Ja, das finde ich auch in Ordnung. Vor allem, wenn die Ganztagsschulen nicht eingeführt werden um noch mehr Unterricht "einzuführen", den eigentlich
gar kein Schüler benötigt. Natürlich benötigt man bis zum Tod Mathematik, Deutsch, Englisch und DV-Unterricht - Auch wenn letzteres KEIN Hauptfach ist. Hier
muss man das "Handwerkszeugs" beherrschen, selbst wenn man "nur" Automechaniker ist.
Die anderen Schulfächer wie Französisch, Biologie, Physik, Chemie, Hauswirtschaft (in manchen Bundesländern), Musik, Technik, Textiles Werken (nur in Baden-Württemberg), Ethik bzw. Religion, Gemeinschaftskunde oder Geschichte sind selbstverständlich auch wichtig. Aber deren "Kernbedeutung" für die gesamte Berufswelt ist eher so bei "höher qualifizierten" Berufen zu finden.
Aber ob Sport, Latein oder Etikette (Latein natürlich für das Medizin-, Philosophie- oder Theologiestudium) nun "berufsbewilligend" (Hat man das gelernt und die Prüfung dabei bestanden, dann kann man damit auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz gehen.) sind oder nicht, mag dahin gestellt sein.
Hauptsache, um das mal zusammenzufassen und hier
nicht ein neues Thema zum Thema "Welches Schulfach gehört denn abgeschafft" aufzumachen ist doch, dass die Ganztagsschulen nicht zum "Unterrichtsverlängern", nur weil Deutschland
regelrecht nach der Elite "brüllt", zu machen.
Das ist auch wahr. Aber nicht jeder Elternteil ist auf Arbeit. Und nicht jeder Elternteil arbeitet auf "Vollzeit". Im Durchschnitt arbeiten die Deutschen 30 Stunden. Da bleibt immer noch genug etwas Zeit und Muse für die Kinder. Und eine Bibliothek in der Schule finde ich auch gut. Da können die Kinder und Jugendliche
noch weitere Sachbücher lesen, die mit ihrem Unterrichtsthema zu tun haben, diese ausleihen und für 2-4 Wochen "ergänzend" zu ihren "normalen" Büchern verwenden. Okay. Das mag zwar an das "Studieren" erinnern. Aber wenn es heißt, dass unsere Wirtschaft die "Elite" benötigt, dann kann man (empfehlenswert ab 7. Klasse) nicht früh genug damit anfangen. Gerade viele Mathe- und Naturwissenschaftsbüchern sind ja recht katastrophal. Und wenn die Jungen und Mädchen später Maschinenbau studieren und in Physik (ist da IMMER eine "Pflichtvorlesung mit Note im Grundstudium") nach den "Gedanken" in ihrem "alten" Buch gehen, dann kann es passieren, dass sie ihr Studium "versauen".
Okay. Sport ist auch wichtig. Soll ja den Geist stärken. - Solange man "dazwischen" büffelt! Und ein gutes, leichtes Essen auch. Denn wie heißt es doch so schön: "Ein voller Bauch lernt/studiert nicht gern."
Ich würde sagen, das stimmt so nicht. Kurioserweise sind es die Hochschulen, die besonders stark gefördert werden, um bis 2012
wenigstens die Hälfte aller 18-25-jährigen dort hinein zu bekommen. Ich habe bei meiner Hochschule gelesen, dass sie nicht nur im Jahr 2010 eine neue Hochschule in Schwäbisch-Hall einrichten wollen, sondern zwei Jahre danach auch eine
ganz neue HS bauen.
Aber offenbar gibt man den Schulen, auch den Gymnasien, die die Erstsemester "anliefern" kaum Geld bzw. man hält "krampfhaft" an der Hauptschule fest, die schon längst als "Vorbereitung auf das Betteln" gilt. Schon jetzt sind 12 Millionen Menschen arm und lediglich "Scheinarbeitnehmer" (400-Euro-Jobber, 1-Euro-Jobber, Schwarzarbeiter).
Andererseits aber: Wie sollen denn 51% aller 18-25-jährige bis 2012 denn studieren, wenn erstens die 500-700 Euro Studiengebühren (einschließlich Beitrag zu den Studentenwerken) die Studienanfänger abschrecken, zweitens Bafög immer noch recht schwer zu bekommen ist und drittens nicht jeder Schüler/jede Schülerin das Abitur auf Anhieb schafft bzw. manche es gar nicht schaffen?
Außerdem kommt noch dazu, dass trotz einiger Erleichterungen beim "Bafög" die meisten Studierenden
selbst Nachkommen von Eltern sind, die studiert haben. Somit bleibt "Mittelstands-" und "Unterschichtenkinder"
nur eine gute Note in der Berufsausbildung als "Alternative" zu erreichen.