View Full Version : [Story]Unter Schwarzer Flagge
Unter Schwarzer Flagge
Eine Gothic Story von Volki
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Prolog
Willkommen Freunde der Abenteuer. Mein Name ist bedeutungslos, aber was ich zu erzählen habe wird euch bestimmt interessieren.
Also setzt euch auf meine Teppiche und lauscht der Geschichte eines einfachen Seemannes der viel erlebt hat.
Meine Geschichte spielt zu den goldenen Zeiten von Myrthana. In der Magischen Barriere von Khorinis schufteten die Gefangenen um das Erz abzubauen und der Krieg mit den Orks schien bald gewonnen zu sein.
Die Bürger waren Wohlhabend und der Handel blühte. Bis zum Masttop mit feinsten Waren beladene Handelsschiffe waren täglich zwischen dem Festland Myrthanas und der Insel Khorinis unterwegs.
Doch der Reichtum hatte auch Schattenseiten. Denn Piraten lauerten auf den weiten Meeren auf jeden Händler der Dumm genug war ohne Eskorte zu fahren. Doch die gefürchtesten Piraten auf den Meeren Myrthanas waren wohl die Männer von Käpt'n Dan. Sie waren der Schrecken der Meere. Eine verwegene Truppe von Draufgängern und Halunken. Auch ich gehörte zu ihnen. Ich hatte vor einem Jahr bei Dan Angeheuert. Zusammen mit meinem Freund Greg, der wie ich, jung und Abenteuerlustig war.
In den Verkommenen Tavernen der Hafenstädte erzählte man sich Geschichten über Dan.
Geschichten über sagenhafte Reichtümer die Dan bei den vielen Raubzügen unserer Bande erbeutet, und beiseite geschafft, haben soll.
Der Käpt'n persönlich soll diese Schätze auf einer fernen Insel vergraben, und die einzige Karte gut versteckt haben.
Wie gesagt, es sind eigentlich nur Geschichten von betrunkenen Gaunern in einer Taverne, und ich glaubte eigentlich nicht daran.
Aber bald sollte ich eines besseren belehrt werden.
Fortsetzung folgt...
Schreibt mir eure Meinung.
Kapitel 1: Auf Deck
Wir waren damals schon 2 Wochen auf See und fuhren mit vollen Segeln.
Unser Schiff war schnell und wir machten gute fahrt.
An Bord herrschte reges Treiben, denn jeder bereitete sich auf den bevorstehenden Überfall vor.
Auf Deck putzten die Männer ihre Krummsäbel und Enterschwerter. Unter Deck wurden unsere mächtigen Geschütze Durchgeladen. Es würde ein großer Tag mit reicher Beute werden, denn die Piraten waren hochmotiviert und zu allem bereit. Wir folgten unserem Käpt'n blind.
Oben hinter dem Steuerruder stand unser großer Anführer Dan. Sein blick war konzentriert nach vorn gerichtet und er schien alles zu überblicken was auf diesem alten Kahn passierte.
Ich erinnere mich noch genau an den alten Haudegen. Er war groß, schlank und Muskulös. Um den Kopf hatte er ein Tuch geschlungen, das aber nicht verhinderte das ihm seine schwarzen Haare ins Gesicht wehten.
Dan war ein echter Pirat, ein unbesiegbarer Kämpfer mit dem Krummschwert und ein würdiger Käpt'n. Ganz im gegensatz zu seinem unfähigen Sohn Francis, der Jammerlappen, Weichei und Landratte zugleich war.
Verdammt, ich haßte diesen Kerl und habe nie verstanden was mein Kumpel Greg an ihm fand.
Doch plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Als ich an Deck stand und die Salzige Meerluft einatmete, konnte ich am Himmel die ersten Möwen sehen. Darauf folgten auch sogleich die Magischen Worte:"Land in Sicht", schrie der Mann im Mastkorb aufgeregt.
Wir waren am Ziel und die Spannung an Bord war kaum noch auszuhalten.
Alle waren nervös und aufgeregt denn uns erwartete nicht nur eine große Schlacht, sondern auch Ruhm, Ehre und sehr viel Gold.
Der Sturm auf die Stadt konnte beginnen.
Fortsetzung folgt...
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Kapitel 2: Der Sturm beginnt
Inzwischen war es Abend geworden und ein kalter Wind fegte über das Deck unseres Schiffes. Im Schutz der Dunkelheit näherten wir uns der Stadt.
Ich atmete tief durch und versuchte die Angst vor der bevorstehenden Schlacht zu vergessen.
Die Kanoniere öffneten leise die Luken und brachten die Geschütze in Stellung.
Jetzt konnte man schon die schwarzen Umrisse der Stadt am Horizont erkennen. Es war eine kleine, arme und verwarloste Stadt und am Hafen standen hölzerne, von Salzwasser zerfressene, Lagerhäuser.
Was für ein Dreckloch. Unser Ziel war allerdings das obere Viertel der Stadt. Dort wohnten die reichen Überseehändler.
Alle machten sich bereit und Dan gab letzte Befehle. Greg und ich wurden Dan's Entertrupp zugeteilt. Wir sollten der Stoßtrupp sein, der ins obere Viertel vordringt und es für die Plünderung säubert.
Ein weiterer Entertrupp bestand aus Bones, Skip, Matt und Henry. Sie waren dafür verantwortlich den Hafen zu sichern.
Langsam stieg die Angst in mir auf, und als ich Greg ansah, merkte ich dass es ihm genauso erging. Aber Dan wirkte furchtlos und selbstsicher wie immer. Wir waren froh das wir zu seinem Trupp gehörten, auch wenn der Auftrag gefährlich war.
"Bereitmachen zum Entern !!!", brüllte Dan", nehmt keine Gefangenen und nehmt mit, was ihr tragen könnt.
Das war das Zeichen zum Angriff. Endlich ging es los.
Unsere Kanonen feuerten mit allem was wir hatten auf den Hafen.
Wachtürme fielen in sich zusammen, hölzerne Lagerhäuser explodierten oder gingen in Flammen auf, und wir gingen an Land.
Am Hafen angekommen zogen wir unsere Schwerter und stürmten voran. Immer in richtung des oberen Viertels. Um uns herum fielen Häuser krachend zusammen und aus den engen Seitengassen stürmten die Militzen auf uns zu.
"Lauft weiter", schrie Dan," Um die kümmert sich Henrys Trupp.
Daraufhin lief er weiter und wir folgten ihm. Immer weiter durch die zerstörten Straßen, bis wir endlich die Haupstraße erreichten.
Überall um uns herum wurde gekämpft. Militzen und Piraten fielen gleichermaßen, doch niemand war bereit aufzugeben.
Skip und Bones waren in einer Seitengasse in einen Kampf verwickelt worden und wehrten sich mit allen kräften. Immer wieder ging Bones Kriegsaxt auf die Militzen nieder, die schreiend zu Boden fielen.
Auf dem Marktplatz standen Henry und Matt Rücken an Rücken, umringt von einer ganzen Einheit Militzsoldaten. Die beiden wehrten sich so gut sie konnten, und viele Königstreue Soldaten verloren an diesem Tag ihr leben.
Wir versuchten immer noch, Angeführt von Dan, das obere Viertel zu erreichen, als plötzlich einige Soldaten auf uns zustürmten und ihre Schwerter zogen. Jetzt war es soweit. Greg zog sein Schwert und ging in Angriffshaltung. Jetzt konnte er dem Käpt'n beweisen was für ein großer Krieger er war. Aber zum Nachdenken blieb keine Zeit, denn schon standen sie vor uns. Dan erhob seine Waffe, und mit einem mächtigen Hieb seines Krummschwerts lichtete er die Reihen der Angreifer.
Greg und ich rückten näher zusammen und schlugen mit unseren Entermessern auf alles ein, was kein Pirat war.
Wir waren wie berauscht, und als alles vorbei war, waren unsere Rüstungen Blutverschmiert. Um uns herum war nichts als Blut, Rauch und Feuer. Mir wurde schlecht, aber wir mußten weiter.
Endlich erreichten wir erschöpft das obere Viertel und mir zitterten die Knie, und der Schweiß lief mir über die Stirn.
Die anderen Entertrupps waren inzwischen zu uns gestoßen und gemeinsam gingen wir auf den großen Platz.
Hier sah es ganz anders aus, als am heruntergekommenen Hafen.
Hier reihte sich ein großes zweistöckiges Haus an das andere. Jetzt brauchten wir nur noch die Schätze einsammeln.
Doch plötzlich stürmte eine große Gruppe von Paladinen aus dem Prunkvollen Rathhaus und umringte uns.
Sie waren gut gepanzert und schwer bewaffnet.
Gegen diese gut ausgebildeten Berufssoldaten hatten wir keine Chance.
Fortsetzung folgt...
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Kapitel 3: Rettung mit Knalleffekt
Wir waren umringt von Paladinen und eine Flucht schien unmöglich. Ich schaute mich um, und sah das weder Greg noch unser Käpt'n Dan irgentwas unternahm um unsere Situation zu verbessern.
Doch plötzlich Feuerte unser Schiff eine Salve Kanonenkugeln genau auf das obere Viertel.
Die Kugeln schlugen auf der alten Pflasterstraße ein, und mit einem gewaltigen Knall, schleuderten Gesteinsbrocken in alle Richtungen.
Paladine und Piraten versuchten gleichermaßen irgentwie Deckung zu finden.
Dann krachten einige Kugeln in eins der hohen Fachwerkhäuser das sofort in Flammen aufging. Auf einmal hörte ich ein ohrenbetäubendes Krachen, und das obere Stockwerk des Hauses fiel in einer Wolke von Rauch, Schutt und Staub auf die Straße.
Irgentwo zwischen Rauch, Feuer und herumlaufenden Männern versuchten Greg, Dan und Ich irgentwie dem Inferno zu entkommen.
Als sich der Staub gelegt hatte, war es Dan, der als erstes wieder einen klaren Kopf fasste und sich Todesmutig auf die verwirrten Paladine stürtzte.
Überall wurden wieder die Waffen gezogen und der Kampf um die Stadt entflammte von neuem.
Die Paladine brauchten eine Weile um sich neu zu Formieren, doch dann ging schon eine tödliche Welle von Axten, Schwertern und Säbeln auf sie nieder.
Wir durchschlugen ihre Rüstungen und töteten einen nach dem anderen.
Als der Kampf vorbei war konnten wir uns endlich unsere verdiente Beute hohlen. Und was das für eine Beute war. Ihr könnt mir glauben, das war wirklich ein verdammt großer Haufen Gold.
Wir sammelten die Verletzten ein und setzten wieder Segel. Dan steuerte unseren Heimathafen an.
Überall an Deck wurden die verwundeten versorgt und das Blut der Schlacht abgewaschen. Der einzige ohne verletzungen war Francis, der sich die ganze Zeit irgentwo versteckt hatte. Verdammt, ich haßte diesen Kerl.
Aber alle anderen waren ihrem ruf wieder einmal gerecht geworden.
Käpt'n Dans Piraten. Die Schrecken der Meere.
Fortsetzung folgt...
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Kapitel 4: Heimkehr in die Hölle
Wieder stand ich an Deck und sah auf das weite Meer Myrthanas hinaus, wärend mir die heiße Sonne auf den Kopf schien.
Weit über mir, an der Mastspitze wehte unsere bedrohliche schwarze Flagge im starken Wind. Wir fuhren schnell, und immer in richtung Heimat.
Nach der großen Schlacht freuten sich alle endlich unser Lager zu erreichen und unseren ruhmreichen Sieg gebührend zu Feiern.
Und als ich noch Gedankenversunken an Deck stand, tauchte auch schon die kleine Insel, die uns als Ankerplatz diente, am Horizont auf.
Es war eine kleine einsamel Insel an den Randgebieten Myrthans, die außer dem dichten, gefährlichen Dschungel und den einsamen Sandstränden nicht viel zu bieten hatte.
Wir machten das Schiff fest und gingen an Land. Auf dem kleinen Strand standen unsere kleinen, vergammelten Bambushütten und weiter hinten, erhob sich die große hölzerne Palisade.
Wir hatten sie gebaut um uns vor den gefährlichen Tieren des Dschungels zu schützen, die uns früher regelmäßig angegriffen hatten.
Besonders machten uns die Snapperrudel zu schaffen, die eine Gruppe leichtsinniger Piraten, als leichte Beute ansahen.
Wirklich schön war es hier wirklich nicht, aber wenigstens waren wir hier sicher vor den verdammten Paladinen. Das dachte ich damals jedenfalls.
Zusammen mit Greg ging ich den Steg entlang und während ich mich auf die Siegesfeier freute, schaute ich den den Männern die im Lager geblieben waren beim Arbeiten zu.
Es soll ja auch Piraten geben, die keinen Finger rühren wenn der Käpt'n nicht da ist, aber bei Käpt'n Dan traute sich das niemand.
Am Abend ging die Feier los, und wir konnten uns endlich mal wieder entspannen.
Fortsetzung folgt...
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