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Old 10.12.2009, 20:33 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #381
Aniron
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Aniron nickte nachdenklich.
"Diese Spuren stammen von Nomaden, die Al Shedim verlassen haben. Sie haben ihre Zelte im wahrsten Sinne des Wortes abgebrochen und sind in die Wüste gezogen. Es ist im allgemeinen die Bevölkerung, die Al Shedim verlässt, allerdings habe ich bisher noch keinen einzigen Wassermagier ausziehen sehen. Es wäre auch schlecht vorstellbar, dass die Wassermagier den Tempel verlassen."
Sie stand auf und erzeugte eine Lichtkugel. Die Nacht hatte schon zu sehr eingesetzt, als dass sie in der Dämmerung noch wirklich etwas erkennen konnte. Das Gesicht ihres Gegenübers war gespenstisch erhellt, dass Aniron die Farbe der blauen Kugel schnell zu einem warmen, hellen Gelb wechselte. Irgendwie kam sie trotzdem nicht so richtig zu Ruhe mit ihren Gedanken.

"Ihr werdet Euch vielleicht fragen, warum die Menschen Al Shedim verlassen. Es liegt daran, dass sie sich nicht mehr sicher fühlen. Trotz Nomaden und Wassermagier ist es Abtrünnigen und Schwarzmagiern unabhängig voneinander gelungen, Al Shedim anzugreifen. Es hat Verluste gegeben, in vielerlei Hinsicht. Das Material, die Häuser und die Einrichtungsgegenstände sind das eine. Aber die Menschenleben, das Vertrauen und die Sicherheit das andere.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht so viel darüber Bescheid, ich kenne mich nicht so gut aus damit, aber ich habe gehört, dass die Schwarzmagier, die Al Shedim angriffen, Zuben folgen und nach seinen Idealen handeln. Ich weiß nicht, ob das stimmt."
Sie legte den Kopf schief und überlegte, ob sie weiterreden sollte. Ihr Gegenüber sah sie schweigend an und Aniron fuhr vorsichtig fort:
"Ich bin schon einmal im Kastell der Schwarzmagier gewesen und auch einigen Dienern Beliars begegnet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jene, die uns zum Ball eingeladen haben, Al Shedim derart angreifen würden. Aber ich verstehe wie gesagt wenig von Politik. Vielleicht ist der Gutglaube, der uns Wassermagiern letztendlich das Genick brechen wird."

Sie verstummte und starrte in die Lichtkugel vor ihr, dann schüttelte die junge Frau den Kopf, wie sie es immer tat, wenn sie düstere Gedanken vertreiben wollte.
"Lasst uns wieder zum Stabkampf zurückkehren. Ihr habt recht mit dem, was Ihr über die Vor- und Nachteile sagt. Und auch wenn Holz eher bersten kann als Eisen, so ist es flexibel. Die verschiedensten Stäbe können aus verschiedenem Holz hergestellt werden, ob hart und brüchig, oder weich und elastisch. Da Holz ein lebendiger Stoff ist, kann es uns als Waffe viel mehr bringen, als kahltes Eisen."
Sie betrachtete ihren Stab. Sie wusste es nicht, aber sie vermutete, dass Ornlu den Stab aus einer Nuss geformt hatte.
"Ein Stab kann bei bestimmter Krafteinwirkung immer brechen, aber durch die Lebendigkeit des Holzes ist es möglich, dass wir viel mehr rausholen. Darum habe ich noch ein Anliegen an Euch."

Aniron nahm ihren Stab nun in beide Hände.
"Falls Ihr irgendeiner Magie fähig seid, dann versucht den Stab zu ertasten, den Ihr habt. Seht in sein Innerstes und erfahrt, wie er dort aussieht, seht seine Beschaffenheit und werdet eins mit ihm. Ist diese Grundlage gegeben und kennt Ihr Euren Stab wie Euer Herz, dann wird es die gefährlichste Waffe auf Erden sein. Wie Ihr ihn führt und einsetzen könnt, das bringe ich Euch dann bei. Ihr könnt dies in einer ruhigen Minute machen, wenn Ihr möchtet. Nicht jetzt und hier."
Die Wehmutter nahm ihre Grundstellung ein und packt den Stab. "Was ich Euch gezeigt habe, können wir zu einer Schlabkombination ausbauen. Und zwar so."
Sie schlug wieder mit dem kurzen Stabende nach vorn und zog dann das lange Stabende nach. Nun aber riss sie den Stab mittig nach von, dass das längere Ende wieder nach hinten ausschlug, um dann einen kräftigen Stich nach vorn auszuführen.
Wie schon vorher wiederholte sie es noch einmal langsam.

"Eine gute Attacke, die die Kraft der Arme auf einen einzigen Punkt lenkt. Probiert es aus."
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Old 11.12.2009, 09:41 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #382
Tinquilius
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Bereits seit einigen Stunden saß der Priester Adanos‘ wieder in der Bibliothek und brütete über Bücher, die sich mit der Sprache und Geschichte der Erbauer beschäftigte. Doch er war nicht einfach so dazu gekommen. Nein. Es war vielmehr eine Eingebung gewesen. Ein Wink des Schicksals? Er wusste es nicht. Nur eines: Wenn er tatsächlich das fand, wovon er ausging, wäre das Geheimnis um den Baum bald gelöst – und vielleicht könnte er sogar einen Samen finden? Oder gar den Baum selbst, sollte er jemals wieder nach Jharkendar kommen.
„So früh schon wach?“, kam es plötzlich und unerwartet von hinten. Tinquilius schreckte auf und drehte sich schnell um. „Keine Sorge, ich bin es nur.“
Als er dann den Mann erkannte, der ihn soeben angesprochen hatte, atmete er erleichtert aus. „Du hast mich erschreckt, Riordian.“
Der Oberste Magier lachte kurz, dann trat er näher und betrachtete die Bücher, die über den kompletten Tisch verteilt waren. Stirnrunzelnd schaute er anschließend Tinquilius an.
„Ja, ich weiß, du heißt dies nicht gut. Aber ich hatte vor zwei Tagen eine Eingebung – und ich scheine mich einer Lösung zu nähern.“
Wie gern ich nun Gedanken lesen könnte. Was er wohl von mir hält? Von meiner, wie er mal meinte, Schnapsidee?
„Ich will dir da nicht reinreden, lieber Tinquilius. Aber“, fuhr er fort, „ich weiß nicht, ob es derzeit der richtige Zeitpunkt dafür ist, sich um so etwas zu kümmern. Jharkendar ist fern, doch Al Shedim ist nah. Und wir haben wahrhaftig Probleme.“
„Ja, ich...“, begann der Priester, wurde jedoch jäh unterbrochen, als etwas durch den Boden fuhr.
Zunächst glaubte er daran, es wäre nur Müdigkeit oder Anspannung, die seine Füße und Beine zum Zittern brachten. Doch als ebenfalls seine Hände zu zittern begannen, sprang er erschrocken hoch.
„Ein Beben?“
Erinnerungen kamen hoch. Erinnerungen aus einer meist schönen Zeit. Doch diese, die sich ihm jetzt aufdrängten, waren nicht aus seiner solchen: Sie stammten vom Erwachen der Magie Jharkendars. Vom Erwachen der Wächter und dem großen Chaos, das die Tempelstadt damals heimgesucht hatte.
„Wächter?“
Riordian sagte nicht, sondern bedeutete nur, ihm schnell zu folgen. Dies ließ sich der Priester kein zweites Mal sagen. Zusammen verließen sie die Bibliothek und eilten die Treppen hinauf. In der Eingangshalle angekommen jedoch erschien alles so normal wie immer. Ein Novize fegte, ein andere begab sich gerade zu den Treppen in die oberen Stockwerke.
„War hier ein Beben zu spüren?“, fragte Riordian einen Novizen. Dieser schüttelte etwas verwirrt den Kopf und zeigte ein Gesicht á la Beben? Das Alter scheint euch nicht gut zu tun. Der Oberste Magier drehte sich zu Tinquilius um. „Wir scheinen es uns nur eingebildet zu haben. Vielleicht ist ein Experiment schief gegangen?“
Tinquilius blieb für einen Moment stumm und dachte über diese Möglichkeit nach. Er hatte Dragan erlaubt, Experimente durchzuführen und es gab auch genug andere Magier, die experimentierten. Wieso also nicht? „Gut möglich. Aber ich würde dennoch magieerfahrene Adepten durch den kompletten Tempel und die Ruinenstadt schicken, um alle anderen Möglichkeiten auszuschließen.“
Hier wird es nicht so gut ausgehen, sollten alte Kräfte erwachen. Dafür war ihre Lage zu offen.
„Ganz deiner Meinung. Schau du am besten in den Laboren nach.“
Damit drehte sich Riordian um. Tinquilius hingegen wandte sich der Treppe ins Untergeschoss zu. Hatten sie sich das vielleicht nur eingebildet?
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Old 12.12.2009, 12:43 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #383
Dragan
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Die Gilde Innos' im Forenrollenspiel
Vorsichtig, immerzu darauf konzentriert seine Hand völlig ruhig zu halten, hielt der junge Heiler ein kleines Gefäß in der Hand, dessen Öffnung gerade mal Stecknadelkopf groß war, so winzig, dass es dafür reichte, wozu man diese Flüssigkeit benutzen sollte, und durfte! In kaum erkennbaren Bewegungen gab Dragan schwarz glänzende Tropfen hinzu, in eine große Schüssel, die mit jeder weiteren Zugabe mehr und mehr anfing zu dampfen. Ob es so sein sollte wusste er nicht, im Buch stand nichts davon, es wurde nur geschrieben, man solle sich beeilen und nicht all zu lange zögern. "So lange es noch heiß ist", oder so stand dort, darum versuchte der Feuermagier sich nicht in wirren Gedankengängen zu verlieren und arbeitete schon an dem nächsten Kraut. Es musste zu erst klein geschnitten werden, sodass sich die Flüssigkeit aus ihm löst, später dann in einen Mörser gegeben und kräftig zerkleinert. Hektisch reichte er Saphiria die Paste, die übrig geblieben war, wenn alles korrekt war dann müsste das Dampfen nun sofort verebben.
"Und, wie sieht es aus Saphiria, legt sich der Rauch?"
Doch die Frage erübrigte sich, es entstand noch mehr Rauch, bis der gesamte Raum ausgefüllt war, dicke schwarze Rauchschwaden tanzten durch die Luft, schnürten den Hals zu und raubten die Luft zum atmen.
Was für ein Glück, dass gerade jetzt Tinquilius herein kam und die Tür öffnete..
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Old 12.12.2009, 13:14 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #384
Tinquilius
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Nichts. Rein gar nichts hatte sich ergeben. Als er Riordian am gestrigen Abend wieder getroffen hatte, konnte keiner von beiden etwas berichten. Die Novizen und Adepten, die der Oberste Magier ausgesandt hatte, um die Ruinen nach Aktivitäten abzusuchen, hatten nichts berichten können. Genauso wenig wie Tinquilius und diejenigen, die er durch den Tempel auf die Suche geschickt hatte. Auch hier hatte es keine Aktivitäten gegeben, die auch nur im leisesten das Beben hätten erklären können. Aber noch erstaunlicher war, dass es nur wenige gab, die dieses ebenfalls gespürt hatten. Man konnte sie an der Hand abzählen und allesamt waren sie im Temel gewesen zu eben jenem Zeitpunkt.
Und so hatten sich Riordian und er ohne Ergebnisse getrennt, beide jedoch darauf bedacht, die nächsten Tage ein Auge auf die Situation in Al Shedim zu werfen.

Nun, einen Tag später, wanderten des Priesters Gedanken mittlerweile wieder zu anderen Themen. Hin zum Mysteriösen Lebensbaum – oder auch zu Dragan, dem er eigentlich die Kunst der Alchimie lehren wollte. Ihn hatte er seit Tagen nicht mehr gesehen, nicht gerade ein gutes Verhalten eines Lehrmeisters, musste Tinquilius selbst zugeben.
So war er gerade eben auf dem Weg zu einem der Labore. Mit schnellen Schritten näherte er sich der Tür – und konnte von draußen bereits ein eigenartiges Geräusch hören. Dann ein Husten. Was geschieht dort drin? Vorsichtig öffnete er die Tür – und wurde von einem Schwall dunklen Rauches begrüßt, der sich sofort in den Flur ergoss. Zunächst überrascht wich er einige Meter zurück und hielt sich die Hände vor Augen und Mund. Als sich der Rauch etwas lichtete, eilte er jedoch hinein.
„Was…?“, begann er stoppte jedoch, als er Dragan und eine junge Frau erblickte, die gerade an einem Experiment zu arbeiten schienen, das aber daneben ging. Er trat an die beiden heran und betrachtete die Masse, die sie soeben erschaffen hatten und die immer noch dunklen, ja fast schwarzen Rauch, ausstieß. Sofort hielt er seine Hände über das Experiment und ließ die Magie in seine Finger wandern. Diese erstrahlten in hellem Blau, bevor ein Strahl Wasser sich über dieses ergoss und der Rauch blitzartig stoppte.
„So“, fing er nach einigen Sekunden wieder an und schaute von Dragan zur Frau. „da dies nun geschafft wäre: Was habt ihr hier erschaffen? Und vor allem: Wer seid ihr?“
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Old 12.12.2009, 14:33 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #385
Saphiria
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Es war der erste Versuch gewesen, bei dem sie selber dabei war und der hatte nun offensichtlich nicht so funktioniert wie er hätte sollen. Der ganze Raum war voller Qualm, erst als ein Magier den Raum betrat und die Ursache beseitigte wurde es wieder besser. Er schien offensichtlich der Lehrmeister von Dragan zu sein, seine Worte aber waren an sie gerichtet, was sie in diesem Augenblick auch nicht verwundert hatte.

Magie zu Ehren, Meister!
Mein Name ist Saphiria, ich bin eine Druidenanwärterin und eine Heilerin des Waldvolkes.
Verzeiht mein Erscheinen ich kannte Dragan und ich dachte, dass es nicht schaden könnte mein Wissen zu erweitern. Die Kunst der Alchimie ist ganz sicher eine nützliche Erweiterung meines bisherigen Wissens.
Ich möchte nicht unnütz erscheinen, daher frage ich euch, ob ihr es euch vielleicht vorstellen könnten mich ebenfalls die alte Kunst der Alchimie beizubringen.


Saphiria war nur froh, dass sich der Rauch nun endlich verzogen hatte, der hatte ihrer Lunge nicht unbedingt gut getan. Gespannt wartete sie nun aber auch darauf wie es weiter gehen sollte.

Last edited by Saphiria; 12.12.2009 at 17:50.
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Old 12.12.2009, 14:39 Profil Homepage Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #386
Don-Esteban

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Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
Esteban hatte sich an dem Abend noch weiter mit seinen Übungen beschäftigt, auch nachdem ihn seine Lehrmeisterin wieder verlassen hatte. Hier also auch, hatte er gedacht. Die Wüste ist in Aufruhr. Zubens Truppen hatten also nicht nur Bakaresh besetzt, sondern auch al-Shedim angegriffen. Anirons Einschätzung der Kastellmagier hatte er allerdings aus einem ganz anderem Licht gesehen. Schließlich hatte sich das Kastell erst vor wenigen Wochen all seiner Magier entledigt. Kein Wunder, hatte auch nur einer von ihnen tatsächlich geglaubt, daß sich Beliar an lächerlichen Tanzveranstaltungen erfreute? Daß er sie überhaupt billigte? Die Gunst des dunklen Gottes erlangte man nicht mit Tandaradei und Herumgehüpfe, sondern mit anderen Dingen. Vielleicht sollten sich einige der nun Ausgeschlossenen darüber klar werden, daß Beliar nur dann bereit war, einen Fingerhut seiner Macht über seinen Auserwählten auszugießen, wenn diese ihm ein Opfer gaben und ihm damit zeigten, wie ernst es ihnen war. Beliar hatte noch nie etwas verschenkt, sondern forderte immerwährend.

Am gestrigen Tag hatte er sich erkundigt, wann Schiffe nach al-Shedim kamen und wann und wohin sie wieder fuhren. Doch er hatte zu seinem Bedauern erfahren müssen, daß früher lediglich hin und wieder Verkehr von und nach Vengard bestand, dieser aber auch schon seit einiger Zeit eingestellt worden war. Vengard hatte eigene Probleme und al-Shedim lag fern. Gerade als er sich wieder einen Übungsplatz im Schatten einer Mauer suchen wollte, bebte die Erde. Ein Zittern des Bodens und ein Gefühl der Hilflosigkeit, als ihm bewußt wurde, daß das, was immer als fest und unveränderlich angesehen wurde, daß die Erde, der feste Boden auch nur den Launen der Götter unterworfen war. Nichts war sicher in dieser Welt, die Grundfesten waren nicht fest; Was sich eben noch als harter Fels vor ihm erhob, konnte einen Augenblick später zu Staub zerbröseln.
So schnell wie sie gekommen waren, endeten die Erdstöße auch wieder, doch selbst das hinterließ etwas Unbehagliches: Der Mensch hatte es nicht in der Hand, er war höheren Mächten auf Gedeih und Verderb ausgesetzt. Als er danach an seinen üblichen Übungsplatz kam, sah er, daß die Mauer in voller Höhe auf die Stelle gekippt war, auf der er für gewöhnlich stand, um den Stab zu schwingen.

Es war nicht mehr das Erdbeben und die Beunruhigung darüber war vorerst wieder verflogen, obgleich unter den Einwohnern des Lagers dieses Ereignis große Unruhe ausgelöst hatte und sich diese auch weiterhin verbreitete. Doch schweiften die Gedanken des Magiers immer wieder zu der Botschaft ab, die er in seinem Labor gefunden hatte. In meinem seit Jahren verschlossenem Labor. Ganz oben auf der Staubschicht. ›Was weißt du über deine Herkunft?‹ Nicht genug. ›Ich habe Antworten für dich. Im Zentrum des Reiches.‹ Was für Antworten? Woher? Wer hatte Antworten? Er verscheuchte diese Gedanken, unwillig, sich zum jetzigen Zeitpunkt weiter damit zu beschäftigen, und konzentrierte sich wieder auf seine Übungen, führte verschiedene Schlag- und Schrittfolgen aus, immer wieder, bis sie irgendwann zu fließenden Bewegungen werden würden. Bewegungen, die er traumwandlerisch sicher ausführen würde, die ihm irgendwann einmal fast schon mechanisch von der Hand gehen würden, falls es tatsächlich zu einem Kampf kommen würde, in dem er nicht auf die Macht der Magie zurückgreifen könnte. So wie es jetzt war. Doch er zweifelte nicht daran, daß ihm diese Mächte in Zukunft wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen würden. Nur jetzt noch nicht, noch bedurfte es weiterer Übung. Doch half ihm das Erlernen des Stabkampfes und die damit verbundenen Lektionen, die ihn näher an die Einheit von Körper und Geist brachten, bei der Steigerung seiner Konzentration. Und diese wiederum war Grundvoraussetzung dafür, die Alte Magie wirken zu können.
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Old 12.12.2009, 17:03 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #387
Tinquilius
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Der Priester schaute von dieser gewissen Saphiria hinüber zu Dragan und wieder zurück. Er hatte zwar Dragan die Erlaubnis gegeben, hier Experimente durchzuführen. Eigentlich jedoch nur ihm. Konnte er es ihm aber verübeln?
„Nun, werte Saphiria. Ich kann nur euer Wort nehmen und die Tatsache, dass ihr hier zusammen mit Dragan ein Experiment durchgeführt habt. Diers wäre sicherlich nicht geschehen, wenn er euch nicht kennen oder euch vertrauen würde. Schließlich wusste ich davon bislang nichts.“
Er stellte das Experiment auf den Tisch, fuhr dann mit seinem Blick durch den Raum. Hier wäre genug Platz für zwei Lehrlinge, zudem sie sich dann unterstützend unter die Arme greifen könnten. Wie sie es scheinbar schon getan hatten – auch wenn diese Hilfe nicht unbedingt von Erfolg gekrönt war. Erinner du dich nur mal an deine Versuche in Neoras‘ Labor. Waren die irgendwie besser?
Mit einem Schmunzeln drehte er sich wieder um. „Doch ich mag euch glauben und euch auch helfen, euern Horizont zu erweitern. Denn scheinbar habt ihr es nötig – beide.“
Ohne Vorwarnung drehte er um und eilte aus dem Labor hinaus. Schnell erreichte er die Bibliothek und nur Sekunden später das gesuchte Buch. Innerhalb kürzester Zeit befand er sich wieder im Labor und legte den dicken Wälzer auf den Tisch.
„So, dies ist eines der großen Werke über die Alchimie. Doch es nützt nichts, Rezepte zu lesen, ohne die Wirkung der jeweiligen Grundstoffe zu wissen. Wie ihr an euerm Experiment gesehen habt. Heiler, das kann man so sagen, nutzen häufig Rezepte und lernen nur Wirkungen über wenige Pflanzen. Als Alchimist hingegen ist man nicht an Rezepturen gebunden. Wir Alchimisten nutzen das Grundwissen der Heilung und unsere Kenntnisse über die einzelnen Pflanzen und Ingredienzien um neue Tränke mit neuen Wirkungen zu erschaffen. Dabei muss es immer zu einer Abwägung der eigentlichen Wirkung und der Nebenwirkungen kommen. Um so einen neuen Trank zu erschaffen, der möglichst wenige Nebenwirkungen bei möglichst hoher Wirkung besitzt, können wir uns nicht nur auf Bücher verlassen, sondern müssen selber experimentieren. Und dies kann manchmal Tage, wenn nicht gar Wochen oder Monate dauern. Wenn wir es überhaupt schaffen.“
Er schaute wieder auf das Buch und öffnete dieses. Er blätterte wild und ziellos umher, bis er stoppte.
„Ah, genau das, was ich gesucht habe. Dieser Trunk hier sorgt dafür, dass die Muskeln für einige wenige Stunden größer und kräftiger werden. Man erlangt mehr Kraft. Gleichzeitig jedoch sinkt das Vermögen, klar zu denken. Man mag sogar von erhöhter Aggressivität sprechen.
Meine Aufgabe an euch ist, dass ihr den Übeltätet für diese Nebenwirkung findet und versucht, diese zu verringern. Keine einfache Aufgabe, dafür aber eine, die euch die Prinzipien der Alchimie näher bringen wird.“
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Old 13.12.2009, 07:49 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #388
Saphiria
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
Saphiria war wirklich froh, dass sie nun auch etwas über Alchimie lernen konnte, Der Lehrmeister hätte sie auch genauso gut wieder wegschicken können.
Das Prinzip war ihr schnell klar geworden, wenn es aber so einfach wäre die Nebenwirkungen des Tranks auszuschalten hätte das wohl schon jemand vor ihnen geschafft.

Erst einmal war es darum gegangen, die Zutaten herauszufinden und auszulisten. Die Seherin hatte nicht vor etwas zu vergessen. Jetzt mussten sie die Wirkung von jeder Zutat herausfinden und diese gegeneinander aufwiegen. Eine einzelne Zutat musste die Nebenwirkung nicht hervorrufen. Wahrscheinlicher war, dass dies eine Wechselwirkung von zwei oder mehreren Zutaten war.

Die Aufgabe war knifflig, würde sicher einige Zeit in Anspruch nehmen, die würden sie aber auch brauchen, wenn sie sorgfällig vorgehen würden.

Eigentlich hatte Saphiria nur vorgehabt nur etwas an die frische Luft zugehen. Da ging im Osten bereits die Sonne auf, ihr war nicht bewusst gewesen, dass sie wirklich die ganze Nacht durchgearbeitet hatte. Aufgrund der Tatsache, dass es bereits Morgen war, beschloss die Seherin doch noch etwas zu schlafen. Sie hatte noch viel vor sich und brauchte einen klaren Verstand, um ihre Arbeit vortzusetzen.
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Old 13.12.2009, 19:44 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #389
Aniron
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Aniron betrachtete stirnrunzelnd die Risse vor ihm im Boden. Erst hatte sie gedacht, das Beben des Untergrundes wäre Einbildung gewesen. Ein Trugbild, das ihr Sinne erzeugt haben, weil die Wärme ihr zu Kopf gestiegen war. Doch es war wirklich da gewesen. Das erste Mal in einer Nacht, nur ganz leicht, kaum wahrnehmbar. Doch es kam wieder. Es wurde stärker. Die Erde erzitterte und Risse unter dem Sand zogen sich durch den trockenen Boden in ganz Al Shedim. Sogar brüchige Mauern stürzten nieder. Was war nur los? Aniron fragte sich, ob es um eine Strafe der Götter handelte, die auf sie niederging. Hatten die Menschen und die Orks etwa den Zorn der Weltenherrscher auf sich gezogen?
Die Wehmutter strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. Es war beängstigend. Die Wassermagier waren in Aufruhr und wuselten geradezu durch den Tempel. Die wenigen Nomaden, die noch in Al Shedim waren, zogen tagsüber in die Wüste, um zu sehen, ob dort auch Beben stattfanden. Sie hofften, auf Anzeichen zu stoßen, woher diese Erderschütterungen kamen. Maris war mit ihnen gezogen.

Die Adeptin sorgte sich. Sie sorgte sich nicht nur um den Kräutergarten, der durch die Beben schon im Mitleidenschaft gezogen wurde, sondern auch um die Sicherheit und Ruhe der Bewohner von Al Shedim. Ganz davon abgesehen, dass sie sich um das entstehende Leben in ihrem Leib sorgte.
Ein Geräusch hinter ihr holte sie aus ihren Gedanken. Ein wenig erschrocken drehte sie sich um.
"Ach, Esteban, Ihr seid es. Adanos zum Gruße."
Sie nahm ihren Stab zur Hand und trat vor ihren Schüler.
"Lasst uns heute etwas weitergehen mit den Übungen. Ich denke, wir können uns an den ersten Schlagabtausch wagen. Wenn wir in Zunkunft gemeinsam tranieren und Übungskämpfe oder einfache Schlagbatausch ausfechten, möchte ich, dass wir uns voreinander verbeugen. Dies hat einerseits mit Respekt seinem Gegner gegenüber zutun und anderseits beginnt man sich mental auf den Kampf vorzubereiten.
Als weiteres solltet Ihr Euch von nun an vor jeder Übung aufwärmen. Das bedeutet, Ihr bringt als erstes Euren Herzschlag und Atem auf hochtouren. Dann solltet Ihr Eure Muskeln lockern und dehnen. Ich zeige Euch die Übungen dafür noch. Das ist äußerst wichtig, sonst könnt Ihr Euch Verletzungen zuziehen."

Sie machte einen Schritt zurück und ließ den Stab kurz rotieren.
"Aber nun lasst uns beginnen. Ihr werdet die Kombination versuchen, welche ich Euch zeigte, gegen mich anzuwenden. Vielleicht könnt Ihr sie ein wenig zu variieren. Ich werde mich lediglich verteidigen. Sehr, wie ich mich verteidige und versucht Euch, meine Blöcke zu merken. Ihr bestimmt das Tempo. Wenn es gut läuft, kommen wir zur nächsten Übung. Ihr habt aber alle Zeit der Welt. Lasst uns beginnen."
Aniron verneigte sich vor Esteban und wartete auf seinen Angriff.
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Old 13.12.2009, 20:54 Profil Homepage Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #390
Don-Esteban

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Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
Anirons Schüler verneigte sich ebenfalls leicht vor seiner Lehrmeisterin. Sich vor anderen zu verneigen, war zwar eine Übung, die man als Hohepriester zuallererst gründlich verlernte, aber mittlerweile dachte der Magier etwas anders darüber; Hier war nicht das Kastell und auf fremdem Boden sollte man sich an die jeweiligen Gepflogenheiten anpassen. Zumal Aniron eine einleuchtende Begründung für diese Geste genannt hatte. Danach begab er sich in Kampfposition. Den Gedanken, daß eine ihn angreifende Bestie wohl weder auf Höflichkeit Wert legte, noch ihm genug Zeit ließ, sich in die optimale Haltung zu begeben, verscheuchte er sofort wieder. Mit einem einfachen Schlag von oben begann er den Übungskampf.

Aniron blockte wie erwartet, indem sie ihren Stab breit fasste und blitzschnell über den Kopf hob. Esteban zog den Stab zurück, fasste mit der rechten Hand vor und schwang das untere Ende in einer leichten Kurve nach vorne und aufwärts, um ihr linkes Bein zu erreichen und mit dem Stab auszuhebeln. Doch die Lehrmeister war auch darauf vorbereitet und fasste den Stab mit der Rechten, drehte ihn schnell im Uhrzeigersinn und schlug so den Angriff ihres Schülers ab, indem sie seinen Stab an ihrem abprallen ließ. Dann fasste sie um und ließ die spitze vor ihrem Schüler leicht kreisen.

Esteban ließ sich jedoch nicht irritieren. Mit einem schnellen Manöver schlug er ihren Stab zur Seite und startete einen erneuten Angriff. Diesmal mit einer seitlichen Finte, indem er seinen Stab von links heranwirbeln ließ, den Angriff jedoch kurz vor dem Abblocken abbrach und geschickt den Stab um 180 Grad weiter wirbelte, um mit der anderen Spitze in Richtung von Anirons linker Schulter zu schlagen. Doch leider nicht geschickt genug, denn wie aus dem Nichts tauchte der Stab der Lehrmeisterin auf und hinderte Esteban an der Vollendung seines Angriffs. Er verzog den Mund, halb aus Enttäuschung, halb aus Anerkennung, zog sich zwei Schritte zurück und ging wieder in die Ausgangsposition über.

Wenige Augenblicke der Konzentration genügten, um erneut mit einem weiteren Angriff zu beginnen. Wieder prasselten die Schläge auf Aniron ein, die alle Versuche ihres Schülers, ihre Verteidigung zu durchbrechen, mit Leichtigkeit abwehrte. Egal, ob er die Schlagdichte wechselte, seine Schläge selbst völlig unterschiedlich kombinierte oder Finten benutzte und Schläge und Angriffe antäuschte, als Schüler war er ein offenes Buch für seine Lehrerin, die in seinen Bewegungen lesen konnte, was er im nächsten Augenblick tun würde und alle seine Aktionen waren offensichtliche Hinweise für sie. Nachdem er sich nun also getestet hatte und sah, daß er von seiner Lehrmeisterin jederzeit überwunden werden konnte, beendete er die Kampfhaltung, stellte den Stab neben sich und verbeugte sich zum Abschluß dieser Übung vor Aniron.
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Aniron nickte anerkennend.
"Das war exzellent, Ihr habt ein gutes Händchen mit dem Stab. Lasst uns weitermachen. Wir steigern den Schlagabtausch, jetzt werdet Ihr mich mit drei Schlägen angreifen. Ich verteidige mich zunächst, greife dann ebenfalls mit drei Schlägen an und Ihr verteidigt Euch. So entsteht ein stetiger Wechsel und Ihr lernt euch zu verteidigen. Macht noch keine Übergänge zwischen Angriff und Verteidigung, es geht nur um die Schläge und Blöcke selber. Seht, ob Ihr meine Bewegungen vorausahnen könnt."
Aniron neigte ihren Kopf und deutete Esteban an, zu beginnen.

Er trat nach vorn, vollführte einen Schlag mit dem langen Stabende und zog das kurze Stabende dann nach vorn. Der dritte Hieb kam direkt aus der Mitte. Aniron blockte die Schläge, indem sie ihren Stab mittig auf den ihres Schülers treffen ließ und den letzten Schlag nach rechts zur Seite wischte. Nun war es an ihr, anzugreifen. Sie deutete einen Schlag rechts an, zog das linke Stabende nach und vollführte zwei Schläge. Sie tat es zunächst etwas langsamer um ihren Gegenüber die Chance zu geben, seine Bewegungen zu koordinieren und zu beobachten, was geschah. Indem er den Stab senkrecht vor seine rechte Seite hielt, blockte er die Schläge ab. Erneut ging er in die Angriffstellung und mit dem längeren Stabende trieb er seine Waffe nach vorn, Aniron stieß die Waffe mit einem Schlag nach links von sich weg. Da wechselte Esteban die Haltung der Hand am oberen Stabende und zog das kurze Stabende in Richtung ihrer Hüfte, Aniron drehte ihren Stab entgegen des Uhrzeigersinns und drückte den Angreifer wieder zurück, der wieder seine Handhaltung wechselte, um erneut mit dem Stab nach vorn zu stechen, was die Hebamme durch eine weitere Drehung abblockte.

Nun war sie ein weiteres mal an der Reihe mit Angreifen. Doch statt den Stab zu erheben, ließ sie ihn ruhen und sprach:
"Überlegt Euch, wo Eure Stärken sind. Meine sind zum Beipsiel Schnelligkeit und Wendigkeit. Wenn man nicht allzu stark ist, sollte man überlegen, wie man seine Umgebung nutzen kann. Um starke Schläge abzuwehren, nutze ich zum Beispiel den Boden. Macht Euch zu Eurem Kampfstil Gedanken."
Sie hob erneut den Stab.
"Lasst uns fortfahren."
Sie hob ihren Stab und fasste ihn mit beiden Händen. Sie ließ ihn in Halbkreisen rotieren und als sie auf ihren Schüler zukam, vollführte sie mit den Stabenden hintereinander drei schnellere Schläge im Wechsel.
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Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
Die ihr Schüler parierte, da sie mit Rücksicht auf seine noch nicht allzu stark ausgebildeten Fähigkeiten nicht übermäßig schwierig ausgefallen waren. Für große Gedankengänge über die Worte Anirons blieb im Moment keine Zeit. doch daß sie mit dem Hinweis auf verschiedene Kampfstile eine gute Anregung gegeben hatte, hatte er erfasst. Noch ehe Esteban sich weitergehende Gedanken darüber machen konnte, was er in Zukunft bevorzugen würde, begann der nächste Angriff. Wieder ein Stabschwung von oben, diesmal mit seitlichem Schwung kombiniert. Er riß fast schon mechanisch den eigenen Stab hoch, parierte Anirons herabsausende Waffe mit leicht schräg gestelltem eigenen Stab und ließ sie so an ihm abgleiten. Schlagartig erkannte er, daß dies die Augenblicke waren, die ein Stabkämpfer herbeiführen mußte, den in diesen Bruchteilen eines Wimpernschlages hatte er die Bewegung der gegnerischen Waffe unter Kontrolle.

Wann, wenn nicht jetzt?

Solange, bis sie sich wieder von der eigenen gelöst hatte. Jetzt mußte er angreifen, die Gunst des Augenblickes nutzen, ehe Aniron ihren Stab wieder neu fasste und das Abgleiten beendete und zum Schwungholen für den eigenen nächsten Schlag nutzte. Schnell zog er den eigenen Stab zurück, ließ Anirons ins Leere laufen, brachte sie für einen Augenblick aus der Gleichmäßigkeit ihrer Bewegungen. Er zog das untere Stabende im Halbkreis nach vorn und dann zum Gegner, um unter die linke Schulter zu gelangen und ihn auszuheben. Fast hatte er sein ziel erreicht, da wurde sein Stab abgelenkt und das hölzerne Plock riß ihn aus der Bewegung. Schnell gegensteuern.

Willst du Kraft oder Geschicklichkeit?

Wieder vollführte er mit seinem Stab eine Halbdrehung und wich somit vor dem Anirons zurück. Es war wie ein Tanz, ein gegenseitiges Jagen der Stäbe, wer berührte wen wo, wer wich vor wem zurück, gewann wieder an Boden. Ein unentwegtes Hin und her.

Willst du Wucht oder Schnelligkeit?

Krachend stießen die Stäbe aufeinander, rieben sich aneinander, lösten sich wieder voneinander. Sand wirbelte auf, wurde vom Wind verweht, Staub hüllte die Kämpfenden ein.

Willst du auf direktem Wege oder in verschlungenen Linien ans Ziel kommen?

Die langen, wüstenüblich weit geschnittenen Gewänder der beiden breiteten sich in der Bewegung aus, fielen wieder zusammen, wenn die Richtung eines Schrittes geändert wurde. Wenn eine Bewegung stoppte, schlug der Stoff um die Beine und Körper. Vor, zurück. Von oben, seitlich. Parieren von Vorne, das untere Stabende rasch nach oben gedrückt. Abwehr durch den Zurückgezogenen Stab, die Lücke genutzt und einen Schritt vor. Ausgewichen und dabei den Stab für den nächsten Angriff in die richtige Stellung gebracht. Es war ein Tanz, ein spiel, eine einzige fließende Bewegung.

Ich weiß, was ich will.

Doch dann endete es. Wie auf ein geheimes Zeichen traten beide Kämpfer voreinander zürck, stellten ihre Stäbe neben sich und verbeugten sich voreinander.

»Eine gute Lektion. Ich werde noch darüber nachdenken, was Ihr mir gesagt habt, doch nun ist Nacht und im Dunkeln kämpft es sich für einen Schüler noch nicht gut. Also laßt uns die Übungen für heute beenden.«
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Old 15.12.2009, 15:44 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #393
Solveg
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Ein wenig gelangweilt saß Solveg am Ende der hölzernen Anlegestelle Al Shedims, die Füße nach unten hängend, sodass sie von jeder heranschwappenden Welle nass gespritzt wurden. Jeden Tropfen, der ihn so berührte, löste er sogleich wieder von seiner Haut, ließ ihn zu sich aufsteigen und reihte ihn dort in eine Kreisbahn ein, die ihn umrundete. Nein, eigentlich war es keine Langeweile, die ihn heimsuchte, er fühlte sich nur einen Moment lang angewidert von den teils ideenlosen Zaubern, die er bei früheren Lehrmeistern üben sollte. Anstatt ihren Schülern die breite Palette der Wassermagie zu offenbaren, hielten sie die Vielfalt gering und übermittelten den jungen, angehenden Magiern viel mehr ein Bild von der Magie, das gar nicht mit der Realität übereinstimmte. Vielfalt, Ideen, Kreativität, es waren nur drei Aspekte, die auf die Wassermagie so gut zutrafen, wie vermutlich auf jede andere Magieform.
Wieder näherte sich eine Welle und wieder löste er die Tropfen von seinen Füßen, ließ sie an seinen Waden hinaufrollen, zwängte sie in Höhe der Knie durch die engen Maschen seiner Robe, ohne dass diese hinterher auch nur den Ansatz von Nässe vorwiesen, und bereicherte die um seinen Oberkörper kreisenden Tropfen somit erneut. Im Prinzip handelte es sich nicht mehr nur um Wassertropfen, die dort kreisten, sondern bereits um so viel Wasser, dass ein kontinuierlicher Strom entstanden war, von dem er in diesem Moment befand, dass er stark genug für seinen Versuch war.
Nun wieder konzentrierter, ohne nebenbei negative Gedanken über Vergangenes zu hegen, richtete der Schriftgelehrte sich langsam auf und gab sich dabei beste Mühe, das kreisende Wasser auf gleicher Höhe wie seinen Körper zu halten. Kaum stand er nun am Ende des Stegs, beschleunigte Solveg die Wasserteilchen zusätzlich und setzte sich dann in Richtung Ufer in Bewegung. Als der ausgetrocknete Boden in angenehme Reichweite kam, erhöhte er die Geschwindigkeit nochmals, drückte das rotierende Wasser nach oben über seinen Kopf hinweg, drehte es dort, sodass es senkrecht stand, und schleuderte es dann mit aller Kraft in den Sand, der teilweise zur Seite spritzte und teilweise zusammengedrückt wurde, was eine handbreit tiefe Kuhle hinterließ.
Anstatt das Wasser nun aber im heißen Sand verdunsten zu lassen, streckte Solveg seine beiden Handflächen darüber aus und zog es wieder aus dem Sand heraus. Was er daraufhin formte, glich waberndem Nebel, hatte jedoch eine vollkommen andere Konsistenz. Sich damit jedoch nicht zufrieden gebend, schleuderte er nun auch diese Wasserblase von sich weg, ließ sie unterwegs in dutzende, winzige Wasserteilchen aufspalten, scheiterte jedoch am perfekten Ende dieses Angriffszaubers, da es ihm nicht gelang, alle Teilchen gleichzeitig zu gefährlichen Eissplittern werden zu lassen. Stattdessen ergoss sich jetzt ein kurzer Regen über den sandigen Boden, den er zwar wieder aufnehmen konnte, dann jedoch, verärgert darüber, dass es nicht geklappt hatte, kurzerhand zurück ins Meer schoss, wo sich die vielen Tropfen wieder mit den Millionen anderen Wasserteilen vereinigten.
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Old 15.12.2009, 23:35 Profil Homepage Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #394
Don-Esteban

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Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
Am nächsten Tag hatte der Schwarzmagier, der unerkannt unter all den Nomaden und Anhängern Adanos' weilte, beschlossen, sich einmal nicht dem Kampf mit dem Stabe zu widmen, sondern das Kompendium ein weiteres Mal zu Rate zu ziehen. Er hatte nicht vor, praktische Übungen durchzuführen. Nicht nur, daß dies heillose Verwirrung unter dem Volke hervorgerufen hätte, es hätte sicher auch sein Ende bedeutet, wenn die Nomaden gewiß wurden, was für einen Gast sie beherbergten. Und er konnte es ihnen auch gar nicht verübeln, hatten sie doch seit Jahren nicht nur gegen Zubens Banden zu kämpfen, sondern mußten auch noch sehen, daß durch den verlorenen Krieg in Myrtana auch Beliar immer stärker wurde. Wer wußte das schon, vielleicht stand bald seine Ankunft bevor, wenn noch einige andere Reiche übers Meer an seine Anhänger fielen. Doch nein, Esteban war nicht als Magier hier, sondern als Gast und er hatte auch nie etwas anderes vor gehabt, als auch als solcher wieder freien Fußes zu gehen. Dies waren hier keine Feinde. Der Feind des Kastells kam aus Ishtar, dort hatte er sich in einer verderbten, pervertierten Weise Beliars bedient und der finstere Gott hatte es zugelassen und zog womöglich noch einen geheimen Nutzen daraus.

Er wendete sich anderen Dingen zu, indem er in seinem Reisesack wühlte und das Kompendium herauszog, nachdem er sich einen stillen Platz gesucht hatte, an dem er gewiß nicht gestört werden würde.
Er las: »Versuche niemals, den göttlichen Hauch von lebenden Wesen für deine Zwecke zu nutzen. Es wird dir nur gelingen, wenn du die Götter betrügst. Und sobald du dies tust und die Magie aus lebendigen Dingen ziehst, wird dein Frevel für sie offenbar, so daß du vernichtet wirst auf immerdar. So steht es geschrieben in den ältesten Apokryphen der Magie.
Der Hauch, oder die Prima Materia, wie sie seit alters her heißt, ist das Mysterium, das unserer Welt von den Göttern geschenkt wurde. Es scheint so, als fließe es durch die Welt, doch es ist umgekehrt; Die Welt fließt durch die Prima Materia wie durch ein Sieb. Entlang der Zeit, die gleichförmig verstreicht in unserer Wahrnehmung und niemals stille steht. Doch reißt sie von diesem Sieb Teilchen mit sich, so daß die Prima Materia in der Welt verbleibt und geformt werden kann. Diese verläßt unsere Welt nur zu einem Teil.« Das war aus dem ihm bekannten Anfang, er blätterte weiter.

»Die Beherrschung des feinen Gewebes, das den Äther durchdringt, ist eine Kunst, die den alten Meistern bekannt war. Doch wurde dies durch die Entwicklung der Runenmagie fast vergessen. Die Alten besaßen Kenntnisse und Werkzeuge, um Magie zu wirken, die derjenigen, die wir heute hervorrufen können, so überlegen war, wie ein Stier gegenüber einem Kalb. Ich habe nur in wenigen Teilen diese Magie erforschen können, denn sie ist nicht nur vergessen, sondern kann auch gefährlich für den Magier sein.« Sicher doch. Was stand auf den nächsten Seiten?

»Beschworen werden können die Schatten des Vergangenen, was da lebte. Alles, was kroch, lief oder flog, kehrt in den Schoß der Erde zurück und hinterläßt die Spur seines einstigen Lebens. Kann der Magier die Struktur dessen erfassen, so ist er in der Lage, es für einen bestimmten Zeitraum wiederauferstehen zu lassen.
Doch ist es von der Stärke des eigenen Willens der Kreatur abhängig, den diese in der Zeit ihres Lebens hatte, wie sehr der Magier seine Kräfte für die Aufbringung der Kontrolle über das beschworene Wesen sammeln muß. So ist auch zu sagen, daß schwache Wesen ohne Kontrolle des Magier, gleichwohl diese nur schwach ausgeprägt sein muß, um die Beschwörung gelingen zu lassen, nicht weiter beschworen werden, sofern diese Überwachung durch den Magier nicht mehr stattfindet. Indes starke Kreaturen noch weiter wandeln, wenn sie der Fäden ihres Meisters entronnen und Schaden anrichten können, der auch den Meister betreffen kann. So der gezielte Wille für Böses bei einigen dieser Kreaturen vorhanden ist als da wären...« Hier folgte eine lange Aufzählung gefährlicher Tiere und Monster. Nur einen Teil davon war ihm vom Namen her bekannt. Es mußte sich auch um Kreaturen handeln, die es nur in weit entfernten Landstrichen gab. Der Magier blätterte einige Seiten weiter.

»Beschworen werden können ferner Wesen, die nicht von dieser Welt und es doch sind. Wir nennen sie Geister und Dämonen. Sie wandeln zwischen den Welten, nirgends fest, werden angezogen von der Wärme der Körper oder von den Gefühlen der Menschen. So besonders die starken Sinne als da sind Schuld, Angst, Scham, Liebe und als aller Erstes Hass nährt sie mit Wärme, die ihre Sehnsucht darstellt, nach der sie streben wie Nachtfalter nach der Kerzenflamme im Dunkel.
Doch nicht nur diese fleischlosen Wesen ohne echtes Leben sind den mächtigsten Magiern Beliars untertan, nein, auch Wesen, die nicht von dieser Welt, sondern gänzlich von einer anderen sind, gehören dazu. Wenn die Macht des Schwarzmagiers so groß geworden ist, daß er den Hauch, die Prima Materia von allem beschwören kann, ist er auch bereit, davon zu kosten, Wesenheiten zu befehlen, die von jenseits der Tore unserer Welt stammen. Dies sind die echten Dämonen, die sich unterscheiden von denjenigen, die körperlos zwischen den Welten wandeln sich nach Stofflichkeit sehnen und nach Sinnesäußerungen verzehren.« Nun, eines Tages würde er auch derartige Wesen beherrschen. Wieder beherrschen. Es war nur eine Frage des Willens. Der Konzentration.

Dies erinnerte ihn daran, seine Übungen wieder aufzunehmen. Er verstaute das Buch wieder. Der Stabkampf diente durch die Verbesserung von Reflexen, der Erhöhung der Konzentration somit indirekt auch der Magie. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen begann er, den Stab in vorgeplanten Bewegungen zu schwingen und einige wenige Übungen immer und immer wieder zu zu absolvieren. Außerdem konnte es ganz sicher nicht schaden, das verweichlichte Fleisch, das seine Knochen umschloß, etwas zu fordern.
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Old 16.12.2009, 00:04 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #395
Saphiria
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Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
In den letzten Tagen hatte Saphiria recht wenig schlaf bekommen, zusammen mit Dragan versuchte sie weiterhin herauszufinden woher die Nebenwirkungen stammten und diese dann zu eliminieren.

Es war nicht einfach, sehr viel gab es zu bedenken, klar war bisher eigentlich nur, dass es nicht an einer einzelnen Zutat lag, sondern sicher an einer Wechselwirkung. Das Wissen machte es aber auch nicht leichter, es konnte an zwei oder auch an mehreren Zutaten liegen, das wussten sie noch nicht und es würde sicher auch noch eine ganze Weile dauern, dies herauszufinden. Es war Kleinarbeit, die einfach Zeit in Anspruch nahm, viel Zeit und as bedeutete wieder wenig Schlaf. Mann konnte nicht mit einem versuch beginnen und den dann unbeaufsichtigt lassen, das war einfach nicht die Art der Seherin. Sie nahm die Aufgabe sehr ernst und ging daher auch keinerlei Kompromisse ein.

Eben hatte sie noch einen Tee getrunken und sich nun auch wieder an die Versuche. Saphiria war nicht müde, sie schlief wenig und das reichte ihr auch. Hatte das aber auch wohl damit zu tun, dass sie bisher noch nicht wirklich viel erreicht hatte und natürlich gespannt war was letztendlich herauskommen würde.
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Old 16.12.2009, 20:43 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #396
Dalor
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Schwankend setzte der junge Mann eien Fuß vor den anderen, epicht darauf ja nicht umzu kippen, da er sich bewusst war würd er erst einmal liegen wäre es verdammt schwer sich erneut zu erheben.
Dalor hatte auf seiner Odysee durch die Wüste mehr erlebt als es ihm lieb war. Dem Varranter war bewusst gewesen das die Reise weg von Trelis, zurück in die Heimat, beschwerlich werden würde, doch mit den Dingen die ihm wiederfahren sind hätte er so nie gerechnet.
Er war einer Karawane die anscheinend jeder Stadt der Wüste ihr Warenangebot zeigen wollte, begegnet und hatte dort im Tausch für ein bisschen Hilfe Essen und Schutz bekommen. Doch als er sich des nachts Schlafen legte und am nächsten Morgen seine schweren Lider öffnete waren die Händler verschwunden gewesen und hatten das letzte bisschen Geld das Dalor besaß mitgehen lassen.
So begann eine Reise die er wohl nie vergessen würde, doch sie war es ihm wert dort hinzugelangen wo er nun stand. Al Shedim. Zu Hause.
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Old 17.12.2009, 13:13 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #397
Tinquilius
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
In den letzten Tagen war es öfter vorgekommen, dass Beben Al Shedim und die Umgebung heimgesucht hatten. Nachdem das erste fast unbemerkt vonstatten gegangen war, hatten sich die folgenden als kräftiger erwiesen, sodass auch diejenigen, die noch in Al Shedim verweilten, es spüren konnten. Eine Ursache jedoch fehlte noch.
„Es kann nicht magischen Ursprunges sein“, kam es von Riordian.
„Nein, es muss einen anderen Grund haben“, meinte Cronos auf Riordians Aussage hin.
Tinquilius schaute in die Runde. Er saß zusammen mit Riordian, Myxir, Cronos und zwei anderen hochrangigen Magiern an einem kleinen Tisch und beriet sich bereits seit einigen Stunden mit diesen darüber, was Sache war und was sie dagegen unternehmen konnten. Ein Ergebnis jedoch war noch in unbekannter Ferne.
„Es gibt auch Berichte über Beben aus nördlicher gelegenen Gebieten, vor allem an den Küsten“, fuhr Cronos fort. „Es muss somit einen größeren Ursprung haben, doch niemand hat bislang irgendeinen Grund dafür feststellen können.“
„Der Zorn der Götter?“, meinte einer der anderen. „Für frevelhaftes und gegen unsere Prinzipien sprechendes Verhalten?“ Stille trat ein. Keiner konnte – oder wollte – darauf eine Antwort geben. „Adanos hat bereits mehrfach das Land gesäubert, ob nun hier oder in Jharkendar. Wieso nicht wieder?“
Immer noch Stille. Will denn keiner dem Einhalt gebieten?
„Ich glaube nicht, dass wir uns gegen Adanos‘ Willen gestellt haben und er nun das Land von uns säubern möchte“, begann Tinquilius. „Es muss eine andere Ursache haben. Wir wissen bislang nur von Beben in Varant. Aber wie sieht es in den nördlicheren Regionen aus? In Myrtana und Nordmar? Vielleicht ist dort etwas geschehen, dass dies erklären würde.
Und auch wenn nicht: Sollte es tatsächlich Adanos sein, der das Land säubern möchte, so haben wir dagegen keine Chance und müssen uns seinem Urteil ergeben. Dies sollte aber nicht Grundlage unseres künftigen Handelns sein.“
Ein Großteil der Runde nickte zustimmend.
„Was wäre“, fuhr Tinquilius fort, wo er nun seine Meinung als gesichert ansah, „wenn wir uns mit den Feuermagiern in Verbindung setzen? Vielleicht wissen sie mehr. Oder die Schwarzmagier des Kastells?“
„Wir wissen zu wenig über die derzeitigen Umstände, als dass wir da uf viel Hilfe hoffen können“, meinte Riordian, „doch die Feuermagier könnten wahrhaftig etwas wissen. Wenn nun auch keiner noch etwas sagen möchte, würde ich dieser Runde schließen und sofort einen Boten nach Vengard schicken. Vielleicht erhalten wir ja eine gute Nachricht oder zumindest Hilfe.“
Es dauerte einige Sekunden, dann jedoch nickte die kleine Runde einheitlich und Riordian beendete mit knapp diese Gesprächsrunde.
Ob sie Nachricht aus Vengard erhalten würden?
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Old 17.12.2009, 16:24 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #398
Solveg
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Eine große Wasserblase, kurz darauf unzählige kleine Tröpfchen, einen Moment später wieder eine wabernde Blase und schlussendlich erneut Tröpfchen, die abschließend wieder eine Blasenform annahmen und diese dann auch behielten. Solveg spielte ein wenig mit dem Wasser, ehe er sein Ziel vom Vortag erneut angehen wollte. Die Blase zu einer Eiskugel zu machen, war kein Problem, das probierte er direkt noch einmal aus und ließ das Eis dann sofort wieder zu Wasser werden, das nun vor ihm in der Schwebe hing. Er teilte es erneut in etliche Tropfen, hielt diese nun aber ebenfalls nur in der Schwebe und lenkte sie nicht auf eine Kreisbahn, so wie zuletzt. Er wollte den Versuch zuerst in Ruhe meistern, da es beim ersten Mal in Bewegung nicht geklappt hatte. Mehrere Wasserteilchen, die nicht direkt miteinander verbunden waren, sollten gleichzeitig zu kleinen, spitzen und damit gefährlichen Eissplittern werden. Wenn er diesen Zauber so umsetzen konnte, wie bereit neulich angedacht und im Ansatz ausgeführt, war er eine tödliche Waffe. Ob er je davon Gebrauch machen würde, stand auf einem anderen Blatt geschrieben, im Angesicht der jüngsten Erlebnisse, die er zusammen mit Tinquilius aufgeklärt hatte, erschien ihm jedoch nichts mehr vollkommen unmöglich und damit war es auch keine verschwendete Zeit, sich mit solcher Magie in aller Ruhe auseinander zu setzen.
Wasser zu Eis und noch mal: Wasser zu Eis. Die Tröpfchen nacheinander zu vereisen, war keineswegs eine Schwierigkeit. Der Schriftgelehrte erinnerte sich nun in diesem Zusammenhang an eine frühere Lehre. Scheinbar waren seine Lehrmeister doch nicht so unfähig gewesen, wie er am Vortag noch gedacht hatte. Wäre auch ein Unding. Er musste einfach übertragen, was er auch beim Bewegen mehrerer Wassertröpfchen anwandte: Sieh die Masse als Ganzes, wirke die Magie raumgreifend und nicht zielgerichtet. Wer ihm das beigebracht hatte, wusste er nicht mehr, die Idee war aber so einfach wie effektiv: Wenn er das Gebilde von hunderten Tröpfchen einfach wie die Wasserblase als Ganzes ansah, hatte er im Prinzip auch nur ein Ziel, erreichte so aber eine Masse von Zielen und damit das, was er bezwecken wollte.
Die Umsetzung gestaltete sich ähnlich einleuchtend, als er sah, was er auf diese Weise bewirken konnte, erschien ihm auch die Realisierung dieses Zaubers für bewegende Tropfen einfach: Hoch konzentriertes und fehlerfreies Vorgehen war die einzige Voraussetzung. Um den Vorgang zu verinnerlichen, ließ der Magier die Tröpfchen direkt mehrmals zu kleinen Eiskristallen werden, taute sie wieder auf und ließ sie wieder gefrieren, bis er ihnen dann Antrieb verlieh und sie zuerst nur durch die Luft schleuderte und dabei ihren Zustand mehrfach änderte, ehe er abschließend den trockenen Boden als Ziel wählte, auf dem die kleinen Eissplitter scheinbar klirrend in tausende Teile zersprangen und so in der Hitze Varants schnell verdunsteten.
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Old 17.12.2009, 19:20 Profil Homepage Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #399
Kilijan
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Das Wüstenvolk Adanos' im Forenrollenspiel
Es waren nur noch wenige Tage bis zur Sonnenwende und dies zeigte sich auch über der Wüste: Die Dunkelheit war schon lange hereingebrochen, Kilijan saß auf einer der den Tempelvorplatz flankierenden Steinstiegen. Die Wüstennacht war kalt, so kalt, dass er bereits wieder den dicken Pelzmantel trug, den er letztes Jahr für seine Reise nach Nordmar angeschafft hatte. Ach, Nordmar. Es war tatsächlich schon so lange her. Er vermisste den beißend kalten, aber frischen und offenherzigen Winter des Gebirges. Die Wüste war kein schöner Ort, um ihn zuzubringen, aber der frischgebackene Novize hatte keine Wahl; seine Lehre und seine Schmiede gingen vor. Auch wenn die Schmiede nicht gerade überlaufen wurde und er häufiger Zeit fand, an seinem Damastrohling zu arbeiten, seit immer mehr der Nomaden in die Wüste hinauszogen. Das verurteilende Kopfschütteln Baldvins erschien vor seinem geistigen Auge und unbewusst schüttelte auch Kilijan den Kopf. Diese Idioten. Als ob die Weite der Wüste ihnen mehr Schutz oder ein besseres Leben bieten könnte, als Al Shedim. Es gab nur wenige wirklich talentierte Brunnenbauer und die meisten von ihnen waren auch verschwunden. Diese Versplitterung konnte so leicht zu einem vollständigen Aussterben des Wüstenvolkes führen!
Kilijan verscheuchte die undankbaren Gedanken und konzentrierte sich auf die Kerze in seinem Schoß, durch die er seit geraumer Zeit in die Unendlichkeit starrte. Eine Regung der Macht, es war wie ein Faustschluss des Willens, und die Kerze entflammte flackernd. Seufzend stellte er sie beiseite und lehnte sich zurück. Er hatte vor einige Tagen entdeckt, dass sich eine Münze, die er mal um mal mit magischer Energie geladen und umfasst hatte, sich erwärmt hatte. Diese Erkenntnis hatte schnell zu dem Versuch geführt, mittels Magie Feuer zu machen, wie es andere der Novizen bereits beherrschten. Es war eine extrem einfache Übung, da es nur darum ging, einen Stoß Magie sehr konzentriert und schnell aus sich herauszubringen und diese möglichst chaotisch auf kleinem Raum zu verwirbeln. Die Temperatur wurde dann hoch genug, dass sich Kerzen oder Holzspäne entzündeten. Er seufzte abermals. Obgleich er objektiv gute Fortschritte machte, hatte er nicht das Gefühl, ernsthaft in die Materie der Magie einzudringen oder auch nur irgendwie weiter zu kommen. An Andras lag es nicht, er war zwar selten auffindbar, hatte es aber bis jetzt stets geschafft, Kilijan mit wenigen Worten über die entsprechende Hürde zu stoßen. Es war vielmehr ein irrationales Ohnmachtsgefühl gegenüber einem Themengebiet, das so gigantisch war, dass man sich vorkommen musste, wie eine Ameise vor einem Berg. Die Stirn des Schmieds legte sich in Falten. Ein plötzlicher Luftzug löschte die Kerze. Dann flammte sie wieder auf. Wurde ausgeblasen. Entflammte erneut. In sehr geringem Ausmaß konnte man auch die Luft mittels Telekinese bewegen, aber es war ein anstrengendes und ephemeres Vergnügen.
Kilijan rieb seine Hände, die von der Nachtluft langsam durchfroren und erhob sich. Die Luft knisterte, als die Kerze von magischer Energie durchströmt wurde, um einen kurzen Augenblick später in seine Hände zu schweben und er machte sich bereit, nach Hause zu gehen.
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Old 17.12.2009, 19:34 Profil Beiträge suchen Zur Buddyliste hinzufügen   #400
Dalor
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Sich schüttelnd und zähneklappernd lief Dalor schnellen Fußes durch Al Shedim. Der junge Mann hatte sich am Abend davor in eine verlassene Ruien gelegt und war eingeschlafen. Doch nur um am nächsten Morgen mit schmerzen in Gelenken und Rücken zu erwachen.
Doch es half nichts, er war zurück. Zurück in Al Shedim. Und das nach einer doch beträchtlichen zeit.
So hatte er den ganzen Tag nach Hinweisen, auf den Verbleib seine Vaters, gesucht hatte. Erfolglos.
Niemand wollte sich an an den alten Säufer erinnern. Und Freunde, zu denne Dalor hätte gehen können, existierten so gesehen auch nicht.
Ihm blieb nichts anderes übrig sich eine kleien Arbeit oder dergleichen zu suchen. Vieleicht gab es ja auch einen Bürger, der ihm für ein bisschen Hilfe ein Dach über dem Kopf geben würde.
Derart in Gedanken, merkte Dalor nicht das er geradewegs auf einen Mann, der nicht minder geistig abwesend war wie er selbst zulief.
So rempelte er ihn an. "Ohh. Entschuldigt."
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