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Old 22.12.2009, 21:27 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #121
Taeris
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Die Clans des Nordens im Forenrollenspiel
Gelangweilt zog Taeris den Schleifstein an der Klinge seines Zweihänders entlang. In einem immer gleichen Takt führte er die Bewegungen aus, wechselte die Seite, schliff, wechselte die Seite… Das immer gleich klingende schabende Geräusch hatte etwas Beruhigendes. Es lenkte ihn ein wenig ab von dem ganzen Mist der ihn umgab.

Um ihn herum war das Lager der Räuber still geworden. Einige von ihnen drängten sich um ein kleines Feuer. Andere schliefen laut schnarchend und jene, denen man den Wachdienst aufgetragen hatte, schnarchten etwas leiser.

Taeris hatte es aufgegeben sich aufzuregen. Er hatte beschlossen sich damit zufrieden zu geben, dass er mehr oder weniger regelmäßig eine warme Mahlzeit bekam und sich nicht jeden Augenblick mit der Frage herumplagen musste, wo er als nächstes hingehen würde. Er trottete einfach diesen bewaffneten Landstreichern hinterher. Trotzdem wäre es möglicherweise klüger gewesen, alleine weiter zu ziehen. Alleine würde er sich unauffälliger durch die Wälder bewegen können und versorgen könnte er sich mit etwas Anstrengung sicher auch selbst. Also wozu der ganze Ärger?

Unweit von ihm entfernt knackte etwas im Unterholz. Gebannt lauschte Taeris in die Stille der Nacht. Wieder knackte etwas. Er saß rücklings an einen Baum gelehnt am Rand der großen Lichtung, auf der sie das Lager aufgeschlagen hatten. Schon seit geraumer Zeit war keine Wache mehr vorbei gekommen. Kein Wunder… diese Taugenichtse schliefen ja ohnehin alle. Idioten.

Einen Moment lang haderte er mit sich selbst, ob er nachsehen sollte oder nicht. Er beschloss noch etwas zu lauschen, ehe er sich schließlich aufrappelte. Seufzend schulterte Taeris seine Klinge und spähte in den Wald hinein. Es war unmöglich etwas in der Finsternis zu erkennen. Doch irgendwas war da. Da war er sich sicher.

Wieder raschelte etwas. Und dann zischte plötzlich etwas dicht an seinem Kopf vorbei. Mehrere Bolzen schlugen dumpf in den Baumstamm hinter ihm ein. Doch da lag Taeris schon flach auf dem Boden und kroch langsam in Deckung. Ein kurzer Blick auf die Bolzen genügte und er wusste, dass es Orks waren, die sie angriffen. Er fluchte in sich hinein. Wenig später gingen die Flüche im plötzlichen Schlachtenlärm unter. Orks stürmten brüllend auf die Lichtung, während die völlig überraschten Räuber aus ihren Schlaflagern taumelten und nach ihren Waffen suchten. Die wenigen, die an ihren Feuern gesessen oder umherspaziert waren, versuchten verzweifelt sich den Orks zu erwehren.

“Wir werden angegriffen!!“

“Es sind orks!!“

“Scheiße! Wir werden hier alle drauf gehen! Es hat Darron erwischt!“

Alle schrien durcheinander, liefen über die Lichtung wie aufgeschreckte Hühner. Etwas nervös blickte Taeris sich um. Die Orks schienen keine weitere Notiz von ihm zu nehmen. Zumindest vorerst. Ihre Aufmerksamkeit galt den kopflos umherrennenden Räubern und ihren Zelten, die sie gerade in Brand setzten. Loderndes Feuer erhellte die Lichtung.

Ob sie ihn finden würden, wenn er sich jetzt aus dem Staub und diese Schwachköpfe ihrem Schicksal überlassen würden?

“Sei kein Idiot… die werden in ein paar Minuten mit diesen desorganisierten Taugenichtsen den Boden aufgewischt haben und anschließend dich jagen… außerdem steht dein Pferd noch da hinten…“

Sein Gewissen hatte sich zur Abwechslung mal den Weg zu seinem Verstand freigekämpft und hielt ihm eine Standpauke.

“Willst du wieder davonlaufen?“

Seine Faust schloss sich enger um den Griff seines Zweihänders. Seine Zähne knirschten, als er sich wiederwillig erhob. Geduckt sah er sich um, versuchte einen Überblick über das Geschehen zu bekommen. Ein vernarbter Mann in seinem Alter hastete auf ihn zu und schaffte es gerade so ihm aus zu weichen. Doch Taeris hielt ihn fest, packte ihn am Fraß und zog ihn neben sich.

“Du bleibst schön hier!“

Weitere Bolzen zischten durch die Luft. Taeris zog den Mann hinter sich her und stapfte über die Lichtung. Ein weiterer Trupp Orks brach aus dem Unterholz hervor. Vielleicht fünf oder sechs von Ihnen. Vier weitere waren ebreits in Kämpfe verwickelt oder mit dem Anzünden der Zelte beschäftigt. Blankes Chaos herrschte auf der Lichtung. Ein halbes Dutzend Männer leistete noch Widerstand. Noch eine Handvoll weiterer Männer war gerade dabei zu fliehen oder kopflos umher zu rennen.

“BEIM PFERDEWAGEN SAMMELN! BLEIBT ZUSAMMEN! LOS VERDAMMT NOCHMAL!“

Brüllte Taeris über die Lichtung und hob sein Schwert in die Höhe. Die Orks bedachten sein Herumgehampel mit weiteren Bolzen aus dem Dickicht um sie herum. Taeris und sein Hintermann hasteten hinüber zu dem umgestürzten Pferdekarren, der ihnen zumindest aus einer Richtung Deckung bot. Nach und nach fanden sich weitere Räuber bei ihnen ein.

“Wir sitzen in der Falle!“

Rief einer von Ihnen voller Panik. Taeris seufzte und zog erneut den Kopf ein.

“Halts Maul und reiß dich zusammen…“

Herrschte er den jungen Mann an. Er blickte an ihm vorbei und zählte fünf Mann, die sich nun ebenfalls hinter dem Karren versammelt hatten. Erwartungsvoll starrten sie ihn an, zuckten jedoch bei jedem vorbeisurrenden Bolzen zusammen.

“Wenn ihr hier lebend rauskommen wollt.. hört auf das was ich sage.“

Zaghaftes Nicken.

“Auf drei rennen wir zu den Bäumen dort drüben und ziehen uns in den Wald zurück. Wir schlagen einen Bogen um die Lichtung herum und fallen den Orks auf der anderen Seite der Lichtung in den Rücken. Da werden höchstens drei oder vier von ihnen sein. Wir müssen die Schützen niedermachen.“

Die Männner blickten ihn unsicher an.

“Alles klar? Gut…. DREI!“
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Old 22.12.2009, 21:43 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #122
Shey
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Es war nicht das, was Shey erwartet hatte, aber dennoch das, was sie erhofft hatte. Ihre zarten Hände, halb erfroren von der Kälte, strichen über die Brust des Fremden, der seine Arme für sie geöffnet hatte und der ihr Wärme spendete, Wärme die anders war als die des kargen Feuers, sie war näher, sanfter, schützender. Wie ein fallender Vorhang war das plötzliche Vertrauen, das er in sie zu hegen schien. Ihre kühlen Lippen kamen seiner brennend heißen Haut so nah, dass sie meinte, sprühende Funken zu spüren. Zwei ungleiche Pole, die sich anzogen. Magneten, Planeten... Menschen.
Sie sprach leise und bedacht.
"Ich heiße Fatima."
Sie stockte, ließ sich Zeit, langsam auszuatmen, und dabei den Fremden anzuhauchen, dass er trotz ihrer kalten Lippen ihre Wärme spürte.
"Man wollte mich fortbringen von meinen lieben Eltern, von meinem schützenden Vater, von meiner liebevollen Mutter, man wollte mich verraten und verkaufen, und ich floh, ungewiss dessen, was mich erwarten würde..."
Ihre Lippen, kalt wie Eis, berührten den warmen Hals des Mannes.
"Wie heißt Ihr, Fremder, Erretter, Feuer und Trost?"
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Old 22.12.2009, 22:13 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #123
Taeris
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Die Clans des Nordens im Forenrollenspiel
“SHHHHH…Leiise….“

Flüsterte Taeris und lehnte sich aufrecht an eine Birke.

“Es sind vier… . Versucht so nah wie möglich ran zu kommen….erst im letzten Moment angreifen…Los…“

Zischelte er und schlich geduckt voran. Er hoffte, dass sie wenigstens halbwegs unbemerkt bei den Schützen ankommen würden. Doch schenkten ihnen die Orks ohnehin wenig Beachtung. Sporadisch schossen sie in die Dunkelheit und bejubelten jeden Treffer und jedes auflodernde Zelt.
Selbst für den ungeübten Trupp war es angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit und der Unachtsamkeit der Orks ein Leichtes, die Schützen ohne nennenswerte Gegenwehr zu erledigen.

“Ganz toll…und was machen wir jetzt?“

“Sie davon abhalten alles mit zu nehmen was noch nicht abgebrannt ist…“

Raunte Taeris, während sie auf die vom Feuerschein hell erleuchtete Lichtung starrten.

“Bleibt dicht hinter mir… wenn wir schnell genug sind, werden wir die Hälfte von Ihnen erwischt haben, ohne dass sie wissen was überhaupt los ist… Und seid still. Ich will keine Schreie oder sonstwas hören, bevor wir nicht auf Armlänge herangekommen sind…verstanden?“

Und dann rannten sie los. Ohne ein Wort. So schnell sie ihre Füße trugen. Der Boden schien förmlich unter ihren Füen zu beben….

…moment mal… Die Orks brüllten plötzlich wild durcheinander und liefen planlos umher. Taeris´ Knie gaben nach und er verlor das Gleichgewicht. Der Boden bebte tatsächlich! Verdammt, nicht schon wieder… das letzte Beben war also doch kein Traum gewesen. Was bei Beliar war das? Wie war das möglich, dass die ganze Welt um sie herum derart wackelte? Taeris´ Magen drehte sich um. Die Männer hinter ihm waren nicht viel ebsser dran.

“Zusammen…bleiben!“

brachte Taeris noch heraus, ehe er sah wie die verbliebenen Orks fluchtartig die Lichtung verließen und in den Wald flohen. Und dann wurde ihm schwarz vor Augen.

Und dann war es wieder vorüber. So plötzlich wie es begonnen hatte. Jemand packte ihn am Arm und zog ihn auf die Füße. Einer der Räuber, dessen bullenartige Statur Taeris um einen Kopf überragte.

“Komm, du Kriegsheld… wir haben gewonnen…oder so ähnlich.“

Doch Taeris riss sich taumelnd von ihm los…und übergab sich einige Schritte später.
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Old 22.12.2009, 22:47 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #124
Orthego
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Etwas stieß Orthego hart in die Brust und schlitzte ihn von innen auf. Dieses Gefühl, es kam einer Klinge gleich, die durch Fleisch und Knochen ging. Es war eins der ältesten und grausamsten Empfinden der Menschheit. Misstrauen. Plötzlich, pur und unverfälscht. Trotz dieser –oder grade wegen dieser- recht kurzen Bekanntschaft störte es ihn ungemein. Er blickte auf die junge Frau herab, und versuchte die funkelnde und wachsende Verachtung in seinem Blick zu verbergen.
Zugegeben, es fiel schwer. Denn er spürte immer noch ihren heißen Atem, ihre zärtlichen Lippen an der Haut… Jedes Wort, das sie sprach, diese ‚Fatima‘, jedes Mal, wenn sie den Mund öffnete, er hätte sie dafür erwürgen können. Noch nie, wirklich, noch nie, hatte die Menschenkenntnis des Sildeners gegen so viel Sülze gepaart mit fehlendem Talent ankämpfen müssen. Schönheit war eben doch nicht alles, was man brauchte.
Sie musste aus dem Süden kommen. Ob alle Weiber dort so hinterhältig waren? Ob man sich dort tatsächlich erzählte, die Männer der nördlicheren Länder wären lediglich auf ihre niederen Instinkte fixiert? Unfreiwillig dachte Orthego an die Saufköpfe aus der „Grünen Krähe“. Nun gut, ohne Ausnahmen geht es eben nicht.

Orthego drückte die Dame leicht von sich weg. Sofort fand sich seine spitze Zunge wieder.
„Du kommst aus dem Süden und bist die Kälte nicht gewöhnt, was? Denn ich sehe, sie bekommt dir nicht gut. Deinem Verstand zumindest, hat sie geschadet!“ Einen Moment lang hatte er überlegt, mitzuspielen, doch sein Stolz hatte heftigst protestiert. „Mädchen, versuch mich nicht zu verarschen. Wenn du es doch versuchst, dann mach es wenigstens richtig. Und jetzt knöpf den Umhang zu, sonst frierst du dich tot. Und ich hasse überflüssiges Gepäck.“ Orthego ging zu der Feuerstelle hinüber, und begann die halbverbrannten Holzscheite erneut aufzustellen. Die Nacht würde er hier verbringen müssen, wahrscheinlich noch mit seiner neuen ‚Freundin‘.
„Mein Name ist Orthego. Deinen wüsste ich ebenfalls gerne, ‚Fatima‘…“
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Old 22.12.2009, 23:02 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #125
Shey
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Es war von Anfang an klar gewesen. Doch was hatte Shey zu verlieren, zu bereuen, aus ihr wurde doch niemal ein Kroen. Vielleicht sollte sie ehrlich sein? Dann war dieser Orthego vielleicht doch auch noch darauf aus, sie ihrem Vater und dem Heiratsanwärter da auszuliefern. Vielleicht war er kopfgesteuerter als manch anderer, aber das Geld hatte sie dennoch alle in der Hand.
Gold, ja, für Gold würden sie alles hergeben.
Shey grub ihren Mantel aus dem Schnee, als Orthego das Feuer zum Brennen brachte. Er schien zu bleiben, sie knüllte den Stoff zusammen und hockte sich auf eine etwas vom Schnee freie Stelle.
"Willst du die wahre Geschichte hören, hübscher Mann?", fragte sie, in einem weniger süßlichen Tonfall, der hoffentlich vertrauenswürdiger klang.
"Schau dir meine Kleider an, sieh den Schmuck, dann wirst du mir glauben, wie reich meine Eltern waren. Du magst dich nicht so sehr den sexuellen Gelüsten hinzugeben, wie ich es gehofft hatte; verzeih dafür, aber sie waren genauso, wie man die stinkreichen Kaufleute einschätzt: Nur versessen auf ihr Geld, nicht auf Liebe zu ihrer eigenen Tochter oder familiäre Gemeinschaft. Nein, sie verkauften mich, an einen anderen fette, hässlichen Reichen. Deshalb bin ich hier. Und ich weiß nicht, was ich von den Leuten halten soll. Was ich erwarten soll, erhoffen. Ich habe dich gesehen, ich habe mir Schutz und Wärme erhofft, und dabei auf Instinkte angespielt, die du zu unterdrücken wusstest.
Sag mir, bin ich schlecht?"
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Old 23.12.2009, 03:41 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #126
Yngvar
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Das war doch eine schöne neue Aufgabe. Im Schnee gab es viel zu beachten, man konnte nicht sehen wohin man trat, musste sich also vortasten. Es war spät in der Nacht und Yngvar versuchte sich schon seid einigen Stunden in der Kunst des Schleichens. Er hatte gedacht gehabt, alles bedacht zu haben, als er aber in einen alten Kaninchenbau getreten war, wusste er, dass dem eben so gewesen war.

Bittekalt war es und die Beben hatten es ihm da auch nicht einfacher gemacht. Der Jäger kannte den Ursprung dieser beben nicht aber irgendwie war er sich sicher, dass er dies noch erfahren würde, auf welchen Wege auch immer. Die Tiere waren verunsichert, fast schon panisch, so etwas hatte er noch nie zu vor erlebt gehabt. Bei den Menschen schien es ganz ähnlich zu sein, Tiere hatten da nur das weitaus bessere Gespür für Gefahren.

Der Schüler, der er ja nun mal war versuchte sich voll und ganz auf seine Aufgabe. Der kleine Zwischenfall mit dem Kaninchenbau hatte er schnell wieder vergessen, auch wenn er zeitweise recht sauer auf sich selber war.
Man konnte nicht sehen wie tief der Schnee an verschiedenen Stellen war, lediglich erahnen wenn man die Umgebung kannte, dem war hier aber nicht so.
Die letzten Versuche hatten den Zweck sich hervorzutasten, er hatte herausfinden müssen wie tief der Schnee war und dann noch ob an dieser Stelle etwas lag, dass ihn verraten konnte. IM Wald gab es da nahezu unendlich viele Möglichleiten wie er ja schon hatte feststellen müssen. Inzwischen war Yngvar aber ganz gut geworden, Er kam nur langsam voran aber immerhin war er weder in eine Falle getreten, noch hatte er sich selber verraten.
Es war nun aber auch Zeit mit dem Training aufzuhören, etwas schlafen wollte Yngvar schon noch, sicher würde er schon bald ein geeignetes Plätzchen finden um weiter zu lernen.
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Old 23.12.2009, 14:00 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #127
Rethus
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Rethus ließ sich fallen. Seine Füße landeten auf festem Untergrund. Scheinbar gab es hier drunter keine Gänge mehr. Neugierige Blicke folgten ihm aus dem Loch über seinem Kopf. Ein leichter Lichtschleier der Sonne füllte den Raum nur geringfügig mit Licht. Lediglich befand sich nur Rethus in dem Lichtkegel.
„Seht Ihr schon etwas?“ kam eine Stimme von oben.
„Ich brauche eine Fackel“, meinte der Gardist und kniff die Augen zusammen, um etwas in der Dunkelheit sehen zu können. Zusätzlich versperrte Staub die Sicht. Immer wieder rieselte neuer Dreck von der Decke, der die Luft erneut mit Staub fütterte. Dem Anschein nach befand er sich in einer der oben gelegenen Seitenhöhlen von Reddock. Der Ausgang zur Haupthöhle war verschüttet. Im nächsten Moment tauchte neben ihm einer der Rebellen auf. Er reichte dem Gardisten sofort eine entzündete Fackel.
„Rubin? Bist du hier irgendwo?“ Der Glatzkopf schwang die Fackel langsam hin und her, um den Raum gründlich ab zu suchen. Etwas unbeholfen half ihm der andere Rebell, der keine Fackel mit sich führte. Hauptsächlich war der Raum nur mit Geröll und Schutt gefüllt. Einzig ein Feldbett konnte der Glatzkopf ausmachen. Er bemerkte, wie sein Helfer in einem Schutthaufen herumwühlte, als hätte er etwas entdeckt. Und dies schien auch so gewesen zu sein.
„Hier, ich hab…“
„Ja?“
Vor ihnen lag ein anderer Rebell. Sein Kopf besaß eine schwere Platzwunde. Die Frage, ob er tot war, schien seinen Helfer verstummt zu haben. Aber der Glatzkopf bemerkte einen leichten Atem.
„Ein Glück, er ist bewusstlos“, registrierte er sofort. Sogleich eilte er zurück in den Lichtkegel unter dem Loch. „Wir haben einen Bewusstlosen gefunden“, berichtete der Gardist zu den Männern über ihm. „Holt eine Trage oder irgendetwas, um ihn hier heraus zu kriegen. Vielleicht finden wir noch mehr von unseren Kameraden hier unten.“
Plötzlich bemerkte Rethus verzweifelte aber gedämpfte Rufe. „Rethus!“ rief jemand. „Rethus!“
„Es kommt aus dem Schutthaufen da drüben“, meldete der Rebell, der gerade versuchte, den Bewusstlosen aus seinem Gefängnis zu befreien.
Rethus stürzte sich augenblicklich an den Schutt und schob Häufchen für Häufchen beiseite, bis ein Brett zum Vorschein kam. Vorsichtig vorsuchte er es heraus zu ziehen. Doch erst jetzt bemerkte er, dass es sich hierbei nicht um ein Brett sondern um ein Bücherregal handelte. Also grub er weiter. Die Rufe trieben ihn immer mehr an. Dieser jemand schien sich unter dem Regal zu befinden.
„Okay, ihr könnt ihn rauf ziehen.“
Die Rebellen schienen einen provisorischen Aufzug aus vier Seilen und einem Brett angefertigt zu haben. Es sah etwas gefährlich aus, den bewusstlosen Rebellen damit rauf zu ziehen, aber immerhin gab es bei der Lösung ihres Problems einen Anfang.
Schnell eilte der andere Rebell zu Hilfe und hob mit Rethus das mit Schutt beladene Regal hoch. Direkt darunter fanden sie glücklicherweise Rubin vor, der sich scheinbar nur Prellungen zugezogen hatte.
„Vielen Dank“, sagte er und sprang hastig auf.
Im selben Moment ließen die anderen beiden das Regal wieder fallen.
„Keine Ursache“, meinte Rethus und klopfte den Dreck von seinen Händen ab. „Klettern wir rauf.“

Rethus stieg als Letzter aus dem Loch heraus. Ein ganzes Rudel Rebellen baute sich um die Geborgenen auf, um ihnen zu helfen.
Prüfend überblickte der Gardist die Situation auf dem Hof. Die Bauern waren bereits drauf und dran, das Haupthaus auszuschlachten, ehe noch mehr zu Bruch gehen würde. Mit einem grinsenden Blick registrierte der Glatzkopf, dass sein Haus verschont geblieben war. Innos sei dank, dass er sich ausgerechnet eine Stelle für sein Haus gesucht hatte, wo es nicht in einen der Gänge von Reddock einstürzen konnte.
„Wo ist der Kommandant?“ bemerkte Rethus.
„Ich glaube, er überprüft die Schäden im äußeren Lager vor dem Höhleneingang“, antwortete Narson, der neben dem Glatzkopf auftauchte.
Mit diesen Worten blickte der Glatzkopf selbst in die Richtung des Lagers hinüber. Während des Bebens schienen nicht gerade wenige Bäume umgestürzt zu sein. Aber das bedeutete doch doppelt so viele Probleme.
„Narson“, sprach Rethus, während er sich ein paar Sachen überlegte, die man als nächstes ansetzen konnte. „Die umgestürzten Bäume dort drüben im Wald machen mir Sorgen. Im Nordwesten des Bauernhofes gibt es einen Spähposten. Zieh die eine Hälfte der Männer zur Hilfe auf den Hof hierher zurück und die andere Hälfte dort zu den Bäumen. Wenn unerwünschtes Gesindel sich dort herumtreibt, finden diese schnell das Lager.“
„Meint Ihr nicht, dass die Orks oder Söldner selber Probleme mit derartigen Schäden haben?“
„Da ist was dran. Aber denkst du, das kümmert deren Späher? Und noch hinzu kommen Banditen. Denkst du, die scheren sich über zerstörte Lager? Die suchen sich einfach ein Neues oder nutzen gleich die Gunst der Stunde und versuchen uns anzugreifen, falls sie das Lager finden. Also, ich weiß, ich kann mich auf dich verlassen. Dann zieh jetzt den Spähposten ab.“
„Verstanden.“ Mit einem Nicken wirbelte Narson herum und eilte davon.
War es sinnvoll, die restlichen Gefangenen über den Haupteingang zu befreien? Wohl eher nicht. Man konnte doch versuchen, die Rebellen über zwei Wege frei zu legen.
„Rethus? Was ist?“ Rubin war von seinem Platz aufgesprungen und stellte sich neben dem Gardisten auf.
„Ich denke darüber nach, wie ich Ulrich unterstützen könnte“, meinte der Glatzkopf nur, während er wieder zum Lager hinüber spähte. „Mir scheint, es wäre sinnlos, alle Rebellen beim Haupteingang zu stationieren. Da würde jeder nur jedem im Weg stehen. Und so viele Rebellen hätten eh keinen Platz, um dort die Schaufel zu schwingen.“
„Habt Ihr schon eine Idee? Wie kann ich helfen?“
„Denkst du, du kannst schon helfen?“
„Meine Güte, die paar Prellungen. Klar kann ich Euch helfen.“
„Gut, dann schnapp dir ein paar Männer und Schaufeln. Dann steigst du wieder in das Loch hinab, aus dem ich dich gerade geholt habe. Ich weiß, da steckt eine fiese Ironie dahinter, aber ich denke, dort könnten wir versuchen, einen Weg zur Haupthöhle frei zu legen, während Ulrich mit seinen Männern versucht, den Haupteingang auszubuddeln. Ich gebe ihm sofort bescheid. Ist der Auftrag okay?“
„Ja, Herr.“ Rubin salutierte.
„Dann lass uns keine Zeit verlieren.“

Last edited by Rethus; 23.12.2009 at 14:12.
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Old 23.12.2009, 14:03 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #128
Nanami Rin
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"Wohin? Wieder zurück, Zentralmyrtana, wenn man es so will? Oder doch Varant? Vielleicht sind die Beben dort nicht. Vielleicht ist es aber auch andersherum. Oder gar nicht. Wir können nicht schon wieder irgendwo hinrennen, ohne genau zu wissen, wohin."
Doch es gab zwei, die scheinbar genau dies gemacht hatten: Die beiden Hengste. Irgendwo tiefer hinein in den Wald hatte das Beben sie getrieben, und Nanami und Adrastos hatten alle Hände voll damit zu tun, sie zu suchen. Zusätzlich mussten sie die Satteltaschen tragen, die zwar um einiges leichter geworden waren, aber trotzdem unnötige Last waren, bis sie die Tiere wiedergefunden hatten.
"Sagmal, wo sind die denn schon wieder hin... Haben aber wohl dasselbe gedacht wie wir."
Trelis war südlich von ihnen, nicht mehr in zu weiter Ferne. Doch sollte es sie wirklich noch südlicher verschlagen? Oder sollten sie gar zurück nach Silden? Wer wusste denn, wie es dort aussah. Oder sollten sie nach Osten, in die Küstenregion? Möglich war alles, nur gab es schlecht und noch schlechtere Möglichkeiten. Beben hin oder her, deshalb irgendwelchen Orks in die Arme laufen, wollte sie trotzdem nicht.
Mittlerweile hatten sie den Fluss erreicht, der vom Sildener See bis ins Meer strömte. Sie hörten das Wasser schon von Weitem.
"Zurück, noch weiter, oder wohin?"
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Old 23.12.2009, 14:56 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #129
Orthego
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Kurz hielt Orthego an, und sah sich um. Weit und breit, nichts als Schneebedeckte Hügel und Bäume, Bäume und abermals Bäume. Seit sie früh am Morgen losgezogen waren, mussten sie sich bereits um einiges von Reddock und Ardea entfernt haben. In diesem Teil Myrthanas kannte er sich nicht sonderlich gut aus, wusste aber ungefähr, in welcher Richtung sich die größeren Siedlungen und Städte des Landes befanden. Doch er musste wachsam bleiben. Die Gefahr, auf Söldner oder gar Orks zu stoßen, war in dieser Gegend hoch genug, schließlich war Montera nicht weit entfernt.
Auf Kämpfe war der Sildener heute nicht aus und schließlich stapfte er entschlossen weiter.
Die junge Frau namens Shey – mittlerweile hatte sie ihm ihren wahren Namen verraten- lief hinterher.
Orthego wusste immer noch nicht, was er von ihr halten sollte. Die ersten Worte, die sie gewechselt hatten, waren nichts als Lügen gewesen und alleine das war für ihn Grund genug, ihr ein Leben lang zu misstrauen. So hatte er nachts auch mit dem Gedanken gespielt, das Lager heimlich zu verlassen, und weiterzuziehen, doch etwas in ihm hatte sich widersetzt und ihn zu gezwungen zu bleiben, um Shey zu beschützen. Zumindest, bis sie einen sicheren Ort erreicht hatten. Er hatte keine Ahnung, was es war, doch irgendetwas an ihr faszinierte Orthego.
„Bin ich schlecht?“ , hatte sie ihn gestern Abend gefragt.
„Du bist naiv. Und du bist unerfahren.“ , hatte er ihr geantwortet, so nüchtern wie möglich. Dabei war sie die erste gewesen, die ihm so eine Frage gestellt hatte.

Er beschloss, etwas mehr über seine Begleiterin herauszufinden.
„Werden dich deine Eltern nicht suchen? Schließlich hast du ihnen ein schönes Geschäft vermasselt.“ Er grinste, wusste aber zugleich, dass sie seinen Humor wahrscheinlich nicht teilen würde.
„Du solltest dir überlegen, wo du hin willst. Ziellos durch die Gegend zu streifen geht auf lange Sicht nicht gut aus. Niemals.“
Hier sprach Orthego eindeutig aus eigener Erfahrung.
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Old 23.12.2009, 15:05 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #130
Die Eliteorks
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Die Orks im Forenrollenspiel
Kap Dun

Es war schon Stunden her, seit es gekracht hatte und immer noch schaute Urkass wie im ersten Moment hinab gen Hochseehafen oder dem was da passiert war. Die Orks die es erlebten und überlebten erzählten von einer Welle, so hoch wie die Masten der Orkgaleeren selbst. Erst zog sich das ganze Wasser um viele Meter zurück und dann rollte diese Urgewalt an und riss selbst die mächtigen Orkgaleeren mit sich. Viele der Schiffe zerschellten an den Steilwänden der Küste oder an anderen Schiffen, die daneben lagen.
Das Meer spülte immer wieder tote Orks, Morras und Morrasklaven aus den Galeeren an und da unten aufräumen, würde wohl viele Zeit dauern. Noch mehr aber, würde es dauern die Flotte wieder aufzubauen. Urkass war Proviantmeister, kein Schiffsbauer, aber wenn er sich diese Katastrophe so ansah, würde Kan Uruk wohl köpfen, obwohl niemand was dafür konnte.
Nein, solch Katastrophen gab es immer, davon sprachen die Schamanen an den Feuern und auch von den dunklen Wolken in der Ferne. Das war noch lange nicht das Ende. Der verfluchte Feuergott würde Feuer vom Himmel regnen lassen. Diese Erkenntnis betrübte, Urkass, und weckte ihn aus seiner Lethargie. Die Flotte war bis auf die Schiffe die auf hoher See waren verloren, aber sie müssten die Zeichen erkennen. Er musste Uruk sprechen und ihn vor dem Feuerregen warnen, die die schwarzen Wolken mit sich bringen würden.

Tat'ank'Ka
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Old 23.12.2009, 15:08 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #131
Shey
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Weiblich
 
"Was denkst du, warum ich dir die Geschichten erzählt habe?", fragte Shey, niedergeschlagen. Er hatte recht. Sie war schrecklich naiv, unerfahren natürlich auch. Woher sollte sie auch die Erfahrung haben, wildfremde Typen dazu zu bringen, sie zu beschützen, und gleichzeitig darauf zu achten, dass sie sie am Ende nicht doch an ihren Vater verkauften oder auslieferten.
"In Al Shedim fanden mich Vaters ausgesandte hässliche Wüstenratten, dort nannte ich mich Suleika. Und verdammt, es wäre auch nicht schlecht, wenn man mich unter diesem Namen kennen würde. Wer weiß, bis wohin Vater sie alle geschickt hat. Er hätte genug Geld, Spitzel in jeder myrtanischen Stadt zu bezahlen. Ich hab keine Ahnung, wo ich sicher bin. Und dass du mir so schnell auf die Schliche gekommen bist, erleichtert mir nun auch nicht wirklich das Herz. Wenn ich bei jedem, den ich treffe, so schlecht schauspielere, bin ich in wenigen Tagen wieder in Mora Sul. Und zwar nicht daheim, sondern bei Abdullah und seinen anderen Weibern, die er vermutlich hat."
Sie holte in einigen Schritten Orthegos Vorsprung auf.
"Ich kann nicht mehr sagen, als dass es mir leidtut, dich belogen zu haben. Und das wäre eine neue Lüge. Es war Selbstschutz, der verdammt schiefgelaufen ist."
Sie stockte kurz. Versuchte, Orthegos Blick zu fangen.
"Jetzt weißt du genug, um mich in einen Sack zu stecken und nach Mora Sul schleppen zu lassen. Stell dir nur mal vor, wie viel Gold du dafür bekommen würdest!"
Sie wollte wegrennen, so weit wie möglich, solche Angst fuhr ihr auf einmal in die Glieder. Sie würde es wohl wirklich nicht lernen. Kroen hatte die Wahrheit erfahren. Und nun Orthego. Sie war so naiv, wie sollte sie es nur so ohne Hilfe schaffen? Und Hilfe konnte sie nur von Menschen erwarten, die ihr vertrauten. Orthego tat es definitiv nicht. Doch trotzdem blieb sie an seiner Seite, zumindest würde sie dies so lange bleiben, bis er sie abwies.
Shey is offline    
Old 23.12.2009, 15:36 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #132
Orthego
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
„Ich weiß nicht, wie lange du schon hier bist, aber du solltest schleunigst lernen, Varant von Myrtana zu unterscheiden.“ Orthego schnaubte, während er sich seinen Weg durchs Gestrüpp bahnte.
„Dein Vater ist ein fetter und reicher Mistkerl, der vielleicht in irgendeinem Wüstenkaff was zu sagen hat, indem er den Leuten ein paar Goldmünzen hinwirft, und sich die Füße küssen lässt.“ Die Verachtung in seiner Stimme war kaum zu überhören. Mit einigen Eigenarten fremder Kulturen war er bisher nie gut zurechtgekommen. Menschenhandel gehörte eindeutig zu den Dingen, die er nicht gerne sah, ob üblich, oder nicht.
„Aber hier sind die Orks an der Macht, jedenfalls noch. Und die haben ihre ganz eigenen Ziele. Entlaufene Töchter wiederzubeschaffen gehört nicht hinzu, das kannst du mir glauben. Aber du hast nicht ganz unrecht. Die meisten Söldner würden in diesen Zeiten bis ans Ende der Welt gehen, wenn sie dafür ein Säckchen Gold bekommen. Selbst die Königstreuen vergessen ganz schnell ihre Prinzipien, wenn’s drauf ankommt.“ Orthego blieb kurz stehen, und blickte sie an. Er hatte keine Lust, auf ihre Entschuldigung einzugehen, es würde nichts an der Tatsache ändern, dass er ihr nicht vertraute. Und das würde wohl noch eine ganze Weile so bleiben, bis sie irgendwie das Gegenteil bewirkte. „Vor mir brauchst du dich nicht zu fürchten. Ich habe besseres zu tun, als dich nach Mora Sul zu verfrachten. Das sind mir Zeit und Nerven einfach nicht wert.“ Er schüttelte den Kopf und setzte seinen Marsch fort.
„Ich schlage dir vor, dass du dich nach Silden begibst. Bis dahin würde ich dich begleiten.
Dort sind weder Orks, noch Söldner. Nur ein paar Tagediebe und eine Menge gewissenhafte Bürger. Halt dich an die richtigen Leute, und dir wird nichts geschehen. Nicht einmal die Leute deines Vaters werden dich dort finden, dafür wissen wir zu sorgen. Aber pass auf, mit wem du dort deine Spielchen treibst! Manch ein Waldläufer ist da viel nachtragender."
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Old 23.12.2009, 17:19 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #133
Griffin
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Es war schon irgendwie merkwürdig, mit einer Gruppe zu reisen, aus der er nur zwei Personen kannte. Die beiden Fremden waren, so zumindest wurde ihm berichtet, Euryiakos und Kenno. Beide wirkten nicht, wie Menschen, die dem Krieger Freunde sein konnten oder wollten. Insbesondere aber Euryiakos fehlte es an dem Auftreten, das er von einem Hauptmann der Waldläufer erwartet hätte. Er mochte vielleicht ein guter Kämpfer sein, vielleicht ein grandioser, vielleicht sogar der beste der Welt, aber sein Auftreten war gelinde gesprochen grottig. Er strahlte nicht die Autorität aus, die man von einer Führungspersönlichkeit verlangen konnte und auch seine Stimme strahlte weder genug Ruhe, noch genug Macht noch genug Sicherheit aus, um sich wirklich auf ihn verlassen zu können.
Der Südländer hoffte inständig darauf, dass er besser kämpfte, als er auftrat. Denn sonst hätte er mit Dekker Mal ein ernstes Wörtchen reden müssen. In Silden gab es bessere Kandidaten für den Posten des Hauptmanns als diesen Kerl. Mit Sicherheit.

Was den Bogenmeister neben den Fähigkeiten seines Vorgesetzten, wenn Euryiakos überhaupt sein Vorgesetzter war, beschäftigte, war die Tatsache, dass das Pferd, auf welchem er heute reiten durfte absolut keine Anstalten machte auf ihn zu reagieren. Der Wallach hatte seinen Reiter kurz betrachtet, hatte nur ganz kurz unruhig mit den Hufen getrampelt und danach - so zumindest erklärte Griffin sich das Phänomen - akzeptiert, was geschah. Es war merkwürdig, aber seitdem der Hüter den Geist des Waldes getroffen und gegen ihn gekämpft hatte, schienen die Tiere und manchmal sogar die Menschen anders auf ihn zu reagieren. Und seit er bei Dorien gewesen war, erhärtete sich sein Verdacht, dass seine Reise noch lange nicht zuende war. Gab es vielleicht noch mehr als nur den Geist des Waldes? Gab es vielleicht zwei? Oder drei? Oder vielleicht sogar noch mehr? Die Natur war vielfältig und die Lebewesen, die in ihr lebten, genauso. Vielleicht musste er für jeden Bereich der Natur oder für jedes Element, vielleicht sogar für jedes Tier einen anderen Geist besiegen.. Er wusste es nicht, aber er war sich sicher, dass er es irgendwann erfahren würde. Viellei..
»..nd gleich da!«, bekam der Braunhaarige noch gerade so mit, als ihn die Stimme seines Waffenbruders Dekker aus den Gedanken riss.
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Old 23.12.2009, 18:58 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #134
Adrastos
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Verwundert sah sich der Seher um. Trelis lag im Dunst und der Dunkelheit schwach erkennbar vor ihnen. Ein Erhellter Punkt in der Nacht, wo Feuer flackerte und Wachposten patrouillierten. Eine Fackel wanderte als kaum merkbarer Punkt um die befestigte Anlage der Burg, die in der Dunkelheit verschwamm, deren Konturen kaum mehr sichtbar war.
Hinter ihnen lagen die Berge, und die Wälder. Undurchdringlicher Forst, der in der Nacht noch finsterer erschien, noch gewaltiger. Bäume, die die Sterne verdeckten, Kronen, die in den Himmel ragten, deren Blätter wohl anstrebten am Himmelszelt selbst zu kratzen. Sie schienen fast leben zu wollen, in ihrer Größe, in ihrem Alter. Äonen schienen sie gesehen zu haben, die Riesen, deren Borke und Rinde allzu oft die Form von Gesichtern nachzuahmen schienen, deren Äste anmuteten wie Klauen, die jeden erschlugen, der sich in den Wald wagte. Aberglaube, Einbildung, dennoch widerstrebte es dem Seher, den Wald auch nur zu betreten.
Zu ihrer beider Seiten erstreckten sich die Regionen, die er kaum kannte. Unbekannte Regionen, mit Städten, die er nicht kannte, von Orks besetzt. Sie waren sicher in Aufruhr, hatten das Beben auch gespürt, waren in Unruhe, suchten nach Ursachen, nach einem Schuldigen. Vielleicht glaubten sie an den Zorn ihres Gottes, wollten ihm Opfer bringen... er kannte sich kein bisschen mit ihren Gebräuchen aus, für ihn waren Orks bisher Wesen, denen es lieber galt, aus dem Weg zu gehen. Doch unmöglich erschien es ihm nicht... warum also ein Risiko eingehen, und dorthin gehen?
„Geradeaus oder schnurstracks zurück. Wir wollten fort von Silden, also warum nicht gerade aus? Soll man nicht niemals zurück blicken? Ich sage, geradeaus sollten wir gehen, vorbei an Trelis, und irgendwie zum Pass. In der Region können wir wohl erst mal wieder eine Weile bleiben. Was meinst du?“
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Old 23.12.2009, 20:05 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #135
Dekker
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Dekker saß an einem kleinen Feuer, dessen Flammen gierig das getrocknete Reisig verzehrten, das die Männer in beinah regelmäßigen Abständen auflegten.
Alles war in eine gespenstische Stimmung getaucht, die schneefreie Fläche war skurill beleuchtet vom fahlen Mondlicht und den orangeroten Flammen.
Aber viel unglaublicher war, was vor sich ging... Immer wieder manchmal kaum spürbar bebte die Erde, mal vibrierte sie stärker, mal schien sie die Männer zu Boden reißen zu wollen.
Die Männer hatten Angst, in jedem Gesicht schien sich der panische Ausdruck, der Dekkers Züge zeichnete, widerzuspiegeln.
'Männer...', erhob er schließlich die Stimme und erhob sich, 'Ich weiß nicht, wohin wir reisen...', reihum blickte er in die Gesichter von Euryiakos, Bhôr, Kenno und schließlich Griffin, welcher den Blick apathisch auf das züngelnde Lagerfeuer gerichtet hatte, 'Aber es ist unsere Aufgabe... Wir alle haben uns dem Heil Sildens und des Waldvolks und vor allem der Natur verschrieben...', wieder hielt er kurz inne, um sich zu sammeln... Wollte er den Männern Mut machen oder sich selbst? 'Und egal, was hier passiert, es ist nicht der Wille der Natur oder Adanos! Das, was hier passiert, was die Erde in Aufruhr bringt, die Tiere verschreckt und die Menschen verängstigt, ist etwas Böses! Etwas Widerwärtiges!
Aber wir fünf werden es finden! Und wir werden wissen, wie wir damit umzugehen haben!'
, beinahe beglückt war er über die Alliteration in seiner letzten Phrase, die seiner Ansprache die richtige Dynamik verlieh... Es war nicht mehr die Gruselgeschichte, die an einem Lagerfeuer erzählt wurde, von dem bösen Ungeheuer, das die Erde zerstört, sondern es war die Legende der fünf Waldläufer, die auszogen, um eben diese Biest in ihre Schranken zu verweisen!
Endlich hob auch Griffin seinen Blick, grinsend blickte er seinen Bruder an, irgendwie war ihnen die Skurrilität erst jetzt bewusst geworden... Sie wussten nicht, wohin sie ritten, aber wenn sie die Quelle des Unheils fanden, würden sie mit aller Wahrscheinlichkeit dort zu Grunde gehen... Und es würde nichts weiter bleiben, als die Legende der fünf Waldläufer...
'Auf uns!', prostete Griffin schließlich in die Runde und hob den Krug, der mit schäumenden Gerstensaft gefüllt war.
Und dann tat Dekker etwas, was er lange nicht mehr getan hatte, und dem er eigentlich abgeschworen hatte... Aber es war egal, denn wenn alles seinen natürlichen Weg ging, so würden sie bald sterben, und dann war es eh egal... Und so hob er das erste Mal, seit seinem Aufenthalt in Tats Schmiede in Faring einen Krug, der mit Alkohol gefüllt war und ließ das kühle Bier seine Kehle hinunterrinnen... Ihn konnte nichts mehr erschrecken... Er war verzweifelt und er hatte den Mut der Verzweiflung... Den Mut des sicheren Todes.
Und in dem Moment, da der letzte Tropfen seine Kehle hinunter geronnen war, wischte er sich mit dem Handrücken über den Bart und funkelte seine Kollegen mit einem wahnsinnigen Blick an...
'Lasst uns reiten! LASST UNS DIE NACHT DURCHREITEN, FREUNDE! DENN DAS ENDE IST NAH!', brüllte er plötzlich in die kalte Nachtluft.
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Old 23.12.2009, 22:12 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #136
Falko
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(Noch) in Reddock

Also wenn man Falko fragen würde was er davon hielt das in letzter zeit scheinbar nur noch Ausnahmezustände herrschten egal auch welchen Grund oder in welchen Ort auch immer, bekäme der fragende als Antwort nur ein Schulterzucken. Seine Art zu zeigen dass er nicht wusste was man dazu sagen sollte. Oder wollte? Natürlich könnte der Jäger es mit vielen Wörtern ausschmücken wie schlimm das alles war, aber brächte es ihn nur einen Schritt weiter? Nein, motivierte nur laut herum zu jammern der niemanden half. Und was stattdessen tun? Sich beschäftigen, sich nützlich machen, die nähere Umgebung nach ähnlichen Schaden absuchen und davon berichten, solche Dinge halt.
Hm, letzteres musste er als Späher im Grunde sogar. Und viel hatte Falko bis jetzt nicht getan, also…

Vielleicht noch seine Lehre, aber so wie der Jäger gerade drauf war würde jeglicher Versuch, sich was beizubringen zu versuchen kläglich scheitern. Vielleicht würde es später ja irgendwann besser gehen, ganz zu schweigen das vielleicht das ständige Beben sich vielleicht auch verdammt noch mal irgendwann beruhigen würde. Und immerhin gab es von ihm bereits Versuche im Freien zu schleichen... Nachdem er glaubte alles beachtet zu haben packte Falko seine Sachen und verließ das Lager zügig.
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Old 24.12.2009, 12:14 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #137
Kroen
Kämpfer
 
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Er war gehetzt. Er stolperte über seine eigenen Füße, verwirrt, ängstlich, seine Roben hing in Fetzen von ihm herab, zerrissen von Dornenbüschen, sodass dem Magier nur die nackte Haut zum wärmen blieb. Ihm war kalt, doch seine Füße trieben ihn weiter weg. Fort. Wohin, wusste er nicht. Woher, wusste er nicht. Nur weg.
Ein Stein. Er stolperte, fiel in den Matsch, doch wagte es nicht aufzustehen. Man hatte ihn verraten. Er war weg. Wie lang war es her, dass er mit jenem Feuermagier Sir Xeon nach Khorinis gefahren war? Er hatte gelogen. Bassi. Er hatte gelogen. Der hohe Rat – auch er hatte gelogen. Wie hatte er die Prüfung des Feuers geschafft? Welcher Gott steht ihm zur Seite, um ihn dann zu verstoßen? Wie hatte er all den Lügnern und Verrätern glauben können? Wie hatte er nach all den Jahren wirklich glauben können, jener Innos exisiterte?
„Innos!“ schrie er, obwohl er den Mund voll Schlamm hatte. Er kniete sich auf, frierend, schlotternd, wütend. Er hatte ihn verraten. Er war kein gütiger und großer Gott, wie er es ihnen vorzugaukeln glaubte. Nein. Welcher Hirte schickte Flutwellen auf seine Schafe, um sie zu vernichten? Dem ehemaligen Magier schien so einiges klar, was den anderen Blinden wohl verwehrt war. Nein, es gab keine Götter, alles falsche Götzen. Nur die raue, dreckige Welt schien ihm, und auch die Meinung der falschen Götter änderte nichts daran.
Er hatte Recht gehabt. Er hatte es von Anfang an gewusst, und sich von Verrätern verleiten lassen. Schwer schnaufend richtete er sich auf und schnippte ein weiteres Mal mit den Fingern, wie so oft in den letzten Tagen. Nichts. Kein Flämmchen erschien über seiner Hand, nicht einmal ein Funke.
„Verräter!“ schrie er aus voller Kehle, die Stimme vor Wut verzerrt und stapfte ziellos weiter. Kein Gott begleitete ihn, kein toter Götze, nur seine eigenen Gedanken, die seine Hände dazu brachten, sich die letzten Fetzen der Robe vom Leib zu reißen und unachtsam in den Matsch zu werfen.
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Old 24.12.2009, 14:34 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #138
Kelephor
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Kelephor klopfte sich den Schnee von dem Mantel, als er in das einfache Bauernhaus trat. "Die Götter segnen dieses Haus..." sagte bestimmt und bedankte sich bei dem Bauern, dass dieser ihm Unterschlupf gewährte. Es wurde immer kälter und auch die die vermehrten Beben sorgten nicht gerade dafür, dass man noch weiter wollte.
"Bedank dich mal nicht zu früh, wer weiß was die Götter noch so alles vorhaben. Ich hab gehört, die Beben sind die Schuld von Drachen. Drachen die so groß sind, dass ein einziger Tritt von denen die Erde beben lässt!" beim sprechen wurde der Bauer immer leiser. Kelephor lächelte nachsichtig. "Und warum hat man die erst jetzt bemerkt?" fragte der Barbier. "Na is doch klar: die ham geschlafen!" warf der Bauer ein, als wäre es das selbstverständlichste. Kelephor gab es auf. Er fuhr sich stattdessen mit den Fingern durch seinen Bart und kämmte so das gröbste Eis raus. "Aber is ja auch egal, was? Komm, du siehst aus als könntest du einen ordentlichen Schluck gebrauchen, was? Ich hab da was feines." grinste der Bauer fröhlich und rief dann nach seiner Frau. "Martha, mach mir und unserem Gast mal zwei Krüge fertig, ja?" Eine Frauenstimme antwortete und bestätigte die Aussage. Kurz darauf kam eine ältere Frau in den Raum und brachte zwei große Humpen voll mit Bier. Die Augen des Barbiers leuchteten auf. "Ha, endlich. Du glaubst nicht, wie lang ich schon keins mehr hatte." Kelephor nahm einen kräftigen Schluck. "Ah, das tut gut!"
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Old 24.12.2009, 14:50 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #139
Rethus
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Rebellenhof

Ulrich segnete Rethus‘ Plan lediglich mit einem Nicken ab, während er weiterhin die Trümmer und den Schutt am Höhleneingang überprüfte. Die Rebellen räumten das äußere Lager großflächig ab. Außenstehende Möbel und allerlei Werkzeug wurden in die Hütte von Gelford gebracht, der fleißig damit bemüht war, die aufgewühlten Männer bei Laune zu halten.
Nicht besser stand es um die Männer auf dem Hof. Auch dort wurde massenweise Schrott von der alten Scheune und dem Haupthaus aufgestapelt. Das Haupthaus selbst hatten die Bauern schon am Vortag fast komplett ausgeräumt. Was Rethus bei diesen ganzen Arbeiten beunruhigte, waren mögliche Späher oder Banditen, die das wirre Treiben auf dem Hof beobachten könnten. Er überlegte bereits, das ganze Hab und Gut aus dem Haupthaus in die zerstörte Scheune zu bringen, wo es unter einem großen Heuhaufen versteckt werden konnte. Wer weiß, was solches Gesindel wie Banditen alles gebrauchen konnten.
Um die Aushebung des Durchganges zur Haupthöhle stand es momentan ganz gut. Das Loch auf dem Feld, durch das Rubin am Vortag gerutscht war, hatten die Rebellen verbreitert, um zügiger über eine Leiter nach unten zu gelangen. Außerdem gelang so auch der Transport von Werkzeugen und Lebensmitteln für die Arbeiter viel einfacher.
Soeben kletterte Rethus die Leiter hinab, um die bisherige Arbeit der Rebellen zu begutachten. Dank einiger Fackeln, die sie aufgehängt haben, konnte man nun die wirkliche Größe der Nebenhöhle ausmachen. Also an Platz mangelte es den Arbeitern ganz und gar nicht. Es sah so aus, als handle es sich bei dieser Nebenhöhle um eine der Schlafhöhlen. Deshalb auch das Bett, das Rethus am letzten Tag gesehen hatte. Jenes wurde nun zur Stabilisierung der Höhlenwände verwendet. Und auch jetzt waren die Arbeiten der Befestigung der Höhlenwände und Höhlendecke noch nicht abgeschlossen. Die Rebellen versuchten bei ihrer Arbeit mit der Technik vorzugehen, wie es Minenarbeiter taten: Ein provisorisches Gerüst aufbauen, buddeln, Balken zur Stabilisierung aufstellen und erneut ein provisorisches Gerüst anfertigen. Der Gardist war zunächst zufrieden mit der Arbeit. Rubin schien bei diesem Vorhaben alles unter Kontrolle zu haben. Also begab sich der Glatzkopf wieder nach oben, um dort alles im Auge zu behalten. Schließlich herrschte hier größeres Durcheinander als bei den Buddelarbeiten. Narson half ihm dabei.
„Alles in Ordnung?“ fragte er und wies auf das Loch, aus dem Rethus geklettert war.
„Ja, Rubin macht seine Arbeit außerordentlich gut“, sagte der Glatzkopf matt und wischte sich etwas Dreck von der Schulter.
„Scheint ja alles im Lot zu sein.“ Narson verzog den Mundwinkel und nickte dabei.
„Oh, ich glaube, wir sollten nicht gleich alles Gute für unsere Männer an die Wand malen“, bemerkte der Hofaufseher plötzlich.
„Wieso?“ reagierte Narson und starrte in dieselbe Richtung, wie es Rethus tat.
Von dort kam eilends eine Menschengestalt angerannt. Sie rannte nicht, als sei sie auf der Flucht oder gar zum Angriff. Es sah mehr nach einem Hilfesuchen aus. Im nächsten Moment wurde sie von dem westlichen Spähtrupp aufgehalten. Aber binnen drei Sekunden eilte sie weiter auf die zwei Männer zu.
„Herr…“ Er hastete nach Luft. „Ihr seid doch Rethus, oder?“
„Komm erst einmal zur Ruhe“, sagte Narson.
„Was ist los?“ fragte Rethus, der sofort bemerkt hatte, dass es sich hier um einen Rebellen handelte.
„Puh… Wir haben ein Problem“, begann der Rebell, immer noch schwer atmend. „Ich komme von den Stollen. Wir haben ein ernst zu nehmendes Problem…“
„Haben wir hier auch“, unterbrach ihn Narson. „Doch sprich.“
„Gut, in den Stollen ist ein Gang eingestürzt. Glücklicherweise ist es nur ein einziger Gang und dem Anschein nach ist niemand schwer verletzt. Aber ausgerechnet in diesem Gang befindet sich Roland. Mit alleiniger Kraft schaffen wir es nicht, ihn da raus zu holen. Und das war noch nicht alles: Durch das Beben ist ein großes Rudel Snapper aufgescheucht worden. Sie sind bis in das Gebiet vor den Stollen gefegt und haben, unseren Spähern nach zu Folge, bereits einen ganzen Bauernhof ausgelöscht. Er gehörte zwar den Orks, aber wir hoffen, dass uns jetzt nicht dasselbe Schicksal ereilt. Wir benötigen Eure Hilfe, um unsere Männer aus den Stollen zu evakuieren. Das ist die Bitte von Roland. Er meinte aber nicht, dass wir das Lager aufgeben sollen, wir sollen es nur evakuieren, bis uns etwas eingefallen ist, die Umgebung wieder sicher zu machen.“
„Da stehe ich jetzt vor einer Entscheidung, die ich nicht allein treffen kann. Klar stecken dahinter die Leben unserer Männer, aber Ulrich hat hier die Entscheidungsgewalt. Wenn einer uns bei diesem Problem helfen kann, dann er.“
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Old 24.12.2009, 21:59 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #140
Sir Ulrich
Wachsames Auge 
 
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Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
Rebellenhof

Ruhig war es inzwischen geworden, was man so Ruhe nennen konnte, zumindest blieben weitere Erdbeben aus, war es wirklich überstanden? Ein sorgenvoller Blick zum Himmel wollte Ulrich nicht wirklich daran glauben lassen. Die dunkele, fast schwarze Wolke, die von Osten her heranzog, stand nun über ihnen, wenn man so nennen wollte. Sie ließ kein Tageslicht hindurch, das Funkeln der Sterne ebenfalls nicht. Unaufhaltsam schob sich der Mantel der Finsternis weiter gen Westen, ein Ende im Osten war nicht in Sicht. Merkwürdig, beunruhigend, solch eine Wolke hatte der Kommandant noch nie gesehen. Hatte da Beliar seine Finger im Spiel?, der Volksmund nannte ihn Gott der Nacht, wenn dies hier Beliars Werk ist, dann war dieser Beiname mehr als berechtigt. Möge es nur eine Laune der Natur sein, so hoffte der Paladin, bevor er seinen Kopf senkte und in die Richtung drehte, aus der er angesprochen wurde.

Der Bote aus dem Berglager hatte keine erfreulichen Neuigkeiten zu berichten, auch dort gab es Probleme, eigentlich hatte Ulrich auch nichts anderes erwartet. Wieso sollten die Beben dort nicht gewirkt haben? „Hm“ brummte der Kommandant „wieso kriegt ihr das nicht alleine in den Griff?, ihr seid doch genug Männer.“ Der Bote schüttelte den Kopf, der Paladin schaute ihn streng und fragend an, „rede.“ „Als die Beben stärker wurden, sind die meisten Rebellen ins Freie geflüchtet..., weggelaufen sind sie..., und bislang nicht wieder aufgetaucht.“ „Feiges Pack“ knurrte Ulrich, der sich bemühte nicht die Fassung zu verlieren, obwohl er nahe am Rande eines Wutausbruches war. Der Kommandant atmete ein paar mal tief durch, versuchte einen klaren Kopf zu bekommen.

„Also gut, ein Dutzend Männer von hier, Werkzeuge liegen da drüben, nehmt mit was ihr tragen und brauchen könnt.“ Ein paar Freiwillige waren bald gefunden, wenigstens die Rebellen von Reddock hatte der Mut nicht verlassen, noch nicht. Wenig später war der Rettungstrupp für das Berglager abmarschbereit. „Seid vorsichtig, eilt euch..., sobald ich mehr Leute entbehren kann schicke ich sie hinterher und nun geht. Holt Roland da lebendig raus, denn andernfalls wird Innos euch strafen, wenn er es nicht macht, dann werde ich es sein..., habe ich mich klar ausgedrückt?“ Die Männer nickten entschlossen, der Kommandant gab ein Handzeichen, kurz darauf war der Trupp in der Dunkelheit verschwunden.

Der Paladin überlegte kurz, wie es hier vor Ort weitergehen sollte, so wie bisher konnten sie nicht weiterarbeiten, das dauerte alles zulange. Nun galt es alle Kräfte auf die Befreiung der Eingeschlossenen in Reddock zu konzentrieren. Je mehr unversehrte Männer in Freiheit waren, umso besser könnten sie möglichen Gefahren trotzen. Wer wollte, konnte schon wissen, was derzeit noch alles durch Myrtana streifte, außer diesem verrückt gewordenem Rudel Snapper. Was immer da noch kommen möge, sie sollten so gut wie möglich vorbereitet sein. „Ein paar Schützen sollen sich auf dem Dach des Haupthauses postieren und ein paar in der Nähe des Bergungstrupps. Rethus..., wie geht es voran?, kann man die Arbeiten beschleunigen?“
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