10.12.2009, 22:38
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#41
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IBoy sagt: Kliööö!
Join Date: Jun 2004
Location: lux Innos nostram viam collustrat
Posts: 3,186
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"Einen schwachen Moment?", fragte der Priester.
Es war keine Wut, die in ihm aufstieg, denn soetwas wie Wut hatte er in seinen Leben wahrscheinlich noch nie verspürt, er versuchte immer alles so ruhig wie möglich anzugehen. Es war Enttäuschung.
"Ein Magier sollte sich seiner magischen Kraft bewusst sein. 'Schwache Momente' wie du sie nennst, können Menschen das Leben kosten.
Wenn deine Anschuldigung wahr ist, werden wir wohl noch einmal allein mit Yasmin sprechen müssen, denn schließlich soll es die Männer ziemlich stark getroffen haben, doch hörte ich bis jetzt noch davon und habe mir selbst noch kein Bild gemacht.
Unsere Magie ist nicht nur Licht spendend, sondern auch vernichtend. Dies sollte euch allein klar sein. Ihr bekommt die Magie gelehrt, um durch sie Weisheit und geistige Stärke zu erlangen und nicht um damit Menschen so stark zu verletzten. Auch in einem 'schwachen Moment' sollte sich ein Magier darauf besinnen können, dass es auch schwächere Formen der Magie gibt, die dennoch ihr Ziel nicht verfehlen sollten. Doch das verwendete Ausmaß magischer Energie schien nicht sehr durchdacht gewesen zu sein.
Ich werde alles, was du mir gesagt hast, an die Françoise weitergeben. Sie wird am Ende zusammen mit dem hohen Rat darüber entscheiden wie mit euch verfahren wird.
Hast du noch etwas, was du mir sagen möchtest? Ansonsten würde ich mich gleich auf den Weg zu der obersten Feuermagierin machen."
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10.12.2009, 22:50
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#42
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Ehrengarde
Join Date: May 2007
Location: Skills:(5/12) Magie Innos 3; Stabkampf 2 --- Gilde Innos' --- Rang: Innospriester --- Waffe: Schwarzer Kampfstab --- Lehrmeister der Innosmagie I & II
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Callindor überlegte, doch wirklich relevante Fakten fielen ihm nicht mehr ein.
"Mmh .., nein, zur Zeit könnte ich nicht mehr sagen. Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt und dankt auch der Oberin Mutter, dass sie dies möglich gemacht hat. Ich bin dankbar dafür, und sicherlich auch alle anderen, die sich davon etwas erhoffen, nämlich, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Denn wofür stehen wir sonst, wenn micht dafür.
Und wegen Yasmin ... es stand mir nicht zu, sie in solch ein Licht zu rücken. Vielleicht stelle ich die Geschehnisse falsch dar, oder habe etwas übersehen, ihr solltet wirklich noch einmal persönlich mit ihr darüber reden. Es behagt mir nicht, sie möglicherweise diskreditiert zu haben."
Man konnte förmlich heraushören, wie Callindors Worte schlingerten, er war ihm nicht wohl dabei, jemanden aus dem Orden so anzuschwärzen, auch wenn es nur Yasmin war, die wohl griesgrämigste Magierin, die dieser Orden jemals hervorgebracht hatte.
"Aber vielleicht sollte eine weitere Befragung eher eine holde Dame übernehmen. Bei Männern reagiert Yasmin nicht selten etwas unwirsch, nur eine Mahnung zur Vorsicht. Ansonsten gehabt euch wohl, ehrenwerter Priester und danke noch mal für die Zeit. Innos erleuchte unseren Pfad und Glück auf allen Wegen."
So ließ Lopadas nach der Wache rufen, ließ sich aufsperren und kaum danach war es wieder ruhig und dunkel, nachdem ebenso Vic mit dem Priester verschwunden war.
Callindor seufzte und hoffte, seine Sache gut gemacht zu haben und dankte in Gedanken auch noch einmal Vic für die Unterstützung.
Last edited by Callindor; 10.12.2009 at 22:53.
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10.12.2009, 22:53
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#43
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Veteran
Join Date: Dec 2006
Posts: 551
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Thara fiel erledigt auf sein Bett, Kisten schleppen war nach einer Zeit, in der er praktisch gar nichts getan hatte doch sehr anstrengend. Er hatte sich als Kistenschlepper am Hafen verdingt, denn die vielen Händler, die durch die Absperrung der Stadt nun im Hafen festsaßen ließen ihre Waren entweder einlagern oder aus den Lagerhallen auf die Schiffe verladen, brauchten Arbeitskräfte, die sich in der Bevölkerung nur zu leicht finden ließen. In den Tavernen gab es immer ein paar kräftige Männer, die sich etwas dazuverdienen wollten, um noch sich noch ein wenig mehr Met leisten zu können.
Thara hatte nicht viel verdient und das bisschen, was er verdient hatte hatte er auch gleich wieder dem Besitzer des Gasthauses gegeben, um seine Miete zu bezahlen. Das er nicht viel verdiente war klar, er hatte längst nicht mehr die Kraft, die er früher hatte, nachdem er nun mehr als ein Jahr praktisch nie trainiert oder schwere Arbeiten ausgeführt hatte. Allerdings wollte er nun wieder anfangen und auch wieder in der Gilde Innos' tätig werden, sofern man ihn wieder aufnahm. Aber es hatte alles noch Zeit.
Er hoffte nur, dass man ihn wieder aufnahm.
"Nun... Das Leben ist eins der Härtesten. Wer etwas erreichen will, der muss Fleiß zeigen."
Außer Coryl war niemand da, der das hätte hören können, aber der Vogel, der bis eben noch mit geschlossenen Augen auf einem Balken gesessen hatte, flog nun auf einen Bettpfosten und sah ihn fragend an.
"Ach Coryl, dein Leben hätte ich manchmal gerne. Essen kriegen, frei fliegen wann und wohin es einem beliebt. Das muss schön sein...", Thara griff in eine seiner Taschen und fischte daraus ein paar Körner hervor, die er seinem Vogel einzeln zuwarf. Coryl fing diese elegant auf und schlug jedesmal, wenn er das Korn heruntergeschluckt hatte kurz mit seinen Flügeln, wie als würde er sagen "Wirf mir noch eins zu!".
Unwillkürlich musste Thara lächeln, setzte sich auf und streichelte seinen treuen Begleiter, das Fell verfärbte sich dabei schwarz, an den Stellen, an denen er ihn berührte.
Sein langer gelber Schnabel streifte seine Wange, als wollte er sich bei ihm für das leckere Futter bedanken.
Der Ben Nathan seufzte noch einmal und dann legte er seine Kleidung ab und legte sich hin.
Er hoffte, dass er heute Nacht keine Alpträume haben würde.
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10.12.2009, 23:34
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#44
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IBoy sagt: Kliööö!
Join Date: Jun 2004
Location: lux Innos nostram viam collustrat
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Zusammen mit der Wache verließen der Adlatus und Lopadas wieder die Gefangenenräume. Ihm war es unheimlich dort unten, was für ihn noch mehr ein Grund dafür war, niemals etwas zu tun, was jemanden dazu veranlassen könnte ihn in so ein Loch zu werfen.
"Du wirst wieder zurück ins Tempelviertel gehen und dich in dein Zimmer zurück ziehen, damit du morgen wieder voller Kraft für den Dienst im Kloster bist. Den Rest übernehme ich, deine Aufgabe ist, denke ich, erfüllt."
Der Adlatus nickte kurz und verabschiedete sich von dem Priester. Dann wandte sich der Schriftgelehrte an den Soldaten.
"Bring mich bitte zu Françoise, sie wird sicherlich schon warten."
Der Barbier konnte von Glück reden, dass er den Soldaten dabei hatte, denn allein hätte er sich wahrscheinlich nicht so gut in der Burg zurecht gefunden und hätte ständig nach dem Weg fragen müssen, aber so ging es relativ schnell.
Nachdem sie ein paar Treppen hochgelaufen waren und ein paar Gänge verfolgt hatte, stellte sich der Soldaten neben eine Tür und wies mit der Hand auf diese.
"Ich danke, dir.", sagte Lopadas und klopfte lautstark an das Holz.
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10.12.2009, 23:48
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#45
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this mission sucks
Join Date: Feb 2005
Posts: 13,951
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Der Abend lag ruhig über Vengard als Françoise zum Fenster hinaussah. Von hier oben deutete nichts auf die Unruhen hin, die die Stadt noch vor einigen Tagen geplagt hatten. Immer noch sorgte sich die Priesterin über das Wohlergehen des Königs. Seine Genesung verlief schleppend, obwohl Françoise inzwischen mit Sicherheit sagen konnte, dass er überlebte, falls kein weiterer Zwischenfall geschah. Lautes Klopfen holte die Zauberin aus ihren Gedanken. Sie bat herein und war nicht überrascht, wer zu Besuch kam.
»Sei gegrüßt, Lopadas. Du kommst vermutlich wegen der Unterredung mit Callindor und den anderen. Was hatten sie zu berichten?«
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11.12.2009, 00:03
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#46
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IBoy sagt: Kliööö!
Join Date: Jun 2004
Location: lux Innos nostram viam collustrat
Posts: 3,186
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"Ich habe mich bisher nur mit Callindor unterhalten, aber aus dem Gespräch kam hervor, dass wir uns noch mit mindestens zwei anderen unterhalten müssten, aber dazu später.
Callindor beteuert die Unschuld der Gruppe. Sie wollten unangekündigt eine Audienz beim König und hatten deshalb eine Auseinandersetzung mit den Wachen vor dem Thronsaal. Genau in diesen Moment soll sich die Explosion ereignet haben. Das heißt, dass sie eigentlich, laut der Aussage von Callindor, nur zur falschen Zeit, am falschen Ort waren. Die Wachen der Burg sollen sie natürlich gleich als Attentäter gesehen haben und deswegen sind sie geflüchtet.
Auf der Flucht kam es dann zu den Zwischenfall mit den verbrannten Soldaten. Callindor meinte, dass Yasmin, die hohe Feuermagierin, in einer hitzköpfigen Aktion ihre Kräfte gegen die Soldaten gerichtet haben. Mit ihr sollten wir uns auf jeden Fall näher befassen, denn dies ist ein ganz klarer Missbrauch ihrer magischen Kräfte.
Am Ende haben sie sich dann doch gestellt und sitzen jetzt im Kerker. Bei ihnen ist auch ein Wassermagier, der ebenfalls mit der Sache nichts zu tun haben soll. Sein Name ist Hyperius. Vielleicht sollten wir auch nochmal mit ihm reden, damit auch von ihm einen Situationsbericht bekommen können.
Dies wäre soweit die Erklärung, die Callindor zu der Sache abgegeben hat."
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11.12.2009, 00:37
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#47
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Wachsames Auge
Join Date: Sep 2005
Location: Köln
Posts: 3,599
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Vengard, eine Stadt im Chaos?, das ganze Treiben der letzten Tage hinterließ den Eindruck, zumindest wenn man noch nichts schlimmeres gesehen oder erlebt hatte. In jeder Gasse und Strasse patrouillierten Soldaten, Gardisten durchsuchten Häuser, verschafften sich teilweise mit Gewalt Zutritt. Man mochte meinen, der gemeine Bürger sei hinter verschlossenen Türen zum Feind erklärt worden. Zig Festnahmen, die Kerker zum Bersten gefüllt, wann hatte es das schon mal gegeben? Die Stimmung in der königlichen Stadt äußerst gespannt, Wut, Empörung, Angst, Sorgen, all diese Empfindungen konnte man in den Gesichtern der Bewohner Vengards ablesen, wenn sie es nicht schon anders zum Ausdruck brachten. Manche Bürger machten ihrem Unmut lauthals Luft, wer wollte es ihnen verdenken? Sie wurden von der Armee schlecht behandelt, schlimmer ging es in den Orkstädten sicherlich auch nicht zu. Gab es wirklich keinen anderen Weg, die Attentäter zu fassen?
Eine Frage, die nun nicht mehr von Belang war, Geschehenes konnte man nicht mehr rückgängig machen, Innos stellte die Menschen erneut auf eine harte Probe. Wenigstens waren die drastischen Maßnahmen des Militärs von Erfolg gekrönt, die hinterhältigen Halunken, die dem König nach dem Leben trachteten, hinter Gittern. Nicht auszudenken, wenn diese Festnahmen nicht geglückt wäre, Revolution der Bürger?, kein abwegiger Gedanke, aber ein Gedanke, den Ulrich sich in seiner Vorstellung nicht ausmalen wollte. Glück im Unglück?, wohl kaum, manche Bürger gaben sich damit zufrieden, das die Attentäter gefasst wurden, beruhigten sich nach und nach, zeigten Verständnis für die rüde Vorgehensweise der Armee.
Doch es gab andere, die sich zu später Stunde allmählich auf dem Martplatz versammelten, sie wollten die Verbrecher sofort am Galgen sehen, am liebsten eigenhändig aufknüpfen. In Sprechchören machten sie ihrer Forderungen Luft, sie wurden lauter, sie wurden mehr. Was tun?, wieder mit Gewalt gegen Bürgern vorgehen?, dies zu entscheiden lag nicht in der Macht Ulrich, wofür er nicht wirklich undankbar war.
So beschränkte sich der Paladin auf das, was ihm im Augenblick am vernünftigsten erschien, die Situation beobachten und versuchen erhitzte Gemüter zu beruhigen, wenigstens die aus den eigenen Reihen. Die Soldaten, die das Tor zur inneren Burg versperrten, waren äußerst angespannt, sie mussten einiges ertragen. Dennoch durfte Niemand die Nerven verlieren, deshalb signalisierte Ulrich Gelassenheit, aber auch Bereitschaft zum Handeln. Als Zeichen dessen, steckte sein Schwert nicht in der Scheide, die edle Klinge hatte er gut sichtbar, aufrecht, neben sich an die massive Wand der Burgmauer gelehnt, einige Kameraden taten es im gleich. Die Idee schien zu funktionieren, wenigstens im Augenblick, der Pöbel grölte weiter seine Parolen, machte aber keine Anstalten sich gewaltsam Zutritt zur Burg zu verschaffen, eine Art Waffenstillstand, könnte man meinen – wie lange würde er halten?
Plötzlich verstummte die versammelte Menge auf dem Marktplatz, Köpfe wurden gedreht, leises Gemurmel, fragende Blicke, Totenstille, nur noch ein leises Säuseln des Windes zu vernehmen. „Die Erde bebt“ flüsterte Jemand, Schulterzucken, nickende Menschen, irgendetwas ging gerade vor, ohne Zweifel, das spürte auch Ulrich, wenn seine Sinne ihn nicht täuschten. Der Paladin horchte, schaute sich um, eine große Truppe von Soldaten war da nicht im Anmarsch, so hätte man die Vibration des Bodens vielleicht logisch erklären können. Einer Intuition folgend, berührte Ulrich mit seiner flachen Hand die Burgmauer, sie pulsierte, so der Eindruck. Welch Teufelswerk ist hier zugange? fragte sich der Paladin, dem die eigenen Wahrnehmungen nicht geheuer vorkamen.
Sein Blick fiel auf Famulus, sein Schwert, das nun schon über viele Jahre ein treuer Begleiter war, es schien sich zu bewegen. Es rutschte weg, der Paladin war nicht imstande es in die Hand zu nehmen, schaute einfach nur zu. Einige Wimpernschläge später durchbrach ein metallisches Geräusch die gespenstige Stille, der schwere Einhänder von Ulrich lag nun am Boden. Wie auf Kommando brach der Mob in Gelächter aus, zeigten mit Fingern und höhnisch anmutenden Gesichtausdrücken auf sein Schwert, das einfach umgefallen war - war es das wirklich? Der Paladin würde keine Wette darauf abschließen, doch es kam ihm tatsächlich so vor, als hätte die Erde gezittert. Dem Pöbel war es wohl egal, sie stimmten wieder ihre Parolen an und forderten den sofortigen Tod der Attentäter des Königs. Ulrich hob sein Schwert auf, lehnte es wieder neben sich an die Wand und tat so, als wenn nichts geschehen sei. Möge diese Nacht ohne Blutvergießen enden, so hoffte der Paladin inständig, als er sich wieder etwas gefasst hatte.
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11.12.2009, 00:39
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#48
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this mission sucks
Join Date: Feb 2005
Posts: 13,951
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»Kindische Narren. Niemand erzwingt sich ungestraft den Zugang zum König. Ich sollte mehr Strenge im Umgang mit ihnen zeigen, damit sie in Zukunft auch einen Gedanken an die Etikette bei Hof verschwenden, bevor sie ihn stürmen.«
Françoise schüttelt den Kopf und wandte sich vom Fenster ab. Ihre Tür stand beinah jedem offen, ganz im Gegensatz zur Tür des Königs. Kein Protokoll und keine Etikette schrieb den Ablauf einer Audienz bei der obersten Feuermagierin vor. Offenbar hatte diese Nachsicht sich jetzt als fataler Fehler erwiesen.
»Doch vielleicht ist genau das der Grund, weshalb sie unschuldig sein werden. Weil es Narren sind, allerdings ehrliche Narren. Obwohl ihre Hitzköpfigkeit ihnen gleich die nächste Schlinge um den Hals legte. Wie soll ihnen jemand ihre Unschuld glauben, wenn sie sie selbst zunichte machen?
Was der Wassermagier weiß, könnte deshalb sehr wichtig für uns sein. Er hat nichts mit dem Attentat zu schaffen gehabt, daher muss er freigelassen werden. Ich wünsche, dass du ihn befragst, Lopadas. Über das Attentat selbst wird uns vermutlich nur der König Auskunft geben können. Bis dahin werden Callindor und die anderen wohl oder übel im Kerker verbleiben müssen.
Nun denn, ich muss mich wieder um die Gesundheit des Königs kümmern. Gute Nacht und viel Erfolg.«
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11.12.2009, 07:24
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#49
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Kämpferin
Join Date: Oct 2005
Posts: 391
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Kalt war die Nacht gewesen, Exorbita hatte aber keine Möglichkeit gehabt sich aufzuwärmen. In letzter Zeit schien einfach der Wurm drin zu sein, eine Krise jagte die Nächste und schien diese Überstanden ging es gleich weiter.
Die Augenscheinlichen Attentäter waren gefasst, näheres wusste die Edelmagd nicht aber das hatte gleich wieder einer Meute die Gelegenheit gegeben weiter zu hetzen.
In der letzten Zeit hatten die Bürger dieser Stadt viel mitmachen müssen, auf der Jagd nach den Attentätern war die Garde auch nicht gerade zimperlich mit ihnen umgegangen. Einige machten gar keine Probleme, viele hatten verstanden, dass es einfach nicht anders ging, die wollten die Kerle auch im Kerker sehen.
Andere wieder hatten ihnen die Arbeit nur noch schwerer gemacht und als sei das nicht genug gewesen wollte der Mob jetzt auch noch Selbstjustiz üben. Natürlich konnten sie das nicht zulassen, die waren gefangen aber schließlich noch nicht überführt und selbst wenn dem so sei, legten andere die Strafe fest. Die ehemalige Söldnerin hatte dahingehend nichts zu sagen, ihre Aufgabe war es für Ruhe und Ordnung zu sorgen und zusammen mit ihren Kameraden versuchten sie dies auch.
Momentan bestand ihre Aufgabe aber nur darin, die Bürger davon abzuhalten, die Burg zu stürmen. Einige hatten zumindest zeitweilig ihre Waffen abgelegt, Exorbita aber dachte gar nicht daran, sie wollte niemanden verletzen aber wenn es ernst werden würde, wollte sie sich verteidigen können.
Noch hielten sich die Bürger zurück, die Gewissheit wahrscheinlich den Kürzeren zu ziehen hielt sie noch davon ab. Es kam aber vielleicht die Zeit, da machte einer auch nur den geringsten Fehler und die Meute würde nicht mehr zu halten sein. Zu ihrer eigenen Sicherheit ging die ehemalige Söldnerin mal vom Schlimmsten aus, darauf würde sie dann reagieren können, die Lage auf die leichte Schulter zu nehmen war in ihren Augen ein großer Fehler. Vielleicht würde man dann nicht mehr rechtzeitig reagieren können, das eigene Leben hing daran und Exorbita hing an ihrem.
Die ersten Vögel hatten angefangen ihr Morgenlied anzustimmen. Exorbita war es gar nicht klar gewesen, dass schon sehr bald die Sonne wieder aufgehen würde.
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11.12.2009, 17:08
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#50
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Veteran
Join Date: Dec 2006
Posts: 551
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"Alle Mann sofort hoch kommen! Das ist ein Befehl!"
Thara hob gerade wieder eine Kiste auf den Turm im Bauch des Schiffes, als er den Ruf vom Deck vernahm. Was war denn jetzt schon wieder? Grad erst vor einer Weile hatte der Händler sie alle zusammenrufen lassen, um sie (wieder einmal) zu ermahnen, vorsichtig mit seiner Ware umzugehen. Würde etwas kaputt gehen würde man seinen Lohn nicht bekommen. Immer wieder die gleiche Leier.
Murrend begaben sich Thara und der Rest der Kistenschlepper aufs Deck und setzen sich hin, wo es ihnen passte. Thara erinnerten diese Ansprachen vom Händler immer an seine Zeit auf den Schiffen, kurz nachdem seine Sippe ermordet worden ist. Ein paar saßen auf Kisten, die noch nicht hinuntergetragen worden sind, andere saßen auf dem Boden, ein paar standen herum oder lehnten an der Reling.
Man hörte, wie mehrere Personen auf die Planke, die zum Schiff lag, traten und gleichzeitig hörte man, wie Stahl auf Stahl prallte. Gardisten. Aber wie war es anders zu erwarten? Die ganze Stadt wurde durchsucht, da war es auch kein Wunder, dass die Schiffe mitsamt der Ladung untersucht wurde, ebenso wie die Männer, die darauf arbeiteten. Der Händler stellte sich in die Mitte und fing an zu reden:
"Männer, ich muss leider die meisten von euch heimschicken. Die Gardisten müssen das Schiff durchsuchen und ihr werdet auch noch einmal durchsucht, bevor ihr nach Hause gehen könnt. Euren Soll bekommt ihr unten. Ihr 6 da, ihr bleibt hier und werdet die Kisten eine nach der anderen für die Gardisten öffnen und wieder verschließen. Dafür bekommt ihr auch den doppelten Soll. Der Rest: Geht nach Hause."
Die Gardisten stellten sich an die Reling, wo die Plange zum Pier anlag und untersuchten jeden einzelnen kurz und oberflächlich, bevor sie ihn weiterließen. Ich stellte mich an und nach einiger Zeit kam ich an die Reihe. Der Gardist öffnete ein paar meiner Beutel, dann ließ er mich runtergehen, dort angekommen bekam ich von dem Assistenten des Händlers meinen Soll und ging Heimwärts, aus den Augenwinkeln sah ich noch, wie einige der Arbeiter bereits die nächse Schenke nach dem Hafentor betraten.
Ich ging weiter ein wenig ins Armenviertel hinein, bog dann rechts ab und ging über den Markt. Vor der Burg standen wieder (oder immernoch?) Bürger und riefen ihre Parolen. Die Händler am Markt störten sich nicht daran, ein paar bekamen dadurch auch mehr Profit, also war es wahrlich nicht schlecht für sie. Man sah ein paar der Gardisten herumstehen, die scheinbar die wenig freudvolle Aufgabe zugeteilt bekommen hatten, die Menge zu bewachen. Thara seufzte und verfolgte wieder seinen Weg in Richtung Gasthaus.
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11.12.2009, 17:35
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#51
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Burgherrin
Join Date: Mar 2005
Location: .....................Vengard Gilde:..............Gilde Innos' Rang:....................Paladina Beruf............Pferdehändlerin, Waffe:......geliehenes Schwert Skills:.....Einhand I, Reiten II
Posts: 1,797
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Stumm glommen die Tränen Innos’ in der Dunkelheit. Ihr Licht wurde stärker, wärmer, erfüllte den Raum mit göttlicher Helligkeit, enthüllte nassen Stein, schmutziges Stroh und eine einenbeschlagene Eichentür. Dann, ganz langsam, verlosch es wieder, hüllte die Zelle in Dunkelheit, bis nur noch ein kaum sichtbarer Funke in der Phiole glühte, der im nächsten Augenblick wiederum erstarkte.
Seit Stunden ging das so. Wie um sicherzugehen, dass Innos’ Segen auch in dieser finsteren Stunde mit ihr war, rief Wenda immer wieder sein Licht in die Phiole, die um ihren Hals an einer silbernen Kette hing.
Es war ihr gar nicht bewusst gewesen, dass sie in der Lage war, das Leuchten, das ihr in den vergangenen Jahren im Dunkel der Nacht und des Zweifels Erleuchtung geschenkt hatte, derart zu kontrollieren. Wie genau sie das machte, vermochte sie nicht einmal zu sagen. Ein Gedanke an Innos’ wärmendes Feuer genügte, um die Tränen aufglimmen zu lassen; konzentrierte sie sich auf ein stummes Gebet, erstrahlten sie fast blendend. Das Licht schenkte ihr die Gewissheit, dass ihr Gott mit ihr war. Schwieriger war es, stattdessen das Licht zu löschen.
Daher übte die Paladina. Sie hatte ja Zeit.
Dies war nicht das erste Mal, dass sie im Kerker der Garde gefangengehalten wurde. Damals in Khorinis war sie als Anhängerin des verräterischen Baron Atharics gehalten worden. Medin war es dann gewesen, der ihr Vertrauen geschenkt und ihre Freilassung bewirkt hatte, da sie zusammen mit Win’Dar Atharic nicht unterstützt, sondern ausspioniert hatte.
Auch jetzt, dessen war sie sicher, würde sie bald wieder frei sein.
Trotzdem plagte sie das schlechte Gewissen. Hatten sie wirklich richtig gehandelt? Seit Yasmin ein paar Wachen schlimm verletzt hatte, spätestens aber seit die Gruppe gefasst und unter Waffen abgeführt werden musste, fragte sie sich, ob ihre Flucht berechtigt gewesen war.
Seit Atharic hatte sie sich nicht mehr in einer solchen Grauzone der Loyalität befunden.
Hätte sie die Entscheidung, die Nero ihr nun abgenommen hatte, nämlich die Flüchtigen der gottgegebenen Richtsbarkeit der Krone zu übergeben, schon viel früher treffen müssen?
Die Zeit kroch dahin.
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11.12.2009, 17:42
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#52
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Ritter
Join Date: Aug 2007
Location: Reddock....Gilde: Gilde Innos.....Rang: 5 (Ritter).....RPG: Rang 3 (Knappe)
Posts: 1,619
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Matthew betrachtete stolz die geschaffte Arbeit:
Ein fantastischer Kampfstab, er war stabil und in den richtigen Händen eine gefährliche Waffe. Viel Zeit hatte dieser Stab Matthew gekostet doch jetzt war er endlich fertig. Außerdem auch ein Dolch, geschwärzt und mit einem Griff aus Crawlerplatten, es war eine wunderschönes Werkzeug, scharf und stabil. Dann noch 10 Wurfmesser, hier hatte sich der Schmied wahrlich selbst übertroffen. Matthew lies jedes einzelne stolz durch die Hände gleiten. Und zu guter Letzt noch ein Messer mit Sägerücken. Es war gut geeignet für sämmtliche Arbeiten, sehr Stabil, wirklich fast unzerstörbar, dafür allerdings auch nicht so scharf wie die Wurfmesser und der Dolch. Dennoch, ebenfalls ein Meisterwerk. " Das wird Grim gefallen..." murmelte Matthew vor sich hin und legte nun die Wurfmesser, den Dolch und das Messer in ein weißes Tuch. schnell verschnürte er alles zu einem Packet und nahm es unter den Arm, den Stab hielt er in der rechten Hand und lief nun zum Trainingsplatz, oben, da wo die Stadtwachen auch trainierten. Sie mussten heut mit dem Training weiter machen, Grimbar würde sich also noch gedulden müssen mit seinen Waffen. Matthew lief um eine Ecke und sah schon den Platz, was würde er heute mit Grim machen? Ein bisschen die Reaktion trainieren? Oder Körperbeherrschung? Oder wie man richtig fällt?
An ihrem Treffpunkt angekommen verstaute er die Waffen auf einer Bank, gut sichtbar und erreichbar für ihn, niemand sollte seine harte Arbeit einfach klauen können. Dann machte er sich an die Arbeit den Trainingsplatz für Grim herzurichten. Matthew entschied sich dafür, heute mal die Körperbeherrschung des jungen Schülers zu verbessern, dafür würden sie den Schwebebalken nehmen. Zum warm machen mal ein par Dehnübungen und ein bisschen Krafttraining.
" Fein..." Meinte der Rebell zu sich selbst und sah sich zufrieden um, alles war da was sie brauchten. Und da Grimbar noch nicht da war, wollte er selbst mal ein bisschen Trainieren. Er zog seine schweren Schuhe und die beengende Rüstung aus, umso freier man bei solchen Übungen war umso besser. Dann kletterte er galand auf den Schwebebalken und lief erstmal konzentriert hin und her, dann hüpfte er mit einem Bein hin und her und schließlich schmiss er sich auf die Hände und lief auf ihnen hin und her. Er bemerkte dass er viel wackeliger war als früher, doch nach ein par Runden hörte das wackeln auf und Matthew fühlte sich wie neu geboren. Das Trainieren tat mal wieder gut.
Immernoch auf den Händen sah Matthew dass Grim anmarschiert kam. " Na da bist du ja entlich, schnapp dir da hinten die Stange und mach ein par Klimmzüge, dann kannst du joggen, dann kannst du ein Fass ein par mal stämmen und dann joggst du wieder. Solange bis du richtig ins Schwitzen gekommen bist. Danach kommst du wieder zurück. Und so geschah es, Grimbar belastete ordentlich die Muskeln während Matthew es genoss seinen in letzter Zeit ziemlich steiff gewordenen Körper mit Dehnungen und Übungen zu lockern. Schließlich tauchte Grimbar wieder auf, völlig verschwitzt, mit knallrotem Gesicht und die Arme schlaff von sich herunter hängend. " Gut gemacht..." Meinte der Lehrer zufrieden und stand aus seinem Schneidersitz auf. " Jetzt ein par Dehnübungen um den Körper zu lockern. Zuerst ein Spagat, es macht nichts wenn du nicht ganz runter kommst, ich hab noch nie erlebt dass ein Schüler das beim ersten mal geschafft hätte." Matthew machte es vor, er lies beide Beine in entgegengesetzte Richtungen flutschen, bis das Hinterteil am Boden war und die Beine weit ausgebreitet ebenfalls auf dem Boden lagen. " Das zieht unglaublich gut..." Gab er grinsend von sich. In wirklichkeit hasste er dieses Gefühl. Grim sah so aus als ob er an dieser Übung sehr zweifelte. " Bevor du anfängst... Zeig ich dir noch etwas anderes dass du auch üben darfst." Meinte Matthew und stand auf, nur um sofort wieder die Hände auf den Boden zu setzen und einen Handstand zu machen. "Das hier wirst du auch üben, wie du das anstellst ist mir egal. Aber wir haben zu wenig Zeit um uns davon aufhalten zu lassen, also üb das selbstständig. Bis in einer Woche hast du Zeit, dann kontrollier ich das mal." Matthew sah sich um. " Fein, dann mach das erstmal, danach machen wir auf dem Balken weiter. Ein bisschen springen, ein bisschen rollen, balancieren, du weißt schon."
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11.12.2009, 17:47
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#53
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Kämpfer
Join Date: Dec 2008
Location: Vengard /Beruf: Schneider/ Skills: Handwerker, Stabkampf II
Posts: 331
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Die ganze Stadt war in einer Aufruhr, die einen erfasste, mitriss und, wenn man nicht aufpasste, fortspülte.
Bürger rannten brüllend durch die Gegend, scheinbar Kopflos und unterhielten sich über Attentäter, Sicherheit, den König. Wenn sie Lares über den Weg liefen kamen komische Blicke, es schien, als sei der letzt Funke Verstrauen erloschen. Und Lares konnte es verstehen, angeblich waren es Mitglieder des Ordens, die den König angegriffen hatten, andere erzählten allerdings von Abtrünnigen, oder sogar Orks, auch wenn Lares letzteres bezweifelte.
Eine weitere Traube Menschen stürmte an Lares vorbei, der auf der Suche nach genaueren Informationen war, er wollte einfach nicht glauben, das Mitglieder des Ordens Innos’ den König angreifen sollten, das ergab einfach keinen Sinn.
Doch wahrscheinlich hatte Lares nicht das Recht darüber zu urteilen, die Garde würde diese Verbrecher schon finden, auch wenn sie nicht immer gute Arbeit leistete, und die Magier würden dann in Innos Namen richten und, sollten diese Ordensmitglieder tatscählich für schuldig befunden werden, würde die Strafe wohl härter sein, als Lares sich vorstellen konnte.
Doch zum Glück hatte Lares mit all dem nichts zu tun, aber er war eben neugierig und hielt die Augen offen, nach jemandem, der Informationen haben könnte. Doch alles was er fand waren aufgescheuchte Bürger, die ohne Sinn und Verstand Zeugs daher quatschten, den sie wahrscheinlich selbst nicht verstanden.
Doch so war es eben, Lares beschloss, sich nicht mehr allzu viele Gedanken zu machen, sondern den Rest des Abends zu genießen, auch wenn das wahrscheinlich kaum Möglich war, da die ganze Stadt momentan einem Ameisenhaufen glich, in den sich ein Ork gesetzt hatte.
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12.12.2009, 13:59
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#54
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Veteran
Join Date: Mar 2009
Posts: 629
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Es war kein schöner Tag in Vengard, der Himmel war bleigrau und es wehte ein kühler, scharfer Wind vom Meer her. Immer wieder gab es kurze Schauer von Nieselregen.
In einiger Entfernung zum Tor der Kaserne stand Gwendor. Er hatte sich in einen langen Mantel gehüllt, welchen er noch in seiner alten Schusterwerkstatt, zu welcher er ja nach wie vor einen Schlüssel besaß, gefunden hatte und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Wie durch ein Wunder war es ihm gelungen die letzten Tage in Vengard zu verleben, ohne gefasst zu werden. Mittlerweile merkte er jedoch, das die Bemühungen der Soldaten, nach den vermeindlichen Attentätern des Königs zu suchen, deutlich nachgelassen hatten.
Das konnte nur eines bedeuten: Das zumindet einige, wenn nicht gar alle Flüchtigen, außer ihm, gefasst worden waren.
Der Knappe beobachtete das Tor des Ortes, den er immer noch als sein Zuhause betrachtet und wo er im Moment alles andere als willkommen war.
Eine blonde hochgewachsene Gestalt verließ nun die Kaserne. Gwendor erkannte sie sofort. Es handelte sich um den Knappen des Mannes, der ihn im Moment am erbitterststen verfolgte und gleichzeitig um seinen besten Freund. Um Lodrick. Und er war allein. Das war die Gelegenheit Unauffällig folgte ihm Gwendor einige Meter. Dann sprach er ihn leise an: "Lodrick!"
Der Blondschopf fuhr erschrocken herum. Seine Augen weiteten sich, als er Gwendor erkannte.
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12.12.2009, 14:12
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#55
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Schwertmeister
Join Date: Mar 2009
Posts: 943
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Die Gesuchten waren gefasst worde. Doch nein, gwendor war nicht unter ihnen gewesen. Und ein Verhör leiten durte er nicht. So blieb ihm nichst anderes übrig, als einem halbwegs normalem tagesablauf zu folgen. Seine Pflichten als Knappe zu erfüllen.
Gerade hatte sich der junge Mann zum Hafen aufgemacht als er seinen Namen leise vernahm.
Diese Stimme. Rasch fuhr er herum und blickt einb die unraßierten Züge des Mannes, der ihm in den letzten Tagen solch ein Kopfzerbrechen bereitet hatte.
Lodrick machte sofort einen Schritt nach vorne packte den Knappen an dessen Mantel zog ihn aus der Sichtweite einiger Wachen und preßte ihn an die Wand.
Doch Gwendor wehrte sich nicht. "Verdammt nochmal. Was bei Innos hast du hier zu suchen?" fuhr er seinen Kameraden an.
Dieser jedoch gab keien Antwort. "Hast du wirklich etwas mit dem Mordversuch zu tun gehabt? Erzähl mir alles und ich bitte dich, wenn dir je etwas an unsere Freundschaft gelgen hat, sprich die Wahrheit." Als Lodrick in ehrlichen Augen des Mannes dem er bis vor kurzem noch sein Leben anvertraut und selbes für ihn riskiert hätte, lockerte er den Griff und wartete ab was gwendo rihm zu sagen hatte.
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12.12.2009, 14:26
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#56
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Veteran
Join Date: Mar 2009
Posts: 629
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"Pass auf!" begann Gwendor. "Ich weiss, du warst dabei, als Nero und ich in den Thronsaal gestürmt kamen und es muss auch für dich so ausgesehen haben, als ob wir diejenigen waren, die die Wachen und den König niedergemetzelt hatten. Aber ich bitte dich mir zu glauben...wir waren es nicht. Ich habe meine Waffe gezogen, um den König zu schützen. Ich...ich hätte es beweisen können. Unmittelbar nachdem sich diese Rauchwolke verzogen hatte. Schakalsbiss war blank und frisch geputzt, auch unmittelbar nach dem Attentat. Doch...ich hatte keine Gelegenheit es den Wachen zu zeigen. Sie begannen sofort uns zu beschießen. Hätte Nero mich nicht in Deckung gezogen, so hätten sie mich wahrscheinlich sofort erschossen."
Die Hände des Knappen lösten sich von seinem Mantel. Erleichtertung stand in seinen Augen. Wie es aussah schien Lodrick ihm zu glauben. Aber das war noch nicht die ganze Wahrheit. Gwendor war seinem Freund schuldig, dass er ihm auch das sagte, was danach passsiert war.
"Lodrick. Ich habe einen Kameraden niedergeschlagen."
"Wie meinst du das?" "Der Kampf in der alten Falknerei...einen der Soldaten habe ich selbst niedergeschlagen. Ich habe ihn nicht schwer verletzt. Aber durch den Angriff habe ich mich schuldig gemacht."
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12.12.2009, 14:35
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#57
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Schwertmeister
Join Date: Mar 2009
Posts: 943
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Es klang absurd. Wenn man das Geschehen so wie Lodrick miterlet hatte umso mehr. Doch er hatte schon oft genug au Gwendor zählen können, genug Dinge mit ihm durchlebt umzu sagen er sei ein wahrer Freund. Außerdem wäre es dumm von ihm gewesen sich ihm zu stellen sollte er wirklich beteilgt gewesen sein. Und wenn Lodrick etwas über seinen Kameraden wusste, dann das er alles andere als dumm war.
"Gwendor. Ich... Du musst verstehen das ich mistrauisch war und diese Geschichte dann doch unglaubwürdig klingt: Aber ich zähle auf deine Aufrichtigkeit. Doch jetz mus st du disch stellen. Ich bitte dich darum. Das wird Odinosn und den anderen Zeigen das du guten Willen bist. Aber für die sache mit dem Soldaten wirst du mit sicherheit zur rechenschaft gezogen werden. Ich verspreche dir das ich alles in meiner macht stehende tun werde um zu beweisen das du unschuldig bist."
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12.12.2009, 14:48
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#58
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Veteran
Join Date: Mar 2009
Posts: 629
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Gwendor nickte. Er hatte erwartet, dass Lodrick ihm so etwas vorschlagen würde. Und wenn er ehrlich war, war er es leid wegzulaufen, wie ein Verbrecher im Dunkel zu leben, durch die stinkende Kanalisation zu kriechen, das konnte kein Leben auf Dauer sein. Er würde sich stellen. Dann würde man über ihn urteilen. Entweder gelang es ihm seine Unschuld zu beweisen, dann würde er sich rehabilitieren können oder es würde ihm nicht gelingen. Dann wartete wahrscheinlich der Galgen auf ihn, aber das erschien ihm immer noch besser, als sein Leben als Geächteter zu verbringen.
Und so ging er auf das Tor der Kaserne zu. Die Wachen, welche ihren ehemaligen Kameraden in seiner Aufmachung nicht sofort erkannten griffen misstrauisch zu den Schwertern. Gwendor, zog langsam und vorsichtig Schakalsbiss aus seiner Scheide und legte es auf den Boden. Dann streifte er die Kapuze des Mantels ab.
"Das...das ist Gwendor!", schrie eine der Wachen. Der Knappe hob die Hände und wehrte sich nicht, als man ihn an den Armen packte und fest nahm.
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13.12.2009, 08:49
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#59
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Ehrengarde
Join Date: May 2007
Location: Skills:(5/12) Magie Innos 3; Stabkampf 2 --- Gilde Innos' --- Rang: Innospriester --- Waffe: Schwarzer Kampfstab --- Lehrmeister der Innosmagie I & II
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Nun waren sie also alle wieder beisammen.
Zusammen eingesperrt, darauf wartend, was nun passieren würde.
Callindor sah nur aus dem kleinen Lichtspender hinaus auf den Himmel und hoffte, das bald Bewegung in diese Angelegenheit käme. Teils aus Routine, auch aus Langeweile summte der Magier nebenher eine Melodie, er kannte sie eigentlich gar nicht, doch blieb sie ihm im Gedächtnis und mit dieser Untermalung verging die Zeit doch gleich viel schneller, auch wenn das unmöglich war. Es kam ihm dann nur so vor, denn viel anstellen würden sie hier sowieso nicht können.
So blieb es also den Tag über still, Lopadas war noch einmal da gewesen, um kurz mit Hyperius und Yasmin zu sprechen, wohl, um ihnen etwas mitzuteilen, es dauerte nicht sehr lange. Viel zu bereden gab es also nicht, oder es wurde auf später verschoben.
Nur wann später?
Was hatten sie nur mit ihnen vor?
Callindor grübelte nicht mehr darüber nach, er hatte sich schon in den letzten Tagen nach Lopadas' Unterhaltung mit ihm, genug Szenarien zusammen gesponnen. Wenn es nach dem wütenden Mob ging, der wie die Wellen des Meeres auf und ab ebbte, so sollten sie gleich aufgehängt und zur Schau gestellt werden.
Der Magier erwartete auch trotz dieser Umstände auf humanere Methoden.
Eine Besprechung, Verhandlung, Aus- und Aufarbeitung der Ereignisse, wegen deren sie angeklagt waren. Zumindest sah Callindor es so, so wie auch der Großteil der eingekerkerten Gemeinschaft.
Zu seiner Überraschung gab es immer noch ein oder zwei, die nichts lieber getan hätten, als ihre Unschuld mit dem Schwert statt mit dem Wort zu beweisen. Kinder ...
Und während er noch so in gedanken war und Möglichkeiten durchspielte, kam plötzlich leben in den gang zu seiner Rechten, der noch kurz vorher von Schwärze eingehüllt war.
"Kein Zugang!", meinte dort jemand entschieden und verwehrte wohl einen anderen den Weg.
"Ich bringe den gefangenen das Essen. Sie müssen trotz allem bei Kräften bleiben."
"Ich habe meine Befehle!"
"Das verstehe ich, nur ... seid ihr sicher? Wirklich!?"
Die letzten Worte wirkten seltsam verdreht, fast beschwörend, Callindor grauste vor dem, was dort vorging.
"Ja ... ich ..."
"Ja? ... Ich danke euch."
Und so war der Disput beendet, es war weider still, totenstill, sodass sich Callindor erschreckte, als plötzlich Valen wie auf Samtpfoten zu ihm geschlichen kam, mit einem Tablett in der Hand. Sein Sekretär grinste. Offenbar sah der Magier in diesem Augenblick sehr komisch aus. Er selbst empfand jedoch nicht so, was nur zu verständlich war.
"Guten Morgen ...", sprach Valen nur und reichte das Futter und die getränke durch die am Boden der türe angebrachten Schlitze. Es ging ganz schnell, und außer Callindor schien sich wohl niemand über diesen unerwarteten Besuch zu freuen. Einige schienen sich gar zu weigern, die Mahlzeit anzurühren, weil Valen sie gebracht hatte. Wie konnte man nur so kleinlich sein. Er vermutete Yasmin oder Mordry hinter den Verweigerern, vielleicht auch beide.
Yasmin, weil sie gegen ales Maskuline vehement Vorurteile und Abneigungen hatte, also auch vor dem, was Männer zubereiteten, und Mordry, weil er mit Valen eine Art Auseinandersetzung zu haben schien, vielleicht etwas unter Männern, so eine Ranggeschichte, die Callindor nur müde belächelt konnte. ihn interessierten solche Hahnenkämpfe so gar nicht.
"Es gibt Neuigkeiten!", meinte Valen, nachdem er langsam das tablett sinken ließ und einige schon dabei waren, ihren hunger zu stillen.
"Gwendor wurde gefasst, wie ihr mitbekommen habt, und nun beratschlagen sie, was zu tun ist. Am wahrscheinlichsten ist eine Verhandlung, eine besprechung über die Abläufe, und wer von euch wie zu bestrafen ist. Daran werdet ihr nicht vorbei kommen. Es gibt viel böses Blut, besonders bei den Bürgern, die euch am liebsten gleich gehängt sehen möchten, aber da erzähl ich euch ja nichts Neues."
Callindor seufzte, und war froh, etwas dieser Art von Valen hören zu dürfen, der mit der rot-orangenen Robe bestimmt sehr schnittig aussah und es wohl geschafft hatte, sich als Priester des Ordens auszugeben. Die leuchtenden Farben erspähte der Magier kurz durch den schmalen Schlitz am Türboden. Wie hätte er es anders in die Burg schaffen sollen? So musste es gewesen sein.
"Es wird noch beratschlagt, wie es abzulaufen hat, da sowohl Mitglieder des Ordens, als auch der Garde in die Sache verstrickt sind und man kein Ungleichgewicht bei der Verurteilung haben möchte. Doch das ist noch nicht raus."
Das schien nur richtig zu sein, ein Rat aus Priestern und Paladinen, vieleicht je einer, oder auch nur eine Person, derjenige, der das Amt des Richters in Vengard derzeit zustünde. Doch wer war das überhaupt? Es war gar nicht so leicht, wie man hier gerecht urteilen konnte. Da blieb ihnen wohl nur Abwarten, doch das machten sie ja nun schon seit ein paar Tagen, dakam es auf einige mehr nicht an.
"Und noch eins: Die Aufarbeitung der Geschehnisse wird in den Händen der Paladina Samantha liegen. Eine ambitionierte Frau mit Prinzipien. Sie wird es euch nicht leicht machen. Sie wird alles daran setzen, euch verurteilt zu sehen, auch wenn wir wissen, dass es falsch wäre. Seht euch vor, sie hat einige Blockaden aufgebaut, die ihr erst umschiffen müsst. Wirklich eindrucksvoll. Ihr Hass auf euch umgab sie wie eine unsichtbare Aura, jede Pore an und in ihr sehnt sich nach eurer Verurteilung. Wie die meisten in Vengard, hält sie euch für schuldig. Samt und sonders, ohne Ausnahme. Und sie wird es auch beweisen, zumindest hat sie es vor. Es könnte ihr gelingen."
Wow.
Das war doch mal ein Hinweis. Von dieser Samantha hatte Callindor noch nicht gehört, sicher so ein graues Mäuschen mit Haarzopf und Lesehilfe, mit hunderttausend Papieren und Akten unter dem Arm; und mit jedem einzelnen würde sie ihre Unschuld widerlegen. Eine grausige Vorstellung. Denn sie alle wussten, dass diese Unschuldstheorie stimmte.
"Woher weißt du das alles?", fragte plötzlich Nero, denn Callindor fiel erst jetzt auf, dass Valen gar nicht nur zu ihm gesprochen hate, sondern zu allen gleichzeitig. Er stand sicher zentral in der Mitte der Linie der Kerkerzellen. Und dabei flüsterte er doch fast noch? Wie machte Valen das nur? Es war erstaunlich.
"Es ... macht die Runde, *Bruder* Nero ...", und man konnte das Grinsen auf Valens Lippen nicht überhören, er amüsierte sich scheinbar köstlich.
"Und ehe ich es vergesse: eure Verschwörer werden höchstwahrscheinlich bei der Verhandlung dabei sein, sollte sie denn angesetzt werden. Sie werden sich dieses Schauspiel ihrer Intrigen und Gerissenheit für nichts auf der Welt entgehen lassen. Ihr solltet also wachsam sein und eure Augen und Ohren auf Empfang stellen. Alles könnte wichtig sein. Sie fühlen sich sehr sicher, in dem, was sie tun. Sie werden unvorsichtig werden. Nur so als Tipp."
Nun ja, das war nun nicht wirklich was Neues. davon ging der Magier eigentlich schon aus, dass sie beobachtet würden. Aber nun wussten es auch die anderen. Den Gardlern unterstellte Callindor schon aus Prinzip einen Kleingeist, da war es nur gut und billig, das man Mordry mit der Nase darauf stieß, ihm wäre so etwas sicher nicht in den Sinn gekommen. Solche Kerle dachten zuerst mit dem schwert und ansonsten meist mit dem Erdgeschoss ihres Körpers. Anscheind konnte ihr Blut nur in einem Körperteil gleichzeitig stecken. Das Gehirn hatte dabei meist das Nachsehen.
"Ich hoffe, es hat gemundet!", meinte Valen noch mit einem Grinsen. "Ich werde jetzt gehen, und wünsche euch alles Gute."
Callindor seufzte. Er wollte nicht, dass er schon ginge. und plötzlich, als hätte sein Sekretär es gehört, stand Valen auf der anderen Seite von Callindors Zellentür.
"Ich bin immer in deiner Nähe. Vergiss das nicht."
Dann war es still und es blieb abzuwarten, ob sich die Dinge wirklich so entwickelten, wie Valen sie prophezeit hatte.
Callindor hatte so eine Ahnung, dass er wohl recht hatte, und vor dieser Samantha, obwohl er sie noch gar nicht kannte, graute ihm am meisten. Als wäre sie sein Todfeind.
"Nun ja, vielleicht wird sie das ja noch werden ...", meinte er nur so in Gedanken und fröstelte.
Last edited by Callindor; 13.12.2009 at 10:14.
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13.12.2009, 13:45
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#60
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Ritter
Join Date: May 2007
Posts: 1,783
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Etwas verschwörerisch blickte sich Grimbar um, als er niemanden entdecken konnte, prüfte er vorsichtig seinen Schritt. Nicht dass er Schmutziges im Sinn hatte, er wollte nur sehen wie der Heilungsprozess voranschritt. Vorsichtig tastete er seine Genitalien ab, erleichtert zog er die Hand wieder aus dem Gehrock. Alles war bis auf eine kleine Empfindlichkeit wieder gut, der Magier hatte gute Arbeit geleistet. Während er den Weg ins Refektorium einschlug, erinnerte er sich an den Unfall vor zwei Tagen.
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Quote:
Leicht zweifelnd sah Grimbar seinem Lehrer Matthew zu, wie er zuerst einen Spagat und einen perfekten Handstand vollführte. Das sollte er jetzt nachmachen, naja er musste es probieren. Er war immer noch ziemlich entkräftet vom vorangegangenen Training, deshalb schüttelte er die Glieder etwas ließ den Kopf kreisen und begann dann mit dem Spagat. Vorsichtig wanderten seine Beine auseinander, langsam begann schon das unangenehme Ziehen an den Oberschenkeln, bis er schließlich noch weit entfernt vom Boden die Muskeln anspannte und dagegen drückte.
„Sag mal, bist du dir sicher, dass Menschen mit externen Genitalien sowas machen können? Ich hab da Bedenken…“, meinte Grimbar, worauf Matthew ihn schief ansah.
„Für was hältst du mich denn bitte?“, meinte der Schmied etwas beleidigt und mit verschränkten Armen. „ Und jetzt zum Schwebebalken, bevor du dir noch was zerrst.“ Im Vorbeigehen trat er dem Novizen ein Bein weg, Grim konnte sich gerade noch mit den Armen auffangen. „Naja, Reflexe scheinst du ja schon ein wenig zu haben. Ich vermute das kommt vom Stabkampf.“
Mit einem kleinen Lächeln, Matthew hatte Recht, in seiner Stabkampflehre hatte Selara seine Reflexe trainiert, machte er sich an den Schwebebalken. Im Gänsemarsch schritt er über den Balken, er musste mit den Armen das Gleichgewicht halten und immer wieder anhalten. Doch der Schritt wurde nach einigen Übungen sicherer, auch kam langsam seine Puste wieder zurück und er beschleunigte etwas. Ab und zu kommentierte Matthew, Grim verbesserte sich und als er mehr oder weniger schnell über den Balken balancieren konnte, unterbrach ihn sein Lehrer.
„So jetzt wird’s ein wenig schwieriger. Du stellst dich an ein Ende des Balkens und kommst ans andere Ende, aber nicht durch Gehen sondern springend. Fang besser klein an, dann bekommst du ein Gefühl dafür.“
Verständlich nickte Grimbar und rieb sich seine Hände. Es war doch ein wenig frisch um die Finger, besser er würde sich beeilen, dann käme er schnell wieder in den Tempel. Möglicherweise würde Matthew auch vergessen, ihm seine Portionen an Ei-Kartoffel-was auch immer Mischung zu geben. Bei dem Gedanken an die Masse mit dem äußerst… besonderem Geschmack und der eigenartigen Konsistenz, schüttelte es ihn. Schleunigst begann er mit der Übung. Der Sprung war ziemlich kurz, die darauf folgenden waren kaum länger, aber er tastete sich voran, die zeitlichen Abstände zwischen den Hüpfern verkleinerten sich und er war nach kurzer Zeit auf der anderen Seite des Schwebebalkens.
‚Das war zu einfach. Zeig mal was du kannst Grim. ‘, dachte sich der Innosdiener und machte sich bereit. Er ging etwas in die Knie und stieß sich mit voller Stärke ab. Mit dem linken Fuß landete er sicher zuerst, der Rechte war leider etwas fehlplatziert. Er kam nur auf der Kante des Balkens auf und der Novize ein ganz ungutes Gefühl, was den weiteren Verlauf dieser Übung betraf. Natürlich rutschte er mit dem rechten Bein ab, sein Schwerpunkt verlagerte sich nach rechts, er versuchte dagegen zu wirken, aber als hätte eine alte Hexe ihn verflucht zu scheitern, knickte er mit dem linken Fuß ein und rutschte ebenfalls ab.
Mit weit aufgerissenen Augen saß Grimbar da. Beide Beine völlig verkrampft von sich gestreckt, die Hände krallten sich vor Schmerz erstarrt in den hölzernen Balken zwischen seinen Beinen. Der Innosdiener wollte schreien, aber mehr als ein Quieken brachte er nicht zu Stande. Langsam neigte er sich zur Seite und fiel auf den Boden. Beim Aufprall jagte eine weitere Schmerzwelle durch seinen Körper und dann begann er zu schreien.
„OH GOTT!“, hallte ein einziger Ausruf über den Trainingsplatz und während sich der Innosdiener mit der linken den schmerzerfüllten Schritt hielt hämmerte er mit der Rechten auf den Boden. Die Pein war unerträglich, er konnte alles was unter seinem Bauchnabel und über den Knien war nicht mehr auseinanderhalten, er Schmerz zerriss auch jeden Versuch einen klaren Gedanken zu fassen. Seine Sinne waren betäubt, er sah wie sich Matthew über ihn beugte und redete, doch hören konnte er nichts mehr. Die Welt um ihn herum verschwamm er wusste auch nicht mehr ob er schrie, stöhnte oder einfach da lag. Doch bevor er sein Bewusstsein verlor, hörte er noch vierWorte.
Trottel...morgen frei…Hospital
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Kopfschüttelnd hielt Grimbar sich an einem Baumstamm fest. Wieso hatte Innos ihn mit einem solch impulsiven Gemüt versehen. Meist handelte Grim zuerst und danach dachte er, wenn er denn noch dazu im Stande war. Vor dem Gesöff Matthews war er außerdem nicht sicher geblieben, der Schmied hatte ihm die Portionen dagelassen. Meistens versuchte Grimbar das ganze zu mischen, aber egal was man dazu tat, es schmeckte unverwechslich.
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