View Full Version : [Stoy]Die Skytföderation III: Der Irrweg
Jack Sined
20.02.2006, 15:34
Servus,
viele werden sich wahrscheinlich wundern, dass der Titel dieses Threads die Zahl drei beherbergt. Das ist aber recht einfach zu erklären, er ist der Nachfolger meiner beiden vorhergegangen Büchern Skytföderation I: Die Rückkehr und Skytföderation II: Kalte Wut. Nun wird sich eine weitere Frage auftun, warum postet der erst das dritte Buch? Auch darauf gibt es eine simple Antwort, sie gefallen mir nicht.
Deshalb werde ich im folgenden Post eine kleine Einleitung abgeben und daraufhin den Prolog.
Viel Spaß wünscht euch Jack Sined
Jack Sined
20.02.2006, 15:35
Einleitung:
Wir befinden uns in einer möglichen Zukunft, um genau zu sagen befinden wir uns im 35. Jahrtausend. In unserer Milchstraße gibt es vier Rassen: die Koyploten, die Hydroianer, die Menschen und die Skyts. Die Koyploten sind reptilienartige Humanoide, sie sind nicht sehr groß, dafür besitzen sie eine recht starke Streitmacht. Die Hydroianer sind ebenfalls Humanoide, die vor allem im Wasser leben, sie besitzen Kiemen und Schwimmhäute, sie sind sehr friedlich. Dann kommen die Menschen eine niedere Rasse, die ziellos durch das Universum fliegt und keinen festen Wohnsitz bevorzugt. Zum Schluss noch die Skyts, die ich schon in mehreren anderen Geschichte erwähnte, sie sind Langleber und verfügen über eine beeindrucken Technik. Zudem sind sie recht militärisch veranlagt. Eine kleine Gruppe aus rebellierenden Skyts verließ den bekannte Raum und gründeten am anderen Ende der Milchstraße ihr eigenes Imperium, diese Skyts werden auch oft Siwes genannt. Diese vier Rassen leben eigentlich recht friedlich miteinander, auch wenn in der Vergangenheit öfters Kriege gab. Doch in jeder Gesellschaft gibt es Gegner und diese wurden verbannt, woraufhin die Verbannten ihre eigene Gesellschaft gründeten, die Nivari waren geboren. Diese Gemeinde aus Verbrechern der vier Rassen, terrorisierten die anderen Rassen zunehmend und genau hier beginnt das zweite Buch. Das erste Buch ist eine eigene Geschichte und hat mit dem zweiten Teil herzlich wenig zu tun, daher beginne ich sofort mit dem zweiten Teil. Nachdem die Nivari eine bedrohliche Streitkraft aufgestellt hatten, griffen sie die Skyts und die anderen Rassen an, nach wenigen Wochen drangen die Nivari weit vor. Sie starten sogar einen Angriff auf den Heimatplaneten der Skyts Trio (Erde), die Skyts die von diesen Taten sehr wütend wurden planten insgeheim einen Gegenschlag, dieser Misslang und das Buch endet in einer kleinen Tragödie für die Föderation. Zwei Wochen nach diesen Ereignissen beginnt also Buch 3 mit dem Titel ‚Der Irrweg’, ich wünsche viel Spaß.
PS: Ich wünsche Kritik oder Kommentare über die Geschichte!
Jack Sined
20.02.2006, 15:36
Ratsvorsitzender Rengila war nun schon 38 Jahre im Amt, er galt als große Führungsperson bereits vor seiner Zeit als Regent. Er erhob sich aus seinem Stuhl um ans Fenster zu treten, von da aus überblickte er die wunderschöne Skyline der Stadt Tingara. Er befand sich im 84. Stockwerk des Regierungsbezirkes. Es war schon spät, die Sonne ging am Horizont unter und spiegelte sich im Wasser wieder. Der feurige Ball versank immer schneller im Meer, plötzlich war er ganz verschwunden. Etwas piepte kurz. Das war das Signal, dachte Markus. Er glättete sein Gewand, ein schlichtes Jackett und setzte ein nettes Lächeln auf. Zur Tür hereinstolziert kamen die allgegenwärtigen Großadmiräle und Admiräle, die sich auf Sky One befanden. Zehn Stück an der Zahl, wie geplant. Alle setzten sich in einem Halbkreis vor Rengila hin und beobachteten die gespielten Förmlichkeiten des Regenten. Als alle saßen, stemmte er seine Handflächen flach auf den Schreibtisch und formte ein ernstes Gesicht.
„Es steht schlecht um uns, um mich, um euch, um uns! Ich sei zu passiv, ihr unfähig und die Anderen sind einfach nur still. Es wird Zeit, dass wir drastischere Maßnahmen vornehmen. Ich habe dazu schon einmal einen Plan entworfen, wenn sie sich die Mappe vor ihnen bitte ansehen wür-den.“ Admiral Jenkins vom Geheimdienst zog die Mappe zu sich und ü-berflog die Schlagzeile kurz. Sofort murrte er kurz, alle Augenpaare hat-ten sich auf ihn fixiert, wie vorgesehen.
„Verzeihung, aber mit Einsparungen und überschnellte Abbau der Kadet-ten wäre doch ein wenig zu drastisch. Dieser Krieg hat bisher geringe Verluste gebracht, ich sehe durch diesen Plan nur eine Umformung des Schlachtfeldes. Von offensiven, aggressiven Flottenverbänden und riesi-gen Weltraumschlachten würde sich der Krieg zu einem einseitigen und eher defensiven Stellungskrieg entwickeln. Wir wollen doch nicht etwa auf Dauer die Nivari in unserem Vorgarten haben. Ich habe deshalb, mit Verlaub, einen eigenen Plan angefertigt.“ Er stand auf und legte in die Mitte der Runde einen kleinen Hologramm-Würfel. Über eine Fernbedie-nung am Arm startete er die Aufzeichnung. Lichtstrahlen erhellten den Raum und formten sich zu einem klar erkennbaren Bild. Ein Raumschiff von abnormaler Form lag im Zentrum.
Jack Sined
20.02.2006, 15:37
„Dies ist der Prototyp der neuen Zerstörer-Klasse, die Babylon-Klasse. Auf diesem Bild kann man schlecht erkennen, wie riesig, dass Schiff wirklich ist. Passen sie daher genau auf, was in wenigen Sekunden am Bug abkoppeln wird.“ Gespannt blickten alle auf diese Stelle, ein kleines Schiff huschte kurz durch das Bild. Einige der Admiräle waren erschro-cken, andere hatten einfach nicht die Augen dafür. Rengila, aber erkannte sofort um was für ein Schiff es sich handelte, was gerade abgekoppelt hatte. Es war ein Langstreckenbomber mit einer Länge von 300 Meter, doch auf dem Schirm war es nicht einmal ein Zehntel so groß, wie dieser Prototyp.
„Ich gib ihnen einfach ein paar Daten: acht Kilometer lang, an der höchs-ten Stelle eineinhalb Kilometer, an der breitesten ebenfalls eineinhalb Kilometer, mindestens 15000 Mann Besatzung, Platz für 3200 Jäger, 100 Hoverpanzer und 250 Landegleiter, 1600 automatische Plasmageschütze, 2400 steuerbare Plasmageschütze, 1000 Raketenluken und 500 Mün-dungsrohre. Zudem verfügt das Schiff über zwei Hangars und 15 Dock-möglichkeiten, nun was sagen sie?“
Die Admiräle tuschelten kurz miteinander, manche schüttelten den Kopf, andere lächelten und verteufelten Jenkins. Die Reaktion, die ich erwartete hatte, dachte sich Jenkins.
„Nun das ist beeindruckend und bestimmt nicht billig gewesen, doch mit einem Schiff gewinnen wir keinen Krieg!“, erklärte Admiral Daron. Viele nickten, auch Markus.
„Richtig, dieses Schiff hat aber eine Besonderheit. Ich ließ es mit Koordi-natorenplätzen bauen. Koordinatoren, wie wir sie früher benutzt hatten. Das ist mein Vorschlag, die Koordinatoren wieder in den Dienst einbrin-gen, sowie einige veraltete Gesetze wieder geltend machen. Zum einen das Kasten-System und zum anderen die Verhaltensregeln aus den alten Kriegen. Das wäre mein Vorschlag!“
Markus war erstaunt, damit hatte er nicht gerechnet. Er wandte sich dem Fenster zu und beobachtete den nächtlichen Verkehr am Himmel. Nicht viel los, doch immer noch schön anzusehen. Er drehte sich zurück zur Runde und hob die Hände.
„Es ist spät und morgen haben sie und ich viel zu tun, ich finde daher wir sollten jetzt Schluss machen. Ich werde mich bis morgen zur Versamm-lung entschieden haben, Danke!“
Die Admiräle hatten Verständnis und gingen, bis auf Jenkins. Er blieb hocken und beobachtete Markus.
„Schon eine Nachricht von Jack gehört?“
„Nein, aber ich glaube trotzdem, dass sie es geschafft haben. Wie viel hat dieser Prototyp gekostet?“
„Mehrere Milliarden, aber im Vergleich zum damaligen Mars-Projekt, waren dies geringe Ausgaben. Ich hab dir 5000 Koordinatoren auf einer geheimen Raumstation bereitstehen, die üben seit wir sie ausgemustert hatten. Es sind die Besten, sie warten nur darauf diesen Krieg durchzu-rechnen. Also was sagst du?“
„Mit dieser geheimen Station meinst du wohl die Scorgia, dieses übergro-ße Raumschiff, wo man vergaß einen leistungsfähigen Antrieb einzubau-en. Ja, ich weiß von dieser Station! Hast du heut Abend noch was vor?“
„Nein, wieso?“
„Ich würde mit dir gerne auf Spiel gehen! Interessiert?“
„Ja, wann?“
„Um neun an der Haltestation 16-F, bis dann!“, sagte Markus und ging durch eine Seitentür aus dem Raum. Jenkins sah noch kurz aus dem Fens-ter und sah wie sich die Sterne im Wasser spiegelten. Er atmete kurz auf und verließ dann ebenfalls den Raum.
Jack Sined
21.02.2006, 14:01
-Ortswechsel-
Drei Männer, alle in schwarz gekleidet, marschierten schnell durch die Empfangshalle eines Raumhafens auf irgendeinen drittklassigen Planeten namens Salkaterrah. Der Planet befand sich ziemlich im Zentrum des sky-ianischen Raumbereiches. Die Straßen waren recht leer, einige gebräuch-liche Kutschen fuhren umher. Unbeirrt gingen die drei ihren Weg durch die an den Raumhafen angrenzende Stadt. Vor einem, für diesen Planeten unüblichen, Gebäude hielten die drei an und traten in die gute Stube ein. Der Mann hinter dem Tresen hob bereits protestierend die Hände.
„Wir haben noch geschlossen!“, rief er den drei zu. Der Mann an der Spitze ging weiter und griff mit seiner rechten Hand über den Tresen. Er packte den Wirt und zog ihn über die Bar. Dann kamen die beiden ande-ren und packten den Wirt, sie stellten ihn auf. Gleich darauf schlug der Andere mit voller Wucht seinem Opfer in den Bauch.
„Was habe ich getan?“, fragte der Wirt, der Schmerz stand in seinem Ge-sicht.
„Spioniert!“, sagte der Andere und zog aus seinem Mantel einen Blaster, setzte den Lauf auf die Stirn des Wirtes. Völlig erschrocken weiteten sich die Augen des Wirtes. Es zischte einmal kurz, ein sauberer Schuss direkt durch den Kopf und hinten hinaus in die Bar. So schnell wie die drei an-gekommen waren, so schnell waren sie wieder verschwunden.
Jack Sined
24.02.2006, 19:17
-Ortswechsel-
Die Punisher schwebte ruhig über Primag, um das Schiff waren noch ein dutzend weitere Schlachtschiffe in Stellung gegangen. Auf der Brücke stand in voller Tracht John Harnet und überblickte seine kleine Streit-macht. Sein erster Offizier stand etwas abseits und überprüfte einige Be-richte, der Schiffssysteme. Schritte wurden laut, es waren Stiefel, die den Krach verursachten. An Bord eines siwanischen Schiffes trug normaler-weise niemand Stiefel, der Klang war daher ungewohnt. Jack Sined in der typischen Fliegermontur stellte sich neben Harnet hin.
„Wie versprochen unsere Abhilfe, 13 Schlachtschiffe unter meiner per-sönlichen Führung!“, erklärte John stolz. Jack nickte nur.
„Danke John, ich werde dir etwas schuldig sein!“, meinte Jack und klopf-te Harnet auf die Schulter.
„Ach, nein. Immerhin hast du mich schon so oft laufen gelassen. Wenigs-tens darf ich persönlich mitmischen!“
„Ich werde jetzt zurück auf die Bounty gehen und versuche Rengila zu erreichen! John!“, sagte er und salutierte freundschaftlich. John nickte nur. Jack ging über den langen Laufsteg der über dem Kommandobereich hing zurück zum Lift. Von da aus fuhr er acht Decks hinunter und folgte eini-gen verworrenen Gängen zu einem großen Sicherheitstor, das mit vielen Sicherheitsbolzen ausgestattet war. Auf der anderen Seite wartete der rie-sige Hangar auf ihn und inmitten des alltäglichen Chaos stand eine große Kobalt-Yacht mit dem Namen Bounty. An der Einstiegsrampe wartete bereits Richard Sienta, einer der besten Piloten der Galaxie auf Jack.
„Na endlich, wir brauchen deine alten Sicherheitspasswörter um über-haupt soweit zu senden, wo warst du?“, fragte der Pilot etwas erregt.
„Ruhig Blut, ich hab mich bei John für seine Hilfe bedankt. Welches Passwort genau?“
„Ach, irgendein Gamma-Kode!“
„Oh, da muss ich nachdenken, lass mich erst einmal rein!“
Sofort gingen die beiden an Bord und sogleich zur Brücke. Glasmore sah angestrengt auf die Datenfelder und überzeugte sich von ihrer Richtigkeit. „Da bist du ja, du bist dran!“, sagte er schlicht und zeigte auf das Eingabe-feld. Jack huschte flink über die Tasten, doch der Kode war falsch. Auch der Nächste und Übernächste, Jack fing an zu fluchen. Dann kam es ihm wieder, der alte Gamma-Kode ist eine mathematische Formel. Er tippte schnell γ²=α²-β² und der Kode wurde zugelassen. Er lächelte kurz, dann sah er zu Sienta auf.
„Geometrie, ganz leicht!“
„Leicht, für dich ist auch die Relativitätstheorie leicht!“
„Stimmt!“, gab Jack kurz zurück und wandte sich zu Glasmore. „Schick die Nachricht bitte!“ Dann verschwand er in sein Arbeitszimmer. Sienta schnaubte kurz hinterher und lachte dann. Glasmore sah aus einem schie-fen Augenwinkel zu ihm.
„Was ist?“
„Es geht langsam aber sicher nach Hause, ich freu mich!“ Sein Lächeln wirkte eher ironisch als fröhlich. Glasmore verdrückte sich einen witzigen Spruch und versand die Nachricht auf schnellsten Weg, in drei Tagen würde sie auf Sky One ankommen. Schnell ist etwas anderes.
Jack Sined
01.03.2006, 19:30
-Ortswechsel-
Weit entfernt funkelten die Sterne, hoch oben über Tingara, der Haupt-stadt von Sky One. Die Einwohnet blickten nicht oft hinauf, es war ne-bensächlich, hier unten zählt Geld und keine poetische Ader. In dieser unruhigen Zeit herrscht ein wahrer Aufruhr in den unteren Ebenen. Über-all im System wurden Minen und Verteidigungsplattformen in Stellung gebracht. Raumabwehrkanonen, kurz RAK, werden auf den Dächern und Hochbahnhöfen aufgebaut. In all diesem Chaos gab es doch noch einige Orte die vom Krieg unbefleckt waren, so zum Beispiel eine kleine Sport-halle auf dem 167sten Stockwerkes eines Hochhauses mitten in Down-town. Genau in dieser Halle saß Rengila und Jenkins, aufgeweckt beo-bachteten sie das Match Straße 54 gegen Ecke Downtown. Diese häm-merten sich in einem verbitterten und aggressiv gespielten Spiel die Bälle um die Ohren. Das allseits beliebte Skat Fight der Skyts ist ein sehr Kampf betontes Spiel. Es handelt sich um eine Mischung aus Hockey und Football, wobei außer dem Torläufer alle Skates tragen. Markus musste lachen, das letzte Mal als er ein Spiel sah war vor etwa neun Monaten.
„Für ihre Größe spielen sie nicht schlecht, die neue glorreiche Generation der Skyts!“, scherzte Jenkins und klatschte aufmunternd in die Hände, nachdem der Torläufer einen schwierigen Ball abfing. Der Trainer feuerte lautstark seine Jungs an.
„Wie geht es unserem vernarbten Freund?“, fragte Rengila. Jenkins lachte kurz und zog dann ein etwas peinliches Gesicht hin.
„Er ist heut morgen aufgewacht, der gut gemeinte Tritt ins Gesicht war doch etwas zu hart gewesen. Aber er wird schon wieder, seine Nase wur-de nicht zum ersten Mal gebrochen!“
„Gut, jedenfalls wird dieser Krieg bald zu einem intergalaktischen Kon-flikt werden. Die Koyploten halten die Stellung noch, doch lange werden sie den Ansturm nicht mehr abwenden. Die Hydroianer haben schon schwere Verluste erlitten und weite Teile ihres Reiches eingebüßt. Die Menschen fliehen wild durch den Raum um soweit wie möglich weg vom Krieg zu sein, doch bald wird es keinen sicheren Ort mehr geben. Der Vier Völker Bund muss sich einschalten, noch dazu kommen schlechte Nachrichten aus den eigenen Reihen. Kurz bevor ich mich zu diesem Spiel aufmachte, bekam ich die Nachricht, dass ein Spion von uns förm-lich hingerichtet worden ist. Was sagst du dazu?“
„Ja, ich weiß! Jo Tuzo, ein sehr guter Agent, doch leider nicht sehr wand-lungsfähig. Ich schickte bereits einen Inspektor los, ich kannte den Mann gut. Higs sitzt immer noch auf Tauron fest und Trio wurde durch zwei weitere Kreuzer verstärkt. Das einzige was mich noch etwas beruhigt ist, dass die Werften auf Antas die meisten Schiffe rechtzeitig fertig gestellt hatten. Und hast du dich schon entschieden, was sagst du morgen vor dem Rat?“
„Ich weiß es noch nicht, gib mir noch diese Nacht! Aber jetzt ist genug mit der Politik, Ecke Downtown scheint zu gewinnen. Siehst du den da mit Nummer acht, dass ist mein Neffe Charlie!“ Jenkins war erstaunt, bis zu diesem Zeitpunkt hatte Jenkins noch nicht einmal gewusst, dass Mar-kus einen Bruder hatte. Jeder besitzt Geheimnisse, manche mehr, manche weniger.
Jack Sined
01.03.2006, 19:31
-Ortswechsel-
Azul dachte angestrengt nach, wann er das letzte Mal eine geheime Ope-ration geleitete hatte. „Acht Jahre!“, sagte er laut und einige Offiziere im Raum sahen zu ihm. Er deutete an, sie sollen weiterarbeiten, dann wandte er sich zu seinem Nächsten um.
„Achte Jahre war es her, seit ich die letzte geheime Operation geleitete hatte. Stell dir das mal vor!“
„Das ist meine Erste!“, sagte Kappa darauf. Er war kleiner als Azul und trug blondes Haar. Angewidert schob er seine Mähne etwas nach hinten, damit seine Kiemen besser atmen konnten. Azul, sah kurz weg, so etwas beobachtete er ungern.
„Kappa! Was kannst du mir über Mohandan sagen?“, fragte Azul.
„Ein Wüstenplanet, kleiner als die Erde. Die meisten Einheimischen sind Menschen, sie sind Anhänger vom Islam. Die Hauptstadt ist Neu-Mekka, die Landessprache ist eine eigentümliche menschliche Sprache. Es wird sehr schwer sein einen Skyt auf diesem Planeten zu finden!“, erklärte Kappa und wies auf den immer näher kommenden Fleck auf dem Sicht-fenster. Azul war ein Skyt, seine Augen waren typisch blau und seine Haare waren schwarz.
„Das wird kein Problem, ich mach mir mehr sorgen, ob wir ihn dann noch lebend antreffen!“
„Warum?“
„Menschen sind etwas komisch zu Fremden!“, meinte Azul und wandte sich vom Sichtfeld ab. Der Gedanke an einen warmen Planeten machte ihn kribblig, er brauchte etwas zum Trinken.
-Ortswechsel-
Einsam und recht gelangweilt hockte Yeb von der Domäne Kel in seiner Zelle, die nur bedürftig eingerichtet worden war und zudem noch schlecht beleuchtet wird. Vor wenigen Stunden war er wieder zu Bewusstsein ge-kommen, der Tritt ins Gesicht war sehr hart gewesen. Der Mann von dem er den Namen nicht wusste, war sehr stark und eine wahrlich direkte Per-son. Als ihm vor ungefähr zwei Stunden so langweilig war, dass er sogar mit dem Zählen der Sekunden aufhörte, renkte sich Yeb zum Spaß den Arm aus. Die Schmerzen waren einfach wunderbar, deshalb renkte er sich den Arm ganz langsam wieder ein. Auch wenn er es noch nicht bemerkt hatte, wurde sein ganzes Tun aufgenommen. Die Skyts die vor ihren Mo-nitoren saßen sahen gespannt zu, was er als nächstes machte um Schmer-zen zu empfangen. Es war eigentlich ein langweiliger Job, doch durch diesen Gefangen kam endlich ein wenig Spaß rein.
Jack Sined
01.03.2006, 19:33
-Ortswechsel-
Harper der vor wenigen Tagen über Cuna abgeschossen wurden war, saß auf einem feuchten Stein tief unten im Abwassersystem der Stadt Astalia. Er besaß noch genug Verpflegung, seine Waffe war voll aufgeladen und sein Umhang war nach einem kurzen ungewollten Tauchgang wieder tro-cken. Nur sein Funkgerät schien etwas defekt zu sein, es war nass gewor-den. Nach dem heutigen Frühstück folgte er dem Rohr in dem er fest saß weiter, bis er zur einer Kreuzung kam, genau in der Mitte befand sich eine Leiter, die nach oben führte. Schnell watete Harper darauf zu, er zog sich Sprosse für Sprosse hinauf und kam völlig erschöpft oben an. Der Gully-deckel war nicht schwer und glücklicherweise war dieser in einer Seiten-gasse. Flink sprang er aus dem Loch und versiegelte dieses auch wieder, dann suchte er aufgeregt Deckung und zu seinem Glück war eine Haustür offen. Er hüpfte hinein und sah sich kurz um, es war niemand daheim. Erleichtert saß er sich auf die Couch, die in der Mitte des Raums stand und dachte an etwas zum Trinken. Na ja, dachte er, dass Pech muss man auch mal haben.
-Ortswechsel-
Asuma saß seelenruhig am Tisch und genoss die Stille um ihn, denn ihn wenigen Minuten wäre es aus mit der Stille. Dann würde durch die große massive Tür am Ende des Raums ein Admiral hereinspazieren sich um-garnen lassen und von seinem Tisch essen. Noch dazu mochte er nicht daran denken, ist dieser Admiral doch sein Feind und nicht sein Freund, wie Asuma es ihm seit fast einem Jahrhundert vorspielt. Der Türgriff wanderte langsam nach unten, dann schwang die ganze Tür auf. Asuma’ s Adjutant Fischer hielt die Tür auf um für denn hoch angesehenen Admiral namens Saragat Platz zu machen. Dieser war in der Begleitung von ande-ren Soldaten, alles Offiziere und derer Adjutanten. Sie saßen sich, ohne ein Blick auf Asuma zu verschwenden. Nachdem alle hockten erhob sich Asuma und setzte ein gestelltes Lächeln auf sein Gesicht.
„Ich heiße sie, Admiral Saragat, herzlich willkommen auf Tauron! Natür-lich auch seine Gefolgschaft und hoffe, dass sie alle einen schönen Flug hierher hatten!“, sagte er und versuchte dabei ruhig zu wirken.
„Ich bedanke mich für die freundliche Begrüßung von Ihnen, Admiral Asuma! Ja, wir hatten einen schönen Flug hierher und mein Magen wurde dabei ziemlich leer, drum lasst uns speisen!“, meinte der Admiral.
Ja isst nur, dachte Asuma, es wird euch bald vergangen sein.
-Ortswechsel-
Gordon Freeman zählte nun schon die Tage, die er auf der Firestar, einen Mittelstreckenbomber der Föderation, verbrachte. Als Angehöriger einer Spezialeinheit von Infanteristen kam er an Bord um auf den darauf fol-genden Tag sofort in den Einsatz zu fliegen, doch der Angriff wurde ab-geblasen und seitdem sitzt er auf der Firestar mit seiner Einheit fest. Sein First Major, ein Mann namens Carl Johnson, hockte ihm gegenüber. Er dachte nach und sah kurz aus dem Fenster, das nur Sterne zeigte. Dann schob er sein Pferd auf ein freies Feld, Freeman lächelte darauf. Er nahm seine Dame und zog sie quer über das Feld, wobei er das Pferd wegnahm. Carl war wütend, er warf seinen König um.
„Ich werde das Spiel nie kapieren!“
„Na und, dafür können sie besser mit einer Waffe umgehen!“
„Stimmt, war nur lange her, seit ich das letzte Mal eine Waffe in der Hand hielt!“
„Da hast du Recht. Und wie wäre es mit einer Runde Poker?“
„Von mir aus, aber da bin ich auch nicht gut!“
„Ich dafür!“
Commander Freeman packte die Karte aus, mischte sie kurz und teilte sie dann aus. Carl nahm die Karten hoch und sah entrüstet auf seine Spielkar-ten.
„Drei bitte!“
„So schlecht?“
„Drei!“
Freeman schob drei Karten rüber, selber nahm er keine. Carl erkannte das und war schon wieder deprimiert. Freeman fing wieder zu Schmunzeln an, ein Spiel, was er gewinnen würde.
Jack Sined
04.03.2006, 23:35
Zur selben Zeit auf einer anderen Ebene des Schiffes lief Staffelführer Gelltes vor zum Pult und sah in die Runde der Piloten. Von den 39 Piloten aus der Schlacht um Cuna, waren nur 22 zurückgekehrt. Die neuen Pilo-ten waren von der Heimatflotte von Krie’ära, den Planeten, die die Flotte als Aufmarschplatz benutzt. Er legte die Hände auf das Pult und starrte in die erste Reihe.
„Liebe Kameraden und Kameradinnen! Ich bin froh so schnell wieder vor einer vollständigen Staffel zu stehen, ich kann es auch nicht mehr erwar-ten, denn Nivari bei Cuna in den Arsch zu treten. Doch leider wird sich diese Mission noch etwas verschieben, daher werden wir ab sofort in der Woche, gleich sechsmal im Simulator trainieren! Das wäre alles für das Erste!“, erklärte er und wandte sich vom Pult ab. Die Piloten verließen den Raum, am Eingang stand Kapitän Lecks und Commander Tschensei.
„Peter, was meinen sie? Wann werden die Piloten sich eingegliedert ha-ben?“, fragte Tschensei.
„Spätestens in einer Woche! Trotzdem empfehle ich sie noch etwas zu-rück zu halten!“, meinte Gelltes.
„Heute wird Ratsvorsitzender Rengila seine Rede halten, diese Rede wird auf allen Schiffen ausgestrahlt! Ich hab dabei so ein dummes Gefühl!“, erklärte Lecks und starrte auf die Uhr. Es war kurz vor Schichtwechsel, bald würde die Rede beginnen.
-Ortswechsel-
Rengila hielt keinen Zettel in der Hand als er zum Pult lief, viele im gro-ßen Ratsgebäude waren überrascht. Einige Lichtstrahlen drangen durch die gläserne Dachvorrichtung, es war ein düsterer Tag auf Sky One. Da-her mussten zwei Scheinwerfer Licht auf das Pult werfen und tauchten das ganze Ereignis in einen sonderbaren Glanz. Alle Geräte zur Aufzeich-nung wurden auf den Ratsvorsitzenden gehalten, sichtlich eingeengt starr-te Markus auf den Boden. Hinter ihm hockten die drei Ältesten des Rates, vor ihm in einem großen Halbkreis die jeweiligen Adjutanten der Sekto-renleitung. In den oberen Reihen hockten Admiräle und Generäle dicht nebeneinander, sogar Zivilisten waren an diesem denkwürdigen Tag zur Gegend. Ein lautes Signal ertönte, alle Mikrofone im Saal außer dem des Ratsvorsitzenden wurden deaktiviert. Rengila hob seinen Blick und sah nun zum ersten Mal in den Halbkreis. Er war nicht aufgeregt, nur un-stimmig. Plötzlich fing er an zu Reden, niemand wagte es nun mehr zu sprechen.
„Meine lieben Ratsmitglieder, Admiräle, Generäle, Bürger, Soldaten, Zu-hörer und Feinde. Ich, Ratsvorsitzender Markus Rengila, trete heute vor ihnen alle um etwas zu verkünden. Etwas, was nicht allen gefallen wird und manchen nicht im Entferntesten in den Sinn gekommen wäre, doch es sind komische Zeiten. Und in solchen Zeiten hat sich bisher immer komi-sches durchgesetzt und zumeist auch funktioniert. An meine Feinde möchte ich folgendes richten, ihr, die es wagt ein solch mächtiges Reich anzugreifen und zu schänden, euch wünsche ich für die nächsten Wochen und Monate viel Glück. Möget ihr unseren Sturm gerade noch überleben um so gedemütigt euren Nachfahren zu berichten, was mit denen passiert, die sich mit uns anlegen! An mein Volk, an meine Brüder und Schwestern möchte ich folgendes kundtun, mit sofortiger Wirkung treten die alten Kriegsgesetze und Regeln wieder in Kraft. Genauso wie das Kasten-System und die sofortige Mobilmachung aller passiven Truppen, dazu gehören auch die Koordinatoren. Denn meine lieben Freunde, die nächs-ten Wochen werden ein wahrer Monsun für unsere Feinde sein. Wir wer-den sie mit allem bombardieren, was zum Bombardieren überhaupt mög-lich ist. Es wird für sie die Hölle sein und für uns alle eine Wohltat, denn wir sind die Skyts. Eine Rasse geboren zum Krieg und wenn es sein muss, wird dieser Krieg uns alles kosten. Hauptsache, wir werden siegen und die Nivari zerstört am Boden nach Gnade winseln. Gnade, die sie von uns nicht bekommen werden. Tapfere Soldaten werden sterben, Kinder und Frauen werden Opfer des Krieges, doch jeder Tote wird mit Hundert-schaften unserer Seite bekämpft. Sieg der Föderation und Tot der Nivari. Danke!“ Rengilas Stimme war während der Ansprache bedrohlich laut geworden, er war selbst überrascht wie aufgeregt er war. Er zitterte am ganzen Körper, nicht einmal den tobenden Beifall bekam er mit. Die Rede ging in die Geschichte als ‚Monsunwarnung an den Feind’ ein.
Noch in derselben Nacht wurden, auf hunderten von Schiffen auf der Brü-cke die Bodenplatten um den 4D-Stuhl herum herausgerissen. Darunter befand sich noch in den älteren Raumschifftypen, die Koordinationsstati-on. Auf den reichen Planeten der Föderation liefen tausende von passiven Soldaten zur den planetaren Forts um sich zu reaktivieren. Bei Antas, den Werftplanet der Föderation, suchten Offiziere Flüchtlinge heraus, die kampffähig waren. Der Mars stellte achttausend Jäger fertig, die am dar-auf folgenden Tag nach Trio geschafft wurden um bestückt zu werden.
Als die Hydroianer und Koyploten die Rede auffingen, waren sie von dem Inhalt sehr überrascht. Die Koyploten, die schon seit einer Woche auf höchster Alarmstufe waren, schickten Grußnachrichten nach Sky One. Der Inhalt war zumeist: „Gute Jagd und lasst noch welche für uns üb-rig!“ Die Hydroianer formierten ihre Flotten neu und füllten sie mit Frei-willigen auf. Es war ein großer Tag für die drei Völker, nur die Nivari waren etwas bestürzt und entsetzt. Rengila hat sein Ziel erreicht.
Jack Sined
04.03.2006, 23:40
Das war der Prolog, falls nun irgendwelche Fragen aufkommen bitte per PM stellen. Ich werde nun sofort mit dem ersten Kapitel weitermachen.
Noch eine kleine Erklärung, die vielen Handlungsstränge und damit verbunden Ortswechsel, werden sich im späteren Verlauf zusammen finden oder teilweise enden.
Jack
PS: Kommentare oder Kritik sind erwünscht!!!
Jack Sined
04.03.2006, 23:41
1. Ein ungebetener Gast
Admiral Pesâs war noch etwas ange-schlagen von dem feigen Angriff aus Trio. Von seinem Flaggschiff Centauri überblickte er die ankommenden Schiffe aus dem Galaxis-Tunnel. Zumeist einfache Frachter, vor wenigen Stunden war Admiral Kalen mit einer kleinen Kampftruppe nach Kamino geflogen. Neben der Centauri flogen die Avakendo und die Wladiwostok, beides Mittelstre-ckenbomber. Plötzlich huschte etwas sehr schnelles aus dem Galaxis-Tunnel, es war kein skyianisches Schiff. Die Form war recht komisch, die Sensoren konnten nicht durch die Schilde scannen. Die Centauri be-schleunigte und hielt auf das fremde Schiff zu, doch dieses wendete und ging in den Hyperraum über. Die Soldaten auf der Centauri konnten die genauen Sprungkoordinaten nicht festlegen, es war einfach zu schnell gegangen. Der Vorfall wurde sofort gemeldet.
-Ortswechsel-
Kyle Katarn fuhr sich mit der Hand durch den Bart, dabei blickte aus dem Fenster und versuchte die Sterne zu deuten. Neben ihm saß seine Frau Jan und versuchte irgendwelche brauchbaren Daten auszuwerten. Von hinten kam Geschrei, Kyle starrte Jan an. Sie stand auf und ging nach hinten, Kyle suchte die Datenfetzen ab und erkannte ein System. Es war ein mili-tärischer Kode, das Signal war aber schwer zurückzuverfolgen. Er suchte nach irgendwelchen anderen Signalen, da war ein recht großer Planet kei-ne drei Stunden von ihrer jetzigen Position entfernt. Er setzte einen Kurs und sprang sofort. Da kam auch Jan zurück, sie lächelte und Kyle war beruhigt.
-Ortswechsel-
Eine der zwei Sonnen von Mohandan war untergegangen, die Temperatur war deutlich gesunken. Azul stieg gerade aus dem Shuttle aus und suchte die Gegend kurz ab, niemand war in diesem leer stehenden Landeplatz. Kappa sprang aus dem kleinen Schiff und atmete tief ein, Azul schloss die Tür hinter sich zu und schwang den Umhang um seine Schulter. Sie gin-gen durch den einzigen Ausgang und fanden sich auf einer kleinen Seiten-straße wieder. Die Architektur der Gebäude auf diesen Planeten war eher niedrig, der Hauptbestandteil der Häuser war Lehm. Vereinzelt liefen ein paar Einheimische über den glühenden Sand. Azul lief voraus und bog in eine Hauptstraße ein. Riesige Büffel wurden von Einheimischen umher-gezogen, kleine Echsen rannten über die Straße. Händler lockten in ihre Läden, Frauen mit Wasserbottiche auf den Kopf schlängelten sich durch die Menschenmassen. Kappa sah eine Kneipe und zog Azul hinter sich her. In der Kneipe gab es Klimasysteme und mehrere quadratische Tische. Azul und Kappa saßen sich an einen freien Tisch, sofort kam ein Einhei-mischer.
Er fragte etwas in einer fremden Sprache, Azul schüttelte den Kopf und zeigte auf sein Ohr. Der Mann verstand und dachte kurz nach.
„Was sie möchten?“, fragte er.
„Zwei Sternen-Ales und eine kleine Auskunft!“, sagte Azul.
„Sprechen!“
„Ist in letzter Zeit irgendein Fremder vom Himmel gefallen?“
„Viele Fremde fallen vom Himmel, einer ist vom Himmel gestürzt!“
„Wo?“
„Weiß nicht?“
Kappa hielt paar Daks hoch.
„Draußen, Dünen von Mumbai, ist bestimmt schon tot!“
„Danke!“, sagte Kappa und gab dem Mann sein Geld.
Jack Sined
06.03.2006, 18:37
-Ortswechsel-
Kyles Schiff, die Ravensclaw ging in der nähe von Taygon zurück in den Normalraum. Taygon ist der Planet, der als viertes in Namen der Födera-tion kolonisiert worden war. Seine Atmosphäre wurde geringfügig verän-dert, denn die Hydroianer hatten über drei Jahrhunderte zuvor den Plane-ten bereits leicht umgeformt. Das erste Gebäude auf den Planeten war das Fort ‚Kofi Annan’, etwas später wurde der Kolonialplatz errichtet, genau an dem Ort, wo das erste Landungsschiff gelandet war. Um diesen Platz herum blühte in den folge Jahren eine riesige Stadt auf, die den Namen Solda trägt. Solda wurde zum Mittelpunkt der Banken in der Galaxie, fast 80 Banken besitzen in dieser Stadt ihre Zentrale. Der Planet Taygon wur-de sehr schnell reich und auch der, der den Titel des Counter-Admirals besitzt, wurde zu einem wahren König. Zur Erklärung: Ein Admiral der vom Rat zum Counter-Admiral ernannt wird, übernimmt die Leitung ei-nes der 51 Sektoren der Föderation und bekommt einen Sitz im Rat. Der abdankende Counter-Admiral wird wieder zu einem normalen Admiral, kann aber auch mehrmals zum Counter-Admiral ernannt werden. Zumeist wird ein Admiral in seinem Geburts-Sektor zum Counter-Admiral ernannt, so zum Beispiel auf Taygon, hier herrscht Counter-Admiral Ticks der im Nachbarsystem geboren wurde. Ein Sektor umfasst im Normalfall 15 Sys-teme oder mehr, das macht ungefähr 20,3 bewohnbare Planeten und cirka 1,67 Milliarden Einwohner. In jedem Sektor gibt es einen Sektorenrat, in dem die Herrscher der jeweiligen bewohnbaren Planeten im Sektor sitzen. Auf jedem Planeten gibt es einen Planetenrat, in dem die Leiter der ein-zelnen Kontinente beziehungsweise der Landsektoren sitzen. Aber das wäre jetzt zu viel Politik, jedenfalls ging die Ravensclaw in der nähe von Taygon zurück in den Normalraum. Kyle steuerte vorsichtig auf den Pla-neten zu, im Orbit kreisten einige große Schiffe, es schien eine Armada zu sein. Kyle wollte etwas Abstand zu den großen Schiffen halten und flog den Planeten von der Nachtseite an. Er folgte zwei Frachter, die zur Pla-netenoberfläche flogen und hörte ihr Funk ab. Die Frachter tauchten in die Atmosphäre ein, dicht gefolgt von der Ravensclaw. Als die drei Schiffe durch die Wolkendecke brachen, wurden sie von der Flugüberwachung gerufen.
„Doche es Farka, nie. Rikun al Menna!“, kam es aus dem Lautsprecher. Kyle verstand nur Bahnhof und klickte mit dem Funkgerät nur.
„Rikun al Menna, sifu wel Taa!“
Kyle war überfordert und klickte einfach wild drauf los.
„Oh, sheka! Lef sens, nie!“
Kyle wusste nicht weiter, doch plötzlich zeigten seine Sensoren Landeko-ordinaten an. Der Mann von der Flugüberwachung dachte, dass Kyles Funkgerät defekt sei. Die Ravensclaw folgte den Sensoren, dabei überflo-gen sie einen riesigen Berg. Dahinter breitete sich eine gigantische Stadt aus, die nicht gerade hohe Häuser besaß. Ein Raumhafen wurde am Bo-den sichtbar, der angewiesene Landeplatz war nicht sehr groß und schien für einen Kampfjäger zu sein. Kyle setzte sein Schiff seelenruhig ab und ließ den Computer runterfahren. Er stand auf und ging nach hinten zu Jan. Sie lag auf der Matratze in den Armen ein Bündel. Kyle streichelte sanft das Gesicht von Jan, danach band er sich seinen Waffengürtel um die Hü-fte. Er öffnete die Luke und schritt hinaus auf den Landeplatz. Zwei Dockarbeiter kamen angerannt, sie hoben nur kurz die Hände und liefen dann weiter. Sie sahen nur kurz zur Ravensclaw auf, schauten verdutzt und sprangen weiter. Kyle ging auf ein Gebäude zu, das für ihn das Ter-minal war. Durch eine automatisierte Tür kam er ins Innere, die Halle war oval und zu dem gläsern. Auf dem Boden war ein großes Mosaik einge-bettet. Am vorderen Schalter saß eine Frau, sie winkte Kyle zu sich. Kyle kam der Bitte nach und lief zum Schalter, sie legte ihm ohne ein Wort zu sprechen einen kleinen Computer hin. Darauf waren mehrere Felder zum Ausfüllen, Kyle nahm einen Magnetstift in die Hand. Es war ein Formular für den Landeplatz, doch er konnte kein Wort entziffern, was sollte er tun? Er fing an zu raten und schrieb auf Basic sein Name in ein freies Feld. Die Frau starrte kurz auf den Monitor, sie wirkte überrascht und wandte sich um. Sie tat irgendwas, was Kyle nicht sehen oder spüren konnte. Doch plötzlich fühlte er doch etwas, drei Männer kamen von der einen Seite der Halle auf ihn zu. Kyle ließ sich nichts anmerken und schrieb weiter irgendwas in das Formular.
„I ta, rekonda. Plead!“, sagte eine monotone Männerstimme. Kyle verstand nicht und schrieb weiter.
„Rekonda, plead. Ev sos kova!“, sagte die gleiche Stimme. Kyle stellte sich weiter dumm.
„Chri, rhfka anno, lapta!“, sagte eine andere Stimme, doch Kyle verstand immer noch nicht.
„Lenova turfan esiva!“, sagte eine weitere Stimme.
„Drehen sie sich bitte um!“, sagte plötzlich die Frau vom Schalter. Kyle war überrascht und legte den Kopf schief, dann wandte er sich um.
„Sie sprechen also Basic?“, sagte der Mann mit der monotonen Stimme. Er war nicht viel größer als Kyle, dafür war er deutlich jünger als Kyle.
„Ja, warum?“, fragte Kyle.
„Nun, diese Sprache wurde uns erst vor wenigen Wochen beigebracht. Sie können der Dame danken, dass sie etwas schneller schaltete als wir. Noch etwas länger und wir wären gewalttätig geworden. Würden sie uns nun bitte folgen!“ Kyle nickte und drehte sich kurz um.
„Danke!“, sagte er aufrichtig zur der Frau hinterm Schalter. Sie lächelte.
Jack Sined
09.03.2006, 16:36
-Ortswechsel-
Die zweite Sonne von Mohandan war nun auch endlich untergegangen, die Temperatur befand sich bei angenehmen 25 Grad Celsius. Azul steu-erte das Shuttle vorsichtig über die Dünen von Mumbai, diese Gegend war wegen ihrer wilden Stämme bekannt. Einfache Siedler, die nach eini-gen Jahren ohne Maschinen, sich auf ein beschauliches Leben als Noma-den festlegten, streiften nun durch die, für Fremde todbringende Wüste. Nach wenigen Stunden suchen, hatte Azul die abgestürzte Rettungskapsel gefunden, doch von dem Geretteten keine Spur. Kappa schüttete Wasser über seine Kiemen, die von der staubigen Umwelt völlig vertrocknet wur-den. Azul war sticksauer und wollte schon wieder ins Shuttle steigen als er komische Klänge war nahm. Es waren Trommeln oder etwas Ähnliches. Er löste seine Waffe vom Gürtel und schlich zur nächsten Düne, gleich dahinter kam Kappa, der sein Gewehr geholt hatte. Gebückt blickten sie über die Düne und sahen mehrere sandfarbene Zelte, die in einer Senke standen. Es waren drei Zelte, die in einem Dreieck aufgestellt worden waren, in der Mitte loderte ein kleines Lagerfeuer. Fünf Männer saßen um das Feuer, einer spielte auf einer Trommel. Drei weitere Männer tanzten zu den dumpfen Klängen um das Feuer. Azul steckte seine Pistole in die Hose und stand langsam auf, er wollte keine Konfrontation. Kappa schul-terte sein Gewehr und tat Azul gleich. Zusammen liefen sie gemächlich zum Feuer. Die Männer am Feuer ignorierten die Fremden. Azul hob die Hand und verbeugte sich dann ganz tief, Kappa ahmte ihn nach. Einer der Männer vom Feuer erhob sich und verbeugte sich vor Azul und dann vor Kappa. Er wies mit seiner Hand auf eines der Zelte, die Beiden traten in das Zelt ein. Im Zettel war es angenehm warm, wohltuender Rauch ström-te aus Wasserpfeifen und Teppiche deckten den Sand ab. Öllampen er-hellten den Raum, Kissen dienten als Sitzmöglichkeit. Am anderen Ende des Zelter saß ein stämmiger Mann, der in einer traditionellen Nomaden-kleidung eingehüllt war. Er wies auf die Kissen, Azul verbeugte sich zu-erst vor dem Mann und hockte sich darauf hin. Kappa ahmte wieder alles nach und der stämmige Mann schien zu frieden zu sein.
„Was führt euch in die Wüste von Mumbai?“, fragte der Mann.
„Wir suchen einen Mann, ein Mann von meiner Rasse!“, sagte Azul freundlich.
„Und zu welcher Rasse gehört ihr?“
„Ich bin ein Skyt und mein Freund hier ist ein Hydroianer!“
Der Mann blickte kurz auf Kappa und sah etwas genauer hin um die Kie-men zu sehen.
„Und was ist wen ich euch sage, dass ein solcher Mann hier war.“
„Dann wäre ich schon einmal froh, er muss den Absturz überlebt haben. Wo ist er hingegangen?“
„Nirgendwo!“, sagte plötzlich eine fremde Stimme, ein Mann trat in das Zelt und sah die beiden Fremden flüchtig an.
„Ah, dann müsst ihr Talga sein!“
„Ja, so ist mein Nachname und wer sind sie beide?“
„Das eilig zusammengestellte Rettungsteam, unser Shuttle liegt eine Düne weiter, wenn sie sich also verabschieden würden!“, erklärte Kappa frech. Talga lachte kurz und verbeugte sich vor dem stämmigen Mann, dieser erwiderte die Geste.
„Von mir aus, endlich wieder ins All!“, sagte Talga und schmunzelte. Azul lachte ebenfalls, seine Mission war fast abgeschlossen. Leichter als ich dachte, ging ihm durch den Kopf.
Jack Sined
09.03.2006, 16:38
-Ortswechsel-
Kyle hockte locker da, der Mann gegenüber, war der gleiche, der ihn aus der Halle hergeführt hatte. Er stellte zwei Gläser auf den Tisch und schenkte eine braune Brühe ein. Kyle lugte etwas überrascht auf das Glas, so was war ihm noch nie hingestellt worden. Er zeigte mit seinem Zeige-finger auf das Glas, der Mann schaltete sofort.
„Das ist jedenfalls kein Kyntari, das ist ein menschlicher Schnaps namens Whisky. Ich hoffe sie mögen alkoholische Getränke?“
„Ja, ich mag solche Getränke!“, dabei lächelte Kyle etwas und griff nach dem Glas. Mit einem kräftigen Schluck, zog er den kompletten Whisky auf einmal hinunter. Er schüttelte kurz und war überrascht.
„Nicht schlecht! Nun dürfte ich erfahren, was ich hier tun soll?“, fragte Kyle.
„Zuerst einmal darf ich mich vorstellen, mein Name ist Ern Gavin und ich bin Inspektor dieser Stadt. Uns wurde vor wenigen Wochen offenbart, dass die Durchflugsgesetze am Galaxis-Tunnel entschärft worden sind. Daher brachte man uns die standardisierte Sprache dieser Galaxie bei, Basic soweit ich weiß!“
„Ja, richtig! Aber werde ich nun eingesperrt oder muss ich Strafe zahlen?“
„Nein, sie müssen nur im Nachhinein ein Formular ausfüllen, so etwas wie ein Visum. Ich hab sie nur herausgezogen, weil sie die allgemeinen Regeln noch nicht gehört haben. Nummer eins: Der Aufenthalt ist be-grenzt, die Zeit muss eingehalten werden sonst wird man gewaltsam zu-rück gebracht! Nummer zwei: Jeder Planet besitzt unterschiedliche Geset-ze, respektieren sie diese und verlassen sie am besten nie die Gebiete der Föderation! Nummer drei: Eingeführte Währung ist der Daktaria, Geld von außerhalb kann gewechselt werden! Nummer vier: Ihr Schiff sollte die offiziellen Hyperraumrouten benutzen! Und einen Tipp von mir, flie-gen sie lieber wieder zurück. Es herrscht Krieg und kein Ort ist wirklich sicher! Aber ich möchte sich auch nicht länger aufhalten, ah ein Wörter-buch hab ich auch noch für sie! Hier bitte!“, erklärte Gavin und stand auf. Er gab Kyle noch kurz die Hand und verschwand dann. Kyle wurde von einem Assistenten hinausgebracht.
„Ach, könnten sie mir kurz erklären was all die Leute vorhin redeten?“, fragte Kyle neugierig.
„Aber sicher. Zuerst wurden sie von der Flugüberwachung angesprochen, die Worte waren wahrscheinlich: ‚Doche es Farka, nie. Rikun al Menna!’ Übersetzt: ‚Was für Fracht tragen sie? Distanz einhalten!’ Danach folgte der Wachaufruf: ‚Rikun al Menna, sifu wel Taa!’ Was übersetzt ‚Distanz einhalten, melden sie sich!’ heißt. Was sagte er dann?“
„Oh, sheka! Lef sens, nie!“
„Oh, Mist! Folgen sie den Sensoren! Der Inspektor sprach sie mit ‚I ta, rekonda. Plead!’ an. Übersetzt: ‚Bitte drehen sie sich langsam um!“ Wei-ter folgte eine Wiederholung von ‚Rekonda, plead.’, also ‚Umdrehen bit-te!’. Darauf folgte dann ‚Ev sos kova’, eine Frage an uns Polizisten, ‚Wo-her kommt der?’. Dann sprachen wir sie auf koyplotisch an und zwar so: ‚Chri, rhfka anno, lapta!’, was alles wiederholt und dann kam noch hydroianisch, aber das sag ich jetzt nicht, ich kann die Aussprach nicht! Sonst noch Fragen?“
„Nein, vielen Dank!“, sagte Kyle und war von der Komplexität der Wör-ter entsetzt. Mit der Hilfe der Frau vom Schalter füllte er die Formulare schnell aus und ging dann zurück zum Schiff. Unterwegs blätterte er im Wörterbuch, viele Wörter standen nicht darin. Die Skyts waren für ihre einfach Vokabular und Grammatik bekannt. Und zu Kyles Glück befand sich eine Sternenkarte im Buch. Fröhlich klopfte er an die Tür, Jan macht aus und sah knallrot aus. Verdammt die ist wütend, dachte Kyle und zog eine Unschuldsmiene hin.
„Wo zum Imperator warst du?“, schrie sie ihren Ehemann an.
Jack Sined
09.03.2006, 16:39
-Ortswechsel-
„Sie sind wirklich gut Azul! Vor gerade einmal zwei Tage gab ich ihnen den Auftrag und heute hab ich unseren Skyt schon hier! Admiral Saragat wird nur gutes von mir hören!“, erklärte Asuma Azul und klopfte dem Mann auf die Schultern. „Aber eine Frage habe ich noch, wie haben sie ihn so schnell überreden können?“
„Ach, das war ganz einfach. Er glaubte ich war von Föderation und hätte ihn gerettet. Ich verband ihm die Augen und erklärte seine Sicherheitsstu-fe sei zu niedrig, als das er mein Schiff sehen durfte. Im Vorfeld ließ ich ein Raum recht skyianisch einrichten, darin hab ich ihn dann verfrachtet und gesagt, dass wir bald ankommen. Er nickte und war einverstanden! Das war dann schon alles!“, meinte Azul und lächelte.
„Ein ausgekochtes Ei sind sie! Tschüss, auf baldiges Wiedersehen!“, sagte Asuma und wandte sich dann seinen Gefangenen zu.
Talga saß im Besprechungsraum der Bibliothek, in der Asuma auf Tauron residierte. Die Augen waren ihm immer noch verbunden, Asuma kam auf Talga zu. Dieser richtete seinen Kopf auf, da er die Schritte gehörte hatte.
„Ah, guten Tag! Können sie mir bitte die Augenbinde abmachen?“, fragte Talga freundlich. Asuma schnitt die gut festgemachte Binde mit einem Messer auseinander. Talga zog das Band aus seinem Gesicht und starrte kurz umher und drehte sich dann zu Asuma auf.
„Admiral Asuma, was machen sie hier? Seit wann sind Nivari als Ge-heimdienstler zugelassen?“, sagte Talga erstaunt.
„Nun, wir befinden uns hier auf Tauron im Gebiet der Nivari!“, erklärte Asuma steif.
„Was? Seit wann gehört Tauron zu den Nivari?“
„Seit wir es vor sechs Tagen erobert haben! Nun frage ich mich, warum leben sie noch Talga?“
„Ich verstehe gerade gar nichts, ist etwa Krieg ausgebrochen?“
„Oh, ja! Aber noch mal, warum leben sie noch?“
„Ich bin mit Mühe und Not von meiner Raumstation geflüchtet, bevor ihre Soldaten sie in die Luft gejagt hatten!“
„Sie hatten nur wenige Sekunden und ohne genau von einem Angriff ge-wusst zu haben, hätten sie es wohl nicht rechtzeitig zur Rettungskapsel geschafft. Sind sie vielleicht ein Spion von uns?“
„Wollen sie mich verarschen, Asuma? Ich ein Spion der Nivari, niemals! In Gegensatz zu Ihnen, habe ich noch etwas Niveau um mich von so einer Schmach fernzuhalten!“, erklärte Talga ruhig. Asuma schlug auf den Tisch.
„Sind sie ein Spion von uns? Ja oder nein?“
„Nein!“
„Sie sind ein Spion, sie haben ihre Mannschaft geopfert!“
„Nein, habe ich nicht!“
„Doch, sie sind froh endlich weg von diesem Abschaum zu sein!“
„Nein, bin ich nicht!“
„Sie waren schon immer ein schlechter Commander, wurden deshalb auf eine Raumstation zum Dienst verbannt und deshalb sind sie auch ein Spi-on von uns geworden, geben sie es endlich zu!“
„Nein, nein! Ich habe sie nicht umgebracht, ich hasse die Nivari, ich hasse sie! Verdammt noch mal, ich habe sie alle gemocht, wissen sie weh es tut! Und zudem bin ich kein schlechter Commander gewesen, sie sind hier der Verräter! Ich würde lieber sterben, nur damit ich meine Männer zurückho-len könnte!“, schrie Talga so laut es geht und Asuma war von den Emoti-onen überwältigt.
„Sie sind kein Spion der Nivari!“, sagte auf einmal eine Stimme. Hinter Talga stand die ganze Zeit eine Person und hatte dem Gespräch zugehört. Er trat vor neben Talga, der traurig seinen Kopf gesenkt hatte. Dieser spürte nun eine Hand auf seiner Schulter, langsam richtete er seinen Kopf auf!“
Großadmiral Higs stand neben Talga und sah auf den Kollegen hinab. Asuma stand auf und ging zu den beiden hinüber.
„Großadmiral Higs kennen sie ja?“, sagte Asuma.
„Ja, natürlich! Aber was machen sie hier?“, fragte Talga verdutzt.
„Ich bin hier um sie zu holen! Admiral Asuma hat gute Arbeit geleistet, so schnell hätte ich nicht gedacht sie zu sehen und dann auch noch unbe-schadet!“, erklärte Higs.
„Aber sie hier, bei den Nivari! Sie sind doch nicht etwa übergelaufen?“
„Aber ganz sicher nicht! Ich sitze hier fest, die Nivari haben Tauron ein-genommen und eine Blockade errichtet. Sie kennen doch die Berichte von den hunderten Geheimstationen auf den verschiedensten Welten der Föde-ration, eine davon ist hier auf Tauron! Admiral Asuma, ein alter Freund und Wohltäter der Föderation, half mir sie zu finden und hier her zubrin-gen. Er hat auch einige Schlachtpläne und Flottenverbände der Nivari für uns besorgt!“, sagte Higs.
„Dann ist er also nie ein Verräter gewesen, er wurde hier her geschickt um die Nivari auszuspionieren, fast 90 Jahre hat er den Bösewicht gespielt?“
„Ja, so ist es und ich hoffe bald in die alte Heimat zurück zu kehren!“, meinte Asuma und gab Talga die Hand. „Und ich wollte sie nur testen, sie sind natürlich kein schlechter Commander, aber Higs du musst jetzt lieber gehen! Saragat will in einer halben Stunde ein Treffen in den unteren Räumen veranstalten!“, sagte Asuma und bat sie zu gehen. Higs verstand das und nahm den immer noch perplexen Talga mit. Asuma atmete tief durch, eine schwere Prüfung war geschafft.
Jack Sined
09.03.2006, 16:40
-Ortswechsel-
Nach einem kurzen heftigen Ehestreit, erklärte Kyle in Ruhe was vorge-fallen war und überredete sie den Planeten zu verlassen. Schnell verstand Kyle die Sternenkarte aus dem Wörterbuch zu lesen und schlug daher einen direkten Kurs auf Sky One ins Herz der Föderation ein. Der Flug würde einen Tag dauern und so lag sich der erschöpfte Jedi ins Bett. Seine Frau saß im Cockpit und starrte aus dem Fenster und beobachtete die Un-regelmäßigkeit des Hyperraums. Auch sie war erschöpft und schlief nach wenigen Minuten auf dem Pilotensessel ein, dieses Verhalten ist natürlich sehr unpraktisch, wenn man mit hunderten von Sachen durch den Raum düste. Das Fehlverhalten funktionierte auch fast drei Stunden gut, doch plötzlich ging das Schiff zurück in den Normalraum. Etwas war in der Flugbahn gekommen, das Schiff flog automatisch einen Ausweichkurs. Jedoch war dieser nicht gut durchdacht, das Schiff würde diesen Kurs überleben, nur die Insassen würden heftig durchgeschüttelt. Aber das Schiff würde nicht Kyle Katarn gehören, wenn es nicht ein wenig mehr künstliche Intelligenz besaß als seine Duplikate. Es warnte die Insassen, mit einem lautstarken Signallaut. Kyle war schlagartig wach und auch seien Frau tippte schon heftig auf der Tastatur herum, als er ins Cockpit kam. Die ersten Erschütterungen begonnen, das Schiff steuerte dagegen. Kyle schaltete auf manuelle Eingabe und flog das Schiff aus dem Sog des riesigen Etwas, das den Weg versperrte. Die Ravensclaw flog parallel zum Etwas und beschleunigte stark, bis plötzlich licht auf das Etwas fiel und Kyle beinahe vom Stuhl geflogen wäre. Das Etwas war ein Schiff, ein verdammt großes Schiff. Die Sensoren des großen Schiffes erfassten die Ravensclaw, doch Kyle blockte die Sensoren ab und setzte einen neuen Kurs. Ein Piepston signalisierte, dass feindliche Jäger in Reichweite ka-men. Jan betätigte den Schalter und die Ravensclaw ging auf Hyperdrive. Kyle hatte noch kurz vor dem Sprung den Namen des Schiffes gelesen, es war skyianisch und lautete ßaßilô. Kyle schlug gelassen das Wörterbuch auf und suchte nach dem Wort und B fand er die Übersetzung. ßaßilô hieß übersetzt Babylon. Doch daraus wurde Kyle auch nicht schlau.
So dass war das erste Kapitel, sofort geht es weiter mit dem zweiten Kapitel mit dem Titel: Flucht ins neue Abenteuer
Jack Sined
12.03.2006, 17:38
2. Flucht ins neue Abenteuer
Higs saß gelassen im Besprechungsraum und klopfte mit den Fingern auf dem Tisch. Jim Regissi, der Leiter der Geheimstation auf Tauron hockte daneben mit verschlossenen Armen. Talga stand gegenüber an der Wand und pfiff vor sich her, Tyler, der Uni-com also Kommunikationsoffizier der Station stand daneben. Durch den Eingang lief gerade Max, der zweite Offizier auf der Station und Sprick, der erste Offizier von Higs herein. Sie legten einige Akten auf den Tisch, Max aktivierte den Holoprojektor, der sofort ein Bild an die Wand warf.
„Hierbei handelt es sich um die Forschungsstation ‚New Island’, die auf Ivor II verankert ist. Das Maas System ist für seinen vierten Planeten be-kannt, genauer wegen dessen Monden. Ivor ist ein vertrockneter Planet auf dem keine Gravitation oder Klima herrscht. Er besitzt fünf Monde Ivor I, einen Vulkanmond Ivor II, einen Eismond, Ivor III, einen Wasser-mond, Ivor IV, einen Wüstenmond und Ivor V, ebenfalls ein vertrockneter Mond. Nun diese Monde ziehen recht enge Bahnen um den Planeten, wa-rum es auch unmöglich ist eine feste Raumstation um den Planeten zu halten, diese würde von den unterschiedlichen Gravitationen umher geris-sen. Jedenfalls hat die Forschungsstation, vor wenigen Stunden eine Nachricht hier her geschickt. Die Station hat Probleme und das Ober-kommando will das einer unserer Yachten dorthin fliegt. Überhaupt, will das OK, dass wir die Geheimstation auf Tauron dicht machen!“, erklärte Sprick und saß sich hin. Higs erhob sich und sah in die Runde.
„Asuma hat uns ein offenes Fenster organisiert, Morgen um drei wird eine halbe Stunde die Nachtseite unbewacht seien und wir können verschwin-den. Das gilt auch für deine Leute Jim, daher würde ich sagen, packen wir unsere Sachen und machen uns bereit. Die Fallen Star wird nach Ivor II fliegen und den Forschern helfen, die Walke fliegt nach Sky One! Auf geht’s!“, erklärte Higs und beendete die Besprechung so schnell, wie sie begonnen war.
-Ortswechsel-
An einem regnerischen Morgen auf Salkaterrah kam ein Inspektor an und wurde am Raumhafen von einer einheimischen Kutsche zum Tatort ge-bracht. In seinem langen, schwarzen Mantel wirkte der Inspektor wie ein Todesengel, er trug keinen Hund und seine Haare waren schon pitschnass. Er stieß die Tür auf und schlenderte in die Bar, einer der Anwesenden wollte schon reklamieren, doch der Inspektor zeigte seinen Ausweis. Der Mann wich schnell zurück. Der Inspektor sah sich kurz um und bemerkte die kaputten Gläser auf dem Tresen.
„Wie heißt der Tote?“, sagte der Kriminologe leise. Einer der Anwesen-den drehte sich zu dem Mann um und sagte: „Wade Hemming!“ Der In-spektor zog sich weiße Handschuhe an und wendete den Toten, er zog einen langen blauen Stift aus der Tasche und führte ihn in das Einschuss-loch ein. Der Stift misste den Durchmesser des Loches, dadurch konnte man die Schussstärke und die Mordwaffe zumindest theoretisch bestim-men.
„Ein sauberer Schuss, gut angesetzt! Es war ein Profikiller und er hatte Assistenten. Sie haben den Toten festgehalten und der Killer hat beruhigt seine Waffe angelegen. Wahrscheinlich eine Handfeuerwaffe Typ drei, also S-3, Chifon-2|1 oder Staken U-.32. Das Labor wird hundert pro ge-naueres herausfinden! Zum Glück ist Krieg, dieser Fall würde eine Ewig-keit dauern!“, stellte der Inspektor fest und stand wieder auf. Einer der Anwesenden war ein Polizist, ein anderer vom Militär. Überrascht wandte sich der Ermittler an den Soldaten.
„Seit wann ist das Militär an einem einfachen Wirt interessiert?“, fragte der Inspektor monoton.
„Nun, dieser Wirt war zufällig ein Spion gewesen, genauer ein Doppel-spion! Er hat vor einigen Jahren für uns als Spion für die Nivari gearbeitet. Danach wurde seine Identität verändert und dieses Lokal geschenkt. Wer auch immer ihn getötet hatte, wusste von seiner wirklichen Identität be-scheid. Und wer sind sie wenn ich frage darf?“, sagte der Soldat ruhig.
„Mein Name ist Müller, Thomas Müller. Inspektor vom Sektor sechs und sie sind?“
„Major Farsi, Jake Farsi. Draußen steht ihr Fahrzeug bereit, eine Assisten-tin wird sie begleiten und alles erklären! Falls sie fragen haben, stellen sie, sie jetzt!“, erklärte der Major.
„Ja, eine! Wo sind die wirklichen Identitäten gespeichert?“
„Auf Sky One im Hauptquartier des Geheimdienstes! Warum?“
„Nun, dieser gewisse Mörder hatte wohl Zugang!“, meinte Müller und ging. Der Major schaltete erst jetzt und war völlig überrumpelt. Müller verließ den Raum schnell. Auf der Straße vor dem Haus stand ein Flitzer, davor eine bezaubernde Frau. Sie hielt ihren Regenschirm hoch, doch plötzlich machte sich dieser selbstständig. Müller reagierte sekunden-schnell und fing den Regenschirm auf.
„Ich bin Inspektor Müller!“, sagte er und hielt ihr den Schirm hin.
„Ich bin ihre Assistentin!“, meinte sie verlegen.
„Ausgezeichnet!“
Jack Sined
12.03.2006, 17:40
-Ortswechsel-
Am nächsten Morgen war die Station abgebaut gewesen, alle Computer verräumt worden, Akten verbrannt, Datenkarten via Magnet gelöscht und das Hab und Gut auf die Schiffe gebracht worden. Alle waren bereit um drei, Higs stand auf der Brücke der Fallen Star, seine persönliche Yacht. Er gab den Befehl und die Schiffe setzten sich in Bewegung. Sie durch-querten den Tunnel und stießen durch den Wasserfall ins Freie. Die Schif-fe stachen steil nach oben, sie flogen zur Nachtseite und durchbrachen die Atmosphäre. Im Orbit ging die Walke sofort auf Hyperdrive, die Fallen Star richtete sich noch kurz aus und sprang dann auch. Auf der Brücke atmeten alle tief aus, endlich weg von dem Planeten. Higs ging in sein Arbeitszimmer. Dort saß Talga und Sprick. Jim war mit Tyler auf der Walke nach Sky One zurück geflogen. Higs saß sich hin und rief die Da-teien über die Forschungsstation auf.
„Sie ist in den Boden verankert, sie besitzt einen eigenen Antrieb, doch diese scheinen kaputt gegangen zu sein. Alle 40 Forscher bekommen wir nicht an Bord, wir werden vielleicht andere Fahrzeuge requirieren. Ich sag was, dass wird eine einfach Angelegenheit!“, meinte Higs und lächelte, ob er da richtig lag.
-Ortswechsel-
„Das Labor gab durch, dass es eine Chifon-2|1 war mit der, der Wirt nie-dergeschossen worden ist!“, erklärte die Assistentin, die sich später noch vollständig vorstellte. Ihr Name war Anna Jean, sie kannte sich mit Mord-fällen aus.
„Ausgezeichnet, damit können wir was anfangen! Haben sie überprüft, ob vielleicht mehrere Agenten unserer Seite sich in diesem Gebiet befin-den?“, fragte Inspektor Müller ruhig.
„Ja, fünf weitere Agenten befinden sich in diesem Sektor! Die Namen sind in der Mappe, die ich ihnen gab. Sie wurden bisher noch nicht be-sucht, haben sie eine Vermutung?“, meinte Anna.
„Der Mörder muss Zugang zu den Dateien im Hauptquartier gehabt haben. Er hat aber nur bestimmte Dateien zu Gesicht bekommen, vielleicht war aber auch ein Mittelsmann an der Sache beteiligt. Wir müssen daher nach Sky One fliegen und überprüfen, woher die bisherigen Dateien kamen. Sie sollten deswegen bitte einen Flug buchen!“, erklärte Müller.
„Für was denn einen buchen, auf dem Raumhafen steht die Wave!“, sagte die Assistentin aufmunternd. Thomas hasste zivile Reiseschiffe, er bevor-zug Jäger oder militärische Transporter. Er lächelte und sagte wie immer:
„Ausgezeichnet!“
Später am selben Tag hob die Wave vom Hafen ab und düste mit Höchst-geschwindigkeit nach Sky One, sie würden in wenigen Stunden da sein.
Jack Sined
12.03.2006, 17:41
-Ortswechsel-
Zur selben Zeit kam die Fallen Star aus dem Hyperraum im Maas System. Das Schiff orientierte sich kurz und flog dann auf den riesigen Felsbro-cken mit der Bezeichnung Ivor zu. Schon von weiten waren seine fünf großen Monde zu erkennen, die Fallen Star zog einen Bogen um senk-recht in das verwirrende Gravitationsnetz ein zustechen. Heftige Turbu-lenzen schüttelten das Schiff wild umher, doch die Fallen Star war ein robustes und sicheres Schiff. Unbeschadet kam die Fallen Star zu Ivor II, worauf die Forschungsstation lag. Die Yacht durchbrach die schwache Atmosphäre und drang durch die einzige Wolkendecke, vor ihnen breitete sich eine große Eiswüste aus. Unmittelbar unter dem Schiff waren gigan-tische Risse zu sehen, der Mond schien förmlich auseinander zu brechen. Schnell war die eingebettete Forschungsstation gefunden und alles zum Andocken bereit gemacht worden, der Lenker der Fallen Star manövrierte das Schiff vorsichtig auf den Andockbolzen. Ein lauter Druckknall war zu hören, danach konnte der Ring geöffnet werden. Higs und Talga gingen über den Andockbolzen auf die Station. Sprick hielt das Kommando auf der Fallen Star. Higs wurde sofort von einem Forscher begrüßt, der Mann war nervös aber erfreut die Soldaten zu sehen.
„Kommen sie bitte, hier entlang!“, erklärte er und zeigte den Weg durch die Station. Er führte sie tiefer in die Station, dann in einem Gang wo sich eine Barrikade befand. Er zeigte auf die Barrikade und fing an zu reden: „Dort befindet sich das Grauen!“ Higs wollte etwas sagen, merkte aber plötzlich einen kalten Schauer und eine Stimme sagte ihm er solle über die Barrikade gehen. Auch Talga spürte es, konnte sich aber zurück halten. „Sie fühlen es auch, nicht wahr?“, fragte der Forscher. „Außer mir und noch fünf anderen Forscher, sind alle dort hinüber gegangen. Keiner von ihnen kehrte zurück, man hörte nur Schreie!“ Higs fand sich wieder, er atmete tief ein und bedachte seine nächste Frage.
„Was war geschehen?“
„Eines Tages hatten wir mit Bohrungen in das Eis begonnen, wir wollten Schutzräume im Eis einrichte. Doch plötzlich fingen alle an, an dieser einen Stelle zu bohren. Sie wollten nicht hören, keiner von ihnen stoppte um zu trinken oder zu essen. Daher fütterten wir sie und gaben ihnen Wasser, sie ignorierten uns. Dann brachen sie auf einmal durch in einen Hohlraum. Man sieht sie, wenn man dort hinten steht, seit dem spürte auch ich dieses Verlangen hinzugehen. Viele die noch nicht bei den Boh-rungen gegangen waren, gingen jetzt oder verschwanden urplötzlich und wir sechs waren allein!“, erzählte der Mann und schien traurig zu werden. Talga roch etwas Komisches und ging in den Raum, der neben dem Gang lag. Darin waren eine riesige Blutlache und ein ekliges Objekt. Bei nähe-ren hinsehen entpuppte es sich als eine Hand, die etwas umschließen woll-te.
„Sir, schauen sie sich das an!“
Higs kam in dem Raum und sah die Hand in der Blutlache und blickte fragend in das Gesicht des Forschers.
„Die Hand stammt von einem der Forscher, der als letzter verschwand, urplötzlich! Für mich sieht es aus, als hätte ihn jemand geholt, mit der Hand hatte er sich wahrscheinlich am Geländer festgehalten. Das war vor drei Tagen!“
Higs zog ein Funkgerät aus der Tasche und funkte die Fallen Star an.
„Sprick scannen sie die Umgebung und den Eisboden!“, befahl Higs und wartete ab.
„Es befindet sich unmittelbar neben der Station ein großer Hohlraum im Eis. Darin befinden sich mehrere metallische Gegenstände und eine große Anzahl an unbekannten Lebensformen. Was ist das?“, fragte Sprick, nachdem er den Bericht vorlas.
„Ich weiß es nicht Sprick, aber es gefällt mir gar nicht! Ich werde mit Talga rein gehen und dem Auf den Grund gehen!“ Talga schluckte, doch er behielt Fassung, wie es einem Soldaten der Föderation entsprach. Der Forscher hob die Hände.
„Sind sie verrückt! Nicht nur das ist vorgefallen, wir haben herausgefun-den, dass sich dieser Mond verändert. Sie haben bestimmt die Risse gese-hen, er schmilzt! Wir befinden uns gar nicht auf Ivor II, das hier ist Ivor IV. Die Monde ändern alle zweihundert Jahre ihr Klima. Vom Eismond zum Wassermond, vom Wassermond zum Wüstenmond, dann zu einem vertrockneten Mond und durch Eruptionen in einen Vulkanplaneten, der plötzlich wieder zu einem Eismond wird. Das Klima ändert sich rapide, in wenigen Stunden werden die Risse so groß sein, dass Eisschorlen von der Größe von Afrika umher schwimmen. Eine Kollision würde diese Station zerstören, sie müssen sich beeilen oder sofort gehen!“, erklärte der For-scher aufgelöst.
„Na toll, Talga wir werde trotzdem kurz runter schauen! Ich möchte wis-sen, was mit den Forschern geschehen ist! Sie werden sich mit ihren Kol-legen zum Schiff begeben und meinem ersten Offizier alles erklären. Ver-standen?“, fragte Higs. Der Mann nickte und ging. Higs zog seinen S-3 aus dem Halster, Talga löste seinen ebenfalls und stellte ihn auf Einzel-schuss. Zusammen gingen sie zur Barrikade, vorsichtig stiegen sie über die aus Stühlen bestehende Sperre. Vor ihnen befand sich ein langer Gang im Eis, ganz am Ende sah man den Eingang zur einen Hohlraum. Lang-sam liefen die Beiden durch den eisigen Gang, es war angenehm kalt. Talga roch wieder, diesen komischen Geruch. Doch diesmal fing auch Higs den Geruch auf. Er war eklig, durchdringend und abschreckend. Am Ende des Gangs befand sich wie vorausgesagt der Hohlraum der stetig nach unten führte, sie konnten das Ende nicht sehen. Vorsichtig stiegen die Beiden den Hohlraum hinunter, von unten drangen Laute nach oben. Sie klangen nach sehr vielen Geschöpfen, plötzlich kamen die Laute schnell näher. Die Dunkelheit bewegte sich und leuchtende Augenpaare durchstreiften die Umgebung von Higs und Talga. Auch der Geruch war stärker geworden, die Geschöpfe hatten ihn mitgebracht. Sie kamen nicht näher, doch Beide konnten sie spüren. Talga stellte auf Schnellfeuermo-dus um, mit Einzelschuss kommt man gegen eine solche Menge nicht an. Der Untergrund wurde auf einmal wieder waagrecht, doch fühlte er sich weich an. Hier hat der Geruch seine Quelle, es ist ein aromatischer Ge-ruch der tief in die Nase eindrang. Higs kam eine Idee, er zog seine zweite Waffe aus dem Stiefel, er legte ihn auf den Boden und stellte Überladung ein. Nun hatten die Beiden, fünf Minuten Zeit aus dem Hohlraum abzu-hauen. Doch dies würde schwer werden, die Augenpaare umstellten die beiden Soldaten. Sie kamen langsam näher, die Laute wurden nun immer lauter und langsam wurde es unerträglich. Talga fing an zu schießen, sei-ne Mündungsfeuer erhellte die Dunkelheit. Die Angreifer waren die ehe-maligen Forscher gewesen, einigen fehlten Körperteile oder Hautstellen. Higs feuerte wild um sich, sie kamen immer näher. Talga schaltete auf Streumodus um, damit konnte er viel mehr auf einmal treffen. Higs schal-tete den Flammenmodus ein und hellte den dunklen Raum noch mehr auf. Die Schreie wurden lauter, bei Higs spaltete sich die Reihe aus Angreifern. Er schrie kurz nach Talga, dieser schaltete schnell und folgte dem Groß-admiral durch die Lücke nach oben. Sie rannten so schnell sie konnten, doch die Sekunden wurden immer weniger. Kurz vor dem Ausgang über-lud die Waffe und explodierte. Ihre Druckwelle war sehr stark und zer-fetzte die letzten Forscher komplett. Mit letzter Kraft und kurz vor der Druckwelle sprangen Higs und Talga in den Gang. Doch dieser würde gleich einstürzen, aufgeregt rannten die Beiden zurück in die Station. Der Gang hinter ihnen wurde verschüttet.
„Puh, noch einmal Glück gehabt!“, sagte Higs und stand auf. Talga schüt-telte nur den Kopf.
„Was war da unten los?“
„Ich erklär es dir nachher, wenn wir auf dem Schiff sind!“
Jack Sined
20.03.2006, 16:26
Die Walke fiel zur selben Zeit bei Sky One aus dem Hyperraum. Gleich-zeitig mit der Wave und der Ravensclaw, die alle dasselbe Ziel hatten. Über Sky One war die Hölle los, hunderte von Transporter schafften Flüchtlinge und Verletzte von der Front zur skyianischen Hauptwelt. In mitten dieses Getümmels stach eine Jagdstaffel heraus und hielt direkt auf die Ravensclaw zu, Kyle bemerkte die nahende Staffel und flog manuell weiter. Er zog vom Planeten weg und hielt auf die ankommenden Schiffe zu, einer dieser Schiffe war die Wave. Am Steuer saß Müller und verfolg-te über Funk, die Verfolgung mit. Er beschleunigte und lokalisierte die Ravensclaw. Auch Kyle bemerkte den neuen Verfolger und wich ein wei-teres Male aus, er durchquerte den Strom aus Transporter und wollte zum Rand des Systems fliegen. Doch von dort kam gerade die Walke, die e-benfalls den Funk abhörte, sie machte ihre Ionengeschütze scharf um das kleine Schiff fluguntüchtig zu machen. Doch bei näherem Hinsehen er-kannte Jim seinen alten Freund Kyle Katarn auf dem kleinen Schiff. Er teilte dies über Funk allen Verfolgern mit, die sofort die Verfolgung ab-brachen, bis auf Müller, der den Funk deaktiviert hatte. Über Breitband rief Jim die Ravensclaw: „He, Kyle was haben wir heute schon wieder angestellt?“ Kyle verlangsamte die Fahrt und erkannte die Stimme, er nahm die Verbindung zur Walke auf.
„Jim, du hier? Warum werde ich verfolgt?“, fragte Kyle.
„Nicht mehr! Ich komme von der Front und du was machst du hier?“
„Ach, ich wollte dich mal besuchen und etwas fragen, aber nicht jetzt!“
„Okay, du solltest dir aber bewusst machen, dass die Zeit zum Besuch sehr schlecht gewählt war!“
„Schon klar!“
Müller holte mit seinem Schiff auf und feuerte mehrere kurze Salven auf die Ravensclaw. Kyle wurde heftig durchgeschüttelt. Er wollte Jim schon wieder über Funk anrufen, doch sein Kom war ausgefallen. Die Walke feuerte zwei kurze Ionenschüsse auf die Wave, die sofort lahm lag. Jim schoss zwei Wurfhacken auf die Ravensclaw und auf die Wave, zog beide an den Rumpf der Walke und flog damit nach Sky One. Huckepack zum Zentrum der Föderation.
Jack Sined
20.03.2006, 16:27
Die Fallen Star dockte ab und beschleunigte weg, der gesamte Mond be-kam Risse und an vielen Stellen spritzte Wasser aus tiefen Quellen. Im Orbit sahen auch die anderen Monde nicht besser aus, doch das alles inte-ressierte die Crew nicht mehr. Higs, Sprick, Talga und der Forscher von der Station, der Paul Sivert hieß. Higs erhob sich und rief auf den Ho-loprojektor mehrere Bilder auf. Es zeigte Leichen, den Armen oder Hände fehlten, ihre Gesichter waren vollkommen geschwollen und mit Beulen übersät.
„Das Kama-Virus, ein Virus gezüchtet um den Gegner in den Wahnsinn zu treiben, bis er sich gegenseitig tötet. Dieses Virus wurde in den Krieg gegen die Koyploten das erste Mal entdeckt, die Koyploten hatten es mit Vorliebe gegen die Kolonien eingesetzt. Ich war ein ehrgeiziger Kapitän gewesen und habe zufällig im Maas System einen feindlichen Virus-Transporter der Koyploten entdeckt, er wurde von dem Schiff auf dem ich stationiert war einfach vom Himmel gepustet. Es stürzte auf einen der Monde von Ivor, wo er, wie ich nun weiß noch heute liegt. Wie es aus-sieht, hat die Forschungsstation sich direkt neben dem Frack befunden. Die Forscher konnten dem aggressiven Erreger nicht standhalten und wurden wahnsinnig. Sie bohrten sich zum Zentrum des Geruchs vor und zerlegten sich langsam aber stetig in ihre Einzelteile, stärkere Forscher wurden nach und nach von den zerfetzten Forschern geholt. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis niemand mehr auf der Station gewesen wäre. Gegen das Kama-Virus gab es kein Gegenmittel nur eine Impfung für die noch nicht Erkrankten. Falls sie noch fragen haben, stellen sie sie jetzt!“, erklärte Higs und hockte sich wieder hin.
„Soll das heißen, wir sind auf den Leichen der Forscher gestanden, als wir dort unten waren?“, fragte Talga angewidert. Higs nickte zu seinem Leid.
„Warum sind sie zwei bis unten auf den Grund gewesen und trotzdem zurückgekehrt?“, sagte Paul.
„Weil wir geimpft sind unwissentlich, sie sogar auch. Sie waren doch mal beim Grundwehrdienst?“
„Ja, richtig! Ich wurde geimpft, aber warum wurde die Zivilisten nicht geimpft?“
„Weil die Koyploten die Erregerproduktion eingestellt hatten und weil wir offiziell immer noch kein Impfstoff haben im Fall aller Fälle, liegen ge-nug Ampullen bereit, aber so lange keine Gefahr droht wollen wir die Bevölkerung nicht aufscheuchen und die Koyploten nicht unsere Medizin offenbaren! Aber egal, wir werden uns nun planmäßig nach Sky One aufmachen!“, erklärte Higs und verlies den Raum. Alle staunten über sei-ne Geschichte, doch irgendwie war es schaurig und gruslig zu Gleich.
Jack Sined
20.03.2006, 16:29
Auf einer Militärlandeplattform hoch oben über dem Boden von Sky One landete die Walke mit den beiden Übeltäter im Schlepptau. Langsam setz-te die Yacht auf und seilte seine unweigerliche Fracht ab. Mehrere Wa-chen standen bereit, den Verbrecher aus der Wave zu ziehen. Erstarrten jedoch sogleich, als Inspektor Müller mit hocherhobenen Ausweis aus dem Flieger gestürmt kam.
„Der ist doch der Kriminelle!“, schrie Müller und fuchtelte mit seinem Pass weiter. Langsam ging die Ladetür von der Ravensclaw auf, die Sol-daten richteten ihre Waffen auf die Luke. Zeitgleich rannte Jim die Lade-rampe hinunter und schrie die Wachen an, ihre Waffen zu sichern. Sofort gehorchten die Soldaten und zogen die Läufe von der Luke ab. Jim trat zur Luke und wurde zugleich von einem fröhlichen Kyle Katarn umarmt. Danach trat Jan aus dem Schiff sie trug ein Bündel in ihren Armen. Jim sah etwas genauer hin und wäre beinahe aus den Stiefeln gekippt.
„Jim ich gratuliere, wann wurdest du Vater?“, fragte Jim etwas aufgeregt. Kyle lächelte bloß und meinte kurz: „Weiß ich selber nicht mehr, war wohl nach einem Streit so über uns gekommen! Jedenfalls ist die Kleine nicht einmal fünf Monate alt, könnten wir nun von diesem hässlichen Fleck abhauen?“
„Die Shuttles werden gleich da sein, Geduld mein Freund!“ Gesagt, getan. Nach gut einer Vierteln Stunde transportierten mehrere Shuttles die Crew der Walke, Jan, Kyle und den Inspektor mit seiner Assistentin zum Regie-rungssitz der Föderation. Unten angekommen entschuldigte sich der In-spektor für seine aufbrausende Art und erkundigte sich, ob dem Baby nichts geschehen sei. Kyle beruhigte den Mann, während Jan die Kleine Maya umherreichte. Assistentin Anna streichelte die Kleine, als Jim sie auf dem Arm hatte. Ein lauter Knall und plötzlich hörte man nur noch das angst erregende Geräusch von zwei Stiefeln auf dem Marmorboden. Die Tür war zugeworfen worden von niemand geringerem als Markus Rengila selbst.
„Ich möchte dieses intergalaktische Familientreffen nur kurz unterbrechen, wenn sich die Damen bitte setzen würden. Die Herren zur mir!“ Er klang etwas wütend und seine unverkennbare Art einen die Meinung zu geigen war im ganzen Sternenreich bekannt. Die zwei Frauen saßen sich hin, während die Herren der Schöpfung mit eingezogenen Schwänzen zu ih-rem Alpha-Männchen liefen.
„Könnten sie mir erklären, was diese total kranke und in keinem Militär-handbuch aufgezeichnete Verfolgungsjagd dort oben sollte?“, sagte er leise. Müller wollte schon etwas sagen wurde aber sofort durch ein „Ru-he!“ unterbrochen. Rengila starrte Jim an.
„Wie kamen sie auf die Idee auf einen von ihnen zu schießen?“ Doch die Frage hatte er sich schon selbst ausgedacht und unterbrach deshalb auch Jim als dieser erklären wollte. Dann richtete er seinen Blick auf Kyle.
„Und sie, wo kommen sie den her und wer zum Mars sind sie?“
„Mein Name ist Kyle Katarn, ich bin ein Jedi-Ritter und dort drüben hockt meine bezaubernde Frau Jan!“, erkläre Kyle und fuhr sich mit dem Finger durch seinen Bart. Markus stockte kurz, behielt aber die Fassung.
„Wie in drei menschlichen Namen kommen sie zur der seltenen Ehre, die neue Babylon-Klasse aus der nähe zu besichtigen?“ Kyle dachte kurz nach, dann fiel ihm das riesige Schiff ein.
„Nun, ich wurde deshalb verfolgt?“
„Ja!“
„Das war ein Versehen, ihr Schiff war auf meinem Kurs und mein Schiff ging fachgerecht unter Hyperdrive um dem Ungetüm auszuweichen! Das war wirklich ein Versehen!“
„Nun, ich glaube ihnen! Ein Mann aus einem anderen Universum kann wohl kein Spion der Nivari sein!“
„Der wer?“
„Das war mir fast klar setzen sie sich erst und hören sie mir in Ruhe zu!“
So das war das zweite Kapitel: Falls Fragen aufkommen, im Kommentar-Thread beantworte ich jede Frage, auch Kritik ist gern gesehen!
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