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10.12.2009, 17:47
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#161
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Waldläufer
Join Date: May 2004
Posts: 126
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Na wenn das nicht ein Geschenk von Adanos persönlich war? Eigentlich hielt Skip nicht viel von diesen Göttern, aber bei seinem Pirateneid hatte er auch geschworen den Gott des Wassers zu ehren...
Er blickte noch einmal zwischen der jungen Frau, die so sehr seinen Vorstellungen von einem Prachtweib entsprach und dem Tresen im Inneren der Roten Laterne hin und her. "Ja wartest du? Ich bin gleich wieder da." sagte er und kaufte sich sicherheitshalber ein paar von den Bildern, falls das mit der Dame da draußen nix werden würde. "Was ich hab das hab ich!", sagte er zu sich und steckte die Bilder unter seine Rüstung.
"So da bin ich!" sagte ihr freudig erregt als er vor die Rote Laterne trat. Die Frau war verschwunden. War ja klar. Wenn man so ein Angebot bekam musste man gleich zugreifen. Enttäuscht ging er zum Boot und das zweite Fass Rum für Kardiff zu holen.
Als er die Hafenkneipe betrat, traute er seinen Augen nicht. Dort tanzte die dunkelhäutige Schönheit und animierte die Gäste ihr ein paar Goldstücke in den Ausschnitt zu stecken.
"Hey und was ist mit mir?" fragte er und verbiss sich zu erzählen das sie ihm eine Massage versprochen hatte. Erstmal stellte er das Fass ab und wartete ab bis die Tanzdarbietung zu ende war. Das fiel ihm ziemlich schwer, denn ihre Bewegungen war die einer Göttin und er war gerade dabei seinen Verstand zu verlieren. Außer Anne hatte er schon lange keine Frau mehr gesehen und die war tabu, schließlich wollte er keinen Ärger mit Tobi bekommen und Anne die würde ihm höchstens Eine scheuern, wenn er sie anfassen würde. Er nahm die Tänzerin zur Seite und flüsterte ihr etwas ins Ohr: "Sach mal... haste nicht Lust auf ne kleine Segeltour? Ich kenne da einen wunderbaren Strand im Norden der Insel!"
Anne
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10.12.2009, 18:06
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#162
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Schwertmeisterin
Join Date: Dec 2007
Posts: 854
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Und ich dachte, der kommt nicht wieder, ging es der Tänzerin nachdenklich durch den Kopf. Auch wenn die Männer sie gierig anglotzten und das ja eigentlich Bestätigung genug sein sollte, immer noch atraktiv zu sein, war es um das Selbstbewußtsein der Frau nicht gut bestellt, was allerdings auch kein Wunder war, wenn man yinne bei Tag anblickte. Da sah man die Augenringe, die von der Nacht geschluckt wurden und da sah man auch die trüben Augen, die nur unter Alkoholeinfluss oder der Einnahme von anderen Drogen verschwanden. Und auch nur bei Tag lies sich erkennen, wie blass yinne doch mittlerweile geworden war. Undenkbar vielleicht für einen dunkelhäutigen Typ von Frau, wie sie einer war, aber auch dunkle Haut konnte verblassen, wenn dem Besitzer Glück und Freuden fehlten. Da war sie für die Männer immer noch wohlgefärbt, aber sie selbst sah das helle Grau, das sich mit dem gesunden Braun vermischte und das reichte.
„Klingt nach einem längeren Einsatz“, antwortete die Tänzerin.
„Ich hoffe, Dir ist klar, das meine Gesellschaft nicht umsonst ist. Ich muss schließlich von etwas leben“, sprach die Geschäftsfrau aus ihr, doch schon einen Moment später bereute sie die Worte. In der Verfassung in der sie war, konnte sie doch froh sein, wenn sich Jemand ihrer annahm und ihr eine Freude bereitete.
Doch dann schwand der Zweifel wieder und machte einer erneuten Bereitschaft platz, die Hand willig zu öffnen, denn es war nicht nur eine Freude und Abwechslung für sie, sondern auch für Ihn!
Mal ein bißchen mehr Selbstachtung... Frau yinnesell!.
„Ich will mal nicht so sein. Du sorgst für die Verpflegung und ich für die Unterhaltung und was die Bezahlung betrifft, sehen wir weiter, wenn wir wieder hier sind“, sollte er doch in dem Glauben sein, die dunkelhäutige Frau auch ohne eine Gegenleistung zu gewinnen. Frau war raffiniert genug, dem Kerl das Gold aus der Tasche zu ziehen, ohne das er es merkte.
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10.12.2009, 18:36
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#163
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Waldläufer
Join Date: May 2004
Posts: 126
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Prima, dachte Skip der schon nicht mehr dran geglaubt hatte... Er packte die Waren und ging voraus.
"Wenn sie mir folgen wollen Madamme? Bescheidene Jacht liegt gleich hier die Treppe runter."
Nun ja. Jacht war ein wenig übertrieben. So konnte man die kleine Jolle mit dem teilweise zerfetzten Segel wirklich nicht nennen, aber sie erfüllte ihren Zweck. Skipp verstaute die Pakete unter Deck und holte den Anker ein. Dann half er ihr an Bord zu kommen und streckte ihr die Hand entgegen. Sie winkte ab und wollte allein an Bord kommen. Auch wenn es nicht unbedingt nötig gewesen wäre griff er mit beiden Händen um ihre Taille und hob sie an Bord. Er war sich nicht ganz sicher wie sie das vorhin gemeint hatte, ob er ihr einfach mal unter den Rock greifen konnte? Er tat es einfach. Das Boot trieb eh schon von der Hafenmauer weg, sodass sie in das stinkende Wasser springen müsste um vor ihm zu fliehen. Er stöhnte leise als er das straffe weiche Fleisch ihres Hintern ertastete und dann aber doch wieder von ihr abließ, schließlich wollte er sich nicht selbst die Tour vermasseln. So eine Frau muss man erobern, ganz langsam sagte er sich und lenkte sich damit ab das die Jolle auf Fahrt zu bringen. Aus dem Hafen heraus musste er rudern bis der Wind das Segel erfassen konnte.
"Du kannst dich da auf die Segelplane setzen. Willste was trinken? Schon mal einen guten Grog probiert? Aber pass auf der haut den stärksten Seemann um."
Anne
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10.12.2009, 20:46
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#164
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Schwertmeisterin
Join Date: Dec 2007
Posts: 854
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Nahe der Küste
„Öhm...“, kam es lang gezogen aus dem Munde der Frau, „... später“, war dann dann letztendlich yinnesells Entscheidung. Gerade hier auf See konnte es ungemütlich werden und ein guter Grog sicherlich helfen, doch er konnte auch das Gegenteil bewirken, wenn er der Frau die Kontrolle nahm. Aber nicht nur im Bezug auf den eigenen Genuss war es gefährlich, sondern auch in dem Sinne, das eine trinkende Frau eine Herrn nur darin bestätigte, es genauso zu tun... und sogar noch mehr in sich hinein zu schütten, was für Männer ja meist üblich war.
Für einen Augenblick driftete die Tänzerin erneut mit ihren Gedanken ab, sich in Erinnerung rufend, wie Jun es denn hielt, bis sie befriedigt feststellte, in ihm eine Ausnahme gefunden zu haben. Allerdings war der Kerl in vielen Dingen eine Ausnahme und zu einem Problem für die Frau geworden, die den Gedanken an den geliebten Mann nun doch mit einem einzigen Schluck zu ertränken gedachte. Ein einziger Schluck aus Höflichkeit und auch aus Vorsicht, da ihr Gegenüber nicht so aussah, als würde er das Abweisen der Pulle für Gut heißen.
Wuuhuuu, der Trunk war in der Tat nicht schlecht und beendete die Erinnerung an den Mann in der Ferne zumindest für diesen Moment. Gut gemacht, Skip.
Jetzt am Besten auch noch den Gedanken an das Grabschen verdrängen und alles würde gut, doch das war nicht so einfach, denn immerhin war Skip derzeit ihr Gastgeber und einfach zu present, als das sich dieser Vorfall einfach so vergessen lies. Noch jetzt bei den Bildern in ihrem Kopf spürte sie seine heißen, rauen Hände auf ihrem Gesäß, daß sich ein Kribbeln in ihrem Leib breit machte, das nicht unbedingt von positiver Natur war. Ihr wurde unangenehm bewußt, daß sie dem Kerl auf diesem Boot ausgeliefert war und sie vielleicht leichtsinnig handelte, mit einem Fremden sich auf die offene See zu begeben. Da konnte yinne nur hoffen, daß der Weg bis zum genannten Strand nicht allzuweit war und ihr freies Handeln nicht verwehrt blieb.
Und mit den Gedanken wuchs die Unsicherheit, die yinne zu verbergen versuchte, in dem ihr Blick nun über das dunkle Gewässer streifte. Fester wurde der Umhang um den Leib gezogen, um jeden weiblichen Reiz zu verstecken, doch nicht jedes Fleckchen lies sich vor den Blicken des Piraten schützen. Sie spürte, wie er interessiert ihre schlanken Beine betrachtete, die umrandet wurden von einem doch recht reizvollen Schnürstiefel. Und nicht nur das... dieses Schuhwerk war auch nicht einmal dazu geeignet, sich damit in der Kälte aufzuhalten, daß sie es bald wohl nicht mehr nur mit einem schmerzenden Fuß zu tun haben würde, sondern auch mit tauben Zehen.
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12.12.2009, 12:03
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#165
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fuer grissa ost drauka
Join Date: May 2005
Posts: 3,762
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„Natürlich wollen wir nicht ewig bleiben“, sagte der Streiter knapp, als sie unlängst ihren Weg wieder aufgenommen hatten. DraconiZ kannte den Weg, war ihn schon oft gegangen. Das erste Mal als er die Körperbeherrschung von Anne Bonny erlernt hatte. In dem Moment, da sie den Bach passierten und das Plätschern in den Ohren des Klingenmeisters widerhallte glaubte er wieder zu wissen, wie es sich angefühlt hatte. Damals. „Unsere Stadt blutet und es wird Zeit, dass sich das ändert“.
Nicht lange, dann hatten sie die Felsen überwunden und waren auf direktem zu den Ruinen von Jahrkendar aufgebrochen. Genau an den Ort, wo sich damals die Wassermagier niedergelassen hatten. „Hm“, machte der Schwarzhaarige, als er die Szenerie betrachtete. „Sieht ganz so aus, als gäbe es eine Menge Möglichkeiten hier Etwas zu finden“. Auf vielen der Ruinen waren alte Schriftzeichen vermerkt, die der Zahn der Zeit noch unversehrt gelassen hatte. Allerdings würde es wahrscheinlich relativ schwierig werden diese zu verstehen, da sie in einer völlig anderen Sprache geschrieben worden waren. Der Assassine ging einige Schritte und betrachtete eine der großen Steintafeln. „Wird um die zehn Jahre dauern bis wir genug Hinweise zusammen bekommen um irgendetwas davon zu verstehen“, meinte DraconiZ kalt und schüttelte dann den Kopf. Wo blieben die Schwarzmagier, wenn man sie einmal brauchte?
Dann fuhr er ruckartig herum und deutete auf das alte Quartier der Wassermagier. „Vielleicht haben sie Etwas hinterlassen. Einen Hinweis. Etwas, was uns helfen könnte!“.
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12.12.2009, 13:05
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#166
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Emir von Bakaresh
Join Date: Dec 2006
Posts: 2,085
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Berash zuckte mit den Schultern. So verlassen, wie es hier aussah, würden sie eher Staub und Spinnweben finden. Und davon eine ganze Menge. Der Ort hier schien schon so lange verlassen, dass niemand mehr sagen konnte, wer hier einst gelebt hatte. Dennoch, Berash betrachtete die Ruinen neugierig. Wer war wohl das Volk gewesen, dass diesen Ort errichtet hatte?
Der Emir betrat die verfallene Hütte, in der Draco hoffte, etwas zu finden. Nun, die erste Vermutung des Emirs war schon richtig gewesen: Hier gab es viele Spinnweben und Staubflocken. "Ich schau mir mal das Bücherregal an." Sagte der Verhüllte und ging auf den genannten Gegenstand zu. Die Bücher, die er dort vorfand, sagten ihm zumeist nichts. "Runen der Magie", "Macht der Gestirne", "Kräuterkunde für Anfänger", "Des Magiers kleiner Kochratgeber"... Moment! Berash schnappte sich das letzte Buch.
Tatsächlich! Dieses Buch gab Tipps und Hinweise, wie man am besten kochen sollte und was. "Magier. Hier steht doch tatsächlich ein Rezept für eine Suppe aus Minecrawler-Fleisch... Und was soll das sein, Ragout aus Fangheuschrecken? Davon hab ich ja noch nie was gehört. Was, bei Beliar, ist eine Fangheuschrecke?"
Je weiter Berash durch das Buch blätterte, desto merkwürdiger fand er diese Wassermagier. VIelleicht hatten die einfach zu oft in der Sonne gestanden oder waren als Kinder zu oft auf den Kopf gefallen. "Vicious, hier, vielleicht kannst du damit was anfangen. Irgendwer zahlt für so einen Blödsinn bestimmt viel Gold..." lachte Berash und warf der Frau das Buch zu. Dann suchte der Emir weiter nach einem Hinweis.
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12.12.2009, 15:41
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#167
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fuer grissa ost drauka
Join Date: May 2005
Posts: 3,762
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DraconiZ stimmte kurz in das Lachen des Emirs mit ein. Ja Wassermagier waren ein sehr seltsames Volk. An einem Gleichgewicht interessiert, dass es Niemals geben durfte. Sie waren Kriegstreiber, Schlächter, Menschenfeinde. Jede Stunde die sie diesen sinnlosen Krieg ihres Gleichgewichts wegen unterstützten, wurde mehr Elend über diese Welt gebracht. Doch auch das würde möglicherweise enden, wenn sie im Besitz der Klaue waren.
„Bei Beliar!“, gellte der Schwarzhaarige durch den Raum, als die Erde sich mit einem Male zu bewegen begann. Ruckartig wurde sein Gleichgewicht ungewöhnlich stark auf die Probe gestellt. Bücher fielen im Haus hinunter und der angesammelte Staub von mehreren Jahren wirbelte auf und lies den Klingenmeister nach Luft ringen. DraconiZ stierte durch den Raum versuchte die Ursache auszumachen, doch er konnte dafür keinen Grund finden. Der Streiter keuchte.
Dann war es vorbei. So schnell wie die Erde zum Erzittern gebracht worden war, war sie nun wieder ruhig geworden. „Was war das?“, murmelte er in die Richtung des Emirs, wandte sich dann allerdings rasch von seinem Waffenbruder ab, als er draußen einen Laut hörte. Schnell war er aus dem Haus getreten und erkannte eine Gestalt, die begraben unter einer der Steinplatten kauerte und in schierer Agonie um ihr Leben schrie. „Er! Er tut es! Dieser Wahnsinnige tut es!“.
Kurze Zeit später kniete sich der Streiter neben die zerlumpt aussehende Gestalt, deren Gesicht von einem Treffer entstellt worden war. Fast der gesamte restliche Körper war unter Steinen begraben. „Wer tut Etwas?“, fragte DraconiZ forsch. „Er! Er öffnet ihn! Und dann sind wir verloren. Bei allen Göttern warum ich?!“. Der Schwarzhaarige ergriff den Kopf der Gestalt, ganz so als wollte er das, was er wissen wollte aus ihm heraus saugen. Kurz darauf lies er den Kopf achtlos wieder fallen und richtete sich auf. „Tot“, meinte er hart zu Vicious und Berash. „Was sollen wir davon halten?“.
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12.12.2009, 17:56
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#168
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Personalchefin des RPG
Join Date: Jan 2005
Location: Im Piratenlager
Posts: 3,717
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Im Piratenlager
Anne stand in ihrer Taverne. Gelangweilt warf sie ihre Wurfmesser auf eine aufgemalte Zielscheibe an der Wand. Sie traf meistens ins Schwarze aber das konnte sie auch nicht erheitern. Tobi galt als verschollen und das Gespräch mit Jack neulich Abend hatte auch nichts gebracht.
Plötzlich hörte sie draußen am Strand die Piraten gröhlen.
"Skip hat sich 'ne Braut aus der Stadt mitgebracht!"
Da wurde auch Anne neugierig und trat vor ihre Taverne. Da es schon dunkel war konnte sie nur erkennen das zwei Personen in dem Boot saßen. Wie die Jungs sehen konnten das die andere Gestalt eine Frau war, wusste sie sich auch nicht zu erklären. Anne stand am Steg als Skip anlegte und gleich danach seine Pakete auf den Steg packte. Die Frau, es war wirklich eine, stand ein bisschen hilflos daneben und wusste nicht wohin so wie es schien.
"Herzlich willkommen im Piratenlager." sagte die Tavernenbesitzerin und ging auf sie zu. "Wenn Skip dich aus Khorinis mitbringt, musst du ihn schwer beieindruckt haben. So viel ich weiß ist das noch niemals vorgekommen. Aber komm erst mal mit in die Taverne. Hast du Hunger oder möchtest du einen heißen Tee?"
Anne lachte.
"Ja, guck nicht so. Auch in einer Piratentaverne gibt es etwas anderes außer Grog. Bei mir zumindest...."
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12.12.2009, 18:14
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#169
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Schwertmeisterin
Join Date: Dec 2007
Posts: 854
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Im Piratenlager
Ich könnte jetzt aber einen Grog vertragen, ging es der Dunkelhäutigen durch den Kopf, die mit leicht verunsichertem Blick die Andere fixierte. Piratenlager – Skip hatte sie mit in ein Piratenlager geschleift und yinne war sich nicht sicher, in wie weit sie das jetzt begeistern sollte.
Die Frau war sehr freundlich und auch sonst glich das erste Bild nicht unbedingt dem, was man sonst so von Piraten sagte... was ihr Vater ihr damals über dieses Völkchen erzählt hatte, denn nach seiner Aussage waren die Kerle nicht nur ungepflegt, stinkend und ungehobelt, sondern auch noch skupellose Banditen, die für Gold sogar Kinder ermordeten. Unvorstellbar in diesem Moment, aber nicht auszuschließen. Wie oft hatte yinnesell der erste Eindruck getäuscht, das sie auch hier falsch liegen konnte.
Ein leichtes Wackeln ging durch ihre Füße und übertrug sich in der Kürze eines Wimpernschlages auf den gesammten Körper, daß der Tänzerin ganz seltsam wurde. Vermutlich lag es an dem Steg, auf dem sie immer noch stand und der die Bewegungen des Bootes wieder gab. Oder was waren ihr noch nicht wieder einwandfrei funktionierenden Sinne, die immer noch das Schaukeln des Bootes verspürten.
Also den Steg mal schnell verlassen und den Körper erstmal irgendwo zum Auspendeln betten.
„Danke“, kam es einem Flüstern gleich, als sie die gereichte Hand von Skip ergreifen wollte, der sein Patscherchen aber gleich wieder zurück zog. Verlegenheit sprach aus seinen Augen, die sich wohl noch einmal steigerte, als ein Pfeifen aus der Menschenmenge kam. Sie hielten die Dunkelhäutige wohl wirklich für die Neue an seiner Seite.
Und dann folgte yinnesell der dunkelhaarigen Schönheit, die dem Gast den Weg zu ihrer Taverne wies, ohne sich auch noch einmal umzudrehen. Das sämtliche Augen auf ihr lasteten, wußte sie auch so.
„Mein Name ist yinnesell“, begann die Dunkelhaarige zu sprechen, wärend sie der Piratin nun in das Innere folgte, „Und ich bin das erste Mal seid langer Zeit wieder auf dieser Insel. Hier war ich allerdings noch nie“, sprach sie, das ihre letzten Worte zu einem Murmeln wurden, denn ihre Augen konzentrierten sich nun auf den Platz, der ihr zugewiesen wurde. Und dann öffnete ihr Mund sich wieder, aus dem allerdings für Sekunden zunächst keine Worte kamen. Ihre Stirn legte sich in Falten und der Kopf legte sich leicht schief, als sie der Wirtin ins Gesicht sah.
„Ich hab Euch irgendwo schon einmal gesehen“, teilte sie der Anderen mit, als ihr Stuhl mit einem mal einen Rutscher zur Seite tat und sie ein Klirren aus dem Bereich des Ausschankes vernahm. Es bewegte sich und diesesmal war es ganz sicher nicht die noch gefühlte Bewegung des Meeres.
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12.12.2009, 18:56
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#170
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Personalchefin des RPG
Join Date: Jan 2005
Location: Im Piratenlager
Posts: 3,717
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Im Piratenlager
"Ich freue mich dich kennen zu lernen, Yinnesell. Ich bin Anne und vielleicht hast du mich In Al Shedim schon einmal gesehen. Ich habe eine Zeit lang dort gelebt, aber es zog mich zurück zu den Piraten. Hier fühle ich mich einfach mehr zu hause als in der Wüste."
Das sie ohne Tobi nur ein halber Mensch war, verschwieg sie, das ging sie nichts an. Das ging niemanden etwas an.
Anne stellte ihr einen Kräutertee hin. Yinnesell betrachtete das Getränk und rührte gelangweilt mit dem Löffel darin herum.
"Vielleicht doch ein Schuss Rum hinein?" fragte Anne.
"Ich kann auch einen vertragen. Hast du vorhin das leichte Beben gespürt? Das kommt manchmal vor. Die Jungs behaupten felsenfest er wäre das Seemonster vor dem Riff das mit seinem Schwanz auf den Meeresboden schlägt. Ich glaube ja das ist Seemannsgarn."
Ob sie Anne überhaupt zugehört hatte? Sie schien so abwesend und kein Blick nach draußen, dahin wo sich Skip aufhielt. Ob sie überhaupt etwas miteinander haben? überlegte Anne. Und wenn nicht - warum hatte er sie dann mit hier her gebracht? Tausend Fragen die Anne auf der Zunge brannten. Vor einigen Jahren noch hätte die Piratin alle diese Fragen direkt gestellt,egal ob sie damit in ein Fettnäpfchen tappte. Aber auch sie war etwas älter und reifer geworden und überließ es nun der jungen Frau es zu erzählen falls sie das wollte.
Den Tee mit Rum hatte sie inzwischen ausgetrunken.
"Möchtest du noch einen? Oder vielleicht einen Teller Muschelsuppe, die ist ganz frisch und das einzige was ich richtig gut kochen kann." erklärte sie ziemlich stolz.
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12.12.2009, 20:16
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#171
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Schwertmeisterin
Join Date: Dec 2007
Posts: 854
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Im Piratenlager
„Beides“, entgegenete die Tänzerin, doch es brauchte einen Moment, ehe sie die Wirtin ansah und Diese auch wieder richtig wahr nahm, denn ihre Gedanken brachten sie wieder einmal dazu, in der Vergangenheit abzutauchen. Wie sehr yinnesell das doch hasste! Ein sinnloser Vorgang in ihrem Unterbewußtsein, der einfach nichts brachte, außer vor Augen geführt zu bekommen, was man wollte, was man hatte und was einem genommen wurde.
„Einen weiteren Tee mit was drin nehme ich gerne...“, war sie sich sicher, doch bei den Muscheln war sie es nicht. Was war das überhaupt und sollte sie danach fragen?
„Und die Muscheln natürlich auch“, beendete yinne den Satz. Es war unhöflich sich eine Speise erst erklären zu lassen. Vor allen Dingen, wo die Wirtin ihr Diese mit so einer scheinbaren Freude anbot. Also waren sie wohl etwas ganz besonderes.
Anne nickte und verschwand schließlich einen Augenblick später, daß die Tänzerin für sich alleine am Tisch zurück blieb und sich wünschte, das sich daran auch nichts ändern würde. Der Eine oder Andere, die sie zuvor schon draußen bei der Ankunft sah, betrat nun ebenfalls die Lokalität, daß yinnesell ihren Blick nun stur auf die eigenen, gefalteten Hände legte, als würde sie damit vermeiden können, einen Tischgesellen zu bekommen und es funktionierte. Ob aus ihrem Verhalten heraus oder aus Anstand der Männer wußte yinne nicht. Aber vielleicht funktionierte es einfach aus dem Grund heraus, daß die Männer es garnicht vorsahen, sich im Inneren aufzuhalten, denn schon wenige Augenblicke später war sie wieder alleine in der Taverne und blickte der Wirtin entgegen, die ihr fürs Erste den Tee und etwas Brot servierte.
„Kann sein, daß ich Dich in Al Shedim gesehen habe. Ich hab dort...“, mein Kind auf die Welt gebracht, wollte es aus yinnesells Mund kommen, die sich aber gerade noch so beherrschte. Nicht das sie Anne ihr Herz nicht öffnen wollte, doch dazu war der falsche Zeitpunkt und die Fragen, die darauf folgen konnten und die damit verbundenen Erinnerungen einfach noch zu schmerzhaft. Yinnesell wollte einfach nur wieder ihren Frieden finden.
„... gearbeitet“, war da die Alternative, die ihr schnell einfiel.
„Für eine Weile“, sprach sie weiter, gewillt von der Tätigkeit in Rebekkas Taverne zu berichten und davon, daß sie ihr Gold mit Tanzen verdiente, doch dann war Anne auch schon wieder verschwunden, mit dem Hinweis die Suppe zu holen.
Vielleicht war das auch ganz gut so, denn yinnesells Gedanken lagen manchmal einfach zu sehr auf der Zunge, zu nahe an den Lippen und verließen diese einfach zu schnell, ehe yinnesell sich darüber im Klaren werden konnte, was man von sich geben sollte und was besser nicht!
Da war es vielleicht auch besser, sich den Geist nicht mit heißen, Alkohol versetzten Getränken zu benebeln.
Naja... der eine Schuss geht noch. Damit schläft es sich gleich auch besser, hoffte yinne, bei der die Gedanken ein weiteres mal abdrifteten, ohne das die Frau sich dessen bewußt wurde.
Es waren gedachte Begegnungen mit Menschen aus dem Leben der Tänzerin...
Der verschollene Vater, bei dessem Anblick die dunkelhaarige Frau in Freudenjubel ausbrach und es für diesen Moment nicht mehr interessierte, wo er die ganze Zeit gesteckt hatte. Auch jegliche Auseinandersetzungen besaßen nicht mehr die Schwere, die damals zwischen ihnen gestanden hatten.
Bärtchen und Maria, die yinnesell freudig strahlend berichteten, daß Jonas noch lebte. In Gedanken war wohl vieles möglich.
Eine kurzer Trip in den Norden, mitten hinein in das wohlige Heim dieses liebenswerten Nordmanns, den yinnesell gerne mochte – Stylios.
Sogar Uli betrachtete die Dunkelhaarige wärend ihres Tanzes mit Wohlwollen, woraus nicht nur der Wunsch nach Freidfertigkeit sprach, sondern auch die Bestätigung ihrer Schönheit... und damit die Bestätigung über Magie zu verfügen, die ihr zu Nutze sein würde – musste!
Die Begegnung mit Khaled, der sie um Verzeihung bat... Aniron, die auf sie zustrümte und sie in die Arme schloss und ihr freudestrahlend zu berichten, daß er ihr das Recht nicht mehr länger verwehren würde, den gemeinsamen Sohn zu halten. Und damit das Wissen darüber, daß er noch lebte und von nun an mit der Mutter ging.
Der Gedanke brachte sogar Khaled ein gewisses Maß an Versöhnlichkeit entgegen, das sie sich einen Moment später in einem Zwiespalt sah, denn sie wollte den Vater ihres Kindes nicht traurig machen, in dem sie den Spieß nun umdrehte.
Egal welches Szenario sich auch in yinnesells Schädel abspielte... es handelte immer davon, daß etwas ein gutes Ende nahm und ihr Innerstes sich mit puren Glücksgefühlen füllte... eintauchte in ein Meer der Erleichterung.
Jun, der vor sie trat und ihr reuemütig begegnete. Der erkannt hatte, daß es im Leben noch etwas anderes gab, als nach etwas Höherem zu streben.
„Ja“, hauchte die Frau, die nicht einmal bemerkt hatte, das die Suppe nun schon länger vor ihrer Nase dampfte und eine Anne sie erwartungsvoll ansah.
Und mit ihren erwartungsvollen Blicken wanderte nun auch der Löffel in die Speise, deren Inhalte yinnesell von einem Tellerrand zum Anderen schob. Das sah schon sehr merkwürdig aus und es war nicht einfach, sich das erste Gummi in den Mund zu schieben. Genauso wenig war es einfach zu verbergen, daß es der Hunger war, der es hinein trieb.
Hoffentlich gibt's hier noch was Anderes.
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12.12.2009, 21:41
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#172
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Krieger
Join Date: Dec 2003
Posts: 405
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»Dass wir beim nächsten Mal nicht so fest zupacken?«
Vicious zuckte mit den Schultern und blätterte durch das Kochbuch. Sie könnte es ja als Reliquie einer längst verschwundenen Kultur ausgeben. Bloß sah es dafür irgendwie nicht alt genug aus. Wertloser Schrott, dachte sich die Kopfgeldjägerin und warf den Wälzer fort.
»Wo kommt der Kerl überhaupt so plötzlich her? Ich dachte hier lebt keiner.«
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14.12.2009, 14:32
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#173
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Emir von Bakaresh
Join Date: Dec 2006
Posts: 2,085
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"Vielleicht ein Plünderer? In so manchen Ruinen sollen sich ziemlich wertvolle Schätze befinden." Berash zuckte mit den Schultern und betrachtete die deformierte Gestalt. Was er sich eher fragte, war der Grund des Bebens. Soviel er wusste, war Khorinis keine Insel, auf der soetwas häufiger geschah.
Mit perfider Neugierde betrachtete der Emir die zermatschte Gestalt. Seine Hände glitten über die Kleidung, auf der Suche nach etwas, was ihnen mehr sagen würde. Doch bis auf herausquellende Innereinen und Blut fand der Verhüllte nichts. Und an die Beine kam er nicht, diese waren unter den Steinen komplett begraben.
"Nichts..." kommentierte Berash seine Untersuchung, ging zu einem kleinen Steinbecken, in welchem sich Wasser gesammelt hatte. Darin wusch sich der Emir die Hände sauber von dem Blut des toten Mannes. Was noch unter seinen Fingernägeln hängen blieb, kratzte er kurz darauf mit der Spitze seines Dolches heraus. "Hast du eigentlich was gefunden, Draco?" fragte der Emir neugierig. Er hatte nicht wirklich Lust, wieder zurück in die Hütte zu gehen. Das dortige Chaos machte ihre Suche nicht wirklich einfacher.
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14.12.2009, 22:24
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#174
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fuer grissa ost drauka
Join Date: May 2005
Posts: 3,762
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„Hmm“, machte der Klingenmeister nachdenklich. „Nein. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie wir an weitere Informationen kommen sollen“. Einige Momente vergingen ungenutzt, bevor der Schwarzhaarige herum fuhr. „Naja außer das hier“. Er seufzte. Dann kramte ein Pergament hervor, das sicherlich einem der Wassermagier gehört hatte und welches nun ungenutzt auf dem Boden gelegen hatte. „Ich zitiere: Diese verdammten Banditen haben schon wieder einige meiner Heiltränke gestohlen. Wenn ich sie noch einmal erwische, dann werde ich sie eigenhändig bestrafen“. Der Streiter hielt kurz inne und überflog einige Zeilen, bevor er fort fuhr: „Sie sind schon wieder gekommen. Und schon flüchteten sie in die Sümpfe“. DraconiZ gähnte dann faltete er das Pergament harsch zusammen und warf es achtlos weg. „Wunderbar es gibt Banditen hier. Auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen“.
Mit wenigen Schritten war er bei einer anderen großen Steintafel. „Nun“, meinte er, nachdem er einige Zeit ratlos auf die Tafel gestarrt hatte. „Vielleicht wissen die im Sumpf ja was hier abgeht“. Er zuckte mit den Schultern. „Oder habt ihr eine bessere Idee?“
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16.12.2009, 15:59
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#175
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Emir von Bakaresh
Join Date: Dec 2006
Posts: 2,085
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Berash zuckte mit den Schultern. Er hatte schon mit so einigem Abschaum zu tun gehabt, da würden die Banditen kaum mehr ins Gewicht fallen. Er würde nur auf seine Ausrüstung achten und eine Hand immer an einem seiner Säbel. Solange es kein widerlicher Nomadendreck war, konnte es ihm recht sein.
Kurz tauchte ein Gesicht in seinem Kopf auf, dass einen am Boden liegenden Nomaden zeigte. Maris, der Schwächling. Der Emir hoffte, dass der Nomade die Botschaft verstanden hatte. Und doch sehnte sich Berash nach einer erneuten Runde. Der letzte Kampf war nicht eindeutig genug gewesen. Sollte er es je schaffen, die Schatten in seinem inneren zu meistern, würde er den Nomaden erneut besuchen.
"Möglicherweise haben die ja auch jemanden, der sich in den Ruinen besser auskennt. Die Aussicht auf Gold hat schon so manchen Geist beflügelt. Nachdenklich hielt Berash seine Hand in den Schatten einer Säule und beobachtete, wie die Finsternis danach griff. Langsam wurde sie dunkler, verlor immer mehr an Konsistenz und Festigkeit. Der Emir spürte die Kälte, die sich seiner Hand annahm und darauf drängte, weiterwandern zu können. Doch der Verhüllte ballte die Faust und riss sie wieder aus dem Schatten heraus. Sobald seine Rechte wieder ins Licht trat, perlte die Finsternis ab, so als wäre es nicht mehr als Wasser gewesen.
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19.12.2009, 12:16
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#176
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Schwertmeisterin
Join Date: Dec 2007
Posts: 854
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Im Piratenlager
Zeit verstrich und mit ihr kam die Langeweile, die sich erdrückend über das Gemüt der Dunkelhaarigen legte. Schuld daran trug jedoch yinnesell selbst, denn außer Anne ein wenig zur Hand zu gehen, bestand kaum ein Zustand der Geselligkeit, denn die Tänzerin blockte jedes ihr gegenüber gebrachtes Intesse seid dem Tag, an dem sie diesen Ort betreten hatte. Und so hatten die Männer es bald darauf sein gelassen, der Frau einen Platz an ihrem Feuer anzubieten oder sie in die Geschäftigkeiten mit einzubinden, von denen sie lästernderweise so oder so der Annahme waren, das es keine Geschäftigkeiten waren, die einer Frau wie ihr standen.
Sie täuschten sich in ihrer Annahme und konnten dennoch nichts dafür, denn yinne lies durch nichts erkennen, daß ihr Wesen weniger zart beseitet war, als man es annahm. Vielleicht weil die Frau derzeit selber nicht in der Lage war, das eigene Dasein zu fassen, es anzunehmen und zu leben.
Bis zu dem heutigen Tage, andem die sich windenden Gedanken an Jun sich das erste Mal legten und Gedankenblasen an den Sohn im Sonnenschein verpufften. Ebenso wichen die Bilder der Wüste und die Bilder an eine Zeit der Gefangenschaft in Faring, um den in Gedanken maschierenden Freunden platz zu machen, die mit einem sinnbildlichen Winken an yinnesell vorbei huschten. Die neblige Gedankenmasse, die sich aus verschiedenen Ereignissen auf dem Festland zusammen setzte, wurde löchrig und verlor an Dichte, daß yinne durch sie hindurch sehen konnte und ihre Erinnerungen so weit zurück reichten, das sie ihr vergangenes Leben auf dieser Insel greifen konnte.
Die Gedanken reichten soweit zurück, daß sie ein Leben sah, bevor sie zu einer Hure wurde und sie eine Kindheit entdeckte, die zwar auch ihre Schattenseiten besaß, doch jetzt nach der langen Zeit auch in einem anderen Licht erschien. Und nun erkannte sie, daß der erwartete Hass gegen die Stiefmutter ausblieb und das Wesen dieser Hexe weniger Schrecken und Zorn in der Dunkelhaarigen hervor rief, als zu Kindeszeiten noch. Das erste Mal fragte die Tänzerin sich bewußt, was aus ihren Kindeskontakten geworden war, aus dem kleinen Mädchen mit den Sommersprossen, die sich aufgrund ihrer Wildheit ständig die Knie aufstieß. Und der kleine hagere Junge, der yinnesell immer nur verstohlen anblickte, weil er sich nicht traute, sie anzusprechen.
Was war aus seinem größeren Bruder geworden, der seinen kleinen Bruder wegen seiner Schüchternheit immer hänselte? Was war aus dem damals jungen Mann geworden, mit dem yinnesell damals begleitet von Fakelschein eine im Nebel gelegene Ruine erklommen hatte?
Fragen über Fragen, die yinnesell sich stellte, wärend sie draußen vor der Taverne stand und sie den Zustand der Hütte beäugte, ohne sich dabei jedoch wirkliche Gedanken zu machen. Es war möglich das Aussehen zu verändern, aber nicht wirklich nötig und damit sank auch bald das Interesse an dem Bauwerk, wie auch der Blick der Tänzerin, die Geräusche im Hintergrund vernahm.
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19.12.2009, 17:29
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#177
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Personalchefin des RPG
Join Date: Jan 2005
Location: Im Piratenlager
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Im Piratenlager
Schon ein paar Tage hatte Anne sich das mit angesehen.
Yinnesell, die junge Frau die Skip mit ins Piratenlager gebracht hatte kapselte sich immer mehr ab. Erst hatte Anne vermutet dass sie es sich bezahlen ließ dem alten Skip ein paar schöne Stunden zu bereiten. Entweder war der Seeräuber bei dieser Frau plötzlich schüchtern geworden oder etwas anderes hielt ihn davon ab auf sein Recht zu pochen.
Doch diese Frau schien eine Menge durchgemacht zu haben, ständig stand sie am Steg und starrte aufs Meer. Das konnte natürlich auch sehr schön sein, für ein paar Stunden aber nicht ständig und vor allem nicht mehrere Tage lang...
"Hallo Yinne!" begrüßte Anne ihren einzigen Gast. In Gedanken versunken reagierte sie erst als Anne sie am Arm berührte.
"Hast du zufällig Lust mich zum Talkessel zu begleiten? Ich war vor einiger Zeit dort und habe glaube ich meinen Talisman verloren. Es ist ein türkises Auge, ein Glücksbringer und es wäre sehr schade wenn ich ihn nie wieder bekäme."
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19.12.2009, 17:52
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#178
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Schwertmeisterin
Join Date: Dec 2007
Posts: 854
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Im Piratenlager
„Jetzt?“, war yinnesells überraschte Antwort, mit der sie bei Anne vielleicht einen falschen Eindruck hinterlies. Es war nicht so, daß yinnesell nicht daran interessiert wäre, der Wirtin bei der Suche behilflich zu sein, doch es war jetzt vielleicht ein wenig spät für solche Aktionen.
„Ähm... ja. Ja klar. Jetzt sofort?“, stockte die Tänzerin, sich ein paar Haarsträhnen aus dem Gesicht wischend, „Wie weit ist es denn bis zu dem Talkessel und wollen wir da jetzt wirklich alleine hin gehen? Fürchtest Du Dich da nicht, Dich jetzt alleine irgendwo hinzubegeben?“, hakte yinne weiter nach, als ein Lächeln sich auf ihr Gesicht legte. Da waren schon gewisse Zweifel, aber auch ein Maß an Freude, denn es war sehr in ihrem Sinne, die Männer mal hinter sich zu lassen und ihrem Gehirn einen neuen Impuls zu geben, der sie aus all ihren Gedanken holte.
„Werden wir Deinen Glücksbringer denn im Dunkeln finden können? Oder wolltest Du unterwegs übernachten und bei Tageslicht suchen?“.
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19.12.2009, 18:37
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#179
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Personalchefin des RPG
Join Date: Jan 2005
Location: Im Piratenlager
Posts: 3,717
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Das war ein berechtigter Einwand, auch wenn es nur ein Vorwand gewesen war...
"Das Auge leuchtet im Mondschein und da ist es sogar klüger am Abend aufzubrechen." erklärte Anne. Ob das wirklich stimmte wusste sie selbst nicht so genau, aber jeder Edelstein leuchtet ein wenig und dieser eben auch.
"Oder hast du was besseres vor?"
Die dunkelhäutige schüttelte den Kopf. Wäre es anders gewesen hatte Anne sich auch gewundert, immerhin vertrieb sie sich die Zeit mit dem herbei gucken von Seeungeheuern. Immerhin hatte sie es geschafft das die Beben stärker wurden.
"Gut dann können wir los. Schnapp dir besser deine Waffe , denn da draußen gibt es ganz schön garstige Viecher. Aber keine Angst Lebensgefährlich wird es nur im Canyon und da wollen wir ja nicht hin." zwinkerte sie ihr zu um ihren entsetzten Gesichtsausdruck zu mindern. Erst jetzt erinnerte sich die Piratin gar nicht daran Yinne überhaupt schon mal mit einer Waffe, sei es Schwert oder Bogen gesehen zu haben. Ob sie vielleicht eine Magierin war?
"Sag nur du kannst gar nicht kämpfen?"
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19.12.2009, 18:56
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#180
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Schwertmeisterin
Join Date: Dec 2007
Posts: 854
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Im Piratenlager
„Was soll die blöde Frage?“, zickte es aus yinnesell hinaus, aber Annes Kommentar berührte auch das empfindliche Gemüt der Dunkelhäutigen.
„Du musst nicht von Dir auf Andere schließen“, setzte die Tänzerin leiser hinten an, denn sie wußte schon, daß sie sich gerade im Ton vergriff und das eigentlich auch eine Entschuldigung angebracht war. Stattdessen erklärte sie sich in ihrem angekratzten Ego.
„In meinem Umfeld hat es eben niemand für nötig gehalten, daß ich das Kämpfen lerne...“, erklärte sie, sich im selben Moment aber auch fragend, ob aus Juns Munde nicht einmal etwas Gegenteiliges kam. Und da war er wieder, der Punkt, den yinnesell doch so sehr aufregte, daß bei jeder Gelegenheit der Gedanke an den Mann kam, der ihr das Herz raubte.
„Naja. Und ich selber sah mich bisher auch nicht dazu veranlasst, es zu lernen...“, war der nächste Kommentar, den die Frau jedoch auch wieder als falsch ansehen musste, denn wenn sie es sich eingestand, gab es etliche Momente in ihrer Vergangenheit, die dafür gesprochen hätten, das sie etwas im Bezug auf Wehrhaftigkeit tat. Daher ergänzte sie ihren Satz durch ein „... obwohl meine Erfahrungen die ich machen musste, mich anders handeln lassen sollten“.
Ein Stein, der im Dunkeln leuchtete, klang sehr verlockend und faszinierend, daß es der Tänzerin nicht schwer fiel, die Problematik schlagartig außer Acht zu lassen.
„Ich hoffe, Du nimmst mich trotzdem mit. Ein Auge, das im Dunkeln leuchtet, würde ich nur zu gerne einmal sehen und ich würde mich freuen, wenn ich Dich an einen anderen Ort begleiten kann. Und Dir helfen. Das würde auch mir helfen zu vergessen“, kam der letzte Satz ein wenig nachdenklich.
„Ich habe zumindest einen Dolch“, lächelte die Tänzerin, der Piratin ihr einfaches Mordswerkzeug präsentierend, „... und ich habe ein paar Zähne, die ich dem Feind in seinen Leib rammen kann“, scherzte sie.
„Und wenn es hier Pferde gäbe, könnten wir sogar reiten“, rühmte die Dunkelhaarige sich, wohl ahnend, das es solche Tiere hier nicht gab. Zumindest hatte sie noch Keines zu Gesicht bekommen.
„Können wir los oder müssen wir uns erst noch ausrüsten?“.
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