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View Full Version : Bücher ÜBER das Schreiben



zyklop
02.04.2005, 21:50
Durch eine nette Einladung bin ich auf diesen Winkel des Forums gestoßen... ;)

Und wo ich schon mal hier bin, würde mich interessieren, wer von euch Bücher über das Schreiben liest und welche ? Das sogenannte "Creative Writing" wird ja in Deutschland immer noch recht stiefmütterlich behandelt und gilt an Fachhochschule oder Unis als "Amateursport". Da ist es eigentlich kein Wunder, das das ehemalige Volk der "Dichter und Denker" immer mehr zu reinen Konsumenten von Bestsellern aus Übersee degeneriert und die eigene Kreativität auf diesem Sektor immer mehr ins Hintertreffen gerät. In den USA gibt es praktisch keine Universität, die nicht auch einen Lehrstuhl für creative writing hätte.
Dabei ist es durchaus keine Hexerei, Bücher zu schreiben. Aber wie bei allem, so gehört auch zum Schreiben ein gesundes Basiswissen. Bereits einige wenige elementare Grundlagen über Spannungsbögen, Charakterbeschreibungen, Dialogregie und die wichtigsten Grundmuster jedes guten Plots (z.B. das Muster der "Reise") reichen aus, um kurzweilige Geschichten zu entwickeln. Und in den letzten Jahren sind auch immer mehr gute Bücher in deutscher Übersetzung auf den Markt gekommen, die dieses Basiswissen vermitteln, vor allem aus dem Autorenhaus-Verlag und dem Verlag Zweitausendeins.

Ich selbst lese u.a. gerade "Romane und Kurzgeschichten schreiben" von Alexander Steele. Viele "Klassiker" dieses Fachbereichs wie die Bücher von Sol Stein, Lajos Egri, James N. Frey oder Robert Bahr stehen in meiner Bibliothek an prominenter Stelle. Zwei der besten Bücher überhaupt zu diesem Thema sind "Writing to the Bones" (ich hab´s in Englisch, mittlerweile ist es aber auch in deutsch unter dem Titel "Schreiben in Cafes" erschienen) und das geniale Werk "Schreiben wie gemalt" von Rebecca McClanahan. Wer einmal dieses Buch aufmerksam gelesen hat, wird nie wieder platte, stereotype Beschreibungen zu Papier bringen. Denn neben einer lebendigen Dialogregie sind realistische, fast schon greifbare Beschreibungen von Personen, Orten, Gegenständen oder Emotionen das Salz in der Suppe. Besonders für letzteres gilt das. Denn wie sagte einmal ein kluger Schriftsteller: Schreibe nicht über Gefühle, sondern zeige sie dem Leser, so das er sie am eigenen Leibe erfährt. Das ist das ganze Geheimnis...

Wie gesagt, würde mich interessieren, ob jemand von euch auch solche "Fachbücher" auch ab und zu liest, und wenn ja, welche ?

bg2408
02.04.2005, 22:48
Ich möchte mich kurz fassen: Letztendlich halte ich von diesen Büchern extrem wenig. Das ist so, als würde man ein Buch über das Malen lesen, und dann glauben, man könnte Van Gogh Konkurrenz machen. Das funktioniert nicht. Es gibt nur einen Weg, einen eigenständigen und guten Schreibstil zu entwickeln: Übung. Übung, Übung, Übung.

Die Übermacht des englischsprachigen Raumes liegt auch darin begründet, daß er erstens an Autoren größer, zweitens an Leserschaft wesentlich größer ist - und sich weniger Leute an Dogmen aus anderen Sprachen halten. Ganz sicher nicht am Creative Writing - wer das betreibt, schreibt ohne Visionen, meist durch äußere Faktoren motiviert, hält sich meist an die Dogmen - und heraus kommt Standardware, entsprechend der Schablonen geschrieben. Keins der wirklich großen und erfolgreichen literarischen Werke (und ich meine jetzt nicht deutsche Langeweile) wäre entstanden, wenn die Erschaffer Kurse im "Creative Writing" belegt hätten.

Talent bedeutet Lust am Schreiben, und Schreiben lernt man nur durch das Schreiben selbst.

Was ich damit sagen will: Man erlangt durch Bücher über das Schreiben theoretisches Wissen (welches zudem nicht dogmatisiert werden darf, was leider sehr viele tun), aber kein praktisches. Und das ist das wahrhaft wichtige.

zyklop
02.04.2005, 23:11
Das sehe ich ganz anders. Auch ein daVinci ist bei einem anderen in die Lehre gegangen und hat dort sein "Handwerkszeug" gelernt, bevor er selbst zu solch kreativen Glanzstücken wie der Mona Lisa befähigt war.
Beim Schreiben ist es ähnlich. Natürlich gehört Übung zu den wichtigsten Voraussetzungen . Nur das gilt für praktisch jedes "Handwerk". Doch alle Übung nützt herzlich wenig, wenn du nicht auch das erforderliche Grundwissen besitzt.
Kreativität, Inspiration, nenn es , wie du willst. All das ist nötig, um herausragende Literatur zu erschaffen, doch dahin kommt man nicht "von Null auf Hundert".
Auch ein James Joyce (Ullysses) hat vorher viel für den Papierkorb produziert. Ich finde es gut, das heutzutage interessierten Schreib-Anfängern die elementaren Grundbegriffe vermittelt werden. Warum das Rad ständig neu erfinden, wenn mein Ziel der Bau eines ganzen Wagens ist...
Und außerdem liest man mit dem Wissen der grundsätzlichen "Mechanismen" auch plötzlich ganz anders, man lernt quasi beim Lesen, Techniken zu analysieren. Ebenfalls sehr hilfreich.

bg2408
02.04.2005, 23:31
Kreativität, Inspiration, nenn es , wie du willst. All das ist nötig, um herausragende Literatur zu erschaffen, doch dahin kommt man nicht "von Null auf Hundert".
Genau das wird von Schreibanleitungen bedroht. Es werden Dogmen errichtet, die meist unreflektiert übernommen werden. Es werden Stiltips gegeben, die in der deutschen Sprache teils gar nicht funktionieren. Es werden Schablonen vorgegeben. Ein "Creative Writer" muß über das, was er gelernt hat, herauswachsen. Schreiben ist kein Autobau. Man muß einen eigenen Weg finden, denn nur der ist es wert geschrieben zu werden. Im Autobau geht es darum, daß ein Auto genauso aussieht wie das nächste, Fließbandarbeit. Wir brauchen keinen zweiten Hohlbein, King oder Konsorten.

Ich lese schon eine ganze Weile Geschichten, und schreibe selbst noch viel länger. Am Anfang war ich von vielen Geschichten mit offensichtlichen Mängeln einfach nur genervt und habe selbst einen kleinen Guide mit wichtigen Punkten zusammengestellt. Irgendwann habe ich aber gemerkt, daß der nicht hilft. Konkretes Feedback hilft, Selbstreflexion der Autoren hilft, dadurch wachsen sie. Auch "kreative Writer" lernte ich viele kennen, und keiner von ihnen wuchs. Drei, vier Geschichten - danach traten sie auf der Stelle.

Man kann aus den Fehlern und Erfolgen anderer lernen, sollte das aber nicht durch Sekundärliteratur aufbereiten lassen. In dem Moment muß man nämlich extrem auf der Hut sein, nicht unreflektiert Dogmen anzuhäufen, die möglicherweise Unsinn sind.

zyklop
03.04.2005, 00:44
Zitat: Ein "Creative Writer" muß über das, was er gelernt hat, herauswachsen. Schreiben ist kein Autobau. Man muß einen eigenen Weg finden, denn nur der ist es wert geschrieben zu werden.

Nun, damit bestätigst du meine These vom Sinn und Zweck solcher Literatur. Es geht natürlich nicht darum, eine allgemein gültige, immerwährende A-Z Anleitung zu bekommen. Vielmehr erhält man wertvolle Hinweise zu Aufbau und Struktur eines guten Textes. Was man daraus macht, inwieweit man darauf aufbauend sich selbst weiterentwickelt und einen eigenen Stil erarbeitet, das hängt von jedem selbst ab.
Ob du dich irgendwelchen Dogmen beugst, oder sie bewußt ignorierst, ist letztendlich allein deine Sache. Bücher über das kreative Schreiben dafür verantwortlich zu machen, finde ich etwas zu simpel.
Ich selbst lese, seit ich eine Taschenlampe bedienen kann (also seit schlappen 35 Jahren) und zu schreiben angefangen habe ich vor etwa 6-7 Jahren. Und ich muss sagen, das einige (nicht alle) Bücher zum Thema mir gerade am Anfang enorm geholfen haben. Solche Bücher liest man meiner Meinung nach auch nicht von Anfang bis Ende in einem Rutsch, sondern eher sporadisch, um sich Anregungen zu holen, oder den eigenen literarischen Möglichkeiten neue Impulse zu geben.

Bei deiner Meinung zu Hohlbein muss ich dir leider Recht geben, das ist keine Literatur, sondern fließbandmäßiger 08/15 Output ohne Qualitätssicherung... :-)
Bei King urteile ich da schon differenzierter, einige seiner frühen Sachen sind durchaus kreativ und lesenswert. Leider konnte er dieses Niveau nicht durchhalten.

Theron
03.04.2005, 11:36
@zyklop
Also jetzt kann ich nicht umher, mich einmal zu deiner Schreibweise und der darin zu lesenden Meinung, dein Denken, und nicht zuletzt deine Art wie du über bestimmte dinge denkst, zu äußern.

Auch hier, um nicht zu sagen, genau dieser Thematik mich inspiriert, dir einen Gruß zu senden, da es mich schon recht erstaut.
Ich habe bis dato sehr selten einen User/in getroffen, bei dem ich mich so sehr wiederfinde.

Toppic:

Auch ich beschäftige mich, wenn man so will, mit der Anregung einer Schreibweise, einen Stil sich anzueignen, den ich entweder vom hören, vom lesen in Büchern, Foren, Film und Fernsehen, Unterhaltungen unterschiedlichster Gesellschaftlicher Schichten, mir zueigen mache, um daraus meinen eigenen Stil zu finden. Ob dies jemals mir gelingt zu sagen, "So, ich habe ihn gefunden, so werde ich Schreiben" weis ich nicht. Wird wohl noch eine weile auf sich warten lassen.

PS: An dieser stelle möchte ich mich zu einem Punkt outen! Ich schreibe oft bewusst, ähm..... nein, ich lasse es doch lieber!

Darnoc
03.04.2005, 12:04
Ich habe noch nie ein Buch über das Schreiben gelesen, noch habe ich jemals einen Kurs dazu besucht. Ich habe ganz einfach beschlossen, zu schreiben. Also sass ich hin und schrieb. Und schrieb. Und schrieb.

Mit der Zeit wurde ich besser, denn Übung macht den Meister. Auch las ich viel und lernte von den anderen Schriftstellern.

Was braucht es also, damit man schreiben kann? Talent und Kreativität sind der Anfang. Doch dann braucht es vor allem Ausdauer und Geduld. Man muss üben, üben und noch einmal üben. Und dann muss man auch unglaublich viel lesen, alles was einem in die Finger kommt. Sogar wenn man es langweilig findet. Aus den gelesenen Büchern muss man lernen, man muss sie analysieren und dann das gelernte anwenden. Auch eine gute Idee ist es, alles aufzubewahren, was man so geschrieben hat. So kann man den eigenen Fortschritt beobachten.

Es ist nicht eine gute Idee, jemanden kopieren zu wollen. Man muss seinen eigenen Stil finden. Und dieser Stil muss aus dem Herzen kommen. Schlussendlich kommt alle Kunst aus dem Herzen. Natürlich gibt es einen Haufen Schriftsteller, welche nicht aus dem Herzen schreiben, die alleine wegen dem Stil schreiben. Aber das sind meistens die langweiligsten und schlechtesten (nicht vom Stil her, wohlgemerkt, darin sind diese Leute Meister) Bücher. Bedauerlicherweise nennt man die Werke solcher Langweiler oftmals "Literatur". Meiner Meinung nach haben aber diese Leute das gar nicht verdient.

Fighting Faith
03.04.2005, 13:35
Also ich habe mir (auf Idee von Superluemmel, danke nochmal) von Sol Stein "Über das Schreiben" bestellt, das Buch sollte endlich bald ankommen, musste leider nachgedruckt werden. Ebenso habe ich noch vor mir einige weitere Bücher zu kaufen, wie z.B. "Raum zum Schreiben - Creative Writing in 200 genialen Lektionen" von Bonni Goldberg und "Von der Kunst des Schreibens" von Julia Cameron. Ich tue dies aber nicht, weil ich mit ihnen das Schreiben lernen will, sondern weil ich mal die Ansicht der Schreiber dieser Werke kennenlernen will und mir vielleicht den einen oder anderen Tipp rauszulesen.

Ich denke schreiben lernt man nur durch Erfahrungen und lesen. Nur jemand der selbst gerne schreibt und auch mal etwas mehr kann es "lernen", auch wenn sicherlich ein Teil der natürlichen Begabung (wie beim Zeichnen) dazu gehört. Nach einer gewissen Zeit bekommt man seinen eigenen Stiel, denn zu Beginn ist man doch meist durch die Schreibe anderer geprägt, manchmal auch noch viel viel länger.

Ich bin z.B. hier im WoG Rollenspiel seit 2 Jahren und 2 Tagen und ich muss sagen, durch die Leute die ich da kennen gelernt habe ( um einige zu nennen wären es Ceyx, Tuan, Superluemmel, aPe ... ) hat sich meine Art zu schreiben doch immer wieder etwas verändert, gerade bei Menschen deren Art mir sehr gefällt hole ich mir doch mal die eine oder andere Idee um sie dann auf meine Art zu entwickeln, ich denke auch nur durch diese "Diebstähle" kann man etwas neues lernen, etwas, auf das man alleine nie gekommen wäre , doch am Ende hat doch jeder seinen eigenen Weg, das Schreiben zu lernen, zu betreiben oder sich darin fortzubilden.

zyklop
03.04.2005, 14:37
@Theron
Du weisst doch, wie fies es ist, einen Halbsatz zu beginnen, und dann mittendrin inne zu halten und die Leser "in der Luft hängen zu lassen", oder... :)

@Darnoc
Die Methode, einfach mit dem Schreiben anzufangen, ist zugegeben immer noch die beste. Aber irgend wann kommt man an einen Punkt (zumindest ging es mir so), da möchte man mehr erfahren von den Techniken und Mechanismen, um bestimmte Wirkungen beim Leser zu erzielen. Das klingt vielleicht furchtbar technokratisch, ist aber in Wahrheit einfach nur das Verlangen, alles nur mögliche über eine Kunst zu erfahren, die man selbst (wie amateurhaft auch immer) ausübt. Das hat nichts mit "Kopieren" zu tun, Bücher über "creative writing" (zumindest die guten) geben keine Schritt-für-Schritt Anleitung. Sie decken einfach nur teilweise jahrhunderte alte Techniken und Stilmittel auf und verdeutlichen sie dem interessierten Leser. Was der dann mit diesem Wissen anfängt, ist ganz allein ihm selbst überlassen.

@fighting_faith
Nur wer (möglichst früh) die Liebe zum Lesen entdeckt, wird irgendwann auch in der Lage sein, selbst Texte zu Papier zu bringen. Da gebe ich dir voll und ganz Recht. Ich kenne niemanden, dem nicht ab und zu Geschichten oder skuriele Ideen im Kopf herumspuken. Doch die allermeisten trauen sich nicht, diese auch in Form von geschriebenen Worten zu konservieren, sei es aus Zeitmangel, Zweifel am eigenen Talent oder ganz einfach, weil die grundlegenden Stilmittel fehlen. An letzterem Punkt setzen die genannten Bücher ein, indem sie dem Schreibenden vor Augen führen, mit welchen Mitteln andere Schriftsteller ihre Texte realisieren.
Professionelle Autoren und Dozenten wie Sol Stein, Lajos Egri (sehr zu empfehlen) oder Julia Cameron verraten nichts weiter als elementares Handwerkszeug. Ohne ein wenig Talent, Ausdauer, Entschlossenheit und sehr viel Übung wird niemand auch mit noch so guten Anleitungen oder Ratgebern ein vernünftiges Buch zu Stande bringen.

Das Buch von Bonni Goldberg habe ich auch, allerdings hat es mir persönlich nicht so gut gefallen. Die sgn. Lektionen beschränken sich auf je 1-2 Seiten eher allgemein gehaltene Tips zum jeweiligen Thema. Die Bücher von Sol Stein dagegen kann ich wärmstens empfehlen, auch das zweite (Aufzucht und Pflege eines Romans), das inhaltlich auf dem ersten aufbaut und vieles vertieft.
Übrigens gibt es auch eine Software von ihm, die Anfängern zumindest ein erstes Gefühl vermittelt, wie man strukturiert Geschichten schreibt, Plots entwickelt und Charaktere zum Leben erweckt.
Ich persönlich nutze u.a. eine wunderbare Software von einem englischen Verlag, Anthemion Writer´s Cafe. Wer viel schreibt, kennt das Problem, mit Unmengen kleiner Kärtchen zu hantieren, die man je nach Bedarf beschriftet hat und mit denen man immer neue Plotstrukturen simuliert. Viele Autoren arbeiten so. Diese teils gigantische Pinwand mit unzähligen Kärtchen und Verknüpfungen wird durch diese Software virtuell simuliert. Das ermöglicht vielfache Spielereien mit Handlungsabläufen, Kapiteln, Personen, etc., ohne gleich einen ganzen Fussboden zupflastern zu müssen. Meiner Meinung nach eine echte Hilfe. Darauf gekommen bin ich durch einen Tip von Frank Schätzing.
Außerdem nutze ich eine umfangreiche Thesaurus-Software namens "Wortschatz", die in Word eingebunden dem Autor einen unglaublichen Fundus an Wortverwandtschaften und Assoziationen bietet. Sehr nützlich.

Theron
03.04.2005, 18:41
OT:

@zyklop
...bewusst je nachdem was die Thematik vorgibt, naiv, Wissend, intellektuell angehaucht, vordergründig Meinungen beiseiteschiebend , hier und da aggressiv, aber selten den User darstellend, der ich wirklich bin! Ziel des ganzen ist, Reaktionen hervorzuheben aus denen ich Erfahrungen sammle.
Ich hoffe, dass dieser Offenbarungseid meiner Wenigkeit nicht zu oft gelesen wird. ;)

zyklop
03.04.2005, 18:53
OT:

@zyklop
...bewusst je nachdem was die Thematik vorgibt, naiv, Wissend, intellektuell angehaucht, vordergründig Meinungen beiseiteschiebend , hier und da aggressiv, aber selten den User darstellend, der ich wirklich bin! Ziel des ganzen ist, Reaktionen hervorzuheben aus denen ich Erfahrungen sammle.
Ich hoffe, dass dieser Offenbarungseid meiner Wenigkeit nicht zu oft gelesen wird. ;)

Also ich werd´s nicht weitererzählen, versprochen... ;)

one-cool
03.04.2005, 19:03
@zyklop
...bewusst je nachdem was die Thematik vorgibt, naiv, Wissend, intellektuell angehaucht, vordergründig Meinungen beiseiteschiebend , hier und da aggressiv, aber selten den User darstellend, der ich wirklich bin! Ziel des ganzen ist, Reaktionen hervorzuheben aus denen ich Erfahrungen sammle.
Ich hoffe, dass dieser Offenbarungseid meiner Wenigkeit nicht zu oft gelesen wird. ;)
Hatten wir das nicht schonmal?
du bist mir manchmal etwas zu wissbegierig ;).

@Creative schreiben: Ich fnide, durch das Lesen von Büchern an sich, kann man sich genügend abschauen, um besser schreiben zu können.
Ein wenig Übung dazu, (und noch etwas Übung) und das ganze wird mit der Zeit besser.

Man hat immer am Anfang etwas, an dem man sich orientiert, aebr mit der Zeit sollte man versuchen, sich davon loszueißen.

Theron
03.04.2005, 19:37
Sag mal, musst du den auch alles lesen? :rolleyes:

tztztz

one-cool
03.04.2005, 20:39
Sag mal, musst du den auch alles lesen? :rolleyes:

tztztz
Du solltest eigentlich wissen, dass ich mich auch für so ziemlich alles interessiere, weshalb ich eigentlich überall mitlese, sofern meine Zeit es mir zulässt.

ausserdem meinte ich, dass ich von dir gar nichts andere gewöhn bin, selbst diese offene Aussage überrascht mich nicht :).

WormysQueue
05.04.2005, 15:26
Um nochmal zum Thema zurückzukommen, ich glaube, dass es nicht zwingend wichtig ist, Bücher über das Schreiben zu lesen, auch wenn es für den Anfänger durchaus hilfreich sein kein, mal in Fachliteratur hineinzuschauen.

Was ich für viel wichtiger halte, ist dass man überhaupt liest, und zwar so viel wie möglich. Jedes Buch bietet einen unübertreffbaren Fundus an Regeln und Hinweisen, was funktioniert und was nicht, jedes Buch gibt dem werdenden Schreiber Anregungen, die den eigenen Stil weiterzuentwickeln helfen.

Wenn man am Anfang dabei abkupfert, stört das zunaechst gar nicht. Gesunde Selbstkritk vorausgesetzt, merkt man sehr schnell, was einem nuetzlich ist und was nicht, und was dem eigenen Stil eher schadet. Und aus der Verschmelzung verschiedener Stilrichtungen entsteht schnell etwas eigenes, originelles.

Der Versuch, von vorneherein einen eigenen Weg zu gehen, ist dagegen ebenso zum Scheitern verurteilt. Erstens ist man eh schon immer von Vorbildern beeinflusst, und zweitens ist man sehr schnell entmutigt, wenn man sich mit dieser Maxime an die Arbeit macht, und zu seinem Entsetzen feststellt, dass das in ähnlicher Form irgendwo schon mal vorgekommen ist. Mir ging es genau so am Anfang: Egal welche Idee ich hatte, mir fiel sehr schnell das Buch mit genauer Seitenangabe (;) ) ein, aus dem ich die Idee hatte. Das entmutigte mich so sehr,dass ich meine ersten Schreibversuche schnell wieder einstellte. Erst als ich mich von der Absicht löste, die Welt der Literatur neu zu erfinden, gelang es mir, Texte zu verfassen, die auch für andre von Interesse waren.

Kleine Anmerkung noch: nicht alle Buecher von Hohlbein sind Fliessbandware. Ich nenne mal "die Moorhexe" als Beispiel für ein durchaus lesenswertes Buch. Ähnliches gilt imo auch für die Kurzgeschichten von S.King. Also Vorsicht mit Pauschalurteilen, die treffen zumeist nicht zu .

und noch was: Goethe besuchte in seiner Jugend die Poetikvorlesungen und Stilübungen von Gellert (deutscher Philosoph und Schriftsteller), man kann also durchaus behaupten, dass er sich nicht zu gut war, Schreibtips anzunehmen. Und ich hoffe nicht, dass irgendjemand Goethe in die Kategorie "deutsche Langeweile" aufnehmen möchte^^.

Das allerwichtigste aber , und da gebe ich bg2408 recht : Schreiben, Schreiben, Schreiben