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06.12.2009, 23:56
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#221
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Hya, Berge Romerijke!
Join Date: Oct 2003
Posts: 6,658
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„Die Schienen sind alle identisch. Da gibt es keinerlei Unterschiede für die Bolzen.“ beantwortete Drakk die Frage seiner Schülerin ehe er einen weiteren Schluck Bier trank. Myra hingegen umklammerten ihren Tonbecher mit dem heißen Tee und nippte kurz daran.
„Du hast nur verschiedene Stellen die du mit den Bolzen treffen solltest. Das kommt aber immer auf deine Entfernung zum Ziel an...mit dem Bolzen der durch Rüstungen dringt schießt du am besten auf die Stellen unter den Armen oder den Hals Bereich. Es gibt viele Krieger die Unter einer Plattenrüstung noch ein Kettenhemd tragen, die könnten einen Treffer ansonsten überleben. Mit dem Erzbolzen ist es Egal wo du triffst. Sobald der Bolzen einschlägt ist dein Gegner Tod, ich selbst habe schon gesehen wie Orkkrieger von der Wucht einfach herum gerissen wurden...ein Ungeschützter Mann wird von dem Bolzen glatt durchschlagen.“ führte Drakk weiter und lehnte sich etwas zurück.
Myras Augen wirkte auf den Hünen etwas verschreckend. Sie funkelten bei jedem weiteren Detail das der Clanlord preisgab, sie Freute sich über das Wissen wie man Effektiv töten konnte. Wie sehr das Äußere doch Täuschen konnte...Myra war eine recht hübsche Frau, währe sie dem Hünen in Vengard über den weg gelaufen hätte er niemals geglaubt das sie sich darüber Freuen würde solche Details zu hören.
„Es gibt noch andere Dinge die du Wissen solltest. Wenn du deine Armbrust abgefeuert hast und der Feind kommt auf dich zu...Vergiss das Spannen und um deine Waffe zu ziehen wird es ebenfalls zu spät sein. Reiß deine Armbrust herum und stürme vor. Mit etwas Glück rechnet dein Gegenüber nicht damit und du kannst ihm mit dem Schaft den Schädel einschlagen.“ brummte der Rotschopf weiter. „Mit der Armbrust hast du dafür ein Todbringendes Werkzeug für gezielte Schüsse auf Ziele auch über große Entfernungen. Das ist bei Manchen Situationen von Vorteil...“ führte der Hüne weiter ohne weiter darauf einzugehen.
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07.12.2009, 00:03
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#222
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Schwertmeisterin
Join Date: Apr 2006
Location: Sumpffee aus dem Wald
Posts: 821
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Nun kannte sie die verletztlichen Stellen am Körper der meisten Rüstungsträger, doch die letzte, von Drakk vorgeschlagene Methode, schien ihr irgendwie schleierhaft. Viellicht konnte der Nordmann einem Ork oder einen Gegner mit der Armbrust den Schädel einschlagen, aber für die Adlige war soetwas sicherlich nicht die richtige Methode, denn sie wusste, dass trotz allen Trainings ihre Kraft eben Grenzen hatte und sie sich deswegen besser auf ihre Wendigkeit und blitzschnelle Ideen verlassen musste.
"Deine Strategie vorzustürmen mag vielleicht für einen Nordmann wie dich ganz einfach und für den Gegner überraschend zu sein, aber ich habe meine Zweifel, ob ich mit der Taktik denselben Effekt erzielen würde wie du.
Wenn ich also mein Ziel getroffen habe, aber es noch nicht kampfunfähig ist und auf mich losstürmt, habe ich denn dann nur die Möglichkeit des Nahkampfes? Es spricht, meiner Meinung nach, nicht gerade für den Nutzen einer Armbrust damit nur einen Bolzen pro Kampf abfeuern zu können. Wäre es nicht auch möglich, während des Laufens oder durch geschicktes Zurückweichen eine neue Chance auf einen Schuss zu bekommen? Denn soweit ich es mitbekommen habe, können Bogenschützen auch mehrmals hintereinander Pfeile abfeuern."
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07.12.2009, 00:15
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#223
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Hya, Berge Romerijke!
Join Date: Oct 2003
Posts: 6,658
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„Wenn du Richtig triffst wirst auch du jemanden mit einem Schlag nieder strecken können...“ murrte Drakk und blickte seine Schülerin etwas gereizt an. „In einer Schlacht werden die meisten Bogen und Armbrustschützen hinter den Nahkämpfer aufgereiht und können von dort schießen. Das Problem ist...die Armbrust schießt in einem anderen Bogen, eine Freie Sicht auf das Ziel ist Vorteilhaft. Und das geht aus der zweiten Reihe schlecht....“ murrte der Hüne weiter.
„Wenn du mit der Armbrust schießst, sieh zu das du Möglichst weit weg vom Ziel bist. Nicht zu weit das du Verfehlst oder gar einen der eigenen Krieger triffst. Dann hast du genügend Zeit für mehr als einen Schuss, aber oft kommt es vor das du Mitten im Getümmel stehst und zwei Orks dich ins Visier nehmen. Die sind nicht so Blöd wie sie aussehen. Die Wissen das du nur einen Erwischen kannst während der zweite dich dann mit einem gewaltigen Hieb in zwei Teile schneidet....“ brummte der Rotschopf weiter.
Einen Moment lang schwiegen die beiden sich an ehe der Nordmann wieder das Wort erhob. „Du musst dir im klaren sein dass das Benutzen der Armbrust keine Ehrenhafte Art des Kampfes ist. Du wirst deinen Feind oft nur aus der Entfernung sehen, ihn in Hinterhalten erledigen oder gezielt auf Kommandanten Feuern. Es ist keine Waffe die man benutzt um Viele zu Töten...man nutzt sie um Gezielt zu Töten.“ knurrte der Clanlord und erinnerte sich an seine erste Aktion für den Ring zurück. Damals waren sie noch auf Khorinis gewesen und er hatte mit der Armbrust einen Drahtzieher der Schwarzen Hand auf dem Marktplatz erledigt.
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07.12.2009, 00:27
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#224
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Lehrling
Join Date: Nov 2006
Posts: 42
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„Leute, hört mir mal alle zu!“ rief Marbod und stellte sich auf eine der Kisten die in der Mine standen. Ein raunen ging durch die Reihen der Schürfer. Sie hatten den ganzen Tag in den Schächten der Mine hart gearbeitet und wollte ihren Feierabend in der Taverne begießen oder gleich Schlafen gehen.
Der alte Schürfer war schon seit Jahren in der Mine am Arbeiten und sah zu das alles ohne Probleme weiter lief wenn der Schürferboss mal nicht da war. „Ich brauche ein paar Freiwillige! Wir sollen ein Dutzend Männern nehmen und mit Hämmern, Äxten und Sägen an die Küste aufbrechen. Da sind einige Handwerker aus Silden angekommen die uns ein Schiff bauen sollen und wir sollen sie Unterstützen. Wer also etwas Auszeit von der Mine haben will...der kommt Morgen zum Eingang der Mine.“ sprach der alte Schürfer und sprang von der Kiste, knickte um landete auf dem Staubigen Boden.
„Alles in Ordnung?“ fragte ein Schürfer und half ihm wieder auf die Beine. „Ja, alles in Ordnung Jungchen. Du weißt schon, die alten Beine sind nun mal nicht mehr so Kräftig wie früher...“ antwortete Marbod und rang sich ein kurzes Grinsen ab. Ja, er war alt geworden und hatte an Kraft verloren. Er konnte kaum noch die Haken gegen die Erzadern schwingen. Aber dafür wusste er die Tricks seiner Vorfahren, wusste wo man nach Erz suchen musste und wie man am Besten daran kam.
„Ich muss jetzt aber noch in die Taverne, den Zettel aufhängen“ führte Marbod weiter und stapfte langsam in Richtung Minen Ausgang. Der Kalte Nordwind schlug ihm wie eine Kalte Faust entgegen, es war Stürmisch geworden am Abend. Einzelne Schneeflocken verirrten sich auf den Boden der Mine, schmolzen aber sofort wieder und verdampften schließlich. Der Schürfer zog seinen Mantel etwas enger und verließ schließlich die Mine. Wenige Augenblicke später hatte er die Taverne erreicht und betrat den Schankraum. Mit einer kurzen Bewegung hing er den Zettel gut sichtbar an die Tür und gesellte sich schließlich zu einigen Schürfern an die Theke.
Drakk
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07.12.2009, 00:40
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#225
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Schwertmeisterin
Join Date: Apr 2006
Location: Sumpffee aus dem Wald
Posts: 821
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Obwohl Drakk den Umgang mit der Armbrust lehrte, schien er nicht sehr positiv darüber zu denken. Als Nordmann verstand er höchstwahrscheinlich etwas anderes unter dem Begriff "kämpfen" als die junge Adlige. Für sie ging es um Verteidigung ihrer selbst und der Dinge, die ihr wichtig waren. Drakk war wohl der Kampf an sich schon wichtig, wohingegen für Myra der Kampf nur Mittel zum Zweck war. Über soetwas hatte sich die Grünäugige noch gar keine Gedanken gemacht, doch gehörten solche verschiedenen Einstellungen zum Kämpfen auch in diese Welt und sie musste lernen damit umzugehen. Sie hatte das Gefühl, dass sie hier im Norden weitaus mehr lernen würde als den bloßen Umgang mit der Armbrust.
"Ich verstehe.", sagte sie und nahm einen Schluck Tee, "Für mich denke ich, wird es oftmals die einzige Chance sein einen Gegner zu besiegen, in dem ich eher aus dem Hinterhalt oder mit Finten arbeite, da mir einfach die Kraft fehlt. Ich habe schon gegen Orks gekämpft und wusste bei jedem Schlag, den dieses Grünfell ausgeführt hatte, jedem den ich ausweichen musste, weil parieren wahrscheinlich eine schlechte Idee war, dass dieser Gegner mir in einem längeren Kampf um einiges überlegen war. Meine Stärke liegt nicht in der Kraft, sondern in anderen kampfentscheidenen Disziplinen. Doch werde ich trotzdem über deine Worte nachdenken."
Die Blonde leerte den Becher in einem Zug und stellte diesen vorsichtig, im Gegensatz zu den meisten anderen Besuchern, die ihre Gefäße eher mit einem lauten Knall abstellten, weil es wahrscheinlich wesentlich männlicher wirkte, ab.
"Ich danke dir für die Lektion, doch jetzt werde ich mich in mein Zimmer zurück ziehen. Ich wünsche dir eine erholsame Nacht und morgen werde ich mich vielleicht um ein paar gute Felle kümmern. Mein Nähzeug habe ich als Schneiderin natürlich dabei, es sollte also kein Problem darstellen mir einen warmen Mantel zu nähen."
Sie grinste ihren Lehrmeister an, der wie immer mürrisch schaute. Wahrscheinlich würde Drakk auch im glücklichsten Moment seines Lebens mürrisch gucken. Die junge Schneiderin hatte das Gefühl, dass dieser Gesichtsausdruck einfach angeboren war und er sich dagegen nicht wehren konnte.
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07.12.2009, 00:40
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#226
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Auserwählter
Join Date: Mar 2007
Posts: 6,646
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Ornlus Augen begannen rötlich zu glühen, die Nackenhaare sträubten sich auf die Magie ging an sein eigenes Level ohne den Wolfsstein noch zu nutzen. Und doch musste er sich mäßigen, um nicht das gesamte Gebäude zu beeinflussen. Zu viel Holz war hier und zu viel Magie trat aus.
Er schraubte seine Magie um einen Grad herab und begann jene Suzurans abzutasten und zu umgarnen. Es glich wahrlich einer Verführung und sie waren zu dritt. Doch schien nur eine Strömung seiner Schülerin gewillt und erstarkte ungemein, während die andere, die helle Magie, von der bläulich-dunklen verschlungen wurde wie der Tag von der Nacht. Beide Formen tanzten, verknoteten sich regelrecht und sie beide spürten wie es kribbelte und alles in ihren Körpern anstieg. Es elektrisierte regelrecht, als die Magie des Druiden mit jener seiner Schülerin zu einer verschmolz.
Die reine Magie formte sich zu einen Gebilde, kanalisierte alle Magie die austrat und strahlte in einer atemberaubenden Schönheit. Es war eine sehr dunkelrote, manchmal leicht violette Kugel aus reiner Magie die herum waberte und züngelte. Es waren keine Schleier oder Strudel, es schien so als wären es Winde, davon tanzende Feuer die sich drehten und wirbelten.
Ornlu nickte ihr zu, sie sollte es halten, ehe er die Kontrolle über jene Magie übernahm und sie explodieren ließ. Sie verteilte sich im ganzen Raum, ging heraus in die Wildnis und erhallte noch weit hinaus nach Nordmar.
"Und jetzt...", sprach Ornlu mit von Magie verzerrter Stimme "...schließ die Augen und lausche der Magie."
Dann schloss er ebenso seine Augen und spürte das Leben, durch das die Magie unsichtbar für die Unwissenden in sekundneschnelle erschallte und das Leben berührte, welches die Druiden zu berühren vermochten.
Ornlu vernahm die Gefühle eines Hundes in der Taverne, eines Pferdes draußen im Stall. Jene von Wroc, seinen Schildraben der draußen wachte und von ängstlichen Rehen die unter der Brücke zum Hammerclan vor etwas flohen, ehe er unter dem riesigen Deckmantel des magischen Erzes neben Minecrawlern ganz tief, auch irgendetwas uraltes und tierisches spürte, was nicht zu diesem Zeitalter gehörte. Was es war wollte er wissen, doch wollte er es auch nicht wecken und konnte es auch nicht mehr, denn die Magie war verklungen. Er öffnete die Augen, wirkte etwas erschrocken und lächelte Suzuran dann an.
"Ich lenkte sie und du konntest sie einmal spüren wie ich sie spürte - nur noch intensiver. Was hast du an Leben gespürt und vor allem an Gefühlen jenes Lebens? Du wirkst etwas aufgeregt...beruhige dich...", sprach er ihr zu.
Last edited by Ornlu; 07.12.2009 at 00:47.
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07.12.2009, 01:03
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#227
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Tortentussi
Join Date: Jun 2009
Location: Am Waldrand bei den Riesen und Zwergen
Posts: 1,309
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Wie eine Kerze wurde ein Teil in ihr erstickt,während der Andere an Stärke gewann und das Feuer der Magie entfachte. Es war die Macht zweier Individuen, das eine noch klein ohne Erfahrung, das sich seiner Möglichkeiten noch nicht bewusst war und dem anderen, dessen Magie bis an die oberste Grenze anschwellen konnte und ihre um so viel überstieg und doch am Boden blieb.
Am ganzen Körper zitternd hatte sie das Gefühl der Beiden Teile in ihrem Innern, spürte die Hitze der umherklirrenden Magieteile, die sich aufbrausend zu etwas Größerem formten, Raum und Zeit in einen Schleier hüllte und mit unglaublicher Kraft in alle Richtungen des Seins schleuderte. Auf Aktion folgte Reaktion, ein Schwall an Gefühlen und Unbeschreiblichen Gedanken prasselte zurück in die Mitte des Raumes wo der Kopf und das pochende Herz der Braunhaarigen fast zu platzen schienen.
Nur langsam sammelnd ordnete sich das Chaos, während er ihr sagte, was zu tun war. Mehr und mehr waren Stimmen oder mehr Gedanken hörbar, das Wirrwarr war dabei sich zu entflechten und löste sich in ihrem Hirn in tausende Einzelteile, die alle mehr oder weniger stark zu spüren und zu hören waren. Unbewusst hatte sie sich in Richtung seines Körpers gelehnt, während Unterholz und Natur wispernd an ihre Ohren drang, leicht die Stimmen zweier knurrender Wesen zu hören war und die doch lauter und stärker als der Rest waren. "Es kann nur eine geben, die werde ich sein. Du hast sie zurückgeholt, das war dein Fehler..."
Stimmen verschwanden, so schnell wie sie gekommen waren, in das Nichts, Magie war in sekundenschnell zum Erliegen gekommen und hatte den Raum ,bis auf das aufgeregte Atmen der Braunhaarigen, in Stille gelegt.
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08.12.2009, 16:36
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#228
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Ritter
Join Date: Jun 2007
Location: Myrthana
Posts: 1,383
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Am gestrigen Tage hatten sie noch ihre Wunden geleckt, zumindest Silmacil und Silelen waren ziemlich angeschlagen. Miracoli fing wieder mit seinem Training an und am Mittag versuchte er noch ein paar kleinere Fallen aufzustellen um sich mit etwas Essen zuversorgen. Die Nächte waren klar und die Tage eiskalt, so verweste der Schattenläufer der sicher in Simacils Lager eingeschlossen war nicht so schnell, um nicht zu sagen gar nicht. Heute Mittag hatte er sich mit allerlei Handwerkzeug ausgestattet um das Vieh auseinander zunehmen. Simacil war auch halbwegs wieder auf dem Damm, den ohne ihn ging es so wieso nicht. Da ein Schattenläufer so riesig war. Der Waldläufer hatte auch eine Kiste für das Fell besorg, welches er sich unter den Nagel reisen wollte und mit einem Metzger hatte er über das Fleisch verhandelt. Dieser würde es am Abend abholen. Er hatte ihm etwa zwei tausend Goldstücke dafür geboten. Wenn er auch noch die Knochen behalten durfte und die Organe.
Nun war es schon Nachmittag und Miracoli stand noch alleine in der Lagerhalle, Silmacil holte gerade seinen großen Schmiedehammer, wie der Waldläufer es ihm gesagt hatte. Erst einmal zog er das Schwert aus dem Auge des Tieres. Es war ziemlich glibschig und Blut verschmiert, halt wie ein Schwert nach einem solchen Kampf aussah. Er schmiss es in eine Ecke wo noch mehr Altmetall lag. Dann legte er die Wirbelsäule ein Stück weiter frei damit er oben im Nacken einen Keil versenken konnte. Mit welchem sie gleich den Kopf ab trennen würden. Gerade als man ihn brauchte kam Silmacil schon wieder. "Also Sil. Du nimmst dir jetzt deinen Hammer und haust da ordentlich auf den Keil und ich halt den Kopf fest. Wird sich bestimmt auch ohne Horn gut über deiner Hütte machen.", erklärte Miracoli und stellte sich an den Kopf. Silmacil schlug mit dem kräftigen Schlag eines Schmiede zu und durchtrennte fast den Nacken des toten Tieres. Noch einmal schlug er zu und diesmal viel der Kopf am. Miracoli legte diesen erstmal zur Seite. Dann zückte er ein Kürschermesser. Das war einfach am Besten um Tieres das Fell abzuziehen. "Also, Nun werd' ich unserem Freund hier das Fell abziehen. Dazu Schneide ich unten den Bauch längst und treibe dann ganz langsam das Messer immer tiefer unter seine Haut, ist ein bisschen eckelig diese Arbeit, zumindest bei so großen Viechern.", meinte der Waldläufer nebenbei und begann dann mit seiner Arbeit. Als er halb fertig war fiel ihm noch ein das er Silmacil klar machen wollte das der Schmied alles weitere machen sollte. Das Horn zu entfernen war nicht schwer, man musste nur das Messer tief genug ansetzen und die Krallen konnte man mit genügend Kraft einfach rausziehen.
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08.12.2009, 21:03
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#229
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Lehrling
Join Date: Nov 2006
Posts: 42
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Marbod stand mit gut einem dutzend Männern vor dem Eingang der Mine des Hammerclans. Die Anwesenden waren dem Aufruf gefolgt, hatten genug von ihrer täglichen Arbeit und dem Alltag. Wahrscheinlich gab es auch noch andere Gründe, aber diese waren dem Bergmann jetzt herzlich egal. Sie waren angewiesen worden einen Trupp für den Schiffsbau zusammen zu stellen.
Einige Schürfer waren gerade dabei die Werkzeuge auf einen Karren zu laden, da lagerten bereits Vorräte und einige weitere benötigte Dinge.
Der alte Schürfer hatte der Gruppe den Rücken gekehrt und starrte am Rand des Weges in die Landschaft. Ein eisiger Wind pfiff ihm durch die letzten Haare und so fröstelte er leicht.
Mit verschränkten Armen musterte er die Dunkelheit, welche sich über die Eiswüste gelegt hatte. In wenigen Augenblicken waren die Vorbereitungen abgeschlossen, die letzten Mitreisenden eingetroffen und die Gruppe somit abmarschbereit.
Marbod wandte sich dem Wagen zu und wollte sichergehen, dass alles sicher verstaut war und nichts bereits auf der Brücke verloren ging.
Er selber würde aber nicht bei den Arbeiten am Schiff helfen. Am wohlsten war ihm immer noch in der Mine, er war nicht mehr so kräftig und dynamisch wie in alten Zeiten. Da konnten sich seine Kollegen nur noch auf seine Erfahrung verlassen und die würde da Draussen nichts taugen. Mit den Jahren hatte er wohl seine Heimat in diesem Berg gefunden. Die pulsierenden Adern ein allgegewärtiges Bild, zu jeder Stunde. Die fliegenden Brocken, das Gestein und die Spitzhacke. So hatte sein Leben seinen Lauf gefunden und da würde sich im Alter nichts mehr ändern.
"Wir ziehen los!", drang es an sein Ohr. Der Gruppenführer hatte das Kommando gegeben und kurz in sein Horn geblasen, welches vom Berg wiederhallte. Der kleine Tross setzte sich bereits in Bewegungen und zurück blieb ein alleinstehender Marbod.
Dieser machte schon auf dem Absatz kehrt und verschwand wieder im Eingang der Mine.
Colodis
Last edited by Die Schürfer; 08.12.2009 at 21:07.
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09.12.2009, 20:28
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#230
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Burgherrin
Join Date: Nov 2005
Location: weit, weit weg
Posts: 1,368
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Fast hörbar fiel Drageny ein Stein vom Herzen, als sie die ersten Anzeichen einer Menschlichen Behausung erblickte. Der Hammerclan. Unia schaute kurz auf, bevor sie dann genügsam den Kopf senkte und hinter der Orktöterin hertrottete. Diese beschleunigte ihre Schritte, in der Hoffnung schon sehr bald die wärmende Taverne zu erreichen.
Und es war in der Tat so. Nach kurzer Zeit schritten sie den Hang zum Clan hinauf.
Zum ersten Mal seit das Trio losgezogen war, wagte Drageny einen Blick auf den fremden Mann, der sich immer noch nicht rührte und weiterhin auf Unias Rücken lag.
Kurz vor der Taverne machten sie Halt und die Orktöterin öffnete die Türe, damit sie den Fremden vom Pferd hieven und in den warmen Schankraum schleppen konnte.
Kaum hatten sie die Schwelle passiert, kam auch schon Jordan und ein anderer Nordmann zu Hilfe und griffen dem Mann unter die Arme.
„An den Kamin mit ihm!“ dirigierte die Wirtin und machte ihrem neuen Gast einen wärmenden Tee, den sie ihm vor die Nase stellte.
Nachdem sie ihn etwas beobachtet hatte und er sich immer noch nicht bewegte, beschloss Drageny erst einmal Unia zu versorgen und dann später noch einmal nach dem Fremden zu sehen.
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09.12.2009, 20:46
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#231
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Schwertmeisterin
Join Date: Apr 2006
Location: Sumpffee aus dem Wald
Posts: 821
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Vorsichtig hängte die junge Schneiderin ihren neuen Mantel über einen Pfahl an der Seite des Trainingsplatz.
Die letzten Tage hatte sie damit zu gebracht sich einen wärmen Mantel zu nähen, wie es Drakk gesagt hatte. Das Fell des Eiswolfes war wirklich wesentlich wärmer als das Wolfsfell, aus dem ihr anderer Mantel war. Sie hatte sich wieder einmal selbst übertroffen. Kein Nordmann und keine Nordfrau trägt sicherlich einen so schönen Mantel wie ihren, schließlich hat wahrscheinlich auch niemand diese Kunstfertigkeit, die sie hatte. Alle Schneider, die sie kannte, waren so praktisch veranlagt, doch ihre Werke waren Kunstwerke, einzigartige Kleidungsstücke und diese musste sie natürlich auch zur Schau tragen. Viele schauten sie mit großen Augen an, wenn die junge Adlige mit ihrem neuen Mantel durch das Dorf schlenderte.
Doch nun wollte sie weiter trainieren und dabei durfte natürlich ihr neues Kleidungsstück nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, weswegen eben über dem besagten Pfahl hing. Doch den Rest der wärmenden Stücke ließ Myra an. Vorsichtig ließ die Blonde sich in den Schnee fallen und begann zur Aufwärmung mit wenigen Liegestütz. Dank den superwarmen Eiswolfsfellhandschuhen war es auch kein Problem mehr für sie im Schnee Liegestütz zu machen. Sie sprang wieder auf und hüpfte ein paar Mal auf der Stelle, um ihren Körper endlich in einen trainingsfähigen Zustand zu bringen. Ihr schneller Atem bildete kleine weiße Wolken in der kalten Nachtluft. Sie schlug zweimal die fellbedeckten Handschuhe aneinander und lief dann los. Die junge Schneiderin hatte kein Ziel, sondern entschied sich dafür die langweilige Runde um den Trainingsplatz zu laufen, denn so hatte sie auch immer ihren Mantel im Blick. Niemand sollte es wagen sich an diesem Schmuckstück zu vergreifen. So schnell hätten dessen Finger gar nicht zu gegriffen, wie diese von Myra schmerzvoll davon abgehalten wurden.
Während sie durch den Schnee lief, was wesentlich anstrengender war als auf den grünen Wiesen um Silden, summte sie ein Lied, um sich etwas die Zeit zu vertreiben, denn trainieren war schrecklich langweilig. Damit das Training nicht einseitig war, warf sie sich hin und wieder während des Laufes auf den Boden und machte wenige Liegestütz, um dann wieder weiterzulaufen.
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09.12.2009, 22:16
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#232
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Hya, Berge Romerijke!
Join Date: Oct 2003
Posts: 6,658
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Leise rieselten die Schneeflocken zu Boden. Ja, der Winter in Nordmar war schon etwas besonderes – auf der einen Seite Wunderschön und unvergesslich, auf der anderen Seite bitterkalt und ebenso Tödlich. Tief Atmete der Hüne die kalte Abendluft ein. Den ganzen Tag hatte er im Haupthaus verbracht und hatte überlegt wie sie am besten an Vorräte geraten könnten.
Langsam stapfte der Nordmann die Stufe herab und blieb kurz bei Fjalar stehen. Der Schwarze Vierbeiner war etwas vom Schnee bedeckt, kaute aber dennoch ungestört auf etwas Gras herum das er unter dem Schnee gefunden hatte. Kurz streichelte der Hüne über den Hals des Hengstes ehe er sich wieder Abwandte und weiter in Richtung Trainingsplatz ging.
Durch den dichten Schnee erkannte der Hüne erst spät das Myra bereits am Trainieren war. Sie lief einige Meter, ließ sich dann fallen und machte einige Liegestütze. Drakk war zufrieden mit ihrem Training. Aus ihr würde zwar kein Muskelberg wie aus einem der Nordmarer Krieger, aber zum Spannen einer Armbrust würde es reichen. „He, Prinzessin...das reicht erstmal“ rief der Rotschopf und winkte Myra zu sich herüber.
„Hast du die Armbrust dabei? Ja, gut. Spann sie und leg den Bolzen auf die Schiene.“ brummte der Clanlord sofort los und reichte ihr einen Bolzen. Kurze Zeit später hatte sie die Armbrust gespannt und wollte dem Hünen mit einer kurzen Bewegung signalisieren das sie soweit war. Blitzartig schoss die Hand des Schmieds nach oben und Hielt die Armbrust fest. „Eine der wichtigsten Regeln im Umgang mit der Armbrust...ziele nur auf dein Ziel!“ murrte der Hüne und drückte die Armbrust grob in Richtung der Zielscheiben die am anderen ende des Trainingsplatzes standen.
„Schau mit beiden Augen über den Bolzen und Richte Die Armbrust so aus das sie in einer Flucht mit dem Ziel ist. Halte das Ziel im Visier und halte die Luft an, ansonsten schießt du eh daneben. Wenn du soweit bist...betätige den Abzug und mach die Armbrust direkt zu einem weiteren Schuss bereit.“ sprach der Rotschopf und machte einen Schritt zur Seite um seiner Schülerin nicht im weg zu sein.
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09.12.2009, 22:43
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#233
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Schwertmeisterin
Join Date: Apr 2006
Location: Sumpffee aus dem Wald
Posts: 821
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Die Adlige kniff ein Auge zu und schaute über den Bolzen zum Ziel. Es war schon so schwierig genug für sie zu zielen, weil die Adlige soetwas noch nie gemacht hatte, aber dazu kam noch, dass es dunkel war und sie deswegen das Ziel nur schwach im Schein der Fackeln erkennen konnte.
"Hoffen wir mal, dass niemand irgendwo hinter dem Ziel herumläuft.", sagte sie schnippisch und hielt, wie Drakk es gesagt hatte, die Luft an.
Dann korrigierte sie noch einmal etwas die Spitze der Armbrust, drückte den Schaft fest an ihre Schulter und drückte ab. Die Sehne schnellte nach vorn und der Druck auf ihre Schulter war schon höher als bei den Trockenübungen, aber dank der richtigen Technik auszuhalten. Ein leises metallisches Klingen in der Ferne deutete darauf hin, dass sie das Ziel scheinbar nicht einmal gestreift hat.
Während noch die Gedanken ihres Fehlschusses in ihrem Kopf herumschwirrten, hatte Myra schon wieder mit einem kräftigen Zug die Sehne gespannt und hielt die Hand offen zu ihrem Lehrmeister, denn sie hatte schließlich keinen Bolzen. Drakk drückte ihr nochmal einen Bolzen in die Hand und die blonde Schönheit legte diesen in den Lauf. Dann hob sie die Armbrust wieder auf Augenhöhe und zielte über den Bolzen hinweg. Permanent wuchs der Druck auf ihre Schulter, da sie unbedingt das Ziel treffen wollte und die Nervösität durch Druck auf die Waffe ausglich. Ihr Atem stockte und sie betätigte den Abzug. Surrend durchquerte der Bolzen die kalte Nachtluft.
"Habe ich getroffen?", fragte die Grünäugige und spähte in das schwache Fackellicht.
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09.12.2009, 23:03
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#234
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Hya, Berge Romerijke!
Join Date: Oct 2003
Posts: 6,658
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„Können Schweine fliegen?“ entgegnete der Nordmann der Frage seiner Schülerin und schüttelte kurz den Kopf. „Du hast Verzogen. Wenn du den Abzug betätigst halte die Armbrust ein, zwei Augenblicke noch immer auf das Ziel gerichtet. Eine Bewegung im Letzten Moment macht das ganze Anvisieren zunichte.“ murrte der Hüne und deutete Myra an ihm die Armbrust zu geben.
Rasch spannte er die Sehne, legte einen Bolzen auf die Schiene und visierte an. Ein leises klicken Ertönte als er den Abzug betätigte und der Bolzen seinen weg durch die Kalte Abendluft bahnte. Wenige Augenblicke später hörte man das knacken des zerberstenden Holzes. „Das war ein Treffer.“ führte der Hüne weiter und nickte in Richtung der Zielscheibe.
Langsam stapfte sie durch den gut Knie hohen Schnee zur Zielscheibe. Der Bolzen den Drakk abgefeuert hatte war relativ mittig auf der Zielscheibe eingeschlagen. Kein perfekter Schuss, aber er hätte im Kampf seine Wirkung gehabt. „Um den Bolzen dahin zu bekommen muss man etwas darüber Zielen. Die Bolzen fliegen nicht Gerade, nach einigen Meter verlieren sie Bereits an Höhe. In diesem Fall habe ich ungefähr dorthin gezielt“ erklärte der Rotschopf und tippte mit seiner Hand auf eine stelle gut eine Elle unter dem oberen Ende der Zielscheibe. „Wenn du dahin Zielst, die Luft anhältst und die Armbrust einen Moment länger oben lässt dürftest auch du zumindestens die Scheibe treffen.“ führte der Ahnenkrieger weiter und reichte die Armbrust zurück an seine Schülerin. „Na los, gleich nochmal. Ich hab noch Dutzende Bolzen zum Üben...“ brummte der Rotschopf. Zum Glück würde er die Bolzen nicht hinter der Zielscheibe suchen müssen...
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09.12.2009, 23:14
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#235
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Schwertmeisterin
Join Date: Apr 2006
Location: Sumpffee aus dem Wald
Posts: 821
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Die Grünäugige mochte es gar nicht, wenn jemand ihr patzige Antworten gab, aber wie schon sooft sah sie einfach darüber hinweg, weil sie lernen wollte nicht bei jeder Kleinigkeit eine großes Theater zu veranstalten, lieber wollte sie irgendwann mal ein richtig großes Theater veranstalten.
Sie stampfte zurück durch den Schnee und stellte sich in die Fußstapfen, in denen sie vorher schon gestanden hatte.
"Auf ein neues.", motivierte sich die Adlige selbst und spannte mit einem kräftigen Zug die Armbrust, dann legte sie den Bolzen in den Lauf.
Wieder schaute die Schneiderin über den Bolzen hinweg zum Ziel und hielt die Spitze der Armbrust genau darauf gerichtet. Dann bewegte sie die Waffe mit der Spitze etwas höher, so dass sie ungefähr dorthin zielte, wohin Drakk gezeigt hatte. Nun stoppte sie ihren Atem, stemmte die Waffe gegen ihre Schulter und zog langsam den Abzug nach hinten. Ein Klacken ertönte und der Bolzen flog los. Noch einige Augenblicke stand die Blonde da und zielte auf das Ziel, schließlich sollte sie sich nicht sofort bewegen, hatte Drakk gesagt. Doch egal wie lang sie wartete, es erklang einfach kein hölzerner Aufschlag.
"Gib mir noch einen.", forderte die Blonde mürrisch.
Sie hasste es zu versagen und riss den Bolzen dem Nordmann fast aus der Hand. Wie gewohnt spannte die Grünäugige die Armbrust und zielte, nachdem sie den Bolzen in den Lauf gelegt hatte. Mit viel Kraft drückte sie sich den Schaft gegen die Schulter und hielt die Luft an. Jetzt war ihr Augenblick gekommen, wenn sie jetzt nicht traf, dann würde sie wahrscheinlich wahnsinnig werden. Der Finger drückte langsam den Abzug und die Sehne wurde losgelassen. Das Surren des Bolzen war zu hören und kurz darauf das Geräusch eines auf die Zielscheibe treffenden Geschosses.
Schnell drehte sie den Kopf nach allen Seiten, ob nicht irgendjemand anderes auch auf das Ziel geschossen hatte. Als sie sicher war, dass wirklich niemand außer ihr zu dieser späten Nachtstunde auf dem Trainingsplatz stand und auf Zielscheiben feuerte, rannte die Adlige zu dem Ziel und betrachtete sich ihr Werk. Am liebsten hätten sie es eingerahmt und bei sich Zuhause aufgehängt.
"Nicht die Mitte, aber getroffen.", sagte Myra freudestrahlend zu dem immer mürrisch guckenden Drakk.
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09.12.2009, 23:29
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#236
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Hya, Berge Romerijke!
Join Date: Oct 2003
Posts: 6,658
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„Japp.“ antwortete der Clanlord kurz und blickte in Richtung der Zielscheibe. Myra hatte getroffen. Der Bolzen war im Rechten, unteren Teil der Zielscheibe eingeschlagen und war dort im Holz stecken geblieben. „Das war schon mal ganz gut. Jetzt versuch die Armbrust noch etwas ruhig zu halten und versuche mit deinem Finger den Abzugspunkt zu finden.“ sprach der Nordmann ehe Myra sich zu ihm umdrehte und ihn fragend Ansah.
„Wenn du den Abzug berührst...nach einem kurzen Stück fühlst du wieder Widerstand größer wird. Das ist der Abzugspunkt. Sobald du den überwunden hast schnellt die Sehne nach vorne und der Bolzen fliegt los. Dafür musst du ein Gefühl entwickeln, allein das drücken des Abzugs kann schon das ganze Zielen zunichte machen. Es ist zwar nicht viel, aber im Kampf kann es deinen Kopf kosten.“ murrte der Hüne.„Und nach einem Treffer solltest du nicht Übermütig werden. Bis zum Ende deiner Ausbildung wirst du noch Hunderte Bolzen verschießen...“ führte der Rotschopf weiter und deutete seiner Schülerin es noch einmal zu versuchen.
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11.12.2009, 17:41
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#237
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Schwertmeisterin
Join Date: Apr 2006
Location: Sumpffee aus dem Wald
Posts: 821
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Sie lehnte an einen Pfahl, hatte ihren Mantel übergeworfen und versuchte ruhig zu atmen. Myra war gerade ein paar Runden gerannt und versuchte nun ihren Atem zu kontrollieren, um als erstes nicht irgendwie erschöpft zu wirken, denn die Nordmänner rochen Schwäche scheinbar 100 Meilen gegen den Wind und zweitens, um sich besser auf ihre Zielübungen vorbereiten zu können, denn die Blonde glaubte, dass sie ihren Atem ruhiger halten muss beim Schießen. Dabei geht es nicht nur um den Moment des Schusses, sondern auch um das davor und dannach.
Die Adlige zog ihren Mantel wieder aus und hängte diesen über den Pfahl, dann schnappte sie sich die Armbrust, die am Fuße des Holzes stand. Dann nahm sie einen Bolzen aus der Tasche und stellte sich in ausreichender Entfernung zu der Zielscheibe auf.
Keks schaute kurz aus seiner Gürteltasche hervor, doch als er sah, dass die Grünäugige wieder am trainieren war, rollte er sich wieder zusammen und schlief weiter.
Myra stellte die Waffe auf dem Boden und zog die Sehne hinter den Haken, dann hob sie diese hoch und legte den Bolzen in den Lauf.
Versuch es doch gar nicht erst. Willst du denn schon wieder Bolzen verschwenden? Ich meine, irgendwann wird Drakk sicherlich Gold von dir haben wollen, weil du ständig seine Bolzen verschießt.
"Pass auf, dass ich dir nicht gleich einen Bolzen verpasse!"
Willst du dir selbst in den Kopf schießen und hoffen, dass du dich nicht triffst, sondern mich? Das ist doch lächerlich., lachte die verzerrte Stimme in ihren Kopf.
Die Schneiderin konnte immer noch nicht nachvollziehen, wie Katzen lachen konnten, aber dieses komische Geräusch in ihrem Kopf musste etwas in der Richtung sein.
"Konzentrier dich auf das Wesentliche.", sagte die junge Schönheit zu sich und legte die Armbrust an.
Sie versuchte ungefähr die Laufbahn vorher zu berechnen, doch am Ende blieb es ein grobes Zielen, da ihr noch die Erfahrung fehlte. Kurz schloss Myra ihre Augen, hielt die Luft an, öffnete die Augen wieder und zog den Abzug nach hinten. Am von Drakk beschriebenen Druckpunkt hielt sie kurz an und kurz darauf drückte sie komplett durch. Der Bolzen schnellte aus dem Lauf hervor und verschwandt im Zwielicht. Doch konnte die Blonde einen deutlichen Aufprall hören.
Schnell lief die junge Adlige zur Zielscheibe, doch zu ihrer Enttäuschung steckte der Bolzen gerade so noch in der Scheibe.
In ihren Kopf hörte sie nur ein leises Kichern.
"Warte du nur ab.", fauchte sie und ging zurück zu ihrer Schussposition.
Sie zog einen neuen Bolzen hervor und legte diesen, in die soeben gespannte Armbrust. Noch ein wenig Übung und sie würde die Mitte des Zieles treffen.
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11.12.2009, 20:26
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#238
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Veteran
Join Date: Nov 2009
Location: Zur zeit in der Schweiz
Posts: 502
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Sie waren nach zwei Tagesmärschen endlich angekommen, Manuele hatte sich zwar die meiste zeit vom Schlitten tragen lassen doch er war trotzdem erschöpft. Trike führte nun die gruppe in richtung Haupthaus, die Dunkelheit war schon längst eingebrochen, es war eisig kalt. Die Schneeflocken schrenkten die Sicht ziemlich ein, der Junge hielt sich die Hand vors Gesicht. Aus der Taverne kam ein riesen Lärm, die Nordmarer waren am feiern. Manuele hoffte sich bald zu ihnen gesellen zu können, doch zuerst musste er mit Drakk sprechen. Ein bisschen stolz war er schon auf sich die Aufgabe beendet zu haben, aber ohne seinen Kumpel hätte er es niemals geschafft. Von der ferne hörte man plötzlich ein lautes Gejaule, es war als ob alle Eiswölfe gleichzeitig auf die Jagd gingen, der Neuling war froh in der sicheren Siedlung angekommen zu sein. Die Orkjager stationierten sich vor dem Clanhaus und schnallten die Sättel ihrer Pferde ab. Es gab genügend Lagerfeuer an denen sie sich ausruhen konnten. Die Ahnenkrieger traten ins Haupthaus ein, da warteten schon die vom Feuerclan. "Hier nimm Manuele das hasst du dir verdient." Trike reichte ihm ein paar Münzen, und eine Flasche Nebelgeist. Der Bursche nahm einen kräftigen Schluck und sah sich nach Drakk um.
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11.12.2009, 20:58
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#239
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Ritter
Join Date: Aug 2006
Location: in den Zeichen der Zeit
Posts: 1,547
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Für den Landstreicher hieß es nun schon seit mehreren Tagen: Warten. Und dabei hasste er es, sinnlos irgendwo zu warten. Zumal Nigel auch nicht wusste, wie es dem Schmied erging mit seinen schweren Verletzungen und ob er sich schon an seine Arbeit gemacht hatte. Sie hatten sich im Hammerclan verloren und immer, wenn der Landstreicher vor dessen Arbeitsstätte stand, wirkte diese menschenleer, was sicherlich auch so war.
So blieb dem rastlosen Wanderer nichts anderes übrig als auf eine Nachricht zu warten. Dies tat er meist in der Taverne und aufgrund dessen war sein Goldvorrat von einhundertundfünzig Münzen auch fast aufgebraucht. Wenn er nicht in der Taverne war, streifte der Landstreicher durch den Hammerclan, den er mittlerweile fast auswendig kannte. Sogar die Mine hatte er besichtigt, er fand einfach keine Beschäftigung für sich.
Am Übungsplatz sah er meist den anderen zu, da er selbst ja noch keine Waffe besaß.
Nur zwei Mal konnte der Krieger sich durchringen und arbeitete an seinen waffenlosen Kampfkünsten, doch das war ihm immer schnell zu blöd. Er brauchte dazu einen echten Gegner, Luftboxen sah immer so dämlich aus.
So kam es, dass Nigel gelangweilt in der Taverne herum saß und nicht wusste, etwas mit sich anzufangen. Er hatte inzwischen herausgefunden, woher er diesen Versos kannte, doch seit dem nicht mehr gesehen. Irgendwie schienen sich alle vor dem Landstreicher zu verstecken. Zumal Nigel ja auch herausgefunden hatte, dass sein alter Bekannter in der Taverne zu arbeiten schien, allerdings konnte ihm niemand seinen genauen Aufenthaltsort nennen.
Und so blieb ihm schlussendlich nichts anderes übrig, als zu warten. Zu warten bei dem ein oder anderen Krug Starkbier...
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11.12.2009, 22:03
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#240
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Hya, Berge Romerijke!
Join Date: Oct 2003
Posts: 6,658
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Dicke Schneeflocken bahnten sich ihren weg auf den Gefrorenen Boden. Schicht für Schicht türmte sich die Schneedecke auf und die Nordmänner hatten alle Hände voll damit zu tun den Schnee beiseite zu schaffen. Die Ahnenkrieger die sich im Haupthaus versammelt hatten interessierte das ganz und gar nicht. Ihr Interesse galt einzig dem Aufruf von Drakk.
Der Clanlord drehte eine letzte Runde durch den Clan ehe er zu den anderen Ahnenkriegern gehen würde um ihnen den Grund für das Treffen zu nennen. Zuerst musste er aber Myras Fortschritte begutachten, wer konnte schon wissen wann er das nächste mal dazu kommen würde? Zielstrebig marschierte der Rotschopf zum Trainingsplatz.
Myra war bereits dort und schoss zwar etwas langsam, aber stetig die Bolzen auf die Zielscheibe. Vereinzelt tragen die Bolzen Recht mittig auf die Scheibe, einige Verfehlte ihr Ziel aber deutlich. Eine Zeit lang beobachtete der Nordmann die junge Schneiderin – sie hatte gut aufgepasst. Ihre Körperhaltung war gut, sie spannte die Armbrust ohne große Probleme und nahm die Armbrust richtig in Anschlag. Ab hier war alles erst einmal nur Übung und Erfahrung die die Schützen von einander Unterschied, erst wenn sie auf sich Bewegenden
Ziele schießen würde müsste sie noch einiges Dazu lernen.
Zufrieden mit ihren Fortschritten wandte sich der Hüne ab und stapfte in Richtung Haupthaus als dieser Neuling ihm entgegen kam – er war ein ganz Brauchbarer Kerl, immerhin hatte er alle Ahnenkrieger versammelt – und war Lebendig wiedergekommen. „Gute Arbeit, Junge. Leute wie dich können wir gebrauchen...Melde dich die Tage bei Colodis, dann kannst du in der Mine zeigen ob du es zum Krieger hier bringen kannst...“sprach der Clanlord als die Erde anfing zu Beben. „Bei den Ahnen...“ knurrte der Nordmann und sah sich um. Das Beben war nicht sonderlich kräftig. Allerdings kräftig genug das der Schnee, der auf den Dächer der Häuser lag, ins Rutschen geriet und herab auf den Boden stürzte. Wenige Augenblicke später lies das Beben nach.
„Ich habe noch eine Aufgabe für dich. Geh zur Küste, dort wird ein Schiff von uns gebaut. Sag dem Schiffsbauer dass das Schiff von der Form her wie das unserer Ahnen werden soll...dort sind auch einige von unseren Männern, denen kannst du dich Anschließen und etwas Gold Verdienen. Interesse?“ führte der Nordmann weiter und sah den Neuling an. Dieser nickte nur kurz ehe der Rotschopf in seiner Tasche kramte. „Hier hast du ein paar Goldmünzen für deine Arbeit.... Aber Versauf nicht direkt alles...“ setzte der Ahnenkrieger nach und warf dem jungen Burschen einen kleinen Lederbeutel zu. Dem Gewicht nach zu Urteilen befanden sich um Beutel 40, höchstens 50 Münzen. Ohne den Frischling eines weiteren Blickes zu würdigen drehte sich der Clanlord um und marschierte weiter in Richtung Haupthaus. Sie musste noch eine Entscheidung treffen – und eins war sicher, egal wie die Entscheidung Lauten würde – sie würden Kämpfen müssen...
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