View Full Version : Tod und Seelen
GenerationX
06.06.2005, 20:59
Mal ne ganz simple Frage und zwar ;) : a) Glaubt ihr an ein Leben nach dem Tod und an b) das der Mensch eine Seele hat, oder wie beschreibt ihr die Seele?
a) nein ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod, weil ich es mir einfach nicht vorstellen kann das man aus dem nichts kommt und ins "ewige dasein" eingehen soll.
b) ich glaube das es keine Seele im "klasischen" Sinn gibt sondern der Charackter sozusagen die Seele ist, zT sagt man ja man bewahre einen teil der Seele eines verstorbenens (zB) in sich fühlt, aber icg glaube das ist nur eine erinnerung an den charackter.
Was meint ihr, so mal was aderes als Politik ;)
interessante fragen, die ich mir (z.T.) auch selbst schon gestellt habe. ich habe nicht den blassesten schimmer, was nach dem Tod kommen soll. vom nüchternen wissenschaftlichen standpunkt aus dürfte da garnichts sein, aber so ganz glauben kann ich das nicht. ich meine, wäre das dann wie eine ewige traumlose nacht, in der man einfach schläft und absolut nichts geschieht? das kann ich mir einfach nicht vorstellen, vielleicht ist das aber auch nur eine gewisse aversion, angst wenn du so willst, dass ich einfach nicht glauben will, dass am end alles umsonst war und ich im augenblick meines todes alles verliere, was mich menschlich macht, also meinen verstand, meine erinnerungen und alles in schwärze übergeht. der gedanke macht mir irgendwo ein wenig angst, aber ich kann selbst kaum erklären, warum. ebensowenig solchen humbug wie Wiedergeburt. wenn man als ein anderer mensch wiedergeboren werden würde, der sich nicht an sein voriges leben erinnert, dann ist das ganz einfach ein anderer mensch und keine wiedergeburt. also bleibt eigentlich nur ein Leben nach dem Tod. aber wie würde dieses aussehen? wäre es einfach so, dass wir auf wölkchen rumlaufen und alles genau so ist, wie auf der erde, nur dass wir keine schmerzen spüren, nicht altern, einfach garnichts? und das bis in alle ewigkeit? dieser gedanke erschreckt mich mindestens genau so, wie die idee von grenzenloser schwärze vor meinen augen. ich glaube, es wäre für mich die schlimmste hölle, auf ewig so zu leben, denn was wäre dieses "Leben nach dem Tod" wert, wenn es einfach nur monoton ist, wenn wir uns dort mit der zeit langweilen und verkümmern? das ist mindestens so schlimm, wie einfach zu verschwinden...
was die seele betrifft... ich weiß es ehrlich gesagt nicht. was soll eine seele sein? etwas im körper des menschen, das unsichtbar ist und ihn irgendwie einzigartig macht? etwas, das unsterblich ist und den geist des menschen über den tod hinaus erhält? die antwort auf diese frage ist für mich ungefähr dieselbe wie die, auf die vorige. egal ob es eine seele gibt, die schließlich in den himmel einkehrt oder wo auch immer hin oder ob es diese nicht gibt, beides ist gleich schlimm. ewiges vergessen oder ewige routine, monotonie, was auch immer... furchtbar. aber wo würden die alternativen liegen? können wir unser leben vielleicht nochmal von vorne beginnen? fehler ausmerzen? unser dasein perfektionieren? das wäre etwas, was mir gefallen könnte, aber das ist wohl das wunschdenken eines zu sehr durch rollenspiele verunstalteten geist (§ugly). ein merkwürdiger widerspruch in mir... keinesfalls möchte ich ewig leben, aber doch fürchte ich mich vor dem, was nach dem tod kommt...
komisch, kurz bevor dieser thread eröffnet wurde, habe ich noch einen freund gefragt, ob er an einen Tod nach dem Leben glaubt... merkwürdiger zufall.
GenerationX
06.06.2005, 21:36
Auf den Thread bin ich gekommen weil ich vor ein paar Tag mit einem Freund über Seelen gerdet habe und wir eben verschiedene anschauen habe.
Du hast geschrieben ob den der tod sei wie ewiger traumloser schlaf, genau so stelleich es mir vor und zwar mit den selben worten, habe ich das auch zu meinem freund gesagt
Waylander
06.06.2005, 21:39
...habe ich noch einen freund gefragt, ob er an einen Tod nach dem Leben glaubt...
^^ Du: Da glaub ich aber auch dran. Sogar ganz fest. *lol*
*tränenwegwisch*
*sichfürspamentschuldigt*
an ein leben nach dem tod glaube ich nicht. ich kann mir erstens nicht vorstellen, das man einfach mit seiner "seele" (wird gleich noch mehr oder weniger "besprochen" ;) ) in einem paradies weiterlebt, und zweitens kann ich mir auch keinen grund dafuer ausdenken.
an diesem punkt kommt die religion ins spiel. denn in vielen religionen wird das ganze "einfach" mit einer oder mehreren gottheiten geklaert. ich denke aber eher, das religionen und der mythos vom leben nach dem tod erfunden wurden, um dem leben einen sinn zu geben (weil viele einzelne es nciht schaffen ihrem leben einen sinn zu geben).
denn wenn ich an gott und das paradies glaube, dann werde ich in meinem leben nie aufgeben und immer religious sein, um mein ziel (das paradies) zu erreichen. wenn man mich dann fragt, "warum existierst du?" dann kann ich sagen "weil gott mich erschaffen hat und er will das ich ein aufrichtiges leben fuehre und ins paradies komme". wenn ich nicht an gott glaube, dann muss ich meinem leben selbst einen sinn geben. das ist natuerlich etwas schwerer, und an der frage "warum?" kann man leicht verzweifeln.
sorry fuer die nicht religioese meinung, aber ich halte religionen mehr fuer einen psychologischen "trick". (der anscheinend menschen gluecklich macht, denn sonst wuerde es schon laenger keine religionen mehr geben)
zur seele: aehm...keine ahnung. naja, ich weiss das es koerper und geist gibt. mein geist ist dann ich, oder ist mein koerper ich? oder beides? ach mist...aber was ist dann mit der seele? puh... *schweissvonderstirnwisch*
jemand der z.B. dem christentum nahe steht kann hier sicherlich mit einer definition aushelfen, ich leider nicht. nun ich weiss das man einen "geist" hat, das bewusstsein, eben alles was im gehirn so ablaeuft. (wobei man jetzt die frage stellen kann, wo ist die verbindung zwischen geist und koerper? im hirn? oder ist das hirn der geist? oder doch nur ein organ? ist unser geist nur ein haufen chemischer reaktionen?)
ich muss mal drueber nachdenken, aber im moment kommt da net viel aus meinen grauen zellen... :confused: §gnah :confused:
Herasiel
07.06.2005, 19:39
Zu a) dazu würd ich sagen das die meisten denken dass es ein Leben nach dem Tod gibt weil sie Angst davor haben das das Leben zu Ende geht und nichts mehr kommt. Ich für meinen Teil hoffe mal auch das es irgendwie weitergeht, aber ob man wiedergeboren wird? Vielleicht geht man einfach als Bestandteil in das Universum ein? Ein Traum aus dem man nicht mehr aufwacht? Vielleicht existieren unsere Gedanken weiter, bzw die Seele
b) Schätze die Seele ist das gleiche wie der Geist oder das Gewissen. Einfach der oder dasjenige mit dem man spricht wenn keiner da ist, die Entscheidungsgrundlage wie man im Leben handelt. Der stofflich nicht fassbare Teil unserer Persönlichkeit. :confused:
Zumindest sehr verwirrend gerade
DarkCava
07.06.2005, 20:41
Zu a)
Da ich von der Evolution überzeugt bin, glaube ich an kein Leben nach dem Tod. Der Glaube an jenes, gründet sich auf der eigentlichen Angst vor dem Tod und eben der Ungewissheit was danach kommt. Außerdem sagen mir die klassischen Nach-dem-Tod Vorstellungen ohnehin nicht zu. Ich will weder im Himmel, Paradies noch in der Hölle leben und so von einem Gott für meine guten/bösen Taten bestraft/belohnt werden.
Genausowenig will ich einem Schwein oder einer Königin wiedergeboren werden.
Ich lebe mein Leben jetzt und einmal. Dabei mache ich was ich will und gestalte es so, wie es mir zum Nutzen und zur Freude ist.
Zu b)
An eine Seele im klassischen Sinn glaube ich nicht. Ich denke eher, dass die sogenannte "Seele" mit unserem eigentlichen Charaktermuster zusammenhängt bzw. ein Teil ist und nur von uns getrennt betrachtet wird. Das ich selbst in "geistiger Form" exisitere halte ich für Blödsinn. Sowas gehört 100 Jahre vor unserer Zeit.
GenerationX
07.06.2005, 21:18
@ DarkCava, du sprichst mir aus der seele ich hätte es nicht besser sagen können ich sehe das nämlich praktisch genau gleich. :eek:
Innos Zorn
18.06.2005, 21:34
@ thilo
Ich gebe dir Recht, das man dem leben einen Sins geben muss. Aber ich finde es etwas einfach zu sagen, dass die Religion das Leben "einfach" machen würde. Schließlich kann man dem Leben auch durch Religion einen Sinn geben. Und dieser Sinn macht das Leben nicht unbedingt einfacher. Vile sind so schon zur absoluten Selbstaufgabe gegangen, was nach Oser/Gmünder auch die höchste Stufe der religiösen Freiheit darstellt. Wenn ich mich ständig in der Verantwortung vor dem Absolutem (als das amn acuh den Menschen sehen kann!) sehe, vereinfacht das mein Leben nicht.
Ob es etwas Transzendentes gibt, weiß ich auch nicht. Das ist imo aber das interesssante am Glauben. es ist wie ein Esperiment. Das Zweifeln am Gelingen gehört genauso dazu, wie Freude darüber. Imho gibt er dem Leben noch eine sehr interessante Komponente.
Philosopisch gedacht, ist das Transzendente nicht auszuschließen, aber auch wohl kaum zu beweißen (auch wenn es dazu ganz interessante Ansätze gibt, zum Beispiel: Der Mensch reagiert immer nur auf seine subjektive Sicht der Dinge, also muss eine Art Urereignis gegeben haben, dass alle reaktionen ausgelöst hat. Da der Mensch aber immer in seiner subjektiven Welt lebt, kann ein Ereignis, auf das er reagiert, auch objektiv gesehen (aber Objektivität kann imo ja acuh nur vom Transzendenten bestimmt werden, da der Mensch immer seine subjektive Sicht der Dinge hat) gar nicht stattgefunden haben).
Wenn wir aber über den "Sinn des Lebens" reden, kann man die These aufstellen, dass ein ein sterbliches Leben im Sinne des Nihilismus gar keinen "großen" Sinn haben kann. Es diente dann allein der Erhaltung seiner selbst. Wenn das Leben also einen Sinn hat, der über diese hinaus geht, dann kann man durchaus annehmen, dass menschliches Leben selbst einen höheren Sinn hat, also die Existenz einer "Seele" nicht ausgeschlossen sondern angenommen werden kann. In Anbetracht dessen, dass schon der Mensch etwas "göttlich" an sich hat, kann man ein göttliches Wesen annehmen. Geht der Sinn über das Leben hinaus, kann auch etwas, das über dieses hinaus geht, angenommen werden.
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