View Full Version : Heirat - heute?
Junkie_of_you
20.05.2005, 14:43
Ich schneide mal ein Thema an, was hier auch schon ein paar mal gefallen ist.
Was denkt ihr heut zu Tage über heiraten?
Denkt ihr, dass es völlig unnötig ist, heutzutage noch zu heiraten, man kann ja auch so zusammleben?
Oder denkt ihr ist es schon nochmal ein Schritt zur ängeren Bindung?
Wie ich auf das Thema kam, war folgende Situation, dass eine ehemalige Schulkameradin von mit (17) heute geheiratet hat.
Denkt ihr es gibt ein Alter, ab dem man erst heiraten sollte?
Man entwickelt sich meistens ja bis mind. 19 noch weiter und in gewissem Sinne ist ein 17 jähriges Mädchen noch fast ein Kind...
Naja ich bin gespannt auf eure Meinung =)
Naja, sicherlich ist 17 ein bischen früh. Man ist mit 17 schon weit entwickelt (naja, jedenfalls oft...). Allerdings besteht natürlich die Gefahr, dass man sich vorschnell entscheidet. Wenn man verliebt ist, dann denkt man, die Liebe wird ewig halten und man will mit dem Partner zusammensein. Ein fataler Irrtum. Man kann mit 17 kaum den Partner "richtig" kennen. Irgendwann wird die Ehe wahrscheinlich scheitern, da sie voreilig war.
Natürlich kann es sein, dass es Ausnahmen gibt. Meine Oma hat auch mit 17 geheiratet und war 60 Jahre mit meinem Opa zusammen. Allerdings war das auch ne andere Zeit.
Ichabod Crane
20.05.2005, 14:57
Hallo Junkie, ich finde die Heirat ist ein Versprechen, dass man gemeinsam die große Verantwortung des Lebens schaffen will. Wie Edik sagte, kanns gut gehen, anhand seiner Großeltern. Allerdings war das eine andere Zeit, aber grundsätzlich würde ich meinen, es kann auch gut gehen.Wenn man nicht so leichtfertig damit umgeht. Und wenn deine Freundin dies schafft, ist sie zu bewundern. Ich finde man heiratet einfach viel zu schnell, jedoch wenn man meint dass man es mit dem Anderen lange.... WIRKLICH lange aushalten kann, sprich man hat die gleichen Grundvoraussetzungen wie einen gemeinsamen Essensgeschmack, eine gemeinsame Freizeitgestaltung und Gemeinsamkeiten im allgemeinen täglichen lebensrhytmischen Zeitlauf kanns klappen. Muss aber konstant sein.
Junkie_of_you
20.05.2005, 15:26
Mir ist gerade noch etwas eingefallen, was auch zum Thema passt:
Eine andere Freundin von mir (16) hat vor ca. 1 1/2 Jahren einen Typ per I-net kennengelernt, der momentan in Deutschland stationiert ist, aber eigentlich aus USA kommt. Sie meint er wäre die große Liebe ihres Lebens.
Er hat schon hier in Deutschland nicht gerade in ihrer Nähe gewohnt und so ist sie nur in den Ferien immer mal zu ihm gefahren.
In einem Monat wird er in die USA ziehen und sie hat vor in 2 jahren, wenn sie ihr Fachabi gemacht hat zu ihm in die USA zu ziehen.
Das was mich an der sache stört ist, dass er nie hier bei ihr war, keine ihrer Freunde kennt, niemanden der Familie und ich denke das macht auch nochmal einen großen Teil ihrer Persönlichkeit aus.
Sie will ALLES für ihn aufgeben und lässt sich von niemandem irgendetwas sagen.
Man wird sehen wie es kommt, verlobt sind die beiden auch schon, aber ich blicke da nicht so freudig drauf wie sie...
ach ja und was mir dazu noch einfällt...
Was denkt ihr über einen großen Altersunterschied in Beziehungen?
Findet ihr das ok oder denkt ihr es bestehen doch zu große Unterschiede zwischen teilweise sogar Generationen.
ich finde heiraten schon ok, da es einen an ein anderes individuum (das man hoffentlich liebt) bindet und quasi die unzertrennlichkeit bis zum tod ausdrueckt. leider zeigen neueste trends immer mehr scheidungen und die ehe verliert ihre bedeutung.
ich persoenlich halte ehe nicht fuer etwas schlechtes, aber mit ehe verbinde ich auch eine gewisse einschraenkung in freiheit die ich mir jetzt (mit 17) als schrecklich vorstelle und nicht moechte. das kann sich naterulich aendern und ich denke mit 25 als beispiel fuehlt man diesen freiheitsentzug vielleicht nicht mehr so.
Wie die anderen bereits sagten, Heirat ist eine Sache mit der man mit ganzen herzen dabei sein muss. Und ich denke mit 17 kann man das noch nicht so einschätzen. Ich kenne zwar einen Fall, das besteht die liebe heute noch, aber die Mehrzahl der Fälle ist denk ich nach wenigen Wochen abgeschlossen.
Allgemein hat eine heirat in der heutigen Welt eh nichts mehr zu bedeuten, da es ja kein Bud mehr fürs leben ist. man kann sich einfach scheiden lassen usw.
Das mit dem Mädchen, das den Amerikaner liebt würde ich mir an der Stelle auch sehr genau überlegen, es geht schließlich darum sein ganzes altes Leben so gut wie über Bord zu werfen.
naja, ich brauch eh noch ein bisschen bis dahin.^^
Junkie_of_you
21.05.2005, 11:29
Hm ja ok, dann will ich mal meine Meinung zu dem ganzen sagen.
Ich muss Hexenmeista ein großes §dito aussprechen.
Naja ich denke, dass auch in unserer Zeit durch eine Hochzeit bei vielen Menschen (auch bei mir) nochmal ein festerer Bund ist, als eine normale Beziehung.
Es gibt zwar viele Scheidungen, aber es gibt auch positive Erlebnisse und in der Hinsicht bin ich vielleicht Optimist.
Ich würde wegen diesem Bund heiraten wollen, aber auch weil man sozusagen vor dem Rest der Welt offen zeigt, dass man zusammengehört. Bei einer Beziehung lebt dann z.B. Karl Meyer mit Gabi Müller zusammen und wenn du sie nicht zusammen siehst, dann gehst du auch nicht davon aus, dass die beiden irgendwas verbindet.
Ich denke auch, falls man eine Familie gründen will mit Kindern, dann stell ich es mir für Kinder schöner vor, wenn die Eltern auch wirklich verheiratet sind und nicht einfach zusammenleben.
Ich hab noch ein paar mehr Gründe, die für mich FÜR Heirat sprechen, aber das sind so die wichtigsten...
Zu dem Altersunterschied denke ich, dass es natürlich so sein kann, dass 15 Jahre Unterschied sind und man sich so liebt, dass es klappt, aber grundsätzlich denke ich das man doch in fast einer kleinen anderen Welt lebt, da die Prioritäten oft anders gesetzt sind, da man die Jugend oft noch auskosten will und einem später anderes wichtiger ist und da die unterschiedliche Lebenserfahrung und damit auch oft die Einstellung einfch unterschiedlich sind.
Wenn die zweite Freundin sich irgendetwas sagen lassen würde, dann hätte ich schon lange mit ihr geredet, weil ich einfach denke, dass sie sich in etwas verrennt und es gut sein kann, dass sie diesen Typ kein Stück kennt, dass sie ihn falsch einschätzt etc.
Naja ich bin eh mal gespannt, was aus den beiden wird...
Und zu der ersten Freundin müsste ich noch dazu sagen, dass sie beide Ausländer sind (er ist Albaner und sie weiß ich nicht mehr genau) und da sieht die Sache meist ja noch ganz anders aus und Heirat und Familie haben noch einen ganz anderen Stellenwert als für viele Deutsche. Ich weiß nicht ob es klappen wird, zu wünschen wäre es ihr, auch wenn ich es aus meiner sicht für eher unwahrscheinlich halte, aber wie gesagt, da kann es in ihrem Kreis ganz andere Meinungen geben und es ganz anders üblich sein.
JA DIE LIEBE !!!! *SEUFZ*
Ich denke, dass man sich mit 17 noch gar nicht über die Bedeutung der Ehe und ihrer rechtliche Konsequenzen bewusst sein kann.
Ich habe mit 24 geheiratet und mir war, ehrlich gesagt, auch nicht so recht bewusst, was ich da tue (kann ich jetzt, mit einigem Abstand, sagen. Da ich mich beruflich damit beschäftige). Sie ist auf jeden Fall ein großes Risiko und damit ein großer Vertrauensbeweis, den man eingeht, bzw. dem anderen gibt.
Ich denke nicht, dass es ein "richtiges Alter" für die Ehe gibt. Vielleicht ein richtiges "Einstiegsalter" ;), dass ich ganz individuell irgendwo zwischen dem 20. und 85. Lebensjahr ansiedeln würde.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass mit der Ehe Unterhaltspflichten beginnen, man nicht mehr über sein gesamtes Vermögen verfügen darf und ein Verlieben in einen anderen Partner umso schmerzhafter, langwieriger und auch schwieriger sich gestaltet, auch wenn (und so sollte es ja schließlich auch sein) die Liebe zu dem Ehegatten schon längst zur Lebenserfahrung geworden ist.
Wenn in zu jungen Jahren geheiratet wird, kann es gut gehen. Die Chance darauf, dass man mit 40 oder 50 aber der "verlorenen Jugend und Erfahrung" nachtrauert, steigt dementsprechend auch an und dass ist ein häufiger Grund für Scheidungen.
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