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View Full Version : Kingdom Hearts: Hoejis Past



Vamperator
19.08.2009, 07:22
Jajaja. Nennt es ruhig abgekuckt von Nils. Ich nenn es nicht abgekuckt, ich nenn es "Inspiriert". Hoejis Geschichte setzt im Prolog ja nach abgeschlossenen Prüfungen etc. ein. Naja, ich dachte es wär ganz nett mal die ganze Story zu schreiben.

Ok hier den allerersten Teil, der am Ende schonmal eine interresante Information Preisgibt. Weitere Kapitel folgen. Sagt nicht es ist zu lang.

Einleitung: Die Gunst der Geister
Warum die Stämme Feinde waren, wusste keiner mehr. Seit geraumer Zeit schon herrscht arge Feindschaft zwischen den Uruk und den Nerengis. Begonnen mit Drohungen herrschte nun schon zu lange Krieg. Sollte man nicht miteinander reden? Oder einfach andere Wege gehen? Fragen, die man hätte stellen sollen. Doch es momentan hatte er andere Sorgen.
„Es sind zu viele. Fast alle unserer Krieger sind besiegt, Oberhaupt! Was sollen wir tun?“ Die größte Schlacht seit jeher tobte in diesem Augenblick. Das Oberhaupt des Nerengi Stammes wagte es, den Feind in einer vermaglich günstigen Stunde anzugreifen und trat mitten in die Falle der Uruk. „Bleib ruhig, Ijakku. Sie sind mehr, aber wir werden gewinnen. Glaube daran.“ Das Stammesoberhaupt stürmte mit dem Speer in der Hand auf die, in der überzahl liegenden, Uruk. Gekonnt schaltete er einem nach den anderen aus. Er fraß sich wie ein Lauffeuer durch die Massen. Seine Krieger, neuen Mutes, stürmten ihn nach und kämpften mit all ihrem Blute. „Lasst keinen entkommen!“
Blut tränkte den Boden. Blut tränkte die Krieger. Die Schlacht war beendet. Freunde wie Feinde lagen besiegt. Ein Bild, welches nicht an einen Sieg erinnerte. Keiner gewann. Müde von der Schlacht, sah das Oberhaupt der Nerengis auf seine toten Freunde und Brüder. „Vergebt mir, oh ihr Geister der Natur, das ich euch Blut als zum Tranke gab. So wie alle, unterliege ich der Torheit zu glauben, dass so ein Kampf eine Lösung bringt.“ Er fiel auf die Knie. Stumm liefen die Tränen seine alten Wangen hinab. Die Tränen des letzten Überlebenden des Massakers. Die Sonne sank ins Tal hinab, als wolle sie nicht länger mehr die Dummheit der Menschen sehen. Der Älteste macht sich auf den Weg zurück in die Siedlung, um den Frauen und Kindern zu erzählen, wie tapfer ihre Männer waren. Wie stark ihre Väter. Wie heldenhaft die Familien gekämpft hatten. Und wie sinnlos sie, einer nach dem anderen, gestorben sind.
Die Nacht verbarg das Weinen der Frauen um ihre verlorenen Männer. Nichts, so schien es, vermag dieses Dorf wieder zum lachen zu bringen. „Hört mich an, meine Stammesfreunde. Viele sind gefallen. Die Schlacht ist für beide Seiten verloren. Doch das soll nicht das Ende sein. Wir sind schwach. Wir haben uns zu lange von den Geistern abgewandt um diesen Kampf zu führen. Zurückfinden, das müssen wir. Zurück zu den Wurzeln unserer Urväter. Lasst uns zu der heiligen Ruhestädte der Ahnen wandern, um dort wieder in die Gunst der Natur zu kommen.“ Es stimmte. Die Geister der Natur wollten keine Gewalt. Nerengi wie Uruk aber kämpften lange. Die Geister werden sich schon lange abgewandt haben. So sollte es nicht weitergehen. Bei den ersten Sonnenstrahlen begab sich der Stamm in Richtung der Höhle der Ahnen. Jenen Ort an dem man mit den Geistern reden konnte. Der heiligste Ort der Nerengi. Langsam folgten sie dem nicht beleuchteten Steinpfad bis tief in die Höhle hinein. Nach einer Ewigkeit, so schien es, erreichten sie ihr Ziel. Den Platz der Natur.
Das Stammesoberhaupt kniete vor dem ewigen Feuer nieder. „Ihr Geister der Winde, der Erde, des Feuers und des Wassers. Lange schon ignorierten wir euch. Wir bitten, hört uns an.“ Stille. Unangenehme Stille. Der Stamm wurde Nervös. „Was wenn sie nie wieder kommen?“, „Die Geister haben uns verlassen!“ hörte man aus der Masse. „Ruhe!“, warf der Älteste ein. „Glaubt an sie.“ Er drehte sich wieder zu der Flamme. „Ihr Geister, bitt erhört das Flehen eines alten Mannes und zeigt euch.“ Er blickte an die Decke. Er hatte schon lange aufgegeben, dass die Geister je wieder zurück kommen würden.
„So sprich dann, alter Mann.“ Sollte es möglich sein. Waren sie zurückgekehrt? „Ich danke euch, dass ihr erschienen seid, nachdem wir euch ignoriert hatten und in den Krieg gezogen sind.“ Der Älteste senkte sein Haupt. Der Rest des Stammes kniete nieder. Die Stimmen der Geister ertönten erneut. „Wir kennen die Menschen. Wir wissen, dass sie Fehler machen. Nun, sag uns deinen Wunsch, Mensch.“ „Schutz. Bitte behütet meinen Stamm. Ich will alles dafür tun.“ „Auch wenn es heißen sollte, dein Leben zu Opfern?“ „HALT!?“ Aus den verwunderten Leuten des Stammes, sprang ein kleiner Junge heraus. „Ihr könnt mir nicht meinen Großvater nehmen, ihr blöden Geister!“ „Rohankai. Mein Enkel. Mach dir keine Sorgen. Ich hatte nur Glück, dass ich nicht schon auf dem Schlachtfeld starb. Ich bin bereit es zu tun.“ „Aber…!?“, eine Frau, seine Mutter, hielt ihn zurück. Der Älteste wandte sich seinem Enkel zu. „Rohankai. Es liegt nun an dir, den Nerengi ein gutes Oberhaupt zu sein.“ „Aber Großvater…“ „Kein aber.“ Er drehte sich um. „Jul. Sei meinem Enkel eine gute Mutter und bring ihm alles bei, was er braucht.“ „Das werde ich.“ Lächelnd wandte sich der Älteste wieder dem Feuer zu. „Ich bin bereit.“ „So sei es. Um unsere Gunst wiederzuerlangen, musst du uns ein Opfer bringen. Dein Geist wird als Element weiterleben, und vielleicht bald wieder auf Erden wandeln. Aber deine Form und dein Gedächtnis, werden wahrscheinlich fast ausgelöscht sein. Willst du das?“ Der Älteste blickte noch ein letztes mal zu seinem Stamm. Alle sahen ihn an. „Für meinen Stamm. Ich bin der, der die Natur beschützen wird! Hiermit Opfere ich mich euch, oh ihr Geister!“
Blitzartig löste sein Körper sich in Flammen auf. Er war verschwunden. Ein letztes mal erklang die Stimme des Geistes: „Die Nerengi sollen fortan wieder den Segen der Geister erhalten. Bringt uns die Würdigen, welche den Pakt mit der Natur schließen sollen.“
Das Oberhaupt fand sich in einer anderen Welt wieder. Seine Gestalt glich nun der des Feuers. Vor ihm erschien ein Wesen. „Dein Opfer soll nicht umsonst gewesen sein. Willkommen in der Welt der Geister, Feuerelementar Rh’enn.“

Nils Irving
19.08.2009, 11:58
Also erlich gesagt, hat mich das überhaupt nicht gewundert :D:D:D
War nur eine Frage der Zeit bis jemand auch auf die Idee kommt.
Mir gefählts. Also mach weiter so.
Also ich glaube, dass das ganze noch sehr interessant wird. (Mal sehen wer als nächstes sowas macht:D:D:D)

Vamperator
25.08.2009, 13:43
Kapitel 1: Rohankai
Voller Zweifel saß der nun 16 jährige Rohankai auf einem Vorsprung am Fuße des Bloodstonegebirge. Es sind nun 4 Jahre ins Land gezogen, seit sich sein Großvater Rh'enn für den Stamm geopfert hat und von den Flammen verschlungen wurde. Und Er wurde zurückgelassen. Er mit damals jungen 12 Jahren solle nun eien ganzen Stamm führen. Was hat sich Rh'enn nur gedacht? Er konnte das nicht. Das war ihm alles zuviel. "Hey, Rohankai! Bist du schon wieder hier oben? Komm lass uns wieder Trainieren für deine Reifeprüfung." Ein Junge, etwas älter als er, Kam aus dem Waldstück herausgeprungen und kam zu ihm hoch. "Ihron? woher wusstest du, dass ich hier bin?", fragte Rohankai verwundert, "ich will nicht trainieren. Lass mich bitte allein." Rohankai drehte sich weg. Ihron, Rohankais bester Freund im Stamm stellte sich hinter ihn. "Komm. Wie soll aus dir denn sonnst ein großer Stammesältester wie dein Großvater werden?" Bei diesem Satz schnellte Rohankai bissig um, "Ich habe nicht darum gebeten!" "Ruhig, ruhig. Na komm. Übermorgen ist deine Reifeprüfung. Einer der wichtigsten Ereignisse in deinem Leben. Na komm." Ihron sprang von dem Absatz und verschwand wieder. Rohankai blickte ihm nach. Nun richtete er sich doch auf und folgte ihm widerwillig.
Die Reifeprüfung war keine Prüfung im wirklichen Sinne. Für jedes Mitglied der Nerengi wird an seinem 17 Geburtstag ein Ritual abgehalten, bei dem er oder sie in einem Freundschaftlichen Gerangel mit den gleichaltrigen teilnehmen. Verlieren konnte man hier nicht. Es war nur ein altes Ritual. Mehr nicht. Vielleicht sollte er diese Rite einfach abschaffen. Er war immerhin das Oberhaupt. Er dürfte das.
Tag der Reifeprüfung. Das Gerangel war im vollen Gange. Die Älteren des Stammes sahen sich das Spektakel an und tranken und lachten viel. Selbst Rohankai konnte in der kleinen Schlacht seine Probleme vergessen und hatte sogar etwas Spaß dabei. Schließlich war auch dieses Ereigniss vorbei. Er stand als letzter zusammen mit seinem Freund Ihron. Jul kam aus dem Publikum und klatschte, "Na kommt ihr großen Krieger, esst und trinkt. Die Prüfung ist vorbei." Sie lachte und strubbelte Rohankai durch die Haare.
Rohankai und Ihron saßen zusammen am Feuer und fieberten noch etwas über das Geplänkel. "Das müssen wir irgendwann zuende bringen, OK Ihron?" Ihron lachte. "Klar doch. Aber später. Erinnerst du dich an Meihu? Du weißt schon." "Eh, ja klar kenn ich die. Warum?" Ihron blickte sich um als ob er schaut, dass keiner zuschaut. "Naja. Ich glaub die steht auf mich. Wir treffen uns Später am Azurensee." "Du alter Schwerennöter" Sie lachten.
Die Nacht ging ins Land. Rohankai lag in seinem Zelt und blickte an die Decke. Er wusste, es wird irgendwann nicht mehr so sein. Aber darüber wollte er nicht nachdenken. Er hat Freunde, eine liebevolle Mutter und alle im Stamm waren gut zu ihm. Vielleicht konnte er sich doch mit dem Gedanken, Stammesältester zu werden anfreunden.

Jahr für Jahr passte bei und Rohankai wuchs zu einem mächtigen und intelligentem Krieger und Führer heran. Seine Mutter starb schon bald an einer Krankheit. Doch er war nichtmehr allein. Die Nerengi hatten ihn als vollwertiges Oberhaupt akzeptiert.
Er hatte auch schon seit längeren das Ritual der Geistweihung eingeführt. Damit die Weisheit seines Großvaters niemals vergessen werden sollte, ließ er nun jeden angehenden Krieger zuvor drei Prüfungen bestehen, damit sie auch in der Zukunft die Kraft der Geister auf ihrer Seite zu haben. Doch das beiseite. Er war unterwegs mit seinem nun Berater Ihron. Wie es das Schicksal so wollte kamen sie bei dem alten Schlachtfeld der Vorväter vorbei. Das Feld wurde zu einem der denkwürdigsten Plätze der Nerengi. Hier begann das Zeitalter der Naturgeister. Hier wurde die blutigste Schlacht denje ausgefochten. "Es fühlt sich merwürdig an, an dem Platz zu stehen, an den unsere Väter starben, oder Rohankai?" Ihron sah seinen Freund an. Dieser starrte nur auf den Boden. "Ist etwas?" Rohankai blickte auf und lächelte. "Nein. Hier fühle ich mich ihm nahe. Ich lebe, damit sowetwas grausames nie wieder passiert." "Und ich werde dich dabei unterstützen, alter Freund." Rohankai nickt. "Danke. Es ist gut, jemanden wie dich an meiner Seite zu haben." Sie kehrten um.

Schreie überdeckten den Frieden. Uru-Krieger fielen in das Dorf ein, für die Rache ihrer gefallenen Krieger von damals. Unvorbereitet getroffen starben in dieser Nacht viele Menschen. Mit vereinigter Kraft gelang es dem nun schon über 40 Jahre alten Rohankai mit seinen Kriegern die Uruk in die Flucht zu schlagen. "Das ging gerade nochmal gut. Nicht wahr, Ihron?" Doch keine Antwort folgte auf die erleichterten Worte des Oberhauptes. "Ihron? Hey, wo bist du?" Panik. Wo war sein Berater? Sein Stammesmitglied? Sein bester Freund Ihron? Er hörte verzweiflungsschreie. Sofort rannte er ihnen entgegen. "Was ist passiert?!" er kam an und wollte sofort wieder weg. "IHRON! NEIN!"
Die beerdigung des tapferen Kriegers ließ die ganze Siedlung verstummen. Trauer befiel jeden. Ihrons Frau, Meihu, hielt sich an Rohankai fest und weinte bitterlich. Diese verdammten Uruk. Warum jetzt?
Später stellte sich heraus, das Meihu schwanger war und bald ihr Kind erwartet. Rohankai versichterte Meihu, für das wie ein Vater zu Sorgen, und Sie in jeder Hinsicht zu unterstützen.
Bald war es auch soweit. Meihus Kind sollte geboren werden. Rohankai war so nervös, als wäre es sein Kind. Als er dann endlich Kindergeschrei zu hören war, konnte er nicht mehr anders und stürmte ins Zelt. Meihu lag erschöpft mit dem Baby im Arm da. "Ein Junge." sagte die Hebamme. "Dann soll er ein genauso stolzer Krieger werden, wie sein Vater. Meihu? Darf ich?" Sie nickte und Rohankai nam den Kleinen auf den Arm. Es war ein starker Bursche. Er hatte Orangenes Haar und grüne Augen. Rohankai sah Meihu an. "Wie heißt er?" Sie nahm ihr Kind wieder und sah ihm lange in die Augen. "Hoeji. Er soll Hoeji heißen."

Kaiser_Ken
26.08.2009, 11:06
Es soll wohl die Vorgeschischte sein, darum fliegst du auch so durch die Zeit. Mach ab Hoejis Geschichte dann nicht so große Zeitsprünge

Vamperator
05.09.2009, 14:01
Kapitel 2: Mut
Meihus Sohn war ein wahres Energiebündel. Früh lernte er Laufen und Sprechen, und das nutzte er vom ersten Moment an, wie er es beherschte. Seine Mutter, ja soger Rohankai hatten oft genug Probleme, ihn bei seinen Erkundungstouren wieder einzufangen. Mit noch nichtmal einem Jahr erkannte man, das Hoeji alles um sich herum liebte. Er lief lachend auf die restlichen Stammesmitglieder zu und ließ sich hochheben. Egal bei wem er war, er war glücklich. Aber nicht nur die Menschen, auch die Bäume, die Natur, die Tiere, alles. Er schien es zu genießen, wenn etwas bei ihm ist. Egal was. Umsomehr hasste der Kleine es, alleine zu sein. Seine Mutter wollte nur noch etwas Wasser holen als Hoeji noch nicht ganz eingeschlafen war. Endete, dass sie ihn mitnehmen musste. Er wolte nicht allein sein. Er hasste es. Das, und die Dunkelheit.
Mit 3 Jahren entschied Rohankai ihn mit auf Nahrungssuche zu nehmen. "Na, Kleiner. Freust du dich schon?" "Und wie! Ich hoffe ich sehe viele Dinge, die ich noch nie gesehen hab. Ich will die ganze Welt sehen. Damit alle am Ende glücklich sind!" Rohankai lachte. "Harharhar. Ja, das wäre wunderbar. Und sag mir bescheid wenn du es geschafft hast, dass sich alle vertragen, versprochen?" "Jap!"
Sie kamen an eine Lichtung. Rohankai stellte eine Tasche vor den kleinen Hitzkopf. "Hör zu. Du sammelst diese Beeren da hinten an dem Busch. Du weißt schon, die gelben. Aber nicht Naschen." Hoeji grinste erwischt, "Ach komm." "Dan hast du für später nichts und für den Rest im Dorf. Man muss teilen, damit man sich versteht, weißt du?" Er sah ihn mit großen Augen an. "Verstanden!" "Gut. Ich werde etwas Wild jagen. Irgendwann darfst du da auch mit, aber das ist noch nichts für dich. Ich bin gleich da hinten. Ruf mich wenn etwas ist." "Mhm." Hoeji nickte und lief auch schon sofort in Richtung Büsche. Rohankai sah ihm nur kurz nach. "Ihron. Wenn du deinen Sohn sehen könntest. Er sieht dir so ähnlich." Der alte Krieger verschwand im Dickicht.
Hoeji begann die Beeren zu sammeln. Er hasste es zwar, allein zu sein, doch er war es ja nicht. Die Vögel, die über ihn hinwegflogen. Die Nager, auf den Bäumen und auf dem Boden, ja auch die Bäume selbst. Er fühlte sich genauso wohl in der Natur, wie zusammen mit seinen Freunden. Er fühlte sich ruhig. Verbunden. Manchmal hörte er leises flüstern. Rohankai sagte, dass sind die Naturgeister. Er war nicht allein. Soviel schönes war um ihn. "Au." Hoeji steckte den Finger in den Mund. Er hatte sich gestochen. Es brannte ein bisschen. Abgelenkt setzte er sich hin. Doch plötzlich erschrack er. Er hörte etwas. Schnell versteckte er sich hinter den Büschen und beobachtete was passieren würde. Eine Person fiel aus dem Dickicht, sie war verwundet, sie war Rohankai. Sekundenbruchteile später sprang eine weitere Person heraus. Sie war angezogen wie ein Krieger und hielt einen Speer gegen Rohankai. Was geschah hier?
Der Fremde sprach: "Hahaha! So einfach ist es also, den großen Führer der Nerengis zu morden. Unser Ältester wird mich reich belohnen, wenn ich ihm deinen Skalp bringe!" Rohankai hatte eine große Stichwunde am Arm. Er lag dort und blickte kurz Richtung Büsche. Er wollte nicht, das Hoeji das mit ansieht. Doch der kleine schien bereits weg zu sein. Zu ersten mal freute er sich über den entdeckergeist des kleinen. "Warum macht ihr Uruk das? Der Krieg ist zuende!" "Zuende!? Für euch mag er das sein. Aber wir werden jeden einzelnen von euch umbringen. Hahaha! Auf wiedersehen, alter Mann!" Der Krieger holte zum Schlag an. "Haaaaaaaaaaaaaaaallt!" von dem Baum hinter ihn sprang ein kleiner Junge auf den Krieger und drückte ihm eine handvoll Beeren in beide Augen. Der Krieger schrie erschrocken auf, fasste Hoeji am Oberteil und warf ihn auf den Boden. Hoeji schrie. Zornig richtete der Uruk nun seinen Speer auf den Kleinen. Rohankai nahm diese gelegenheit beim Schopf. Er sprang mit letzter Kraft auf den Krieger zu und rammte ihn sein Kürchnermesser in den Hals. Gurgelnd brach dieser zusammen. Rohankai kniete nieder. Was war nur geschehen. Er tötete jemanden. Vor den Augen eines kleinen Jungen. Doch ohne diesen kleinen Jungen wäre er jetzt Tot. Er hielt sich den Arm. Hoeji lag neben ihn und weinte. Er weinte. Rohankai legte ihm die Hand auf die Stirn. "Kleiner, nein, Hoeji. Was du hier gesehen hast, war bestimmt schlimm. So früh sollte keiner schon einen Tot sehen. Es tut mir leid, dass ich dir das angetan habe. Aber du hast heute wahren Mut gezeigt, Hoeji. Du bist wahrlich Ihrons Sohn." Sie verweilten noch etwas so. Hoeji weinte nicht mehr. Sie saßen nur noch da. Starrten auf den Boden. Nach einer weile stand Hoeji auf. Er wichte sich kurz über die Augen und lächelte wieder. Ich hab es beschlossen. Solange es Böses gibt, wird die Natur nie im einklang sein. Ich werde die Natur vor allen Bösen Beschützen. Ich werde ein großer Krieger, wie mein Papa es war." Rohankai sah ihn unglöubig wie überrascht an. Doch dann fing er lauthals an zu Lachn. "HARHARHARHARHARHAR. Wenn das so ist." er stand auf und legte ihn die Hand auf den Kopf und strubbelte ihm durchs Orangene Haar. "Dann lass mich dein Lehrmeister sein wie man ein Krieger wird, oh großer Krieger Hoeji. Harharhar." Hoeji grinste breit. "Aber ich hab jetzt kaum nich Beeren. " "Na dann! Erste Aufgabe. Beeren sammeln! Los, an die Arbeit." Hoeji und Rohankai pflückten alle Beeren, die Sie finden konnten. Vollgepackt mit den kleinen süßfrüchten stapften sie zurück. "Wir haben aber kein Fleisch mit. Was machen wir da, Rohankai?" Der Alte sah zu ihm herunter. "Keine Sorge. Wir haben noch etwas im Lager."
So endete Hoejis erste Tour in den Wald. Und hier begann auch seine Ausbildug. Er sollte noch viele schwere Prüfungen bestehen, bis er endlich ein Krieger sein durfte.

Vamperator
04.10.2009, 01:59
Kapitel 3: Finsternis
Nun war er 5. Das Attentat liegt 2 Jahre zurück. Doch der Wille zu beschützen hat sich in ihm festgesetzt. Ob Tier oder Mensch, er wollte sie beschützen. Mit diesem Feuer sog er Rohankais Lektionen in sich auf.
Heute war ein großer Tag. Es entschied sich, wie erkämpfen sollte. Vielleicht mit Bogen? Messer? Speer oder Schwert? Rohankai legte die Holzvariante einer jeder Waffe vor ihn. "Hier, Kleiner, such aus was du haben willst." Hoejis Augen wurden groß. Er sah sich jede Waffe an. Hob sie hoch, schwang sie ein paar mal, fiel jedoch hin und wieder hin weil er noch etwas unbeholfen war. Rohankai beobachtete alles und lachte. Der Kleine nahm das Schwert. Es lag gut in der Hand und obwohl es lang war, konnte man es leicht führen. Er tapste zu Rohankai, "das will ich!". "Hahaha, Gut. Du wirst also ein Krieger wie dein Vater und Ich. Gut. Dann komm mal mit."
Rohankai nahm ihn mit auf eine Wiese. Die Frauen des Stammes die die Wäsche in alten Holzeimern wuschen sahen auf und beobachteten den Kleinen und Rohankai bei seiner ersten Kampfstunde. Rohankai zog sein Schwert. Der Griff war aus gewickeltem Wildleder. Der Handschutz war poliert und verziert mit einem Abbild eines Geistes. Die Klinge war aus Silberschwarzem Obsidian. Eine beeindruckende Waffe. Er hielt sie fest in seinen großen Händen und schwang das Schwert von Oben herab mit einer mächtigen Bewegung. Es fühlte sich so an, als ob er die Luft trennte. Hier sieht man die Erfahrung des alten Kriegers. Hoeji war baff. Ein einzelner Schwung beeindruckte ihn so. Rohankai blickt zu seinem Schüler und lächelte. "Na komm schon, Kleiner, jetzt du."
Hoeji nickte. Er versuchte die Bewegung nachzumachen. Er hob das Schwert und schlug die Luft vor ihm. Es sah nicht ganz so elegant aus, aber Rohankai legte seine Hand auf die kleinen Schultern. Hoeji fühlte sich gut. Er machte weiter. Übte schlagen. Er hatte ein Gefühl für seine Waffe. Das sah man ihm auch an. Der alte Krieger beobachtete seinen Schützling. Er hatte Talent.
Mitten im Training kam Clavis, Hoejis Freund und unterbrach das Training. "Hey, was macht ihr da?" Clavis war 2 Jahre älter als Hoeji. Sie kannten sich seit 4 Jahren und die zwei wurden gute Freunde. "Ich werde ein großer Krieger wie Rohankai!" Clavis lachte, "Hehehe. Willst du spielen kommen?" Hoeji blickte seinen Meister an. "Geh schon, Kleiner, du bist ein Kind. Verhalt dich wie eins." "Okay" lachend verließen sie den Trainingsplatz. Rohankai sah den zwei nach. Er blickte kurz über sein Obsidianschwert. Es glänzte matt in der Morgensonne. "Ach, alter Freund, könntest du nur sehen wie sehr dein Sohn dir ähnelt."
Clavis und Hoeji gingen zu ihrem Versteck. Eine kleine Höhle am Azurensee. Damals lebten Bären hier, aber das ist schon lange her. Jetzt war es ihr Platz. Hier verbrachte er viel Zeit. Einmal hatten sie sogar einen Fisch gefangen und hier gegrillt. Er war gerne hier. Dennoch traute sich keiner von ihnen weiter in die Höhle rein. Denn hinten ist ein schmaler Gang. Dennoch ist es dunkel und kalt und keiner wollte da hinein.
Hoeji zeigte Clavis was er gelernt hatte. Er schwang das Holzschwert und machte dabei ein ernstes Gesicht. Clavis hatte einen Korb Beeren mitgebracht. Er aß eine und sagte, "Wow. Ich kann ja nicht mit Schwertern umgehen. Ich werde mal Bogenschütze wie Papa. Was ist denn dein Papa?" Hoeji hörte auf zu schlagen. Clavis: "Oh tut mir leid. Ich hab vergessen das du..." "Nein, ist schon Ok." Hoeji lachte wieder, dennoch erkannte man schmerz in seinem Gesicht. "Pass mal auf!" Erschwang das Schwert kräftig, deoch es rutschte ihm aus der Hand. "Oh nein! Das hat mir Rohankai gegeben!" Das Schwert flog von dem Schwung recht weit. Tief in die Höhle. In den Schacht. Hoeji lief in die Höhle. "Hoeji! Warte, es ist doch nur ein Holzschwert!!" "Aber es ist mir wichtig!" Er betrat den schmalen Gang . Es war dunkel und kalt. Plötzlich rutscht er aus und fällt einen tiefen Abgrund hinab. Er schreit um Hilfe und kommt hart auf dem Steinboden auf. Von oben hört man Clavis rufen, dennoch brach das Echo die Stimme so stark, dass man ihn nicht verstand. Hoeji schreite. Es war dunkel, kalt, es tropfte von der Decke. Er befand sich in einer kleinen Höhle. Keine 2 Meter Breit. Er war gefangen. Die Wände waren zu schlickig zum klettern. Er schrie markerschütternd, Angst überkam ihn. "Hol mich hier raus!" Clavis bekam Panik und rannte zurück ins Dorf.

Er war allein. Um ihn herum, vollkommene Finsternis. Er saß sich in die Mitte der Höhle, er wollte nicht an die Wände. Man konnte nichts erkennen. Seine Augen waren nutzlos hier unten. Es erklang nur schallend das tropfen der nassen Decke. Er hatte Angst. Gefangen in absolutem Schwarz. Es war wie ein Grab. Er hatte das Schwert fest umklammert. Er zitterte. Er frierte. Er fühlte sich wie tod. Ewigkeit um ewigkeit verfloss. Stück für Stück fraß ihn die Dunkelheit. Er wusste nicht wie lang er dort war. Er wollte raus. Raus. Schnell. Tränen der Angst rolten über sein Gesicht. Doch auch die Versiegten.
In der zwichenzeit war Rohankai zusammen mit Hoejis Mutter, Clavis und noch ein paar anderen am Höhleneingang angekommen. Der Durchgang war zu klein für die meisten erwachsenen und man sah nichts. Rohankai rief in die Finsternis. "HOEJI! BIST DU DA!?"
Der Kleine Hoeji erschrack. Jemand war da. Diese Stimme, Rohankai war hier. Endlich. "Ich bin hier unten!" Oben hörte man wieder nur bruchstücke, dennoch war Rohankai glücklich, das der kleine noch lebt. Rohankai hatte mehrere Seile zusammengebunden und warf es nun Stück für Stück weiter. Er wusste nicht wie tief das Loch war. "Hoeji! ich hab eine Glanzkugel an ein Seil gebunden. Siehst du es!?" "J-ja. Aber es ist zu hoch!" "Wir haben nicht mehr Seil. Versuch daran hochzuklettern. Versuch es. Du schaffst es Hoeji!"
Ermutigt stand er auf. Die Kugel tauchte den Raum in ein eiskaltes Blau. Man erkannte zwar nun alles, dennoch machte es das nicht viel besser. Es schien er wusste nun warum die Bären wegwaren. Er sah mehrere Skelette, unter anderem auch von einem Bären und seinen letzten Mahlzeiten. Er musste hier raus. Er wollte nicht so enden wie der arme Bär. Er sprang zu dem Seil. Zu hoch. Er versuchte vergebens den Schlick hochzuklettern. Wieder und wieder. Er wollte weinen. Doch er musste es schaffen. Er sah sein Schwert an. Und plötzlich hatte er einen Plan. Er stellte das Schwert gegen die Wand und sicherte es. Er stieg auf das Holzschwert und griff nach dem Seil.Unglücklicherweise zerbrach das Schwert und er fiel. Beim Aufprall stieß er sich den Kopf. Er blutete. Er kam doch an das Seil. Warum musste er jetzt das Bewusstsein verlieren. Das Eisblau wich wieder der Finsterniss. Er sah schwarz. Kurz hörte er noch Rohankai rufen. Er wollte nicht sterben. Ohnmacht.

Hoeji wachte wieder auf. Er war Zuhause. Seine Mutter umarmte ihn innig als er erwachte. "Er ist wach" rief sie. Plötzlich war das kleine Zelt voll mit Leuten. nur einer fehlte. "Wo ist Rohankai?" "Mach dir keine Sorgen, mein Schatz. Rohankai hat dir das Leben gerettet. Er hat sich allerdings die Hand gebrochen bei dem Sturz. Er ist beim Arzt." Nach diesem Satz war Hoeji auch schon losgestürmt. "Warte, bleib liegen!" Doch Hoeji war schon beim Arztzelt. Er stürmte rein. Rohankai saß auf der Liege und hatt eeinen Verband an der Hand. "Ah, bist du schon wach? Hattest eine böse Beule. Ist alles Ok?" Hoeji sprang ihn an und weinte. "Hey, mal langsam. Du hast uns allen einen schönen Schreck eingejagt. Was wolltest du denn da unten?" "Mein Schwert ist da runtergefallen." "Dein.. Schwert? Das olle Ding?" "ES IST NICHT OLL... ich hab es von dir. Es war mir wichtig." Hoeji blickte jetzt ernst zu ihm hoch. "Schon gut, Kleiner. Ich schitz dir Morgen ein neues Schwert. Ein noch viel besseres." Hoeji lachte wieder. Endlich war dieser Albtraum überstanden.

Vamperator
16.10.2009, 13:07
Kapitel 4: Alte Freunde, neue Probleme

Jahre gingen ins Land. Hoeji übte Tag für Tag mit Rohankai. Dieser brachte ihm alles bei, was er wusste. Sei es das Wissen über den Kampf, oder das Wissen über die Natur und ihre Bewohner. Hoeji sog alles förmlich in sich auf und wuchs zu einem fähigen Jungmann heran. So wie er wuchsen die wenigen Kinder seiner Generation heran. Nicht mehr als das man sie nicht mit den Händen abzählen konnte. Dadurch wuchs auch ein stärkeres Band zwichen den Heranwachsenden. Als Kinder hatten sie oft genug Ausflüge in den Wald unternommen. Ganz zum ärgerniss der Eltern, da diese Ausflüge meist nicht angemeldet waren und auch häufiger lange dauern. Ja, die Zeit als Kind war unbeschwert.
Hoeji war nun 14 Jahre. Mittlerweile konnte er gegen Rohankai schon mehr als eine Minute im Schwertkampf bestehen. Jedoch Gewinnen, geschweige denn einen Treffer landen schaffte er immer noch nicht. Trotzdem war er der begabteste Kämpfer seiner Altersstufe.
Am stillen Ufer des Azurensees saßen Hoeji und Clavis und beobachteten Wolken. Sie lagen nah an ihrer Höhle. Den schmalen Durchgang im hinteren Bereich der Höhle hatten sie verschlossen. Wär ja auch zu blöd wenn noch jemand da reinfällt.
Mitten in der meditativen Stille sagte Clavis: "Meinst du wir können auch später noch hier liegen?" Hoeji drehte sich etwas verwirrt zu ihm um. "Warum fragst du das? Natürlich können wir immer wieder herkommen." Clavis schien sich über die Antwort zu freuen, "Dann ist ja gut."
Sie lagen noch eine Weile dort und merkten nicht wie sich jemand näherte. "Hey Jungs! Ihr liegt auch nur den ganzen Tag auf der faulen Haut, oder?" Hoeji und Clavis erschraken etwas und sahen wer da kam. Sie trug eine kurze Hose mit einem einfachen Oberteil. Ihr Dunkelbraunes Haar wog sich weit über ihre Schultern. Clavis setzte sich hin. "Hi Juuka. Was gibts?" Juuka blieb stehen.
Ich wollte nur fragen, ob ich mich zu euch gesellen darf. Meine Mutter hat nichts mehr für mich zu tun. Hoeji drehte sich so, dass er sie auf dem Kopf sah und grinste breit. "Klar. Such dir ein Platz und leg dich hin." Juuka lächelte. "Hehe. Danke."

Sie redeten nur wenig. Deuteten immer wieder auf Wolken und verglichen diese mit Wölfen, Bäumen und sonstigen Dingen. Der Abend legte sich langsam über das Tal und die ersten Sterne zeigten ihren müden Glanz.
"Na gut, Jungs. Meine Mutter wartet bestimmt schon. Ich hoffe wir können das mal wiedeholen." Mit diesen Worten hüpfte sie auch schon zurück Richtung Siedlung.
"Hey, Hoeji. Wollen wir wetten?" Hoeji sah leicht zu seinem Freund rüber. "Was willst du denn Wetten?" Clavis beugte sich zu ihm und ginste verschmitzt. "Na, we Juukas Mann wird." Hätte Hoeji etwas im Mund hätte er sich jetzt verschluckt. "Warum sollten wir denn sowas wetten?" "Ach komm schon Feigling." Hoeji sah wieder zum Himmel und schloss die Augen. "Ok, wenn du willst. Abgemacht."
Zufrieden legte sich Clavis auch wieder hin. "Du magst zwar der bessere Kämpfer sein, aber ich bin immer noch älter. Ich werds dir nicht einfach machen." Hoeji lächelte etwas. Er genoss es, jung zu sein. Bald sollte sich alles ändern, und sein unbefangenes Leben würde sich schnell ändern.

Vamperator
09.01.2010, 23:21
Kapitel 5: Zoll der Reife
Das Massaker der Vergangenheit zeigte erneut, was für große Narben es in den Stamm der Nerengis gegruben hat. Bald stand wieder die Reifeprüfung bevor. Jenes Ritual, was einen zum Mann machte. Jenes Ritual, welches sich jeder Junge im Alter von 17 jahren unterzog. Der freundschaftliche Kampf unter Stammesjüngern. Normalerweise ein großes Ereigniss. Viele Kinder partizipieren immer um den Jubel seiner Stammesbrüder. Doch dieses Jahr sollte es nicht viele geben. Es sollte nur ein Kampf zwichen vier Jünglingen werden. So wenige waren es seit Jahrzehnten nicht mehr. Und das auch nur, weil dieses Jahr auch Hoeji mitmachte. Es war allerdings noch viel zu früh für ihn. Er war vor kurzem erst 16 Jahre geworden. die anderen waren älter als er. Doch das störte ihn nicht. Er hatte genug gelernt um es mit ihnen aufzunehmen, hoffte er zumindest. Er war ja nicht der einzige Krieger in Ausbildung. Doch das übersteht er schon.
Die Sonne begann sich langsam hinter dem Gebirge zu betten. Das typiche Rot des Bloodstone-Gebirges tauchte das Tal in eine warme Athmosphäre. Der Kampf sollte bald beginnen. Der Stann hat sich schon versammelt um die neue Generation in den Männerstatus zu erheben. Hoeji war auf dem weg zum Platz als er von Clavis abgefangen wurde. Er zog ihn beiseite.
"Hey Hoeji. Erinnerst du dich an unsere Abmachung? Lass es uns heute entscheiden." Clavis schien es ernst zu meinen, doch Hoeji konnte sich nicht genau erinnern was er meinte. Clavis fing den fragenden Blick seines freundes und erwiderte, "Du weißt schon, wir entscheiden heute wer Juuka zur Frau nehmen wird." Es fiel ihm wieder ein. "Achso. Wenn du willst. Scheinst da ja ganz schön hinter her zu sein." Clavis wunderte sich über die schon fast flapsige antwort. Zusammen gingen sie zum Platz. "Du etwa nicht? Immerhin wird sie dann deine Frau, wenn du gewinnen solltest." Hoeji sah über die Schulter und grinste breit. "Hauptsache wir bleiben alle zusammen."
Sie begann. Laut donnerten die Trommeln und feuerten die Jungs an, alles zu geben. Die vier standen im Kreis. Gleich kam das Signal und sie sollten versuchen, die anderen aus dem Kreis zu bekommen. Einfache Regeln. Clavis und der junge Hoeji standen sich gegenüber. Zumindest einer von beiden schien die Wette mehr als ernst zu nehmen. Das Signal. Es begann.
Die Rangelei dauerte nicht lang bis die anderen beiden aus dem Ring flogen. Nun war es ein Zweikampf. Hoeji machte sich bereit. Lange musste er nicht warten. Binnen Sekunden sprang Clavis auch schon auf ihn zu. Er drängte Hoeji an den Rand des Ringes. Seine Kraft hatte Hoeji weit unterschätzt. Clavis war im körperlich weit überlegen. Irgendwie musste er das doch noch schaffen. Er versuchte ihn aus dem gleichgewicht zu bringen. Es klappte. Er hatte Gewonnen! Dachte er. Im Fall hielt sich Clavis an ihm fest und riss ihn mit. Sie trafen gleichzeitig den Boden ausserhalb des Rings. Unentschieden. Das durfte doch nicht wahr sein. Die Menge kam Jubelnd auf die beiden zu und hoben sie hoch. Unter Jubelgesangen wurden sie weggetragen. Hoeji sah noch zu Clavis rüber. Dieser schien keinesfalls glücklich über das Ergebnis. Doch es war wohl besser so.
Hoeji wanderte nachdem die Feierlichkeiten beendet waren zurück zu seinem Zelt. Er war müde und wollte seiner Mutter berichten, wie der Kampf verlaufen war. Er hatte sie nämlich nicht gesehen den Abend über. Er war schon da. "Hey, Ma! Stell dir vor. Ich bin ein richtiger....!" er brach ab. Etwas stimmte nicht. Es stank. Nach Blut. Sofort stürmte er in das Zelt um zu sehen was los war. Er fiel fast wieder rückwärts aus dem Zelt. Seine Mutter lag keuchend am Boden. Blut lief ihr aus einer grßen Wunde am Leib. Neben Ihr ein Wolf. Er hatte ein großes Kochmesser im Kopf. Sie schien ihn erledigt zu haben. Hoeji lief zu ihr. Er versuchte sie zu wecken. Vergebens. Er rief verzweifelt um Hilfe. Seine Mutter starb. Schnell kamen die ersten. Brachten Wasser und Verband. Wollten sie retten.
Die Nacht lang konnte Hoeji nicht schlafen. Er stand vor dem Zelt des Heilers und hatte Angst um seine Mutter. Clavis und Juuka waren bei ihm. Sie versuchten ihm Trost zu spenden. Ihn zu beruhigen. Doch es war nutzlos. Er war verzweifelt.
Rohankai war zusammen mit dem Heiler des Stammes, Kineas, im Zelt. Hoejis Mutter kämpfte ums überleben. Sie lebte, doch es stand schlimm um sie. Sie öffnete knapp die Augen. "Rohankai. Der Wolf ..*hust*... er griff an, als ...*hust*... die Trommeln anfingen. Der Lärm... muss ein Rudel aufgescheucht haben.... Geht es... ist mein kleiner Hoeji in Sicherheit?" Rohankai lächelte dünn. "Er hat dich gerettet. Ohne ihn wärst du jetzt nicht hier." Ein verschwindendes lächeln flog über ihre Lippen. Sie sank langsam nieder. "Sagt ihm.. ich..........ich......"
Sie war tod.
Kineas schloss ihre Augen und sprach ein Gebet. Rohankai verließ gesenkten Hauptes das Zelt. Hoeji sprang ihn sofort verzweifelt an. "Wie geht es ihr? Wie geht es meiner Mutter!? Lass mich durch! VERDAMMT, lass mich DURCH!" Hoeji wollte ins Zelt. Rohankai hielt ihn fest und versuchte ihn zu berhigen. "Hoeji hör auf. Beruhige dich." Hoeji fiel vor dem eingang des Zeltes auf die Knie. Er schrie. Heiße Tränen schossen aus seinen Augen. Er fluchte zum Himmel. Es fühlte sich an, als ob man ihn ein Teil seiner Seele herausgerissen hatte. Rohankai bemerkte wie die Agression schwand und seine Trauer durchdrang. Der Heiler trat an den Eingang. "Komm rein, Jüngling."
Die Leiche seiner Mutter lag nun vor ihm. Auf ihren Augen lagen zwei Blütenblätter. Das Zeichen dafür, das einer nun bei den Geistern ist. Hoeji kniete sich vor seine Mutter und legte seinen Kopf auf ihre Brust. Diese Nacht sollte er nicht aufhören zu weinen. Rohankai und Kineas verließen das Zelt. Juuka fing an zu weinen. Clavis stand nur da. Er versuchte die Fassung zu bewahren. Es war der traurigste Tag, den Hoeji und seine Freunde jemals miterleben sollten.
Doch es sollte nicht der letzte sein.

Kaiser_Ken
10.01.2010, 00:56
Ich beginne langsam zu verstehen. Sehr schön, Vamperator. Freue mich schon, wie er diesen Schmerz überwindet.

Vamperator
24.07.2010, 23:52
Kapitel 6: Flucht

Nur trübe Leer füllte die Tage seit dem Tod seiner Mutter. Nur am Rande lebte er. Die versuche seiner Freunde, ihn aufzuheitern verfehlten ihr Ziel um Längen, und endeten meistens gleich. Hoeji verbrachte die meiste Zeit allein. Den Schmerz versuchte er zu unterdrücken, doch der triste Alltag tat sein wenigstes, um ihn von seinen Gefühlen abzulenken.
Und so geschah es, dass er Ruhe suchte. Einsamkeit. Er musste allein sein. Fern von allen.
Kalt starrte der Mond über die stummen Berge. Kein Wind rührte sich. Nichtmal die Tiere der Nacht schienen ihrem treiben nachzugehen. Ganz für sich saß Hoeji auf einem Felvorsprung. Von hier überblickte er das gesamte Tal. Die blaugrünen Baumwipfel, die mattroten Bloodstoneberge und das klare Wasser des Azurensees. Er war allein.
Ganz in Gedanken zog er den Dolch aus Vulkanglas aus der Wildlederscheide. Matt spiegelte sich der dünne Bogen des Mondes auf der fein gearbeiteten Klinge. Rohankai gab ihn diesen Dolch. Er war das Zeichen für den Beginn seiner Kriegerausbildung. Doch was hat ihm die bis heute genutzt? Er wollte ein Krieger werden, um die, die er liebte zu verteidigen. Zu schützen. Niemand sollte mehr verletzt werden. Und was war nun? Es war seine Feier die Leben kostete. Noch schlimmer, das Leben seiner Mutter. Aus Wut warf er den Dolch in hohem Bogen in den Wald.
Lange schon saß er dort. Die Nacht lag sich kalt über den trauernden Jungen. Lange bewegte er sich nicht. Am liebsten wünschte er sich, dass ihn die kalte Nachtluft mitnehmen würde, damit er alles vergessen könnte.
Schlagartig wurde er aufmerksam. Etwas oder jemand näherte sich ihm. Er wollte aus Reflex nach seinem Dolch greifen, doch den hatte er ja weggeworfen. Vorsichtig wich er etwas von dem Dickicht. Dort im Schatten kam etwas. Etwas großes. Es stieß die Äste beiseite und stand nun da. Großgewachsen, in der hand schimmerte es silberschwarz. Langsam trat es an den Jungen heran. Den Kopf gesenkt, saß sich dieser wieder hin. Was tat er hier?

Rohankai: „Ein Krieger lässt niemals seine Waffe nieder, auch dann nicht, wenn ihm der Mut fehlt sie zu führen.“

Langsam erklamm er den kleinen Vorsprung und stand nun vor dem Jungen. Dieser blickt immernoch auf den toten Stein.

Hoeji: „Was bringt einem die Waffe, wenn alle trotzdem leiden...? Was kann man denn da bitte ändern? Ich trug diesen Dolch und konnte meine Mutter dennoch nicht beschützen...“

Die sanften Augen Rohankais ruhten auf Hoeji.

Rohankai: „Niemand kann alles schaffen, aber lohnt es sich nicht gerade deswegen, dafür zu kämpfen? Für deine Freunde. Für die Menschen, die dich brauchen?“

Hoeji sah auf. Vor seinem Gesicht sah er den Griff seines Obsidiandolches, den Rohankai ihm entgegenhielt.

Rohankai: „Ich weiß, dass es nicht einfach wird. Ich weiß, dass du nicht an ein Morgen glaubst. Doch, zusammen mit Menschen die dich lieben, wird auch für dich immer der Morgen kommen. Denn nur wer liebt, dem sind die Geister nah. Verschließe dich nicht, Hoeji. Nimm deine Waffe und komm zurück. Clavis und Juuka machen sich unglaubliche Sorgen um dich.“

Eine Weile passierte nichts. Langsam hob Hoeji die Hand. Sanft schmiegten sich die Finger um den kühlen Griff.

Rohankai: „Lass uns nach Hause gehen, Hoeji.“


Nach einem etwas anstrengenen Fußmarsch kamen sie wieder zur Siedlung. Hoeji hatte garnicht gemerkt, wie weit er sich entfernt hatte. Kaum hatte ihn Juuka gesehn, stürmte sie sich schon voller Tränen um seinen Hals.

Juuka: „Du Idiot, ich hab mir Sorgen gemacht. Was denkst du hätte ich getan, wenn du dich verletzt hättest! Verlass uns nie wieder!“

Langsam legte er einen Arm um sie. Seit wann war sie so? Etwas hinter ihr stand Clavis, er sah bedrückt aus. Er hob leicht den Arm.

Clavis: „Hey. Gut, dass du wieder da bist, und so.“

Er kratzte sich hinterm Kopf. Hoeji atmete etwas erleichtert aus. Danach lächelte er etwas und sah auf.

Hoeji: „Danke, Freunde.“