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View Full Version : Das Kastell des ZuX #47



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Tor zum Kastell
04.05.2005, 14:56
Auf des Gebirges breit hinfließend kahlem, höchstem Gipfel
erhebt sich, schwarz aufragend, aus gemauert' kunstvoll Stein,
ein Schloß, hoch droben über all der Wälder schwankend Wipfel.
Eine Faust, die noch den Wolken droht, so scheint's zu sein.

Doch schnell sie ziehen hin über das ragende Gemäuer,
nur Windes Stimme an des Giebels scharfem Grat gewetzt.
Und selbst der Sturm über die steingeschnitt'nen Ungeheuer,
Gargylen, Wyrme, zähnefletschend Drachen, ist entsetzt.

Regenfäden in der Luft, gemacht wie feinster Zwirne.
Millionen Tropfen auf der dunklen Mauer Stein hernieder
sinken, nein: sie schlagen auf die harten Felsenstirne
der Buckelquader, die vor Nässe glänzen, immer wieder.

In diesem Augenblick der Glanz, der auf den Mauern liegt,
wird offenbar in seiner ganzen unnahbaren Pracht.
Denn ein gewaltig Blitz sich plötzlich an die Dächer schmiegt
und sein gleißend Licht schickt durch die Düsternis der Nacht.

Zischend greift er nach dem Turm, der ihm entgegenstrebt.
Der siedend Äther brüllt den Schmerz hinaus, der ihm geschieht.
Wände zittern, Scheiben klirren und die Erde bebt
wenn Donners Hall entrollt über den schwarzen Himmel zieht.

Doch unergründlich tief in Berges Fels verankert hält
der Bau den ungestümen Elementen stand und ragt
den Ungebilden, die die Götter schicken durch die Welt,
entgegen, trotzt dem Zahn der Zeit, der rastlos an ihm nagt.

Mag auch die Gewalt des Sturmes, Blitz und Frostes Kälte
von außen ohne Unterlass die hohen Mauern geißeln
Wenn es einen sich'ren, stillen Ort zu wählen gälte,
wär's das Kastell, an dem umsonst der Wetter Kräfte meißeln.

Denn Einlaß ist den Stürmen, Feinden aller Art verwehrt.
Obwohl seit unerdenklich Zeiten sie die Mauern wetzen,
bleiben sie doch glatt und blank und völlig unversehrt
und niemand kann sein Zeichen in die steilen Wände setzen.

Beschützt durch göttlich Geist vor allem Unbill, das die Welt,
gepeinigt durch den ewig während Streit auf ihrem Rücken,
der alles seit dem Anbeginn in stetem Wandel hält,
durch die Sphären schickt, um ihre Schmerzen auszudrücken.

Als Schlachtfeld für der mächt'gen Götter endlos Streit und Hader,
ist sie einst von ihnen selbst erschaffen aus dem Nichts.
Gedanken wurden festgefügt zu Fels mit erzen Ader
vielfach gefaltet durch die Kraft des eigenen Gewichts.

Und Wasserstrudel, Ozeanen gleich, alles verschlingend
brachen unaufhaltsam sich verwüstend ihre Bahn.
Streitend schufen beide Brüder, miteinander ringend,
Geschöpfe, nur zu Nutze für des Kampfes sinnlos Wahn.

Und wenn die grellen Blitze zucken um die Mauern des Kastells
die winzig Menschen in den düstren Hallen lächeln nur
denn sie wissen, Sturm mit Blitz und Donner nagt, als gelt's,
zu spielen mit dem einzig standhaft Ding auf weiter Flur.

In dem Krieg der Götter, die die Elemente nutzen
sind Menschen nur Figuren in dem endlos während Spiel
und trotzdem steht ihr höchster Sinn danach, der Welt zu trutzen,
das Schicksal aufzuhalten ist der Menschen ewig Ziel.

Höchste Macht die Magier sich zu Eigen machen schaffen,
Verführte Beliars und seinen Zielen untertan,
weise Hüter alten Wissens, wo sonst Lücken klaffen?
Vielgestaltig wars, was staunend die Besucher sah'n.

Mystera
04.05.2005, 17:15
Idaho und Mystera saßen wieder im Refektorium, genau an demselben Platz, an dem sie schon gestern gesessen hatten. Für die junge Frau war das alles so furchtbar erstaunlich. Sich einfach nur zu wünschen was man essen wollte und plötzlich erschien es auch schon vor ihren Augen. Immer wieder überlegte sie währenddessen, ob sie Idaho nun ihren Entschluss mitteilen sollte, oder ob sie... In Gedanken erinnerte sie sich noch einmal an den gestrigen Tag…

Idaho hatte ihr angeboten, sie nach dem Essen ein wenig im Erdgeschoss des Kastells herumzuführen und sie mit den wichtigsten Orten bekannt zu machen. Mystera hatte eingewilligt und sie begannen mit der Führung in der großen Bibliothek, wobei groß schon fast untertrieben wäre. Gigantisch traf es wohl um einiges besser. Noch nie hatte sie solch eine Anzahl von Büchern gesehen und das sollte etwas bedeuten. In ihrer Heimat, Acrania, war sie Oft mit ihren Lehrmeistern in Bibliotheken gewesen, angeblich die größten des Königreichs. Dort hatte sie allerlei Literatur von den Anfängen des Königreiches bis hin zur großen Schule der weißen Magie gefunden. Erst jetzt viel ihr auf, dass sie eigentlich nie ein Buch über die Lehren der schwarzen Magie in den Händen gehalten, geschweige denn entdeckt hatte. Idaho riss sie aus ihren Gedanken.

„Ihr müsst euch nur vorstellen, was Ihr lesen wollt und die Bücher fliegen direkt auf euch zu, versucht es einmal, es ist wirklich spielend einfach“

Ein Buch flog aus einem der Regale und landete direkt in seinen Händen. Im nächsten Augenblick machte es auch schon einen Satz und stand wieder an seinem Platz, als wäre es nie herausgenommen worden. Mystera schaute erstaunt. Dann entgegnete sie:

„Nein Idaho, ich glaube, dies ist nicht meine Welt, versteht ihr, ich hatte noch nie etwas mit Magie zu tun und habe eigentlich auch nicht vor…“

Sie stockte, wieder Stimmen in ihrem Kopf, sie flüsterten wieder diese seltsam vertrauten, aber doch unverständlichen Worte. Ein kühler Schauer lief ihr über den Rücken. Plötzlich flog ein schweres, schwarzes Buch mit seltsamen Verzierungen aus Gold aus einem der hintersten Regale auf sie zu. Sie zuckte, das Buch landete vor ihren Füßen. Idaho wollte höflich erscheinen und beugte sich sofort hinab, um es ihr zu überreichen. Als er die Inschrift sah, überkam auch ihn für kurze Zeit ein unheimliches Gefühl: „Die schwarzen und vergessen Lehren aus längst vergangenen Zeiten“ Auto unbekannt. Doch im nächsten Augenblick lächelte er schon wieder, vermutlich ein Zufall, nur ein Zufall. Er ließ das Buch wieder zurückfliegen und wand sich dann an Mystera:

„Nun, wir haben schon viel zu lange Zeit hier in der dunklen Bibliothek verbracht, lasst uns wieder nach draußen gehen, das wunderschöne Wetter genießen.“

Er bot ihr freundlich seinen Arm und beide verließen die Bibliothek wieder. Was er nicht wusste, auch Mystera hatte die Inschrift des Buches gelesen und die Stimmen in ihrem Kopf wurden immer lauter bis sie sich langsam wieder beruhigten. Was war das nur für ein Ort und was geschah mit ihr? Sie wollte hinfort, auch wenn sie das Gefühl nicht losließ, dass irgendetwas an diesem Ort sie halten wollte. Gleich morgen beim Essen würde sie Idaho darum bitten, sie in die nächstgelegene Stadt zu bringen…

Sinistro
04.05.2005, 17:17
Undurchsichtige Gedanken trieben den Schwarzmagier durch die Gänge des Kastells, er überlegte, wozu sich das Labor, dass er seit gestern besaß, nutzen lasse, wieso er überhaupt ein Labor besessen müsste und wo er denn Literatur über die Grundlagen der verschiedensten Gerätschaften finden könne. Und immer noch über eben jene Literatur nachdenkend stand der Grünäugige auch schon vor dem Portal der Bibliothek, das Offensichtliche war ihm natürlich nicht in den Kopf gekommen, hier ließe sich bestimmt etliches darüber finden. Eine hübsche junge Frau und ein junger Magier waren an ihm vorbei aus der Bibliothek gekommen und schienen auf dem Weg in den Innenhof.
„Laborgrundausstattungen“ lautete das Suchwort, das Sinistro sprach, nachdem er das bläuliche Portal zu diesem Hort des Wissens durchschritten hatte und dutzende Bücher suchten sich ihren Weg aus den Regalen. Viel zu viele für einen einzelnen Magier, sie zu einem der Arbeitstische zu bringen und sich mit ihnen abzumühen- ein Zombie jedoch wäre zu tollpatschig und grob im Umgang mit den kostbaren Schriftstücken, ein Skelett erschien dem Magier zu schwächlich und so suchte er nach einem Opfer, dass die Bücher mit ihm gemeinsam zu seinem Arbeitstisch brachte. Und während er sich so umblickte fiel ihm ein unordentlicher, unaufgeräumter und wirr aussehender Hirni auf, sein Arbeitsplatz sah nicht minder konfus aus und scheinbar brauchte er eine Pause. Und ein wenig körperliche Arbeit bei einer Abfrage könne ja nicht schaden.
„Nun, mein Schüler, ich hoffe, du bist gut mit dem Stoff vorangekommen“, sprach der Lehrmeister ruhig und der Schwarzhaarige schreckte aus seinen Büchern (oder schreckte er aus dem Schlaf- so genau konnte Sinistro das nicht beurteilen).

„Folge mir und bereite dich schon mal darauf vor, mir ein wenig von dem zu erzählen, was du in den letzten Tagen über die Magie erkannt hast und ebenso solltest du mir natürlich beweisen, dass du auch die Theorie des Lichtzaubers beherrschst.“
Langsam schritt der Gedächtnislose voran, Hirni folgte ihm ein wenig verwirrt und nun sahen die beiden Magier die verschiedenen Bücher, die die Dämonen noch nicht wieder verräumt hatten.
„Und da der Lichtzauber ja, wie du sicherlich weißt, mein Schüler, nebenher gewirkt werden kann- kannst du mir auch schnell behilflich sein, diese Bücher an meinen Arbeitsplatz zu bringen während du mir ein wenig erzählst.“

Hirni
04.05.2005, 17:44
Wiedermal war Hirni über den Büchern eingenickt. Der Wein von gestern Abend hatte ihn noch schläfriger gemacht, als er es durch das Lesen ohnehin schon war. Fast neun Stunden hatte er durchgelesen, es geschafft, nicht einzuschlafen, dann aber überwältigte ihn die Müdigkeit völlig. Ja, er bewunderte jene Magier, die es schafften, fast Vier Tage ohne Unterbrechung durchzulesen. Seine Träume waren wirr, sie handelten von riesigen Lichtkugeln, Runen und komischen kleinen Wesen, die Hirni mit Lichtern bewarfen. Was die Lichtkugeln und Runen zu bedeuten hatten war nicht schwer zu erraten. Dies war wahrscheinlich der Stress, unter dem Hirni stand. Aber die kleinen Wesen, die ihn mit Kugeln bewarfen? Sollten sie etwa die Buchstaben aus den Büchern sein? Oder Sinistro? Oder sonstige kleine Nervigen Tierchen? Hirni wusste es nicht, er wusste nur, dass ihn eine Stimme aus den komischen Träumen weckte. Es war Sinistro. Die Zwei Tagesfrist war um. Verwirrt folgte der Schwarzhaarige den Grünäugigen, der etwas von Büchern einräumen und mündlicher Prüfung faselte.
Ehe sich Hirni versah, hatte er schon einige Bücher in der Hand. Gleichzeitig bat ihn Sinistro, loszulegen mit dem Erzählen des Gelernten.
"Ich bin doch kein Alleskönner. Eine Sache zu machen ist ja noch recht leicht, aber gleich zwei zu gleich? Hilfe" dachte sich der Schwarzmagier, sammelte dann aber seine Gedanken und leierte etwas über den Lichtzauber vor sich her. Wie das ganze aus ihm rausgesprudelt kam, wusste er nicht. Eigentlich fiel ihm in seinen Gedanken nichts ein, dennoch sprudelte es nur so aus ihm heraus:

"Der Lichtzauber. Eigentlich fragt man sich als Schwarzmagier ja, warum ein Magier der dunklen Künste unbedingt diesen Zauber des Lichts können muss, steht er doch indirekt für das Helle, das Gute, sprich den Innospriestern und Magiern. Dennoch, oder gerade deshalb, ist er für dne Schwarzmagier wichtig. Denn ohne Licht kann nicht das dunkle, also der Magier selber, existieren. Ausserdem ist das Licht auch für ihn wichtig, ist es doch dafür da, sich auch in den dunkelsten Gefilden des eigenen Herrn zurecht zu finden. Doch, wie ich finde, kann man es auch auf eine ganz andere Weise betrachten. Undzwar, dass zwar alle drei Gottheiten ihren Magiern die Lichtrune gaben, sie sich doch in ihrer Art unterscheiden.
Die Lichtkugel des Innos, so scheint es mir, scheint heller, kräftiger und gibt auch etwas warmes von sich, wie die Sonne, oder auch das Feuer. Halt jenes Elementar, für das auch der Gott der Rechtschaffenheit steht.
Die Lichtkugel des Adanos , so kommt es mir vor, ist die mittlere Stufe von den Lichtzaubern. Weder besonders hell, noch besonders dunkel, eine Zwischenstufe, wie der Gott des Gleichgewicht es ebend selber ist. Also wird auch hier eine Art Beziehung zu der Gottheit gezeigt.
Und zu guter letzt kommt die Lichtkugel Beliars, der Lichtzauber unseres Gottes. Sie scheint für mich silbriger, nicht so hell, wie der Vollmond halt, wenn er sein silbriges Licht auswirft bei dunkelster Nacht. Sie strahlt eine gewisse Kälte aus, wie auch der Mond selber, ebend jener Lichtspendender Planet in der Nacht. Somit steht sie ingewisser Massen für die Dunkelheit, eben dem Gott Beliars, unseres Herrn.
Somit ist es also Pflicht für jedes Zirkelmitglied, diesen Zauber zu lernen und zu beherrschen. Was man dafür braucht? Die richtige Einstellung, viel Wissen, Konzentration und vor alle viel Geduld, ist es doch der erste Zauber, den man lernt auszusprechen."
Hirni wusste gar nicht, wie ihm geschah. Woher wusste er das alles? War das Schlafen über die Bücher ein so gutes Lernmittel? Wenn ja, dann konnte er das ja in gewisser Weise alles im Schlaf. Den Vergleich aber zwischen den einzelnen Lichtzaubern, der war eigentlich aus eigener Erfahrung. Denn sowohl die Lichtkugel der Feuermagier, der Wassermagier als auch die der Schwarzmagier hatte er alle schon selber erlebt. Die des Adanos damals bei Tinquilius auf der Suche nach Florence, die der Feuermagier im Kloster, als einige der Schüler dort lernen mussten und die des Beliars auf dem Festland, vor seiner Zeit in Khorinis.
Erwartungsvoll blickte er zu Sinistro, torkelte gleichzeitig aber auch unter die Last der Bücher, die er da tragen musste. War das jetzt alles Schwachsinn, was er da von sich gegeben hatte, oder eher ein perfektes Zeugniss dafür, dass er den theoretischen Teil des Lichtzaubers verstanden hatte?

Sinistro
04.05.2005, 18:22
„Hirni, das waren ja mehr richtige Aussagen, als ich gedacht hatte, trotzdem solltest du nie vergessen, dass der Lichtzauber auch von Schwarzmagiern zu dunklen Zwecken genutzt werden kann. Denn nur das Licht ist in der Lage, Schatten zu schaffen, das bedeutet, dass du gezielt Bereiche deines Umfeldes verdunkeln und somit verbergen kannst. Ebenso ist das Licht, das du wirkst, nicht- wie bei Wassermagiern oder diesen verblendeten Innosgläubigen- an eine feste Form gebunden, meist tritt es wirklich silbern auf, doch mit steigender Erfahrung wirst du in der Lage sein, die edelsten Farben und Effekte zu erzielen. Ob das jedoch irgendeinen tieferen Sinn hat- das sei mal dahingestellt.“

Die beiden Schwarzmagier hatten es geschafft, auf Sinistros Tisch war ein beachtlicher Bücherstapel zu sehen und nun zog der grünäugige seine Rune des Lichtzaubers und demonstrierte Hirni, wie er es gemeint hatte, Dinge im Dunkeln zu halten. Mit einem Lächeln im Gesicht beobachtete der ehemalige Klosterling das Geschehen und den Eifer, der seinen Lehrmeister ergriffen hatte. Ebenso war er ein wenig amüsiert darüber, dass sein Mentor scheinbar vergessen hatte, dass er ein ausgewachsener Mann war, der Lehrer ging dazu über, all seine Ausführungen haargenau zu erklären und zu demonstrieren, als sei Hirni ein kleines Kind, das durch alleiniges Zusehen viel übernehmen und lernen könnte. Der Erwählte ließ winzige Lichtkugeln entstehen, die er um den Bücherberg herumwandern ließ, um Ecken und Winkel besonders auszuleuchten oder sie eben in komplette Dunkelheit zu hüllen, so dass sie kaum mehr erkennbar waren

„Oh, entschuldige Hirni, ich glaube, ich habe ein wenig übertrieben, doch war es mir wirklich wichtig, dass du begreifst, worum es mir geht. Danke übrigens für die Hilfe, ich habe auch eine kleine Belohnung für dich.“
Mit diesen Worten griff nun Sinistro in eine seiner Robentaschen und nestelte die Lichtrune hervor, die er am Tage zuvor in seinem Labor gefunden hatte. Diese überreichte er nun Hirni und sagte ihm, er solle sie gleich einmal ausprobieren. Danach stellte er noch die Frage, ob der Mann denn wisse, so sich die Übungsräume befinden.

Idaho
04.05.2005, 18:46
Der Tag gestern war viel schneller vergangen, als Idaho es je erwartet hätte. Die Besichtigung des Kastells hatte fast die ganze Zeit in Anspruch genommen, sodass sie letztlich im Kastell verblieben waren, was ihn aber keineswegs ungelegen war. So kam es also, dass sie heute erneut im Refektorium saßen, am gleichen Tisch wie schon zuvor und gemeinsam speisten. Währenddessen blickte der Magier immer wieder in das Gesicht Mysteras und studierte ihre Züge genau, versuchte sich alles so scharf als möglich einzuprägen, während ein sanftes Lächeln seine Lippen umspielte. Als sie schließlich zum Wein kamen, stießen beide kurz an und tranken einen kleinen Schlick, ehe sie ihn ernst aber freundlich ansah.

„Der Aufenthalt hier im Kastell war wirklich angenehm, daher hoffe ich ihr versteht das nicht falsch Idaho, aber ich möchte euch bitten mich möglichst bald zur nächsten Stadt zu begleiten. Natürlich hat das noch etwas Zeit, aber es wäre schön, wenn wir noch heute aufbrechen könnten.“

Ein Gefühl aus Trauer verbreitete sich plötzlich im Körper des Magiers, gefolgt von den wiederkehrenden Schmerzen seiner gebrochenen Rippen, die er die letzte Zeit zu vergessen gesucht hatte. Wie gern hätte er die junge Frau noch hier an seiner Seite behalten, doch schon gestern in der Bibliothek hatte er den Eindruck, als würde sie diesen Ort gerne verlassen. Aber nun, da sie ihren Entschluss ausgesprochen hatte, betrübte es den Geist Idahos sehr, auch wenn er es hinter einem verständnisvollen Nicken verbarg. Vermutlich würde er sie in der Stadt absetzen und anschließend niemals wieder zu Gesicht bekommen, ein Gedanke, der augenblicklich eine Mischung aus Trauer und Übelkeit hervorrief. Einen großen Schluck Wein trinkend senkte der Magier seinen Blick kurz, um sich selbst wieder zur Ruhe zu bringen, bevor er eine Antwort gab.

„Es freut mich sehr, dass es Euch hier gefallen hat, daher hoffe ich auch, Ihr werdet eines Tages in das Kastell zurückkehren. Bis dahin bin ich mit Freuden bereit Euch zur Stadt und auch weiter zu begleiten, so lange Ihr es denn wünscht.“

Einen leisen, fast unhörbaren Seufzer von sich gebend erhob Idaho erneut sein Glas und stieß mit der jungen Frau an, um einen weiteren tiefen Schluck des Weins seine Kehle hintergleiten zu spüren. In diesem Augenblick hätte er gerne ein Glas nach dem nächsten geleert, einerseits um seine körperlichen Schmerzen zu betäuben, andererseits um seinen in Aufruhr versetzten Verstand zum Schweigen zu bringen. Aber die Reise in die Stadt war heutzutage nicht mehr ungefährlich, auch wenn es unwahrscheinlich war, von Banditen oder Tieren angegriffen zu werden. Trotzdem bestand die Möglichkeit, also musste der Magier wohl auf dieses fragwürdige Vergnügen verzichten und beschränkte sich auf ein einziges Glas.

Nachdem sowohl Mystera als auch er ausgetrunken hatten, erhoben sie sich langsam und schritten die Arme beieinander eingehakt zur Tür. Obwohl jeder Atemzug eine Tortur für Idaho bedeutete, versuchte er seinen Schmerz nicht zu zeigen, während sie die Gänge entlang an den vielen kopfschmerzbereitenden Gemälden zur Eingangshalle liefen. Neben der Statue des Vabun zögerte der Magier einen Moment, überlegte was er auf dem Weg zur Stadt alles brauchen konnte und stellte erleichtert fest, dass er sowohl Gold als auch sein Schwert bei sich trug. Seiner attraktiven Weggefährtin an seiner Seite ein liebevolles Lächeln schenkend verließ er wortlos mit ihr zusammen das Kastell.

Hirni
04.05.2005, 18:47
Mit einem Lächen auf den Lippen, vernahm Hirni die Worte seines Lehrmeisters. Mehr richtige Aussagen als Sinistro gedacht hätte? Er nahm diesen Satz als Lob entgegen, ob er aber auch so gemeint war, dass wusste der Magielehrling nicht.
Als Sinistro dann die Ausführung Hirnis damit ergänzte, dass man durch das Licht auch gezielt Schatten werfen konnte, nickte dieser verstehend.
"Stand das wirklich in den Büchern? Oder hab ich an der Stelle geschlafen?" schoss es den jungen Mann durch den Kopf.
In den Räumlichkeiten Sinistros, anscheinend ein neues Labor, angekommen demonstrierte der Grünäugige dann jene Kunst mit den Lichtkugeln und spielte damit herum, wie ein Kind mit seinem neuen Spielzeug. Es schien fast so, als würde Sinistro dieses elementare Schauspiel so sehr faszinieren, dass er gar nicht aufhören konnte, darüber zu philosohpieren und zu erklären. Schmunzelnd, aber gleichzeitig auch hellwach und aufpassend, beobachtete Hirni seinen Mentor. In gewisser Weise konnte Hirni diesen ja sogar verstehen, es war wirklich ein faszinierendes Schauspiel. Es glich fast dem Anblick, den der Schwarzhaarige schon damals in der Höhle des Alchimisten gesehen hatte, als Tinquilius Lichtkugel zerplatzte wie eine überreife Wassermelone, wenn sie auf einen harten Stein fiel.

Als Sinistro mit der Demonstration seiner Künste fertig war, wandte er sich dann wieder an Hirni.
„Oh, entschuldige Hirni, ich glaube, ich habe ein wenig übertrieben, doch war es mir wirklich wichtig, dass du begreifst, worum es mir geht. Danke übrigens für die Hilfe, ich habe auch eine kleine Belohnung für dich.“
waren seine Worte, als er in einer der Taschen seines Schwarzmagierumhangs griff um einen kleinen, mit feinen Linien verzierten, Stein heraus zuholen. Er übergab ihn Hirni. Dieser betrachtete den Stein, seine erste Rune, mit großen Augen. Es war zwar erst eine Rune, aber es war seine Rune. Der erste Schritt, wenn es auch ein winziger war, zur Kunst der Magie war damit geschafft. OK, es war mehr als nur ein winziger. Mit dieser Rune hatte er schonmal einen Fuss vorgesetzt, wenn er sie jetzt richtig anwenden würde, dann würde auch der andere Fuss nachziehen, und somit wäre der erste kleine Schritt vollzogen.
"Weisst du, wo die Übungsräume sind?" riss Sinistro dann den in Gedanken versunkenen Hirni.
"Naja, indirekt. Bisher wurde ich immer, wie soll ich sagen, zu ihnen hingezogen. Den Weg merken konnte ich mir jedoch nicht wirklich."
Sinistro zog die Augenbraue hoch, als er vernahm, dass Hirni zu den Räumen gezogen wurde. Was er wohl über diese Aussage dachte? Hirni konnte es nur raten...

Sinistro
04.05.2005, 19:25
„Aha, hingezogen also, ich will gar nicht mehr wissen, das ist deine Sache und trotzdem sollte dich eher die Magie und ihr erlernen zu den Übungsräumen ziehen als irgendwelche anderen, obskuren Gründe. Na dann folge mir doch noch einmal und ich zeige dir die Übungsräume sowie den Weg dahin- ich werde auch extra langsam gehen, damit du dir den weg merken kannst“, warf Sinistro noch mit einem Lächeln hinterher und die beiden verließen nun das Labor und nach wenigen Minuten des Wanderns durch die dunklen Gänge des Kastells, nach Minuten, in denen der Grünäugige Hirni Bilder zeigte, die man als Orientierungshilfe nutzen konnte, erreichten die beiden Männer nun die Übungsräume und scheinbar hatte sich der Schwarzhaarige den Weg tatsächlich gemerkt.

„Nun, das ist also ein Übungsraum, du scheinst sie ja schon zu kennen, wenn auch nicht genau zu wissen, wo man sie finden kann. Hier kannst du üben, den Lichtzauber zu wirken, hier kannst du beginnen, die Grundlagen der Magie zu praktizieren und- nun ja“, Sinistro räusperte sich bei diesem Satz, “vielleicht auch ein wenig Spaß daran finden. Ich werde dich nun verlassen, aber übe mir nicht zu lange, denn in der Bibliothek warten bereits die Bücher über die Schattenflamme auf dich. Du findest sie auf deinem Platz und der Schattenflammenwurf ist nicht so leicht zu erlernen, wie diese Lichterschaffung. Ich denke, morgen werde ich dir dazu noch ein paar Fragen stellen und dann solltest du morgen auch beginnen können, die Schattenflamme zu erlernen, den das Zielen fällt zu beginn sehr schwer.“
Sinistro hinterließ nun einen Übungsraum, gefüllt mit Verwunderung, einer Prise Magie lag ebenso in der Luft wie der süße Duft der Verwirrung aus Hirnis Blick.

Farin
04.05.2005, 20:35
Farin hatte, wie nicht anders erwartet, die ganze Nacht durchgelesen. Langsam war dann aber doch eine gewisse Müdigkeit zu spüren. Außerdem waren ab und zu die Buchstaben vor seinen Augen verschwommen. Dann hatte er eine kleine Pause eingelegt, und war an eines der Fenster gegangen. Zum Glück war niemand anderes in der Bibliothek gewesen, und auch kein anderes Fenster war offen gewesen. Denn sonst hätte es wahrscheinlich ein kleines Problem gegeben. Denn der Luftzug hätte alle seine Bücher durcheinander gebracht. Aber dies war ja nicht der Fall gewesen.
Danach war er dann immer wieder zu seinem Platz zurückgekehrt und hatte weiter gelesen. Mittlerweile hatte er relativ viel gelesen. Er wusste nun, wie die Beschwörung ungefähr laufen sollte.
Zuerst musste er, wie bei allen anderen erst einmal die Rune haben. Diese würde er dann ja wohl von Don bekommen. Danach, wie bei der Beschwörung der untoten Blutfliege, erst einmal auf die Beschwörung konzentrieren, und seine magische Energie konzentrieren. Dann sollte man sich vorstellen, wie der Untote auszusehen hatte. Dazu hatte er sich eine Skizze angesehen. Und schließlich die Energie in die Rune leiten. Danach sollte man rein theoretisch einen Zombie vor sich stehen haben.
Diesen musste man dann Befehle erteilen. Es war schon schwieriger ihn unter Kontrolle zu bringen, da er einen etwas ausgeprägteren eigenen Willen hatte, als die Blutfliege. Zum Glück war ein Untoter ziemlich langsam, sodass man immer noch genug Zeit hatte zu reagieren. Aber so weit wollte Farin es ja nicht kommen lassen. Er wollte ihn von Anfang an unter Kontrolle halten. Zumindest wollte er das, ob er das in der Praxis umsetzten konnte?
Und so wie Farin das gelesen hatte, gab es da noch wesentlich aktivere Wesen, die man Beschwören konnte.
Er las noch hier und da in ein Buch, bekam dadurch aber keine wesentlichen neuen Erkenntnisse.

Don-Esteban
04.05.2005, 20:52
Zu weiteren Büchern kam Farin nicht mehr, denn urplötzlich ragte neben ihm die Gestalt des Hohepriesters auf. Die Robe mit ihren Auswüchsen, dem breiten Gürtel, dem Umhang und all dem vielen Stoff verbarg die Tatsache, daß der Hohepriester ein nur mittelgroßer und ziemlich dünner Mensch war, nahezu hervorragend. Wahrscheinlich kam nie jamnd auf die Idee, wie der Magier in ,sagen wir, normaler Kleidung eines Landarbeiters aussehen würde. Die robe und sein Träger gehörten zusammen, so als ob sie seine Haut wäre, eine Ausdrucksweise, eine Art von Gestik und Mimik. Die Robe war das Symbol seiner Macht.
»Nun, Farin«, kam er sogleich ohne Umschweife zum Kernpunkt des heutigen Abends, »erzähle mir, was du über Untote in Erfahrung hast bringen können. Denn nur, wenn dein wissen darüber groß genug ist, wirst du mit der rune in der Hand auch selbst staunend erleben, wie sich, deinen Befehlen gehorchend, das aus der Erde schält, was tot ist und doch nicht tot, was zerfallen ist, und doch nicht zerfallen, was uns Beliar überläßt aus seinem Reiche.«

Farin
04.05.2005, 21:09
Farin war überrascht gewesen, als der Hohepriester plötzlich hinter ihm stand. Aber daran hatte er sich schon während seiner ersten Lehre bei eben diesem Lehrmeister gewohnt.
"Nun für die Beschwörung eines Untoten. Man muss sich konzentrieren, und zwar auf die bevorstehende Beschwörung. Auf was sonst. Man sollte darauf achten, nicht all zu sehr abgelenkt zu werden. Später wenn man geübter ist, dann kann man auch dass, aber in der Anfangsphase wie gesagt Ablenkung vermeiden. Dann muss man seine magische Energie konzentrieren. Außerdem muss man sich dann noch auf das zu Beschwörende konzentrieren. Dabei auch darauf, wie es aussieht, also wie der Untote aussieht.
Wenn man meint genug magische Energie gesammelt zu haben, oder konzentriert zu haben, dann kann man diese in die Rune leiten. Allerdings braucht man wesentlich mehr Energie als bei der Beschwörung des Untoten, da dieser auch größer ist als die Blutfliege. Wenn dann alles geklappt hat, dann steht ein Untoter aus dem Reich Beliars vor einem. Diesem kann man, oder muss man dann sogar Befehle erteilen. Der Untote hat schon ein gewissen eigenen Willen. Zumindest mehr als die Blutfliege. Deshalb sollte man ihn immer unter Kontrolle haben. Was man aber so oder so bei seinen beschworenen Kreaturen haben sollte."
Das war es, was er wusste. Oder hatte er etwas vergessen? Nein er hoffte nicht. Oder hatte er gar etwas erfunden? Man wusste ja nie. Vielleicht hatten ihm seine Augen einen Streich gespielt, und im Buch hatte etwas ganz anderes gestanden, als er gelesen hatte. Er wollte es nicht hoffen.

meditate
04.05.2005, 21:35
das einzige, womit man den kater ködern konnte war fressen und süße milch, am besten sahne.

meditate hatte an dem abend, an dem sie dem dämonen das dicke rotgestreifte ding abgenommen hatte, eine neue aufgabe gefunden. der kater hatte sich anfangs heftig gesträubt gegen die zärtliche aufmerksamkeit der hüterin und war zuallererst unter dem bett mit den traumvorhängen verschwunden.

trotz aller tricks ignorierte er alle bemühungen von meditate, eine freundschaft aufzubauen. er verschmähte fleisch und zärtliche worte und er fauchte, wenn meditate den kopf unters bett steckte.

mitten in der nacht aber war das dem dicken kater wohl doch zu bunt geworden und er hatte sich anders entsonnen. als medi schlief, wälzte er sich unter dem bett hervor, sprang auf die weiche bettdecke und rollte sich genau dort zusammen, wo er es am gemütlichsten fand, in den kniekehlen der hüterin, die auf der seite zu schlafen pflegte.

als medi das schwergewicht auf der bettdecke spürte, wurde sie jäh aus dem schlaf gerissen und setzte sich steil aufrecht. das ergebnis war, dass der kater die vorhänge hochging, die das gewicht des dicken knuffels natürlich nicht aushielten. mit einem lauten *ratsch* zerrissen die filigranen gebilde und der kater versuchte in seiner panik auf den himmel des himmelbetts zu entkommen. der war natürlich genauso zart gebaut und gab unter der last des schwergewichts nach. medi wurde von himmel und kater begraben, sie kreischte, der kater fauchte und die herbeigeeilten dämonen wollten ihn grillen, was meditate im letzten moment verhinderte.

"das ist ein dummes tier, der weiß es nicht besser. lasst ihn in ruhe."

diese offensichtliche gunstbezeugung verstand der kater merkwürdigerweise, auf jeden fall rückte er der hüterin ein wenig näher und barg sich in ihren schutz. die großen flattermänner jagten ihm offensichtlich respekt ein. das war keine beute und kein mensch. und was weder beute noch mensch war, war entweder was böses oder was totes. das hier roch nach tot und böse, also nahm man sich lieber in acht.

die nächsten tage freundeten sich die beiden an. der kater erhielt gehacktes fleisch und sahne, die hüterin streichelte sein weiches fell und versuchte ihn zu erziehen. als erstes sollte er zum beispiel nicht in die ecke pinkeln sondern in eine schale voll sand, die die dämonen ihr brachten. der dicke liebte das gar nicht und sträubte sich durch unterlassen und demonstratives daneben-pissen.

einen kleinen knacks bekam ihre freundschaft, als der kater anfing spinnen zu jagen. das war an sich ja nicht schlecht, denn medi hasste spinnen. allerdings hasste sie noch mehr, dass der dicke ihr die immer anbrachte und von ihr bewundert und gelobt werden wollte. er hielt dann im maul ein halbzermatschtes ding, das mit den beinen um sich wand und schaffte es sogar, mit seiner beute auf das bett der hüterin zu springen.

"also das tier ist intelligent und dickköpfig, aber das mit den spinnen muss ich ihm abgewöhnen. nur wie? ich sollte mal den früheren besitzer fragen. der ist doch sicher noch hier?"

die dämonen bejahten und meditate machte sich auf, den sumpfler aufzusuchen.

Aylah
04.05.2005, 21:42
Eine Flamme alleine aus Willenskraft und dem Gefühl entstehen lassen? Irgendwie war dies für Aylah ein wenig seltsam. Aber bevor ihr Pessimismus zuschlug, gab sie dieser Lehre eine Chance. Sie streckte vorsichtig ihre Hand aus und stellte sich vor, wie daraus eine Flamme entstand. Wie ganz langsam eine Flamme aus ihrer Hand schlug und Licht und Wärme spendete. Die Schwarzmagierin fragte sich nebenbei, ob dies nicht ihre Hand verbrannte.

Nein, so wurde das nichts. Sie sollte aufhören, solche Gedanken aufkommen zu lassen. Nur wie sollte sie das am Besten bewerkstelligen? Ein wenig verwirrt sah sie zu Mäxchen auf, welcher ihr riet, es einfach weiter zu probieren.

Na gut, also weiter versuchen. Sie betrachtete einen weiteren Moment ihre Handfläche, warf ihr einen schiefen Blick zu und erinnerte sich an die Worte des Schwarzmagiers. Dann schloss Aylah die Augen und konzentrierte sich vollkommen auf ihre Aufgabe.
Fühle den Strom, erinnerte sie sich. Spüre die Flamme, spüre ihre Wärme ...
Vor ihrem inneren Auge entstand das Bild der Flamme auf ihrer Hand. Wie ihr flackerndes Licht tanzende Schatten an die Wand warf. Wie sie wärmte. Die Schwarzmagierin versuchte eins mit der Flamme zu werden ...

Plötzlich hörte sie ein leises Zischen. Aylah öffnete schnell die Augen und sah, wie ein kleines flackerndes Etwas aus ihrer Handfläche in die Höhe kletterte. So klein das Entstehende war, irgendwie fühlte sie, wie diese kleine Flamme, kaum größer als die einer Kerze, von etwas viel mächtigerem gespeist wurde; von etwas, das nur darauf wartete, von ihr benutzt zu werden. Das Gefühl dessen überwältigte sie und sie wusste nicht, wie lange sie die mittlerweile wachsende Flamme noch halten konnte.

Und plötzlich, unvermittelt, als hätte er ihre Gedanken gelesen, brach der Strom ab, und die Flamme verschwand. Aylah schwankte leicht, so als wäre ihr ein wenig übel. Als sie sich endlich wieder gefangen hatte, aber dennoch zu benommen zum Reden war, schaute sie Mäxchen erwartungsvoll an.

Hirni
04.05.2005, 21:45
Verblüfft stand Hirni im Übungsraum. Morgen sollte er schon die Schattenflammentheorie können? Sinistro verlangte da ziemlich viel. Sagte er nicht selber gerade, dass dieser Zauber nicht so einfach zu wirken wäre? Warum also dann nur einen Tag Theorie? Das war ein hartes Stück Arbeit, nicht zuletzt deshalb, weil Hirni wahrscheinlich eh wieder einschlafen würde.
"OK, ich werde ein-zweimal das Licht beschwören, kann ja nich so schwer sein, und mich dann sofort in Sachen Schattenflamme weiterbilden." entschied er. Oder hatte er den Magier da falsch verstanden? Dass er morgen nachfragen würde, wie es um die Beschwörung mit dem Licht stand? Und ihm danach die Freigabe zur Theorie der Schattenflamme geben würde? Hirni war vollends verwirrt. "Wird sich zeigen." dachte er, und zuckte mit den Achseln.
Der Schwarzmagier stellte sich also in die Mitte des Raumes, hielt die Rune fest in der rechten Hand und stellte sich nur eine Frage:
"Und jetzt?" Kurze Zeit des Wartens, des regen nachdenkens. Wie war das noch? Was stand in den Büchern? Totale Konzentration auf die Rune? Keine anderen Dinge an sich ranlassen? Jegliche Art der Äusseren Einflüsse von sich abschotten, nur auf die Rune und ihre Wirkung konzentrieren?
Hirni versuchte es, ging mit seinen Fingern über die feinen Verzierungen, versuchte die Magie der Rune zu "erfühlen", sie zu verstehen, sich vollends auf sie zu konzentrieren um danach die Wirkung sehen zu können.
Versuchend mit der Rune eins zu werden, schloss er langsam die Augen, formte sich vor seinem geistigen Augen eine strahlende, silbrige Kugel und lenkte alle seine Konzentration und Gedanken auf die Rune. Lange Zeit stand er da, jedoch ohne Wirkung. Nichts geschah.
"Ruhig bleiben, Junge. Du schaffst das. Es ist das erste Mal, dass du versuchst Magie zu wirken, kann also etwas dauern." Sich innerlich beruhigend, konzentrierte er sich wieder vollends auf die Rune, auf ihre Verzierung, formte vor seinem geistigen Auge eine Lichtkugel.
Dann, langsam, wurde er, trotz der geschlossenen Augen, geblendet. Es war ihm, als würde er mit geschlossenen Augen in die Sonne schauen. Es war alles hell, trotz der eigentlichen Dunkelheit. Langsam, blinzelnd öffnete er die Augen. Ein Lächeln breitete sich auf dem sonst so ernsten Gesicht aus.
"Ich habs ge..." Da platzte die Kugel, gab all ihr Licht auf, zerfiel in mehrere Teile, die flackernd zu Boden gingen.
"...schafft die Beschwörrung zu versauen..." vollendete er den Satz. Sofort verschwand das Lächeln, der ernst war wieder auf dem Gesicht zu sehen.
"Nochmal." dachte er sich, wollte nicht aufgeben. Noch heute würde er es schaffen, eine Lichtkugel zu beschwörren die länger hielt als nur 4 Sekunden.
das gleiche Spiel, die Augen geschlossen, mit der Hand die Runenverzierungen spürend, ihre Magie in sich aufnehmend, formte er vor dem geistigen Auge eine Lichtkugel. "Diesesmal größer, vielleicht war die andere zu klein?" dachte er sich. Wieder wurde er, trotz geschlossener Augen, geblendet. Er öffnete die Augen. Die Lichtkugel war groß, prall, und blendete ihn wie es sonst nur die Sonne tat.
"Sie hält. Ja, sie hält." freute er sich. Jedoch zu früh. Dieser Kugel ereilte das gleiche Schicksal wie ihr Vorgänger.
"Scheisse." rief er. "Warum gibst du mir wenigstens nicht eine Chance?" Wenn man ihn so hören und sehen würde, man würde den SChwarzmagier volends für durchgedreht halten.
An seinen magischen Fähigkeiten zweifelnd versuchte er es erneut. Das gleiche Spiel begann. Totale Konzentration. "Diesesmal Klein. Eine kleine, feine, aber leuchtende Kugel, die es schafft, Licht und Schatten zu erschaffen." Vor seinem geistigen Auge erschuf er eine kleine leuchtende Kugel, die ungefähr die Größe einer Babyfaust besass. Diesesmal wurde er nicht so stark geblendet.
"Bitte, Bitte. Halte durch du kleine Kugel." dachte er, konzentrierte sich weiter, öffnete seine Augen und sah zufrieden, wie die kleine Kugel vor ihm schwebte und leuchtete. Sie warf seinen Schatten an die Wand, besass dieses silbrige Licht, und hatte, trotz ihrer eher spärlichen Größe, dennoch eine befriedigende Wirkung erzielt.
"Endlich." sprach Hirni leise vor sich hin. Seine erste richtige Lichtkugel, die nicht zerplatzte wie eine Seifenblase. Zufrieden betrachtete er sein Werk.
"Fange klein an, um dir dann immer größere Ziele zu setzen." belehrte Hirni sich selber...
Der erste, komplette, wenn auch kleine, Schritt war getan. Doch zum richtig guten Schwarzmagier würde noch ein weiter Weg vor ihm stehen. Ein steiniger, langer Weg...

Don-Esteban
04.05.2005, 22:07
»Jaja, das ist ja alles gut und schön«, resümierte der Lehrmeister, nachdem Farin geendet hatte. »Aber vergiss nicht, daß du nur auf Grund Beliars Willen in der Lage bist, etwas aus seinem Reich zu dir zu rufen. Diese Tatsache wird auch daraus ersichtlich, daß es keinem anderen Magier außer uns Schwarzmagiern gelingt, vergangene Kreaturen zu beschwören. Dies wird uns nur ermöglicht dadurch, daß wir unsere Macht von Beliar selbst beziehen. Nur ein wahrer Anhänger Beliars, dessen Glauben über jeden Zweifel erhaben ist, wird also in der Lage sein, die Kreatur, die er beschwört, auch zu befehligen, so daß sie sich nicht als Rache und Bestrafung durch Beliar selbst ihm zuwider wende.«
Er machte eine kurze Pause, während derer er an seiner Robe nestelte und einen Runenstein hervor zog.
»Hier also nun deine Rune, mit der du in der Lage sein solltest, deinem Wissen so weit nachzuhelfen, daß es in die Realität übergleitet. Übungen führst du wie immer in den dafür vorgesehenen Übungsräumen durch. Ich möchte jedenfalls nicht während ich im Innenhof sitze und meinen Gedanken über den Ursprung der Magie nachsinne, von einem vorbeiwankenden Zombie gestört werden, der womöglich noch über den Rasen latscht und ihn vollsabbert.
Ach und da du sicher mit dem bloßen Beschwören eines Untoten nicht ausgelastet sein wirst, wirst du auch weiterhin lesen dürfen. Und zwar Werke zur Natur von Skeletten. sie sind zwar nicht viel schwieriger zu beschwören, jedoch völlig anders zu kontrollieren und ihre Einsatzzwecke sind auch andere. Skelette sind vor allem für den Kampf da, Zombies für die profaneren Dinge.«

Veilyn Odeseron
04.05.2005, 22:12
Die letzten Tage hatte der Sumpfler größtenteils im Bett verbracht und wenn er aufgewacht war, dann nur, um etwas zu trinken und etwas zu essen, damit er bei dem ganzen Gekotze nicht dehydrierte oder verhungerte.
Dabei hatte er jedoch stets darauf geachtet, dem Typem aus Hamel keinen Blick zu schenken, da er, der Sumpfler, sich dabei unweigerlich, selbst wenn ihm eigentlich gar nicht übel war, übergeben musste. Das schien bei ihm zu eine Art Reflex geworden zu sein. Das erste Mal hatte er dies bemerkt, gleich nachdem der Irre ihn wieder eingefangen hatte, denn kaum, dass Veilyn sich dem Essen hatte zuwenden wollen, hatte er auch seinen Wärter gesehen und sich in Folge dessen übergeben müssen. Damals war sich der niedere Baal aber noch ziemlich unsicher gewesen, da ihm ja auch so noch ziemlich übel gewesen war. Als er allerdings einmal um eine Möglichkeit, seine Blase zu leeren, hatte beten wollen und dabei wieder den irren Wärter gesehen hatte, war es wieder geschehen.
Zum Glück musste der Typ aber genauso wie Veilyn auch auf Toilette und hatte nicht vor, dies vor dem Sumpfler zu erledigen. Gerade war es wieder so weit und der Kerl hatte tatsächlich vergessen, die Tür abzuschließen.
Auf Zehenspitzen schlich sich Veilyn schnell herüber zu der Pforte zur Freiheit und öffnete sie ein Stück. Links im Gang war niemand zu sehen und rechts auch nicht. Auch kein Rosenverkäufer, wobei der jetzt vielleicht sogar ganz nützlich wäre.
Und schon tippelte Veilyn weiter. Hoffentlich fand er bald etwas wo er sich das eingetrocknete Erbrochene aus dem Gesicht wischen konnte.

meditate
04.05.2005, 22:22
die hüterin hatte die treppe grad verlassen und warf ihren täglichen prüfenden blick zu vabun. konnte ja sein, dass er endlich wieder zu fleisch wurde?

den gang entlang wankte eine betrunken wirkende gestalt. das hemd, in das der typ gekleidet war, hing ihm dreckig und schlottrig um die mageren knochen. unten guckten zwei erschreckend dreckige füße hervor, das haar stand wirr, strähnig und ungepflegt vom kopf, der typ kratzte sich ungeniert am gemächte herum oder da, wo es bei einem normalen mann sein sollte und jetzt ... na klar ... er rülpste laut und offensichtlich zufrieden vor sich hin.

"wer passt hier auf seinen zombie nicht auf? he, lehrlinge!"

das konnte doch nicht wahr sein. meditate hielt sich zur sicherheit die nase zu, denn jungmagier und schüler beherrschten die kunst noch nicht, ihre zombies nicht stinken zu lassen.

hoffentlich kam der, der das ding beschworen hatte, bald.

Farin
04.05.2005, 22:35
Jetzt hatte er endlich den Runenstein in seinen Händen. Und er durfte auch gleich loslegen. Naja nicht sofort, aber wenn er nachher im Übungsraum stehen würde.
"Gut ich werde mir die Bücher dann jetzt holen", meinte er und verschwand zwischen den Bücherregalen. Nun sollte er also Skelette beschwören. Farin hatte Dons Aussage, das Untote nur für profanere Dinge gut sind erst beim zweiten mal drüber nachdenken verstanden. Zuerst hatte er sich gefragt, warum dies so sei. Aber dann war ihm eingefallen, dass diese ja viel langsamer waren als z.B. Skelette.
Als er mit seinen Büchern wieder zum Vorschein kam stellte er erstaunt fest, dass sein Tisch leer war. Wie war das gekommen? Ihm sollte es recht sein. So musste er das wenigstens nicht machen.
Nachdem er allerdings die Bücher rausgesucht hatte, was ja auch soo schwer war in dieser Bibliothek, wollte er doch erst einmal den über die letzen Tage gelernten Zauber anwenden.
Deshalb ging er in einen der Übungsräume. Sein Schwert hatte er dabei, sodass er sich, sollte er die Kontrolle über den Zombie doch verlieren, nicht das er es glaubte, trotzdem verteidigen konnte.
Er stellte sich in die Mitte des Raumes und fing an sich zu konzentrieren. Die Finger um die Rune in seiner rechten Hand waren schweißig, und er war etwas aufgeregt. Doch er konzentrierte sich so gut er konnte. Er sammelte so viel Energie, wie er für nötig hielt, und stellte sich den Untoten vor.
Dann, die Augen immer noch geschlossen, ließ er die Energie in die Rune. Und als er die Augen öffnete sah er grade noch wie der Untote in den letzten Zügen entstand. Die Haut entstand gerade über den Muskeln, und schon bewegte er sich. Farin hatte den Befehl komplett außer Acht gelassen. So ein Mist. Aber nachher sollte das auch noch gehen. Er konzentrierte sich auf die Verbindung zwischen ihm und dem Untoten. Sie bestand, aber Farin konnte sich nicht beschreiben. Sie war einfach nur da. Und Farin befahl den Untoten dann zur Tür zu gehen. Und der Untote machte nichts. Dann machte er es noch einmal, aber dabei zerfiel der Untote aus einem für Farin unerklärlichen Grund zu Staub.
Dann fing er von neuem an. Zuerst machte der Untote wieder nichts. Doch Farin wiederholte den Befehl noch einmal. Diesmal etwas ausdrucksstärker als zuvor bei der Beschwörung selbst. Und siehe da der Untote drehte auf der Stelle, und ging so schnell es seine Beine zuließen zur Tür. Farin wollte ihn eigentlich noch einmal zurückholen, aber er zerfiel schon zu Staub. Dieser Untote hatte zwar, wie ihm aufgefallen war nicht so ausgesehen, wie die Skizze, die er gesehen hatte, aber vielleicht war das ja nicht so schlimm. Doch dann dachte er an Don, und seinen hang zu penibler Genauigkeit, die Farin immer bei ihm merkte, und sah ein, dass der Untote wohl doch so aussehen sollte wie auf der Skizze. Zumindest wenn möglich. Und so machte er weiter mit seinen praktischen Übungen.

Ardescion
04.05.2005, 22:43
Ardescion musste mal auf die Toilette, er wusste zwar nicht, wo diese waren, geschweige denn, was ihn auf den Gedanken „Klo aufsuchen“ gebracht hatte, doch ergab er sich diesem und marschierte aus dem Zimmer. Kurz davor bat er noch einen Dämon ihm doch kurz das Zimmer zu öffnen und möglichst bald wieder abzuschließen. Der Schwarzmagier hoffte, dass der Dämon verstand, was er damit meinte, wenn er sagte „möglichst bald“.
Jedenfalls trat Ardescion aus dem Zimmer und wandte sich nach links. Nun gut ein kleiner Spaziergang durch die Kastellgänge war auch eine willkommene Abwechslung gegenüber einem kotzenden Sumplfer, der wahrscheinlich an Entziehungserscheinungen litt. Vielleicht sollte er doch auf dem Rückweg von der Toilette, deren Hinweg er nicht einmal kannte, mal bei einem Heiler vorbeischauen. Vielleicht fand er aber auch einen Sumpfkrautstängel irgendwo auf dem Boden rumliegen. Welche von beiden Möglichkeiten wahrscheinlicher war, wusste er nicht, denn erstens kannte er den Weg zu den Toiletten nicht, und ohne Hinweg gab es auch keinen Rückweg, und zweitens lagen im Kastell keine Sumpfkrautstängel.
Nach einiger Zeit stand der von seinem Gedankengängen erwirrte Schwarzmagier vor einer Tür, auf der groß das Wort „Lotus“ stand. Wahnsinn, dachte er nur, es gab ein Klo, warum hab ich das vorher nicht bemerkt.
Nach einiger Zeit kam der Schwarzmagier wieder zufrieden aus der Toilette hinaus. Das war auf die Dauer doch mal nötig gewesen, fast 5 Monate ohne Klo, waren doch ziemlich hart. Und dann beschwerte sich auch dieser Sumpfler noch, dass er mal ein Klo bräuchte….
Ardescion kam gerade in der Eingangshalle an, als er sich einer leicht ob eines frei rumlaufenden Zombies gereizten Hüterin gegenüber sah. Er warf kurz einen Blick auf den vermeidlichen Zombie und erschrak daraufhin so sehr, dass ihn fast die Augen aus dem Schädel rollten.
„Verzeiht, verehrte Hüterin, doch dies ist kein Zombie, auch wenn es so aussehen mag. Dieses Wesen ist ein aufsässiger an Entzugserscheinungen leidender Sumpfler, der einfach nichts von Körperpflege versteht. Ich werde mich sofort dieses entlaufenen Versuchskaninchen annehmen!“

Nafolux
04.05.2005, 22:53
Nachdem Nafolux gegessen hatte ging er erneut in den Übungsraum, um einen weiteren Zombie zu beschwören. Er hatte noch immer keine bessere Laune, da er den Abend gestern nicht vergessen konnte. Er war noch nie so erfolglos gewesen. Er wollte immer mehr Macht um mal besser zu werden als nur ein migriger Mensch, der vielen Bedürfnissen unterlegen war. Er hatte Menschen hassen gelernt und damit auch sich selbst. Es gab keinen den er mehr hasste.
Mit all seiner Kraft versuchte er den Zombie herbeizurufen, doch der Spruch scheiterte im letzten Augenblick und die Mühe war umsonst. Müde, gestresst und genervt fing Nafolux an wie ein bessener zu Trainieren. Er brauchte bis jetzt mindestens zwei Anläufe, bis er einen Zombie tatsächlich in diese Welt brachte. Dies sollte sich ändern, denn er hatte sicherlich sonst keine Zeit für weitere Versuche. Dementsprechend versuchte er es wie beim Bogenschießen. Konzentriert mit der Magie eins werdend und dann mit all der geistigen Kraft umsetzen, was man sich gerade vorgenommen hatte. Es klappte. Der Zombie kam schon mit dem ersten Versuch.
Doch nun war er zu erschöpft um noch weiter zu machen. Mit einem erschöpften Blick und einer stolzen Körperhaltung ging er in das Refektorium. Er wollte noch ein wenig über das nachdenken, was Sinistro ihn so oft sagte. Er musste an Beliar glauben, doch konnte er noch glauben? Er hatte etwas ändern wollen. Er hatte etwas Gutes tun wollen, doch schon immer wurde ihn soetwas verwehrt. Nun hatte er sich einem "bösen" Gott angeschlossen. Dem Bruder von dem Gott, der ihn erst abgelehnt hatte. Konnte man diesen Gott ohne Bedenken sein Leben geben, oder hatte er schon lange keine Wahl mehr. Konnte er jetzt einfach aufstehen und sagen, das er zu Innos überläufen würde? Nafolux plagten diese Fragen. Er wollte weder abhänig, noch bemitleidet werden. Er wollte selbst allein und wenn möglich ohne Hilfe zeigen, dass er zu etwas großem geboren wurde. Dass er irgendwann das Mächtigste aller Wesen sein konnte. In den wildesten Träumen wollte er sogar ein Gott sein.
Von den alten Erinnnerungen wieder etwas motiviert, setzte er seine Maske wieder auf. Der Maske, der man weder Erschöpfung noch irgendetwas anderes ansah.
Nachdem er gegessen hatte ging er durch die leeren Gänge zu seinem Zimmer. Dort setzte er sich auf sein Bett und begutachtete die Rune. Zu müde um weiter nachzudenken legte er sich hin und machte die Augen zu. Seine Kopfschmerzen hielten ihn noch eine ganze Weile wach.

meditate
04.05.2005, 22:55
"das ist ein mensch? denkst du wirklich?" die hüterin schüttelte den kopf. wenn das ein sumpfler war, dann war das sicher dieser ehemalige katerbesitzer, der möglicherweise ob seines verlustes den verstand verloren hatte. immerhin konnte die hüterin ihn verstehen. sumpfler haben niemals frauen, also halten sie sich tiere als gefährten. und nun war auch klar, warum der kater so dick war. der hatte einfach zu viel liebe einstecken müssen.

sie ging vorsichtig näher. berühren wollte sie den sumpfler sicher nicht, aber man sollte ihn doch irgendwie in die waschräume schaffen. aber wie, wenn man ihn nicht anfassen konnte.

die hüterin beorderte also wieder die allgegenwärtigen dämonen und ließ sie den armen kerl packen.

"bringt ihn ins thermalbad. der braucht innen und außen jede menge wasser."

die großen flattermänner packten den sumpfler links und rechts und schleiften den sich heftig wehrenden gen kellertür, genau den gang wieder zurück.

"alles wird gut. keine angst, ich bin heilerin. ich erbarme mich auch der jämmerlichsten kreatur. das kriegen wir wieder hin. ich hab auch schon die trunksucht kuriert und der sumpfkrautentzug ist damit gar nicht zu vergleichen."

meditate schüttelte den kopf wegen der spitzen schreie, die der sumpfler ausstieß.

"ich will dir doch nur helfen."

Mäxchen
04.05.2005, 23:10
"... Grandios? Ja, ich habe es gesehen, deine Augen verrieten es mir, du warst überrascht, nicht wahr? Doch doch, ich habe es gesehen, in deinen Augen, dieser kurze Moment, indem du Stolz auf dich warst, du alleine hast es geschafft, Magie zu bändigen, zu formen, und zu kontrollieren, mit Bravour, versteht sich. Meinen Respekt. Aber verweilen wir nicht länger bei diesen Spielereien, ich möchte dir etwas zeigen, was mächtiger ist, als eine kleine Flamme, beschworen aus winzigen Manafünkchen. Oh verzeih, sicherlich überrumpel ich dich jetzt, soll ich damit noch ein wenig warten? Es ist schon spät, und sicherlich möchtest du über die gelungene Zauberey eine Nacht verweilen? Sag mir Bescheid, wenn du eine Pause einlegen willst, sag aber auch, wenn du voller Ehrgeiz sprühst, und die nächsten Stufen erforschen möchtest."
Aylah war kaum zu bändigen, in seiner Schülerin sprudelte der Tatendrang, anscheinend würde sie in dieser Nacht keine Ruhe finden, beschlich ihr Gemüt nicht noch ein Erfolg von diesem Ausmasse.
"Klar, natürlich, machen wir also weiter. Ich weiß zwar nicht, ob du deine inneren Magiequellen schon so beherrscht, dass du dich der Schattenflamme widmen kannst, aber außer, dass du ein paar Jahrtausende alte Bücher, und deinen Lehrmeister verbrennst, kann ja nichts schiefgehen, also, setzen wir fort. Die Schattenflamme- Waffe, und Frieden zugleich. Ähnlich eines Lichtzaubes läuft das ganze ab. Filter das schwarze Mana, und forme in deinem Geiste einen Pfeil aus der dunklen Kraft. Schnell wirst du merken, dass es im Grunde auf das gleiche Prinzip des Lichtzaubers hinausläuft. Im Grunde. Denn die Schattenflamme ist viel gefährlicher. Mit den richtigen Befehlen, die du im übrigen auch durch Willenskraft ausübst, schickst du die Waffe los, ihr Ziel zu finden. Anfangs werden es bei dir wohl nur kleine, dornengroße Pfeile sein, doch im Laufe der Zeit wirst du eine effektives Geschoss damit beherrschen können, mit welchem du dir sicherlich das ein oder andere Mal deiner Haut erwehren wirst. Nun gut, ein paar Details muss ich dir dennoch eröffnen. Da die Schattenflamme selbst nur aus Magie besteht, ist sie fast wirkungslos gegen Dinge vom weltlichen Belang. Einen Bolzen wirst du damit, sofern du das nötige Talent besitzt, von seiner Flugbahn abbringen können, nie aber zerbrechen, ein Schwert wirst du so stark erhitzen können, dass es aus der Hand des Trägers fällt, vielleicht wird es sogar in sich zusammenschmelzen, nie wirst du damit aber den Stahl zum bersten bringen. Allerdings, gegen Kreaturen die selbst nur aus Magie bestehen, zeigt die Schattenflamme die fatalsten Ergebnisse. Der Zauber scheint sich förmlich in beschworenes Fleisch hineinzufressen, zerstört langwierig erschaffene Zauberey in nur wenigen Sekunden. Es scheint, als wäre es eine Angelegenheit des Glaubens, welche den Pfeil eine solche Macht verleiht. Besonders die Diener des Lichtes, also die Priester Innos, hegen gegen diese Waffe einen tiefen Gräuel, und beherbergen große Furcht davor, denn man assoziert mit der Schattenflamme die Ketzerei, die die Grundpfeiler der Kirche um diese Ideologie zerfrisst, und ist Irrglaube und Zweifel nicht die gefährlichste Waffe, Aylah?"
Der Lehrmeister hatte die Arme hinter seinen Rücken verschrenkt, ging aufgeregt auf und ab, vor seinen Augen spielte sich jenes Szenario erneut ab, indem er selbst seine erschaffene Wesen aus Mage mit dem Zauber zerstören musste, Übermut hatte damals dazu beigetragen, dass die Beschwörungen seine Befehle nicht achteten.
"Nun aber genug meiner Poesie, probiere es aus."

Rhonin
04.05.2005, 23:37
Eine Gestalt in nachtschwarzer Robe näherte sich dem Eingangstor des kastells. Mit jedem Schritt schleuderte die Gestalt etwas Staub auf, doch unaufhaltsam kam sie zielstrebig dem Tor immer näher. Gerade, als er in naher Reichweite des Tores sich befand, schwang dieses ohne Vorwarnung auf und gab diesem Wesen eintritt in das Kastell. Die Skelette waren dermaßen mit sich selbst beschäftigt, dass sie en Fremdling regelricht missachteten.

In der Eingangshalle erhellten die Fackeln die Robe und das Antlitz dieser Gestalt. Wie sich entpuppte, handelte es sich um eine Robe der Schwarzmagier. Der Haarschopf feuerrot und ein ausgeprägtes Gesicht. Rhonin, Schwarzmagier des Kastells und Gläubiger Beliars hatte sein Training für heute beendet und war in die heimischen Gemäuer zurückgekehrt.


Rhonin machte sich auf den Weg ins Refektorium, wo er auch wenige Mondscheine später ankam. Dort nahm er eine große Portion Ebergulasch mit Reis sowie ein Glas Traubensaft zu sich. Anschließend lenkte er seine Schritte gen Bibiliothek. Er passierte das riesige, purpurfarbene Portal dass mit einem melodischen "Zrrrrrrrrr" begleitet wurde und fand sich anschließend in der Bibiliothek wieder. Dort ging er zu seinen Studienplatz. Seltsam, er konnte sich nicht daran erinnern jemals seinen Platz aufgeräumt zu haben, doch doe Bücher über die zauber des ersten Kreises waren verschwunden und die Bücher zu den Zauber zum zweiten Kreis ordentlich an der linken Tischseite gestapelt. In der Mitte des Tisches befand sich ein Blatt Pergament sowie Tinte und Feder für Notizen. Er ließ sich auf den weichen Sessel nieder, nahm das Buch zum Beschwören eines Untoten zur hand und vertiefte sich in diese anspruchsvolle Lektüre.

Veilyn Odeseron
04.05.2005, 23:45
"Ihr seid doch alle krank! Was soll denn bitte dieses Thermalbad sein?!" Krakelte Veilyn lautstark. "Bitte! Bitte! Gebt mir meinen Kater und 'nen Eimer voll Wasser, dann seht ihr mich auch nie mehr wieder!"
"Ich will dir doch nur helfen." Sagte die Hexe, die Veilyn von den zwei furchtbar aussehenden Dämonen abführen ließ.
Von wegen helfen, dachte sich Veilyn, quälen, das wird's sein!
Der Irre trieb sich auch noch in der Nähe herum, woder der niedere Baal sich unweigerlich übergeben musste. Wahrscheinlich arbeiteten die Zwei Hand in Hand. Der eine war der Schüler und der andere der Meister. Beide auf der dunklen Seite.
Im nächsten Moment tauchten die Dämonen und Veilyn in einen dunklen, nur spärlich erleuchteten Gang. Die Frau folgte ihnen. Na, so ein Spaß.
Was hatten die nur mit ihm vor? So ein Thermalbad, ob das lebte? Vor allem aber in was sollte er baden?!
Sand? Steinen? Essen? Oder sogar Wasser?
Nein, in Wass - das war unmöglich. Tz, am besten noch zum Waschen, oder was? So ein Unsinn! Wasser war schließlich zum Trinken da und nur in sofern zum Waschen, dass man sich mit einem feuchten Lappen den Dreck von der Haut schrubbte.
Doch da wurde es ihm schlagartig klar. Sie wollten ihn foltern, indem sie ihn immer wieder ins Wasser tunkten, wieder herauszogen und erneut hineintunkten!

meditate
04.05.2005, 23:49
die tür zum bad schwang auf und weißer dampf kam ihnen entgegen. noch immer schrie der kerl wie am spieß, nur die heftigen abwehrbewegungen hatten nachgelassen. offensichtlich hatte er begriffen, dass es gegen dämonen kein mittel gab.

das badebecken aus blauem marmor war bis oben hin mit sprudelnd heißem wasser gefüllt, in das die dämonen jetzt den sumpfler tunken wollten.

"wartet mal, welche kräuter magst du? minze. linde, rose oder lavendel?"

die hüterin versuchte freundlich zu gucken, was angesichts der dicken dampfschwaden gar nicht so einfach war.

Veilyn Odeseron
04.05.2005, 23:59
"Linde? Was soll denn das sein? Linde?! So ein Quatsch..." Äh, Moment mal, wieso fragte die ihn, was für einen Duft er wollte? Roch er denn so hundserbärmlich, dass sie seinen Geruch schon damit überdecken wollten?
Was machte überhaupt der ganze Wasserdampf hier?
"Waaaah!!! Ihr wollt mich kochen! Loslassen, loslassen! Ich schmecke ganz fürchterlich!" Ja, wie teuflisch die schon grinste, die wollte ihn ganz eindeutig kochen. Wieder begann er heftig zu strampeln. Vielleicht konnte er ja noch irgendwem ein Auge austreten, oder so...

meditate
05.05.2005, 00:04
"he lass das, die wollen nur spielen. halt still. so wie du stinkst und aussiehst, erkennt dich ja nicht mal dein dicker kater wieder."

inzwischen hatten die dämonen ihn endlich ins wasser geworfen. sie hatten ihn einfach gemeinsam hochgehoben und von oben fallen lassen.

"wie kann man nur so schreien. du kommst doch aus dem sumpf. da gibts doch auch wasser. und schlammpackungen und so. ich hab ja schon viele sumpler kennengelernt. alle waren mehr oder minder komisch, aber du bist die absolute krönung. so ein theater hat ja nicht mal dein kater gemacht, als ich ihn gewaschen hab."

die hüterin packte ein stück seife und wollte den baal oder was auch immer beim haarewaschen helfen.

Veilyn Odeseron
05.05.2005, 00:19
Verdammt, war die Brühe heiß! Das wurde ja immer übler. Die wollten ihn tatsächlich kochen.
Allein die Vorstellung einen Menschen absichtlich in ein so großes Auffangbecken voller Wasser zu werfen, war ja schon seltsam genug, aber dieses Wasser dann auch noch soweit zu erhitzen, dass man bei lebendigem Leibe gekocht wurde, schlug dem Fass den Boden aus.
Zum Glück war das Becken aber nicht besonders tief, sonst wäre Veilyn sicherlich nur wenig später in ihm ertrunken, da er ja nicht schwimmen konnte. Hm, ob das Weib vielleicht darauf spekuliert hatte, dass er gar nicht mehr auftauchte und ihn aus Versehen in das falsche Becken hatte werfen lassen?
"So ein Theater hat ja noch nicht mal dein Kater gemacht, als ich ihn gewaschen hab." Du liebe Güte, dann war sie also die wahre Katzenfresserin!
Nun wollte sie ihn mit eine Art Seife an den Haare herumfummeln, doch wie Veilyn vermutete, handelte es sich hierbei gar nicht um Seife sondern um irgendeine Art Gewürz, da es einen süßlichen Geruch verbreitete. Und wer hatte schon jemals von Seife gehört, die einen Geruch abgab?

meditate
05.05.2005, 00:26
wieder mussten die dämonen in aktion treten und den spritzenden und zappelnden kerl festhalten. sie mussten ihm die kleidung vom nassen körper ziehn und sein gekreische ungerührt ertragen.

meditate saß derweil ein stück vom becken entfernt und hatte in jedes ohr einen finger gesteckt. so war das geschrei zu ertragen und so hatte die szene sogar was komisches.

währen veilyn (den namen hatte er irgendwann zwischendurch geschrien) ganz offensichtlich wirklich gllaubte, die schwarzmagier würden sich von katzen und sumpflern ernähren, löste sich der dreck in langen grauen schwaden im wasser auf. da die dämonen gnadenlos dem befehl ihrer herrin folgten, befreite sich die haut des veilyn langsam von dem dreck, den er seit dem fall der barriere gehortet hatte.

die abflüsse des beckens hatten sichtlich zu tun, die dreckige brühe schnell genug mit klarem wasser aufzufüllen, dennoch nahm der mann im becken langsam kontur an.

Veilyn Odeseron
05.05.2005, 00:40
Die Kleidung wollten sie scheinbar nicht mit essen, weswegen die zwei die Dämonen ihn kurzerhand ausgezogen hatten. Oder hatten die vielleicht noch andere Hintergedanken? Bei den Schwarzmagiern musste man ja mit allem rechnen.
Im Wasser verteilten sich auch allmählich die eigenartigen Gewürze der Schwarzmagier. Größtenteils waren es graue, und schlammig wirkende Dinge, sowie einige kleine Pflanzen. War das da nicht auch ein Insekt? Na ja, wenn sie schon Menschen aßen, würden sie vor den kleinen Tierchen sicherlich auch keinen Halt machen. Als er einen Arm frei bekam, griff er sofort nach dem kleinen Käfer und warf ihn in Richtung der Frau. Mal sehen, ob sie gleich danach schnappen würde.
"Nimm das, Gewöllballhasserin! Auf das-" Aber weiter kam er nicht, da ihm kurz der Schritt von den zwei Dämonen eingeschäumt und abgespült wurde. Anschließend stand Veilyn einfach nur noch mit offem Mund und vor Schreck weit aufgerissenen Augen da. Wehren konnte er sich erst einmal nicht mehr.

meditate
05.05.2005, 00:45
"ach, du bist ein mann? seltsam, was es so alles im sumpf gibt!"

die hüterin grinste und reichte dem mann ein großes angewärmtes tuch, damit er sich einwickeln konnte. erstaunlicherweise konnte er das sogar allein. irgendwas hatte ihn wohl so tief erschreckt, dass ihm die spucke weggeblieben war.

"und nun massage. der arme kerl ist vor angst ganz verspannt."

die dämonen packten ihn wieder bei den armen und legten ihn bäuchlings auf eine der massagebänke.

"während die spezialisten dich jetzt wieder auf vordermann bringen, erzähl ich dir mal, was dein dicker kater so treibt. kannst du mir einen tipp geben, wie ich ihm das abgewöhnen kann?"

Veilyn Odeseron
05.05.2005, 00:58
Aha, jetzt wollen sie mich also weichklopfen, dachte sich Veilyn.
Man hatte ihn in eine seltsam warme und weiche Hülle gepackt. Stoff war das bestimmt nicht, denn so etwas Weiches konnte es einfach nicht geben, da war sich Veilyn sicher. Wahrscheinlich war das irgendeine Art Lebewesen, das Veilyn während des Weichklopfens (das Weichkochen schien ja nicht ganz geklappt zu haben) schon mal vorverdauen sollte, auf dass er sich dann besser mit den Gewürzen vermischte.
Und jetzt erzählte sie irgendwas von Edwin. Ob er etwa noch am Leben war?
Veilyn ging ein Licht auf. Um der ganzen Perversität noch eins drauf zu setzen, hatten sie vor, ihn und den dicken Kater gleichzeitig zu kochen! Ja, das passte mal wieder. Wäre Veilyn doch nur nie hierher gekommen. Sogar die Aussicht als Mäusemörder zum Tode verurteilt zu werden, war besser als das alles hier!
"Mein Kater treibt es mit irgendwelchen Leuten?" Fragte Veilyn, da die Frau gerade etwas in diese Richtung erwähnt hatte. Vielleicht züchteten die hier ja Katzen, um sie sich dann kochen zu können?

Seltsamerweise fühlte sich das Weichklopfen sehr gut an. Wahrscheinlich aber nur, um ihn, das Opfer, von dem Verdauerungvorgang abzulenken.

meditate
05.05.2005, 01:03
"ich lass dich jetzt mal allein. ich denke, du findest allein zurück. die dämonen werden deine sachen behalten, die bekommst du morgen zurück. auch dein bett ist sicher neu bezogen. und lauf mir nicht weg. wenn du dich endlich mal entspannt hast, müssen wir noch weiter über meinen kater reden."

die hüterin grinste und stand auf. die dämonen würden ihm schon noch zeigen, wie schön es im kastell war. irgendwann verlor eigentlich jeder die angst.

"gute nacht, und schlaf schön. ich lass dir noch nen kleinen imbiss und was zu trinken bringen. das steht dann an deinem bett."

Aylah
05.05.2005, 15:11
Schattenflamme sollte also der nächste Zauber sein. Aylah nickte zum Zeichen, dass sie die Ausführungen Mäxchens verstanden hatte. Wieder streckte sie die Hand aus und konzentrierte sich darauf, die Schattenflamme entstehen zu lassen. Die Schwarzmagierin versuchte, den vorhin gefühlten Strom wieder zu erreichen, ihn anzutasten, zu benutzen. Gleichzeitig entstand vor ihrem inneren Auge der Zauber (zumindest so, wie sie sich ihn vorstellte - gesehen hatte sie ihn ja noch nicht).

Zunächst passierte noch nichts, doch dann spürte sie etwas in ihrem Bewusstsein. Etwas, das wieder darauf wartete, dass es von ihr verwendet wurde. Wo sie das letzte Mal nur den Strom insgesamt spürte, so schien er jetzt aus unterschiedlichen Strängen zu bestehen. Sie konnte verschiedene ausmachen - und einen, der dunkler als alle anderen zu sein schien. So dunkel, dass es zunächst abstoßend wirkte. Doch dann schien er allmählich immer anziehender auf sie zu wirken; genau dieser Teil des gesamten Stroms schien derjenige zu sein, der von ihr benutzt werden wollte (falls er so etwas wie eine Art Willen besaß). Aylah ließ im Geiste die Macht in sich hineinfließen, um ihn eins werden zu lassen mit ihrer Vorstellung von der Schattenflamme.

Ein gewisser Druck schien sich in ihr aufzubauen, wurde größer und größer. Die Schwarzmagierin versuchte den Strom zu verwenden um den Druck abzubauen; allmählich schien er sie zu zerquetschen, so, wie wenn eine Fliege von der Übermacht der menschlichen Hand zerquetscht wird.
Jetzt, dachte sie, als es fast nicht mehr auszuhalten war. Und langsam, allmählich, begann etwas Dunkles in ihrer Hand zu entstehen. Etwas, das das Licht anzuziehen schien und den Raum merklich verdunkelte. Je mehr Licht dieses Etwas anzog, umso größer wurde die entstehende Schattenflamme. In gewisser Weise schien sie nur noch darauf zu warten, Verwendung zu finden. Doch Aylah ließ sie lediglich weiter wachsen - es schien bei zunehmender Größe schwieriger zu werden, die Schattenflamme zu halten.

Und dann, als sie schon sehr lang war, hielt die Schwarzmagierin den Druck kaum noch aus. Die Schattenflamme schoss von ihrer Handfläche weg - Mäxchen sprang schnell zur Seite, um nicht getroffen zu werden - sodass sie an einem Regal in der Bibliothek verpuffte. Danach war von der Schattenflamme nichts mehr zu sehen. Nur ein winziger Brandfleck am Holz zeugte davon, dass dieser Zauber für kurze Zeit angewendet wurde.

Mäxchen
05.05.2005, 15:32
Fix tastete er seinen Körper ab, war noch alles da? Nicht das Aylah irgendetwas weggeschossen hatte...? Erleichterung tat sich in ihm auf, als er sich aufrichte, und das Brandmal im Holzregal erspähte.
"Puh, tja, hätte mich auch gewundert, funktioniere es beim ersten Mal. Ich glaube, die Hürde muss jeder Schwarzmagier mit einer Niederlage einstecken, war bei mir genauso, Aylah. Also, weiterüben, bis zur Perfektion, ich sage dir, die Schattenflamme ist eines der wichtigsten Zauber im Leben eines Dämonenbeschwörers. Nur, sollten wir nicht weiter hier drinnen üben, das ist mir zu gefährlich."
Durch die schmalen Fenster der Bibliothek fiel fahles Sonnenlicht, langsam wurde der Frühling vom Sommer abgelöst, ständige Gewitter in der Nacht, umherrschwirrende Insekten und Vogelgezwitscher verrieten es selbst den zurückgekehrtesten Wesen, aus ihren Winterschlaf zu erwachen, und so lockte es auch die beiden Magier hinaus, draußen, vor dem Kastell weiter zu üben.

Verträumt schlenderte er durch die Dunkelheit, durch die heimatliche Dunkelheit des Kastells, nichts fürchtend, froh darüber, dass es doch einigermassen klappte, mit der Ausbildung seiner Schülerin, sie kamen rasch voran, und das erfreute ihn.
Doch, er war nicht alleine, eine weiter Gestalt erfreute sich über den kleinen Erfolg des Hohen Schwarzmagiers.
"Klappt doch ganz gut, mein Mäxchen."
Dort war sie wieder, dieses merkwürdige Wesen.
"Was machst du hier, ich... ich... wie wirkt es, wenn ich vor meiner Schülerin Selbstgespräche führe?"
Aylah, die die ganze Zeit über still vor ihm daher gegangen war, drehte sich jetzt erschrocken um, fragend blickte sie ihren Lehrmeister an, der aber nur mit einer Handbewegung signalisierte, alles sei in Ordnung.
"Schere dich doch nicht um sie, bin ich dir nicht viel interessanter?"
"Gehe bitte, ich bin froh, dass das mit der Ausbildung doch einiger Massen von der Bühne läuft, fusche mir nicht dazwischen!"
"Ach, ich störe den peniblen Herren also nur? Ich freue mich doch auch für meine kleinen, schmackhaften Schwarzmagier. Aber du wirst noch früh genug merken, wie sehr du mich doch gebrauchst."

Mäxchen Frühlingsgefühle hatten ihn nicht enttäuscht, von der Klippe des Kastells hatte man einen wunderbaren Ausblick auf das erblühende Khorinis, die frischen Farben, die aus ihren langen Schlaf erwachten, mit neuen Leben erfüllt wurden.
"So, Aylah, hier sind wir nun, hier müsst ihr nicht fürchten, jemanden mit dem Zauber zu verletzen. Nun kannst du den Zauber noch ein wenig verfeinern. Zwar ist es nicht so wichtig, einen großen Pfeil zu beschwören, eher kommt es auf Zielsicherheit drauf an, doch erst die Mischung macht den Zauber gefährlich. Übt also beides, perfektioniert die Konstanz des Zaubers, holt dann ein paar Äste von den Bäumen, oder ein paar Vögel vom Himmel... nein, ähm, bleibt lieber bei den Ästen."

Simba
05.05.2005, 15:40
Simba sah das mächtige Kastell vor sich emporragen und es verschlug ihm die Sprache. Es war einfach so majestätisch und riesig. Er lief weiter auf das große Tor zum Innenhof zu und war immer noch nicht ganz wieder bei seinen alten Gedanken. Er wa rvon diesem Anblick einfach überwältigt. Im Innenhof angekommen wusste er nicht wo er hingehen sollte. Es gab so viele Türen, die alle in verschiedene Richtungen führten und wenn er durch eine dieser Türen gegangen wäre hätte er höchstwahrscheinlich den Ausgang nicht wieder gefunden. So musste er hoffen, das irgentwann jemand raus auf den Innenhof treten würde und ihm alles zeigte.

Elfaire
05.05.2005, 15:52
Ein paar unverständliche Sätze von wegen »Hättest du mich nicht noch was schlafen lassen können...« zu Durìc murmelnd, drehte sie sich wieder auf die andere Seite ihres Bettes. Zwar schien das Tageslicht bereits seit vielen Stunden hell in das Zimmer der Schwarzmagierin, aber warum sollte man deshalb gleich aufstehen? War das denn wirklich ein Grund?! Nein, wohl kaum - zumindest nicht für Elfaire. Der Rabe flatterte unfreundlich auf einen der Balken des Himmelbettes und starrte sie mit seinen stechenden Augen an. »...Wöhh... Lass mich schlafen, ich will noch nich aufstehnnnnnnn...« nuschelte die junge Frau und schloss die Augen wieder. »Kräh.« »Du musst nicht immer antworten, wenn ich mit dir rede.« »Kröhh...« »Vogel, sei leise, du mit deinem... du dummes Tier. Dummer Rabe.« mit schmollendem Gesichtsausdruck stand sie schließlich auf, ging hinüber zur Kommode um sich die Robe überzustreifen. Ja, die gute, alte Robe. Inzwischen war dieser ekelhafte Blutfliegengeruch wieder rausgewaschen... Wenn der nicht weggegangen wäre, hätte sie wohl eine Neue verlangt. Aber zu all dem brauchte es ja gar nicht kommen... »So, ich werde jetzt einen Gang ins Refektorium wagen und mein allmorgentliches Ritual - kurz: Frühstück - vollziehen. Wenn du mitkommen willst, du Federvieh... Ach, nein. Lass es lieber. Ist besser für meine Nerven und anschließend auch für deine Gesundheit.« diese Worte sprechend ging die Schwarhaarige hinüber zur Türe und trat hinaus. Schon wieder so ein herrlicher Tag mit keiner einzigen Wolke am Himmel... Perfekt für einen kleinen Spatziergang, wohl gemerkt. Durch die Gänge bis hin zur Treppe schlendernd, beobachtete sie von da oben aus eine Gestalt im Innenhof, die offenbar nicht dem Zirkel angehörte. »Was der oder die wohl hier will...? Ständig diese Fremden... Furchtbar, da weiß man gar nicht, wo die alle herkommen... Tss!« Ja, der Innenhof. Das letzte Mal, als sie sich dort befand, war ihre Robe kurze Zeit später übersäht mit den intakten Innereien der beschworenen Blutfliege, die Hirni zu erstechen oder zu ersticken beliebte. Hirni... Ein komischer Kauz. »Der kriegt sein Fett für heute schon noch weg...« mit einem dämonischen Grinsen auf den Lippen schritt die Blauäugige die enge Wendeltreppe hinunter, durchquerte ein kleines Stück der Eingangshalle, bis sie sich schließlich im Innenhof befand. Nachdem Elfaire sich sicher war, das keine Blutfliegen in der Nähe waren - Hirni also noch keine beschworen hatte -, trat sie vorsichtig den Gang zum Refektorium an. Die Gestalt, die die Schwarzmagierin schon von der ersten Etage aus bemerkt hatte, stand immer noch da. Leicht verwirrt offenbar... Elfaire blieb stehen, überlegte einen Moment.
»Hey... Seid Gegrüßt! Was ist Euer Anliegen, die dunklen Mauern des Kastells zu betreten... Gewiss seid ihr nicht ohne Grund hier?«

Aylah
05.05.2005, 16:05
Nun denn, zielen üben war ihre nächste Aufgabe. In ihrer nähe stand ein einzelner Baum, dieser sollte ihr genügen. Aylah positionierte sich davor und Mäxchen trat ein paar Schritte zurück - ob er dies mit der Absicht tat, um sie in Ruhe üben zu lassen oder aus der Vorsicht heraus, nicht erneut fast getroffen zu werden, wusste sie nicht.

Die Schwarzmagierin versuchte lediglich, sich wieder zu konzentrieren und die Verbindung zu der Macht aufzubauen. Und da war der Strom wieder. Zwar nicht ganz so stark zu spüren wie in der Bibliothek, aber er war da. Aylah suchte sich wieder den dunklen Strang aus dem Gewebe heraus und trennte ihn von allen anderen, um ihn zu verwenden. Es ging bereits schon um einiges schneller von statten als das letzte Mal, sodass es nicht allzu lange dauerte, bis sie sich von der Macht erfüllen ließ und vor ihrem inneren Auge das Bild von der mittlerweile besser bekannten Schattenflamme entstanden war. Und tatsächlich, nur wenige Sekunden darauf kletterte sie aus ihrer Handfläche, schien das Licht anzuziehen und sich davon zu ernähren. Sie wurde größer und größer, doch im Gegensatz zum letzten Mal nicht unhaltbar. Die Schwarzmagierin wusste jetzt einigermaßen, wie sie das zu handhaben hatte. Sie versuchte, nicht den gesamten dunklen Strom zu verwenden, sondern nur so viel, wie sie tatsächlich zur Erhaltung der Schattenflamme benötigte. Es schien einigermaßen zu funktionieren.

So versuchte Aylah, nun das Zielen einigermaßen hinzubekommen. Sie peilte einige Äste an und ließ die Schattenflamme los. Der Zauber sirrte, schoss los - und verfehlte das angepeilte Ziel.
Innerlich ärgerte sie sich, versuchte sich aber möglichst nicht allzu viel anmerken zu lassen. Sie ließ es lediglich dabei bewenden, es noch mal zu probieren.

Simba
05.05.2005, 16:14
Simba starrte die Schwarzmagierin erstaunt an. Er hatte nicht von ihr erwartet das sie ihn ansprach und schon garnicht das sie so freundlich zu ihm war. Die Frau die vor ihm stand war so hübsch wie noch keine die er zuvor gesehn hatte und sein Herz begann zu rasen. Er wusste nicht was er ihr antworten sollte und er wusste schon garnicht ihren Namen und doch wollte er so lange wie nur eben möglich mit ihr reden.

"Mein Name ist Simba. Wie heißt ihr denn? Ich komme von Hof des Großbauern Onar und bin hier weil ich das Kastell und seine Magier einmal selbst kennen lernen wollte und um eventuel neue Freunde in diesen Hallen zu finden. Ihr seid wahrlich sehr hübsch und ich war im ersten Momant von eurem Aussehen geblendet. Wieso hat eine so schöne Frau sich den dem Zirkel des Xardas angeschlossen?"

Er hatte seine Gefühle noch nie so klar ausgedrückt wie in diesem Moment und er war von sich selbst überrascht, dass er dazu wirklich in der Lage war sein Befinden einfach auszusprechen. Er hoffte das sie ihm eine Antwort geben würde, die halbwegs mit seiner mithalten konnte, doch er wusste auch das sie ihm diesen Gefallen wahrscheinlich nicht tun würde.

Hirni
05.05.2005, 16:20
Die ganze Nacht über hatte Hirni im Übungsraum verbracht, immer und immer wieder die Lichtrune benutzt um eine schöne, helle kugel zu demonstrieren und zu beschwören. Er hätte nie gedacht, dass ihn so etwas kleines, helles so fesseln könnte. Es war für manche Menschen nur Magie, für andere Magier ein kleiner Furz, doch für Hirni war es die pure Faszination, wie für jeden Piraten das Gold der Meere. Schliesslich war es sein erster und einziger Zauberden er aussprechen konnte, deshalb war er wohl so fasziniert davon. doch wie würde es mit der Schattenflamme sein, die er auch bald können müsste? Hirni wusste es nicht, er wusste nur, dass er auf dem kalten Boden des Übungsraumes eingeschlafen war. Zuviel und wohl auch zu lange hatte er gestern wohl noch Licht gemacht, ohne auch nur einen Funken Feuer zu benutzen. Vor Erschöpfung war er dann eingeschlafen, mitten im Übungsraum.

Als er aufwachte kam ihm nur eins in den Sinn: Essen. Schnell rannte er ins Refektorium um etwas zu sich zu nehmen. Als er damit fertig war, machte er sich schnell auf den Weg in die Bibliothek. Nach der Praxis der Lichtrune war nun also die Praxis der Schattenflamme dran. Das erste Buch vom Stapel nehmend, nicht darauf achtend, dass sein Platz noch immer aussah, als hätte dort ein Drache gewütet, fing er an zu lesen. Doch schon schnell wurde er wieder langsamer. Nicht etwa aufgrund auftretender Müdigkeit. Nein, viel eher war es der Umstand, dass es wieder diese Art von Bücher war, die man auch gerne mal als Klopapier nehmen würde, da es einfach nur langweilig zu lesen war.
"Andererseits ist das so trocken, da rubbeltste dir den Hintern bei wund." scherzte Hirni leise vor sich hin, und las dann weiter...

Elfaire
05.05.2005, 16:21
"Mein Name ist Simba. Wie heißt ihr denn? Ich komme von Hof des Großbauern Onar und bin hier weil ich das Kastell und seine Magier einmal selbst kennen lernen wollte und um eventuel neue Freunde in diesen Hallen zu finden. Ihr seid wahrlich sehr hübsch und ich war im ersten Momant von eurem Aussehen geblendet. Wieso hat eine so schöne Frau sich den dem Zirkel des Xardas angeschlossen?"
Sprachlos stand die junge Schwarzmagierin da und starrte verwirrt in das freundliche Gesicht ihres Gegenübers. »Mein Name ist Elfaire, da Ihr es wissen wolltet... Nun habt ihr zwar meine Frage beantwortet... Aber...« Sie stoppte. Was sollte man jetzt dazu sagen? Mit solch einer Antwort hatte sie nun beim besten Willen nicht gerechnet. Und diese letzte Frage...
»Warum ich mich dem Zirkel anschloss?« sie lachte kurz, doch war ein verachtender Unterton nicht zu überhören. »Warum habt Ihr euch denn dem Großbauern angeschlossen? Warum seid Ihr nun kein Magier des Feuers, des Wassers oder ein Paladin? Der Glaube war es, der mich hier hin geführt hat. Nichts Anderes...«

Diese Frage war schon ziemlich dreist. Warum sie ins Kastell gekommen war... Sowas unhöfliches! Und dann noch dieses... Nein, so würde es bestimmt keine gescheite Unterhaltung mehr geben. »So, ich hab Hunger und werde nun etwas essen gehen... Schönen Tag noch!« kurzerhand machte sie kehrt und stürmte regelrecht ins Refektorium. Klar hatte sie Hunger, aber sic diese Schnulze noch länger anzuhören... Urgs!
Im Refektorium angekommen, nahm sie auf einem der Stühle platz. Neben ihr saß ein anderer Magier... Nein, ein Hohepriester. Für eine Sekunde dachte sie, es wäre der Don, doch der hatte eine andere Statur als dieses Zirkelmitglied... »Sei Gegrüßt... Mein Name ist Elfaire, und wie ist der Eurige? Ihr kennt mich sicherlich nicht... Nun, auch Euer Gesicht ist mir gänzlich unbekannt.« während sie noch sprach, nahm sie sich einige Scheiben Brot, machte sich das Frühstück zurrecht... Obwohl der Begriff 'Mittagessen' sicherlich zutreffender wäre...

Sinistro
05.05.2005, 16:56
Hier eine Spinnwebe, dort ein wenig Staub, in einer Ecke lag ein Haufen, dessen Ursprung und Herkunft nicht zu identifizieren war und den Sinistro auch nicht weiter untersuchen wollte. Doch glücklicherweise breitete sich von dieser Halde oder wie man es auch nennen mochte kein wunderbarer Gestank aus, also konnte man dieser Etwas so lange ignorieren und vor sich hin blühen lassen, bis es Beine bekäme und von alleine den Weg aus diesem Labor fände. An allen Ecken und Enden seines Forschungsraumes werkelte der Grünäugige herum, er verschob Tische, entrümpelte Regale und fand hier und da vereinzelte Pergamente, die auf die Arbeiten und Versuche seines Vorgängers eingingen. Wirre Zeichnungen waren darauf zu erkennen, ebenso Notizen, die jedoch für den Erwählten unlesbar waren- der Vorbesitzer dieser Experimentiereinrichtung hatte eine Handschrift, die einfach unleserlich und vollkommen unverständlich war, da sie von Strichen durchzogen und schmierig, verwischt und uninterpretierbar war.

Nachdem der Schwarzmagier also nun seinem Ordnungstrieb nachgegangen war (besser gesagt wollte er einfach einmal herausfinden, was er so alles in diesem Labor besäße- und auch dabei war er gescheitert, denn höchstens ein Zehntel dessen, was an Unrat so herumlag, hatte der Gedächtnislose durchforsten können), machte er sich auf den Weg zu den Übungsräumen, um einmal nach Hirni und seinen Fortschritten zu sehen. Doch der Übungsraum, den der Magielehrmeister gestern verlassen hatte, lag leer vor ihm, weit und breit kein Hirni zu sehen. Also machte sich der Schwarzmagier auf den Weg ins Refektorium, denn sein Schüler war bestimmt auf die Idee gekommen, sich ein wenig zu stärken- doch auch hier kein Hirni, zumindest nicht derjenige, den Sinistro suchte. Also ab in die Bibliothek, die Robe zurechtrückend schritt der Grünäugige nun durch das Portal, wanderte durch die Regalreihen und sah, dass sein Schüler tatsächlich an den Büchern saß.

„Na, hast du Fortschritte gemacht? Wie sahen denn deine Versuche mit dem Lichtzauber aus- zeig mir doch mal, was du schon kannst!“ forderte der Mentor den verwirrten und überraschten Schwarzhaarigen auf. „Denn im Endeffekt haben wir ja nun die Grundlage gelegt, besser gesagt hast du die Grundlage gelegt. Und falls du dich wirklich herausfordern willst, solltest du bei deinen praktischen Übungen zur Schattenflamme nebenher auch Licht erscheinen lassen. Aber erst, nachdem du mir ein wenig was zu der Schattenflamme erzählt hast- oder bist du noch nicht soweit? Dann zeige mir einfach, dass du den Umgang mit der Lichtrune beherrschst und ich lasse dich in Frieden lernen. Und falls du Fragen hast, die kannst du mir natürlich ebenfalls stellen.“

olirie
05.05.2005, 17:00
olirie saß gerade über einer Moleratkeule und dachte darüber nach, ob es wohl möglich wäre, sie künstlich etwas wachsen zu lassen, als sich jemand neben ihn setzte, die Ruhe störte und einfach losplapperte. Als die Keule aufgegessen war, bestellte er sich noch ein stückchen Kirschkuchen und frage Elfaire: "Willst du auch noch ein Stück Kirschkuchen?" Doch der Küchendämon war schneller. Ein blinzeln später stand vor jedem ein Stück Kirschkuchen. Der Hohe Priester steckte sich ein stückchen in den Mund, zerkaute es kurz und schluckte es herrunter. "Schmeckt gut, nicht wahr? Also, ich bin olirie, Hohe Priester und einer der Lehrmeister der Magie in diesen Gemäuern." olirie nahm noch ein paar Bissen von dem leckeren Kuchen und trank einen Schluck Orangensaft.

Elfaire
05.05.2005, 17:10
»Ehm... Ja, danke.« Sofort stand ein äußerst safig - lecker aussehndes stück Kuchen vor den Beiden.
»Hmmm... Lecker! Schmeckt wirklich ausgezeichnet... Kuchen zum Frühstück. Hm, ja. Lehrmeister sagt Ihr? Ich habe gerade erst den ersten Kreis der Magie erlernt... Vor wenigen Tagen, vorgestern, glaube ich...« Zufrieden lehnte die junge Frau sich in ihrem Stuhl zurück und schaute auf den leeren Teller vor ihrer Nase. »Jetzt noch... Pfannkuchen. Pfannkuchen mit irgendeiner leckeren Soße...« dachte sie, wenige Sekunden später stand die gewünschte Mahlzeit auf dem Tisch. »Hoffentlich werd ich nicht zu dick.« aber das Essen sah einfach zu köstlich aus... Wobei Pfannkuchen ohnehin schon ihre Leibspeise war...
Auf einem Stück herumkauend, kam ihr eine Idee. Eine gute Idee, über die Hirni sicherlich einige Kommentare hätte. Ja, eine sehr gute sogar. »Sagt, Olirie... Habt Ihr zufällig gerade einen Schüler in der Ausbildung? Ich würde es nämlich sehr schätzen, so schnell wie möglich mein Wissen über Magie zu erweitern...«

Hirni
05.05.2005, 17:18
Hirni schaute auf, war mit der Klopapierlektüre nicht gerade vertieft, so dass er sich nicht sonderlich erschrack. Sinistro, sein Lehrmeister, stand neben ihm.
„Na, hast du Fortschritte gemacht? Wie sahen denn deine Versuche mit dem Lichtzauber aus- zeig mir doch mal, was du schon kannst!“ forderte der Mentor den verwirrten und überraschten Schwarzhaarigen auf. „Denn im Endeffekt haben wir ja nun die Grundlage gelegt, besser gesagt hast du die Grundlage gelegt. Und falls du dich wirklich herausfordern willst, solltest du bei deinen praktischen Übungen zur Schattenflamme nebenher auch Licht erscheinen lassen. Aber erst, nachdem du mir ein wenig was zu der Schattenflamme erzählt hast- oder bist du noch nicht soweit? Dann zeige mir einfach, dass du den Umgang mit der Lichtrune beherrschst und ich lasse dich in Frieden lernen. Und falls du Fragen hast, die kannst du mir natürlich ebenfalls stellen.“ waren seine Worte, die Hirni etwas mulmig werden liessen. Er sollte schon etwas von der Schattenflamme erzählen können? War er doch gerade erst vor ein paar Momenten doch wieder in der Bibliothek wieder eingetroffen. Ob sein nicht vorhandenes Wissen dennoch ausreichte? Er ging auf Nummer sicher.
"Nun, erstmal möchte ich meine Erfahrungen aussprechen, während wir zum Übungsraum gehen."
Hirni stand auf, und konnte somit gleichzeitig zeigen, dass er den Weg dorthin nun kannte.
"Lass es mich so sagen, Sinistro. Ich habe mich gestern ausgiebig mit der Beschwörung der Lichtkugel beschäftigt, als du gegangen warst. Der erste Versuch war gerade einmal Vier Sekunden vorhanden, da platzte die Lichtkugel auch schon wieder wie eine überreife Wassermelone. Natürlich war ich leicht verbittert, doch in meinem Ehrgeiz habe ich natürlich nicht aufgegeben. Ich habe es erneut versucht, diesesmal mit einer größeren, da ich dachte, dass die vorherige zu klein, und somit mit zu wenig magischer Energie gefüllt war. Doch auch da lag ich daneben. Sie zerplatzte ebenfalls. Ich muss zugeben, ein hübscher Anblick ist es schon, wenn die Kugeln in mehrere kleine Kugeln zerplatzen und sich dann glitzernd zu Boden fallen lassen. Jedoch ist die Enttäuschung, den Spruch nicht beherrschen zu können, umso größer. Natürlich war ich beunruhigt, habe mich aber nicht unterkriegen lassen, es mit einer kleinen versucht. Und wahrhaftig, diese kleine, aber doch feine Lichtkugel, sie blieb bestehen, entfachte sowohl Licht, als auch Schatten, wie du es wolltest. Da ich so fasziniert davon war, endlich Magie wirken zu können, habe ich weiter und weiter gemacht, es mit immer größeren Kugeln probiert, bis ich, zugegeben, vor Erschöpfung im Übungsraum einschlief. Ich habe mich wohl übernommen am gestrigen Tag. Das war wohl mein Fehler, doch war die Faszination, endlich einen kleinen Teil der Macht der Magie in mir zu spüren, einfach zu groß, als dass ich davon ablassen konnte. Nun, Ich kann zwar jetzt vernünftige Lichtkugeln herbiezaubern, jedoch ist mein Wissen über die Schattenflamme eher spärlich besäht. So weiss ich lediglich, dass sie eher ungefährlich ist, mit dem Feuerpfeil der Innosheinis übereinstimmen könnte, wenn sie nicht kälter, und vor allem dunkler als Feuer anuzusehen ist. Noch dazu kann ich sie lenken, als auch größer und kleiner herbeizaubern. Mit Genügend Erfahrung kann ich sie auch teilen, so dass ich mit einer Beschwörung mehrere Flammen erscheinen lassen kann."

Nach diesem regelrechten Vortrag befanden sie sich im Übungsraum. Gespannt wartete Hirni auf die Reaktion Sinistros, ob er jetzt erbost darüber war, dass sein Magielehrling noch nicht soviel über die Schattenflamme wusste, oder ob er mit der Erfahrung seines Schülers über die "Selbstüberschätzung" zufrieden war, damit Hirni wusste, dass er sich niemals überanstrengen durfte...

olirie
05.05.2005, 17:31
"Ich bilde zwar bereits einen Schüler im vierten Kreis aus, doch denke ich, dass wohl nichts dagegen spricht, dich im zweiten auszubilden. Vielleicht könnt ihr ja sogar ein paar mal gemeinsam üben. Ich denke, dass es für dich auch ziemlich interessant ist, zu sehen, welche Zauber du irgendwann noch alle erlernen könntest." olirie wartete noch, bis die Pfannkuchen verspeist waren, stand dann auf und führte seinen neue Schülerin in die Bibliothek. In dieser verschwand er zwischen den hohen Regalreihen. Seine Schritte führten ihn zum Regal für Lehrbücher aller Art. Von dem Regalbrett für die Magie Beliars entnahm er zwei Bücher über das Skelett, zwei über den Zombie und zwei über die Teleportation. Mit diesem Stapel ging er nun zurück zu seiner Schülerin und platzierte sie auf dem Lernpult. "So, hier hast du schonmal deine Bücher. Lies sie gründlich und befolge die Anweisungen in ihnen. Achte aber ganz besonders beim Teleportationszauber auf Genauigkeit. Ein noch so kleiner Fehler kann dir leicht das Leben kosten. Es könnten nur Teile von dir am gewünschten Fleck ankommen, du könntest ganz verschwinden oder du könntest sogar ohne Verstand erscheinen. Die Gefahren sind weit gestreut, pass gut auf. Ich denke, den grundsätzlichen Ablauf der Ausbildung wirst du schon kennen. Du liest die Bücher, übst die Zauber im Übungsraum und legst ne Prüfung ab."

Elfaire
05.05.2005, 17:43
»Verstand verlieren...? Geht das bei mir überhaupt noch...?!« Brav nahm die schwarzhaarige Schwarzmagierin ihre sechs Bücher in Empfang und grinste. Ja, jetzt war sie wieder die kleine Schülerin, die zu lernen hatte. Stunde um Stunde über Büchern sitzen und zu lernen... »Danke! Ja, an den Ablauf... Hm, ich erinnere mich. Gibt es noch irgendwas, was ich wissen sollte? Sonst fange ich besser schonmal an... Auch wenn es nicht so viele Bücher wie das letzte Mal sind.« sie zwinkerte ihm zu und betrachtete dann das Oberste der Bücher. »Oh je. Dafür sind die Bücher hier aber mindestens... doppelt oder dreifach so dick... Wöh.«

Sinistro
05.05.2005, 17:43
„Immerhin ein Anfang, was du mir über die Schattenflamme erzählt hast reicht zwar noch nicht als wirkliche Grundlage, damit solltest du dich noch ein wenig beschäftigen, jedoch erhältst du von mir die Rune… wenn du mir versprichst, dich noch ein wenig mehr mit dem Zauber zu befassen und mir morgen dazu noch ein wenig mehr erzählst. Und von geteilten Schattenflammen habe ich ebenso wenig in meinem bisherigen Leben gehört wie von… sagen wir mal… intelligenten Amöben oder so was Abartiges.“
Der Übungsraum hatte sich ein wenig verändert, obwohl es derselbe Raum war, den Hirni auch gestern genutzt hatte, um die Lichterschaffung zu üben. An der hinteren Wand hingen inzwischen etliche Zielscheiben, diese waren an Fäden aufgehängt und bewegten sich auf und ab. Hirni betrachtete diese Zielobjekte ein wenig skeptisch, doch sein Mentor kramte nun nach seiner Schattenflammenrune und demonstrierte eindrucksvoll, wie gut er damit umgehen könne. Keine Einzige Zielscheibe hatte Sinistro getroffen und Hirni wollte schon beginnen, zu lachen, als nach einem kurzen Moment sämtliche Zielscheiben zu Boden fielen und die Faden nicht mehr vorhanden waren. Nun staunte der Lehrling richtig, ein Dämon erschien und befestigte die Scheiben an neuen Fäden.

„Ich denk ja nicht, dass du das auf Anhieb so hinkriegen wirst, doch übe einfach daran, diese Scheiben zu treffen. Natürlich erst, wenn du die Schattenflamme erschaffen kannst- nicht gleich mit der Eroberung einer Stadt beginnen, ehe du eine Armee befehligen kannst.“ Woher plötzlich dieser militärische Vergleich herkam konnte sich der Grünäugige nicht erklären, doch es schien ihm passend, seine Worte in einer Art Bildersprache zu verdeutlichen.
„Ach ja, und nun bist du dran und ich möchte bitte deine Lichtkugel sehen. Und die Schattenflamme- na ja, es kann ja nicht schaden, wenn du deine ersten Übungsversuche unter Aufsicht abhältst, dennoch solltest du dich auch noch ein wenig mit der Theorie beschäftigen.“

Hirni
05.05.2005, 18:00
Eindrucksvoll, wie schon gestern, war die Demonstration Sinistros mit dem Zauber, den Hirni nun auch bald wirken sollte. Die Rune besass er nun schon, doch ob es auch zum wirken reichte? Hirni würde es gleich sehen, jedoch stand erstmal die Herbeirufung einer Lichtkugel auf dem Plan. Hirni nickte, holte den kleinen, schwarzen, unscheinbaren Runenstein hervor, der mit kleinen Linien, die wohl das Bild der Lichtkugel darstellen sollten, verzierrt war, begab sich in die Mitte des Raumes und begann, sich zu konzentrieren. Diesesmal war es noch etwas schwieriger, schliesslich war er nun nicht mehr alleine im Raum wie gestern Abend. Nein, diesesmal war jemand im Raum, der ihm zuschaute. Nicht irgendjemand, nein, jener, der ihn auch bald Prüfen sollte, sein Lehrmeister.
Der Schwarzmagier schloss seine Augen, liess sich nicht von der Anwesenheit Sinistros beirren, schottete sich in seinen Gedanken vollends von der Umgebung ab, konzentrierte sich nur auf die feinen Runenverzierungen, die er mit seiner linken Hand spürte und begann, wie schon gestern, vor seinem geistigen Auge eine Lichtkugel aufzubauen. Schön rund sollte sie sein, Silbrig glitzernd und ohne jeglichen Mackel, wollte er doch einen guten Eindruck auf Sinistro machen, zeigen, dass sich die Überanstrengung gestern gelohnt hatte. Langsam wurde es wieder heller, bis er vollends geblendet wurde. Der Schwarzmagier hatte sich daran mittlerweile gewöhnt, öffnete seine Augen und sah vor sich eine runde, in der Größe einer Männerfaust gleichenden, und vor allem silbrig leuchtend Kugel, die sowohl Licht, als auch Schatten von sich warf. Gleichzeitig wurde er geblendet, wandte seinen Blick von seinem Zauber ab und schaute zu Sinistro, der zufrieden nickte. Die Demonstration schien geklappt zu haben, Sinistro zufrieden gestellt zu sein.
"Nun die Schattenflamme."
Hirni nickte verstehend, begab sich zu Sinistro und war sich darüber im klaren, dass es hier problematisch werden könnte, wenn er bei diesem Zauber die Augen geschlossen halten würde. Er nahm die Schattenflammenrune in die Hand, konzentrierte sich, versuchte sinistro zu ignorieren und konzentrierte sich nur auf die Rune und ihre Verzierungen. Langsam spürte er eine Kraft in seiner linken Hand, die er dazu nutzen wollte, um die Schattenflamme loszufeuern. wie war das mit Zielen? Die Hand in die Richtung halten, in die die Flamme fliegen sollte? Hirni tat dies. er spürte den Blick Sinistros, der auf ihn gerichtet war. Immer stärker wurde der Druck in der linken Hand. Hirni konnte nicht mehr, liess in seinen Gedanken die Flamme los, wollte sie auf die Zielscheibe vor sich liegend fliegen lassen. Stattdessen jedoch flog die Flamme nach oben, schoss empor, über die Köpfe der beiden Zirkelmitglieder und prallte gegen die hölzerne Verkleidung der Decke. Sofort prasselten Funken und ein leichter Ascheregen auf die beiden nieder.
Einer der funken fiel Hirni in den Nacken.
Das war ihm jetzt peinlich. Da hatte er seinen Lehrmeister doch tatsächlich mit Asche zuregnen lassen.
"Asche zu Asche, Staub zu Staub?" war das einzige, was der Schüler da noch hervorbringen konnte...

olirie
05.05.2005, 18:07
"Nein , ich wüsste jetzt nichts, also fang ruhig an." olirie drehte sich weg und wollte die Bibliothek schon verlassen, als ihm etwas besseres einfiel. Er verschwand wieder zwischen den Regalreihen und holte sich ein Lehrbuch über die Lichtkugel. Mit diesem und einem leeren Buch setzte er sich nun an seinen Platz und begann, es zu kopieren. Ab und zu streckte er sich und lies einige Gelenke knacken. Irgendwann standen neben ihm auf einmal eine Teekanne, eine Keksschale und eine Tasse.

Sinistro
05.05.2005, 18:27
„Nun ja, diese Schattenflamme schien Sehnsucht nach Höhe gehabt zu haben, mal gucken, ob denn die nächste vielleicht ein wenig besser reagiert. Aber du hast ja immerhin eine Schattenflamme erscheinen lassen. Nun denke ich aber, dass du wirklich noch ein wenig lesen solltest, auch darüber, sie du dein Werk am besten kontrollieren kannst, ehe du weitere Versuche startest. Ich werde mir wohl morgen einmal deine Fortschritte ansehen und dir vielleicht noch die eine oder andere Verbesserungsmöglichkeit aufzeigen. Aber jetzt werde ich dich verlassen, denn auf mich warten wichtige Forschungen“, sprach der Grünäugige langsam und bedächtig, seine Robe von der Asche befreiend, die soeben auf ihn nieder geregnet war. „Und vergiss ja nicht die Zielübungen, nächstes Mal möchte ich bitte sauber und gepflegt von einer Lehrstunde mit dir weggehen können.“

Wenige Sekunden später hatten der Lehrmeister und Hirni den Übungsraum verlassen, Sinistro ging nun ein paar Meter weiter in den nächsten Übungsraum und bei Hirni vertraute er darauf, dass dieser nun die Bibliothek aufsuchen wird. In dem weiteren Übungsraum angekommen beobachtete der Lehrmeister zunächst versteckt die Versuche seines zweiten Schülers; Nafolux beherrschte seine Beschwörung inzwischen wirklich gut und so trat der Grünäugige zu ihm und forderte ihn auf, gemeinsam die Bibliothek aufzusuchen.

Elfaire
05.05.2005, 18:28
»Hui. Da hat es wohl wer gut mit mir gemeint, mir so wenig Lesestoff zu geben. Aber nicht wenn... Hmz, es könnte ja sein, das jede Seite mehrere Seiten beinhaltet und... Hm, nein, das wäre wirklich zu... Aua für mein armes, krankes Hirn. Ah, Hirn. Hirni muss doch auch irgendwo hier herumgeistern...« suchend lugte sie um die Ecke. Was fand sie vor? Genau, eine weitere Regalreihe mit Büchern. Nicht etwa einen lesenden Hirni, nein, einfach nur ein Regal-mit-Büchern-drin. Toll, da freute sie sich. Die Bücher unterm Arm suchte Elfaire weiter... Aber was sie dann letztendlich vorfand... Nun ja, es war halt nicht gerade... Aufgeräumt. »Eek! Hirni... Wie.. Wie... Siehts denn hier aus?!«

Hirni
05.05.2005, 18:46
Hirni hatte Sinistros Worten gelauscht, und war nun auf dem Rückweg zur Bibliothek. Zufrieden war er mit sich selbst, dass es mit dem Licht so gut geklappt hatte. Aber das mit der Schattenflamme wurmte ihn doch sehr. Vor allem der Satz war eine verbale Attacke auf das Missgeschick des Schülers. Aber dafür konnte Hirni Sinistro nicht sauer sein. Er hätte wohl nicht anders reagiert, ebenfalls einen Spruch in der Art losgelassen.

Als er sich dann in der Bibliothek befand ging er schnurstracks auf seinen Platz zu. Dort erwartete ihn schon jemand. Es war Elfaire. Sie schien geschockt zu sein über den Zustand seines Pultes, hilet dabei auch noch ein paar Bücher unter dem Arm.
"Was ist das hier, Hirni?"
"Mein Arbeitsplatz."
"Dein Arbeitsplatz? Ich nenn das Chaos."
"Hey, nur die Dummen halten Ordnung. Das Genie aber überblickt das Chaos. und was hältst du da in den Händen? Willst du mich jetzt auch unterrichten?"

Nafolux
05.05.2005, 18:49
Nafolux hatte eben ein Zombie beschworen und ruhte sich gerade etwas aus, als er spürte, dass jemand auf dem Gang war. Es war ein komisches Gefühl ein Erbe seiner Zeit als Dieb. Er wusste auch genau wer es war, der gerade den Raum betretten hatte. Es war sein Lehrmeister Sinsitro. Nun wollte der Schwarzmagier diesem Lehrmeister zeigen, dass er große Fortschritte gemacht hatte und nicht auf dem Stand des Misserfolges geblieben war.
Konzentriert leitete er seine restliche magische Kraft in die Rune und versuchte den Zombie, den er beschwören wollte zu fassen. Von den vorherigen Versuchen etwas erschöpft schaffte er es nachdem er anfing wie beim Bogenschießen seine Konzentration nur auf diese eine Sache zu lenken. Ihn war auch egal geworden, dass Sinistro dabei war. Er wollte es jetzt einfach schaffen, wie schon einige Male zuvor. Und es funktionierte. Er hatte sein Ziel sozusagen getroffen.
Nun drehte er sich zu Sinistro um, der eben aus dem Schatten trat. Wahrscheinlich dachte dieser naive Lehrmeister immernoch Nafolux überrascht zu haben, doch dem war nicht so. Ohne ein Wort folgte er seinem Lehrmeister in die Bibliothek. Der Weg war nicht lang und sie brauchten auch nicht wirklich lang dafür. Doch während sie durch die Gänge spazierten, hatte Nafolux genügend Zeit über seine letzte Beschwörung nachzudenken. Er war überzeugt nicht genügend magische Energie zu haben. Er war viel zu erschöpft, für die paar Zombies, wobei er auch noch in einem magisch unterstützenden Übungsraum gewesen war. Dennoch war der Zombie sehr gut gelungen, er war recht groß gebaut und hatte nicht, wie es manchmal vorgekommen war irgendwelche Verfärbungen oder Verkrüppelungen. Viel mehr sah er recht dominat aus und hätte wahrscheinlich gut gekämpft. Nafolux schlussfolgerte nach diesen Gedanken, dass seine magische Kraft stark von der Motivation abhing. Er brauchte ein Grund es zu tun, dann ging es besser.
Seine Gedanken wurden unterbrochen, als die Beiden durch das Protal schritten und Sinistro auf das schon bekannte Regal zusteuerte. Davor hielten sie an und der Ergraute wartete darauf, dass etwas passieren würde.

Elfaire
05.05.2005, 19:00
Hirni. Oh, dieser Hirni... Was musste er denn auch so dermaßen unordentlich sein? Da war die kleine Elfi ja schon fast unter der Unordnung begraben...
»Ja, hast du etwas dagegen? Ich hab schließlich noch alles da oben drin« sie tippte sich ein paar Mal an die Stirn »Is ja auch nicht schwer.«
»Du, Elfi. Wo soll das denn drin sein?«
»Wo soll was drin sein?«
»Das Wissen. Aber wo das wiederum drin sein soll, frag ich mich grade. Nein, ich frage dich das.«
»In meinem Hirn.«
»In deinem was?«
»H-I-R-N, Hirni.«
»Du besitzt eines?«
»Genau so sehr wie du auch. Ach halt. Dann würd ich ja wirklich keines haben.«
»Haha«
»Du, ich lern jetzt für den zweiten Kreis der Magie... Deshalb auch die Bücher. Schau mal, wie wenige...« sie grinste. Tja, Hirni hatte Tausende, sie nur 6.

Don-Esteban
05.05.2005, 19:00
Nichtsahnend schritt der Hohepriester mit geöffneter Robe, unter der man deshalb die unteren Lagen dieses scheinbar äußerst komplizierten Kleidungsstücks sehen konnte, durch die Gänge des Kastells. Um ihn herum bauschte sich der Stoff gewaltig auf und verlieh ihm jedes mal, wenn er gerade eine der Fackeln, die in ihren eisernen Halterungen an den Wänden den Weg leuchteten, passiert hatte, so daß sich ihr Lichtschein hinter ihm befand, ein dämonisches, wildes Aussehen: Das Gesicht war im Schatten liegend kaum zu erkennen, nur die Hakennase und die Augen, die das Licht wie zwei Punkte reflektierten. Dazu die um ihn wallende Robe und schon war klar, warum manche Leute vor dem Kastell einen Heidenrespekt hatten und behaupteten, es würde dort nicht mit rechten Dingen zu gehen. Das war natürlich Quatsch, denn was rechte Dinge sind, ist nunmal reine Definitionssache.
Doch dies tangierte Don-Esteban heute nur peripher. Er war viel zu zufrieden darüber, daß er in letzter Zeit einigen mehr oder weniger hoffnungsvollen Aspiranten etwas über seine sicht der Dinge, besonders der magischen Dinge - andere zählten sowieso nichts - beibringen konnte. Doch plötzlich riß ihn eine Gestalt, die seinen Weg kreuzte, aus seinen Gedanken.
»Ah, Lomar... was macht die Fechtkunst?«, wagte er sich aufs glatte Parkett der leichten Unterhaltung, als er erkannt hatte, mit wem er es zu tun hatte.

LadyLomar
05.05.2005, 19:02
Lomar hatte lange geschlafen und sich von den Geschehnissen der letzten Tage erholt.
Vergiftet zu werden lag ja nicht an der Tagesordnung und gleich danach einen Schüler zu prüfen und sich dann selber einer Prüfung zu stellen ging doch etwas an die Substanz.
So hatte sie sich sehr lange ausgeruht da sich der Körper das holte was er brauchte und in diesem Fall war es Erholung.

Nachdem sie sich gewaschen und angekleidet hatte setzte sie den kleinen Snooker auf ihre Schulter und machte sich auf zum Refektorium.
Sie fühlte sich ein wenig ausgezehrt und orderte ausser der Milch für ihren Kater ein Schattenläufersteak für sich mit Moleratspeckfisolen und einem großen Kartoffel mit viel Sauce, ein deftiges Bier rundete das Mahl ab.
Genüsslich verzehrte sie das georderte und sah sanft ihr kleines Fellknäuel an das wie immer begierig seine Milch leckte.
Als die beiden fertig gespeist hatten machte sie sich auf ihre Gedanken zu sammeln und wollte ein wenig im Kastell spazieren gehen.

Snooker auf der Schulter schritt sie denn in den Gängen entlang und ließ die letzten Tage einmal Revue passieren.
Gerade um die Ecke kommend wäre sie beinahe mit wem zusammen gestossen, bei näherer Betrachtung erkannte sie den Hohepriester der sie in der Magie unterwiesen hatte, mit einem Mal wurde ihr klar was sie denn nun tun wollte.
Er versuchte sich überraschenderweise in Smalltalk was so gar nicht seiner Art entsprach.
Nachdem auch er sie erkannt hatte wollte er nämlich wissen wie es um die *Fechtkunst* stand.
Nun ja für einen knorrigen altgedienten Magier wohl die gängige Bezeichnung ihrer Kunst die sie zu vermitteln versuchte.
"Schön euch zu sehen Don, ich habe erst vorgestern einen meiner Schüler in Einhand gemeistert, momentan ist es eher ruhig da alle meine verbleibenden Schüler noch unterwegs sind und so habe ich ein wenig Zeit die ich gerne nutzen würde.
Ein feiner Zufall euch hier zu treffen, ich würde gerne meine Magie steigern und euch bitten mich weiter zu unterrichten sofern ihr denn die Zeit dafür zur Verfügung habt."

Endlich hatte sie gefunden wonach sie gesucht hatte, das würde ihr weiter Kraft geben und sie hoffte inständig das der Hohepriester auch Zeit für sie hatte, also blickte sie ihn abwartend an.

Sinistro
05.05.2005, 19:07
Nafolux schien heute nicht sehr gesprächig zu sein, eigentlich war er das nie und Sinistro hatte wohl bereits mehr von seiner Persönlichkeit durchschaut, als es seinem Schüler lieb war. Und immer noch konnte man den Hass spüren, der tief im inneren dieses Mannes verwurzelt war, der sich eine Bahn suchte und der nach Macht gierte. Dem Grünäugigen sollte dies jedoch egal sein, denn falls der Ergraute tatsächlich nur von Hass und Gier getrieben wurde, fände er ein unrühmliches Ende und die Strafe des Gottes, den der Dieb zu betrügen versuche, träfe ihn härter als der Zorn all seiner Mitmenschen. Am Regal mit den Lehrbüchern angekommen nahm Sinistro nun wortlos einige Bücher heraus, >Die Anatomie des menschlichen Skeletts<, >Knochen und Knorpel< sowie >Die Kampfkunst der Skelettkrieger< waren dabei, ebenso etliche Werke zur Kontrolle über jene Wesen. Insgesamt jedoch verschonte der Erwählte seinen Lehrling vor den allzu schweren Werken, auch dies hatte einen Grund: Nafolux sollte sich selber seine Informationen beschaffen, die Schriftstücke waren nichts weiter als die minimalen Grundlagen und für eine erfolgreiche Beschwörung sollte man über mehr Wissen verfügen, als es einem die Werke, die der Gedächtnislose ausgesucht hatte, vermitteln könnten. Doch diese Tatsache sollte der Schüler selber erkennen, er sollte die Initiative ergreifen- nur so mag aus ihm ein wirklich mächtiger und gefährlicher Magier werden, nur so würde er nicht zu einem Spielball der Götter und des Schicksals werden.

„Nun, diese Werke setze ich voraus, ich denke, dass du es gut schaffen solltest, diese Bücher innerhalb von zwei Tagen zu lesen. Das Procedere ist dir bekannt, bevor du die Rune erhältst werde ich dein Wissen testen und falls du der Meinung sein solltest, vor Zweitagesfrist fertig zu sein, dann lass es mich wissen. Kann ich dir denn zuvor noch Fragen beantworten oder bist du wunschlos glücklich?“

Hirni
05.05.2005, 19:12
War das wieder eine interessante Diskussion. Wer besass nun weniger da oben, sie oder er? Hirni wusste es schon richtig zu deuten.
"Ach Elfi, weisst du,.."
"Ich weiss gar nichts.."
"Ja, vergess ich immer wieder. Also es ist doch so. Man betrachte diebetrachtliche Menge an Bücher von mir und die kleinen Schmöcker, die du da hast. Was meinst du wohl, warum ich mehr habe als du?"
"Weil du Hirni bist?"
"Ähm, ja, ok, deshalb vielleicht auch. Aber was ich sagen will. Umso mehr Bücher man liest, umso mehr Intelligenz besitzt oder wird man besitzen, logisch oder?"
"Ja schon, Hirni, aber es geht mir einfach gegen den Strich, die beiden Wörter Hirni und Intelligenz in einem Satz zu hören. Das ist falsch. So falsch wie deine Unordnung hier."
"Lass meine Unordnung in Ruhe. Setz dich lieber. Ich für meinen Teil habe es doch tatsächlich geschafft, ne ordentliche Kugel zu schieben, besser gesagt eine Lichtkugel und ausserdem meinen Lehrmeister mit der Schattenflamme etwas mit Asche berieseln zu lassen. Und nun setz dich..."
"Wohin denn?"
"Alles muss man alleine machen hier." nörgelte Hirni, befreite seine nStuhl von den Bücher, schob ihn zu Elfaire, die sich setzte, staplete für sich selber ein paar bücher auf und setzte sich auf diese.
"Siehst du, ein Stuhl, zwei sitzende. Wo liegt da das Problem?"
Hirni bemerkte nicht, wie stark sein "Baukonstruktion" am wackeln war. Elfaire beäugte dies mit Hochgezogenen Augenbrauen..

Don-Esteban
05.05.2005, 19:14
»Zeit...«, antwortete er, »Zeit ist womöglich nur eine Illusion. Was bedeuten würde, daß es überhaupt keine Zeit gibt. Und was es nicht gibt, kann man auch nicht haben. Doch wenn es sie nicht gibt, kann sie auch nicht vergehen und somit hätte man wiederum die Ewigkeit für alles, was man zu tun wünscht.«
Auf Lomars verwunderten Blick hin - womöglich hielt sie ihn nun für vollkommen übergeschnappt - ließ er sich dann noch zu einer erklärung hinreißen, denn soweit, daß er die Mimik seiner Gesprächspartner interpretieren konnte, reichte seine Wahrnehmung des Restes der Welt dann doch noch.
»Das ist nur eine Theorie. Eine von vielen. Aber wenn man sich damit beschäftigt, die Dauer von Zaubern auszudehnen, gerät man an viele seltsame Dinge und die seltsamsten befinden sich in der Bibliothek, niedergeschrieben auf vergilbte Pergamente, gepresst zwischen zwei Buchdeckel warten die mehr oder minder seltsamen Gedanken alter Philosophen auf ihre entdeckung. Ich sage dir, schon so mancher ist als ein anderer aus der Bibliothek hervorgekommen, als er hineingegangen ist. Ja, ich würde sie sogar als gefährlich bezeichnen. Sie greift den Geist an...«
Mittlerweile waren sie den Gang weiter entlang gegangen, der Hohepriester hatte Lomar einfach am Ärmel gepackt und sie sanft mit sich gezogen.
»Wo waren wir? Achja, deine Magie... du wolltest sie verbessern. Das ist ein äußerst guter Vorsatz. Und natürlich werde ich dir dabei helfen. Wie sonst solltest du durch das Labyrinth der Theorien und Thesen, den Irrgarten aus Vermutungen und Mutmaßungen finden, um am Ende zur Quelle des Wissens zu gelangen.
Aber zuerst kannst du mir bei etwas behilflich sein, etwas, was ich schon seit längerem plane. Ich will das Buch, das wir aus den Katakomben geborgen haben, lesen.«

Nafolux
05.05.2005, 19:23
Mit einem zynischen Lächeln schickte er Sinsitro fort. Natürlich war er nicht glücklich und seine Wünsche häuften sich fast schon. Doch daran konnte sein Lehrmeister nichts ändern. Also begab er sich ans Lesen, doch die Worte seines Lehrmeisters, kamen immer und immer wieder in sein Gedächnis zurück. Auch wenn er sie verbannen wollte. Er hatte irgendwie einen sarkastischen Unterton gehabt, den Nafolux nicht leiden konnte, doch es schien als wäre es eine Botschaft. Eine Warnung!
Der Schwarzmagier beschloss ersteinmal zu lesen, was er bekommen hatte. Er entschied sich wie immer erst die Anatomie zu studieren. Ein Teil davon hatte er schoneinmal bei den Zombies gelesen, doch nun wurde näher etwas zu den Knochen beschrieben. Von Knochanmark bis Calciumschichten wurde alles erklärt. Schnell hatte er ein Blatt voll mit Notizen geschrieben.
Das Buch ließ sich einfach, da Nafolux nach dem ganzen praktischen Anwenden, gerne las. Er hatte sich zudem auch schon darauf gefreut einen neuen Spruch lernen zu dürfen und besonders hatte er sich auf das Beschwören eines Skelettes gefreut, was er schon mittels einer Spruchrolle geschafft hatte. Er kannte die Macht, die einem damit zur Verfügung stehen konnte und er wusste, dass dies einer der charakteristischsten Kreaturen Beliars waren.
Genauso wie ihn der neue Spruch interessierte, fand er Interesse an der Anatomie. Es war faszinierend, was er alles in seinem Körper haben sollte. Als ehemaliger Dieb war ihn solches Wissen immer untersagt geblieben und sogar dann, als er sich dafür interessiert hatte, wurde er dafür nicht "zugelassen". Doch heute war alles anders. Er konnte lernen und studieren was er wollte und momentan wollte er zeigen, dass er für solches Wissen bereit gewesen war und ist. Er wollte Macht!

LadyLomar
05.05.2005, 19:24
Er packte sie am Arm und philosophierte über die Zeit, welche sein konnte oder auch nicht und damit die Ewigkeit beschwor.
Ein wenig verdutzt blickte sie ihn dabei an, sicher er war bekannt dafür ab und an mal wirr zu sprechen doch damit hatte sie nun nicht gerechnet, also wollte sie es dabei belassen doch er fuhr schon wieder fort mit seiner These und begann diese zu erläutern.
Still hörte sie seinen Ausführungen zu bis er sie denn beendet hatte und zum Wichtigsten kam, nämlich das er sie ausbilden würde, was sie erfreute, war er doch der Beste auf diesem Gebiet was man ohne Neid zugeben konnte und sie fühlte sich geehrt das er sich Zeit, ob es sie denn gäbe oder auch nicht, für sie nahm.

An ihrem Ärmel ziehend schleifte er sie durch die Gänge, erzählte von der Bibliothek und ihren Geheimnissen die einen verändern konnten wenn man sich nicht in Acht nahm.
Auch das sollte ihr recht sein wenn sie denn zu mehr Wissen verhalfen, sie hatte keine Probleme damit und würde das gerne hinnehmen.
Abschliessend erklärte er noch das sie ihm helfen könne bei der Entzifferung eines Werkes das er in den Katakomben gefunden zu haben schien.
"Nun ich will es gern versuchen wenn ich auch nicht vieler Sprachen mächtig bin, aber wenn ich helfen kann dann mach ich das gerne."

Don-Esteban
05.05.2005, 19:40
»Oh, keine Sorge, ich brauche niemanden, der mir irgendwelche Schriftzeichen entziffert. Es geht vielmehr um folgendes: Dieses Buch«, er hob einen Ledersack, den er - wie man erst jetzt sah, in der Hand trug, »ist kein gewöhnliches buch. Es steckt voller Magie. Voll von der Art Magie, die dieses Werk zu etwas macht, was den Leser auffrißt und nur noch seine leere Hülle zurückläßt, nachdem es ihn vollkommen ausgesaugt hat. Wie ein benutzter Putzlappen sinkt seine Robe danach zu Boden, weil nichts mehr von ihm übrig ist außer ein gräßlicher tofesschrei, wie sie Nachts manchmal durch die gänge des Kastells hallen. Dies sind die Echos verschwundener Magier aus längst vergangenen Zeiten. Sie sind Teil eines solchen Buches geworden, daß sich nun dank ihres Geistes selbst fortschreibt. Ja, auch solche Bücher gibt es. In der Bibliothek gab es einst einen eigenen Flügel für derartige Schriften. Scheinbar waren die alten Magier der Meinung, daß sich ein Besucher der Bibliothek schon selbst zu hilfen wissen. Oder vielleicht waren die Magier früher auch einfach nur intelligenter... wer weiß.«
Er machte eine vielsagende Bewegung mit der Hand.
»Wie auch immer. Jedenfalls kann dieses Buch nur dann gelesen werden, wenn seine Eigenmagie unschädlich gemacht wird. Dafür gibt es einen speziellen Raum, den du ja sicher auch schon längst kennst, wie jeder Magier, der etwas auf sich hält: den antimagischen Raum.«
Er machte eine Pause, vermutlich erwartete er, daß seine Begleiterin die augen vor Erstaunen aufriß oder wenigstens die Luft anhielt. Aber nichts dergleichen geschah. Sie tat so, als sei das überhaupt nichts besonderes. So als würde man sich dort sowieso jeden Tag zum Frühstück treffen. Nun, für zwei Küchenschaben, einen Ameisenstamm und eine kolonie florfliegen stimmte das auch. Aber was zählte schon gewöhnliches Ungeziefer, wie es es im Kastell zu Tausenden gab? Für Magier war dieser Raum etwas besonderes.
»Der antimagische Raum eliminiert jede Art von Magie. Deine eigene wie auch fremde. Darum ist er geeignet, um Dinge wie jenes, das ich nun vollbringen will, durchzuführen. Ich werde das Buch dort öffnen und es lesen. Und du hilfst mir dabei. Denn da dort die Magie sowieso nicht funktioniert, benötige ich auch niemanden mit herausragenden magischen Fähigkeiten.«
Sie bogen in einen neuen Gang ein.
»Ah, da vorne, am Ende dieses Ganges ist es.«

Elfaire
05.05.2005, 19:48
Elfi hielt sich Augen und Ohren zu. Aber trotzdem, dieses *KRACH* *PLUMS* *AU* war einfach nicht zu überhören. Besonders das *au* nicht.
»O.k. Du hast eindeutig weniger Hirn. Der Idiotentest beweist« grinste sie.
So, nun war das Chaos in diesem Teil der Bibliothek wohl perfekt; auch die letzten... »Hirni, weißt du eigentlich, wo du die Bücher nachher hintun musst?« »Euhhh...« »Hirnüüü....« Elfaire bahnte sich einen Weg zu ihm, was ohne geringes Beschädigen der Bücher fast unmöglich war. Hirni kauerte lachend und begraben unter Büchern am Boden... Grinsend half die Schwarzmagierin ihm auf. »Jetzt müssen wir aber langsam mal anfangen... mit lesen... hehe«

LadyLomar
05.05.2005, 19:51
Es ging also nicht darum etwas zu entziffern, nein vielmehr handelte es sich um ein Werk welches den Lesenden direkt gehend einem Blutsauger gleich aussog, soweit sie seine Interpretationen umsetzen konnte.
Zu dem Behufe wollte er sich in den antimagischen Raum begeben um dort die Zeilen in aller Ruhe lesen zu können.
Hierfür also brauchte er sie, nun sollte ihr recht sein auch wenn ihr der Ausdruck von wegen nicht viel magischer Kenntnisse erforderlich, doch ein wenig missfiel, hatte sie doch schon zwei Stufen bei ihm erlernt.
Nun die magische Kraft möge ihr dort genommen werden, jedoch des Schwertes wäre sie immer noch mächtig und im Falle eines Falles, wusste man ja nicht was dieses Buch alles barg, würde sie bereit sein um den Hohepriester und sich zu verteidigen.

Also machten sie sich auf diesen Raum auf zu suchen, am Ende des Ganges angekommen war dem auch so.
Sie betraten selbigen und plötzliche Kälte umgab sie, keine Ahnung woher das kam doch sofort spürte sie das ihr was fehlte, es war die Magie die sie an der Schwelle hatte abgeben müssen, nun wusste sie wie es sich anfühlte eine Kraft zu verlieren.
Unsicher blickte sie sich in dem Raum um, viel konnte sie nicht erkennen als einen Tisch und zwei Stühle, doch war es auch sehr dunkel hier drinnen und sie entflammte eine Kerze denn der Lichtzauber würde hier nicht wirken.
Die Beiden setzten sich hin und der Don öffnete das Buch, sie war gespannt was es denn zu erzählen hätte.

Hirni
05.05.2005, 19:56
Sich das Hinterteil reibend, stand Hirni auf, noch immer musste er lachen. Nur schwer war er zu beruhigen, gleich würden mit Sicherheit die ersten Maiger oder Dämonen kommen, die ihn dazu rieten, ruhig zu bleiben. Doch er fing sich noch rechtzeitig.
Als er dann aber das Wörtchen lesen hörte, war ihm schon wieder anders.
"Hm, na gut, wenns sein muss." Der Schwarzmagier holte sich einen Stuhl heran, auf seinem ersten sass ja nun Elfaire, und schlug das Buch über die Schattenflamme und wie man sie steuerte, auf.
Es war genauso trocken wie das letzte.
Er schaute auf, sah zu Elfaire rüber, die in ihr Buch vertieft war und dabei ein Gesicht zog, über das Hirni wieder nur grinsen konnte. Kurze Zeit Stille. Doch wie Hirni halt so war, konnte er nicht ruhig bleiben.
"Elfi?"
"Hm?"
"Sach ma, ist dein Buch auch so zulesen wir Klopapier? Also so trocken, dass du dir den Hintern wund rubeln würdest, wenn du dir damit den Hintern abputzen würdest?"

Elfaire
05.05.2005, 20:05
»Trocken?« Elfaire grinste und sprang dann reflexartig auf und blickte sich um. »Ja, was steht denn da und lächelt mich an? Ein Wasserglas...« grinsend nahm sie es und schüttelte es ohne Zögern über das Buch.
»Nein, nicht trocken. Nass.« Mit leicht blöd aussehendem Gesichtsausdruck starrte sie das Buch an. »Wöh, was hab ich gemacht?! Wie soll das jetzt wieder trocken gehen!? Ah, ich habs. Pass mal auf Hirni, jetzt komme ich!« Elfi sprang auf, nahm ihre Schattenflamme-Rune und beschwor eine solche. »Uuuund...« so visierte das Buch an. Doch leider traf sie das gewünschte Ziel nicht... Es kam nur noch ein »Auuuaaa«...

Hirni
05.05.2005, 20:14
Das alles geschah so schnell, Hirni brachte nur noch ein: "Was zur Hölle..." hervor. Was sagte Sinistro noch gestern zu ihm? In der Bibliothek keine Magie wirken? Doch Elfaire tat genau das in diesem Augenblick. Ehe Hirni sich versah flog eine Schattenflamme auf ihn zu und traf ihn.
"Aaauuaaa. Elfi, hilffeeee" Der Schwarzmagier sah nur noch, wie seine Robe anfing, zu brennen, stand dann auf, wollte losrennen, stolperte über eines der vielen Bücher und schlug der Länge nach hin. Jedoch reagierte er nicht auf die Schmerzen. Viel eher reagierte er auf die Flammen an seiner Robe, sprang wieder auf und rannte los, bahnte sich einen Weg durch die Bibliothek, verliess diese auf schnellstem Wege und rannte weiter durch die Flure des Kastells. Wo sollte er jetzt das Wasser herholen, das ihn löschen würde? In totaler Panik geraten fiel ihm der Baderaum ein, in den er auch schon Lokia gebracht hatte, als diese in Flammen stand. Schneller als ein Gepard flitzte er ins Kellergeschoss, verschwand in die dunkeln Gefilde, riss die Tür auf, die ihn in den Baderaum führte und sah die Wasserbecken vor sich. Mit einem großen Satz sprang er in das kühle Nass, ungeachtet dessen, dass auch der Rest seiner Klamotten, die unter seiner Robe waren, nass wurden. Es zischte laut, die Flammen waren gelöscht, doch Hirni selber war nun nass vom Hemd bis auf die Socken. Da hatte Elfaire ihm ja was schönes eingebrockt. Ob sie ihm wohl gefolgt war? Hirni wusste es nicht, blieb nur im Wasser, weil es so angenehm kühl war, und er sich nach diesem Hitzeschock erstmal abkühlen konnte...

Rhonin
05.05.2005, 20:29
Schon seit gestern Nacht saß der rotschöpfige Schwarzmagier an seinem Studienplatz und kämpfte sich regelrecht durch den kleinen Stapel Büchern, dicken Büchern, durch.

Schon seit Stunden hatte er die zwei Bücher über den Teleportzauber durchgearbeitet und sich einige Notizen gemacht. Doch nun brütete er über die Beschwörung eines Untoten. Doch er konnte die Natur dieses zaubers nicht gänzlich verstehen.

Frustiert und Niedergeschlagen legte er das Buch auf den kleinen Tisch vor sich und erhob sich. Langsamen Schrittes ging er auf eines der Fenster der riesigen Bibiliothek zu und öffnete es. Die frische Luft würde ihm gut tun. Während er seinen Gesit wandern ließ, blickte er zufällig hoch zum Mond.
Da kam ihm plötzlich eine Idee. Schnellen Schrittes ließ er die Bibiliothek hinter sich und begab sich auf direktem Weg in den Innenhof. Sein Blick wieder auf den riesigen Kreis am Himmel, genannt Mond, gerichtet enstand in seinem Kopf eine Schlussfolgerung.

Wie kam es eigentlich dazu, dass der Mond in der Nacht einen so hellen silbrigen Schein von sich auf Khorinis und wahrscheinlich den rest von Myrtana warf? Pergament und Tinte, ich brauch Pergament und Tinte....
Plötzlich fiel vor ihm wie aus dem nichts ein Blatt Pergament ein kleines Tintenfässchen und eine Feder sanft zum grasbewachsenen Boden.
Ahh, danke[/] murmelte er und hob dies vom dem Boden auf.
Anstatt sich wie üblich vor die alte Eiche zu setzen, verstaute er die Sachen in seinen Robentaschen und fing an, in die Krone der alten Eiche zu klettern. Ganz oben im Geäst dieses alten Baumes, der ohne Zweifel schon mehrere hunderte Generationen hier verweilte, suchte er sich einen Platz, wo er sich hinsetzen konnte und dabei festen halt hatte. nach wenigen Augenblicken hatte auch seinen Platz in dem dicken Geäst gefunden, nun holte er die Seite Pergament, die Feder und das Tintenfass aus seinen scheinbar endlos tiefen Robentaschen heraus. Vorsichtig tauchte er die Feder in das schwarze Gemisch, dass man zum Schreiben benötigte, und begann auf dem Blatt Pergament seine Gedanken niederzuschreiben.

[I] Ich sehe wie der
Mond im Himmel sitzt, in der dunklen Nacht.
Mit dem Licht der Sonne scheint.
Die Sonne gibt dem Mond nicht freiwillig leben.
Der Mond muss es sich selbst verdienen.

Gerade als er seine Gedanken fortsetzen wollte, brachten ihn zwei pechschwarze Raben aus dem Gleichgewicht. fast wäre es gefallen, doch gerade noch rechtzeitig konnte er sich an einem richtigen dicken Ast festhalten und sich wieder hochziehen.
[I]Blöde Raben[/] murmelte er Am liebsten hätte er ihre Schwanzfedern mit einer Schattenflamme angesengt, doch musste er immer daran denken, die Magie nicht für solche Dinge auszunutzen. Die magie konnte ein unheimlich starker Verbündeter sein oder dein schlimmster Albtraum. Man muss sie ehren und dieses Geschenk beliars mit Ehre halten und es respektieren.
Behutsam und Vorsichtig schraubte er das kleine Tintenfass zu und ließ es zusammen mit der Feder und dem nun beschriebenen Pergamentblatt vorsichtig in seine weite, rechte Robentasche vor jedem neugierigen Blick geschützt ,verschwinden. Nun kletterte er langsam von der alten Eiche wieder runter. Als seine Füße sich wieder auf festem Boden befanden, atmete er noch ein letztes Mal tief ein, bevor er sich wieder den gemäuern des kastell hingeben würde. Die kühle, frische Luft tat wahrhaftig gut. Langsamen Schrittes machte er sich auf den Weg in das Refektorium.

Don-Esteban
05.05.2005, 20:36
Als sie vor der Tür standen, rätselte die Fechtmeisterin, auf welche Weise man sie wohl öffnen könne. Denn es gab keinen Knauf, keine Klinke, ja nichteinmal ein Schloß, durch dessen Schlüsselloch man hätte illern können. Doch den Hohepriester schien das nicht zu bekümmern. Er fuhr mit der freien linken Hand über die Tür, auf deren glatter Oberfläche sich bei jeder Berührung Kreise bildeten, gleich denen, die entstanden, wenn man einen Stein in ansonsten ruhiges Wasser wirft. Er fuhr mit den Fingern auf der Tür entlang, ließ so Linien entstehen, machte einige schwungvolle Bewegungen, aus denen große Kreise wurden, setzte hier und dab, was zu den schon oben beschriebenen kleienren Kreisen führte, kritzelte zu guter letzt mit der Fingerspitze eine senkrechte Reihe mit irgendwelchen Runen in eine Lücke des entstandenen Kunstwerkes und trat dann zurück.
Ein leises schneufen, wie von einem erwachenden Monster, ertönte, dann signalisierte ein Klicken, daß sich die Tür geöffnet hatte. Nebel quoll aus dem entstandenen Spalt zwischen Tür und Rahmen und sammelte sich am Boden, wo er schmeichelnd die Füße der beiden Besucher umschlängelte.
»Gehen wir hinein«, bekräftigte der Hohepriester sein Vorhaben, so als müßte er es sich noch einmal selber bestätigen.
Vor ihnen lag im Dunkel der antimagische Raum. Durch die tür, die sich nun immer weiter öffnete, fiel das spärliche Licht des Ganges hinein - und plötzlich entflammte ein Widerschein. Das Licht brach sich an silbern schimmernden Spitzen, die von allen Seiten in die Mitte des Raumes zeigten. Der Raum selbst war - und das war nur eines der vielen ungewöhnlichen Dinge an ihm - kugelförmig. Und an der Innenseite dieser kugelförmigen Raumbegrenzung, die Boden, Wand und Decke in einem war, da man nie sagen konnte, wo das eine aufhörte und das andere anfing, drängten sich die metallenen Spitzen. Geschmiedet nach nordmarer Tradition aus reinstem magischen Erz, daß die Magie so gut leitete und in jeder Rune enthalten war.
Doch hier wurde durch die spezielle Anordnung dieser Spitzen, die alle auf den Mittelpunkt des Raumes ausgerichtet waren, ebendiese Magie von ihnen aufgesogen und abgeleitet - wohin, wußte niemand. In diesem Raum existierte keine Magie. Die Runne, am Gürtel des Hohepriesters befestigt - sie waren nur noch schwere Steine, die ihn nach unten drückten.
Inmitten des Raumes ragte aus dem Boden unter ihnen ein Pult empor, verziert mit feinen Linien, die sich in endlosen Ranken an den Kanten emporhievten, um am oberen Ende des Pultes in verwirrenden Mustern zu vergehen.
Plötzlich erklang ein gedämpftes Rumpeln und eine Brücke fur direkt unter den Füßen der Besucher, die auf der Schwelle des Raumes standen, hervor, legte sich als Weg bis hinüber zu dem in den Mittelpunkt des Raumes aufragenden Bücherpult und ermöglichte so dessen Erreichen.
»Komm«, sagte Don-Esteban nur zu seiner Schülerin und sie betraten beide den schmalen doch gleichwohl festen Steg, der sie in den Raum führte.
»Auf dieses Pult wird das Buch gelegt und dann mit den riemen, die am Pult befestigt sind, festgeschnallt. Dies muß so erfolgen, daß sich das Buch danach öffnen läßt. Trotzdem darf es sich nicht von dem Pult lösen, es muß fest auf ihm bleiben. Denn sobald es seine Position verändert, wird nicht mehr all seine Magie abgesaugt und es kann sein zertörerisches Werk an uns beginnen. Was wir auf jeden Fall vermeiden müssen. Zumindest so lange, bis du deine Lehre abgeschlossen hast.
Die Brücke wird wieder zurückgezogen werden, um den Fluß der Magie vom buch weg nicht zu stören. Deine Aufgabe wird es sein, die Riemen, die das Buch halten, zu halten und so fest daran zu ziehen, wie es nur geht.«
Um das Pult herum befand sich ein Umgang, gesäumt von einem dünnen Geländer. Mittlerweile waren einige Fackeln aufgeflammt, deren Licht hier auf natürliche Weise erzeugt wurde - denn Magie funktionierte hier nicht. Die Brücke fuhr tatsächlich wieder zurück und ließ die beiden am Pult alleine. Umgeben von den feindselig unter ihnen aufragenden neben ihnen herragenden und über ihnen herabragenden Stachelspitzen aus magischem Erz. Ein schleichendes Gefühl des Unwohlseins ergriff die meisten Besucher dieses Raumes, wirkten doch die scharfen Stacheln, deren Spitzen sich alle auf die Mitte richteten, in der nun Lomar und Don-Esteban standen, wie Speere, die jeden Moment ihrem Ziel entgegengeschickt werden konnten.

Elfaire
05.05.2005, 20:38
»Uwahh....« In leicht geduckter Haltung, so als ob jede Sekunde jemand auf sie zu springen würde und sie verprügelt wie einen Hund der etwas böses getan hatte, rannte die Schwarzmagierin Hirni nach. So Roben brannten ja lichterloh, das hatte sie durch Lomar ja schon am eigenen Leibe erfahren müssen. »Hirni? Wo ist er denn jetzt hin...?!« Grade war Hirni noch zu sehen, doch als er dann um die Ecke gebogen war... »Na klar, der Waschraum!« Elf legte einen letzten Sprint ein und stürmte schließlich schwer atmend in den Raum. Danach brach sie in schallendes Gelächter aus - Hirni war tatsächlich in eines der Waschbecken gehüpft und verweilte noch immer in einem... »Loooool, Hirni - schwimmen kannst aber schon? Ich mein... So ohne Gehirn? Ach nee... Dann würde der Kopf oben bleiben, weil der ja hohl ist. Logisch?«

LadyLomar
05.05.2005, 20:50
Einige Fackeln entflammten und gaben den Raum preis, er wirkte bedrohlich, waren doch Spitzen auf den Mittelpunkt beim Pult gerichtet.
Genau dort sollte das Buch befestigt werden, in einer Art und Weise es öffnen zu können, wie sollte das von statten gehn, sie hatte keine Ahnung.
Laut Don könnte das Werk sie in sich aufnehmen wenn sie nicht darauf achtete das es fest verankert war, also suchte sie nach einem Ausweg.
Sie sah Riemen an dem Holz, diese wollte sie auch verwenden, nur mehr überlegt wie, das war die Frage.
Der Priester überließ es ihr was sie ehrte aber auch denken ließ das er keine Lust hatte sich den Kopf darüber zu zerbrechen.
Also hielt sie sich ran und nahm den dicken Einband und schlug ihn auf der leeren Seite auf um ihn dann mit den Riemen fest zu zurren.
Das Buch begann zu vibrieren, sie schnallte es fester so das keine Bewegung mehr möglich war.
Plötzlich stiegen Blitze auf und zuckten herum, die beiden Magier gingen in Deckung.
Es schien sich zu wehren, doch es hatte keine Chance, fest verbunden mit dem Pult wurden die Seiten umgeschlagen und der Inhalt gelesen, so hatten sie es jedenfalls vor.
Ein Zischen war noch zu hören und das Werk vibrierte, kam aber den Fesseln nicht aus und musste preis geben was es in sich enthielt.

Hirni
05.05.2005, 20:57
Wie ein Fisch im See fühlte sich Hirni, tauchte auf, tauchte unter, tauchte wieder auf und erblickte dann eine lautlachende Elfaire. Ihr schien der Anblick zu gefallen. Er wusste jetzt nicht, ob er ihr böse sein sollte oder nicht, hatte sie ihn schliesslich in Flammen gesteckt. Aber andererseits stand ja auch auf jeder Fönverpackung: Nicht in der Badewanne benutzen*.
Er schwom zum Beckenrand, zog sich hoch, stand vor Elfaire, die sich noch immer kaputt lachte. Hirni hatte noch etwas Wasser im Mund, liess es mit einem schnellen Strahl in Elfaires Gesicht fliesen und antwortete dann:
"LOOOOL? Was heisst das? Frei übersetzt, ich will auch mal?"
Ohne dass die Schwarzmagierin reagieren konnte, schubste Hirni sie ins Wasser. Nun war er es, der sich darüber krank lachte, wie ein anderer völlig plitschnass im Wasser schwomm.
"Wer zuletzt lacht, lacht am Besten, Elfi."


* Wie Hirni auf solche Gedanken kommt, weiss nur Beliar. Weiss er doch nicht einmal, was ein Fön, geschweige denn eine Verpackung ist. Ausserdem passte dieser Gedankengang kein bisschen zum vorherigen Satz, beantwortete weder, ob er ihr böse sein sollte, noch war er sich im klaren darüber, was er da dachte. Diese Zeilen waren lediglich zur Belustigung des nicht vorhanden Volkes da.

Farin
05.05.2005, 21:19
Nachdem Farin gestern noch weiter an der Beschwörung des Untoten gearbeitet hatte, war er schließlich sehr erschöpft auf sein Zimmer gegangen. Nach Tagen ohne Schlaf hatte er die Anstrengung des Beschwörens doch deutlich gespürt. Er war ins Bett gefallen, und war sofort eingeschlafen.
Am Morgen war er früh aufgewacht. Dann hatten ihn seine müden, aber mittlerweile wieder ausgeruhten Beine ins Refektorium getragen. Hier hatte er ein karges, schnelles Essen hinuntergeschlungen. Und kurz darauf war er wieder in der Bibliothek zu finden gewesen. Schließlich warteten seine Bücher über die Beschwörung eines Skelettes noch auf ihn. Er hatte zwar kurz daran gedacht doch zuerst noch ein, oder zwei mal einen Untoten zu beschwören, aber dann hatte er sich doch dafür entscheiden sich seinen Büchern zu widmen.
Don hatte zwar gesagt, dass die Beschwörung des Skelettes dem der Beschwörung des Untoten glich, aber Farin hatte dennoch genug Bücher, und falls es doch nicht so einfach war, wollte er wenigstens genug Zeit haben um die Bücher zulesen.
Nun saß Farin in der Bibliothek, und würde wieder lange in der gleichen Haltung über die Büchern gebeugt verbringen.

Simba
05.05.2005, 21:21
Nachdem Simba so eine freche Antwort von der Schwarzmagierin namens Elfaire bekommnen hatte, wollte er gar keine Menschen mehr kennenlernen und sein Wunsch diesen Ort zu erkunden hatte auch erheblich nachgelassen. Er war sehr traurig darüber so von der Magierin abgefertigt worden zu sein, wo er doch gehofft hatte sich vielleicht mit ihr anzufreunden. So machte er sich wieder auf den Rückweg zum Hof des Großbauern und hoffte irgendwann vielleicht einmal einen vrnünftige Unterhaltung mit Elfaire füren zu können. Er brauchzte jetzt jemanden der ihn verstand und der sein Freund war.

Don-Esteban
05.05.2005, 21:45
Magische Entladungen blitzten auf und stoben aus dem Buch, um sofort von den Stacheln aus Erz aufgesogen zu werden. Lomar stemmte sich mit aller Kraft gegen das Pult, die festen Schnüre in den Fäusten haltend und sie festzurrend, so daß sich das Buch nicht lösen konnte, während der Hohepriester vorsichtig darin blätterte. Unwirkliches Kreischen füllte den Raum und das Pult begann zu beben, so daß sich der Magier am Geländer festhielt. Giftiger Dampf stieg von jeder einzelnen Seite auf und züngelte in den Raum sich ein Opfer suchend. doch die Kontruktion der Kammer war unerbittlich. Jedes Quentchen Magie ersprürend und absaugend verschwand auch der Nebel, sobald er sich weit genug vom buch entfernt hatte. Das Vibrieren wurde stürker, das ganze Pult wackelte hin und her, so daß die an den Schnüren ziehende Schwarzmagierin letztendlich mit einem Aufschrei zur Seite gegen das Geländer geschleudert wurde. Das Buch war drauf und dran, sich zu befreuen. Geistesgegenwärtig war der Hohepriester den Sack über das Buch und klappte es im letzten Moment zu.
Das Rumpeln verebbte und die letzten Nebelfäden verzogen sich, magisch (oder eher unmagisch?) von den erzenen Spitzen angezogen. Don-Esteban lief um das Pult herum, um seiner Helferin wieder aufzuhelfen, die sich noch benommen von dem letzten großen Schlag an das Geländer klammerte.
»Alles in Ordnung? Das Buch hat mir leider nicht weitergeholfen. Es war voller Widersprüche und ohne neues Wissen. Verlassen wir diesen Raum.«
Die Brücke fuhr wieder herauf und beide verließen den unheimlichen Raum, der Magier hatte das Buch, bedeckt vom dem Sack, wieder unter den Arm geklemmt.
»Nun, es war ein Experiment. Es hätte immerhin etwas drinstehen können. Egal, kümmern wir uns um deine weitere Ausbildung. Dritter Kreis, richtig? Das wäre dann verschließen, Golem und Schattenläufer. Mächtige Sprüche. Ich schlage vor, du beginnst mit dem Golem. Er ist zwar aufwendig zu beschwören, aber recht einfach zu kontrollieren. Der Schattenläufer ist dazu noch schwierig zu kontrollieren. Und magisches Verschließen ist sowieso nie vollständig zu beherrschen. Am besten du besorgst dir in der Bibliothek einige Unterlagen über Golems und informierst dich über die Hintergründe«, sagte er, während sie beide durch die Gänge liefen, zurück in die angenehmeren Teile des Kastells.
»In zwei Tagen zeige ich dir dann die Kniffe beim Beschwören eines Golems und gebe dir auch deine Rune. Noch irgendwelche Fragen?«

Nafolux
05.05.2005, 22:50
Seite für Seite arbeitete sich Nafolux vor. Er hatte schon einiges geschafft und die Grundlagen soweit auch begriffen. Er würde morgen früh fertig werden, auch wenn er jetzt sofort aufhören würde, doch es war viel zu interessant.
Er hatte schoneinmal solch ein Wesen beschworen und wusste, was es konnte. Doch mit dem Aufbau hatte er sich erst jetzt noch nie beschäftigt. Auch die Ebene, aus der man das Skelett holte, war eine andere. Zudem war es noch der Fall, dass man sie mit Waffe beschwor, damit sie auch etwas taugen würden.
Darin sah Nafolux das größte Problem. Soweit er es begriffen hatte, musste er sich nun zwingend mit Waffen auseinander setzten. Wobei er die Fernkampfwaffen, die er nur zugut kannte, ausschließen konnte.
Er wusste genau, was er in den letzten Buch noch alles lesen musste und dass es ganzschön viel für das eine war. Doch er war etwas müde geworden nicht zu letzten durch das Beschwören des Zombies, daher beschloss er einfach aufzuhören, bevor er etwas nur halb machen würde. Bevor er dann morgen wieder den Faden finden musste, hob er es sich komplett auf und verließ die Bibliothek um in das Refektorium zu gehen.
Wie immer bestellte er sich ein nicht alzuschweres Essen mit dem Wein, denn er sich garnicht mehr wegdenken konnte. Er durchdachte nocheinmal alles, was er heute gelesen hatte. Er wusste, das ein Skelett sehr nützlich war, besonders, wenn man mit dem Bogen schoss. Ein Golem zum Beispiel hätte den Weg der Pfeile blockieren können oder könnte nicht so präzise den Befehlen folgen. Nafolux wusste es nicht genau, doch er würde es sicher bald lernen.
Es wurde spät und Nafolux wollte nun endlich schlafen gehen, damit er morgen weiter studieren konnte. Er hatte das Gefühl noch einiges vor sich zu haben, denn dieser Spruch hatte ihn fasziniert und daher sah er dass er komplexer war, als er bis jetzt beschrieben wurde.
Müde ging der Schwarzmagier die Gänge im Kastell hinab. Auf den Weg zu seinem Zimmer. Es dauerte wie immer nicht lang, da hatte er es erreicht. Mit einem Gähnen ließ er sich in das Bett sinken und schlief untypisch früh ein.

Rhonin
06.05.2005, 02:22
Rhonin saß nun schon seit einigen Stunden im Refektorium. Ein äußerst ausgiebiges Mahl nahm er dort gerade zu sich. Das harte Training hatte doch seine Spuren in Form seines riesigen Appetites hinterlassen. Aber dennoch war er mittlerweile beim nachtisch angekommen. Ein für üblicherweiser Weise recht großes Stück Käsekuchen präsierte dort auf einen weißen Porzellanteller direkt vor Rhonin. Was der Küchendämon alles leisten konnte, unglaublich. Rhonin war sich sicher, dass man selbst von einem menschlichen Meisterkoch sowas bei weitem nicht erwarten konnte. Langsam verspeiste er seinen Kuchen. Einfach herrlich! nachdem er nun sein Mahl beendet hatte, schleppte er sich und seinen prall gefüllten Bauch aus dem Refektorium. Wohin sollte er gehen? Es war schon lange nach Wolfsheulen, also schon ziemlich spät. Langsam aber sicher ermüdend schleppte er sich richtung Treppe. Mit behäbigenden Schritten stieg er die lange treppe aus schwarzen mamor hoch und folgte am oberen Ende der Treppe den Gang zur seiner Linken zu seinem Gemach. Unsanft öffnete er die Tür dass von einem lauten Krachen begleitet wurde und ließ sie genau so unsanft wieder zufallen. Als es wieder krachte, zuckte er kurz zusammen ehe er sich wieder seinem Unternehmen widmete. Langsam entschwand er seiner Robe und schlüpfte in sein Nachtgewand. Als ihm dies gelungen war, ließ er sich auf sein Bett fallen. Nicht mehr bemerkend, dass alle Lichter in seinem Gemach sich von alleine anfangs dämpften und schließlich erloschen, fielen seine Augenlieder zu und er fiel in einem tiefen, unruhigen Schlaf.

Elfaire
06.05.2005, 05:31
»Danke für das Bad... Jetzt ist der Blutfliegengestank wenigstens endgültig draußen. Danke nochmal!« mit mehr oder weniger grinsendem Gesicht stieg Elfaire aus dem Becken, in das Hirni sie hereingeschubst hatte. »Übrigens... 'Lol' heißt, dass man einen Scherz gemacht hat... Ist mir grad so in den Sinn gekommen. Genau so wie Ramamotti. Das war auch so dermaßen spontan... Das ist der Wahnsinn!« Die Schwarzmagierin schaute sich noch einmal um und verließ danach recht schleunig den Waschraum... Von dem hatte sie wohl für heute genug gesehen... Das helle Mondlich leuchtete blass auf die steinernen Säulen und Mauern des Kastells. Die Welt schlief noch, kein einziger Magier wandelte noch zu diesen späten Zeiten umher... »Lass uns was in den Innenhof gehen...« Als Antwort kam ein Nicken von Hirni. »Ich hol mir noch kurz ne Decke, du dir besser auch... Ist verdammt kalt...« Wenig später saßen zwei in Decken eingemummelte Schwarzmagier auf der Bank im Innenhof und plauderten über die Geschehnisse des Tages, über die Magieausbildung und alles, was es halt so zu bereden gab... Die ersten Vögel fingen an zu zwitschern und allmählich wich die DUnkelheit...

Hirni
06.05.2005, 10:49
Lange Zeit sassen die beiden Schwarzmagier auf der Bank, eingewickelt in Decken. Hirni legte seine jedoch bald schon fort, ihm wurde es, nachdem seine Klamotten komplett trocken waren, zu warm, aufgrund des im Innenhof mediteran herrschendem Klimas. Elfaire jedoch sass noch immer in Decken eingewickelt auf der Bank, schien eingeschlafen zu sein, denn von ihr hören tat man nichts mehr, ausser ein leises Ein-und Ausatmen. Hirni vergewisserte sich mit einem Blick zu der Blauäugigen, dass sie auch wirklich schlief. Auch Hirnis Augen waren ziemlich klein geworden, wurden immer schwerer und während er den Vögeln am Morgen lauschte, der Sonne entgegenblickte, die sich ihren Weg über dem Himmel bahnte und diesen in ein feuriges Rot tauchen liess, wurde es um ihn herum immer dunkler. Bald war auch er eingeschlafen, in einer ziemlich unbequemen Sitzposition, während seine Schulter als Kopfkissen für Elfaire herhalten musste...

Ceron
06.05.2005, 10:58
„Ohhh Morge Ohh Morgen, vertreib mir meine Sorgen
Es gekracht die letzte Nacht, doch vorbei ist die schöne Pracht
Was bleibt in meinem Hirn aus Brei, ist Kater und der ist mir einerlei“

Fröhlich spazierte Ceron mit einem Schokoladebrötchen im Mund in den Innenhof. Er musste sich wieder mal körperlich ertüchtigen. Der Priester stöhnte ja fast schon unter dem Gewicht des Kampfstabes. Doch für sein Morgentraining hatte er extra noch Gewichte daran gehängt. Deshalb wohl auch sein Gang, so schleppend, als ob er an jedem Fuss 2 Kilo mehr hätte.
Mit sich hatte er aber nicht nur den Stab sondern auch die Übungsrune für die Armee der Finsternis. Im Arkadengang angekommen wurde der Priester auch schon mit der heutigen Jugend konfrontiert. 2 völlig weisse Gesichter unter Decken lagen im Innenhof, Augenringe wie Jahresringe eines Baumes. Ein hämisches Lächeln ging über Cerons Gesicht, nach den Skeletten waren die Magier dran. Doch bevor er auf die Kleinen losging stellte er sich vor die Eiche und bemühte sich eine Armee der Finsternis zu beschwören.

„Gebeine, ich rufe euch zu einem Zweck
Zu liegen nach einem Kampfe vor mir im Dreck
An euch mich zu üben dies ist mein Wille
Möge danach wieder herrschen ewige Stille“

Na ja, zugegeben das ganze klang ein wenig schräg und holprig, aber für ein Morgengebet nicht schlecht. Sie kamen trotz der üblen Reime so zahlreich wie er sie erwartet hatte. Vier Skelette schlossen eine knochige Mauer um den Priester. Dieser entledigte sich darauf seiner luftigen Robe und nahm den Kampfstab vom Rücken. „Flexibilität“ „Schnelligkeit“ „Treffsicherheit und Kaltblütigkeit“ dies waren die Worte die Ceron immer wieder wiederholte, währenddem er mit den Klappermännern kämpfte. Der Kampf gegen sie faszinierte Ceron immer mehr, da sie genauso dachten wie er selbst, nur dass sie 3 Mann in Überzahl waren, die perfekte Ernstfall-Simulation. Doch Ceron hatte ja ebenso vier Enden, die er nutzen konnte. Den Stab hielt der Priester zwischendurch nur in einer Hand. Er liess in kreisen wie ein Sägeblatt. So ging das Spektakel weiter. Diese Jungmagier wollten einfach nicht aufstehen. So beschwor sich Ceron immer neue Armeen gegen die er antrat.

Ceron
06.05.2005, 11:09
Uhh, aber Moment mal! Der Junge hatte sich bewegt! Ceron hatte es mit eigenen Augen gesehen. So beendete der Priester den Kampf mit seinen Skeletten und begab sich zum Brunnen. Er wusch sich das Gesicht und die langsam vom Stab schon schweissig klebrigen Hände. Den Stab wischte er ebenso sauber, während er den Junge betrachtete. Er hatte den Priester eindeutig gesehen, sonst würde er nicht so tun als ob er schlafen würde. „Hey, du da.“ schrie Ceron „Ja, du da, der du da liegst unter dieser Decke. Ist der Innenhof hier zum Nachtheim für Streicher geworden?“ Langsam ging Ceron auf den Magier zu.

Hirni
06.05.2005, 11:22
Hirni war gerade eingeschlafen, als er ein Klappern und Knacken hörte. Blankes Metal schlug auf Holz, Kampfgeräusche machten sich auf dem Innenhof breit. Träumte er jetzt? War der Traum so real? Nein, das konnte nicht sein, war sein Bild vor Augen doch komplett dunkel. Aber was war es dann? Langsam öffnete er seine Augen, sah einen Kerl und mehrere Knochenmänner miteinander mitkämpfen.
"Aha, nur ein paar Skelette und ein Kerl. Kann ich ja noch weiterschlafen." dachte er sich träge, schloss wieder seine Augen, und versuchte wieter zu schlafen. Jedoch vergeblich. Der Krach wollte nicht enden. Das war gefährlich für den Kerl, Hirni brauchte seinen Schlaf, vor allem, wenn er vorher die Nacht über durchgemacht hatte. Er öffnete wieder seine Augen, verfluchte den Typen innerlich, wollte aufspringen, dem Kerl eine verpassen, jedoch waren dies lediglich seine Gedanken. Denn dieses in die Tat umzusetzen, dazu fühlte er sich nicht im Stande. Darum drehte er sich einfach auf die Seite, ignorierte, dass Elfaires Kopf somit von seiner Schulter rutschte und sie somit mit dem Nacken und dem Kopf nach hinten über die Lehne der Bank gelegt, noch unbequemer sass als er vorhin noch.
Plötzlich verstummten die Kampfgeräusche. Hirni öffnete seine Augen und sah den Typen auf sich zu kommen, nach dem dieser sich gewaschen hatte und vernahm seine Worte:
„Hey, du da. Ja, du da, der du da liegst unter dieser Decke. Ist der Innenhof hier zum Nachtheim für Streicher geworden?“
Der Schwarzmagier traute wohl seinen Ohren nicht. Streicher? Hirni und ein Streicher? Das mochte ja damals auf dme Festland noch der Fall gewesen sein, aber mittlerweile war das Kastell seine Heimat geworden.
Der Schwarzhaarige stand auf, ging ebenfalls auf den Typen zu und entgegnete:
"Streicher? Ich bin ein Schwarzmagier, wie man an meiner Robe sehen kann. Genauso könnte ich dich fragen, warum du unser gutes Wasser benutzt um deine Visage darin zu waschen. Damit wirst du auch nicht gerade schöner."
Den letzten Satz hätte sich das grimmig dreinschauende Zirkelmitglied sparen können, war er doch selber nicht gerade ein Kind der Schöhnheit. Doch wenn es um seinen Schlaf ging, wurde er schnell grantig. er spürte es schon jetzt, seine Laune würde heute nicht sonderlich gut sein, wenn er den Kerl nicht loswerden und danach ordentlich schlafen würde...

Ceron
06.05.2005, 11:37
Das war es, der herbste Schlag den Ceron je erlitten hatte. Na ja, mehr oder weniger, aber sicher der herbste an diesem Tag! Der Schwarzmagier hatte seine Schwäche entdeckt, seine unglaubliche Hässlichkeit. Obwohl, die mag wohl eher an seinem grimmigen Gesicht gelegen haben. Mit der einen Hand fuhr sich Ceron über die Glatze. Mit der anderen hatte er schon den Handschuh gelockert, um ihn dann fadengrad in des Schwarzmagiers Gesicht surren zu lassen. „Nun Streicher, wie geht’s uns den heute so?“ Der Priester tigerte um die Bank herum.

„Warst du schon immer so hässlich, oder bist du mutiert?
Wurdest du damals von einem Schwein adoptiert?“

Ceron hielt inne und liess den Schwarzmagier ein wenig auf dem heissen Kessel brodeln. Dann fuhr er weiter: „Haben sich deine Eltern nach deiner Geburt sterilisiert?
Du bist eine Schande für deine Gattung, so dilettiert.“

Hirni
06.05.2005, 11:52
Mit einem lauten Patsch bekam Hirni den Handschuh dieses Typens zu spüren. Was auch immer der für Probleme hatte, es mussten ziemlich schwere sein, tief in seiner Seele verankert, aufgetreten durch die schlechte Erziehung. Seine Eltern mussten auf ganzer Linie versagt haben, hatten ihn deshalb irgendwo wahrscheinlich in einer kalten, verregneten Winternacht ausgesetzt, um dieses Scheusal endlich los zuwerden.
„Warst du schon immer so hässlich, oder bist du mutiert?
Wurdest du damals von einem Schwein adoptiert?“
„Haben sich deine Eltern nach deiner Geburt sterilisiert?
Du bist eine Schande für deine Gattung, so dilettiert.“"
Jetzt wurde der Kerl auch noch beleidigend. OK, Das wurde er schon vorher, aber nun zog er über die verstorbenen Eltern Hirnis her, ein Punkt, den er absolut nicht abkonnte. Hirni konterte diese Sprüche mit Beleidigungen. Die letzte Instanz wäre dann der Schlag mit den Fäusten, sein Schwert lag nämlich oben in seinem Zimmer..
"War dein Vater Schmied, oder warum siehst du so behämmert aus?
Deine Zähne gleichen dem Sternenhimmeln. So schön gelb und so weit auseinander.
Ich kann verstehen, dass du Minderwertigkeitskomplexe hast, ich meine, welches Kind wird schon gerne die ganze Zeit im dunklen, kalten Keller eingesperrt und wurde bei einer kalten, verregneten Nacht an der Strasse ausgesetzt."
Ja, dem Kerl schienen diese Sprüche nicht zu gefallen.
"Wenn er sich verbal nicht wehren kann, dann soll er es wie die dummen halten und mich schlagen."

Ceron
06.05.2005, 11:59
„Ohh, verbal ist ganz mein Ding. Deines doch hoffentlich auch, oder?“ Ceron liess den Stab ganz sanft in seiner Hand kreisen während er fortfuhr:
„Mein Antlitz zeugt von edler Abstammung!
Für Dein Gesicht bekommst du Begnadigung.“ Noch immer hatte Ceron keinen einzigen hässlichen Lacher von sich gegeben, alles war so trocken und kochend heiss um die Beiden herum.
„Ich weiß nicht, welche meiner Eigenschaften dir am meisten imponiert!
Doch dein Geruch allein reicht aus und ich wär' kollabiert!“
Das erste Grinsen wanderte über Cerons Gesicht, na? Konnte der kleine noch oder wollte er schon die Fäuste auspacken? Dies dürfte ihm jedoch den Rest geben.
„Bist du das? Es riecht hier so nach Jauche und Dung!
Dich zu töten wäre dann eine legale Reinigung!“

Hirni
06.05.2005, 12:06
Er wollte also weiterhin die verbale Auseinandersetzung. Gut, dass konnte er haben. Warum zu Fäusten greifen, wenn man sich auch so wunderbar duellieren konnte? Die Sprüche, die jetzt auftraten wurden vom Inhalt derber, richtige Schimpfwörter fielen jedoch nicht. Ein Streigespräch der höchsten Art.

„Bist du das? Es riecht hier so nach Jauche und Dung!
Dich zu töten wäre dann eine legale Reinigung!“ kam als nächstes von dem Typen.
"Dann töte mich, muss ich dich und dein dämliches Antlitzen wenigstens nicht mehr ertragen. Ich werde dann keine Probleme mehr haben, du jedoch musst Tag ein- Tag aus mit dieser Visage weiter herumlaufen und wirst dir nur eine Frage stellen:
Wieso nur bin ich damals nicht gesprungen, als ich die Chance dazu hatte? Ich meine, wenn ich dein Gesicht hätte, ich würde lachend in ein Schmiedefeuer rennen."
Hirni stellte sich langsam die Frage, wann es zur Handgreiflichen Auseinandersetzung kommen würde. Er würde sich nicht vor ihr scheuen, aber auch nicht damit anfangen...

Ceron
06.05.2005, 12:43
„Ewig können wir es nicht verbal weiterziehen. Ich ziehe das Gefecht in die oberste Instanz.
Was hättest du denn lieber? Klageweiber oder Trauerkranz?“
„Das Mädchen hätte sich sicher gut an deiner Seite gemacht
Du wirst es nicht miterleben, aber bei deinem Tod hätte sie nur gelacht“

„Dein Geplänkel kommt nicht richtig in Schwung!
Da wäre koffeinfreier Kaffee ein erster Schritt zur Läuterung.
Wie wär’s mit einer Klinge aus festem Stahl
Dein eiserner Freund soll bei dir liegen im Totensaal“
Ceron setzte sich ein wenig entfernt vom Schwarzmagier an die Eiche. Er wollte ein wenig Abstand, falls dieser gleich losstürmen würde. Doch was am provokativsten war, war dass er dem Mann den Rücken zugekehrt hatte. Ceron konnte es eigentlich gar nicht erwarten den neuen Zauber ein wenig in Aktion auszutesten.

Hirni
06.05.2005, 12:57
Mit einem einzelnen Muskelzucken im Gesicht vernahm Hirni die Worte des Glatzkopfes. Es reichte jetzt. Er wollte endlich schlafen. Und das konnte er nur, wenn der Kerl endlich weg wäre. Und wie bekam man solche Aufsässigen Kerle weg? Richtig, mit einer guten, alten Klinge. Instinktiv griff er an seinen Rücken, wollte den Reaver ziehen, doch bemerkte er, dass dieser ja noch immer oben in seinem Zimmer lag.
Er befehligte einen niederen Dämonen die Klinge zu holen. Während des Wartens auf sein Schwert betrachtete er mit zusammen gekniffenden Augen den Rücken dieser Glatze. Ob sie zusammen gekniffen waren, weil er einen regelrechten Hass auf denTypen verspürte, oder weil er einfach müde war, Hirni war sich darüber selbst nicht im klaren. Oh, wie gerne würde er jetzt schon auf ihn losgehen. Seine Hände glitten in die Taschen seiner Robe, ballten sich zu Fäusten, und spürten dann zwei kleinere Steine. Richtig, er besass ja scon die Schattenflamme. Jedoch konnte er noch immer nicht richtig mit ihr umgehen, wollte sich eigentlich doch mit dieser Auseinander gesetzt haben, die Bücher gelesen haben, doch nun, dank dieser Glatzköpfigen Eierbirne, wurden seine Pläne verschoben werden. Sinistro würde nicht gerade erfreut darüber sein. Neben Hirni tauchte der Dämon auf, gab ihm seine Klinge. Nun hatte er die Wahl: Doch Magiewirken, in der Gefahr, sich dabei selber zu verletzen, oder das Schwert nutzen?
Er blieb beim zweiteren, hielt seinen Reaver in der rechten Hand und sprach dann:
"Auch du sollst nicht als Feigling sterben. Zeig mir dein Gesicht, jemand, der mir den Rücken zudreht, töte ich nicht."

Ceron
06.05.2005, 13:07
Ceron drehte sich nicht einmal um. Er beschwor lediglich seine 4 Skelette, und erhob sich. Nach weiteren auffordernden Rufen drehte sich der Priester dann schlussendlich um. Wie spät war es? 1 Uhr? Jedenfalls brachte die Sonne ihre ganze Kraft auf um Ceron die Schweissperlen über die Glatze laufen zu lassen, die Sonne war jedoch in seinem Rücken, ein weiterer Vorteil. ‚Kreist ihn ein.’ Befahl Ceron stumm seinen Skeletten. ‚Aber kämpft ihn nicht nieder, ich will auch noch etwas Spass haben mit der Ratte. Doch genug geredet nun, amüsiert euch gut, meine Herren Klapppermänner.’

Die Gebeine schlossen den Kreis um den Schwarzmagier immer enger, er wusste nicht wo hinschauen. Ceron ignorierte alle Rufe von wegen Feigheit und Unehrlichen Kampfes, er antwortete bloss mit ‚du bist doch auch ein Schwarzmagier, nicht wahr?’

Hirni
06.05.2005, 13:24
"Verflucht seist du dämlicher Hund." schrie Hirni dem Glatzköpfigen Typen entgegen. Das war eine Situation, in die auch nur er geraten konnte. Warum war er nicht früher auf die Idee gekommen, Magie zu erlernen. Sicher, er besas die Schattenflammen Rune, wusste auch, dass sie bei beschworeren Wesen recht hohen Schaden ausrichten konnte, doch das Problem lag hier in der Hand, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn in der einen Hand hielt er den Reaver, mit er wohl umzugehen wusste, und in der anderen hielt er die Schattenflammen Rune, mit der er kein bisschen umzugehen wusste. Wenn er damit loslegen würde, wäre das Chaos vorprogrammiert gewesen. Doch war hier nun keine Zeit zum langen nachdenken vorhanden.
"Schwarzmagier in Ausbildung wohl gemerkt. Aber du willst es ja nicht anders." sagte Hirni, sah, wie die Skelette den Kreis immer stärker schlossen. Er konzentrierte sich nur auf die Rune, auf ihre feinen Verzierungen. Er musste das Riskio eingehen und schauen, ob er sogar Glück hatte, und ein oder zwei der Dinger mit der eigenen Magie plätten würde.
Er liess eine Schattenflamme entstehen, spürte wieder diese immense Kraft in seiner Hand losfliegen wollte. Er liess los, die Flamme schoss los, direkt auf eines der Skelette zu, welches in sich zusammenfiel.
"Nich schlecht. Oder doch eher Anfängerglück?" Hirni war sich sicher, es war zweiteres. Nun waren nur noch drei der Klappermänner vorhanden.
Doch sie standen mittlerweile zu nah vor ihm, als dass Magie hier noch helfen würde. Nun musste der Schwarzmagier sich auf seine Klinge verlassen.
Jeden Schwerthieb blockend, schaute er immer nur in dieses dumme, hässliche Grinsen der Knochenmänner. Das stachelte ihn nur noch mehr an, ihren "Besitzer" mal ordentlich die dämliche Fresse zu polieren.
Den Reaver schwingend traf er das erste Skelett mit voller Wucht am Kopf, so dass dieser vom Hals fiel und klappernd zu Boden fiel.
"Lange halten deine Beschwörungen auch nicht an, das weisst du, oder?" schrie Hirni dem Tpen entgegen.
Es wunderte den Schwarzmagier, dass Elfaire immer noch so ruhig schlafen konnte bei dem Krach...

Ceron
06.05.2005, 13:46
„Muss man denn hier alles selbst machen?“ schrie Ceron mit gebieterischer Stimme. Bevor der Wicht auch noch das letzte Skelett zerstören konnte, liess der Magier es selbst zerfallen, sodass die Ratte die Luft zerschnitt. Der Priester warf seine Kapuze zurück und hielt den Stab diagonal vor sich. Der Start war schon mehr als spektakulär, Ceron macht mit einem Satz eine Rolle auf die linke Seite des Schwarzmagiers. Dann mit einem mächtigen Hieb hob er den Magier von den Füssen. „Flexibel“ sagte Ceron nur, bevor er dann mit dem Stab auf den Magier einhieb, der versuchte den Schlägen auf dem Boden auszuweichen. „Aber auch vorsichtig“ als dann der Magier plötzlich sein Schwert fasste und gegen oben stach. „Ausdauernd“ während er die wutentbrannten Schläge des Magiers parierte. „Hinterlistig“ stiess Ceron aus als er den Schlag mit dem einen Stabende parierte und mit dem Anderen auf die zweite Hand des Gegners niederschlug. Und zu guter letzt „Kaltblütig“ Als er mit einem weiteren Hieb auf die Schwerthand des Gegners zielte. Danach zog sich Ceron ein wenig zurück. Er liess sich im Kampf ein wenig zurückfallen.

Burzum
06.05.2005, 13:58
Burzum war nun schon eine zeitlang ahnungslos im Kastell herumgeirrt.
Als er wieder in dieser Art Eingangshalle angelangt war spürte er plötzlich einen stechenden Schmerz in seinem Kopf und kurz darauf eine knurrende Stimme... in seinem Kopf.

"Sterblicher....was suchst du hier.."

Burzum wusste nicht wie und was er antworten sollte.
Immerhin war die Stimme in seinem Kopf zu hören,
was würden wohl herumstehende denken wenn er auf einmal anfangen würde zu reden... mit jemandem der nicht einmal hier war?
Er drehte sich um und erstarrte.
Ein solches Wesen hatte er noch nie in seinem ganzen Leben gesehen.
Es war ein drachenähnliches Geschöpf mit dicken, ledrigen Flügeln,
glühend gelben Augen und einem schupigen, roten Körper.
Es besaß keine Beine und schwebte knurrend vor Burzum in der Luft.
Als er sich wieder gefasst hatte versuchte er so schnell wie möglich zu antworten und die Unterhaltung mit der Bestie schnellstmöglich zu beenden, da die Schmerzen in seinem Kopf immer unerträglicher wurden.

"Ich...argh... ich suche einen Schwarzmagier... sein Name ist Nafolux, ich soll ihm etwas geben... ein Geschenk..."
bei eine
"Mich intressiert nicht warum du diesen Magier suchst, Sterblicher... Doch er befindet sich in der Bibliothek, ich werde dich zu ihm führen... und fass ja nichts an...

Er führte Burzum in einen Raum in dem sich einige Magier befanden.
Er schritt dem Wesen schnurstracks hinterher bis sie schließlich zu einem großen, dünnen Mann mit grauem Haar kamen.*
Als dieser sich umdrehte musste Burzum noch ein zweites mal hinschauen.
Der Mann sah vielleicht aus wie... 20?

Hirni
06.05.2005, 14:09
Hirni bezog hier ganz schön Prügel. Der Typ verstand was vom Stabkampf, wieder war der Schwarzmagier unterlegen. Es war immer ds gleiche. Wenn er einen Gegner zum kämpfen hatte, dann war ihm dieser im Umgang mit der Waffe überlegen. Hätte er die Lehre im Einhändigen Kampf mal nicht abgebrochen. Aber andererseits. Wenn er erstmal richtig mit der Magie umzugehen wüsste, so bräuchte er kein Schwert. Nur um sich zu verteidigen. Und was anderes stand gerade nicht auf den Plan. Der glatzkopf fuchtelte wie ein Koch mit seinem Stabkampf umher, verpasste dem Magier mal hier eine, mal da, warf ihn zu Boden. Hirni kam nur noch zum Blocken oder Prügel beziehen. Seine Hände taten schon weh, weil auchdor gezielt drauf geschlagen wurde. Wie mit einem Rohrstock. Das Schwert zuhalten war eine regelrechte Qual geworden. Jede getroffene Körperstelle tat ihm weh. Das Holz des Stabes war massiv, würde nicht brechen bei einem harten Schlag. Es verstrich einiges an Zeit durch diesen Kampf. Zeit, die Hirni eigentlich in die Lehre, und vor allem in den Schlaf unterbringen wollte.
Nachdem er erneut ein paar Schläge kassiert hatte, blieb er einfach nur noch stehen.
"Weisst du was? Mir wird das ganze hier echt zu blöd." Eiskalt liess er sein Schwert fallen, welches klirrend zu Boden fiel, setzte sich zurück an seinen alten Platz und sagte:
" Ich hab keine Lust mehr. Gegenseitig töten können wir uns eh nicht, dann wird einer von uns aus dem Zirkel ausgeschlossen, und der andere tot sein, doer einfach die Zeit zurückgedreht, also sage ich dir nun:
Kämpfe mit deinen knöchernen Freunden weiter. Ich brauche meinen Schlaf und muss danach sofort in die Bibliothek, weiterlesen. Ein andern Mal können wir unsere Kräfte gegenseitig messen, jetzt nicht mehr."
Damit schien der Glatzkopf nicht gerechnet zu haben. Wie angewurzelt stand er da, wollte wohl noch etwas sagen. Wahrscheinlich wieder irgendwelche wüsten Beschimpfungen. Die liessen Hirni jedoch völlig kalt. Der Schwarzhaarige liess sich einfach nur müde auf die Bank sinken und war fast schon wieder eingeschlafen, spürte dabei jedoch seine ganzen Schmerzen, und die blauen Flecke, die er nun dank des Stabes erhalten hatte...

Ceron
06.05.2005, 14:22
‚Gar nicht mal so doof, der Schwarzmagier, der Junge gefällt mir’ sagte Ceron zu sich selbst. Die Antwort des Magiers machte ihn glücklich, auch wenn er es sich nicht ansehen liess. Ceron liess den Stab wieder ins Rückenhalfter gleiten und ging erneut zum Brunnen, um sich das Gesicht zu waschen. Ob er wohl gemerkt hatte dass er nur als Übungspuppe missbraucht wurde? Der Priester wusste es beim besten Willen nicht. Dann tat Ceron etwas ganz seltsames. Er legte seinen Stab ganz ab und ging auf den Magier zu. Ohne ein Wort zu sagen setzte er sich hin und stierte erst einmal die Eiche an. Dann plötzlich sagte er: „Nimm am besten heute Abend ein Bad, tu folgendes rein.“ Aus der einen Robentasche nahm Ceron Schattenkraut hervor. Aus einer anderen entnahm er einige Samenkörner von einer bestimmten Moonsorte.
„Bade lauwarm. Ich weiss wovon ich rede und dies ist kein weiterer Mordversuch.“ Ceron gab dem Magier den kleinen Lederbeutel, in welchen er die Zutaten gesteckt hatte. „Sagmal, wacht die nie auf?“

Nafolux
06.05.2005, 14:25
Nafolux war recht früh aufgestanden und sein Wissensdrang trieb ihn in die Bibliothek. Dort lass er das letzte Buch. Es handelte hauptsächlich von den Gelenken, die recht kompliziert waren, doch nicht so viel Zeit beanspruchte wie er noch hatte. Ungläubig starrte er auf seinen leeren Platz. Das konnte es nicht gewesen sein, dachte sich der Schwarzmagier.
Er ging herüber zum Bücherregal, das auch schon Sinistro mit ihm aufgesucht hatte und nun suchte er selbst nach den notwendigen Büchern. Schnell hatte er einige nicht gerade dünne gesammelt, die auf jeden Fall noch fehlten. Sinistro hatte wohl Fehler begangen, doch man konnte eh nichts anderes erwarten.
Er wollte sich eben wieder zu seinem Platz begeben, als ein Mann kam und ihn anscheinend sprechen wollte. In der stillen Bibliothek hatte Nafolux ihn schon lange gehört, doch hatte er nicht geahnt, das dieser Mann zu ihn wollte. War es nochjemand, der das Bogenschießen lernen wollte? Nafolux drehte sich um und starrte genervt funkelnd in die Augen eines Mannes, der erstaunt schien. Der Dämon, der ihn begleitet hatte war nun verschwunden. Nafolux hatte ihn nicht gesehen, nur das Flappen der Flügel hatte ihn davon überzeugt, dass der ihm Gegenüberstehende geführt wurden war. Als dieser Mann nicht antwortete, sagte Nafolux:

"Was willst du?!"

"Ämm Guten Tag Herr Schwarzmagier... Ich bin gekommen um dir dies hier zu überreichen."

Nafolux nahm das Päckchen entgegen und öffnete es schnell. Als er den Inhalt sah, entglitt ihn fasst sein spiegelgleicher Ausdruck. Er sah das Amulett, was er einst für Razor wieder mit magischer Energie gefüllt hatte. Es war das Amulett, das für sein graues Haar verantwortlich war. Wieso wollte es Razor nicht mehr haben, fragte sich der Schwarzmagier, dann meinte er:

"Nun ich erkenne diesen Gegenstand, was hat Razorwhisper gesagt, als er dir diesen Auftrag gab? Weist du was ihn dazu veranlasst hatte, obwohl es mir eigentlich ziemlich egal ist!"

Der Schwarzmagier starrte in die Augen des Mannes, der ihn gegenüber stand, fesselte ihn, bis er endlich antworten würde. Doch schon während er darüber nachdachte, warum Razor es ihn schickte, und ob etwas passiert sei, überlegte er, was er damit alles machen könnte. Vielleicht konnt er etwas nützliches daraus machen.

Hirni
06.05.2005, 14:43
Argwöhnisch betrachtete Hirni den Kerl und auch seinen Lederbeutel. Was war das wieder für ein Trick? Wollte er sich jetzt bei Hirni anbiedern? Oder war ds für den Kerl alles gerade nur ein Spiel gewesen, eine Art Selbstbefriedigung für sich selbst, weil er endlich mal wieder jemanden schlagen konnte, um ihn danach wieder zu heilen.
"Kein weiterer Mordversuch, hm? Aber ein versuch, mir die Scheisserei einzutreiben?" sagte Hirni zu dem Typen.
Als er dann die Worte des Magiers vernahm, ob Elfi überhaupt nochmal aufwachen würde, fragte sich auch Hirni, ob sie irgendwie jetzt total weggetreten wäre. Aber wovon? Das einzige, was sie gestern erleben "musste", war, wie sie Hirni in Flammen gesetzt, ein Buch mit Wasser übergossen und ein Bad im Baderaum genommen hatte. Warum also der lange Schlaf? War ihr gestriger Tag dennoch so erschöpfend?
"Das ist ne gute Frage. Ich weiss auch nicht, sie hat gestenr eigentlich nichts anstrengendes gemacht, soviel ich weiss. Dafür waren wir aber die ganze Nacht auf, vielleicht liegts daran, keine Ahnung. Die wird schon wieder aufwachen. Sag mal, du scheinst dich in der Magie schon besser auszukennen als ich. Kannst du mir vielleicht nen Tipp geben, wie ich die Schattenflamme gezielt schiessen kann? Oder muss ich das alles nachlesen? Mein Name ist übrigens Hirni..."

Ceron
06.05.2005, 14:55
„Mich nennt man Ceron. Uhh, du scheinst wohl auch grad an der Magie zu verzweifeln. Ich habe meine Mühe mit dem Hauch Beliars, aber Schattenflammen kann ich gut.“ Ceron suchte nach der Rune in seiner Hosentasche, vergebens, er hatte sie nicht dabei, so bat er den Schwarzmagier um seine. „Nun, deine Schattenflamme von eben, war ein wenig schusslig losgelassen. Aber pssst, sag deinem Lehrer ja nichts davon dass ich hier Magielehrer spiele, das ist gegen die Regeln. Die Schattenflamme ist wie dein Pfeil, und der Bogen ist dein Geist. Du kannst sie verformen. Die Spannung der Sehne entspricht deiner Konzentration. Je besser du auf den Zauber konzentriert bist und alles Andere abschalten kannst, desto kräftiger und wohler geformt wird sie. Das kann dann sogar so aussehen:“

Ceron schloss seine Augen und erhob sich von der Bank. Er wollte testen ob die Magierin wirklich schlief. Hirni schüttelte zwar den Kopf, aber das sah Ceron nicht mehr. Er wusste haargenau wohin er schiessen wollte. Schon Sekunden nachdem er seine Position gefunden hatte, schossen Schattenflammen aus Cerons ausgestreckter Hand. Aus jedem Finger eine, klein, aber mit unheimlicher Durchschlagskraft. Sie alle zielten haarscharf an der Schwarzmagierin Kopf vorbei. „Du siehst, Hirni, Konzentration ist alles. Talent hast du auf jeden Fall, da fehlt nur noch Übung.“

Burzum
06.05.2005, 15:18
Burzum betrachtete den Schwarzmagier.
Er schien verdutzt über den Gegenstand, der von Razor überreicht werden sollte.

"Nun... er gab mir den Auftrag, diesen Botengang zu übernehmen, als ich ihn in der Kneipe auf dem Hof Onar's ansprach. Er sagte nicht viel... nur, dass ich den Beutel einem Magier im Kastell namens Nafolux geben soll und ich soll dir seinen innigsten Dank für deine Bemühnungen ausrichten. Du mögest mit dem Inhalt des Beutels verfahren wie es dir beliebt...das war alles.

Burzum sprach mit Respekt, da er den Magier nicht verärgern wollte und starrte ihn, nachdem er fertig gesprochen hatte, demütigst und erwartungsvoll an...
Er fragte sich, was es wohl mit dem, was sich da in der Hand des Magiers befand, auf sich hatte, denn auf seiner Reise zum Kastell hatte Burzum nie einen Blick in den Beutel gewagt.

Hirni
06.05.2005, 15:34
Gespannt hatte Hirni Ceron beobachtet, wollte aber auch gleichzeitig gar nicht hinsehen, was er da mit Elfaire vorhatte. Benutzte er sie fast schon als Zielscheibe. Jedoch schoss er perfekt an ihr vorbei. Beeindruckt lauschte Hirni den Worten des Magiers.
"Hm, danke. Werde den Rat mal befolgen. Und keine Angst, das behalte ich für mich. Dennoch muss ich jetzt in Richtung Bibliothek. Und ich denke, Elfaire hier, die sollte mal ein Bett aufsuchen. Die Bank wird auf Dauer ziemlich ungesund für Rücken und Nacken.
Danke auch nochmal für de Lederbeutel, hoffe mal, deine Heilkünste sind so gut wie deine Schiesskünste mit der Schattenflamme. Wir sehen uns dann. Und sollte Elfaire aufwachen, und du noch heir sein, nun, dann sag ihr am besten, dass ich in der Bibliothek sitze und lerne. Sie muss das gleiche machen, mein Platz ist ja eh kaum zu übersehen." Mit einem Grinsen verabschiedete er sich von Ceron, machte sich auf den Weg in der Bibliothek und nahm dort an seinen Tisch Platz, um sich daran zu machen, das Buch über die Schattenflamme zu lesen. Wie lange er das aushalten würde war nicht sicher, hatte er doch innerhalb der letzten 36 Stunden vielleicht mal gerade 15 Minuten geschlafen. Dementsprechend sah er auch aus. Große Augenringe, kleine Augen, das Haar, trotz des Spülganges gestern Abend, oder gerade deswegen, wirr im Gesicht herumliegend...

Nafolux
06.05.2005, 15:35
Nafolux bemerkte das Interesse des Mannes, für den Gegenstand, den er transportiert hatte. Der Schwarzmagier nahm ihn heraus und zeigte ihn etwas, das Interesse schien zu steigen und Nafolux machte Anstallten das Amulett ihn zugeben, als er sagte:

"Ich habe ihn zusammen mit meinem Lehrmeister mit Magie gefüllt, deswegen scheint er mir zu danken. Doch dadurch ist er jetzt sozusagen von Beliar verflucht. Mir würde er nie Schaden zufügen, doch bei schwächeren Wesen bin ich mir nicht so sicher, aber ein Versuch wäre es wert. Nimm nur! Nimm!"

Nafolux hielt es den Mann unter die Nase und wusste, wie er reagieren würde. So wie erwartet, wollte der Mann es nicht mehr haben. Vielen ungebildeten war die Magie nicht geheuer und dann auchnoch von einem "bösen" Gott! Dies übersteig bei einigen die Schmerzgrenze.
Der Schwarzmagier ließ das Amulett wieder in eine seiner Taschen sinken, er wollte nach der Ausbildung mal sehen, was er damit alles machen konnte. Vielleicht könnte er die Magie so umpolen, dass dadurch eine andere Auswirkung hat. Zumindest wird es ein gutes Objekt zum studieren und experimentieren sein.
Ähnlich wie der Mann. Er wollte etwas die Anatomie eines Skelettes erfahren, dazu war ein bisschen sezieren an jemanden, der ein Skelett haben musste wohl nur hilfreich. Mit einem komischen forschenden Blick betrachtete Nafolux nun den Mann. Wenn dieser sich nicht zu seinen Studien zur Verfügung stellen wollte, sollte er verschwinden, bevor er das Gefühl bekam Zeit zu verschwenden, dachte Nafolux.

Burzum
06.05.2005, 15:56
Burzum schreckte zurück, als der Magier ihm das Amulett hinhielt,
zwar hatte er keine Angst davor, doch er wusste immernoch nicht was es damit auf sich hatte.
Doch er rang sich durch und wollte gerade danach greifen,
als der Magier es wieder in seinen Umhang gleiten ließ.

Burzum war jedoch von all dem sehr beeindruckt...
Er interessierte sich für die Magie... aber nicht etwa für die Innos' oder Adanos'...
Nein, viel eher für die Beliar's.
Doch etwas bedrohliches lag nun im Blick des Magiers, der ihn schon die ganze Zeit betrachtete.
Wieder bekam Burzum diese Kopfschmerzen die er schon vor ein paar Minuten hatte, als die Stimme des Dämons in seinem Kopf erklungen war.

"Nun... mein ehrenwerter Herr Schwarzmagier, ich muss nun wieder aufbrechen. Der Schürferboss wartet bestimmt schon... "

Burzum schritt mit einer tiefen Verbeugung zurück und verließ die Bibliothek.

Er würde bestimmt noch einmal ins Kastell gehen...

Night Hawk
06.05.2005, 16:30
Night hawk ging an dem dämon vorbei und schaute sich die riesige Empfangshalle an, es war ein großartiger Eindruck obwohl er ein Krieger Innos war, der Dämon sagte ihm das er etwas gold an die Statue in der mitte der Einganshalle abgeben müsse, sonst würde er nicht verpflegt, Night Hawk tat dies und sagte zu sich selbst, ganz nett diese Dämonen, wenn sie nur nicht diese kopfschmerzen erzeugen würden. er ging weiter und bekam den Mund garnicht mehr zu so staunte er. Dann traf er einen Dämon auf dem Gang den er nach einem Bogenlehrmeister fragte, dieser Antwortete ihm mit einem Ja und brachte night hawk zu einem anderen Schwarzmagier. Night Hawk hatte respekt vor den Schwarzmagier und fragte nur mit leiser stimme.

" Seid gegrüßt ehrenwerter Magier, seid ihr der bogenlehrmeister der Schwarzmagier?" Der Schwarz mgier antwortete zunächst nicht und schien zu überlegen, dann antwortete er jedoch.
" Ja, ich bin Nafolux der Bogenlehrmeister der Schwarzmagier, sprich was willst du?"
" ich will bei dir das Bogenschießen erlernen."

Nafolux
06.05.2005, 17:03
Nafolux hatte noch etwas lesen können, bevor ihn ein weitere Mann ansprach. Wie er sich schon denken konnte, wollte dieser das Bogenschießen lernen, doch ihn als Bogenlehrmeister der Schwarzmagier zu bezeichnen, war nicht ganz korrekt. Soweit Nafolux wusste wurde er nie zu einem solchen ernannt, doch er stimmte den ersteinmal zu, da es hier wohl niemanden stören würde und es zu lange dauern würde es seinem Gegenüber zu erklären. Seinen eigenen Studien zu vernachlässigen fiel Nafolux schwer, doch er antwortete:

"Du willst also Bogenschießen lernen? Du hast nochnicht einmal einen Bogen! Ich werde dir einen borgen, doch solltest du wissen, dass ich dies nicht kostenlos mache. Ich unterbreche mit deinem Training meine kostbare Zeit des Studierens! Ich werde dir nicht hinterher laufen und auch nicht dafür sorgen, das du trainierst. Wer bei mir in die Lehre geht muss an sich selbst arbeiten können. Ich werde dir nur die notwendigen Tipps und Übungen geben. Aber nun ersteinmal zum Wichtigsten, wieviel möchtest du denn lernen?"

"Ich würde wenn es geht das Bogenschießen meistern, doch dies werde ich sehen, wenn ich schon ein wenig trainiert habe. Wenn es mir liegt, werde ich mit Sicherheit weiter machen!"

"Nun das ist doch was. Pass auf! Wenn du die Fähigkeit meistern möchtest wirst du mir einen magischen oder anderen interessanten Gegenstand bringen müßen, wenn du nur die Grundlagen erlernen möchtest, wirst du einen Auftrag von mir nachgehen. Ich habe da schon eine Idee!"

Nafolux funkelte gefährlich. Und schritt dann aus der Bibliothek. Sein neuer Schüler folgte ihn. Er erzählte dann noch, dass er Night Hawk hieß und, wieso er Bogenschießen lernen wollte. Obwohl der Schwarzmagier selbst dannach gefragt hatte, interessierte es ihn reichlich wenig.
Es dauerte nicht lang, da hatte Nafolux sein Zimmer erreicht und holte seinen Bogen Schattenjäger heraus. Zudem nahm er den Kurzbogen von Pyro Jack, den dieser hiergelassen hatte, als Nafolux ihn seinen Kompositbogen gegeben hatte. Dann führte er seinen Schüler in die Katakomben, wo er demnächst wohl trainieren würde.

"Nun hier nimm diesen Kurzbogen und ein paar Pfeile. Du wirst hier unten nicht viel brauchen! Siehst du die Scheibe da drüben? Hier wirst du die Grundlagen lernen. Stell dich mit deinem Bogen hin und halte den Arm, der den Bogen hält, senkrecht von deinem Körper weg. Strecke den Arm voll aus, auch wenn du Angst hast, dass die Sehne dein Arm erwischt! Dann nimm dir einen Pfeil spanne ihn und ziele. Wenn du dann loslässt sollte der Pfeil schnurrgerade auf sein Ziel zufliegen und treffen. Mehr erwarte ich nicht von dir.
Achja und ziehe den Pfeil immer gleich aus, das ist wohl das wichtigste! Ansonsten wirst du nie sicher treffen können. Um dies besser zu bewerkstelligen such dir einen Punkt, am besten im Gesicht, wo du immer hinziehst. Zumbeispiel das Ohr. Es ist egal Hauptsache du zeihst immer gleich aus!"

Nafolux machte es von ihrem Standpunkt gleich mal vor. Obwohl er aus einem schrägen Winkel schoss, traf er wie immer auf Anhieb die Mitte, obwohl er nicht sehr lang gezielt hatte. Wenn Night Hawk aufmerksam gewesen war, müsste er herausbekommen haben, was er noch trainieren musste, dachte sich Nafolux und ergänzte dann seine eigenen Worte:

"Als Nächstes solltest du deine wohl erbärmliche Ausdauer trainieren. Las dir in der Küche einen Eimer geben und renne jeden Früh mindestens einmal herunter zum See. Wenn nach deinem rennenden Aufstieg nur noch die Hälfte des Wassers im Eimer ist rennst du nochmal. Wenn du nicht gerannt bist kannst auch noch einmal rennen!
Wenn du es schaffen solltest, gehst du hier herunter und machst Liegestutze. Sagen wir einfach mal solange bis du denkst dir fallen deine Arme ab. Erst dann fängst du an zu schießen, denn du musst es sowieso lernen auch nach und besonders bei einer Belastung zu schießen ohne auch nur ein wenig zu zittern oder unkonzentriert zu sein.
Mach einen Probeschuss, ich werde dir nochmal kurz zusehen, dann kannst du gleichmal losrennen und ich werde mich meinen Studien widmen. Ich werde jeden Abend herunterkommen und dir sagen, was du morgen verbessern solltest, ist bis hierhin alles klar?"

Nafolux warte darauf, das Night Hawk anfängt. Er wollte so schnell wie nur möglich weiter lesen. Schließlich war er selbst in einer Ausbildung und wurde heute schon ein zweites Mal unterbrochen.

Rhonin
06.05.2005, 17:13
Rhonin schrak auf. Wieder der selbe Traum. Wieder und Wieder sucht dieser seine Gedanken und seinen Geist heim. Was bei Beliar und all seinen ergebenen Dienern hatte dies zu bedeuten?
Er steig aus sein Bett, wechselte innerhalb recht kurzer Augenblicke die Garderobe und verließ nun in seiner Schwarzmagierrobe sein Gemach. Nachdem er vorsichtig die Tür hinter sich geschlossen hatte, folgte er dem Gang bis zur Treppe und ging diese leichtfüssig bis zum unteren Treppenende im Erdgeschoss
hinab.
Sein immer noch prahl gefüllter Bauch verlangte ausnahmsweise mal keine Nahrungs zunahme. So ging er wortlos an der Küche und am Refektorium vorbei, wobei ihm beim ersteren der beiden Räumlichkeiten ein wundervoller Duft von frischen Pfannkuchen in die Nase stieg. Was sollte er nur machen? Ihm war tatsächlich langweilig. Im Innenhof würde er bestimmt jemanden finden.
Langsam Schrittes setzte er sich in Gang und nach doch recht langen Augenblicken befand er sich nun im Innenhof. Die Sonne schien zwar noch, aber langsam nahm sie schon den abendlich üblichen blutroten Ton an. Er setzte sich auf die kleine Bank, die gerade mal Platz für zwei Personen bot, vor der uralten Esche hier im Innenhof und begutachtete die Sonne und ihr baldigen Untergang, um am nächsten Morgen genau auf der gegenüberliegenden Seite in voller Pracht wieder auf zugehen.

Night Hawk
06.05.2005, 17:24
Night Hawk, war dankbar das er das Bogenschießen lernen durfte, jedoch war er nicht ganz so glücklich über die Aufgaben die er vorm Training machen musste. Er nahm einen Pfeil und spannte den Bogen, dann zielte er, doch er hielt den bogen nicht ruhig genug, dann als er dachte es wäre so gut liess er los, der pfeil flog auf die zielscheibe zu, doch er traf nicht die Mitte, was er nicht schlimm fand, sein Meister auch nicht er lobte ihn und ging um selbst weiter zu studieren, Night hawk machte sich auf in die küche zu gehen, er fragte einen Dämon nach einem eimer der ihm den eimer zeigte, dann lief Night hawk los, runter war ziemlich einfach und schnell erledigt, doch hoch war sehr anstrengend, er musste den Eimer gerade halten was ihm nicht immer gelang und so kippte er ausversehen Wasser aus, als er oben angekommen ist war er ganz erschöpft und schaute in den eimer, er war nur halbvoll, also musste er wieder runterlaufen, nun war es noch anstrengender, jedoch war er langsamer und er konnte besser auf den eimer machten, er machte so schnell es ging und als er oben angekommen ist war der eimmer voll und er erschöpft. Dann brachte er den Eimer wieder weg und ging in die Katakomben, dort musste er noch Liegestütz machen, so lange bis ihm die Arme abfallen, es war eine grausame tortur, da Night Hawk das nicht gewohnt war, doch er hoffte wenn er das öfter gemacht hätte würde das schon besser klappen. Dann fing er an mit dem schießen, seine Hände zitterten und er schwitzte, er konnte den bogen nun garnicht ruhig halten und er traf nicht, dann musste er auch noch immer wieder zur Scheibe hinlaufen und den Pfeil rausziehen, alles war sehr anstrengend. Nach einiger zeit machte er jedoch Fortschritte und er traf immer besser, er brauchte allerdings trotzdem noch sehr viel Übung.

Sinistro
06.05.2005, 18:33
Ebenso wie er es von seinen Schülern erwartete, saß der Lehrmeister heute in der Bibliothek, seinen Kopf über ein dickes und schweres Buch gebeugt und von Seite zu Seite blätternd. Es war das einzige werk, das die Bibliothek dem Schwarzmagier geben wollte, als er nach Literatur zu diesem ominösen Schleicher suchte, den Adan erwähnt hatte, doch bis jetzt verlief die Suche im Sande- keine einzige Zeile beschrieb dieses „Ding“, und Sinistro hatte bereits weit mehr als die Hälfte des Buches überflogen. Inzwischen ein wenig gelangweilt ob der unnötigen Informationen über Männer, deren Inneres nach außen gekehrt wurde, über Männer, denen der Anblick einer einzigen Frau die Bewegungsfähigkeit raubte und Männer, die langsam von Innen zerfressen wurden, unklar, wovon, doch die Schwarzmagier, die die Leichen dieser Unglücklichen untersucht hatten, sagten einhellig, dass nur noch die äußere Hülle übrig war und kein Blut, keine Organe und kaum Muskeln mehr an daran waren. Viele dieser Geschichten tat Sinistro als Wichtigtuereien kranker, machtbesessener und Furcht schürender Dämonenbeschwörer an und do blätterte er weiter, eine neue Seite voller gruseliger und nicht ganz Ernst zu nehmender Geschichten würde wohl folgen.

Doch er hatte sich getäuscht, die nächste Seite sollte mit einem Kapitel über den Schleicher gesegnet sein, sofort hatte der Magier wieder vollste Konzentration und erfuhr, dass der Schleicher langsam aber sicher besitz von einer armen Seele ergriff, sich in ihr ausbreitete und einen nicht stoppen wollenden Hunger erschuf- Hunger, der nur durch roten Lebenssaft gestillt werden konnte, doch auch dann wieder innerhalb kürzester Zeit ausbrach. Es handelte sich bei diesem Schleicher um eine Art Parasit des Geistes, genährt vom Blute seines Opfers und den Mann oder die Frau, von der er besitz ergriffen hatte, immer weiter beeinflussend näherte sich dieses Wesen seinem eigentlichen Ziel- welches jedoch noch nie von jemandem erfahren wurde. Der Wirt hatte zeitweise keine Kontrolle mehr über sich, seine Umwelt nahm er nur bedingt war- oder verschärft, wenn das unbekannte Wesen das wollte.
Mehr war jedoch in diesem Buche nicht zu erfahren, jedoch verwies ein Satz auf eine uralte Steintafel, die weit verborgen in einer Gegend namens Jharkendar liegen sollte. Einst hatte sich ein Geheimbund der Schleicher gegründet, alles besessene Seelen, deren einziger Zweck in der Linderung ihrer Schmerzen lag. Und sie hatten ihre Ziele und Therapiemethoden in Stein gemeißelt, um sie für die Ewigkeit zu bewahren. Doch ihre Geschichte, ihre Kultstätte und ihr Leben wurde ausgelöscht durch einen riesigen Stein, der vom Himmel fiel, nur der unterirdische Tempel sowie die darin verborgenen Steintafeln sollten dieses Naturschauspiel überstanden haben.

Plötzlich hallten Worte im Kopf des Grünäugigen, die ihm beschrieben, dass sein Schüler Hirni sich heute Morgen ein kleines Duell mit dem Priester Ceron geliefert hatte, dass er ungehörigerweise die Schattenflamme im Hof testete und damit die Gesundheit der anwesenden Magier in Gefahr brachte. Die Dämonen hätten nur deshalb nicht eingegriffen, da Ceron seinem Schüler weit überlegen war und sich das Ganze durch Hirnis Entscheidung, sein Schwert niederzulegen, von alleine geklärt hätte. Doch könne man einem Lehrling der Magie Beliars so ein Vergehen nicht gestatten, die Bestrafung liege nun in Sinistros Händen. Langsam erhob sich der Lehrmeister nun von seinen eigenen Studien und zielstrebig führte ihn sein Weg zu Hirni. Ein wenig müder als sonst, mit verwirrtem Haaren und bestimmt ebensolchem Blick saß dieser nun vor seinen Büchern, beide Hände stützten seinen Kopf und sein Mentor begann ihn zu fragen, was er denn über die Schattenflamme erfahren habe und wie die Fortschritte in deren praktischer Anwendung seien.

Hirni
06.05.2005, 19:02
Vertieft in das Buch, gegen die Müdigkeit ankämpfend, las Hirni in dem letzten Buch über die Schattenflamme. Noch immer war sein Arbeitsplatz ein einziges Durcheinander, es würde sich wohl auch nicht ändern. Es spiegelte einfach nur den Charackter des Schülers wieder. Total durcheinander und chaotisch.
Nun stand Sinistro vor Hirni und begann ihn zu fragen, wie es denn nun mit der Schattenflamme aussehen würde, und was die Übung mit dieser so bringen würde. Das war jetzt eine schwierige Situation, hatte er doch den letzten Tag eher mit irgendwelchen anderen Dingen verbracht, als mit dem Lesen seiner Bücher. die Theorie hatte er ja soweit drauf, die Praxis dagegen? Ob Sinistro wohl von dem Nutzen der Schattenflamme im Innenhof wusste? Fragen über Fragen. Die Antworten darauf würden wohl gleich fallen. Hirni entschloss sich aber, Sinistro gleich die Wahrheit zu erzählen, nicht zu lügen.

"Also, die Schattenflamme. Wie ich gestern schon sagte, ist sie recht ungefährlich. Zumindest wenn es darum geht, Wesen aus Fleisch und Blut anzugreifen. Wir beide wissen ja noch vom Vorfall damals mit Elfaire, wie es enden kann, wenn man sie nicht beherrscht und sie dennoch anwendet. Es kann zu Gefahren kommen, welche die Mitmenschen verletzen können. Damals war es verbranntes Haar.
Bei beschworenen Kreaturen dagegen hat sie fatale Folgen. Es scheint so, als könne sie sich in beschworenes Fleisch wunderbar einbrennen und somit die Kreaturen schnell wieder in das Reich unserer Meistes schicken.
Ich gebe zu, ich habe das heute selber gesehen, aber dazu später.
Man brauch viel mehr Konzentration um die Schattenflamme zu benutzen, muss sich wirklich komplett abschotten von seiner Aussenwelt, gleichzeitig aber darf man nicht seine Umgebung vergessen, um eventuelle Gefahren zu übersehen. Eine schwierige Aufgabe für jeden Schwarzmagier, wer diese aber packt, der sollte kein Problem haben mit dem richtigen Benutzen dieser Rune. Umso stärker ich mich konzentriere, umso größer und gefährlicher wird die Flamme, und natürlich umso schwerer ist es, sie zu kontrollieren, damit nicht das gleiche passiert wie gestern mit meiner ersten im Übungsraum.
Und nun zu dem, was ich vorhin meinte. Ein Zirkelmitglied hat mich provoziert, aufs äusserste. Ich konnte mich nicht zurückhalten, habe meine Klinge geholt, jedoch er beschwor eine Armee der Finsterniss, liess sie gegen mich antreten. Ich musste mich also gegen sie wehren. Ich Narr habe dabei nicht auf meine innere Stimme gehört, die besagte, ich solle keine Magie wirken im Innenhof, zog also meine Schattenflammenrune und nutzte sie gegen eines der Skelette. Es war wohl pures Glück dass ich das Skelett getroffen habe, aber das interessante ist, dass das Skelett wirklich sofort in sich zusammen fiel. Es scheint also wirklich so zu sein, das die Schattenflamme gegen beschworene Kreaturen eine enorme Waffe sein kann, wenn man sie denn richtig und weise nutzt, was ich heute morgen nicht getan habe. Man könnte sagen, ich habe meine Macht missbraucht, hätte ich doch sofort aufgeben können, was ich später gemacht habe, nachdem mich Ceron auch noch mit dem Kampfstab verprügelt hatte. Ich weiss nicht, ob du das weisst Sinistro, doch wollte ich dich trotzdem schonmal darüber unterrichten, nicht dass du es durch dritte erfährst."
Gespannt darauf, wie sein Lehrmeister reagieren würde, spielte er nervös mit einen der Bücher herum

Sinistro
06.05.2005, 19:19
„Erfahren habe ich das bereits, den Dämonen entgeht nichts und da du mein Schüler bist, bin ich für dich verantwortlich. Deine Bestrafung liegt jedoch glücklicherweise in meiner Hand und so wie du die Situation schilderst, warst du heute Morgen doch eher das Opfer eines grausamen Priesters denn der Initiator eines Duells. Oder vielleicht auch ein Versuchsobjekt, wer weiß, was in dem Kopf des Heillehrmeisters vorgeht. Nun, wirklich viel Neues scheinst du mir ja nicht gelernt zu haben in den letzten Stunden, aber vielleicht hast du dich ja mit der Praxis beschäftigt und kannst mir nun vorführen, wie gut deine Zielübungen denn vonstatten gehen. Lass uns in den Übungsraum gehen und dort zeigst du mir, dass du die Zielscheiben triffst, erst diejenigen, die unbeweglich sind, danach diejenigen, die beweglich sind und danach- na ja, danach wird ne kleine Überraschung für dich.“

Langsam und mit knackenden Gelenken erhob sich Hirni nun von seinem Platz und schlich hinter seinem Lehrmeister her, der voller Elan zu den Übungsräumen schritt. Ein nicht zu übersehendes Lächeln lag in seinem Gesicht, er wusste ja schließlich, wie er seinen Schüler überraschen wollte und ebenso freute er sich darauf, dessen fortschritte zu sehen. Inzwischen war der Grünäugige auch in dem Übungsraum angekommen- sein Lehrling jedoch lehnte gegen den Türrahmen, die Augen mehr geschlossen denn geöffnet und kaum fähig, sich vorwärts zu bewegen. Also ging der erwählte zu ihm, griff ihn unter die Schultern und schob ihn vor sich her auf den Ausgangsplatz dieser Übungen, danach forderte er ihn auf, doch einmal zu zeigen, was er könne- Hirni jedoch sank zunächst nur in die Knie und hielt die Rune von sich gestreckt.

Hirni
06.05.2005, 19:45
Total erschöpft folgte Hirni seinem Lehrmeister, war kaum in der Lage dazu den Übungsraum zubetreten. Kurz bevor er am einschlafen war, spürte er zwei feste Hände, die ihn unter die Arme griffen und ihn an jenen Platz stellte, an dem er sich gestern schon befunden hatte. Er sank vor Erschöpfung auf die Knie, die 15 Minuten Schlaf diese Nacht waren wirklich viel zu wenig. Und in dem Zustand sollte er nun die Schattenflamme wirken? Wahrlich eine Herausforderung für den Magieschüler. Nicht nur für seinen Geist, nein auch für seinen Körper.
Er atmete ein paar mal tief ein und aus, spürte die Bilcke Sinistros, die ihn fast schon durchbohrten und er fühlte sich dadurch schon genug bestraft. Er hätte gestern nicht mit Elfaire im Baderaum sein , oder im Innenhof den Sonnenaufgang als auch die endende Nacht geniessen dürfen, sondern hätte sich zurück an seine Bücher, oder besser noch in sein Bett, welches er nun schon seit drei Tagen nicht mehr gesehen hatte, begeben sollen. Doch nun war es zu spät, um sich Gedanken über die Vergangenheit zu machen. Nun musste er damit leben, dass er mal wieder geschlampt hatte.
"Also Gut, reiss dich zusammen Hirni, du kannst das schaffen."
Volle Konzentration war angesagt, und das in seinem Zustand.
Er richtete sich nach einem kurzen Augenblick, der für ihn fast schon unendlich lang vorkam, auf, hielt die Rune in der Hand und konzentrierte sich voll auf sie, ihre Macht und darauf, alles richtig zu machen.
Der Schwarzmagier musste nun versuchen sich so stark zu konzentrieren, sich nicht von seinem derzeitigen Zustand ablenken zu lassen, und die Zielscheibe an der hinteren Wand zutreffen.
Er spürte die Macht in seiner Hand, spürte, wie sie stärker wurde, hörte nicht auf sich zu konzentrieren und liess dann los. Mit einem Zischen schoss die Flamme nach vorne, traf die Zielscheibe genau, wovon Hirni jedoch nicht viel sah. Er selber wurde durch diese Kraft, die in der Flamme sass, nach hinten geworfen und fiel zu Boden. Wieder spürte er den Blick Sinistros, der ihm aber momentan vollkommen egal war. Viel wichtiger war, dass er getroffen hatte. Sein Lehrmeister half ihm nicht auf. Hirni verstand schon warum. Er hätte seinen Schüler auch nicht aufgeholfen. War er doch selber Schuld, wenn er während seiner Lehre die Nächte durchmachte.

"Nun die bewegende Zielscheibe, na schön." dachte sich er Junge Schwarzmaiger, rappelte sich auf und studierte die Bewegungen der Scheibe. Er wusste, dass hier nicht das genaue Zielen, sondern das Vorhersehen und Studieren der Bewegung der Zielscheibe der Schlüssel zum Erfolg war. Er studierte sie also haargenau. Es war ihm egal, wieviel Zeit verstrich. Hier ging es darum, das Ziel zu treffen, nicht, wer am schnellstens Kuchen backen konnte. "Der Vergleich zieht mal wieder nicht, Hirni. Also, so bewegt sie sich, dann muss ich also schnell genug schiessen und vor allem versetzt."
Er konzentrierte sich wieder nur auf die Rune, gleichzeitig versuchte er, das bewegte Ziel wahr zunehmen. Es war schwierig, sein Zustand erschwerte dies alles noch. Wieder spürte er die immense Kraft der Flamme. Wann würde er sich an diesen Druck gewöhnen? Nicht heute, es war auch egal. Wichtig war das Treffen der Scheibe. Er schoss versetzt, fiel wieder nach hinten, hörte aber ein verpuffen wie schon vorher. Wieder hatte er getroffen. Erschöpft schaute er zu Sinistro. Was war wohl diese Überraschung, wovon er gesprochen hatte? Würde er sie überhaupt kennenlernen, bei dem, was er sich da heute geleistet hatte?

Ardescion
06.05.2005, 20:11
Der Schwarzmagier stand noch eine Weile in der Eingangshalle und beobachtete den Gang, in den die Hüterin mit dem schreienden Sumpfler verschwunden war. Na gut der Sumpfler wurde getragen da er sich schon allein gegen das Gehen wehrte, geschweige denn wollte er von irgendjemanden angefasst werden. Nun Ardescion sollte es egal sein und folgen wollte er der Hüterin auch nicht, schließlich wollte er sie nicht bei ihren Experimenten stören, die sie sicherlich mit dem an Entzugserscheinungen leidenden niederen Baal vorhatte. Und wenn es nicht so war, konnte es ihm auch egal sein, er würde früher oder später schon jemanden finden an denen er alle seine sadistischen Bedürfnisse befriedigen konnte. Dieser Gedanke wiederum erinnerte ihn an Blackdead, vielleicht sollte er sich ihn einfach mal vorknöpfen, musste doch einen Grund für seinen Dornröschenschlaf geben. Vielleicht konnte er sich aber auch an Vabun vergreifen.
„Na was hältst du davon, Vabun, wenn ich mich mal ein bisschen mit dir beschäftige würde? Ah… ich sehe schon, anscheinend nicht so viel… oder schweigst du immer, wenn dich jemand anspricht? Ok… klar wie konnte mir das nur entfallen sein, du bist ja aus Stein!“, murmelte der Schwarzmagier vor sich hin und wandte sich dann zum Gehen. Irgendwie hatte er schon wieder das Bedürfnis ein Klo aufzusuchen. Ja, wenn die Biene erst einmal von dem Honig gekostet hatte…. Nun es hatte fünf Monate ohne geklappt, also warum jetzt nicht mehr? Vielleicht musste das auch einfach alles mal raus, nicht das sich dort noch etwas verstopfte.
Nachdem er auch diese Kleinigkeit erledigt hatte, schritt er mit vor der Brust verschränkten Armen in Richtung Refektorium. Dort angekommen, begrüßte ihn schon sein schwanzwedelnder weißer Freund Athol, für den das Refektorium neben Ardescions Zimmer wohl ein neues zu Hause geworden war. Hoffentlich befand er sich nicht schon öfters hier als bei dem Schwarzmagier. Das wäre ein schrecklicher Gedanke….
Der sich über ein Klo freuende Schwarzmagier setzte sich an einen Tisch und wartete darauf, dass sich vor ihm eine schöne Mahlzeit mir Lurkersteak in Pilzrahmsoße und Kroketten, sowie einem Glas von dem leckeren, weißen, perlenden Kastellwein (, der so schön hat geprickelt in sein Bauch) materialisierte. Wenige Sekunden später war es dann auch so weit und vor dem Magus erschien alles von ihm gewünschte.
Der Hund dagegen begab sich nach einigen Streicheleinheiten wieder zu seiner großen Schüssel voll mit leicht angebratenem Scaverngerfleisch mit Reis vermengt.

Sinistro
06.05.2005, 20:13
Nun lag sein Schüler vor ihm auf dem Boden, seine Extremitäten in alle Richtungen zeigend, doch hatte er die Aufgaben wahrlich bestanden und konnte eigentlich stolz auf sich sein. Doch dazu wollte es der Lehrmeister gar nicht kommen lassen, er wollte seinen Schüler herausfordern und ihn ein wenig erwecken, denn genau das schien er nun zu gebrauchen. Direkt unter Hirni begann nun die Erde leicht zu zittern, ein Erdhaufen baute sich unter dem Regungslosen und Verdutzen auf, eine halb verfaulte Hand griff um seine Taille und hob ihn in die Luft. Sinistro hatte einen Zombie beschwören, der seinen Schüler nun über der Schulter trug, doch dieser konnte sich nicht wehren, hatte er doch die Schattenflammenrune vor Erschöpfung fallen lassen. Doch die Lebensgeister kamen langsam in den verwirrten Schwarzmagier zurück, geschockt von dem Anblick der Kreatur, die ihn dort durch die Gegend trug und mitgenommen von dem Geruch, den dieser Untote ausströmte, fing der Schwarzhaarige nun an zu zappeln und wollte sich aus der Umklammerung lösen. Sein Mentor jedoch hatte dem Wesen befohlen, Hirni zurück in die Bibliothek zu tragen und dies tat es auch- und langsam begriff auch der ehemalige Klosterling, dass er nun nicht selber gehen müsse und ergab sich seinem Schicksal. Der Grünäugige hatte die Rune aufgehoben und eingesteckt und folgte nun seinem gehirnlosen Diener, der ein Hirni (ob dieser auch gehirnlos war stand in den Sternen) durch das Kastell trug.

Nachdem der Untote das Portal durchschritten hatte, löste er sich auf, Hirni fiel unsanft zu Boden, doch war er nun endgültig wieder erwacht.
„So, und nun zu deiner Strafe, ich habe mir da was ganz besonderes ausgedacht- du wirst dir deine Bücher für den nächsten Zauber selber heraussuchen- und falls ich mit deiner Wahl nicht zufrieden bin, darfst du deine Ausbildung als nicht erfolgreich ansehen. Also ich denke, du solltest dir wirklich Mühe geben. Aber da ich auch sehe, dass du ein wenig müde zu sein scheinst, wird ich dir gestatten, mir erst in drei Tagen deine Ergebnisse zu präsentieren- sowohl theoretisch als auch praktisch, denn die Rune erhältst du bereits jetzt. UND (dieses Wort betonte Sinistro äußerst deutlich) sollte mir zu Ohren kommen, dass du auch diese Rune unweise genutzt hast, bedeutet dies ebenso das klägliche Scheitern deiner Lehre bei mir. Das mag nun hart klingen, doch finde ich, dass du dadurch ein wenig die Möglichkeit hast, zu beweisen, ob deine Einstellung zur Magie unseres Meisters auch der wahren Überzeugung der Dämonenbeschwörer gebührt. Und falls du doch noch irgendwelche Fragen haben solltest- die Dämonen kennen meinen Aufenthaltsort und sie werden mir deine Nachrichten zukommen lassen. Ansonsten- sehen wir uns zu deiner Prüfung, nutze die Zeit weise und ich hoffe, dir mag diese Bestrafung nicht zu hart vorkommen.“

Griever
06.05.2005, 20:27
Allein das silbern schimmernde Mondlicht, das durch die hohen Fenster ins Innere drang, erhellte die kleine Kathedrale. Er brauchte keine Noten... vermutlich würde er sie inzwischen ohnehin nicht mehr lesen können. Ruhig, harmonisch, geradezu zärtlich klang es. Gedächtnis und Gehör reichten völlig für die einfachen Stücke, die er beherrschte. Die Töne wurden lauter... Es war lange her, ja. Necroel hatte ihn unterrichtet. Kürzer... Vertrauter Necroel. Härter... Verräter.
Wütend sprang er auf die Sitzbank, stemmte sich mit einem Fuß auf die Tasten, was ein grauenvolles Gemisch an Tönen hervorbrachte und riss an einem der Rohre. Mit einem grollenden Donnern verklang das Wirrwarr, als das Rohr stürzte und eine der Holzbänke zerschmetterte. Nur sein schwerer Atem war noch zu hören. Die Rohre... sie waren nicht fest, nur von Ringen gehalten, damit man es beim säubern einfacher hatte. Seine Hand hielt den Mund, fuhr weiter über die Stirn in die Haare. Die Bank war kunstlos, das Rohr noch ganz, doch der kostbare Rubin der Verzierung war zerbrochen. Im Mondschein erkannte man nur noch rot glänzende Splitter. Er wandte sich kur ab und sah wieder hin. Jeder im Kastell musste es gehört haben.
Rasch rief er einige Dämonen dabei, die alles schnellstmöglich richten und den Zugang zum Raum versperren sollten. Anschließend verschwand er im Keller.
In der gemütlichen Therme angekommen, legte er die Runika ab, zog seine Stiefel aus und setzte sich auf eine der Steinbänke, diese sollte nicht so leicht zerbrechen. Gähnend genoss er die regelmäßig aufsteigenden Dämpfe. Kurzerhand lehnte er sich zurück und schloss die Augen.
Mit aller Kraft presste ihn der Templer Adanos' mit dem Oberkörper gegen die Wand, während seine Arme die des Jüngeren hielten. Eine eiskalte Wand, trotz des heißen Dampfs vom warmen Wassers, welches seine Oberschenkel umspülte.
"Ich kann nicht zulassen, dass du mich aufhältst."
Das Wasser färbte sich blutrot, ein lebloser Körper schwamm darin.
Seufzend schnellte er nach vorn und rieb sich das Gesicht, die Ellenbogen auf die Knie gestützt. Dann erhob er sich und verließ die Therme hastig.
Müde erreichte er die Bibliothek, wie immer ging er zu seinem gewohnten Pult, suchte kurz und führte die Finger über die Seiten und schlug das Buch auf. Doch immer wieder verrutschte er in der Zeile und ließ den Blick voranschreiten ohne zu lesen. Stöhnend sah er zum Kamin hinüber, das grelle Feuer schien heute mehr zu knistern als gewöhnlich, als hätte jemand feuchtes Holz hineingeworfen.
"Was machst du da?"
"Uns geht bald das Holz aus... Schlaf weiter."
"Warum schläfst du nicht?"
"Wenn das Feuer ausgeht, erfrieren wir."
"Wir können auch nicht unausgeruht gegen sie gewinnen."
"Deshalb musst du schlafen."
"Soll ich etwa allein--"
Ein Schrei, nicht weit entfernt, aus den Wäldern ließ ihn verstummen.
"Steh auf, wir müssen weiter."
Schon bald waren die beiden feuerrot umrandeten Schemen auf der anderen Seite des Flusses im Wald verschwunden.
Langsam, fast schon träge stand er auf und ging in sein Zimmer, wo er erschöpft ins Bett fiel.
Er träumte von der Welt
leeren Bänken
kunstlosem Stein
eisigen Körpern
Verrätern
Egoisten
Feiglingen
von der Welt rot umspült
rubinrot
blutrot
feuerrot

Farin
06.05.2005, 20:45
Am Morgen, nachdem er die ganze Nacht über den Büchern gebeugt gesessen hatte, war er ins Refektorium gegangen. Die Veränderung der Sitzposition war angenehm, und nötig gewesen. Er hatte aber nicht viel Zeit für eine Pause gehabt. Er musste schließlich noch ein zwei Bücher lesen.

Und er hatte noch zwei Bücher gelesen. So eines, in dem es über den Schwertkampf der Skelette ging. Manche Theoretiker gingen davon aus, dass ein beschworenes Skelett besser mit seinem Schwert umgehen konnte, wenn der Magier, der selbiges beschwor, mit einem Schwert umgehen konnte. Darüber schienen sich manche Leute auf Hunderten von Seiten auslassen zu können, obwohl man es auch hätte ganz kurz sagen können. Aber irgendwie hielt Farin das für eher unwahrscheinlich, denn schließlich hatte der Magier in Farins Augen reichlich wenig mit dem Können des Beschworenen zu tun, sondern das was es konnte, wurde schließlich von Beliar bestimmt. Aber vielleicht täuschte er sich auch. Er hielt es nur für ziemlich unwahrscheinlich.
Mittlerweile fühlte er sich in der Theorie des Skelettbeschwörens sicher, sodass er in die Übungsräume ging, um dort noch die Beschwörung eines Untoten zu üben.

Don-Esteban
06.05.2005, 20:55
Hier traf ihn sein Lehrmeister, der wieder einmal über die seltsame Fähigkeit zu verfügen schien, genau dort aufzutauchen, wo er benötigt wurde. Manchmal war es schon fast unheimlich - so unheimlich, daß sich der Hohepriester selbst darüber wunderte, wenn er mitten am Tag - also dann, wenn ordentliche Schwarzmagier von den Anstrengungen der Nacht erschöpft* in ihren Betten lagen und schliefen, allein im dann leeren und stillen Refektorium saß, ein Glas Wein nachdenklich schwenkte und darüber sinnierte, ob er nicht nur eine schachfigur in einem Spiel war, die immer dorthin gesetzt wurde, wo es die allmächtige Hand des Spielers gerade haben wollte. Oder vielleicht war der der Vergleich mit dem Schachspieler zu abgedroschen, vielleicht war es eher wie mit einem Autoren und seinen Figuren, die er zu Papier brachte und sie so hinschrieb, wie er es für nötig hielt. Ja, das war passender. Zumal ihn vor einigen Jahren die Entdeckung der sich selbst schreibenen Bücher noch in derlei Gedankenspielen bestärkt hatte.
Doch einerlei, nun war also Farins magische Ausbildung an der Reihe. Der Schüler stand in einem der magischen Räume und ließ gerade einen Untoten verschwinden, der nicht ganz so gut gelungen war, da ihm schon mehr Gliedmaßen fehlten, als üblicherweise zu verkraften war und wollte es wohl noch einmal probieren, da unterbrach ihn sein Lehrmeister.
»Halte ein, Farin. Heute ist nicht der Tag für Untote, heute beschäftigen wir uns mit Skeletten. Hier ist deine Rune. Und während ich mir in Gedanken wieder alles, was ich dazu weiß, in Erinnerung rufe, kannst du mir sagen, was du in den letzten Tagen darüber gelernt hast. Danach werden wir versuchen, dir die Beschwörung eines skelettes beizubringen.« (Wobei Don-Esteban wohl eher zugucken würde, während an Farin die ganze Arbeit hängen blieb - soviel zum "wir".)




* Nein, nicht das, was der geneigte Leser nun vielleicht denken mag.Ich rede von magischer Forschung, Beschwörung, Erkenntnissuche und finsteren Plänen. Schwarzmagierzeugs eben.

Sinistro
06.05.2005, 20:56
Und wieder hämmerte eine Stimme im Kopf des Schwarzmagiers, sein zweiter Schüler sein bereit für die theoretische Prüfung über das Wesen der Skelette, Nafolux wäre der Meinung, dass sein Wissen mehr als ausreichend sei und dass Sinistro ihm nun die Rune aushändigen könne. Langsam schritt der Schwarzmagier nun voran, sein Ziel war klar und er fand Nafolux an seinem Arbeitsplatz und hinter seinen Büchern. Scheinbar hatte er tatsächlich nach weiterem Wissen gesucht, denn der Erwählte konnte mehr Werke auf dem Tisch des Bogenlehrmeisters erkennen, als er seinem Schüler ausgehändigt hatte. Und dennoch war er gespannt darauf, was ihm der ergraute denn nun erzählen würde, schließlich musste er sich das erste Mal selber um seine Bücher kümmern, das erste Mal lag die Verantwortung über sein Wissen in seinen eigenen Händen.

„Nun, ein Dämon hat mich unterrichtet, dass du bereit seiest, mir einiges zu den Skeletten und deren Beschwörung zu erzählen, ich würde sagen- leg los, ich höre dir zu und wenn mir deine Ausführungen gefallen, dann sollst du auch die dazugehörige Rune erhalten!“

Hirni
06.05.2005, 21:07
Verschärfte Bedingungen, absolute verschärfte Bedingungen waren das jetzt. Hirni musste sich seine Bücher selber raussuchen? Und sollte Sinistro damit nicht zufrieden sein, wäre die Ausbildung gescheitert? Und das so kurz vor dem Beenden der Lehre, da er ja nun die Schattenflamme und auch die Lichtkugel beherrschte, eigentlich nur noch die Beschwörung der untoten Blutfliege lernen musste. Was, wenn er wirklich die falsche Lektüre wählen würde? Alles wäre umsonst gewesen.
Er schalt sich selber in seinen Gedanken. "Verdammt nochmal, warum musst du dich auch immer ablenken lassen? OK, es hätte alles gut gepasst, ich hätte ruhig auf der Bank schlafen können, wäre alles kein Problem gewesen, wenn da nicht dieser Ceron gewesen wäre. Der mit seiner blöden Klappergestaltenarmee. Er hats mir doch eingebrockt mit dem Schattenflammenbenutzen auf dem Innenhof. Wundert mich, dass Elfaire bei dem Krach überhaupt schlafen konnte. Und überhaupt, mich zu eschimpfen, fertig zu machen. Wenigstens hat er mir dass mit der Schattenflamme noch erklärt, sonst hätte ich das vorhin nicht geschafft. Das ist aber nur ein kleiner Wehrmutstropfen. Ich steh kurz vorm Abgrund. Noch einen Zentimeter und ich falle herunter. Jetzt muss ich also langsam und vorsichtig rückwärts gehen, nicht nach vorne fallen..."
Bei diesem Gedanken fiel er jedoch schon nach vorne, zumindest sein Kopf. Dieser prallte unsanft auf den vor ihm liegenden Tisch. Doch das spürte er schon gar nicht mehr. Der Schlaf hatte ihn komplett überwältigt, die 15 Minuten der letzten 40 Stnden waren einfach zu wenig...

Elfaire
06.05.2005, 21:08
»Jauatsch... Mein Rücken...« mit schmerzverzerrtem Gesicht richtete sich die junge Schwarzmagierin langsam auf. Noch immer befand sie sich im Innenhof, wo sie noch am frühen Morgen so lange die Sterne und den Sonnenaufgang beobachtet hatte. Aber dann...? Dann war sie eingeschlafen und Hirni, der dachte wohl nicht mal im Traum daran, sie zu wecken. Wahrscheinlich... »Wehe der lacht mich nachher wegen der Rückenschmerzen aus... Dann demolier ich dem seine Tür aber erneut, da kann er drauf wetten...!« Wenn Hirni schon nicht in der Nähe war, musste seine Zimmertür Elfaires Agressionen halt ausbaden - war ja auch nichts gegen auszusetzen? Die letzten rötlichen Sonnenstrahlen vielen noch auf die bleiche Haut der Blauäugigen, ehe sie hinter den Kastellmauern und dem Horizont versanken.
Wegen dem Licht blinzelnd, stand die junge Frau auf und machte sich über Hirni fluchend auf den Weg in ihr Zimmer. »Oder doch ins Refektorium...? Hunger hätte ich ja schon... Allerdings... Meinem Studium müsste ich mich auch langsam wieder widmen... Ach herrje, warum müssen immer mir so viele Entscheidungen zur Auswahl stehen?!« Letztendlich entschied sie sich dafür, nach einem kurzen Happen der Bibliothek einen Besuch abzustatten. Vielleicht war sogar Hirni dort und sie konnte das Hühnchen sofort mit ihm rupfen... Oder war Hirni jetzt selbst das zu rupfende Hühnchen?? Grinsend und kopfschüttelnd betrat die Blauäugige das Refektorium, wo sie auch sofort einen lecker aussehnden Salat serviert bekam.
Nachdem dieser verzehrt war, verließ sie den Raum wieder, ging durch die Eingangshalle in richtung Portal... Doch als ihre Augen flüchtig über den Raum blickten, fiel ihr sofort die Gestalt die dort stand auf... Und es war bei weitem keine Unbekannte - es war eine Person an die sie viele Gedanken verschwendet und die sie sehr vermisst hatte... »Che!«

Farin
06.05.2005, 21:21
Plötzlich war der Hohepriester in den Übungsräume gekommen. Dieser Mensch verstand es wirklich so plötzlich auszutauchen, als könne er sich überall hin teleportieren. Und jetzt sollte Farin wieder sein ganzes Wissen vorbringen. Ihm lag die Praxis eigentlich mehr. Zwar vor allem, weil es mehr Spaß machte, aber das würde er seinem Lehrmeister nicht sagen, denn Farin war sich nicht sicher, ob dieser das gutheißen würde. Und so fing er an.
"Nun Skelette. Die Beschwörung dieser Kreaturen verläuft ähnlich, oder sogar gleich wie die des Untoten. Gleich natürlich nicht, da man ja etwas anderes Beschwören will. Also der Magier nimmt die Rune zu Beschwörung in eine Hand, wie auch bei der Ausführung sämtlicher anderer Zauber. Danach konzentriert man sich wie immer auf die vor einem liegende Beschwörung. Dabei muss man wieder einmal seine magische Energie sammeln. Dazu sollte man sich dann vorstellen, wie das Skelett auszusehen hat."
Dabei dachte er kurz an seinen ein bisschen komisch aussehenden Untoten von eben.
"Und schließlich, wenn man an alles gedacht, und alles vorbereitet hat, in Gedanken natürlich, dann leitet man die Energie in die Rune. Und dann erscheint aus dem Reiche Beliars, von ihm allein geschickt, ein Skelett, um uns für eine kurze Zeit zu dienen. Das Skelett hat meistens, oder eigentlich immer, ein Schwert dabei. Manche Theoretiker gehen sogar davon aus, dass das Können des Skelettes im Schwertkampf vom Können des Magiers abhängt."
Sollte er seinen Eigene Meinung anbringen? Lieber nicht, nachher fand Don die Idee ganz gut, und Farin wollte seinen Lehrmeister auf keinen Fall verärgern. So ließ er seine Ausführungen hier Enden.

Nafolux
06.05.2005, 21:28
Nafolux hatte den Rest des Tages noch wie ein verrückter gelesen. Und schaffte es tatsächlich noch fertig zuwerden, bevor dann Sinsitro kam, um ihn zu Prüfen. Bereitwillig die Prüfung zu bestehen fing Nafolux an:

"Nun die Allgemeine Anatomie ist ähnlich der des Zombies, wohl eher noch einfacher, doch hierbei ging es mehr in das Detail. Doch dies sollte nicht mein Schwerpunkt sein.
Ein Skelett ist ein starker Kämpfer, der den Magier sowohl beschützen, als auch auf seinen Befehl angreifen kann. Im Normalfall wird er mit einem rostigen Zweihänder beschworen, doch dies ist keines Wegs zwingend. Denn um die Waffen muss, oder kann, man sich selber kümmern. Man muss nur wissen, wie man sie mitbeschwört. Ein Einhänder ist sicherlich leichter zu beschwören, als ein Zweizhänder. Eine Hammer wiederum leichter als ein Schwert. Es ist auch fast unmöglich ein Skelett mit einer nicht rostigen und oder schartigen Klinge zu beschwören, da auch das Skelett wieder aus einer Ebene aus der Hölle kommt.
Nun stellt man sich die Frage, wieso ein Skelett nicht leichter zu beschwören ist als ein Zombie, der einen wesentlich komplexeren Aufbau hat. Ein wesentlicher Fakt bei dem Versuch dies zu beantworten hatte ich schon erwähnt. Es ist die Waffe, die recht schwer zu beschwören ist, doch es gibt noch einen ausschlaggebenderen Punkt. Das Skelett ist so nicht lebensfähig. es wird allein von der Magie des Magiers zusammengehalten. Anders als beim Zombie zerrt ein Skelett auch nach der Beschwörung an der Konzentration des Magiers.
Ein weiter interessanter Aspekt ist es, ob Skelett auf Worte hören. Schlielich haben sie weder das verarbeitende Gehirn, noch das richtige Sinnesorgan um zu Hören. Wie also sollte man Skeletten eigentlich ihre Befehle geben. Am besten über Magie, so wie ich denke. 'Ein Haufen Skelett wird in Beliars Hand zu einer tödlichen Marionette', so stand es einem der Bücher und ich denke diese Meinung teile ich. Es ist logisch, das ein Skelett so nicht allein kämpfen könnte, also reagiert es sozusagen nur auf die magischen Implulse, die der Magier aussendet. Mir ist noch nicht ganz klar, wie sich dies anfühlt, da ich es erst über eine Schriftrolle ausprobiert hatte, doch denke ich ist es eine interessante Erfahrung.
Aber nun noch einmal zu den Gefahren und Missbildungen. Da das Skelett rein magiebasierend lebt, ist es nicht gerade schlimm, wenn ein Knochen fehlt, außer es ist das Becken oder ein anderer wichtiger Knochen, der es zusammenhält. Viel mehr kann es vorkommen, das die Knochen Calciummangel haben, oder die Gelenke nicht richtig funktionieren. So lässt es sich natürlich nur schlecht kämpfen. Ein weiterer Fehler der auftreten kann, ist dass das Skelett eine andere Farbe als gewollt hat. Es ist denkbar ungünstig mit einem pinken Skelett zu kämpfen, obwohl es nicht das schlimmste wäre, doch solche Fehler treten meist nur in Kombination mit dem Vorhergenannten auf. Zu den Gefahren: Für den Magier besteht keine größere Gefahr als beim Beschwören eines Skelettes. Daher würde ich dies einfach mal vernachlässigen.
Ich denke ich habe alles wichtige genannt. Vielleicht habe ich ja was vergessen, doch wenn ich dies tat, dann nur,wiel es völlig nichtig für die Beschwörung eines Skelettes ist."

Nafolux wartete nun wieder auf den typischen, ergänzenden Komentar seines Lehrmeisters, der immer kommen musste. Er konnte anscheinend nicht einfach sagen, das es ausreichend war und fertig. Der Lehrling musste bei diesem Gedanken etwas sarkastisch schmunzeln.

che
06.05.2005, 21:43
Schon lange war es her, als Che bei einem der Milizsoldaten den Umgang mit einem Bogen geübt hatte. Es war leider nur Einmalig, dennoch hat es dem jungen Held gut gefallen. Seid jenem Tag an hatte der Jäger sich in die Wildnis zurückgezogen und kaum Kontakt mit Menschen gehabt. Seine Gedanken wurden immer merkwürdiger, die inneren Wunden tiefer und vermochten nicht zu heilen. Von anderen abgeschnitten zu sein, war nicht leicht, man wurde schnell still, sprach kaum mehr und verlor die eins erlehrten weisen Worte.
Lange ist es her, daß der alte Waffenknecht seinen Posten aufgab und seine Liebe verloren hatte, dessen Tot ihn auf grauenhafte Art und Weise verwundet hatte. <<Mit der Zeit verheilen auch die tiefsten Wunden>> sagte man damals, ihm schien es nicht so. <<Die tiefen Wunden werden von Tag zu Tag unerträglicher>> war des jungen Jägers Meinung, womit er sich irrte; <<Das Geschehene kann man nicht ändern, dennoch kann man es vergessen!>>
Che hatte die junge Lili noch im Innersten seinen Herzens eingeschlossen, würde sie niemals vergessen, aber nicht mehr darüber trauern. Die sehr lange Stille der Wildnis hat ihn lange denken lassen und Qualen bereitet, jedoch solche Qualen, die andere verstummen ließen.
Bereits schon einige Monate war der junge Che von der Außenwelt abgeschnitten, ganz alleine. Das tägliche Gebet zu Innos, seinem Herren gab ihm erneut die Kraft, vom Boden aufzustehen, nach vorne zu schauen und sich um die Gegenwart zu kümmern, um die, welche ihm vielleicht etwas bedeuteten; Elfaire...
Nun war die lang ersehnte Zeit gekommen, zurück zur Bevölkerung zu kehren, zurück ins Leben, zu Elf. Sie wolle zum Kastell gehen hatte die schöne blauäugige mal erwähnt, ob sie dort vorzufinden ist? <<Ich kann nicht in der Vergangenheit leben, ich muß mich um die Gegenwart kümmern, um die, die mir etwas bedeuten. Wenigstens ihnen helfen oder auch nur vorbeischauen...>>, murmelte Che vor sich hin, während er sich zum Kastell aufmachte.
Die Gedanken der vergangegenden Monate ging dem mit neuer Kraft erfüllten Jäger durch den Kopf, während die leichte Briese ihm einige Pollen in seine Augen wehte, welche anfingen zu beißen. Halb verhungert -nur mehr Haut und Knochen- stand er vor dem Kastell. Der Jäger war sich noch unsicher, ob er sich noch reintrauen sollte, mit Bedenken riß er all seinen Mut zusammen und traute sich ins Kastell, die Behausung der Gelehrten der schwarzen Magie, die Magie Beliars...

Don-Esteban
06.05.2005, 21:53
Der Lehrmeister wiegte nachdenklich den Kopf hin und her.
»Nun, ganz so einfach ist es nicht. Der wichtigste Unterschied zur Beschwörung eines Untoten besteht für gewöhnlich darin, daß die Beschwörung eines Untoten einfacher ist und die Kontrolle des beschworenen Wesens nicht so kompliziert. Das liegt in der natürlichen Trägheit des Untoten begründet. Skelette sind komplizierter aufgebaut, da jeder einzelne Knochen in der richtigen Proportion und Lage sei muß. Weiterhin sind Skelette um ein Vielfaches agiler, und müssen stärker kontrolliert werden. Dafür muß ein Magier mehr von seiner Macht aufwenden, als bei anderen beschworenen Kreaturen.
Nun, genug der Theorie, beginne mit einer Beschwörung.«

Sinistro
06.05.2005, 22:06
„Nun, die Ausführungen sollen mir reichen, ich denke zwar, dass du bestimmt noch mehr weißt, was dir aber in der Aufregung nun nicht sofort in den Sinn kam. Und eigentlich solltest du nun bereits daran sein, dein erstes Skelett zu beschwören. Doch halt, die passende Rune fehlt dir ja noch, kein Wunder, dass du noch nicht damit begonnen hast. Und glaube mir, der Umgang mit Spruchrollen ist erheblich einfacher als der Umgang mit einer Rune.“
Sinistro griff nun in seine Robentasche und kramte die Beschwörungsrune für das knöcherne Wesen hervor, überreichte sie Nafolux und begab sich nun zusammen mit ihm in einen der Übungsräume. Überraschenderweise war jedoch sein ehemaliger Magielehrmeister ebenso dort wie auch ein dem Grünäugigen völlig unbekannter Magier, der soeben seine Ausführungen über die Skelette beendet hatte und dem sein ehemaliger Lehrmeister soeben eine Rune gegeben hatte.

„Werter Hohepriester, mögt ihr vielleicht meinem Schüler die Ehre gewähren, zusammen mit eurem Lehrling die Skelettbeschwörung zu versuchen? Ich denke, dass die Beiden sich ein wenig ergänzen könnten und dass sie aus ihren Fehlern lernen könnten.“ Mit einem Lächeln und flüsternd fügte er noch hinzu:“Und wir können uns den wirklich wichtigen Dingen zuwenden!“
Die Antwort seines ehemaligen Lehrmeisters nicht abwartend forderte Sinistro seinen Schüler nun ebenso auf, ein Skelett zu beschwören und sich auch ja anzustrengen, schließlich wolle er vor seinem ehemaligen Lehrmeister nicht wie ein Versager dastehen.

Don-Esteban
06.05.2005, 22:32
»Den wichtigen Dingen... soso.« Abschätzend betrachtete der Hohepriester Sinistro. »Was meinst du denn damit?«
Doch statt eine Antwort abzuwarten, trat er dann nur zurück und ließ den beiden Schülern den Raum, den sie für ihre Beschwörungen brauchten.
»Da wir hier die Möglichkeit haben, sollte diese auch genutzt werden, um einen Übungskampf zwischen zwei Skeletten durchzuführen.«

Farin
06.05.2005, 22:32
Da hatte er wohl einige Aussagen für unwichtig gehalten und sie weggelassen. Naja das nächste mal würde er dann nichts mehr weglassen.
Aber jetzt wollte er mal zu Praxis kommen.

Doch auch dazu kann er nicht, da in dem Moment, als er anfangen wollte jemand eintrat. Diesen jemand kannte er nicht, aber den Magier, der ihm folgte, den kannte er. Es war Nafolux. Was wollte der den hier? Sollte er etwa auch was Beschwören? Scheinbar.

Die beiden Lehrmeister stellten sich an den Rand, während die beiden Schüler sich in der Mitte, mit genug Abstand hinstellten.
Nafolux fing mit seiner Beschwörung an, und Farin tat es ihm gleich.
Er konzentrierte sich auf den magischen Energiefluss. Er sammelte die Energie. Er stellte sich vor, wie es auszusehen hatte. Den Arm, die Beine. Bis er glaubte an alles gedacht zu haben. Dann ließ er die Energie in die Rune.
Als er dann die Augen öffnete sah er noch grade so ein Skelett, wie es grade zu Staub zerfiel. Dieses Skelett, sollte es überhaupt diese Bezeichnung verdienen, sah sehr komisch aus. Es fehlte zum einen der linke Arm. Ja richtig er hatte nur an den rechten gedacht, und den linken als selbstverständlich hingenommen. Außerdem fehlten einige Rippen. Und die Waffe in der rechten Hand des Skelettes war auch bei weitem kein Schwert gewesen, sondern höchstens ein Dolch. Und selbst das noch nicht mal. Ein Messerchen wäre als Bezeichnung angebrachter gewesen.

Auch Nafolux schien es neben ihm nicht viel besser ergangen zu sein. So fing Farin noch einmal an. Er ließ sich Zeit, schloss die Augen. Stellte sich diesmal genau vor, wie es auszusehen hatte. Mit zwei Armen, mit einem Schwert, und zwar ein Einhänder. Zwei Beine und so viele Rippen, wie nötig. Währenddessen hatte er noch mehr magische Energie gesammelt, als vorher. Er wollte es schaffen. Er musste es schaffen.
Und dann ließ er die Energie in die Rune. Und da sah er vor sich ein Skelett entstehen, wie es grade dem Reich Beliars entstieg.
Und sofort befahl Farin dem Skelett stehen zu bleiben, denn er hatte schon gesehen, wie das Skelett sich bewegen wollte. Der eigene Wille, von dem er gelesen, den er vorhin bei seiner Ausführung vergessen, und den Don genannt hatte.

Nafolux
06.05.2005, 22:43
Nafolux bekam überrascht mit, dass sein Lehrmeister diesmal nichts zu ergänzen hatte. Ihn solltest aber nicht stören, daher ging er einfach mit ihm mit, als wäre nichts passiert. Als sie dann den Übungsraum erreicht hatten sah Nafolux Farin und den Don, der ihn einst zum Magier befördert hatte. Sinistro schlug vor, das Farin und Nafolux sich messen sollten, doch Nafolux war sowas egal, nur kurz kam ihn der Gedanken absichtlich schlecht zu sein, um seinen Lehrmeister zu ärgern, doch dadurch würde sich der Lernprozess nur hinziehen.
Seine abscheifenden Gedanken abbrechend nahm er die Rune in die Hand und spürte ihre Magie, dann ging er etwas von den Anderen weg und konzentrierte sich auf das, was er gelernt hatte. Stellte sich vor, aus welcher Ebene er es holen wollte. Dann wurde sein Gesicht sehr ernst. Einige Falten legten sich über seine Stirn und der purpurne Rauch bildete sich an seinen Füßen. er hatte das Skelett vor dem geistigen Auge und versuchte es nun über seine Magie auf diese Ebene zu geleiten. Etwas abwesend hob er die Arme und ließ nun seiner Magie freien Lauf. Sie sollte das Skelett hierherbringen, doch ncihts geschah. Er hatte es fast geschaft, doch nun tat sich nichts mehr. Schweiß rann über sein Gesicht, doch Nafolux merkte es fast garnicht. Seine ganze Konzentration lag darauf den Zauber zu retten. Er wollte nicht, das diese Beschwörung danebenging. Er kämpfte dagegen an, doch es brachte nichts. Nach einigen Sekunden des Kämpfens verschwand der Nebel und nichts hatte sich getan.
Nafolux nahm sich die Zeit zu Farin zu gucken, desen Nebel sich auch schon gebildet hatte. Er schaffte es doch tatsächlich ein Skelett zu beschwören, dass es Sekunden später zusammenfiel, bekam Nafolux nicht mit, da er schon an seinem zweiten Versuch arbeitete.
Er wusste, das er sicherlich viel mehr getan hatte in der Vorarbeit als Farin. Er wusste, das er viel höhere Ziele gesteckt hatte. All dies schürte Hass auf sich selbst und auf Farin. Mit einem stummen Schrei erhob Nafolux ein weiters mal die Hände und ließe seine nun wesentlich größere Magie floß. Sie war emotionsgeladen und wäre das Skelett nicht auf der Stelle gekommen, hätte es Nafolux mit seiner gebündelten Konzentration zerfetzt. Doch es kam. Es kam auch auf diese Ebene und der Schwarzmagier wusste, dass es ein Prachtexemplar war. Es war recht groß und hatte auch tatsächlich einen Zweihänder. Erst jetzt viel Nafolux auf, das er unbewusst genau dies gewollte hatte. Die Beschwörung war so routiniert abgelaufen, das sie nur auf dem Unterbewusstsein von Nafolux beruhte. Und erst jetzt sah er, was er fabriziert hatte. Kein sichtbarer Fehler auch keine Mängel in der Haltung oder etwas anderen. Ein sehr gutes Skelett auch wenn es nicht perfekt war. Es war lange nicht so groß wie das, was er mit der Spruchrolle einst beschwört hatte, doch Sinistro hatte selbst gemeint, dass dies nicht zu vergleichen war.
Auch Farin hatte es geschafft und befahl dem Skelett stehenzubleiben. Als die beiden Magier sich in die Augen schauten und dann nickten, waren sie sich wortlos einig. Sie wollten die Skelette auch testen. Farin schien etwas Probleme mit dem Skelett zu haben. Nafolux merkte davon nichts, doch als er zum Angriff befahl tat sich auch noch nichts. Hatte er eben soetwas wie eigenen Willen bermerkt? Ungläubig befahl er es nun energischer und das Skelett bewegte sich auf das von Farin zu. Nach einem Kampf stellte sich heraus, dass das Skelett von Nafolux tatsächlich besser war, doch er brauchte immerhin einen zweiten Versuch, im Gegensatz zu Farin, der es beim ersten Mal schaffte. Nafolux war zwar nicht zufrieden, doch fühlte es sich gut an das erste Beschwörerduell seines Lebens gewonnen zu haben.

Sinistro
06.05.2005, 22:56
Die beiden Lehrmeister traten einen Schritt zurück und beobachteten ihre Schüler, Sinistro begann nun ein wenig von seinen Erfahrungen mit dem Zombie zu erzählen und wollte die Meinung seines ehemaligen Magiementors dazu einholen, ob man sich die Erinnerungen dieser Wesen zu Nutzen machen könne. Ebenso beschäftigte den Grünäugigen immer noch das Kinderzombie, das Beliar ihm während seiner Ausbildung geschickt hatte, das ihn mit großen und traurigen Augen angeschaut hatte und in ihm ein Gefühl der Ohnmacht ausgelöst hatte. Dies teilte er in langen Ausführungen dem Hohepriester mit und bat um seine Meinung.
„Und scheinbar machen sich unsere Schüler auch nicht eben schlecht, der Kampf schien ja schon interessant, auch wenn mir der Schwertkampf so nicht wirklich zusagt.“
Farin, das hatte ihm Don-Esteban soeben erzählt, hieß Nafolux Gegner und beide hatten es tatsächlich geschafft, ihre Skelette bereits gegeneinander antreten zu lassen.

Don-Esteban
06.05.2005, 23:26
Vom Kampf hatte der Hohepriester so gut wie gar nichts mitbekommen. Er war einfach zu kurz gewesen. Zusätzlich hatte ihm Sinistro noch etwas von Untoten und ihren Augen erzählt und wartete auf eine Interpretation des Erzählten.
Doch der Hohepriester meinte nur: »Am besten, du konzentrierst dich nur noch auf die Beschwörung von augenlosen Zombies, dann wirst du auch keine derartigen Probleme mehr haben.«
Und zu seinem Schüler gewandt sagte er: »Wie du gesehen hast, ist eine Skelettbeschwörung schwieriger, als gedacht. Doch du hast noch Zeit bis übermorgen, um dies zu vervollkommnen. Und nun entschuldigt mich.«
Und damit trat er ab.

Rhonin
07.05.2005, 01:04
Obwohl die Sonne dem Monde schon lange gewihen war und es dunkel um ihn herum wurde, saß er immer noch dort auf der Bank unter der alten Esche. Obwohl im Innenhof stets ein mediteranes Klima herrscht, es war also nie allzu warm oder zu kalt, fröstelte es ihm ein wenig. Vielleicht bildete er sich dies nur ein, doch er hielt es für intelligenter wieder rein zu gehen und sich mal wieder seinen Studien zu widmen. Aber dennoch, irgend was hielt ihn davon ab, für heute auf jeden Fall. Doch was tun? Da fiel ihm wieder sein Sonnen-Mond schreiben ein. Er musste etwas ausprobieren. Schnellen Schrittes wandte er seine Füße zu den Übungsräumen. Wenn scih seine Theorie wirklich beweisen würde......
Sein Puls wurde schneller, er raste regelrecht. Doch nicht wegen seinem Schritttempos, nein die Spannung ob es ihm gelingen würde.... dieser Versuch.
Jetzt schon fast laufend durchquerte er mehrere Gänge und fand sich schließlich in einem der vielen Übungsräume des Kastells wieder. Leise und Vorsichtig schloss er die Tür hinter sich. Er holte die Notizen aus seiner Robentasche. Nach einem kurzem Blick dadrauf, stelllte er erst jetzt völlig perplex fest, dass er gar nicht alles hatte, was er benötigen würde. Ja, eine Zutat wusste er noch gar nicht. Wiedereinmal war die experimentierfreudigkeit und neugier so stark gewesen, dass er fast vergessen hätte nachzudenken. Schnell ließ er das Blatt pergament mit den Notizen wieder in seine Robentasche verschwinden. Ebenso schnell wie er hierher gekommen war, ging er jetzt zur Bibiliothek.
Das leichte Surren des magischen Portales nicht beachtend schritt Rhonin durch eben jenes Portal und fand sich wenige Sekunden später in der Bibiliothek wieder.
Die Wörter Mond und Sonnenverbindungstheorie verließ seinen Mund und zu seiner Überraschung fielen nur zwei dike Bücher aus den Regalen raus. Er hatte gedacht, mehr Menschen würden sich darum gedanken machen. Und nicht einer der beiden Titel stimmte mit seinen ausgesprochenen Worten exakt überein. Etwas in seiner Forschung zurück geworfen, wuchs seine neugier noch und er nahm die beiden Bücher auf. Er schlurfte zu seinen Studienplatz und vertiefte sich in das erste Buch, Sonne und Mond

Ceron
07.05.2005, 11:13
Elf Uhr Morgens, der Magen meldete sich zu Wort, aber noch immer stand Ceron mit der Übungsrune für den Hauch Beliars im Übungsraum. Er stellte sich vor, dass der Ätznebel erst den Gegner auf eine Art zu fesseln versucht und ihn danach auf die Knie zu würgen versucht. Würgen da er einerseits keine Luft mehr kriegen wird, andrerseits da das Ziel wirklich mit unheimlicher Kraft runtergedrückt wird. Der Priester stellte sich also erneut in die Mitte des Raumes und nahm die Übungsrune in die Hand. Mit beiden Händen umfasste er den glatten und abgegriffenen Runenstein. Die Rillen waren fast nicht mehr zu spüren, aber nach einiger Vorbereitungszeit ist es Ceron gelungen die Struktur wieder zu erkennen. Dann mal rein mit der Energie! Durch die Hände floss die magische Energie in den Stein, und wieder zurück, bis sich in Ceron ein grosser Teil seiner Kraft umgewandelt war. Darauf nahm er die Rechte vom Stein weg und umklammerte ihn dafür mit der Linken umso fester. Noch einen kleinen Augenblick bündelte er diese dunkle Energie, bevor er dann mit einer Armbewegung das ganze Übel mit der ausgestreckten Hand auf den imaginären Feind, die Holzpuppe, losschickte.

Das Resultat war verfaultes Holz, ein stinkender Übungsraum und ein noch hungriger Priester. Ceron packte also erst einmal seine Sachen um sich im Refektorium ein wenig aufzufrischen.

Burzum
07.05.2005, 11:15
Als Burzum die Bibliothek verlassen hatte wurde ihm mit einem mal schwindlig.
Er taumelte in Richtung Tor und ging nach draußen, setzte sich auf den Boden und hielt sich den Kopf vor lauter Schmerzen.

"Na?" , grinste ein, an dem Tor hängendes, Skelett.
"Dir hat wohl ein Dämon ins Hirn ge..."

"ARGH MEIN KOPF, NICHT SO LAUT DU,... argh..."

Er beschloss sich eine zeitlang auszuruhen und blieb eine Weile an der Mauer sitzen.

Er würde bestimmt schon bald aufbrechen, dachte er...

Night Hawk
07.05.2005, 11:38
Night Hawk war immernoch in den Katakomben, es wa schon morgen, also musste er sich wieder aufmachen und nen Eimer Wasser holen, er ging wieder in die küche und holte den Eimer, dann rannte er nach draußen, dort saß ein Mann der ihm sehr bekannt vor kam, es war burzum, der mal auf seine Schmiede aufgepasst hatte, er blieb bei ihm stehen und redete ihn an.

" Hallo Burzum, wir haben uns ja schon lange nicht mehr gesehen, wie ist es dir ergangen?" Burzum schaute ihn erstmal an und schien zu überlegen, dann antwortete er. " Ich bin nun Mitglied bei den Lees und übrigens du schuldest mir noch meinen Sold."

Night Hawk hatte das schon fast wieder vergessen, er fragte ob er mit in die Stadt kommt und Burzum nickte, dann gingen sie los.

LadyLomar
07.05.2005, 18:54
Nachdem dieses wiederspenstige Buch sie von sich geschleudert hatte traf sie unsanft am Boden auf und meinte kurz die Besinnung zu verlieren.
Der Don half ihr erstaunlicher Weise auf was sie denn doch verblüffte hatte sie mit einem Akt der Menschlichkeit am wenigsten von ihm gerechnet, vielleicht war da ja doch noch ein Fünkchen in ihm vorhanden, wenn auch tief vergraben.
Seiner Aussage nach zu urteilen hatte ihm das Werk nicht weiter helfen können und er hatte es wieder im Sack verstaut.
Er wies sie darauf hin sich in der Bibliothek Literatur über die Erschaffung von Golems zu besorgen da dies ihre nächste Aufgabe sein würde.

Nachdem er sie verlassen hatte machte sie sich auf um seinem Wunsch nach zu kommen, war es ja auch ihr eigener sich weiter zu bilden.
Im Lesesaal angekommen murmelte sie die Worte "Erschaffung und Instandhaltung von Golems".
Sofort begann es wieder zu rascheln und die Lektüre stapelte sich auf einem kleinen Tisch.
Sie begab sich zum Sessel und schlug das erste Werk auf in dem es um die verschiedenen Arten dieser Kreaturen ging, wie es schien durfte es sich dabei
um drei, genauer gesagt einen Stein-, einen Feuer- und einen Eisgolem zu handeln.
Weiters erfuhr sie ein wenig über deren Beschaffenheit und auch Komplexität, es waren große Wesen die nicht so einfach zu erschaffen waren, jedoch waren sie dafür leichter zu lenken wie sie der Lektüre entnehmen konnte.
Die weiteren Werke enhielten Beschwörungsformeln für die jeweilige Art und Erklärungen wie denn diese Golems zu leiten wären.
Über all diesen Ausführungen welche sie verinnerlichte und in sich aufnahm, schlief sie dann zu guter Letzt ein, in den Träumen schon diese Erscheinungen kreierend und sie beherrschend.

Don-Esteban
07.05.2005, 19:48
Als der Hohepriester die Bibliothek betrat, auf der Suche nach seiner Schülerin, bot sich ihm das Bild, das er schon so viele Male gesehen hatte: Wie so oft war es auch diesmal passiert, daß der Schüler eingeschlafen war. Mit einem Kopfschütteln zog er sich ganz leise einen der prächtig geschnitzten Stühle heran, um sich ebenfalls an den breit ausladenden Tisch zu setzen. Mehrere Stapel von büchern ragten wie die spitzen eines Gebirges empor. Zwischen ihnen breiteten sich Talauen aus, gebildet von aufgeschlagenen Büchern, deren Seiten in sanften Bögen verliefen, ausgehend vom Mittelfalz. Der Hohepriester schnappte sich eines der Bücher, schlug es an beliebiger Stelle auf und las leise: »Der härteste Granit kann nicht hart genug sein, um das Feuer dieses Wesens abzuhalten, SEIN Feuer, doch Dank der Kraft, die der Glaube an Beliar verleiht, wird ein Golem herbeirufen werden, der ganz aus Fels gemacht ist vom furchterregenden Antlitz bis zur Sohle, die alles unbarmherzig zertreten wird, und er wird es sein, der zum Schutz des einen als Schild zwischen sich und der Hitze dient, dann vermag er nützliche dort Dienste leisten. Aber auch der festeste Golem, gefügt durch die Magie des Glaubens und mit der Härte von Adamant in seiner Brust wird SEINER Macht, manifestiert in den Feuern, deren Ursprung ER darstellt, nicht auf Dauer widerstehen.«
Schien sich um eine Prophezeihung zu handeln. Er legte das Buch weg und öffnete ein anderes.
»...so hat mir eine glaubhafte Quelle berichtet, daß es mehr als nur die drei bisher bekannten Arten von Golems zu geben scheint. Er berichtete mir, daß sich bei der Gelegenheit, wo sich sumpfiges Gebiet ringsum ausbreitete, sich die Wasser selbst erhoben und ein Ungetüm aus Schlamm und Moor freigaben, welches sich als Golem aus dem Sumpfe entpuppte.
Man denke nur, vielleicht gibt es da draußen außerhalb meiner schreibstube, die ich seit Jahren nicht mehr verlassen habe, noch Golems von ganz anderer Machart, aus Holz, Lehm, Erz, jedwedem Material, das sich denken läßt.«
Der Magier legte auch dieses Buch weg. Interessante Theorien, leider mangelte es dem Schreiber daran, sie in der Wirklichkeit ausprobiert zu haben. Er ließ das Buch laut auf den Tisch poltern, gerade dort, wo eine große Karte mit der Häufigkeitsverteilung von Golemsichtungen auf Khorinis lag.
Lomar schreckte auf.
»Guten Abend. Was machen die Golems? Ist das eine neue Lernmethode? Lesen mit geschlossenen Augen?«, fragte er spitz.

LadyLomar
07.05.2005, 20:10
Lomar schreckte hoch, den Hohepriester neben sich sitzend vorfindend.
Er konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen und wenn sie es nicht besser gewusst hätte wäre sie davon ausgegangen das er sie aufzog.
Auf die Frage ob es eine neue Lernmethode sei wollte sie garnicht erst eingehen, hätte es ja auch nicht viel Sinn gemacht den Weisen vor ihr, der schon so viele Schüler gehabt hatte und sicher auch einiges mit ihnen erlebt hatte, mal auf die schnelle eine Erklärung aus den Fingern zu saugen, also ließ sie es bleiben.

"Ich muss über den Studien eingeschlafen sein, doch habe ich mich wie ausgemacht gleich dran gesetzt um mehr über diese Golems zu erfahren.
Soweit ich mich schlau machen konnte wird über drei real gesichtete berichtet, wobei auch die vierte, also die Sumpfgolems sehr realistsisch geschildert wurden.
Für alle anderen konnte ich keine Nachweise finden die mich von deren Bestehen überzeugt hätten.
Gerne wäre ich bereit mich einmal an dieser Sache zu versuchen und meine erlesene Theorie in die Praxis um zu setzen."

Würde er sich davon überzeugen lassen und ihr die Rune nun zu Übungszwecken überlassen, oder würde er mit ihr üben und ihr zeigen wie es denn aussehen sollte?
Beides sollte ihr recht sein, wobei ihr letzteres sogar noch lieber wäre, ein kleines Anschauungsbeispiel könnte nicht schaden, also blickte sie den Meister erwartungsvoll an.

Mäxchen
07.05.2005, 20:15
Es entwickelte sich gut, seine Schülerin machte rasch große Fortschritte, ja wahrlich, sie begann ihre Zauber zu perfektionieren, irgendwann tat sich die Neugier in ihr auf, sie wollte die nächste Ettape im Anspruch nehmen, die nächste Zauberey erlernen.
So hatten sich die beiden wieder in der Bibliothek versammelt, auch spielte das Wetter wieder seine typischen Streiche um diese Jahreszeit, und das Frühlingserwachen wurde mit regelmässigen Gewitterschauern begleitet, so saßen sie wieder da, bei Kerzenschein, der Lehrmeister seiner Schülerin die grundlegenden Dinge erklärend.
"... du musst wissen, dass das ein unentbehrlich Faktor. Bei der Beschwörung von Fleisch brauchst du so große Mengen an Mana, die du zu Knochen, Muskelmasse, und was sonst noch alles so dazugehört, formst. Ich möchte es dir anhand einer Blutfliege erklären. In den nächsten Tagen werden wir uns nämlich mit diesem heimischen Tier von Khorinis beschäftigen. Sicherlich bist du schon vielen von ihnen, manche nennen sie Plagegeister, begegnet, ja eigentlich bemerkt sie jeder Reisende, der nur einigermassen die Augen offen hält. Zwar sind sie für erfahrende Kämpfer keine große Gefahr, doch ihr Stachel enthält ein gefährliches, hochtoxisches Gift, was bei geringer Masse Muskelzucken, beim großen Verzehr die Blutbahnen von innen zerfrisst, oder die Magendecke ätzt. Aber sicherlich sind dir diese kleinen Details der Biologie durchaus bekannt. Nichts desto trotz, diese Tatsachen machen die Mühen um die Beschwörung eines solchen Wesens äußerst interessant, nicht zuletzt für einen sadistischen Schwarzmagier."
Mäxchen, schon wieder die Hände hinter dem Rücken verschrenkend, wild auf und ab gehend, legte eine kurze Pause ein, wohl aus rethorischen Gründen, um seiner Zuhörerin die Gelegenheit zu lassen, sich einiger dieser grausigen Szenen vorzustellen.
Ja, die Magie beschwören war ein äußerst lustiger Teil der Ausbildung.
"Gut, soweit sollte dir alles klar sein. Durch pure Willenskraft schenkst du einem bereits toten Körper das Leben zurück. Du fragst dich jetzt, ob du ihm so einen Teil der Seele wiedergibst? Wenn ja, diese Frage kann ich dir nicht beantworten, selbst die größten Priester unsers Zirkels können darüber nur spekulieren, wilde Thesen aufstellen. Sicher ist, dass wir ihnen einen Teil der damaligen Gefühlswelt wiedergeben. Wie Tiere verhalten sie sich dann, nur Hass kennend, aber nicht so, wie wir Menschen, nein, es ist ein Hass, der eher an Überlebenswillen grenzt. Das heißt, passiert dir auch nur der geringste Fehler, bei der Beschwörung, eine kleine Konzentrationsschwäche, passiert ein Unglück. Du spielst mit dem Feuer, und das gar nicht mal so sprichwörtlich. Du dringst in Beliars Reich ein, fragst sie nach einer ihrer Seelen, und nur die Vorbereitung auf den Zauber bestimmt den Ausgang dieses Handelns. Es kann durchaus sein, dass sich aus dem Riss zur Unterwelt noch andere Wesen in diese Dimension ziehen, irgendwelche Dämonen, die schon zu lange in ihren spirituellen Gefängnis verweilt sind, du aber wolltest ja nur eine Blutfliege aus dem Fegefeuer unserer Göttin für deine Dienste befreien. Also, was heißt das? Bei der Beschwörung von Blutfliegen ...?"
Seine Schülerin holte gerade Luft, wollte zur Antwort ansetzen, als Mäxchen fort fuhr.
"... eine Schattenflamme parat halten! Genau. Es gibt aber durchaus eine simplere Methode, mit sofortiger Wirkung ein beschworenes Wesen zurück zu rufen. Und zwar musst du ständig ein magisches Band zu der Beschwörung aufrecht erhalten, welches dir permanent Mana entzieht, durchkappst du dese Verbindung aber, wird die untote Blutfliegen abrubt in ihr Reich zurück kehren, von welchem du es entrissen hast. Mit allen anderen Beschwörungen handhabt es sich übrigens genauso. Es gibt ein paar mächtige Magier, die, nehmen wir als Beispiel mal beschworene Skelette, um ein Relikt aufstellen, und ihnen über jahrhunderte Hinweg den Befehl zur Bewachung geben. Nur mit einem blossen Gedanken, können diese nun all ihre Wächter zurückrufen. Oder natürlich, diese Magier finden ihr Ableben. Ist dir das verständlich gewesen? Hast du noch irgendwelche fragen? Nicht? Dann können wir ja heute schon mit der Praxis beginnen. Warst du schon im Übungsraum der Magie? Ein magisch verstärkter Ort, in dem du den Fluss des schwarzen Manas besser fühlen, und halten kannst. Dort werden wir die Übungen fortsetzen. Auf geht es. Und sag mir bitte, wenn ich dir zu viel rede..."

Don-Esteban
07.05.2005, 20:18
Doch so flink ging das nicht mit dem Beschwören. Zuerst wollte Don-Esteban noch etwas mehr Theorie hören.
»Richtig, es gibt drei für uns interessante Manifestationen von Golems, alle drei magischen Ursprungs, soviel scheint gewiss zu sein, da doch von allen ernstzunehmenden Autoritäten die magische Natur von Golems hervorgehoben wird. Doch worin liegen die Unterschiede? Worauf muß man achten? Ist die Beschwörung einfach? Ist die Kontrolle schwierig? Wofür und wogegen eignet sich welcher Golem? Wofür nicht? Was weist du über all diese Sachen?«
Scheinbar hatte es sich der Lehrmeister zur Aufgabe gemacht, Lomar eine besonders gründliche Ausbildung angedeien zu lassen, da er so viele Fragen stellte.

LadyLomar
07.05.2005, 20:47
Fragen über Fragen die er ihr da stellte, er schien diese Ausbildung ganz schön ernst zu nehmen ehe er sie denn mal praktizieren lassen würde.
Er wollte die Unterschiede und Einteilungen wissen, wie sie sich denn von einenander trennten und was jeden an sich ausmachte.
Langsam versuchte sie sich an das gelesene zu entsinnen und versuchte ihre vom Schlaf noch ein wenig wirren Gedanken zu ordnen.

Also er wollte wissen welche es denn gäbe also begann sie mit einer Auflistung dessen was sie über diese Kreaturen zu wissen glaubte.
"Soweit ich herausfinden konnte gibt es drei nachgewiesene Arten, hierbei handelt es sich um den Steingolem welcher aus Fels materialisiert wird und dem entsprechend wuchtig auf seine Feinde wirkt, er ist gegen fast alles resistent, wobei er Probleme mit stumpfen Waffen wie einem Hammer zum Beispiel zu haben scheint.
Vielleicht die einzige Art um ihn wieder dorthin zu schicken wo er denn her gekommen sein mochte.
Spitze Gerätschaften prallen an ihm ab und hinterlassen keine Spuren.
Um ihn zu erschaffen muss man erdige Gedanken haben, vermischt mit ein wenig Sturköpfigkeit, so sollte es funkrionieren, nach dem Prinzip *Mit dem Kopf durch die Wand*."

Weiteres überlegen war angesagt um dem Don das zu sagen was sie denn bis jetzt gelernt hatte, also dachte sie weiter nach.
"Dann wäre da noch der Feuergolem, welcher aus glühendem Erz zu bestehen scheint und alles um sich herum schmilzt oder verbrennt, auch ist er in der Lage einem Gegner Schaden durch die Hitze die er ausstrahlt zu verletzen.
Um ihn zu erschaffen muss man die lodernde Wut aus sich herauskommen lassen um sein Feuer zu entfachen."

So einer noch sie dachte scharf nach und langsam fiel es ihr wieder ein.
"Ja und dann hätten wir da noch den Eisgolem, welcher meistens in verschneiten Gebieten an zu finden ist, jedoch wurde er auch schon in den Bergen gesichtet, er ist insofern gefährlich da er in der Lage ist den Gegner ein zu frieren und ihn so am kämpfen zu hindern bis er ihn denn in Grund und Boden gestampft hat.
Diesen erschafft man mit blankem Hass der kälter nicht sein kann um ihn die Kraft zu geben all dies aus zu üben was man denn will.
Ansonsten habe ich erkannt das man Herr seiner Gefühle beim Ausüben dieses Zaubers sein sollte, die Lenkung ist keine all zu schwierige da es sich hierbei um stumpfe und recht schlicht gestrickte Kreaturen handelt.
Ich hoffe das genügt für den Anfang, ich würde mich gerne einmal in der Praxis versuchen."

Auffordernd und ein wenig frech blickte sie den Hohepriester an, wollte sie doch nun endlich einmal zur Tat schreiten.

Don-Esteban
07.05.2005, 21:09
»Hervorragend!«
Der hohepriester war aufgesprungen und schickte sich an, die Bibliothek zu verlassen, Natürlich nicht, ohne vorher noch Lomar darauf aufmerksam gemacht zu haben, daß die Ausbildung nun in ihre erste praktische Phase übertreten würde, indem man in die magischen Räume, die für Übungen derlei Art gedacht waren, hinüberging.
»Komm nur, da dein Wissen als groß genug gelten kann, werden wir nun damit beginnen« - sie durchschritten das Portal, das die Bibliothek vom Rest der Welt trennte - »deine Kenntnisse vom Pergament zu lösen und sie Wirklichkeit werden zu lassen.«
Er überreichte ihr die Golem-Runem, während sie durch die gänge eilten.
»Am besten, du versuchst es zu beginn mit einem steinernen Golem. Er wird uns nicht mit Hitze malträtieren und auch nicht versehentlich einfrieren. Golems können trotz der nicht ganz so schwierigen Kontrolle doch recht diffizile Geschöpfe sein, auf die man gut aufpassen muß - sprich, es wird ein erfahrener Magier gebraucht, um einen Golem richtig zu steuern.«
Sie bogen noch einmal ab und näherten sich dem Trakt mit den Übungsräumen.
»Zum Glück bietet die magische Verstärkung etwas Schutz gegen Fehlbeschwörungen. Denn einerseits wird die Beschwörung erleichtert, andererseits aber auch die Kontrolle, da die Struktur der Räume die Fokussierung der Koinzentration erleichtert und so der Fluß der Magie unkomplizierter ist. Oder einfach gesagt: Das Zaubern ist leichter in ihnen.«
Und damit traten sie ein in den erstbesten Raum. Hier nun sollte Lomar ihren ersten Golem zur Existenz auf dieser Seinsebene verschaffen.

LadyLomar
07.05.2005, 21:28
Er fand sie als bereit und meinte sie wäre so weit nun ihr Wissen in die Tat um zu setzen.
Auch gab er ihr zu verstehen ihm zu folgen, wahrscheinlich um einen der Übungsräume auf zu suchen, was sie denn nun auch gerne machte.
Tatsächlich gab er ihr beim durchschreiten der Gänge die Rune in die Hand und sie konnte es nicht erwarten diese auch ein zu setzen.
Im Saal angekommen stellte sie sich hin und versuchte ihre ganze erdige Denkensweise an diesen Stein in ihrer Hand zu übermitteln.
Siehe da, aus dem Staub erhob sich was, Steine formten sich und Snooker kroch ängstlich auf ihren Rücken.
Ein leichtes Rütteln und eine Gestalt aus Fels formierte sich vor ihr und ihrem Meister.
Jedoch war das nicht so ganz was sie sich unter einem Golem vorstellte, ging ihr das Steinding grade mal bis zur Hüfte und sah alles andere als furchteinflössend aus eher wie ein *Golämmchen*.
Sie musste unweigerlich lachen, ein leichter Tritt mit dem Fuss dagegen und es löste sich in seine Bestandteile auf.
Dann sah sie den strengen Blick des Don und sie wurde sofort wieder ernst, die Wut der Unfähigkeit überkam sie und das was nun aufstieg war mächtig und glutrot, jetzt schlug die Stimmung in Haß darauf um das sie unfähig zu sein schien ihre Gefühle zu kontrollieren und die untere Stelle des Beschworenen gliederte sich in Eispartikel.
Erstaunt blickte sie die Riesenkreatur vor sich an, die ihr mit toten Augen entgegenblickte.
Doch lange hatte sie den Augenschmaus nicht, denn das Feuer schmolz das Eis und das Wasser löschte das Feuer und ihr Werk verlief in sich selber.

Schuldbewusst blickte sie zu ihrem Lehrmeister der die Tragödie mit Argusaugen, im wahrsten Sinne des Wortes, verfolgt hatte und wirkte ein wenig betreten.
"Ich werde an meinen Gefühlen arbeiten und das in den Griff bekommen, ich war immer ein Freigeist und komme damit noch nicht so gut zurecht , doch ich werde mir alle Mühe geben."
Hoffentlich konnte er ihr glauben oder auch nur zutrauen das sie es denn schaffen würde.

Aylah
07.05.2005, 21:32
Aylah schüttelte den Kopf.
"Nein, Ihr redet keineswegs zu viel - ich bin sogar sehr froh darüber, dass Ihr so ausführlich erklärt."
Über sein Gesicht huschte kurz ein Lächeln, um sofort wieder ausdruckslos zu werden. Schließlich bedeutete er ihr zu folgen; sie gingen durch einige Korridore, und kamen schließlich im eben erwähnten Übungsraum der Magie an. Die Schwarzmagierin war bisher noch nie hier drin gewesen. Eigentlich, so fand sie, schien er sich auch rein vom Äußerlichen her nicht von deren Räumen zu unterscheiden: Er war groß und hatte nicht viel Mobiliar - vielleicht wollte man möglichst viel Platz zum Üben haben und vermeiden, dass viel Mobiliar zu Bruch ging (vielleicht war aus diesem Grund auch der Raum schon mal mehr ausgestattet gewesen).

Sie positionierten sich in der Mitte des Raumes. Mäxchen wiederholte noch ein mal die letzten Punkte zur Erschaffung der Blutfliege, nahm einen gewissen Abstand ein (offensichtlich war er seit der Begebenheit in der Bibliothek vorsichtiger geworden) und ließ sie schließlich selbst probieren.

Mittlerweile fiel Aylah das Ergreifen des dunklen Manas relativ einfach (was auch noch durch die Wirkung des Raumes verstärkt wurde). Es dauerte nicht lange, und der dunkle Teil des Stroms war da und wartete auf Verwendung. Nun konzentrierte die Schwarzmagierin sich ganz darauf, eine Seele aus dem Reich Beliars zu ziehen, nur eine einzige, um diese schließlich zu einer Blutfliege werden zu lassen. Es fühlte sich so an, als würde der Strom sich von alleine ausweiten, bis in ihr unbekannte Gefilde vordringen und dort das suchen, was sie brauchte. Aylah hoffte, dass sie das Richtige tat. Sie mochte sich nicht auszumalen, was passierte, wenn sie nun die Kontrolle verlor.
Gleichzeitig stellte sie sich vor ihrem inneren Auge das Bild einer Blutfliege vor; das Fleisch, die Flügel, den Stachel. Und das permanente, schon für die Biester charakteristische Brummen. Es brauchte nur noch eine Seele ...

Und plötzlich spürte sie, wie das dunkle Mana eine Seele hielt, eine, die geeignet schien. In ihren Gedanken brachte Aylah nun die Seele und ihr Blutfliegenbild mithilfe der Macht zusammen, in der Hoffnung, das Gewünschte würde entstehen.

Und tatsächlich, vor ihr bildete sich in der Luft etwas: Ganz langsam begann sich ein Panzer aufzubauen, einzelne Segmente fügten sich zu Beinen zusammen und fanden ihren Platz am Panzer. Flügel und ein Stachel bildeten sich, der Kopf und Fühler kurz darauf. Aylah hatte das Gefühl, obwohl das vor ihr Entstehende sehr klein war, würde sie die gesamte verfügbare Bandbreite des Manas nutzen. Und schließlich hatte sie eine Blutfliege vor sich; zwar schien sie transparent zu sein, doch flog sie durch den Raum und brummte sogar leise, so, wie es auch die "echten" Blutfliegen taten.

Die Schwarzmagierin reduzierte die Verbindung durch das dunkle Mana zu dem Wesen, um nach wie vor die Kontrolle über sein Dasein zu behalten und betrachtete es. Zwar war die Blutfliege noch lange nicht perfekt, aber zumindest war es ein Anfang. Schnell war die eben noch vorhandene Anstrengung vergessen, und Aylah lächelte ob ihres kleinen Erfolges.

Farin
07.05.2005, 21:36
Nun musste er sich also nicht mehr mit neuen Büchern rumschlagen, sondern konnte sich auf die Beschwörungen konzentrieren. Und das war auch nötig, denn er hatte nicht vor noch einmal zu verlieren.
Eine Niederlage an sich wäre ja noch nicht so schlimm gewesen, aber eine SO deutliche Niederlage wie die gestern gegen Nafolux war doch zu viel.
So ging er, ohne vorher etwas zu essen, direkt in die Übungsräume. Und jetzt würde er anfangen zu üben.
Er sammelte seine Kräfte, konzentrierte sie auf das Skelett, dass gleich aus dem Reich Beliars zu ihm aufsteigen sollte. Seine Gefühle versuchte er eigentlich auszuschalten, oder zumindest zu unterdrücken, aber irgendwie kam immer wieder der Hass durch. Ein Hass, den er gar nicht zu Begründen wusste. Worauf war er wütend? Dann fiel es ihm ein. Seine Niederlage. Aus sich selbst, oder besser auf seine Dummheit, oder seine Unkenntnis. Alles zusammen.
Er sammelte viel Energie, wollte das Skelett mit einem Zweihänder beschwören. Er wollte, dass es groß wurde. Er wollte, dass es perfekt wurde.

Aber scheinbar wollte er zu viel. Denn das Skelett erschien nur ganz kurz. Es war zwar groß, doch dann zerfiel es auf einmal.

Jetzt war er noch wütender auf sich selber. Wieder beschwörte er ein Skelett. Wieder sammelte er sehr viel Energie. So viel, wie er noch nie gesammelt hatte. Es musste einfach klappen. Und dann ließ er die Energie in die Rune.
Ein Nebel breitete sich aus, wie auch bei den Beschwörungen davor. Auf dem Boden war ein schwacher rötliches Pentagramm zu sehen. In diesem Rauch, der über der Mitte des Pentagrammes am konzentriertesten war, entstand etwas. Zuerst war es nur schwach zu erkennen, aber dann wurde es immer deutlicher. Es waren Knochen. Diese Knochen bildeten langsam zusammen ein Skelett. Zuerst nur die Rippen, mit Wirbelsäule. Alles war ganz genau zu sehen. Danach die Beine. Bis dahin hatte das Skelett mit dem Nebel über den Pentagramm geschwebt. Dann, der Nebel lichtete sich schon, und das Pentagramm nahm an Intensität ab, erschienen die Arme, und kurz bevor der Nebel verschwand entstand in den Händen des Skelettes noch ein rostiger Zweihänder. Es war vollbracht. Es waren nur Sekunden gewesen, die die Beschwörung gedauert hatte, aber Farin waren es vor gekommen wie Minuten.

Nun stand es vor ihm, und wollte sich bewegen.
"Bleib stehen" meinte er zum Skelett. Aber es tat nicht der gleichen, und fing an das Schwert zu schwingen und auf Farin zuzugehen.
"Bleib stehen!" meinte er erneut, diesmal viel energischer als zuvor. Aber wieder tat es nichts dergleichen. Offenbar hatten diese Kreaturen auch einen größeren Eigenwillen wenn man sie mit mehr Energie beschwör.
"Bleib endlich stehen, oder ich schicke dich dahin zurück, woher du gekommen bist!" , so schrei er das Skelett in seinen Gedanken fast an. Und es schien zu helfen. Es blieb stehen.
"Und jetzt gehst du zur Tür!"
Das Skelett gehorchte nach kurzer Zeit. Wunderbar. Doch dann ging es wieder auf ihn zu. So sollte das aber nicht laufen. Es sollte dort stehen bleiben.
"Bleib wieder stehen!" Aber nichts dergleichen tat es. Er hatte es zu mächtig gemacht. er konnte es nicht mehr beherrschen. Das war schlecht. Er zog seinen Einhänder, und stellte sich hin.
"Geh wieder hin, woher du gekommen bist, oder ich schicke dich dort hin. Farin funkelte das Skelett böse, entschlossen und furchtlos an. Und das Skelett zerfiel zu Staub. Zumindest das hatte er geschafft.
Nun wollte er weitertrainieren. Aber nicht mehr so mächtige Skelette beschwören. Aber er hatte etwas gelernt. Er konnte seine Gefühle nutzen, um dem Skelett mehr Macht zu verleihen. Und er musste lernen, seine Gefühle zu unterdrücken, sofern er das machen musste. Er hatte also noch viel zu tun. Und so trainierte er weiter.

Don-Esteban
07.05.2005, 22:14
»Nun... zumindest klappt die Beschwörung ansich schonmal mehr oder weniger. Jetzt kommt es nur noch darauf an, sich auf die Verbindung zwischen den Ebenen zu konzentrieren, auf daß das herbeigerufene Wesen nicht durch die Schichten der Magie, die, wie eine weniger bekannte, aber sehr interessante Theorie zur Natur der Magie besagt, diametral gegeneinander gefaltet sind, behindert und verändert wird. So muß der Beschwörer die Schleier zwischen den Ebenen wegzustoßen in der Lage sein, gleichzeitig jedoch die Wesen zurückhalten, die nach dem Eindringen in diese, unsere Ebene des Seins lechtzen. Tod und Schlimmeres noch könnte demjenigen Bevorstehen, der eine Beschwörung nicht mit dem nötigen Ernst und Respekt durchführt. Gefahren lauern überall. Nicht umsonst werden nur wenige Schwarzmagier. Die Keller und Katakomben sind gepflastert mit den Gebeinen derjenigen, die sich selbst überschätzten und in ihrer Hypris ihren eigenen Untergang hinaufbeschworen. Vielleicht ist auch dir schon einmal aufgefallen, daß manche Magier, die wir eins hier in diesen Hallen wandeln sahen, seit vielen monden von niemandem mehr gesehen wurden. Oder kannst du mir sagen, wo die Leute, die auf Namen wie Duhn, Nathano, Tharumat oder Squall hörten, geblieben sind? Gefangen in ihrer eigenen Selbstüberschätzung beschworen sie Geschöpfe, die nur auf diesen augenblick gewartet hatten und sich dann ihrer, ihres Körpers, ihres Geistes oder sogar ihrer unsterblichen Seele bemächtigten, um hier oder anderswo unter den Lebenden oder wie immer man dies auf anderen Ebenen der Welt nennt, zu wandeln. Golems mögen harmlos sein, weil sie keinen eigenen Willen besitzen, ja nicht einmal einen eigenen Instinkt - und wenn sie etwas derartiges ihr eigen nennen, dann geht es entweder bei der Transferierung verloren oder es ist so fremdartig und anders, daß wir es nicht erkennen.
Wenn du also ein Wesen aus anderen Ebenen beschwörst, Ebenen, von denen Beliar der Herr sein mag, dann achte darauf, was du beschwört, und wie du es beschwörst. Es kann nie verkehrt sein, einige Schutzkreise zu ziehen vor unheilbringenden Manifestationen aus fremden Dimensionen.«
Lomar sah ihn nach diesem Vortrag erschreckt an. Wahrscheinlich hatte sie an derartiges noch nie gedacht.
»Doch keine angst - zumindest nicht mehr als nötig - hier in diesen räumen mit ihrer Magieverstärkung nach innen und ihrer Magiedämmung nach außen ist von diesen Gefahren nicht viel zu spüren. Hier kann jeder Magier gefahrloser, als an anderen Orten den Beschwörungen nachgehen. Darum versuche es noch einmal.«

LadyLomar
07.05.2005, 23:19
Der Don begann eine Litanei über gut und böse- darüber, dass man vieles erschaffen konnte, jedoch nicht immer differenzieren.
Gefühle gehören befehligt und in den Griff zu bekommen und sollten auch haltbar sein. Anscheinend nahm er ihr den Fehlversuch nicht übel, sondern wollte ihr noch eine Chance geben, um ihr Können unter Beweis zu stellen.
Dieses wollte sie auch tun.
Also konzentrierte sie sich und versuchte ihre Gefühle zu beherrschen. Fest konzentrierte sie sich an ihre erdige Natur und konzentrierte sich darauf, etwas Großes, Hartes und Starkes zu schaffen.
Keinen anderen Gedanken ließ sie mit einfließen.
Langsam spürte sie, wie auch das Blut in ihr zu pulsieren begann und aus der Erde erhob sich langsam aber sicher eine wahrlich hünenhafte, steinige Gestalt.
Die Schwarzmagierin blickte dieser in ihre untoten Augen und versuchte sie zu lenken.
Die Aufstoße der Beine waren dumpf und klangen hohl, doch sie bewegte sich auf sie zu. Es war ihr nicht klar, was sie machen sollte, jedoch ließ sie Arme und Beine heben, zum Beweis dessen, dass sie Gewalt über diese Kreatur behielt.
All das tat der Golem, der Pflicht schien genüge getan zu sein und sie ließ ihn entschwinden, woher er gekommen war- aus dem Staub.
Der Beweis sollte reichen, dass sie ihre Studie ernst genommen hatte und so wollte sie es auch dabei belassen und sich weiter in Sektion fortzubilden.

Hirni
08.05.2005, 08:58
Ein Stapel Bücher, ein Stuhl, ein Tisch und eine Person, die sich über die Bücher hermachte waren in der Bibliothek nichts seltenes, eigentlich alltägliches. Doch jede Person, jeder Stuhl, jeder Tisch und auch jedes Buch war anders. Die Person sah anders aus, benahm sich anders oder hatte andere Gedanken. Der Stuhl wies hier Macken auf, wo andere Stühle wiederum keine aufwiesen. Das gleiche galt für den Tisch. Und die Bücher wiesen sowieso immer andere Inhalte auf, keines glich dem anderen, schon der Titel unterschied sich von anderen.
Einer dieser Personen war Hirni, der auf einem der verschiedenen Stühle an einem der verschiedenen Tische sass und ein Buch über die Blutfliegenbeschwörung las. Er wusste nicht, ob er die richtige Wahl getroffen hatte, denn wäre es die falsche, dann wäre auch seine Ausbildung beendet gewesen. Und zwar mit der Aufschrift Nicht bestanden. Zumindest stellte er es sich so vor, dass ein Zettel auf seinem Tisch lag und diese Worte darauf geschrieben standen. Sicher, der ZuX würde da sicherlich andere Methoden nehmen, doch fand Hirni war dies nicht nur die unpersönlichste, sondern auch die niederschmetterndste Art, mitgeteilt zu kriegen, dass die Ausbildung als nicht bestanden galt. Es war gleichzusetzen mit einem Hammerschlag auf den Kopf. Urplötzlich, knallhart und sofort niederwerfend.

Er schüttelte den Gedanken fort. Noch war Sinistro nicht wieder aufgetaucht. Es schien also keine Probleme mit der Wahl seiner Bücher zugeben. Es sei denn, Sinistro wäre einer der Art Menschen, die die anderen erst abrackern lassen würde, um ihnen dann mitzuteilen, dass alles umsonst war. Aber das konnte sich Hirni nicht vorstellen.
Der Schwarzmagier konnte sich glücklich schätzen, war er doch schon bei der Beschwörung einer untoten Blutfliege dabei gewesen. Zwar nicht aktiv, sondern eher passiv, doch wusste er, was geschehen konnte, wenn sie nicht richtig beschworen wurde. Das war ein Pluspunkt, dem er Elfaire zu verdanken hatte. "Sie ist halt manchmal doch zu etwas gebrauchen." dachte sich der Schwarzhaarige grinsend.
Auch wusste er, was mit den untoten Blutfliegen geschehen konnte, wenn man sie nicht richtig "behandelte". Dieses Wissen hatte er sich aber schon selber beigebracht. Sie zerplatzten in mehrere tausend Teile und übersähten so den Unhold, der sie nicht so behandelte, wie sie es aushielten, mit stinkendem Inhalt.
"Perfekter Abwehrmechanismus, könnte man sagen. Integriert, um der Bestie, die sie töten würde, mit einer stinkenden Flüssigkeit zu übersähen, damit die Beute der Bestie abgeschreckt wird, bevor diese überhaupt in Sichtweite ist. Die untote Blutfliege sorgt damit sogar noch nach ihrem Verschwinden, Tod kann man es ja nicht nennen, denn das ist sie ja schon, das ihr Gegner später jämmerlich verhungert, da seine Beute schon vorher flieht. Sehr raffiniert das ganze." malte sich der Magieschüler in seinen Gedanken aus, und machte sich wieder daran, seine Bücher zulesen. Im Laufe des Tages würde er dann mit den ersten Beschwörungen starten...

Mäxchen
08.05.2005, 11:08
"Oh ja, bescheiden, aber ein guter Anfang."
Das Tier war wohl geformt, für das erste Mal ein wirklich erfreuliches Ergebnis, nicht perfekt, es reichte aber, um sich damit seiner Haut erwehren zu können.
"Du hälst das Band zu dem Wesen aufrecht, ja? Spürst du es, wie es sich deinem Willen beugt, aber trotzdem gegen die Kontrolle gegen ankämpft? Unterdrücke es, halt es aufrecht, geb ihm Befehle! Denke dir einfach, wohin es fliegen soll, spreche es notfalls laut aus, wenn du dir dämlich dabei vorkommst."
Grinsend beobachte der Lehrmeister seine Schülerin, gespannt darauf, wie sie die untote Blutfliege kontrollieren konnte.
Mit verkrampften Augenliedern nickte sie beifällig, dann schon bewegten sich ihre Lippen, ohne aber einen Ton herraus zu bringen.
Schwerfällig schlugen die Flügel des Tieres weiter, Chithin krazte, es setzte sich in Bewegung, kreine Kreise im Raum fliegend.
"Ah ja gut, gut! Verliere das Band nicht, dann verlierst du die Beschwörung, wehrt es sich zu sehr, züchtige es mit Manaschüben! Du wirst denn Dreh irgedwann raus bekommen, und schnell schon wirst du mächtigere Wesen unter Kontrolle behalten können. Nur, verlangt dir jeder aufgewendete Manastrom große körperliche, sowie mentale Anstrengung ab. Daher schätze deinen Körper, deine bisherige Macht ein, überschätze dich ja nie, es könnte fatale Folgen haben!"
Summen im Raum, eine Beschwörung die weiterhin ihre befehligte Rute flog.
"Doch doch, das gefällt mir schon sehr gut, befriedigend. Bald schon wirst du Blutfliegen mit größeren Chithinpanzern heraufbeschwören können, stärkeres Gift werden ihre Stachel enthalten, und ihre reflexe werden fixer, nicht mehr so zombieählich träge sein. Für das erste aber kann man sich mit deinem Resultat durchus zufrieden geben."
Die Taschen des Hohen Schwarzmagiers wurden mit licht gefüllt, ein schwarzes, leeres Flimmern schien durch den dunklen Stoff, Magie kinsterte.
Ein zweiter Riss in die Nebendemension tat sich auf, Mäxchen leitete seine dunkle Kraft hinein, riss eine Seele aus dem ewigen Feuer Beliars Reiches.
Langsam krakelte das Wesen hervor, eines Menschen gar nicht mal so unähnlich, doch man sah der Beschwörung das lang verstrichene Ableben an.
Eine Extrimitäte fehlte, Die Augenäpfel waren aus den Schädel gebrannt wurden, die Lungen schienen Blau durch die dünne, grünlich verfärbte Haut hindurch, als wären sie mit kaltem Wasser gefüllt, ein Wesen, welches im Wasser den Tod gefunden hatte. Still stand es da, regungslos, lediglich der verbliebene Arm leicht hin und her wippend.
"Greif es an, Aylah, gebe deiner Blutfliege den Befehl, es anzugreifen!"

Aylah
08.05.2005, 12:00
Aylah betrachtete kurz die aus der Nebendimension gekommene Gestalt und nickte. Das Aufrechterhalten des Bandes erforderte einige Anstrengung, aber einen Befehl zu erteilen sollte noch machbar sein. Sie wandte sich ihrer halbtransparenten, monoton brummenden Blutfliege zu und nutzte ihre Willenskraft.

Greif es an, dachte sie eindringlich und starrte das Wesen sogar ungewollt an, so, als wollte sie ihren Gedanken Nachdruck verleihen (ob es etwas brachte, sei nun einfach dahin gestellt). Los, greif es an, vergifte es!
Tatsächlich flog die Blutfliege in Richtung des Zombies, so als ob sie nur darauf gewartet hatte. Zwar waren die Bewegungen der Flügel eher schwerfällig und das Fliegen selbst sah längst nicht so elegant aus wie das der lebenden Blutfliegen in dieser Dimension, aber sie tat es. Offensichtlich hatte Max seinem Wesen ebenfalls den Befehl zum Angriff gegeben, denn auch dieses setzte sich in Bewegung (was keineswegs so schwerfällig wirkte wie die Bewegungen der Blutfliege). Und dann trafen sie aufeinander.

Der Zombie hob den noch verbliebenen Arm, holte aus und traf die Blutfliege an ihrem Panzer, was sie aus der Bahn warf. Wütend brummend umkreiste sie daraufhin ihren Gegner, nach einer Möglichkeit suchend, den Stachel nutzen zu können. Doch der Zombie war schnell - viel schneller, als er aussah. Einige Male hätte er sie fast erneut erwischt, und nur gerade eben konnte sie noch mit einer mehr oder minder schnellen Bewegung ausweichen. Doch schließlich, als die Blutfliege ihm erneut noch schnell genug ausgewichen war, und das Wesen ihr einen Moment zu lange den Rücken zugewandt hatte, stach sie dem Zombie kurzerhand in den Rücken.

Wer nun meinte, die Blutfliege hätte dadurch einen guten Treffer gelandet, wurde eines Besseren belehrt: Als wäre das mehr oder minder starke Gift gerade der Schub gewesen, den das Wesen gebraucht hatte, schien es noch schneller kämpfen zu können. Flink hatte der Zombie sich umgedreht und holte erneut aus. Schwerfällig, wie die Blutfliege war, konnte sie nicht rechtzeitig ausweichen, als der verbliebene Arm sie mit voller Wucht traf.

Wo die Blutfliege zuerst nur mehr oder weniger geringfügig aus der Bahn geworfen wurde, konnte Aylah bei dem nun geschehenden ihren Augen nicht trauen: Getroffen und die Kontrolle über den Flug vollkommen verloren raste die Blutfliege durch den Raum, prallte gegen die Wand, wo sie schließlich ermattet zu Boden sank. Das Brummen erstarb.

Mäxchen bedeutete ihr, die Verbindung abzubrechen und tat dies anscheinend auch mit der zu seinem Wesen, denn kurz darauf bildeten sich zwei Risse zu einer Nebendimension, in welche beide Wesen nahezu eingesaugt wurden. Zumindest der Zombie schien sich ein wenig gegen seine Rückkehr in Beliars Reich zu wehren.

Die Schwarzmagierin, von der bisher unbekannten Anstrengung ein wenig erschöpft, setzte sich auf den Boden und sah zu Mäxchen hinauf. Was kam als nächstes?

Skazaam
08.05.2005, 12:04
Das Tor des Kastells öffnete sich langsam. Eine schwarze Gestalt trat dort ein, legte in die Schale der Statur, die dort wie immer auf Gaben der "Eindringlinge" wartete, einen Bergkristall, den sie in der Wüste gefunden hatte, hinein, sah, wie die Gabe angenommen wurde und schritt dann weiter Richtung Bibliothek. Dort vermutete sie ihre Zielperson. Diese Gestalt war ein Pirat, ein frischgebackener wohlgemerkt. Ein eher unüblicher Pirat, trug er weder die Klamoten dieser Seefahrer, noch trug er einen Säbel oder ähnliches.
Die Zielperson, die er aufsuchte, wollte er nicht töten, nein, er wollte sie zufrieden stellen. Zufrieden stellen mit einem Amulett, als auch mit der Tatsache, dass diese Selbstfindung erfolgreich, die Gestalt nun mit ihrem Bogen eins war,

Skazaam schritt also durch das magische Portal der Bibliothek, suchte dort nach der gesuchten Person, seinem Lehrmeister Nafolux und fand ihn dort, vergraben in seinen Büchern.
"Dein Schüler ist wieder da. Und ja, er hat dir etwas mitgebracht."
Skazaam zog ein Amulett aus seinem Umhang hervor. Es leuchtete magisch, und für Skazaam von eher geringem Wert. Für Nafolux wohl jedoch nicht. Er war Magier, musste also an dem Ding etwas finden.
"Ein "Schmuckstück", dass ich in einer Mine in Jharkendar gefunden habe. Es war bewacht von mehrere Minecrawlern und einem Minecrawler Warrior, die ich alle OHNE mein Schwert, aber mit dem Bogen erledigt habe. Es war ein harter Weg, aber ich habe ihn überlebt, wie es auch nicht anders zu erwarten war. Ich weiss nicht, was dieses Amulett kann, aber ich weiss, dass es magisch ist. Ich habe meinen Soll erfüllt."

Hirni
08.05.2005, 12:16
Hirni durchackerte die letzte Seite des Buches. Er nickte verstehend, schlug das Buch zu, legte es beiseite und stand auf. Seinen Platz liess er unaufgeräumt zurück. Wahrscheinlich brauchte er nochmal das Wissen der Bücher.
Der Schwarzmager machte sich auf den Weg zum Übungsraum, in welchem er vor zwei Tagen fast zusammen gebrochen war vor Erschöpfung. Nun aber war er voller Tatendrang, war ausgeschlafen, was vor zwei Tagen nicht der Fall war. Er würde nun seine erste Beschwörung eines Wesen tätigen. Ob diese Beschwörung aber auch erfolgreich sein würde, das stand in den Sternen.
Im Übungsraum angekommen stellte er sich in die Mitte, kramte die Rune mit den feinen Verzierungen hervor und konzentrierte sich nur auf diese. Vor seinem geistigen Auge formte er eine Blutfliege, nicht zu groß, nicht zu klein. Eine mittelgroße, normal ausgewachsene, aber untote, Blutfliege sollte es werden.
Kurz erinnerte er sich an die erste Beschwörung Elfaires vor knapp zwei Woche. Ob er es wohl schaffen würde, eine bessere, erste zu beschwören?
Er sah, wie Qualm aufkam, Blitze formten sich in diesem Qualm, sie zuckten schnell und mit scheinbar großer Gewalt, trotz ihrer eher winzigen Größe.
In diesem Qualm formte sich eine Gestalt, wie er sie in den letzten Wochen schon öfters gesehen hatte. Er hörte nach einiger Zeit auf, sich zu konzentrieren, liess die Beschwörung langsam abklingen. Der Qualm verzog sich langsam. Der Schwarzmagier trat zum Platz der Beschwörung, wedelte mit seinen Händen, um den Qualm verschwinden zu lassen und besah sich seine erste Herbeirufung eines untoten Wesens.
"Richtige Farbe, richtige Größe, richtiger Stachel, zwei gut zueinander passende Augen. Aber..." Der Schwarzhaarige stutzte.
"...wo bei Beliar sind die Flügel?"
Hirni war das schon regelrecht peinlich, war froh, dass dies keiner gesehen hatte. Seine Blutfliege verdiente es nicht, Fliege genannt zu werden. Sie lag auf dem Boden und ihr fehlte genau das, was eine Fliege ausmachte: Die Flügel....

Nafolux
08.05.2005, 13:30
Nafolux hatte gestern hart an dem Skelettbeschwören gearbeitet. Er hatte es mehrere Male versucht und nicht immer hatte es geklappt. Er kam sich schon so vor, wie zu dem Zeitpunkt, als er das Zombiebeschwören fast garnicht geschafft hatte, doch es ging in Wirklichkeit wesentlich besser.
Mehrere Mal erhob er seine Hände in die Luft beschwör seine magische Energie in ihm, um dann den roten Nebel zu erzeugen. Er bildete sich in dichten Wolken an seinen Füßen und Nafolux Geist versank tief in der Magie. An nichts anders mehr denkend zerrte er das Skelett auf diese Ebene. Anfangs waren sie etwas klein und manchmal sogar verkrüppelt, doch zum Ende des Tages wurde es immer besser. Er konnte nun kontrolliert ein Skelett mit einem Zweihänder beschwören, nur die Qualität dieser Waffe schwankte recht stark. Es kam schon vor, dass sie abgebrochen war oder ähnliches. Doch auf eine Sache war er recht stolz. Er schaffte es ein wirklich beachtlich großes Skelett zu erschaffen. Wahrscheinlich nicht so groß wie das von seinem Meister, doch er hatte auch eben erst mit dem Üben angefangen, sagte sich Nafolux immer wieder, da er sonst nicht klar denken konnte, denn ohne diese Ermutigung, würde er blund vor Hass werden. Viel zu oft kam es ihn in den Sinn die magische Energie von seinem Meister auszusaugen, da dieser möchtegern Magier eh keine Verwendung dafür hatte. Er hatte kein Ziel, zumindest sah es Nafolux nicht, das er ein Ziel hatte. Er war fest davon überzeugt, das man ein Ziel haben musste, um ein guter Magier zu werden, daher war die Macht, die Sinsitro besaß sozusagen verschwendet.

Weiter darüber nachdenkend war er gestern in das Bett gegangen und heute faste er den Gedanken noch einmal auf. Doch dieses Mal hatte er keine Nerven dafür sich über solch nichtige Sachen aufzuregen. Er hatte schlecht geschlafen und richtig zufrieden war er mit seinen Skeletten auch noch nicht. Er schaffte es noch nicht sicher genug ein Prachtstück zu beschwören, daher musste er wohl oder übel weiterüben.
Wieder nahm er seine Rune zur Hand und stellte sich in die Mitte des Übungsraumes. Wieder kam der rote Nebel und wieder verzerrte sich das Gesicht in großer Antrengung. Wie immer suchte er sich das Bestmögliche Skelett heraus, was er mit seinem geistigen Auge erfasst hatte und brachte es nun in auf diese Ebene. Es kam der Zeitpunkt an dem er sich um die Waffe kümmern musste und dies tat er auch mit einem konzentrierten Ausdruck lenkte er ein Teil seiner Magie zum erschaffen, bzw beschwören der Waffe. Nach einigen Sekunden war alles vorbei und vor ihm stand ein Skelett, wie er es gestern Abend nicht geschafft hatte. Wieder schlussfolgerte er, dass es wichtig war einfach nur ausgeruht zu sein. Also lag es wie immer nur an ihm, er konnte keinen anderen die Schuld für das Misslingen der Beschwörungen geben, als sich selbst.
Davon überzeugt es nun endlich halbwegs zu können. Begab er sich in die Bibliothek. Schließlich wollte er noch etwas lesen. Es hatte sich die Frage aufgetan, wieso es nicht immer funktionierte. Er hatte fast schon das Gefühl, das es eine Art Zufall war, doch er brauchte nicht lang suchen , dass sich bestehtigte, dass es daran liege, dass seine magische Energie irgendwann erschöpft war, oder er einfach nur etwas unkonzentriert gewesen war. Biedes hätte der Fall sein können, daher machte Nafolux etwas enttäuscht das Buch zu. Erneut musste er feststellen, das es nur an ihm lag. Er konnte kein bisschen Schuld von sich abweisen, ohne das doppelte von der Schuld zurückzukommen. Das Leben war einfach so, damit hatte er sich schon lange abgefunden, doch wollte er es trotzdem ändern und das ginge nur, wenn er sich über das normale Leben eines Menschen hinweg heben würde.

Seine Gedanken wurden unterbrochen. Sein ehemaliger Schüler hatte die Bibliothek betreten und zeigte ihn ein Amuelett, was er gefunden haben wollte. Die Gechichte mit den Minecrawlern glaube der Schwarzmagier einfach mal, denn ihn interessierte viel mehr, was das Amulett alles konnte. Bei genaueren Betrachten fiel ihn auf, das er davon schon einmal gelesen haben musste. Schnell blätterte er in seinen Notizen und fand nach wenigen Minuten das Gewünschte. Dort wurde beschrieben, dass es die Konzentration, also die magische Energie eines Magiers steigern würde, wenn es um den Hals hing. Schnell wollte er es ausprobieren und legte es um sein Hals. Es fing an setsam zu glühen in schwarze, Licht. Skazaam verengte die Augen, da das schwarze dunkele Licht ihn auf magische Art und Weise blendete. Nafolux hingegen starrte es fasziniert an. Von dem Amulett ging eine beruhigende Kälte aus, die sich in seinem ganzen Körper breit machte. Er war fest davon überzeugt, dass er nun viel mehr Magie in sich hatte. Schnell griff er zu seiner Schattenflammenrune und beschwor eine solche Flamme. Sie wurde größer und größer anfangs merkte Nafolux keine Erschöpfung erst spät traf sie ein. Skazaam funkelte ihn an, wahrscheinlich weil Nafolux das magische Geschoss auf ihn gerichtet hatte, doch so schnell, wie er sie hat wachsen lassen, ließ er sie auch wieder in sich zusammenfallen.
Zufrieden nickte Nafolux und mussterte nun seinen Schüler, der ihn immernoch trotzig gegenüberstand. Er wollte die Prüfung, dass war Nafolux klar. Er hatte die Aufgabe erfüllt, das war das Wichtigste nun konnte er auch bei der Prüfung sterben wenn er wollte, dachte Nafolux sich, dann sagte er:

"Nun du willst die Prüfung, dass ist mir klar. Du hast deine Aufgabe erfüllt. du bist nichts mehr für mich wert, doch als dank stelle ich dich auf die Probe. Und weist du was?! Ich bin dir so ,,dankbar'', das ich dir die selbe Prüfung stelle, die ich auch schon einst bestanden habe! Wenn du lebend zurück kommst, könntest du von dir behaupten, dass du auf den besten Weg bist so gut wie ich zu werden! Also nun die Aufgabe:

Einst, als die Menschen anfingen Khorinis einzunehmen waren sie auf eine sehr verbreitete Tierart gestoßen. Es waren die Wölfe, die wir heutzutage fast schon zum Spaß jagen, doch damals war es schwerer. Jedes Rudel hatte einen sehr starken Wolf. Einen weiseren Wolf, manchmal weiser als die Jäger. Sie nannten diese Wölfe 'die Grauen'. Ihr Fell ist grau und sie sind schon alt, doch sie sind stärker als jedes ander Tier im Rudel. Alle Wölfe würden ihr Leben für einen Grauen geben, deswegen sind sie so schwer zu töten, doch die Menschen in ihrer Überzahl hatten es mit der Zeit geschafft. Zwar mit schweren Verlusten, doch dennoch sind die Grauen heutzutage recht dezimiert!
Und das Einzigste, was ich von dir will ist: Bring mir das Fell von einem solchen Grauen! Es gibt nur wenige und du wirst vielen Rudeln folgen müssen, bis du eines findest mit einem Grauen, doch wenn du einen solchen intelligenten und geschicketen Gegner besiegen kannst, bist du ein Meister des Bogenschießens. Ich werde dir nicht verbieten das Schwert zu nutzen, denn es ist an der Zeit deinen eigenen Stil zu finden. Es wird bei dir wohl eine Mischung aus Bogen und Schwert, doch benutze beides sehr weise, du weist nie, wieviel der Graue schon über dich weis! Lerne dich selbst kennen und schätze dich richtig ein! Riskiere dein Leben am richtigen Zeitpunkt zum richtigen Ort! Geh und störe mich nicht weiter! Ich erwarte dich vor Mitternacht zurück!"

Nafolux endigte seine Ansprache mit einer abweisenden Handbewegung. Er wollte sich wieder an seine Studien machen, während Skazaam die Bibliothek verließ, als ihn das Amulett wieder mit diesem kalten Gefühl, das Bedürfnis gab die neue Macht auszuprobieren. Dem Drang nachgebend ging er in den Übungsraum und nahm die Rune für die Skelettbeschwörung. Ein weiteres Mal hob er die Hände und der Nebel bildete sich in einem sehr tiefen Rot. Der Schwarzmagier ließ seine Magie fließen und das Amulett tat die ihre noch dazu. Etwas überrascht zügelte Nafolux eine eigene Kraft etwas, da er es nicht gewohnt war bei, Beschwören Hilfe zu bekommen. Es fiel ihn nun leichter sich af das Skelett und die Waffe zu konzentrieren und recht schnell stand das Skelett vor ihm. Es war so schön wie das, was Nafolux heute früh schon beschworen hatte und machte einen "gesunden" und kräfigen Eindruck. Testweise ließ er es durch den Raum rennen. Mit dem komandieren hatte er auch kaum noch Probleme, da er sich angwöhnt hat gleich energisch zu werden, denn ohne Zwang würde das Skelett wohl nie dienen. Der Schwarzmagier war mit sich zufrieden, einer der seltenen Momente, indenen dieses für ihn ungewohnte Gefühl druch sein Körper schoss, ihn mit unrealer Wärme füllte. Doch es war schnell wieder verschwunden, als er sein Magen knurren hörte, wieder wurde er daran erinnert, dass er immernoch ein schwacher, von Bedürfnissen abhängiger Mensch war. Es war für ihn eine Qual daran erinnert zu werden, doch trotzdem ging er in das Refektorium, um sich ein Mittagessen zu genehmigen.

Skazaam
08.05.2005, 13:40
Skazaam lauschte den Worten des Schwarzamgiers. Einen grauen Wolf töten? Das vor Mitternacht? Das war doch verrückt. Wenn sie so selten sind, wie sollte er es schaffen, vor Mitternacht einen zu finden?
"Verblendeter Narr." dachte Skazaam, als er ohne weitere Worte die Bibliothek verliess. Mit raschen Schritten folgte er den dunklen Gängen des Kastells, ging in Richtung des Ausgangs, verliess das Kastell Richtung Wildniss, darauf hoffend, das er es schaffen würde, rechtzeitig so eine Bestie, wenn es denn eine Bestie war, zu finden, zu jagen, zu töten und ihm das Fell zu entfernen. Die Zeit war gegen ihn, und das war der einzige Gegner, den man nicht aufhalten konnte...

Sinistro
08.05.2005, 14:04
Na da hatte ihm sein ehemaliger Lehrmeister ja enorm weitergeholfen, die gesamte Nacht hatte Sinistro gegrübelt und überlegt, wieso Beliar ihm, ausgerechnet ihm, dieses junge Zombiemädchen geschickt hatte. Und er kam zu keiner Erkenntnis, kam zu keinem Ergebnis und während seiner Überlegungen hatte er nun zu einer Rune gegriffen, spielte mit ihr in seinen Händen und nach einem kurzen Moment lagen zwei herrenlose Augen vor ihm (Oder waren es damenlose Augen- irgendwie konnte man das Geschlecht anhand dieser Kugeln nicht wirklich erkennen). Interessant erschien der Aufbau der Bulbi, der Erwählte nahm einen davon in die Hand und drehte ihn vor seinen Augen. Er konnte deutlich erkennen, dass Muskulatur daran verwachsen war, doch handelte es sich nicht einen großflächigen Ursprung sondern um mehrere kleine. Insgesamt waren sechs Muskeln zu erkennen, einer jeweils an denselben Stellen, wie bei einer Uhr die Zeiten 12, 3, 6 und 9 angezeigt werden. Die beiden anderen Muskeln waren ähnlich einem Seitenscheitel an das kugelförmige Objekt angebracht, gerne hätte der Magier den Verlauf dieser Muskulatur am Lebenden bewundert, um sich ein Bild zu machen, wofür denn diese roten Fasern genutzt wurden. Doch es blieb bei den beiden Augen, kein Zombie zu Forschungszwecken erschien, nicht einmal eine Ratte oder ähnliches wagte sich in das Labor des Schwarzmagiers, um als Versuchstier zu fungieren. Jedoch hatte sich der Grünäugige nun fest vorgenommen, die genaue Funktionsweise der Augenmuskulatur zu erforschen.

Mehrere Stunden hatte der Schwarzmagier sich mit diesen Augen beschäftigt, hatte sie aufgeschnitten und ihr Innenleben erforscht. Zum Glück hatte er zwei von ihnen, denn das Erste hatte er mit einem unachtsamen Schnitt beschädigt, eine klare Flüssigkeit lief daraufhin aus einer durchsichtigen Hülle und ergoss sich über den Labortisch des Magielehrmeisters- jedoch konnte er diesen glibberigen Ball bei dem zweiten Auge erretten und sich genau damit beschäftigen. Jedoch fand er einfach nur heraus, dass es sich eben um eine durchsichtige, verformbare Masse handelte, deren Sinn nicht näher zu definieren war. Nachdem er nun seine Forschungen beendet hatte, warf er die Überreste unachtsam auf den Haufen, den er immer noch nicht beseitigt hatte, ein >Plupp< erklang und die Augen waren von zwei kleinen Greifarmen gefangen. Diese bohrten sich hinten in die Augäpfel, die zuvor zerstörten Teile nahmen wieder ihre ursprüngliche Form an und die Greifarme zogen die Augen an den immer noch undefinierbaren Haufen heran, sogen sie in ihn herein- und nun hatte dieses Ding Augen erhalten. Neugierig blickte die Müllhalde (oder wie man dieses „Etwas“ auch immer bezeichnen mochte) umher, es schien sich soeben ein Opfer zu suchen, doch hatte es weder Beine noch ein Maul, mit dem es sein Opfer niederstrecken könnte. Wobei die Frage nach dem Maul nicht wirklich geklärt war, denn was sich in und an diesem Haufen befindet, hatte Sinistro noch nicht weiter untersucht. Und das Objekt überraschte den Magielehrmeister erneut, denn es erhob sich auf sechs kleine Stummel, hatte die geöffnete Türe im Blick und war blitzschnell durch die Öffnung in die Gänge des Kastells verschwunden.

Zunächst geschockt und nicht bewegungsfähig beobachtete der Schwarzmagier dieses Wesen, ehe er schnell hinterherlief, um es einzufangen, schließlich handelte es sich bei diesem Gebilde um seinen Müll, genauer gesagt, um den Müll eines ehemaligen Dämonenbeschwörers, der sich ausgelebt hatte und dessen Ziele vielleicht in der Versklavung der gesamten Welt lagen. Hier im Kastell mag dieses rennende Ungetüm ja keinen Schaden anrichten, doch nicht auszudenken, wenn es sich aus dem Kastell schleichen könnte. Denn was es ist, war ja noch nicht erforscht, ob es sich ernähren müsse und wovon es sich ernährte ebenso wenig, wie ob es eine Gefahr darstelle. Und im Übrigen hatte die Müllkreatur die Aufmerksamkeit und Neugier des Grünäugigen erweckt, er wollte es sezieren, in die Einzelteile zerlegen, aus denen es bestand und wollte sich eindringlich damit beschäftigen. Doch dazu musste er es erst einmal fangen, also sollte er auch beginnen, hinter diesem Ding herzulaufen. Hastig stolperte Sinistro nun aus der Tür uns sah gerade noch, wie das Müllwesen um eine Ecke bog, er hastete hinterher, doch wieder hatte er keine Chance, das Ding war einfach zu schnell.

Inzwischen war der Magielehrmeister in der Eingangshalle angekommen, das Wesen war nicht mehr zu sehen und er eilte in das Refektorium. Dort sah er seinen Schüler Nafolux, er hatte sich soeben ein schönes Mittagsmahl kredenzen lassen, doch sein Mentor ließ ihm keine Zeit, diese zu sich zu nehmen.
„So, du wirst mir jetzt helfen, ich such nach einem Müllwesen, klein, sechs Beine, große Augen und irgendwie unförmig, keine Ahnung, wohin dieses Mistvieh so schnell abgehauen ist, doch du wirst mir helfen, es zu suchen. Und da bekanntlich vier Augen mehr sehen als zwei, ist es nun deine Aufgabe, mir bei der Suche zu helfen. Und da bekanntlich acht Beine und acht Arme dafür noch besser geeignet sind, beschwöre ein Skelett oder ein Zombie, das uns bei der Verfolgung hilft. Ich schicke erst einmal eine Blutfliege auf Erkundungstour, vielleicht sieht ein fliegendes Auge ja mehr als du und ich gemeinsam.“ Und so zog Sinistro seinen Lehrling von seinem Mahle weg, die Blutfliege surrte durch die Kastellgänge und Nafolux guckte immer noch recht verwundert und ein wenig grimmig ob der nicht stattfindenden Nahrungsaufnahme.

Night Hawk
08.05.2005, 14:22
Night Hawk ging in die küche holte sich den Eimer und rannte los, er wollte es schnell hintersich haben, da er heute lange trainieren wollte, er konnte ja Gestern nur wenig trainieren, zudem wollte er seinen neuen bogen mal ausprobieren. Er lief herunter füllte den Eimer und lief wieder hoch, er rutschte ab und zu aus, berappelte sich jedoch wieder, als er oben angekommen war, war der eimer fast noch ganz voll und Night Hawk war froh das er es heute mit nur einem einzigen Versuch geschafft hatte, dann brachte er den Eimer in die katakomben, er könnte von dem Wasser trinken, dann müsste er nicht nach oben laufen. Er begab sich in position für seine Liegestütz, dann fing er an, er zählte diesmal mit, hin und wieder wollten seine arme nicht mehr doch er wollte auch hart an sich arbeiten, also machte er weiter. er war schon sehr erschöpft als er mit dem eigentlichen Training anfing. Er schoss diesmal mit seinem neuen Bogen, er war erstaunt wie stark der bogen war und doch sehr schön in der Präzision, er trainierte weiter mit seinem Bogen, er vergaß den anderen von Nafolux völlig, so fasziniert war er, er traf sogar hin und wieder mehr zufällig die mitte was ihn am allermeisten freute, jedoch traf er die meiste Zeit nicht da seine Hände so am zittern waren und wie er den pfeil halten musste war auch anstrengend, es war eine komische Haltung die er nicht kannte, aber sein Meister müsste es am besten wissen, sein Zeigefinger war über dem Pfeil und der Mittelfinger mit dem ringfinger unter dem Pfeil, so sagte Nafolux würde er seine Finger länger behalten was er nicht ganz verstand.

Nafolux
08.05.2005, 14:40
Nafolux war erstaunt über diese sinnlose Aufgabe, noch nie hatte er was von einer Beschäftigungstherapie gehört, doch wenn er was davon gewusst hätte, würde er diesen Begriff mit diesem Augenblick in Verbindung bringen. Schulterzuckend ging er los er rannte nicht eher guckte er verwundert seinen Lehrmeister hinterher. Dann nahm er die Rune zur Beschwörung eines Skelettes zur Hand und sorgte dafür, das es auf diese Ebene kam. Es war kein Meisterwerk geworden, doch es hatte heile Beine, was wohl das wichtigste sein würde. Der Schwarzmgier befohl dem Skelett die Waffe nieder zu legen und nachdem er die Robe zurecht gerückt hatte schickte er sich an etwas schnell er zu laufen.
Er durchsuchte die Gänge ohne sich vorstellen zu können, wonach er suchte. Das Skelett ging ihn hinterher immer guckend, ob sein Meister etwas übersehen hatte. Mit seinem fiesen Grinsen würde es das Müllwesen wohl eher verschrecken, als fangen, doch er war besser als ein Zombie. Gerade noch sarkastisch lächelnd sah er ein Wesen, was auf die Beschreibung seines Lehrmeisters passte. Mit der Reaktionsgeschwindigkeit eines einstigen Diebes und der Kondition eines Bogenschützen fing er an zu sprinten. Dem Wesen hinterher. Er war schnell und nur langsam kam die Erschöpfung. Sein durchtrainierter schlanker Körper brachte ihn immer näher an das Müllwesen sein Skelett folgte ihm. Gerade bog Der Schwarzmagier um die Ecke, als er fast mit Sinistro zusammenstieß. Dieser kam aus der anderen Richtung und hatte das Müllwesen nun auch gesehen. Zum Glück wichen beide zu einer anderen Seite aus, sodass keiner von ihn verletzt wurde, doch beide lagen am Boden, das Skelett gab den Geist auf, als Nafolux stürzte, hatte er die Konzentration nicht aufrecht erhalten können. Dennoch hatte es Sinistro wohl als lezten Anblick vor seinem Sturz gesehen.
Sich schnell wieder fassend sah Nafolux, dass das Müllwesen nun stehengebleiben war. Der Schwarzmagier sah seine Chance. Er richtete sich auf und putzte die Robe ab, dann sagte er mit einer zuckersüßen Stimme, die so schön wie abstoßend war:

"Ich will dir nichts tun" Es stimmte sogar ER wollte dem Wesen nichts tun "Ich möchte dich nur zu deinen Artgenossen bringen. Ich bin mächtig ich könnte dich auch zu unseren Gott bringen, wenn du dies willst" Der Gesichtsausdruck des Müllwesends wurde traurig und er kam einen Schritt auf Nafolux zu. Dieser setzte ein Gesichtsausdruck auf, der wirklich etwas einladend war. Der Blick war weder streng noch hassend traurig, er war einfach nur mitleidend. Das Müllwesen kam immer näher, doch etwa zwei Meter vor ihm ging es nicht mehr weiter. Es schaute nur missbilgigend zu Sinistro. Nafolux reagierte und sagte: "Ich werde dafür sorgen, dass dieser Wicht dir nichts mehr tun kann!" Zu seiner Rune greifend ließ er den Nebel entstehen, doch dieser kräuselte sich nich am Boden, stattdesen trieb er von Nafolux weg, dieser ließ seine Magie freien Lauf und das Amulett sorgte für den ausschlaggebenden Schub an Macht. Als er das Skelett beschwor dachte er daran tatsächlich den Moment zu nutzen um seinen Meister umzubringen, um ihn seine Macht zu entreißen, doch er konnte noch einiges von ihm lernen. Abwägend schaute er seinen Meister an. Dann ging alles schnell, Das Skelett erschien und mit einem wortlosen Befehl schnappte es sich das Müllwesen. Nafolux guckte nun auf seinem Lehrmeister herab und meinte dann mit einem nun wieder hasserfüllten und ernsten Gesicht, dass er es wohl geschafft hatte das Wesen zu fangen. Der Lehrling strich sich das graue, verschwitzte Haar aus dem Gesicht und wartete die Reaktion von Sinsitro mit. Dieser hatte sicherlich mitbekommen, was Nafolux gedacht hatte, wie er mit sich gekämpft und wie er gegen sich selbst gewonnen hatte.

Sinistro
08.05.2005, 14:53
Nafolux Skelett hatte also dieses Wesen gefangen, ziemlich viel Glück für einen Anfänger, doch die rennende Minimüllhalde biss nun die Knochen des Skeletts durch- somit war bewiesen, dass dieses Wesen wohl doch eine Art Mund oder Maul oder was auch immer hatte. Ebenso schnell und flink wie zuvor war es auch schon wieder um die Ecke gewuselt, Nafolux war immer noch geschockt, dass dieses Ding seinem knöchernen Krieger so einen Schaden zufügen konnte.
„So, du teleportierst dich nun in die Eingangshalle, dort wirst du darauf achten, dass dieses Ding nicht aus diesem Gang entkommen kann- ich werde mich darum kümmern, dass es auch wirklich eingefangen wird.“ Nachdem Sinistro nun in seine Robentasche gegriffen hatte, warf er seinem Lehrling die Rune zu, dieser guckte sehr überrascht und verwundert.
„Nun mach schon, sonst entkommt uns das Vieh wieder. Schließlich war ja DEIN Skelett nicht in der Lage, es zu halten, vielleicht wäre in Zombie hilfreicher gewesen. Aber darüber können wir diskutieren, wenn wir das Etwas gefangen haben. Beeil dich und lass dir nicht zu viel Zeit mit dem Teleport. Und falls du nicht in der Eingangshalle eintreffen solltest, falls du gar nicht mehr in diese Welt gelangen solltest- dann kannst du deine Prüfung als nicht bestanden ansehen!“

Night Hawk
08.05.2005, 15:23
Night Hawk trainierte immer weiter, doch bald fiel ihm auf das er die Sehen immer nur plump los lies, also muss es da auch noch eine andere Technik geben, dann würde der Pfeil wahrscheinlich viel Zielsicherer fliegen, dann wollte er auch noch am zielen arbeiten, aber das auch erst wenn er das mit der Sehne herausgefunden hatte, er lies immer langsamer los, sodass es fast kein loslassen mehr war, er wollte die Sehne teilweise garnicht mehr loslassen, also musste er es wieder anders machen, dann erinnerte er sich an den Schuß seines Lehrmeisters, er versuchte sich an alle einzelheiten zu erinnern, dann wusste er wie er es machen muss, er muss die Sehne gleiten lassen, am anfang wollte es ihm noch nicht gelingen doch hinterher wurde es immer besser, nun konnte er auch das mit dem Zielen überarbeiten, es warrichtig was Nafolux gesagt hatte er würde sich viel selbst erarbeiten müssen. er fing an länger zu zielen um noch genauer schießen zu können und zusammen mit dem gleiten lassen der Sehne war es eine starke und treffsichere Angelegenheit, doch er versuchte noch mehr herauszufinden, dazu rief er sich erneut den Schuß von Nafolux in erinnerung, ihm fiel auf, das nafolux sich immer auf die Spitze konzentriert hat, er hat sich also einen festen Punkt am Bogen ausgesucht, da er auch immer gleich aufzog, dies probierte Night Hawk auch, was aber garnicht klappte, dies müsste er wohl noch viel länger üben wie die beiden anderen dinge, doch nach einer Weile ging das auch schon gut. Diese Übungen machte er immer wieder denn er wollte ja Meister im Bogenschießen werden.

Nafolux
08.05.2005, 15:49
Nafolux wunderte sie sehr über die neue Rune. Wollte sein Lehrmeister ihn umbringen? Es war fast schon Selbstmord ohne die nötigen Vorkenntnise diesen Zauber zu verwenden. Schnell versuchte er sich alles was er wusste sich wieder in das Gedachnis zu rufen! Er hatte es einst am Anfang seiner Lehre mal kurz gelesen! Als er etwas allgemeines über die Magie studiert hatte! Das wohl Wichtigste ist es sein Ziel vor Augen zu haben und die Konzentration aufrecht zu erhalten.
Entschlossen nahm er sich die Rune und leitete seine Energie in sie. Wie beim beschwören hob er die Arme, doch dieses Mal fühlte es sich eher so an als würde er hochgehoben werden! Die Magie hob ihn vom Boden und ein blaues Licht erstrahlte. Sein magie folss und die Gedanken waren nur auf die Eingangshalle, beziehungsweise auf das Pentagram gerichtet, was dort stand. Er spürte wie die Magie an ihm zerrte und dann ging alles recht schnell. Mit einem "plopp" war er verschwunden und für eine kurze Zeit dachte er in das unendliche Universum zu sehen. Oder war es die Hölle. War er tot oder einfach nur falsch, der Augenblick verging und Nafolux fand sich in der Eingangshalle wieder.
Schnell guckte er an sich herunter. Ihm fehlte nichts, außer sein seinem gefassten Gesichtsausdruck. Er hatte Nerven aus Stahl, doch diese Sache hatte seine Ziel gefährdet und drohte seine Qualen zu erhöhen. Doch alles war gut gegangen und schnell waren seine Augen wieder wie Spiegel und sein Gesicht sehr ernst. Er bereitete sich darauf vor das Müllwesen aufzuhalten, dazu stellte er sich vor das große Tor.
Nebenher ärgerte er sich, dass er solch eine dumme Prüfung machen musste. Schließlich hätten die Dämonen das Müllwesen binnen Sekunden gefunden und wenn man aufpassen würde, würde es später sogar noch leben. Sich aufregend wartete er auf seinen Meister. Er war froh endlich von diesen komischen Metoden erlöst zu werden.

Sinistro
08.05.2005, 16:14
Triumphierend und das Müllwesen vor sich hertragend schritt Sinistro nun gen Eingangshalle, sein Schüler hatte es tatsächlich geschafft, sich zu teleportieren, jedoch hatte der Lehrmeister niemals wirkliche Zweifel daran, denn schließlich war der Teleportationszauber immer ein wenig gefährlich, wenn auch von den Zaubern des zweiten Kreises der einfachste.
Der Kampf, den der Grünäugige gegen das Ding geführt hatte, ist eigentlich keiner Beschreibung wert, komischerweise rannte die Kreatur nämlich, nachdem sie vor Nafolux geflüchtet war, in Richtung ihrer ehemaligen Heimat, hatte sich im Labor des Magielehrmeisters wieder auf ihren Platz begeben und war nun urplötzlich ruhiger als ruhig. Scheinbar hatte es sein Schüler erheblich verschreckt und die Angst war doch größer als die Neugier auf das Leben außerhalb des Labors.

„Ach, hast du es tatsächlich geschafft? Gut gemacht, ich denke, aus deiner Lehre kann ich dich entlassen. Aber noch mal zu der Begebenheit vorhin: überlege dir richtig, welchen Zauber du denn wirken willst, der Knochen einer Skelettes ist schneller durchbissen und durchtrennt als der Arm oder das Bein eines Zombies, wie man ja sehen konnte. Und es kommt doch auch darauf an, dass du nicht nur die Magie wirken kannst, sondern auch, dass du sie sinnvoll nutzt. Im Übrigen scheinst du dich zu fragen, wieso die Dämonen dieses Wesen nicht eingefangen haben, das sehe ich an deinem Gesicht- nun, ähnlich wie sie entstammte es von Beliar persönlich und sie würden erst eingreifen, wenn das Kastell bedroht ist. Und du denkst doch nicht im Ernst, dass dieses Ding hier (Sinistro wedelte mit dem Müllhaufen vor Nafolux Gesicht herum)eine Gefahr für diesen Ort darstellen sollte. Außerdem haben Dämonen ihren eigenen Willen, sie dienen NIEMALS den Menschen, sie verfolgen eigene Ziele. Ach- vielleicht komme ich noch einmal auf dich zu, als Gegenleistung, für die Mühe, die ich mit dir hatte, könnte es sein, dass ich deine Dienste benötige.“

Und mit diesen Worten entschwand der Lehrmeister, sein undefinierbares Lebewesen in der Hand und sich so vom Leibe haltend, dass es ihn nicht beißen könne.

Hirni
08.05.2005, 16:26
sich am Kopf kratzend stand Hirni da. Er verstand das einfach nicht. Wieso fehlte auch dieser Fliege wieder die Flügel? Das war schon seine weite, die er gerade beschoren hatte. Bei der ersten fehlten die Flügel, und auch jetzt wieder. Das war doch verrückt. Eine Blutfliege ohne Flügel war doch keine Blutfliege. "Wie soll ich sie denn jetzt nennen? Das ist doch peinlicher als Elfaires Monsterzustand vor zwei Wochen. Ich meine, die Fliege war hässlich, besass aber Flügel. Und meine? Denen fehlt doch genau das, was sie brauchen, um als Fliege bezeichnet zu werden. Das ist doch zum Müse melken."
Wieder stellte er sich in den Raum.
"Alle guten Dinge sind drei." dachte sich der Schwarzmagier, hielt seine Rune wieder in den Händen und begann, sich vorzustellen, wie die Fliege auszusehen hat. Richtige Augen, richtiger Stachel, einen vernünftigen Körperbau, und Flügel. Ja, er wollte Flügel. Und wenn sie den Durchmesser von fünf Meter besässen, es sollten Flügel vorhanden sein.
Totale Konzentration war nun bei ihm vorhanden. Dann sah er wieder diesen Qualm, der fast schon in den Augen biss. Wieder die kleinen, energiegeladenen Blitze. Und wieder, da war sie, die Gestalt. Als ob sie durch die Blitze geformt wurde, so schaute es aus. Hirni konzentrierte sich lange, so lange, bis der Qualm vollkommen verzogen war. Und wieder lag dieses leblose Wesen am Boden, wieder besass es keine Flügel.
"So eine verdammte Sch...ande nochmal." Der Schwarzhaarige war ziemlich sauer. Stand kurz vor dem Fluchen. Ein Wutausbruch stand wiedermal kurz bevor. Und das konnte gefährlich werden, denn wer weiss, wie Sinistro darauf reagieren würde. Sicherlich würde dies das Ende seiner Lehre sein.
"Ich muss Sinistro suchen, auch auf die Gefahr hin, dass ich die falschen Bücher gewählt habe. So oder so, meine Lehre steht auf der Kippe. Ich muss es riskieren..."
Hirni rief einen Dämonen, welcher Stillschweigend neben ihm her flog.
"Ruf Sinistro, Ich brauche seinen Rat. Sage ihm, sein Magieschüler Hirni schickt dich." Hirni wusste, dass es sinnlos war, mit dem Dämonen zu reden, dennoch war es diese Gewohnheit. Stillschweigend verschwand der Dämon. Der Schwarzhaarige konnte jetzt nur noch hoffen, dass er etwas falsch machte, und nicht die falschen Bücher gewählt hatte...

Sinistro
08.05.2005, 17:22
In dem Gang, in dem Sinistro nun entlanglief, hielt er sich rechts, danach zweimal links und so stand er, immer noch das Müllwesen in der Hand, im Übungsraum bei Hirni, ein Dämon hatte ihm gesagt, dass der ehemalige Klosterling seine Hilfe benötige. Doch bevor Hirni auch nur ein Wort sagen konnte, hatte ihm sein Lehrmeister den Auftrag gegeben, eine Blutfliege zu beschwören, denn er wollte sich ein genaues Bild dessen machen, was Hirni den bis nun erreicht hatte. Und so beschwör Hirni eine weitere Blutfliege und der Erwählte beobachtete ihn dabei genauestens. Eigentlich hatte Hirni es wirklich geschafft, ein Prachtexemplar der Gattung der Blutfliegen zu beschwören- doch fehlten die Flügel und langsam schien sein Schüler daran zu verzweifeln. Er schilderte nun, dass es sich hierbei bereits um seinen vierten versuch handelte, dass er mit dem Körper keine Schwierigkeiten hatte und dass er dennoch noch nie Flügel beschworen hatten.

„Ein interessantes Phänomen, dass du mir dort schilderst, lieber Hirni. Hast du denn untersucht, ob diese- ich nenne sie mal Blutlarve- ebenso einsatzbereit wäre, wie eine eigentliche Blutfliege? Ich meine, hast du einmal getestet, ob sie denn einen Stachel besitz und ob dieser Stachel denn auch mit Gift gefüllt ist? Sollte dieses Tier nämlich vollkommen einsatzbereit sein, dass liegt der Fehler darin, dass du deinem Wesen ZU enge Regeln geben willst, die Flügel zeugen von Freiheit und frei sollten deine Gedanken bei der Beschwörung sein. Und nicht, wie bei vielen Jungmagiern, gefangen von dem Gedanken an die Beschwörung. Probiere es einmal, indem du daran denkst, dass du durch die Wälder streifst, frei, ungebunden und ohne Zwänge.
Falls dieses Tier jedoch auch keinen Stachel besitzen sollte- es war eben zu schnell verschwunden, als dass ich dies erkennen konnte, dann sind deine Gedanken ZU frei, dann lässt du dich nicht von Beliar in deinen Beschwörungsversuchen beseelen, denn dann bist du dabei, deinen eigenen Willen ZU stark durchsetzen zu wollen. Öffne dann deinen Geist und deine Seele unserem Gott, lasse dich von seiner Macht leiten und beschränke dich darauf, das Wesen, das Beliar dir geschenkt hat, zu kontrollieren.“

Hirni betrachtete den grünäugigen Lehrmeister skeptisch und ein wenig verwirrt, war er sich doch ziemlich sicher, bis jetzt keine Fehler gemacht zu haben. Doch startete er nun einen weiteren Versuch, sich durchaus im Klaren darüber, dass sein Magierdasein und seine Lehre auf Messers Schneide standen.

Hirni
08.05.2005, 18:15
Aufmerksam hörte Hirni Sinistro zu. Es war eine interessante, aber zu gleich auch verwirrende Ansprache, die der Lehrmeister da hielt. Hirni sollte sich konzentrieren, aber zugleich auch frei von allen Dingen sein? War dies nicht irgendwo ein kleiner Widerspruch. Wenn er sich konzentrierte, wie sollte er dann gleichzeitig frei von allen Dingen sein? Er musste sich doch auf die Beschwörung konzentrieren, und nicht auf die Freiheit. Oder lag genau dort der Trick? Eine Art Mittelding zufinden, welches ihm konzentriert und gleichzeitig auch frei sein liessen? Eine körperliche Ausgeglichenheit sozusagen. Der Schwarzmagier probierte den Rat, folgte ihm so gut es ging.
Konzentrierte sich auf die Beschwörung, aber auch gleichzeitig versuchte er seinen Geist frei sein zulassen, ihn nicht zu stark auf die Beschwörung zu lenken. Wie war das? Sich vorzustellen, in einem freien Terretorium zu befinden? Hirni versuchte es. Es war für ihn nicht gerade einfach. Es stand momentan zu viel auf dem Spiel, seine Magielehre, seine Existenz als Magier. Da noch ruhig und gelassen zu bleiben, das war eine Art Kunstwerk, auf dass er, wenn er es schaffte, stolz sein konnte.

Sich auf die Rune und die Erschaffung der Blutfliege konzentrierend betrachte er, wie wieder der beissende Qualm auftrat. Die Blitze, die sich energiegeladen einen Weg durch die Wolken bahnten, wie bei einem Gewitter. Es fehlte nur noch Donner und Regen. Und in diesem Gemisch aus Qualm und Blitz formte sich erneut eine Blutfliege, eine Gestalt, die tatsächlich auch schwebte. Ein brummen und surren war zu vernehmen. Das war bei den vier Exemplaren vorher nicht der Fall gewesen. Sollte er es tatsächlich doch schaffen? Der Qualm verzog sich, die Blitze waren weg, und vor ihm flog eine untote Blutfliege. Sie besass wirklich alles. Einen Stachel, einen gutgeformte Körper, Zwei Augen und das wichtigste: Zwei Flügel.
Lächelnd stand er vor Sinistro.
"Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Nummer 5 hat also geklappt. Nummer 5 lebt und fliegt... Wenn auch nur auf begrenzte Zeit, laut meinen Büchern..." sprach er zu Sinistro...

GajezaEscaflown
08.05.2005, 18:18
GaEsca, Shaft und Night Hawk kämpften sich den Berg hinauf zum Kastell.
Andauernd rutschte einer der Gefährten ein Stück den Berg hinunter und musste das selbige nochmals bewältigen.
"So eine Scheisse, meine Hände sind voller Matsch. Wenn nur ein Fleck auf meine neue Rüstung kommt dann ticke ich aus." fauchte GaEsca wütend.
"Ist doch glattes Leder, kann man doch ganz leicht abwaschen."
"Aber es muss doch nicht gleich am ersten Tag was drauf kommen."
"Ja, natürlich nicht." sagte Shaft um GaEsca nicht zu reizen.
"Kommt, wir haben es gleich geschafft. Davorne ist es schon.
Ausserdem ist da vorn ein Brunnen." fügte Night Hawk dem Gespräch hinzu.
"Gut. Dann kann ich da meine Hände waschen."
"Seht euch diesen Turm an." Shafts Augen wurden immer größer vor staunen.
"Hasst du noch nie einen Turm gesehen?" sagten die beiden anderen gleichzeitig.
"Wenn ich ehrlich bin...nein...ich habe noch nie einen Turm gesehen. Ich komme von einer winzigen Insel. Da gibt es sowas net."
"Achso."
"Dann staun mal schön." meinte Night Hawk spöttisch.
Endlich kamen sie oben am Berg an. Vor ihnen bot sich ein fenomänaler Anblick. Ein wirklich bestaunendswerter Turm, eine dicke Mauer, ein riesiges Tor.
"Das ist es." sagte Night Hawk ein wenig stolz, wahrscheinlich weil er den beiden Landeiern etwas so imposantes zeigte.
GaEsca und Shaft verloren kein Wort.
Nach einiger Zeit, allen kam sie sehr lang vor, setzte sich GaEsca als erster in Bewegung. Er ging zum Brunnen, der vor dem Objekt stand, welches sie begafft hatten. Er wusch sich die Hände während die anderen auf das Tor zu gingen.
"Hallo Night Hawk." sagte eins der Skelette, die GaEsca erst jetzt bemerkte. Sie waren an dem Torbogen aufgehängt.
"Wen hast du denn dabei? Wir kennen sie nicht." fragte dass Andere der 2 Skelette.
"Ach, da sind GaEsca und Shaft aus Khorinis. GaEsca ist auch bei der Garde, wie ich."
"Wollen die auch rein?"
Night Hawk schaute fragend über seine Schulter.
"Ja klar." hieß es von beiden.
"Na dann viel Spaß." bemerkten die Skelette schließlich in einem schauerlichen Ton.
Das gewaltige Tor öffnete sich und sie konnten eintreten.
"So, ich hab dann jetzt Training. Behälst du den Dolch, den ich dir heut morgen gegeben habe noch?"
"Ja wär nicht schlecht." antwortete GaEsca Night Hawk.
"Ok, also dann bis später, schauts euch noch ein bisschen um. Ist echt interessant hier. Und ausserdem wenn ihr mal einflussreich werden wollt müsst ihr kontakte in allen gilden haben." Night Hawk verschwand in einem Kellergewölbe.
"Dann werden wir uns hier mal ein bisschen umschauen, nicht!?" überfiel GaEsca Shaft, der noch vom Staunen in Trance versetzt war.

Nafolux
08.05.2005, 18:54
Nafolux hatte also bestanden, nun konnte er sich etwas ausruhen. Als ihn auffiel, dass er noch einen Schlüler hatte, ging er hinunter in die Katakomben, wo er Night Hawk traf. Er schoss Bogen und er hatte sich anscheinend verdammt viel selbst beigebracht. Nafolux hatte nicht viel zu ergänzen, denn dieser Schüler hatte wirklich potential:

"Nun lass dir etwas mehr Zeit beim Zielen! Noch haste du sie später vielleicht nicht. Und das wichtigste ist, das du auf den Milimeter genau ausziehst. Du musst es im Blut haben! Wenn ein Ork auf dich zurennt musst du binnen Sekunden immer genau gleich ausziehen, der Rest ist reine Übungssache. Ich denke morgen könnte ich dir schon eine neue Übung zeigen, doch das werde ich dann ja sehen!"

Nafolux ging nun wieder. Er war auf den Weg in die Bibliothek, bevor er den Teleportzauber noch öfters nutzen wollte, würde er auch ein wenig über ihn wissen wollen. Schnell hatte er ein paar Bücher gesammelt, die er lesen wollte.
Die Grundlagen hatte er schnell abgearbeitet, sodass der Schwarzmagier bald zu den Details kam. Es war ein allgemein sehr interessanter Spruch und obwohl er einfach war, war die Gefahr recht groß, dass etwas daneben ging. Manchmal auch im wortlichen Sinne. Wenn man ninht aufpasst, könnte es passieren, dass man nur halb oder garnicht ankommt. Doch Nafolux ließ sich keine Angst machen, er hatte ihn einmal benutzt und wenn man einen kühlen Kopf bewahrt konnte auch nichts schief gehen.
Er las noch eine ganze Weile, bis er dann Hunger verspürte und in das Refektorium ging. Er bestellte sich etwas zu essen und wie immer den Wein. Genüßlich aß und trank er im Wissen momentan genug Zeit dafür zu haben. Auch wenn er das nur schwer schaffte, da er den Teleportzauber immer mehr zu schätzen wusste. Doch diesen Abend wollte er sich zwingen nicht wieder zurück an die Bücher zu gehen. Stattdessen könnte er nocheinmal ein Bad nehmen.
Kurzer Hand war Nafolux entschlossen losgegangen. Die Katakomeben hatte er schnell erreeicht, doch nun musste er das Bad suchen. So weit er sich erinnern konnte war dies hinter einer Tür erreichbar, aus der Dampf kam. Es dauerte einige Zeit, bis er endlich angekommen war, doch als es soweit war, konnte er es kaum erwarten sich in dem heißen Wasser niederzulassen, um seine Körper und dem Geist zur Entspannung zu verhelfen.
Einige Stunden fesselte das Bad Nafolux, doch irgendwann musste er herauskommen und das tat er dann, als er einfach zu müde war, um weiter in einem heißen Bad herumzuliegen. Er war zu müde weiter nachzudenken, also ging er auf sein Zimmer. Wie immer schien nur ein sehr mattes Licht, was das Zimmer in eine Art Halbdunkel tauchte. Vom ganzen Stress, den er von außen gehabt hatte, befreit, legte er sich in sein Bett. Recht schnell schlief er ein.

Sinistro
08.05.2005, 19:01
Da schwebte nun eine Blutfliege, ein wenig unsicher und ein wenig unkoordiniert, aber Hirni hatte es geschafft, eine fliegende Fliege zu beschwören.
„Siehst du, auch wenn es kompliziert erschien, nach ein paar Übungen klappt es doch mit der Beschwörung. Aber nun solltest du dich darauf konzentrieren, dieses Wesen nicht nur zu erschaffen- kontrolliere es. Wie du siehst, surrt deine Blutfliege momentan an dem Fleck, an dem du sie erschaffen hast. Sie wird dort nicht mehr lange verharren, sie wird bald in das Reich Beliars zurückkehren- also untersuche sie vorher, mache dich mit ihrem Körperbau vertraut, damit du sie gezielt fliegen lassen kannst! Aber Vorsicht, komm ihr nicht zu nahe und achte auf ihren Stachel, ich weiß nicht, wie gut du sie schon unter Kontrolle hast und ob sie dich nicht unvermittelt angreift!“

Der Schwarzhaarige näherte sich nun seiner Kreatur, vorsichtig umkreiste er sie- und sie ließ es nicht zu, dass ihr Erschaffer hinter sie gelangen konnte, immer drehte sie sich so, dass er sie nur von vorne beobachten konnte. Und kurz bevor Hirni endlich so nah an ihr war, dass er sie auch von der Rückseite betrachten konnte, verpuffte sie und war verschwunden. Und obwohl der Lehrling sogleich die nächste Blutfliege beschwören wollte, hielt ihn sein Mentor davon ab.
„Überanstrenge dich nicht, denk daran, auch deinen Körper zu stärken, nicht nur deinen Geist. Ich denke, du solltest mal eine kleine Pause machen. Außerdem- kannst du mir erklären, was ich mit diesem Ding hier machen soll?“ Der Gedächtnislose hielt die lebende Müllhalde direkt vor Hirnis Gesicht.

Hirni
08.05.2005, 19:25
War das ein verfluchtes Ding von Blutfliege. Ständig drehte es sich so, dass Hirni es nicht begutachten konnte. Doch viel mehr beschäftigtete ihn jetzt das, was Sinistro ihm da jetzt vor die Augen hielt. Eine Art Glibberball, mit Sechs stummelartigen Beinen, einem Augenpaar und einem Körperbau, der einem völlig verhunstem Pfannkuchen glich. So kam es dem Schwarzmagier zumindest vor.
"Außerdem- kannst du mir erklären, was ich mit diesem Ding hier machen soll?“ waren seine Worte.
Ja, Ding war die perfekte Bezeichnung für dieses "Ding". Hirni wusste es selber nicht zu deuten.
"Also, mein Gehirn kanns nicht sein, das hab ich aufem Festland verloren." witzelte Hirni.
"Essbar scheint es auch nicht zu sein." Hirni betrachtete es genauer. Und die Augen dieses Dings starrten ihn ebenfalls an. Als wenn beide sich gegenseitig genaustens untersuchten mit ihren Blicken.
"Beim bestem Willen, Sinistro. Ich kann mir nicht vorstellen, wo du das her hast. Du bist echt immer wieder für ne Überraschung gut. Ich will auch gar nicht so genau wissen, wo du dich wieder herumgetrieben hast, dass du sowas gefunden hast. Das scheint aus einer ziemlich abartigen Gegend zu stammen. Vielleicht aus den stinkenden Verliessen des Klosters."
Langsam fand Hirni gefallen daran, den Klosterlingen ständig kleine Seitenhiebe zu verpassen.
"Mir fallen jetzt nur zwei Dinge ein: Entweder das Vieh sizieren, oder aber es Parlan schenken. Was der wohl dazu sagen würde, wenn ein Zirkelangehöriger ihm solch ein Ding direkt ins Gesicht pfeffern würde.
Aber andererseits wäre es dafür zu schade. Sizieren wäre doch besser. Kann aber auch sein, dass du es schon siziert hast, zumindest den vorherigen Besitzer und dann das in ihm gefunden hast. Bei Beliar, ich weiss es auch nicht."
Sinistro war schon ein komischer Kerl. In solchen Dingen noch verrückter als Hirni...

Sinistro
08.05.2005, 19:41
„Na so richtig weitergeholfen hast du mir jetzt auch nicht, trotzdem danke. Und du solltest dich nun ein wenig stärken- oder willst du mir dabei assistieren, dieses Ding auseinander zu nehmen?“
Bei dem Wort auseinander nehmen verspürte Sinistro einen plötzlichen Stich im Arm, eine Art Stachel hatte sich hineingebohrt und vor Schmerzen aufschreiend ließ er nun das Ding fallen. Blitzschnell lief es durch die Türe, es hatte sich seinem Besitzer wieder entrissen und erneut wollte sich jemand- diesmal Hirni- aufmachen, um es einzufangen.

„Hirni, halt, lass es sein, das Ding hat mich heute schon den ganzen Tag auf den Beinen gehalten, ich hab keine Lust mehr, es zu verfolgen oder mich darum zu kümmern. Vielleicht fällt es ja einen Magier an und springt diesem mitten ins Gesicht, dass ein Dämon kommt und den Magier beschützt, vielleicht findet das Vieh auch seinen Weg in die Katakomben und wird dort von einem anderen misslungenen Experiment vernichtet. Ich jedenfalls werde mich nun in mein Labor begeben und dort noch ein wenig forschen, wo denn dieses Ding herkam. Oder hast du noch irgendwelche Fragen zur Beschwörung?“

Hirni
08.05.2005, 19:49
"Noch weitere Fragen zur Beschwörung?" Hirni überlegte. Warum sollte er dem Vieh nicht folgen? Wäre sicherlich ein leichtes gewesen. Doch wenn Sinistro nicht wollte. Sich selber ermahnend, nicht daran zu denken, sondern über die Frage nachzudenken, die Sinistro ihn gestellt hatte, begann er noch einmal darüber nachzudenken. Eigentlich hatte er keine mehr. Wie er die Blutfliege zu steuern hatte, dass musste er schon selber herausfinden. Schliesslich wollte er nicht seinen Lehrmeister die Arbeit machen lassen. Dann hätte Sinistro ihm auch gleich alles ganz genau erklären können. Sonst waren aber keine Fragen mehr.
"Also, eigentlich nicht. Wie ich die Fliege zu steuern habe, das liegt in meinem Aufgabenbereich, dieses heraus zufinden bis morgen. Morgen ist ja das Ultimatum zu Ende, welches du mir gegeben hast. Und da ich doch etwas Ehrgeiz besitze, will ich das selber herausfinden. Dafür bin ich schliesslich Magier geworden. Um die Interessanten Dinge der Magie selber zu erkundschaften. Und nicht, um mir alles erklären zu lassen. Dann könnte ich auch irgendwelche andere Dinge, wie Jagen oder so, erlernen. Ich habe also keine weiteren Fragen. Werde jetzt ins Refektorium gehen, und dir wünsche ich noch viel Spass bei deinen Experimenten." Hirni lächelte Sinistro an, sagte nur noch: "Bis Morgen dann." und liess zur Abwechslung mal Sinistro einfach im Übungsraum stehen. Ja, er durfte das auch mal...

Skazaam
08.05.2005, 20:35
Zum zweiten Mal betrat Skazaam das Kastell am heutigen Tage. Und er hatte vor, hier noch zu bleiben. Es fiel ihm wieder das SChriftstück mit den orkischen Zeichen ein. Die Höhle mit der Orkstatue. Um diese hatte er sich noch nicht weiter gekümmert. Das würde er nun tun. Deshalb gab er der Statue diesesmal all sein verbleibendes Gold, immerhin 90 Goldstücke, und ging dann weiter, Richtung Bibliothek. Dort vermutete er Nafolux. Jedoch fand er ihn dort nicht vor.
"Was jetzt, verdammt? wo ist dieser Nafolux" sagte der Pirat vor sich her. Neben ihm erschien ein Dämon, der mit donnernder Stimme in seinen Kopf hämmerte, dass sich der ZuXler in seinem Zimmer befände, dort schliefe.
"Dann lege dieses Stück Fell in sein Zimmer, gut sichtbar. Er soll den Beweis haben, dass ich überlebt und auch mit Erfolg vor Mitternach wieder gekommen bin." Der Dämon nahm das Stück Fell, welches durch das Blut fast komplett in Rot getränkt war, und verschwand danach wieder. Skazaam überlegte. Nun ins Refektorium, etwas essen? Oder lieber die Massenunterkünfte. Er entschied sich für letzteres. Der Pirat wollte seit langem mal wieder richtig schlafen...

LadyLomar
08.05.2005, 20:38
Nach der Prüfung hatte sie sich gestern dann auf ihr Zimmer begeben um endlich wieder in ihrem Bett zu schlafen und nicht über den Büchern in der Bibliothek zu liegen.
Dort angekommen machte sie sich zur Nacht bereit und kaum am Kissen angekommen war sie auch schon eingeschlafen.

Jetzt wo sie sich lange und ausgiebig erholt hatte räkelte sie sich in ihrem Bett und blinzelte dem neuen Tag oder eher Nachmittag entgegen.
Frisch angekleidet in ihrer noch recht neuen hohen Schwarzmagierrobe wollte sie sich ans Werk machen als sie einen Brief auf ihrem Tisch liegen sah.
Wer wollte denn etwas von ihr und noch dazu ihm Zuge einer Botschaft, sie sah den Absender, er kam von einem Trilo.
Nachdenkend wer das denn sein könnte fiel es ihr wieder ein, vor einiger Zeit war dieser junge Milizsoldat ins Kastell gekommen um sich mit ihr zu messen, war auch er Lehrmeister des einhändigen Kampfes.
Jedoch wurde er plötzlich fort gerufen und so mussten sie das Duell verschieben.
Der Inhalt der Botschaft lautete folgendermaßen :


Sehr geehrte Lady Lomar,
ich bedaure dies zu tiefst aber unser verabredetes Duell muss ich leider verschieben auf den ersten Vollmond dieses Monats.
Aus Milizinternen Gründen musste ich an jenem Tag sofort abreisen und lies euch so einfach stehen ohne Antwort zu geben, weshalb ich denn verschwunden war.
Nun versuche ich es auf dem Wege eines Boten Namens NaShir euch diese Nachricht zu kommen zu lassen.
Ich bitte euch hiermit gnädigst um ein Treffen in der Nähe des Hofes von Lobart dem Bauern.
Dort existiert eine große Wiese auf der wir den Kampf austragen können.

Vielen Dank.
In tiefster Ehrfurcht Trilo


Nun der angesprochene Tag wäre also heute, gut das sieden Brief entdeckt hatte, sonst würde der Gardler heute umsonst auf sie warten.
Ein wenig frische Luft und ein Kampf mit einem ebenbürtigen würden ihr guttun, also wollte sie seiner Bitte nachkommen und ihn dort treffen.
Doch zuerst wollte sie noch etwas zu sich nehmen, auf leeren Magen wanderte es sich so schlecht, also machte sie sich auf ins Refektorium.

Farin
08.05.2005, 20:42
Nachdem Farin gestern noch den ganzen Tag geübt hatte ein Skelett zu beschwören, wollte er heute noch ein bisschen Untotenbeschwörungen üben.
Die Skelette hatten gestern noch ganz gut geklappt. Er wusste mittlerweile, wie er sie am besten Beschwören konnte, was er dafür nutzen konnte - vor allem den Hass, den er gestern die ganze Zeit verspürt hatte - und wie er mit ihnen umgehen sollte, waren sie schon beschworen.
Die Skelette mit Einhändern gingen schon relativ gut, während er mit denen mit Zweihändern noch ab und zu ein paar Probleme hatte, die er aber heute lösen wollte.
Aber zuerst stand die Untotenbeschwörung auf seinem selbstauferlegten Lehrplan.
Die Beschwörung verlief ja ähnlich, wie die des Skelettes. Aber sie war einfacher. Farin vermutete, dass es an der Waffe des Skelettes lag. Er hatte bestimmt etwas darüber gelesen, aber irgendwie wollte sein Gehirn sich im Moment nicht daran erinnern, oder er hatte es damals für unwichtig gehalten, und hatte es schon wieder vergessen.
Es lief auch gut. Der Untote war im Vergleich zu den Skeletten, die er ja mittlerweile schon beschworen, und kontrolliert hatte, einfach zu beherrschen. Es war außerdem zu träge um Farin wirklich gefährlich zu werden. Aber da er es ja unter Kontrolle hatte, musste er gar nicht darauf zurückgreifen, dass er einen erheblichen Schnelligkeitsvorteil hatte.

Gegen Mittag ging er dann zu den Skeletten über. Nun würde es wohl etwas schwerer werden.
Er fing mit den einfacheren Skeletten mit Einhändern an. Obwohl einfach bei dieser Beschwörung wohl komplett falsch war. Es ging auch, und das Skelett machte, was er von ihm wollte.
Und auch die Skelette mit Zweihändern gehorchten ihm. Wenn auch manchmal ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit von Nöten war.
Nun konnte er beruhigt auf seinen Lehrmeister warten. So begab er sich ins Refektorium, um noch ein wenig zu essen, bevor sein Lehrmeister kam.

Shaft
08.05.2005, 21:55
Shaft und GaEsca standen vor einer steinernen Statue, die aussah wie ein Magier des Kastells mit einem Diskus in der Hand.
"Legt ein Geschenk in den Diskus!" Shafts Kopf begann zu schmerzen. GaEsca rieb sich die Schläfen.
"Ja ich bin ein Dämon."
Die Schmerzen versiegten. Shaft schaute verwundert in alle Richtungen und als er nichts entdecken konnte fragte er GaEsca:
"Hast dus auch gehört?" Er kannte die Antwort schon bevor er sie bekommen hatte
GaEsca hielt sich den Kopf.
"Ja."
"Woher kam das?"
"Ich weiss nich. Ich hab schonmal was von diesen Dämonen gehört, sie sind nur im Kopf vernehmbar und sie sind nur wie ein Windhauch."
"Aha, unheimlich Viecher."
Shaft kramte was aus seinen Taschen:
Ein paar Goldmünzen, 10 an der Zahl, ein Taschenmesser zum schnitzen, ein paar Papierchen und eine alte Lakrizstange. Er legte die Goldmünzen in den Diskus, der sich als Teller entpuppte. Dann drehte sich Shaft zu GaEsca um.
"Was legst du rein?"
Er drehte sich wieder um und sah, dass sich der steinerne Magier die Goldmünzen genommen hatte.
"GaEsca, sie sind weg, gespenstisch."
GaEsca nahm die gleiche Summe aus seinem Geldbeutel und legte sie auf die Schale des Steinernen, Gierigen.

Don-Esteban
08.05.2005, 22:32
Der jedoch ließ sich von einem der Dämonen sagen, wo er Farin finden würde und tauchte deshalb auch im Refektorium auf, um den letzten Akt einzuläuten.
»Du hast die letzten Tage noch geübt, habe ich mir sagen lassen? Nun, Fleiß ist immer lobenswert. Da ich jedoch schon deine ersten Versuche beim Beschwören eines Skelettes gesehen habe, gehe ich davon aus, daß du nun genug Zeit und Muße hattest, dein Können zu vervollkommnen. Und darum« - er griff in eine der zahlreichen Taschen seiner Robe und hielt plötzlich eine neue Rune in der Hand - »bekommst du nun die letzte Rune von mir. Und dies bidlet gleichzeitig den Abschluß der Lehre. Denn der Teleport ist im Gegensatz zu allen anderen runen und Zaubern nichts, was man langwierig lernen müßte. Die Magie des Teleports ist bis heute nur wsehr wenig erforscht, denn sie erscheint so komplex, daß es bis heute noch niemandem gelungen ist, sie zu entschlüsseln. Jedoch funktioniert sie trotz allem. Man benötigt nur die richtige Rune und schon bringt einen der Zauber an den richtigen Ort. Dies ist das ganze Geheimnis des Teleports.
Nimm also diese Rune und hüte sie, so wie alle anderen, gut. Deine Lehre ist nun beendet. Den Teleport kannst du sofort ausprobieren. Du mußt nur darauf achten, genug deiner magischen Kraft in die Rune zu fokussieren, alles andere übernimmt der magische Stein.«
Und damit erhob sich der Lehrmeister, der sich zu seinem Schüler gesetzt hatte, wieder und verließ den Essenssaal.

Night Hawk
09.05.2005, 16:45
Night Hawk wachte am nächsten Morgen im Gästezimmer auf, er muss wohl während des Trainings eingeschlafen sein und ein Dämon war so freundlich ihn hierher zu tragen, er zog sich an und ging in den Speisesaal, wo er etwas aß, dann holte er sich den Eimer aus den Katakomben, er lief los so wie immer, er holte Wasser und lief wieder zurück zum Kastell, diesmal war er schon schneller aus der puste als sonst, da er gerade was gegessen hatte, er schleppte sich nur noch hinauf, aber er schaffte es dennnoch ohne das er zu viel Wasser verlor. Dann machte er seine Liegestütze, bis er aufgewärmt war und auch außer puste war und das völlig. Er fing wieder an zu schießen, mit den Tipps die Nafolux ihm noch gegeben hatte traf er besser und er versuchte nun immer die Mitte zu treffen was ihm auch gelang und zwar nicht mehr so zufällig, zwar waren auch noch Glückstreffer dabei, aber das machte ihm nichts, er wollte schnell mit dem Training voran kommen, da er nicht allzuviel Gold an Lancelot geben musste, es war schon viel Gold wenn man das mal so bedenkt. Er konzentrierte sich wieder auf das Training er wollteauch mal draußen etwas schießen aber das musste sein Lehrmeister beurteilen, dann hätte auch buster mal wieder die chance zu jagen.

Ceron
09.05.2005, 17:22
Der Heillehrmeister war auf und davon mit seinen Übungsrunen. Na ja, für einen Schwarzmagier war es schon allerhand vor den Kastelltoren zu stehen. Seit Monaten hatte Ceron dies nicht mehr getan, ein wenig Bewegung tat also bestimmt gut. Der Priester stand knapp vor dem Tor mit den plappernden Skeletten im Visier.
„Hey, was macht der alte Knacker da?“ – „Er übt“ antwortete Ceron
„Was üben? Hey wir haben kein Fleisch mehr, lass uns in Ruhe“
„Moment mal, er soll uns bitten uns in Ruhe zu lassen, wir sind die Skelette“
„Er ist ein Skelettmagier, wenn er will beschwört er 4 wie uns“
„Du Schwächling, Angsthase, die sind nie so gut wie wir, wir haben bis jetzt keinen hier rein gelassen“ – „Wie keinen? In letzter Zeit hat’s aber riesig viele Neulinge im Kastell.“
„Das war die Vertretung, wir hatten damit nichts zu tun“ – „Wie jetzt? Es gibt 2 Skelettteams?“ – „Ja, er und ich und ich und er“ – „Seid ihr sicher dass das 2 verschiedene Teams sind?“ – „Ja ganz bestimmt, wir verstehen was von Kombinatorik und all dem Zeugs.“ – „Dann ist ja gut, ich nämlich nicht“
„Wir wissen immer noch nicht was du mit dieser Rune hier machst. Haaalt, was soll der Nebel da? Das geht nicht!“
Ceron grinste, genau in diesem Moment verlor er die Konzentration und der Schuss ging nach hinten raus. Der Hauch Beliars verschwand in Cerons Rachen. Bald darauf begann dieser zu husten. Wie noch nie zuvor hustete der Priester, als ob der Hauch seines Herrn selbst in seiner Lunge stecken geblieben wäre. Darauf folgte ein *pluff* und dann ein fürchterliches Geräusch. Ceron warf den Kopf nach vorne und seinem Rachen entstieg ein kleiner Hauch Beliars. „Alter das wird schon wieder“ tröstete ihn ein Skelett „Ich war damals ein Feuermagier, darum ist mein Skelett so gut erhalten.“ – „Ahahaah was für ein Witz das Skelett des Skeletts, aaahahahahhah“ Die beiden Skelette gröhlten weiter und weiter und der Schwarzmagier fand keine Ruhe.

Nafolux
09.05.2005, 17:25
Nafolux wachte auf und fand neben sich ein Stück graues Fell. Er wusste von wem es war, denn es gab nur einen, der es ihn bringen sollte. Das Fell betrachtetend merkte er, dass desen Farbe ein grau war, was schon fast an weis grenzte. Auch wenn Skazaam es nicht wusste und auch nie erfahren würde, er hatte ein ähnliches Tier wie Nafolux selbst einst erlegt. Ein intelligentes, schnelles und auch hinterhältiges Tier. Wenn er Skazaam treffen würde, würde er es ihn sagen, zumindest, dass er bestanden hatte.
Etwas entspannter als es die letzten Tage der Fall gewesen war, stand Nafolux auf und ging in das Refektorium. Dort sah er Skazaam, der anscheinend auch etwas Fürhstücken wollte. Der Schwarzmagier ging zu ihn herüber schnell hatte sein Schüler ihn bemerkt und blickte zu ihm auf. Nafolux sprach:

"Nun ich habe das Fell erhalten. Ich denke du hast deine Prüfung bestanden, obwohl ich mich wundere, wie schnell du es gaschaft hast. Du scheinst wirklich sehr viel besser geworden zu sein! Ich denke du bist nun ein starker Kämpfer! Vielleicht bist du mir ebenbürdig, dies müssten wir mal testen, doch um es auf den Punkt zu bringen: Nutze deine Macht weise! Vielleicht sogar weiser als ich. Pflege deine Kontakte zu Freunden und pflege vor allem deine Waffe, beides kann dir irgendwann dein Leben retten, nun denke ich werde ich dich nicht länger im Kastell halten müssen. Geh wenn du willst, aber vielleicht solltest du noch ein wenig zum Bogenschießen lesen! Ich weis auch nicht alles, doch die Bibliothek bietet zu diesem Thema sicherlich fast alles!
Wie dem auch sei, lebe wohl, auf nimmer wiedersehen!"

Nafolux sprach mit einer eises Kälte, wie nur es er es konnte, dann ging er zu einem anderen Tisch und setzte sich. Er spürte noch kurz den Blick von Skazaam, dann verging dieses Gefühl und Nafolux fing an zu essen. Er beeilte sich, da er noch ein wenig über den Teleportzauber lesen wollte. Er wusste, dass er noch nicht perfekt war, außerdem hatte er ihn nur einmal benutzt!
Nachdenklich ging er in die Bibliothek, er versuchte sich wieder in das hereinzudenken, was er gestern gelesen hatte. Als er wieder anfing,fand er schnell in dieses Thema herein. Schon am späten Nachmittag, war er mit seinen Büchern fertig und er überlegte, was er nun noch zu diesem Thema machen konnte, um den Zauber weiter zu festigen.
Es dauerte nicht lang, da hatte sich der Gedanke sich einfach nocheinmal zu teleportieren in ihm gefestigt. Entschlossen nahm er seine Rune und bündelte seine magische Kraft, dann ließ er sie langsam in die Rune fließen, bis sich wieder der blaue Schimmer bildete. Wie beim letzten Mal wurde er in die Luft erhoben und nun konzentrierte er sich auf sein Ziel. Er hatte nurnoch diesen Gedanken nicht mehr und nicht weniger. Alles verschwamm um ihn herum und wieder sah er für einen kurzen Augenblick das Nichts. Nur einen Augenblick später fand er sich an dem Pentagramm wieder. Schnell verließ er es, da er gelesen hatte, dass wenn sich zwei Magier an die selbe Stelle teleportieren sie zu einem Magier werden, der wahrscheinlich noch nicht einmal lebensfähig sein würde. Es war ihn zwar unvorstellbar, aber er wollte kein unnötiges Risiko eingehen. Schließlich konnte man sich nie sicher sein, was bei den Schwarzmagier stimmte und was einfach nur zum Abschrecken aufgeschrieben wurde. Darüber etwas in Gedanken versunken ging er wieder zurück in die Bibliothek.

GajezaEscaflown
09.05.2005, 17:46
GaEsca nahm 10 Goldmünzen aus seinem Geldbeutel und legte sie in die Schale.
"So, was machen wir jetzt."fragte GaEsca ein wenig gelangweilt.
"Uns ein wenig umschauen."
"Ich hab eigentlich ziemlich großen Hunger."
"Na dann lass uns mal was Essen gehen." sagte Shaft mit einem Brennen in den Augen.
"Die Tür gleich hier rechts. Bezahlen müsst ihr nichts." sagte der Dämon.
Diesmal schauten sie sich nicht um.
Sie gingen auf die große Tür zu. GaEsca öffnete den rechten Flügel und trat mit Shaft ein. Sie standen in einem großen Saal, in der Mitte stützten Säulen die Decke. Sie setzten sich an eine der riesigen Tafeln.
Sobald sich GaEsca hingesetzt hatte stand eine halbe, gebratene Moleratkeule vor ihm. Shaft erdachte sich einen Scavengerflügel vom Grill mit einem Feuernesselsalat. Danach erschien neben GaEsca´s Moleratkeule noch ein Blaufiederbeerenkompott.
GaEsca und Shaft schlämmten.
...
...
...
"Also so habe ich lange nicht gegessen. Es war herrlich. Wie mir auffällt bin ich gedanklich ein hervorragender Koch."sagte GaEsca zufrieden. "Aber dir scheints ja nicht gerade geschmeckt zu haben!?"
"Naja, geschmeckt hats mir schon, aber ich bin so voll. Ich möchte nicht mehr vom Essen reden." sagte Shaft.
"Soll ich Abhilfe schaffen." sagte der Dämon wieder.
Shaft hatte langsam genug von den Kopfschmerzen.
"Hör auf mich zu nerven, du sch...Dämon."
Der Dämon sagte nichts mehr.
"Ähm, Shaft, wir sollten uns mal in die Gästezimmer begeben. Ich bin müde."
"Jaja, du hast recht. Komm,lass uns gehen."

Farin
09.05.2005, 18:58
Die Teleportmagie war also sehr komplex, man musste aber nichts komplexes dazu lesen? Das klang für Farin irgendwie verwirrend. Aber er fand sich schnell damit ab, und fand die Idee einmal nichts zu lesen erst recht sehr gut.
Aber weil Farin doch etwas misstrauisch war, war er gestern doch zuerst in die Bibliothek gegangen, um sich doch noch mal zu vergewissern. Aber scheinbar hatte sein Lehrmeistern Recht - hatte er etwas anderes erwartet? Nicht wirklich. Er schien ganz einfach zu sein. Und so teleportierte sich Farin in die Eingangshalle, als er zu seinem Frühstück wollte. Er musste es schließlich üben, auch wenn er das Teleportieren über diese Entfernung für relativ Schwachsinnig hielt. Aber nun ja Übung musste sein.
Er stellte sich also in sein Zimmer hin, und nahm die Rune raus. Mal sehen ob es auch in der Realität so einfach war, wie in der Theorie. Er sammelte die Energie, bis er glaubte es sei genug. Er sammelte viel, da er ja schließlich sich selbst, einen Menschen, etwas ziemlich komplexes Teleportieren wollte.
Und als er diese Energie in die Rune fließen ließ merkte er schon, wie er anfing zu schweben. er schwebte einige Zentimeter über dem Boden. Eine Art blauer Funken umgab seinen Körper.
Und dann fand er sich plötzlich in der Eingangshalle wieder. Auf dem Pentagramm. Genau so, wie er es sich vorgestellt hatte. Es klappte also wirklich, und war nicht so schwer. Sehr gut.
Nun wollte er aber endlich essen, und ging ins Refektorium.

Night Hawk
09.05.2005, 19:32
Night Hawk trainierte weiter, dann überlegte er vielleicht Nafolux zu fragen ob er mit ihm Jagen gehen würde. Night Hawk hörte also auf zu trainieren, ging hoch und suchte Nafolux, er fragte sogar einen Dämonen der ihm sagte, dass dieser in der Bibliothek sei, Night Hawk wusste zwar nicht genau wo sie war, aber das macht ihm nichts er würde es schon finden, er fragte noch ein paar Dämonen von denen er nun tierische Kopfschmerzen hatte und fand endlich die Bibliothek, dann suchte er nach Nafolux, er fand ihn rasch und fragte ihn sogleich.

" Seid gegrüßt Meister, ich wollte euch fragen ob ihr mit mir Jagen geht, alleine werde ich es wahrscheinlich noch nicht schaffen, aber mit eurer Hilfe wird es sicher gelingen." Nafolux nickte und antwortete.
" Nun gut, wir werden ins Minental gehen und dort jagen, das wird noch ein wenig schwieriger und du lernst dabei auch was."

Night Hawk freute sich und packte sofort seine Sachen, er wollte schon früh losreisen, damit er vielleicht noch GaEsca erreichen konnte, also zogen sie sofort los, sie stiegen den Berg hinab, was der Waffenknecht schon etliche Male gemacht hatte und gingen richtung Minental.

Sinistro
09.05.2005, 19:36
Ein wenig mitgenommen durchwanderte der Grünäugige die Gänge des Kastells, keinen Gedanken daran verschwendend, dass ihm ein nicht von ihm verursachter Müllhaufen abhanden gekommen ist, dass dieses Ding, wie es Hirni gestern auch treffend bezeichnet hatte, nicht in das Labor zurückgekehrt ist sondern immer noch hier im Kastell herrenlos herumlief, als eine Stimme in seinem Kopf dröhnte, die ihm mitteilte, er solle doch gefälligst sein unerzogenes Haustier aus den Katakomben entfernen, da es sich dort wohl daran gemacht hatte, weiteren Unrat zu assimilieren und inzwischen eine Größe erreicht hatte, die als geringfügig bedrohlich für die Heiligtümer des Kellergeschosses angesehen werden könne. Ebenso dröhnte die Stimme, dass die Dämonen nicht dafür verantwortlich seien, hinter jemandem wie ihm herzuräumen und dass sie ihm eine letzte Chance gewähren, das Ding lebend zu fangen, ehe sie es in das Reich Beliars schickten. Die Katakomben waren also sein Ziel- und ein Besuch dort unten mochte für seinen Schüler Hirni eine gute Gelegenheit sein, sein können unter Beweis zu stellen.

Also machte sich der Magielehrmeister auf die Suche nach seinem Lehrling, zunächst war er zu den Übungsräumen gegangen, um dort nach ihm zu sehen, doch hielt sich der Schwarzhaarige nicht dot auf- ein weiteres Dröhnen in seinem Kopf verriet ihm, dass er einen Abstecher ins Refektorium machen sollte, ehe er den Weg in die Kellergewölbe nehme- und im Speisesaal sah er tatsächlich seinen Lehrling, der soeben ein nicht gerade kleines Mahl vertilgt hatte und zufrieden an seinem Bier nippte. Nun, sofern man denn von nippen sprechen konnte, denn der Gesättigte nahm einen Schluck und der Bierkrug war bereits zur Hälfte geleert. Ohne sich darum zu kümmern, dass der ehemalige Klosterling vielleicht noch austrinken wollte, griff Sinistro nun dessen Arm und zog ihn hinter sich her. Zunächst wehrte der Biertrinker sich ein wenig und sträubte sich gegen diese Entführung, als jedoch der Erwählte irgendetwas Unverständliches wie „Prüfung“ murmelte, war der soeben noch widerwillige schnell bereit, seinem Lehrmeister zu folgen.

Am Absatz zur Kellertreppe instruierte Sinistro nun seinen Schüler, dass er doch bitte vorne gehen sollte, dass er zunächst die Suche nach dem Ding führen sollte und dass der Lehrmeister sich im Hintergrund halte, um ein wenig eingreifen zu können, falls irgendeine Unvorhergesehenheit eintreten sollte. Hirni schüttelte zunächst ungläubig den Kopf, doch nach einem kurzen Stoß seiner Mentors setzte er sich in Bewegung, vorbei an dem Baderaum und den anderen Zimmern, die hier unter waren, bis sie an eine Treppe kamen, die weiter in die Katakomben führte und in Dunkelheit endete. Eine seltsame Ahnung überkam den Gedächtnislosen, dass sein Müllwesen sich dort unten aufhalte und er schickte Hirni voran, der Treppe in die tiefe zu folgen. Nach wenigen Metern standen die beiden Magier nun in der Dunkelheit.

Hirni
09.05.2005, 19:54
Hirni hatte sich noch einmal heute Morgen intensiv mit den drei Zauern auseinander gesetzt. Zuerst der Lichtzauber, dann die Schattenflamme und am Ende kam dann die Blutfliege dran. Diesesmal war er auch endlich soweit gekommen, dass er sie lenken und manövrieren konnte, dass sie also auf ihn hörte. "Endlich mal jemand, der zur Abwechslung auch mal auf mich hört" dachte Hirni grinsend. Wenn er da auf die Personen dachte, mit denen er sich sonst immer traf. Tinquilius besass oft seinen eigenen Kopf, sein alter Freund Chargo ebenfalls, und Elfaire sowieso. Die widersprach ihm ja sowieso wo sie nur konnte.
Gerade nahm er einen großen Schluck Bier aus seinem Krug, als er einen heftigen Zug an seinem Ärmel verspürte. Zuerst dachte er, Elfaire wäre wiedermal gekommen um ihn irgendwohin mit zuziehen. Doch als er aufschaute war es Sinistro, der etwas von Prüfung faselte. "Richtig, heute ist das Ultimatum abgelaufen. Na, wenn das mal gut geht." dachte sich der junge Magier. Diese Gedanken wurden noch stärker, als er sah, wo Sinistro ihn hinführte. In die Katakomben. Die letzten beide Male war er dort Plitschnass wieder herausgekommen. Einmal war er selber brennend in den Baderaum gerannt und einmal als Zuschauer der Brennenden Person, die ihn dann ins Wasser schubste. Diesesmal, so hoffte er, würde er wohl nicht im Baderaum enden. Oder doch?
Hirni wusste es nicht. Misstrauisch schielte er zu der Tür des Raumes, war erleichtert, als sie an dieser vorbei schritte. Was sollten sie auch in dem Raum? Sinistro wäre bestimmt nicht darauf erpicht, einen schwimmenden Hirni zusehen, der dabei seine Prüfung abhielt.
Sie stoppten vor einer Treppe, dessen Ende nicht einzusehen war, da sie in völliger Dunkelheit entschwand. Der Schwarzhaarige wusste schon jetzt, was Sinistro als nächste tuen würde. Und genau das trat ein. Ein sanftes Drücken des Lehrmeisters wies seinen Schüler daraufhin, dass er gefälligst runtergehen sollte. Hirni erfüllte den Wunsch seines Meisters. Dann fanden sie sich in völliger Dunkelheit wieder. Das erste, was Hirni darauf einfiel war:
"Im Dunkeln ist gut munkeln." und musste grinsen. Ob Sinistro das auch lustig fand war die zweite Frage. Hirni konnte es auch gar nicht sehen. DOch zu gerne würde er dieses. Kurz entschlossen zog er einfach seine Lichtrune und konzentrierte sich auf diese. War die Umgebung vorher noch in kompletten Schwarz verühllt, wurde sie mit einem mal silbrig erleuchtet. Schatten spielten an den Wänden und neben Hirni stand ein ernst dreinblickender Sinistro. Er fand das also nicht lustig.
"Manche Leute gehen halt immer zum Lachen in den Keller." dachte Hirni laut, und grinste schon wieder vor sich hin. Wieder war es eine ernst dreinblickende Miene, die ihn musterte.
"Nicht mal das findet er lustig. Scheint heute nicht gut drauf zu sein. Furztrocken heute. Wie die Bücher aus der Bibliothek" langsam formte sich sein Grinsen zu einem Dauergrinsen. Konnte er nichtmal bei seiner Prüfung ernst bleiben?
"Geh voran." befehlte Sinistro seinem Maigelehrling. Dieser nickte verstehend und leuchtete mit seiner Lichtkugel den beiden den Weg. Wo sie dieser Gang wohl hinführen mochte? Zu dem Ding von gestern? Oder war Sinistros Humor hierhin verschwunden, und er wollte ihn hier unten mit Hirni wiederfinden?

LadyLomar
09.05.2005, 19:55
Und wiedermal erschien in der Vorhalle zum Kastell ein blauvioletter Schleiernebel der funkelte und blitzte und im Pentagramm die Ankunft eines Teleports ankündigte.
Lomar hatte lange genug den Männern am Steinkreis bei ihren Theorien zu gehört und sich dann langsam aber sicher fadisiert.
Sie hatten sich mit Kämpfen und den leidigen Gegnern welche sie allesamt nieder gemetzelt hatten und ihren heroischen Taten für Innos und den König gebrüstet.
Leid diese ganzen schmuddeligen Blutszenen mit zu verfolgen hatte sie sich auf die Seite gesetzt und ein wenig gewartet.
Als sich dann wieder nichts tat wollte sie ihre Zeit kostbarer nutzen und holte die Teleportrune heraus um wieder nach Hause zurück zu kehren.

Endlich wieder im Kastell angekommen steckte sie den Stein ein und lehnte sich gegen eine Wand um ein wenig nach zu denken.
Sollte sich Trilo doch wen anderen suchen den er sich wo hinbestellte um ihn dann zu langweilen.
Noch einmal würde sie sich von ihm nicht irgendwohin holen lassen, wenn es ihm immer noch ernst wahr müsste er sich schon was besonderes ausdenken um sie wieder milde zu stimmen.

Genug Gedanken an diesen unzuverlässigen Milizler verschwendet, jetzt wollte sie sich wieder ihren Dingen widmen.
Darüber nachdenkend was sie denn als nächstes machen werde, Bibliothek oder weiter an den Golems arbeiten, schlenderte sie so vor sich hin, die Umwelt um sich nicht richtig wahrnehmend.

Don-Esteban
09.05.2005, 20:14
Doch plötzlich hörte sie eine Stimme aus dem Dunkel.
»Wohin, so langsam und ganz in Gedanken versunken?«
Die Gestalt des Lehrmeister schälte sich aus dem Schatten einer säule, an der ein unbekannter Steinmetz seine Phantasie im Erschaffen widerwärtiger Kreaturen ausgelassen hatte. Während Geifer aus ihren unförmigen Rachen tropfte, hielten sie sich mit ihren scharfen Krallen in den Kannelierungen der säule fest und wanden ihre langen Schänze um sich, ihre Artgenossen und die Säule, so daß sie ein unentwirrbares Knäulen des Ekels bildeten, daß sich, wenn es nicht an die Langsamkeit des Steins gebunden wäre, wohl in Windeseile nach oben, in die unerreichbar hoch gelegenen Gewölbe des Baues verkrochen hätten. Doch so dienten sie nur dem Schmuck am Säulenfuß und erschreckten höchstens unerfahrene Besucher des Kastells.
Der schwarzmagier war nun vollends aus der Dunkelheit getreten und standn un im spärlichen, wenngleich auch für das Erkennen ausreichendem Licht, das aus hoch gelegenen Fenstern in der Eingangshalle bis hinab auf den Boden fiel. Normalerweise tanzten nur die Staubflocken hier ihren einsamen Rhythmus. Nun mußten sie sich den Platz mit dem Hohepriester teilen. Dieser sprach nun weiter, nachdem er sich die Kapuze seines Umhangs vom Kopf gezogen hatte und die Arme wieder senkte.
»Wie ich mit Erstaunen sehe, bist du schon reisefertig. Dann kann es ja umgehend los gehen. Wir reisen zum Kloster der Feuermagier. Es kann nicht schaden, als Schwarzmagier auch andere Meinungen zu hören. Man muß sie ja nicht gleich glauben«, setzte er hinzu. »Erst recht nicht, wenn sie von Leuten, die so sehr von ihrem Glauben überzeugt sind, daß sie schon den Zweifel ansich als ketzerisch empfinden, verkündet werden. Aber interessant ist es allemal. Darum laß uns nun aufbrechen zu unserer Reise, es sei denn, du mußt dich doch noch vorbereiten.«

Sinistro
09.05.2005, 20:25
Nicht einmal bei seiner eigenen Prüfung war Hirni in der Lage, den ernst der Lage zu erfassen. Doch zumindest hatte er die Lichtkugel ohne größere Probleme erscheinen lassen, sein Lehrmeister musste ihn nicht einmal großartig dazu ermuntern. Langsam schritten die beiden Magier nun tiefer in den Keller, zwei Ebenen und deren Gänge hatten sie bereits hinter sich gelassen. Die Luft wurde stickiger und Moos hatte sich an den Wänden ausgebreitet. Auch über die Treppenstufen war das Moos gewachsen, der Abstieg war von Schritt zu schritt gefährlicher, da die Stufen immer rutschiger wurden. Hirni hielt nur die Lichtrune in seiner Hand, Sinistro trug die Schattenflammenrune und war darauf gefasst, sie jeden Moment einzusetzen. Doch zunächst wurde der Gang immer enger und keine Gefahren waren zu erkennen, jedoch war der gang nun so eng, dass beide Männer gebückt gehen mussten und der Grünäugige keine Chance hatte, an seinem Schüler vorbei zu sehen. Immer tiefer unter die Erde drangen die Männer vor, Hirni immer noch vorweg und voll konzentriert (sofern man bei ihm den überhaupt von Konzentration sprechen konnte).

Einen unachtsamen Moment später spürte Sinistro, wie sein Fuß nicht mehr den nötigen Halt auf den glitschigen Stufen hatte, er rutschte nach vorne und stieß auch Hirni, der ebenso nach vorne torkelte und sein Gleichgewicht verlor. Nun schlitterten beide Männer die Treppe herab, Hirnis Lichtkugel folgte ihnen blitzschnell, denn komischerweise schaffte es der Schüler, die Magie, die in seine Rune floss, weiterhin unter Kontrolle zu halten. Rüde wurde das wilde Schlittern nun durch einen Knall unterbrochen, Hirni war gegen eine Wand gefallen, die sich am Ende der Treppe befand, das Licht erlosch und aus dem Gang zur Rechten der Männer war ein Lichtschein zu erkennen. Der Grünäugige hatte Glück, sein Fall wurde durch den Körper des Magieschülers gebremst und so konnte er sich schnell erheben, Hirni jedoch begann zu jammern, dass er sich den Kopf gestoßen habe.
„Na als ob das denn schlimm wäre“, lächelte sein Mentor ihm entgegen, aufgrund der Dunkelheit jedoch war das Lächeln des Lehrmeisters nicht zu erkennen.

Rasch hatte sich nun auch Hirni erhoben, er erschuf eine weitere Lichtkugel und die Männer schritten weiter auf den Lichtschein zu. Diesmal hatte Sinistro die Führung übernommen, Hirni sollte sich bereithalten, seine Zauber einzusetzen und nach wenigen Metern hatten die Magier eine Art Saal erreicht, dessen Gewölbe sich, trotz dass es unter der Erde lag, weit gen Himmel erstreckte. Mehrere Säulen trugen die Decke, Spinnweben waren an den Säulen zu erkennen. Und in der Mitte des Raumes lagen mehrere Leichen auf dem Boden, ihre Waffen lagen verstreut herum. Scheinbar waren sie eines überraschenden Todes gestorben, denn manche von ihnen waren nicht einmal in der Lage gewesen, ihre Waffe zu ziehen, sie lagen immer noch dort, ihre Hand an dem Schwert und soeben dabei, es zu ziehen. Der Grünäugige musterte den Raum, doch konnte er nichts Gefährliches erkennen. Nun spürte er einen Stich in der Seite, er drehte sich um und sein Schüler blickte ihn angsterfüllt an. Nicht in der Lage ein Wort zu sagen deutete er an die Decke- in der Mitte des Raumes hing ein riesiges Spinnennetz, darin saß eine mannsgroße Arachnoide und starrte auf ihre beiden Opfer. Urplötzlich schoss ein Faden aus ihrem Mund und traf den Lehrmeister, der sich reflexartig vor Hirni geschmissen hatte. Langsam und sich stark wehrend wurde Sinistro nun gen Spinnennetz gezogen, seine Runen konnte er nicht erreichen.

LadyLomar
09.05.2005, 20:41
Sie wurde aus ihren Überlegungen von der knorrig-krächzenden und manchmal auch sehr kraftvollen, ihr nun schon wahrlich wohlbekannten, Stimme des Dons geschreckt.
Langsam verließ sein Schatten die Dunkelheit und er kam auf sie zu, kam es ihr nur so vor oder krümmte sich seine Nase von Aufeinandertreffen zu Aufeinandertreffen mehr, ach Unsinn sei ernst Lomar, sagte sie sich im Geiste.
Er brachte seine Verwunderung ob ihrer Reisefertigkeit zum Ausdruck, also hatte er vor das Kastell zu verlassen und sie mit zu nehmen, womit sich die Frage hinsichtlich was sie denn als nächstes machen wolle auch geklärt hätte.

"Nun eher kam ich gerade heim, von einer nicht sehr vielversprechenden und auch nicht zufrieden stellenden Reise, aber das tut nichts zur Sache.
Ihr habt also vor zu verreisen, ich schließe mich gerne an, wo soll es denn hin gehen?"

Wie er sie wissen ließ hatte er vor das Kloster auf zu suchen, auch hierüber gabs, wie für ihn typisch, auch eine Geschichte zu erzählen und er meinte in ihr den geeigneten Zuhörer gefunden zu haben.
Also ließ sie ihn seine Ausführungen beenden um dann verstehend zu nicken.

"Ich war erst selbst vor kurzem dort wegen eines Rituals und ich kann euch verstehen, sie stehen uns und unserer Lehre dort nicht wirklich offen gegenüber, taten mir aber nichts da der Rat über meine Anwesenheit informiert war.
Was aber sein wird wenn wir unangemeldet dort eintreffen kann ich nicht sagen, nun ja mir solls recht sein, wir werden es ja spätestens sehen wenn wir dort angekommen sind.
Achja, ich habe noch alles was ich brauche, von meiner Seite können wir sofort aufbrechen, vielleicht könnt ihr mir ja auf dem Weg dorthin weiteres zu unserem Ausflug erzählen."
Sprachs, schulterte ihren Beutel und wartete auf den Aufbruch....

Farin
09.05.2005, 20:49
Nachdem Farin gegessen hatte, wollte er sich wieder wichtigeren - naja zumindest akuteren - Problemen widmen. Schließlich hatte er ja immer noch die Schriftrolle, die er damals mit Nafolux in der Höhle des Skelettmagiers gefunden hatten. Und er wusste immer noch nicht zu was sie gut war. Sollte sie den überhaupt einen Sinn haben.
Zuerst stand ja immer noch an, dieses Ding abzuschreiben. Also trugen ihn seine Beine wieder einmal in die Bibliothek. Wie war das noch gleich gewesen? Ja richtig. Er stellte sich das Ding vor, und es sollte sich vor ihm manifestieren. Das wollte er doch mal testen.
Aber nichts dergleichen tat sich. Nichts erschien vor ihm - naja abgesehen von ein paar Staubkörnern, die grade auf seinem Tisch landeten. Aber nichts wirklich wichtiges. Gab es das nicht? Nein das wahr sehr unwahrscheinlich. Hier im Kastell gab es doch eigentlich alles.
Vielleicht war es nicht an der richtigen Stelle. Und es konnte deshalb nicht nach oben kommen. Dann musste er wohl mal wieder in den Keller gehen. Bei diesem Gedanken viel ihm auf, dass er schon ziemlich oft dort unten gewesen war. zog ihn die Gefahr an? Vielleicht. Vielleicht brauchte er die Anspannung von Zeit zu Zeit einfach. Aber er beschloss heute noch nicht dort runter zu gehen. Denn schließlich wollte er ausgeschlafen sein, wenn er mal wieder auf irgendwelche Kreaturen traf, die ihm an die Kehle wollten. Er wollte in diesem Moment nicht grade vor Müdigkeit umfallen wollen. Also ging er jetzt wieder ins Bett.

Don-Esteban
09.05.2005, 20:55
»Natürlich taten sie dir nichts. Es sind Magier, keine dummen Bauern. Soviel Anstand traue ich ihnen dann doch noch zu.«
Der Hohepriester schüttelte den Kopf.
»Gehen wir. Bis zum Kloster schaffen wir es heute noch, wenn wir zügig ausschreiten und keine unnötigen Pausen machen.«
Und er schlug den Weg zur Kastellpforte ein.
»Was mir an den Innosanbetern am meisten mißfällt, ist ihr lächerlicher Drang, alles und jeden zu missionieren. Inos hier, Innos da, glaub an Jnnos, oder sonst... Haben sie kein Vertrauen in die Leute, daß sie ihnen ihren Gott so sehr aufdrängen? Laufen etwa Schwarzmagier in der Gegend herum und versuchen, Leute zu missionieren? Nein, na also!«
Er verstummte, denn sie hatten gerade das große Eingangstor erreicht. Es öffnete sich wie von Geisterhand, knarrte dabei ein bisschen wehleidig und ließ die beiden Wanderer dann hindurch, um sich hinter ihnen mit lautem Knall wieder zu schließen.
Doch keinen der beiden beeindruckte dies sonderlich - schließlich waren sie hier zu Hause und das Kastelltor gehörte zu den Dingen, die sie schon unzählige Male betrachtet und erlebt hatten.

Hirni
09.05.2005, 20:57
Völlig überrascht sah Hirni, wie Sinistro von dem Spinnenfaden erwischt wurde und nun Richtung Spinnenmaul gezogen wurde, Der Schwarzmagier dagegen stand wie gelähmt unten am Boden. Wie er Spinnen doch hasste. Gegen die kleinen hatte er ja nichts, doch desto größer sie waren, umso unappetitlicher fand er sie. Was war nun zu tun? Sinistro schien sich nicht wehren zu können. Es musste also nun etwas unternehmen? Doch was? Er war nicht in der Lage, jetzt noch vernünftig nachzudenken. Seine Kopfschmerzen durch den Stoss vorhin waren vergessen. Es ging jetzt um das Wohl seines Lehrmeisters. Doch genau dann, wenn es Ernst wurde, fiel dem Magier nichts ein. Was war zu tun? Noch immer starrte Hirni das Tier entsetzt an. Sinistro schrie irgendetwas, doch Hirni vermochte es nicht zu verstehen. Dann sammelte er seine Gedanken, zog völlig unbewusst eine Schattenflammenrune und beschwor eine große Schattenflamme. Dies alles geschah aus vollem Reflex, er nahm es fast gar nicht wahr. Mit einem gezielten Schuss auf den Spinnenfaden durchtrennte er diesen. Sinistro fiel zu Boden, Hirni warf sich noch dazwischen, wollte ihn auffangen. Doch sein Lehrmeister fiel direkt auf ihn drauf. Zum zweiten Male am heutigen Tage sozusagen. Doch das war jetzt Nebensache. Viel wichtiger war es jetzt, dieses Spinnenwesen zu besiegen.
"Sinistro, ich hasse Spinnen, zumindest in der Größe. Deshalb meine ziemlich knappe Reaktion. Was schlägst du vor? Ich denke, eine untote Blutfliege wird hier nicht so wirklich viel helfen." Hirnis letzter Satz besass einen gewissen Sarkastischen Tonfall...

Shaft
09.05.2005, 21:10
Am nächsten morgen standen GaEsca und Shaft auf. Sie mussten sich ein Zimmer teilen, da alle anderen belegt waren. Shaft war schon sehr früh wach, weswegen er GaEsca beim schlafen beobachten konnte. Er war gut gebaut, von hoher, kräftiger Statur.
"Warum beobachtest du mich die ganze Zeit." überraschte GaEsca Shaft.
"Ähm...hab ich doch gar nicht."
"Hm..ich hab Hunger, lass uns zum Essen gehen." murmelte GaEsca verschlafen.!
"Ich freu mich schon, hab nämlich heute Nacht vom perfekten Frühstück geträumt."
Shaft schaute neidig auf GaEsca´s schwere Lederrüstung.
"Bald hast du auch sowas, Shafty!"
"Da sind noch Metallplatten eingearbeitet." sagte er fachmännisch.
"Jaaa, bist neidisch, hä!?"
"Ähm, nein!!!" sagte Shaft entschieden.
Sie gingen aus ihren Zimmern hinaus auf den Flur. Man konnte hören, dass selbst um diese frühe Zeit viel los war im Kastell. Sie stiegen die Treppe hinunter ins Atrium. Hier war der Alltagslärm am größten.
Sie gingen ins Rektarium und lebten dort ihr kulinarischen Träume aus.
Nach der Speisung, gingen sie wieder in die Eingangshalle. Dort war es nun stiller geworden.

Sinistro
09.05.2005, 21:13
"Sinistro, ich hasse Spinnen, zumindest in der Größe. Deshalb meine ziemlich knappe Reaktion. Was schlägst du vor? Ich denke, eine untote Blutfliege wird hier nicht so wirklich viel helfen."
Eine wirklich gute Frage, die Hirni dort stellte, auch sein Lehrmeister hatte nicht viel Erfahrung in der Ungeziefervernichtung, doch eine untote Blutfliege möchte hier wirklich nicht viel bringen. Nach einem kurzen Moment des Überlegens- die Schattenflamme hatte den Spinnenfaden bis zu seinem Ursprung verbrannt und das Tier wich zunächst zurück- kam Sinistro auf eine Idee.
„Lass uns beide die Schattenflamme nutzen, damit das Tier sich nicht mehr auf sein sicheres Netz zurückziehen kann. Und nachdem das Netz zerstört ist, werde ich ein Skelett erschaffen, dass das Tier angreift- du solltest es derweil mit einer Blutfliege ablenken, damit mein Skelett kein allzu leichtes Opfer für dieses Monster wird.“
Der Grünäugige zog nun seine Rune und begann, auf das Spinnennetz zu zielen.

Hirni
09.05.2005, 21:29
Ein guter Plan, der da vom Lehrmeister der Magie Beliars kam. Beide sollten also die Schattenflamme nutzen um dem Arachnoiden sein Netz zu verbrennen. Ein fast schon genialer Einfall. Hirni beschwörte also erneut eine Schattenflamme, die Rune hielt er von vorhin noch in den Händen. Sie war groß, jedoch nicht so groß wie Sinistros. Ginge es hier nicht um ihr Leben, Hirni würde versuchen eine größere zu erschaffen als sein Lehrmeister. Doch sie waren hier nicht bei einer dieser Wettcompetitions (Was auch immer dies für ein Wort war), indem man eine Art Größenvergleich irgendwelcher Dinge abhielt.
So zielten beide auf das große Netz der Spinne, liessen fast zeitgliech die Schattenflamme los, sahen, wie sie beide trafen und das Netz in Feuer aufging.
"Wenn die sich da jetzt nicht langsam herunter bequemt, wird sie sich den Hintern verbrennen. Dann gibts Spinne alá Katakombe." witzelte Hirni. Kaum war das gesagt, kam die Spinne auf den Boden, erst jetzt wurde ihr ganzer Ausmass klar. Sie war schon riesig. Ob es da ein einzelnes Skelett tat? Es würde sich zeigen. Hirni beschwor nun seine Blutfliege und versuchte mit dem kleinen Wesen die Spinne abzulenken. Dies erwies sich als schwierig, wollte sich die Spinen nicht mit dem kleinen untoten Insekt zufrieden geben. Sie schien Hirni und Sinistro viel schmackhafter zu finden.
"Wir schmecken aber nicht. Ich zumindest nicht." schrie Hirni ihr entgegen, und versuchte es weiter. Nach einigen Versuchen dann hatte es geklappt. Die Spinne war auf das Fliegentier fixiert. Nun kam Sinistros Auftritt...

GajezaEscaflown
09.05.2005, 21:40
Sie standen in der Eingangshalle als Night Hawk mit einem Schwarzmagier, der auf jeden Fall aussah als ob er einer war, durch die Halle schritt.
"Hi Hawk!" rief GaEsca.
"Ah, hallo GaEsca. Wie gehts?"
"Ach passt schon. Das Essen hier ist wunderbar und die Schlafplätze auch."
"Ich hab dir ja gesagt, dass das Kastell nicht beisst."
"Aber es erweckt den Anschein als ob es das tut."
Sie lachten herzhaft, auch der Magier. Er war GaEsca nicht ganz geheuer.

"Ach ausserdem,"sagte Night Hawk schließlich," möchte ich dir noch meinen Meister vorstellen: Nofalux."
Zu seinem Meister gewandt sagte er:"Meister Nofalux, das ist GaEsca. Er ist Rekrut bei der Garde."
Zu GaEsca´s Überraschung streckte ihm dieser äußerst freundlich die Hand endgegen.
"Hallo, freut mich dich kennenlernen."

"Ok GaEsca, wir brechen gerade ins Minental auf. Wir sehen uns in 2 Wochen. Ciao."
"Ciao Night Hawk. Bis in 2 Wochen."

Sinistro
09.05.2005, 21:58
Die Spinne hatte sich nun auf das kleine Tier fixiert, das ihr um den Kopf herumschwirrte, Sinistro konzentrierte sich auf seine Beschwörung und ein Skelett samt Zweihänder erschien vor ihm. Flink rannte das knöcherne Wesen auf die Spinne zu und ehe sie sich orientieren konnte hatte der Skelettkrieger auch schon zwei Beine des Tieres abgehackt und hieb wild auf den wuchtigen Spinnenkörper ein. Doch nun wurde das Tier auf seinen weiteren Gegner aufmerksam, die Blutfliege war komplett vergessen, nur noch das Skelett erschien dem Ungetüm wichtig. Und schon war es passiert- der Knochenmann war eingewickelt von Spinnweben, Sinistro löste das Band zu seinem Kämpfer, um darauf direkt ein weiteres Skelett zu beschwören. Doch die Spinne hatte sich nun auf diesen Gegner eingeschossen- ehe das Skelett wirkliche Treffer landen konnte war es auch schon wieder nutzlos.
„Schattenflamme!“ rief der Grünäugige seinem Lehrling zu und blitzschnell hatte dieser seine Blutfliege verschwinden lassen und beide Magier konnten zwei große Schattenflammen auf das sich nun aufbäumende Tier werfen. Der Lehrmeister sagte zu seinem Schüler, er solle die Schattenflamme wirklich heiß wirken lassen und nun
stand as Fell, das den Spinnenkörper teilweise überzog, in Flammen. Die Riesenspinne warf sich vor schmerzen hin und her, doch schaffte sie es nicht, den Brand auf ihrem Körper zu löschen. Langsam stieg der Geruch von verbranntem Haar in die Luft, die Spinne selber bäumte sich noch ein letztes Mal auf, ehe sie regungslos gen Boden fiel.

„Das wäre geschafft, ich denke aber, wir sollten uns nicht zu lange hier aufhalten, vielleicht ist dieses Tier nicht alleine hier unten.“ Während Sinistro dies sprach wuselte nun ein pelziges Etwas auf ihn zu, über und über war das Fell mit Spinnenweben bedeckt und das Ding sprang ihm direkt in die Arme. Ungefähr die Größe eines Feldräubers hatte das Ungetüm inzwischen erreicht und der Gedächtnislose brach unter dem Gewicht des ehemaligen Müllhaufens zusammen. Zwei scherenartige Gebilde hatte sich das Müllwesen einverleibt, der Körper war inzwischen wuchtig und beinahe dick, sehr unförmig, als handele es sich um ein Ei auf sechs Beinen. Nd das Maul dieser Kreatur war inzwischen auch riesig, es nahm beinahe das gesamte Ei ein.
Hirni wich vor dem Vieh zurück und wollte es soeben mit einer Schattenflamme bearbeiten, als das Tier sich von Sinistro erhob und sich umdrehte. Eine riesige Wunde war auf dem rücken zu sehen, er verlor Blut (wo auch immer dieser rote Saft aus dem Ding herkam) und schwankte nun leicht, ehe es ebenso wie die Spinne zu Boden fiel und regungslos liegen blieb.

Sein Müllhaufen hatte also das Zeitliche gesegnet, Hirni hatte sich wahrlich tapfer und gut geschlagen, doch ein wenig wehmütig aufgrund des Verlustes dieses Wesens war Sinistro schon- zu gerne hätte er das Ding noch einmal genauer untersucht, doch tot war es schnell in seine Einzelteile zerfallen, die man immer noch nicht genau identifizieren konnte.
"Nun, Hirni, ich denke, die Prüfung hast du beinahe bestanden- nur eine kleine Aufgabe hätte ich noch für dich, eine kleine geistige Herausforderung: Finde deinen weg alleine zurück, ich werde in der Einganshalle auf dich warten und wenn du mich dort ansprichst, dann darfst du dich enlich Magier nennen- genauer gesagt kannst du dann Magie wirken, denn das ist der letze Teil der Prüfung." Der Grünäugige griff nun nach seiner Teleportrune und war wenige Augenblicke später verschwunden.

Hirni
09.05.2005, 22:22
Kaum war Sinistro weg, da betrachtete Hirni die große Masse, ein Gemisch aus toter Spinne und aufgeschlitztem Ding, nocheinmal. Es war ein komischer Anblick, noch dazu stank einer der beiden Körper unheimlich.
"Das nenn ich nen Riesenhaufen Scheisse. Wobei Scheisse in diesem Falle nicht braun ist, sondern rot. Stinken tuts auch ein wenig anders. Aber es ist doch irgendwie in gewisser Weise ein riesiger Haufen Scheisse." Hirni spielte schon wieder mit seinen eigenen Sätzen. Das machte er nur zu gerne, wobei teilweise da schon ziemlicher Mist bei herauskam. Und nur die, die das gewohnt waren, erklärten Hirni nicht gleich für Verrückt. Diese Personen hatten ihre anderen Gründe, um den Schwarzmagier als verrückt zu erklären.
Dann sprach er wieder zu sich selbst:
"Will ich mal aufbrechen, was? Hier ist wohl nichts mehr zu holen, ausser einen unangenehmen Geruch. Und der ist bestimmt nicht so anziehend auf Frauen wie ich mir das vielleicht wünschen würde." witzelte der junge Schwarzmagier. Den Schreck mit der Spinne hatte er schon wieder verdaut. Deshalb war es auch kein Problem für ihn, schon wieder dumme Sprüche zu reissen.
Nun durfte er diesen schmalen Gang also hochkriechen. Eine Tortur war das. Noch dazu wurde der Gang wieder unheimlich dunkel. Deshalb musste dem Schwarzmagier mal wieder in Form einer Lichtkugel ein Licht aufgehen.
Immer steiler wurde der Weg, bei der geduckten Haltung war es überhaupt ein Wunder, dass er überhaupt voran kam.
"Bald nennen sie mich hier nur noch "Den Buckligen." ächzte der Magier.
"Klasse Mischung sage ich da nur. Nicht dass ich dann stinke, nein, nen Buckel habe ich auch noch. Das neue Ungeheuer vom Kastell. Hirni, der Buckel ohne Gnade." Irgendwie musste er sich ja den Weg nach oben versüssen, und wenn es nur durch reine Selbstverarsche sein musste.
"Geistige Aufgabe. Der spinnt doch. Eher ne Körperliche Aufgabe mit geisitgen Format eines Kletteraffen. Naja, passt doch zu mir..."
Nach einiger Zeit des Schrammen und Beulen holen stand er wieder dort, wo sie vorher waren. Vor dem Eingang zu diesem kleinen Tunnel. Hirni schaute sich um. Nun entdeckte er rechts eine Art Schlucht, die sich direkt neben dem Tunnel auftat.
"Ich hätte auch die Treppe nehmen können, sehe ich gerade." sprach der Schwarzhaarige Magier leise vor sich her, als er die Treppe sah, die neben der Schlucht entlang führte und genau dort endete, wo Hirni und Sinistro vorhin standen.
Kofpschüttelnd über diese eigene Dummheit machte sich der Magier also auf, um die Katakomben zu verlassen. Der Baderaumtür einen vernichtenden Blick zuwerfend, schritt er aus den dunklen Gefilden, und kam nach einiger Zeit im Eingangsbereich an. Dort wartete schon ein zufrieden lächelnder Sinistro. dieser sah schon wieder ganz ordentlich aus. Keine Flecken oder ähnliches waren an seiner Robe oder an ihm zu erkennen. Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er Hirni angestiefelt kam, und sah, wie dieser verzweifelt die letzten Spinnenweben aus dem Haar klaubte.
"Sag jetzt bloss nichts zu meinem Aussehen." antwortete Hirni auf das Grinsen.
"Wenigstens lachst du doch wieder... Musst also nicht zum Lachen in den Keller gehen."

Sinistro
09.05.2005, 22:34
„Na ja, vielleicht haben wir dort unten wirklich meinen Humor gefunden“ grinste Sinistro seinen ehemaligen Schüler an, “jedenfalls kann ich dir nur gratulieren, dass du die Ausbildung bei mir erfolgreich hinter dich gebracht hast. Und nun nutze die Macht der Magie weise und nicht für irgendwelchen Unfug, du weißt ja, dass die Dämonen ein Auge auf dich geworfen haben- ich denke aber, dass ich nun nicht mehr derjenige bin, der dich bestrafen muss, das übernehmen jetzt andere. Und außerdem solltest du irgendwann einen Weg finden, dien geistiges Potential auch zu nutzen, du scheinst jedenfalls nicht so blöd zu sein, wie du uns alle glauben machen willst und dennoch gehst du eher mit dem Kopf durch die Wand anstatt ihn zu nutzen, um zu überlegen, wie es denn schmerzfreier gehen würde. Und nun solltest du vielleicht den Baderaum aufsuchen, du stinkst ja erbärmlich und sauber sieht auch anders aus als du momentan.“

Hatte Sinistro nicht noch irgendwas vergessen, wollte er seinem Schüler nicht noch einen guten Ratschlag mitgeben, ihn mit einer Lebensweisheit aus der Ausbildung entlassen? Immer noch grinsend blickte der Schwarzmagier nun den Verdreckten an und meinte nur noch:“Bleib sauber!“ ehe er sich umdrehte und die Szenerie verließ.

Hirni
09.05.2005, 22:46
Hirni musste lachen. Der Kommentar war nun wirklich mehr als nur passend. Sauber bleiben war in seiner Lage wirklich mehr als nur angebracht. Hirni machte sich also erneut auf in den Keller, diesesmal jedoch nicht zu tief hinein. Nein, diesesmal war sein Zeil der baderaum. Die Tür bekam diesesmal einen netten Blick ab, schliesslich war diesesmal keiner da, der ihn anzünden oder mit Klamotten ins Wasser befördern konnte.
Hirni zog seine Robe aus, roch nocheinmal daran, um sie danach sofort in die Ecke zu feuern.
"Bah!" rief der Magier aus.
Danach begab er sich ins Wasser, genoss das angenehme Nass. Vor allem, da er endlich mal hier in Ruhe wieder ausspannen konnte. Die letzten beiden Besuche in diesem Räumlichkeiten waren da eher der totale Stress. Doch nun war es Entspannung pur. Zufrieden mit dem erreichten und damit, dass er doch zum Magier taugte, schlief er langsam im Wasser ein...

Shaft
10.05.2005, 21:03
Shaft und GaEsca schauten den beiden noch etwas hinterher und beschlossen dann nach Khorinis zurückzukehren. Sie schritten aus dem Tor und machten sich auf den Weg. Diesmal mussten sie den matschigen Berg hinunter. Shaft ging lieber hinter GaEsca, da er ihn, falls er stürzen würde,
noch halten kann, damit er sich nicht wieder wegen seiner Rüstung aufregt.
Sie gingen sehr langsam und vorsichtig.
"Diesmal hats mich nich hingehauen." sagte GaEsca zufrieden.
"Mich auch nich. Lass uns die Abkürzung durch den Wald nehmen!"
"Naja ich weiss nich, das könnte gefährlich werden."
"Könnte, aber wenn nich dann kommen wir viel schneller nach Khorinis!"
"Ok." unwillig stimmte GaEsca zu.
Sie gingen weiter und kamen an den Rand des Waldes.
GaEsca wollte erst nich hinein gehen. Shaft gab ihm einen Stoß und er stand im Wald. Shaft kam hinterher und jetzt gab es kein zurück mehr.
Nach einiger Zeit kamen sie an eine Lichtung und setzten sich erstmal hin um etwas zu essen. Sie hatten noch etwas aus dem Refektorium mitgenommen.
Sie unterhielten sich ein wenig und aßen ihre Reste.
"Ich muss mal pullern."
Shaft stand auf und ging zu einem nahe gelegen Baum. Es raschelte etwas im Gebüsch. Shaft beachtete es nicht weiter, auf einmal sschlich sich ein Molerat von hinten auf Shaft zu. GaEsca bemerkte es, sprang auf und rannte mit gezogenem Dolch zu Shaft hinüber. Das Molerat bemerkte GaEsca nicht und GaEsac versetzte dem Molerat eine nicht zu tiefe Fleischwunde an der Seite. Das Molerat drehte sich wütend um und Shaft bemerkte erst jetzt was geschehen war. GaEsca kämpfte mit dem Molerat. Es erwischte ihn an der Wade und GaEsca fiel um. Das Molerat sprang auf GaEsca zu. Shaft wollte helfen, doch es war zu spät. Schockiert stand er da und er konnte nichts tuen. Das Molerat sprang auf GaEsca. Doch plötzlich zuckte es nicht mehr. Shaft und GaEsca, der schmerzverbissen auf dem Boden lag, schauten verwundert. Shaft sah, dass sich das Schwert von GaEsca aufgerichtet hatte und das Molerat druchbohrt hatte. Er nahm das Molerat und riss es vom Schwert. Er nahm ein Tuch und wickelte es um GaEscas blutende Wade.
Vorher legte er noch ein paar Heilkräuter auf die Wunde. Er zog GaEsca vorsichtig an einen Baumstamm und legte ihn aufrecht. Er machte ein Feuer und briet das Molerat an einem Spieß. Er gab GaEsca was zu essen und trinken und bedankte sich herzlich, dass er ihm das Leben gerettet hatte.
Sie blieben die Nacht an der Lichtung. Als die Sonne aufging zogen sie weiter. GaEsca konnte wieder einigermaßen laufen, der Rest des Weges verlief unbeschwehrlich und sie wurden von keinem wilden Tier mehr angegriffen. Sie kamen endlich an das Osttor von Khorinis.

Farin
10.05.2005, 21:25
Farin war früh aufgewacht. er hatte schließlich noch viel vor. Nach einem schnellen Frühstück holte er dann sein Schwert, und machte sich auf den Weg in den Keller.
Er wollte dieses Ding zum abschreiben der Schriftrolle schließlich finden. Nachdem er im Keller war, musste er kurz gegen die Versuchung wiederstehen ins Bad zu gehen. Aber als er daran vorbei war suchte er wieder den Raum, in dem er die anderen Geräte gefunden hatte.
Nachdem er schon viele Türen geöffnet und viel Spinnen weben in seinen Haaren hatte - der Nachteil wenn man so groß war wie er - fand er endlich die richtige Tür. Hier standen, wie bei seinem letzten Abstecher hier her, die Apparaturen alle in Reih und Glied.
Er ging hinein, und leuchtete mit seiner Lichtkugel alle Ecken des Raumes aus. Ein Vorteil war dieses mal, dass er keine Spinnen mehr zu erlegen hatte. Obwohl es andererseits auch wieder Schade war, denn so konnte er seine neuen Beschwörungskenntnisse gar nicht anwenden. Aber nun ja dafür war er ja auch nicht primär hier hergekommen.

Doch auch sein primäres Ziel konnte er hier nicht erreichen, wie er etwas später feststellte, denn das Gerät war wirklich nicht hier. Nun würde es wohl etwas schwieriger werden es zu finden, als er zuerst gehofft hatte. Nachdem er den Raum wieder verlassen hatte wandte er sich nach links, um weiter in den Keller hinein zu gehen.
Viele Türen, die er öffnete zeigten einfach nur leere, offensichtlich nicht mehr gebrauchte Räume. Eine Tür war sehr merkwürdig. Als Farin sie öffnete sah er einfach nur eine Wand. Diese Wand sah genau so aus, wie die Wände des Flures auch. Wozu war diese Tür dann hier? Irgendwie hatte er das Gefühl, dass es hier irgendetwas gab. Er wusste nur nicht war. Er brauchte irgendetwas, womit er die Tür markieren konnte, ohne das es zu offensichtlich war. Aber was konnte er dann machen? Er überlegte, was er dabei hatte, aber außer seinem Schwert und seinen Runen eigentlich nichts. Er könnte ja die Tür unten ein wenig anbrennen. Aber das wäre viel zu auffällig, war aber die einzige Variante, die er im Moment sah. Aber als er sich dann auf dem boden umsah sah er etwas viel besseres. Ein Stein lag hinter ihm, und wartete auf seine Verwendung. Mit diesem Stein ritzte er einen kleinen unauffälligen Strich in den Türrahmen. Danach ging er weiter.
Aber auch die übrigen Türen, die er öffnete ließen sich entweder gar nicht öffnen, zeigten leere Räume, oder führten in andere Gänge.

Squall_L
10.05.2005, 22:56
Viele Wochen hatte Squall nun schon sein Zimmer nicht mehr verlassen und saß alleine auf seinem Zimmer, mal schaute ein Dämon vorbei um ihm etwas zu Essen zu bringen, aber sonst betrat niemand sein Zimmer. Lang war es her das er in bekanntes Gesicht gesehen hatte oder eine Unterhaltung mit den anderen Magiern geführt hat. Wahrscheinlich würde er beim Verlassen des Zimmers nun viele neue Leute sehen und diejenigen die er kannte würden sich bestimmt verändert haben.

Was war nur passiert? Warum hatte er sich in sein Zimmer zurück gezogen?
Squall hatte keine Antworten darauf, aber so war es die letzten Wochen. Doch nun hatte er das alles satt, er wollte wieder etwas unternehmen. Er wollte wieder Menschen treffen und durch das Land ziehen, sowie weiter die Magie Beliars erlernen. In den letzten Wochen kam der von Squall schon tot geglaubte Wille nach etwas neuem auf. Er wollte wieder neue Erfahrungen machen und das Leben wieder genießen und nicht in seinem Zimmer sitzen!

Doch bevor er wieder wie früher durchstarten könnte müsste er sich erst einmal wieder in Form bringen und seiner Fähigkeiten etwas auffrischen, so wäre er in der Welt da draußen ein leichtes Opfer. Squall hatte das Buch, welches er bis vor wenige Minuten noch gelesen hat an die Seite und stand auf. Er ging in Richtung Tür und blieb vor ihr stehen.
Es war schon ein komisches Gefühl, es war nur ein dünne Tür doch trennte diese Tür gerade 2 Welten. Die eine in der sich das wahre Leben abspielte und die Welt in der Squall die letzten Wochen gelebt hat, in der das Leben keinen Sinn hatte und er dementsprechend auch nichts tat. Am einfachsten wäre es er würde sich einfach wieder in sein Bett legen und so weiter leben wie bisher, aber würde ihn das glücklich machen? Aber genau so ungewiss war er sich darüber was hinter der Tür war. Diese Welt dort draußen hatte ihn ja erst in das Zimmer flüchten lassen. Sollte sich nun so viel geändert haben? Oder lag es damals nur an Squall selbst ? Hatte er nun endlich sein Tief überwunden und könnte dort draußen wieder so leben wie er es früher einmal tat.

Das würde er nur erfahren wenn er nun die Tür öffnete. Mit einem Griff hatte er die Tür geöffnet und stand nun im Gang der Etage der Magier des ZuX`s. Der erste Schritt war getan und Squall war sich sicher das weitere folgen würden, also machte er sich auf hinunter in die Eingangshalle!

Squall_L
11.05.2005, 10:50
Da stand nun Squall inmitten der Eingangshalle. Lange hatte er dieses Halle schon nicht mehr gesehen und als er sich umschaute merkte er auch das er schon einiges vergessen hatte. Squall stellte sich die Frage wie er es nur so lange alleine in seinem Zimmer aushalten konnte! Irgendwie schon komisch das er das wahre Leben gar nicht vermisst hatte, aber als er nun wieder mitten in diesem stand, mehr oder weniger, war ihn sein Verhalten in den den letzten Wochen unglaublich. Squall machte sich mit langsamen Schritt auf in das Refektorium, endlich mal wieder einen Mahlzeit unter anderen Menschen aufnehmen. Er betrat das Refektorium, welches nur mit wenigen Besuchern gefüllt war, er setzte sich an einem Tisch und ließ sich ein großes Frühstück an seinen Tisch bringen.
Während des Essens überlegte Squall sich was er als nächstes tun sollte, ganz oben auf seiner List stand natürlich das er mal wieder etwas trainieren sollte, womöglich kann er nicht einmal mehr mit einem Schwert oder Stab umgehen, gar nicht zureden von der Magie Beliars. Er hätte in den letzten Wochen wirklich mehr tun sollen, aber in seinem Zimmer war ja nun nicht genug Platz um groß zu trainieren oder zu zaubre, wer weiß was er dabei alles zerstört hätte. Aber nun konnte er ja wieder den Innenhof unsicher machen, dort ist das was er zerstört wenigstens nicht sein Schaden. Squall genoss das Essen in Gesellschaft, auch wenn niemand neben ihm saß war es schon ein anderes Gefühl als die Mahlzeiten der letzten Wochen.

Aber nun war Ende mit dem Ausruhen, er machte sich auf um im Innenhof des Kastells etwas für seine Fähigkeiten zu tun. Anfangen wollte er mit dem Stab, als er ihn in der Hand hielt war es ein ungewohntes Gefühl, aber schnell beherrschte er den Stabkampf in den gröbsten Zügen wieder. Er stand im Innenhof und schwang den Stab durch die Luft, es sah noch nicht so aus wie früher aber mit der Zeit wurde er immer besser, anscheint hatte er doch noch nicht alles verlernt.
Nach einigen Minuten merkte er aber da ihm der Atem wegblieb, er war außer Puste und brauchte erst einmal eine kleine Pause. Er setzte sich auf eine Bank und legte den Stab an die Seite. Er schaute hinauf in den Himmel und dachte etwas über sich nach, wenn er in einigen Wochen nicht wieder wochenlang in seinem Zimmer sitzen will, dann müsste er etwas ändern. Nur was?

Griever
11.05.2005, 16:51
Die unerträgliche Stille dieses Morgens wurde nur hin und wieder von heftigen Regenschauern unterbrochen. Er hatte mal wieder vergessen die Vorhänge zu zuziehen und konnte seit mehr schlafen, seit das fahle Tageslicht den schwarzen Marmorboden gestreift hatte. Mit allen Kräften versuchte er an etwas anderes zu denken, an seine jetzigen Probleme und daran, sie zu lösen, doch es gelang ihm nicht. Er konnte an nichts anderes mehr denken. Sehnsüchtig trieb sein Blick in der Ferne. Er hatte nichts zu verlieren... nur seine Zukunft. Obwohl der kühle Sommer ihm heute eine Pause gönnte, konnte er nicht aufhören. Er konnte an nichts anderes denken.
Am späten Vormittag hatte er es endgültig satt. Wütend genervt und dennoch müde zog er sich die Runika über und schlenderte auf leisen Sohlen den Flur entlang, die Treppe hinunter in den Speisesaal.
"Ein warmes Croissant mit dieser fast flüssigen Nougatcreme, du weißt, was ich meine."
Stumm bejahte der Dämon und verschwand. Wenig später kam das gewünschte Frühstück. Wenige Minuten und ein kaltes Glas Wasser später begab er sich wieder nach oben in sein Zimmer.
Blinzelnd erwachte er, Wasser hing in seinen Wimpern. Dann spürte er die unangenehm kaltnassen Kleider an seinem Leib. Es war Sommer verdammt, wieso regnete es? Zitternd richtete er sich auf, kroch unter das hervorstehende Dach der Hütte und zog die Beine an. Hier konnte er nicht bleiben. Wie kam man hier oben überhaupt aus dem Hafenviertel? All die Jahre hatten er und die anderen die Kanalisation benutzt. Er musste... Nein, er konnte die anderen nicht mehr fragen, sie waren alle... fort. Nicht einmal Necroel war ihm geblieben. Sie würden nach ihm suchen, die "Heiligen" Mörder.
Er hielt Inne, als eine schnell im Gleichschritt herankommende Gruppe in der Gasse genau gegenüber Halt machte und mit lautem Geschrei aufgeteilt wurden. Sein Fuß schmerzte noch immer. Er ließ sich seinen beschleunigten Herzschlag und seine Aufregung in keiner Weise anmerken, er sah die beiden Soldaten nicht einmal an und sie ihn ebenso nicht. Als sie an ihm vorbei um die Ecke waren, gönnte er sich einen Moment, schloss die Augen und atmete tief.
Blinzelnd öffnete er die Lider und war wieder im Kastell, später Nachmittag, Zuhause, fahles Tageslicht, Sommerregen.

Mäxchen
11.05.2005, 18:45
Seit Tagen schon waren die wichtigsten Aspekte der Ausbildung vollbracht, nun musste die erste Phase langsam abgeschlossen werden, bald sollte der zweite Teil der Übung beginnen, und damit mächtigere Zauberey.
Eine letzte Prüfung sollte sich Aylah aber noch unterziehen, bevor sie sich eine Magierin nennen konnte.
Doch, zuvor sollte sie die Runen erhalten, die das Wirken der Magie stark vereinfachten.
Mäxchen hatte sich dafür die nötigen Steine bringen lassen, bestehend aus magischen Erz, faustgroße, schwarze Steine, die matt leuchteten, wog man sie im Licht.

"... du bekommst das schon hin. Vertraue einfach in dich, es ist gar nicht mal so schwer, einen Teil der Macht in die Runen zu geben."
"Kore, lass mich, lass mich alleine, bitte, ich muss mich konzentrieren!"
"Oh ja, natürlich, mein Mäxchen, aber bedenke... ich bin bei dir."
Drei der Steine hatte man ihm gegeben, nun lagen sie dort, im Kerzenschein, unnatürlich gänzend.
"Mag es beginnen, Beliar, schenke deinem Diener die Macht, sein Werk zu vollenden!"
Langsam tastete er sich auf der spirituellen Ebene vorwärts, seine Finger spürten die schwarzen Ströme, versuchten diese zu halten, zu binden, gefangen zu nehmen. Er zog daran, wendete große Kraft auf, sein Herz pulsierte, ein jeder Schlag, ein jedes Poch ein neuer Kampf mit den, sich wehrenden Strömen.
Es drohte, sei zu verlieren, bitterer Kraftaufwand, seine Muskeln schmerzten, sein Kopf drohte zu explodieren, seine Augen traten hervor, lauter Kampfgeschrei.
Doh er gewann, er hatte sie befreit, sie seinen Willen geformt, und nun filterte er die schwarze Macht in den Steinen, magische Blitze zeugten von der Vollendung, sie gravierten kleine Schriftzeuge in das Erz, um die einzelnden Zauber im nachhinein voneinander unterscheiden zu können.
Doch Mäxchen besaß die Macht nicht mehr, sein Werk zu bestaunen, vor seinem Augen verschwamm es, nur schwer konnte er sich auf dem Tisch stützen, letzter Kraftakt.
"Drei Runen für Aylah, sie wird sich freuen, meine angehende Dämonenbeschwörerin..."

Seine Schülerin hatte die Zeit über in der Bibliothek verbacht, sich über ein paar Bücher beugend, anscheinend merkte sie auch, das Mäxchen bald eine erste Prüfung mit ihr vor hatte.
Er begrüßte sie nur kurz, wühlte dann in den Taschen seiner Robe, und offenbarte Aylah dann die drei Runen.
"Untote Blutfliege beschwören, Licht, und Schattenflamme, ich habe sie gestern Nacht für dich geschmiedet. Bald schon werde ich dich prüfen, überstehst du die Test, erhälst du das Privieleg einer Schwarzmagierin, doch gleich danach werden wir die Ausbildung fortsetzen, dich erwartet noch viel, Aylah."

Veilyn Odeseron
11.05.2005, 22:51
In eine Ecke gekauert saß Veilyn in seinem Gästezimmer und versteckte sich hinter einem Stuhl. Seitdem diese verrückte Hexe und ihre Helfershelfer ihn hatten kochen wollen (was glücklicherweise misslungen war), hatte er sich auch nicht mehr aus dem Zimmer getraut.
Wenn sie wirklich etwas mit ihm anstellen wollten, würden sie ihn natürlich so oder so holen, aber er musste ihnen und den unzähligen Gefahren, die dieses schaurige Gemäuer verbarg, ja nicht gerade in die offenen Arme laufen.
Vielleicht wollten sie ihn aber auch in einen der ihren verwandeln? Mittlerweile hatte sich ja gezeigt, dass Veilyn mit seinen Gedanken aus der Zeit, in der Terruel ihn beeinflusste, doch nicht so falsch gelegen hatte. Das waren nicht nur irgendwelche paranoiden Verrücktheiten gewesen, denn die Schwarzmagier hatten ja tatsächlich versucht ihn zu töten.
Nun, aber wie kam Veilyn auf die Idee, man könnte ihn geistig manipulieren wollen, um zu den Schwarzmagiern zu wechseln? Ganz einfach, sein Kopf hatte ihm nach dem Aufwachen ganz fürchterlich weh getan. Das Letzte woran er sich noch erinnern konnte, war, dass er in dieser seltsamen Kellerküche von der Weichklopfliege aufgestanden war und hatte gehen wollen. Zu seinem Unglück war der Boden aber ziemlich nass gewesen, so dass es ihm gleich nach dem ersten Schritt die Beine weggezogen hatte und er auf seltsame Art und Weise durch die Luft gewirbelt war. Als er anschließend mit dröhnendem Schädel in dem Zimmer erwacht war, spürte er am Hinterkopf einen kleinen, frischen Grind. Ob man ihm da irgendwas eingepflanzt hatte?
Ewig konnte er sich hier aber auch nicht verstecken. Zwar stand jedes Mal, wenn er aufwachte etwas Essbares im Zimmer (wo auch immer das herkam), aber irgendwann würden die Typen hier des Sumpflets wohl überdrüssig werden und dann hieß es 'Adé du schnöde Welt!'. Wahrscheinlich hatten die hier überall irgendwelche hungrigen Monstren, deren Fütterung sonst immer ein Vermögen kostete. Wie gut also, dass hin und wieder auch Besucher vorbeischauten, die niemand allzu schnell vermissen würde.
Na gut, nahm er mal lieber all seinen nicht vorhandenen Mut zusammen und schaute sich nach einem brauchbaren Fluchtweg um, bevor die Irren kamen, um ihn und Edwin an den Rattenschwängerer und seine Brut zu verfüttern.
Langsam stand Veilyn auf und nahm den Stuhl vor sich mit. Keine brauchbare Waffen, aber immerhin besser als nichts.
"Ist da wer?" Fragte Veilyn ängstlich in den für ihn bedrohlich anmutenden Gang hinein, den er gerade betreten hatte. Eine durchaus berechtigte aber irgendwie auch dumme Frage hatte er da gestellt, denn in den Gruselgeschichten seiner Kindheit wurden diejenigen, die dies fragten, im nächsten Moment meist von irgendeinem Wesen in Stücke gerissen oder zumindest so erschreckt, dass sie für ihr Leben gezeichnet waren.
Als eine Minute später immer noch keine Antwort kam, ging der niedere Baal weiter. Irgendwo summte jemand ein Lied.
Nach wenigen Schritten sah Veilyn auch schon die Quelle des Summens. Jemand stand an ein Fenster gelehnt und blickte hinaus. Wahrscheinlich hatte die Person Veilyns Anwesenheit bemerkt. "Äh... hallo?" Wenige Sekunden später reagierte die Gestalt endlich darauf und hörte auf zu summen.
Nun näherte sie sich auch gleichs chon Veilyn, der im Begriff war, langsam zurückzuschreiten. Die ganze Sache war ihm nicht geheuer
Nachdem nur noch ein Meter sie trennte konnte der Sumpfler die oder den Unbekannten immer noch nicht genau sehen, denn durch das Fenster drang nur wenig Licht in den ohnehin nicht sehr stark erleuchteten Gang ein. Er konnte nur erkennen, dass die Gestalt zufrieden lächelte...
Schließlich standen sie Gesicht an Gesicht und die Gestalt, von den Proportionen her scheinbar ein Mann, beugte sich mit dem Mund neben Veilyns Ohr. Er flüsterte etwas.

Im nächsten Moment plumpste der Sumpfler auf seinen knochigen Hintern und wich entsetzt zurück. Von dem Fremden fehlte jedoch jede Spur.
Jetzt war sich er sich sicher. Er musste sobald wie möglich hier weg, denn ob Halluzination oder nicht der Orkzahn-Bannzauber schien schwächer zu werden.
"Terruel."

Arrax
12.05.2005, 19:53
Das Rascheln von einem Pergament war im Refektorium zu hören, während sich ein Novize der Sumfbruderschaft in intensive Konzentration versetzte um ein Schriftstück zu entziffern, dass er und der kleine Errol in diesen Hallen fanden. Wo war der Miniaturpaladin eigentlich? Erkennend, dass diese Hochkomplexe Magische Runen Vorrgang hatten, nunja so etwas sind für den hohen Novizen keine Runen, sondern Gekrakel, versuchte der Novize weiterhin,daraus auch nur den Hauch einer Information zu beziehen, was jedoch zu seinem Leidwesen von keinem großem Erfolg beschienen war. Frustriert über den Misserfolg lies er das Pergament los, welches sich wieder in seine Ursprüngliche Form zurückrollte und nun wie Schriftstück XYZ da lag und wenn es Leben würde wohl innerlich vor sich hin grinsen würde.
Während der Novize noch ein wenig unglaübig auf das Pergament starrte, verging ihm auch schon jegliche Lust weiter auf dem Fetzen zu lesen, nunja Versuchen das Gekrakel zu entziffern würde es da wohl besser treffen.
Er lehnte sich zurück und starrte gen Himmel in der Hoffnung, dort die Lösung seines Problemes zu finden. Einige Zeit verstrich bis Arrax durch ein Geräusch geweckt wurde, die Tore des Kastells öffneten sich und eine Frau in Weisser Bluse und Schwarzen Leinenhosen betrat das Kastell.

"Nur noch ein Besucher"

seufzte der Hohe Novize innerlich, es hätte ja ein Magier dieses Ortes sein können der ihm bei seinem Problem helfen könnte.

Hirni
12.05.2005, 20:27
Gelangweilt ging Hirni durch das Kastell. Die letzten Tage nach seiner bestandenen Prüfung und dem "Kammerreiniger Spiel" waren sehr öde gewesen. Nichts war passiert, keine Menschenseele die er kannte war ihm über den Weg gelaufen. Es war die reine Langeweile, die hier im Kastell herrschte momentan. Sicher, es war auch mal ganz angenehm so, aber es gab auch Momente, da wünschte er sich schon etwas mehr Trubel. Doch momentan herrschte die völlige Flaute.
"Wenn man trocken steigern kann, dann ist die höchste Steigerungsform das momentane Kastell." dachte er, als er durch Gänge ging, die ihm noch unbekannt waren. Er war im ersten Obergeschoss, dort, wo normallerweise die Zimmer der Schwarzmagier waren. Doch anscheinden hatte er sich nun leicht verlaufen. Er war so tief in seinen Gedanken versunken, dass er nicht auf die Umgebung geachtet hatte. Nun war er eine Art Spielgefährte für das Kastell. Es kam schon oft genug vor, dass sich die Räume einfach mal verschoben, und so die Magier längere Wege gehen mussten.
"Hm, auch gut, so kann ich noch ein bisschem länger umher laufen und meine Füsse freuen sich mal wieder über einen längeren Spaziergang."
Seine Schritte hallten durch die dunklen Gänge, Korax sass seit langem mal wieder auf seiner Schulter. Während der Magieausbildung hatte er das Tier im Zimmer gelassen. Der Rabe putzte gerade sein Gefieder.
Der Schwarzmagier hatte seine Hände in den Seitentaschen seiner Robe. Langsam ging er die Gänge weiter, ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen. Wo sollte er auch hingehen?

Alina
12.05.2005, 21:32
So wo war er nun dieser hochgepriesene Arrax. Der Mann welcher ihr nun das Schleichen und die Körperkunst der Akrobatik beibringen sollte.
Sie nahm den Bogen vom rücken und hing ihn über eine Schulter.
,,Hallo?!" sprach sie laut. Scheinbar zu laut, denn es hallte von den Wänden wieder und drühnte im Kopf der jungen Frau als wäre es die Stimme eines Dämonen.
Sie wusste nicht in welchem Raum sie sich befand aber an der langen Tafel saß ein Mann, der genau auf Kalles Beschreibung zu Arrax passte.
Langsam und sehr darauf bedacht kein Geräusch zu machen. Sie wollte wenigstens schon einmal zeigen das sie nicht ganz ohne Vorkenntnisse in die Ausbildung ging.
,,Seid ihr Arrax?"
Der Mann blickte auf und sah sie an.
,,Ich bin gekommen um zu fragen ob ihr mich in der Kunst der Körperbeherrschung unterweisen könntet..."

olirie
12.05.2005, 21:46
Vogelgezwitscher vor dem Fenster verhinderte, dass olirie weiterhin ruhig schlafen konnte und irgendwie war er auch gar nicht mehr müde. Also beschloss er es einfach sein zu lassen und aufzustehen. Der Hohe Priester stieg aus seinem Bett, zog seine Schlafrobe aus, seine Richtige über und verschwand dann aus seinem Zimmer. Seine ersten Schritte dieses Tages führten ihn ins Refektorium, wo er sich zum Frühstück etwas Rührei mit Speck gönnte. Als Getränk genügte ihm ein einfacher Orangensaft.

Als er aufgegessen und ausgetrunken hatte, begab sich der Hohe Priester in die Bibliothek, wo er auch schon direkt zwischen den Regalen verschwand. Seine Schritte führten ihn zum Regal für Lehrbücher aller Art. Von dem Brett für die Magie Beliars entnahm er vier Bücher über das Beschwören eines Dämons. Mit diesen Büchern ging er nun zum Platz von Ceron, welcher jedoch nicht anwesend war. Sofort fragte olirie einen Dämon, wo Ceron sich in diesem Moment aufhielt. Dieser antwortete nur "Lavaturm". Diese kurze Antwort genügte dem Lehrmeister. Im Nu hatte er die entsprechende Teleportrune in der Hand, wirkte den Zauber und teleportierte sich mitsamt der Bücher in den Lavaturm.

Arrax
12.05.2005, 21:56
Seltsam. Höchst Seltsam, erst hatte ihn vor längerer Zeit Pherox auf eine Ausbildung darin angesprochen, dann kam dieser nette Khurad, ob er das Trauma seiner Ausbildung verkraftet hatte?, und nun dieses Junge Mädchen, nunja, sie schien fast genauso alt zu sein wie Arrax selbst. Ungläubig starrte er Sie an denn die Sitauation, einfach angesprochen und auf eine Ausbildung in der hohen Kunst der Körperbehrrschung, manch ein Diletant nennt es einfach Schleichen, bei so jemandem kann Arrax nur den kopf schütteln, erscheint ihm immer wieder befremdlich, es ist ja nicht so,dass er hier und da Salti schlägt und nur die Hände zum laufen nutzt. doch irgendwie passiert sowas immer wieder und der Gedanke,sich mit der situation anzufreunden, jedem Fremden die Gelenkigkeit ein wenig aufzupolieren behagte dem Hohen Novizen überhaupt nicht, doch er ist ja kein Unmensch.

Seid ihr Arrax?"

Oha, so fängt es dem Novizen am liebsten an, diese anrede "ihr", das Mädchen ist kaum Älter als er selbst und wie ein Alternder Sensei sieht der Novize nun wirklich nicht aus.

,,Ich bin gekommen um zu fragen ob ihr mich in der Kunst der Körperbeherrschung unterweisen könntet..."

Schon wieder, sie tat es schon wieder, das ausgebuffte Teufelsweib will bestimmt, dass er sich alt fühlt und ihn so irgendwie austricksen um an sein Geld zu kommen, allein schon wie sie da angeschlichen kam, zwar war sie kein Arg blutige Anfängerin, oder ganz einfach Talentiert, aber bestimmt wollte sie dem hohen Novizen ordentlich in die Taschen greifen und danach mit dem Geld abhauen...warum heiratet sie dann nicht einfach statt auf eine Ausbildung zurückzukommen, wäre doch viel einfacher.

Der hohe Novize packte schnell seine Schriftrolle in die Innentasche seiner äusserst abgeriffelten Bauernkluft und widmete sich dann...ja wem eigentlich? Zwar kannte sie ihn, aber er sie nicht, eine äusserst unangenehme Situation und wer weis, welchen Zwielichtigen Quellen sie die Information über den Schleichlehrmeister abgeknöpft hat. Vorsichtig musterte der Hohe Novize die Frau um nur auf einen einzigen kühl kalkulierten Schluss zu kommen: sieht ja garnichtmal so Übel aus die...Unbekannte.

"Selbstverständlich könnte ich dich"
Das dich war hier natürlich ganz berechnend eingesetzt, dieses Höflichkeitsgerede is ganz einfach nichts für Arrax
"in der hohen Kunst der Körperbeherrschung ausbilden, nur würde mich mal interesieren, wer mich sozusagen...empfohlen hat"

Eigentlich war der Hohe Novize hier, um ein mit dem kleinen Errol blödsinn zu treiben und nicht um irgendwem hier einfach so die Körperbeherrschung einzubläue...beizubringen, nur da Errol ja sowieso auf Wanderschaft ist kann er sich ja ein wenig mit Mrs. Unbekannt Beschäftigen, Talent scheint sie ja zu haben.

"Mich würde auch der Name der Frau die hier vor mir steht interresieren"

Elfaire
12.05.2005, 22:51
Mit verträumtem Gesicht und mit den Gedanken ganz woanders, schlenderte Elfaire durch das Kastell. Die letzten Tage hatte sie teils in der Bibliothek, teils zurückgezogen in ihrem Zimmer verbracht. Es war nichts Besonderes passiert, das sie dadurch verpasst hatte... Doch diese Tage der Ruhe ließen ihr endlich wieder die Möglichkeit, sich etwas von dem mittlerweile ereignisreichem Kastellalltag zu entfernen. Kein Hirni, den sie anbraten konnte ( die Robe hatte übrigens furchtbar verschmort gerochen - späte Rache für die Sache mit der Blutfliege? ), niemand der das Selbe mit ihr tat. »Herrlich, diese Ruhe...« die Blauäugige war erst zu später Stunde erwacht, wollte nun in Richtung Bibliothek aufbrechen, um das Gelernte über Teleportie und Zombies noch einmal zu vertiefen. Doch als sie grade die Eingangshalle durchquerte, materialisierte sich auf dem Pentagramm vor ihr eine Gestalt. »Olirie, du bist's! Lange nicht mehr gesehen... Ehm, du warst weg, wie ich sehe? Schön, ich wollt auch grad zur Bibliothek... Ähm... Ja.«

olirie
12.05.2005, 23:05
olirie hatte sich gerade auf dem Pentagramm materialisiert, als er auch schon von einer bekannten Stimme angesprochen wurde. Elfaire stand direkt vor ihm, erschreckte ih schon fast und redete irgendetwas über weg und Bibliothek. Der Hohe Priester konnte sich daraus seinen Reim bilden und war mehr oder weniger geschockt. "WAS!? Die Blibliothek ist weg? Wie geht denn das? Ich war doch vorhin er da drin. Das kann nicht sein, du hast dich sicher nur in der Tür geirrt, komm, schauen wir mal nach." olirie packte Elfaires Arm und zog sie, ohne das sie etwas sagen konnte, zum Portal zu Bibliothek. Nachdem sie es durchschritten hatten, sagte der Hohe Priester: "Also, ich weis nicht, was du hast. Hier ist doch noch alles vollkommen normal. Naja, egal, wie weit bist du eigendlich mit deinen Zaubern?"

Elfaire
12.05.2005, 23:12
»Wahh, das....! Ich sagte ja auch... Aber...« mit schmollendem Gesichtsausdruck ließ sie sich bis hin durch das Portal schleifen und wurde schließlich sogar noch vor eine Frage gestellt. »Fragen. Oh, die mag ich ja gar nicht. Vor Allem heute nicht... Heute bin ich irgendwie ein bisschen neben der Schnur...«
Elfaire wandte sich zu ihrem Lehrmeister. »Was? Oh, ja... Ich hab fleißig gelernt. Ob ich das dadurch allerdings auch kann, ist schon wieder was Anderes. Du verstehst mich heute aber auch nicht so richtig, was? Ich sagte vorhin, das... vergiss es einfach - besser so. Was ich gesagt habe, war Blödsinn. Merk es dir. Ach, nein, halt. Du kannst es dir nicht merken, wenn du es nicht weißt und... Ok, vergiss alles. Ok, wie weit ich bin? Den Teleport hab ich mir eigentlich schon ganz gut einprägen können, die Zombies, die... Naja, also. Die eigentlich auch. An den Skeletten arbeite ich noch... Wird schon noch....« nuschelte die Schwarzhaarige und blickte noch immer verwirrt zu Boden.

olirie
12.05.2005, 23:23
Irgendwie kam olirie sich grade nicht schlauer vor, als vor Elfaires Antwort. "Ähm.. OK, dann lass uns mal einfach in einen der Übungsräume gehen und du zeigst mir, was du kannst." Kaum hatte olirie die Worte ausgesprochen, ging er auch schon los, auf direktem Wege in einen der Übungsräume. Dort angekommen sagte er dann: "Also gut, dann zeig mal deinen Zombie und dein Skelett. Hinterher werde ich dir dann ein paar Verbesserungsvorschläge geben." Der Hohe Priester schob seine Schülerin in die Mitte des Raumes und trat dann einige Schritte zurück.

Elfaire
12.05.2005, 23:45
»Waaahhh! Oh, neee... Ich sagte doch, ich arbeite noch dran, am Skelett und... Och, Olirie! Ich kann das nicht. Echt! Außerdem brauch ich noch die Rune.« patzig verschränkte sie die Arme ineinander und schaute beleidigt zu Boden. Was erwartete man auch immer von ihr? Es war schon spät, sie war verwirrt und... Nun, der Hohepriester hatte den Teil seines Verstandes, den er zum Verstehen ihrer Sätze brauchte, wohl auch an dem Ort vergessen, von dem er sich ins Kastell teleportiert hatte.
Plötzlich wurde ihr das Weiterschmollen und Bleidigtsein durch das Herumwedeln mit der Zombie-Beschwörungsrune vor ihrer Nase unmöglich gemacht. »Wah, ist ja schon gut! Wenn du mich so in Panik versetzt, dann zauber ich gleich nur irgendwas hervor, was sofort zerplatzt.« Die Schwarzmagierin betrachtete mit ihren unnatürlich hellblauen Augen die Rune. »Hm, musst du nicht verstehen. Es gab da letztens so einen 'Zwischenfall', nenne ich es mal, mit einer Blutfliege... Einer zerplatzten. Gar nicht hübsch! So, dann wollen wir mal...« möglichst konzentriert versuchte sie nun, die Beschwörung zu beginnen.

olirie
13.05.2005, 00:00
olirie sah gespannt zu, wie seine Schülerin einen Zombie beschwor. Sie schien krampfhaft zu versuchen, sich zu konzentrieren und ihre Kräfte in die Beschwörung zu fokussieren. Eine große Staubwolke bildete sich im Übungsraum und schien sämtliche atembare Luft zu überlagern. Doch an verschiedensten Stellen verdichtete der Nebel sich, sodass ein paar Luftlöcher zum Atmen entstanden. An den Verdichteten Stellen bildete der Staub nun die Umrisse von Gliedmaßen. Die Gliedmaßen schwebten sachte aufeinander zu und schienen sich zu verbinden. Der Staub schwamm von Körperteil zu Körperteil, verdichtete sich weiter und zog in den Zombie ein, bis er vollends verschwunden war. Als der Zombie in seiner vollen Pracht im Übungsraum stand, lies Elfaire erleichtert von der Beschwörung ab. Doch genau in diesem Moment falteten sich die Beine des Zombies ungesund zusammen.

Der Hohe Priester ging zu dem Geschöpf hin, untersuchte es eingehend und gab dann seiner Schülerin den rechten Arm des Zombies. "So, also, erstens dein Zombie fällt auseinander. Zweitens, die Beinknochen fehlen. Und nun der Grund dafür: Du warst nicht konzentriert genug. Du hast dich so krampfhaft bemüht, dich zu konzentrieren, dass darauf mehr geachtet hast, als auf die Beschwörung. Du musst einfach lockerer an die Sache rangehen."

Hirni
13.05.2005, 14:45
Völlig planlos schritt Hirni weiter durch die Gänge. Wie lange ging das nun schon so? Er wusste es nicht, das lag wohl daran, weil er hier keine Sonne oder ähnliches sehen konnte, die ihm irgendwie die Tageszeit zeigen konnte. War es überhaupt Tag? Genauso gut könnte ja auch Nacht sein.
"Ach kein Plan." dachte der Schwarzmagier und ging weiter. Langsam machte ihm das ganze hier keinen Spass mehr. Es kam ihm so vor, als würde er im Kreis laufen. Dann wäre es auch kein Wunder, warum er noch nicht wieder zurück gefunden hatte.
"Ach, das ist doch langweilig. Mach ich das anders."
Laut sprach er dann aus "Zeigt mir hier mal jemand den Weg zum Innenhof?", wobei seine Stimme durch die dunklen Gänge hallte. Es war hier wirklich wie ausgestorben, keine Menschenseele weit und breit. Nur die flackernden Kerzen in den Kerzenständern oder Fackeln, die nur wenig Licht abgaben. Ein Dämon erschien neben ihm, liess mit einem Donnern nur ein "Folge mir." "verlauten" und schwebte dann vor Hirni weg. Dieser folgte ihm mit großen Schritten. Der Rückweg war, durch den Dämon, recht simpel. Es ging Links, Rechts, Links, Links, Rechts und dann wieder Links. Schon befand sich Hinri auf dem Flur wieder, auf dem auch sein Zimmer befand.
Während er diesen Gang entlang ging kratzte er sich am Kopf. "Hätte ich ja auch alleine drauf kommen können."
Der Dämon war eigentlich von jetzt an unnütz. Denn den restlichen Weg kannte der Schwarzmagier ja eigentlich. Doch das Wesen verschwand erst, als Hirni im Innenhof angekommen war.
Schulterzuckend ging der Schwarzhaarige an seinen "Stammplatz" mit der Aussicht auf die Schlucht und genoss die Aussicht...

Veilyn Odeseron
13.05.2005, 17:25
Niemand war zu sehen. Gut, also los!
Schnell rannte Veilyn von einer Säule in der Einganshalle zur anderen und blickte sich erneut nach seinen Häschern um. Ob man seine Flucht schon bemerkt hatte? Nein, dann hätten ihn schon längst zwei Dämonen gepackt, und wieder zu dieser perversen Hexe in den Folterkeller geschleppt.
Die momentan ziemlich kühl scheinende Luft in der kleinen Halle ließ Veilyn ein wenig frösteln. Himmel, war er froh, wenn er hier wieder raus war.
Erneut rannte er los und verbarg sich hinter der nächsten Säule. Nur noch eine Säule und er konnte schnurstracks auf den Ausgang zu laufen.
Und schon war er auch bei dieser Säule angelangt. War ihm auch wirklich niemand auf der Spur? Hier konnte man das ja so furchtbar schlecht erkennen. Wahrscheinlich war der Architekt damals irgend so eine Pappnase gewesen, die nicht eingeplant hatte, dass mal ein dürrer Sumpfler versuchen könnte aus diesem grausigen Gemäuer zu entkommen. Ja ja, Fusch am Bau, wohin man sah.
Nur noch wenige Meter war er von der Türe entfernt und schon im nächsten Augenblick war er draußen. Von dem Dektetiv und seinen Schergen war auch nichts zu sehen, also auf und davon Richtung Sumpflager!

Skazaam
13.05.2005, 18:10
Die Prüfung war bestanden, der Lehrmeister zufrieden gestellt. So leicht konnte eine Ausbildung sein. Das musste man Nafolux lassen, in dem Gebiet kannte er sich aus. Nicht so ein lahmes Training war das gewesen wie bei Nicmaster, dem immer gut gelaunten Sumpfjunkie. Nein, Nafolux war es egal, wenn seine Schüler es nicht hinbekamen, er gab Richtlinien, an die man sich halten musste. Und diese Richtlinien hatte Skazaam nun eingehalten. Zufrieden mit sich war er nun einige Tage im Kastell geblieben. Dort würde er auch vorerst bleiben, um die Schriftzeichen entziffern zu lassen. Dafür fehlte ihm aber der passende Magier. Sollte er Hirni fragen? Jetzt mit dem Waffenstillstand wäre das kein Problem. Andererseits wollte er dem Magier ja das Leben so schwer wie möglich machen. Nur wie, solange Waffenstillstand herrschte? Lange hatte er überlegt. Dann fiel es ihm ein.
"Hirni hat doch so eine Freundin. Die, die er im Minental vor dem Pfeil geredet hatte. Vielleicht kann ich die beiden irgendwie gegeneinander ausspielen, sie für meine Zwecke gewinnen. Ein Versuch ist es wert."

Mit diesen dunklen Gedanken machte er sich auf den Weg in die Bibliothek. Hier, da war er sich sicher, würde er sie bestimmt antreffen...
Vielleicht aber auch im Refektorium? Wer wusste das schon. Er striff durch die Bücherreihen wie ein hungriger Wolf auf Beutejagd. Seine Kaputze war abgestriffen, so dass man seine dunklen Gesichtszüge genau erkennen konnte. Dann sah er sie. An einem Tisch sass sie, scheinbar versunken in eins der Bücher. Skazaam legte ein Lächeln auf und sprach mit kühler Stimme:
"Ich weiss, wir hatten noch nicht das Vergnügen. Doch habe ich dich schon einmal mit mienem Freund Hirni gesehen. Und Hirnis Freunde sind auch meine Freunde."
Seinen Namen sprach er extra nicht aus. Denn den Namen Skazaam hatte sie bestimmt schon von ihm gehört. So aber bestand die Chance, dass sie ihn nicht erkannte, denn das einzige Mal, wo sie ihn gesehen hatte, da war es Nacht. Zumal sie hinter ihm stand. Am Ende war es sein Ellenbogen gewesen, der sie begrüßt hatte. Mit einem Lächeln erinnerte er sich an die Szene im Minental. Doch jetzt war er bedacht darauf, keinen Fehler zu machen...

Elfaire
13.05.2005, 21:46
Die kleine Zwischenprüfung in Sachen Zombie beschwören lag nun schon fast einen Tag zurück, inzwischen widmete sich die Schwarzmagierin wieder voll und ganz den restlichen Zaubern. Doch wurde sie nach einiger Zeit von einer recht ausduckslosen, wenn überhaupt kühl klingenden Stimme unterbrochen.
"Ich weiss, wir hatten noch nicht das Vergnügen. Doch habe ich dich schon einmal mit mienem Freund Hirni gesehen. Und Hirnis Freunde sind auch meine Freunde."
»Hirni, wa? Ne, was isn los...?« weiterhin blickte die junge Frau nicht von ihren Büchern auf. Als dann keine weitere Antwort mehr folgte, tat sie es dann doch. »Oh, Ihr seid gar nicht Hirni, verzeiht bitte meine Unhöflichkeit. Ja, ganz recht, Hirni ist ein guter Freund von mir. Doch sagt, wer seid ihr und welche Gründe führen Euch in das Kastell? Ihr wollt gewiss zu ihm... Also, Hirni...?«

Skazaam
13.05.2005, 22:13
»Oh, Ihr seid gar nicht Hirni, verzeiht bitte meine Unhöflichkeit. Ja, ganz recht, Hirni ist ein guter Freund von mir. Doch sagt, wer seid ihr und welche Gründe führen Euch in das Kastell? Ihr wollt gewiss zu ihm... Also, Hirni...?«
Skazaam lauschte den Worten der Frau. Die Miene von ihm bleib regungslos, kein Muskel bewegte sich. Er blieb einfach regunglos sitzen und antwortete dann kühl:
"Nein, Hirni bin ich gewiss nicht. Wie gesagt, ein Freund von ihm. Ich hoffe, ich störe nicht." "Die freundliche Masche muss hier angebracht werden", dachte sich Skazaam.
"Ich wollte lediglich ein Gespräch halten, und habe mir gedacht, dass ich dazu einen der engeren Freunde hier von Hirni nehme, damit ich nicht an die falsche Leute gerate. Wer weis, was man hier mit mir im Kastell anstellt..."
Bei den Worten tat Skazaam so, als wäre er leicht beängstigt und flüsterte fast schon. Es war das perfekte Spiel. Dennoch bestand immer die Gefahr, dass man es durchschauen würde...

Elfaire
13.05.2005, 22:41
Elfi grinste. Der Typ war irgendwie... Naja, er war vor allem komisch. Sprach eine Schwarzmagierin - eine die grade am Lernen war noch dazu - und redete dann etwas von schlimmen Dingen, die man mit ihm machen konnte. »Wieder ein entlaufener Irrer? Ok, sei es drum.«
»Ja, ein Gespräch habt Ihr, hast Du, ja nun schon angefangen. Ich darf doch Du sagen? Ok. Ich bin übrgiens Elf....i. Du hast mir noch immer nicht deinen Namen verraten. Wer bist du?« Den Fremden offenbaren Freund Hirnis bedachte sie noch mit einem überlegenden Blick, legte dann ihre Bücher an Seite und schaute wieder zu 'ihm' hoch. Wer auch immer er war, er musste jetzt jegliche ihrer Fragen beantworten...

Ardescion
13.05.2005, 23:06
Ardescion wandelte durch die dunklen Gänge des Kastells, das irgendwo in den Bergen lag. Viele kannte es aus Geschichten, die wenigsten haben es je betreten, und dennoch, Ardescion wandelte. Mit Gedanken, vielen Gedanken, die hier im Einzelnen zu groß waren, als das man sie erklären könnte. Doch ein Gedanke stach aus den anderen hervor. Es war nur einer, aber er bestimmt das weitere Vorgehen. Ja… Vorgehen war das richtige Stichwort. Wie sollte er vorgehen um sein einfaches in den Tag hineinleben zu beenden, und sich endlich wieder Aufgaben zu widmen. Aufgaben, die wichtiger waren, als einfaches an die Wand starren. Aufgaben, die die Welt revolutionieren sollten. Nun, vielleicht war das zu groß gedacht. Doch Veränderung war ein weiteres Stichwort, das wert war, überdacht zu werden. Der Schwarzmagier wollte sich verändern.
Und wie leitet man Veränderungen am besten ein? Richtig, man aß eine Kleinigkeit und trank einen schönen Kastellwein, wohlgemerkt, der beste Wein der Welt. Warum man das tat? Man konnte im Refektorium bei einem Glas Wein einfach besser nachdenken, als hier in den dunklen, nur von Fackeln erleuchteten, Gängen.
Und so stoppte der Magier mitten im Schritt, wandte sich um und befahl seinem weißen Hund und treuen Freund Athol, der ihn die ganze Zeit über begeleitet hatte, ihn zu folgen. Gemächlich, man wollte nicht, dass gleich das ganze Kastell mitbekam, dass sich hier jemand verändert hatte, schritt Ardescion in Richtung Refektorium. Gemächlich war wohl der beste Ausdruck, er brauchte fast eine Stunde, bis er es endlich erreicht hatte und der Anschein, sich nicht verändert zu haben, war damit auch dahin. Wer vertraut schon einem der sich derart langsam durch die Gänge bewegte?!
Abrupt blieb er vor der Tür zum Speisesaal stehen und stieß die sie mit einem kräftigen Ruck auf. Der Nachdenkende schritt, weiterhin gemächlich, durch das Refektorium auf einen Tisch in der hintersten Ecke zu. Dort ließ es sich immer am besten Speisen, man konnte das gesamte Refektorium überblicken und man wurde selten bemerkt. Langsam ließ er sich auf einen Stuhl sinken und im selben Moment manifestierte sich vor dem Schwarzmagier eine Tomatensuppe und ein Teller mit einem Goblinsteak in Pilzrahsauce mit Kroketten und Rosenkohl. Für den Hund gab es, wieder einmal, eine Schüssel mit leicht angebratenem Scavengerfleisch mit Reis vermengt und eine weitere mit klarem kaltem Wasser.
Während Athol zu fressen begann, sinnierte Ardescion, an seinem Glas Wein nippend, über die Veränderung die er an sich machen konnte. Der Anfang war ja nun immerhin getan. Doch wie ging es weiter? Vielleicht sollte eine Kampfsportart lernen, auch wenn er nicht wusste, was eine „Kampfsportart“ genau war, doch im Osten von Myrtana soll es etwas Derartiges geben. Nun vielleicht sollte er sich nicht mit fernöstlichen Sachen auseinander setzten, nicht nur weil es viel zu weit entfernt war, als dass er es mal kurz aufsuchen konnte. Vielleicht sollte er sich einfach auf das konzentrieren, was Khorinis zu bieten hat. Schwertkamp oder Stabkampf oder Bogen oder so… Das waren immerhin auch Kampftechniken und gar nicht mal so schlechte, wenn man den richtigen Lehrmeister fand. Das war revolutionär. Den richtigen Lehrmeister und die richtige Kampftechnik. Stabkampf sollte es sein, spontan entschieden. Aber der Schwarzmagier würde sich erst morgen mit diesem beschäftigen, sofern er denn den Lehrmeister fand….

Skazaam
13.05.2005, 23:26
»Ja, ein Gespräch habt Ihr, hast Du, ja nun schon angefangen. Ich darf doch Du sagen? Ok. Ich bin übrgiens Elf....i. Du hast mir noch immer nicht deinen Namen verraten. Wer bist du?«
Da war sie, die gefürchtete Fragen nach seinem Namen. Sollte er lügen? Oder sollte er die Wahrheit sagen? Eine schwierige Entscheidung. Doch er entschied sich fürs erstere. Das war das Risiko bei dem "Versteckspiel" dass er da trieb. Also musste er jetzt antworten, und riskieren, dass es endete bevor es anfing.
"Mein Name? Skazaam werde ich genannt. Ich denke du wirst schon von mir gehört haben. Und das hoffentlich nur Gutes. Es ist so, ich habe mich mit Hirni über dich unterhalten. Du musst wissen, er hat durchsickern lassen, dass er dich nicht leiden kann. Öfters kommt er mit Beleidigungen und ähnlichem....

Alina
14.05.2005, 00:01
,,Also mein Name ist Alina. Ich komme aus dem Sumpf. Mein Bruder hat mir dabei geholfen euch zu finden. Er meinte ihr seid ein begnadeter Körperkünstler. Vielleicht kennt ihr ihn ja... er heisst Kaligulas und ist im Sumpflager eigendlich recht bekannt. Vielleicht kennt ihr ihn ja. Ich bin noch nicht lange im Sumpf.

Nervös spiele Alina an der ihr viel zu großen Hose herum. Hoffentlich würde er sie ausbilden. Immerhin hatte er sicher auch einge Dinge zu tun...

Sinistro
14.05.2005, 00:53
Sinn- und zielfrei hatte Sinistro die letzten Tage damit verbracht, weiterhin den Unrat aus seinem Labor zu entfernen, den Müll, den sein Vorgänger in diesem Raum hinterlassen hat, zu sortieren, zu überfliegen und jedes Pergament nach Datum zu ordnen. Diese Aufgabe gestaltete sich schwieriger, als zunächst angenommen, da die wirre Seele, die der Vorbesitzer dieses Experimentierraumes gewesen schien, immer nur das allererste Schriftstück zu seinen Versuchen beschriftet hatte, die folgenden Blätter jedoch lose über sämtliche Schranke, Regale und Schubladen verteilt hatte. Doch mitunter waren tatsächlich interessante Denkansätze vorhanden, als Beispiel mag die Konstruktion eines Gerätes gelten, dass es schaffen sollte, kleinwüchsige Menschen zu verlängern- und zwar durch gezielten Zug nach vorheriger Durchtrennung diverser Knochen. Die Skelettteile sollten danach sehr langsam an den gebrochenen Enden weiter wachsen, um die Größe des „Opfers“ zu steigern. Ob jedoch die Theorie und die Praxis harmonisierten war nicht weiter erforscht, denn nachdem der Apparat für solche Experimente geschildert wurde, waren keine weiteren Aufzeichnungen auffindbar. Vielleicht sollte man solch eine Gerätschaft einmal gemeinsam mit einem Heiler weiterentwickeln, den Kleinwüchsigen dieser Welt wäre sicherlich geholfen.

Wieder und wieder griff der Schwarzmagier nun zu den Flaschen und Röhrchen, räumte sie von einer Ecke der Tische in die nächste, platzierte sie nach Größe geordnet auf dem Labortisch, achtete darauf, dass sie nicht herunterfallen könnten und hatte schließlich keinerlei Verlangen mehr danach, diese Räumlichkeit weiterhin zu ordnen und zu säubern, da es in eine Arbeit ausartete, die niemals zu einem Ende kommen wollte. Überall erschienen neue Pergamente, in allen Ecken des Labors standen nun Kisten gefüllt mit den handschriftlichen Aufzeichnungen, die der Grünäugige allesamt irgendwann einmal studieren musste, überfliegen musste und sie ordnen musste. Und vielleicht würde er sich eines fernen Tages auch daran machen, gewisse Dinge, die auf den Schriftstücken standen, zu verifizieren oder zu falsifizieren. Doch nun hatte er sich ein e Karaffe des Kastellweines aus dem Refektorium geholt, saß in einem bequemen Sessel, der ebenfalls in diesem Labor versteckt gewesen war, auf dem noch zuvor diverse Stofffetzen verteilt lagen, und ließ den Abend mit den Überlegungen zu eigenen Forschungen und Testreihen ausklingen.

Arrax
14.05.2005, 02:26
"Eine Sumpflerin also"
überlegte der Hohe Novize und das sie die Schwester von Kalle sein soll sah man ihr garnicht an, sie ist hübsch.
Noch dazu eine neue, wahrscheinlich gerade erst in die Bruderschaft integriert, ob sie überhaupt an den Schläfer glaubte? Nun, dieses Thema würde er sicherlich nicht ansprechen, vielleicht ist sie auch so eine Bekloppte die an einen allmächtigen vierten Gott wirklich glaubt der ja angeblich nur Schlafen soll, weil er so mächtig ist und ihn die anderen 3 Götter deshalb einschläferten. Nun, solange er das Thema nicht anspricht, konnte ja garnichts schief gehen...oder?

Das Mädchen war Nervös und futzelte sich an ihrer Kleidung herum.
Sich innerlich fragend ob ihr eine Ausbildung so wichtig sei grinste der hohe Novize ein wenig, seine Ausbildungen lehrten ihn lediglich eines: Traue keinem Lehrmeister, naja und die Hohe Kunst der Körperbeherrschung lehrte es ihn auch.

"Ruhig Bleiben, ganz ruhig, wenn du schon so hibbelig bist wird das aber eine ziemlich lange Ausbildungszeit" grinste der hohe Novize breit.

"Oh und ja, deinen Bruder kenne ich, mit dem kann man prima Kampftrinken, da gab´s dieses Fest im Sumpf....er schuldet mir eine Revanche...
Aber ich schweife ab" unterbrach der Hohe Novize knapp.

Alina
14.05.2005, 02:44
Das hieße also scheinbar, das die Ausbildung anfangen könnte. Alinas anfangs sehr fragenden und nervösen züge lockernten sich und der kleine Schmollmund wich einem breiten Grinsen.
,,Toll, wann können wir denn anfangen?" sprudelte es aus ihr heraus.

Selten war sie so sehr erfreut wie in diesen Minuten gewesen. Sie konnte wieder etwas lernen und vielleicht eine ebenso geschickte Kriegerin werden wie ihr Bruder. Vielleicht sogar besser aber das bezweifelte sie.
,,Ich freue mich bei euch in die Ausbildung gehen zu dürfen." grinste sie breit
-,,Dir"
-Was ist mit mir??"
-,,Ich freue mich bei DIR in die Ausbildung gehen zu dürfen."
-,,Aber ich kann doch nichts ausbilden"
-...sag einfach du zu mir..."
Sichtlich irritiert nickte Alina und setzte sich auf den freien Stuhl neben Arrax.

Arrax
14.05.2005, 02:53
"Das diese Schüler immer so Ungeduldig sein müssen" seufzte der hohe Novize innerlich und bemerkte erst jetzt den Bogen und den Köcher bei Alina, ob sie wohl eine Kriegerin war?
"Hoffentlich ist sie nicht so wie Kalle" hoffte und bangte der hohe Novize innerlich mit einem Grinsen.

"Also, fangen wir mit einen einfacheren Grunderegeln des Schleichens an, wichtig ist, dass du deine Umwelt im Auge hast wenn du versuchst dich lautlos zu Bewegen, es nutzt garnichts wenn du leise wie ein Panther bist, aber strahlst wie ein Lichterfest, ebenso ist es wichtig,deine Umgebung im Auge zu Behalten. Achte auf potentielle Geräuscherzeuger wie Äste oder anderen Dingen die dir die Tour vermasseln können wenn du darauf trittst"

Wenigstens wurde sie schon einmal Ruhiger und schien die Informationen gelehrig zu verarbeiten, vielleich musste er sie ja nicht so...Speziell behandeln wie Khurad oder Pherox

Alina
14.05.2005, 03:13
Alina blickte an sich hinunter.
Frei bewegen konnte sie sich in der Hose ihres Bruders ohne Probleme. Und auffallen sollte die Hose ebenfalls nicht. Der Leinenstoff aus dem sie gefertigt war, war schwarz wie die nacht und die Schuhe der jungen Frau würden hoffentlich auch praktisch sein mit ihren dünnen Sohlen. Einzig die weiße Bluse störte sie.
,,Sobald wir im Sumpflager ankommen werde ich mir eine passendere Bluse anziehen. Ich denke die ist etwas unpraktisch zum schleichen wenn ich doch eher unauffällig gekleidet sein sollte...
Ist ein Umhang eigendlich auch gestattet? Oder ist die Gefahr zu groß damit irgendwelche Gegenstände oder andere Dinge mit sich zu reißen?" fragte sie neugierig, da sie sich zumindest vernünftig einkleiden wollte wenn sie das nächste mal im Sumpflager sein würden.

Arrax
14.05.2005, 03:24
"Hui die ist aber neugierig" grinste der Hohe Hovize innerlich vor sich hin und musste bei dem Gedanken noch breiter grinsen,dass sie mehr danach fragte, ob und wie und was und dies und jenes, als wann denn endlich der praktische teil der Übungen folgen würde. Das kam ihm doch ein wenig merkwürdig vor, denn schliesslich ist das hier kein Dröger Grundkurs über magisches blabla sondern eine Unterweisung in der Körperbehrrschung, doch kam der hohe Novize auch zügig wieder auf die Frage Alinas zurück, welche Kleidung denn angebracht wäre.

"Weisst du,ich selbst trage keine Umhänge, denn gerade das Verborgene zieht die neugierigen Augen an, verstehst du? Man würde eher die verhüllte, Geheimnisvolle Fremde am Raub des Edelsteines verdächtigen als das Dorfmädchen von nebenan, so ein Umhang ist nur nützlich wenn man nicht erkannt werden will und einen längeren aufenthalt vermeidet und an einem Tag sein "Ding" macht, ich selbst nutze keine, die sind mir zu auffällig. Sieh mich an, ich trage alte abgeriffelte Bauernklamottten, würde man so einen wie mich verdächtig finden? Natürlich nicht, man würde mich für einen Stallburschen halten, aber nicht für einen der Geschicktesten Leute dieser Insel"

Alina
14.05.2005, 03:41
Wo er recht hatte, hatte er recht. Stehlen konnte man immer und überall. Man durfte sich nur nicht erwischen lassen.
,,Also sollten ganz stinknormale Klamotten ausreichen für die weitere Lehre..."
Arrax nickte.
,,Alles klar denn werd ich mich das nächste mal passender einkleiden... wo wir grad bei einkleiden sind... denn Frag ich lieber bevor ich nachher etwas falsch mache... sind die Schuhe denn so in ordnung?"
Sie rückte ein stück zurück und präsentierte ihr Schuhwerk.
,,Wenn die zu klobig sind gibt es sicher auch probleme. Und auf die Schuhe achten die Menschen wohl weniger als auf die normale Kleidung...
Oder kennst du jemanden, der durch die Stadt läuft und jedem auf die Schuhe guggt?"

Arrax
14.05.2005, 03:53
Oh Nein. Wie konnte der hohe Hovize nur in eine so Verhängnisvolle Situation geraten? Zuerst dachte er ja er solle nur noch eine weitere Person im Schleichen, wie es die Diletanten, oder Körperbeherrschung, wie es die Neunmalklugen nennen, doch nun das, er solle über ihre Schuhe diskutieren.
Während sich der hohe Novize bereits das schlimmste bei einer Fehlantwort ausmalte, kam der Mond in der dunklen Nacht hervorgekrochen, er leuchtete so angenehm...

"Ähm was, die Schuhe, aber natürlich solltest du die ändern, nimm am besten ganz geläufige Kleidung wie man sie überall verwendet, wenn du willst kann ich dir einen alten Bruderrock, naja für dich Schwesterrock der Bruderschaft anbieten"

Au Weia, das kann weis irgendein Gott nicht gutgehen, hoffentlich war sie nicht eine dieser Modetussis frisch aus der Stadt, wobei sie sie ja mit kalle verwandt ist, der wirkte ja schon immer recht bäuerlich...

Während diese Gedanken in des hohen Novizens Hirn umherstriffen, beruhigte er sich auch schon wieder und lehnte sich entspannt zurück in seinen Stuhl und starrte gen Nachthimmel

Elfaire
14.05.2005, 14:38
»Hey, warte mal. Hirni würde erstmal niemals über mich lästern, und außerdem... Du kommst hier dahergeschneit, ich kenn dich überhaupt nicht und... Ahhh! Skazaam?!« sie zuckte innerlich zusammen, sofort steig die Panik in ihr auf. »Hach, natürlich hat mir Hirni schon viel von dir erzählt, Skazaam. Wie konnte ich das nur... vergessen?« Nachdem der erste 'Schrecken' überwunden war - was wollte dieser gewissenlose Mensch überhaupt im Kastell? -, löste sie sich aus ihrer Verspannung und ließ ihre Hand vorsichtig zum Griff ihres Schwertes wandern. Doch da war nichts... »...Verdammt. Ich hab's tatsächlich in meinem Zimmer liegen lassen...« Auch der kleine Dolch war nicht an seinem Platz, nur die Schattenflamme-Rune lag in ihrer Tasche. »Also schön, wenn ich Hirni ankokeln kann, kann ich das bei Skazaam schon lange... Außerdem dürfte der den Weg in die Waschräume nicht so schnell finden, ehe sein Körper ebenfalls Feuer fängt.«

Farin
14.05.2005, 21:26
Farin war immer noch im Keller, und streife immer noch durch die unterirdischen Gänge. Überall sah es gleich aus. Überall hingen Fackeln an den Wänden, die dann anfingen zu brennen, wenn Farin in die Nähe kam. Dabei wurden dann meist ahnungslose kleine Spinnen vertrieben, die zufällig grade dort ihr Netzt hatten platzieren müssen. Aber die Flammen machten aus dem Netzt dann sehr schnell Rauch.
Er hatte noch einige Spinnen, die deutlich größer waren als die, die die Netzte an die Wände machten. Sogar sehr deutlich. Aber dennoch fanden sie sich meist recht schnell ohne Beine wieder. Denn Farin hatte es sich angewöhnt ein Skelett zu Beschwören und vorzuschicken. Er glaubte nämlich, dass es hier Fallen geben könnte. Das war im Kastell bestimmt nicht abwegig, und wenn das Skelett von zwei aus der Wand hervorschnellenden Schwertern in Hüfthöhe zerteilt wurde, dann war Farin das immer noch lieber, als wenn es seine Hüfte gewesen wäre. Er hätte auch gerne einen Zombie vorausgeschickt, aber er hatte wirklich keine Lust Stunden zu warten, um mal 10 Schritt voran zu kommen. Und eine Blutfliege, an die er natürlich auch schon gedacht hatte, löste womöglich Fallen nicht aus, die einen Schalter auf dem Boden hatten, auf den man treten musste. Deshalb hatte er sich für ein Skelett entschieden.
Und dieses nahm sich dann auch gleich immer die Spinnen vor, die den beiden entgegenkamen. Und sollte es die Spinne doch am Skelett vorbei schaffen hatte Farin immer noch sein eigenes Schwert.

Aber trotzdem er schon weit in den Keller hineingegangen war hatte er das Gerät immer noch nicht gefunden. Wieso nur? War es wirklich so weit weg? Er musste zugeben, dass er schon seit längerem in keine Tür mehr gesehen hatte, und als ihm das auffiel fing er sofort wieder damit an. hier fand er leere Labore, leere Versuchskammern, leere Übungsräume und auch andere Räume. Aber alle waren leer, oder zumindest zum größten Teil leer. Nirgends war etwas zu sehen, dass auch nur annähernd an das Gerät erinnerte, das Farin suchte.

Als er schon fast die Suche aufgegeben hatte hörte er aus einem Raum ein leises aber deutliches Schlurfen. Ein Untoter? Als er die schwere Holztür aufmachte musste er sehen, dass er recht gehabt hatte. Ein Untoter, der im Raum auf und ab ging. War so etwas normal für Untote? Bestimmt nicht. Oder doch? Man wusste nie.
Den Skelett, das sich schon auf den Gegner stürzen wollte, befahl er stehe zu bleiben. Er zog sein Schwert, und holte eine Rune heraus. Er beschwor ein Licht, und schickte es in den Raum. An der gegenüberliegenden Wand, vor der der Untote pattroulierte, lag ein Gerät auf den Boden, das durchaus dazu in der Lage sein konnte, Schriftrollen abzuschreiben.
Also musste der Untote wohl wieder zurück in Beliars Reich. Aber auch nur, wenn dieser Farin angreifen würde.
Als er einen Schritt in den Raum trat blieb der Untote sofort stehen, und schlurfte auf ihn zu. Die Hände erhoben, und ein Röcheln von sich gebend.
Farin Skelett setzte sich auf dessen Befehl in Bewegung, und schwang seinen Zweihänder. Farin der damit rechnete, dass dieser Kampf nicht allzu lange dauern würde, begab sich schon mal an die andere Wand.
Doch plötzlich wurde etwas anders. Etwas war weg. Aber was. Er drehte sich um, doch schon bevor er dies tat wusste er was fehlte. Das Skelett. Es war weg. Die Verbindung zu diesem war auch verschwunden, und dadurch hatte Farin es gemerkt.
Mist. Hatte der Untote das Skelett besiegt, oder war die Zeit des beschworenen Wesens zuende gewesen? Wohl eher letzteres. Aber wie dem auch sei jetzt musste Farin sich selbst um den Untoten kümmern. Er zog sein Schwert. Um jetzt noch ein Skelett zu Beschwören war der Untote schon zu nahe. Farin war noch nicht schnell genug ein Skelett zu beschwören.

Farin ließ den Untoten auf sich zukommen. Er wollte den ersten Schlag machen, aber nicht selber attackieren. Der Untote kam näher, war aber noch nicht ganz in Schlagdistanz. Dann war es so weit. Farin schlug zu. Er traf die halb verwitterte linke Hand. Und sie viel vom restlichen Arm ab. Aber das schien den ohnehin schon verwesenden Zeitgenossen nicht davon abzuhalten weiter auf Farin zuzugehen. Jetzt war er schon in Angriffsreichweite. Und sofort versuchte er es auszunutzen und schlug mit der rechten hand nach Farins Hals. Aber Farin konnte ausweichen. Das war knapp gewesen. Wieder kam das Ungetüm auf ihn zu. Farin schlug wieder, doch verfehlte er seien Gegner. Dafür holte dieser gleich wieder aus.
Und traf Farin auch. Und zwar am Kinn. Wäre Farin dann stehen geblieben und hätte sich nicht nach hinten fallen gelassen, wäre er wohl tot gewesen, denn die Klaue seines Gegners hatte sich nach unten, auf seine Kehle zu bewegt.

Nachdem Farin noch ein wenig gegen den Untoten gekämpft hatte, war er schließlich, nachdem er das untote Wesen besiegt hatte, endlich zu dem Gerät gegangen. Und tatsächlich es schien dafür ausgelegt zu sein Schriftrollen oder andere Schriftstücke abzuschreiben. Endlich hatte er gefunden was er suchte.
Er rief einen Dämon zu sich, und bat diesen, mit einem gewissen befehlenden Unterton, das Gerät auf sein Zimmer zu bringen. Er wollte es erst einmal dort haben, um es dort zu testen. Danach würde er es zu den anderen Geräten in den Keller bringen, oder doch eher bringen lassen.
Jetzt machte er sich zufrieden auf den Rückweg nach oben. Wieder mit einem Skelett als Begleiter.

Aylah
14.05.2005, 21:57
Zunächst wusste Aylah nicht, was sie sagen sollte, als Mäxchen die Runen auf dem Tisch platzierte. Dann brachte sie schließlich ein leises "Danke" hervor, woraufhin Mäxchen abwinkte.
Nachdenklich betrachtete die Schwarzmagierein die drei im Licht leicht schimmernden Runen, die eingebrannten Zeichen. Doch dann holte sie Mäxchens Stimme in die Wirklichkeit zurück, als er ihr die Funktionsweise dieser Werkzeuge erklärte.

Na toll - jetzt hatte sie die Hälfte verpasst. Damit dies aber nicht offensichtlich wurde, nickte sie lediglich und über sein Gesicht huschte ein kurzes Lächeln. Dann entschuldigte er sich - er habe einiges zu tun und er könne sie nun sicherlich auch mal eine Weile selbst üben lassen; falls sie fragen habe, könne sie sich ja jerderzeit an ihn wenden. Aylah nickte lediglich erneut, so sehr war sie in den Anblick der Runen versunken. Sie bemerkte noch nicht einmal, wie er hinausging - er war nur plötzlich einfach nicht mehr da.

Irgendwann schaute die Schwarzmagierin auf. Mäxchen war schon lange fort, die Runen lagen noch immer am selben Platz; das Buch, über dem sie vor seinem Eintreten gebrütet hatte, hatte sich ebenso keinen Milimeter bewegt. Als sie aus dem Fenster sah, fiel ihr auf, dass die Sonne bereits ein gutes Stück gewandert war - wie lange hatte sie untätig da gesessen? Und plötzlich hatte sie den Drang, endlich mal wieder aus dem Kastell herauszukommen, einen kleinen Spaziergang zu machen und ein wenig zu entspannen. Wie lange war es überhaupt her, dass sie das letzte Mal draußen war? Sie konnte sich nicht erinnern.

Also stand die Schwarzmagierin auf, verstaute die Runen in den Untiefen ihrer Robe, beförderte das Buch zurück ins Regal und ging aus der Bibliothek in ihren Raum. Von dort holte sie ihr Schwert, dann ging es weiter in Richtung Eingangshalle. Es war niemand zu sehen, als sie aus dem Kastell verschwand.

Fargas Ferrigan
14.05.2005, 23:01
Fargas hatte die letzten Tage viel nachgedacht. Über das, was in den letzten Tagen geschehen war, manchmal auch über Tage, die noch viel weiter zurücklagen, manchmal auch über Tage, die womöglich noch in ferner Zukunft lagen und vielleicht nie eintreten mochten.
Am meisten aber beschäftigte ihn immer noch diese Sache mit dem alten Druiden und der Reise, die er ihnen aufgeschwatzt hatte. Unter anderem kam er nun zu dem Schluss, dass es nicht ganz richtig gewesen war, dass er sie quasi gezwungen hatte mitzukommen. So war es wahrlich nicht gewesen. Letztlich waren sie alle freiwillig mitgegangen. Und trotzdem war er der Meinung, dass Barrin Fehler gemacht hatte. So viele Dinge, über die er sie im Unklaren gelassen hatte. Dabei sollte es in einer solchen Gemeinschaft doch wohl gar keine Geheimnisse geben. Wie sollte man sich sonst auf den anderen verlassen können? Wenn er es recht bedachte, hatten sie sich nie wirklich auf einander verlassen können. Am allerwenigsten auf Barrin, der doch anscheinend stets nur sein Spiel gespielt hatte, in dem sie alle nur kleine Figuren gewesen waren. Und so hatte er sich in den letzten Tagen auch gefühlt – wie eine kleine Figur in einem unbegreiflichen Spiel um die Existenz einer Welt, die er nicht einmal kannte. Aber auch das stimmte nicht ganz. Zumindest in Ansätzen hatte er Juranda kennen gelernt – hatte Nacht für Nacht die Zerstörung dieser Welt mit ansehen müssen.

Aber das war nun, Beliar sei’s gedankt, vorbei. Er hatte hin und wieder Lina auf ihrem Zimmer aufgesucht, sie in die Arme geschlossen, mit ihr zusammen die vergangenen Wochen nochmals überdacht…und sie geküsst. Direkt an dem Tag, als er wieder in seinem Bett erwacht war, war dies eine der ersten Dinge gewesen, die er getan hatte – Lina treffen. Schon allein deswegen, um sich davon zu überzeugen, dass er das alles nicht nur geträumt hatte. Im ersten Moment war ihm dieser Gedanke nämlich gar nicht so abwegig vorgekommen. Aber letztlich waren sie zu dem Schluss gekommen, dass es zu schön gewesen wäre, wenn es sich dabei nur um einen Traum gehandelt hätte. Träume konnte man auch als solche abtun - und die Ereignisse darin als Hirngespinste der eigenen Fantasie. Diesmal war es leider nicht so. Bei weitem nicht. Umso besser fühlte er sich, wenn er mit jemandem darüber reden konnte, was dort geschehen war. Noch besser, da es sich dabei um Lina handelte. Natürlich auch deshalb, weil sie selbst dabei gewesen war und vielleicht noch schlimmere Dinge erleben musste. Er dachte dabei immer wieder an jene Szene in der Kanalisation, die in seinem Gedächtnis nie stattgefunden hatte. Und doch hatte er unter den Straßen dieser merkwürdigen Stadt den Stab gegen seine Geliebte erhoben. Und das war schrecklich genug, obwohl er es nur erzählt bekommen hatte. Wie grausam musste diese Erinnerung dann erst im Gedächtnis von Lina eingebrannt worden sein?
Er konnte es nicht sagen.

Das waren die letzten Tage gewesen. Nun aber lag er auf seinem Bett, starrte an die Decke seines Gemachs und fühlte sich in der Lage, vorerst mit diesen Dingen abzuschließen. Zwar gab es noch immer viele Dinge, die er nicht verstand, aber wenn nicht von irgendwo ein alter, weiser Druide auftauchte, würde er das ohnehin nie tun. Warum also weiter den Kopf darüber zerbrechen…
Fargas wandte sich im Bett zur Seite und ließ sich ins Reich der Träume entführen.

Rhonin
15.05.2005, 00:06
Weit, weit in der ferne erklang das einsame Heulen eines Wolfes. Sein Heulen erzählte wachsame Ohren eine traurige Geschichte.
Der Mond stand hoch am Himmel in dieser Nacht und warf seinen silbrigen Schein auf die Wege und Berge von Khorinis. Ein lang gewundener Pfad erstreckte sich hinter dem Pyramidental von Khorinis, der hoch in die rauen und kalten Gebirge führte. Hier oben irgendwo befand sich ein schwarzes Gemäuer zwischen all den scharfkantigen Stalagmiten, Flüssen und Wäldern. Dieses Gebäude besaß neben einen Innenhof einen in die höhe ragende Turm der bedrohlich über das Gemäuer zu wachen schien. Dieses Gemäuer, von allen nur ´Kastell´ genannt, beherbergt die Schwarzmagier. Die Verstoßenen, die ihr Leben dem dunklen Lord verschrieben haben. Es gibt viele Bezeichnungen für diese Diener Beliars, die bekanntesten und am meist verwendeten sind die Wörter "Schwarzkutten" und "verdammte Seelen". Letzteres wird sehr oft von Paladinen und den Dienern Innos genutzt. Die einzigen auf Khorinis die den Schwarzmagiern nicht mit einem gewissen Grad an Hass begegnen sind die Diener Adanos.
Doch wer waren diese Diener Beliars eigentlich und warum dienten sie dem Gott des Todes und allem wiedernatürlichem? Doch das wusste niemand zu beantworten. Stets geheimnissvoll waren sie, die Diener.
Einer von ihnen, ein rotschöpfiger Magier mit smaragdgrünen Augen der von allen nur Rhonin genannt wurde lag weiterhin in seinem komaartigem Schlaf.
Mehrere Tage lag er nun da schon im Bett in seinem Gemach und schlief so fest wie niemals zuvor. Würde sein Oberkörper nicht immer wieder langsam auf und ab durch seine Atmung gehen, würde man denken er wäre tot.
Doch plötzlich, mit einem Mal und ohne Vorwarnung öffneten sich schlagartig seine Augenlieder. Mit starrem Blick an die Decke seines Gemaches ließ er seine Gedanken revue passieren.
Was bei Beliar hatten diese Träume zu bedeuten? Und warum wurden sie gerade jetzt stärker und kamen vermehrt vor? Und wieso hatte er das starke Gefühl, dass Arthas wieder zu neuer Kraft erlangte und schon bald wieder versuchen würde von ihm Besitz zu ergreifen? Und vor allem, wie lange hatte er geschlafen? Wenige Minuten, Stunden, Tage oder gar Wochen?
Soviele Fragen und so wenig Antworten. Langsam stieg der Schwarzmagier aus seinem Bett und wechselte tief in Gedanken versunken seine Garderobe.
Wenige Augenblicke stand er da, der Schwarzmagier Rhonin in vollem Gewand und frisch gewaschen. Er verließ sein Gemach und schritt leichtfüssig die Treppe hinunter in das Erdgeschoss. Dort folgte er seinen Weg in die Küche und nahm dort eine kleine Portion Haferflocken zu sich. Obwohl er sicherlich mehrere Tage geschlafen hatte, verspürte er keinen allzu großen Hunger.
Nachdem er sein doch recht karges Mahl verzerrt hatte und mit einem Glas Orangensaft nachgespült hatte, zog es ihn in die Bibiliothek. Es war wieder Zeit, sich etwas mit dem theoretischen Wissen über die Beschörung eines Untoten zu erarbeiten. Langsamen Schrittes folgte er langsam den Gängen die ihn zur Bibiliothek führen würden. Recht wenig später schritt er durch das große, ovale und violettfarbige Portal und fand sich wenig später in der Bibiliothek wieder. Wieviel Zeit er schon hier verbracht hatte, er wusste es nicht. Er hatte erwartet, niemanden in der Bibiliothek vorzufinden. Doch wer um Beliars Willen waren diesen beiden Personen hier?
Einer von den beiden, ein sehr hübsches Mädchen trug ebenso wie er die Robe der Schwarzmagier.
Interessant, murmelte Rhonin. Um nicht bemerkt zu werden, entschwand das Rothaar in Schatten eines der vielen Bücherregale und näherte sich vorsichtigen Schrittes dem sehr ungleichen Paar, bis er schließlich das Gespräch der beiden mit seinen doch recht guten Ohren vernehmen konnte.

Elfaire
15.05.2005, 00:47
Noch immer fiel es der jungen Frau schwer, sich zu beruhigen. Vor ihr stand der Mann, den sie vor vielen Monaten gesucht und danach vollkommen aus den Augen verloren- und der Hirni mehrere Male beinahe getötet hätte. Im Minental, noch vor nicht allzu langer Zeit, hätten Hirni, ihr guter Freund und Gefährte, und Elfaire selbst die Gelegenheit gehabt, dem mysteriösem Verfolger endgültig den Garaus zu machen. Doch wandte sich damals ihr Vorteil in einen Nachteil, die ungewissenhafte Gestalt verschwand spurlos. Und nun stand er hier, in der Bibliothek vor ihr. Lebendig, unversehrt und auf dem besten Wege, sie in die nächstbeste Gruft zu befördern. »Hätte ich ihn gleich erkannt... Es war ein Fehler, ein dermaßener Fehler! Ich hätte wachsamer sein müssen...« Ein seltsames Gefühl, eine Mischung aus Hass und Verzweiflung machte sich in ihr breit, ließen jegliche Bemühung um Konzentration scheitern. Die Rune, dessen Anwendung die Schwarzhaarige erst seit kurzer Zeit mächtig war, wurde fest von der kühlen und blassen Hand der neuen Besitzerin umklammert. Sobald Skazaam auch nur ein Anzeichen der Bedrohung darstellte - Bedrohung nicht nur durch sein Äußeres zeigte -, würde sich die missliche Lage hoffentlich ändern. Zum Guten oder zum Schlechten würde sich dann entscheiden...
Während sie mühsam versuchte, keine Furcht oder Erregung zu zeigen, wanderte der Blick der Blauäugigen über die Bücherregale. Bei einem Schatten, dessen Träger nicht aufzufinden oder zu erklären war, blieb er dann hängen. Dem Lichtgebilde folgend, entdeckte Elfaire in der Dunkelheit eine Gestalt, die völlig regungs- und geräuschlos an ein Regal angelehnt stand. Offenbar hatte er oder sie oder was auch immer 'es' war einen Teil der Unterhaltung mitbekommen. Sie blickte wieder von ihm weg, stattdessen direkt in die dunklen Augen Skazaams, die inmitten des von einigen Narben und Schatten geprägten Gesichts auf die Schwarzmagierin herabschauten. »Was ist eigentlich mit mir los?! Diese Schüchternheit, die Unruhe... Ich bin geübter im Kampfe als er, befinde mich in den Mauern meines Herrn... Das soll der Ort meines Abschieds sein? Ha, Elfaire... Wie lachhaft du doch bist...« Sie hasste sich, wenn sie so war. Mit einem Mal verschwand die Selbstsicherheit, die Risikofreude und der Mut, der sie sonst von dem Wesen eines so jungen Menschens trennten. Nein, stattdessen war sie nun furchtsam, ängstlich... Wie ein kleines Kind, das getröstet werden musste, noch nicht selbst auf sich aufpassen konnte. Und nun...? Die Zeit des Nachdenkens und der Erinnerungen schien fast schon zurückgekommen...
Mit einem Mal stand sie auf, stieß gegen den Tisch und einige Bücher fielen geräuschvoll und damit die bedrückende Stille durchbrechendd zu Boden. Ihre Lippen formten ein stummen »Oh«, es folgte ein hektisch wirkender Blick hin zu Skazaam, danach einer zu dem Beobachter, den sie wie er so im Schatten stand nicht identifizieren konnte. Sie stand regungslos und in dieser fast schon als 'Flucht' bezeichbaren Situation unterbrochen whisperte sie nur noch einen knappen Satz: »Ich muss gehen, es hat mich sehr gefreut, Eure Bekanntschaft zu machen.« Als sie geendet hatte, hastete Elfaire so schnell wie möglich Richtung Portal, die heruntergefallenen Bücher ausser Acht lassend. Ihr Schatten verschwand hinter der Regalreihe, Skazaam ließ sie hinter sich. Doch irgendwann würde wohl ein Zeitpunkt der Entscheidung eintreffen... Doch heute war sie noch einmal verschont geblieben.
Als sie die Bibliothek verlassen und damit das Portal durchschritten hatte, sank die junge Frau neben dem Tor in die parallele Dimension zu Boden, atmete tief durch. Am Himmel hatten Sterne und Mond ihren Platz eingenommen, strahlten in einem wunderschönen silbrigen Glanz durch die Kastellfenster auf ihr seidig schwarzes Haar. Doch mit einem Mal verschwand das Licht, Schritte waren in unmittelbarer Nähe zu vernehmen. Eine Gestalt trat durch das Portal, ihre Augen weiteten sich, sie verkrampfte völlig. Doch schien diese Gestalt nicht Skazaam zu sein, nein, es war derjenige, der noch vor wenigen Minuten im Schatten gestanden hatte...

Rhonin
15.05.2005, 01:21
Eine äußerst interessante und vor allem knappe Unterhaltung dran da an seine Ohren. Da der Rücken des jungen mannes auf Rhonin gerichtet war, beobachtete er mit großer sorgfalt die junge Frau mit dem langen, schwarzen Haar. Viel interessanter als die wenigen Worte die fielen fand Rhonin die Gestik und Mimik der Frau. Schließlich bemerkte er, wie ihr Blick an dem Unbekannten vor ihr vorbei ging und genau zu dem Bücherregal wanderte, in dessen Schatten er sich versteckte. Ihr Blick blieb mehrere Augenblicke an dem Punkt im Schatten des riesigen Regales hängen, an dem sich der Rotschopf versteckt hatte. Eines war auf jeden Fall klar, sie hatte ihn entdeckt. Gerade als er sich Gedanken machte, was nun geschehen würde, bekam er nur noch gerade so mit, wie sie regelrecht fluchtartig die Bibiliothek verließ. Rhonin wartete ein paar Augenblicke, der Fremde jedoch murmelte ein paar unverständliche Worte und entschwand schließlich seines Blickfeldes. Erst jetzt wagte Rhonin es, aufzuatmen und sein recht dummes Versteck zu verlassen.
Was sollte er jetzt tun? Einfach seine Studien fortsetzen und so tun, als ob nichts gewesen wär? Nein, das war ganz und gar nicht seine Art. So leise wie es seinem Körper möglich war, durchschritt er erbenfalls das ovale Portal.

Wieder zurück aus der parallel Dimension wollte er schon den Gang entlang rennen und nach der jungen Frau suchen, doch keuchartiges Ausatmen ließ ihn inne halten. Langsam wanderte sein Blick zu seiner rechten. Und tatsächlich, zu seiner rechten saß sie da. Mit weit geöffneten Augen, regelrecht verkrampft saß sie dort ängstlich an die Wand gelehnt.
Der silbrige Schein des Mondes fiel durch eines der kleinen Fenster und war seinen Schein direkt auf dieses zärtliche Geschöpf vor ihm.
Im Schein des Mondes wirkte ihr schwarzes, seidenglattes Haar noch prächtiger. Was ihm noch auffiel waren ihre Augen. Sie hatte seltsame, wunderschöne hellblaue Augen. Irgendwas mystisches, geheimnisvolles umgab sie. In den ersten kurzen Augenblicken in denen er ihr direkt in die Augen sah, bemerkte er wie sich langsam kleine Tränen bildeten. Diese verschwanden jedoch sofort wieder, als sie anscheinend erkannte, dass er nicht dieser unheimliche Fremde war, sondern ebenfalls ein Angehöriger des dunklen Ordens.
Jetzt wo er sie lange genug begutachtet hatte, wagte er sich in den Schein des Mondes zu stellen. Das silberne Licht erhellte sein Gesicht sowie den Rest seines Körpers. Sein doch recht langer roter Zopf baumelte nur leicht herum.
Seine smaragdgrünen Augen schienen zu leuchten.
Da sich fast keine Lichtquellen in diesem Gang befanden, beschloss der Schwarzmagier einen Lichtzauber zu wirken. Sein rechte Hand wanderte in die tiefe Robentasche und berührte die Rune des Lichtzaubers. Im Geiste murmelte er ein paar Worte und sofort erschien eine hell strahlende Lichtkugel über seinen Kopf.
Er kniete sich zur Dame runter und flüsterte leise:

Wollt ihr nicht lieber aus diesem Gang verschwinden? Früher oder später wird dieser Fremdling auch diese Bibiliothek verlassen. Wir könnten ins Refektorium oder in die Küche gehen, oder in den Innenhof. Am besten wäre aber sicherlich ein Gemach im ersten Stock, den dort kann euch dieser Unbekannte fürs erste nicht auflauern.

Mit einem freundlichen lächeln bot er der jungen Dame vor sich seine Hand an, um ihr aufzuhelfen.

Elfaire
15.05.2005, 01:55
Mit ausdruckslosem Gesicht saß Elfaire nun auf dem Boden, löste sich langsam wieder aus ihrer Verkrampfung. Jetzt jagten ihr schon die Anderen Schwarzmagier Furcht ein... Sie wurde leicht rot, schämte sich für die Panik die sie offenbar nicht gerade allzu unauffällig nach außen hin gezeigt hatte. Leicht zögernd nahm sie die Hand an und stand auf. Mit leicht gezwungenem Lächeln entgegnete sie:
»Danke... Ich... Vergesst, was Ihr in der Bibliothek gesehen habt. Er ist ein Schurke, doch gab es keinen Anlass zu meiner Beunruhigung... Ich bitte um Vergebung, wenn Ihr nun besorgt seid, doch es ist alles in Ordnung...« mit zusammengezogenen Augenbrauen schaute sie leicht trotzig wirkend auf die nächstbeste Säule, die in ihrem Blickfeld lag. Ausgerechnet jetzt fand man sie, jetzt, wo sie Schwäche zeigte. Immer lernte sie in diesen Momenten neue Leute kennen; Che, Kaligulas, Schmok und sogar Hirni... Und Skazaam? Er war wohl der Erste, der auf dieser 'Kontaktliste' stehen sollte.
»Habt nochmal Dank - vielmals. Euer Angebot zu einem Gang in die Küche kann ich jedoch nicht ablehnen...« sie grinste verstohlen, »Die Bücher waren einfach ungenießbar... Also, zum Essen meine ich.«

Rhonin
15.05.2005, 02:22
Nachdem Rhonin der hübschen Schwarzmagierin zurück auf die Beine geholfen hatte und sie ihm erklärt hatte, was gerade passiert war und dass sie gerne in die Küche wollte, entgegnete Rhonin:

Wie ihr wünscht, edle Schwarzmagierin. Gehen wir zur Küche. Ihr braucht keines Wegs mich um Verzeihung zu bitten. Wäre es zu einem ernsteren Zwischenfall gekommen, hätten ich oder im zweifels falle die Dämonen das zu verhinden gewusst. Ihr befandet euch also in keinerlei Gefahr.
So so, ein Schurke war dies also..... vielleicht sollten wir die Skelette mal daran angewöhnen unsere Gäste besser zu begut achten.....
Wie auch immer, der Vorfall von gerade ist soeben aus meinen Gedächtniss gelöscht worden. Ich werde auch nichts mehr hinterfragen.
Die Bücher und ungenießbar, kann ich mir vorstellen. So alt wie die Dinger schon sind, hehe.

Während sich das ungleiche Duo langsam richtung Kücher weiterbewegte, sprach der Rotschopf weiter:

Mein Name ist übrigens Rhonin, Schwarzmagier des Kastells und bescheidener Diener des Beliar, des allmächtigen Herrns. Anhand eurer Robe schließe ich daraus, dass ihr ebenfalls zu unsrigem verstoßenem Kreise gehört und ihr zufällig dem selben Range angehört wie meine Bescheidenheit.

Rhonin schritt etwas vor der ihm noch unbekannten Schönheit und öffnete ihr die Tür zur Küche. Nach euch, sprach der Jüngling. Erst nachdem sie die Küche betreten hatte, folgte er ihr. Sie nahmen Platz an einem Tisch unweit der Tür zum Refektorium. Rhonin setzte sich genau gegenüber ihr, so war es wahrlich einfacher sich zu unterhalten. kaum dass er Platz genommen hatte, erschien vor ihm ein Glas Rotwein sowie eine recht passable Portion Rührei mit Brot.

Elfaire
15.05.2005, 02:38
Die Küche war betreten, das Essen war aufgetischt und roch nun so gut, wie Essen nur riechen konnte. »Nudeln mit Pesto halt...« grinste sie. Nudeln mit Pesto... Oha, nicht zu unterschätzen.
»Hmhm, oh... wah, entschuldigt bitte. Ich habe ganz vergessen mich vorzustellen... Elfaire lautete mein Name...« sie stopfte eine Gabelladung Nudeln in sich, warf danach einen raschen Blick aus dem Fenster.
»Ist bestimmt schon spät... Ich merkte gar nicht, wie die Zeit verging... Den ganzen Tag über in der Bibliothek. Kein Wunder, das wir uns noch nicht begegnet sind!«

Rhonin
15.05.2005, 02:50
Elfaire hieß sie also, ein hübscher Name. Sie stopfte sich regelrecht ihre Nudeln rein. Wie nannte sie diese komische grüne soße dadrauf noch?
Pesto, murmelte der Rotschöpfige vor sich hin. Nach einem weiterem großen Bissen von Seitens Elfaire erzählte sie, dass sie den ganzen Tag in der Bibiliothek verbracht hatte und dass es daher kein Wunder gewesen war, dass sie sich noch nie über den Weg gelaufen sind.
Nach einem Gabel voll Ei, einem Bissen Brot und einem kleinen Schluck Rotwein ergänzte Rhonin:

Ich glaub es liegt eher an meiner Wenigkeit, dass wir uns noch nie begegnet sind. Ich habe nur wenig Freunde hier im Kastell und noch wenigere außerhalb. Meist kommt dir dieses unheimliche Gemäuer verlassen vor, weil ich niemanden begegne. Aber wenn mir die Frage gestattet ist, wie kommt jemand so hübsches wie ihr ausgerechnet zu den Dienern Beliars? Den Verstoßenen der Gemeinschaft, dem Abschaum der Zivilbevölkerung in den Augen der anderen? An eurem Erscheinungsbild kann es jedenfalls nicht liegen.

Er nahm einen weiteren Bissen zu sich. Kaum hatte er seinen Teller geleert verschwand dieser dort, wo er hergekommen war. Im nichts. Einen weiteren Schluck Rotwein später lauschte er Elfaire`s Worten.

Katelyn
15.05.2005, 14:50
Ein kleines, zaghaftes Wesen schlich durch die Gänge des Kastells. Äußerlich sah es zumindestens so aus, doch tief in ihrem inneren war sie nicht zu unterschätzen. Ihr Äußeres trübte. Ihr langes, schwarzes Haar schwang graziel immer wieder von rechts nach links durch das Tempo ihrer Schritte.
Sie heilt sich nun schon etwas länger an diesem seltsamen Ort auf. Einst wäre sie draußen in der Natur fast verhungert und erfroren, wenn da nicht dieser seltsame Rotschopf gewesen wäre. Er hatte ihr einlass gewährt und ein Quartier zugewiesen. Sogar ihre zerrissene Kleidung konnte sie wechseln, sie trug nun ein langes, schwarzes Seidenkleid dass ihre weibliche Form betonte.
Wo zur Hölle bekomm ich hier nur was zu essen?, fragte sich die Schwarzhaarige.
Mit einmal ertönte plötzlich eine hämmernde Stimme in ihrem Kopf.
In der Küche wirst du finden, was du suchst
Ah, ja und wo finde ich diese Küche? fragte sie laut.
Wieder kam das Hämmern zurück, diesmal aber so stark dass sie fast umgefallen wäre.
Folge diesem Gang weiter, dann den nächsten links und anschließend rechts.
Sie fasste sich an die Schläfe. Ihr Kopf hämmerte. Dieses unerträgliche Pochen. Sie entließ noch ein leises danke und machten sich dann daran den beschriebenen Weg zu folgen.

Ardescion
15.05.2005, 21:39
Ein langsames Schlurfen hallte durch die Gänge des Kastells, welches obskurer Weise auf einem Berg irgendwo auf der Insel Khorinis stand und nicht daran dachte sich fortzubewegen. Zumindest bewegte sich das Schlurfen in den Gängen fort. Oder besser gesagt der da zugehörige Schwarzmagier, dessen Name phänomenaler Weise Ardescion war. Das Schlurfen und der Schwarzmagier wurden von einer Welle der Erleuchtung der Fackeln begleitet. Immer wenn der Schwarzmagier an die Fackeln näher trat, begann diese sich wie von Geisterhand zu entzünden und hinter ihm wieder zu erlöschen.
Ardescion war schon seit dem Morgengrauen unterwegs durch die Gänge des Kastells auf der Suche, nach einem geeigneten Objekt, welches sich möglicherweise Lehrmeister nannte und ihm die Kunst des bewaffneten Kampfes näher bringen könnte, wenn er denn Zeit dazu hatte. Wieder einmal begleitete ihn sein weißer Hund und treuer Freund Athol, der schon den ganzen Tag schwanzwedelnd neben ihm herlief. Warum er nun nicht aufhörte mit dem Schwanz zu wedeln, wo nun gerade die Stimmung des Magiers mehr als schlecht war, war Ardescion ein Rätsel. Vielleicht war das die Beschäftigungstherapie des Hundes und in Wirklichkeit sollte es einfach dessen Langeweile überdecken.
Gedankenverloren und mit abwesendem Blick fand die Hand des schlecht Gelaunten den Kopf des Hundes und begann dieses zu tätscheln. Das konnte man nun die Beschäftigungstherapie des Menschen nennen.
Einen Moment später blieb Ardescion stehen und blickte an die Wand. Er musste einfach neue Kraft schöpfen und Ausnahmsweise einmal nicht nur in den Gängen, sondern an den Orten die öfters besucht waren, suchen, vielleicht würde er dort jemanden geeignetes finden. Oder er fragte einfach einen Dämon, die einfache und für Schwarzmagier geeignetere Variante, doch er hatte sich am Anfang des Tages gedacht, man könnte doch auch einmal etwas selber machen. Eigene Initiative ergreifen, das Pascha-Dasein über Boort werfen, um sich am Ende des Tages darüber freuen zu könne, etwas Bedeutendes geschafft zu haben. Doch der Suchende entschied sich beim „an die Wand blicken“ für eine vollkommen anderes Variante: Er gab das Suchen für heute auf, setzte es Morgen fort und begab sich zu Entspannung in den Innenhof, um den Sonnenuntergang betrachten zu können.
Es dauerte nicht lange, da erreichte Ardescion den Innenhof und blickte sich um. Niemand war auf den ersten Blick zu sehen, doch als er sich zu Schlucht begab und sein Blick somit auf dein andere Seite der Esche fiel, erkannte er einen hohen Schwarzmagier, der gedankenverloren mit einem Stab spielte. Sollte sich das Rumlaufen am Ende doch noch ausgezahlt haben oder war es nur ein Mann, der einfach mal einen Stab in den Händen halten wollte. Doch vielleicht konnte auch Zweiteres ihm etwas beibringen, denn so schlecht sahen die Stabschwenkereien gar nicht aus. Es konnte aber auch an Ardescion mangelnder Beobachtungsgabe für solche Kampfarten und seiner Unwissenheit liegen, dass er es gut fand, dennoch ein Versuch war es wert. Also ging der Schwarzmagier, während sich sein Hund schon vor dem anderen Mann hingelegt hatte und begierig auf den Stab starrte, auf den hohen Schwarzmagier zu und erhob seine Stimme nach einem kurzen aber vernehmlichen Räuspern: „Magie zum Gruße, Kollege! Verzeiht die Störung, aber ich sah euch mit diesem Stab“, er deutete dabei auf den Stab in dessen Händen, „rumfuchteln und dachte mir dabei, dass ihr vielleicht etwas Ahnung vom Stabkampf habt und mir vielleicht die Ehre erweisen würdet, mich als euren Lehrling aufzunehmen.“

Rhonin
15.05.2005, 21:57
Gerade als Elfaire ansetzen wollte, seine Frage zu beantworten überkam Rhonin ein seltsames Gefühl. Seine Beine zogen ihn regelrecht von seinem Platz weg, raus aus der Küche in den Gang der zum Innenhof führte. Kurz bevor seine eigenständigen Füße die Küche verließen, schaffte der Rotschopf es noch, ein verlegenes "entschuldigt mein plötzliches Verschwinden, Elfaire" über die Lippen zu bringen, ehe seine Beine stur den Weg fortsetzen.
Nach wenigen Augenblicken durchschritt er den steinernen Torbogen und befand sich schließlich im Innenhof.

Na super, ganz toll ihr beiden. Und was soll ich jetzt bitte schön hier? Hier ist nichts und niemand. Wenn Elfaire jetzt böse auf mich ist, dann könnt ihr was erleben. schimpfte er mit seinen Beinen.
Sprach er da gerade wirklich mit seinen eigenen Beinen??? Wie tief war er schon gesunken, dass er anfing mit sich selbst zu sprechen, allem voran mit seinen Beinen.

Der Mond stand hoch am Himmelszelt und sein silbriger Schein verlieh dem Innenhof einen fantastischen Anblick. Hier und dort schimmerte es, doch ansonsten war der Innenhof in ein angenehmes silbernes Licht getaucht.
Neben dem Mond schienen all die vielen, unzählbaren Sternen. Bei weitem nicht so hell wie der Mond, doch einige fielen einem durch ihr intensives Leuchten sofort in die Augen.
Langsam schweifte sein Blick vom Himmelszelt ab und glitt zu der alten Esche. Er rieb sich die Augen, den was er sah wollte er zuerst nicht glauben. Winzige, leuchtende Pünktchen schwirrten im Geäst und um die Krone des alten Baumes herum. Es waren kleine Tiere die so leuchteten, so genannte Glühwürmchen. Erst die Umrisse zweier Gestalteb unter dem Baum erweckten seine Aufmerksamkeit. Er versuchte zu erkennen, wer sich dort unter dem Baume aufhielt, doch war er zu weit entfernt um dies zu bewerkstelligen. So beschloss er, sich den beiden Schatten zu nähern.
Nachdem er bereits einige Schritte auf die alte Esche zugegangen war, erkannte er die Robe eines Schwarzmagiers und die eines hohen Schwarzmagiers.
Ein Moment mal, diese Robe kenn ich doch! murmelte er leise.
Er ging noch ein paar Schritte den Baum zu und sagte nun in einem etwas lauterem Tonfall:
Seit ihr es Meister Ferrigan?

Farin
15.05.2005, 21:57
Farin war wieder auf dem Rückweg nach oben. Aber er war immer noch in den Kellergewölben des Kastells unterwegs. Er wollte eigentlich noch etwas hier unten bleiben, und die Gewölbe erforschen, aber er musste wieder nach oben um etwas zu essen, und ein wenig zu schlafen. Danach würde es ihn vielleicht wieder hier her ziehen.
Es war erstaunlich, was es hier unten alles zu sehen gab, und Farin hatte bestimmt noch nicht mal annähernd alles gesehen, was es hier zu bestaunen gab. Die alten Labore, die es hier gab, aber auch andere Räume, die scheinbar leer waren. bei dem meisten wusste er nicht einmal wofür es war.

Ihm waren noch ein paar Spinnen aus Räumen entgegengekommen, aber diese hatten danach garantiert keine Chance mehr gehabt irgendwo irgendein Netzt zu spinnen.

Am Abend kam er dann wieder nach oben. Er war wieder einmal lebend aus den gefährlichen Gefilden zurückgekehrt. Aber nun musste er seinen Magen erst einmal füllen. Danach schnell ins Bett gehen, und dann morgen versuchen die Schriftrolle abzuschreiben. Das war sein Plan für den Rest des Tages. Oder den Rest der Nacht?

Fargas Ferrigan
15.05.2005, 22:24
Tja, da hatte er nun vorgehabt heute mal wieder irgendetwas zu unternehmen…und nun saß er doch nur unter der Esche und verlor sich in seinen Gedanken…
Erst als jemand ihn ansprach, kehrte er von seiner Fantasiereise zurück – schneller als ihm lieb war, sodass er im ersten Moment etwas verwirrt nur nach vorn starrte, während sein Stab nunmehr ruhig in der Rechten lag.
Dann folgten ein kurzes Kläffen und ein heftiger Ruck an seinem Stab, was nun vollends seine Aufmerksamkeit forderte.

„Hey, lass das gefälligst.“ schnauzte er den Köter vor seinen Füßen an und riss den Stab konsequent fort. „Sonst darfst du gleich mit einer Blutfliege Fange spielen!“
Nachdem dieses Problem nun gelöst war – von einem leisen Knurren abgesehen – wandte er sich dem vermutlichen Besitzer dieses Problems zu. Kurz musterte er den Schwarzmagier, der ihm gegenüber stand. Eigentlich versuchte er nur sich ins Gedächtnis zu rufen, was der Kerl vor ihm gerade noch gesagt hatte. Aber das war ihm inzwischen auch wieder eingefallen, womit die ganze Sache auch recht überflüssig wurde.
„Ich könnte Euch sicherlich diese Ehre erweisen, aber was haltet Ihr davon, wenn Ihr mir erst einmal die Ehre erweist, mir euren Namen zu-“
„Seit Ihr es Meister Ferrigan?“ hörte er bereits eine weitere Stimme, die wohl zu jener Person gehörte, die sich da in seinem Augenwinkel auf sie zu bewegte.
„Ach ja…der Innenhof…die immergrüne Esche…ein Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit…“ seufzte er und sprach mehr zu sich selbst als zu den anderen beiden – dreien, wenn man den Köter mitzählen wollte. Dann wandte er sich mit lauterer Stimme dem Neuling in dieser Szenerie zu: „Rhonin, schön dich mal wieder zu sehen. Was treibt dich hier her? Ach ja, darf ich vorstellen. Rhonin, Schwarzmagier wie Ihr es wohl ebenfalls seid.“ Nun wieder an das Hunde-Herrchen gewandt. „Und wie war noch gleich euer Name?“

Rhonin
15.05.2005, 22:45
Er hatte sich tatsächlich nicht geirrt. In den Schatten der Esche versteckt stand dort Fargas Ferrigan, hoher Schwarzmagier in begleitung eines Hundes und einem Rhonin unbekannten Schwarzmagier. Anscheinend kannte Fargas ihn auch nicht, den er fragte nach seinen Namen, als er Rhonin begrüßt und vorgestellt hatte.
Der unbekannte Schwarzmagier stellte sich als `Ardescion` vor. Rhonin wusste zwar nicht, was Ardescion von Fargas wollte, aber anscheinend hatte es irgendwas mit Stäben zu tun. Stäbe......Kampfstäbe, sowas in der Richtung besaß Rhonin ebenfalls. Sein Blick wanderte zu Fargas linken Hand. Sein Hand umklammerten einen einfachen Stab aus Holz. Von Rhonins Standpunkt aus, hatte er keine unregelmäßigkeiten und schien recht gut in der Hand zu legen.
Rhonins eigene Hand wanderte zu seinem eigenem Stab, den er unter seinem Mantel der seine Robe bedeckte stets griffbereit hielt. Das Aussehen gefiel ihm wirklich nicht von dem, was er sein eigenen Stab nannte. Er musste ihn dringend nochmal verändern.

Was mich hier her treibt? Ich weiß es selber nicht, meine Beine brachten mich hier in den Innenhof. Ich hatte keinerlei kontrolle mehr über sie. Hoffentlich ist Elfaire deswegen nicht sauer auf mich. Aber was soll`s. Anscheinend haben mich meine Beine nicht umsonst hier her getragen. ich sehe, hier gehts um Stäbe. Worum genau, wenn mir die Frage erlaubt ist Meister Ferrigan?

Fargas Ferrigan
15.05.2005, 23:27
Fargas beobachtete, wie Rhonin kurz einen Blick auf einen Stab warf, der unter seinem Mantel verborgen lag. Ein nicht geringer Anteil an Missfallen lag in seinem Gesichtsausdruck, bevor der Mantel den Stab wieder einhüllte. Dennoch konnte auch er selbst einen Blick auf die verborgene Waffe werfen und musste dessen Besitzer stillschweigend zustimmen. Wirklich berauschend sah das Ding nicht aus. Besonders das metallene Ende samt eingelassenem Stein schien ihm zumindest für das ungeeignet, was er dachte, das Rhonin als auch Ardescion, wie der Schwarzmagier sich vorgestellt hatte, von ihm wollten. Besser gesagt von Ardescion wusste er es ja schon.

„Worum es geht?“ wiederholte Fargas die gestellte Frage und setzte dabei einen blick auf, der sagen wollte: Als ob das nicht offensichtlich wäre. Und vermutlich war es das auch. Immerhin hatte Rhonin ja schon ganz richtig erkannt, dass es um Stäbe ging. Und worüber sollte man an Stäben denn schon groß Reden schwingen? „Ardescion möchte den Stabkampf erlernen. Willst du es ihm gleich tun?“
„Oh, sehr gern sogar, Meister Ferrigan!“ lautete die prompte Antwort des Schwarzmagiers, während Fargas einen kurzen Blick in den Nachthimmel wagte. Rhonin schien noch eine Vielzahl von Ausschweifungen anbringen zu wollen, aber diese Belanglosigkeiten – Fargas musste, als er später auf seinem Zimmer saß, über dieses Wort schmunzeln, erinnerte es ihn doch stark an den Alten und Weisen, oft auch schlicht Barrin genannt – wurden im Keim erstickt.
„Sehr gut. Aber dies ist weder der rechte Ort, noch die rechte Zeit. Morgen früh, vor dem Kastell. Dort ist eine kleine Wiese. Nicht zu übersehen. Dort werdet ihr mich finden. Und bringt wenn möglich einen Kampfstab mit.“
Ardescion erwiderte jedoch sogleich, dass er leider keinen besitze, Rhonin bestätigte den Besitz eines solchen.
„Gut, dann werde ich wohl morgen einen Übungsstab für dich mitbringen.“ Und in diesem Augenblick war er froh, die letzten Tage unter anderem mit dem Schnitzen weiterer Stäbe verbracht zu haben. „Und ich hoffe, dass du einen anderen Stab als den unter deinem Mantel hast. Mit dem dürftest du reichlich Probleme kriegen. Nicht ausbalanciert, verstehst du?“ Er ließ für einen Augenblick den Stab wie eine Waage auf seiner Fingerspitze ruhen, um das Gesagte zu verdeutlichen. Rhonins Blick reichte vollkommen aus. „Na gut. Dann wird ich morgen am Besten zwei Stäbe mitbringen, was? Aber für heute verabschiede ich mich. Gute Nacht, meine Herren.“

Rhonin
15.05.2005, 23:56
Meister Ferrigan bot ihm tatsächlich an, bei ihm den Stabkampf zu erlernen. Dankbar nahm er das Angebot an und nach einer kurzen Einweisung verließ Meister Ferrigan die beiden und ließ sie im Innenhof zurück.
Doch auch Rhonin hatte was besseres zu tun, als hier die ganze Nacht noch im Innenhof sinnlos rumzustehen. Ebenso wie Meister Ferrigan verabschiedete er sich ebenfalls von Ardescion und verließ nun schnellen Schrittes den Innenhof.
Er schritt wieder durch den steinernen Torbogen und folgte dem Gang. Als er an der Küche vorbei kam, fragte er sich ob Elfaire immer noch an ihrem Platz saß und auf ihn wartete. Vorsichtig und so leise wie möglich öffnete er die Tür einen Spalt breit und lugte in die Küche. Ein leises schnarchen drang an seine Ohren und tatsächlich sah er, wie Elfaire an ihrem Platz eingeschlafen war. Er schloss die Tür wieder lautlos und ging weiter die Gänge entlang, bis er schließlich die Treppe in den ersten Stock hinaufsteig und sich in diesem wiederfand.
Er nahm den Gang der nach links führte und ging diesen lange entlang. Nach einer recht langen Zeitspanne hielt er vor einer Tür inne. Langsam öffnete er diese und trat in das dahinter liegende Gemach ein. Leise schloss er die Tür hinter sich und ließ sich auf sein Bett fallen. Er fasste sich mit beiden Händen an den Kopf und ließ den Tag nochmal in seinen Gedanken revue passieren.
Nachdem er dies beendet hatte, legte er seinen Mantel, seine Robe und alle darunter liegenden Kleidungsstücke ab und schlüpfte in seine Nachtgarderobe. Nun ging er zu den beiden Sesseln die sich vor dem Kamin befanden und ließ sich auf einen der beiden nieder. Das Kaminfeuer, das beim betreten des Raumes wie von geisterhand entzündet wurde, loderte munter vor sich her und wärmte neben dem gesamten Gemach auch Rhonins Körper. Obwohl er eben noch in dicker Kleidung gehüllt war, fröstelte es ihm ein wenig. Jemandem mit dem man hätte sprechen können, wäre bestimmt eine interessante Abendunterhaltung gewesen. Doch wie so oft verbrachte er auch diese Nacht einsam und allein. Aus dem nichts erschien plötzlich auf dem kleinen Tisch zwischen den beiden Sesseln eine Kanne Rotwein und eine Karaffe. Vorsichtig schüttete Rhonin die Karaffe mit dem süßen, roten Traubensaft voll und nahm einen Schluck zu sich. Sein Blick galt dem frohen Farbenspiel des Kaminfeuers, während seine Gedanken ihren Lauf gingen.

Rhonin
16.05.2005, 13:31
Die ganze Nacht saß Rhonin in dem Sessel vor dem Kamin in seinem Gemach. Ab und an nahm er einen Schluck Rotwein aus der Karaffe zu sich.
Sein Stab lag vor ihm auf seinen Schoß. Wie konnte man das Gleichgewichtsverhältniss nur zur Perfektion bringen? Momentan war es unmöglich den Stab auf einem Finger im Gelichgewicht zu halten. Immer fiel er entweder nach rechts oder nach links zu Boden.
Ehe er sich versah, ertönte weit weit in der Ferne das Krähen eines Hahnes. Gleich würden die ersten Sonnenstrahlen hinter den Bergspitzen erscheinen und das Land aus seinem nächtlichen Schlummer erwachen lassen.
Rhonin stellte die Karaffe auf den Tisch und sofort verschwanden die Karaffe und die stets gefüllte Kanne.
Da es nun mit dem Stabkampftraining beginnen würde, wechselte er innerhalb von kurzen Augenblicken die Kluft und eilte aus seinem Gemach heraus, nachdem er seinen Stab unter seinem Mantel befestigt hatte.
Er rannte regelrecht die Treppe runter, wobei er in der Eingangshalle beinahe Ardescion umgerannt hätte.

Guten Morgen, Ardescion. Ich denke, Meister Ferrigan wartet schon auf uns. Wir sollten uns beeilen.

Schnellen Schrittes durchquerte das Duo die Eingangshalle und durchschritt schließlich und endlich das Eingangstor hinaus in die Natur.