sofort hörte das Zucken der Wache auf, und Mareju ließ sie zu Boden fallen. Ihr Gesicht war nun noch grauer und faltig.

    Mordry, Rotfront, der Gärtner und die dritte Wache schauten entgeistert zu. Alle standen regungslos da. Die dritte Wache fasste sich als erste von den Vieren wieder und hob brüllend sein Schwert und rannte zu Mordry. Dieser stand immer noch wie angewurzelt stehen, fasste sich dann aber auch und wollte gerade der Wache ausweichen, doch die Wache geriet ins wanken, bevot sie ihn erreichte. Sie lies ihr Schwert los und fasste sich keuchend ans Herz. Es schepperte laut als das Schwert zu Boden fiel. Schwer keuchend, kniete die Wache vor Mordry und dem Gärtner, mit einer Hand an der Brust, ihr Atem ging rasselnd. Sie began immer schneller zu atmen, bis sie schlieslich krampfhaft mit einem Stönen zur Seite kippte und nur noch zuckte. Dann wurde auch ihr Gesicht grau und fest, bis sie schließlich aufhörte zu zucken.

    Mareju stand zitternd da, mit dem Zeigenfinger auf die Wache am Boden zeigend. Dann nahm er den Arm runter, setzte sich keuchend auf den Boden und lehnte sich gegen die Mauer. Der Kampf hatte ihn doch mehr Kraft gekostet als er kalkuliert hatte. Er lehnte seine Kopf gegen die Kalte Steinwand und atmete tief ein. Langsam beruhigte sich sein Atem. Er drehte sich zur Seite, und grinste Mordry freundlich an. Mordry erwiederte seinem Lächeln mit einem undefierbaren Blick. Mareju nickte ihm zu und fing an zu grinsen. Mordy wunderte sich, dann bemerkte er, dass er Gärtner ohnmächtig in den Händen hielt. Er begann zu lachen, doch dieses Lachen lies ihm einen kalten Schauer den Rücken hinunter laufen. Was war das was Mareju gerade eben getan hatte? Rotfront kam auf sie zu, dabei machte er einen Bogen um die verkrampft daliegenden Wachen. Es sah aus als seien sie aus Granit.
    "Können...können wir los?" keuchte Mareju. Er wollte sich so schnell wie möglich ausruhen.
    "Ja, ja klar." antwortete Rotfront.
    "Gut, ich hole die Sachen aus dem Keller, dann verziehn wir uns"...
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    Ritter Mordry's Avatar
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    Mordry war verunsichert, Mareju schien keine Kontrolle mehr über sich, oder was das betrifft seine Fähigkeiten, zu haben. Darauf steckte
    Mordry lächelte Mareju beruhigend an und ging langsam zu ihm hin:,, Ist alles in Ordnung?", fragte der Sinyae während dieser näher kam. Mareju schnaufte müde:,, Ich weiß nicht aber ich komme scho...", er konnte den Satz nicht mehr vollbringen weil als Mordry nah genug war, schlug er Mareju hart in den Nacken sodass dieser das Bewusstsein verlor.
    Man konnte Rotfront die Frage vom Gesicht ablesen, warum Mordry dies gemacht hatte. Mordry befahl dem ehemaligen Hammeriten-Novizen:,, Nimm die Beute mit, ich möchte mich im Reiher mit Mareju unterhalten!"
    Mordry trug Mareju zum Reiher während Rotfront die Beute mitnahm.
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