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View Full Version : Erste Barden- und Dichterklause Niewinters



Black Jester
26.01.2008, 12:29
Eröffnung

...nun rasch die Kerzen auf die Tische,
auch ein, zwei Stühle in die Nische,
den edlen Wein bereitgehalten,
bald wird hier muntres Treiben walten.

Der Schwarze Narr wäscht sich die Hände,
Sein Herz ist frei jeder Allüren,
Betrachtet noch einmal die Wände
Und öffnet dann erfreut die Türen.

„Hereinspaziert, Ihr Sangesbrüder,
Ihr Schwestern lerchengleicher Strophen,
Ihr grüblerisch versunknen Dichter –
Kommt her und singet Eure Lieder!
Macht’s Euch bequem an Tisch und Ofen,
lauscht Sagen und auch Possenstreichen
aus Alten und Vergess’nen Reichen,
hört Weises von den Philosophen!
Flieht das gewöhnliche Gelichter,
das draußen auf den Gassen treibt -
zeigt wache, freundliche Gesichter,
berichtet auch, woran Ihr schreibt!

Lasst hören uns Eure Gedanken,
lasst fühlen uns, was Ihr erlebt
in diesen gar nicht leichten Tagen
an Siegen und an Niederlagen,
was Wundersames Euch umschwebt!
Wir werden uns gewiss nicht streiten,
was Inhalt und was Form angeht,
doch eine Regel sollt’ Euch leiten:
Singt mehr, als eine einsam’ Zeile,
sagt frei heraus, wozu Ihr steht –
dann wird die Dichtkunst auch nicht kranken,
plagen uns hier mit Langeweile...

Lächelnd der Narr sein Lied beendet,
neugierig seine Blicke wandern,
zu schönen Elfen und auch andern –
ob all die Mühe wohl verschwendet?

Die Zeit wird’s weisen, nur Geduld -
An Vorbereitung es nicht fehlt,
doch nur durch rege Frequentierung
wird unsere Klause hier beseelt!

Morgana
26.01.2008, 22:50
Die Neugierde bei weitem jede Scheu noch toppt,
deshalb unterwegs gleich mal hier stoppt,
will doch mal sehen was hier wohl ist,
sich umsieht, bewundernd das Ambiente misst.

Die Klause ist wohl gut gelungen,
das erste Lied bereits gesungen.
Das Publikum noch zögerlich?
Doch Teilnahme kommt noch, sicherlich!


Lasst mich erzählen aus dem Leben,
von Wäldern, Wiesen, Dörfern, Städten,
in fremden Welten, auf vielen Wegen,
von Freunden, Abenteurern und Gefährten.
Wie sie gefunden ein gemeinsames Ziel,
das verbindet was unvereinbar schien,
von jedem fordert viel zu viel,
doch niemals jemand dacht zu flieh’n.
Der Kämpfe war’n schon viele zu besteh’n,
die Gegner nicht immer Fremde waren,
nicht alles war für jeden zu versteh’n,
und doch werden sie gemeinsam fahren.
Das Abenteuer, das nach allen ruft,
ist die Gewissheit zu erlangen,
dass zu erreichen, was man gemeinsam sucht,
einen jeden nimmt gefangen.


Noch kurz und zaghaft dies zweite Lied
doch zu sagen es noch vieles gibt,
und mit Hoffnung auf noch viele Weisen,
die Elfe stoppt auf ihren Reisen.

Wird die Klause ihr zur Heimat werden?
Wird sie noch viele Lieder bergen?
Der Einstieg, der ist schon gelungen,
Der Dank gilt Jester – unumwunden.

Mordorian
27.01.2008, 11:30
Ein kleiner Finsterling, der sonst nur steht am Rand,
den es jetzt auch nach Wein und Gesellschaft verlangt,
kommt nun majestätisch hereinstolziert,
und die Klause mit seinen Worten verziert.

Die letzten Zeilen noch verhallen,
schon findet er an einer Idee gefallen,
das Publikum in den Bann zu ziehen,
und in die dunkelsten Ecken der Poesie zu fliehen:

Dort, wo der Dolch das Wort der Herrscher ist,
wo die gepeitschten Wölfe des Abgrunds dinnieren,
Wo man Hoffnung und Frohmut stets vermisst,
und sich Seelen im Mahlstrom der Ansgt verlieren

wo man statt Wasser stets nur Tränen trinkt,
wo dich Furien in orgiastischem Eifer zerfetzen,
wo kein Engel jemals die Flügel schwingt,
und Machtgier und Wahnsinn Gerechtigkeit ersetzen

Man erzählt, dass nur die Alten dort sprechen,
die Geißel aus leeren Sphären die Herrschaft hat,
Man erzählt sich von Göttern, die die Menschheit zerbrechen,
von Cthulhu, Hastur und Shub-Niggurath

Vom blinden Azathoth und seinem Wort,
Nyarlathotep, dem Boten der Alten,
dem All-Einen, Yog-Sothoth, dem Schlüssel zum Tor,
aus dem Schreie der Götter hallten

So schweiget, denn sie vermögen euch zu hören,
da hilft kein Flehen, kein Fliehen, kein Verstecken,
wenn die Alten ihre Macht beschwören,
und ihre gierigen Zungen an euren Seelen lecken!
(Ich liebe diesen Mythos ^^)



Und nun, nachdem die schaurige Ode vollendet,
Hofft er, die Worte waren nicht verschwendet.
Oder hatte er gar die Gäste vergrault?
Sind ihnen durch seine Zunge die Ohren verfault?

Black Jester
27.01.2008, 13:53
Oh welche Freude.. die Klause sich füllt!
Zwei Künstler schon haben gesungen!
So lieblich und zart, so gnadenlos hart,
doch Glas ist hier gar nicht zersprungen...

So war es gedacht, so ist es auch richtig,
der Welten sind viele, und jede ist wichtig!
Ich selbst werde demnächst zu Eurem Vergnügen
Ein wenig erzählen vom schaurigen Land,
wo Dunkelheit sich mit dem Tage verband,
wo Bluteid verbindet Vampire und Menschen -
Will nicht Euch zu meiner Herkunft betrügen!

Bis dahin, so hoffe ich, werden noch mehr
Bardinnen, Barden und Dichter sich finden,
die uns von ihrem Schicksal verkünden,
sei’s zur Erbauung... sei’s uns zur Lehr!

Feydra
27.01.2008, 18:11
So will ich mich nun auch ’nein hier wagen,
um in dichterischer Manier
mein Scherflein beizutragen.
Denn versprochen ist versprochen
Und ein gegebnes Wort wird nicht gebrochen.

Verzeiht die folgenden trüben Zeilen
es sind keine Depressionen,
Die mich so umtreiben.
Ihr könnt dem miesen Wetter die Schuld zuschieben,
Dass mir solche Worte zufliegen.


Ist es Traum oder Wirklichkeit,
Die unsere Helden
Durch die vergessenen Reiche treibt?
Wer besteht die Heldentaten
Auf all den Questen und Fahrten?

Sind’s nicht wir, die so der Realität entflieh’n?
Sagt’s, wenn ich mich irr.
Denn im schönen Reich der Fantasien
Lebt sich’s viel aufregender, dass ist gewiss.
Jedenfalls als zuweilen die Realität es is’!

Abenteuer, Questen, Heldentaten…
Warten nur darauf getan zu werden -
Ein Heldendasein in bemessenen Raten,
Ob nun als Zwerg, Mensch oder Elf.
Doch so war mir Gott helf:

Es ist mir egal, was mich treibt.
Ob Spiel oder Fantasie?
Ob Traum oder Wirklichkeit?
Spaß will ich haben
Auf all meinen Fahrten!


Genug des Trübsinns blasen!
Ich hoff, meine letzten Zeilen -
Oh, diese hochgestochenen Quasen -
Haben genügend darauf hingewiesen,
Dass ich nicht länger gedenk in diesem zu verweilen.

Die Dunkelheit senkt sich hernieder,
Die so ist mein richtig’ Element.
Es eröffnen sich andere Jagdrevier’.
Kann nicht länger verweilen
Aber es folgen bestimmt neue Zeilen.

Horfith
27.01.2008, 23:11
Wohl an so gebe auch ich etwas zum Besten,
auch wenn meine Kunst Bescheiden ist.
Bin bereit mein Fähigkeiten bei euch zu testen,
Drum singe wem Gesang gegeben
Sei es Skalde oder Barde oder Musiker
Zu entscheiden liegt an euch, weil ihr es besser wisst,
als ich

Einst sah ich einen Drachen fliegen,
gar mächtig in seiner Gestalt.
Dann sah ich einen Paladin, gewillt
Für seine Liebste, dem Drachen antun Gewalt

Den Kopf des magischen Wesens
Wollt er ihr bringen als Liebesbeweis
Wollt sein Leben riskieren
Um ihre Gunst zu erringen im großen Kreis

Gar mutig trat er in die finstere Höhle
Gewappnet gegen dir grimmige Kreatur
Doch sah er nur ein zahnloses Etwas
Das zu schlagen war ohne Bravur

Schnell holte er aus mit der Klinge
Und trennte den Kopf vom Gebein
Der Drache starb ohne Klagen
Und der Paladin trug den Kopf zu der Liebsten heim

Stolz gab er das Haupt der Liebsten,
doch die hatte Tränen im Aug.
Den letzten seiner Art hast du erschlagen
Klagte sie laut

Geh weg von mir du widerliches Tier,
der, der du hast kein Achtung
vor dem Leben und dem Sein
Sonnst dich in deiner Gerechtigkeit
Ohne ein Teil des Lebens zu sein

Morgana
28.01.2008, 02:09
Die Klause füllt sich, welch eine Freude,
die Lieder die schon erklangen heute,
mein Herz auch jetzt erfreuen noch immer ,
so dass auch ich nochmal betrete das Zimmer.


Eine traurige Weise will ich euch nun singen,
und doch hoffe ich freude zu bringen,
nicht ganz neu ist dieses Lied,
doch steths in meinem Herzen blieb.

So hört denn nun zu und lasst euch tragen,
zu Begebenheiten aus fernen Tagen,
aus einem Land von unsrem enfernt so weit,
und doch trennt uns vielleicht nur die Zeit.


Drachenherz

Die Leere, die mir blieb in meinem Herzen,
ich hab sie begraben so unendlich tief,
doch wieder und wieder kehrten die Schmerzen,
so auch in jener Nacht als ich nach Dir rief.
Doch mein Ruf erreichte nie die Seele in Dir,
mein Herz war zersprungen als es das Deine verlor,
so kam mein Ruf ungehört zurück zu mir,
und trotzdem war es diesmal anders als davor.

Die Sehnsucht schwang sich hinaus in die Welt,
und etwas dort draußen nahm sie wahr,
und so wie manchmal ein Stern vom Himmel fällt,
war es dieser Ruf der einen Schatten gebar.
So kam aus der Unendlichkeit zu mir herab,
er, der die Leere aus meinem Herzen vertrieb,
saugte sie auf, füllte sie aus und vergab,
den Ruf, von dem nur ein Echo noch blieb.

So ward ich geboren aus dem Schmerz,
der mich auf ewig an Dich binden wollte,
kein Platz mehr dafür im neuen Herz.
Doch den Preis den ich der Freiheit zollte,
erkannte ich einen Wimpernschlag danach,
zu stark, zu, wild, zu frei und ohne Schmerz,
schwang mich empor, begrüßte die Nacht,
und fühlte in mir - mein Drachenherz.

Black Jester
28.01.2008, 21:08
Verzeiht mir, edle Frauen,
wenn mir ein Tränchen rollt -
könnt meiner Trauer trauen,
die Euch doch Beifall zollt.

Wo Licht ist, ist auch Schatten – wo Schatten, da auch Licht,
der Kummer ist gar schrecklich, wäre ein Drachen nicht?
Dies deuchte mir gemeinsam bei allen Euren Klagen,
Sein Flug verheißet Freiheit, sein Tod kaum zu ertragen.
Frau Feydra hat den ihren, Djamila hat sein Herz
Frau Horfith singt von einem, des Ende bringt den Schmerz.

Der Leiden sind viele, das lässt sich wohl sagen,
doch glimmt auch Hoffnung in Euren Balladen.
Verziehen sich langsam die dunklen Schwaden,
lässt mancher Schmerz sich leichter ertragen.


Ergriffen blick ich in die Runde,
bin angetan von Eurer Kunst,
doch fehlt bis jetzt mir noch die Kunde
von einem, der in aller Munde,
der hoch steht in der Damen Gunst!

Herr Valas war sein Name, denk ich,
ein wohlbekannter Dichterfürst,
ein spitzzüngiger Elfengraf,
den in der Bar ich einstens traf?
Schön wär’s und abenteuerlich,
wenn Du uns Deine Gunst gewährst!

Serpico
30.01.2008, 13:53
Hab hier noch meine ersten Verse im Forum ausgekramt:



(für: Gront | 29.08.2007)
(Neverwinter Bar #19 - Post #68 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4303440&#post4303440))

Gront ist ein Affront, doch kämpft er gekonnt.
Sein Dasein mir ein Segen, nicht umsonst ist er zugegen.
Hallend laut sein Schwert erklingt, wo immer ein Monster der Held bezwingt.
Zum Abschluss kann ich lobend sagen, Gront weiß Rat auf alle Fragen.


(für: Djamila | 29.08.2007)
(Patchversionen - Post #11 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=4306033&#post4306033))

Djamila Al, die Schöne - mit diesem Vers ich sie verwöhne.
Ihr Antlitz, für wahr, ist mir nicht entgangen.
Ihre Blicke sind starr, doch mein Herz steht in Flammen.
Sie wusste Rat, was immer ich tat, wusste viel mehr, drum bat ich sie her.
Der Vers ist nun beendet, doch die Worte werden bleiben.
Keine Zeit ist hier verschwendet, muss die Tränen nun vertreiben.
:gratz
Werden wir uns wiedersehen, bleibt mein Herz erneut dann steh'n?


(für: Gront | 29.08.2007)
(Patchversionen - Post #14 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=4310588&#post4310588))

Gront, dieser Hund,
er hat mich verraten.
Gibt Geheimnisse kund,
nach all meinen Taten.

Doch er muss nicht bangen,
mich als Freund zu verlieren.
Denn in Liebe gefangen,
konnt`diesen Vers ich kreieren.

Ein Hoch auf Gront, jenen rülpsenden Barbaren ;)

(Nachtrag: Post #17 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=4312132&#post4312132))

Der erste Vers wird unlängst bedauert.
Ich blicke in Richtung der Fensterläden.
Da Ihr doch sicher um den zweiten nicht trauert.
Erspar'n wir uns lieber die Schäden.
:D


(für: Herr Claßen | 30.08.2007)
(Neverwinter Bar #19 - Post #71 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4310329&#post4310329))

Wohin des Menschen Dummheit ihn treibt,
er möge mir vergeben,
Ein Drache ihn sich einverleibt.
Ich möcht' noch länger leben.


(für: Rusha Dalian | 30.08.2007)
(Neverwinter Bar #19 - Post #74 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4311783&#post4311783))

Eine Dame des Krieges, auf ewiger Reise.
Der Geist des Kampfes ihr innewohnt.
Ich ziehe meinen Hut auf respektvolle Weise.
Auf dass sie mein Leben verschont.

Ihre Kampfeswut einem Barbaren gleicht.
An die Klinge ist gar nicht zu denken.
Ein Drache selbst jener Klinge weicht.
Doch Rusha weiß gut sie zu lenken.


(für: RPG-Gefährten | 03.09.2007)
(Neverwinter Bar #19 - Post #110 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4334733&#post4334733))

Drei Elfen, zwei Menschen, ein Drache,
wir sind wahrlich ein knallbunter Haufen.
Drum entschuldigt, wenn ich kurz lache,
doch war das zu viel mit dem Saufen?


(für: Micha LNH HSV | 31.08.2007)
(Patch: Alle deutschen Mann/Frau SC Stimmen - Post #61 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=4316896&#post4316896))

Micha, ein König, nein Kaiser der Reiche
Vor Euch selbst der stolzeste Drache erbleiche.

Ich danke Euch nun für die kostbare Gabe,
von der sicher nicht allein ich etwas habe.

Ein Hofnarr bin ich und nicht würdig des Lobes.
Doch Ihr sollt hoch leben, wo ich bin des Todes.


(für: da_irga | 17.10.2007)
(hausaufgabe- Liebesgedichte schreiben #4 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=4623221&#post4623221))

Deine Augen, so schön, so blau wie das Meer,
das prächtige Haar schlägt Wellen.
So glaub' mir doch, ich liebe dich sehr,
lass uns're Liebe die Herbstnacht erhellen.

Dein Antlitz, so rein, so perfekt wie der Morgen,
durch Gottes Künstlerhand entstanden.
Dein Dasein allein nimmt mir all meine Sorgen,
Mein Dank an die Engel, die dich entsandten.


(für: Black Jester | 19.11.2007)
(Neverwinter Bar 21 - Post #59 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4881728&#post4881728))
Ein Vers der alten Zeiten wegen,
reich an Fantasie.
Des Schurken Charme ist noch zugegen,
ihn erreicht Ihr nie. Er, der einst in aller Munde,
längst eine Legende,
Held jedweder Kunde,
Gold ziert seine Hände,
steht nun vor Euch,
schwarzer Rabe,
lauscht den Früchten Eurer Gabe. Sein Schatten seid Ihr,
einer von vielen.
Der Meister ist nun hier und fragt nach Euren Zielen.
Ihr fordert ihn? Ihr fordert viel.
Ist ihn zu fordern Euer Ziel?

Black Jester
30.01.2008, 22:01
Gegrüßet seiest Du, Zhaí al Sha’Cal
Der einstens Valas sich nannte!
Gewiss freut’s die Damen, die Gäste hier all,
den Meister zu hören. Der anerkannte
Herzbub Djamilas, Schmeichler der Reiche,
der Kriegerin und des Barbaren,
ist dank seiner Umsicht noch keine Leiche –
mög’ auch Milil ihn davor bewahren!

Doch irrtest Du darin, mich Schatten zu nennen,
dem Reiche der Schatten entstamm’ ich mitnichten.
Die Welt, die mich hält, die kannst Du nicht kennen,
drum sei’s mir erlaubt,
Euch davon jetzt zu berichten.

Blutmond

Lasst mich erzählen vom „Nabel der Welt“ -
Shanóla, vom Morlá-Gebirge umstellt,
vom mächtigen Hérad, Monarch Gabalóns...
entstammt er den Blutlinien Aschkelons?

Wir wissen es nicht, doch eins scheint gewiss,
dass den Monarchen noch kein Blutfürst biss.
Fest hält er den Blutpakt entschlossen ein,
nicht achtend der Klagen, der Menschen Pein.

Wenn nächtens zu Vollmond die Famuli kommen,
die Händler und Knechte der Herren des Dunkeln,
zu rauben der Menschen köstlichstes Gut –
in ihren Augen das durstige Funkeln
nach Wein des Lebens, nach ihrem Blut,
den gottgleichen Fürsten zu Nutz und Frommen...

Warum nur, warum nur nimmt Hérad nicht,
des grausigen Blutmonds Fluch von den Seinen?
Warum nur entsaget er Flamme und Licht,
zu brennen und bannen der Vampire Gebeine?
Sogar einen Aufstand schlug er nieder voll Zorn,
zu bewahren den Pakt, den einst er beschwor’n !

Schwer wiegt das Erbe, das Hérad trägt,
eine ewige Schuld aus uralten Tagen,
zwingt ihn und Shanóla die Bürde zu tragen
auch wenn er zuweilen den Ausweg erwägt.

***

Doch das ist nun wieder eine neue Geschichte,
vom Ursprung der Schatten in unserer Welt,
von der ich Euch eventuell später berichte,
wenn’s denn dem erlauchten Kreise gefällt...

Feydra
04.02.2008, 22:50
*********

Dass finstre Wesen ihr Unheil treiben
Und großes Leid verbreiten…
So berichtest du von deiner Welt.
Ich weiß nicht, ob mir das gefällt.

Von vielen Schattenwesen
Hab ich bereits gelesen -
Finster und auch licht!
Von welchen wird künden dein Bericht?

Denn wo Dunkelheit sich nieder senkt
und der Mond sein Licht hinlenkt,
füllt sich die Nacht
Mit Schatten voller Macht.

Und wahrlich nicht alle böse sind!
Das denkt nur ein Kind…
Denn in des Mondes Schein
Wie kann es auch anders sein,

Hat sich bisher Gutes versteckt
Und wird erst jetzt geweckt:
In den lichten sanften Strahlen
sich Lichtgestalten tummeln und laben.

Aber eigentlich, so fürchte ich,
wird dein nächster Bericht
von finstren Schatten handeln,
die durch deine Welt wandeln?

*********

Felicia von Tyzvan
04.02.2008, 23:44
Zwar bin ich nur ein fremdes Wesen,
das nicht in Eure Welt gehört.
Kam, um zu hören und zu lesen
und hoffe, daß Euch dies nicht stört.
Ich reise weiter mit den Winden
und bin schon morgen wieder fort.
Doch wird ein Teil von mir sich binden
mit meinem Lied an diesen Ort.

Den schönen Künsten hingegeben,
durchquerte ich so manches Land,
las manches Buch in meinem Leben
von Menschen- und auch Elfenhand.
Ich hörte vieler Völker Lieder,
die kaum verschied'ner könnten sein -
doch fand ich in fast allen wieder
die gleichen Träume, klar und rein.

So raste ich in Eurem Kreise
bei Bardensängen, Speis und Trank,
wenn ich auch morgen weiter reise,
so schulde ich Euch dennoch Dank.
Bald werd' ich wieder Lieder dichten,
wenn weit ich in der Ferne bin.
Und eines wird von Euch berichten!
Gehabt Euch wohl -
~ Die Pilgerin. ~

Black Jester
05.02.2008, 23:00
Fremd bist Du, Pilgerin, keineswegs uns,
die ließ sich bei uns hier hernieder!
Gar groß schon ist der Ruhm Deiner Lieder
Und schillernd auch der Deines Tuns!.

Ihr lieben Gäste, tu kund Euch zu wissen
dass Felicia von Tyzvan uns Ehre macht,
in vielerlei Form sie schon Wunder vollbracht’
und wer sie nicht kennt, wird es bald müssen!

Der Welten sind manche, die sie schon durchreiste,
als sinnliche Sémifelídae,
doch tritt sie auch auf in and’rer Gestalt,
als Jäg’rin der Herzen, mitten im Wald,
als schöne Vampirin aus alten Tagen
das - und noch mehr – ließ’ sich sagen.

Doch möchte ich nun Lady Feydra begrüßen,
die gar bange Fragen mir stellt
zu den Schatten in meiner Welt –
ach, könnt’ ich die Antwort ihr doch nur versüßen..

Wahr ist, bei uns gibt’s keine reizenden Elfen,
die tanzten und sängen im Mondeslicht!
Denn aus den finsteren Schatten bricht
meist grässliches Unheil - und niemand kann helfen!


Das Erbe

Einst war ein König, Dazár war sein Name,
der einging in Dárs Reich der Toten zum Schlaf,
Schier nicht lassen wollte er von seiner Macht
Sucht’ Gottgleichheit gar, Dazár der Infame
bis Dár ihn bestrafte mit Bann und Acht
bei den ewigen Schatten – gar schwer es ihn traf.

Dazár sann auf Rache und suchte die Flucht,
sein Flüstern hört’ Enemir, in einer Bucht,
einen Seefahrer ohnegleichen.
Der schließlich fand mit dem Fluss der Tränen
ein Band zwischen lichten und dunklen Reichen –
am liebsten würd’ ich dies gar nicht erwähnen...

Nun kamen sie alle in Dazárs Entourage,
die ewigen Schatten, des Bösen Hauch,
und was sie berührten, verwandelte sich.
Ob Menschen, ob Tiere, ob Pflanze, ob Strauch,
vergiftet von Hass.. nicht nur äußerlich,
sich sammelnd zum Heere der letzten Tage.


Wie es Usúr von Shanóla gelang,
ein Bündnis zu schmieden gegen die Plage,
ja, diese Geschichte, die ist noch lang –
erzähle sie gern Euch mit meinem Gesang,
doch an einem anderen Tage....

Mordorian
06.02.2008, 15:23
So lasst mich euch etwas mehr erzählen,
von Göttern, die Bosheit mit Liebe vermählen.
Doch Frohmut bergen ihre Werke nicht,
denn sie sind zu sehr aufs Leiden erpicht.
Bittere Wünsche erfüllen sie sehr gern,
doch tragen die Erfüllungen einen finsteren Kern.

Nun reicht mir den Wein und lauscht meinen Worten,
welche die dunklen Erzählungen horten.
Sie künden von Träumen, die im Zwielicht verschwinden,
und von Seelen, die sich in ewiger Traurigkeit winden.

Von Feuern und Schatten

Als einst eines Gottes Lachen erschallt’,
Herangetragen von eisigen Winden,
die Bosheit zum finsteren Schlage geballt,
auf dass Hoffnungen im Dunkel verschwinden.

An diesem Tage ward jener geboren,
der seinen Namen in das Fleisch der Liebe schnitt.
Auf nächtliche Tänze im Blut eingeschworen,
er auf dem Glanze des Goldes ritt.

Nur wenn sein Stahl auf Herzen traf,
von Menschen, die den Zorn gebaren,
wenn sie verfielen in finstersten Schlaf,
ward ihm erlaubt, vom Reichtum zu tragen.

Doch trug er die Bürden der Menschheit sehr schwer,
die Flammen, welche die Kälte vertrieben.
Seine Seele, gleich dem eiskalten Meer,
schrie auf ob der Qualen, die Flammen zu lieben.

In bitterer Trauer vergoss sie die Tränen,
nicht fähig, das eisige Herz zu erwärmen.
Sie sang von Tod und von blutigen Strähnen,
doch hörte nicht auf, von Liebe zu schwärmen.

So flehte sie weinend im Antlitz der Sterne,
um der Blutlust der schweigenden Götter Willen,
zu peitschen den Boten des Todes mit Wärme,
um seinen grausamen Hunger nach Kälte zu stillen.

Und so, einmal mehr vom Golde verführt,
kroch er durch Schatten, durch eisiges Schweigen.
Von lautlosen Stimmen im Winde geführt,
lief er zum Herzen, um den Stahl ihr zu zeigen.

Und als der Dolch ihre Seele durchdrang,
war der gar göttliche Plan zu Ende geführt.
Denn nun, wo sein Herz der Kälte zersprang,
ward es letztendlich von den Flammen berührt.

In sanguinischer Freude ein Gott zu ihm sprach,
lächelnd beim Anblick der frischen Gebeine.
Und das letzte Herz, das sein Stahl noch traf,
war, voll Zorn und voll Trauer, das Seine.

Spöttisch lachte der Gott auf dem Thron,
er doch den Flammen seinen Segen gab.
Und trunken von Blut, erfüllt von Hohn,
begann er zu tanzen auf ihrem Grab.

Horfith
11.02.2008, 18:56
Um mit dem unsterblichen Barden Otto zu sprechen...
"Einen hab ich noch, einen hab ich noch..."


Das Licht des Tages schwindet
Und die Welt liegt im Zwielicht
Ich öffne die Augen
Das ist der Augenblick in dem das Leben mich bindet
Das Zwielicht ist die Jagdzeit der Kreaturen
Die weder zu Licht noch zu Dunkelheit gehören

Wir sind die Wächter zwischen Licht und Dunkelheit
Halten die Wage zwischen Licht und Schatten
Greifen ein, wenn eine Seite überwiegt
Wir sind die Verlorenen die niemand beachtet
Die, die immer da sind, doch von niemandem wahrgenommen
Doch wer es will sieht und verschwommen

Wir sind wie die Schatten in denen wir wandeln
Immer da doch nie gesehen
Regeln alles ohne dass ihr es versteht
Wir schützen euch ohne das ihr es merkt
Tun im Verborgenen unser Werk
Leben und sterben ungesehen

Morgana
16.02.2008, 01:40
So ist die Zeit der Dunkelheit gekommen,
so wie ein jedes Mal haben wir vernommen,
Klagen und Weisen zum Abschied gespielt,
die Hoffnung des Lichts wurde nicht erfüllt.

Unsere Welt, nun liegt sie im Schweigen,
nur ein leiser Wind in raschelnden Zweigen,
die Völker Faerûns auf die Schatten starren,
die aus jeder Ecke kriechen und drohend verharren.

Im Kampf sie zu besiegen sind viele gefallen,
die größten Helden der stolzesten Hallen,
Elfen und Menschen und Zwerge geeint,
und doch nur die eigenen Verluste beweint.

Die Kreaturen des Landes das Geschehnen besehn,
alleine werden auch sie nicht dagegen bestehn,
so dann diese eine große Allianz entsteht
und auf Jagd nach der Wurzel des Übels nun geht.

Und doch so werden wir am Ende erkennen,
die größten Krieger und Kämpfer benennen,
die Aufgabe letztendlich als unlösbar erwähnen,
und bleiben zurück im großen Tal der Tränen.

Doch es wird ein Herz sich über all dies erheben,
mit dem unbändigen Wunsch einfach zu leben.
Und erst die Kraft die in diesem Herzen wohnt,
wird am Ende endlich mit dem Siege belohnt.

Doch wo, so werden viele sich fragen,
ist dieses Herz in den heutigen Tagen.
Hat das Leben ihm sein Glück gebracht?
Oder lebt es nun wieder in einsamer Nacht?

Nun das werden wir wohl niemals erfahren,
wenn wir nicht lernen zu erkennen und bewahren,
was ein Herz wie dieses in die Welt gebracht,
das Licht uns spendet in dunkelster Nacht.

Felicia von Tyzvan
18.02.2008, 12:25
Es tritt in die Klause ein seltener Gast,
von anderen Orten vertrieben.
So such' ich denn hier eine ruhige Rast
und hab' ein paar Zeilen geschrieben:

Die größte Bedrohung, so wie es mir scheint,
muß nicht stets woanders gedeihen.
Viel schlimmer als der unerbittlichste Feind
ist Streit in den eigenen Reihen.

Vertieft man zu sehr in den Zwist sich hinein,
vergißt man darüber zuweilen:
Das Wort muß nicht stets eine Kriegswaffe sein,
sehr wohl kann's auch helfen und heilen.

Ich hoffe nun, daß man sich darauf besinnt
und reicht sich die Hände entgegen.
Bedenket, daß man nur gemeinsam gewinnt.
Es mögen die Wellen sich legen...

Gront
19.02.2008, 20:14
*bevor ihn ein Stillezauber daran hindern kann...*


Lied am Abend

Gereinigt den Leib und gewärmet das Herz
Lugt ein Barbar durch die Türen,
Verflogen ist Kummer, vergangen ist Schmerz,
lässt vom Gesange sich rühren.

Die Lady spricht wahr, der Barbar bei sich denkt,
und reicht ihr beherzt seine Hände.
Ihr Lied ihn auf friedliche Pfade wohl lenkt,
echt hoffend auf andre Umstände...

Feydra
20.02.2008, 23:59
Auf ihren Reisen durch die Lande
Hat sie ein Märchen gefunden.
Sie hofft, es macht ihr keine Schande
Wenn es erst gesungen.

Auf ledernen dunklen Schwingen
Lautlos jagend.
Das Maul voll blitzend weißer Klingen
Beute schlagend.
Die mondhelle Nacht durchdringen
Stimmen klagend.

Wo sein Jäger aber sucht,
Er niemals es findet.
So laut er auch ruft,
Nur ein Echo von kündet.
Er schreiend verflucht -
Es leise entschwindet.

Von Einsamkeit und Hunger getrieben
Einem Schatten gleich
Muss es die lange Nacht durchfliegen
Sein ewig dunkles Reich.
Nur sein Spiegelbild treibt verschwiegen
im mondhellen Teich.

Was der Jäger da sucht?
Er weiß es nicht.
Was auch immer er ruft,
Entzieht sich seiner Pflicht.
Was er so heftig verflucht,
Bereits doch längst entwich!

Im hellen Mondlicht ein Schatten
Arglos vorüberzieht.
Der Jäger sein Suchen und Warten
Endlich beendet sieht.
Seine Geduld kommt ihm zustatten,
Sicher wähnt er den Sieg.

Die dunklen Schwingen näher kamen
Der Jäger einen Pfeil auflegt.
Doch das geflügelt Untier ohne Namen
Im Schatten ihn erspäht.
Hunger und Hass es überkamen.
Sich duckt sein Jäger viel zu spät.

Was der Jäger suchte?
Er wird es nie mehr erfahren.
Was rief der Verruchte,
Wird sein Geheimnis bewahren.
Was er lauthals verfluchte
Lebt seit unendlichen Jahren.

Horfith
07.03.2008, 22:12
Damit die Dichterklause nicht in der Versenkung verschwindet und auf den Wunsch einer einzelnen Mondelfe, stell ich das mal hier rein ;)


Hohle Schatten

Als ich wie so oft durch die Straßen meiner Stadt ging
Und mein Denken einmal mehr in einer anderen Welt hing
Huschte ein Schatten durch meinen Augenwinkel

Ich stutzte, überlegte und blieb stehn
Etwas Bekanntes, seltsam Vertrautes hatte ich gesehen
Ich wandte den Blick und sah eine Gestalt

Die Figur, die Art des Ganges war vertraut
Und ich war sicher in die Augen hatte ich bereits geschaut
Und so wandte ich mich um und ging hinterher

Freudig überrascht beschleunigte ich meinen Schritt
Doch als ich näher kam hielt mich etwas zurück
Nicht ganz war es das was ich erwartet hatte

Zwar war eine vertraute Ähnlichkeit da
Doch dann sah ich, zu grau war das Haar
Und zu leer der Blick

Nicht aufrecht und stolz der Gang
Eher gebeugt wie durch unnatürlich Zwang
Schrecken fuhr mir durch die Glieder

Nein das war nicht der Freund den ich zu sehen geglaubt
Dies war ein Wesen seiner Seele beraubt
Eine hohler Schatten seiner selbst

Dann wurde mir mit Schrecken klar
Was für ein grausames Spiel es war
Dass das Schicksal mit uns spielte

Wie oft ging ich durch die Straßen ohne festes Ziel
Sah so manchen Menschen der gefiel
Und meinte ihn später wiederzusehen

Und doch sah ich in den Augen des anderen kein Erkennen
Keine Erinnerung meinen Namen zu nennen
Nur einen hohlen Schatten seiner Selbst

Die Erkenntnis das einer immer ist zwei
Mir ist nicht sonderlich wohl dabei
Und nun sitze ich hier und gebe mich der Hoffnung hin
Das ich nicht selbst mein hohler Schatten bin.

Black Jester
11.03.2008, 14:34
Es ist an der Zeit

Gar viel ist geschehn, seit ich hier weilte,
nicht schlich sie, die Zeit, oh nein - sie eilte!
doch hat sie uns neue Lieder beschert
von Brüdern und Schwestern, die uns beehrt..

Kann mich des Eindruckes kaum erwehren,
dass Kummer und Leid Euch weit mehr plagt,
als dass die Tage Euch Freuden bescheren,
gar schwer Ihr an Eurem Schicksal wohl tragt?

Der Schrecken sind viele, das scheint mir gewiss,
selbst Götter können sehr grausam sein,
sehr vielen es da schon die Herzen zerriss -
und mancher wünscht sich ein Herz aus Stein…

Doch wenn ich so in die Runde schaue,
und meinen Sinnen trotz allem noch traue,
dann deucht mich, das ärgste Entsetzen erfährt,
wes Herzschlag von ständigem Zweifel genährt.

Wo Licht ist, ist Schatten – wo Schatten auch Licht,
in Shanóla dies’ Schicksal wohl jeden bindet.
Doch solche Gewissheit, sie tröstet uns nicht,
wo einer ist zwei, wie Frau Horfith es findet.

Von Wächtern des Zwielichts singt sie uns zwar,
die ungesehen über uns wachen,
verschwommen sie schwimmen in ihren Nachen –
zwischen Schatten und Licht… stetig wandelbar.

Doch trifft sie dann Wesen, die sind – und auch nicht,
die zwei sind - und doch auch nur eines,
packt unweigerlich sie befremdendes Grauen.
Vergangenheit in ihre Gegenwart bricht,
Entseeltes Bildnis des schönen Scheines…
Kann ihren Blicken und sich selbst sie noch trauen?

Ihr dauert mich sehr, verehrte Halbelfe,
und sicherlich stimmen mir alle hier zu,
wenn ich nun hoffe, dass jeder Euch helfe,
zurück Euch zu bringen der Gewissheiten Ruh’.

Peryacathiel
22.04.2008, 22:33
Obwohl ich keine Bardin bin,
und meine Lieder nur verklingen,
kommt mir manch Weise in den Sinn -
warum sollt' ich sie dann nicht singen?
Das Lied, das mich in Atem hält,
es handelt nicht von guten Tagen.
Und falls die Botschaft Euch mißfällt,
dann mögt Ihr mich von hier verjagen. ;)

***

Von Liebe und Tod

Wie viele Lieder schrieb man schon,
um diese Eine zu lobpreisen?
So manches Wort und mancher Ton
erwähnt sie in den alten Weisen:
Die Liebe ist zwar unerreicht
als wichtigstes Gefühl auf Erden,
doch leider kann sie allzu leicht
auch manchmal zum Verhängnis werden...


So lebte einst ein Schwesternpaar
in Frieden schon seit Kinderjahren.
Daß dieser nicht von Dauer war,
das sollten sie erst noch erfahren.
Bald kam ein schöner junger Mann
ins Dorf, um seßhaft dort zu werden.
Er nahm sich ihrer beider an,
worauf die Mädchen ihn verehrten.

Bald kam zu der Erkenntnis er,
daß Beide ihre Reize hatten.
Sie unterschieden sich so sehr
wie Tag und Nacht, wie Licht und Schatten.
Stets seine Nähe suchten sie,
er fand Gefallen an den Beiden
und mochte jede irgendwie –
so konnt’ er sich nicht recht entscheiden.

Die Große kämpfte wie ein Mann,
war mutig, stark und sehr entschlossen.
Ihr forsches Wesen zog ihn an,
die Wildheit hat er sehr genossen.
Bewundernd nahm er ihre Hand,
und sie ging stolz an seiner Seite.
Doch jenes frisch geknüpfte Band
die junge Schwester rasch entzweite.

Dies and’re Mädchen, still und zart –
es nutzte Worte, keine Klingen.
So konnte sie auf ihre Art
des schönen Jünglings Herz erringen.
Beschützer wollte er ihr sein,
ihr sanftes Wesen ihn betörte.
Sie träumten in den Tag hinein,
bis ihre Schwester davon hörte.

Sie forderte Gerechtigkeit,
von wilder Eifersucht getrieben.
So trennten beide sich im Streit
und ein Duell ward ausgeschrieben,
denn keins der Mädchen wich ein Stück
zugunsten ihrer Schwester Leben.
Sie kämpften eisern um ihr Glück
und wollten alles dafür geben.

In jener schicksalsvollen Nacht,
in der sie kreuzten ihre Klingen,
hielt zitternd er am Rande Wacht –
sein Herz ihm drohte zu zerspringen.
Er liebte die zwei Schwestern sehr
und hätte beide gern behalten.
Gebannt und ängstlich schaute er
auf ihre kämpfenden Gestalten.

Der jungen Schwester war bewußt,
daß sie zu schwach war zum Gewinnen.
Doch das Gefühl in ihrer Brust
ließ sie wild kämpfen wie von Sinnen.
Sie führte ihre Waffe gut –
zwar war die große Schwester besser,
doch rannte diese, blind vor Wut,
der Jüngeren direkt ins Messer.

Sehr schwer getroffen sank sie hin,
aus ihrem Körper rann das Leben.
Die Schwester, nunmehr Siegerin,
sie kniete weinend sich daneben.
„Wohin hat uns der Haß gebracht!
wie konnte er uns so entzweien,
daß Liebe mich zum Mörder macht?
Die Götter mögen mir verzeihen!“

Zu schwer wog des Verlustes Schmerz,
die Qual, von ihrer Schuld zu wissen.
So stieß den Dolch sie sich ins Herz,
bevor der Jüngling ihn entrissen.
Und hilflos ging er in die Knie,
umschlang er weinend beide Frauen.
In seinen Armen starb auch sie,
ließ ihn allein im Morgengrauen.


Es wollte einst ein junger Mann
die Liebe zweier Schwestern haben,
zog sie zu tief in seinen Bann,
nun liegen beide hier begraben.
Zwei Rosensträucher blühen rot
auf Hügeln frisch gehäufter Erde.
Der Jüngling schwört bei ihrem Tod,
daß er nie wieder lieben werde...

Horfith
24.04.2008, 21:45
Ich erinnere mich an dich
Erinnere mich daran, dass du für mich da warst
An dein Lachen
An das Feuer in deinen Augen

Ich erinnere mich an dich
An die Kühle deiner Haut
Und an die Wärme jeder Nacht
Durch die ich nicht verzweifelt bin

Ich erinner mich an dich
Ab deinen Mut, der mir stets Kraft gegeben hat weiterzugehen
An deine Hoffnung
Die mir immer Gewissheit gab.

Ich erinner mich an dich
Aber erinnerst du dich an mich
An das, an das an was wir glaubten
An das, für das wir standen

Erinnerst du dich an mich
An die Nächte voller Wärme
An die Tage der Gemeinsamkeit
Ich hoffe irgendwann

Erinnerst du dich an mich
und daran, dass wir uns nie Versprechen gaben
Weil es nicht nötig war
Weil wir immer wussten, was wir sind

Erinnerst du dich an mich
An unsere gemeinsamen Kämpfe
An die Nächte in denen wir flogen
Und an das, was wir taten, als wir landeten

Erinnerst du dich an mich
An meinen Zorn, den du stets zu besänftigen wusstest
An die Sehnsucht, die du mit mir teiltest
An die Erfüllung die wir fanden

Erinnern wir uns an uns
Oder sind es nur Wünsche
Und Träume, die wir teilen
Damit wir jetzt überleben können

Erinnern wir uns an uns
oder sind es nur Sehnsüchte die nie erfüllt werden
Und wenn es so ist
Können wir sie nicht trotzdem lebendig werden lassen

Erinnern wir uns an uns
An das was wir waren
An das was wir wieder sein können
An das was uns ausmacht

Erinnern wir uns an uns
An unsere Wünsche
An unsere Gesichter
An unser Leben

Ameldur
09.11.2008, 13:25
Der Mann in der Ecke, der lange nur gelauschet hat euren Reimen,
Sich nun aus seinem Stuhl erhebt, und heiser voträgt die seinen:

Selbst wenn du keinen Einfluss darüber hast ob der Boden,
auf dem du nun stehst und dein eigen nennst,
auf dem schon deiner Ahnen Ochsen einst die Pflüge zogen,
dessen Hügel und Täler du wie deine Seele kennst,

den mit deinem Leben zu verdeitigen du dir geschworen hast,
vor allem Unheil, allen Schäden und Gefahren,
und sei es allein, unter Leid und mit letzter Kraft,
um ihn für deine Kindeskinder zu bewahren,

Nicht doch eines Tages trotz allem untergeht,
und nie wieder daruf gehn wird einer deines Bluts,
der dir und einen Vätern dankt ob euren Muts,

Stattdessen nun das Vieh eures Feindes darauf steht,
so tut dir doch trotz allem die Gewissheit gut,
auf dem Gras das dort wächst klebt auch das ihre Blut!

Hab das zwar schon im Endwar Forum veröffentlicht, aber wer weis, vielleicht hilft es ja dies Klause wiederzubeleben.

Andauril
09.11.2008, 15:35
Arkador der Zauberer


Arkador war ein Zauberer,
den Wein und die Frauen liebte er sehr,
er trank den einen und verführte die andern,
seine größte Lust im Leben das Wandern.

Er kam in ein Land, das groß und grün,
mit Bächen und Seen so wunderschön,
vom König ward er gar freudig begrüßt,
mit warmem Mahl und Tee gesüßt.

Des Königs Tochter hold und rein,
sollt’ Arkadors nächste Eroberung sein,
er fand sie an einem Bache vor,
und an sie sofort er sein Herz verlor.

„Seid mir gegrüßt, bin Arkador,
leiht mir kurz Euer Herz und Ohr,
ihr seid den Göttern gleich so schön,
dergleichen ich noch nie gesehen.“

„Seid mir gegrüßt, Herr Zauberer,
Eure Worte gefallen mir sehr.
Ihr seid bestimmt sehr weit gereist,
Freuen würd’s mich, wenn Ihr mit mir speist.“

Doch während jenes Festtagsschmaus,
brach plötzlich gar schrecklich’ Getöse aus,
ein Monster mit Schuppen wie Feuer so rot,
ergriff die Prinzessin, sie schrie voller Not.

Die Prinzessin fort, der König allein,
Arkador konnte nicht untätig sein,
er packte fest seinen Zauberstab,
und dem König ein Versprechen er gab.

„Ich rette die Prinzessin rein und schön,
ich werde zum Hort der Bestie gehen.
Mit Magie, gar machtvoll stark,
leg ich den Lindwurm in sein Grab!“

Er rief die Winde, hob trotzig die Hand,
auf ihnen zu reiten durchs ganze Land,
die Prinzessin zu retten, das wollt er,
und nach Rache gelüstete es ihm sehr.

Im Berg vor ihm ein Loch sich auftat,
und in den Berg nun Arkador trat,
Zornig Feuer umspielt seine Hände,
und erleuchtete der Höhle Boden und Wände.

Tief in den Berg drang der Zauberer ein,
das Ungeheuer konnte nicht weit sein,
Wut kochte im Herzen Arkadors sehr,
doch die Höhlen, sie blieben leer.

„Komm heraus, du grässlich rotes Ungeheuer!
Für die Entführung der Prinzessin bezahlst du teuer!
Zeige dich, Bestie, und stell dich mir,
denn dann mache ich kurzen Prozess mit dir.“

Der Drache, er hörte die zornigen Worte,
und fauchend er trat durch geheime Pforte,
er atmete ein und dann wieder aus,
die heißen Flammen kamen mit Gebraus’.

Arkador stand im Flammenmeer,
über das Feuer lachte er sehr,
er sprach einen Spruch und grinste dabei,
und Felsen zerschlugen den Lindwurm zu Brei.

„Prinzessin, kommt herbei, vorbei die Not,
ich hab ihn erschlagen, der Drache ist tot.
Euer Vater erwartet Euch sehnlichst schon,
seine Tränen benetzen bereits den Thron.“

Der König voller Freude war,
als er seine geliebte Tochter sah,
gerettet war sie aus des Drachen Hort,
er wollt Arkador danken, doch er war… fort.

Ameldur
10.11.2008, 15:27
http://img247.imageshack.us/img247/2761/walliq8.th.jpg (http://img247.imageshack.us/my.php?image=walliq8.jpg)


Ihr zittert vor der Götter Macht,
ihr fürchtet euch in dunkler Nacht,
ihr lasst euer Schikcksal euch diktieren,
ihr Götterkriecher könnt nur verlieren!

Was haben sie für euch getan,
warum betet ihr sie an,
was versprecht ihr euch davon,
ist blose Hoffnung euer Lohn?

Wann hat euch in euren Leben,
denn ein Gott je was gegeben,
was war den eurer Götter dank,
euer Glauben der ist krank!

Halten sie die Macht füe euch bereit,
die ich euch geben kann jederzeit,
die euch sogleich ganz durchflutet,
weit stärker ist als ihr vermutet?

So schwört doch euren Göttern ab,
mein Lohn dafür ist nicht zu knapp,
kommt, dient mir als euren Herrn,
auf das den Götterkriechern wir das Fürchten lehren!

Kommt, unterwerft euch meiner Macht,
dienet mir, der über alle Götter lacht,
kommt zu mir, kniet euch vor mir hin,
erkennt dass ich, nur ich der Beste bin!

Wass immer ihr wollt, ich kann es euch geben,
dafür schuldet ihr mir euer Leben,
auf dass ihr von nun an bis in alle Zeit,
mir als Diener steht bereit.

Kommt, kommt zu mir herbei,
die Zeit der Götterkriecher ist vorbei,
sie werden vergeben nach den Göttern rufen,
bald schon stehen wir auf ihrer Tempel Stufen!

Zusammen bringen wir den Tod und Leid,
über alle Götterkriecher weit und breit!
Dieses Gedicht habe ich in der Rolle des "Wall", meinem Beitrag für den "Böse Charaktere" Contest, geschrieben, schaut doch mal rein:http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?t=486246

Ameldur
11.11.2008, 19:44
Ihr fragt, warum ich Städt meide,
ich euren Reichtum euch nicht neide,
ich mit meinem Geist und Leibe,
lieber in der Wildnis bleibe?

Warum ich nun voll und ganz,
verzichten kann auf Ruhm und Glanz,
warum ich den nun für meinen Teil,
den lieber in meinem Moor verweil?

Warum ich Knospen, Blüten, Triebe,
mehr als eure Künste liebe,
Morgennebel, Teiche Sonnenschein,
können eure Gemälde schöner sein?

Können so schön wie Vögel singen,
eure Lauten denn erklingen,
eure Melodien und eure Weisen,
als die Laute der Natur die leisen?

Eure Feste, Bräuche, Sitten,
können mir nunmal nichts bieten,
sind sie doch für das nur der Ersatz,
was in eurem Leben nicht hat Platz!

Auf eure Regeln, Gesetze, Pflichten,
kann ich nur alzu gern verzichten,
für mich zählen letztendlich nur,
die ew'gen Gesetze der Natur!

Nach ihnen leb ich all mein Leben,
Silvanus wird mir alles geben,
was in meinem Leben brauch,
und alles was mein Herz braucht auch!

So schwöre ich noch mal auf's neue,
dem Eichenvater meine Treue,
als Dank an ihn und als Beweis,
Das ich sein Werk zu schätzen weiß!


Im Gegensatz zu meinem vorherigem Werk, habe ich dieses in der Rolle geschrieben, in der ich mich nun mal am wohlsten fühle, als friedfertiger elfischer Druide. Ich hoffe es gefällt dem einen oder anderem. Ausserdem ist es sonst nicht meine Art Doppelposts zu schreiben, und ich hoffe daher, das sich wenn ich morgen wieder zur Tat schreite, schon jemand anderes etwas geschrieben hat.
Stört übrigens sicher keinen, wenn's in Prosa ist!

Ameldur
12.11.2008, 20:51
Wir Elfen...

Wie lang sind schon hundert Jahre, ist es eine lange Zeit?
Ist es für euch Menschen, nicht fast schon eine Ewigkeit?
Worin, sagt es frei herraus, ist euer Volk dem unsern gleich?
Ja, eure Städt die sind groß, doch allenvoran an Schlägern reich!

Eure Ritter Rüstungen, erstrahlen zwar in hellem Glanz,
Doch was ist schon schlichte Panz'rung, gegen unsrer Eleganz?
Eurer Magier Macht und Wissen, ja, es stimmt, beides ist groß,
Doch können sie auch das erreichen, was Corellion uns legte in den Schoss?

Eure Intelligenz und Weisheit, reichen beide zwar sehr weit,
Doch für richt'ge Überlegung, fehlt euch letztendlich doch die Zeit!
Wircklich schön sind eure Lieder, Gemälde, Reime, Texte, Tänze,
Doch sie erreichten und erreichen, sie die unseren doch nie zur Gänze!

Eure Herrscher sind zwar mächtig, gewand in der Diplomatie,
Doch war nicht Niewinters Gründer, der Goldelf Lord Halueth Nie?
Eure großartige Kultur, werdet ihr zwar noch zur Spitze treiben,
Doch im Gegensatz zur unsren, wird nicht lang dort eure bleiben!

Wenn ihr auch voll Stolz brüstet, was ihr erreicht in letzter Zeit,
So muss ich euch doch sagen, lang vor euch waren wir so weit!
Was, sagt mir, ist euer Antrieb, was eurer Leben Sinn bestimmt,
Welcher Grund sorgt den dafür, dass ihr so gern den Helden mimt?

Ist es denn eure Ehre, Sitte, Überzeugung, ist es wahrer Heldenmut,
Ohne Neid muss ich euch sagen, euer Werk, das macht ihr gut!
Noch seid ihr noch nicht so weit entwickelt, wie wir es nun einmal sind,
Doch ist eure Rasse und Kultur, gegen die uns're noch ein Kind,

Eines Tages, bin ich sicher, seit ihr uns an Wissen und Erfahrung gleich,
Und mich würd's nicht überraschen, wenn dieser Tag nicht mehr ist weit.

Wer errät, welches mein Lieblingsvolk ist? Der Gewinner erhält das Recht, den nächsten Beitrag zu verfassen.

Ameldur
13.11.2008, 21:56
Stille über Merdelain...

Stille, sie liegt über Wald und Wiesen,
und auch über meinem Moor,
auf den Sümpfen ebendiesen,
in denen ich mein Herz velor,

Jahre, Jahrzehnte ist es schon her,
seit wir kämpften den Kampf dort,
gegen jenen Fürst der Schatten der,
dafür sorgte dass alles fast ich verlor,

Wo wir schlugen jens Schlacht,
die nun 'mal jemand musste schlagen,
um zu brechen des Schatten Macht,
beinahe hätte uns erschlagen,

die Gewölbe und die Höhlen,
all das Geröll und all die Steine,
mit jenem schrecklich Donnergröllen,
dort, wo um ein Haar nur meine,

Freunde dort nicht ihr Ende hätten gefunden,
hätten ich und Sand und Elanee,
uns alle nicht dem Tode entwunden,
verzeihen könnte ich's mir nie,

wären sie in den Tod gegangen,
nur weil ich sie darum hab gebeten,
ich weiß nicht was ich angefangen,
hät, hät nicht können ich sie retten,

Sand's Zauberschild brachte Schutz uns allen,
während ich und Elanee, es volbracht,
als Erdelementar zu stützen die alten Hallen,
so flohen wir durch einen engen Schacht,

es war eine sehr knappe Sache,
dass wir es haben grad so geschafft,
und daran war nichts zu lachen,
es war echt mit allerletzter Kraft,

mit der wir uns alle und alle rett'ten,
die in ganz Faerun haben gelebt,
erhört wurde ihrer und unser Beten,
doch - wir wollten nich dass man uns erhebt,

ob der Taten die wir haben vollbracht,
in noch höcher Posten und Amt,
darum haben wir lang nachgedacht,
wie weiters wir bleiben unerkannt,

Khelgar ging ganz stil und unerkannt,
zurück zu der Eisenfäuste Clan,
Sand ging weg von diesem Land
und zog nach Immerdar sodann,

Neeshka fand ihr Glück in Ahm,
bei den Schattendieben dort,
Grobnar schloß an seine Forschung an,
um Wendersnaven zu suchen ging er fort,

Casavir ging zur Kreuzfeste zurück,
außer Kathrione ihn niemand hat erkannt,
bei ihr fand er auch sein Glück,
und ging ein mit ihr das Eheband,

Ammon hatte seinen Sieg errungen,
für den er zog durch alle Land,
der Fürst der Schatten war bezwungen,
in seinem Leben er nun Ruhe fand

Zjahwe nahm das Silberschwert an sich,
mit zurück in ihre Ebene,
löste seine Bindung an mich,
auf das ich hier mein eignes Leben lebe,

ich unterdessen blieb in Merdelain,
um zu hüten dort die Harmonie,
doch ich blieb dort nicht allein,
denn bei blieb meine Elanee...




So und nicht anders sah das Ende des Kampfes gegen den Fürst der Schatten aus, wenn euch jemand etwas anderes erzählt hat, ist derjenige auf ein Gerücht hereingefallen...

Andauril
14.11.2008, 22:25
Klagelied einer verzweifelten Elfe

Ich sitze hier seit vielen Stunden,
mein Körper ist bedeckt von Wunden,
und ebenso ist's auch mein Herz,
es schreit und weint vor lauter Schmerz.

Einst war ich frei, ein Kind der Sonne,
tanzte unter den Sternen voll Wonne,
ich war umgeben von Freunden und Liebe,
doch dann kamen sie, die schwarzen Diebe.

Die Haut schwarz, die Augen rot,
sie erschlugen die meinen und brachten Tod,
sie verschleppten mich in ihr dunkles Reich,
wo jeder Schatten der Finsternis gleich.

Als Sklavin brachten sie mich fort,
verkauften mich an einen dunklen Ort,
Haus Aleanrahel sollte mein Herr nun sein,
und inmitten Ched Nasads war ich allein.

Tags war ich tapfer, vergoss keine Tränen,
selbst wenn Peitschenschlangen mich bissen mit giftigen Zähnen,
doch nachts lag ich da, und weinte voller Gram,
über das, was man mir alles nahm.

Ich habe versagt, ich weiß es genau,
hier sitze ich nun, mehr Mädchen als Frau,
eine Sonnenelfe im dunklen Unterreich,
ich wirke hart, doch mein Herz bleibt weich.

Ich habe verloren, was wert war zu leben,
nun bleibt mir nichts and'res als mich zu ergeben,
sie werden mich opfern ihrer Königin der Spinnen,
ihrem Netz kann ich nun nicht mehr entrinnen.

Zwei Dekaden und eine halbe sind vergangen,
seid die Drow mich nahmen gefangen,
trotz meiner großen Geisteskraft,
habe die Flucht ich nicht geschafft.

Nur drei Tage verbleiben mir noch,
dann wird genommen von mir dies Joch,
dann wird man mich opfern, mir nehmen das Leben,
ich bitt' dich, Dame Goldherz, mir zu vergeben.

So harre ich nun meiner letzten Reise,
enden werd' ich wohl nun als Spinnenspeise,
ich flehe euch noch ein letztes Mal an,
rettet mich bald oder verlasst mich sodann.

Ihr Seldarine, hört an mein Flehen!
Soll mein Leben wirklich so vergehen?
Ich habe euch mein ganzes Leben geehrt,
rettet mich, bitte, oder bin ich's nicht wert?

Oh seht meine Tränen, oh seht meine Not!
Kommt mir zu Hilfe, sonst bin ich bald tot!


Vielleicht habt ihr es schon bemerkt. Dieses Gedicht (oder Lied) beschreibt den Zeitpunkt drei Tage vor der geplanten Opferung meines Hauptchars Andauril Siin'taril.

PS: Bist du jetzt zufrieden, Merdi?;)

Ameldur
15.11.2008, 17:52
Ameldur

Wir haben's geschafft, es sind verschunden,
die Drow welche schlugen hier ihr Langer auf,
Ich versorgte meiner Verbündeten Wunden ,
um sie zogen weiter in die Welt hinaus,

Um die Drow zu jagen und zu töten,
Schade nur, das sie was sie mir versprachen,
zu halten nicht hielten von Nöten,
und auf sogleich auch wieder brachen,

Dabei hatte ich mich so gefreut,
zu ersten mal in meinem Leben kennen zu lernen Elfen,
doch habe ich es nicht bereut,
bei ihrem Wirken ihnen zu helfen,

Nur einmal wollt leben ich unter meinesgleichen,
Ich, der stets lebte in den Wäldern, lebte unter Bäumen und bei den Tieren,
ich hoffte dass sie so bald nicht weichen,
von meiner Seite, wollt die Gelegenheit nicht noch mal verlieren,

Freunde zu finden, außer den Tieren hier,
mit denen mein Leben ich bisher verbracht,
doch es wurde nichts daraus, sie blieben nicht bei mir
zu ihrer Jagt haben sie sich wieder aufgemacht.

Wen die Drow nun lauerten, und warum, ich weis es nicht,
doch muss es jemand wichtiges sein, da wette ich darauf,
sonst wären nicht gekommen sie bei Tageslicht,
raus aus ihren Höhlen, an die Oberfläche herauf,

um nur Sklaven zu jagen es zu viele waren,
Denn hätteten die Kämpfer Shevarash's,
Mich um Hilf wohl kaum gebeten, gegen ihrer Scharen,
jetzt muss ich jene finden auf ihrem Marsch,

denen dieser geplante Hinterhalt,
Welchen die verdammten Drow legten,
denn nun eigentlich galt,
und ihnen folgen auf ihren Wegen,

Um sie vor den Drow zu warnen,
Ihnen vielleicht sogar zu helfen,
durch ihre künftigen Gefahren,
Sag, waren es nicht gerad die Elfen,

die oft gejagd werden von denen die Lolth verehren?
Wenn ja, es wäre gar wunderbar,
Denn die könnten dann gar nicht mir verwähren,
Mir endlich zu zeigen Immerdar,

Zumindest würde ich sie bitten,
mir, der davon nur Legenden weiß,
zu zeigen meines Volkes Sitten,
und, zumindest sag ich mir das leis,

könnt vielleicht sogar mich mit ihnen,
freunden an, denn muss es denn so sein,
das wir, die dem Eichenvater dienen,
unser Leben verbringen oft allein?

Täuschen mich meine Augen denn?
Sind die, die da kommen den die jen‘gen,
denen die Dunkelelfen lauerten,
Wenn’s so ist folg ich ihnen von nun an auf ihren Wegen!

So, dies ist nun die Geschichte, wie ich ins Rollenspiel einsteigen zu gedenke, in dichterischer Form.
Ich glaube es müsste sich bis spätestens morgen abend ausgehen, die passende Gruppe zu finden, seht euch doch das Diskussionsforum an, ein paar zusätzliche Leute könnten dort nicht schaden...

Andauril
15.11.2008, 19:05
Disclaimer: Dieses Gedicht stammt nicht von mir! Es stammt vermutlich aus irgendeinem Quellenband und ich stelle es hier nur rein, weil ich sehr schön finde und glaube, dass es jeder Elfenfan kennen sollte.

(Eilistraee: )...Nein, Vater, nein; der Himmel rein
soll nicht befleckt mit Schande sein
mit dem, was ich vergeblich suchte
in jener, die Euch dann schon fluchte
als Ihr noch liebtet.

Ich bin allein; allein hab ich versagt
verkannt, was wäre meine Pflicht
und was mein Recht. Ich bin verzagt
vor der Gewalt; nun richt
- ich bitt Dich, richt mich strenge, Vater.

(Corellon: ) - Mein Kind, das kann ich nicht.
Es war ein strenges Urteil das jene dort verbannte
sie in die Tiefe trieb und sie mit Sonnenlicht verbrannte
Halt ein! Jedoch, Du warst es nicht!
Ich war es, der versagte.
Niemals kann ich Dir fordern-

(Eilistraee: ) - doch kannst Du wollen, Vater!
(Corellon: ) - Nein, auch ists mein Wille nicht! Bleib hier!
(Eilistraee: )- Das ist zuviel der Marter;
Folter nur - Vergebung will ich nicht! Büssen muss ich!
(Corellon: ) - Ich kann Dich nicht hindern.

Doch wisse, Tochter, Tänzerin,
daß Treue teuer ist, und wenig Lohn
und Brot enthält. Doch spüren sollst Du keinen Hohn
kein Hass Dir gelte, Wege-Ebnerin
- im Gegenteil, Dein Mut scheint grenzenlos.

(Eilistraee: )So geh ich in die Tiefe.
Auf daß nun jeder, der mich ernstlich riefe
doch noch Erlösung finden mag
und wenn ich mich nach oben wag
so ists das Mondlicht, daß mich zog.

(Corellon: )Muss es wohl sein, so seis Beschluss
auch wenn mir mehr und mehr Verdruß
aus diesem Bann erwächst. Dir, Tochter, mögen stets allein
all' Wege grün und golden sein,
egal, wie dunkel die Mission.

Andauril
15.11.2008, 19:38
Niedergang

(Die Verräter) : Für die Macht, für die Macht allein,
stoßen wir unser Schwert ins Herz der Feinde,
Lolth gab uns Macht, sandte uns Wendonei, so all es sein,
wir ringen nieder die elfische Gemeinde!

(Erzähler) : Oh weh, welch schreckliche blutige Tat,
so viel Leid, so viel Schmerz, so viel Tot,
die Illythiiri überfallen Miyeritar, den glorreichen Elfenstaat,
Elfenkinder schreien voller Not.

Und in der Ferne seh ichs schon,
die dämische Göttin der Spinnen lacht,
Araushnee sitzt auf ihrem Thron,
und sieht voller Freude, was die Illythiiri haben vollbracht.

(Die Verräter) : Seht, wie sie schrein und um Gnade flehn!
Ihr endlos' Leid soll unser Macht Flügel verleihen,
ihr lästiges Gejammer klingt in den Ohren uns schön,
Miyeritars Boden wollen mit Blut wir nun weihen!

(Erzähler) : Welch grausige Tat, Miyeritars Pracht,
nun gefallen das Elfenreich, getötet die Tel'Quessir,
die Grünelfen fliehen, das Volk von Illithiir lacht,
und gefallen mit Miyeritar sind auch die Verräter hier.

(Die Elfen) : Corellon, Schöpfer, hör an unsere Bitten,
die Ilithiiri haben verraten, alles was einst gut war
sie verieten dich, unser Volk und all unsere Sitten,
überfielen uns, töteten uns, und lachten gar!

(Corellon) : Ihr Elfen, meine Kinder, hört meine Worte!
Euer Flehen blieb nicht vergebens!
Geht nun zu eurem heiligsten Orte!
Auf das wir Strafen die Diebe des Lebens!

(Erzähler) : Die Elfen, sie versammeln sich leis,
sie preisen Corellon und Angharradh laut,
die mächtigsten Hochmagier, sie stehen im Kreis,
gar mächtige Magie sich zusammenbraut.

Und Corellons Macht ströhmt durch einen jeden,
sie überschwemmt die Verräter, die brachten den Tod,
überall auf Faerûn hört man den Coronal Arvandors reden,
er rächt seine Kinder, rächt ihre Not.

(Corellon) : Ihr habt verraten, was edel und gut,
verdammt sollt ihr sein, Dhaeraow, vergerbt das Gesicht,
wandelt auf ewig im Schatten, scheut der Sonne glut,
denn Verräter wie euch dulde ich nicht!
Die Haut sei schwarz wie Asche nun,
euer Haar soll nun erblassen,
gebrandmarkt sollt ihr sein, niemals sollt ihr ruhn,
und alle meiner Kinder werden euch hassen!

(Erzähler) : Und sie, gewirkt von Corellons Worten,
und die machtvolle Hochmagie der Tel'Quessir,
schreien nun Illithiiri an allen Orten,
die Sonne brennt in ihren Augen hier.

Ihr Haar ist weiß, ihre Haut dunkel,
sie fliehen ins finstre Unterreich,
niemals mehr sollen sie sehn der Sterne Gefunkel,
bis Corellons Herz zu ihnen wird weich.

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, handelt dieses Gedicht vom Verrat der Ilithiiri an der Elfenheit und den Seldarine, und von ihrer Strafe. Ich habe es selbst gedichtet, anders als das Gedicht, das ich zuvor gepostet habe. Mich faszininiert dieser Teil der elfische Geschichte einfach ungemein.

Ameldur
15.11.2008, 20:32
Ich kenn keine anderen Elfen,
weiß nichts über "unsere" Kultur,
"Zivilisierte" traf ich selten,
lebte stets in der Natur,

bin es doch nur gewohnt zu wandeln
durch die Wälder, Moore, Wiesen,
langsam beneide ich die andern,
die Freund, und Liebschaften geniesen,

meine Familie waren stets nur Tiere,
meine ganze Lieb der Landschaft galt,
die Freud daran langsam ich verliere,
hab nichts erlebt, und werde alt,

ach, hät ich doch nur eine Elfe,
die mich liebt, und ich sie auch,
hät so gern eine bess're Hälft,
statt dieser Leere in Brust und Bauch,

mein Leben lang hab ich nur verachtet,
die die auch für andere Leben,
nun wär ich auch gern beachtet,
von einer Frau, was würd ich geben,

auch verlassen mich meine Kräfte,
schwächer wird mein Lebensgeist,
Ach, wenn ich doch nur jemand hätte,
der mir jetzt durch die Haare streicht,

meine Zeit dauert nicht mehr langen,
nein, meine Angst gilt nicht dem Sterben,
stattdessen gilt mein Bangen;
Wird es überhaupt jemand merken?

die Natur wird nicht um micht trauern,
ach, wie gern blieb ich unvergessen,
stattdessen seh ich nur Tiere lauern,
sie wollen nicht trauern, sie wollen mich nur fressen!

*schweisgebadet aufwach*

NEIN! So soll nicht sein mein Ende!
Sterben will ich nicht allein,
ich geb meinem Leben eine Wende,
ein neuer Sinn soll mein eigen sein,

Suche mir Freunde, zu teilen Freude und Leid
werd mir suchen in Bergen und in Eb'nen,
in Wälder und Städten, eine holde Elfenmaid,
als Geliebte, als Partnerin für mein Leben!

Dieses Gedicht soll die Motivation Ameldur's seine Wälder zu verlassen, und mit Paniethiewien zu ziehen verdeutlichen...
Mir fehlt übrigens noch ein passender Titel, wenn jemand einen Vorschlag hätte, wäre ich sehr dankbar!

atur
16.11.2008, 11:42
Drachen

Diese Kreaturen sind mit Stärke und Intelliegenc bezeichnet,
auch mit zohrn und hass haben sie mich begleitet,
und habe sie sogar geleiet.

Das geschrei der Drachen kann heiss sein und kann viel verheissen,
aber die meisten lassen sich unter reissen,
Ja hoch fliegen sie,und groß siegen sie,

Liebe der Drachen kann vieles bedeuten,
meist sogar Streiten,
Ich bin ein vererher dieser Tiere,
und hasse Pferde gewiere.

Sie können groß und mächtig sein,
aber Nestlinge auch klein,
Oh Drache,höret mich an,
Oh Drache,sag mier was das sein kann.

"Ein gedicht soll es sein,
fein,klein und gemein.:G

Ameldur
16.11.2008, 14:02
Die Geister dieser Lichtung...

Ich höre eine Stimme in meinem Kopf,
Eine? Nein, es sind mehr an ihrer Zahl,
Ich höre Stimmen, tief in meinem Kopf,
Ich höre Stimmen, ich sag es noch einmal,
Ich höre Stimmen, tief in meinem Kopf,
sagt mir doch; bin ich noch normal?

Was sie mir sagen versteh ich nicht,
es ist ein Sprache, das ist mir klar,
doch was die Stimme zu mir spricht,
Nein, was zu mir sprich ein ganze Stimmenschar,
was denn diese nun zu mir spricht,
wird mir nicht und nicht gewar,

Schließ ich meine Augen, seh ich ein Gesicht,
Nein, es sind mehrere, mehrere Gesichter,
schließ ich meine Augen, erlange ich die Sicht,
auf gar viele Gesichter, sie kommen immer dichter,
näher an mich heran, und ich zweifle nicht,
das sie mich einmal berühren, jetzt seh ich auch noch Lichter,

Die mir folgen, um mich tanzen,
in enger werdenten Kreis,
und auch Bäume und auch Pflanzen,
die, jetzt werde ich erst bleich,
zu mir sich bewegen, und wie Lanzen,
ihre Äste heben, meine Knie werden weich

Sagt mir, verliere ich den Verstand?
die Verwirrung wird immer größer,
wird doch jetzt auch mein Gewand,
zu Geweben von Zweigen und Gräser,
verschwor sich gegen mich das Land?
ich schreib das als Warnung, und rate dem Leser,

zu verschwinden so lange er noch kann,
so fängt er wie ich, verrückt zu werden an...

Was soll ich sagen, ich wollte mich mal etwas austoben...
Sollte es dennoch jemanden gefallen, rate ich dringend einen Psychiater aufzusuchen. Vielleicht treffen wir uns dort ja...

Black Jester
16.11.2008, 14:10
Gedanken eines lesenden Barden

Heftig geschüttelt und wenig gerührt
Betret’ ich erneut unsere Klause.
Offenbar hat Euch die Muse verführt
Nach längerer Schaffenspause

Der früheren Dichter und Denker,
Der Schmiede des Reims und des Rhythmus
(der vorgab, wohin man halt mit muss
bei Strafe von Richter und Henker.. ;) ).

Befreit von den engstirnigen Regeln
Der Grammatik und Orthographie,
sans gêne hier manch’ Reime sich flegeln
bar Metrik und Satzmelodie.

Gar dunkel bleibt auch der Sinn mancher Zeile.
Gewiss, die Drachen wiehern nicht.
Pardon, ist das schon ein Gedicht?
Schmuck für die Klause solch sprachliche Eile?

Freundinnen, Freunde der elfischen Kunst,
ich bitte Euch, das könnt Ihr doch besser!
Erzwingt nicht zu stürmisch der Muse Gunst,
Setzt lieber mal an das scharfe Messer

der Selbstkritik, mit lautem Lesen
Erforscht der Lyrik scheues Wesen,
Im Ringen um grüne Lorbeerkronen
Für Niewinters Barden-Attraktionen...

Andauril
16.11.2008, 15:03
"Namaarie"

Als ich dich traf, war voll den Haar,
deine Augen voller Licht und klar,
dein Schritt voll Schwung und Kraft,
du hast so gerne gelacht.

In dieses Lachen habe ich mich verliebt,
du hast mir gezeigt, dass es Freude gibt,
du hast mein Herz mit Freude erfüllt,
hast es immer wieder hinaus gebrüllt.

Viele Jahre vergingen, und mit ihnen das Leben
diese kurze, dass haben dir die Götter geben,
ich sah, wie dein Haar schütter wurde und deine Auge trübe,
doch kein einziges Mal schwand meine Liebe.

Ich sah dich sterben, dich Liebe meines Lebens,
der Versuch, dich zu retten, er blieb vergebens,
ich weinte, als das Leben dir wich,
warum, Liebster, hast du verlassen mich?

Fünf Jahrzehnte habe ich an deiner Seite gelebt,
habe mit dir nach höheren Zielen gestrebt,
habe für dich getanzt, sang nur für dich,
dein Tod versetzte meinem Herz einen Stich.

Oh, meine Familie warnte mich davor,
als ich an dich mein Herz verlor,
vor deinem kurzen Leben warnten sie mich,
doch ich war verliebt und hörte sie nicht.

Und nun, du bist vergangen im Wind,
im Vergleich zu mir warst du noch ein Kind,
als du starbst und doch kann ich nur weinen,
nicht mal die Götter können uns noch vereinen.

Ach Liebster, welch grausames Spiel,
spielte mit uns Hanali Celanil?
Du bist mir genommen, auf immer verloren,
nur dir hab ich ewige Liebe geschworen,

und nun sitze ich voller Gram,
an deinem Sarg, halt deinen Arm,
du verlässt diese Welt, welch Unglück
und lässt weinend mich zurück.

Ich singe dir ein letztes Lied,
nehm' von dir nun Abschied,
du hast mir Jahre voll Freude gegeben,
namaarie, mein Liebster, ich hab dir vergeben.

Dieses Lied handelt von der Liebe zwischen einem Menschenmann und einer Elfenfrau, genauer gesagt, von den Gefühlen einer Elfe, als ihr menschlicher Liebster gestorben ist.

Peryacathiel
16.11.2008, 20:07
Nach so langer Zeit ein bekanntes Gesicht,
in der nun belebteren Schänke!
Die Skepsis, Black Jester, verdenk' ich Euch nicht,
da ich doch sehr ähnlich auch denke.
Ich wundere mich, was hier alles geschieht,
in unelfisch menschlicher Eile -
obwohl ich sonst an einem einzigen Lied
sehr lange und gründlich stets feile.

Nun jagt man in riesigen Schritten voran,
als gäbs keine Zukunft, kein Morgen.
Wenngleich ich doch "nur" eine Peredan bin,
beginnt mich die Hektik zu sorgen.
So sitze ich schweigend am Rande der Bar
und lausche den singenden Wesen.
Mag sein, daß ich einst wieder dichte sogar -
doch erst, wenn's auch reif ist zum Lesen...

Shaori Dragonblood
17.11.2008, 20:47
reality

surrounded by people
never alone
but always feeling lonely

thousand broken dreams
but noone cares

tears in your eyes
people blame you for your weakness
but noone tries to understand

they talk about humanity
but only care for themselves

and you think to yourself:
"is this world worth to live on?"

you decide to die
and noone cares

Hallo, ich hoffe es stört nicht, dass mein kleines Gedicht auf Englisch ist und sich nicht reimt...

...und bitte nicht falsch verstehen, es ist nur ein Gedicht

Shaori Dragonblood
18.11.2008, 19:26
cold

your heart
is covered with an amour of ice
but what can i do to melt it?

you treat me so cold
and i feel i can't hold
you to stay here forever

you are playing a game
and it's always the same
way you leave me alone

but although you hurt me
i want you to be with me
until the end of time

your heart
is covered with an armour of ice
but i hope that one day i'll melt it

Ameldur
18.11.2008, 20:41
Die Kunst ist frei!

Wir sind nicht alle Barden,
singen nicht alle gut,
doch, was soll ich sagen,
wir tun es frohgemut!

Gewiss, es küsst die Muse,
nicht immer wenn ma will,
doch kommt sie nie zum Kusse,
hält man nur ewig still,

Ist es nicht viel wicht'ger,
zu freuen sich am Werk,
was sagen unsere Dichter,
ist es nicht viel mehr wert,

Wünsche und Gefühle,
von der Seele sich zu schreiben,
als blos eine Kunst,
zur Vollendung zu treiben?

So dichten wir hier weiter,
bar von allen Regeln,
wir sind halt lieber heiter,
sind gar lieber Flegeln,

Als unsere Gedanken,
nur weil es besser klingt,
zu halten in Schranken,
weil es gar nichts bringt,

Sich selber dort zu zügeln,
wo man frei sein kann,
wo den Gedanken wachsen Flügeln,
ich denke nicht daran!

So pfeif ich auf jeden Zwang,
egal ob's euch gefällt,
befrid'ge meinen Drang,
zu schreinen in die Welt,

"Behaltet eure Regeln,
denn die Kunst ist frei,
lasst unser Glas uns drauf heben,
dass es immer so sein!"


Eure Meinung ist mir wert,
darüber nachzudenken,
doch ist es verkehrt,
zu versuchen uns zu lenken,


zwar dünke ich euer "Klagen",
nicht als bös gemeint,
doch lass ich mir nicht sagen,
wie man richtig reimt,



Nein! Ich bin euch nicht leid,
freu mich wieder von euch zu lesen,
doch in der Zwischenzeit,
lebt wohl, musisch begabte Wesen!:gratz

Shaori Dragonblood
04.12.2008, 20:41
Einer Kerze Licht

Einer Kerze Licht,
ein Hoffnungsschimmer in dunkler Nacht.
Ich fürchte mich nicht
vor der Finsternis Macht.

Bist du auch nicht hier,
bin ich nicht allein.
Du wirst immer
in meinem Herzen sein.

Ich sehe dein Gesicht,
deinen Geist, der über mich wacht.
Du bist einer Kerze Licht,
ein Hoffnungsschimmer in dunkler Nacht.

Ja, ich schreibe immer ziemlichen Unfug, was soll's... Es lebe der Schwachsinn.
Und in diesem Fall ist es sentimentaler Schwachsinn. Ups.

Andauril
05.12.2008, 21:50
Liebe einer Alu oder Das größter aller Opfer


Ein Wort nur, ein Satz, wär der größte Schatz,
so sprich doch zu mir, doch du liegst nur still hier,
erwache, erwache, erhebe dich, lache,
sieh mich an, mein Leben, für deines würd' ich meines geben.

Oh weh, welch Qualen, für meinen Fehler musst du bezahlen,
ich erkenne, es ist ungerecht, die Welt ist traurig und schlecht,
du liegst sterbend danieder, Leben verlässt deine Glieder,
dabei war es mein Fehler, nicht deiner, doch glauben wollte mir keiner.

Im dunklen Abyss hab ich dich verführt, hab dich mit bebenden Fingern berührt,
mein dämonischen Blut ließ mein Herz verlangen, zu nehmen deine Seele gefangen,
ich spielte dir tiefe Liebe vor, säuselte süße Worte dir ins Ohr,
doch mein Vater war Mensch wie du, und sein Blut gab meiner Seele Ruh'.

Ich konnte nicht empfinden Liebe, doch dein Anblick erweckte die Triebe,
in meiner Brust so unbewusst war nur noch Liebe, keine Lust,
doch damit war mein Fehler begangen, deine Seele schon gefangen,
Geliebter, mein Leben, für deines würd ich meines geben!

Ich war böse, doch du hast das gute erweckt, das tief in mir steckt,
ich war falsch, doch dein Vertrauen, ließ mich das Gute in mir erschauen,
ich war schlecht, doch durch dich tat ich zum ersten mal recht,
erwache, erwache, erhebe dich, lache!

Oh Liebster, ich kann sie schon sehen, vergebens für sie, ich lass dich nicht gehen,
verzeih mir, doch mein Dämonenblut, schürte in mir gar feurige Glut,
doch ich will dich nur retten, zersprengen, zerreißen die Ketten,
steh auf, mein Liebster, und lauf!

Ach weh, nun kommt die Stunde schon, anscheinend wird nun Verdammnis den Lohn,
doch nein, ich lass es nicht zu, ich werde dich durch mein Opfer befrei'n,
ein Stich in mein Herz, ich gebe dich frei, nun denn, lebewohl, es sei,
ich spüre den Schmerz, der Dolch zerstört mein Herz.

Ich sinke nieder und kann dich sehen, die Dämonen lassen dich nun gehen,
geh nun fort, verlass diesen Ort, hier zu bleiben wär' Mord,
du warst meine Seele, mein Herz ist zerstört nun von Schmerz,
fliehe rasch, mein Leben, denn für deines hab ich meines gegeben.

Ameldur
06.12.2008, 11:22
Dein Schmerz

Ich blicke dir in deine Augen,
sehe deine Entschlossenheit,
deinen Stolz und deine Leidenschaft,
mit der du für deine Sache kämpfst,
an der du mit deinem ganzen Herzen hängst,
seh deine Klugheit und deine Kraft,
doch blicke ich in sie läng‘re Zeit,
kann ich all das nicht glauben

Seh ich dich länger an,
seh ich was dich betrübt,
deiner Seele bitt‘re Klage
seh ich deine Enttäuschung,
seh deine Trauer und Verzweiflung,
ich es stellt sich mir die Frage,
ob mein Wissen wohl genügt,
damit ich dich trösten kann?


Ich berühre deine Hand,
ruhig schließt sich dein Griff,
sanft umfasst du meine,
ich fühl, was ich nie gedacht,
was ich zu träumen nie gewagt,
ich denke nur das eine,
so jemanden wie dich,
habe ich noch nie gekannt.


Halt deine Hand ich länger fest,
spüre ich deine Unsicherheit,
deine Zweifel ob all das echt ist,
ob ich nicht mein Spiel treibe,
ich wirklich immer bei dir bleibe,
ich spür, dass du nicht sicher bist,
ob du für all das bist bereit,
spür Misstrauen, einen kleinen Rest,

Werden wir den je glücklich sein miteinander?
Können wir denn für immer zusammen sein?
Kann ich dir den je nehmen deinen Schmerz,
deine Unsicherheit und dein Misstrauen verjagen?
Ich werde alles dafür tun, doch kann ich nicht sagen,
ob es mir denn gelingt zu bewahren dein Herz,
davor zu bleiben für immer ganz allein,
doch ich weiß, unser Glück finden wir nie ohne einander…

Dies ist zwar ganz anders als meine bisherigen Werke, und ich weiß nicht ob es euch gefällt, aber ich wollte einfach mal etwas neues versuchen, also seid bitte nachsichtig.
EDIT: So, jetzt werd ich mal die Dichterklause als Wegweiser missbrauchen (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=7569062&#post7569062)

Shaori Dragonblood
06.12.2008, 18:36
Eine junge Schurkin applaudiert kurz, ihr zumindest haben die Gedichte von Andauril und dem Hüter Merdelains gefallen.
Dann spricht sie:" Zwar sind meine eigenen Verse eher minderer Qualität, doch hoffe ich, dass niemand es mir übel nimmt, wenn ich trotzdem noch etwas vortrage..."

In alle Ewigkeit
Es steht an einem verrwunschnem Ort
ein Fels von seltsamer Gestalt.
Es scheint, als säß ein Mädchen dort
und schaut traurig in den Wald.

In mancher sternenklaren Nacht
erzählt der Wind, was einst geschehn.
Sehnend hält ein Geist hier Wacht,
den Liebsten wiederzusehn.

Aus einem Dorf am Waldesrand
stammte das Fräulein her.
Ein Jüngling griff einst ihre Hand,
schwor, dass er liebte sie sehr.

Auch sie verliebte sich in ihn,
sie war'n ein schönes Paar.
Doch manchmal siecht Glück schnell dahin,
wie in diesem Fall es war.

Dämonen griffen an das Land,
der Jüngling zog hinaus.
In der Schlacht sein End er fand
und kam nie mehr nach Haus.

Auf der Lichtung nach ihm zu harren,
gab die Liebste ihm ihr Wort.
Gemeinsam sie spazieren waren,
gar oft an diesem Ort.

Treu wartete sie jahrelang
auf seine Wiederkehr.
Von ihrem Liebsten oft sie sang,
ihr Herz wurde ihr schwer.

Als man kam, nach ihr zu sehn,
da war sie nicht mehr da.
Wo sie sonst saß sah man nun stehn
einen Felsen, sonderbar.

Trauer machte schnell sich breit,
man erkannte sie in dem Stein.
Zu warten in alle Ewigkeit
sollte ihr Schicksal sein.


Ohne ein weiteres Wort entschwindet die Schurkin zurück in die Schatten.

Shaori Dragonblood
12.12.2008, 19:19
ja, schon wieder ich

miss you

because i was afraid
i sent you away
but now i see that i miss you
i said "leave me alone,
you better go back home"
but now i see that i miss you

you showed me your world of darkness
i painted my world in surreal colours
we were an uncommon couple
and all people pointed on us with their fingers
and because i was afraid
i sent you away
but now i see that i miss you
i said "leave me alone,
you better go back home"
but now i see that i miss you

where are you now?
i want to meet you again
because i miss you
but i don't know how
to tell you that i was wrong
please believe me that i miss you

Du

Du, nur du, bist alles was zählt.
Du, nur du, bist alles auf der Welt.
Du kommst und du gehst, so wie es dir passt,
alles ist richtig, egal was du machst.

Du, nur du, bist alles was zählt.
Du, nur du, bist alles auf der Welt.
Ich hab zu tun alles was du mir sagst,
muss immer zuhören, wenn du dich beklagst.

Du, nur du, bist alles was zählt.
Du, nur du, bist alles auf der Welt.
Wenn ich etwas möchte kann's nicht wichtig sein,
du gehst dich amüsieren und ich bleib allein.

Du wirst nie verstehen, wer ich wirklich bin.
Bei dir zu bleiben macht für mich keinen Sinn,
denn du, nur du, bist Nichts was für mich zählt,
glaub mir, du, nur du, bist nicht das Wichtigste auf der Welt.

Morgana
08.01.2009, 15:37
~* Drachenherz *~

Ich zeigte dir, wie Drachen lieben
ich gab dir deinen Stolz zurück
du hast mich dafür gemieden
die Flügel zerbrochen
Stück für Stück


Ich gab dir einst mein Drachenherz
verwundbar, heiss und rein
du hieltest es in kalter Hand
und grubst es einfach ein


Ich wollte dir soviel noch zeigen
dich tragen mit dem Wind
du wolltest auf der Erde bleiben
wo Deinesgleichen sind

http://www.dasdrachentor.de/Hineingeschaut/redrosedragon.jpeg

So nehm ich meine Drachenliebe
und fliege wieder fort
wenn du nach meinem Herzen suchst
das lass begraben dort


Mein Herz ist eine Perle jetzt
zerbrechlich, kalt und weiss
ein Schatz - gewiss - such nur danach
doch Kälte ist der Preis


War’s das nun, was du haben wolltest?
Ein Herz, erstarrt zu Eis?
Als du es hieltst in deiner Hand
da lebte es - war heiss...


~*~

von DragonPearl (http://www.dasdrachentor.de/Hineingeschaut/hineingeschaut.html)

~*~


Leider nicht von mir - aber es passt hier hervorragend rein, deshalb hoffe ich es ist trotzdem o.k. ^^