PDA

View Full Version : FR-Rollenspiel #2



Pages : [1] 2

Serpico
22.12.2007, 08:49
seit August 2007
Planet Neverwinter RPG (http://www.jedipedia.de/wiki/index.php/Platt_Okeefe)

http://upload.worldofplayers.de/files/title_beta_1.0.jpg (http://www.jedipedia.de/wiki/index.php/Sab%C3%A9)

Seid gegrüßt, Reisender.

In diesem Thread wird das Rollenspiel, dessen Ursprung in der „Neverwinter Bar #19" (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?t=258722&page=4) zu finden ist, fortgesetzt. Das Rollenspiel ist in den Forgotten Realms (FR) angesiedelt, jener Fantasy-Welt von Ed Greenwood, in der unter anderem die Spiele Neverwinter Nights und Baldur’s Gate stattfinden. Wer Informationen darüber benötigt, kann sich gerne an einen der derzeit beteiligten Spieler dieses Rollenspiels wenden (s.u.).

Hintergrund:

Für das Rollenspiel verwendete Figuren sind zumeist die bevorzugten Spielcharaktere der jeweiligen Teilnehmer, welche von diesen in Neverwinter Nights 2 erstellt wurden – was jedoch keine Spielregel sondern vielmehr die freie Wahl jedes einzelnen Spielers ist. Ausrüstung und sonstige Werte aus dem Spiel werden in diesem Rollenspiel ebenfalls geltend gemacht, es werden jedoch ebenso oft Waffen, Rüstungen etc. frei erfunden (schließlich herrschen hier nicht die im eigentlichen Spiel geltenden Regeln oder Grenzen, obgleich ein gewisses Maß an Zumutbarkeit vorausgesetzt wird). Der Spielverlauf kann von jedem Mitspieler beeinflusst werden - es kann sogar für eine nicht festgelegten Dauer komplett von der Haupthandlung abgewichen werden. Die Haupthandlung wird immer vom Spielleiter festgelegt.

Derzeit aktive Charaktere (10)

@ Serpico (http://www.jedipedia.de/wiki/index.php/Platt_Okeefe)
- als Mugetsu (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5370417&#post5370417) (Vampir / Kensai / männlich)
- als Valas Andori (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5370417&#post5370417) (Dunkelelf / Unsichtbare Klinge / männlich) [abwesend]
- als Ad'non Faezyl (Dunkelelf / Assassine / männlich)
- als Rallok Donnerbauch (Zwerg / Kämpfer / männlich) [abwesend]
- 1. Spielleiter
- aktiv seit: 29.08.07 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4302522&#post4302522) / -
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 196

@ Morgana (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=66024)
- als Morgana La Fey (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5370724&#post5370724) (Mondelf / Hexenmeister / weiblich)
- als Elvanshalee Danae (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5423332&#post5423332) (Dunkelelf / Kleriker / weiblich)
- 2. Spielleiterin
- aktiv seit: 30.08.07 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4313377&#post4313377) / -
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 202

@ Isashi (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=62980)
- als Izayoui Masamure (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5641492&#post5641492) (Mensch / Finsterer Streiter / männlich) [abwesend]
- als Seth Seraku (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5641492&#post5641492) (Mensch / Waffenmeister / männlich)
- aktiv seit: 01.11.07 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=4745321&#post4745321)
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 62

@ Horfith (http://forum.worldofplayers.com/forum/member.php?u=84625)
- als Horfith Men'yestice (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5370913&#post5370913) (Halbdrow / Barde / weiblich)
- aktiv seit: 20.01.08 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5341543&#post5341543) / -
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 19

@ Thorondor (http://forum.worldofplayers.com/forum/member.php?u=70409)
- als Thorondor (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5372615&#post5372615) (Goldelf / Magier / männlich)
- aktiv seit: 23.01.08 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5372493&#post5372493) / -
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 25

@ Strelok (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=12798)
- als Khamûl (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5641457&#post5641457) (Tiefling / Hexer / männlich)
- aktiv seit: 29.02.08 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5648257&#post5648257) / -
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 21

@ Peryacathiel (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=86422)
- als Peryacathiel (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5672176&#post5672176) (Halbelf / Druide / weiblich)
- aktiv seit: 27.03.08 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5856999&#post5856999) / -
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 3

@ Amreth (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=88086)
- als Amreth Baldyrion (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5877914#post5877914) (Mensch / Roter Magier / männlich) [abwesend]
- aktiv seit: 03.04.08 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5914278&#post5914278) / -
- inaktiv seit: -
- Beiträge: 1

Derzeit inaktive Charaktere (6)

@ Surinyo Asany (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=76676)
- als Surinyo Asany (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5581493&#post5581493) (Mensch / Waldläufer / männlich) [abwesend]
- aktiv seit: 19.09.07 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4436224&#post4436224) / -
- inaktiv seit: 25.02.08 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5623428#post5623428)
- Beiträge: 47

@ Reding (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=56405)
- als Benjamin Meynolts (Mensch / Kämpfer / männlich) [abwesend]
- als Reding (Mensch / Kämpfer / männlich)
- aktiv seit: 08.12.07 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5023504&#post5023504) / -
- inaktiv seit: 10.02.08 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5503180#post5503180)
- Beiträge: 13

@ Viridian (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=33955)
- als Azular Northa (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5494527&#post5494527) (Dunkelelf / Magier / männlich) [verstorben]
- als Serivan (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5494527&#post5494527) (Feenwesen / Kämpfer / männlich) [verstorben]
- aktiv seit: 05.09.07 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4345900&#post4345900) / -
- inaktiv seit: 30.03.08
- Beiträge: 128

@ Sebat (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=63969)
- als Sebat (Halb-Avariel / Kleriker / männlich) [verstorben]
- als Calliara Northa (Dunkelelf / Assassine / weiblich) [verstorben]
- aktiv seit: 10.10.07 (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=4577465&#post4577465) / 23.11.07 / 04.02.08 / -
- inaktiv seit: 30.10.07 / 12.12.07 / 30.03.08
- Beiträge: 14

@ Derion (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=18583)
- als Derion Endar (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5453175&#post5453175) (Mensch / Waldläufer / männlich) [verstorben]
- aktiv seit: 16.02.08 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5553624&#post5553624) / -
- inaktiv seit: 17.02.08
- Beiträge: 1

@ Feydra (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=72703)
- als Feydra (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5392222&#post5392222)(Waldelf / Barde / weiblich) [abwesend]
- aktiv seit: 02.09.07 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4326169&#post4326169) / -
- inaktiv seit: 05.12.07
- Beiträge: 127

@ Gront (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=37367)
- als Gront (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5388302&#post5388302) (Mensch / Barbar / männlich) [abwesend]
- aktiv seit: 29.08.07 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4303030&#post4303030) / 24.10.07 / -
- inaktiv seit: 09.10.07 / 14.11.07
- Beiträge: 74

@ Rusha Dalian (http://forum.worldofplayers.de/forum/member.php?u=64916)
- als Rusha Dalian (Mensch / Kämpfer / weiblich) [abwesend]
- aktiv seit: 30.08.07 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4311167&#post4311167) / -
- inaktiv seit: 09.10.07
- Beiträge: 68

Legende:

@ = aktiv
@ = sporadisch aktiv
@ = vorübergehend inaktiv
@ = angekündigt
@ = inaktiv

Gesperrte Charaktere:

-/-
(Für eine Sperre muss ein wiederholter Verstoß gegen die Spielregeln vorliegen. Ob der gesperrte Spieler zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Spiel einsteigen kann, entscheidet die übrige Spielergemeinde. Gesperrt werden auch solche Spieler, die bereits zum fünften Mal ins Spiel zurückgekehrt sind und erneut aussteigen.)

Sekundäre Spielercharaktere:

wird bearbeitet...

Tierbegleiter, Vertraute und Ähnliche:

Khittix (Schwertspinne) [Serpico] [abwesend]
Maya (Katze) [Djamila]
Pernoxys (Zwergdrache) [Feydra] [abwesend]
Schattenwolf (Wolf)
Sera (Katze) [Viridian] [abwesend]
Mystryl (Pixie) [Thorondor]
Asluid (Panther) [Peryacathiel]

Spielregeln:

01. Einstieg in das Spiel
Selbstverständlich steht es jedem frei, wann immer er will mit in das Spiel einzusteigen. Man sollte sich lediglich einige der vorangegangenen Posts durchlesen, um sich ein Bild vom aktuellen Geschehen zu machen. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man sein Auftauchen mit der Story in Verbindung bringen und seinen Charakter ausreichend beschreiben kann.
Weitere Informationen über >PN (http://forum.worldofplayers.de/forum/private.php?do=newpm&u=75587)<

02. Urheberrecht
Jeder Spieler verfügt über ein Urheberrecht, wenn es um Entscheidungen und Schicksal der von ihm in das Spiel eingebrachten Charaktere geht. Es lässt sich nicht vermeiden, die Charaktere anderer Spieler teilweise auf eine Aktion des eigenen Recken reagieren zu lassen, doch sollte man bei Entscheidungen und/oder der Beschreibung von Verhaltensmustern des anderen bei Unklarheit nachfragen.
Entscheidende Veränderungen der Position, physischen oder psychischen Verfassung usw. sollten vorher mit der entsprechenden Person abgeklärt werden, da es sonst häufig zu Unstimmigkeiten kommt.

03. Nachvollziehbarkeit/Authentizität
Jedem Mitspieler, insbesondere dem Spielleiter, wird ein gewisses Maß an "Realitätssinn" abverlangt. Was soviel bedeutet wie: Das RPG spielt sich in einer Fantasy-Welt ab (Forgotten Realms) die einer bestimmten Ordnung unterliegt. So ist es zum Beispiel nicht möglich, mal übertrieben ausgedrückt, dass ein einzelner Abenteurer mit einem Schwerthieb einen Drachen erschlägt. Des weiteren sind die volksabhängigen Verhaltensweisen zu beachten - dass beispielsweise ein Dunkelelf nicht unbegründet auf der Oberfläche herumwandert, ein Goblin in der Regel nicht sonderlich intelligent ist etc.
In unserem RPG werden diese Feinheiten beachtet, wobei aber selbstverständlich ein gewisser Spielraum bestehen bleibt.

04. Rechtschreibung
Die Beiträge sollten leserlich gestaltet sein. Satzzeichen (auch Anführungszeichen) müssen gesetzt werden und es sollte nach eigenem Ermessen (!) weitestgehend auf Rechtschreibung geachtet werden. Niemand liest gern einen schlampig geschriebenen Beitrag, insbesondere nicht in einem Forum-RPG.

05. Spieler-Profil
Eine Beschreibung des Spielcharakters in schriftlicher Form (wenn möglich mit Bild) kann, muss aber nicht, an mich geschickt werden. Ich werde jedes eingegangene Profil an alle restlichen Mitspieler weiterreichen.

06. Inaktivität
Als Inaktiv gilt ein Spieler ab dem Moment, da er sich ausdrücklich vom Spiel verabschiedet, sprich einen "Abschiedspost" schreibt, in dem sein Charakter entweder stirbt oder die Gruppe verlässt. Im zweiten Fall kann der Spieler jedoch aktiv bleiben, indem er separat zur Haupthandlung die Geschichte seines Helden weiter fortsetzt.
Als Inaktiv gilt ein Spieler auch, wenn er längere Zeit keine Beiträge postet, nach ca. 3 bis 4 Wochen.

07. Ausstieg aus dem Spiel
Es wird darum gebeten, diesen bekannt zu geben. Am besten geeignet ist hierfür ein "Abschiedspost" (s.w.u.)

08. Doppelposting
Doppelposts sind nur erlaubt, wenn folgende zwei Bedingungen erfüllt werden: Die Beiträge müssen von jeweils unterschiedlichen Personen an gänzlich anderen Orten handeln, quasi zwei von einander unabhängige Geschichten erzählen. Für längere Zweitgeschichten sollten in die Titel der Posts auch Informationen hierzu eingetragen werden (Beispiel: "XYs Reise nach Immerdar" #1, "-" #2, "-" #3 usw.)

09. Zusätzliche Spielcharaktere
Können von jedem eingeführt werden. Es gibt kein Limit, aber da man einen gewissen Überblick behalten sollte, wird auch von anderen Spielern auf ein gleichbleibendes Niveau geachtet. Wenn ein Spieler über längere Zeit einen zweiten Charakter parallel zum ersten spielt (und sich dieser eventuell nicht einmal mit der restlichen bzw. mehrheitlichen Spielergemeinde bewegt), darf unter Absprache ein auf den Charakter ausgelegter Zweitaccount erstellt werden. Allerdings nur ungern - pro Spieler 1 Account ist uns lieber.

10. Allgemeine Forenregeln
Sind natürlich auch hier zu beachten.
Nutzungsbedingungen (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=886626&#post886626) (Link)

Wichtige Links:

Das Rollenspiel bisher:
FR-Rollenspiel (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4496860&#post4496860)
Neverwinter Bar #19 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4302522&#post4302522) - Die Anfänge des Neverwinter RPG (August 2007)

Informative Threads:
FR: Charakter-Profile (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5370405&#post5370405) - Auflistung: Charakter-Profile der Teilnehmer (Serpico)
FR: Am Lagerfeuer (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5446782&#post5446782) - Infothread zum RPG (Morgana)
Die Götter Faerûns (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4999041&#post4999041) - Auflistung der Gottheiten (Cyphre)
Abeir Toril (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=5042934&#post5042934) - Sammlung von Land- u. Stadtkarten (Serpico)
Gesinnungstest (http://forum.worldofplayers.com/forum/showthread.php?p=5393088&#post5393088) - Online-Tests zur Feststellung der Gesinnung (Serpico)
DnD-FR-Calendar (http://dnd.steinhour.net/images/Forgotten_Realms_Campaign/Forgotten_Realms/DnD_FR_Calendar_picture_mod_sm.jpg) - Kalender, der die Jahreszeiten in den FR aufzeigt

Folgendes sei noch gesagt:

Da es sich hierbei um ein ernstes Rollenspiel handelt, sind keine Off-Topic-Beiträge erwünscht – Themen wie z.B. Sport werden weiterhin in der Neverwinter Bar diskutiert.

Danke für euer Verständnis.

[I]- Ein spezielles Dankeschön an Micha LNH HSV für die Untstützung und Hilfe
- Ein spezielles Dankeschön auch an Don-Esteban für das von ihm eingeführte D&D-Logo

[Bei Fragen oder Kritik bitte eine Private Mitteilung (http://forum.worldofplayers.de/forum/private.php?do=newpm&u=75587) an mich senden]

Morgana
24.12.2007, 23:59
"WAS BISHER GESCHAH"

TEIL 1 – Der Keller (Bar 19)

Eine illustere Gesellschaft trifft sich in der „Bar 19“ in Niewinter. Seltsame Geräusche aus dem Keller leiten ein Abenteuer ein, von dem sich langsam aber sicher zeigt, dass es viel mehr ist, als ursprünglich zu vermuten war …

Bereits im Keller der Bar stößt die Gruppe auf ihrer Erforschung der seltsamen Vorgänge auf einen kleinen weißen Drachen, der sich der Gruppe, insbesondere aber der Waldelfe Feydra anschließt. Außerdem auf jede Menge Untote, Vampire und Leechs. Unerwartet jedoch auch auf Drow sowie einem führendem Mitglied von Bregan D'aerthe, den Psyoniker Kimmuriel. Erst nach einer beinahe tödlichen Auseinandersetzung mit diesem erfahren die Gefährten von dem mitgereisten, undurchsichtigen Drow-Schurken Valas Andori mehr über die Hintergründe ihrer Mission, in der es offensichtlich um die Vernichtung des Untoten Klerikers und Vampirs Hjisgath Xarrn, sowie die Errichtung eines Drow-Stützpunktes an der Oberfläche geht.

Nachdem dieser letztendlich besiegt werden konnte, ist es Morgana, die aufgrund ihres eigenen Auftrages, jedoch schweren Herzens und mit Hilfe eines Avatars des Halbgottes Shevarash, die Nutzung der befreiten Gewölbe durch die Drow verhindert. Da sie um die Auswirkungen ihrer Tat insbesondere auf Valas weiß, den sie heimlich liebt, übergibt sie diesem ihr Reiseamulett als Pfand und kehrt vorerst zu ihrer Schwesternschaft zurück.

Der Barbar Gront hatte jedoch bereits zuvor von Kimmuriel eine Portalrolle bekommen, mit der es den Gefährten möglich sein würde ins Eiswindtal zu dessen Clan zu reisen, der offensichtlich von Echsenmenschen bedroht wird.


TEIL 2 – Eiswindtal (Bar 19)

Als die Gefährten das Lager von Gronts Sippe erreichen, ist Jarlaxle, Anführer von Bregan D'aerthe, schon dort. Er informiert die Gefährten darüber, dass der eigentliche Feind, gegen den die Gruppe ziehen soll, nicht die Echsenmenschen sind, sondern ein Drow Namens Mazzkyl J'rilyeth, ein ehemaliges Mitglied Bregan D'aerthes, der offensichtlich ein in der Nähe liegendes Schloss eingenommen hat.
Im Lager des Clans schließen sich den bisherigen Gefährten der Waldläufer und Freund von Valas Andori, Surinyo Asany und Azulars Schwester Calliara an. Außerdem ruft Valas auf Drängen der Gefährten mit dem ihm überlassenen Reiseamulett Morgana zurück um die Gefährten bei ihrer neuen Aufgabe zu unterstützen.

Auf der Reise zu dem besetzten Schloss vertieft sich langsam die Beziehung zwischen Gront und Rusha, die im Keller der Bar ihren Anfang nahm. Am Schloss angekommen sehen sich die Gefährten mit einem Steingolem konfrontiert, der die Beantwortung von 5 Rätseln bzw. Aufgaben verlangt, um die Gruppe in das Schloss vorzulassen.

Die Zeit vor dem Schloss verläuft turbulent. In der ersten Nacht bereits verschwindet Valas nach einem Gespräch mit Morgana. Wenig später wird Azular von Yetis entführt, kann aber von Rusha und Gront gerettet werden. allerdings verliert er dabei alle seine Waffen sowie sein Zauberbuch. In der Zwischenzeit werden Surinyo und Morgana von Schatten angegriffen Trotz des Eingreifens der gerade noch rechtzeitig zurückkommenden Gefährten verliert Morgana dabei beinahe ihr Leben, wird jedoch von dem zurückkehrenden Valas gerettet. Aufgrund ihrer Gefühle für Valas und für die Dunkelelfe Elvanshalee trennt Morgana ihre Verbindung zu Shevarash, was sie zwar einerseits schwächt, die sie aber trotzdem nicht länger mit sich vereinbaren kann.

Kurz nachdem Azular sein Silberschwert zurückrufen kann, das überraschender Weise aus Richtung der Festung kommt, stellt der Golem den Gefährten die letzte Aufgabe: ihn selbst zu vernichten, was diesen nach einem harten Kampf auch gelingt. Im inneren der Burg jedoch, wird das Ankommen der Gefährten bereits erwartet …


TEIL 3 – Die Burg (FR-Thread 1)

Kurz bevor sie das Schloss betreten erfährt Morgana von Valas den Hintergrund seiner Jagd nach Mazzkyl J'rilyeth, der einst versucht hatte Jarlaxle zu stürzen. Bereits beim ersten Kampf vor der Feste, während dessen die angreifenden Dämonen in Rusha Dalian „Anadra Tir´Gedlen“, die Dämonenjägerin erkennen, werden die Gefährten getrennt. Während Valas einen flüchtenden Drow verfolgt, den er zu erkennen glaubt, werden Azular und Calliara gefangen genommen und in den Kerker verschleppt. Durch die eher unbeabsichtigte Hilfe eines Zwerges Namens Rallock, gelingt es den beiden jedoch sich zu befreien und zu den Gefährten zurückzufinden. Die Situation zwingt die Gefährten dazu mit Hilfe des Zwerg-Drachen Pernoxys ein „Schein-Bündnis“ mit den anwesenden Dämonen einzugehen um ihren Kampf gegen die Drow zu unterstützen. Noch während der Verhandlungen trennen sich Surinyo und Morgana jedoch von den anderen um nach Valas zu suchen. Durch ein Missverständnis fliegt der Bündnis-Betrug schon bald auf und im anschließenden Kampf werden Rusha und Gront vom Dunklen Prinzen persönlich durch ein Dimensionstor in den Abyss gezogen.

Als Morgana und Surinyo endlich ihren Freund aufspüren ist es fast zu spät und dieser nach dem vorangegangenen Kampf und dem hohen Blutverlust dem Tode nahe. In ihrer Verzweiflung ruft Morgana mit Hilfe Ihres Amuletts ihre Freundin Elvanshalee, eine Klerikerin zu sich, der es gelingt den Drow zu heilen.

Währenddessen trifft Azular auf der Suche nach seinen Waffen auf einen alten „Freund“, den Halbavariel Sebat, den ehemaligen (?) Liebhaber von Azulars Schweser Calliara und Vater deren Tochter. Als Feydra, Azular, Calliara und Sebat nach einigen Kämpfen schließlich zurück zu den anderen finden, finden sie dort neben einem von Elvanshalee versteinerten Rallock auch ein Portal nach Underdark vor.


TEIL 4 – Underdark (FR-Thread 1)

Ohne den, durch einen Fluch ausgesperrten Azular, beginnt die Gruppe ihre Reise in Underdark ein Stück südwestlich der Stadt Menzoberranzan, die nun ihr Ziel ist. Während eines Nachtlagers auf dem Weg zur Stadt kommen sich Valas und Morgana endlich näher. Tags darauf stößt bei einer Reiseunterbrechung Gront wieder zu der Gruppe. Er berichtet von seiner Entführung in den Abyss, wo er von Rusha getrennt und mit ansehen musste, wie diese vom Dunklen Prinzen angeworben wurde, für diesen zu arbeiten. Durch einen Trick gelang ihm die Flucht nach Underdark, wo er mit Hilfe eines Tiefengnoms die alten Gefährten wieder findet. Außerdem enttarnt Feydra fast gleichzeitig den Assassinen, Izayoui, der sie zur Begrüßung erst einmal niederschlägt. In der Hoffnung einen Weg an die Oberfläche zu finden, schließt sich der undurchsichtige und offensichtlich von seiner Vergangenheit verfolgte Mensch der Gruppe an.

Durch Zufall stellt Valas fest, dass Elvanshalee wohl eine Angehörige des Hauses Oblodra ist, dem Haus, dem auch Kimmuriel angehört. Ob ihnen dies jedoch irgendwann helfen oder eher schaden würde, kann noch niemand sagen.

Kurz darauf erreicht die Gruppe die legendäre Drow-Stadt Menzoberrnazan. Als Fremde ist es ihnen jedoch nicht möglich sich dort frei zu bewegen. So werden sie von Valas in eine gut getarnte Taverne Bregan D’aerthe’s geführt, in der nach kurzem auch Yyvinndar, Calliaras und Azulars Bruder auftaucht um seine Schwester dort abzuholen. Jedoch verliert sein Portalstein durch die parallel dazu in seiner Heimat stattfindenden Ereignisse seine Wirksamkeit, so dass er wie die anderen an Ort und Stelle festsitzt.

Derweil teilt Ad’non, wie Valas ein Agent Bregan D’aerthes, den Gefährten ihre Aufgabe mit, deren Erledigung Voraussetzung für die Rückkehr an die Oberfläche ist. Diese lautet, Mazzkyl auf der Insel der Rothé zu stellen. Bis auf Gront, dessen Erlebnisse im Abyss ihn offensichtlich doch stärker verändert haben als ursprünglich angenommen und der einen Fluchtweg für sich entdeckt, beschließen alle Gefährten Valas in dem bevorstehenden Kampf zu unterstützen.

Auf dem Weg zur Insel rettet Izayoui überraschend Elvanshalee das Leben. Dort angekommen sieht sich die Gruppe unvermittelt Mazzkyl und zwei Halbdrachen gegenüber, die eine Prophezeiung von Augathra dem Verrückten erwähnen, bevor sie die Gefährten ihrem zugedachten Schicksal überlassen. Während Valas, Morgana, Feydra, Pernoxys, Surinyo und Calliara durch einen, mit einer lange zurückliegende „Prüfung“ in Zusammenhang stehenden Zauber, zuerst einen Kampf gegen sicht selbst bestehen müssen, werden die Übrigen von einer Übermacht Erinnyen angegriffen.
Nach einem schweren Kampf, den glücklicherweise alle Gefährten überleben, ist der Moment des Abschieds von Valas gekommen, der insbesondere Morgana beinahe das Herz bricht. Gegen alle Vernunft und die möglichen Folgen ihres Tuns überlässt sie ihrem Geliebten ihr Reiseamulett der Schwesternschaft, bevor sie mit den anderen und in Begleitung von Ad’non an die Oberfläche zurückkehrt.

___
Azular, der nach seiner Trennung von den Gefährten zur Brug Nie zurückgekehrt ist, wird dort des Verrats bezichtigt, aber bevor er bestraft werden kann von seinem Bruder Yvinndar per Portal nach Drada Ched Nasad zu seiner Familie befördert. Dort gerät er in einen tödlichen Streit mit seiner Mutter, den er (im Gegensatz zu ihr) knapp überlebt. Während er sich erholt, macht er zum ersten mal Bekanntschaft mit seinem Geisttier, dem geflügelten Wolf Serivan, der ihm fortan ein treuer Begleiter ist. Ein Überfall auf das Haus Northa zwingt ihn mit der kleinen Tochter seiner Schwester an die Oberfläche zu flüchten.


TEIL 5 – Tiefwasser/Anfang (FR-Thread 1)

Zurück an der Oberfläche verlässt Feydra, die Werwölfin, zusammen mit ihrem Drachen Pernoxys die Gefährten, die sich nach einer Nacht in den Hügeln zu der nahe gelegenen Stadt Tiefwasser aufmachen, um mehr über die von Mazzkyl erwähnte Prophezeihung zu erfahren. Auf dem Weg dahin spüren Calliara und Yyvindar die Anwesenheit ihres Bruders und trennen sich von der Gruppe um diesen zu suchen. Ad’non, Morgana, Elvanshalee, Izayoui und Surinyo dagegen treffen kurz nach ihrer Ankuft auf den Krieger Meynolts/Reding, dem die Klerikerin das Leben rettet und der sich seither der Gruppe angeschlossen hat. Zwischen Elvanshalee und Izayoui scheint sich in all dem Trubel langsam eine noch sehr brüchige Zuneigung zu entwickeln.

Mazzkyl und die beiden Halbdrachen sind zwischenzeitlich allerdings bereits in der Bibliothek von Tiefwasser angekommen, während die Gefährten erst einmal eine Nacht im Gasthaus „Smirking Rogue“ verbringen.

Valas Andori, der in Underdark zurück geblieben ist, ist dort mittlerweile im Klauenspalt, dem gut geschützten Hauptquartier Bregan D’aerthes angekommen, und trifft dort sowohl auf den Führer der Assassinen-Gilde, Jarlaxle – der ihm überraschend eröffnet, dass seine Mission gegen Hjisgath Xarrn trotz allem ein Erfolg war - als auch auf den Psyoniker Kimmuriel Oblodra …

___________________
Hier noch ein Link zum Ende des ersten FR-Threads (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?t=285036&page=20), an den ja die kommenden Posts anschließen :)

Morgana
25.12.2007, 22:52
Als Elvanshalee wieder zu Morgana an den Tisch zurück kam gingen ihr noch immer die Worte Izayouis durch den Kopf, denn obwohl sie selbst noch nie eine große Liebe erlebt hatte, so konnte sie seine Gefühle und seine Verzweiflung doch zumindest erahnen. Sie brauchte sich ja nur Morgana ansehen …
Doch in diesem Moment empfing sie eine starke telepatische Botschaft, die offensichtlich nicht für sie gedacht war und fasste sich automatisch an die Schläfe. Da es darin um Valas ging nahm sie zuerst an sie wäre an Morgana gerichtet. Aber etwas stimmte nicht … dann sah sie die Augen Ad’nons und wusste dass er der Empfänger war. Sie hoffte er hatte ihre Reaktion nicht bemerkt. Sie traute dem Drow nicht im geringsten und verstand nicht, warum Morgana sich mit ihm unterhalten wollte. Als sie sich jedoch neben ihrer Freundin auf die alte Holzbank sinken ließ, gab diese ihr ein altbekanntes Zeichen unter dem Tisch und die Drow konzentrierte ihre Gedanken vorsichtig auf die ihres dunklen Gegenübers.

Morgana nickte als Antwort auf die Worte Ad’nons langsam und lächelte zu dessen Überraschung. Sie hatte genug erfahren oder würde es in Kürze erfahren. Valas war ein guter Lehrer gewesen. Laut antwortete sie „Nichts anderes erwarte ich von euch Ad’non, ihr solltet nur darauf achten, dass auch ihr für uns nützlich seid, denn wenn wir euch nicht mehr benötigen, weint euch keiner hier eine Träne nach. Was ich dagegen von Freunden erwarte, darüber solltet ihr euch keine Gedanken machen, ihr könntet es ohnehin nicht verstehen.“

Dann wandte sie sich an den zurückgekehrten Waldläufer. „Sei nicht traurig Surinyo, wir sind im Moment alle ein wenig angespannt und müde von der zurückliegenden Zeit. Und glaube mir, mir fehlen unsere Freunde ebenso wie Dir. Aber es werden auch wieder bessere Zeiten kommen. Wir sollten sehen, dass wir in Tiefwasser erledigen, was zu erledigen ist und die Stadt so schnell wie möglich hinter uns lassen. Wenn wir erst wieder unterwegs sind, wird auch die Zuversicht zurückkommen, für uns alle.“
Damit standen Elvanshalee und sie auf und Morgana reichte Surinyo die Hand und zog den viel größeren Menschen lachend ebenfalls auf die Beine. „Komm, lass uns unsere Zimmer suchen, wir sollten alle ein wenig rasten, dann sieht der Tag morgen gleich viel freundlicher aus.“

Nachdem Morgana und Elvansahlee ihre gemeinsame Unterkunft erreicht hatten, verabschiedeten sie sich von dem Waldläufer. Doch kaum war die Türe geschlossen wandte sich Morgana mit fragendem Blick an ihre Freundin.
„Es ist wie Du vermutet hast“ begann diese ihren Bericht „er würde uns jederzeit ohne mit der Wimper zu zucken verraten, wenn es ihm auch nur den geringsten Vorteil bringen würde. Im Gegensatz zu Valas hat er keinerlei persönliches Interesse an der Jagd nach Mazzkyl und an uns natürlich schon gar nicht. Das einzige das ihn bindet, ist der Befehl Jarlaxels, obwohl er wohl eher auf einen gewissen Kimmuriel hört, denn auf diesen.“
„Wie kommst Du auf Kimmuriel?“ Morgana dachte erschrocken an Elvanshalees Amulett …
„Ad’non hat kurz vor seiner Antwort eine Botschaft von jemandem mit diesem Namen erhalten. Ich konnte nicht alles verstehen, aber sie enthielt den Hinweis, dass Valas im Versteck von Bregan D'aerthe angekommen ist. Jarlaxle ist auch dort und dieser Kimmuriel offensichtlich auch.“
Bei der Erwähnung von Valas Namen zuckte die Mondelfe zusammen. Aber das erklärte zumindest die seltsamen Schwankungen ihrer Verbindung zu dem Drow, die sie früher am Tag wahrgenommen hatte. Vermutlich hatte er einige magische Sicherheitsvorkehrungen überwinden müssen um dort hin zu gelangen. Wenigstens war Jarlaxle auch anwesend. Und obschon sie nicht wirklich wusste warum, beruhigte sie dieser Gedanke ein wenig.
Zu Elvanshalee gewandt jedoch meinte sie „Wir sollten bei Gelegenheit mit den anderen reden, dass niemand in Ad’nons Gegenwart über Deine Fähigkeiten spricht. Noch scheint er nichts davon zu ahnen.“

Damit ließ sich Morgana auf dem Bett nieder und hing ihren Gedanken nach, während Elvanshalee am Fenster stand und ebenfalls gedankenverloren in die mondhelle Nacht starrte. Ihre Unterhaltung mit Izayoui fiel ihr wieder ein. Der Mensch ging ihr nicht mehr aus dem Kopf und sie war sich nicht sicher ob ihr das nun gefallen sollte oder eher nicht.

Viridian
26.12.2007, 00:24
Währenddessen...

"Seltsam", sagte Layenna nachdenklich zu Calliara. "Was ist denn?", fragte diese.
"Serivan entfernt sich kontinuierlich von uns...oder Azular tut das. Es ist, als wollte er ein Zusammentreffen mit uns verhindern"
"Was macht dieser Wolf nur?", grummelte Holpar, der große Bär, der sich in das Gespräch eingeschaltet hatte.
"Ich weiß es nicht", seufzte Layenna. "Aber er scheint auf dem Weg nach Tiefwasser zu sein - oder er täuscht uns, und das ziemlich geschickt. Serivan, der Unheilvolle...er war für seine Finten und Täuschungen schon immer bekannt, obwohl ich das sein sollte."
"Kannst du nicht zu ihm gehen und mit ihm reden?", fragte Calli.
"Es wird schwierig sein, auf die Distanz mit ihm Kontakt aufnehmen zu können, aber einen Versuch wird es wert sein", murmelte der Panther und so verschwand ihre dunkle Aura. Aber es verging nicht viel Zeit, da erschien sie schon recht plötzlich. Sie stöhnte etwas. "Ouh...was immer los war, aber ich wurde unterbrochen, als ich versuchte, mit ihm zu reden. Eine Barriere baute sich auf, die mich ziemlich unsanft abgewehrt hatte. Serivan schien geahnt zu haben, dass ich komme und hatte meinen Versuch gleich im Ansatz abgeschmettert. Der Typ spinnt..."
"Irgendwas ist mit ihm...ich probiers mal", sagte der Bär entschlossen und verschwand nun auch, mit dem Ergebnis, im nächsten Augenblick wieder zurückzukommen. Auch er schien eine schmerzhafte Begegnung mit der Barriere gehabt zu haben. "Auch keinen Erfolg", murrte Holpar.
"Aber was soll das denn?", fragte Yyivinndar, halb neugierig, halb genervt.
"Nicht die geringste Ahnung", sagten beide Avatare im Chor. "Aber uns bleibt nichts anderes übrig, als ihnen weiter zu folgen. Vielleicht holen wir Azular oder Serivan ein und können ihn zur Rede stellen", mutmaßte Layenna weiter. Und so geschah es, dass sie ihren Weg fortsetzten, auf der Suche nach dem Grund der Abwiegelung des Wolfes...

out: hm...es wäre schön gewesen, dass man auch mal Bescheid gibt, dass es einen neuen Thread gibt und man nicht erst selbst suchen muss :rolleyes:

Serpico
26.12.2007, 14:04
Einige Stunden vergingen. Ad'non lehnte in der Dunkelheit seines kleinen, ruhigen Zimmers allein am Fenster. Der Ausblick war fremd, und selbst wenn die Nacht den Augen eines an der Oberfläche lebenden Geschöpfes kaum noch Sicht gewährte, vermochte ein Drow erst jetzt wirklich etwas zu erkennen. Ad'non empfand es noch immer als hell, doch die Außenwelt hatte einen gewissen Zauber. Sie war fremd und unheimlich, so wild und unzivilisiert. Überall liefen abartige Geschöpfe und Unterkreaturen herum und schienen sich vollkommen frei zu fühlen.
Der Drow kniff die Augen zusammen. Er hörte aus den Kneipen der Umgebung seltsames Gelächter und unvernünftige Konversation. Hatte Valas Andori dieser kranken Welt, die auch er zu hassen gelernt hatte, widerstanden oder hatte er sich letztendlich doch darin wohlgefühlt? War dies möglich? Es kursierten Gerüchte über Drow, die nach eigenem Empfinden an der Oberfläche glücklich geworden waren, doch Ad'non hatte diesen Irrsinn immer belächelt. Doch andererseits hatte er den Krieg gegen Mithril Halle miterlebt, hatte Drizzt Do'Urden selbst im Kampf um eine Zwergenheimat gesehen.

Ad'non schüttelte entschieden den Kopf und wandte sich vom Fenster ab. Mochte diese Welt nehmen wen sie wollte, aber ihn würde sie mit Sicherheit nicht verderben...

@Viri: Der Thread ist gepinnt, weiß ja nicht wo du gesucht hast ;)

Reding
26.12.2007, 21:11
Benjamin verließ das Gasthaus... „Ich glaube ich sollte mit den Leuten mitgehen. Was meinst du Reding?“ Reding lachte: „Das ist nicht dein Ernst Benjamin... du willst wirklich mit diesen Leuten mitgehen?“ Benjamin setzte sich an die Wand des Gasthauses „Ja...ich habe meine Entscheidung getroffen Reding. Sie sehen so aus, als ob sie schon viel durchgemacht hätten. Und wenn wir bei ihnen bleiben finden wir vielleicht einen Weg uns wieder zu trennen.“ Benjamin sah in den Himmel. „Benjamin“ begann Reding „Glaube ja nicht das ich dir helfe wenn du in der Klemme steckst“ sagte dieser mit einem Lachen. Benjamin grinste „Keine Angst...du wirst genug zum Schnitzeln haben... überleg mal, so wie die aussehen wird es oft genug kämpfe geben“. Benjamin stand auf „außerdem hast du sowieso keine andere Wahl. Ich habe die Oberhand. Immerhin bist du in Meinem Körper gefangen.“ Benjamin betrat das Gasthaus. Dort sah er das nur noch wenige unten waren, die meisten müssen wohl schon in ihre Zimmer gegangen sein. Benjamin machte sich auf zu einem Tisch in einer dunkleren Ecke. Er wank den Wirt zu sich. Nach einigen Minuten kam dieser mit einem ganzen Fass Bier an. „Sir wollen sie das wirklich alles trinken?“ Fragte der Wirt erstaunt. Benjamin grinste „Glauben sie mir, ich trinke für zwei“. Benjamin öffnete das Fass und tauchte seinen Krug in das Bier. „Na Reding? Bereit für ne Runde?“ fragte Benjamin, kurz bevor er das Bier in einem Zug aus trank. Nachdem er ungefähr ¼ des Fasses ausgetrunken hatte, konnte er nicht mehr. „Reding übernimm du“. Benjamin stellte den Krug auf den Tisch. Plötzlich veränderte er sich. Seine Blonden Harre verloren ihre Farbe, und sie wurden langsam grau. Auch seine Gesichtszüge änderten sich. Seine Augen waren leer von jeglicher Farbe. Seine Rüstung änderte sich, und auch die Katanas verschwanden. Am Tisch schien nun ein fremder zu sitzen. Als dieser sich gestreckt hatte, fing er an seinen Krug in das Fass zu tunken. „Tja Benjamin, ich denke ich werde den Rest alleine austrinken, das schaffe ich schon. Nach dem er ca. 2/4 getrunken hatte, viel auch er um. Seine Harre begannen wieder Farbe anzunehmen, sein Körper wurde schmaler und seine Augen gewannen ebenfalls wieder an Farbe. „Das wars Benjamin... so viel hatte ich lange nicht mehr getrunken. Dann schlief Benjamin ein.

Viridian
26.12.2007, 21:57
Azular lief merklich müde den Weg, der wohl der nach Tiefwasser sein würde, entlang. Er rieb sich die Augen und er fühlte sich, als würde an jedem seiner Knochen ein Bleiklotz hängen. Doch ab und zu durchzuckte ihn etwas leicht schmerzhaft und er erschauerte. "Das...war ich", murmelte Serivan kleinlaut, als wüsste er schon, was Azular fragen wollte.
"Was...", fing der Dunkelelf schon an, aber der Wolf unterbrach ihn.
"Was es war, ist ohne Bedeutung. Kümmert euch nicht weiter darum"
"Mir war gerade, als hätte man mir einen Dorn in den Körper gerammt, wenn ihr versucht, meinen Körper zu demolieren, steig ich auf die Barrikaden!", meckerte der Magier trotzig.
"Seid einfach still und lauft weiter" Etwas murrend setzte Azular seinen Weg fort und begutachtete seine Nichte. Es erstaunte ihn, dass sie so lange schlafen konnte. Das hatte ein bisschen was von seiner Schwester, da konnte er sich noch gut daran erinnern. Sie schlief genauso wie ein Stein und machte selten Anstalten.
Nach einer Zeit des Laufens fragte er sich ernsthaft, ob die Wölfe ihnen noch folgen würden - oder ob sie überhaupt verfolgt würden. War es vielleicht nur ein Vorwand von Serivan, um Azular von seinen Geschwistern zu trennen? Er wollte schon seine Stimme erheben und diese Frage wiederholen, lies es aber bleiben. Er würde es ihm schon sagen, wenn er wirklich geflunkert hatte...das hoffte er zumindest. Irgendwann später - ob es Stunden waren, war unklar, aber wahrscheinlich - schien sich der Wald auf merkwürdige Art und Weise zu lichten, zu enden. Hatte er Tiefwasser schon erreicht? Und tatsächlich ragten vor ihm langsam die Südtore der Menschenstadt auf. Freude durchströmte ihn. Nun war es nicht mehr weit bis zur Stadt, aber er kam nicht weit. "Wo wolln' wir denn hin, Kleener?", fragte eine vertraute, grollige Stimme hinter ihm und er erstarrte. "Bruder, endlich haben wir dich gefunden!", rief Calli erfreut, aber auch halb erschöpft. Azular war immer noch perplex, hinter ihm standen seine Geschwister und der Halb-Avariel, der ihn nun auch freundlich begrüßte. Langsam drehte er sich um und begann zu lächeln, wenn auch noch etwas verwirrt. So schnell konnten sie ihn doch gar nicht eingeholt haben, sie wären doch sicher auf die Wölfe getroffen - oder es gab nie welche. Dann hatte Serivan gelogen! "Hallo, ihr drei", stammelte er.
"Hey, Kumpel, wie wars im Unterreich? Erzähl mal Azular! Hast du dich mal wieder mit deiner Mutter gezankt?", sagte Sebat, der daraufhin lachte. Dieser Satz brach viele, viele Sturzbäche von Schweiß los, die Azus Rücken hinunterflossen. Verdammt, stimmt ja! Sie wissen noch nichts vom Tod unserer Mutter!, dachte er entsetzt und seine Augen weiteten sich. Sofort schaltete sich Serivan ein und sprach in Azulars Gedanken: Seid ihr des Wahnsinns? Erzählt ihnen ja nichts davon! Ihr kennt Yyivinndar, er bringt euch um, wenn er vom Tod eurer Mutter erfährt und in Rage gerät! Wenn er in den Rasenden Berserkerrausch fällt, könnt ihr nur noch laufen. Ihr müsst schweigen!
Und was soll ich sonst tun, eh? Ich muss es ihnen sagen, irgendwann erfahren sie es so oder so!, antwortete Azular hektisch und die drei anderen beobachteten den Schweigenden argwöhnisch.
"Was is? Sprache verschlagen?", fragte Yyivinndar herausfordernd. Jetzt steckte Azular wirklich in der Klemme...

Isashi
27.12.2007, 21:54
Izayoui hatte sich auf das Bett gelegt und dachte noch einige Zeit an das eben gesprochene mit Elva. Was war das für ein Gefühl das er bei der kleinen Drow hatte? Er kannte es von früher, konnte es aber nicht mehr in Worte fassen oder genau zuordnen.
Es wurde immer dunkler in Tiefwasser und der Mond schien in all seiner Pracht. Izayoui versicherte sich das ihn keiner sehen konnte als er sich aus dem Gasthaus schlich, dank seines Umhangs war das auch kein Problem.
Sein Ziel war klar, doch machte sich der Mann Sorgen, war er jetzt zu leichtsinnig und unvorbereitet losgezogen? Wie würden die anderen darauf reagieren? Izayoui blickte nochmal kurz auf das Gasthaus von weiten, bevor er in den weiten Straßen Tiefwassers verschwand...

Morgana
28.12.2007, 00:23
Elvanshalee starrte noch immer nachdenklich aus dem Fenster auf die vom Mondlicht beschienen Straßen der großen Stadt, als eine Bewegung unter ihrem Fenster plötzlich ihre Aufmerksamkeit erregte. Ihre Drowsche-Dunkelsicht machte es ihr relativ einfach trotz der Tarnung Izayoui zu erkennen, der offensichtlich heimlich die Taverne verließ, sich am Ende der Straße noch einmal umdrehte, um anschließend in den engen Gassen Tiefwassers zu verschwinden.
„Ich hoffe er kommt in einem Stück wieder zurück“ flüsterte sie leise vor sich hin. Aber wohl nicht leise genug für die feinen Ohren ihrer Freundin.
„Wer soll wieder zurückkommen?“ kam es denn auch nach wenigen Augenblicken aus Richtung Bett, auf dem Morgana lag.
Elvanshalee drehte sich zu der Mondelfe um und musterte sie einige Sekunden schweigend. Offensichtlich überlegte sie wie viel sie ihrer Freundin erzählen sollte.
„Izayoui, hat gerade heimlich das Haus verlassen. Ich glaube er hat noch einiges mit einem „Auftraggeber“ zu klären, wegen dem er wohl auch in Underdark gelandet war. Und das ist bestimmt kein Kaffeekränzchen.“
„Du machst Dir Sorgen um ihn, nicht wahr? Ich meine mehr Sorgen als nur einen Reisegefährten verlieren zu können.“
Elvanshalee verzog das Gesicht bevor sie der Freundin antwortete. „Eigentlich hätte ich mir ja denken können, dass Dir das nicht verborgen bleibt. Aber so wie Du vielleicht denkst, ist es nicht. Ich, ich … finde ihn … interessant.“ Schloss sie schulterzuckend ihre Erklärungsversuche.
Morganas Grinsen wurde breiter „Ja ich glaube, das habe ich über Valas auch irgendwann einmal gesagt.“
Elvanshalee wusste nicht ob sie der Mondelfe lieber irgendetwas hinterherwerfen oder lachen sollte. Stattdessen wandte sie sich wieder zum Fenster um. „Das ist ganz etwas anderes. Du weißt genau, dass ich mich nicht zu Menschen hingezogen fühle.“
Morgana lachte leise auf „Ja, ich weiß … genauso wenig wie ich mich bis vor kurzem zu Drow’s hingezogen fühlte. … Aber lass’ uns nicht streiten. Und vor allem lass Dich nicht von alten Vorurteilen leiten. Er scheint Dich ja durchaus auch zu mögen, warte einfach ab, alles andere wird sich ergeben. Und er wird auch zurückkommen, er kann durchaus auf sich aufpassen.“
Elvanshalee drehte sich nun doch lächelnd wieder zu Morgana um. „Ja, ich glaube Du hast Recht. Lass uns einfach den Morgen abwarten.“

Serpico
31.12.2007, 18:03
Am nächsten Morgen versammelte sich die Gruppe vor dem Gasthaus, und nachdem auch der letzte eingesehen hatte, dass Izayoui nicht kommen würde, erhob Ad'non das Wort: "Wir müssen laut meiner Karte in nordöstliche Richtung..."
"Ihr habt eine Karte?", unterbrach Surinyo ihn.
"Sicher." Der Drow holte ein altes, zusammen gerolltes Stück Pergament aus einer Tasche an seinem Gürtel und hielt es hoch, damit jeder es sehen konnte. "Sollte man nicht immer vorbereitet sein? Bregan D'aerthe ist dies zumindest für gewöhnlich." Ad'non blickte sich um... die Sonne stach in seine Augen und er verfluchte seine Gefährten dafür, dass sie tagsüber reisen wollten. Er deutete schließlich in eine Richtung. "Dort entlang, zur Bibliothek. Wenn wir in dieser Stadt Antworten finden, dann mit Sicherheit dort."
"Mir soll es recht sein", murrte Surinyo und folgte Ad'non. Er stolperte zwar und schlug sich zwei Zähne aus, aber Morgana half ihm schnell wieder auf die Beine und die Truppe setzte sich in Bewegung.

Morgana
01.01.2008, 22:53
Nachdem Morgana Surinyo wieder auf die Beine geholfen hatte, drückte sie ihrer Freundin die aufgesammelten Zähne in die Hand.
"Elva, die kannst Du ihm später doch bestimmt wieder einsetzten, oder?" Die Klerikerin nickte - ja das bekomme ich hin. ... Aber in Ruhe dann." Fügte sie mit einem giftigen Blick in Ad'nons Rücken hinzu, der nicht die geringsten Anstalten machte zu warten. Sie wirkte noch einen Zauber auf den Waldläufer um die Blutung zu stillen und die Schmerzen zu lindern.
Beunruhigt warf sie im weiter gehen einen Blick zurück in die Richtung, in die Izayoui in der Nacht verschwunden war. Zum einen hätten sie den Krieger gut gebrauchen können, falls es zum Kampf kommen sollte, denn über die Fähigkeiten von Meynolts / Reding wussten sie bis jetzt ja alle eher wenig. Zum anderen musste sie sich eingestehen, dass sie sich nun doch langsam ein wenig Sorgen machte - auch wenn sie diesen Gedanken sofort energisch wieder beiseite wischte ...

Als die Gruppe dem Assassinen eine Weile schweigend Richtung Norden gefolgt war, kam der Punkt, an dem dieser an der Grenze zwischen Südviertel und Händlerviertel in Richtung Osten abbiegen wollte.
Morgana und Elvanshalee blieben abrupt stehen - und da sie Ad'non am dichtesten gefolgt waren, auch der Rest der Gruppe. Nach wenigen Schritten drehte der Drow sich um und starrte die beiden Elfen misstrauisch an.
"Was ist denn jetzt schon wieder?"
Morgana ergriff als erste das Wort.
"Es mag ja sein, dass Bregan D'aerthe immer gut vorbereitet ist, aber ihr solltet wissen, dass auch wir im Besitz einer Karte von Tiefwasser sind. Und was immer ihr dort hinten vor habt, die Bibliothek liegt im Schlossviertel in der Nähe des Marktes, und dieser liegt nordwestlich von uns, nicht östlich. Ihr habt zwei Möglichkeiten - ihr kommt mit uns zur Bibliothek, oder ihr sagt uns was ihr dort, wo immer ihr hinwolltet, vor habt ..."

Könnten Blicke töten, wären in diesem Moment wohl sowohl Morgana, als auch Elvanshalee, die ihre Karte in den Händen hielt, tot umgefallen. Stattdessen aber drehte sich Ad'non wortlos und mit kaltem Blick um und marschierte weiter in Richtung Norden. Offensichtlich wusste er ganz genau, wo die Bibliothek lag, denn einen weiteren Blick auf seine Karte hatte er jedenfalls nicht geworfen.

Viridian
02.01.2008, 00:29
Mühsam arbeitete sich Azular zu den Toren Tiefwassers vor. Er hatte eine klaffende Wunde an der linken Wange, sein rechtes Bein war schwer verstaucht und die Wunde am Bauch, die noch vom Kampf mit seiner Mutter zeugte, machte nunmehr auch wieder Schwierigkeiten. Bei einem Tastversuch stellte er zermürbt fest, dass der Verband um die Magengegend von Blut durchtrieft war. Ohh, ihr seid ein Idiot!, fauchte Serivan wutentbrannt, aber auch angeschlagen klingend. Ich habe euch gesagt, dass ihr es nicht tun sollt, aber ihr hörtet ja nicht auf mich! Ich würde euch am liebsten töten, wenn mein Leben nicht an diesem Körper eines Narren gebunden wäre! Ihr seid so unfähig! Azular jedoch ignorierte den Wolf geflissentlich, obgleich ihm klar war, dass er recht behielt.
Schließlich erreichte er erleichtert den Wachposten, der ihn zuerst fragend, dann erschrocken ansah. "Azular!", zischte er aufgeregt und zog den Drow zur Seite. "Junge, was bei Cyrics Blut machst du hier? Du wirst gesucht, auch hier! Wenn uns jemand sieht, müsste ich dich theoretisch ausliefern!"
"Aber das...würdest du...argh...nicht...oder, Wulfgar?", fragte Azular schwach.
"Ich wollte es nicht, aber es wäre meine Pflicht. Du bist ein Verräter, schon vergessen? Es hat mich ehrlich gesagt ziemlich geschockt, dass gerade du Verrat an Lord Nasher begehst! Aber...einen Moment...du bist verletzt!"
"Schön, dass du Blitzmerker das so früh feststellst!", sagte er. "Bitte...lass mich rein...ich kann nicht weiter laufen, ehe ich geheilt werde! Ich werde mich unaufällig benehmen und mich gegebenfalls tarnen, sofern es in meiner Macht liegt. Ich muss nur zum Mystra-Tempel gehen, die Kleriker dort sind mit mir befreundet und werden mich hoffentlich heilen. Danach verschwinde ich wieder, glaub mir!", flehte der Magier und der Krieger seufzte. "Also schön!", sagte er schließlich. "Aber nimm das", fügte er noch hinzu und überreichte Azular einen sehr langen Mantel mit Kapuze. "Danke", bedankte er sich, warf sich den braunen Wollumhang über und betrat eiligen Schrittes die Stadt. Er kannte sich in Tiefwasser nicht wirklich aus, nur den direkten Weg vom Südtor zum Tempel von Mystra wusste er, ansonsten noch etwas die Gegend um den Marktplatz herum. Mehr wollte und brauchte er nicht zu wissen, wenn es um politische Dinge zwischen Niewinter und Tiefwasser ging, wurden immer andere für z.B Botendienste beauftragt, da hatte er nichts zu schaffen.

Auch wenn es ihm schwer fiel, zu laufen und die starrenden Blicke der Stadtbewohner an seinem Umhang klebten, so eilte er schnell den kürzesten Weg zum Tempel entlang. Schon nach kürzester Zeit war die Stelle der Kapuze, die die verletzte Wange deckte, von Blut förmlich überschwemmt und es tropfte langsam, aber kontinuierlich, warmes und dunkelrotes, wie süßlicher Wein aussehendendes Blut aus seiner Rüstung, von dort, wo sich die Wunde am Bauch befand. Mit jedem Schritt fiel es ihm schwerer und schwerer, das Bewusstsein aufrecht zu erhalten. Er kam nichtsdestotrotz schnell voran, aber half ihm das trotz allem nichts, in der Nähe vom Markt und dem Schlossviertel wurde sein Zustand extrem schlecht, sein Blick wurde immer verschwommener und unschärfer, und er brach unter der Last der Schmerzen zwischen den Leuten, die er nicht zu erkennen vermochte, zusammen und blieb bewusstlos liegen. Die Aufrufe von Seiten Serivans, an seiner statt zum Tempel zu laufen, da Serivan noch etwas mehr Kraft hatte als er, ignorierte er, was er, bevor er bewusstlos wurde, zu bereuen begann...

Isashi
02.01.2008, 01:24
Izayoui war an einem prunkvollen Anwesen angekommen, normale Leute und Diebe hätten aber nie bemerkt das alles voll mit Fallen und Wachen war um das Anwesen herum. Er ging in Richtung der großen verzierten Eingangstür als man ihn umzingelte und mit kalten Stahl bedrohte. Izayoui machte keine Anstalten und gab den Wachen zu erkennen wo das Empfangsschreiben war, welches sich eine der vermummten Wachen auch gleich ansah. Mit einem kurzen Handzeichen des Wachhauptmanns verschwanden die restlichen Klingen der Wachen von Izayouis Kehle und er wurde aufgefordert zu folgen.
Eine große in Kerzenschein getauchte Halle mit Treppe nach oben und mindestens 6 Türen offenbarte sich ihm. Iza schaute sich die ganze Zeit um und war sichtlich von den ganzen Rüstungen und Waffen an den Wänden angetan. Es war schwer zu Glauben das dies alles echte Stücke waren, die von der ganzen Welt stammten. Kein Wunder, dass dieses Herrenhaus voller Wachen war die bis an die Zähne mit magischer Ausrüstung versehen waren und gute Kämpfer waren sie zu dem auch noch.
Endlich war er in einem großen Zimmer angekommen das ziemlich kalt eingerichtet war, dies war das Arbeitszimmer des Auftraggebers. Der Wachmann, welcher Izayoui hier her führte, ging wieder und verschloss die Tür hinter ihm. Nun würde er in der Falle sitzen dachte er sich und in diesem Moment tratt eine Gestalt aus dem Schatten vor ihm...

Reding
02.01.2008, 16:33
Nach einer weile kamen sie an der Bibliothek an.
Dort setzte Benjamin sich auf den Boden um abzuwarten. Er wusste gar nicht einmal, warum die Gruppe in die Bibliothek wollte, denn schließlich gab es da nur Bücher. Als Benjamin so grübelte viel ihm etwas ein: "Hey, Reding..." sagte Benjamin gedanklich, so das es keiner der anderen hören konnte "...vielleicht sollten wir mit hineingehen". Reding lachte laut, antwortete dann aber gedanklich: "Warum...meinst du sollten wir das tun? Da drinnen gibt es nichts als Bücher über Bücher. Des weiteren sind die Probleme...welche immer sie auch haben nicht unser Problem."
Benjamin seufzte: "D hast keine Ahnung was Reding? Über leg doch mal...wenn die zur Lösung eines Problems in die Bibliothek gehen... können wir das für unser Problem auch tun...oder nicht?. Nun verstand Reding, was Benjamin ihm sagen wollte: "Okay, ich bin dabei...dann frag mal wann es los geht."
Benjamin stand auf und ging auf den Rest der Gruppe zu, die sich etwas abseits von ihm zusammen gestellt hatten. Er kratzte sich am Hinterkopf "Ja...also..wollen wir nun rein? In das Land der Bücher? Ich habe keine Lust mehr länger hier zu sitzen... und...je eher man ein Problem löst, um so eher kommen neue" er lächelte "und Probleme sind immer recht spannend." Benjamin wartete die Reaktion der Gruppe ab. "Scheiße... bin ich ein Idiot...was rede ich nur da...verdammt...

Morgana
02.01.2008, 20:31
Als Meynolts auf sie zukam mit seiner etwas verworrenen Frage musste Morgana lachen. Sie fing langsam an, den immer etwas verwirrt wirkenden Kämpfer zu mögen, den sie da aufgelesen hatten und nahm sich vor ihn bei nächster Gelegenheit einmal etwas intensiver auszufragen. Aber noch bevor sie ihm antworten konnte nahmen ihre feinen Elfenohren einen Tumult war, der in einer angrenzenden Straße stattzufinden schien. Sie hörte Satzfetzen wie „nur ein dreckiger Drow, lasst ihn liegen“, „wir sollten eine Wache holen“, „holt lieber einen Kleriker“, „lasst ihn einfach verrecken und dann wegräumen“ … und dann plötzlich „schaut euch das an, der hat ein Silberschwert!“.
Wie auf Kommando fuhr die Hexenmeisterin herum und warf einen Blick auf ihre Gefährten. Entsetzt wurde ihr bewusst, dass außer dem Waldläufer und Elvanshalee niemand da war, der wissen konnte was ihr gerade durch den Kopf ging. Aber jetzt war keine Zeit für lange Erklärungen.
„Surinyo – ich glaube Azular ist hier!“ Und an die anderen gewandt „Bitte wartet alle hier oder kommt mit, ich erklär es euch später.“
Damit packte sie Elvanshalee an der Hand und verschwand um die Ecke des Gebäudekomplexes vor dem sie gerade standen.

Inzwischen hatte sich eine beträchtliche Menschenmasse auf der kleinen Straßenkreuzung in der Nähe des Marktplatzes versammelt und die Stimmung schien nicht unbedingt freundlich zu sein. Die Mondelfe wünschte sich einer der menschlichen Kämpfer wäre dabei, aber sie hatte keine Zeit sich damit aufzuhalten. Ihre Freundin hinter sich herschleifend bahnte sie sich ziemlich grob einen Weg durch die neugierige Menge, die bisher glücklicherweise mehr verwundert als aggressiv auf die beiden Elfen reagierte.

Im Zentrum angekommen stockte ihr kurz der Atem. War das wirklich Azular? Und lebte er noch? Während Elvanshalee einem der Herumstehenden das offensichtlich aufgehobene Silberschwert aus der Hand riss kniete Morgana neben dem Drow nieder und drehte ihn vorsichtig auf den Rücken.
„Azular! Elva, er ist es tatsächlich! … Azular? Könnt ihr mich hören?“ Aber der Drow schien in tiefer Bewusstlosigkeit zu liegen, was bei dem offensichtlichen Blutverlust kein Wunder war. „Elva, ich fürchte das musst Du übernehmen.“ Die Mondelfe stand auf und nahm ihrer Freundin das Silberschwert aus der Hand. Bisher hatte der Typ, dem die Drow es aus der Hand gerissen hatte zwar keine Anstalten gemacht, es zurück zu fordern, aber Morgana wollte ihn trotzdem nicht im Rücken haben.

Elvanshalee kniete neben dem bewusstlosen Drow nieder und wirkte einige ihrer Heilzauber. Einige bange Minuten später schlug der Magier endlich die Augen auf und starrte überrascht in die einer jungen Drow. Erst allmählich begann sie ihm undeutlich bekannt vor zu kommen, sie hatten sich ja zuvor nur für einige wenige Minuten gesehen, bevor sich ihre Wege am Portal im Schloss getrennt hatten. Die Klerikerin sah die Verwirrung in Azulars Augen und wandte sich an die Mondelfe:
„Morgana, kommst Du mal, ich glaube er erkennt mich nicht … Du kennst ihn besser als ich.“

Nachdem sich die Menge langsam wieder zu zerstreuen begann als klar schien, dass sich nichts aufregendes mehr ereignen würde, kniete nun auch die Mondelfe wieder neben dem ehemaligen Gefährten nieder.
„Azular! Erkennt ihr mich? Wie geht es Euch, könnt ihr aufstehen?“

Viridian
02.01.2008, 20:43
Azular war...gesund...oder zumindest teilweise. Die Wunden, die Yyivinndar ihm zugefügt hatte, waren verheilt und nicht mehr sichtbar, allerdings war er noch am Bauch verletzt und die fremdartige Drow, die ihm trotzdem seltsam bekannt vorkam, konnte nur die Blutung stillen, was aber auch schon reichte. Wenn er ehrlich war, wollte er nicht, dass die Verletzung verheilte, auch wenn es ihm schwer fiel, sich den Grund dafür selbst erst überlegen musste.

Nachdem die Klerikerin von ihm trat und die Hexenmeisterin sich über ihn beugte, erkannte er sie mit zunehmender Zeit. "M...morgana", stöhnte er und die Sicht wurde nun klarer, schärfer. "Was..was macht ihr denn hier...in Tiefwasser?", fragte er sichtlich irritiert.
"Wer ist das? Diese Hexenmeisterin, die ich auch manchmal sah, wenn die Verbindung gerade stark genug dazu war?", fragte Serivan so laut und echotisch, dass auch die Mondelfe ihn mit ziemlicher Sicherheit vernehmen würde.
"Ja..Serivan", sagte er schwach. Müde versuchte der Drow aufzustehen, knickte jedoch erst einmal zusammen. Doch mit ein bisschen Hilfe von Morgana gelang es ihm schließlich, stehen zu bleiben. "Was bin ich froh, euch zu sehen...ich....ich dachte schon, ich würde hier verbluten", sagte er tief seufzend. Als sie ihm das Silberschwert überreichte, nahm er es dankend entgegen und steckte es wieder ein. "Sagt, was macht ihr denn hier, in Tiefwasser?", fragte er neugierig und sein Zustand verbesserte sich merklich. Diese Drow, diese Klerikerin, er kannte sie...irgendwoher. Aus dem Schloss, natürlich! Sie reiste seit kurzem mit den anderen, aber ihr Weg trennte sich genauso wie die der anderen von seinem. Er fragte sich, ob sie vielleicht Gedanken lesen konnte und schirmte sich zur Sicherheit ab. Sie musste nicht erfahren, was vorfiel - noch nicht.

Morgana
02.01.2008, 21:25
Morgana runzelte die Stirn und sah sich um als sie eine seltsame Stimme vernahm die irgendwie aus dem Nichts zu kommen schien. Serivan? Morgana konnte niemanden entdecken und hoffte Azular ging es wirklich schon wieder so gut wie es den äußeren Anschein hatte. Aber dafür war später noch Zeit …
"Wir sind auch gestern erst hier angekommen Azular. Wir sind noch immer auf der Suche nach diesem Mazzkyl und seinen Halbdrachen. Allerdings ist von den alten Gefährten im Moment nur Surinyo bei uns. Valas ist in Underdark geblieben und Feydra hat uns zusammen mit ihrem Drachen verlassen nachdem wir die Oberfläche wieder erreicht hatten. Aber das erkläre ich Euch später. Aber wir haben uns erst kurz vor den Stadttoren von Euren Geschwistern und Sebat getrennt. Sie wollten Euch suchen, habt ihr sie nicht getroffen? Und wer in aller Welt hat Euch so zugerichtet?“

Surinyo Asany
02.01.2008, 21:43
Surinyo fühlte sich bereits vor dem Sturz eigenartig als ob er gar nicht wirklich da wäre. Er folgte Morgana bekam aber immer weniger mit. Schritt für Schritt wich sein Geist aus seinem Körper. Er sah schon seinen Physischen Teil hinter dem Kognitiven hinterherdümpeln. Er stand neben Elvanshalee und wollte sich grad an ihr stützen und ihr etwas mitteilen "Elva" kam noch aus seinem Mund bevor er zu Boden ging.

@Valas:http://ugly.plzdiekthxbye.net/small/s036.gif

Viridian
02.01.2008, 22:08
Die letzte Frage bezüglich der Geschwister und dem Verantwortlichen für die Verletzungen traf den Drow wie ein Schlag ins Gesicht und schmerzliche Erinnerungen aus seinem Kurzzeitgedächtnis wurden wach. "Äh..ja...nun...das ist eine lange Geschichte, Morgana", druckste er herum und kratzte sich hilflos am Kopf. "Ihr...seid also noch auf der Suche nach Mazzkyl, und was ist dann euer genaueres Ziel hier?", fragte er halb interessiert, halb verzweifelt, da er das Thema schnellstmöglich wechseln wollte.
"Wir sind auf dem Weg zur Bibliothek im Schlossviertel und suchen nach Hinweisen auf diese Prophezeiung die Mazzkyl vor dem "Endkampf" im Unterreich erwähnt hat - und nach ihm und den beiden Halbdrachen an sich auch", gab die Elfe von sich.
"Erm..Endkampf? Ich glaube, ich habe da etwas wichtiges verpasst, richtig?", fragte er zum Teil enttäuscht und die Hexenmeisterin bestätigte ihm dies. Der zweite Begriff, "Halbdrachen", verschob er tief in die Ignoranz, es schmerzte schon zu sehr, dass seine Heimat gerade im Inbegriff war, von diesen Bestien vernichtet zu werden. Schließlich gähnte er herzhaft. "Verzeiht, aber ich habe eine lange Reise hinter mir und ich glaube, etwas Schlaf täte mir gut. Wisst ihr zufällig, wo sich ein Gasthaus befindet? Ich....kann euch ja später erzählen, was ich so erlebt habe, wäre das in Ordnung?"
"Sicher. Ich deute euch eben den Weg zum Gasthaus, in dem wir schon residierten", sagte Morgana freundlich und Azular machte sich langsam auf den Weg, der ihm gezeigt wurde. An der Gaststätte angekommen, schlurfte er schlaftrunken zum Barkeeper und bestellte siche in Zimmer. Dann nahm er sich noch eine Flasche Wasser und einen Krug mit und ging auf seinen Raum. Darin angekommen, lies er sich erstmal auf das Bett fallen und starrte an die Decke. "Ihr erstaunt mich immer mehr", sagte Serivan mürrisch.
"Was meint ihr?", fragte Azular.
"Oh, nichts weiter, nur die Tatsache, dass ihr den Mumm, oder besser die Dummheit besaßt, Yyivinndar von eurem Mord an eurer Mutter zu erzählen, aber euch nicht traut, Morgana und Elvanshalee davon zu berichten. Habt ihr Angst, zu sterben oder seid ihr seit eurem Bruder einfach nur feige geworden?"
"Serivan, fällt euch bei Mystra nicht etwas Besseres ein, als mir bei jedem meiner Taten Vorwürfe zu machen? Ich weiß schon selber, was Sache ist, ihr braucht es mir nicht noch vorzuhalten."
"Eben an eurem Wissen scheine ich zu zweifeln, wenn ihr so töricht seid und-"
"Haltet endlich den Mund!", rief Azular merklich genervt. "Habt ihr eigentliche eine Ahnung davon, wie ihr mich in prekäre Situationen bringt, wenn ihr in einem Gespräch mit anderen Personen zu mir sprecht? Erinnert euch, wie Morgana mich angesehen hat! Bestimmt denkt sie, ich hätte nicht mehr alle Zacken an der eh schon demolierten Krone, dank euch!"
"Pah! Mir gefällt diese hässliche Krone sowieso nicht, sie lässt so richtig den Eindruck von Kitsch und Dekadenz erscheinen!", gab der Wolf trotzig zur Antwort.
"Jaja, jetzt bestimmt ihr ruhig noch, was ich zu tragen habe! Baah, ihr treibt mich zum Wahnsinn!", zeterte der Drow wütend.
"Ach übrigens: euer lächerlicher Zauber, der, der Gedankenlesen verhindern soll, den ihr vorhin heimlich gewirkt hat, ist zu dieser Drow-Klerikerin ungefähr so widerstandsfähig wie ein dreckiger Sukkubus zu Demogorgon", grummelte das schwarze Tier.
"Was soll das heißen?!", schreckte Azular auf.
"Das soll heißen, dass sie euren armseligen Schutz ohne Weiteres durchbrechen und eure Gedanken lesen kann, ohne, dass ihr was merkt, wenn ich nicht wäre und einen wirksamen Schutz wirken würde! Dieser bricht dann allerdings irgendwann zusammen, je nach dem, wie ich Lust dazu habe. Pfah, es ist unfassbar, wie leichtgläubig ihr diesem 08/15 Zauber vertraut, während jeder amateurhafte Dorfhellseher euch intern mit einem Fingerschnipsen ausspionieren kann!", gab Serivan zur Antwort.
"Also...sollte ich euch vielleicht dankbar dafür sein", seufzte Azular nachdenklich.
"Allerdings", kam die kurze Bemerkung. "Nun bin ich auch müde und werde mir nun etwas Schlaf gönnen."
"Endlich", flüsterte der Dunkelelf fast unhörbar. Plötzlich hopste völlig unvorhergesehen seine kleine Vertraute auf das Bett und kuschelte sich an ihn. Sie hatte sich wahrscheinlich mit einem unerklärlichen Trick selbst herbeigezaubert. "Hallo Sera", sagte er lächelnd und kraulte seine schmusende Katze. Ein weiterer Seufzer entwich ihm. "Ach, Sera, du bist so treu...du würdest mich sicher nicht verurteilen für meine Taten, oder?" Die feuerrote Katze schaute ihn nur fragend an, miaute aber dann lauthals, was bereits eine ausschlaggebende Antwort für den Ex-Neun war, der sich nun auch schlafen legte...

Morgana
02.01.2008, 23:15
Morgana sah Azular zweifelnd hinterher. Sie freute sich den Drow wieder dabei zu haben und es war wohl nur verständlich, dass er sich nach all dem erst ausruhen wollte - trotzdem kam ihr etwas an seiner Antwort seltsam vor. Was da nur vorgefallen war? Der Magier machte einen bedrückten Eindruck. Aber sie würden ihn ja am Abend wieder sehen - hoffentlich.

Damit wandte sie sich zu Elvanshalee um und sah gerade noch Surinyo, der an ihrer Seite zu Boden stürzte. Was war nur los heute? Der Waldläufer war zuvor schon einmal gestürzt, was ungewönlich genug gewesen war, aber diesmal... Mit wenigen Schritten war sie bei der Klerikerin, die bereits neben dem Menschen niedergekniet war und versuchte den Grund für Surinyos plötzlichen Zusammenbruch heraus zu finden.
"Ich fürchte er wurde vergiftet" meinte sie zu Morgana als diese sich zu den beiden hinab beugte.
"Vergiftet? Aber wo denn nur?" Die Hexenmeisterin rief sich den vergangenen Abend in der Taverne ins Gedächtnis. Da war doch nichts gewesen ... "Der Wein! Das war das einzige was er getrunken hat, was niemand von uns anderen angerührt hat! Wo hatte er den denn her?"
Elvanshalee zuckte mit den Schultern. "Ich habe ihm auf jeden Fall mal ein allgemeinses Gegengift gegeben, eines dessen Herstellung Izayoui mir gezeigt hat. Lass uns hoffen, dass es anschlägt. Und seine Zähne hat er bei der Gelegenheit auch gleich wieder bekommen." fügte sie grinsend hinzu. "Ich hatte ohnehin keine Lust die ständig mit mir rumzuschleppen."
Morgana musste ebenfalls grinsen, doch in diesem Moment kam Surinyo wieder zu sich und sah sich überrascht um. "Was ... ?"
"Du wurdest vergiftet." Beantwortete die Mondelfe die unausgesprochene Frage. "Wir vermuten es war der Wein, aber Elva hat Dir ein Gegengift gegeben. Aber lass uns das heute abend überlegen, wir sollten zu Ad'non und Reding zurückgehen." Meinte sie mit einem Blick in Richtung der Häuserzeile, von der sie zuvor gekommen waren und an deren Ecke ein sichtlich genervter Drow und ein etwas verwundert wirkender Mensch standen und die Szene offensichtlich aus der Entfernung beobachtet hatten.

"Etwas an Azular ist seltsam" meine Elvanshalee im Gehen leise zu Morgana. "Kurz nachdem er wieder zu Bewusstsein kam, wurden seine Gedanken abgeschirmt - und das hatte definitv nichts mit dem lächerlichen Schutzzauber zu tun, der er kurz darauf selbst gewirkt hat." Morgana sah ihre Freundin erstaunt an, nickte dann aber.
"Ja, mir ist auch aufgefallen, dass etwas anders ist als früher. Aber auch das wird warten müssen. Ich hoffe nur, das was immer er durchgemacht hat, hat ihn nicht ebenfalls so verändert hat, wie Gront sein "Ausflug" in den Abyss."

Isashi
02.01.2008, 23:18
Ein großer,gut gebauter, älterer Mann mit vernarbten Gesicht baute sich mit seinen zwei Bodyguards, die aus den Schatten auftauchten, vor Izayoui auf.
"Schattenwolf, endlich hab ich die Ehre euch persöhnlich zu sprechen! Viele Geschichten werden über euch erzählt, von dem Wolf und dem Schatten des Todes. Bemerkenswert wie ihr euer Leben meistert, so viel Schmerz und Leid in eurer Vergangenheit! Oh ja Izayoui ich kenne euch seit eurer Geburt!" Der Mann stoppte mit seinen Worten und musterte Izayoui von Kopf bis Fuß. "Ihr seit ein Mann geworden der jeden Vater stoltz machen würde! Ja, jeder Vater in eurem Dorf wäre stoltz auf eure Stärke und eure Mutter wäre wohl die glücklichste Mutter auf diesem Planeten!"

Izayoui wusste nicht was er von dem Mann halten sollte, aber etwas in ihm gab ihm das Gefühl von Verbundenheit mit dieser Person. Nein, allein der Gedanke daran war unmöglich!
"Wer seid ihr? Antwortet mir! Oder meine Dolche holen alle Antworten aus euch heraus!", giftete Izayoui den Mann vor ihm an.

"Bleibt ruhig mein Sohn... es gibt so vieles was wir besprechen sollten... so vieles was ich dir gerne sagen würde.", der Mann ging auf Izayoui zu und spreizte seine Arme.

"Vater? Nein... das kann nicht sein! Ihr seid damals abgehauen und die Schlangenassassinen hatten euch verfolgt und getötet! Ihr seid nicht mein Vater!"

Der Mann offenbarte ein Mal an seinem Arm das einen Wolf darstellte. "Schau es dir an! Du kennst es! Ja du selbst trägst dieses Zeichen auf deinem Arm! Dies ist unser Familienzeichen, der Schattenwolf! Unsere Blutlinie war schon immer von den Schlangenfamilien gehasst, oder sollte ich sagen gefürchtet. Hast du nie die Blicke der Anderen beobachtet? Es war nie Verachtung, es war Furcht vor dir! Die Dorfbewohner haben deine Mutter getötet und mich vertrieben, doch dich konnten sie nicht töten aus schwäche! Du bist der letzte unserer Blutlinie und der ich spühre das du es geschafft hast die Bestie in dir zu befreien, nutze deine Macht und nehme Rache an Allen die dir Schmerzen bereitet haben! Doch nun komm und nimm ein Bad, du siehst füchterlich aus. Ich werde uns ein Festmahl auftischen lassen und dann werde ich dir einige Geheimnisse über die dunkle Kraft in dir verraten."

Izayoui konnte es nicht glauben das er seinen Vater hier getroffen hatte und fiel ihm erstmal um den Hals. "Vater, und ich dachte immer du bist tot! Bitte erzähl mir alles über Mutter!"

Izayouis Vater nickte und lächelte seinen Sohn an.

Morgana
04.01.2008, 23:03
„Was sollte das? Wollt ihr jetzt am ganzen Abschaum von Tiefwasser eure tollen Künste ausprobieren?“ wurden die drei von Ad’non in seiner bekannt liebenswürdigen Art empfangen. Morgana verdrehte die Augen.
„Azular ist einer von uns. Wir werden ihn später in der Taverne wiedertreffen. Mehr braucht Ihr nicht zu wissen. Aber Ihr hättet ja ruhig schon voraus gehen können. Hattet Ihr Bedenken wir könnten die Bibliothek nicht mehr finden oder Angst die Bücher würden Euch angreifen?“
Ohne eine Antwort abzuwarten drehte die Mondelfe sich um und marschierte auf die durchaus eindrucksvolle Türe in dem, wie aus einer früheren Epoche wirkendem Gebäude zu. Elvanshalee grinste ihrer Freundin hinterher … offensichtlich beschränkte sich deren Vorliebe für Drow wohl doch nur auf ausgesuchte Exemplare, stellte sie beruhigt fest. Dann wandte sie sich an Meynolts, der das Treiben mit gerunzelter Stirn verfolgt hatte.
„Na kommt Ihr mit? An die liebenswürdigen Umgangsformen unseres Führers hier gewöhnt ihr euch besser gleich. Wenn wir ihn nicht brauchen würden … „ ließ sie den Rest des Satzes der Fantasie des Kämpfers überlassen.

Als Morgana die schwere Eisentüre aufzog fiel ihr sogleich ein eigenartiger Geruch auf, der aus dem inneren des Gebäudes drang. Das war nicht der Geruch alter Bücher … da war noch etwas anderes. Vorsichtig ging sie, gefolgt von den Gefährten ein paar Schritte in die spärlich beleuchtete Eingangshalle der großen Bibliothek von Tiefwasser und blieb dann abrupt stehen.
„Ich fürchte wir kommen zu spät.“
Wenige Meter vor ihr lag ein Mensch, wohl einer der Bibliothekare, in seinem Blut. Elvanshalee beugte sich über ihn und schüttelte den Kopf, da war nichts mehr zu machen. Weiter hinten im Raum schien eines der Regale halb umgestürzt zu sein und seine gesamte Last aus Büchern in dem schmalen Gang aufgetürmt zu haben.
„Irgendetwas stimmt hier nicht.“
„Ach …“ begann Ad’non einen mit Sicherheit freundlichen Kommentar – kam aber nicht weiter, da ihn in diesem Moment ein Pfeil nur um Haaresbreite verfehlte. Die Gefährten verschanzten sich hinter dem, dem Eingang am nächsten liegenden Regal und Morgana und Elvanshalee begannen damit die Gefährten mit einigen Schutzzaubern zu belegen.
„Wir könnten Izayoui hier brauchen …“ murmelte die Klerikerin vor sich hin.
„Verdammt, jetzt weiß ich woher ich diesen Geruch kenne, wurde sie von Morgana unterbrochen. Wir haben damit schon einmal Bekanntschaft gemacht – seht euch vor, es sind Untote hier! Wahrscheinlich Zombies. Vermutlich eine Hinterlassenschaft von Mazzkyl …“

Vorsichtig bewegten sich die Gefährten, nun wieder geführt von dem Assassinen, durch den Regalwald. Der erste Zombie auf den sie trafen stand mit dem Rücken zu ihnen – sein letzter Fehler. Geschickt und lautlos hatte Ad’non dafür gesorgt, dass dieser sein unwürdiges Leben endgültig aushauchte. „Wenigstens als Kämpfer ist er zu gebrauchen“ schoss es der Hexenmeisterin durch den Kopf und sie nickte anerkennend.
In diesem Moment tauchte eine größere Gruppe der unheiligen Kreaturen vor ihnen auf. Elvanshalee war in ihrem Element – als Klerikerin waren Untote genau die Gegner mit denen sie sich am liebsten herumschlug. Auch Morgana unterstützte den Kampf mit ihren Feuerzaubern, als sie plötzlich ein harter Schlag am Kopf traf, der sie das Bewusstsein verlieren ließ…

Serpico
06.01.2008, 03:48
Jarlaxle lachte noch leise, während er sich einen Schluck Wein nachschenkte. Wieder einmal verging die Zeit viel zu schnell, und der Söldnerführer musste sich eingestehen, dass er Valas weniger Einzelheiten über das Leben an der Schwertküste hatte entlocken können, als er vorhatte. Das war jedoch nicht mehr wirklich wichtig, denn damals, als Valas das Unterreich verlassen hatte, war Jarlaxle die Welt unter der Sonne noch zu einem großen Teil fremd gewesen. Inzwischen jedoch war nicht nur der Agent, sondern ebenso sein Meister, unter jenem Licht gewandert, dass die Reiche der Oberfläche in ein grelles Feuer hüllt.
Als die Stimmung ernster wurde und das Schweigen einkehrte, welches jeder noch so angeregten Unterhaltung früher oder später folgt, räusperte sich Valas und begann, in einer seiner Gürteltaschen zu kramen. Während er suchte, lehnte Jarlaxle sich erwartungsvoll nach vorne, die Hände auf der glänzenden Steintischplatte gefaltet.
„Bevor ich es vergesse“, begann Valas, brachte einen anmutig glänzenden Ring hervor und legte diesen auf den Tisch. „Der Beweis, den Ihr verlangtet. Marky Mark ist geschlagen, Jarlaxle. Er wurde von Hjisgath vernichtet, bevor Azular diesen tötete.“
Jarlaxle nahm den Ring an sich, hielt ihn ins Licht und studierte ihn konzentriert.
„Er ist nicht magisch, ich habe ihn bereits untersucht.“
„Vielleicht… aber eventuell übersteigt seine Macht Eure Legenden- und Zauberkunde. Ihr seid alles andere als ein Erzmagier, Valas.“
Valas zeigte sich weder einsichtig noch gekränkt.
„Wie dem auch sei, ich werde mich nun verabschieden“, kündigte Jarlaxle an und erhob sich mit dem Glas in der Hand, welches er kurz darauf in einem Zug leer trank. „Athrogate – der mürrische Zwerg, an dessen Seite ihr mich im Eiswindtal saht – wartet bereits seit Stunden. Kimmuriel hat weitere Pläne für Euren Verbleib, die meinen Einflussbereich übersteigen.“
„Ich ahnte es“, murmelte Valas.
„Eines sei noch gesagt, da ich nicht sicher bin, ob Kimmuriel sich an diese Abmachung halten würde, würde ich mich nicht jetzt noch offiziell dafür einsetzen.“ Jarlaxle drehte sich um, wobei er dem ausdrucklosen Kimmuriel ein schiefes Grinsen zukommen ließ, und deutete auf die bisher äußerst verschwiegene Dunkelelfe auf der anderen Seite seines Tisches. „Viconia… Valas kennt Ihr ja bereits.“
Viconia lächelte abschätzig. „Nindol dalharuk d’natha elg’caress? Xas, Jarlaxle - yol waelinur draeval.“
Valas verbeugte sich knapp und lächelte ebenfalls, was den Zorn in Viconias blitzenden Augen nur noch verstärkte. „Wie lange ist es her, dalninil?“
„Nicht lange genug“, zischte sie.
Jarlaxle zog seine Augenklappe vom rechten auf das linke Auge und grinste Viconia breit an. „Darf ich Eure zukünftige Reisegruppe vorstellen, Valas?“, schmunzelte er.
Sowohl Valas als auch Viconia blickten ihn verwirrt an.
„Nur vorübergehend, versteht sich. Aber ich kann Euch nicht einfach alleine losziehen lassen, wo Ihr es doch jetzt gewohnt seid, in Gesellschaft zu reisen. Und da ich nicht über Kimmuriels Pläne aufgeklärt bin, was Euren Verbleib betrifft, gibt es nun auch nichts mehr zu sagen.“ Jarlaxle schwenkte seinen breitkrempigen Hut mit einer ausladenden Geste und verbeugte sich knapp. Anschließend verschwand er durch die seltsame Tür, die auch Valas genutzt hatte.
Valas starrte Kimmuriel durch zusammengekniffene Augen an. Er hatte verstanden, warum Jarlaxle ihm Viconia mit auf den Weg gab – der Söldner misstraute Kimmuriel in dieser Sache. Der einzige Grund dafür, dass Jarlaxle ihm eine Begleitperson versicherte, war der, dass er hoffte, ihn dadurch sowohl schützen als auch beobachten zu können.
„Euer Ziel ist Sshamath“, sagte Kimmuriel so ohne weiteres. Der Drow machte es sich auf dem Sessel bequem, der eigentlich Jarlaxle gehörte, was Valas mit den Zähnen knirschen ließ. „Zillak Luen, Euer ehemaliger Ausbilder, wird allmählich alt. Es ist an der Zeit, einen Ersatz zu suchen und jemanden in den Künsten der Unsichtbaren Klinge ausbilden zu lassen. Ihr wisst von unserem Abkommen mit Qu’ellar Vrinn?“
„Nein.“
„Dann wird Viconia Euch alles Weitere unterwegs erzählen“, sagte Kimmuriel und deutete sogleich in Richtung des Ausgangs. „Ihr werdet hier nicht länger benötigt… verschwindet jetzt!“

@all: Ad'non-Post kommt morgen...

Reding
06.01.2008, 23:51
Das hatte Benjamin nicht erwartet.
Als sie die Bücherei betraten, gingen die Zombies wie wild aus sie los.
Benjamin grinste, als Ad'non den ersten Zombie tötete. Doch es war nicht das grinsen von
Benjamin...es war das grinsen von Reding. "Alles klar Benjamin... lass es uns versuchen" sagte Reding zu Benjamin. Benjamin nickte "alles klar...es hat schließlich schon einmal geklappt". Benjamin Schloss seine Augen, und hob seine Katana's über seinen Kopf, so das sie ein Kreuz bildeten. Das eine Katana entflammte, während das andere von blitzen umhüllt war. Plötzlich, veränderte sich sein schatten. Er nahm die Körperform von Reding an, jedoch veränderte Benjamin sich nicht. Einzig und alleine seine Augen wurden rot.

"Let us play..." Benjamin, rannte blitzschnell auf einen der Zombies zu, doch bevor dieser angreifen konnte, bohrte sich Benjamins flammendes Katana durch sein kaltes, farbloses Fleisch und der Zombie viel zu Boden. Sofort folgten zwei weitere die Benjamin, mit jeweils einem Streich zerteilte. Da kamen aus dem dunkel noch mehr Zombies, es schien endlos zu sein. Benjamin drehte seinen Kopf nach hinten, als er sah das Morgana um fiel. Doch er kümmerte sich nicht darum, nicht das er es nicht wollte, doch er befand sich...in einer Art Rage, die es ihm nicht möglich machte an etwas anderes zu denken als den Kampf. Ein Zombie nach dem anderen viel zu Boden. Plötzlich ging Benjamin in die Knie: "Verdammt....Reding...was ist los?" stöhnte er. "Ich weiß es nicht Benjamin...es fühlt sich an wie ein Schmerz der immer stärker zu werden scheint" erwiderte Reding mit schwacher Stimme.

Benjamin versuchte aufzustehen, dies gelang ihm auch doch nun schmerzte seine Wunde am Arm, die im Gordash zugefügt hatte. "Verdammt Reding..." begann er "die wunde... er muss mich vergiftet haben... aber wieso hat der Drow das nicht bemerkt?" Trotz des Schmerzes musste er weiter kämpfen, denn die anderen waren zu beschäftigt. Als Benjamin sich einigermaßen freigekämpft hatte, wurde sein Schatten wieder normal, und er ging rüber zu Morgana: "Hey...hey...mach die Augen auf, verdammt wir brauchen evtl. deine Hilfe... Verdammt“...
Benjamin versuchte, so gut es ging, aufrecht stehen zu bleiben als weitere Zombies an griffen. „Nimmt das denn nie ein Ende?“ fragte er sich, und hielt seine Katana fest in den Händen, während er versuchte die Zombies von Morgana fern zu halten...

@all: Sry^^ ich neige dazu zu übertreiben^^ nicht böse sein^^

Serpico
07.01.2008, 00:49
Der Kampf entwickelte sich schnell zu einer Schlacht, und sobald die Gefährten sich von untoten Kreaturen umzingelt sahen, reagierte jeder auf seine Weise. Die Gefährten – oder das, was noch von ihnen übrig war – waren innerhalb der vergangenen Monate zu einer Einheit verschmolzen, ergänzten sich im Kampf und schützten sich gegenseitig. Benjamin ging ab wie ein Wirbelsturm und metztelte alles, was ihn bedrängte, nieder, und anschließend bewies er seinen Wert in der Gruppe, indem er der verletzten Morgana half.
Ad’non reagierte völlig anders. Es sah aus, als würde die Gruppe ihn regelrecht absondern, denn während der Kämpfe geriet immer mehr Abstand zwischen ihn und seine Begleiter. Er bemerkte es nicht, und nicht einmal als Morgana ihm eine Warnung zurief, reagierte er. Sein Überlebenskampf gestaltete sich, wie er es gewohnt war…
„Dämlicher Drow“, murmelte Surinyo, der seinen magischen Krummsäbel mit einem Wort entflammen ließ und sich mit sengend heißer Klinge auf die Untoten stürzte.
Ad’non wirbelte herum, nachdem er einem Zombie mithilfe seines Kurzschwertes den Kopf abgetrennt hatte, und da niemand ihm den Rücken deckte, fand er sich schon dem nächsten Feind gegenüber. Auch dieser war schnell ausgeschaltet, und der Drow hatte einen Moment Zeit, um sich umzusehen. Er warf einen Blick zurück und sah, dass der Kampf noch tobte, entschied sich dann aber, seine Begleiter zurückzulassen. Ad‘non huschte zwischen den Regalen entlang, in Richtung der nächsten Tür, die zu jenen Archiven führte, die sämtliche Prophezeiungen der Zeit sammelten, in die er Augatha einordnete. Auf seinem Weg passierte er einige menschliche Leichen – die Leichen von Bibliothekaren und Besuchern, auch einen Mann von der Stadtwache. Ungeachtet der toten Körper schlich er weiter, stieg über jene hinweg, als seien sie nicht da.
Ein verunstalteter Mann, der ein Stück voraus auf dem Boden lag, wand sich scheinbar noch in Todesqualen. Er sah schrecklich aus, scheinbar von magischen Flammen erfasst und aufs Schlimmste verbrannt. Ad’non kümmerte sich nicht darum, sondern sprang über den Körper hinweg… doch plötzlich schnappte etwas nach seinem Knöchel und hielt ihn fest, so dass er aus dem Sprung gerissen wurde und auf die Fliesen knallte. Sein Kurzschwert flog in hohem Bogen davon und schlitterte über die Fliesen bis zur nächsten Wand.
Gerade als Ad‘non mit vor Schreck aufgerissenen Augen realisiert hatte, was geschah, spürte er bereits den unsagbaren Schmerz sich in sein Fleisch grabender Zähne. Er schrie… es war ein Schrei, der von unvorstellbarer Qual zeugte. Ein Stück Fleisch wurde aus seiner Wade gerissen, er spürte, wie es sich von seinem Bein löste und das Blut entwich, spürte wie sich brennender Schmerz an der Stelle breitmachte.
Dennoch brachte Ad’non es fertig, seinen Dolch zu zücken und sich so weit zu bewegen, dass er dem auf seinen Körper kriechenden Zombie die Klinge ins Auge rammen konnte. Anschließend griff er nach den Armen der Kreatur und wälzte sie herum, so dass er auf ihr lag und nicht umgekehrt. Er riss den Dolch nicht heraus, sondern kniete sich auf den Griff – der Kopf des Zombies wurde so in eine seitliche Lage gezwungen und konnte nicht mehr bewegt werden.
Ad’non bemerkte, dass weitere Zombies sich aus allen Richtungen näherten. Er musste schnell handeln. Mit einem Griff in eine Gürteltasche förderte er eine Schriftrolle zutage.
Noch während er die Worte verlas, begann seine schreckliche Wunde abzuheilen, während der Zombie zuckte und sich wand, da ihm die Lebenskraft entzogen wurde. Das wenige, was den toten Körper lebendig hatte sein lassen, wurde aus ihm herausgerissen und Ad’non einverleibt. Auch der Drow hatte Schmerzen, beinahe ebenso wie bei der Entstehung der Wunde. Bevor der Vorgang abgeschlossen wurde, sackte der Zombie zusammen und war erledigt.
Ad’nons verzerrtes Gesicht entspannte sich und er ließ die Schultern hängen. Ein wenig träge zog er den Dolch aus dem Gesicht der Kreatur. Dann blickte er nach links und musste sofort in die andere Richtung hechten, als bereits der nächste Zombie nach ihm schnappte. Als der Assassine zum liegen kam und aufblickte, fand er sich zu den Füßen eines weiteren Zombies wieder, der sich sofort träge nach ihm bückte und den geschundenen Kiefer öffnete…
Ad’non rollte sich gerade noch seitlich weg und stand auf. Er fand jedoch keinen Fluchtweg mehr.
Der Drow war umzingelt…

Viridian
07.01.2008, 08:24
Azular wachte noch leicht schläfrig auf. Jetzt konnte und wollte er nicht mehr weiterschlafen. Langsam stand er auf und durchstreifte das Zimmer. Sera, die auch gerade aufgewacht war, sah ihn fragend an. "Meinst du, ich sollte einen Besuch wagen?", fragte er sie, Sera miaute und schien ihm das positiv zu beantworten. "Jaah, tut das, wenn ihr festgenommen werden wollt", meinte Serivan murrend.
"Ich werde mich ja nicht so benehmen wie...naja, wie ihr", antwortete Azular neckisch.
"Pah!", kam nur zurück und der Dunkelelf musste unweigerlich grinsen.
"Nun gut, machen wir uns auf den Weg...Sera? Du bleibst immer an meiner Seite, verstanden? Ich kann dich nämlich recht schlecht sehen, wenn du unsichtbar bist", wies er seine Vertraute an und wirkte daraufhin einen Unsichtbarkeitszauber auf beide. Vorsichtig öffnete er die Tür einen Spalt breit und lugte auf den Gang hinaus. Sehr gut, keiner da. Schnell öffnete er sie ganz und huschte hinaus. Nachdem Sera sich bemerkbar machte, indem sie maunzte, wusste er, dass sie an seiner Seite war, schloss die Tür und verriegelte sie mit dem Schlüssel. Dann flitzten sie zuerst in den Eingangsbereich und dann ganz nach draußen. Dort musste er sich erst einmal neu orientieren. "Mystra Tempel, in diese Richtung", las er leise das Schild, was nach rechts wies. So eilte er schnell die Straßen entlang, da er nicht genau wusste, wie lang der Zauber halten würde. Auf dem Weg hütete er sich vor Passanten, in die er möglicherweise hineinrennen konnte, bis er schließlich sein Ziel keuchend erreichte. Doch bevor er den Zauber von sich aus löste, trat er flugs ein, schloss die schwere Tempeltür und überprüfte Seras Anwesenheit. Niemand schien ihn bemerkt zu haben...nun....bis auf eine. "Hallo, Azular", sagte eine junge Frauenstimme und wie aus dem Nichts erschien eine in Schleier gehüllte Frau, die ihm nur zu gut bekannt war. Er löste den Zauber und lächelte sie an. "Hallo, Ksandria, wie hast du gewusst, dass ich hier bin?", fragte er sie freundlich. "Du bist hier im Tempel von Mystra, nicht im Tempel der Narren!", lachte sie, "Zwar hat dich keiner gesehen, aber ein Jünger von Mystra kann man schon auf Meilen Entfernung erkennen. Die Magie macht's. Und außerdem musste irgendjemand hier sein, denn eine schwere Tür wie die dort kann nicht einfach so vom Wind aufgedrückt werden."
"Das leuchtet ein", antwortete Azular und grinste. Bevor das Gespräch allerdings weiterging, lief er erst einmal zur Statue, die niemand geringeren als Mystra, die Göttin der Magie zeigte und huldigte ihr mit einem Gebet. War das abgeschlossen, drehte er sich auch schon wieder zu Ksandria um, die Sera auf dem Arm hielt und sie kraulte, was sie mit einem tiefen Schnurren bekräftigte. "Sie ist immer noch so verschmust wie früher", sagte die Magierin und Klerikerin und ihre Stimme klang sanft und gutmütig. "Oh ja, das ist sie", bestätigte Azular. Ksandrias Miene war noch gut gelaunt, aber im nächsten Moment wurde sie wieder todernst und sie lies Sera auf den Boden. "Azular...du darfst hier nicht sein, das weißt du", sagte sie.
"Warum nicht?"
"Du wirst überall gesucht, wegen deinem Verrat! Hier in Tiefwasser laufen die Soldaten ständig Patroullie und selbst hier kommen sie im dreißig Minuten takt hinein, weil sie wissen, dass du dich oft hier aufhieltest. Du hast Glück, die Soldaten sind gerade eben wieder gegangen. Und...mach dir keine Sorgen, dass wir dich verraten, das tun wir niemandem an. Wir werden den Wachen sagen, dass wir dich nie gesehen haben."
"Okay, danke...hm..moment...wo ist eigentlich Lafan?"
"Oh, in der Akademie...die haben ein neues Fach eingeführt - Götterkunde - und weil Lafan der älteste und weiseste Priester in dieser Region gibt, muss er die Schüler unterrichten. Aber er scheint Freude daran zu finden."
"Ah, verstehe...mh...wer sind denn diese Priester dort? Sie tragen nicht die Robe wie ihr alle", fragte er neugierig.
"Wie? Erkennst du sie nicht?"
"Doch, jetzt...das sind die Priester Azuths....wart ihr nicht einmal verstritten miteinander?"
"Wir sind es eigentlich immer noch. Siehst du, wie sie auf Stravs Witz hin lachen? Das ist nur ihre Fassade, am Liebsten würden sie Strav den Kopf abreißen", sagte sie kopfschüttelnd.
"Warum sind sie dann hier?", fragte er.
"Es war Lafans Idee. Er wollte sie einladen, um sich zu versöhnen", meinte sie.
"Natürlich, ladet den Feind ins eigene Lager ein, um dessen Feuerkraft zu testen", murmelte Azular. Ksandria kicherte leise. Nachdem sie das Gepräch der Priester eine Weile verfolgten und dabei das Gelächter manchmal des Bisses im Gespräch wegen zurückhalten mussten, verabschiedete sich Azular. "Ja, es wäre wohl besser...die Wachen dürften bald kommen. Ähm...wir sehen uns..viel Glück auf deinen Reisen", sagte sie verlegen und gab ihm leicht zögerlich einen kleinen Kuss auf die Wange. Etwas eingeschüchtert und rot anlaufend (in dieser Hinsicht hatte Azular einen Vorteil wegen seiner Hautfarbe :p) verließ er dann, mit dem Unsichtbarkeitszauber wieder bedeckt, den Tempel und kehrte zur Taverne zurück. Dort setzte er sich an einen Tisch und aß etwas...

Morgana
07.01.2008, 08:57
Langsam wurde die Situation brenzlig. Meynolts war offensichtlich angeschlagen, doch noch gelang es ihm und Surinyo die Zombies auf Abstand zu halten. Elvanshalee stand neben ihrer bewusstlosen Freundin und unterstützte die beiden mit Heil- und Stärke-Zaubern. Dazwischen griff sie die Meute mit Untote vertreiben und Sonnenstrahlen an, was den wandelnden Leichen grausige Verbrennungen zufügte. Doch die starken Flächenzauber von Morgana fehlten ihnen. Langsam wurden die drei Gefährten immer weiter zurück gedrängt – auf die Regalwand in ihrem Rücken zu, vor der Morgana am Boden lag. Verdammt, wo war nur Ad’non abgeblieben!
„Wenn doch nur Izayoui hier wäre“ schoss es der Klerikerin durch den Kopf. Endlich gelang es ihr durch den Zauber Untote Befehligen einige der Zombies dazu zu bewegen sich gegen ihres gleichen zu wenden … kein schöner Anblick. Ihr herbeigerufener Verbündeter aus den Ebenen verschaffte ihnen endlich ein wenig Luft. Die Drow nutzte die Gelegenheit und beugte sich zu Morgana hinunter…


Morgana blinzelte und bewegte sich unsicher. War sie nicht gerade noch in der Bibliothek in Tiefwasser gewesen? Da war ein Kampf … und doch … um sie herum herrschte eine eigenartige Stille.
Die Mondelfe stand auf. Der lichte Wald in dem sie sich befand, war in ein eigentümliches, silber-blaues Licht getaucht. War gerade Vollmond? Morgana ging die wenigen Schritte bis zum Rand der parkartig wachsenden Bäume. Auf der Fläche vor ihr stand in einiger Entfernung ein einzelner riesiger Baum, der sich schwarz vor dem dunkelblauen Himmel abhob. Nur einige Blätter, die sich in dem leichten Wind bewegten schienen ab und zu das silberne Mondlicht zu reflektieren. Wenige Meter weiter schien das Gelände jäh in eine Art Schlucht abzufallen und gab den Blick frei auf eine zum Teil schneebedeckte Bergkette in der Ferne. Irgendetwas an dem Ort kam ihr auf seltsame Weise bekannt vor. Doch bevor sie diesen Gedanken weiter verfolgen konnte trat eine zierliche Gestalt hinter dem Baumstamm hervor. Die Art, wie diese sich bewegte …
Morgana hielt den Atem an. Das war nicht möglich. Und obwohl ihr Verstand sich weigerte zu akzeptieren, was sie sah, ging sie der näher kommenden Gestalt langsam einige Schritte entgegen.
„Valas?“ Ihre Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, während ihr Herz raste und ihr Tränen über das Gesicht liefen.
Doch der Drow war inzwischen so nahe gekommen, dass sie sogar sein unverkennbares breites Grinsen sehen konnte.
„Mit mir hast Du wohl nicht gerechnet, kleine Elfe?“ Meinte dieser als er die letzten Schritte auf die Mondelfe zuging. Morgana schüttelte den Kopf und musste beinahe Lachen – das war wirklich unverkennbar Valas.
„Nein, um ehrlich zu sein … ich kann es noch immer nicht recht glauben. Ich weiß nicht einmal ob ich überhaupt damit gerechnet habe, Dich jemals wieder zu sehen. Aber wo sind wir hier überhaupt?“
„Das ist Dein Traum Täubchen, sag Du es mir!“
Morgana nickte. Ja das war die einzige logische Erklärung für das was sie gerade erlebte. Es konnte nichts anderes sein als ein Traum – aber er was so real, auf eine schwer zu erklärende Art und Weise. Sie sah den vor ihr stehenden Drow schief an …
„Wenn das mein Traum ist … hmmm … dann könntest Du mich doch ruhig einmal in den Arm nehmen!“ grinste sie Valas an „Denn wenn ich es schon geschafft habe, Dich hier herzuholen, sollte das doch auch möglich sein, oder?“
„Ihr Lichtelfen und euer Hang zu körperlicher Nähe“ lachte dieser kopfschüttelnd, legte dann aber doch seinen Arm um die Hexenmeisterin und zog sie an sich. Hier drohten ihm zumindest keine Gefahren, auf die er hätte achten müssen. „Aber wer weiß, wann wir je wieder Gelegenheit dazu haben. Komm mit, ich muss Dir etwas zeigen.“
Gemeinsam gingen die beiden auf den einzelnen Baum und dem dahinter liegenden Abgrund zu. Der Blick von hier oben war atemberaubend, die zu ihren Füssen liegende Landschaft durch das silberne Mondlicht wie verzaubert. Schweigend standen die so unterschiedlichen Elfen eine Weile aneinander gelehnt dort und genossen sowohl den Ausblick, wie das seltene Erlebnis der Zweisamkeit.
Doch plötzlich merkte die Mondelfe, wie ihr Blick langsam zu verschwimmen begann.
„Valas – ich glaube ich muss zurück. Ich … ich würde so gerne bleiben, aber irgendetwas zieht mich fort von hier. Ich kann es nicht beeinflussen …“
„Ja mein Täubchen, ich weiß dass Du gehen musst. Träume sind nicht für die Ewigkeit, das solltest Du doch wissen.“
„Du hast recht, wie so oft. Doch gewähre mir noch eine Bitte: Pass auf Dich auf, wo immer Du bist. Ich fühle Deinen Ärger über Deine Situation in der Du gerade steckst, auch wenn ich nicht weiß wieso. Ich bin bei Dir – in meinen Gedanken und über das Band das mich mit Dir verbindet – ob ich das will oder nicht.“
„Wir werden uns wieder sehen, kleine Elfe, irgendwann …“


Elvanshalee zwang sich zur Ruhe … Morgana atmete noch, wenn auch sehr flach – ein Genesungszauber würde also ausreichen. Dieser jedoch musste klappen, denn ohne die Hexenmeisterin hatten sie keine Chance gegen die Übermacht. Plötzlich übertönte ein Schrei den Kampflärm - Ad’non! Die Drow atmete einmal kurz durch, jetzt nur nicht ablenken lassen …
Der Zauber funktionierte. Doch anstatt die Augen aufzuschlagen versuchte die Hexenmeisterin offenbar an ihrer Bewusstlosigkeit festzuhalten.
„Morgana?“ Elvanshalee schüttelte ihre Freundin … „Morgana, bitte mach die Augen auf – wir brauchen Dich hier. Ich weiß doch dass Du mich hörst!“
Widerstrebend öffnete die Mondelfe die Augen und ihr Traum zerplatzte wie eine Seifenblase in der Sonne. „Valas …“
„Valas ist nicht hier – und wir auch bald nicht mehr, wenn Du uns nicht hilfst. Morgana bitte, komm zu Dir!“
Endlich schien die Mondelfe ihre Umgebung wieder zu registrieren und blickte von Elvanshalee zu den beiden sich verzweifelt wehrenden Kämpfern. Ohne Kommentar rief sie erst einmal eine starke Kreatur herbei um die Beiden und Elvanshalees Verbündeten zu unterstützen. Dann rappelte sie sich langsam auf.
„Danke Elva … aber glaub mir, da wo ich gerade war, wäre ich gerne die nächsten 100 Jahre geblieben … aber das erzähle ich Dir später. Jetzt lass uns erst mal ein paar Zombies abfackeln, ich will mich für meine Beule rächen.“
Elvanshalee nickte der Hexenmeisterin grinsend zu und machte sich wieder daran, Meynolts und Surinyo zu heilen, während Morgana die beiden nun mit ihren Feuerzaubern unterstütze.

Nach einem harten Kampf waren die Untoten endlich besiegt – zumindest die in ihrer unmittelbaren Umgebung. In der plötzlichen Ruhe jedoch, wurden die vier dem Kampflärm gewahr, der aus einem angrenzenden Raum drang.
„Ad’non …“ Elvanshalee verdrehte die Augen. „Das sieht ihm ähnlich, sich hier vom Acker machen und dann in der Klemme sitzen. Wenn wir ihn nur nicht noch brauchen würden …“
Sie nickte den anderen zu und vorsichtig machten sie sich auf Richtung Archive.

Das würde schwierig werden. Aber was blieb ihnen schon anders übrig. Wenn sie in die entscheidende Abteilung in der Bibliothek gelangen wollten, dann mussten sie hier durch – mit oder ohne Ad’non. Die Gefährten nahmen Kampfstellung auf und Morgana schleuderte zwei gut gezielte Feuerbälle in den enger werdenden Kreis aus Zombies, der sich langsam um den Assassinen schloss. Sie waren zu 5., den Drow mitgerechnet – die Untoten übertrafen sie an Zahl um mindestens das Vierfache …

Isashi
07.01.2008, 13:04
Die nacht verging wie im Flug und Izamari, Izayouis Vater, erzählte seinem Sohn alles über dessen Mutter und offenbarte ihm die Geheimnisse seiner Blutlinie. Es war eine Nacht voller Worte und Gefühle, diese Nacht zwischen Vater und Sohn unvergessen.
Izayoui bekamm kein Schlaf, da er viel zu beschäftigt war in den frühen Morgenstunden mit seinem Vater zu trainieren.

"Izayoui, mein Sohn, du musst lernen die dunkle Macht in dir zu kontrollieren! Ich weiss das ist nicht einfach doch wenn sie dich kontrolliert wirst du deine Seele verlieren. Deine Mutter war damals mein Licht in der Dunkelheit. Deine Macht wurde damals auch nur von deiner Liebe unterdrückt... Satsu... es tut mir leid Izayoui. Hättest du ein Licht in deinem Leben, eine Person für die du dein Leben geben würdest, dann wäre dein Herz nicht so kalt und gefühlslos. Ich spühre deine unendliche böse Macht, sie ist so voller Potenzial und Kraft, sie übersteigt meine um ein Hundertfaches! Kaum auszudenken was passieren würde wenn die Finsterniss dich verschlingt."

Izayoui versank in Gedanken während sein Vater mit ihm redete, doch nach einem kurzen Moment der abschweifung ergriff er das Wort.
"Vater, bitte zeigt mir meine Fähigkeiten!"

"So soll es sein..." Izamari führte seinen Sohn in die Mitte des Trainingsraumes. "Schau zu und lerne!"

Izamari schloss die Augen und atmete tief durch, als ein leichtes, dunkles Leuchten um ihn herum auftauchte. Die Umgebung wurde immer finsterer und die Aura um Izayouis Vater immer Stärker. Izayoui konnte auf seiner Haut eine brennende Kälte spühren, er spührte die Macht seines Vaters. Blitzartig zuckte pure Energie über den Körper von Izamari und dessen Augen tauchten sich in ein bedrohliches dunkles rot. Mit einem lauten Schrei entfesselte er den letzten Rest seiner Macht.
Mit tiefer und böser Stimme sprach Izamari: " Mein Sohn, lass all deine Gefühle gehen, befrei deinen Geist, entfessel die Bestie in dir und lass deine Macht frei!"

Izayoui nickte und schloss ebenfalls seine Augen. Mit gequälten Schreien entfesselte er seine dunkle Macht und füllte den Raum mit dunkler Energie. Izamari war sichtlich beeindruckt von der Leistung seines Sohnes.

"Nicht schlecht Izayoui! doch hast du noch lang nicht dein gesamtes Potenzial entfaltet. Diese Macht ist ein Segen unserer Blutlinie, es mag dunkle, infernalische Macht sein, doch wer entscheidet was gut und was böse ist? Aber bitte lass nicht zu das es dich kontrolliert!"
Izayoui nickte nur flüchtig.

Die Morgenstunden vergingen und Izayoui lernte endlich seine neuen Kräfte zu nutzen.
"Izayoui, bevor du gehst möchte ich dir dein versprochenes Gold geben und dir etwas mitgeben auf deinem Weg. Hier ist meine Rüstung aus meinen aktiven Tagen! Diese Schwarze Rüstung ist ultra hart und flexibel zugleich! Auserdem möchte ich das du dieses Dai-Katana nimmst! Nutze es um dir unser Familienschwert zurückzuholen von den Verrätern in unserem Heimatdorf!"

Izayoui erinnerte sich daran das seine Gruppe zu den Archiven wollten, aber mittlerweile müssten sie schon längst dort sein. Hoffentlich würde er sie nicht verpassen und so gelang er nach einem kleinen Fußmarsch an der Bibliothek von Tiefwasser an. Es roch nach Blut als Iza die Eigangstür öffnete, Irgendetwas stimmt hier nicht...

Morgana
07.01.2008, 21:00
Durch die Feuerbälle auf die Gruppe aufmerksam geworden ließ der größte Teil der Zombies von dem am Boden liegendem Drow ab und wandte sich der neuen Bedrohung zu. Dank de langsamen Fortbewegung der Untoten gelang es Morgana und Elvanshalee zum einen die Schutzzauber zu erneuern, eine weitere Kreatur zur Unterstützung zu beschwören und trotzdem noch einige Zombies auszuschalten, bevor diese die Gruppe überhaupt erreichen konnten.

Kurz bevor die ersten dieser lebenden Leichen die beiden Nahkämpfer erreichten nahm Elvanshalee aus den Augenwinkel eine Bewegung in der Türe wahr, durch die sie gerade gekommen waren.
„Izayoui! Dich schickt der Himmel!“ … „oder auch nicht?“ fügte sie in Gedanken nach einem zweiten Blick auf den Menschen hinzu …

Isashi
07.01.2008, 21:54
Izayoui erblickte seine Freunde und war schon kampfbereit in seine Aura gehüllt. Ein infernalisches Leuchten in den Augen sollte das Letzte sein was diese untoten und hirnlosen Bestien noch sehen sollten. Soweit es im Kampfgetümmel möglich war, beobachteten alle gespannt was nun wohl kommen würde. Doch Izayoui blieb auf der Stelle stehen und ein breites Grinsen machte sich auf dessen Gesicht breit. "JETZT! Na los, zeig mir was du kannst!"
Elva schaute Izayoui ungläubig an, führte er jetzt schon Selbstgespräche? Als plötzlich aus den Schatten ein Paar leuchtend rote Augen ihn ihre Richtung sprangen und einen Zombie der ihr gefährlich nahe gekommen war zu fall brachten. Messerscharfe Reißzähne bohrten sich in den Hals der Kreatur und rissen diesen auseinander. Bedrohlich knurrend stand ein großer Wolf mit dunklem Fell und ausgeprägter Mähne vor der Gruppe.
Izayoui breschte nun auch in das Geschehen und kämpfte nun Seite an Seite mit seinen Freunden und seinem Infernalischen Diener gegen die Untoten.

Feuerbälle von Morgana zerfetzten auch schon den nächsten Zombie und ließen dessen Einzelteile durch die Luft fliegen. Elva jagte noch ein paar Lichtzauber durch die restlichen Untoten und Surinyo lies seinen flammenden Säbel durch deren Körper gleiten.
Meynolts, der noch angeschlagen war vom Gift, schenkte jedem zu nahe kommenden Feind ein Hagel aus Schwerthieben mit seinen zwei Katanas. Izayoui und sein Wolf verschmolzen im Kampf zu einer Einheit und streckten auch noch ein paar Untote nieder als Iza zu guter letzt mit Elva zusammen ein mächtiges "Untote vertreiben" durch die Archive jagte...

Serpico
08.01.2008, 03:51
Valas Andori saß hoch oben auf dem Rücken seiner treuen Schwertspinne, als er die Straßen Menzoberranzans in Richtung des südöstlichen Tores durchquerte. Links und rechts zu seinen Seiten ritten ein Drow, dessen Name dem Späher unbekannt war, und Viconia auf jeweils einer der monströsen Echsen, die so häufig als Reittiere der Dunkelelfen dienten. Sie führten ihre Tiere mit Zügeln, während Valas die geistige Verbindung zu seinem langjährigen Begleittier ausreichte, um die Richtung zu weisen.
Die Baenre-Wachen waren längst von Bregan D’aerthe bestochen worden, so dass den drei Reisenden unangenehme Fragen erspart blieben, als sie das Tor erreichten.
„Nelgetha“, sagte der namenlose Drow und zügelte seine Echse. Das Tier schnaubte und knurrte bösartig. „Usstan inbale ulu alu rath, Kimmuriel xunus naut qua’l ussa ulu mrigg dos. Da’ghil dos draa phuule maglust.“
Valas überlegte kurz, ob er sich über diese Nachricht freuen oder ärgern sollte, ob sie Wahrheit oder Lüge waren... dann kreuzte er die Arme vor der Brust, wie auch der andere es tat. „Aluve’shebali.“
„Aluve’velkyn velve“, erwiderte der Namenlose, dessen Gesicht Valas seltsam vertraut schien, schief grinsend. Der Drow ließ sein Reittier wenden und verschwand, doch anstatt sich gleich in Bewegung zu setzen, sah Valas ihm nach – oder zumindest in diese Richtung. In Wahrheit war es aber nicht mehr der andere Drow, den der Späher sah, sondern... gar nichts.
„Wir werden uns wieder sehen, kleine Elfe, irgendwann...“, formten seine Gedanken, und seine Lippen formten die Worte ebenfalls, wobei ihnen ein leises Flüstern entwich. Valas kam wieder zu sich - und fragte sich, was gerade geschehen war. Ein Traum? Er hatte definitiv nicht geträumt, vielmehr schien sein Geist einen Abstecher gemacht zu haben. In den Traum einer anderen Person... in Morganas Traum.
„Doer pholor“, herrschte Viconia ihren Gefährten an und ließ ihre Echse aus der Stadt hinaus traben. Valas wurde aus seinen Gedanken gerissen. Er folgte ihr einen Augenblick später, nachdem er noch einen letzten sehnsüchtigen Blick zurückwarf, zurück auf Narbondel, das ferne Licht, die majestätischen Stalagmiten und Stalaktiten, die wie steinerne Zähne aus dem Boden ragten, perfektionistisch behauen und zu prächtigen Behausungen modelliert. Eine verheißungsvolle Ruhe lag in der Luft, eine vertraute trügerische Empfindung, ein scheinbarer Frieden. Valas lächelte, auf sonderbare Weise in seine zwielichtige Heimat verliebt. Trotz dieser falschen Geborgenheit war ihm eines bewusst: Menzoberranzan schläft niemals.
Valas atmete noch einmal die Luft seiner Heimat ein. Nun war er zumindest für einige Stunden wieder eines der vielen Fragmente dieses legendären Ortes gewesen...

Serpico
08.01.2008, 03:53
Der Korridor verlief um ein Rundell, und es existierte jeweils eine Abzweigung in jede Himmelsrichtung. Auf einer Karte an der Steinwand dieser Ort, an dem sich der Drow befand, als das Zentrum des Gebäudes verzeichnet. Ad’non studierte die Karte, während hinter ihm der Rest der Gruppe aus dem westlichen Gang aufholte. Er registrierte zwar, dass auch Izayoui unter den Anwesenden war – und einen Wolf seinen Begleiter nannte – doch interessierte ihn das so wenig wie alles andere, was mit seinen Gefährten zu tun hatte.
„Ihr solltet vielleicht mal etwas kooperativer denken“, beschwerte sich Suinyo, doch der Drow ignorierte ihn natürlich. Der Waldläufer lehnte sich leicht verletzt an eine Wand und nahm einen Schluck aus einer Phiole.
Ad’non wandte sich in Richtung des Rondells vor ihnen – und den Eingang, eine alte, schwere Tür aus schwarzem Holz, nur angelehnt und blutverschmiert. Grelles blaues Licht drang durch den Schlitz zwischen Tür und Türrahmen. Es wurde intensiver, heller…
Ohne sich nach seinen Gefährten umzusehen, marschierte der Assassine in diese Richtung. „Hier entlang!“ rief er über die Schulter zurück.
Morgana zögerte. „Was ist das?“
„Ein Portal, wie es aussieht“, erklärte Elva und nahm ihre Freundin an der Hand, so dass sie Ad’non gemeinsam und in knappem Abstand folgten. „Aber kein gewöhnliches…“
Die Gefährten waren auf halbem Weg, als das Licht unerträglich grell wurde, Ad’non längst sein Gesicht unter der Kapuze verbarg und selbst die anderen ihre Augen abschirmten. Die Lichtquelle schien jeden Schatten auszumerzen, sich selbst durch die Wände zu fressen, und schließlich konnten die Gefährten den Weg nicht mehr erkennen und blieben stehen. Das Licht entfaltete sich, blitzte dann auf, womit es zu seinem Höhepunkt kam… und verschwand plötzlich.
Die Abenteurer erholten sich und nahmen die Hände runter, anschließend rannten sie alle los, voller Neugier und innerer Anspannung. Ad’non gelangte als erstes zur Tür und wartete keinen Moment, diese aufzureißen.
Der Raum dahinter war ein Rondell, dass vollkommen von einer Wand eingerahmt wurde, die ein einziges Bücherregal darstellte – von oben bis unten, von rechts nach links, wobei der Raum selbst sowohl sehr hoch war als auch im Durchmesser beachtliche Größe zeigte. Allerdings war nichts an seinem Platz geblieben. Man konnte fast glauben, ein Sturm habe hier im Zentrum der Bibliothek gewütet, überall lagen die Bücher verteilt, ganze Teile davon waren herausgerissen worden. Tische und Stühle lagen auf den Fliesen verteilt…
„Wir haben sie verpasst“, merkte Surinyo an, und Ad’non fuhr mit unheilverkündender Miene zu ihm herum.
„Das ist offensichtlich, Rivvin!“, spie der Drow.
Die anderen interessierten sich wenig für die Auseinandersetzung der beiden. Jeder war sprachlos, sowohl wegen des Raumes selbst als auch wegen dessen offensichtlicher Vernichtung. Nur langsam traten sie ein… Schritt für Schritt – und sie bestaunten ihre verwüstete Umgebung.
„Eine Katastrophe“, keuchte Morgana. „Diese Werke sind unbezahlbar…“
Benjamin beugte sich zu einem Buch nieder und las den Titel – es handelte offenbar von einem dunkelelfischen Waldläufer und war von einem bekannten Barden verfasst worden. Er warf den Wälzer fort und blickte in die Runde. „Ich schätze nicht, dass der Schinken den ihr sucht, hier noch zu finden ist.“
Surinyo nickte. „Ich sage ja, wir haben sie verpasst.“
„Und wir haben nicht einmal einen Anhaltspunkt“, fügte Ad’non hinzu.
In dem Moment vernahmen die Gefährten ein Stöhnen, das vom anderen Ende des Raumes erklang. Ein alter Mann, ein graubärtiger Bibliothekar, saß dort in seiner eigenen Blutlache. Er blickte den Fremden entgegen, kaum noch fähig zu atmen. Er krächzte: „Sieben Werke…“ Während die Gefährten sich näherten, raffte sich der Mann auf, fortzufahren: „Nein, sieben Teile... EIN Werk. EINE Prophezeiung… EIN Kampf…“
„Sprecht klar, alter Mann“, befahl Ad’non dem Alten, doch dieser ignorierte ihn und fuhr fort.
„Die Götter selbst führen Krieg… Ihr seid… Figuren ihres Spiels… auf einer Seite, die Drachen auf der anderen.“
„Er zitiert aus einem Buch“, vermutete Morgana.
Der Alte hustete, Blut entwich seinem Mund. „Lasst sie nicht finden, was sie begehren.“ Er vermochte kaum noch aufzusehen, als sich die Gruppe um ihn scharte. „Lasst sie… nicht wissen, was ihre Rettung… sein könnte. Reist nach… reist n… nach…“
Die Augen des Mannes schlossen sich, er atmete langsamer… langsamer – und starb.

Morgana
09.01.2008, 03:06
„…sieben Teile... EIN Werk. EINE Prophezeiung… EIN Kampf…“ Morgana sprach die Worte des Alten nachdenklich vor sich hin. Wo hatte sie so etwas nur schon einmal gehört? Plötzlich wurde ihre Augen groß und ein Blick in Elvanshalees Augen reichte um zu erkennen, dass ihr der im gleichen Moment der gleiche Gedanke gekommen war.


http://img142.imageshack.us/img142/4363/buchderprophezeihung2klsb9.png

„Otso tyeller … enna ursplin … enna nyaare … enna enyor …“

„Cairlinn’s Buch …“ Die Erkenntnis traf die beiden Elfen wie ein Schlag ins Gesicht „Ihr Einsatz für unsere Aufnahme in die Schwesternschaft, dieser Auftrag, der Umstand dass sie uns nicht schon längst zurück geholt hat … das alles ergibt auf einmal einen Sinn …“
Morgana’s Worte waren kaum mehr als ein heiseres Flüstern.
„Aber was in Angharradh’s Namen hat die Schwesternschaft mit den Problemen einer Söldnerbande der Drow zu tun?“ Elvanshalee schüttelte ungläubig den Kopf. Die beiden schienen die Welt um sie herum für kurze Zeit vergessen zu haben.

Bis …
„Was zur Hölle stammelt ihr … ihr Lichtanbeter da!?“ Mit diesen Worten hatte Ad’non Elvanshalee ziemlich grob an der Schulter gepackt und zu sich herum gedreht.
„Treibt es nicht zu weit!“ Morgana zischte den Söldner an, bevor ihre Freundin überhaupt zu einer Antwort ansetzen konnte und schlug die Hand des Drow zur Seite. Ihr Blick sprach Bände. „Wagt es noch einmal sie anzufassen und es war das letzte was ihr auf dieser Welt getan habt – Shebali. Sieht so aus, als hätten wir einen neuen Ansatzpunkt. WIR wohlgemerkt, nicht ihr … Überlegt Euch am besten selber, was das für Euch bedeutet.“

Die Mondelfe wandte sich an die Gefährten.
„Wir sollten zurück ins „Smirking Rogue“ gehen und in Ruhe überlegen wie wir weiter vorgehen. Azular wird dort auf uns warten, er sollte hören, was wir zu erzählen haben.
Meynolts? Werdet ihr uns begleiten?“
„Ich möchte mich hier noch etwas umsehen. Ich suche ebenfalls eine bestimmte Schrift. Und nachdem diese für eure Gegner wohl nicht von Interesse gewesen sein dürfte, habe ich vielleicht sogar eine Chance sie zu finden. Ich stoße im Gasthaus wieder zu Euch.“

Morgana nickte. „Dann lasst uns aufbrechen. Und Izayoui … danke dass ihr gekommen seid. Ich weiß nicht, ob wir es ohne Euch geschafft hätten.“ fügte sie an den dunkel gekleideten Krieger gewandt hinzu. In all der Aufregung war dessen ungewöhnlicher Auftritt beinahe unter gegangen. Für die meisten zumindest.
Elvanshalee hingegen wandte sich im Gehen an den Menschen, der sich offensichtlich bewusst ein wenig hinter die übrigen Gefährten hatte zurückfallen lassen.
„Darf ich Dich fragen, was in dieser Nacht geschehen ist Izayoui? Du scheinst verändert, nicht nur äußerlich. Und Dein ….“ ihr Blick wanderte zu dem riesigen Wolf der hinter ihnen hertrottete. „… ähm Begleiter? Ich … wir … also ich hatte schon fast befürchtet, ich würde Dich nie wieder sehen.“ schloss sie etwas verlegen.


@ Valas :dup: ... für den letzten Post *begeistert is*

Reding
09.01.2008, 15:28
Die Gruppe verließ langsam den Raum, und sie machten sich auf ins „Smirking Rogue“ .
Nur Benjamin blieb dort. Er suchte in den Haufen von Büchern, nach einem bestimmten Buch. „Meinst du...wir finden es hier Reding?“ fragte Benjamin. Reding antwortet nicht...

„Nun ich denke nicht“ fügte Benjamin noch ein. Benjamin durchwühlte alle Bücher eines, nach dem anderen. Das meiste Waren alte Geschichten, die nur Gelehrte oder Elfen interessieren würden... doch das gesuchte Buch fand er nirgends. „Benjamin“ begann Reding plötzlich „da... schau mal, da ist eine Seite des Buches“. Benjamin hob die Seite auf. „Du hast Recht Reding“ sagte er, anschließend steckte die Seite in seine Tasche und machte sich auf auf den Weg nach draußen. Er warf dem alten Mann noch einen letzten blick zu „...so sollte man nicht sterben“. Dann machte auch er sich auf den Weg nach draußen.

Draußen angekommen, erwartete ihn schon ein bekanntes, schmieriges Gesicht, es war Gordash. "Hey, Adelsscheißer“ Gordash lachte laut „na, schmeckt dir das Gi...“ Doch bevor er seinen Satz zu ende sprechen konnte, hielt Benjamin ihm seine Klinge unter den Hals. „Halt deine verdammte scheiß fresse... oder du wirst nie wieder im stande sein irgendwas zu tun“. Er zog seine Klinge weg und wollte sich auf ins „Smirking Rouge“ machen. Da schrie Gordash im noch einen Namen hinterher „Dorn“. Benjamin blieb plötzlich stehen... ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken. Er wollte sich noch zu Gordash umdrehen, doch dieser war plötzlich verschwunden. Benjamin blieb noch einige Sekunden wie fest gewachsen stehen, schüttelte dann den Kopf und machte sich nachdenklich und mit vielen Fragen, betreffend des namens Dorn, auf den weg ins Gasthaus.

Viridian
09.01.2008, 15:58
Völlig gedankenverloren starrte Azular auf den dreckigen Tisch, dessen staubige Oberfläche durch den Kelch, der mit etwas zu trinken gefüllt war, verwischt wurde. Er dachte - zum fünfzehnten mal - über das Geschehen nach, die Zukunft...sollte er wieder ins Unterreich zurückkehren und in der Schlacht mitkämpfen? Nein, das hatte keinen Sinn, nicht einmal er könnte etwas ausrichten gegen die unzähligen Halb-Drachen...Drada Ched Nasad....eine zum Untergang verfluchte Stadt...und womöglich lägen seine Geschwister, sein Vater und Sebat auch gerade unter den Toten, in Zorn, Verzweiflung und Trauer verendet. Wäre das die Realität, wäre die Familie Northa - Azular ausgenommen - ausgelöscht und ausgerottet. Der Untergang eines Hauses, dass sich zuerst beinahe selbst vernichtete und dann schmählichst von Bestien zerstört wurde. Besonders tragisch war dabei der Verlust von Safyy'ra, die nun wirklich für nichts etwas konnte. Calliara riss sie ihm aus den Händen, nahm sie mit, nachdem sie ihn zwangen, ein Portal in das Unterreich zu eröffnen...ansonsten hätte ihn Yyivinndar, der zuerst furchtbar in Rage geriet und ihn anschließend verprügelte wie ein wehrloses Stück Stoff, getötet. Nun waren sie weg, aber sie hatten etwas vergessen - Wulcor. Azular fand unter den Schlägen keine Zeit, um Sebat von seinem Glück zu erzählen. So blieb das Amulett in seinem Besitz. Seufzend griff er in eine Tasche und förderte das goldfarbene Amulett, auf dessen Vorderseite ein strahlender und prächtig aussehender Falke eingraviert war, hervor und sah es an. "Wulcor...es tut mir leid, dass es so gekommen ist, wie es sollte und dass ihr Sebat wahrscheinlich verloren hat. Es war alles meine Schuld", sagte er mit sich überschlagener Stimme.
"Es ist schon gut, junger Dunkelelf. Wenn das Schicksal bestimmt, dass sich die Wege vom Halb-Avariel und mir nie kreuzen werden, dann werde ich mich dem beugen", antwortete der Falke sanft. "Gebt euch nicht die Schuld dafür, es war alles schon vorbestimmt."
"Hattet ihr einen Wahrsager zum Frühstück?", fragte Serivan genervt, der nun wie aus heiterem Himmel vor Azular auf dem Tisch lag, halb durchsichtig. Azular prüfte, ob ihn auch wirklich niemand sehen konnte, und tatsächlich: kein Anwesender bemerkte den Wolf. "Nein, Serivan. Ich bevorzuge eure Essgewohnheiten nicht wie ihr, ich verspeise anderes und das auch gesittet", erwiderte der Falke.
"Ist ja sehr schön, ein weise säuselnder Falke...warum habt ihr diesem Narr Sebat nicht das Amulett hinterhergeworfen, Azular?", fragte Serivan.
"Ihr könnt euch mit niemandem verstehen, nicht wahr?", fragte dieser lächelnd.
"Falsch! Niemand versteht mich, das ist ein Unterschied", gab sein Avatar zur Antwort.
"Natürlich, euer Hochwohlgeboren"
"Ihr müsst ihm vergeben, er ist numal ein argwöhnisches...nun, wie sagen die menschlichen Kinder heutzutage...Wolfilein, dass sich mit Überheblichkeit und Schuldzuweisung profilieren möchte", schaltete sich der Falke ein, der nun auch sichtbar neben Azular am Fester stand.
"Wolfilein? Wolfilein?! WOLFILEIN?! Das Wolfilein beißt euch gleich fein, dann kann eine Krähe nur noch schreien, denn ich zerrupf' ihr das Gefieder und morgen mach ich das gleich wieder!", fauchte Serivan zornig und sein tierisches Gesicht wirkte bösartig. Azular musste nach dieser herrlichen Antwort lauthals loslachen und konnte sich nur schwerlich wieder zur Beherrschung zwingen, spätestens aber nach den verärgerten und verwunderten Blicken der anderen Kneipenbesucher. "Ihr seid ein seltsamer Wolf, aber einen netten Humor habt ihr trotzdem!", meinte er breit grinsend.
"Ach, seid still! Ihr wisst gar nichts über mich!"
"Dann sollten wir das ändern, ihr seid mein Avatar, mein alter Ego, mein zweites Ich. Über mich wisst ihr schon so viel, aber über euch weiß ich noch gar nichts...oder ob das Gehörte überhaupt der Wahrheit entspricht."
"Meine Vorgeschichte geht euch nichts an. Allerdings...ist es im Kampf schon förderlich, eins mit dem anderen zu sein und etwas über ihn zu wissen. Aber was meine Vergangenheit betrifft, die werde ich euch nicht preis geben."
"Na schön, dann nicht...aber was meint ihr mit 'eins werden'?"
"Man sollte die Schwachstellen, die Stärken, die Schwächen, einfach alles über seinen Gegenüber wissen. Schnell, wie ist meine Augenfarbe?", fragte er und drehte hastig seinen Kopf aus Azulars Sicht.
"Ähm...bezaubernd", antwortete dieser nach einigem Zögern. Serivan grollte tief.
"Seid ihr umgedreht oder was ist los mit euch? Gott, das bessere Kennenlernen könnt ihr vergessen, wenn der Anfang schon so durch eure Unfähigkeit scheitert! Ich gebs auf..."
Azular grinste verstohlen, jetzt hatte er selbst den Wolf einigermaßen mundtot gemacht.

Dann herrschte vorerst einmal Funkstille zwischen den Dreien, Serivan schnaubte ab und zu etwas harsch. Aber dann, ganz plötzlich, wurde Azulars Körper von Gänsehäuten überflutet und selbst Serivan und Wulcor schienen den Anschein zu machen, sich unbehaglich zu fühlen. Irgendwas...oder irgendwer, war hier, den er kannte. Er ließ den Blick durch den Raum streifen und blieb an einer dunklen Ecke, die er eigentlich hätte mit seiner Dunkelsicht durchbrechen müssen, aber es verschloss sich ihm. Stirnrunzelnd stand er auf und bewegte sich auf das Dunkel zu, gefolgt von den beiden Feenwesen. Schließlich stoppte er an einem Stuhl, an dessen Lehne er sich stützte. "Du bist es", sagte er finster. Aus der Dunkelheit heraus fixierten ihn zwei eiskalte Augen, die ihn zu durchbohren schienen. "In der Tat", antwortete Syvem kühl. "Was führt dich denn hierher, in diese Oberweltlerstadt?"
"Das gleiche könnte ich dich auch fragen. Was machst du hier? Warum bist du nicht im Unterreich?", fragte Azular.
"Oh, mir war es dort unten zu...langweilig...und zu gefährlich...ich meine, zuerst dein Kampf mit deiner Mutter, bei dem ich schon verschwand, und nun diese ganzen grobschlächtigen Halb-Drachen und Drows, wie sie sich die Köpfe einschlagen..."
"Woher...du hast uns verraten...hab ich recht?" Azulars Finger krallten sich dabei in den Stuhl und er wurde immer wütender.
"Schlaues Kerlchen, alle Achtung...aber sei mir nicht böse, bitte, aber diese lächerliche Stadt von Narren wäre früher oder später sowieso vernichtet worden, also...habe ich euch sogar einen Gefallen getan...außerdem waren die Angebote der Idioten viel zu verlockend, um nicht abzulehnen, also mussten deine Freunde und Verwandten leider..." Den Satz beendete er nicht. "Komm, Azular, setz dich. Ich hab noch mit dir zu reden...", hauchte der Dunkelelf kalt.

Isashi
09.01.2008, 17:22
Izayoui konnte es sich nicht verkneifen und musste bei den Worten von Elva etwas schmunzeln. "So bist du sicher das ihr das nicht geschafft hättet da drin? Seit wann hast du so wenig Selbstvertrauen? Der Kampf in den Archiven war ein Kinderspiel im Gegensatz zu dem, was in Underdark passiert ist. Aber es tut gut zu hören das man vermisst wurde.", Izayoui warf Elva ein Lächeln zu. "Hmm... ja... ich hatte befürchtet das ich um diese Frage, bezüglich meines nächtlichen Ausfluges, nicht drum herum komme. Ich war bei meinem letzten Auftraggeber und hab mir mein Gold abgeholt. Aber du weisst ja eh schon wieder mehr als ich eigentlich sagen wollte. Nun es war für mich selbst eine Überraschung, ich habe meinen Vater getroffen. Jahrelang dachte ich er sei tot aber er lebt. Ich hab in dieser Nacht viel über mein Schicksal erfahren und warum meine Vergangenheit so verlaufen ist. Ich verstehe nun auch meine neuen Kräfte besser und habe einiges gelernt, man sieht ja was dabei raus gekommen ist.", er blickte auf seinen Begleiter. "Das ist Schattenwolf, ein Wesen aus den Neun Höllen. Er soll angeblich einen richtigen Namen tragen doch diesen Namen gibt er erst preis, wenn er seinen Gegenüber als würdig erachtet. Er ist an meine Familie gebunden und dient meinem Clan schon Jahrhunderte."
Izayoui streichelte seinem Wolf kurz durch das dichte Fell und sprach dann weiter.
"Sag mir Elva, was geschieht als nächstes? Wo hin werden wir alle gehen? Ich hab da einen letzten Auftrag angenommen den ich erledigen muss."
Gespannt wartete Izayoui auf eine Antwort von Elva.

Morgana
10.01.2008, 23:51
Elvanshalee sah den Menschen nachdenklich an … worauf sollte sie nun wohl zuerst antworten. Dann musste sie grinsen.
„Dass wir das da drinnen ohne Dich nicht geschafft hätten hat Morgana behauptet nicht ich. Aber was Du nicht weißt, ist, dass Morgana während dem Kampf eine ganze Weile bewusstlos war, und ohne SIE hätten wir es wohl wirklich nicht geschafft.“
Bei diesen Worten drehte sich Morgana, die ein kleines Stück vor den beiden lief und blinzelte Elvanshalee zu.
„Und ohne Dich wäre ich freiwillig wohl auch nicht mehr zurück gekommen.“

Als Izayoui auf diese Bemerkung hin die Augenbrauen nach oben zog musste Elva lachen. „Ja, auch Du hast einiges verpasst heute! Außerdem haben wir einen unserer früheren Gefährten wieder gefunden. Azular, den Bruder von Calliara und Yyvinndar. Schau nicht so entsetzt, er ist viel umgänglicher als seine Geschwister und er wartet im „Smirking Rogue“ auf uns.“
Während sie daraufhin einige Minuten schweigend neben dem dunklen Krieger herlief grübelte die junge Drow über einen anderen Satz von Izayoui nach Aber es tut gut zu hören das man vermisst wurde. Ja, sie hatte den Menschen vermisst, was ungewöhnlich genug war für sie. Aber ob er wohl etwas von ihren Gedanken über ihn ahnte? Sie überlegte kurz in Izayouis Gedanken einzudringen, verwarf den Gedanken aber nach kurzem wieder. Irgendwie war es ihr wichtig dass der Mensch ihr vertraute … doch dann fiel ihr noch etwas anderes ein.
„Was als nächstes geschieht? Nun zuerst gehen wir jetzt zurück ins Gasthaus. Dort können wir in Ruhe Pläne schmieden wie es weitergehen soll. Morgana wollte das offensichtlich nicht in der Bibliothek besprechen, um auch Azular gleich einzubeziehen. Aber ich denke wir werden spätestens morgen aufbrechen. Zumindest Morgana und ich … und alle die uns oder unsere Aufgabe weiterhin begleiten wollen.“ Fügte sie mit einem Seitenblick auf Izayoui hinzu.

Serpico
11.01.2008, 04:07
Er wusste nicht, ob es Nacht oder Tag war, ob kalt oder warm, dort, wo diese Unterschiede existierten. Das Unterreich ist eine Welt frei von aller zeitlichen Begrenzung, frei von Jahres- oder Tageszeiten, von Wind und Wetter. Ein Ort, an dem sich alles verändern und dennoch alles gleich bleiben kann, ein Ort der Ruhe und Einsamkeit, der Melancholie.
Valas dachte an seine Gefährten und die gemeinsamen Abenteuer zurück, als er und Viconia im Innern einer größeren, in den Schatten versunkenen Felsspalte, ein paar Meter über dem steinernen Boden des Ganges, im Schneidersitz saßen und sich eine Rast gönnten. Er fragte sich, ob Morgana ihn vermisste und Surinyo ohne ihn klar kam, ob Gront noch immer um die Kriegerin trauerte, ob Feydra noch immer ihr Geheimnis bewahrte und Azular endlich zurückgekehrt war. Er dachte auch über jene nach, die ihm weniger nahe standen, Sebat den Halb-Avariel, über den er gerne noch mehr erfahren hätte, und Izayoui, der ihm vielleicht ähnlicher war als sonst jemand in der Gruppe. Ob der Assassine sich als Freund oder Feind erweisen würde…? Diese Frage hatte sich bei ihm selbst anfangs auch gestellt, erinnerte er sich, und selbst wenn einige der Gefährten ihm bereits vertrauten, war Freundschaft nicht unsterblich. Das wusste er aus Erfahrung. Würde die Zukunft eine Einheit aus der Gruppe schweißen oder sie etwa wieder in ihre Einzelteile zerfallen lassen?
Viconia seufzte. „Ol zhah waela ulu talinth bauth nindyn bolen”, sagte sie geringschätzig, und Valas wurde plötzlich bewusst, dass sie nicht ausgeruht sondern ihn die ganze Zeit über beobachtet hatte. Er drehte sich zu ihr und starrte sie an, wobei ihm eine Erinnerung kam.
"Kimmuriel sagte, Ihr würdet mir mehr über das Abkommen erz..."
"Ja, sagte er", unterbrach die Drow ihn. "Aber Fakt ist, dass ich nichts darüber weiß. Er wollte uns nur loswerden - und? Wir sind hauslose Streuner, Valas. Ihr wart immer ein Niemand, aber seit mein Haus unterging bin selbst ich nichts mehr wert. Das zu erkennen und zu akzeptieren lässt uns überleben."
"Ja, es lässt uns überleben... mehr nicht."
Viconia funkelte den Drow an. "Keine Diskussionen, Iblith. Ihr seid es nicht wert, dass ich meine Gedanken mit Euch austausche." Sie wälzte sich herum und blieb still liegen, scheinbar um sich jetzt doch in Trance zu versetzen (von Schlaf kann man bei Elfen nicht sprechen).
Valas schloss die Augen und versuchte, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Viridian
11.01.2008, 21:48
Minutenlang starrten sich die beiden Erzfeinde an, stumm, wortlos, wartend auf eine Reaktion des Gegenüber. Azular fragte sich, was in Syvem vorging, wurde aber unterbrochen. "Nun, Azular", setzte Syvem langsam an. "Wie du weißt, gibt es Ched Nasad nicht mehr, voraussichtlich..." Azular knurrte und Syvems schneeweiße Zähne blitzten hervor. "Also habe ich im Unterreich keine wirkliche Bleibe mehr, alle anderen Städte und deren Häuser würden mich nicht annehmen, obwohl ich sehr fähig bin, wenn ich das so sagen darf...so bleibt mir nichts anderes übrig, als auf dieser dreckigen Oberfläche zu leben, und für einen Dunkelelf ist das nicht immer leicht - das Tageslicht, du verstehst? Obwohl, nein, wohl nicht, da du keine Probleme zu haben scheinst"
"Es hat Vorteile, so lange an der Oberfläche zu leben", sagte Azular matt und der ehemalige Hauptmann seines Hauses nickte bedächtig.
"Dieses Sonnenlicht...es schadet mir, weshalb ich die Dunkelheit um mich scharen muss, wie du bemerkt hast. Deshalb konntest du mich auch nicht sehen, weil deine Dunkelsicht hier versagte", seufzte er und goss sich etwas Wein ein.
"Komm zum Punkt, Syvem. Du bist dafür bekannt, lange drumherum zu reden, bevor du einem wirklich sagst, was du willst."
"Sei nicht so ungeduldig", lachte Syvem kalt, "aber nun gut, dann werde ich dir mein Anliegen schildern. Ich...nun...fühle mich etwas nutzlos hier bei diesen Narren. Diese Menschen, sie sind keine Herausforderung, nicht mal eines Anblicks würdig und selbst diese Räuber und vereinzelt auch Assassinen sind mir nicht im Ansatz würdig."
"Rede nicht so über sie", erwiderte Azular und sah finster drein.
"Wie ich mit ihnen beziehungsweise über sie rede, das überlass mal mir, Azular. Sie sind einfältig, dumm und schwach. Normalerweise hätten wir Tiefwasser längst eingenommen, wenn wir nicht...Probleme bekommen hätten. Wie dem auch sei, ich habe hier nichts zu tun, du bist hier allein und im Inbegriff, festgenommen zu werden von diesen Tölpeln, wenn du nicht aufpasst, also...warum schließen wir uns nicht zusammen?" Diese Frage überraschte Azular so sehr, dass er seinen Artgenossen zuerst ungläubig ansah. "Du willst mit mir reisen?", fragte er irritiert und starrte in das emotionslose Gesicht des Mannes, der alle verraten hatte. "Sicher", kam die kühle Antwort. "Und was sagst du?"
Eindeutig keine gute Idee. Ich traue ihm nicht. Dieser Drow hat etwas vor, das spüre ich, sagte Serivan in seinen Gedanken, Syvem schien nichts mitzubekommen.
Ich muss Serivan zustimmen. Ich misstraue ihm ebenso wie er, ich würde euch nahelegen, ihn nicht mitzunehmen, stimmte Wulcor zu und Azular überlegte.
"Was habe ich davon, dich als meinen Gefährten bezeichnen zu..."dürfen"?", fragte der Magier ruhig und setzte ein Pokerface auf.
"Du überlegst, das finde ich gut, dass du dir wenigstens die Mühe dazu machst...bei was ich helfen könnte? Nun, ich könnte dir die Wachen vom Leib halten, wenn du in Schwierigkeiten gerätst...außerdem ist die Gefahr eines Dolchs im Rücken dann kleiner, da du nicht nur von Wachen gesucht wirst - auch von ganzen Assassinengilden. Ich weiß zwar nicht warum, aber ich weiß es einfach."
"Ich will dir nicht nahe treten, aber die Chance, einen Dolch im Rücken zu haben ist weit größer, wenn du in meiner Nähe bist", murmelte Azular. Syvem lachte.
"Das ist Ansichtssache. Und, was ist nun? Wärest du bereit, einen Ex-Hauptmann an deiner Seite zu haben? Meine Kampffähigkeiten sind dir sicher von Nutzen, so kannst du mehr zaubern." Es trat eine Pause ein und in Azu's Gehirngängen arbeitete es mächtig.
Ich bitte euch, dieser Dunkelelf ist ein Heuchler! Er wird euch auch verraten, wie eure Freunde und Familie auch. Er heckt was aus..., beschwichtigte Serivan.
Er hat recht, es ist nicht sicher, außerdem, was ist mit euren Gefährten?, fragte Wulcor eindringlich.
"Syvem, würdest du bitte etwas näher kommen?"
"Natürlich", sagte er und war sich schon siegessicher, bis Azular plötzlich seinen Arm packte und anfing, einen Zauberspruch zu sprechen. In seiner Hand glühte kontinuierlich stärker werdend weißes Licht, das sich allmählich über den Arm Syvems ausbreiete. "Nein!", schrie er. "Ich gehe nicht zurück, du Narr!" Er erhob sich schlagartig und schlug Azular ins Gesicht, sodass dieser losließ und nach hinten geschleudert wurde, bis er am harten Boden auftraf. Wütend zog Syvem seine Dolche und hetzte auf den am Boden liegenden Azular zu, doch er wurde von Sera, die sich, in den Schreckenstiger verwandelt, auf ihn stürzte und ihn mit einer unbändigen Wucht zu Boden zwängte. Dort rangelten sie einige Zeit, da Sera ihn mit ihren Tatzen, ja bald Pranken und ihren spitzen Reißzähnen auseinanderreißen wollte, aber ständig von seinen Dolchen blockiert wurde. Währenddessen rappelte sich Azular auf und formte in seinen Händen rasant einen Feuerball, bis dieser die Größe eines Medizinballs erreicht hatte. "Sera, runter von ihm, sofort!", rief er und der Schreckenstiger ließ von seinem Gegner ab. Eilig schleuderte Azular den Feuerball Syvem entgegen, doch dieser war in windeseile aufgestanden, zog eine Schriftrolle, las die Zauberworte darauf und verschwand in einer Rauchwolke, ehe der Feuerball ihn treffen konnte und so nur einige Tische und Stühle mit einer donnernden Explosion vernichtete. Durch diesen Kampf schreckten die anderen Barbesucher auf und sahen entsetzt auf den Schaden und den verbliebenen Drow. "Hey, den Schaden zahlt ihr mir, verstanden?", zeterte der Barkeeper, doch der Ex-Neun ignorierte ihn und starrte auf die Stelle, auf der einst Syvem stand. Seine Nase blutete stark und er wischte sich das Blut grob ab. Auch Sera blickte verwundert drein, bis sie verstand, dass die Gefahr weg war und sich wieder in das kleine, niedliche Kätzchen verwandelte, von dem niemand ahnte, was für ein monströses Ungeheuer das sein konnte. "Er ist weg...verdammt!", flüsterte Azular und schlug mit der Faust gegen die Wand....

Morgana
11.01.2008, 22:50
Während sich Elvanshalee weiter leise mit Izayoui unterhielt ging Morgana mit Surinyo an der Spitze der Gefährten schweigend weiter Richtung Gasthaus. Die Mondelfe hing ihren eigenen Gedanken nach. Der Traum war so, …, so real gewesen. Sie hatte die Berührung von Valas doch deutlich spüren können, seinen Atem, seine Wärme ... Morgana musste schlucken und schloss kurz die Augen. Ihr fehlte der Drow fürchterlich. Obwohl es manchmal so ausgesehen hatte, als wäre er durch seine manchmal undurchsichtige Art der „schwache Punkt“ in der Gemeinschaft gewesen, fiel ihr mehr und mehr auf, dass es im Gegenteil wohl mehr so war, dass er es war, der die Gefährten bislang zusammen gehalten hatte. Wer diese Aufgabe wohl in Zukunft übernehmen würde? Sie blickte zu Ad’non, der wie üblich einigen Abstand zwischen sich und den anderen ließ. Nein, der ganz bestimmt nicht. Sie konnte sich nur sehr vage vorstellen, was in dem Drow wohl vorging … aber mehr wollte sie davon auch gar nicht wissen. Damit aber blieben nur sie und Elvanshalee, die ein persönliches Interesse an der Aufgabe und ihrer Erledigung hatten… Aber würde sie es auch schaffen, die Rolle von Valas zu übernehmen? Morgana schüttelte den Kopf … sie war eine Jägerin Angharradhs und als solche ausgebildet alleine zu arbeiten – wie sollte sie nur eine ganze Gruppe führen?
Dazu kam noch eine ganz andere Art der Sehnsucht nach dem Drow. Durch ihr Band spürte sie, dass er sich eine Weile auf sie zu bewegt hatte, nun aber ständig weiter von ihnen entfernte. Und mit jedem Meter wuchs diese Sehnsucht. „Wir werden uns wieder sehen, kleine Elfe, irgendwann …“ Der Satz war alles was ihr von dem Traum geblieben war – es waren fast die gleichen Worte, die Valas auch bei ihrem Abschied aus Underdark zu ihr gesagt hatte. Und sie würde sich daran erinnern, bis sie endlich wahr werden würden, irgendwann ...

Dann waren die Gefährten am „Smirking Rogue“ angekommen. Schon von draußen konnten zumindest die Elfen unter ihnen einen Tumult im inneren der Taverne hören … und sahen wenige Sekunden später nur noch einen fassungslos auf die Reste eines offensichtlich durch einen Feuerball zerstörten Tisches starrenden, schon wieder etwas mitgenommen aussehenden Azular.
„Dieser Kerl scheint eine große Anziehungskraft auf Schwierigkeiten zu haben“ murmelte Elvanshalee, bahnte sich einen Weg zu dem Magier und stoppte erst einmal dessen Nasenbluten. „Wie habt ihr denn das schon wieder hinbekommen?“

Aber noch bevor der Angesprochene antworten konnte waren auch die restlichen Gefährten bei ihm angekommen.
„Was ist denn hier passiert“ wollte nun auch Morgana wissen. Und, nachdem sie den Wirt einigermaßen beruhigen konnten – „lasst uns doch alle mal dort hinten in der Ecke einen der abgelegeneren Tische nehmen. Ich glaube, es gibt viel zu erzählen und einiges zu besprechen heute.
In diesem Moment kam auch Meynolts etwas außer Atem durch die Wirtshaustüre und die Gefährten winkten ihm zu, sich ebenfalls zu ihnen zu setzen.
„Azular, vielleicht solltet ihr anfangen. Eine Kurzfassung sollte für’s erste genügen, aber in etwa sollten wir schon wissen, was geschehen ist und womit wir rechnen müssen.“

Viridian
11.01.2008, 23:12
Azular war perplex: zuerst stand er vor seinem Erzfeind und kämpfte gegen ihn und nun saß er inmitten seiner Gefährten und musste ihnen "Rechenschaft ablegen" bzw ihnen vom Geschehenen erzählen. Doch zuerst einmal bedurfte es ihm nach etwas zu trinken, teils, um seine staubtrockene Kehle zu durchfluten und teils, um etwas Zeit herauszuschinden. Er hatte Angst, den anderen von seinen Taten zu erzählen...wie würden sie reagieren? "So, ihr wollt also eine Kurzfassung von dem, was ich erlebt habe? Bitte - könnt ihr haben. Also, zuerst einmal ist mein Zeremonienschwert bei einem Kampf mit den Barbaren zu Bruch gegangen, dann, in Niewinter angekommen wurde ich fast verhaftet, weil Sir Ikarus doch ausgepackt hatte und ich nun überall, selbst in dieser Stadt gesucht werde. Yyivinndar rettete mich, ich ging nach Drada Ched Nasad, meine Mutter machte mir dort ein unmoralisches Angebot und ich tötete sie, auch wenn fast selbst getötet wurde", sagte er keuchend und holte zum ersten Mal wieder Luft, bevor er fortfuhr. "Dann wurde Drada Ched Nasad angegriffen, wahrscheinlich ist es schon zerstört und ich, mit Callis Tochter im Gepäck, wurde in den Wald neben Tiefwasser teleportiert. Kurz vor den Toren passten mich dann Sebat, Calliara und Yyivinndar ab und ich erzählte ihnen von dem Ganzen. Yyivinndar rastete aus, schlug mich zusammen, sie zwangen mich, ein Portal nach Drada Ched Nasad zu öffnen, schnappten sich Safyy'ra und sind wahrscheinlich jetzt schon tot und das ist alles meine Schuld, weil ich meine Mutter, die vielleicht alles herumgerissen hätte, umgebracht habe. Außerdem habe ich soeben den Verräter, der Drada Ched Nasad an die Halb-Drachen verraten hat, entkommen lassen und, um es nicht zu vergessen, ich habe erfahren, dass seit meiner Geburt ein griesgrämiger, nervtötender, rumnörgelnder Wolf in meiner Seele haust, der mich fertig macht!", schnaubte er.
"Hey, ich bin nicht taub!", tönte es laut aus ihm heraus.
"Soweit von mir, das war die Kurzfassung. So, und jetzt brauch ich was Hochprozentiges, Wirt, was Starkes!", rief er dem Barkeeper zu. "Jap, mein Leben ist perfekt!", sagte er mit sich überschlagender Stimme, kippte einen Krug in sich hinein und fügte noch hinzu: "Und was war bei euch so?"

out: mann, das ist mal ein krasser Text §xlol

Reding
11.01.2008, 23:50
Als Benjamin das Wirtshaus betrat, wurde er von der Gruppe zu ihnen gerufen.
Er setzte sich zu ihnen, doch schien er nicht richtig Anwesend zu sein.
Während der Dunkelelf, der im Wirtshaus auf die Gruppe gewartet hat, seine Geschichte erzählte, dachte Benjamin immer noch über den besagten Dorn nach den Gordash erwähnte als er die Bibliothek verließ.
Beschäftigt Dorn dich immer noch Benjamin? fragte ihn Reding. Benjamin seufzte „ja... er kann uns helfen Reding...!“ antwortete er mit nachdenklicher Stimme. Reding war etwas verwundert „Warum dann so bedrückt? Ist doch super wenn du mich los bist“.
Benjamin nahm die Seite des Buches aus der Tasche „Ja... aber es hieß er sei Tod...“.
Anschließend schwiegen beide.
Als der Dunkelelf fertig mit seiner Geschichte war, wante Benjamin sich der Gruppe zu.
„Also Leute, wohin geht es als nächstes und wann? Und das wichtigste... wollt ihr mich noch länger dabei haben? Ich habe meine Schuld bereits beglichen, denke ich. Und ich wüsste keinen Grund noch bei euch zu bleiben... außer vielleicht...“ Er vollendete den Satz nicht, da er wusste das er die Gruppe bald verlassen musste, zu seinem eigenem Wohl. Doch er wollte sich das auf keinem Fall anmerken lassen. Auch weiß er nicht wie die Gruppe reagieren würde, wenn er verschwinden würde. Immerhin wäre es für sie kein Großer Verlust, sie kennen ihn ja ehe kaum. Er wank den Wirt zu sich, der mit einem Krug Met zu ihm kam. Benjamin nippte an dem Krug und wartete gespannt auf die Antwort der Gruppe...

Edit: @all: Keine Angst will nicht aufhören, habe etwas anderes im Sinn...

Morgana
13.01.2008, 05:34
Ziemlich sprachlos hörten die Gefährten Azulars beinahe atemlos vorgetragener Geschichte zu. Doch noch bevor sich jemand dazu äußern konnte, stellte ihnen auch Meynolts noch eine Frage die Elva ziemlich zu beschäftigen schien – ihrem Gesichtsaudruck nach zu urteilen.

Morgana gingen zu dem, was sie da gehört hatte tausend Gedanken durch den Kopf und mindestens so viele Fragen. Trotzdem fand als erste ihre Sprache wieder.
„Da habt ihr ja in der Tat einiges hinter Euch!“ Sie blickte der Reihe nach die versammelten Gefährten an.
„Ich kenne Euch von allen hier wohl am längsten und vielleicht überrascht mich das alles deshalb am meisten. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass ihr Eure Gründe hattet zu handeln wie Ihr es getan habt. Ich werde mir kein Urteil darüber erlauben, aber ich danke Euch für Eure Offenheit. Vielleicht interessiert es Euch ja, dass auch unsere Feinde Halbdrachen sind. Ob da ein Zusammenhang besteht kann ich aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten.“

Die Mondelfe holte einmal tief Luft. Offensichtlich lag es nun an ihr ob die Gefährten weiterhin zusammen reisen würden und damit eine Chance zur Erfüllung ihrer Mission bestand oder nicht - und sie fühlte sich nicht wohl in dieser Rolle.
„Also gut um es für Meynolts und Azular kurz zusammen zu fassen. Wir haben in Underdark im Auftrag der Söldnergilde Bregan D’aerthe gegen Mazzkyl und seine Verbündeten gekämpft – zumindest indirekt. Denn er hat sich mit Halbdrachen verbündet und sprach in diesem Zusammenhang von einer Prophezeiung von Augathra dem Verrückten. Seinen Worten war zu entnehmen, dass diese Prophezeiung wohl Anlass dazu gab anzunehmen, dass wir den Kampf gewinnen könnten. Und es gab Hinweise darauf, dass diese hier in der Bibliothek von Tiefwasser zu finden sei. Doch leider war Mazzkyl offensichtlich vor uns hier. Ob er etwas gefunden hat oder nicht, können wir jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Aber …“
fuhr sie mit einem Seitenblick auf Ad’non fort, der mit anscheinend völlig unbeteiligter Mine mit am Tisch saß …
„wir haben einen Hinweis darauf gefunden, dass möglicherweise unsere Schwesternschaft in irgendeiner Weise mit der Sache zu tun haben könnte. Wir – also Elvanshalee und ich – würden deshalb vorschlagen, dass wir als nächstes nach Evereska bzw. in den Forgotten Forrest reisen um die Töchter Angharradhs aufzusuchen. Vielleicht können wir dort einen weiteren Hinweis bekommen.“

Elvanshalee nickte Morgana zu und wandte sich dann an Meynolts.
„Um auch Eure zweite Frage zu beantworten. Nein, ihr seid uns nichts mehr schuldig. Trotzdem wäre es vielleicht von Vorteil für uns alle, wenn ihr uns auch weiterhin begleiten würdet. Zum einen können wir einen fähigen Kämpfer in unseren Reihen immer gebrauchen – zum anderen können euch die Priesterinnen der Schwesternschaft vielleicht mit eurem Problem weiterhelfen, von dem ich annehme dass es euch nicht leicht fällt damit zurecht zu kommen.“
Die Drow sah den Menschen dabei eindringlich an und hoffte er würde nicht danach fragen, woher sie diese Informationen hatte. Noch hatte Ad’non offensichtlich keinen Verdacht, dass sie Telephatin war, was für sie alle nur von Vorteil sein konnte.

„Und auch zur Art der Weiterreise hätte ich noch einen Vorschlag“ setzte Morgana das Gespräch fort, nachdem sich Meynolts offensichtlich erst zu einer Antwort durchringen musste.
„Wir sollten versuchen uns einer Händlerkarawane anzuschließen, die in Richtung Lautwasser unterwegs ist. Zum einen sparen wir uns damit gut die Hälfte des Weges und zum anderen können wir durch den Schutz den wir der Karawane anbieten möglicherweise sogar die eine oder andere Goldmünze verdienen, was uns vermutlich allen ganz gut tun würde. … Bleibt nur noch eine Frage zu klären: Die Aufgabe betrifft in erster Linie Elvanshalee, mich und Ad’non. Ob Valas jemals wieder zu uns stoßen wird weiß niemand von uns. Für euch andere jedoch springen bei der Reise wohl nur Gefahren heraus – und das Abenteuer sie bestanden zu haben. Deshalb frage ich euch – wer wird uns weiterhin auf unserer Reise begleiten? Wir können keinen Lohn anbieten, abgesehen von dem, was wir vielleicht unterwegs finden oder verdienen werden. Unsere nächste Station wird vermutlich Lautwasser sein. Sobald ich weiß wie viele wir sind, werde ich mich aufmachen um eine Karawane ausfindig zu machen.“ schloss Morgana ihre Ansprache und blickte erwartungsvoll in die Runde. Wer sich wohl anschließen würde? Wer sich lieber verabschieden? Seit Valas und Feydra die Gruppe verlassen hatten, hatte die Mondelfe nur noch Elvanshalee als Vertraute und doch wünschte sie sich sehr, dass auch Izayoui, Azular, Surinyo und Meynolts bei ihnen bleiben würden. Sie beobachtete Elvanshalee, die in dem Moment jedoch nur Augen für Izayoui zu haben schien…

Viridian
13.01.2008, 08:42
Azular schwieg. Sollte er ihnen folgen oder es lassen? Immerhin war da noch Syvem, von dem er nicht wusste, wo er steckte. Zum anderen hatte er keine Ahnung, wie es um die Schlacht in seiner Heimat stand, wie es seiner Familie ging - oder ob er überhaupt noch eine hatte. Er seufzte und starrte in seinen Krug. Wohin werdet ihr gehen, junger Azular?, fragte Wulcor. Ich weiß es nicht...was meint ihr, sollte ich ins Unterreich zurückkehren und meinen Freunden helfen? Außerdem ist Sebat noch dort, Wulcor. -
Das ist wahr, aber ihr seid keineswegs gezwungen, zu dem Schlachtfeld zurückzukehren. Ich kenne eure Zweifel und eure Vorwürfe an euch selbst..., antwortete der weise Falke in Azulars Gedanken.
Kann nicht jemand dieses Vogelvieh ruhigstellen?, nörgelte Serivan.
Serivan, ihr wart einst ein so stolzer Wolf, warum lasst ihr das so untergehen, hm? -
Bah! -
Seht,..., versuchte der Falke zu erklären.
Azular schüttelte lebhaft den Kopf. Irgendwie hatte er immer jemanden dabei, der sich mit einem zweiten stritt. Jedoch versuchte er, das Streitgespräch zu überhören und wandte sich dem hinzugekommenen Menschen zu, diesem Benjamin Meynolts zu. "Bevor ich es vergesse: Gestatten, Azular Northa, oder auch 'Der Verräter von Niewinter'", stellte er sich vor und reichte ihm die Hand. Das Gleiche machte er auch bei Izayoui und Ad'non, allerdings schien der Dunkelelf den Ex-Neun zu ignorieren, aber das war er ja von Drows gewohnt. In seinem Geist knurrte es plötzlich abartig, wovon auch etwas nach draußen gelang. Azular stöhnte. Serivan, was ist jetzt wieder? -
Dieser Wolf dort...er ist diesem Menschen, Izayoui, zugehörig. Er gefällt mir nicht. Genausowenig wie sein Besitzer. -
Wie ihr auch. -
Ich weiß, aber bei diesem Assassinen beunruhigt mich das. Meine Aura ist bei weitem nicht so wie seine...ich kann es nicht richtig in Worte fassen, aber ich wäre vorsichtig an eurer Stelle. An irgendjemand scheint mich Izayoui auch zu erinnern, aber es ist mir entfallen. Vorsichtig wäre ich auch bei Meynolts, er scheint...zwiegespalten zu sein. Serivan seufzte.
Ist ja interessant, aber besser wäre es, wenn wir Benjamin Zeit lassen, es uns selbst zu erklären, nicht wahr? Und, wenn ihr schon so dabei seid, allen zu misstrauen, was haltet ihr dann von Ad'non? -
Dasselbe wie von jedem Drow. Mehr gibt es nicht zu sagen.

Der Magier lehnte sich zurück und lauschte den Gesprächen der anderen, während er seine Vertraute mit Heringen, ihr Leibgericht fütterte. Zwischenzeitlich gab er ihr auch eine Phiole des "Anti-Verwandel" Tranks, da sie sich wieder seit längerem unbehaglich, schmerzerfüllt fühlte. Wann darf ich eigentlich mal raus?, fragte Serivan überraschend.
Äh...w-was?, fragte Azular irritiert.
Wann verwandeln wir uns endlich? Ich bin es langsam leid, in dieser engen und kleinen Seele umherzuwandern. -
Wir verwandeln uns gar nicht. Ich kann euch noch nicht gut einschätzen und weiß nicht, was passieren könnte.
Wie bitte? Ihr untersagt es mir?, fragte Serivan hysterisch werdend.
Ganz recht, antwortete Azular kurz.
Dazu habt ihr kein Recht! Ich kann eine Verwandlung auch erzwingen, mein Geist ist stärker als der eure!, fauchte der Wolf und Azulars Brustkorb verkrampfte sich so sehr, dass sich seine rechte Hand in den Tisch krallte. Er spürte einen stechenden Schmerz in seinem ganzen Körper und er zitterte stark. Als er auf seine Hand, die unter dem Tisch war, hinabsah, konnte er deutlich sehen, wie aus der Drowhand eine Wolfspfote wurde. Oh nein...ihr bleibt...drin, wehrte sich der Dunkelelf und versuchte sich gegen Serivan zu wehren. Nein! Meine Geduld ist am Ende!, kam die prompte Antwort.
Das ist...mein...Körper...zurück mit euch!, rief Azular im Geiste und stieß Serivan innerlich zurück, sodass dieser vom Zugriff auf den Körper Azulars abließ. Oh, verdammt.., stöhnte der Wolf.
Damit habt ihr nicht gerechnet, hm? Ich hab schon meine Mutter getötet, dann nehme ich es notfalls auch mit euch auf!, meinte der Ex-Neun und atmete äußerlich etwas schwerer auf, hoffte aber, dass niemand was merkte und alle in ihren Gesprächen vertieft waren. Auch die Pfote hatte sich wieder in den normal-Drow-Zustand versetzt. Eines Tages, Drow...eines Tages müsst ihr mich herauslassen..., keuchte Serivan und das Gespräch intern riss ab...

Surinyo Asany
13.01.2008, 20:57
Nach all dem streß dem Surinyo ja auch ausgeliefert war ging er in der kneipe sich erstmal was feines zu trinken holen. Er bestellte eine Flasche Wein doch er trank sie nicht sofort. Er ging zur gruppe lachte erst und fragte sich wen er denn mal Probieren lassen sollte.
Er ging auf Azular zu. "Azular trink dies" §ugly "Es sollte dir schmecken"
Er gab ihm etwas in einem Becher.

Isashi
13.01.2008, 23:55
Izayoui hörte Azular nicht sehr aufmerksam zu und die Worte von Morgana flogen auch gerade so an ihm vorbei, da er selbst gerade überlegte ob er den Weg der Gruppe weiter mitgehen sollte. Zwischen all seinen Gedanken merkte er auf einmal, dass Elva ihn die ganze Zeit beobachtete und darauf wartete wie er sich entscheiden würde. Sollte er wirklich die Reise mit antreten? Es wäre nicht der Weg den Izayoui einschlagen wollte da er nach Süden gehen wollte, Richtung Amn. Izayouis blicke wurden intensiver und tauschten sich mit denen von Elva aus ... sie war einfach Grund genug um sich für die Gruppe zu entscheiden. Allein die Gedanken und Bilder in Izas Kopf beim bloßen ansehen der kleinen Drow ... Izayoui schüttelte seinen Kopf um ihn frei von all den lieblichen und sündigen Vorstellungen zu bekommen.
Izayoui räusperte sich kurz und ergriff das Wort "Ich werde euch begleiten und euch helfen, außerdem wird es gutes Training sein für mich und meinen neuen Begleiter! Und Reding... Meynolts... na wie auch immer für dich werden wir schon Hilfe finden..."
Und ich werde bei euch sein... setzte er in Gedanken fort und warf Elva noch einmal intensive Blicke zu.

Reding
14.01.2008, 14:37
Benjamin dachte über die gesammtsituation nach und auch über den vorschlag von Morgana. Er saß eine Weile regungslos da. Dann stand er auf "Also, wir brechen morgen auf richtig? Nun ihr werdet sehen, ob ich am Tor stehe oder nicht". Mit diesen worten verließ er den Raum, und ging nach oben in eines der Zimmer, die noch immer bezahlt waren. Er nahm sich eine Flasche Wein mit und schloß die Zimmertür.
Er setzte sich an das Fenster, und blickte auf das Meer hinaus, das man von seinem Zimmer gut sehen konnte. Er nahm einen Schluck aus der Flasche. Er schien abwesend, so als wäre er in einer anderen Welt, als ob ihm seine Erinnerungen eine neue Umgebung schafften. Doch sie war nicht neu, sie war alt...wie die Vergangenheit. "Dorn... du Mistkerl, du lebst also noch..." er nahm einen zweiten Schluck aus der Flasche, diesmal jedoch einen größeren. "Ich habe immer gedacht du seist tot... verdammter Bastard..."

Benjamin dachte an die Vergangenheit, als er noch klein war und in Niewinter bei seinem Onkel gelebt hat. Dorn war sein bester Freund, zusammen haben sie Unruhe gestiftet und sich mit Gordash angelegt, der damals weitaus klüger war als heute. Sie verbrachten oft Tage alleine im Wald, ohne nur einen Gedanken an die gefahren zu verschwenden.
Dann eines Tages, kam eine Nachricht von einer Niewinterpatrouille. Sie haben einen verbrannten Leichnam gefunden, der als der von Dorn identifiziert wurde. Seit diesem Tag wurde Benjamin ernster und ernster. Er trat der Stadt wache bei und den Neun von Niewinter, die er nach 1/2 Jahr jedoch wieder verließ.

Benjamin hatte inzwischen die Weinflasche ausgetrunken, und die ein oder andere Träne rollte über seine Wange. Er öffnete sein Fenster und brüllte hinaus "DORN DU VERDAMMTER BASTARD... KOMM HER, DAMIT ICH DIR DIE FRESSE EINSCHLAGEN KANN..."
Anschließend, setzte Benjamin sich aufs Bett und versuchte eine Runde zu schlafen... doch blieb er die ganze Zeit wach...

Morgana
14.01.2008, 16:26
Morgana hörte den Gesprächen der Gefährten eine Weile zu und wandte sich dann an Elvanshalee.
„Wie es aussieht können wir bisher nur auf Izayoui und Ad’non zählen. Und auf diesen wohl nur zwangsweise.“ Die Hexenmeisterin überlegte einen Moment.
„Izayoui – ihr wolltet noch etwas erledigen, bevor wir uns auf den Weg machen? Gut, dann werde ich in der Zwischenzeit versuchen eine Karawane zu finden, die morgen früh aufbricht. Bis dahin sollten wir noch genügend Zeit haben unseren Proviant aufzustocken und ein wenig Ruhe zu finden. Ich werde heute Abend hier sein und allen bescheid geben, wann wir aufbrechen. Die Verhandlungen mit dem Karawanenführer sind für die, die sich dann doch noch anschließen allerdings ihre eigene Sache. … Ad’non? Würdet ihr mich begleiten? Wenn Euer Verhandlungsgeschickt dem von Valas auch nur nahe kommt, wärt ihr ausnahmsweise einmal eine große Hilfe.“

Damit stand die Mondelfe auf und ging die paar Schritte bis zur Türe – drehte sich dann aber noch einmal um und sah den Drow auffordern an – ob er sich wohl dazu durchringen konnte sie zu unterstützen?

Elvanshalee hingegen sah ihrer Freundin erstaunt hinterher. Hatte sie sie nicht dabei haben wollen oder bewusst bei Izayoui zurück gelassen? Sie warf einen unsicheren Blick in Richtung des Menschen, widerstand aber der Versuchung in seinen Gedanken zu lesen. Sie hatte sich ehrlich gefreut, dass er sich bereit erklärt hatte weiterhin mit ihnen zu reisen … nicht NUR um noch einmal in den Genuss einer Gifte-Lehrstunde zu kommen, wie sie zugeben musste. Aber ob er sie bei dem, was er noch zu erledigen hatte, gebrauchen könnte, wagte sie nun doch zu bezweifeln.

Serpico
15.01.2008, 05:07
Die Stadt war ein seltsamer Anblick nach all der Zeit. Valas führte seine Spinne die gewundenen Straßen am Stadtrand entlang, dicht gefolgt von Viconia, die mit majestätischer Arroganz auf ihrer Echxe thronte. Erinnerungen überfluteten den Drow, der diesen Ort vor über einem Jahrhundert verlassen hatte. Sshamath ist so völlig anders als Menzoberranzan, denn dieses Reich wird nicht von Priesterinnen der Lolth regiert, sondern von einem Magierzirkel, ähnlich wie das überirdische Tay im Osten Faerûns. Und tatsächlich wird diese Stadt von Kreaturen aller Art besucht, die Magier aus Tay nicht ausgeschlossen. Sshamath, die ewige Händlerstadt, ist der neutralste Ort unter drowscher Herrschaft, das jemals existiert hat.
Valas führte Kitthix weiter in das Herz der riesigen Stadt, vorbei an Gebäuden, die weder Spinnenmuster noch heilige Symbole aufwiesen, Gebäuden, die gänzlich andere Formen aufwiesen als die Stalagmiten-Gebäude Menzoberranzans. Es herrschte reges Treiben, überall um ihn und seine Begleiterin herum huschten Gestalten durch die Dunkelheit. Valas entdeckte unter ihnen eine große Anzahl von fremdartigen Besuchern, Illithiden, Zwerge, Menschen, Gnome, Githyanki, selbst einen Drachen konnte er trotz dessen provisorischer Tarnung ausmachen.
„Usstan sol nauvel’klar orbben“, bemerkte Viconia hinter ihm.
„Ihr wart noch nie hier?“
„Naut wun nindol dro“, schnaubte Viconia, deren rote Augen misstrauisch die Umgebung studierten. „Jhal ol zhah alur ji, usstan talinth. Nau ssin’urn k‘lar.“
Valas lachte nur leise in sich hinein. Als er jedoch einen Blick über die Schulter warf, konnte er die Nervosität seiner Begleiterin deutlich erkennen. „Vel’bol zhah pholor dossta hasz?“
Viconia schloss zu ihm auf und sagte leise: „Foluss zhah kyorlin udossa.“
„Usstan zhaun“, bestätigte Valas ihren Verdacht. Er spürte die magische Ausspähung schon seit ihrer Ankunft, doch er wusste, dass das in einer Stadt der Magier nichts bedeuten musste.
Im Zentrum der Stadt stiegen Valas und Viconia von ihren Reittieren herunter, und Valas entließ seine achtbeinige Begleiterin, in dem er ein Machtwort sprach und das Tier sich wieder in eine Statuette aus Obsidian verwandelte. Viconia führte ihre Echse in einen dafür vorgesehenen Stall am Rand der Straße und band das Tier an einen robusten Pilzstielpfahl.
„Vel’klar zhah dossta velg’larn’abbil quin?“, fragte Viconia, noch immer sichtlich gereizt, weil sie Valas wie eine Hündin folgen musste.
„Wun lil yath del Faerz'un'arr, luent suul d’ Sshamath, harl natha el'inssrigg“, erklärte dieser, während er bereits auf dem Weg in die angegebene Richtung war.

Serpico
15.01.2008, 05:08
Ad'non ignorierte den seltsamen Dunkelelfen an der Bar, der eine Geschichte von Leuten erzählte, die ihn weder etwas angingen noch von Interesse waren. Allerdings war er sehr dankbar für die ausgeplauderten Informationen über die Situation in Drada Ched Nasad - für Kimmuriel würde das sicher nützlich sein.
Der Assassine war jedoch letztlich froh, als ein wichtiges Thema aufgegriffen wurde und die aus seiner Sicht noch weitaus seltsamere Mondelfe den Vorschlag unterbreitete, eine Karawane zu überfallen, um ein wenig Gold aufzulesen und anschließend die Planwagen zu benutzen, um nach Lautwasser zu gelangen (Interpretation ;)).
"Die Handellsroute führt bis nach Llorkh", unterbrach er.
"Umso besser", ging Morgana - dankbar, aber misstrauisch - darauf ein und fuhr fort. Es folgten einige für den Drow weniger spannende Momente, in denen es um Personen ging, die weder seinen Namen trugen noch sein Gesicht, weshalb er sich lieber auf seinen Wein konzentrierte.
Schließlich schien die Situation geklärt, die Mondelfe stand auf und marschierte zur Türe, scheinbar zum Aufbruch bereit.
"… Ad’non? Würdet ihr mich begleiten?", hörte er, und sein Blick ging vom Weinglas weg in ihre Richtung. "Wenn Euer Verhandlungsgeschickt dem von Valas auch nur nahe kommt, wärt ihr ausnahmsweise einmal eine große Hilfe."
"Andori ist ein streunender Köter, allein der Vergleich bereitet mir Sorge", antwortete der Drow und verdrehte die Augen. "Allerdings liegt es mir fern, diesem Angebot nicht nachzukommen, denn wir liegen in meinem Zeitplan bereits um Stunden zurück... ich werde mich also anschließen."

@Surinyo: Wenn du schon nicht nachlesen willst, dann frag wenigstens nach dem momentanen Geschehen und schreib etwas zumindest ansatzweise Gehaltvolles :rolleyes:

Ansonsten ist es (und das sage ich jetzt, nachdem wir das Thema bereits mehrere Male durchgekaut haben) wohl besser, wenn du das Rollenspiel verlässt, wobei wir es natürlich nach wie vor alle lieber hätten, bei dir mal eine Besserung und etwas mehr Aktivität zu erleben.
Bei aller brüderlichen Liebe: du wirst wohl hoffentlich selbst einsehen, dass es so nicht weitergehen kann.

Isashi
15.01.2008, 11:59
Izayoui war es sehr recht das er nun noch Zeit hatte um noch ein paar wichtige Dinge zu organisieren, außerdem hatte er nun die Gelegenheit endlich mal mit Elva allein zu sein. Iza entwickelte eine Art sehnsucht nach ihren Worten und ihrer Stimme.
„Hey Elva, na dann kannst du mich ja begleiten! Ich müsste noch ein paar Sachen organisieren bevor wir abreisen. Da du dich ja auch für Giftkunde interessierst, könnte das ziemlich nützlich für dich sein, und ich hab dir ja versprochen das wir noch nen paar Lehrstunden machen. Aber ich will dich nicht dazu zwingen, wenn du hier bleiben willst und was trinken möchtest oder so, dann ist das auch in ordnung. Ich sage es dir gleich, es sind nicht gerade gut gesinnte Leute zu dennen wir gehen! Aber nur der Abschaum von Händlern hat das was ich brauche.“, Izayoui grinste Elva an und wartete deren Antwort ab.

Morgana
15.01.2008, 20:49
Nun war es an Morgana die Augen zu verdrehen. Ob es wirklich eine gute Idee war den Drow mitzunehmen? Ginge es nach ihr würde sie ihn am liebsten sofort in Tiefwasser zurücklassen, oder aber in die Hölle schicken – ganz egal, solange sie ihn nur los wurde. Aber so lange sie nicht wusste wie ihre Schwesternschaft mit einem Anliegen Bregan D’aerthes zusammenhing, blieb ihr wohl oder übel nichts anderes übrig als den Assassinen weiterhin zu ertragen.
„Wenn Valas ein streunender Köter ist, seid ihr der Floh in seinem Fell. Wäre es nicht wegen ihm, wäre mir euer unwürdiges Leben keinen Pfifferling wert! Und wenn ihr glaubt auch nur einem der Gefährten geht es anders, dann testet das ruhig aus. .Deswegen passt auf was ihr sagt und erweist euch wenigstens einmal als nützlich.“ fauchte sie den auf sie zukommenden Drow an. Damit drehte sie sich um und riss mit so viel Schwung die Wirtshaustüre auf, dass Ad’non einen schnellen Schritt zur Seite tun musste um diese nicht an den Kopf zu bekommen.
In eisigem Schweigen machten sich die beiden Elfen auf in Richtung Händlerviertel.


Elvanshalee beobachtete ziemlich erstaunt die Szene an der Wirtshaustüre. Solche Reaktionen war sie von ihrer Freundin normalerweise nur in Zusammenhang mit Zwergen gewohnt. Allerdings schien es im Moment ohnehin keine gute Idee zu sein, in ihrer Gegenwart Valas zu beleidigen. Nunja, Ad’non würde das schon noch herausfinden – und wenn nicht, Elvanshalee zuckte unbewusst mit den Schultern, wem würde der Drow schon fehlen? Sie war ohnehin nach wie vor davon überzeugt, dass sie ohne ihn besser dran wären. Aber dann drehte sie sich um zu Izayoui und grinste diesen breit an.
„Gifte einkaufen? Aber natürlich bin ich da dabei! Und glaub mir – je zwielichtiger die Händler, desto weniger Aufsehen wirst Du erregen, wenn Du dort in Begleitung einer Drow auftauchst.“ Mit diesen Worten sprang sie auf und hielt dem viel größeren Menschen lachend die Hand entgegen.
„Na was ist – kommst Du? Ich bin neugierig und diese Rumsitzerei hier behagt mir ohnehin nicht. Außerdem sollten wir zurück sein wenn Morgana wieder kommt, bei deren momentaner Laune möchte ich sie nicht noch zusätzlich auf die Palme bringen. Sie kann ziemlich – öhm – feurig werden, wenn man sie reizt.“

Surinyo Asany
15.01.2008, 21:34
Einst war er so überzeugt von seinem tun doch durch die Niederschläge und die Verluste der Gruppe zweifelte er an einem weiteren vorhaben teilnehmen zu wollen.
Zu alledem packte in auch noch das Gefühl in seiner Heimat sein zu wollen. Er will die die er in sein Herz geschlossen hat hier nicht allein weiter reisen lassen doch vermisst er etwas.
Er war oft genug auf Abenteuern auch mit Valas was manche ja nicht wissen, abgesehen davon weiß im Prinzip niemand wer Valas überhaupt ist. Selbst wenn sie ihn gesehen hätten würden sie es nicht Wissen.
Eine Rückkehr in das so Herzaufwärmende Abenteuer das einst alles war was in seinem Kopf war.
Was hat er denn alles schon mitgemacht auf dieser Reise. Was hat er denn alles gesehen, vernommen und gefühlt. Ein Yeti Baby war einer der schönsten Momente. Er dachte wieder zurück an den Punkt wo all dieses Zweifeln begonnen hat und sprach zu sich selbst in seinen Tiefsten Gedanken " Ich muss erstmal eine Fahrgelegenheit finden...Das ist nun der entscheidende Punkt.
Doch wie ich das genau mache... Ich müsste bei Gelegenheit mit Reding sprechen...er hatte doch auch noch keine Fahrgelegenheit im Sinn was einfach wäre es zu zweit zu versuchen eine zu finden und diesen Jungen Gefährten mal kennen zu lernen, doch nun sollte erstmal ruhe in mich kehren".
Er schloss die Augen und vertiefte sich in ein Gebet in Gedanken an die die ihm heilig sind und waren.

Off:@all Especially @Valas: Ich werde mich in den nächsten Tagen entscheiden ob ich weiterhin bleibe oder ob ich ich aufhöre. Ich habe in der letzten Zeit prioritäten gesetzt unter denen das RPG So vor sich hin vegitierte, was mir leid tut. Ihr werdet es ja lesen wie ich mich entscheide...

Edit bei Valas: Anstößigkeit entfernt.

Isashi
17.01.2008, 13:02
Elva packte auch gleich die Hand von Izayoui und zog diesen von seinem Platz hoch und in Richtung der Eingangstür. Iza war sichtlich überrascht und war über die Kraft der Drow erstaunt, denn nicht jeder hätte ihn einfach so aus dem Stand hochgezogen. Er packte sein Dai-Katana und mit einem Lächeln das er Elva schenkte, verließ er mit ihr das Smirking Rogue.
Elvas langes, weißes Haar wurde von einer leichten Brise erfasst als die beiden die Strasse betraten, wehte Izayoui ins Gesicht und kitzelte dessen Wangen. Die kleine Drow drehte sich zu ihm und ihre dunkle Haut bekam durch die Sonne einen atemberaubenden Glanz. "Na wo solls jetzt hingehen?", warf sie dem Mann mit ihrer frechen Art entgegen.
Izayoui zögerte mit der Antwort, da er wie gefesselt die kleine Drow vor sich anschaute, doch bevor er mit seinen Gedanken abschweifen konnte antwortete er ihr: „Also wir beide werden jetzt ungefähr einen Fußweg von 15 Minuten haben. In einer Hintergasse werden wir dann auf ein paar Händler treffen, die Dinge verkaufen werden, welche nicht ganz legal sind. Aber ich brauche ein paar Sachen für diverse Heilmittel und Gifte, außerdem bin ich gerade an etwas Neuem dran.“
Die Beiden machten sich auf zu der besagten Hintergasse und zogen unterwegs so manche Blicke auf sich, was auch nicht zu vermeiden war bei dieser Kombination aus Mensch, Drow und infernalischen Wolf.
Endlich waren sie bei der Gasse angekommen und Izayoui hielt Elva und seinen Begleiter kurz zurück.
„Moment! Beachtet die Leute dort drinnen nicht und vermeidet direkten Blickkontakt! Ich bin zwar bekannt bei einigen, doch sind mir bei weitem nicht alle gut gesinnt. Haltet euch einfach nah bei mir und es passiert euch nichts.“
Elva und der Wolf nickten Izayoui nichtssagend zu und folgten ihm ganz dicht.

Die Gasse war nicht sehr gut beleuchtet, da die Sonne schlecht einfallen konnte. Dies und der kalte Luftzug an dieser Stelle ließen das ganze Szenario noch unheimlicher wirken als es eh schon war. Es war aufgebaut wie ein kleiner Markt, links ein Stand, rechts ein Stand, da ein Wagen mit Kisten und hier wieder ein aufgebauter Tisch mit den verschiedensten Sachen darauf. Als Izayoui so an den ganzen schäbigen Händlern vorbei ging wurden diese ganz still und starrten den Dreien hinterher. Manchmal konnte man sogar einige Worte von den Händlern hören, es schien als hätten sie alle Angst vor ihm.
Am Ende der Gasse angekommen trat Izayoui vor einen ungewaschenen Mann den sogar Elva, die ein paar Meter hinter Izayoui stand, riechen konnte.
„Ahh Schattenwolf... was führt euch zu mir? Irgendetwas ist anders an euch seit dem letzten mal... und was sind das für 2 Dinger da, die mit euch reisen? Eine Flohschleuder und eine Drowschlampe!“ Izayouis Wolf schien die Worte genau verstanden zu haben und knurrte den stinkenden Mann an, während Elva die Beleidigung erst noch verdauen musste. „Ach ihr braucht nichts zu sagen Schattenwolf, ich weiß doch das die Beiden nur eure Sklaven sind!“, fügte der Mann hinzu.
Izayouis Aura wurde sichtbar und bevor irgendjemand reagieren konnte, schnellte die Faust des Finsteren Streiters in das Gesicht des Händlers und mit einem Lauten knacken der brechenden Nase ging er zu Boden. Izayoui setzte seine Klinge an den Hals des Händlers, bereit ihn jeden Moment ins Jenseits zu schicken.
„Mir gefallen eure Worte nicht! Ihr solltet eigentlich intelligenter sein bei eurem Beruf! Ich glaube ihr habt vergessen wer ich bin. Nur zu schade das es jetzt vorbei ist!“ Der Händler schien gerade mit seinem Leben abzuschließen und Tränen liefen über sein Gesicht. Als Izayoui gerade seine Klinge durch seinen Hals ziehen wollte, hielt ihn etwas fest an seinem Schwertarm. Es war Elva die ihn zurückhielt und tief in die Augen blickte. „Nein, er hat es zwar verdient aber verfalle nicht in blinde Wut! Bitte lass ihn leben!“
Izayoui zögerte und steckte dann sein Katana weg, doch er konnte die Reaktion Elvas nicht verstehen.
„Na gut dann soll es so sein, ich verstehe es zwar nicht warum Du Dich einfach so beleidigen lässt, aber gut.... es ist Deine Entscheidung!“ Iza drehte sich zu seinem Wolf um und gab ihm den Befehl auf den Händler am Boden aufzupassen. „Na los Elva hilf mir mal. Pack einfach alles ein was du tragen kannst.“
Mit einem Grinsen, als wäre nichts passiert ging sie ihm zur Hand und die beiden plünderten den kompletten Stand des Händlers.
„So nun sollten wir aber wieder zurück, bevor Morgana uns Feuer macht!“
Und so machten sich Izayoui, Elva und der infernalische Wolf wieder auf den Rückweg zum Smirking Rogue.

Reding
17.01.2008, 14:54
Benjamin konnte einfach nicht einschlafen.
Er drehte sich im Bett von der einen in die andere Richtung. Schließlich stand er auf und verließ das Zimmer. Er ging die Treppen hinunter in die Bar, keiner der Gefährten saß mehr an dem Tisch. Benjamin blickte zur Tür, als plötzlich ein erschöpfter Mann hinein kam. Er schleppte sich zur Bar. „Der will aber jetzt keinen heben oder?“ fragte Reding sich. Benjamin antwortete ihm „Nein, das glaube ich nicht, wenn ich verletzt wäre, würde ich nicht zum Wirt an die Bar gehen. Erstrecht nicht, wenn ich so aussehen würde wie der Kerl“. Benjamin runzelte die Stirn „Aber was ist ihm passiert?“ fragte er sich. Reding lachte „mir doch egal, das ist nicht unser Problem... lass uns lieber einen kleinen Spaziergang machen, ich habe diesen Ort hier satt.“ Benjamin nickte und ging Richtung Tür, als er plötzlich etwas an seinem Bein zehrte. Er sah nach unten, und erblickte ein kleines Mädchen, dessen Knie ganz aufgeschürft waren und die Kleidung zerfetzt und dreckig war.
Das kleine Mädchen schien nicht älter als 4-6 Jahre. Grund genug verwundert zu sein, das keines der Elternteile bei ihr war. „Das muss wohl eine Bettlerin sein“ meinte Reding ohne bedauern. „Lass sie einfach ihn ruhe“. Benjamin sah ihn ihre dunklen, von Kummer übersäten Augen. Sie zeigte hastig nach draußen, lies Benjamin los und rannte raus. Benjamin wollte ihr folgen, doch Reding hielt ihn auf. „Hey... Meynolts, lass sie sie ist nur eine Bettlerin. Ihr Problem ist nicht unseres“. Benjamin aber lies sich nicht von Reding rein reden, und kämpfte gegen Redings versuch ihn aufzuhalten an, mit Erfolg. Benjamin verließ das Gasthaus und schaute nach dem kleinem Mädchen. Er konnte gerade noch sehen, wie es in eine kleine Gasse rannte. Benjamin folgte ihr, doch als er die Gasse betrat, stand er mit einem Mal in einer Sackgasse. Er schaute sich verwundert um...

Plötzlich sprangen fünf Leute von den Dächern, links und rechts von ihm, vor ihn und zückten ihre Waffen. „Siehst du Benjamin... es war eine Falle... ich verstehe dein Vertrauen in kleine Kinder nicht“. Spottete Reding. Doch Benjamin ignorierte ihn und ließ seine Hände dort hin gleiten, wo seine Katana hingen. Doch als er zupacken wollte, griff er ins Leere „Scheiße ich habe meine Katana im Zimmer gelassen“. Benjamin drehte sich um, doch hinter ihm standen noch drei weitere Schläger, und das kleine Mädchen das sich hinter einem von ihnen versteckte und am Bein eben dieses Mannes zu Benjamin sah. Der Mann war ca. 1,90-1,95 meter groß, trug einen geplfegten 3 tage Bart und war um einiges Muskulöser als Benjamin. „Tja, hättest du mal vorher überlegt Meynolts... nun bin ich gespannt, wie du mit dieser Situation fertig wirst“ spottete Reding erneut. Doch Benjamins blick wurde lächelnder, und der des Mannes hinter dem sich das Mädchen versteckte ebenfalls. Die anderen Schläger um Benjamin herum, wunderten sich. Schließlich fragte einer der Schläger warum sie nichts unternehmen würden. Der Mann mit dem kleinem Kind setzte sich auf den Boden.

„Lange ist es her nicht Benjamin?“ begann er. Reding war etwas überrascht „du kennst diese Leute Benjamin?“ Benjamin nickte und setzte sich ebenfalls auf den Boden vor diesem Mann. „Ja, da hast du recht.“Das Mädchen näherte sich Benjamin. „O... Onkel...“ stammelte es. Benjamin zeigte ein Lächeln und streckte seine Arme zu dem Mädchen aus. Dieses rannte mit einem lächeln in seine Arme „Onkel Benjamin....“ und weinte Freudentränen. „Sie hat dich vermisst“ begann der Mann, der ihr Vater zu sein schien. Benjamin nickte „Ich sie auch Gerald, ich sie auch“. Benjamin sah Gerald an, und entdeckte eine tiefe und schwere Wunde. Dieser folgte dem Blick von Benjamin und lachte „Mach dir keine sorgen Benjamin, das ist nur ein kleiner Kratzer nichts, das mit einem ordentlichem Schluck Wein wieder heilen würde“. Benjamin starrte auf die Wunde „sie ist Tödlich“ meinte Reding zu Benjamin. Er Schloss seine Augen und stand auf. Gerald neigte seinen Kopf zu Benjamin hoch „was ist denn?“ fragte er. Benjamin ballte seine Hand zu einer Faust, packte Gerald am Kragen und zog ihn hoch. Gerald spottete „was denn... willst du mir eine in die Fresse hauen?... Mir, deinem einzigem Bruder?“ Eine Verwunderung war ihn den Gesichtern der Schlägern zu erkennen.“ Sie tuschelten alle miteinander „Dieser Junge ist Geralds kleiner Bruder?“. Benjamin sah Gerald an, zog seine Hand zurück und wollte sie gerade nach Vorne schnellen lassen, als plötzlich das kleine Mächen wieder an seinem Bein zog. Benjamin lies Gerald los und wandte sich seiner Nichte zu. Er hob sie auf seine rechte Schulter, und trug sie ins Gasthaus.
Gerald und seine Leute folgten den beiden. Im Gasthaus angekommen, winkte Benjamin den Wirt zu einem Tisch „setzt euch dort hin“ sagte Benjamin in einem unsanften Ton.
„Ich bin Müde Onkel“ ertönte es von seiner rechten Schulter. „Ich bringe die kleine in mein Zimmer, dort kann es sich etwas ausruhen“. Benjamin brachte seine Neffin nach oben, und der Wirt bediente Gerald und seine Leute. Als Benjamin seine Neffin ins Bett legte, fragte diese ihn etwas „Benjamin... sag mal... kommst du wieder zurück?“ Benjamin lächelte „Vielleicht kleine...vielleicht. Und nun Schlaf etwas, hier auf dem Nachttisch steht etwas Obst, iss es ruhig ich mag das Zeug sowieso nicht. Benjamin drückte ihr einen Kuss auf die Stirn nahm seine Katana und verließ das Zimmer.“
Reding lachte laut „Buwahahaha so sentimental habe ich dich noch nie erlebt... es stimmt du bist ein Weich ei Buwahahaha“. Benjamin ignorierte sein Gelächter und ging runter zu Gerald.
Dieser lächelte ihn mit einem vollem Mund an „Na, hat sie dich gefragt?“ er nahm ein kräftigen Schluck Wein um das Brot in seinem Mund herunter zu spülen.
Benjamin setzte sich hin „...ja, aber ich kann noch nicht zurück kommen, noch nicht.“
Gerald sah ihn etwas verwundert an... „achso, das Ding steckt immer noch in dir?“.
Reding wurde laut „Hey, ich bin kein Ding du verdammter Bastard, ich bin Reding und wenn ich hier draußen wäre dann würde ich...“ Benjamin unterbrach das Selbstgespräch von Reding, da Gerald ihn ohnehin nicht hören könnte. „Ja, Reding ist immer noch da, deswegen...werde ich morgen in der früh in den Forgotten Forrest aufbrechen“. Gerald, spuckte den Wein aus, den er gerade herunter schlucken wollte. „Ist das dein ernst? Oh man, kleiner Bruder... du erstaunst mich immer wieder...“. Benjamin stand auf, ihr könnt über Nacht hier bleiben, wenn ihr morgen aufwacht, möchte ich das ihr zurück nach Niewinter aufbrecht. Gerald stand auf, und klopfte Benjamin auf die Schulter „Vergiss nicht, ich bin hier der große Bruder, außerdem ist meine Wunde viel zu schlimm, für so eine Reise“. Er grinste und schien diesen kleinen Konflikt gewonnen zu haben. Benjamin grinste zurück „verloren großer Bruder... nachher wird eine Drow hier ins Gasthaus kommen, und diese wirst du bitten dich zu heilen. Ich kenne sie und sie wird dir helfen. Wegen dem Geld braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, der Wirt schuldet mir noch etwas, deswegen kann ich mir den ganzen Luxus überhaupt leisten“. Benjamin ging in Richtung Tür als Gerald ihm noch etwas hinterher rief „Danke kleiner Bruder, hoffentlich kommst du bald zurück nach Niewinter.“ Benjamin lächelte und sagte leise „ja... irgendwann komme ich zurück“. Dann verließ er das Gasthaus und ging an die Docks um auf das Meer zu schauen.

@all: Jaha... ich kann auch etwas mehr schreiben ^^
bzw. entschuldigt meine Rechtschreibfehler, aber open Office ist fürn Ar***!

Viridian
17.01.2008, 20:05
Azular hatte sich den Mantel übergeworfen und sich in die Stadt begeben. Bevor sie abreisten, wollte er noch etwas erledigen. Langsam lief er durch die Straßen Tiefwassers, sich immerwährend umschauend nach potentiellen Gegnern und Wachen, bis er schließlich halt machte und vor einem großen Haus stand. Er hatte sein Ziel erreicht. Doch bevor er auf die große, prunkvolle und mit goldgelben Runen verzierte Tür zutrat, hielt er inne. Er musste sich sammeln und auf das vorbereiten, was als nächstes geschah. Dann trat er heran und klopfte drei mal, dann vier und dann zwei mal, immer mit Pausen dazwischen. Einen Augenblick später öffnete sich ein Spalt in der Tür und zwei monströse Augen starrten ihn finster an. "Passwort?", grollte der Türsteher.
"Todesgarde", gab Azular flüsternd zur Antwort, der Spalt schloss sich rasant und die Tür öffnete sich knarzend. Sofort trat er ein in einen dunklen, von Fackeln erleuchteten Raum, der von mehreren Wandteppichen, Gemälden und anderem geschmückt wurde. In der Mitte stand ein langer, ebenholzfarbener Tisch, an dessen Seiten mehrere, bestimmt an die fünfzehn verhüllte Lebewesen saßen, an der Stirnseite der Anführer. "Ah, mh, ahh, Azular Northa! Ich freue mich, euch zu sehen. Ihr seid pünktlich, genau auf die Minute!", begrüßte ihn der Mann, der sich noch immer verdeckt hielt. Die anderen Anwesenden wendeten ihre Blicke zum Dazugekommenen, der sich neben einen in weiß gekleideten Mann setzte, dessen Gesicht unscheinbar aussah, aber nur für kurze Zeit, da sie sich dem Oberhaupt widmeten. "Nun, da unser letzter Gast angekommen ist, befinde ich die Sitzung nun als eröffnet. Wir haben einige wichtige Punkte zu besprechen, die unter anderem auch euch, Azular, betreffen."
Er seufzte. "Ich weiß. Bitte lasst uns das so schnell wie nur möglich hinter uns bringen, das ist mir wirklich sehr unangenehm", antwortete Azular betrübt und Sera legte sich neben ihn auf den Boden. Sie schien den Fremden zu vertrauen. Azular, wer ist das? Wer sind diese vermummten Leute?, fragte Serivan, er erhielt jedoch keine Antwort, nicht einmal bei weiterem Fragen.
"Das ist mir bewusst", sprach der Mann und er wirkte amüsiert. Dann machte er eine Handbewegung und jeder Anwesende zog seine Kapuze ab, sodass das Haupt eines Jeden zu erkennen war. "Also gut, kommen wir zu Punkt eins: Srijava, euer Bericht, den ihr mir bei eurer Ankunft gabt, ist wirklich sehr aufschlussreich und interessant. Dass sich revoltierende Rebellenbanden Niewinter annehmen könnte sich für uns lohnen. Seit dem Aufruhr durch Sir Northas Verrat fehlt den Bürgern dieser einst so blühenden Stadt das Vertrauen, sowohl in die Wache, als auch in die Neun und den Lord selbst. Die Korruption wächst und auch für uns bilden sich neue Lücken, in das Handelwesen einzudringen und es komplett unter UNSERE Fittiche zu nehmen. Natürlich werden uns noch die Schattendiebe von Amn im Wege stehen, aber Axel Devrie ist wohl unsere kleinste Sorge. Genauso wie die Wache, sie wird so angeschlagen sein, dass sie gegen uns nicht ankommen wird. Sehr gut, Srijava." Dabei blickte er zu einer drahtig gebauten Person, deren Mantel etwas gewölbt zu sein schien. Irgendetwas war darunter, aber was, das konnte sich Azular nicht vorstellen.
"Danke, Dronak. Es war nicht einfach, an diese Informationen zu kommen, aber es hat sich gelohnt", antwortete die Frau zufrieden. Der Drow erkannte in dem jungen Gesicht der Dame Tätowierungen erkennen - und erblickte eine Glatze.
"In der Tat, in der Tat. Ich glaube, wir lassen noch eine Woche ins Land streichen, bis wir zuschlagen, aber dann mit voller - oder fast voller - Mannschaft...nun, Punkt zwei, Olkan, wie sieht es mit euren Nachforschungen in Luskan aus? Gibt es etwas neues zu berichten?"
"Leider nein, Dronak. Die Bürger dieser Stadt sind für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Es war mir schier unmöglich, in den Arkanen Heerturm einzudringen, oder in sonst ein Haus. Selbst die Folterung einiger Adlige und Stadtwachen führte keine Ergebnisse zutage", erwiderte der dürre Halb-Elf, wie Azular erkennen konnte, trocken.
"Seltsam...was meint ihr, sollen wir euch Srijava als Verstärkung mitgeben oder seid ihr in der Lage, im Alleingang Fortschritte erzielen zu können?"
"Ich würde lügen, wenn ja", gab der Kleriker beschämt zu.
"Schön, also habt ihr nun eine Gefährtin", sagte Dronak, dessen kahler Kopf im Licht der Fackeln glänzte und seine Gesichtszüge finster wirkten lassen. "In Ordnung, gibt es sonst noch etwas von Belang, meine Damen und Herren, bevor wir uns Azulars Geschichte widmen?"
"Nun...Vorsitzender...es gäbe da schon etwas." Ein Sonnenelf erhob zögernd die Stimme und erweckte zum ersten Mal die Aufmerksamkeit aller Personen. "Wir haben Probleme in Mulsantir bekommen. Die...die Hexen...sie sind uns auf die Schliche gekommen...und...h-haben sämtliche Kundschafter getötet, bis auf einen Überlebenden. Dieser berichtete, dass sie zusätzlich einen Zauber errichtet haben sollen, der die Mitglieder der Todesgarde fernhalten soll. Damit ist unsere Verbindung in dieses Gebiet...z-zerrissen."
Die Gesichtszüge des Mannes verfinsterten sich schlagartig. "Verflucht!", schrie er und schlug mit der Faust auf den Tisch, wodurch alle zusammenzuckten. "Diese dämlichen Hexen! Ich würde ihnen am Liebsten den Garaus machen, argh! Windor, ich hatte nie erwartet, solch schlechte Nachrichten von euch zu hören, wo doch die Geschäfte in Mulsantir so gut verliefen. Nun gut, es bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als unsere Männer erst einmal in Lurues Brunnen ein Lager aufschlagen zu lassen. Ihr übernehmt das, Windor, und nehmt noch einige Magier und Hexenmeister mit, vielleicht können sie unbemerkt nach Mulsantir reisen, den Zauber analysieren und ihn eventuell aufheben. Aber ich will nicht von weiteren Toten hören, ansonsten rollen Köpfe, verstanden?"
"J-jawohl", stammelte der Sonnenelf und senkte seinen Blick.
"Ihr widersprecht euch", warf Azular an und kassierte dafür einen bissigen Blick des Vorsitzenden.
"Inwiefern?"
"Ihr wollt keine Toten, aber bei schlechten Nachrichten sollen Köpfe rollen?"
"Oh, Azular, verschont mich damit, ja? Fahren wir lieber mit euch fort, wie lief es so im Unterreich?"
"Nicht besonders, Ched Nasad wurde von Halb-Drachen angegriffen und vermutlich zerstört. Ich konnte rechtzeitig fliehen. Aber mein Vater erzählte, dass er versuche, die Stadt zu evakuieren, auch wenn das fast unmöglich wäre"
"Wie bitte? Eine Evakuierung? Das...das kommt unserer Organisation nicht zugute. Versteht mich nicht falsch, aber...ins Unterreich können sie nicht ausweichen, da sie dort auch nur unter Beschuss wären...in die Astralebene werden sie auch nicht verschwinden...das heißt, sie kommen an die Oberfläche...das ist nicht gut", murmelte Dronak.
"Warum nicht?", fragte Azular.
"Sie werden auf Raubzug sein, plündernd, raubend, mordbrennend, nur um eine Bleibe zu suchen. Wenn sie uns dabei begegnen oder Niewinter angreifen sind unsere Pläne nutzlos."
"Ich verstehe...und was habt ihr geplant?"
"Vorerst nichts...diese Drowgeschichte hat erst einmal höchste Priorität. Xylor, Porskym, Klauth, ihr werdet das Land nach einem drowischen Volk durchsuchen, nehmt dazu die gezähmten Drachen, damit ihr schneller vorankommt", wies er drei Männer, darunter derjenige, der neben dem Ex-Neun saß, an. Diese nickten, erhoben sich und verschwanden im Dunkel. "Ich schließe hiermit die Sitzung, wenn weitere Berichte vorhanden sind, solle man sie mir später geben, die Drows sind wichtiger", endete Dronak und alle standen auf und verstreuten sich in alle Richtung, lediglich Azular und Dronak verblieben noch im Raum. "Vorsitzender, ich...", begann Azular.
"Ich weiß, was ihr sagen wollt. Wir werden eure Freunde nicht töten, noch nicht. Wenn wir ihre Richtung bestimmt haben und es ist nicht Niewinter oder eine andere Stadt, lassen wir sie ziehen, andernfalls...", unterbrach der Vorsitzende ihn.
"Ich...verstehe", murmelte Azular nickend. Dann verabschiedete er sich, verließ das Haus und betrat nach einem kleinen Fußmarsch stillschweigend das Gasthaus.

Könnt ihr mir jetzt endlich einmal verraten, wer und was das war?, fauchte Serivan wütend.
Das war...eine Organisation, der ich angehöre und heute fand ein Treffen statt. -
Und was ist das für eine Organisation? Und warum weiß ich davon nichts?, fragte der Wolf sichtlich genervt.
Ich will nicht darüber reden, später..., wiegelte Azular niedergeschlagen ab und ging auf sein Zimmer, wo er sich ins Bett legte, an die Decke starrte und nachdachte..

Serpico
18.01.2008, 22:21
Nachdem Valas und Viconia das Lokal „Olath Tagnik'zur“ betreten hatten, eine der wenigen Orte in Sshamath, die ausschließlich von Dunkelelfen besucht wurden, steuerten die Drow auf eine Tür im hinteren Teil des Raumes zu. Um sie herum saßen zwielichtige, dunkle Elfengestalten an Tischen, auf denen sich Getränke, Kartenspiele und Sava-Spielbretter fanden, seltener Speisen. Neben einem der Tische lag eine ausblutende Leiche, während ein noch am Tisch sitzender Drow ein blutiges Messer mit einem Tuch säuberte – scheinbar hatte jemand versucht, im Spiel zu betrügen…
„Vel’bol orn usstan xun?“, fragte Viconia, während sie den etwas jüngeren Drow durch den Raum begleitete, von neugierigen Blicken der anderen Gäste verfolgt.
„Jivvin Sava xor vel‘bolril.“
Die Klerikerin packte ihn unsanft an der Schulter, so dass er stehen bleiben und sich zu ihr umdrehen musste.
Valas‘ Blick war noch finsterer als ihr eigener, als er zischte: „Xas?“
Die Klerikerin atmete tief durch. Sie wusste, dass egal was Valas von ihr verlangte, sie es tun würde – das war die Strafe, die Jarlaxle ihr auferlegt hatte, nachdem sein Schützling ihr und den anderen Priesterinnen des Hauses DeVir dreißig Jahre lang wie ein Hund gehorcht hatte. Es war eine Schuld, die sie schon vor Jahren hätte begleichen müssen, wäre Jarlaxle nicht jemand, der die perfekte Gelegenheit abwartete, um eine solche Schuld einzufordern. So ist es, wenn man sein Haus und seinen Wert als Priesterin verliert – man muss Leuten gehorchen, die man zuvor verspottete, sogar Männern.
Als Valas spürte, dass Viconia ihren Einspruch verdrängt hatte, wandte er sich ab und marschierte durch eine Tür in einen kleinen leeren Lagerraum, wo er die nächste Tür passierte – ohne diese zu öffnen, denn sie war eine Illusion, und solange er dies wusste, konnte er mühelos hindurch laufen.
Die gewundene Treppe dahinter führte scheinbar endlose Stufen abwärts, doch schließlich erreichte Valas das Ende und befand sich plötzlich in einem düsteren Tempel, durch den ein Teppich entlang einiger Säulen führte, der im infraroten Spektrum verschiedenste Muster aufwies. Von den Augen der Statuen dahinter, Draegloth, Dämonen und Drow, ging ein schwaches rotes Leuchten aus, das den Raum in sanftes Licht bettete. Valas wanderte über jenen Teppich durch die vollkommene Stille, diese harmonische Atmosphäre, bis hin zu einem Altar, hinter dem sich ein Wandbehang mit dem Abbild einer Maske von der Decke bis zum Boden erstreckte.
Sein Antlitz spiegelte sich auf der Oberfläche einer quecksilberartigen Flüssigkeit, die in einer Schale auf dem Altar auf die „Würdigen“ wartete. Valas blickte hinein, und die Welt schien zu verschwimmen, grau und unwirklich zu werden. Er wehrte sich nicht dagegen, als seine Seele seinem Körper entwich, der nun blicklos und tot vor dem Altar verharrte. Nachdem er sich mit dem neuen Zustand zurechtgefunden hatte, wagte Valas einen Schritt in Richtung der Wand hinter dem Altar, tat dann einen zweiten, der ihn geradewegs durch das Gestein hindurchführte.
Der Schurke fand sich in einem Alkoven wieder, einem kleinen dunklen Raum, der eine eigenartige, bequeme Atmosphäre barg. Im Zentrum des kleinen Raumes saß ein Dunkelelf mit verschränkten Beinen auf einem Kissen, die Hände auf den Knien liegend, die Augen verschlossen. Der Mann trug nichts als ein leichtes, wenn auch wunderschön gefertigtes Gewand aus schwarzem Stoff, und sein langes weißes Haar bedeckte beinahe den gesamten Rücken, während zwei Zöpfe elegant über seine Brust fielen. Seine Unterarme wurden von goldenen Armschienen geziert, einzigartiger, exotischer Handwerkskunst, und die beiden Ringe an seiner Hand strahlten mächtige Magie aus. Der Dunkelelf war relativ alt, was man jedoch an seiner Ausstrahlung und weisen Aura und keinesfalls an seinem Erscheinungsbild merkte.
Der Drow bewegte sich weder, noch öffnete er die Augen, als er die Anwesenheit des Besuchers spürte, doch flüsterte er drei einzelne Worte in der düsteren Sprache der Drow.
„Dos phuul rath.“

Morgana
18.01.2008, 22:38
„Nein verdammt. Ich hab Dir doch gestern schon gesagt, dass wir keine weiteren Wagen mit nach Llorkh nehmen. Weder mit noch ohne Pferde. Wir sind voll, wie oft soll ich Dir das noch sagen. Wir haben 5 Wagen und nur 3 Bewaffnete Begleiter. Wir sind ohnehin schon ein gefundenes Fressen für jede Räuberbande und ….“
„Das ließe sich ändern.“ Nicht gerade erfreut blickten die beiden Streithähne, die vor der halbgeöffneten Türe eines Kolonialwarenladens standen auf die kleine Mondelfe und ihren genauso kleinen, dunkelelfischen Begleiter.
„Und was wollt ihr zwei halben Portionen dagegen unternehmen?“
Morgana packte Ad’non unsanft am Arm, was diesen von einer schnellen Erwiderung abhielt und fixierte den vermeintlichen Karawanenführer ausdruckslos.
„Wir sind eine Gruppe von Abenteurern. Mein Name ist Morgana La Fay, Hexenmeisterin. Ad'non Faezyl hier ist Assassine, außerdem begleiten uns ein menschlicher Krieger und eine Klerikerin. Vielleicht schließen sich noch ein Krieger, ein Waldläufer und ein Magier an – das können wir aber noch nicht sicher versprechen. Aber auch zu viert würden wir Eure Verteidigung mehr als verdoppeln – und ihr könntet einige weitere Wagen mitnehmen – sagt mir nicht, dass sich das für euch nicht lohnen würde.“
Ad’non verzog angewidert das Gesicht. Was machte diese seltsame Mondelfe hier eigentlich? Sie wussten um die schwache Verteidigung der Karawane. Es hätte genügt herauszufinden wann sie startet – alles andere wäre ein Kinderspiel gewesen. Er hatte nicht vor sich an dieser überflüssigen Diskussion zu beteiligen. Warum hatte sie ihn überhaupt mitgeschleppt?

Der größere der beiden Männer, offensichtlich der Karawanenführer blickte misstrauisch auf die beiden Elfen hinunter.
„Ha! Ihr wollt meine Karawane beschützen? Wenn ich mir euch so ansehe frage ich mich allerdings, wer hier Schutz gebrauchen könnte, ihr …“
Weiter kam er nicht. Mit einer schnellen Handbewegung hatte Morgana einen Feuerball neben ihm auf den Boden geschleudert. Ad’non, der trotz seiner Ablehnung die Szene genau beobachtet hatte ahnte, was die Hexenmeisterin vor hatte und nutzte die Ablenkung geschickt aus. Mit einer schnellen, fließenden Bewegung stand er neben dem einen guten Kopf größeren Menschen und hielt diesem eine seiner Klingen an den Hals – ohne dabei auch nur die geringste Regung zu zeigen und ohne den zweiten Menschen aus den Augen zu lassen.
Morgana zog eine Augenbraue nach oben – damit hatte sie nicht gerechnet, aber die Unterstützung kam ihr gerade recht. Sie grinste den Menschen breit an.
„Ihr solltet uns nicht unterschätzen, Mister …?“
„Farnrod“ stieß dieser durch zusammengebissene Zähnen hervor. „Und jetzt sagt diesem, diesem …“ was Ad’non dazu veranlasste, den Druck ein weinig zu erhöhen „... eurem Begleiter er soll seinen Dolch wieder wegpacken. … … … Bitte!“

Morgana nickte Ad’non zu und zu ihrer Überraschung nahm er tatsächlich seine Waffe vom Hals des Karawanenführers.
„Entschuldigt uns, das sollte Euch nur demonstrieren, dass unser Schutz durchaus wirksam sein wird.“ grinste Morgana den Mann breit an, der sie mit einem finsteren Blick bedachte.
„Also ich fände die Idee gut, dann … „ versuchte sich der Händler in das Gespräch zu mischen, wurde von dem anderen aber sofort wieder unterbrochen.
„Du hast hier gar nichts zu finden. Schließlich bin ich es, der dann Tagelang mit diesen Verrückten hier auskommen muss. Wer weiß, wie deren Begleiter d’rauf sind!“
„Dann sind wir uns also einig?“ Morgana strahlte den Karawanenführer an. „Wir bekommen jeder einen Platz auf einem der Wagen sowie freie Verpflegung bis Llorkh – dafür garantieren wir, dass die Karawane heil dort ankommt. Das gilt für mich und meine drei Gefährten – die anderen werden selbst mit Euch verhandeln – ich muss nur darauf bestehen, DASS ihr sie mitreisen lasst, wenn sie das möchten, die Bedingungen sind Eure Sache.“
Der Mensch musterte die beiden Elfen nun mit weitaus respektvollerer Mine.
„Ihr habt Glück, dass mir Harzholtz hier schon seit Wochen in den Ohren liegt seine beiden Wagen auch noch mitzunehmen. Also gut – wir sehen uns morgen früh eine Stunde vor Sonnenaufgang am Südtor. Seid ihr nicht da, bleiben die zusätzlichen Wagen zurück, dann soll sich Harzholtz mit euch auseinander setzten. Seid pünktlich, wir werden nicht auf Euch warten.“

„Wir werden da sein.“
Mit diesen Worten drehte Morgana sich lächelnd um und machte sich auf den Rückweg zur Taverne. Ad’non dagegen war bereits nach wenigen Metern irgendwo in den länger werdenden Schatten verschwunden. Aber sie war sich sicher, er würde da sein am nächsten morgen. Fast zumindest.

Morgana
19.01.2008, 00:46
Elvanshalee warf noch einen Blick zurück zu dem immer noch zitternd und aus der Nase blutend am Boden liegendem Händler. Sie hätte ihn mit einer Bewegung heilen können, aber sie hatte ihm bereits sein unwürdiges Leben gerettet … auch wenn sie das nicht in erster Linie für ihn getan hatte. Die Drow zuckte leicht mit den Schultern und lief neben Izayoui her zurück in Richtung Taverne.
„Die Beleidigung war es nicht wert Dich zu verlieren.“ Meinte sie plötzlich leise zu dem Menschen, worauf dieser stehen blieb und die um einiges kleinere Elfe fragend ansah. Elvanshalee wurde etwas verlegen.
„Nunja – immer wenn Deine dunkle Aura sichtbar wird bist Du kurz davor die Kontrolle zu verlieren. Versteh mich nicht falsch, dieser dreckige Halsabschneider war mir egal – aber da standen Gestalten in den Schatten. Ich weiß nicht wer sie waren, aber es waren auch mehrere Drow dabei. Sie waren getarnt und ich konnte sie nur mit meiner Infrarotsicht sehen. Und die Aufmerksamkeit eines Blutbades ist das letzte was wir hier gebrauchen können – wenn uns das anschließend noch gestört hätte heißt das.“
„Du bist eine gute Beobachterin Elva.“ Izayoui nickte anerkennend. „Auch ich hatte einige der Wächter wahrgenommen, aber offensichtlich bei weitem nicht alle, denn Drow hatte ich nicht gesehen. Aber ich finde es schön wenn Du Dir sorgen um mich machst“ fügte er grinsend hinzu.
„Ach weißt Du“ entgegnete die Klerikerin daraufhin grinsend „Wenn Du das Ganze nicht überlebt hättest, wäre es mir vermutlich nicht anders ergangen – das reicht mir durchaus aus um mir Sorgen zu machen.“
Der Krieger schüttelte daraufhin nur lachend den Kopf und die beiden legten den restlichen Weg in leise Gespräche vertieft zurück.

Im Gasthaus angekommen, war keiner der Gefährten zu sehen. Ob Morgana schon zurück war?
„Lass uns doch noch eine gemütliche Runde trinken – ich vermute wir waren schneller als Morgana und Ad’non … außerdem würde mich brennend interessieren, was wir von dem Händler so alles gekauft haben.“ Elvanshalee zwinkerte Izayoui zu, der gerade dem Wirt ein Zeichen gab. Doch als sie sich gerade an ihren etwas abgelegenen „Stammplatz“ setzen wollte sprach sie ein offensichtlich verletzter Mann an.
„Seid ihr möglicherweise die Drow-Klerikerin von der Benjamin Meynolts mir erzählt hat?“
Elvansahlee sah den etwas herunter gekommen wirkenden Mann durchdringend an.
„Und wer will das wissen?“ richtete sie seine Aufmerksamkeit auf ihn – ohne die Information wirklich noch nötig gehabt zu haben.
„Ich bin Gerald Meynolts, Benjamins großer Bruder sozusagen. Ich fürchte ich muss bald nach Niewinter zurückkehren, aber ich habe eine Wunde, die mich daran hindert. Er meinte Ihr könnet euch das vielleicht ansehen. Ich kann Euch auch bezahlen.“
Elvanshalee nickte und warf einen Blick zurück zu dem skeptisch drein blickenden Menschen.
„Das geht schon in Ordnung, er sagt die Wahrheit, er ist wirklich Meynolts Bruder.“
Den erstaunten Blick Geralds ignorierend legte sie eine Hand über die Wunde und zog erstaunt die Augenbrauen nach oben.
„Ihr könnt von Glück sagen, dass ihr noch lebt!“ Damit setzte sie sich neben den Menschen und sprach leise einige Zaubersprüche. „Eigentlich solltet ihr nun vollständig wieder hergestellt sein. Aber die Wunde hat euch geschwächt – hier nehmt diesen Trank und trinkt jeden Tag ein Drittel, das sollte helfen schnell wieder zu Kräften zu kommen. Wie wäre es, wenn ihr als Bezahlung unsere Getränke hier übernehmt? Aber ich muss Euch warnen, Izayoui ist ziemlich trinkfest.“

Surinyo Asany
19.01.2008, 19:19
Surinyo kam runter gelaufen und wirkte ein wenig abseits, wie so oft, was aber in diesem Fall nicht an einer Vergiftung lag, sondern an seiner lockeren Art.
Er betrachtete den verletzten Mann, der mit Elva und Iza ein Gespräch führte, und lauschte ein wenig, als er neben der Bar stand.
Er ging näher hin, als er sah, dass Elva den fremden Mann heilte, und verlangte, dass dieser als Gegenleistung die Getränkekosten übernehmen sollte.
"Meine Kosten auch, Fremder!", sagte er mit einem Lachen.
Surinyo ging zum Tisch und setzte sich hin, dann rief er dem Barkeeper zu: "Einen vitaminhaltigen Saft bitte." Anschließend wandte er sich an den Fremden: "Nun Scherz bei Seite...wer seit ihr ? ."

@all: Ich werde dem RPG in meiner Rolle als Surinyo Asany erhalten bleiben. §wink
Ich kann das nicht einfach aufhören wie ein manch anderer :dnuhr:

Edit by Valas: Entscheide dich für eine Zeitform. Entweder schreibst du in der Gegenwart oder in der 1. Vergangenheit, du kannst nicht mal so mal so formulieren, besonders nicht innerhalb eines Posts. Ich habe diesen Text ausgebessert, das war keinesfalls ein Fortschritt, Surinyo. Frag, nachdem du gepostet hast, Djamila oder mich nach Rechtschreibfehlern, anschließend bessere diese aus. So lernst du gleichzeitig was, lässt sich hoffen. Außerdem würde es helfen, wenn du selbst noch einmal liest, was du schreibst, denn so viele Fehler sind einfach nicht normal.
Ich habe deinen Text auch inhaltlich nicht wirklich voll und ganz verstanden...

Eigentlich sollte dein Auftreten dir ja selbst wichtiger sein als uns.

Morgana
20.01.2008, 01:49
Als Morgana in die Bar zurückkam, sah sie Elvanshalee, Izayoui und Surinyo am Tisch mit einem Fremden sitzen. Wer der Typ wohl war? Doch bevor sie danach fragen konnte wurde sie bereits von den Freunden begrüßt.
„Na, wie war es? Hast Du eine Karawane aufgetrieben? Und wo ist eigentlich Ad’non? … Nicht dass ich ihn vermissen würde!“ Sprudelte es aus der Drow heraus noch bevor die Mondelfe den Tisch überhaupt erreicht hatte. Morgana musste lachen
„Immer mit der Ruhe Elva – lass mich doch erst einmal herein kommen und auch einen Schluck trinken, o.k.?“ Aber noch bevor der Wirt einen großen Krug verdünnten Met vor ihr abgestellt hatte, hatte sie den Dreien von ihrer Reisemöglichkeit und wie es dazu gekommen war erzählt. „Aber wo Ad’non steckt“ fuhr sie schulterzuckend fort „weiß ich auch nicht. Er hat sich abgesetzt kurz nachdem wir den Karawanenführer verlassen haben. Aber der wird schon auftauchen. Spätestens morgen früh am Südtor. Wenn er auch vor keinem von uns Respekt hat – vor seinem Auftraggeber hat er den ganz bestimmt.“
„Ach ja – und Surinyo – nachdem ich ja nicht sicher wusste ob Du mitkommst … der Karawanenführer ist bereit jeden bewaffneten Schutz anzunehmen, den wir bieten können. Das hat er mir zumindest zugesagt – nur die Bedingungen müsst ihr morgen selber mit ihm aushandeln.“

Diese Worte schienen die Aufmerksamkeit einer einzelnen Reisenden erregt zu haben, die an einem kleinen Tisch in einer dunklen Ecke saß. Durch ihre Vermummung war selbst ihre Rasse kaum zu erkennen, aber ihre Statur erinnerte eher an eine kräftige Elfe denn an einen Menschen. Eine Halbelfe vielleicht?
Noch während Elvanshalee ihrer Freundin erzählte, dass der unbekannte Mann am Tisch Benjamin Meynolts Bruder war und sie ihn geheilt hatte, nahm die Fremde Blickkontakt mit der Mondelfe auf. Morgana zögerte einen Moment. Was die Unbekannte wohl von ihr wollte?
„Elva, Izayoui … ich weiß nicht warum, ich glaube ich sollte mich mit dem Gast dort hinten einmal unterhalten.“ meinte sie leise zu ihren Freunden. Damit stand die Hexenmeisterin auf und ging langsam auf den kleinen Tisch zu ohne die daran sitzende Person aus den Augen zu lassen.
„Ihr gestattet, dass ich mich kurz zu Euch setzte?“ eröffnete sie das Gespräch.

Horfith
20.01.2008, 02:02
Horfith betrachtete die Mondelfe vor ihr eingehend und stufte sie als ungefährlich ein. Ihre Hand rückte von dem neben ihr liegenden Katana ab, das neben dem großen, sehr ungewöhnlichen liegenden und entspannten Langbogen plaziert war. Daneben lag ein dreigeteilter Köcher, in dessen Fächern jeweils Pfeile mit unterschiedlichen Federn lagen. Ungewöhnlich war allerdings das dahinter eine Sorgfälltig verpackte Laute lag.
Die Frau schlug mit ihren feingliedrigen Fingern die Kapuze, die ihr Gesicht halb verdeckt hatte vollkommen zurück. Die Züge waren fast elfisch, die Haut dunkel, aber nicht schwarz.
Die Mondelfe sah, dass es sich um eine Halbdrow handelte.
Horfit machte eine einladende Geste und die Mondelfe setzte sich zu ihr. Die Augen der anderen Frau wanderten über die Waffen und sie zog eine Augenbraue hoch, was Horfith ein Grinsen entlockte.
"Ich weiß, Katana und Langbogen sind nicht gerade eine übliche Kombination, aber seid versichert, ich weiß mit beidem umzugehen. Und mit dem Instrument übrigens auch. Horfith Men'yestice mein Name, zu Diensten edle Dame, manche nennen mich als Bardin unübertroffen, andere fürchten mich als Bogenschützin wieder andere verstecken vor mir ihr Hab und Gut"
Horfith lächelte die Mondelfe fast schon verführerisch an.

Morgana
20.01.2008, 02:13
Morgana war etwas irritiert von der Art der Halbdrow. So überzeugend einerseits ihre Waffen waren, so entwaffnend war ihr Lächeln - nachdem sie die Kapuze zurück geschlagen hatte. Und doch machte die Halbdrow nicht den Eindruck unterschätzt werden zu wollen.

"Es freut mich Euch kennen zu lernen Horfith. Mein Name ist Morgana La Fay - doch nennt mich einfach Morgana. Ich bin Hexenmeisterin und reise mit einer Gruppe von Abenteurern." Erwiederte die Mondelfe freundlich und wies auf den Tisch von dem sie gerade erst gekommen war. "Aber das ist nur ein Teil meiner Gefährten. Wir werden morgen früh mit einer Karawane in Richtung Llorkh aufbrechen. Aber darf ich Euch fragen, was Euch hierher verschlagen hat und warum unser Gespräch Euer Interesse geweckt hat?"

Horfith
20.01.2008, 02:21
Die Freude ist ganz auf meiner Seite, meine Schöne.
Horfith blinzelte Morgana verschwörerisch mit einem Auge zu, doch es war unverkennbar, dass sie den Tisch, den die Mondelfe erwähnt hatte genauer betrachtete.
"Ihr habt da einen recht illustren Haufen um euch geschart, wenn ich das so sagen darf. Wenn das nur ein Teil eurer Gefährten ist und der Rest genauso farbenfroh ist, solltet ihr vielleicht besser einen Wanderzirkus aufmachen, statt einer Karawane Geleitschutz zu geben"
Morgana wusste nicht ob die Halbdrow sie gerade beleidigt hatte oder nicht, denn die Frau hatte wieder ihr entwaffnendes Lächeln aufgesetzt.
"Ihr wollt nach Llorkh? Nun, ich hatte mir mehr erhofft. Aber ihr habt mich überredet, für ein entsprechendes Entgeld werde ich euch gerne begleiten und mit meiner Musik erfreuen."
Morgana klappt der Unterkiefer herunter.

Morgana
20.01.2008, 02:38
Die Mondelfe brauchte einige Sekunden um das eben gehörte zu verarbeiten und legte derweilen den Kopf ein wenig schräg, was den Anschein des Nachdenkens erwecken sollte. Dann jedoch konnte sie sich ein breites Grinsen nicht mehr verkneifen. Die Halbdrow gefiehl ihr - aus welchem Grund auch immer.
"Ja, ich vermute als Wanderzirkus hätten wir durchaus Chancen" erwiederte sie lachend. Mit mir reisen im Moment drei Drow und drei Menschen ... und seit kurzem wohl auch ein Schattenwolf. Da hätten wir den Schaulustigen gewiss einiges zu bieten. Allerdings fehlt uns in der Tat seit einiger Zeit jemand, der unsere Aufführungen mit etwas Musik begleiten könnte ..."

Sie beobachtete die gut bewaffnete Bardin einige Sekunden bevor sie weiter sprach.
"Ein Entgelt können wir jedoch niemanden bieten - ausser ihr handelt ein solches mit dem Karanwanenführer aus. Unsere Reise wird in Llorkh nicht zuende sein - genauer gesagt wird sie dort erst wieder richtig beginnen. Seid mir nicht böse, wenn ich Euch heute noch nicht mehr verrate - unsere ... Mission ... ist nichts, das man zu leicht mit Fremden besprechen sollte. Wenn Ihr allerdings auf ein Abenteuer aus sein, wird Euch bei uns mit Sicherheit nicht langweilig werden."

Horfith
20.01.2008, 02:53
Die Halbdrow grinste Morgana breit an, verzog dann kurz das Gesicht um eine ihrer tiefroten Haarsträhnen aus dem Gesicht zu pusten, die sich aus ihrem ziemlich üppigen nach hinten gebundenem Haar gelösst hatte.
Nach dem dritten Versuch gab sie es auf und strich sich die Haar mit der Hand aus dem Gesicht.
"Ihr müsst mir nichts erzählen was ihr nicht wollt, meine Schöne. Wenn ich ehrlich bin, es interessiert mich auch nicht sonderlich."
Horfith lies ihren Blick durch die Taverne schweifen.
"Wenn ich ehrlich bin, es langweilt mich hier zu sein. Keine neuen Lieder oder Geschichten, zumindest keine die es wert wären erzählt zu werden. Und ich denke wenn ihr mit Drow und Menschen reist, werdet ihr mit mir bestimmt keine Probleme haben. Betrachtet mich einfach als Bindeglied zwischen den Welten."
Horfith blinzelte Morgana abermals vertraulich zu und lächelte entwaffnend.
"Ich werde euch begleiten, solange es mir gefällt, solange es ...aufregend.. ist"
Die Mondelfe stutzte einen Augenblick. So wie Horfith das Wort "aufregend" betonte, klang dieses fast unanständig.
Die Halbdrow erhob sich und Morgana sah das die Frau fast so groß wie ein Mensch war, allerdings sehr schlank.
Horfith schulterte ihre Laute und ihren Köcher. Das Katana verschwand in einer Halterung hinter ihren verlängertem Rücken. Den großen Bogen mit der umwickelten Sehne trug sie wie einen Wanderstock,
Sie lächelte Morgana aufmunternd an...
"Vielleicht solltet ihr mich euren Freunde vorstellen und ihnen mitteilen, dass ich nun mit euch reise."

Morgana
20.01.2008, 03:14
Die Mondelfe schüttelte lachend den Kopf. So etwas war ihr auch noch nicht unter gekommen - aber es verspracht auf jeden Fall lustig zu werden ... oder aufregend? Sie stand auf und nun wurde noch einmal deutlich, dass die dunkle Halbelfe Menschenblut in sich hatte, denn sie überragte Morgana und die anderen Drow beinahe um einen ganzen Kopf.
"Das ist Horfith Men'yestice. Sie ist Bardin und Bogenschützin und offensichlich auch noch in so manch anderen Künsten bewandert. Horfith wird sich uns für eine Weile anschließen, wenn niemand etwas entscheidendes dagegen hat." stellte sie die Halbdrow an ihrem Tisch angekommen vor.
"Horfith, das ist meine Freundin und Klerikerin Elvanshalee Danae, sie stammt wie ich aus Evereska, unser Finsterer Streiter hier ist Izayoui aus Amn, er wird seit kurzem von einem Schattenwolf begleitet. Und dann haben wir hier noch Surinyo, Waldläufer aus Memnon. Gerald gehört nicht zu uns, dafür aber sein Bruder Benjamin Meynolts, den ihr vermutlich am frühen morgen kennen lernen werdet - ebenso wie den Assassinen Ad'non und den Magier Azular."

Elvanshalee beobachtete die Halbdrow zuerst mit Skepsis, dann jedoch durchaus amüsiert. Ja das schien eine nette Abwechslung in der Gruppe zu geben. Andererseits - sie warf einen Seitenblick auf Izayoui - nun ja, es würde sich herausstellen.
Nachdem Morgana ihren Vortrag beendet hatte stand Elvanshalee auf und reichte der Bardin die Hand.
"Abwechslung ist uns immer willkommen und wenn Morgana dem zustimmt dass ihr mit uns kommt, dann tue ich das auch. Langweilig wird Euch mit uns bestimmt nicht so schnell werden. Ich zumindest hatte noch keine Zeit dazu seit ich hier sozusagen gelandet bin" meinte sie zwinkernd mit einem Seitenblick auf Morgana.
"Ihr seid Bardin? Wie wäre es denn mit einem kleinen Lied, als Begrüßung sozusagen?"

Horfith
20.01.2008, 03:44
Horfith ergriff Elvanshalees Hand und führte sie leicht an ihre Lippen wobei sie der Elfe tief in die Augen sah.
"Ein wunderschöner Namen für ein wunderschönes Wesen, wie könnte ich euch ein Lied verweigern."
Wieder stahl sich dieses entwaffnende Grinsen auf das Gesicht der Halbdrow.
Die Frau zog die Laute vom Rücken, entfernte die Schutzhülle und begann das Instrument vorsichtig zu stimmen.
Mit leichter Belustigung sah sie, dass die empfindlichen Ohren der Elfen auf jeden Anschlag reagierten während die Menschen sie nur gelangweilt anstarrten. Was Horfith als Herausforderung ansah.
Geübt stellte sie sich in Positur und schlug die Saiten der Laute an. Seltsamerweise senkte sich plötzlich Ruhe über die Taverne und alle Augen waren auf die Bardin gerichte.
Schnell glitten die Finger der Frau über die Saiten ihres Instrumentes und spielten eine sanfte und einschmeichelnde Melodie.
"Und nun, auf den Wunsch einer schönen Dame, einem Wunsch dem nicht einmal ein Stein widerstehen könnte, trage ich euch ein Lied vor. Ein Lied voller Sehnsucht und Schmerz, geschrieben für das Rad der Ewigkeit, genannt die "Taube".
Horfith klimperte noch ein wenig herum doch dann fand sich eine Meldodie ein und sie begann mir sanfter und sonorer Stimmer zu singen:

"Wie ich eines schönen Morgens
War am Waldesrand voll Lust
Auf einer Astspitz' eine Taube
hört ich leidend klagen: Weh! Was tu ich
um mein Allerliebsten?

Und näher nähern tat ich mich zu hören
Was des Zweigenmädchens Leid
Und wagte sie zu fragen- das tat ich:
Herrlichste Erscheinung und Lieblichste des Lebens,
Was ist dein Schmerz?

Ein großer Schmerz ist in meiner Brust
Beim Denken Hieb und Stich mich ficht
Beim denken an den Mann und die lieblichen Worte
Eine schwer blutende Wunde gab er meinem Herzen
Wehe - es bricht mein Herz

Liebliche Taube, so hör auf zu klagen
Sonne wird sich über die Hügel wagen
Und wenn sie kommt, sprießt der Wald
Denk immer daran, wenn der Sommer kommt
Kommen die Helden jagen

Horfith ließ die Melodie noch ein wenig erklingen, schlug die Saiten aber immer leiser an. Als die Musik verstummte, herrschte in der gesamten Taverne Schweigen und die Halbdrow konnte sich nur schwer ein Grinsen verkneifen. Es funktionierte fast immer.

"Nun, und als die Helden kamen gab es Taubenbraten."
Die Frau lachte lauthals und die meisten fielen in ihr Gelächter mit ein. Horfith drehte sich zu Elvanshalee um und flüsterte ihr leise zu: "Die Helden haben sie selbstverständlich nicht bekommen" und zwinkerte vertraulich

Morgana
20.01.2008, 04:26
Elvanshalee war etwas verlegen nach dem Kompliment der fremden Halbdrow. Sie sah sich hilfesuchend nach Izayoui um, der aber grinste nur. Dann begann der Vortrag von Horfith und die Klerikerin lauschte der bezaubernden Melodie, die klang als würde sie von den Inseln stammen. Als das Lied langsam ausklang und es so ungewöhnlich ruhig in der sonst so lauten Taverne wurde, war sie beinahe verusucht die Augen zu schließen und sich an den hinter ihr sitzenden Menschen anzulehnen.
Als jedoch die Bardin dann von dem Taubenbraten erzählte musste auch sie lauthals lachen und klatschte der Halbdrow den verdienten Beifall.
Der geflüsterte Satz dagegen ließ sie breit grinsen. Sie freute sich auf die gemeinsame Zeit mit der etwas undurchschaubern und ungewönlichen Frau. Trotzdem wiederstand sie der Versuchung in deren Gedanken zu lesen. Sie wollte sich erst einmal überraschen lassen.

Viridian
20.01.2008, 08:57
Schmerzen...unsägliche Schmerzen...Stiche wie Dolche in der Brust...dazu Schreie, von Angst, Verzweiflung und Trauer erfüllt...all das nahm Azular sich windend wahr. Er stöhnte im Schlaf, er nach einiger Zeit des Nachdenkens eingenickt war. In seinem Traum sah er leidende, tote und hilflose Dunkelelfen, einige im Kampfesrausch versunken, andere, die versuchten, sich zu retten. Es war für ihn, als wäre er direkt inmitten vom Schlachtfeld, er sah Freunde, Soldaten. Viele waren gefallen, die Mauern eingerissen, Häuser zur Unkenntlichkeit zerstört. Und dann, in der Ferne sah er den großen Bruder Yyivinndar, stark blutend, wie er kämpfte, tötete und dann von hinten angegriffen wurde, schrie, zu Boden ging...und nicht mehr aufstand. Er war entsetzt, geschockt und hilflos zugleich. Er wollte helfen, aber er konnte nichts tun, er war wie gelähmt. Mit aufgerissenen Augen starrte er gen Gegner und verletzte Drow, bis er auch Calliara entdecken konnte, sie tötete gleich zwei Gegner auf der Stelle, flitzte geschickt durch die Gegnerreihen, bis sie von einem Todeszauber erfasst und mit einem gellenden Schrei duch die Luft geschleudert wurde, bis sie regungslos am Boden auftraf. Oben, über ihnen kreiste Sebat fliegend über ihnen und donnerte heilige Zauber nach unten. Doch auch er konnte sich nicht lange halten, am Boden entdeckte ihn ein feindlicher Bogenschütze, legte seinen Pfeil an, zielte nach oben, schoss...Sebat wirbelte herum, Blut spritzte, er stürzte in die Gegnermassen...
Warum kann dieser Albtraum nicht enden?, schrie er gedanklich. Azular wollte das nicht mehr sehen, nicht mehr ertragen - nur weg. Der Wunsch wurde ihm schlussendlich gewährt und so erwachte er schweißgebadet in seinem Zimmer, neben ihm schlummerte seine Vertraute "Oh...gott", stöhnte er, richtete sich auf und verarbeitete das Geschehene, während er sich den Schweiß von der Stirn wischte. "Wie furchtbar...überall dieses Leid", stammelte er leise vor sich hin.
"Habe mir erlaubt, euch aus eurem Traum zu holen, Drow", sagte Serivan, der als ein nur für Azular sichtbares Bild vor ihm stand.
"Ihr taugt nichts, wenn ihr euch von so etwas so stark beeinflussen lasst. Glaubt nicht daran, was ihr saht, die Schlacht kann schon lange geschlagen sein."
"A-aber...es war so...realistisch...und die Drei...tot..", antwortete der Magier noch wie in Trance.
"Das muss nichts heißen", sagte Serivan knapp. "Euer Verstand hat euch nur an der Nase herumgeführt und nichts weiter."
"Ihr...habt recht...ich glaube, ich werde nach unten gehen, vielleicht sind die anderen ja wieder da", meinte Azular, verließ das Zimmer, nachdem er seine Kleine sanft geweckt hatte und stapfte nach unten, wo er auch schon seine Gefährten antraf. "Seid gegrüßt", sagte er freundlich und er lächelte leicht. "Ah, Morgana, habt ihr eine Karawane für uns startklar machen können?", fragte er sie. Sie erwiderte ihm das gleich wie den anderen zuvor auch. "Bedingungen? Was heißt das genau? Luxus? Darauf kommt es mir nicht an, ich will nur von A nach B kommen, das reicht mir", sagte Azular schulterzuckend.

Da entdeckte er die Halb-Drow. "Oh, haben wir eine neue Gefährtin?", fragte er neugierig. "Darf ich euren Namen erfahren? Mich nennt man im Übrigen Azular Northa", stellte er sich vor und verbeugte sich leicht. Ihr macht mich krank, murrte Serivan.
Jaja, schon gut...

out: @Surinyo Bezüglich deinen Rechtschreibfehlern würde ich dir empfehlen, die Texte in Word vorzuschreiben, da werden wenigstens ein paar Fehler "gefiltert". Es gibt außerdem die Möglichkeit, dir Firefox zu ziehen, das hat nen AddOn, das Rechtschreibfehler markiert. Ansonsten kannst du ja den anderen oder mir (sofern ich online bin) den Text geben, dann können wir es auch korrigieren.

Surinyo Asany
20.01.2008, 19:30
Surinyo betrachtete die halb-drow Dame. Ein Bild von ihr wollte er sich noch nicht machen. Erste Eindrücke können schaden und Vorurteile erzeugen, die dann weit in die Zukunft reichen. Er nickte ihr zu als sie sich vorstellte, da er gerade entspannt seinen Saft trank. Sie schien Unterhaltungswert zu besitzen dachte er sich, als Sie die Bardin, die in ihr steckte preisgab durch ihre eindrucksvolle Vorstellung, die Surinyo sehr aufmerksam machte. Als Stille einkehrte klatschte er Beifall und jubelte ein wenig.
„Das ist ja wunderbar. Dann kommt ja endlich mal Stimmung ins Haus.“
Ein paar Leute starrten ihn entgeistert an als er seiner südländischen Begeisterung mal ein wenig freien Lauf ließ.
Doch er lies sich davon nicht beirren und erwiderte noch „Zugabe!“

Out@Horfith: Willkommen im NWN RPG §wink

Isashi
20.01.2008, 22:36
Izayoui konnte es im ersten Moment wieder nicht glauben wie leicht das Vertrauen seiner Freunde zu Fremden war. Diese Gutgläubigkeit, es war einfach nicht seine Art mit anderen umzugehen. Es sollte ihn jedoch nicht kümmern wer da noch alles den gemeinsamen Weg der Gruppe einschlagen wollte, bald würd er sich sowieso entscheiden müssen ob sein Schicksal weiterhin verknüpft bleibt mit der Gruppe. Dies wäre keinen Gedanken wert, wäre da nicht Elva. Er umfasste wieder einmal die Kette mit dem Ring um seinen Hals, und versank in Gedanken als plötzlich eine fröhliche Melodie erklang und ihn in die Realität zurück holte. Izayoui versuchte seine Gefühle zurück zuhalten, doch es war zu heftig. Er konnte das alles im Moment nicht ertragen und stand auf von seinem Platz, schlängelte sich nichtssagend durch seine Gefährten in Richtung der Tür. Er hielt kurz an der Tür an und blickte zu seinen Freunden, als er kurz das Wort ergriff:“ Entschuldigt mich bitte für eine Weile, aber mir geht es nicht so gut im Moment. Ich werde pünktlich zur Abreise da sein! Ach ja und Horfith… ihr spielt gut.“
Izayoui nickte der Halbdrow noch einmal zu bevor er mit seinem Wolf das „Smirking Rogue“ verließ. Es war schon dunkel und der Mond war nicht mehr in voller Pracht am Himmel, jedoch spendete er in dieser klaren Nacht sehr viel Licht. Izayoui machte sich auf den Weg zum Hafenviertel das im Westen lag.

Morgana
20.01.2008, 23:14
Elvanshalee sah dem Menschen etwas besorgt hinterher. Trotzdem unterdrückte sie den Impuls ihm zu folgen und setzte sich wieder, nachdem sie zuvor schon halb aufgestanden war. Vermutlich würde er jetzt lieber alleine sein und sein Wolf begleitete ihn ja ohnehin.

"Nun geh schon." Morgana legte ihrer Freundin eine Hand auf die Schulter. Und als diese sie fragend ansah fuhr sie fort. "Ich erinnere mich noch gut als es mir einmal so ging. Das war im Schloss kurz nachdem ich Dich geholt hatte und warst es nicht Du selbst, die Valas ermuntert hatte zu mir zu kommen? Das hat mir sehr geholfen damals und ich denke genau diese Hilfe könnte Izayoui jetzt auch gebrauchen."

Die junge Drow nickte. "Vielleicht hast Du recht - wenn nicht wird er es mir schon sagen."
Damit stand Elvanshalee auf und schlüpfte ebenfalls durch die kurz zuvor zugefallene Tavernentüre. Dank ihrer Dunkelsicht konnte sie gerade noch sehen, dass Izayoui offensichtlich in Richtung der Docks unterwegs war, bevor er hinter einer Straßenbiegung verschwand.
Als Elvanshalee an den Docks ankam, sah sie den Menschen an einem der Landungsstege auf einem Anleger sitzen und in Gedanken versunken auf das Meer und den darüber stehenden Mond blicken. Der Schattenwolf lag zu seinen Füssen und schien die Drow geradewegs anzublicken. Sollte sie in seinen Gedanken lesen um zu erfahren ob sie willkommen war? Nein, sie konnte und wollte das bisschen Vertrauen, das der Mensch offensichtlich in sie gefasst hatte nicht missbrauchen.
Langsam ging sie auf die Beiden zu, blieb jedoch zögernd am Anfang des Holzsteges stehen. Was sollte sie sagen? In Gefühlsdingen war sie bei weitem nicht so bewandert wie sie vielleicht manchmal schien. Sie war eine Drow und ihr Erbe machte es ihr nicht unbedingt leicht mit solchen Empfindungen umzugehen.

Isashi
21.01.2008, 00:26
Izayoui lies die Kette mit dem Ring daran vor sich pendeln und starrte in Gedanken versunken darauf. Dieses Erinnerungsstück war mit so vielen Schmerzen behaftet und mit so viel Leid verbunden. Es war Satsus Ring an der Kette. Satsu war Izayouis erste und einzige Liebe in seinem Leben doch er verlor sie durch seine eigene Schwäche, zumindest redete er sich dies immer wieder ein. Der Ring und die schmerzvollen Erinnerungen waren alles was ihn an sie erinnerte.
Elva beobachteten Izayoui und wusste nicht ob sie nun wirklich zu ihm gehen sollte, als der infernalische Schattenwolf auf sie zukam und die Drow anblickte. Elva wusste nicht was der Wolf von ihr wollte, doch als dieser in Richtung seines Meisters blickte war ihr alles klar. Schattenwolf lief zurück zur Taverne und nun sollte diese Nacht ohne Zeugen den Beiden gehören.
„Hey Iza, es tut mir leid wenn ich dich störe aber ich… ich habe mir Sorgen gemacht, was ist los mit dir? Möchtest du darüber reden?“ Elva setzte sich neben den bedrückten Mann und sah sich den Mond an.
„Elva… ich hab dich gar nicht bemerkt…“ Izayoui blickte die Drow etwas traurig an. „Bitte mach dir keine Sorgen, es sind nur wieder einmal die Erinnerungen. Doch es wird Zeit mit allem abzuschließen! Ich will endlich wieder ruhig schlafen und fühlen können, doch sie lässt mich nicht los…“

Morgana
21.01.2008, 01:03
Elvanshalee sah zu dem Menschen auf, der selbst im sitzen um einiges größer war als sie selbst.
„Ich weiß selbst nicht genau, warum ich Dir gefolgt bin. Aber ich … „ sie blickte dem Menschen in die von Trauer gezeichneten Augen „… ich konnte es nicht ertragen Dich so traurig zu sehen. Allerdings war es letztendlich Schattenwolf der mich ermutigt hat herzukommen.“
"Tief im Inneren habe ich sogar gehofft das Du mir folgen würdest. "Elva... ich... damals in Underdark", Izayoui konnte ihr bei diesen Worten nicht direkt in die Augen sehen, zu viel Angst hatte er davor und seine Erinnerungen an die Schmerzen der Liebe machten es nicht leichter "Ich hätte wahrscheinlich nie mein Leben riskiert für jemand anderen aus der Gruppe doch mein Herz sagte mir bei Dir das ich es tun muss!“
„Ich …“ Elvanshalee war für einen Moment sprachlos, was bei der Drow eher selten vorkam. Sie legte stattdessen vorsichtig eine Hand auf Izayouis Faust, die noch immer den Ring umschloss. „Ich weiß nicht was ich sagen soll, ich habe nicht viel Erfahrung in solchen Dingen. Aber ich … verdammt … ja, auch mein Herz sagt mir längst, dass Du mir nicht egal bist Izayoui. Wie gerne würde ich Dir helfen den Schmerz zu überwinden der Dich quält.“

Isashi
21.01.2008, 01:29
„Ich weiß nicht wie ihr mir helfen könnt, aber ich muss endlich meine Vergangenheit besiegen. Ich war schon immer auf mich allein gestellt…“ Izayoui atmete tief durch. „Es ist so kalt und dunkel, doch ihr seid wie ein Licht in der Finsternis, das mir den Weg zeigt und Wärme schenkt. Eure Augen, eure Lippen… Eure dunkle Haut und euer wunderschönes Haar…“, Izayoui streichelte langsam und sanft über ihre Wange. Sein Blick verlor sich in Elvas glänzenden Augen, die nicht so recht wusste was sie sagen oder machen sollte. Sein Blick so tief und intensiv, voller Begierde und Trauer. Stille herrschte zwischen den beiden und das Atmen viel beiden sehr schwer. Izayoui kam mit seinen Lippen denen von Elva immer näher und er schloss die Augen…

Serpico
21.01.2008, 02:46
"Phuul dos maglust?"
Ad'non zuckte unmerklich zusammen - unmerklich für einen Außenstehenden zumindest, er selbst schämte sich sogleich für sein Verhalten. Die raue, düstere Stimme war aus den Schatten zu ihm gedrungen, eigentlich hatte er genau damit gerechnet. Die Oberfläche... die Atmosphäre machte ihn nervös. Die Sprache seiner Heimat klang geradezu fremd...
"Xas", antwortete er knapp und bewegte sich näher an das Tor der Südtor der Stadt heran. Er war noch immer weit genug entfernt, so dass die Wachen ihn nicht sehen konnten, doch er näherte sich dem Wall, der einen Schatten in seine Richtung warf. Ad'non hätte die Person im Dunkel erkennen können, hätte er auf die Infrarotsicht zurückgegriffen, doch er tat es nicht, da selbst die Nacht noch hell war und in seinen empfindlichen Augen schmerzte.
Ein paar Meter behielt der Assassine vom Mauerwerk Abstand und wartete, dann trat der andere Dunkelelf aus dem Schatten hervor.
Ad'non gab sich gleichgültig ob des Erscheinungsbildes der Person, doch trotz seiner Disziplin war der in seinem Blick funkelnde Unglaube, das Erkennen des unmöglich geglaubten, leicht zu deuten.
"Julani?", fragte er mehr als dass er es sagte.
Julani zog den rechten Mundwinkel zu einem schiefen Lächeln nach oben. "Ihr dachtet, Ihr hättet mich getötet?" Der Drow kicherte leise, wenn auch wenig Kraft in seiner Stimme lag - er schien unter Druck zu stehen, Furcht zu spüren. Doch auch er verbarg seine Gefühle. Er knüpfte den oberen Teil seines Mantels auf und zog den Stoff zur Seite, so dass man eine bösartige Narbe erkennen konnte. "Kimmuriels Leute kamen früh genug, um mir das Leben zu retten. Er... ist sehr kleinlich, wie Ihr wisst, und würde nie einen Handlanger sterben lassen, den er noch gebrauchen kann. Ich wollte..."
Ad'non winkte ab und rollte mit den Augen - als ob ihn Julani interessierte :rolleyes:
"Kimmuriel sagte mir", begann er, "dass jemand eine Nachricht für mich hätte. Ich habe mich unbemerkt dieser Iblith entledigt und kam hier her, also rückt nun mit der Sprache raus und lasst mir ab dann meinen Frieden!"
Julani lächelte erneut gezwungen. "Valas Andori ist in Sshamath eingetroffen, zusammen mit einer Klerikerin. Jarlaxle bestand darauf. Obwohl Kimmuriels Plan keine Lücken auffweist, scheint Jarlaxle einen Verrat zu wittern. Er misstraut uns."
"Nicht uns", zischte Ad'non. "Ihr seid kein Mitglied Bregan D'aerthes mehr. Kimmuriel ließ euch am Leben, um euch zu mir zu schicken und mich, einen Assassinen, der sein Handwerk an Euch verrichtete, mit Eurem Weiterleben zu verspotten. Er erwartet, dass ich Euch nun aus blanker Wut töte, aber das werde ich nicht tun. Ihr hab ein solches Glück, nun zum zweiten Mal mit dem Leben davon zu kommen..." Ad'nons Hand bewegte sich in Richtung seines Schwertes. "Allerdings ist meine Geduld... sensibel."
Julani trat sofort einen Schritt zurück.
"Ihr seid ein Verräter, Julani."
"Ich werde jetzt gehen", erwiderte der Magier und hob schützend die Hände vor das Gesicht, als das Metall eines Schwertes über das einer Scheide glitt. "Tut nichts unüberlegtes!"
Ad'non ragte immer größer über ihm auf, je weiter Julani in die Knie sank, und man konnte sehen, wie er langsam das Schert zum letzten Hieb anhob. Letztlich schloss Julani die Augen. Er zitterte am gesamten Leib und hatte die Hände über den Kopf geschlagen, um seinen Kopf und das Gesicht zu schützen, was selbstverständlich nur ein unangebrachter Instinkt war.
Die Zeit verging jedoch und der Wind keuchte weiterhin leise. Julani öffnete die Augen, kurze Zeit später, und war plötzlich allein.

@all: Ihr könnt mir nicht vorwerfen, Julani sei bereits gestorben, ganz im Gegenteil. Mein Post wies nämlich auf ein offenes Ende hin: #365 (http://forum.worldofplayers.de/forum/showthread.php?p=4996938&#post4996938) (link) :p

Morgana
21.01.2008, 04:52
Die Worte des Menschen berührten und verunsicherten die Drow gleichermaßen. Sie hatte als Mitglied der Töchter Angharrads die letzten Jahrzehnte wahrlich nicht als Nonne gelebt – aber diese Art von Gefühlen war ihr ziemlich fremd. War es das, was Morgana für Valas empfand? Es war ungewöhnlich genug für sie, sich zu einem Menschen hingezogen zu fühlen, aber dass dieser es auch noch schaffte ihr Herz zu berühren verwirrte sie zutiefst. Dennoch konnte sie sich der Magie des Augenblicks nicht entziehen. Und obwohl sie sich fühlte, als würde sie am ganzen Körper zittern kam sie Izayoui die letzten Zentimeter entgegen.
Die Intensität der Berührung überraschte die Klerikerin beinahe mehr, als die Leidenschaft, die in ihr aufflammte. Nach kurzer Zeit jedoch spürte sie, dass sich die Faust des Menschen, auf der noch immer ihre Hand lag und die noch immer das Amulett umschlossen hielt, langsam öffnete. Mit einem sehr leisen Geräusch rutschte die Kette samt dem Ring aus Izayouis Hand und genau durch einen Spalt des Landungssteges in das dunkle Wasser der Schwertsee.
Erschrocken löste sich Elvanshalee von dem Menschen und sah ihn fragend aber schweigend an. Er jedoch erwiderte ihren Blick nur ebenso wortlos und zog die dunkle Elfe zurück in seine Arme, die daraufhin ihren Kopf an dessen Schulter lehnte und gemeinsam mit ihm auf das Meer hinausstarrte. Doch so ruhig die Szene nach außen auch wirkte, so aufgewühlt war die Drow in ihrem Inneren. Dennoch genoss sie das seltene Gefühl der Geborgenheit und Wärme, das sie in der Nähe Izayouis empfand. Die Tränen die ihr dabei langsam übers Gesicht liefen spürte jedoch nur sie alleine.

Horfith
21.01.2008, 21:01
Horfith verbeugte sich in Richtung des überschwenglichen Menschens und setzte ein verführerisches Lächeln auf.
"Zuviel der Ehre, werter Herr. Aber meine Kehle ist ein wenig trocken geworden. Lasst mich etwas trinken und dann sehen wir weiter."
Sie betrachtete den Mann eingehend.
"Offensichtlich kommt ihr aus dem Süden.. Calimshan?"
Ohne zu fragen zog Horfith sich einen Stuhl vom Nachbartisch heran und setzte sich zu den Gefährten.
Nur fast beiläufig registrierte sie dass die Drow und der finster wirkende Mann die Taverne verlassen hatte.
Ihre Augen wanderten schnell über den Tisch doch keins der Getränke die sich dort befanden, sagte ihr eindeutig zu.
Sie drehte den Kopf und rief: "Wirt, einen Krug eures besten Rotweines und ein einigemaßen sauberes Glas."
Ihre Stimme schallte ohne Probleme über die wieder eingesetzten Tavernengeräusche.
Zur Überraschung der anderen tauchte der Wirt tatsächlich mit einem Krug Wein und einem blitzenden Glas auf.
Etwas missmutig stellte er beides vor der Halbdrow ab.
"Überreizt euren Bonus nicht Horfith. Ich höre mir eure Unverschämtheiten schon ein paar Wochen an. Euer Gesang macht das auch nicht wett."
Die Halbdrow grinste breit.
"Seit froh , dass ich keinen Brandwein wollte, dann hätte ich kein sauberes Glas verlangt. Das Zeug, dass ihr hier ausschenkt, würde sogar die Keime der Niewinterpest auslöschen."
Bevor der Wirt etwas erwidern konnte, drückte die Frau ihm eine Goldmünze in die Hand.
Unter leisem Gemurmel ging er von dannen.
Horfith schenkte sich ein und nahm einen tiefen Zug. Dann ließ sie nochmals den Blick über die Gefährten schweifen.
"Nun, ich bin ja schon weit rumgekommen, aber ihr seit wirklich sehenswert."
Sie blinzelte Morgana zu, verkniff sich aber die Bemerkung mit dem Wanderzirkus zu wiederholen.
Währenddessen leerte sie das zweite Glas Wein und schenkte sich sofort nach.
Morgana sah die Frau leicht verwundert an.
"Solltet ihr nicht etwas langsamer Trinken?"
Horfith grinste.
"Meine Schöne, wir sind hier in Tiefwasser. Hier geht alles ein wenig schneller. Welcher Karawane wollt ihr euch denn anschließen. Ich meine wer führt sie?"
Die Halbdrow sah Morgana fragend an.

Serpico
22.01.2008, 03:32
Zillak Luen vollführte eine komplette Drehung, wobei er mit seinen Dolchen die Abwehr des jüngeren Drow attackierte, dessen Kukri vor und zurück schnellten. Als die Drehung endete, ließ Zillak sich zurückfallen, wodurch er einer nach vorn zuckenden Klinge entwich, doch fast noch im selben Moment folgte Valas‘ zweite Waffe. Der ältere Drow parierte knapp und geriet scheinbar aus dem Gleichgewicht. Sein Schüler erkannte den Vorteil sofort, ging in die Offensive über und bedrohte ihn nun mit beiden Kukri zugleich. Zillaks Schwankungen erwiesen sich schnell als Finte, denn die Klingen trafen auf Stahl, als der Assassine beide Angriffe abwehrte, sich seitlich drehte und Valas den Ellbogen in die Brust rammte.
Valas keuchte, torkelte rückwärts – und bevor er sich wieder gefangen hatte, wurde ihm das Bein weggezogen, was ihn rücklings zu Boden warf. Beinahe sofort öffnete er die Augen, über die übermenschliche Geschwindigkeit seines Meisters verdutzt, doch Zillak war der erzwungenen Bewegung gefolgt und kniete bereits über ihm, einen seiner Dolche an Valas‘ Kehle.
„Nindel zhahus natha bautha!“, beschwerte sich Valas. „Das war ein Trick!“
„Lueth dos orn zhaun ol, Veldrin“, erwiderte sein Meister mit ruhiger Stimme. Der ältere Dunkelelf ließ sich nieder, und nachdem Valas sich aufgerichtet hatte, saßen sie sich im Schneidersitz gegenüber.
„Im Gegenzug Du könntest mich lehren zu sprechen Sprache von … wie sagt man?“
„Von der Oberfläche? Ihr wollt die Handelssprache lernen? Warum?“
„Usstan uil shebali, iblith ghil wun Har’oloth.”
„Also wollt Ihr an die Oberfläche?“
„Naut ka dos elgg ussa.“
„Warum sollte ich das tun?“
„Dos orn“, erwiderte Zillak finster. „Xor sstan orn elgg dos. Jhal naut nin. Ust dos orn zhaun da‘ussa.“

Einige Zeit später in dieser Nacht spazierte Valas eine der gewundenen Straßen Sshamaths entlang, in Gedanken bei Morgana, Surinyo und seinen anderen Gefährten, die irgendwo fern dieses Ortes weiterhin ihre Abenteuer erlebten, die auch seine hätten sein sollen.
Valas trug das Gewand, das Zillak ihm gegeben hatte, schlichte graue Kleidung ohne jegliche Verzauberrung. Sein Meister hatte gesagt, dass der Vorteil der „Velkyn Velve“ darin läge, schnell und leise zu agieren, sich unbemerkt in den Schatten zu bewegen, und jede Rüstung, selbst wenn sie noch so leicht war, beeinträchtigt die Bewegungsfreiheit. Außerdem sollte der Drow ohne Magie auskommen, selbst zu etwas zauberhaft gutem werden, sich selbst perfektionieren, um anschließend Magie zu verwenden und sogar die Perfektion zu übertreffen. So hatte es Zillak erklärt, auch wenn es nicht möglich war, dem gerecht zu werden – doch die Vorteile dieser Taktik würden mit Sicherheit erkennbar sein
Im Unterreich gilt die Bezeichnung „Velkyn Velve“, Unsichtbare Klinge, als die höchste Form des Assassinen. Es gibt nur wenige, die diesem Titel gerecht werden… für gewöhnlich
Valas blieb mitten in der Bewegung stehen, als er plötzlich wieder die magische Ausspähung verspürte, vor der ihn Viconia bereits bei ihrer Einreise gewarnt hatte. Diesmal war die Person, die ihn offensichtlich mit magischem Auge folgte, sehr nahe. Die leere Straße gab keine Anzeichen auf Leben preis, selbst in den dunkelsten Schatten nicht.
Er glaubte nun nicht mehr, dass es sich um reine Sicherheitsvorkehrungen handelte, diese intensive Beschattung hatte zweifellos einen besonderen Grund... einen persönlichen.

Morgana
22.01.2008, 19:25
Morgana nickte nachdenklich, ja da war etwas dran an dem was die Bardin da sagte – in Städten wie Tiefwasser schien wirklich vieles schneller zu gehen als draußen auf dem Land wo sie sich meistens aufhielt und auch am wohlsten fühlte.
„Der Kerl heißt Farnrod“ beantwortete sie anschließend die Frage der Halbdrow. „Er schien mir einen halbwegs vernünftigen Eindruck zu machen. Immerhin war ihm die Sicherheit seiner Karawane wichtiger als ein paar zusätzlich verdiente Goldstücke, was man nicht von jedem Karawanenführer behaupten kann. Kennt Ihr den Kerl?“
Doch noch bevor die Frau antworten konnte hob die Mondelfe plötzlich die Hand „einen Moment …“, zuckte dann plötzlich zusammen und fasste sich mit angsterfüllten Augen an die Brust.
„Was habt ihr?“ fragte sie Horfith erstaunt, denn es schien absolut keinen Anlass für dieses Verhalten zu geben. Morgana jedoch schloss kurz die Augen und konzentrierte sich auf das Band zu Valas, das sie zwar ständig spürte, inzwischen aber so daran gewohnt war, dass sie es unter normalen Umständen kaum noch wahr nahm.
„Ach nichts, alles in Ordnung.“ Lächelte sie Horfith an, die sie noch immer misstrauisch beobachtete. „Aber ich werde mich jetzt verabschieden – ich muss noch einiges überdenken und ein wenig Ruhe vor dem morgigen Start unserer Reise kann auch nicht schaden. Ich freue mich darauf mit Euch zu reisen.“ Fügte sie hinzu - und das meinte sie durchaus ehrlich.
„Gerald?“ wandte sie sich noch an Benjamins Bruder „Könntet Ihr Eurem Bruder bitte ausrichten, dass wir uns morgen eine Stunde vor Sonnenaufgang am Südtor treffen – falls er sich uns weiterhin anschließen möchte?“

In dem kleinen Zimmer angekommen, das sich Morgana gewöhnlich mit Elvanshalee teilte, legte sich die Mondelfe auf das schmale Bett und starrte aus dem schräg vor ihr befindlichen Fenster auf den nicht mehr ganz vollen Mond. Sie wusste das Elva ganz gut auf sich alleine aufpassen konnte und befürchtete auch keine Gefahr, die von Izayoui für sie ausgehen könnte, trotzdem hoffte sie ihre Freundin würde rechtzeitig auftauchen, so dass sie noch das ein oder andere mit ihr würde besprechen können.
Dann schweiften ihre Gedanken zu dem eben erlebten ab. Valas war angegriffen worden, soviel stand für sie fest, doch es schien ihm gut zu gehen. Er befand sich inzwischen ein ganzes Stück südlichöstlich von ihnen, schien dort aber seine Position nun schon seit einer Weile nicht mehr wesentlich zu verändern. Sie hatte immer noch die vage Hoffnung, dass der Dunkelelf wieder zu ihnen stieß, bevor sie die Schwesternschaft erreichen würden. Dass Cairlinn über das fehlen ihres Amuletts nicht begeistert sein würde, war die Untertreibung des Jahrhunderts. Aber ihr war klar, dass diese Hoffnung mehr ihren Gefühlen und ihrer Sehnsucht nach dem Drow, denn der Realität entsprang. Sie hatte gewusst was Sie tat als sie Valas das Amulett überlassen hatte und sie hatte gewusst dass sie es gegenüber der Schwesternschaft würde vertreten müssen – irgendwie.

Thorondor
23.01.2008, 00:12
Irgendwo auf Immerdar.

Meisterhaft. Meisterhaft schön, täuschend echt und natürlich absolut unbeweglich: mit diesen Worten könnte man wohl die Statue beschreiben, welche einen Elfen in lesender Pose an einen Baum gelehnt darstellte. Denn ein Elf war es, wie selbst ein nahezu unwissender Betrachter -welchen es aber an jenem Ort wohl kaum gab- an den spitzen Ohren feststellen konnte; der kupferfarbene Hautton wies darauf hin, dass es sich bei dem Dargestellten um einen Sonnenelfen handeln musste. Lange, schwarze Haare fielen dem Elfen über die Schulter und aus der Nähe konnte man fast meinen, jedes Haar einzeln zählen zu können. Wieviel Zeit der Künstler wohl allein dafür verbracht hatte? Den Blick leicht gesenkt hielt die Statue ein aufgeschlagenes Buch in den Händen, sodass die grünen Augen, welche leichte, goldene Sprenkel aufwiesen, genau auf diese Seiten blickten, so als würden sie im Buch lesen. Die Kleidung der Statue bestand aus einem dunkelblauem Gewand mit einfachem Schnitt, doch sah man auf den zweiten Blick, dass hier und da abwechselnd Silber- und Goldfäden in den blauen Stoff eingewebt waren.
Rund um die Statue herrschte Ruhe, kein einzig Geräusch war zu vernehmen, kein Laut zu hören. Erst als ein leichter Windhauch ankam, welcher einen blumigen Duft mit sich trug und die Blätter des Baumes zu einen leisen Rascheln anregte, änderte sich dies. Sacht wiegte das Haar der Statue in diesem Hauch hin und her und ließ einem möglichen Betrachter so allmählich Zweifel kommen, ob dies denn wirklich nur einen Statue war. Bestätigt wurden diese Zweifel, als hinter dem Baum, an welchem die "Statue" lehnte, zwei feingliedrige Hände vorschossen und sich ruckartig auf die Schultern der Statue legten. Ebenso ruckartig zuckte die "Statue" zusammen, ließ vor Schreck das Buch aus den Händen gleiten und wandte sich rasch um.
"Deine Mimik ist äußerst amüsant, wenn du erschrickst," sprach eine helle und klare, weibliche Stimme und fuhr unter einen leichten Lachen fort: "Den Anblick sollte ich mir öfter gönnen. Meinst du nicht auch, Thorondor?"
Die so plötzlich zum Leben erwachte "Statue" schien dies wohl anders zu sehen und setzte, nachdem sie sich vom Schreck erholt hatte, eine ernste Mine auf. "Nein, das meine ich nicht. Durch diese Spielereien hälst du mich nur unnötig von meinen Studien ab," entgegnete der Sonnenelf und musste trotz seiner tadelnden Worte in Gedanken feststellen, dass ihm etwas Ablenkung wohl nicht schaden könnte; vor allem dann nicht, wenn diese Ablenkung in Form einer jungen und äußerst hübschen Mondelfe wie dieser, welche nun vor ihm stand, daherkam. Wohl schien man ihm dies auch irgendwie anzusehen, und ehe er so recht wusste, was geschah, hatte sich die Mondelfe schon das fallengelassene Buch geschnappt und lief leichtfüßig davon. "Fang mich doch, wenn dir das Buch und deine Studien so wichtig sind, oh großer Magier." hörte er die helle Stimme noch mit leicht spottendem Unterton sagen, bevor die Elfe irgendwo zwischen den Bäumen verschwunden war.
"Na warte nur, wenn ich dich kriege!" dachte sich der Sonnenelf und rannte in die Richtung los, in welche die Elfe mit dem Buch entschwunden war.

Horfith
23.01.2008, 20:07
Horfith ließ ihren Blick wie beiläufig über die Gesichter der Männer am Tisch
schweifen. Durchaus niedliche Kerlchen in ihren Augen. Sie wollte gerade ein
Gespräch beginnen als ein Geräusch an ihre halbspitzen Ohren drang, welches
sofort ihre gesammte Aufmerksamkeit in Anspruch nahm.
Bei vielen Kreaturen gibt es Sinneswahrnehmungen die gewisse Reflexe auslösten.
Das Schimmern von Metall in einer Felswand konnte Zwerge in Extase versetzen,
der Ton eines Essesgongs veranlasste einen Halbling dazu alles stehen und liegen
zu lassen und bei Horfith war es das Geräusch von Spielkarten die gemischt
wurden.
Ein leicht fiebriges Glitzern legte sich auf ihre Augen, ihr Kopf ruckte wie an
einer Schnur gezogen herum und ihr Blick bohrte sich in eine dunkle Ecke der
Taverne. Ein zufriedenes Grinsen legte sich auf ihre schönen Züge.
Schnell wandte sie sich wieder ihren Tischgesellen zu.
"Wenn die Herrn mich bitte entschuldigen würden. Dort hinten erwarten mich
dringende ... Geschäfte. Wir sehen uns morgen früh. Sollte ich nicht pünktlich
sein, brecht ruhig ohne mich auf."
Sie zwinkerte den Männern zu und machte sich auf den Weg zu dem Tisch der
Spieler.
Schnell durchquerte sie den Raum und gelangte an den Tisch. Dort saßen zwei
relativ gut gekleidete Männer, sogar ein wenig zu gut gekleidet für diese
Taveren und ein Seemann, dessen auf dem Tisch aufgestapeltes Gold schon ziemlich
abgenommen hatte zumindest seinem Gesichtsausdruck nach.
Horfith war sofort klar, dass die beiden Männer zusammenspielten um den Seemann
auszunehmen.
Morgana wäre vermutlich sofort aufgefallen dass sich die Halbdrow "veränderte".
Das verschmitzte verschwand aus ihren Züge und machte einem fast schon naiven
Gesichtsausdruck Platz. Ihre Auftreten wirkte auf einmal schüchtern und ein
wenig tapsig.
"Guten Abend die Herren, dürfte ich mich ein wenig zu euch setzen und dem Spiel
zuschauen? Ich muss auf meinen Begleiter warten und ihr seht sehr ehrenwert aus,
so dass ich mich als Frau bei euch sicher fühlen kann."
Sie unterstrich das ganze gekonnt mit einem schüchternen Augenaufschlag.
Im ersten Augenblick waren die Männer verwirrt, erkannten zwar in ihr zwar die
Bardin die gesungen hatte, hatten aber ansonsten nicht viel von der Darbietung
mitbekommen, weil sie in ihr Spiel vertieft gewesen waren.
"Schätzchen, wenn du hier sitzen willst musst du auch spielen. Falls du Geld
hast?"
Horfith blickte verschüchert drein und zog behutsam eine gut gefüllte Geldkatze
aus ihren nimmervollen Beutel.
"Ja, ein wenig habe ich schon"
Beide Männer warfen einen gierigen Blick auf die Börse.
"Dann setz dich Süße."
Horfith grinste innerlich. Es würde doch noch eine spaßige Nacht werden.

Viridian
23.01.2008, 22:35
Azular beobachtete die Halb-Drow, die die Gruppe verlassen hatte. Selten hatte er Angehörige ihrer Rasse gesehen, nur "Vollblüter", weshalb sie ihn interessierte. Ihm fiel auf, dass sie zu einem Nebentisch ging und sich dort setzte, woraufhin er ihr folgte. Azular wusste zwar nicht genau, weshalb er dies tat, aber er tat es trotzdem. Im Falle eines Falles, wenn einer dieser muskelbepackten Männer nicht gerade erpicht darauf war, zu verlieren. Was macht ihr? Warum lauft ihr ihr hinterher?, fragte Serivan mürrisch.
Mich interessiert es nunmal, wie gespielt wird. Wer weiß, vielleicht kann ich ja den ein oder anderen Trickser überführen. Außerdem ist es sicherer, falls einer der anderen nicht verlieren kann - oder sie, gab Azular zur Antwort.
Oh kommt schon, lasst sie. Wenn sie sich nicht verteidigen kann, hätte sie da nicht mitspielen sollen!
- Serivan, ruhe jetzt!, fauchte Azular und trat hinter Horfith. Schon im Hinterhergehen bemerkte er ein plötzliches Umschwingen ihrer Gebarden und ihres Verhaltens. Was ist denn nun mit ihr los?`, fragte er sich intern, erhielt aber keine Antwort, da Serivan schwieg und er selbst keine Antwort parat hatte. So entschied er sich, zu beobachten, während das Spiel seinen Anfang nahm.
"He, du Zwerg, was glotzt du so?", dröhnte ein Mitspieler und Azular drehte seinen Kopf leicht zu dem stämmigen Typen, der ihn gerade ansprach und ihn nicht minder mit Speichel überflutete.
"Ich beobachte. Und außerdem meine ich mich zu entsinnen, euch nicht das Recht erteilt zu haben, mich so sinnfrei von der Seite anzublubbern", meinte der Dunkelelf gelangweilt und warf dem Mann einen vernichtenden Blick zu. "Ich würde es übrigens begrüßen, wenn ihr endlich spielen würdet, ihr seid nämlich schon lange am Zug", fügte er noch mokant hinzu. Der Spieler wollte antworten, wurde aber durch den Spielverlauf behindert. Dann intensivierte Azular seinen Blick genau und beobachtete die Spieler geduldig, immer wachsam auf Betrügerei...

Horfith
23.01.2008, 22:51
Horfith bemerkte den Drow und sie bemerkte, dass die anderen Spieler dadurch verunsichert wurden. Gar nicht schlecht obwohl Azular dies mit Sicherheit nicht beabsichtigt hatte.
Als Horfith dran war, begann sie umständlich ihr Kartenblatt umzustecken, zog theatralisch die Augenbrauen hoch, zog die Karten ganz dicht an ihr Gesicht heran, setzte einen verwirrten Ausdruck auf, erhöhte ihren Einsatz und spielte einen Karte aus die sie diese Runde verlieren ließ.
Die beiden Gauner grinsten sich an, während auf dem Gesicht des Seemannes ein leichter Hoffnungsschimmer aufflackerte, als er eine Chance sah wenigsten einen Teil seines Verlustes wieder wett zu machen.
In der nächsten Runde machte Horfith ernst.
Die Karten wurden gegeben. Wieder steckte die Frau das Blatt umständlich zusammen und machte einen sehr überhöhten Einsatz. Die beiden Gauner wecheselten einen kurzen Blick und erhöhten ebenfalls.
Dann geschah etwas merkwürdiges.
Die Halbdrow begann eine Melodie zu summen, steckte nochmals ihre Karten um und machte aufeinmal einen sehr zufriedenen Gesichtsausdruck.
Sie schob ihre gesammte Börse in die Mitte des Tisches.
Die beiden Gauner und selbst der Seemann konnten ihr Glück nicht fassen. Sie gingen mit und eine nicht unbeträchtliche Summe lag auf dem Tisch.
Als allerdings die Karten aufgedeckt wurden erstarrten die Männer, das Blatt der Halbdrow hatte gewonne.
"Oh", flötete sie, "so was aber auch, das ist jetzt alles meins?"
Ein missmutiges Grummel war die einzige Antwort.
Sie strich den Gewinn ein und stellte fest, dass sie noch eine Runde damit durchkommen würde.

Viridian
23.01.2008, 23:09
Nachdem, was die Halb-Drowische Bardin den anderen vorlegte, war Azular zunehmend baff. Er hatte noch nie gesehen, wie schnell, wie sicher und wie einfach jemand die anderen übertölpeln konnte - und dabei noch einen kühlen Kopf behielt. Er hatte die Spieler um Horfith herum genau im Blick, sie wurden kontinuierlich angespannter und es würde wohl nicht mehr viel fehlen, bis es eskalieren würde. Eine nächste Runde begann, diesmal waren die anderen vorbereitet. Mit einem trügerischen Pokerface studierte jeder Anwesende sein Blatt und Azular konnte spüren, wie sich jeder insgeheim auf seinen Sieg freute. Es kam sogar beinahe der Eindruck auf, dass Horfith kurz vor dem Verlieren war. Diese jedoch blieb völlig ruhig, sie summte weiterhin fröhlich ihr Lied und spielte gelassen. Als der Magier allerdings einen Blick auf ihr Blatt warf, sah das alles andere als nach einer Niederlage aus - ganz im Gegenteil. Ein Seeman setzte einen sehr hohen Einsatz, die anderen erhöhten ihn noch, Horfith ging mit. Schließlich wurden die Karten aufgedeckt und wie von Geisterhand bewogen blätterte die Bardin geschickt die Karten zu ihrem Sieg hin. Alle, mit Ausnahme von ihr, waren perplex, verblüfft und verwirrt zugleich. Wie macht sie das nur?, dachte Azular irritiert und konnte nicht fassen, wie geschickt sie die anderen um viel viel Geld erleichterte. "Das...das gibts doch...nicht...verloren...wir haben verloren", stammelte der motzerische Mann. Horfith grinste nur verstohlen, steckte den Gewinn zufrieden in ihren Geldbeutel und erhob sich. "Hey! Wo willst du hin? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass du einfach so mit unserem Geld abrauschen kannst, Elfe?", blaffte ein anderer, sie standen blitzschnell auf und hatten im nächsten Moment einige sehr spitze Waffen in der Hand...

Horfith
23.01.2008, 23:27
Horfith zog die Augenbrauen hoch.
"Wenn, dann Halbelfe bitte schön, so viel Zeit muss sein"
Sie zwinckerte Azular verschwörerisch zu, was zur Folge hatte dass die Männer nun den Drow ins Visier nahmen.
"Ah, du steckst mit deiner Unterreichmagie also dahinter, dir werde ich es zeigen..."
Weiter kam der Mann nicht.
Horfith nutzte seine Unaufmerksamkeit und wirkte einen kleinen Bardenzauber.
Der Mann schnappte nach Luft und wollte sprechen, aber stattdessen begann er zu lachen. Erst kurz und abgehakt dann, immer lauter bis es fast an Hysterie grenzte. Sein Kumpan wandte sich ihm besorgt zu. Es schien fast so als würde der andere an seinem Lachen ersticken.
Horfith packte Azular am Arm und zog den Drow mit sich vom Spieltisch weg.
"Na los, bewegt euch, bevor er wieder normal wird."
Azular sah die Frau verwirrt an, ließ sich aber mitziehen.
"Was hat er?"
Horfith grinste.
"Tashas fürchterlichen Lachanfall. Beeilung, der Zauber hält nicht lange an."
"Wird er das überleben?"
Die Halbdrow grinste.
"Ich fürchte ja, deshalb sollten wir schnellstens von hier verschwinden."
"Aber..."
Horfith achtete nicht auf die Einwände des Drows und zog ihn weiter hinter sich her bis sie den Ausgang der Taverne erreichten.

Thorondor
24.01.2008, 14:25
[Man stelle sich vor: auf Immerdar.]

Nach einiger Zeit, die Suche war bisher erfolglos verlaufen, merkte der Sonnenelf, dass er zu Fuß wohl doch nicht besonders gut war – oder zumindest nicht so gut wie die flinke Mondelfe, welche immer noch sein Buch hatte. Ab und an hörte er in einiger Ferne ein leises, vergnügtes Kichern, auch wenn er niemanden sah. Doch wusste er, dass ihm dieses Kichern den Weg wies. Er vermutete, dass die Elfe ihn manchmal gar absichtlich nahe an sich vorbeilaufen ließ und wartete, bis er eben noch in Hörweite war, denn immer wieder schien das wegweisende Lachen aus einer anderen Richtung zu kommen. Noch eine kleine Weile später ging der Atem des Sonnenelfen hörbar lauter und die Anstrengung, welche ihm diese Verfolgungsjagd bisher bereitet hatte, war ihm anzusehen, als er eine kleine Lichtung erreichte. Erschöpft ließ er sich im weichen Gras nieder, um eine kurze Pause zu machen
"Möchte da etwa schon jemand aufgeben?" hörte er die Stimme der Elfe hinter sich, kaum dass er sich gesetzt hatte. Ruckartig erhob er sich und blickte sich um, in die Richtung schauend, aus welcher die Stimme zu kommen schien. Doch da war niemand zu sehen, keine Mondelfe. Nur in ganz in der Nähe, keine fünfzig Schritte entfernt, sah er wieder den Baum, an welchem er vorhin lesend gelehnt hatte. Offenbar war die Elfe im Kreis gelaufen und hatte ihn so hinter sich hergezogen.
"Hier bin ich, hol mich doch." ertönte wieder die klare Stimme der Elfe, diesmal schien sie sich irgendwo hinter ihm in einiger Entfernung zu befinden, doch nach einer kurzen Drehung sah er auch da nichts. Seltsam war das Ganze. Selbst eine schnelle Läuferin würde in den wenigen Augenblicken, die zwischen den beiden Rufen vergangen waren, nicht so eine Strecke zurücklegen können. Irgendeinen Trick musste es bei dieser Sache geben, und in der Hoffnung, diesen zu entdecken, sah sich der Magier einmal eingehender auf der Lichtung um.
"Ah, der große Magier denkt nach." sprach die Stimme wieder, diesmal mit spottendem Unterton, doch der Magier beachtete dies nicht weiter. Die letzten Worte der Elfe verrieten schon einmal, dass sie sich in Sichtweite befinden musste. Bei genauer Betrachtung fiel auf, dass die Lichtung im Prinzip eine elliptische Form hatte und die hohen Bäume am Rande der Lichtung derart gewachsen waren, dass sie ein kuppelähnliches, aber nach oben immer noch offenes Gebilde formten. In der Mitte der Lichtung, genauer in einem der vermutlichen Brennpunkte der Ellipse, stand eine kleine Baumgruppe dicht zusammen. Wenn die ungefähren Berechnungen des Magiers stimmen, müsste von diesem Punkt aus ausgesandter Schall am Rand der Lichtung derart zurückgeworfen werden, dass der Eindruck entsteht, der Schall käme nicht aus der Baumgruppe in der Mitte sondern vom Rande der Lichtung. Je nach Richtung, in welcher der Schall ausgesendet wurde, würde er von einer anderen Richtung zurückkommen. Das würde auch erklären, warum die Stimme so rasch hintereinander von zwei verschiedenen Orten kam. Folglich müsste die Elfe zwischen den Bäumen in der Mitte der Lichtung stecken. Mit einem leichten Schmunzeln im Gesicht ging Thorondor nun zielstrebig auf die Baumgruppe zu, und als er zwischen die Bäume trat, erblickte er tatsächlich die Elfe, welche mit dem Buch in der einen Hand abwartend an einem Baum lehnte und zu ihm blickte.
"Nicht schlecht. Mir war gar nicht bewusst, dass ein ungeschickter Büchernarr wie du so gut rennen kann." sprach sie mit einem entwaffnendem Lächeln, während Thorondor zu ihr trat. "Ich glaube, dafür hast du dir ein Belohnung verdient, mellon'amin" setzte die Elfe fort und zog den Magier zu sich heran.
"Habe ich das?" fragte er schmunzelnd und ohne eine Antwort abzuwarten, näherte er seine Lippen den ihren an. Doch kurz bevor sie sich berührten, erklang nicht allzu fern von den beiden eine volle Stimme heran.
"Thorondor! Thorondor? Wo steckst du?" sprach die Person, der Stimme nach ein älterer Elf, welcher im Moment nicht gerade bei bester Laune war.
Der Gerufene hingegen schien gar nicht begeistert von dieser Unterbrechung, die Enttäuschung stand ihm fast schon ins Gesicht geschrieben. Kurz sah er zu der Mondelfe, die leise zu ihm sagte: "Wir setzen das ein anderes Mal fort." Rasch überreichte sie ihm das Buch und drückte ihm einen sanften Kuss auf die Lippen. "Namaarie."Dann huschte sie davon, und Thorondor ging langsam auf den Rufenden zu.
"Ausgerechnet jetzt..." murmelte er ein wenig missmutig.

Viridian
24.01.2008, 14:51
Am Ausgang angekommen, stockten beide ganz plötzlich. Ein Messer hatte Horftihs Kopf nur um eine Haaresbreite verfehlt und wackelte immer noch im hölzernen Pfosten. Azular drehte sich flugs um, sprach eilend einige Worte und warf dem Angreifer einen Schlafzauber entgegen. Der Getroffene wankte schwer, bis er schließlich das Gleichgewicht verlor und mit Karacho gegen einen Stuhl preschte, der knarzend, knarrend und krachend in sich zusammenbrach. "Los, kommt", sagte Azular zur Bardin, nahm sie am Arm und zog sie aus der Bar. Schnell orientierte er sich an den Schildern und eilte zum Hafen. Dort kamen sie außer Atem an und erholten sich von ihrer Hetzjagd. Unsicher sah sich der Dunkelelf um, ob man ihnen gefolgt war, konnte allerdings niemanden entdecken. "Das war ziemlich riskant...Horfith", sagte er noch leicht keuchend.
Ich fasse das nicht. Zuerst musstet ihr neugierig sein und als nun habt ihr eine Schlägerei in der Bar angezettelt. Wartet nur, ihr schafft es garantiert noch, festgenommen zu werden, wenn ihr weiter so leichtfüßig durch Tiefwasser lauft!, zeterte Serivan laut.
Serivan, es ist nichts passiert, jetzt hört auf, mir Vorwürfe zu machen, ja?
"Sagt, Horfith...wo habt ihr denn gelernt, so gut Karten zu spielen? Das habe ich noch nie gesehen...", fragte er sie interessiert und sah sie dabei an. Kurze Zeit später aber wandte er seinen Blick ab und starrte auf die weite See. Der Mond spiegelte sich in vielerlei Weisen, das Wasser, welches sich langsam sanft hin und herbewegte und sich mit dem Ufer verband, sich an es anschmiegte, glitzerte im Schein. Es war ein wahrlich wunderschöner Anblick und der Ex-Neun von Niewinter musste sich eingestehen, dass er diesen Anblick seit Niewinter nicht mehr gesehen hatte...

Isashi
24.01.2008, 15:54
Niemand wusste wie lang die beiden wortlos auf dem Steg saßen und gemeinsam auf das Meer starrten, doch Izayoui wünschte sich das dieser Moment nie endet.
„Hey Elva, wieso weinst du?“, Izayoui wischte der Drow die Tränen aus dem Gesicht und blickte in ihre glänzenden Augen. „ Sag mir bitte wenn etwas mit dir nicht in Ordnung ist.“
Izayoui wartete gespannt auf eine Antwort von Elva, doch diese zögerte und kämpfte sichtlich mit ihren Gefühlen.
Elvanshalee schaute etwas erschrocken zu dem Menschen auf. Sie war so in ihre Gedanken versunken gewesen, dass sie gar nicht daran gedacht hatte, dass er ihre Tränen bemerken würde. Ja eigentlich hatte nicht einmal sie selbst sie richtig bemerkt. Nach einer kurzen Weile räusperte sich die junge Drow ...
"Tut mir leid Izayoui, das hat nichts mit Dir zu tun. Ich bin es nur nicht gewohnt ... Gefühle zu zeigen ... wenn ich ehrlich bin, bin ich nicht einmal gewohnt solche zu empfinden. Es erinnert mich ... es ging mir gerade so viel durch den Kopf. Aber glaub mir, es ist alles in Ordnung. Ich wünschte fast diese Nacht würde ewig dauern." Schloss sie etwas zaghaft und lächelte den Menschen unsicher an.
Izayoui zog sie noch einmal an sich heran und küsste sie ein letztes Mal bevor er aufstand und ihr die Hand reichte.
„Komm Elva, wir sollten wieder zurück ins Smirking Rogue.“ Elva nahm die Hand des Mannes und zog sich hoch.
„Ja du hast recht , sonst machen die sich noch Sorgen um uns und außerdem sollten wir etwas Schlaf bekommen, bevor wir abreisen.“
Und so gingen die beiden zurück zur Taverne.

Horfith
24.01.2008, 18:51
Horfith musste wegen der Frage des Drows grinsen. Sollte sie ihm wirklich von ihrer Jugend hier in Tiefwasser erzählen oder wie ihr Bardenmeister ihr die Feinheiten der Manipulationen erklärt hatte. Sie entschloss sich für die Kurzfassung.
"Nun, Übung würde ich sagen und einen guten Blick für Narren."
Azular schreckte hoch und irgendwie bekam die Halbdrow den Gedanken nicht los, dass in dem Drow mehr steckte, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte.
"Träumt ruhig weiter, aber ihr solltet dabei ein Auge am Hinterkopf offen halten. Das eben in der Taverne war harmlos. Tiefwassers Straßen entschuldigen Nachts keine Fehler, zumindest nicht zwei Mal."
Horfith lachte leise.
"Nun, die Nacht ist noch jung, der Sonnenaufgang noch beruhigend weit weg und es gibt mehr als eine Taverne und eine Möglichkeit sich zu amüsieren. Wollt ihr brav sein oder noch etwas erleben?"
Die Halbdrow warf Azular einen Blick zu der ihn sehr verunsicherte, was ihr Grinsen nur noch breiter machte.

Viridian
24.01.2008, 19:12
Azular musste innerlich lachen, beließ es aber nach außen hin mit einem verschmitzten Grinsen. "Oh, um ein Auge im Hinterkopf brauche ich mich nicht zu sorgen, ich weiß schon jemand, der auf mich aufpasst", meinte er und er zwinkerte leicht.
Was bin ich, euer Wachhund?, brummte Serivan nörgelnd.
So dachte ich mir das, ja, antwortete der Magier frech.
Hättet ihr wohl gerne!
- Soll ich euch daran erinnern, dass euer Leben auch davon abhängt? Euer Leben liegt in meiner Hand.
- Eher umgekehrt, EUER Leben liegt in MEINER Hand!, gab der Wolf trotzig zur Antwort.
Ich könnte das Amulett zerstören und mich umbringen, spottete Azular.
Und was habt ihr dann davon?
- Ich bin einen lästigen Geist los, das beispielsweise, murrte Azular im Geist.
Wartet nur, eines Tages...
- Jaja, eines Tages nimmt Luskan Niewinter ein, eines Tages werden alle Drow guter Gesinnung sein und eines Tages werde ich mich Niewinter stellen..., schloss Azular das Gespräch mit seinem Avatar, sichtlich genervt.

Im Anschluss wandte er sich der Halb-drowischen Bardin zu. "Normalerweise würde ich ersteres bevorzugen, da ich im Gegensatz zu meinen anderen Artgenossen wohl erzogen bin, aber da wir sowieso bald abreisen, sehe ich kein Problem darin, noch etwas...Spaß zu haben", antwortete er ihr und ein Lächeln huschte auf sein Gesicht.

Horfith
24.01.2008, 19:23
Die Halbdrow grinste und hakte sich bei dem Drow unter.
Dieser sah sie im ersten Augenblick verblüfft an. Er wusste nicht genau was er mit dieser Art von Zutraulichkeit anfangen sollte.
Horfith bemerkte seinen Blick.
"Vertraut mir, ihr werdet diese Nacht bestimmt nicht so schnell vergessen."
Wieder hatte sie dieses merkwürdige Lächeln im Gesicht, doch Azular lies sich von ihr mitziehen.
Sie verließen das Hafenviertel und wanderten in Richtung des "Jungfrauen Platzes".
Horfith fand schnell und sicher ihren Weg und dem Magier kam nicht ohne Grund der Verdacht, dass diese Frau Tiefwasser wie ihre Westentasche kannte.
An einer Weggabelung blieb sie stehen.
"Welche Art von Vergnügen zieht ihr vor? Spielen, Trinken, unverfängliche oder verfängliche Unterhaltung?"
Bei dem letzten Vorschlag zog die Frau zweimal schnell ihre Augenbrauen nach oben.

Viridian
24.01.2008, 23:05
Azular schmunzelte. "Kommt ganz darauf an, was ihr unter 'verfänglich' und 'unverfänglich' versteht", meinte er zu ihr. "Außerdem habe ich genug vom Spielen, eine Schlägerei genügt doch wohl, oder meint ihr nicht? Und trinken...ich habe keinen Bedarf, wenn ihr das aber möchtet, so werde ich euch...begleiten"
Während er auf ihre Antwort wartete, musterte er sie eingängig. Sie war...anders, als alle anderen, die er jemals kennenlernte. Feydra, Calliara....sie waren alle in etwa gleich wie Horfith, aber sie war trotzdem anders...
Was macht er denn da?, fragte Wulcor neugierig.
Er macht mich krank, das ist doch offensichtlich, blaffte Serivan.
Serivan, seid nicht immer so grimmig, seufzte Azular. Plötzlich, wie aus heiterem Himmel, regte sich in ihm etwas, es war, als wollte aus dem Drow etwas heraussprudeln, was er gar nicht vorhatte, zu tun. Doch dann kam es aus ihm heraus und wie von Geisterhand flötete er auf einmal: "Meine Fertigkeiten sind so gering wie mein astronomisch kleines Gehirn!" Im nächsten Moment erschrak er durch seine Worte und schlug sich die Hand vor die Stirn, als er begriff, wer dafür verantwortlich war. "Serivan! Hört auf, mir Wörter in den Mund zu legen, klar?!", kreischte er wütend. Von innen heraus konnte man laut und deutlich Serivans diabolisch grausames Gelächter hören. "Bald, bald...", höhnte er. Vollkommen beschämt blickte er zur Bardin. "Das...ähm...war...jemand in meinem Geist...jemand, der bald einen grausamen Tod sterben wird", stammelte er verlegen. "Mehr möchte ich vorerst nicht verraten, mir ist dieser Nervtöter schon unangenehm genug"

Off: Depressionen...ich falle in depressionen...zu kleiner Text....ich sterbe...§cry

Horfith
24.01.2008, 23:21
Horfith hätte verwirrt sein sollen, aber sie war es nicht. Offensichtlich hatte sie mehr als eine Person vor sich. Die Halbdrow grinste. Die Nacht würde offensichtlich noch interessanter werden, als sie es sich gedacht hatte.
Sanft drückte sie Azular an die nahe Häuserwand.
"So, Magier, du bist also nicht ganz alleine."
Ihre Stimme hatte einen gurrenden Tonfall angenommen, der jedem erwachsenen Mann die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hätte.
Azular schluckte...
"Was wollt..."
"Ruhe Magier, ich rede nicht mit euch, sondern mit eurem... Begleiter."
Azular schluckte nochmals.... Das würde Komplikationen geben.

Morgana
25.01.2008, 06:32
Hand in Hand gingen der Mensch und die Drow zurück in Richtung Gasthaus. Ein Seemann kam ihnen entgegen, schüttelte ungnädig den Kopf ob des seltsamen Pärchens und lallte ihnen irgendeine unfeine „Nettigkeit“ hinterher. Elvanshalee achtete gar nicht darauf und auch Izayoui machte keine Anstalten irgendwie zu reagieren wie die Klerikerin erleichtert feststellte. Der Mensch war ansonsten immer viel zu leicht aus der Ruhe zu bringen.

Vor der Wirtshaustüre wartete bereits der Schattenwolf auf seinen Herrn. Elvanshalee ließ die Hand von Izayoui los und nickte ihm auffordernd zu. Sie hatte nicht vor, in dieser Nacht noch großartig für Gesprächsstoff zu sorgen. Doch als sie die Bar betraten war von den Gefährten ohnehin nur noch Surinyo im Gastraum und unterhielt sich leise mit Benjamins Bruder. Alle anderen waren offensichtlich entweder bereits auf den Zimmern oder noch unterwegs. So durchquerten die beiden gefolgt von dem dunklen Wolf kommentarlos den Raum, nickten dem Waldläufer kurz zu und verschwanden die Treppe nach oben zu den Unterkünften.

Bevor die Drow die Klinke zu ihrem gemeinsamen Zimmer mit Morgana herunter drückte drehte sie sich noch einmal zu dem Menschen herum.
„Das war ein wirklich schöner Abend heute Iza. Er hat mir sehr viel bedeutet.“ Sie nahm beide Hände des Mannes in die ihren und blickte ihm einige lange Sekunden in die Augen. „In Deinen Augen, Deiner Seele, liegt so viel Schmerz und so viel Hass, aber ich sehe auch Wärme, Hoffnung und Freiheit darin … und Zuneigung. Das ist die Seite die ich an Dir liebe Iza, bitte lass nicht zu, dass die Dunkelheit sie verschlingt.“
Statt einer Antwort zog Izayoui die dunkle Elfe noch einmal in die Arme und küsste sie zum Abschied auf den Mund.
„Wenn jemand das verhindern kann, dann bist Du das, Elva. Wir haben eine lange, gemeinsame Reise vor uns. Doch lass uns die paar Stunden bis dahin noch etwas Ruhe finden, wir werden unsere Kräfte brauchen ab morgen.“

Elvanshalee nickte und drückte leise die Klinke zu ihrem Zimmer herunter um Morgana nicht in ihrer Konzentration zu stören. Doch zu ihrer Überraschung lag diese mit offenen Augen auf dem Bett und wandte der Freundin den Kopf zu als diese das Zimmer betrat und grinste sie an.
Die Drow lächelte und schüttelte gleichzeitig den Kopf
„Sag nicht, dass Du extra auf mich gewartet hast!“
„Nein, keine Sorge, ich hatte viel zum Nachdenken, da kam mir die Ruhe gerade recht.“
„Valas?“
„Ja, er war kurz in einen Kampf verwickelt, aber es geht ihm gut.“ antwortete Morgana und sah an den Augen der Freundin, dass dies nicht die Art von Information war, auf die sie gewartet hatte. Morgana verdrehte die Augen
„Wie oft willst Du es noch hören? Ja er fehlt mir! Und es wird mit jedem Tag schlimmer. Und auch wenn ich mir nichts sehnlicher wünschen würde, glaube ich nicht dass eine Chance besteht, dass er zurückkommt, bevor wir die Schwesternschaft erreichen. Du weißt was das heißt.“
Elvanshalee nickte: „Ja, allerdings, aber Du bist nicht alleine. Ich …“
„Du wirst gar nichts. Das Amulett habe ich ihm gegeben, Du hast damit nichts zu tun!“
„Ich habe es beobachtet und hätte es verhindern müssen, …“
„Davon weiß niemand etwas und das muss auch niemand erfahren. Und wie hättest Du es denn verhindern wollen. Hättest Du es auf einen Kampf ankommen lassen wollen? In Underdark?“
„Nein, natürlich nicht, aber es wäre meine Pflicht gewesen. Aber wenn Du Cairlinn nichts davon sagen willst ist das Deine Entscheidung. Du solltest mir nur rechtzeitig sagen WAS du ihr sagen willst – unsere Erinnerungen sollten wenigstens über ein stimmen.“
Morgana musste grinsen … Elva war schon immer praktischer veranlagt gewesen als sie selbst.
„Aber jetzt erzähl doch mal – wo wart ihr Beiden denn eigentlich so lange?“

Und so verging noch eine weitere Stunde bevor die beiden Elfen endlich in ihre Ruhephase glitten. Morgen würden sie endlich wieder aus dieser Stadt heraus kommen – und das konnten sie beide kaum erwarten.

Viridian
25.01.2008, 18:17
Der junge Dunkelelf war so perplex und irritiert wie verwirrt zugleich von der Aktion Horfiths, sodass er gar nicht registrierte, dass in seinem Inneren etwas vorging, was ihm gar nicht gefallen hätte...

Tief in einem dunklen Gang, der umgeben war von Schatten...Stille herrschte wie ein ungezügelter König...alles war in einen Schleier des Unbekannten gehüllt und niemand vermochte bis dato zu erkennen, was dies für ein Ort war. Bis schließlich von weiter Ferne ein Licht das Dunkel verdrang. Ein Falke flog lautlos durch die dunklen Gänge, die mit Gestein umrandet waren, einzig die leisen Flügelschläge waren zu vernehmen. Der Falke schien ein eindeutiges Ziel zu haben, das jedenfalls vermittelte seine Flugbahn und seine Abbiegungen. Schließlich entschied Wulcor zu halten, da er in einem großen, von Fackeln beleuchteten Saal ankam, wo er auf einem Kerzenhalter, dessen Kerzen durch die Flügelschläge gelöscht wurden, landete. In der Mitte des Saals entdeckte man unzweifelhaft einen schwarzen Wolf. Er saß und schien in irgendeine Angelegenheit vertieft. "Dieser Junge hat einen merkwürdigen Geist, überall Gänge, Räume und anderes. Da verliert man schnell die Orientierung", sprach der Falke mehr zu sich selbst. Da wuchs das Interesse am Tun des Wolfs und so hob Wulcor ab und landete sanft neben Serivan. Er musterte das Feenwesen sorgfältig und würde man es nicht besser wissen, so würde man vermuten, dass der Wolf den Mond anheulen würde. "Darf ich fragen, was ihr da tut?", fragte Wulcor. Serivan schien ihn zunächst nicht zu bemerken, schreckte aber dann doch auf und warf dem Falken einen vernichtenden Blick zu. "Nein, das dürft ihr nicht", erwiderte der Wolf stur und setzte sein Tun fort. "Einen Moment, Serivan...ihr wollt die Kontrolle übernehmen!", schlussfolgerte Wulcor, nachdem er bemerkte, dass sich etwas Merkwürdiges um sie herum tat.
"Schlaues Federvieh! Ich bin es leid, hier herumzuirren und von ihm immer zurückgedrängt zu werden! Und da er gerade mehr oder weniger abgelenkt ist, sehe ich meine Chance in greifbarer Nähe..."
"Das dürft ihr nicht. Wisset, dass das hier nicht euer Körper-" Wulcor konnte seinen Satz nicht beenden, da alles um sie herum erschüttert wurde...

Azular wollte gerade in dem Augenblick ansetzen, noch etwas zu sagen, als da ein stechender Schmerz seinen Körper durchfuhr wie ein reißender Strom. Mit schmerzerfüllten Augen griff er sich an die Brust und wankelte von Horfith weg, die ihn verblüfft nachsah. Er fühlte sich, als würden mehrere Dolche in sein Herz gerammt werden und von dort quer duch die Brust gezogen. Die Schmerzen stiegen an und bald schrie er auf, gequält und leidend, wodurch er zu Boden ging und auf die Knie fiel. "Was...ist..das?", stotterte er und das Zittern war kaum zu übersehen. Er begriff, als seine Hand sich plötzlich zu einer Pfote formierte und der Haar- oder besser Fellwuchs ansetzte. Die Verwandlung schritt immer weiter voran, mittlerweile war schon der Schwanz, in Form der schwarzen Flamme, hervorgetreten, die Flügel wuchsen und man erkannte rein gar nichts Elfisches mehr, nur mehr Tierisches. Schließlich wurde sein Leiden beendet und Serivan stand in voller Größe vor der Halb-Drow, der Schwanz loderte in einer großen Flamme und er schüttelte sich ausgiebig. Er reichte von der Größe bestimmt mindestens an ihren Oberschenkel heran. "Ahh, endlich frei!", triumphierte der Wolf, bis er sich schlussendlich zur Bardin wandte. "So, die halbe Elfe will sich also mit mir unterhalten, ja?", fragte er herausfordernd. "Was wollt ihr?"

Horfith
25.01.2008, 22:08
"Es heißt Halbelf, bitte, danke schön."
Sollte Horfith von der Verwandlung überrascht worden sein, so zeigte sie es nicht. Im Gegenteil ehe neugierig betrachtete sie die Kreatur vor ihr.
"Interessant, ich ahnte schon, dass mehr in dem Kleinen steckt als es den Anschein hat, aber das hier ist außergewöhnlich. Sagt von was ernährt ihr euch? Hunde- oder Vogelfutter?"
Horfith war schon zurückgesprungen als der geflügelte Wolf nach ihr schnappte. Schnell, aber doch mit ihrem für sie typischen Grinsen auf den Lippen, hob sie beschwichtigend die Hände.
"Na, tut das ein braves Hündchen?! Beruhigt euch wieder."
"Wie könnt ihr es wagen, Missgeburt, Serivan beleidigt man nicht ungestraft."
"Natürlich könntet ihr jetzt versuchen mich zu töten, aber bedenkt dass ich eine sehr laute und kräftige Stimme habe. Und dass ihr euch in Tiefwasser befindet. Was glaubt ihr, was hier mit einem frei rumlaufenden geflügelten Wolf passiert. Ihr werdet sehr schnell in ein Nadelkissen verwandelt werden."
Die Bardin strahlte Serivan an und entspannte sich innerlich etwas als der geflügelte Wolf sie nicht angriff sondern ihr zuzuhören schien. Ihre schurkische Seite brach in ihr durch.
"Außerdem geht es gar nicht darum, was ich möchte, sonder was ihr möchtet, vielleicht kann ich euch ja bei euren Wünschen behilflich sein, gegen ein gewisses Entgelt natürlich. Wie gesagt, in dieser Gestalt werdet ihr in Tiefwasser nicht weit kommen."
Horfith zwinkerte dem Wolf zu und wartete auf die Antwort.

Viridian
25.01.2008, 22:33
"Aaah!", schrie Azular und stürzte dumpf auf einen Steinboden. Seine Knochen waren steif und sein Kopf dröhnte. "Wo...wo bin ich?", fragte er sich.
"Ihr seid in eurem Unterbewusstsein", antwortete der weise Falke, der auf ihn herabsah.
"Äh...w-was?"
"Falls ihr es nicht bemerkt habt, aber Serivan hat den Moment eurer geistigen Unkonzentriertheit ausgenutzt und die Kontrolle über euren Körper übernommen. Bis er euren Körper nicht freigegeben hat oder ihr ihn überrungen habt, seid ihr hier gefangen", gab Wulcor zur Antwort.
"Oh...na riesig...wie ich ihn kenne, wird er erst mal nicht so schnell wieder wechseln wollen. Verflixt..", fluchte Azular und sah sich um. "Sagt mal, Wulcor, waren diese Steinmauern oder allgemein diese Räume schon immer hier?"
"Seid ich zu euch gestoßen bin, ja, wie es davor stand, weiß ich nicht. Serivan jedenfalls schien einen ziemlichen Frust aufgebaut zu haben. Ich weise etwas mehr Geduld auf als er, also braucht ihr von mir nichts befürchten."
"Wenigstens eine treue Seele...sagt, gibt es noch eine Möglichkeit, die Kontrolle wiederzuerlangen?", fragte er den Vogel.
"Den gibt es...es ist allerdings eine Sache der Kraft. Lasst es mich erklären..."

"Behilflich? Ihr? Pah! Ich habe schon wesentlich nützlichere Narren von eurem Schlage getroffen!", spottete Serivan. "Ich kann meine Ziele auch ohne die Hilfe einer halbelfischen Spitzohrschlampe erreichen, ihr wärt mir nur im Weg. Und eure Chance zum Schreien ist so gering, wenn ich mit euch fertig bin...", fauchte er.
Das werdet ihr nicht!, rief Azular heraus.
"Was zum-", fing Serivan an.
Tja, dank Wulcors Hilfe konnte ich es schaffen, euch wenigstens von Dummheiten abzubringen, auch wenn ich nicht die Kontrolle wiedergefunden habe, sagte Azular, dessen Stimme echohaft aus Serivan hallte.
"Nervensäge!", knurrte der Wolf bösartig.

Horfith
25.01.2008, 22:48
Horfith bemerkte, dass der Wolf abgelenkt war. Offensichtlich setzte der Drow ihm nun auf der geistigen Ebene zu, weil Serivan ihr seine Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Nun da konnte man noch einen draufsezten.
Schnell griff die Frau in ihren nimmervollen Beutel und holte eine buntschillernde Kugel in der Größe ihrer Handfläche hervor. Sie konzentrierte sich kurz und sprach leise einen Zauber.
Neben Serivan begann sich die Luft zu verwirbeln und ein Luftelementar erschien.
Horfith deutete der Kreatur den Wolf anzugreifen. Sie hoffte, dass diese Ablenkung dem Drow helfen würde, wieder die Kontrolle über seinen Körper zu erlangen.
Sie selbst trat noch ein paar Schritte zurück und legte ihre Hand auf den Griff ihres Katanas. Horfith wollte Azular nicht verlezten, aber auch nicht als Zwischenmahlzeit enden.

Serpico
25.01.2008, 23:09
Es war schon spät, dunkel. Ad'non hörte Laute... befremdliche Laute... heiteres Gelächter teilweise, auch Krüge, die auf Holz schlugen, Gespräche und Streitereien. Er stand vor dem Eingang zum "Smirking Rogue", allein in der Nacht, auf der dunklen und verlassenen Straße irgendwo in einer seltsamen Stadt, deren Namen er sich nur schwerlich merken konnte. Alles hier war... ungewöhnlich.
Wasser fiel in kleinen Portionen vom Himmel herab, aber in so vielen, dass er die Laute des Aufschlags der jeweiligen Tropfen nicht zählen konnte. Es war kein gleichmäßiges Tropfgeräusch, sondern ein strömendes Nass, dass ihn umgab und verschlang, egal wo er stand oder sich bewegte.

Ad'non stülpte sich energisch die Kapuze über und machte ein finsteres Gesicht, als er auf die geschlossene Tür starrte. Die Oberfläche widerte ihn an, die niederen Kreaturen hier widerten ihn an. Dennoch fühlte er sich auf seltsame Art berührt, während er den Gesprächen und dem Gelächter lauschte, wie ein Einzelgänger, der sich über die Beschaffenheit von Zusammenhalt wundert. Es war anders, als er es von zuhause kannte. Zumindest seine Gefährten unterschieden sich deutlich von jedem, mit dem er in seinem bisherigen Leben gereist war.
„Iblith“, knurrte er…
Doch so einfach ließ sich das alles dann doch nicht erklären, so viel hatte er mittlerweile begriffen. Seine Begleiter hatten eine andere Mentalität, ja, aber nicht auf die Art, wie man sie ihm während seiner Ausbildung im Unterreich beschrieben hatte. Aber wollte, nein konnte… und durfte er das glauben?
Hatten seine Ausbilder unrecht? Auch wenn er das Wesen der Oberflächler noch nicht verstand, verstand er zumindest, dass es so einfach nicht zu erklären war, wie es einem in Melee Magthere eingetrichtert wird. Er verspürte kein direktes Heimweh, dafür war seine Heimat zu grausam und niederträchtig, doch hier war ganz sicher auch nicht der geeignete Ort für ihn.
Er dachte wieder an Valas, daran, wie sehr der Drow sich verändert hatte. Würde ihm das auch passieren, würde die Oberfläche etwas… anderes aus ihm machen? Aus seinem Wesen, seiner Natur… seinen Gedanken?
Im umgekehrten Fall hatte er das oft erlebt. Menschen und andere Kreaturen wurden in Menzoberranzan als Sklaven gehalten. Wenige lebten lange genug, Menschen leben nie lange genug, doch bei vielen konnte man nach einiger Zeit Unterschiede feststellen. Ad’non hatte immer den Gedanken gehabt, sie würden… drowscher. Doch er hatte das nie geäußert. Er hatte nie etwas geäußert, was ihm den Kopf hätte kosten können, deshalb war er auch als einziges Mitglied des Hauses Faezyl noch am Leben.
Ad’non zog den Mantel fester um sich. Er fasste sich und öffnete die Eingangstür, dann ging er mit wie üblich finsterem Blick und abweisender Haltung in die Gaststätte hinein.

@Thorondor & Horfith: Ich sag es hier noch einmal - Willkommen :)

Viridian
25.01.2008, 23:50
Azular versuchte weiterhin, sich vehement gegen den Wolfsgeist durchzusetzen, allerdings schien es ihm schier unmöglich. Serivan musste eine unmögliche Kraft aufgebaut haben, die undurchbrechbar war. "Ich schaffs...nicht", stöhnte Azular und wurde schwächer.
"Konzentriert euch!", stachelte Wulcor ihn an. "Vielleicht kann die Bardin für Ablenkung sorgen.."
Als hätte Horfith dies gehört, beschwor sie einen Elementar, der Serivan angriff. Dieser begriff sofort und griff mit seiner lodernden Schwanzflamme an, verpasste dem Luftelementar einige Schläge, versuchte, mit pechschwarzen Flammen, die er spuckte, den Luftelementar einzuheizen und tatsächlich: der Elementar nahm beträchtlichen Schaden, kämpfte aber trotzdem weiter. Doch auch der Wolf musste einstecken, da der Elementar sich nicht lumpen ließ und ihm einige kräftige Schläge verpasste. Dies bekräftige Serivan jedoch im Angriff und so attackierte er das herbeigezauberte Wesen stärker und vernichtender. Schließlich kollabierte der Elementar unter der Last der Wunden und so geschah es, dass er verschwand. Voller Wut, Zorn und Hass wandte sich Serivan der Bardin zu. "Nun zu euch, unwissende Elfe!"
"Es heißt Halbelf, bitte, danke schön", erwiderte Horfith und sie begab sich bereits in Kampfposition und erwartete schon einen Kampf, doch der Wolf tat nichts, außer an sie heranzutreten. Er fletschte die Zähne und ließ die Krallen blitzen. "Eine weitere Närrin, die in meinem Weg war", flüsterte er kampflüstern. Plötzlich stockte er und er starrte sie an, seine Augen schienen die ihren zu durchdringen. Doch dann setzte er an und sprang mit einem großen Satz auf sie zu. Sie hob ihr Katana zum Gegenschlag, doch bevor sie sich begegneten, siegte Azular über Serivan und aus dem Wolf wurde in windeseile der Dunkelelfenmagier, der kurz vor Horfith zum Stehen kam. Beide standen sich nah gegenüber. Sie starrten sich lange an, bis Azus Miene umschwang "Was...habt ihr euch dabei gedacht?", fing Azular empört an.
"Wenn ich mir was dabei gedacht hätte, wäre es anders gelaufen, ich reagiere nunmal sehr spontan. Alles soweit in Ordnung mit euch?"
"Ich...ja...aber ist euch eigentlich klar, was für einer Gefahr ihr euch ausgesetzt habt?! Serivan hätte euch zerfleischt!"
Horfith lachte kurz auf. "Hätte er das wider Erwarten geschafft, die Magenverstimmung hätte ich nicht mal ihm gegönnt. Macht euch mal keine Sorgen, ich bin schon mit ganz anderen Dingen fertig geworden."
"Unterschätzt ihn nicht!", meinte Azular ebenso wütend wie besorgt. "Dieser Wolf ist unberechenbar, er ging schon über hunderte von Leichen, ohne auch nur irgendeine Emotion dabei zu empfinden."
"Habt ihr eigentlich schon mal daran gedacht euch ein bisschen Unterstützung gegen den Knochenverbuddler zuzulegen?"
"Kno...ahja...ihr meint Serivan. Nein, das habe ich nicht....ich bekomme etwas Rückendeckung von Wulcor, einem Avatar von...meinem Schwager...nun, wären meine Geschwister noch hier, hätte ich noch Unterstützung von ihnen, aber sie sind nicht da...", antwortete er ihr seufzend.
Horfith verzog leicht das Gesicht und wurde kurz ernst.
"Ich schulde euch was, weil meine Unüberlegtheit euch in diese Situation gebracht hat. Ich kenne einen kleinen Laden hier in der Nähe, der allerhand magischen Krimskram hat. Vielleicht finden wird dort etwas, was euch helfen kann, außerdem schuldet mir der Besitzer noch einen Gefallen."
"Ich bezweifle zwar, dass wir dort irgendetwas finden, was Serivan stoppen kann und dass dieser Laden überhaupt noch geöffnet hat, aber einen Versuch ist es wert", meinte er schulterzuckend. "Weist den Weg."

Horfith
27.01.2008, 11:29
Die Halbdrow drehte sich zu dem Magier um.
„Macht euch mal um die Öffnungszeiten keine Sorgen.“
Sie lachte und ging in Richtung einer kleinen Seitengasse davon.
Azular schüttelte den Kopf. Wusste die Frau nicht, wie nahe sie gerade dem Tod gewesen war oder interessierte sie es einfach nicht. Er seufzte tief und folgte ihr dann..
Die beiden gingen fast eine Stunde durch die kleinen und verwinkelten Gassen von Tiefwasser und schon bald hatte Azular vollkommen die Orientierung verloren.
Schließlich blieb Horfith vor einer schmalen Treppe stehen.
„So wir sind da. Tut mir bitte einen Gefallen und wundert euch über nichts. Der Laden und der Besitzer sind ein wenig ungewöhnlich.“
Azular lachte leise auf.
„Glaubt mir, ich wundere mich mittlerweile über gar nichts mehr. Wenn ihr wüsstest was ich in der letzten Zeit alles erlebt habe, dürfte ein Laden das harmloseste sein.“
Horfith grinste und ging die schmale Treppe herunter. Sie führte zu einer Tür die gut in der Dunkelheit verborgen lag. Ein Mensch hätte sie ohne zu Hilfename einer Lichtquelle nicht entdeckt, doch der Drow und die Halbdrow hatten wegen ihrer angeborenen Fähigkeit im Dunkeln zu sehen keine Schwierigkeiten.
Horfith klopfte energisch gegen die Türe. Als nach einer Weile keine Reaktion erfolgte, hämmerte sie regelrecht gegen die Türe.
Schließlich öffnete sich ein kleines Sichtfenster in der Türe und eine mürrische Stimme erklang.
„Wollt ihr die verdammte Tür eintreten, verschwindet ihr...... Oh, verdammt Horfith... ich wusste, heute Abend schon beim Aufstehen, dass Ärger auf mich zukommt.“
„Ich hab dich auch vermisst, Erbatim und jetzt mach die Tür auf. Ich bin aus geschäftlichen Gründen hier.“
„Als ob das einen Unterschied machen würde.“
Die Klappe schloss sich wieder, die Tür wurde entriegelt und geöffnet. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren betrat Horfith die dahinter liegende Dunkelheit.
Azular zögerte noch einen Augenblick. Ihm schlug muffige und abgestandene Luft entgegen. In was ritt ihn die Halbdrow jetzt wieder rein? Dennoch folgte er ihr, denn seine Neugierde gewann Oberhand.
Horfith bewegte sich auf einen diffusen Lichtschimmer zu. Sie war lange nicht mehr hier gewesen, stellte aber fest als sie den relativ großen Keller betrat, dass sich kaum etwas verändert hatte.
Die magische Lichtquelle die unter der Kellerdecke angebracht war, tauchte den Raum in angenehmes Zwielicht. Überall stapelten sich Kisten, Körbe, Schachteln und Truhen. Manche waren mit einer dicken Staubschicht und mit Spinnweben überdeckt.
Azular sah sich neugierig um. Es herrschten in dem Keller scheinbar planloses Durcheinander und heilloses Chaos.
Die Halbdrow ging auf die Theke zu, hinter der sich der Besitzer des „Ladens“ befand.
„Wir werden dich nicht lange belästigen Erbatim, ich brauche für meinen Begleiter hier ein bisschen magische Unterstützung. Er hat einen Untermieter in seinem Kopf der etwas rebellisch ist.“
Horfith winkte Azular zu sich.
Als der Drow neben ihr stand trat der Besitzer des Ladens aus dem Schatten hervor.
Azular wich sofort einen Schritt zurück und griff nach seiner Waffe.
„Ein verdammter Vampir“, rief er aus.
Erbatim verdrehte die Augen und ahmte Azulars Reaktion noch.
„Ihhhhhh, ein verdammter Drow.“
Horfith schüttelte sich vor Lachen und schob sich zwischen die beiden.
„Immer mit der Ruhe Azular, wir haben von Erbatim nichts zu befürchten. Er trinkt kein Blut von denkenden Wesen.“ Nach einer kleinen Kunstpause fügte sie hinzu. „Also überzeugt ihn besser, dass ihr etwas Verstand in eurem Schädel habt.“
Das beruhigte Azular nicht wirklich.
Erbatim sah dem Drow ruhig in die Augen.
„Nachdem das geklärt ist schildert mir doch euer Problem.“
Azular holte tief Luft und begann zu erzählen.
Der Vampir hörte ruhig zu, zog nur dann und wann die Augenbrauen nach oben und nickte gelegentlich. Nachdem Azular mit seiner Geschichte geendet hatte, drehte der Vampir sich um und begann in dem Regel hinter ihm zu wühlen.
Horfith sah Azular genau an.
„Anscheinend hat es euch in der letzten Zeit ganz schön gebeutelt. Respekt, ich kenne nicht viele, die das überlebt hätten.“
Der Drow wartete darauf, dass Horfith noch eine spöttische Bemerkung hinterher schob, aber diese blieb aus.
Erbatim legte eine kleine Schachtel auf die Theke und hob deren Deckel ab. Darin befand sich ein einzelner kleiner Ohrring.
„Das hier könnte euch helfen. Der Ohrring erhöht eure Willenskraft gegen Beeinflussung. Er ist wesentlich stärker als die meisten Amulette oder Ringe, die ihr sonst so angeboten bekommt. Der Zauber wird freigesetzt sobald jemand versucht euch unter seine Kontrolle zu bringen. Und er funktioniert in beide Richtungen, Innen wie Aussen.“
Azular schaute skeptisch, doch Horfith schien seine Bedenken nicht zu teilen.
„Wir nehmen das Teil.“
Die Augen des Vampirs flackerten kurz auf.
„Dann ist der geschuldete Gefallen jetzt erledig?“
Horfith grinste und schüttelte den Kopf.
„Nein, ich bezahle dafür.“
Erbatim seufzte, griff unter die Theke und zog eine Schale hervor, die er vor Horfith hinstellte.
Die Frau krempelte sich einen ihrer Hemdsärmel hoch, zog ihr Katana und schnitt sich in den Arm. Blut sammelte sich in der Schale.
Azular riss entsetzt die Augen auf.
„Horfith, nein, was.. tut das nicht.. das ist...“
Erbatim unterbrach ihn grob.
„Das ist die übliche Währung hier in dem Laden, was glaubt ihr soll ich mit Gold anfangen? Gelegentlich nehme ich auch seltene Edelsteine, aber ich ziehe das vor, damit ich nicht verhungere.“
Horfith steckte ihr Katana wieder ein, drückte die Wunde noch einmal aus und begann eine leise Melodie zu summen.
Azular spürte wie die Luft um ihn leicht zu vibrieren begann und sah dann wie sich die Wunde am Arm der Halbdrow langsam schloss.
Erbatim griff nach der Schale und trank gierig das Blut daraus.
„Ah meine Liebe, wie immer ein ganz besonderer Geschmack. Und ihr habt immer noch diese Vorliebe für den schweren süßen Rotwein.“
Horfith grinste.
„Seid versichert, hätte ich geplant heute hier zu erscheinen, hätte sich in meinem Blut etwas ganz besonderes befunden.“
Aus dem Gesichtsausdruck des Vampirs ließ sich schließen, dass er diese Bemerkung nicht besonders komisch fand und unangenehme Erinnerungen damit verband.
„Ihr solltet jetzt gehen, immerhin ist es schon nach Sonnenaufgang.“
Azular, der den Ohrring näher betrachtet hatte zuckte zusammen.
„Nach Sonnenaufgang??? Die Karawane...“

Morgana
28.01.2008, 07:05
Morgana und Elvanshalee erwachten beinahe gleichzeitig aus ihrer Ruhephase. Die Mondelfe warf einen kritischen Blick aus dem Fenster:
„Ich denke wir haben noch gut 2 h bis die Karawane aufbricht. Genug Zeit um uns noch ein wenig zu stärken. Kommst Du mit?“
„Klar, noch einen schönen heißen Tee bevor es los geht und etwas zwischen die Zähne kann nicht schaden. Ich wecke nur noch Izayoui, Menschen können ja immer unendlich lange schlafen.“ fügte sie grinsend hinzu.

Morgana nickte ihrer Freundin zu, sammelte noch ihre restlichen Habseligkeiten zusammen und machte sich auf den Weg in die Gaststube. Kurz nachdem sie bei dem reichlich verschlafen wirkenden Wirt zwei Portionen Frühstück und heißen Tee bestellt hatte, kamen auch die Drow und der Mensch vom oberen Stockwerk herunter … wenige Sekunden später gefolgt von Surinyo. Das Frühstück verlief ungewöhnlich ruhig für die Gefährten, was an der ungewohnten Uhrzeit liegen mochte.
„Ob die anderen wohl noch kommen?“ sprach Elvanshalee das aus, was alle dachten.
Morgana zuckte mit den Schultern „ich weiß es nicht … ich hatte fest mit Azular gerechnet, aber auch Meynolts und diese Halbdrow-Bardin wollten sich eigentlich anschließen. Aber ich fürchte wir müssen ohne sie aufbrechen, sonst verpassen wir noch die Karawane.“
„Und was ist mit Ad’non?“
Im gleichen Moment, in dem Elvanshalee die Frage ausgesprochen hatte öffnete sich die Türe zum oberen Stockwerk und ein wie immer übellaunig dreinblickender Drow erschien in der Öffnung.
„Hast Du wirklich geglaubt, den würden wir los werden?“ Meinte Morgana leise aber grinsend zu ihrer Freundin, worauf Ad’non abschätzig das Gesicht verzog.

So machten sich die fünf Gefährten auf den Weg zum nahe gelegenen Südtor, wo sich der größte Teil der Mitreisenden offensichtlich schon versammelt hatte. Noch sah das ganze zwar eher nach einer Familienfeier mit Planwagen aus, denn nach einer Karawane, aber das würde sich erfahrungsgemäß ganz schnell ändern sobald das Zeichen für den Aufbruch gegeben wurde.
Morgana drängelte sich durch das Durcheinander aus Warenkörben, die noch einmal umgepackt werden mussten, Familienangehörigen, die sich von den Treckteilnehmern verabschiedeten, fachsimpelnden Händlern und einigen Reisenden, die sich offensichtlich ebenfalls der Karawane anschließen wollten. Nach einigen Minuten hatte sie Farnrod ausfindig gemacht.
„Hier sind wir, wie versprochen. Ad’non kennt ihr ja schon. Die andere Drow ist Elvanshalee, Klerikerin und die beiden Menschen sind Izyaoui ein Krieger und Surinyo, Waldläufer seines Zeichens. Eigentlich wollten sich noch drei weitere Abenteuer anschließen, von denen wir im Moment aber nicht wissen wo sie sind.“
Farnrod blicke mit gerunzelter Stirn über die Gruppe. „Noch eine Drow? Na das kann ja heiter werden. Aber ich möchte keinen der Drow alleine auf einem Wagen haben, verstanden? Das sorgt nur für Unruhe.“
Morgana spürte förmlich wie sich Ad’non neben ihr spannte. Aber offensichtlich schien auch diesem eine Reise im Wagen angenehmer als auf den eigenen Beinen und so blieb die befürchtete Reaktion aus.
„Also gut“ fuhr der Karawanenführer fort „zwei von euch brauche ich auf dem letzten Wagen. Der Typ hat allen möglichen magischen Kram und heißt Lembold. An der Spitze fährt euer „Freund“ Harzholtz mit seinem Kolonialkrimskrams, den kennt ihr ja schon, da könnte ich ebenfalls zwei von euch gebrauchen. Der übrige geht in die Mitte zu al’Chad, einem Gewürzhändler aus dem Süden. Dazwischen fahren noch Grammark ein Waffenhändler und eine Familie mit ihrem ganzen Hausstand, die von Tiefwasser nach Lautwasser umziehen will, die werdet ihr schon noch kennen lernen. Außerdem fehlt uns noch ein Wagen, der wird erst später zu uns stoßen. Er ist kleiner und leichter und wir uns problemlos in ein paar Stunden einholen. Er wird von drei weiteren Bewaffneten auf Pferden begleitet. Wenn sich von euren verbliebenen Gefährten dort noch jemand anschließen will, sollte er noch einen Platz finden. Sagt den Wachen am Tor bescheid – der Wagen wird etwa eine Stunde nach Sonnenaufgang hier los fahren.

Morgana nickte und drehte sich zu ihren Gefährten um.
„Also …“ begann sie, doch kam sie kaum dazu etwas zu sagen als sie Elvanshalee mit Blicken beinahe durchbohrte. Die Mondelfe stutze kurz, musste dann aber erst grinsen und anschließend seufzen, als sie die Konsequenzen bedachte.
„Also gut“ setzte sie ein zweites mal an. „Dann fahren Elva und Izayoui bei Lembold mit, Surinyo, Du freust Dich doch sicher die Reise auf dem Wagen eines Landsmannes zu unternehmen, oder? Und naja“ sie drehte sich zu Ad’non „dann fahren wir eben auf dem Wagen von Harzholtz – wir werden schon irgendwie miteinander auskommen. Ich gebe nur noch schnell den Wachen bescheid – vielleicht kommen Meynolts, Azular und Horfith doch noch rechtzeitig für den letzten Wagen.“

So verließ nach einigen weiteren Minuten die Karawane mit den Gefährten das Südtor von Tiefwasser in Richtung Lautwasser und Llorkh. Ein neuer Abschnitt ihrer Reise hatte begonnen.

Surinyo Asany
28.01.2008, 18:39
Surinyo ging recht spät schlafen, da er sich noch ein wenig länger mit Benjamins Bruder unterhielt, was ihn trotzdem pünktlich aufstehen ließ.
Das frühstück bereitete ihm auch freude, auch wenn man ihn ab und zu murren hörte.

Als der Karawanenführer Fanrod erwähnt dass es einen Wagen mit einem südländischen Gewürzhändler gibt, war er sofort entzückt, endlich mal ein Stück Heimat um sich zu haben.
“Da bin ich mal gespannt, was der Händler so dabei hat. Vielleicht kauf ich ihm ja etwas ab“ sagte er mit einem übertriebenen Lachen das so keiner richtig zu verstehen schien.


Off: Willkommen Thorondor §wink
@: Ich habe/hatte einen schweren grippalen infekt der mich zwang im Bett liegen zu bleiben.Daher der Abstand von diesem zum letzten Post.
Ich bitte um Verständnis.

Reding
29.01.2008, 11:31
Obwohl sein Bruder ihm Bescheid gesagt hatte, hat Benjamin es dennoch verpasst, rechtzeitig bei der Karawane zu sein. Zum Glück hatte Benjamin noch einige Goldstücke in der Tasche, so dass er glaubte er könne den Karawanenführer noch überreden. Als Benjamin die Karawane schließlich eingeholt hat, ging er schnurstracks, an einigen der anderen Gruppenmitglieder vorbei zum Karawanenführer.
„Ähm Sir“ begann Benjamin freundlich „könnte ich wohl mit ihnen sprechen?“
Der Karawanenführer drehte nicht ein mal seinen Kopf zu Benjamin.
„SIR“ wurde er nun etwas lauter. Doch er schien immer noch nicht bemerkt worden zu sein. Oder ignorierte er Benjamin mit Absicht. Nach einigen Minuten wurde es ihm schließlich zu dumm, er lies seinen Arm hoch zum Karawanenführer schnellen, packte diesen am Arm und riss ihn nach unten auf dem Boden wo er ihm gleich seine Klinge unter den Hals hielt. „Es tut mir Leid Sir, aber ich habe es im guten versucht“. Der Karawanenführer, schien unbeeindruckt zu bleiben. bis Benjamin ihm seine Klinge fester an den Hals drückte. „Ich bitte Sie, mich mitreisen zu lassen. Es gibt hier draußen eine Menge gefährlicher Menschen...weitaus gefährlicher als ich es bin. Und des weiteren, kann ein kämpfender mann mehr nicht schaden. Es sei denn, sie wollen das ihr Kopf hier auf dem Boden rollt... das lässt sich auch machen“.
Der Karawanenführer grinste, fing dann auch an zu lachen. „Du gefällst mir junge, wirklich... du musst zwar noch viel an deiner Einschüchterung arbeiten, aber das wird schon noch. Des weiteren hätte ich dich ehe mitgenommen, da die Gruppe dorthin darum gebeten hat. Solltest du noch auftauchen“.
Benjamin war erstaunt, das der Mann keine Angst hatte, aber er muss es ja gewohnt sein, schließlich passiert ihm so was sicher öfters.
Er steckte sein Katana weg und lächelte... Dankeschön.
Er ging nach hinten, um die Gruppe zu treffen. Zummindestens Morgana und Ad'non. Er setzte sich zu ihnen und schien sichtlich erleichtert. „So, da bin ich, ich weiss ich bin zu spät, kommt aber nicht wieder vor. Ich hatte einige...familiäre Gründe, so spät zu erscheinen“.
Er lehnte sich nach hinten, und schob die Mütze über seinen kopf. Jedochs chlief er nicht, er wollte sich eifnach ausruhen, wie sonst auch immer.

@ Off Topic: Jo, ich weiss das ich seit längerem nichts geschrieben habe, aber ich habe viel zu tun. Ich arbeite an meinem eigenem kleinem rpg-spiel, spiele nebenbei wieder aktiver Guild Wars und muss zur Schule. Nun schließlich bin ich jetzt dazu gekommen. Auch möchte ich unsere beiden neuen begrüßen. „Hi“. Nun, dieser Post ist zwar etwas klein, aber was soll's werde jetzt aktiver mitmachen, versprochen ;) Also werdet ihr demnächst mehr von meynolts lesen, ungefär so viel wie von... joa^^ wie von mir vorher xD

@ Djamila: Hoffe das ist so in ordnung...also das mit dem aufspringen.

Thorondor
29.01.2008, 13:36
Langsam ging Thorondor auf den Elfen zu, der ihn gerufen hatte. Dieser war auch ein Sonnenelf, die Farbe seines Teints und seiner Haare glichen der Thorondors auffällig. Ebenso trug er ein ähnliches Gewand wie der Magier, und man hätte beim Anblick der beiden meinen können, zwei Brüder vor sich stehen zu haben, wären da nicht kleine, aber fast nur für Elfenaugen erkennbare Anzeichen zu sehen gewesen, die darauf hinwiesen, dass der Altersunterschied zwischen den beiden wohl doch schon an die zwei oder drei Jahrhunderte betrug. Abschätzend lagen die Augen des älteren Elfen auf Thorondor.
"Wie ich sehe, hast du schon begonnen, dich mit der Materie zu beschäftigen, von der wir neulich sprachen," meinte er mit einem kurzen Blick auf das Buch in den Händen des jungen Elfen. Ein sachtes Nicken war die Antwort.
"Avavaen."
"Eithel," war darauf die hörbar zufriedene Erwiederung des Älteren. In deutlich weniger zufriedenem Ton fuhr er nach einer kurzen Pause aber fort: "Was mir jedoch weniger behagt, ist die Tatsache, dass du dich offenbar von anderen... Personen von diesen Studien ablenken lässt. Auch glaubte ich zu sehen, wie noch rasch jemand verschwand, nachdem ich dich rief."
Thorondor fühlte sich ertappt. Auch wenn er sich sicher war, dass man ihm dies nicht nach außen anmerkte, belehrten ihn die weiteren Worte des älteren Elfen eines besseren.
"Ah, ich ahnte es ja bereits. Sag bloß noch, es war wieder diese Teu'tel'quess namens Naniel, mit der ich dich neulich antraf?"
"Doch," erwiederte Thorondor leise und senkte den Blick ein wenig. Sein Gegenüber gab ob der Antwort zunächst ein leichtes Seufzen von sich und setzte dann zu einer längeren Rede an.
"Was soll das nur mit dir werden?" fragte er und blickte sich kurz um. Als in der Nähe kein Mondelf zu bemerken war, fuhr sprach er weiter: "Ich habe dir doch schon oft deutlich gemacht, dass diese im speziellen und die Teu'tel'quessir im allgemeinen kein angemesser Umgang für dich sind. Das silberne Volk geht oft nicht mit dem nötigen Ernst an solche Sachen wie die magischen Studien, die ich dir aufgetragen habe. Man sieht es ja wieder daran, wie sie dich davon abgebracht hatte." Belehrend und tadelnd zugleich, wie ein Lehrer, welcher seinen jungem Schüler aufzeigt, welchen Fehler er begangen hat, war dieser Worte Ton. "Überhaupt frage ich mich, warum du dich so oft mit ihnen abgibst. Was findest du nur an... nun zum Beispiel an Naniel?"
"Nun, ich..." begann Thorondor aber hielt kurz inne, den älteren Elfen abschätzend zu betrachten. Als dieser ihm aber leicht zunickte, fuhr er fort: "Ich mag den lieblichen Klang ihrer Stimme, die beruhigenden Melodien, welche die Harfe ertönen lässt, wenn ihre Finger darüber streichen, den..."
Weiter kam er nicht mit den Worten, die zum Ende hin schon einen leicht träumerischen Klang hatten, denn er wurde von dem älteren Elfen unterbrochen, der diese neue Erkenntnis wohl weder lieblich noch beruhigend fand. "Bei Corellon! Ich glaube gar, dass ihre Finger nicht nur über die Harfe sondern bei dir schon über ganz andere Stellen gestrichen sind. Wenn das so weitergeht, sehe ich es noch kommen, dass meine Enkel mondelfisches Blut in sich tragen."
"Aber sie sind doch auch Elfen," wandte Thorondor ein. "Bei deinen Worten könnte ja man fast meinen, sie seien so schlimm wie die bhen."
"Neh. Das sind sie nicht -und dafür danke ich Corellon- aber der Elfenvater hat unter seinen Kindern die Ar'tel'quessir ausgewählt, welche die anderen führen sollten, ihnen mit gutem Beispiel vorangehen. Das war eine weise Entscheidung, wenn man bedenkt, wie leicht die Teu'quessir sich für die dümmlichen Ideen und Sichtweisen der Kurzlebigen interessieren lassen. Wer weiß, was sie daran finden mögen?" Ein kurzer, eindringlicher Blick fiel auf Thorondor. "Ich hoffe, dir ist daher bewusst, dass sowohl du als auch deine Nachfahren diese Aufgabe nur meistern können, wenn sie sich nicht von diesen Gedanken vereinnahmen lassen."
"Avavaen..." seufzte der Magier leise, ein wenig resignierend.
"Nun hab dich nicht so, utinu," versuchte der ältere Elf Thorondor aufzuheitern. "Inzwischen habe ich etwas vorbereiten lassen, was dir sicherlich gefallen wird und dich auch auf angenehmere Gedanken bringt." Lächelnd und siegessicher sah er zu Thorondor. Es passierte selten, dass man dieses Lächeln bei seinem Vater sah, aber wenn man es sah, dann konnte man sich sicher sein, dass dies, was da vorbereitet war, auch wirklich etwas besonderes sein musste. Noch hing Thorondor diesen Gedanken nach, als sein Vater und Lehrer langsam losging. Nach einigen Augenblicken blieb er stehen, da der junge Magier wohl zu sehr in Gedanken war, und immer noch an Ort und Stelle verharrte.
"Shesha amin, asca! Man wartet sicherlich schon auf uns." ermahnte er ihn und ging dann langsam weiter, worauf Thorondor ihm hinterher eilte.

(OT-Info: Im nächsten Beitrag trifft der Goldelf in der Nähe von Tiefwasser ein.)

Viridian
29.01.2008, 16:42
"Oh, verdammt noch mal, wir verpassen die Karawane!", rief Azular aufgeregt und zog Horfith quer durch Tiefwasser, bis sie schließlich, vollkommen außer Atem, am vereinbarten Treffpunkt ankamen. Von der Karawane allerdings war keine Spur zu finden. "Na herrlich!", fluchte er. "Und was machen wir jetzt, Horfith?", fragte er an sie gewandt.
Sie grinste neckisch. "Wir könnten ja Serivan herauslassen und ich galloppiere dann auf ihm die Karawane hinterher", sagte sie lachend.
"Lieber lasse ich mir die Nieren entfernen, als ihn herauszulassen", antwortete Azular abschätzend.
"Jetzt nehmt doch nicht alles so bierernst und für bare Münze, das war nur ein kleiner Scherz", meinte Horfith, die den Kopf schräg legte und ihn skeptisch ansah.
"Mit einer blutrünstigen Bestie macht man lieber keine Scherze."
"Das kann ich für mich unterschreiben", murrte Serivan mies gelaunt aus ihm heraus. Scheinbar hatte er sich von seiner Niederlage gegen Azular schon wieder erholt.
"Ihr seid still, Serivan. Ihr seid bei mir ohnehin unten durch", knurrte der Magier.
"Och nein, jetzt erzittere ich vor Angst und Trauer, das könnt ihr euch nicht vorstellen!", sagte der Wolf laut.
"Wo habt ihr nur euer Herz verlegt?", fragte Azular und verdrehte die Augen dabei.
"Einen Moment, ich schaue mal schnell in mein Tagebuch, da schreibe ich mir solch hochinteressante Sachen nämlich immer rein", kam die pampige Antwort.
"Horfith, hört ihr das? Jetzt versucht er, seine wahren Gefühle durch Sarkasmus zu kaschieren! Serivan, ihr scheint Probleme zu haben. Ich würde euch ja auch gerne bei euren Problemen helfen, allerdings fehlt mir schlicht und einfach das Interesse dazu, tut mir leid! Außerdem hat die Karawane Vorrang..."
"Ihr macht mich krank..."
"Junger Azular, ich möchte euch ja gewiss nicht in den Rücken fallen, aber legte euer Vater euch nicht ans Herz, euch mit Serivan etwas enger zu schnüren und seine Vorurteile auszuräumen?", fragte Wulcor vorsichtig.
"Das mag sein, allerdings stoße ich bei Serivan auf Granit. Versteht mich, Wulcor, aber selbst eine alte Vettel, die tot unter einer Schneelawine begraben läge wäre warmherziger als er und mehr als versuchen kann ich es nicht. Mein Onkel musste es sich ja wirklich übel mit ihm verdorben haben..."
"Ich meinte ja nur..."
"Gut...kommen wir auf unser Karawanenproblem zurück...Horfith, habt ihr irgendwelche Vorschläge, was wir tun könnten?", fragte er die Bardin.


out: -,-

Thorondor
29.01.2008, 19:47
Sich noch immer fragend, was genau man denn nun vorbereitet hatte, folgte Thorondor seinem Vater. In nicht allzu großer Ferne zeichnete sich ein bekanntes Gebäude ab, auf welches sie weiter zuhielten; die runde, mit allerlei Symbolen verzierte Kuppel, ließ ihn schnell erkennen, wo er war. An jenem Ort hatte er schon einige Male verschiedene Beschwörungen durchgeführt oder auch zugesehen, wie sich andere, junge Magier darin versuchten, während sie von den erfahreneren Zauberkundigen genauste Anweisungen erhielten, wie sie zu verfahren hatten.
Mit wenigen Schritten traten schließlich beide ein. Anders als sonst waren diesmal mehrere Magier versammelt, die alle in der Mitte des großen, zentralen Raumes am Beschwörungskreis zusammenstanden. Verwirrt blickte Thorondor zu seinem Vater. Dieser jedoch lächelte nur sacht, aber beständig. Fast schien eine unverkennbare Freude, welche er wohl wegen der Anwesenheit der anderen Magier zum größten Teil zurückhielt, in seine Züge gemeißelt zu sein.
"Nun, was sagst du dazu?" fragte jener und schaute abwartend und auf eine Reaktion lauernd zu Thorondor. Dieser jedoch sah sich den Beschwörungskreis näher an. Drei konzentrische Kreise waren mit feinem, kristallinen Staub, der golden schimmerte, auf den Boden gezeichnet worden. Zwischen diesen Kreisen befanden sich zwei umlaufende Reihen altelfischer Schriftzeichen, die so genau in der Größe abgestimmt waren, dass sie die Kreislinien einerseits nicht berühren zu schienen, doch andererseits war nicht einmal eine Haaresbreite zwischen den Zeichen und der Umfassungslinie frei. Diese Runen stellten verschiedene, kurze Formeln dar, jede nahm einen gleich großen Sektor des Kreises ein, und in der Mitte eines solchen Sektors, jedoch außerhalb des Kreises, stand jeweils einer der wartenden Magier. Sprachlos stand der junge Magier da, als ihn die plötzliche Erkenntnis traf, was er hier vor sich hatte.
"Ist das etwa..." begann er und schaute dann noch einmal zum Kreis hin, um sich zu vergewissern, dass dies wirklich war. Doch es war wirklich, auch nach einem rasch gewirkten, kleinen Erkenntniszauber, der bei einigen der Magier ein leichtes Schmunzeln hervorrief, war dies alles noch da; es war also keine Illusion.
"Ja, dies, was du hier vor dir siehst, ist Teil jenes arkanen Wissens, welches nur wenigen jemals enthüllt wird. Du hast doch sicherlich die Aufzeichnungen darüber studiert, welche ich dir gab?"
"Selbstverständlich habe ich das," sprach Thorondor mit einem Nicken, "jede der Schriften habe ich auf das Ausführlichste gelesen, mehrmals sogar, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals sehen würde, wie man diese Magie auch tatsächlich wirkt."
Ein knappes Nicken ging durch die Runde der Magier am Beschwörungskreis, dann fuhr Thorondors Vater fort: "Dann kannst du mir sicherlich auch die Prozedur erläutern, welche die Grundlage für... sagen wir... eine Reise auf magische Art darstellt und wie dieser Zauber ausgeführt wird?" Abwartend sah er zu Thorondor, der ausführlich aufzählte, was jeder der beteiligten Magier zu tun hatte, welche Formeln und Gesten er beschreiben musste, und wie schließlich die Magie aller Teilnehmer von dem Magier in der Mitte des Kreises gebündelt wurde, um sie schließlich zur Entfaltung in Form des Zaubers zu bringen. Ein leises, aber wohl zufriedenes Murmeln ging durch die Reihen der Magier.
"In Ordnung," meinte einer der Magier, nachdem das Gemurmel verstummt war. "Thorondor, Ihr habt den Vorgang exakt und ohne Fehler geschildert, daher werdet Ihr ihn heute auch ausführen. Wir dachten da an einen kleinen Ausflug nach Evereska hin. Der Mythal verhindert zwar, dass Ihr direkt mit der Magie ans Ziel kommt, aber auf einige hundert Schritte kann man herankommen."
Leicht neigte der junge Magier sein Haupt. "Wie Ihr wünscht."
"Und nehmt dies mit, es ist eine einfache Nachricht an einen Freund von mir, den Ihr dort vorfinden werdet." Der ältere Elf holte ein zusammengerolltes Pergament aus seiner Tasche und reichte es Thorondor. "Daran wird man auch gleich erkennen, woher Ihr kommt, und für die bestmögliche Aufnahme sorgen."
"Diola." meinte er und überflog kurz die Zeilen, stutze dann aber plötzlich und blickte auf.
"Was ist? Stimmt etwas mit der Nachricht nicht, junger Freund?" fragte der alte Magier.
"Nein, es ist alles rechtens, nur glaubte ich für den Moment, ein leises Lachen gehört zu haben," sprach Thorondor und rollte das Pergament zusammen um es einzustecken.
"Hmm, Ihr wart wohl in Gedanken kurz noch woanders," schmunzelte der Magier und schob den jungen Elfen in die Mitte des Kreises. Auch wenn keiner der Magier ein Lachen von sich gegeben hatte, so hätte ein aufmerksamer Beobachter bemerkt, wie ein kleiner, glitzernder Gegenstand in die Tasche in Thorondors Gewand zu rutschen schien und darin völlig verschwand. Doch scheinbar waren alle auf den bevorstehenden Zauber konzentriert, sodass dies niemandem auffiel.
Thorondor stand nun in der Mitte des Kreises, von den anderen Magiern umgeben. Auf ein Nicken des alten Magiers, der vorhin das Wort führte, begann Thorondor, den Zauber einzuleiten. Die anderen folgten alsbald, genau der Prozedur folgend, die Thorondor eben noch erläutert hatte. Man konnte deutlich spüren, wie sich die Magie im Raum sammelte, und zu Ende hin schien diese komplett auf den Magier in der Mitte zuzufließen, so sollte es auch sein. Im nächsten Augenblick sah man in der Kreismitte ein helles Licht aufblitzen und Thorondor war verschwunden. Die umstehenden Magier warfen sich kurz Blicke zu, der Zauber hatte offenbar wie gewünscht funktioniert.
Auch für Thorondor lief alles planmäßig. Um ihn herum war nur noch helles, nahezu gleißendes Licht zu sehen, welches ihn umflutete. So sollte es sein, so äußerte sich laut Aufzeichnungen der kurze Riss, welcher den Übergang zu einem anderen Planum ermöglichte und auf dem der gesamte Zauber beruhte. Gleich würde das Licht abnehmen, beim erneuten Übertritt in das materielle Planum. Auch dies geschah doch anders als zuvor. Erst schien es, als wollte dieser Übergang nicht gelingen, als baue sich eine Barriere auf, doch dann geschah es plötzlich, als hätte man ihn förmlich hinübergeschleudert. Das war kein gutes Zeichen, und das wurde ihm umso deutlicher bewusst, als das Licht völlig verschwand und er sich plötzlich irgendwo in der Luft schwebend, oder besser im Fallen befindend, wiederfand. Einige Schritte unter ihm war der Boden, der mit beängstigender Geschwindigkeit näher kam. Ein leises, rasches Gebet richtete er an Corellon Larethian, aufdass er diesen Aufprall überstehen würde, doch da war es auch schon passiert. Unsanft und, wie er noch zu hören glaubte, auch mit einem leichten Knacken schlug er auf.
"Das war lustig. Kannst du das nochmal machen?" drang von irgendwo eine leise, fröhliche Stimme an sein Ohr und er glaubte dabei zu spüren, wie etwas aus seiner Tasche glitt. Doch er antwortete nicht, der Schmerz durchfuhr seinen ganzen Körper und drohte, ihm das Bewusstsein zu rauben. So geschah es dann auch, doch kurz bevor ihm die Sinne schwanden, hörte er die Stimme noch rufen: "Sieh mal da! Da kommt jemand, mit so komischen Wagen, ganz viele. Ob das auch Magier sind?"

Off: Die Wagen sollen "zufällig" (;)) zu der Karawane gehören, wo die Gruppe mitreist. Also müsste man noch in etwa gesehen haben, dass da in der Nähe was "vom Himmel gefallen" ist und jetzt am Wegesrand liegt. Durch dieses Intermezzo könnten Viri und Horfith noch etwas Zeit bekommen, um die Karawane einzuholen. Also haltet euch ran. :) Ach ja: die leise Stimme stammt von einer kleinen Begleiterin Thorondors, einer Pixie (siehe Bild in der Signatur).

Horfith
29.01.2008, 20:36
Horfith sah Azular grinsend an.
„Oh, macht euch keine Sorgen um die Karawane, das kriegen wir schon in den Griff. Aber erst wollen wir mal dafür sorgen, dass das Hundi keine Kontrolle mehr über euch hat.?“
„Hundi?“
„Das Ding, das ihr Serivan nennt.“
„Gut, einverstanden. Wenn er die Pfoten still hält soll es mir recht sein. Er macht nur Ärger auch wenn er zur Familie gehört.“
Horfith zog die Augenbrauen hoch.
„Wenn das eure Familie ist, braucht ihr keine Feinde mehr. Aber der Ohrring kann nichts schaden. Wenn ihr ihn tragt, kann euch auch von Außen niemand mehr beeinflussen.“
Horfith lächelte den Drow gewinnend an.
Azular war hin und her gerissen. Auf der einen Seite hatte die Frau natürlich recht, aber ihm war immer noch nicht klar, welche Intentionen sie verfolgte.
„Was habt Ihr davon?“
Er sah Horfith herausfordernd an.
Die Halbdrow lachte laut auf.
„Zum einen laufe ich nicht mehr ihn die Gefahr gefressen zu werden. Das „andere“ werdet ihr irgendwann noch merken.“
Ihr Lächeln verwirrte den Magier nicht zum ersten Mal, aber er spürte, dass die Frau ihm nichts Böses wollte. Er gab ihr die Schachtel mit dem Ohrring.
Horfith nahm den Ohrring aus der Schachtel und grinste leicht.
„Links oder rechts?“
„Was Links oder Rechts?“
„Auf welcher Seite möchtet ihr den Ohrring tragen?“
„Hat das eine besondere Bedeutung?“
Horfith grinste.
„Kommt immer auf die Kreise an, in denen ihr euch bewegt. Aber ich würde empfehlen rechts.“
Azular wurde nicht ganz schlau aus ihren Worten.
„Gut dann rechts.“
Horfith löste den Stecker von dem Ohrring. Dann drehte sie abrupt den Kopf nach rechts.
„Was zur Hölle ist das?“
Azulars Kopf ruckte in die gleiche Richtung und er verspürte einen Augenblick später einen kurzen, aber sehr heftigen Schmerz an seinem rechten Ohrläppchen.
„Au.... was soll das?“
„Hättet ihr still gehalten wenn ich mit dem Ohrring direkt auf euch zugekommen wäre?“
Die Halbelfe lächelte ihn an, was Azular nicht über das Pochen in seinem Ohrläppchen hinweg tröstete.
„Es wäre auch anders .. gegangen.“
„Natürlich, aber das war der schnellste Weg.“
Das Lächeln der Halbdrow wurde breiter.
„Wenden wir uns dem Problem zu die Karawane einzuholen.“
„Wie wollt ihr das bewerkstelligen. Auch wenn ich euch teilweise für eine Hexe halte, sehe ich keinen Besen auf dem wir fliegen könnten.“
Horfith lachte laut auf.
„Nein, keinen Besen, aber Pferde.“
Sanft nahm sie Azular beim Kinn und drehte seinen Kopf in Richtung des Tores. Dort stand ein Wagen, der von drei Reitern umgeben war.
„Ihr wollt die Pferde stehlen?“
„Was für ein hartes Wort.. leihen trifft es eher. Wenn wir bei der Karawane sind lassen wir sie wieder laufen und wenn sie möchten, kehren sie zu ihren Herren zurück. Das ist selbstverständlich nur eine Möglichkeit. Wir können auch laufen, uns dabei verausgaben, uns Muskelkater holen, uns Steine eintreten, die Knöchel verknacksen...“
Azular hob abwehrend die Hände...
„Ich habe verstanden... wie wollen wir vorgehen?“
„Nun sprechen wir die gleiche Sprache.“
Die Halbdrow lächelte den Magier verschwörerisch an.

Viridian
29.01.2008, 21:39
"Jetzt werdet ihr also richtig kriminell, was?", blaffte Serivan unmittelbar rechts neben Azular und er drehte unweigerlich den Kopf zu ihm. "Was zum-?", fragte er erschrocken.
"Ich kann durch diesen Schmuck, der euch gleich um zwei Ticks femininer macht, nicht auf euren Körper zugreifen, Hallzuzinationen sind deshalb aber nicht betroffen, ihr Narr", antwortete Serivan kalt.
"Na herrlich, dann kommt dieser Ohrring ja Ramsch gleich!", zeterte Azular. Horfith, die nicht begriff, warum der Drow mit der Luft redete, starrte ihn entgeistert an.
"Hat er euch jetzt komplett zum Wahnsinn getrieben, ja?", fragte sie mokant und zog dabei eine Augenbraue hoch.
"Scheint so, ja. Warnung, ich bin verrückt, aus mir entspringt ein Wolf mit Problemen", meinte er mit einem sarkastischen Unterton.
"Der Einzige mit Problemen seid ihr, ihr nerviges, von Problemen geplagtes Bündel an Neurosen!", meckerte Serivan laut.
"Ihr legt es wohl unbedingt darauf an, hm?", fauchte Azular böse.
"Auf was? Von einem schwächlichen Dunkelelf Schwierigkeiten zu erwarten? Das ich nicht lache!"
"Ich warne euch eindringlich, Feenwesen, ich habe schon mehrere eurer Art umgebracht, auf einen mehr kommt es nun auch nicht mehr an!"
Als die Leute stehen blieben und den armen, irren Dunkelelf anstarrten, der mit etwas Unsichtbarem stritt, bemerkte dieser dies und brach den Streit sofort ab. "Wie unangenehm", stammelte er verlegen. "Und wieder ein Punkt für meine Hautfarbe", sagte er grinsend.
Aber im Laufe der Zeit beschlichen ihn Zweifel bezüglich Horfiths Idee. "Meint ihr ernsthaft, das funktioniert?", fragte er unsicher. "Ich meine den Pferdedieb....die Ausleihe...versteht mich nicht falsch, die Idee klingt...außergewöhnlich, aber ich bin trotz meines...Verrates doch noch etwas...nun, sehr rechtschaffen gestellt und mein Gewissen schlägt trotzdem noch auf Alarmstufe Rot, obgleich ich meine Mutter ohne Gewissensbisse getötet habe. Und, um ehrlich zu sein...normalerweise wäre mir das auch nicht passiert, dieses zu spät kommen...ich war in meinen bisherigen 167 Lenzen noch nie zu spät, hab noch nie was versäumt..." Er seufzte. "Das muss euch...krank vorkommen, oder?"

Horfith
29.01.2008, 22:21
„167?? Bei allen Göttern, da habt ihr bis jetzt aber viel verpasst.“
Die Halbdrow grinste.
„Wenn ihr moralische Bedenken habt geht lieber zu Fuß es sei denn...“
Sie ließ den letzten Satz in der Luft schweben, aber ihre Augen verrieten Azular, dass sie eine Idee hatte, und wahrscheinlich, eine, die ihm nicht gefallen würde. Der Blick der Halbdrow blieb an dem Wagen hängen.
Da taten sich ja ganz neue Möglichkeiten auf.
Sie räusperte sich.
„Gut gehen wir hin und fragen ob der Wagen eventuell zu der Karawane gehört, die eure Freunde genommen haben..“
Irgendwie konnte sich Azular nicht entspannen, in puncto was die Halbdrow sagte, aber er ging darauf ein.
„Gut, fragen wir sie einfach.“
Er ging voran und Horfith folgte ihm mit ein paar Schritten Entfernung.
Die drei Männer, die neben ihren Pferden standen, wandten ihre Aufmerksamkeit sofort dem Drow zu. Und ihre Haltung war alles andere als freundlich.
Azular versuchte dies so gut wie möglich zu überspielen.
„Ich wünsche den Herren einen wunderbaren guten Morgen. Wir gehören zu Morgana und ihrer Truppe, die als Schutz für die Karawane eures Herren angeheuert wurde. Leider haben wir uns ein wenig verspätet.“
Azular machte sich innerlich schon auf eine heftige Erwiderung gefasst, die allerdings ausblieb. Stattdessen bemerkte er, dass die Augen der Männer auf Horfith gerichtet waren.
Die Frau war zu einem der Pferde gegangen und kraulte voller Hingebung dessen Mähne.
„Was bist du doch für ein prachtvolles Ross, dein Herr muss deiner gewiss angemessen sein. Gewiss in der Lage so eine hilflose Frau wie mich zu beschützen.“
Azular spürte plötzlich wieder diese Prickeln in der Luft und war sich sicher, dass die Frau einen ihrer Bardenzauber gewirkt hatte.
Die Männer starrten die Frau verzückt an. Es fehlte nicht mehr viel und sie würden sabbern.
Horfith lächelte verführerisch.
„Verzeiht die Herren, ich bin ein wenig durstig. Würde es einem von euch etwas ausmachen, mir einen Kelch Blutwein zu besorgen?“
Die Männer erstarrten und einen Augenblick später liefen sie in unterschiedlichen Richtungen davon.
Horfiths Lächeln verwandelte sich von verführerisch zu spöttisch.
„Was habt ihr getan?“
Azular sah sie verwirrt an.
„Nur ein kleiner Bardenzauber namens „Faszinieren“. Und nun klappt euren Unterkiefer wieder nach oben und bindet die Pferde hinten an den Wagen. Wir haben eine Karawane einzuholen.“

Viridian
29.01.2008, 22:39
"Eine Ankündigung", begann Serivan, während Azular die Pferde anspannte, "ich möchte euch sagen, dass ihr vom Thron gestoßen wurdet. Nicht mehr ihr, sondern die halbe Spitzohrtusnelda dort drüben macht mich krank. Es ist eine Schande, wie man die weiblichen Reize nur für so etwas nutzen kann."
"War das jetzt ein Kompliment oder wie darf ich das auffassen? Und im Übrigen benutzte sie nicht ihre weiblichen Reize, sondern einfach nur ihr Bardenkönnen", antwortete Azular in Gedanken versunken.
"Bah, das ist doch einerlei! Durch dieses Bardenlied hat sie die Hormone der Männer durcheinandergeworfen und wirkte so viel verführerischer. Widerlich..."
"Das ist mir allerdings auch aufgefallen", warf der Falke ein.
"Mir nicht."
"Bei allen Göttern, aber wenn ihr nicht gemerkt habt, dass sie wirkte wie ein rolliges Kätzchen, seid ihr echt unfähig. Wenn sie an einem Bauernhof vorbeiliefe, würden die Tiere vermutlich die Köpfe heben!", meinte Serivan hysterisch.
"Gebt es zu, selbst euch hat sie wuschig gemacht, nicht wahr? Ihr seid auch nur ein Mann...", sagte Azular neckisch.
"Das ist doch gar nicht..."
"Ihr liegt gar nicht so falsch, junger Elf, ich kann wirklich etwas spüren, was euren Beschreibungen zuordnungsbar ist", schaltete sich Wulcor erneut ein und er klang wirklich hochamüsiert.
"Ich...also...argh...ach, zerstört euch doch selber!", fluchte Serivan und er verstummte daraufhin. Es hätte Azular überrascht, wenn er nicht hätte schmunzeln müssen. Diese Frau hatte ein unglaubliches Talent, das ließ sich nicht abstreiten...

"Lasst uns dies wiederholen, ja?", fragte Wulcor und Azular kicherte.
"Auf jeden Fall", erwiderte der Magier und er war nun endlich fertig. Selbst die Pferde schienen eine Abneigung gegen jene seines Volkes zu hegen, da sie sich ziemlich quer stellten bei der Bespannung. Mit etwas magischer Hilfe waren sie jedoch schlussendlich doch noch bereit, sich an die Karawane spannen zu lassen. Nachdem noch einmal alles auf seine Richtigkeit (kleiner Tick von Azular) überprüft war, stapfte er zu Horfith. "Die Karawane ist bereit, wir können aufbrechen und die anderen einholen. Ach ja, ich darf euch von Serivan ausrichten, dass ihr ihn nun krank macht und ich nicht mehr derjenige bin, der für seine Übelkeit verantwortlich ist." Nach diesem Satz musste er grinsen...

Morgana
30.01.2008, 02:56
Die ersten beiden Stunden der Fahrt verliefen ruhig und – zumindest in Morganas Fall – äußerst langweilig. Ad’non war nicht unbedingt ein ergiebiger Gesprächspartner und nach einigen Versuchen kurz nach dem Start hatte sie es einfach aufgegeben und sich auf die langsam heller werdende Landschaft konzentriert. Nachdem sie vom Südtor aus der Straße zuerst ein kleines Stück Richtung Osten gefolgt und nach etwa einer Stunde Fahrzeit den Fluss Dessarin überquert hatten, führte die Handelsroute nun in südöstlicher Richtung weiter. Über die Klippen zu ihrer Linken konnte sie weit über die Schwertsee hinausblicken. Irgendwo dort in den Morgennebeln mussten die Moonshae Inseln liegen und noch weiter, viel weiter im Westen die sagenumwobene Insel Immerdar, Heimat und Zuflucht der Elfen Torils. So in ihre Gedanken versunken, nahm die Mondelfe aus den Augenwinkeln plötzlich eine ungewöhnliche Bewegung in der Luft vor ihnen wahr und sah, nachdem sie den Kopf in Richtung der „Erscheinung“ gedreht hatte einen Körper aus nicht ganz geringer Höhe zu Boden fallen. Morgana stutzte – dort war nichts, aber auch gar nichts wovon dieser hätte „herunter“ fallen können. Von ihrem Platz an der Karawanenspitze aus behielt sie die Stelle unweit der Straße im Auge und als ihr Wagen sich näherte konnte sie tatsächlich jemanden im hohen Gras zwischen einigen größeren Steinen liegen sehen. Er hatte offensichtlich noch Glück gehabt.

„Halt, halt – anhalten! Farnrod, haltet die Karawane an!“
Von dem Ruf der Hexenmeisterin aus einen eigenen Gedanken gerissen, schreckte Ad’non hoch und sah blinzelnd in den heller werdenden Tag.
„Was …“ Aber da war Morgana schon vom Wagen gesprungen und lief auf die reglos im Gras liegende Gestalt zu.
„Ihr würdet wahrscheinlich in JEDE schlecht gemachte Falle tappen.“ zischte der Drow ihr hinterher, und verdrehte die Augen. Diese Oberflächenbewohner waren doch wirklich selten dämlich. Ad’non legte die Hände an seine Waffen und beobachtete misstrauisch die Umgebung. Nicht dass er vorgehabt hätte der Mondelfe im Zweifelsfalle zu Hilfe zu eilen - wer sich so verhielt hatte es nicht besser verdient. Aber zumindest er selbst hatte nicht vor, sich so einfach übertölpeln zu lassen.
Als Morgana bei der Gestalt angekommen war erkannte sie einen Sonnenelfen, der obgleich ohne Bewusstsein, keine größeren äußeren Verletzungen aufwies.

Da der Track inzwischen zum stehen gekommen war, wurden auch die übrigen Reisenden und Gefährten auf das Verhalten der Mondelfe aufmerksam. Morgana stand auf und winkte Elvanshalee zu.
„Kannst Du mal herkommen, ich glaube Deine Heilkünste sind hier gefragt!“ rief sie ihrer Freundin zu, die ohnehin aus Neugierde bereits aufgestanden war und interessiert in ihre Richtung geblickt hatte. Das lies sich die Drow nicht zweimal sagen. Bei dem bewusstlosen Sonnenelfen angekommen untersuchte sie diesen kurz, meinte dann jedoch unsicher zu ihrer Freundin.
„Sonnelfen sind nicht unbedingt für ihre Offenheit gegenüber anderen Rassen bekannt und gegenüber Dunkelelfen schon gar nicht. Er hat nur ein paar Prellungen und eine Gehirnerschütterung – das ist nicht schwierig zu heilen, aber ich bin mir nicht sicher, wie er darauf regieren wird.“
Morgana überlegte kurz. Seiner Ausrüstung nach zu urteilen, war der Fremde Magier, er würde sie also wenn überhaupt mit einem Zauber und nicht mit roher Gewalt angreifen. Sie legte einen entsprechenden Schutzzauber über sich und Elvanshalee.
„Ich glaube wir sollten es riskieren – alleine schon deshalb, weil mit interessieren würde, was er dort oben gemacht hat.“ Meinte sie zu Elva gewandt und richtete ihren Blick nach oben, dem die Drow verwirrt folgte. Auf den fragenden Blick der Klerikerin musste Morgana grinsen.
„Das erzähl ich Dir später, offensichtlich warst Du ja zu beschäftigt um das mitzubekommen.“

Die Drow kniete daraufhin neben dem Sonnenelfen nieder und sprach leise zwei Heilzauber. Nach wenigen Augenblicken schlug dieser etwas verwirrt und offensichtlich noch orientierungslos die Augen auf und sah sich um. Als er Elvansahlee in seiner unmittelbaren Nähe bemerkte versuchte er einen entsetzten Sprung nach hinten – was aus seiner liegenden Postition eher seltsam als effektiv erschien.
„Ich glaube ab hier übernimmst lieber Du.“ Die Klerikerin erhob sich, trat einige Schritte zurück und überließ Morgana das Reden.
„Alae, latamin ivae'a edlle! Ich bin Morgana La Fay und Elvanshalee hier hat euch gerade aus Eurer Bewusstlosigkeit geholt und so nebenbei einige Eurer Blessuren geheilt. Dürfte ich vielleicht fragen, wer ihr seid?“

Das kleine glitzernde Etwas, das die Szene von der Spitze eines nahe gelegenen Felsen zu beobachten schien, hatte bisher offensichtlich niemand bemerkt.



OT:
@ Thoro: soviel zum Thema "ich würde mich nie von ner Drow heilen lassen" ... das war einfach zu reizvoll :p
@ Reding - nuja, fast - bis auf den Umstand, dass sich nicht alle am Ende der Karawane befinden, sondern ziemlich gleichmäßig verteilt sind ... vielleicht doch ab und an mal nachlesen? ;)

Isashi
30.01.2008, 15:28
Izayoui wunderte sich warum die Karawane plötzlich stoppte, und war überrascht das Elva sofort aufsprang um nachzusehen. Vor lauter Neugier und Eile brachte sie einige Reagenzien durcheinander die Izayoui mit ihr gemischt hatte auf der Fahrt. Leicht angenervt stieg nun auch der Finstere Streiter vom Wagen um nachzusehen was passiert war, dicht gefolgt von seinem Wolf. Es war ein Sonnenelf der da auf dem Boden lag und allem anschein nach hatten Morgana und Elva schon gehandelt und ihn geheilt.
"Wieder mal typisch!", sagte er genervt. "Irgendwann werdet ihr beide durch eure Gutmütigkeit ins Verderben rutschen. Muss man echt alles was auf der Straße liegt heilen oder mitnehmen?" Izayoui war schlecht drauf und das merkte man ihm nicht nur an seinem Tonfall an, sondern auch seine finstere Aura machte sich bemerkbar.
Izayouis Schattenwolf fing auf einmal an zu knurren und blickte in die Richtung eines nahe gelegenen Felsens. Etwas glitzerte dort, doch was war das?
Izayoui machte seine Waffe bereit als der Sonnenelf seine augen öffnete und wartete dessen Reaktion ab.

Thorondor
30.01.2008, 16:26
Der entsetzte "Sprung" des Magiers beim Anblick der Dunkelelfe wirkte nicht nur ein wenig ungeschickt, er war es auch. Er wankte anfangs ein wenig, aber kam dann sicher auf die Beine. Den Gruß der Mondelfe und die darauf folgenden Worte nahm er zur Kenntnis, doch es gab im Moment wichtigeres als auf diese Worte zu antworten, schließlich war eine Drow nur wenige Schritte von ihm entfernt. Rasch aber dennoch nicht ohne die nötoge Sorgfalt wirkte er einen Zauber und nach einem Augenblick umgab ihn ein flimmernder Schutzmantel. Erst jetzt schien es ihm einigermaßen sicher, für einen kurzen Moment in der Nähe der Drow zu verweilen.
"Aaye, esse'amin Thorondor," sprach er in ruhigen, ja fast schon kaltem Ton zu Morgana, wobei er die Klerikerin jedoch nicht aus den Augen ließ. Prüfend gingen seine Blicke über die beiden Personen, offenbar wusste er nicht recht, was er von dieser Kombination zweier so unterschiedlicher Rassen halten sollte. Unbeachtet von ihm erhob sich ganz in seiner Nähe das glitzernde Etwas vom Felsen und schwirrte auf ihn zu.
"Tereva, ro lerrae au," erklang die leise, fröhliche Stimme in der Sprache der Elfen. Wer genauer hinsah konnte erkennen, wie die kleine Fee im Flug kurz vor Freude in ihre Händchen klatschte. So als wäre es ganz normal, ließ sie sich die Fee auf der Schulter des Magiers nieder, als sie die Gruppe erreicht hatte, und begann dort mit den langen Haaren des Goldelfen zu spielen. Überrascht -oder war es eher verwirrt?- blickt der Magier die Pixie kurz an.
"War das schon alles oder willst du noch mehr zaubern?" fragte sie ihn unumwunden und ziemlich sorglos. "Kannst du was machen mit viel schönem Licht? Und glitzern soll es auch, ja?"
"Später vielleicht," entgegnete der Magier und fasste die Drow fest ins Auge. "Zunächst gilt es, ein anderes Problem zu entfernen." Wieder setzte er an, einen Zauber zu wirken, welcher recht offensichtlich gegen die Drow gerichtet war. Die kleine Fee hingegen blickte zunächst neugierig Elvanshalee und dann den Magier an.
"Das ist doch die Elfe, die dich geheilt hat," sprach die Fee verwundert. "Was machst du nun mit ihr?"
"Mani?" stutzte der Elf und hielt in der Geste inne. Eine Drow hatte ihn geheilt, das konnte nichts Gutes heißen. "Also stimmt es tatsächlich?"
"Avavaen," nickte die Fee heftig. "Ich habe es gesehen, von da drüben." Ihr kleines Ärmchen zeigte dabei hinüber zum Felsen, von wo aus sie das Geschehen anfangs beobachtet hatte.
"Aber... sie ist eine Dunkelelfe! Sicherlich war dies nur eine List, um ihre wahren Absichten zu verbergen. Doch mich täuscht Ihr nicht!" meinte der Magier entschlossen.
"Wie? Eine böse Drow?" fragte die Fee erschrocken und ihre Äuglein weiteten sich für einen Moment, bevor sie sich rasch zwischen den Haaren das Magiers versteckte. "Mach bitte, dass sie ganz schnell weg geht. Ich mag keine Drow." vernahm man noch die Stimme.
"Ich auch nicht," antwortete der Magier und setzte erneut zum Wirken des Zaubers an, den er unterbrochen hatte.

Isashi
30.01.2008, 20:13
Izayoui wusste nicht so recht was er von dem goldigen Elf vor ihnen halten sollte und nachdem er seinen Wolf beruhigt hatte, der mit hungrigem Blick die kleine Pixie des Sonnenelfes beobachtete, wartete er das geschehen ab. Als der Magier zum zweiten mal einen Zauber ansetzte schnellte er mit seiner Klinge an dessen Hals.
"Wenn ihr sterben wollt, dann ist dies der richtige moment! Nur ein kleiner Funke aus euren Händen und ich verteile euer wertloses Blut auf dieser Straße! Ihr solltet dankbar sein das meine Freunde euch geheilt haben!"
Izayouis dunkle Aura wurde immer kräftiger und man konnte den davon ausgehenden Blutdurst in der Luft spühren.




@Thorondor: na vergessen das ich auch noch dabei stehe:D btw klasse einstieg:gratz

Thorondor
30.01.2008, 21:48
Gezwungenermaßen hielt Thorondor im Wirken des Zaubers inne. "Dankbar dafür, dass mich eine Drow geheilt hat?" fragte er mit tiefsten Sarkasmus. "Lieber hätte ich gelegen, bis ich verrottet wäre als mich von der Vertreterin einer so abscheulichen, bösartigen Rasse heilen zu lassen. Freilich verstehen davon so niedere Wesen wie Ihr nichts." Die kleine Fee war inzwischen ganz still geworden und zog es vor, sich überhaupt nicht blicken zu lassen. Langsam senkte der Magier die Hände, welche er bisher noch entsprechend der Gestik für das Wirken des Zaubers hielt.
"Da Ihr aber wohl nicht nachgebt, bevor ich Euch und Eure Drowfreunde in Ruhe lasse, verspreche ich Euch, der Drow nichts zu tun, auch wenn ich dieses Versprechen sicher bereuen werde."

@Izayoui: Nicht direkt. Aber als ich anfing, an dem vorigen Beitrag zu schreiben, war dein Beitrag noch nicht da.

Serpico
30.01.2008, 21:49
"Wie niedlich", zischte eine vor Zynismus triefende, eindeutig elfische Stimme hinter den um Thorondor versammelten. Die Anwesenden schenkten dem Drow, der gerade vom Wagen gestiegen und ihnen entgegen marschiert war, ihre Aufmerskamkeit, wenn auch jedem sofort ein Schwall von unerklärlichem Zorn durch den Körper schoss.
Ad'non blieb in wenigem Abstand stehen, wobei seine Haltung die eines aufgeplusterten Gockels war. Seine Hände lagen auf den Griffen jeweils einer seiner Waffen... "Solch heiteres Geschwätz mag Euch niederem Volk in Krisenzeiten sinnvoll erscheinen, doch sofern hier jemand auch nur ansatzweise über die kümmerliche Mitleidsportion eines Verstandes verfügt, möchte ich hiermit an diesen appellieren - und einmal höflich darum bitten, nun endlich wieder aufzubrechen." :rolleyes:

Bevor jemand die Beleidigungen verdaut und zu einer Erwiderung ansetzte, wurde Ad'non auf den Goldelfen aufmerksam, der an einem Zauber bastelte. Der Drow blickte ihn argwöhnisch und zugleich neugierig an. "Wie ich sehe, habt ihr einen Streich der Natur aufgelesen, zumindest ein Lichtblick in der Finsternis Eures infantilen Elfenhirns", sagte er an Morgana gewandt. "Da wir über genügend Proviant verfügen, schlage ich vor, seinen Kadaver hierzulassen, nachdem wir seine Wertsachen an uns genommen haben."

Edit: Endlich mal wieder ein Crosspost - wie ich es noch immer hassliebe §ugly

Morgana
30.01.2008, 21:53
Elvanshalee wechselte einen Blick mit Morgana, verdrehte die Augen und drehte sich zu dem hinzugekommenen Drow um.
„Ad’non, welch eine Freude auch von Euch einen unvergleichlich intelligenten Beitrag zum Geschehen zu hören. Was würden wir nur ohne Euch tun?“
Wieder an Morgana gewandt fuhr sie fort:
„Das ist genau das was ich befürchtet habe. Wir hätten ihn liegen lassen sollen. Sonnenelfen bringen nichts als Ärger. Das war schon in Everska so. Und Menschen sind manchmal einfach zu temperamentvoll.“
Damit ging sie auf Izayoui zu und blickte einige Sekunden stumm zwischen ihm und dem bereits wieder überheblich wirkenden Magier hin und her. Dann legte sie dem Menschen vorsichtig eine Hand auf die Schulter.
„Diolalle mellon’amin, aber ich glaub er hat es jetzt verstanden – er ist das nicht wert.“ meinte sie leise zu dem Krieger.
Izayoui blickte erstaunt auf die kleine Drow. Auch wenn er diese einfachen Worte durchaus verstand, so hatte sie ihn doch noch nie in ihrer Sprache angesprochen. Und obwohl er seine Klinge noch um keinen Millimeter vom Hals des Elfen entfernte, wurde wenigstens seine finstere Aura langsam wieder schwächer und die Spannung die in der Luft zu liegen schien legte sich wieder.

Elvanshalee betrachtete den fremden Elf nun etwas genauer und mit betont herablassender Mine. Nach einer Weile zog sie eine Augenbraue nach oben. Er kam tatsächlich aus Immerdar?!? Und er wollte nach Evereska?! Und er schien keine Ahnung von Telepathen zu haben. Die Klerikerin musste sich beherrschen um nicht laut aufzuschreien. Immerdar!!! Das konnte doch nicht war sein! Trotzdem bemühte sie sich weiterhin um einen gelassenen Gesichtsausdruck und hatte sich nach einigen Momenten so weit in Griff, dass ihr ihre Stimme wieder gehorchte.
„Immer wieder schön zu sehen mit wie vielen Vorurteilen diese Sonnenelfen durch die Welt stolpern. Wie sie es trotzdem schaffen zu überleben ist mir manchmal ein Rätsel. Aber ich kann Euch sagen, es ist ein verdammt weiter Weg von hier nach Everska. Ihr seid etwa 1.000 km zu weit westlich gelandet – aber wenn ihr stattdessen lieber nach Tiefwasser wollt, das liegt nur etwa 60 km in dieser Richtung.“ Dabei deutete sie die Straße hinunter aus der die Karawane gekommen war. Kurz genoss sie den nun wieder deutlich verwirrteren Blick des Magiers, wandte sich dann von dem Fremden ab und ging einen Schritt zurück in Richtung der Wagen, drehte sich dann aber noch einmal um.
„Achja und bevor es die anderen vergessen zu erwähnen, wir sind ebenfalls in Richtung Llorkh unterwegs, was auf dem direkten Weg nach Evereska liegt … solltet ihr euch also für diese Richtung entscheiden, könnt ihr Euch entweder mit uns arrangieren, oder uns aus dem Weg gehen. Aber seid gewarnt, wie ihr seht bin nicht die einzige Ssri’(Tel’)Quess in dieser Karawane – und wenn Euch euer Leben lieb ist, solltet ihr schleunigst lernen eure Zunge unter Kontrolle zu bekommen … und zu differenzieren.“ Damit drehte sie sich endgültig um, blickte bei dieser Gelegenheit Izayoui, der sich ebenfalls zu ihr umgewandt hatte noch einmal beschwörend in die Augen, blinzelte Morgana zu und ging zurück in Richtung Straße. Nicht ohne Ad’non im Vorbeigehen einen geringschätzigen Blick zuzuwerfen.
„Ihr solltet langsam anfangen zu begreifen, dass ihr hier nicht in Underdark seid, auch wenn Euch das mit Euren eindimensionalen Gehirnwindungen schwer fallen dürfte.“

Isashi
30.01.2008, 23:08
Izayoui konnte es wiedereinmal nicht fassen wie leichtsinnig und gutgläubig seine Freunde waren.
"Ich gebe euch einen guten rat Sonnenelf, passt auf eure Zunge auf und schlaft bloss nie zu tief..."
Izayoui grinste den Sonnenelf diabolisch an und nahm sein Schwert von dessen Hals.
Mit der Waffe geschultert und seinem Wolf folgend lief er zurück zum Wagen, in seiner aufgestauten Wut versetzte er dem Karawanenwagen noch einen Schlag bevor er einstieg.
Im Wagen setzte er sich neben Elva und blickte sie schweigend und in Gedanken versunken an, währendessen er seinen Wolf streichelte.

Morgana
31.01.2008, 00:51
Elvanshalee tauschte einen erschrockenen Blick mit Lembold, dem Besitzer des Karawanenwagens auf dem sie und Izayoui mitfuhren – machte aber gleichzeitig eine beruhigende Geste, was diesen offenbar noch mehr überraschte, als der Tritt des Menschen gegen den Wagen. Er hatte sich auf der bisherigen Fahrt immer so weit wie möglich von der Drow entfernt aufgehalten und die veränderte Sitzordnung passte ihm offensichtlich gar nicht. Die Klerikerin zuckte mit den Schultern – es gab schlimmeres – und wandte sich dem Krieger zu, der samt seinen Wolf in den Wagen geklettert war.
Einige Minuten beobachtete sie ihn nur schweigend, doch Izayoui kraulte nur gedankenverloren den Schattenwolf, der es sich neben ihm bequem gemacht hatte und schien sie gar nicht zu bemerken. Schließlich legte sie ihm eine Hand auf den Arm und endlich wandte der Mensch sich Elvanshalee zu. Der Ausdruck in seinen Augen versprach jedoch nichts Gutes.
„Was ärgert Dich eigentlich so mein Freund? Glaub nicht, dass mir das Schicksal des Sonnenelfen besonders am Herzen liegt – auch wenn er ein Geheimnis birgt, über das ich zugegebener Weise gerne mehr erfahren würde.“ Wie sollte sie einem Menschen von Immerdar erzählen? „Nach Morganas Schutzzauber hätte er uns ohnehin nicht viel anhaben können. Aber warum ich Dich zurück gehalten habe hatte einen anderen Grund. Es ist Dein Schicksal, das mir am Herzen liegt.“

Isashi
31.01.2008, 14:09
"Mein Schicksal... naja ich werde in der Zukunft keine Anstalten mehr mach um jemanden zu schützen!", antwortete Izayoui schmollend und wandte sein Blick zu seinem Begleiter.
Elva musste grinsen als Izayoui da so schmollend saß und lächelte ihn an.
"Bist du dir sicher das du mich nicht mehr Schützen willst? Na dann brauch ich einen neuen Beschützer." Die Drow warf dem Schattenwolf einen Blick zu, worauf dieser sich zu ihr bewegte und platz nahm. Elva streichelte den Wolf, was dieser sehr genoß und grinste immer noch den verärgerten Mann an.
"Na dann haste ja schon jemand gefunden", er blickte auf seinen Begleiter. "ich hau mich jetzt mal hin und schlaf ne Runde! Hmm... ich hasse diese schwere Rüstung, so unbequem das Ding! Bei Gelegenheit organisier ich mir was Neues." Mit diesen Worten machte Izayoui es sich bequem und drückte die Augen zu.

Thorondor
31.01.2008, 15:27
Ziemlich missmutig wandte sich der Sonnenelf ab, warf hier und da noch einige nicht sehr begeisterte Blicke um sich, die sich beim Vorbeigehen an dem einen oder anderen Drow in "Todesblicke" verwandelten.
Am zweiten Wagen der Karawane angekommen blieb er kurz stehen. Der Wagen schien hauptsächlich Waffen geladen zu haben und ein Mensch, vermutlich ein Händler, dem diese ganze Ladung gehörte, saß dabei. Zwar war das nicht gerade eine berauschende Aussicht, aber zumindest war hier keine Drow oder einer dieser Drowfreunde zu sehen. Wahrscheinlich war das noch die angenehmste Stelle im Wagenzug, und so stieg er auf, setzte sich aber so, dass der Mensch möglichst weit von ihm weg war. Ihm war jetzt nicht danach, mit irgendjemandem zu sprechen. Dort saß er eine Weile schweigend, als plötzlich die kleine Fee wieder aus seinen Haaren hervorkroch.
"Fahren wir jetzt mit diesen bösen Leuten mit?" ertönte die helle Stimme auf seiner Schulter.
"Ja," kam die knappe und ebenso mürrische Antwort.
"Warum?"
"Weil sie Richtung Evereska unterwegs sind und wir beide so schneller vorankommen als zu Fuß."
"Kannst du nicht nochmal den Zauber mit dem ganz hellen Licht machen, wo man schnell von einem Ort zum anderen kommt? So wie in dem Gebäude, wo sonst die vielen Tiere gerufen werden?" sprudelte auch schon die nächste Frage aus dem kleinen Mund.
"Nein."
"Warum?"
"Weil ich hier keine zwölf Sonnenelfen sehe, die mit mir zusammen diesen Zauber wirken könnten." sprach er, seine Stimme klang nun leicht genervt, sei es durch die viele Fragerei der Fee oder aus einem anderen Grund.
"Das ist schade," sprach jene leise und schwieg dann einen Moment, nur um sich nach einer Weile wieder zu Wort zu melden. "Ich hab Hunger. Hast du Beeren dabei?"
Ein leises Seufzen entging dem Elfen ob dieser Frage, doch schließlich vollführte er mit seiner linken Hand eine kurze Geste und nach einem Augenblick erschien darin ein kleiner, zugeschnürter Lederbeutel.
"Jaaaaa!" erklang die Stimme neben ihm voller Freude und die Pixie schwebte auf den bekannten Beutel in seiner Hand zu, um ihn zu öffnen. Ihre Augen strahlten förmlich, als sie zwei frische, saftige Beeren herausnahm. Hastig und mit leisem Schmatzen machte sich die Fee über die Beeren her, was dem Elfen für einen kurzen Moment ein Lächeln entlockte. Nachdem sie so noch ein paar weitere Beeren verzehrt hatte und ihre Hände sich vom Saft der Beeren gefärbt hatten, blickte sie sich zum Magier um.
"Weil du den Beutel herbeigeholt hast, darfst du jetzt auch eine Beere essen... oder zwei," sprach sie und flog auf ihn zu, um dem Magier eine Beere zwischen die Lippen zu schieben. Diese Prozedur wiederholte sich noch einige Male, ehe sie sich wieder über den Inhalt des Beutels hermachte bis das kleine Beutelchen fast leer war. Als nur noch eine Beere darin war, hielt die Fee inne.
"Siehst du, das kommt davon, wenn du immer so viele Beeren ist," meinte sie zu Thorondor. "Wenn du das nächste Mal nicht so gierig bist, gebe ich dir vielleicht wieder was ab." Mit diesen Worten nahm sie die letzte Beere heraus und flog auf die Schulter des Magiers zurück, der den Beutel mit einer raschen Geste wieder verschwinden ließ.
"Weißt du, zu viele Beeren machen nämlich einen dicken Bauch," hörte er die Fee unter einem Schmatzen sagen. "Das hat mir Naniel nämlich gesagt," sprach sie unter einem Nicken und aß die letzte Beere auf. Ihre Hände streifte sich kurz am Gewand des Magiers, um so den Saft, der noch an ihren Fingern klebte, loszuwerden. Dann wirbelte sie noch die eine oder andere Haarsträhne das Magiers herüber, sodass diese sie verdeckte, und schlief dann ein.
Thorondor hingegen dachte nicht ans Ausruhen. Seine Gedanken führten ihn -nicht zuletzt deswegen, weil die Fee diesen Namen erwähnt hatte- zurück nach Immerdar zu Naniel. Kein Vergleich war es, hielt er sich die schönen Stunden, die er mit ihr verbracht hatte, und seine jetzige Situation gegenüber. Auch die Worte, welche die anderen Ar'Tel'Quessir über die N'Tel'Quess gesagt hatten, kamen ihm wieder in den Sinn.
"Ich hatte nicht gedacht, dass es so schlimm ist... bis heute," murmelte er leise und hing seinen Gedanken nach.

Morgana
31.01.2008, 20:06
Elvansahlee und der Schattenwolf drehten gleichzeitig den Kopf und sahen dem übel gelaunten Krieger hinterher, der nach hinten in den Wagen kletterte um es sich dort zwischen den ganzen verzurrten Körben und Paketen gemütlich zu machen. Danach blickten sie sich gegenseitig an und die Drow war sich sicher, wenn es möglich gewesen wäre, hätte der dunkle Wolf genauso breit gegrinst wie sie.
„Scheint als ob er eifersüchtig ist“, flüsterte sie dem Tier ins Ohr, „fragt sich nur auf wen von uns beiden.“ Dann fiel ihr etwas ein und sie rief lachend nach hinten in den Wagen:
„Wenn Dir die Rüstung zu unbequem ist, dann leg sie doch ab, wir beide passen schon auf Dich auf .“
Insgeheim jedoch wunderte sie sich, seit wann der Wolf wohl so zutraulich ihr gegenüber geworden war. Sie erinnerte sich noch gut an das unheimliche Knurren, das er bei ihrer ersten Begegnung von sich gegeben hatte.


Morgana hingegen, die sich ebenfalls gerade anschickt hatte wieder auf ihren Platz neben Ad’non zu klettern, beobachtete das Tun des Sonnenelfen und wechselte einen erstaunten Blick mit dem Karawanenführer.
„Seht mich nicht so an Farnrod, ich hab ihn nicht eingeladen. Aber er ist ein Sonnenelf, vermutlich geht er davon aus, dass wir durch seine Gnade mit uns zu kommen geehrt sein sollten.“
Farnrod runzelte die Stirn und machte sich auf in Richtung des zweiten Wagens.


@ Thoro … mit Deinem Charm überzeugst Du denn doch locker, oder? Wenn er nicht sowieso gleich anderweitig abgelenkt wird.^^

Thorondor
31.01.2008, 21:51
Noch war der Magier in Gedanken versunken, als man hörte, wie sich Schritte näherten. Da der Elf dies nicht bemerkte, war es an der kleinen Fee, die noch nicht ganz eingeschlummert war, ihn darauf aufmerksam zu machen. Vorsichtig zupfte sie an den Haaren des Elfen.
"Hör mal, da kommt jemand," sprach sie leise zu ihm.
"Ist es ein Drow oder jener, der mir die Klinge an den Hals halten musste?" fragte er ohne erkennbare Regung.
"Nein, es ist ein anderer Mensch," sagte sie. "Vielleicht hat er auch Hunger und möchte, dass du für ihn Beeren holst." meinte sie flüsternd und mit besorgter Stimme. "Gib ihm aber keine, ja? Sonst habe ich dann nichts mehr zu essen, hörst du?" Der Magier nickte leicht und ein wenig amüsiert durch die Worte der Pixie. Wenn es um ihre geliebten Beeren ging, war sie selten bereit, Kompromisse einzugehen. Der Karawanenführer war nun bei dem Elfen angekommen und musterte ihn einen Augenblick.
"Hey, wieso steigt Ihr hier einfach auf den Wagen auf, Elf?" fragte er. "Diese Karawane wird von mir geleitet, also bestimme ich auch, wer mit uns kommt. Ihr habt mir ja noch nichtmal Euren Namen genannt."
Für den ersten Moment war der Magier ein wenig überrascht über diese Worte, auch wenn er es sich nicht anmerken ließ, und sprach dann mit ruhiger, melodischer Stimme:
"Ihr werdet mir sicherlich verzeihen, dass ich dies so einfach tat, aber aus den Worten, die eine... Begleiterin dieser Karawane äußerste, schloss ich, dass man es mir gestatten werde, mich für eine Weile dieser Karawane anzuschließen. Mein Name, nach welchem es Euch so verlangt zu hören, ist Thorondor Amakiir. Es steht aufgrund der Ferne meiner Heimat sicherlich nicht zu erwarten, dass Ihr schon von mir gehört habt, aber unter den meinen bin ich als Magier angesehen." Kurz machte er eine Pause, um die Reaktion von Farnrod abzuwarten.
"Hmm," machte dieser strich sich nachdenklich mit der Hand über das Kinn. "Elfische Magier sollen ja recht gut sein."
"Sie sind zweifelsfrei die besten ihres Faches," korrigierte Thorondor diese Aussage.
"Gut, von mir aus. Ihr solltet es ja wissen," meinte der Karawanenführer. "Dann könnt Ihr von mir aus mit uns kommen, sofern Ihr auch bereit seid, mit für die Sicherheit meiner Karawane zu sorgen, solange Ihr mit uns reist."
"Natürlich," meinte der Magier mit einem Nicken. "Darauf habt Ihr meint Wort. Erwartet allerdings nicht, dass ich auch auf die Drow und diesen Bhen mit seinem Wolf auch aufpasse."
"Mir egal, gerade die können auch ganz gut allein auf sich aufpassen, glaube ich," meinte Farnrod und wandte sich dann ab. Damit war die Sache für ihn scheinbar erledigt und er ging wieder nach vorn. Nach einer Weile meinte der Magier leise zu der Fee:
"Wäre sein letzter Satz etwas anders ausgefallen, hätte mich das mehr gefreut."
"Warum?" fragte sie ihn verwundert. "Er wollte doch keine Beeren haben, also ist doch alle gut, oder?"

@Djamila: Verwechsle da mal nicht Charme mit leichter Arroganz. ;)

Viridian
31.01.2008, 22:15
Horfith schwang sich neben Azular auf den Kutschbock.
„Es kann losgehen.“
Die Frau grinste den Magier breit an.
„Ihr wisst schon was ihr da tut?“
Azular blickte die Halbdrow vorwurfsvoll an.
Horfith legte eine Hand auf seine Schulter und grinste,
„Besser schlecht gefahren, als gut gelaufen. Und nun lasst uns aufbrechen.“
Azular seufzte resigniert und brachte die Pferde in Bewegung, während Horfith sich auf dem Kutschbock mehr oder weniger zusammen rollte, sich die Kapuze ins Gesicht zog und in eine Art Halbschlaf verfiel.
Azular trieb die Pferde an, denn er wollte die anderen schnell einholen.
Die Halbdrow neben ihm schien zu schlafen.
Er wurde aus ihr einfach nicht schlau. Sie war nicht dumm, ganz im Gegenteil, aber sie schien sich über nichts wirklich Gedanken zu machen.
Azular schüttelte den Kopf und sagte laut, ohne es zu merken:
„Was für eine merkwürdige Kreatur sie ist.“
Die Frau bewegte sich unmerklich im Schlaf.
Azular gab den Pferden die Sporen. Er hatte schon ein schlechtes Gewissen, dass er den Aufbruch der Karawane versäumt hatte.
„Nicht so hektisch Drow, ich werde leicht seekrank und wenn ihr die Pferde weiter so antreibt werdet ihr sehen, was ihr davon habt.“
Dieses Mal musste Azular grinsen.
„Oh, Ihr habt also auch Schwächen?
Horfith schien im ersten Moment nicht zu reagieren.
„Natürlich habe ich auch Schwächen.“
Azular konnte sie unter ihrer Kapuze förmlich grinsen sehen.
„Aber wer zeigt die schon.“
Horfith hätte gerne gegrinst aber sie konnte es nicht. Bilder aus ihrer frühsten Kindheit stiegen wieder in ihr hoch. Das Waisenhaus von Tiefwasser. Auffangort von ungeliebten Kreaturen.
Sie musste sich unwillkürlich schütteln. Das war lange vorbei.

Azular hatte den Eindruck, dass etwas nicht stimmte. Misstrauisch musterte er die Umgebung. Jemand war hier…aber wer, das vermochte er nicht zu erkennen. Im Laufe der nächsten Minuten wurde es zunehmend stiller, Horfith schien nun vollkommen weggetreten zu sein und er trieb die Pferde an. Ab und zu verhalf er den trabenden Tieren mit einem „Ausdauer des Bären“ Zauber, sodass sie wieder etwas an Kraft gewannen. Als er sich einen Apfel gönnte und die Zügel in einer Hand hielt, registrierte er zunächst nicht, wie einige Shuriken genau auf ihn zurasten….und ihn so trafen, dass es ihn geradewegs von der Kutsche riss. Vor Schock schreiend fiel er auf den weichen Erdboden, ließ dabei den Apfel fallen und sich etwas rollen, bis er schließlich stockte. Die Pferde wieherten in wilder Aufregung, blieben aber zum Glück stehen, sodass es nicht zu einem Unfall kam. Im ersten Moment verstand Azular nicht, was das war, bis er plötzlich einen eiskalten Atem an seinem Nacken spürte.
„Xunus dos zhaun lil elghinn?“, fragte ihn eine kalte, undurchdringbare Stimme.
„Nau, lueth dos?“, antwortete Azular bissig, nachdem er felsenfest davon überzeugt war, wer ihn da von der Kutsche gerissen hatte. Schnell drehte er sich auf den Rücken und sah Syvem direkt in die leeren Augen. Sie starrten sich kurz an, aber dann erhob Azu seinen rechten Arm, hielt ihn Syvem direkt an die Brust und bevor der Verräter verstand, durchfloss pure Elektrizität seinen Körper und er wurde nach hinten geschleudert. Mühsam rappelte sich der Drowmagier auf und musterte sich. Keine Verletzungen, nur die, die seine Mutter ihm zugefügt hatte. Die Shuriken hatten seine Rüstung nur leicht angekratzt. Dann blickte er auf den sich noch leicht zuckenden, am Boden liegenden Syvem, der sich noch nicht weiter bewegte. Schließlich jedoch stand auch er auf und der Strom schien ihn mehr überrascht als alles andere zu haben. „Was willst du?“, knurrte Azular und klopfte sich den Staub aus den Sachen.
„Ich setze dich nur darüber in Kenntnis, was passieren könnte, wenn du angegriffen wirst“, antwortete der ehemalige Hauptmann des Northa-Hauses ruhig.
„Ich konnte den Angriff ja noch abwenden“, meinte Azular gelassen.
„Ja…aber das muss nicht immer so ablaufen.“
„Was soll das alles? Warum schleichst du mir hinterher?“
„Du hast mein Angebot vernachlässigt, hm?“, sagte Syvem leise lachend.
„Wie bitte? Was soll das heißen? Willst du dich mir immer noch anschließen, obgleich ich dich ins Schlachtfeld schicken wollte?“, fragte der Ex-Neun überrascht, ließ die Hand aber trotz alledem zu dem Schaft seines Schwertes fahren, zur Sicherheit.
„Ach das…das war nur ein trostloser Versuch, die dem Untergang geweihte Stadt zu retten. Löblich, ehrenhaft, wie die Menschen sagen würden – aber dumm und naiv. Nichtsdestotrotz vergebe ich dir diese Naivität. Du warst einfach zu…menschlich…“
„Verschwinde, Syvem. Ich brauche dich nicht, du würdest nur für unnötigen Ärger sorgen, wo die Menschen sowieso schon misstrauisch auf unsere Rasse reagieren“, zischte Azular.
„Magier….Mystischer Ritter…Neun von Niewinter…was auch immer du bist...ich würde dir nahe legen, es dir noch einmal gut zu überlegen. Noch werde ich mich mit einer Abfuhr zufrieden geben, aber beim nächsten Mal…werde ich dir bei deiner Entscheidung weiterhelfen…“ Mit diesen Worten endete das Gespräch und Syvem verschwand ohne weiteres. Seufzend kehrte Azular zur Karawane und zur schlafenden Halb-Drow zurück und sie setzten ihre Fahrt fort.

Einige Stunden waren nun schon vergangen, bis Horfith wieder aus ihrem Schlaf erwachte. „Und, hattet ihr einen…erholsamen Schlaf?“, fragte Azular und sah sie dabei ernst an. „Ach ja, übrigens, falls es euch noch nicht aufgefallen ist – dort vorn sind unsere Gefährten…“

Horfith
31.01.2008, 22:45
Horfith fühlte sich alles andere als erfrischt von dem Schlaf. Irgendwie hatte sie das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Sie rappelte sich hoch. Vor ihr im Blick erkannte sie die Karavane. Innerlich zählte sie. Der Treck hätte schon weiter sein müssen, irgendetwas hatte sie auf gehalten.
Azular brachte das Gespann bis an den letzten Wagen des Trecks. Horfith sprang von Kutschbock herunter und streckte sich.
Sie warf einen Blick in die Runde und stellte fest, dass ein Sonnenelf wohl offensichtlich nun auch zu der Reisegesellschaft gehörte.
Aber sie entdeckte auch ein bekanntes Gesicht.
"Oh nein, nicht sie"
Farnrod warf Horfith einen giftigen Blick zu.
"Diese Elfe will ich nicht hier haben.
Horfith setzte ihren unschuldigsten Gesichtsausdruck auf.
"Halbelf, bitte, danke schön."
Franrod lief rot an vor Wut.
"Ich will euch hier nicht mehr sehn, ihr bringt nur Ärger."
Horfith verzog das Gesicht.
"Immerhin habe ich euren letzten Zug vor Trollen gerettet."
"Ja, nachdem ihr deren Angriff provoziert hattet"
Horfith machte ein unschuldiges Gesicht.
"Seit wann muss man Trolle zu irgendwas provozieren."
Franrod schnaubte fast schon vor Wut.
"Trolle sind im allgemeinen dumm, daber wenn sie den Satz hören "Drei Haare am Sack und ihr haltet euch für einen Bären".. und sich nicht dadurch provoziert fühlen...."
Horfith warf einen fast schon unschuldigen Blick in die Luft.
"Ihr seid jetzt etwas kleinlich"
Ihr sonst so gewinnendes Lächlen versagte bei dem Karawanenfüherer.
"Sie kommt nicth mit uns und damit basta, ich will sie nicht dabei haben. Diese Missgeburt bringt nur Ärger."

Viridian
31.01.2008, 23:18
Azular sprang von der Kutsche und gab den Pferden zuerst einmal etwas zu trinken. Dann bemerkte er die kleine Diskussion von Horfith und Farnrod...moment...Farnrod? Erfreut über das Wiedersehen schlenderte er zum Karawanenführer. Dieser bemerkte den dazulaufenden Magier und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. "Oh...oh nein...nein...nicht ihr!", maulte er lauthals.
"Ich freue mich auch, euch zu sehen, Farnrod!", sagte Azular grinsend.
"Na, wunderbar, womit habe ich das nur wieder verdient? Erst diese nervige Halb-Elfe-"
"Halb-Drow, bitte, danke schön."
"Könnt ihr mal die Klappe halten? Jedenfalls, sie und nun auch noch ihr! Was habe ich nur getan, dass mich Tyr so bestrafen muss? Ich hab noch niemanden beschissen, noch nie!"
"Ihr seid schnippisch, Farnrod. Seid doch etwas lockerer, was haben wir euch denn getan?", fragte Azular herausfordernd.
"Sie...dieses Biest...hat mir Trolle auf den Hals gehetzt und ihr...! Ihr wisst, was ihr getan habt!"
"Ach nun kommt schon, das ist doch nun schon zwei Jahre her, dass-"
"Jaah, ZWEI Jahre, zwei gottverfluchte Jahre, dass ihr 'im Namen von Niewinter' meine gesamte, meine GESAMTE Karawane habt konfiszieren lassen und ich solche großen Verluste erlitten habe, dass ich heute noch Schulden habe!", kreischte der Führer wütend.
"Warum nehmt ihr mir das denn übel? Das war doch nur ein Scherz! Immerhin habt ihr mich ein Jahr zuvor auch auf die Schippe genommen", lachte Azular.
"Scherz? SCHERZ?! Ich kann euch ja mal zeigen, was ein Scherz ist, wenn ich euch das Fressbrett poliere, ihr-"
"Ich verstehe noch immer nicht eure Aufregung, ihr habt doch euren gesamten Karawanenbesitz wieder bekommen!"
"Nein, das habe ich NICHT, Witzbold!", blaffte Farnrod zornentbrannt.
"Wie...was soll das heißen? Ihr habt sie nicht, aber...ich hab den Wachmännern doch gesagt, dass ihr sie zurückbekommt, und die waren normalerweise auch immer zuverlässig!", sagte Azular verwirrt.
"Ja, vielleicht hab ich die verfluchte Karawane deshalb nicht bekommen, weil da Schmuck im Wert von 50.000 Goldstücken drin war, ihr Idiot von einer..."
"Oh...ähhm...das wusste ich nicht...öhm...", stammelte Azular verlegen.
"Baaah, das gibts doch wirklich nicht! Ihr beide, das steht fest, kommt NICHT mit, verstanden?", schrie der Karawanenführer sauer.
"Oh doch, Farnrod, das werden wir", antwortete Azular ernst.
"Ach ja, und wie kommt ihr darauf?!"
"Muss ich euch daran erinnern, was ihr ein Jahr davor mit mir getan habt? Ihr habt in meinem Namen an einem Glücksspiel teilgenommen und leichtfertig 20.000 Goldstücke verzockt! Und wer saß dann auf einem Berg von Schulden? Ich. Und ihr wusstet genau, dass ich zu der Zeit noch verdammt wenig Sold bzw Lohn bekam. Hätte mir Lord Nasher nicht ausgeholfen, säße ich vermutlich immer noch auf den Schulden, die sich pro Jahr immer verdoppelten", warf Azular Farnrod vor. Dieser grummelte mies gelaunt und seine Miene verwies auf nichts gutes. Nach einigem Zögern sagte er schließlich: "Also gut, ihr kommt mit, Drow, aber die da, die bleibt da!"
"Sie kommt auch mit!"
"Nein!"
"Oh doch, oder müssen Sera und ich noch nachhelfen und andere Überzeugungskünste anwenden?", fragte er eindringlich und wie aufs Stichwort tappte Sera herbei, erkannte den Handelsmann und schlich um dessen Beine, bis sie schließlich anfing, seine Hose zu zerfetzen. "Hey, was soll das? Pfeift sie zurück ja, die Hose war teuer!", rief er.
"Nur, wenn sie mitkommt."
"Also gut, also gut!", motzte der Führer und Sera ließ von seiner Hose ab. Dann drehte er sich um und murmelte unheilvolles, während er ging.
"Phew", atmete Azular durch.

Horfith
01.02.2008, 09:51
Farnrod wollte schon wieder zu seinem Wagen gehen als er stutzte.
"Moment mal, dieser Wagen, die Pferde mit denen ihr angekommen seid.. Ich kenne sie. Das war der Wagen den wir für die Nachzügler zurückgelassen haben. Wo sind meine Leute?"
Wütend funkelte er Horfith an, doch die Frau zeigte weder eine Spur von Verlegenheit noch von Unsicherheit.
"Eure Leute sind in die nächste Taverne um Blutwein zu holen, wir haben gewartet und als sie nicht wieder kamen sind wir aufgebrochen. Fragt Azular, wenn ihr mir nicht glaubt."
Azular starrte die Halbdrow an. So etwas hatte er noch nicht erlebt.
Farnrod wandte sich an den Magier.
"Stimmt es was sie sagt?"
Azular nickte langsam.
Der Karawanenführer schien nicht ganz zufrieden aber er akzeptierte die Antwort.
"Und ich sage es euch noch nochmal, diese Missgeburt bringt nur Ärger, aber das werdet ihr früher oder später selbst herausfinden. Wahrscheinlich eher früher."
Missmutig stapfte er zum Anfang des Trecks.
Horfith blickte ihm belustigt nach.
"Dass er euch beleidigt macht euch nichts aus?"
Die Frau lachte.
"Er kann mich nur beleidigen, wenn ich ihn ernst nehme und das tue ich nicht. Und jetzt kommt zurück zum Wagen, damit es weitergehen kann. Ich hab so ein leicht unangehmes Prickeln im Nacken, als würde jemand versuchen mich von hinten mit Blicken zu durchbohren, weil wir hier alles aufhalten."
Immer noch grinsend ging die Frau zum Wagen zurück, schwang sich auf den Kutschbock und nahm die Zügel in die Hand.

Morgana
01.02.2008, 18:06
Die Karawane hatte sich endlich wieder in Bewegung gesetzt. Inzwischen war es mitten am Vormittag und die Sonne schien von einem wolkenlosen Himmel. Die Route verlief weiter in südöstlicher Richtung und auch wenn sie sich langsam immer weiter von den hohen Klippen über der Schwertsee entfernte, war der Ausblick noch immer atemberaubend. Nicht so für Ad’non, der sich zuerst seine Kapuze immer weiter ins Gesicht gezogen und sich dann murrend in den hinteren, überdachten Teil des Wagens verzogen hatte. Dort lag er nur zwischen den Warenpaketen und starrte die Wagenplane über ihn an. Zumindest vermutete Morgana dass er keinesfalls schlief – ob er die Augen aber geöffnet oder geschlossen hatte war nicht zu sehen.

Nach einer Weile sprach Morgana deshalb Harzholtz, den Besitzer des Wagens auf dem sie fuhren an.
„Würde es Euch stören, wenn ich Euch eine Weile mit ihm alleine lasse? Ich würde mich gerne mit einigen der anderen Gefährten besprechen.“
Der Angesprochene warf einen Blick nach hinten in den Wagen.
„Nein geht nur, solange er schläft kann er schon keinen Ärger machen und im Zweifelsfalle seid Ihr und Farnrod ja nicht allzu weit entfernt.“
Morgana nickte – der Mann schien nicht viele Erfahrungen mit Drow zu haben. Ad’non im Rücken wäre ihr mit Sicherheit um einiges unangenehmer als wenn er neben ihr sitzen würde – aber sie wollte den Menschen nicht unnötig beunruhigen.
Damit sprang die Mondelfe vom Wagen und wartete einen Moment, bis der zweite Wagen auf ihrer Höhe war. Ohne lange zu fragen kletterte sie auf dessen Fahrerbank und zwang so den dort sitzenden Sonnenelfen ein Stück näher an den Menschen zu rücken, was diesem sichtlich missfiel.

„Uluvathae Thorondor, sut tyava lle? Wie ich sehe habt Ihr Euch entschlossen Euch der Karawane anzuschließen und ich hoffe Ihr seid über unser erstes Zusammentreffen nicht mehr allzu beunruhigt. Ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich über die Gelegenheit, mich wieder einmal mit einem Lichtelfen zu unterhalten sehr erfreut bin, solche Gesellschaft habe ich lange vermisst.“
Sie sah den fremden Magier abwartend an. Sie kannte genug Sonnenelfen um über deren manchmal penetrante Arroganz bescheid zu wissen – aber es mussten ja nicht alle so extrem sein …

Viridian
01.02.2008, 20:40
Während die Karawane ihre Reise fortsetzte, setzte sich Azular in den Wagen, zwischen den Kisten und Säcken, kraulte Sera - die das mit großem Genuss über sich ergehen ließ - und dachte über Syvem nach. Was will er von mir? Warum ist er nur so versessen darauf, mich zu begleiten?, dachte er und diese Frage ließ ihn nicht los.
Er will euch ausliefern, murmelte Serivan gelangweilt.
Ausliefern? An wen?
- An die Halbdrachen, das ist doch offensichtlich!
- Was haben die Halbdrachen denn von mir? Ich bin denen doch nichts wert!
- Ihr habt einen großen Nutzen für sie. Ihr, der die Macht besitzt, eure Mutter zu töten und das Vertrauen der Menschen gnadenlos zu missbrauchen, könnt für Reichtum sorgen. Und da der Ex-Hauptmann euer Volk schon verraten hat und gut entlohnt wird..., meinte Wulcor nachdenklich.
Ihr glaubt also, er wird mich auch verraten?, fragte er leicht zweifelnd.
Seid nicht dumm, er ist ein Drow, er würde jeden verraten!, rief Serivan laut und Azular erschrak.
Ihr habt recht...aber er sagte, er wird mir demnächst bei meiner Entscheidung verhelfen...dann sollte ich mich auf einen Angriff vorbereiten, grübelte der Drow.
Das wäre das beste, ja, riet ihm der Falke. Sera bemerkte, dass Azular in Gedanken vergessen hatte, sie zu kraulen und so miaute sie laut und blickte ihn fragend an. Er lächelte und streichelte sie weiter.
Ekelhaftes Katzenvieh!
- Seid still, Serivan!
- Seid still, Serivan, äffte der Wolf ihn nach. Ihr macht mich krank
- Verdammt, das wusste ich nicht, ernsthaft?, flötete Azular bissig.
- Ihr nervt mich. Könnt ihr nicht mal etwas sinnvolles tun und die Halb-Elfen-Schlampe umlegen?, grummelte das schwarze Feentier.
Nein, aber jemand anderen vielleicht!, knurrte der Magier genervt.
- Eure armseligen Drohungen sind nur Staub im Wind.
- Oh gott, was können sich die anderen nur glücklich schätzen, keinen nervigen alter Ego zu haben...

Horfith bemerkte dass Azular hinten im Wagen vor sich hinmurmelte.
"Setzt euer Hundi euch wieder zu?"
"Jaah...", antwortete Azular tief seufzend. "Er ist zu nervig..."
"Ich hab mal gehört, dass Hunde ruhiger werden wenn man sie kastriert. Vielleicht solltet ihr ihn doch nochmal rauslassen ich übernehme das gern für euch"
"Richtet ihr aus, dass ich ihr das anwidernde Fleisch von den Knochen ziehe, wenn sie es auch nur wagt, diese Gräueltat zu begehen!", zeterte Serivan.
"Habt ihr gehört, Horfith? Da scheint wohl jemand Angst zu haben", kicherte der Magier amüsiert....

Surinyo Asany
01.02.2008, 21:06
„Hey was willst du hier ? und Finger weg von den Gewürzne, hast du mich verstanden ?!!“, fuhr ihn der Mann an.
„Ich bin zu eurem Schutz da, Gewürzmann. Fühlt euch sicher“.
„Das ist ein gutes Gefühl. Wie es mir scheint seit ihr auch nicht von hier“.
Surinyo antwortete “Nein, ich bin Surinyo Asany aus Memnon.
„Eine schöne Stadt Asany. Ich komme auch aus Memnon, oder was denkt ihr wo ich die tollen Gewürze her habe“ sagte der Gewürzman mit einem breiten Grinsen, das Surinyo nur erwidern konnte.
“Ich bin Azir al’Chad, und bin der, der diese armen Esskulturen mit Geschmack beliefert,“ sagte er mit hämischen lachen doch er traf den Nerv der Meinung von Surinyo.
“Ja schlimm ist das außerhalb der Heimat mit dem Essen“ musste er antworten.

Der Waldläufer beugte sich zur Seite und warf einen Blick hinten auf den letzten Wagen. Die rothaarige Frau saß nun auf dem Kutschbock. Zu gerne hätte er gewusst, um was es bei dem Streit mit dem Karawanenführer gegangen war.

„ Keine Gefahr ist in sicht. Euer Gewürz ist in Sicherheit“.
Azir zwinkerte Surinyo zu und drehte sich um und machte irgendwas an seinen Tüten.

Thorondor
01.02.2008, 21:21
Leise seufzte der Magier, als die Elfe sich auf den Wagen setzte.
"Alae," grüßte er sie schließlich. Der Gruß klang nicht besonders erfreut, aber auch nicht gerade unfreundlich. Es schien jedoch, als wäre ihm zur Zeit fast jede Art von Gesellschaft unlieb.
"'Uluvathae Thorondor', so waren Eure Worte," sprach er nachdenklich und sah sie dabei abschätzend an. "Von jeder anderen Person in der näheren Umgebung gesprochen würden diese Worte in meinen Ohren wie Spott klingen. Ich glaube kaum, dass sich hier jemand wirklich freut, einen Ar'Tel'Quess zu sehen."
"Doch, ich freue mich," hörte man die Stimme der Pixie auf seiner Schulter sagen. Die Fee hatte inzwischen begonnen, in eine Haarsträhne des Elfen verschiedene Knoten zu machen, weil sie scheinbar meinte, dass dies dem Aussehen des Magiers zuträglicher wäre oder weil es ihr einfach Spaß machte.
"Ich weiß, mellonelle'amin," sagte er nicht ohne ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Wenige Augenblicke später war sein Blick aber auch schon wieder ernst und er wandte sich wieder Morgana zu.
"Außer Euch sehe ich in dieser Reisegruppe nur niedere Wesen: Bhen und Illythiiri. Eine Priesterin der letzteren hat sogar Hand an mich gelegt. Wisst Ihr, was das heißt? Sobald ich wieder auf der grünen Insel bin und sich dies Ereignis herumspricht, werden die tratschenden Frauen zu tuscheln anfangen oder schlimmer, sobald sie mich nur erblicken." Darauf machte er eine kurze Pause und man konnte spüren, wie sehr ihn diese Sache bedrückte.
"Noch hoffe ich und bete im Stillen zu Corellon, dass all dies hier nur schlechter Traum ist, der vorübergeht, und ich erwache. Doch bisher hat er meine Bitte nicht erhört." Er schüttelte leicht resignierend den Kopf. "Erst vorhin sah ich, wie zwei weitere Dunkelelfen zu der Gruppe stießen. Wie viele werden noch erscheinen? Wie schlimm kann solch ein Alptraum werden?" Wieder konnte man ein leises Seufzen vernehmen.
"Und was mich noch interessieren würde: warum reist Ihr mit diesen Leuten? Niemand von jenen stellt eine angemessene Gesellschaft für eine Tel'Quess dar. Ihr könnt also unmöglich aus völlig freien Stücken mit dieser Begleitung reisen. Was also bindet Euch hier?"

Morgana
01.02.2008, 22:34
Während des Gesprächs bemerkte Morgana zum ersten mal die kleine Fee, die auf der Schulter des Magiers herum turnte und mit dessen Haaren spielte. Sie musste lächeln. Die Pixie erinnerte sie an die Zeit ihrer Ausbildung im Forgotten Forrest, auch da hatte es Pixies und Blumenfeen gegeben – nur waren die selten so zutraulich gewesen.
„Glaubt es oder glaubt es nicht – ich freue mich wirklich einen Angehörigen eines verwandten Volkes zu sehen.“ Erwiderte sie noch immer lächelnd. „Aber seid nicht so schnell mit eurem Urteil über die anderen Gefährten, manch einer würde Euch sicherlich überraschen, wenn ihr sie erst besser kennen lernen würdet. Und macht euch keine Sorgen wegen Elvanshalee, sie ist keine Priesterin von Llolth, sie ist wie ich Mitglied der „Töchter Angharradhs“ und eben dieser geweiht. Sie ist an der Oberfläche geboren und aufgewachsen und außer ihrem Temperament hat sie wenig mit den Illythiiri gemein – mit Ausnahme ihrer Hautfarbe. Sogar ihre Abneigung gegen Menschen scheint sie in letzter Zeit überwunden zu haben.“ Fügte sie grinsend hinzu.
Nach der Erwähnung des hinzugekommenen Wagens beugte sich Morgana ein wenig über den Wagen nach draußen und winkte kurz zu den beiden Neuankömmlingen nach hinten. Dann wandte sie sich wieder an den Sonnenelfen.
„Azular und Horfith gehören zu unseren Gefährten. Azular war lange einer der Neun von Niewinter und er ist Magier wie Ihr. Horfith ist Bardin und wir haben sie erst vor ein paar Tagen kennen gelernt. Allerdings ist sie keine Illythiiri, sie ist Halbdrow – soviel Zeit sollte sein.“
Die Mondelfe machte eine kleine Pause und betrachtete gedankenverloren für einige Momente die langsam vorbei ziehende Landschaft. Wie wohl Azular und Horfith zu diesem Wagen gekommen waren? Sie war sich nicht sicher, ob sie dies wirklich wissen wollte, aber es würde ihr wohl nichts übrig bleiben, als die beiden über kurz oder lang danach zu fragen.
„Ob ich freiwillig mit dieser Gruppe reise?“ richtete die Hexenmeisterin ihre Aufmerksamkeit wieder auf Thorondor „Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es mag paradox klingen, aber Elva und ich sind eigentlich ausgebildete Drowjägerinnen unserer Schwesternschaft und unsere Aufgabe ist es, die erneute Ausbreitung der Illythiiri auf der Oberfläche zu verhindern. Doch der Auftrag, den wir zurzeit ausführen scheint in irgendeiner seltsamen Art und Weise mit dem Schicksal einer gewissen Gruppe von Drow verbunden zu sein. Deshalb sind wir auf dem Weg in den Forgotten Forrest – zur Enklave der Töchter Angharradhs – in der Hoffnung dort einige Antworten zu finden.“

Die Erwähnung der „grünen Insel“ war der Mondelfe durchaus nicht entgangen. Welche Insel der Magier damit wohl meinte? Aber sie hatte beschlossen dieses Thema erst einmal auf später zu verschieben …



Elvanshalee kraulte noch immer den neben ihr liegenden Schattenwolf, während sie die Ankunft von Azular und Horfith beobachtete. Als sich der Treck wieder in Bewegung gesetzt hatte blieb sie noch eine Weile neben diesen sitzen und warf hin und wieder einen Blick nach hinten zu Izayoui, doch dieser schien fest zu schlafen, oder zumindest so zu tun. Sie hoffte wirklich, dass der Mensch, nachdem er den ersten Groll überwunden hatte verstand, warum sie ihn daran gehindert hatte den Ar'Tel'Quess zu töten. Nach dem Zauber von Morgana hatte er eigentlich keine Gefahr mehr für sie dargestellt und sie hatte befürchtet den Krieger noch mehr an die dunklen Macht zu verlieren, die ihn seit der letzten Schlacht in Underdark ständig zu umgeben schien. Ihr waren ihre eigenen Gefühle für Izayoui noch immer nicht ganz klar, es war einfach zu ungewohnt für sie – aber ihn jetzt zu verlieren, daran mochte sie lieber gar nicht erst denken.
Plötzlich viel ihr auf, dass der Wolf sie beobachtete. Ob er wohl ihre Gedanken lesen konnte? Sie hatte das bei ihm gar nicht erst versucht – die Gedanken eines Schattenwolfs waren nichts womit man leichtfertig konfrontiert werden sollte. Nachdem sie mit dem Tier einen längeren Blick ausgetauscht hatte schien es als würde er der überraschten Drow zublinzeln. Danach erhob er sich und legte sich nach hinten neben den Menschen.
Elvanshalee warf einen Blick auf den Wagenlenker, der sie weiterhin hartnäckig ignorierte und sprang dann von ihrer Bank auf die Straße um gleich darauf auf den hinter ihr fahrenden Wagen von Horfith und Azular zu klettern.
„Aaye mellonae`amin! Es freut mich zu sehen, dass Ihr beiden es geschafft habt. Horfith sagt mir eines, wie habt ihr es nur geschafft an diesen Wagen zu kommen – das was ihr Farnrod erzählt habt – das war doch wenn überhaupt nur ein kleiner Bruchteil der Wahrheit.“ Sie sah die Halbelfe schief an und fügte dann grinsend hinzu. „Entschuldigt wenn ich neugierig klinge – aber das ist genau das was ich bin – und zwar eigentlich immer.“

Horfith
01.02.2008, 23:10
Horfith lachte laut auf.
„Meine Liebe Melonen gibt es hier nicht. Ich spreche kein elfisch.“
Der Drow klappte der Unterkiefer herunter.
„Ich bin in Tiefwasser in einem Waisenhaus für „Mischlinge“ aufgewachsen. Man legte dort sehr viel wert auf „Menschlichkeit“
Wie menschlich zeigten bis heute noch die vernarbten Striemen auf dem Rücken der Halbdrow.
„Aber was den Wagen angeht, ich kann euch versichern das ich Farnrod nicht angelogen habe. Allerdings war mir nicht bewusst, dass der Wagen hier zur Karawane gehört.
Die Drow hatte ihre Überraschung überwunden.
„Morgana hat ihn extra für die Nachzügler zurückgelassen.“
Azular meldete sich von hinten.
„Na großartig, Horfith, dann hättet ihr euch euren „Budenzauber“ sparen können.“
Die Frau schüttelte sich vor Lachen.
„Mag sein, aber es wäre nur halb so lustig gewesen.“
Elvanshalee ihr einen verwirrten Blick zu.
„Ich habe die Männer, gebeten mir Wein zu holen. Das war alles.“
Die Drow musste lächeln. Bardenzauber und tippte auf faszinieren. Das und die übrigen Reize der Frau mussten dafür gesorgt haben, dass die Männer sich überschlagen hatten.
„Darf ich euch weitere Fragen stellen.?“
Horfith nickte und lächelte.
„Fragen dürft ihr immer.“
Elvanshalee beendete den Satz im Stillen für sich, „aber ich wette, dass ich kaum Antworten bekommen werde.“
„Nun, ihr seit die erste Halbdrow die ich treffe. Diese Mischung ist selten und mit Menschen erst recht. Was seit ihr mehr? Ich bin ebenfalls unter Menschen aufgewachsen.“
„In erster Linie bin ich eine Horfith. Ich gebe nicht sehr viel auf Rasse und Abstammung. Entweder komme ich mit jemandem klar oder nicht.“
„Keine eurer Blutlinien schlägt durch, das ist merkwürdig. Ich kenne einige Halbelfen, die bei Menschen aufgewachsen sind und elfischer als alles andere sein wollen und umgekehrt.“
Horfith grinste.
„Offensichtlich liegt es in der Natur des Lebens immer das haben zu wollen was man nicht kriegen kann.“
Elvanshalee musste unwillkürlich lächeln. Hinter der stets vergnügten Fassade der Halbdrow steckte weitaus mehr als man auf den ersten Blick sah.
„Warum begleitet ihr uns?“
„Ich bleibe ungern lange an einem Ort. Eure Reisegruppe versprach Unterhaltung. Und bis jetzt bin ich nicht enttäuscht worden.“
Die Drow warf einen Blick auf die Waffe der Frau.
„Ein Katana ist eine recht ungewöhnliche Waffe für eine Bardin.“
„Oh, das ist mir zugelaufen. Eigentlich bin ich Bogenschützin.“
Die Drow stutzte.
„Arkane Bogenschützin?“
„Ich glaube so nennt man das, ja.“
Die beiden Frauen schwiegen eine Weile.
„Eine Frage noch?“
„Tut euch keinen Zwang an.“
„Ihr erwähntet ein Waisenhaus. Ihr wisst also nicht wer eure Eltern sind?“
Horfith schüttelte den Kopf.
„Immerhin waren meine Erzeuger zu rücksichtsvoll mich vor der Schwelle des Gebäudes abzulegen, statt mich wie einen Wurf junger Katzen im Hafenbecken zu ertränken. Obwohl es mit Sicherheit eine Menge Leute gibt, die der Meinung sind, dass das der bessere Weg gewesen wäre.“
„So viel Chaos könnt ihr gar nicht verbreiten.“
Die Drow lächelte. Sie mochte die Art der Bardin.
„Stimmt, Elvanshalee, ich kann nicht überall gleichzeitig sein.“

Morgana
01.02.2008, 23:52
Die Klerikerin musste nun laut lachen.
"Die Reise mit Euch verspricht wirklich unterhaltsam zu werden. Nur ein Wort noch zu euren unbekannten Eltern. Ich weiß auch nicht wer mein Vater ist, nur dass er offensichtlich wie meine Mutter ein Drow aus Underdark ist. Ich habe nur dieses Amulett hier als hinweis. Doch bisher scheint das niemandem etwas zu sagen - bis auf Valas."
"Valas, wer ist Valas? Habt ihr mir etwa ein männliches Mitglied eurer Truppe vorenthalten?" Horfith blinzelte der Drow verschwörerisch zu.
"Valas Andori ist ein Drow und der ... hmmm ... ein guter Freund von Morgana - zumindest seit diesem "Ausflug" hier. Er ist ausserdem wie Ad'non Mitglied einer Drow-Söldner-Bande aus Menzoberranzan mit Namen Bregan D'aerthe und wurde von dieser sozusagen "abkommandiert" und durch Ad'non ersetzt bevor wir Underdark verlassen haben. Das Ganze hat irgendwie mit unserem Auftrag zu tun - wie genau wissen wir aber auch noch nicht."
"Bregan D'aerthe, sieh an.. Ein Name der in gewissen Kreisen immer noch Aufmerksamkeit erregt. Ich kenne euren Auftrag ja nun nicht, aber wenn die Leute von Jarlaxle ihre Finger mit ihm Spiel haben, steckt ihr wirklich in Schwierigkeiten."
"Eigentlich sind Morgana und ich ... nunja ..." Elvanshalee warf einen Seitenblick auf Azular, aber der wusste vermutlich ohnehin bescheid "... wir sind "Drowjägerinnen" der "Töchter Angharradhs" und unsere Aufgabe besteht normalerweise darin die Ausbreitung der Underdark-Drows auf der Oberfläche zu verhindern. Nur bei unserem momentanen Auftrag scheint das alles etwas anders zu laufen. Deshalb sind wir auf dem Weg in den Forgotten Forrest. Wir hoffen dort ein wenig mehr Informationen zu der ganzen Sache zu bekommen."
"Dann wollt ihr über Llorkh in Richtung Hammerhalle, zwischen den Sümpfen von Chelimber und dem Schlangenschwanz hindurch in Richtung Evereska. Eine gefährliche Route. Trolle, Orks und schimmeres. Entweder seid ihr besonders mutig oder ganz besonders dumm." Die ungewohnte Ernsthaftigkeit der Frau verunsichert Elvanshalle.
"Die Routenplanung macht Morgana, aber ich denke wir werden der "Schwarzen Straße" nach Llorkh noch durchs Graugipfel Gebirge hindurch folgen und erst dann zwischen diesem und dem "Einsamen Moor" nach Süden reisen. Wir kennen diesen Weg, deshalb vermute ich, dass Morgana ihn wählen wird. Aber gefahrlos ist auch dieser nicht."
Horfith lachte. "Das ist ungefähr die gleiche Route. Vielleicht sollte ich mir überlegen euch weiter zu begleiten. Ich lasse mir ungern meinenHintern abkauen." Horfith blickte über die Schulter zu dem dösenden Magier. Wieviel wussten seine Reisegeführten eigentlich über seinen "unaufdringlichen" Begleiter.

Serpico
02.02.2008, 00:29
Man konnte die Fahrt nicht gerade als gemütlich bezeichnen, und da Ad'non ohnehin aus hunderten von Gründen bis an die Schläfen gereizt war, musste er die Zähne zusammenbeißen, um nicht jedes Mal aufzuschreien, wenn der Planwagen über Unebenheiten fuhr und leicht erschütterte. In Gedanken zählte er die Momente, in denen er hätte schreien wollen, versuchte sich irgendwie abzulenken, während er reglos dalag und von Zeit zu Zeit mal weniger mal heftiger durchgeschüttelt wurde. Doch nicht einmal in Gedanken fand er Ruhe, nicht einmal nach der langen Fahrt. Irgendwann schien der Weg ebener zu werden und der mürrische Drow war einigermaßen erleichtert, was er mit einem Knurren kundtat... doch plötzlich schaukelte der Wagen, als ein Stein oder ein totes Tier unter die Räder geriet.
Ad'non schlug mit dem Kopf gegen die Holzschalung.
"Vith'ir" keifte er und ließ einen Schlag mit der Faust folgen. "Was sind das nur für Umstände in Eurer Welt?!", rief er dem Kutscher zu, der sich kurz umdrehte, jedoch nichts erwiderte - er hatte schließlich keinen Vergleich zu irgendeiner scheinbar so anders gearteten Welt.
Ad'non schüttelte den Kopf und blickte unter seiner tief in das Gesicht gezogenen Kapuze der hellen Außenwelt entgegen. Wo sollte das nur enden? Wieder fragte er sich: würde die Oberfläche ihn verändern, so wie sie Valas und sogar den großen Jarlaxle Baenre verändert hatte? Welche Erfahrungen kamen auf ihn zu? Ad'non gestand es sich noch immer nicht ein, doch er war unsicher und einsam an der Oberfläche, wie ein kleines Kind, das alles neu zu begreifen und zu definieren lernte. Ein Unwissender, zu einem großen Teil eine leere Hülle, die neu gefüllt wurde... er fürchtete sich davor.
Oh ja... wo sollte das nur enden?

Serpico
02.02.2008, 00:30
Es war eine ganze Zeit vergangen, seitdem Valas Sshamath erreicht hatte und auf Zillak getroffen war… diesmal hatte er im Training bereits deutlich besser abgeschnitten. Als der Kampf gegen Zillak vorüber und der Lehrling seinem Meister erlegen war, saßen die beiden Drow wie gewöhnlich auf den Steinfliesen im Tempel. Valas unterrichtete seinen Mentor in der Handelssprache der Oberfläche, während Zillak ihn über die Besonderheiten der „Unsichtbaren Klinge“ aufklärte. Viele Stunden hatten sie schon auf diese Weise verbracht, die letzten Wochen waren immer gleich verlaufen. Valas hatte sich an das Gewand gewöhnt und vermisste seine Rüstung mittlerweile kaum noch, wenn ihm auch die mächtigen Verzauberungen fehlten. Zillak hatte ihm eine unvergleichliche Ausrüstung versprochen, sobald die letzte Prüfung bestanden sein würde.
„Ihr seid mir beinahe ebenbürtig“, gestand der Meister, dessen ausdrucksloses Gesicht jedoch weder Stolz noch sonst eine Gefühlsregung preisgab – wie üblich.
„Und Ihr beherrscht die Sprache der Oberfläche mit jedem Tag besser“, gab Valas zurück, nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass Zillaks Worte nicht spöttisch gemeint waren. Er merkte seiner eigenen Stimme und dem Klang der Worte an, wie sehr er dabei war, sich wieder einzuleben. Er klang kaum anders als jeder andere Drow, kalt und sachlich. Er wählte jedes Wort mit Bedacht, doppelt so sehr auf die Hintergedanken seines Gegenübers und das mögliche Ausplaudern von Informationen achtend, wie zuvor an der Oberfläche. Kommunikation war hier ein heimtückisches Spiel.
„Denkt daran, dass die Stärke der Velkyn Velve nicht in ihrer Kraft, sondern in ihrer Intelligenz und Geschicklichkeit liegt. Ihr müsst Euren Gegner überlisten und seinen Angriffen behände ausweichen, um des Titels würdig zu sein.“
„Das habt Ihr mich gelehrt. Denkt Ihr, ich bin bereit?“
„Bereit wofür?“
Valas antwortete nicht. Er ließ sich die Frage durch den Kopf gehen und fand keine Erklärung… wofür? Für die letzte Prüfung? Die Ernennung zur Unsichtbaren Klinge? Doch worin bestand die eigentliche Prüfung, wenn alles bisher nur Training war?
„Ihr seid bereit für den nächsten Schritt“, erklärte Zillak. „Kehrt zu mir zurück, wenn Ihr glaubt, meiner würdig zu sein.“
„Und bis dahin?“
„Bis dahin wird sie Euch in den letzten Prüfungen unterweisen“, entgegnete der Assassine und deutete auf etwas – oder jemanden – hinter Valas.
Die Augen des jüngeren Drow weiteten sich plötzlich. Er hatte die Präsenz dieser Person bisher nicht gespürt, doch nun bewegte sich sein Kopf zur Seite und seine Augen erhaschten einen Blick auf das, was hinter ihm war. Seine Augen erhaschten einen Blick auf… Yasraena Vrinn.
„Vendui’shebali“, begrüßte ihn die zarte weibliche Stimme. Die Dunkelelfe war schlank, attraktiv nach den Maßstäben beinahe jedes Volkes, und in eine weite schwarze Robe gekleidet. Ihr anmutiges Gesicht war unter der Kapuze gut sichtbar und ihr weißes Haar ging in lockigen Strähnen zu beiden Seiten daraus hervor.
In Valas regte sich ein vergessen geglaubter Schmerz, Hass und Enttäuschung, aber auch andere, weniger negative Emotionen, die ihn gedanklich zurückführten zu einer Zeit, als er noch an diesem Ort gelebt hatte, in Sshamath, der Stadt der Magier. Was er sah, war seine Jugend, seine Kindheit und Unschuld – und ebenso deren brutales Ende.
Plötzlich wurde ihm klar, wer ihn die ganze Zeit über auf magischem Weg beobachtet hatte.

Viridian
02.02.2008, 00:32
Richtet dieser nervigen Halb-Elfe aus, dass ich gerne bereit stehe, wenn es um ihren Hintern geht, den es gilt, abzukauen. Aber dann fresse ich sie ganz!, murrte Serivan und Azular musste lauthals lachen.
"Horfith, Serivan steht auf euch, für ihn seid ihr zum Anbeißen", gröhlte er.
"Warum müsst ihr immer meine Worte verdrehen? Ich hasse euch!", schrie der Wolf wütend und klang dabei noch peinlich berührt. Zum ersten Mal hörte Azular auch den Falken lachen, der Wolf schien ihn wirklich sehr zu amüsieren.
"Es war gut, dass ihr mich nicht zu Sebat gegeben habt, ich habe schon seit bestimmt 700 Jahren nicht mehr so ausgiebig gelacht!", prustete Wulcor und er wirkte richtig authentisch, nicht so gezwungen weise.
"Keine Ursache, Wulcor. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit diesem Wolf so viel Spaß haben könnte!", antwortete Azular sich schüttelnd vor lachen.
"Ich fasse das nicht...ich fass das nicht....nicht einmal euer Onkel hat mich so in Verruf gebracht...oh wartet nur, wenn ihr euren widerlichen Ohhring ablegt, dann werde ich hier aufräumen!"
- "Uh, ein Putzmann!"
- "Nein, ich...ach...ach verflucht!", fluchte das Feenwesen aufgeregt und gab dann Ruhe. Nachdem sich der Magier einigermaßen beruhigt hatte, kletterte er zu den beiden Frauen nach vorne und setzte sich erholt neben sie.
"Darf ich euch etwas fragen? Nun, da ihr ja plant, weiter mit uns zu reisen, halte ich es für angebracht, wenn wir uns untereinander etwas besser kennen lernen. Allerdings müsst ihr nicht antworten, wenn es euch nicht behagt. Also...ähm...warum haben euch eure Eltern eigentlich in das Waisenhaus gegeben?", fragte der die Halb-Drow.
"Wenn ich das wüsste", antwortete sie nachdenklich, "vermutlich war es meiner menschlichen Mutter peinlich, von einem Dunkelelfen schwanger zu sein - oder auch umgekehrt, vielleicht war es ihm peinlich, eine Menschenfrau geschwängert zu haben." Sie zuckte mit den Schultern.
"Verstehe", erwiderte er langsam. "Sagt mal, gibt es denn so viele Unterschiede zwischen Männern und Frauen?", fragte er als nächstes.
"Im Verhalten nicht viele. Mir ist nur ein grundsätzlicher Unterschied aufgefallen", antwortete sie ernst.
"Der da wäre...?"
"Männer schauen auf die Kehrseite einer Frau und denken sich "Was für ein Arsch" Frauen denken das gleiche, nur schauen sie Männern dabei ins Gesicht", meinte sie dabei unverholen. Daraufhin lief Azular sofort pupurrrot an und sah auf den Boden. "Pah! Die typischen Klischees!", rief Serivan so laut, dass es jeder hören musste, der neben Azular war. "Wir schauen nicht mehr nur auf den verlängerten Rücken, viel mehr auf das, was Frau vornherum zu bieten hat!", antwortete der Wolf pampig.
"Ihr macht es mir nicht gerade besser, also schweigt lieber!", zischte Azular verlegen.

Thorondor
02.02.2008, 01:33
Die kleine Pixie schien sich nicht weiter daran zu stören, dass man ih ihrer Anwesenheit sprach. Fast konnte man meinen, sie würde nicht einmal wirklich zuhören, sondern sich nur mit den Haarsträhnen befassen, in denen nun langsam ein erkennbares Muster hervorzutreten schien – zumindest an den Stellen, an denen sich die Fee darum bemüht hatte.
"Möglicherweise freut Ihr Euch wirklich, einen meiner Art hier zu sehen. Jedoch die Illythiiri und jene, die deren Blut in sich trägt, würden sicherlich froh sein, wenn ich diese Karawane verlasse... egal auf welche Weise," erklärte der Magier seine Sicht der Dinge. "Außerdem sage ich Euch, dass ich wohl keinen Finger rühren werde, würde einer dieser Drow in Gefahr geraten, auch wenn ich in der gleichen Gruppe wie sie reise. Drow sind eine Gefahr für jeden guten Tel'Quess, und je weniger es von den Illythiiri gibt, umso besser."
Eine kurze Pause entstand, in welcher der Magier kurz nachdachte.
"Einiges, was Ihr sagt, klingt... ungewöhnlich," setzte er nach dann fort. "Eure Aufgabe besteht darin, den Drow Einhalt zu gebieten, und doch reist Ihr -wie mir scheint sogar recht unbekümmert- in einer Gruppe, in der nicht wenige Drow vorhanden sind. Ebenso diese Priesterin... nicht nur, dass sie angeblich Angharradh geweiht sein soll, was schon für eine Drow paradox genug ist, sie macht auch noch Jagd auf ihr eigenes Volk? Welches Wesen würde das tun?"
Fragend sah er Morgana an.
"Wie Ihr sagtet: Eure Worte klingen paradox und..." Kurz hielt er inne und vollführte eine knappe Geste mit der rechten Hand, worauf sein Gesichtsausdruck für den Bruchteil eines Herzschlages Erstauen erkennen ließ, jedoch rasch fasste er sich wieder und fuhr fort: "...und doch kann ich keine Falschheit in Euren Worten erkennen. Ihr seid mir wahrlich ein Rätsel. Da wir jedoch noch einige Zeit zusammen reisen werden, wird sich vielleicht Gelegenheit ergeben, diese Rätsel zu entwirren."

Morgana
03.02.2008, 02:13
Morgana musste grinsen – die Sichtweise der Sonnenelfen war offensichtlich überall die gleiche unabhängig davon woher sie kamen.
„Ich glaube ich kann Euch versichern, dass – mit Ausnahme von Ad’non vielleicht – niemand wirklich froh darüber wäre, wenn ihr die Karawane verlasst. Ich bin mir sicher, allen anderen ist es bisher schlicht ziemlich egal ob ihr nun mitfahrt oder nicht. Solange ihr nicht aktiv zu deren Nachteil agiert. Und da ihr keiner unserer Gefährten seid, verlangt auch niemand von Euch, Euch für uns einzusetzen. Eure Abmachung mit dem Karawanenführer gilt nur für die Karawane, nicht für uns.“
Die Hexenmeisterin machte eine kurze Pause, aber nachdem Thorondor keine Regung erkennen ließ fuhr sie fort:
„Und was Elva anbelangt … kennt ihr nicht den Spruch „nicht einmal Drow mögen Drow“? Sie hegt keine Liebe ihrem eigenen Volk gegenüber und fühlt sich diesem in keiner Weise verbunden … vermutlich weniger als ich.“ fügte sie leise und mit einem traurigen Unterton dazu. Ihr Blick wanderte einen Augenblick in die Ferne, doch schien es dieses Mal nicht die vorbeiziehende Landschaft zu sein, die sie dort sah. Doch nach wenigen Augenblicken fing sie sich und lächelte den Sonnenelfen wieder an.
„Vielleicht kann ich Euch im Laufe unserer Reise ein wenig mehr über unsere Mission erzählen, dann werdet ihr vieles vielleicht wirklich besser verstehen. Aber dazu muss ich Euch wohl erst etwas besser kennen lernen. Ihr habt vorhin eine „grüne Insel“ erwähnt von der ihr kommt. Darf ich fragen um welche Insel es sich bei Eurer Heimat handelt?“



Elvanshalee konnte nicht anders und prustete nach 2 sec. in denen sie krampfhaft versucht hatte das zu verhindern los, was ihr einen nicht unbedingt freundlichen Blick von Azular einbrachte.
„Tut mir leid“ meinte sie daraufhin mit Tränen in den Augen „Aber den Spruch muss ich mir unbedingt merken! … und die Erwiderung Eurer zweiten Stimme wohl auch.“ Fügte sie etwas ernster hinzu.
„Das ist doch die Stimme, die wir bereits damals gehört haben, als ihr halbtot in Tiefwasser angekommen seid, oder? Wollt Ihr uns nicht einmal erzählen, wo die herkommt?“
Kaum hatte sie die Frage ausgesprochen, bemerkte die Drow den daraufhin erfolgten Blickwechsel zwischen Azular und Horfith. Offensichtlich wusste die Bardin bereits mehr als der Rest der Gefährten …

Thorondor
03.02.2008, 17:34
Das Grinsen von Morgana deutete der Magier auch gleich auf seine Weise.
"Ihr scheint Euch gut zu amüsieren über meine Worte," sprach er mit teilweise fragendem und teilweise feststellendem Ton. Doch kaum war dies ausgesprochen, da meldete sich auch die kleine Fee zu Wort.
"Was?" fragte sie erstaunt und sah die Mondelfe an. "Das darfst du nicht machen, nein, nein!"
Verwundert ob dieser Worte sah Thorondor zu seiner Begleiterin, die darauf auch gleich erklärte: "Natürlich darf sie das nicht. Nur ich darf mich über dich lustig machen, dein Gesicht sieht dann immer so komisch aus. Hihi." Noch einen Moment kicherte die Fee vor sich hin, bis sie den auf ihr ruhenden, tadelnden Blick des Magier bemerkte.
"Schon gut, ich bin ja ruhig," sagte sie leise und spielte dann schweigend weiter mit den Haaren des Magiers. Dessen Blick entspannte sich dann auch wieder, und er sah Morgana an.
"Was die Drow untereinander angeht, vermag ich nicht zu sagen, ob und wie sehr diese sich mögen oder nicht mögen, es interessiert mich wenig. Und wenn diese Abneigung so schlimm sein sollte, dass sie sich gegenseitig morden, so wäre ich der letzte, der sie daran hindern würde," sagte er. "Doch wenn selbst die Priesterin ihr Volk nicht mag, solltet Ihr Euch umso mehr vor diesem in Acht nehmen. Leider aber entnehme ich Eurer Rede, dass Ihr eine gewisse, wenn vielleicht auch schwache, Zuneigung zu dem dunklen Volk hegt?" Ernst musterte er sie.
"Ich wusste ja, dass sich die Teu'Tel'Quessir stark für die Dinge anderer Rassen interessieren, aber dass es so weit kommt, hätte ich nicht gedacht. Es ist erschreckend, entsetzlich," rief er aus. "Vermutlich wart Ihr schon zu lang mit diesen Illythiiri unterwegs, sodass dies Eure Wahrnehmung getrübt hat. Ich hoffe nur, dass Ihr Euch bei all dem auch an die Lehren Corellon Larethians erinnert und wachsam seid. Nur wer stark und fest im Glauben an die Seldarine ist, der wird auch gegen die dunklen Machenschaften derer, die einst verbannt wurden, bestehen können. Vergesst das nie!"
Einige Zeit sah er sie schweigend und ernst an.
"Da Ihr vermutlich auch Euren Drowfreunden" -leicht verächtlich sprach er dieses Wort- "von meiner Heimat berichten würdet, sofern ich Euch davon erzähle, halte ich es für besser, bis auf weiteres davon abzusehen."

Morgana
03.02.2008, 19:32
Das würde schwieriger werden als gedacht. Morgana wurde etwas nachdenklich wegen der Worte des fremden Elfen. Dann jedoch blickte sie ihm fest in die Augen.
„Seid versichert, dass ich mich nicht über Euch lustig machen wollte. Es ist einfach meine Art, die Dinge erst einmal von der heiteren Seite zu sehen. Aber lasst mich eine kleine Geschichte erzählen:
Wie Ihr sicher wisst besteht die größte Zahl der Einwohner Evereskas aus Ar'Tel'Quessir und Teu'Tel'Quessir. Nun, bis vor etwa 70 Jahren gab es eine recht hoch angesehene und gut situierte Familie von Teu'Tel'Quessir in Evereska. Arines und Tia’ariat Ringeril waren beide Mitglieder der Hill Elders. Nun kam es irgendwann dazu, dass sich Arines und Tia’ariat mit Lord Duirsar aus persönlichen Gründen zerstritten. Trotzdem herrschte jahrhundertelang eine Art Waffenstillstand zwischen ihnen. In der Zwischenzeit wurden ihre Kinder Tyavel und Laflith Tári geboren und genossen eine gute Ausbildung – der Sohn bei den Grabwächtern Evereskas, die Tochter auf der Magierschule. Als jedoch Tia’ariat in einem Kampf gegen die Kreaturen des Anauroch starb, verlor Duirsar keine Zeit um nun auch dessen Frau Arines aus den gesellschaftlichen Kreisen Evereskas zu verdrängen. Keiner der ehemaligen „Freunde“ war bereit die offensichtlich in Ungnade gefallene Familie zu unterstützen oder gar bei sich aufzunehmen, aus Angst das gleiche Schicksal zu erleiden. Keiner außer dem Waldelfen Eras Danae und dessen dunkelelfische Gefährtin Danifae – Elvanshalees Mutter.
Ich bin mit Elva zusammen aufgewachsen und kenne sie besser als vermutlich jeden anderen Elfen auf Toril – meine und ihre Mutter eingeschlossen. Ihr solltet anfangen Euch zu fragen, ob es wirklich in jedem Fall Sinn macht, Elfen nur nach ihrer Hautfarbe oder der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse zu beurteilen. Und dies gilt durchaus auch für andere Rassen.
Im Moment seid ihr mit Eurer Einstellung diesem Bregan D’aerhte Agenten dort vorne vermutlich ähnlicher als einem jeden anderen von uns. Wessen Wahrnehmung dabei durch theoretische Lehren getrübt und wessen durch die Erfahrungen des Lebens geschärft ist, auch diese Frage solltet Ihr Euch bei Gelegenheit einmal stellen. Aber bei all dem, stellt nie mehr meinen Glauben an Angaharradh in Frage.“

Sie hielt dem Blick Thorondors einige Augenblicke schweigend stand, blinzelte dann der kleinen Fee auf dessen Schulter zu und sprang, schon wieder lächelnd und mit den Worten
„Denkt mal darüber nach, wir sehen uns bei der nächsten Rast!“ vom Wagen und ließ sich zum letzten in der Karawane zurückfallen, auf dem bereits Azular, Horfith und Elvanshalee saßen.

Horfith
03.02.2008, 21:07
Bevor Horfith auf Elavanshalees Frage eingehen konnte, sah sie wie Morgana auf ihren Wagen zugegangen kam.
Horfith reichte ihr eine Hand entgegen und zog die Mondelfe leicht auf den Wagen.
Morgana staunte wie viel Kraft im Arm der Halbdrow steckte. Das nächste was ihr auffiel war eine leise vor sich hin kiechernde Elvanshalee.
Die Mondelfe kletterte über Horfith hinweg und nahm zwischen den beiden Platz. Verwirrt sah sie die Klerikerin an. Selten hatte sie sie so gut gelaunt erlebt.
„Elva, was ist los?“
Die Drow wurde von einem erneuten Lachanfall geschüttelt, beugte sich dann aber vor und flüsterte Morgana ins Ohr.
Die Mondelfe lauschte und schüttelte sich dann vor Lachen.
Sie wandte sich an Horfith.
„Ihr seid unmöglich“
Die Halbdrow grinste.
„Eher einmalig“, sagte sie und lächelte breit.
„Aber was ist mit dem Sonnenelfen, auf den ersten blick wirkt er so auf mich als hätte er einen Stock verschluckt.“
Morgana konnte sich nur schlecht ein Grinsen verkneifen.
„Lasst es mich so sagen, er ist ein Paradebeispiel für seine Gattung.“
Horfith zog beide Augenbrauen nach oben.
„Doch so verklemmt?“
Der Blick den Horfith den anderen beiden Frauen zuwarf lies diese wieder losprusten.
Dann wurde Elvanshalee wieder ernst.
„Was uns aber wieder dazu bringt, dass Azular wohl offensichtlich ein kleines Problem hat.“
Das Grinsen auf Horfiths Gesicht verschwand und sie drehte sich zu dem Magier um. Es war seine Sache, den anderen davon zu erzählen.

Viridian
03.02.2008, 22:35
"Ich hab kein Problem", sagte Azular abwehrend. "Und wenn ich eins hätte, dann wäre es schon so groß und gravierend wie die Pest von Niewinter", fügte er noch trocken hinzu.
"Ach ja, jetzt stellt ihr mich schon mit einer Krankheit gleich? Sehr nett von euch!", murrte Serivan.
"Kein Thema, Serivan, ihr wisst, wie viel Spaß mir das bereitet. Im Übrigen schmiede ich auch regelmäßig Pläne darüber, wie ich euch bei der Allgemeinheit anschwärzen kann."
"Was regt es mich eigentlich so auf? Was kann ich auch anderes von einem verkohlten, unwürdigen Elf erwarten?"
"Und mit sowas muss ich mich rumschlagen...", seufzte Azular. Dann bemerkte er die fragenden Blicke der anderen. "Nun, wie dem auch sei, mag sein, dass ich ein Problem habe, allerdings wisst ihr ja davon. Ich habe eine Art Geist, ein Feenwesen, alter Ego oder ein zweites Ich in mir wohnen, was das komplette Gegenteil von mir ist. Mehr habe ich ja eigentlich nicht verraten, Horfith allerdings hatte schon in Tiefwasser, genauer gesagt dort am Hafen, Kontakt mit ihm. Ich war...unkonzentriert und so gewann er die Überhand und wir verwandelten uns. Tja, und so griff er dann in der Wolfsgestalt Horfith an, nachdem er ihren herbeibeschworenen Elementar zerrissen hatte. Soweit kam es aber nicht, da ich ihn wieder überwältigen konnte. Naja, und nun trage ich diesen Ohrring hier mehr zu seinem und unserem Selbstschutz", sprach er zu den Dreien.
"Zu MEINEM Selbstschutz? Kommt schon! Was wollen zwei lächerliche Elfen und eine halbe, "verstärkt" mit einem armseligen Magier mir schon anhaben können? Das ist doch lachhaft!", höhnte der Wolf laut.
"Reizt mich nicht, Feenwesen. Ihr regt mich schon genug auf!", grollte Azular scharf. Serivan ging ihm langsam aber sicher auf die Nerven.
"Pah, warum lasst ihr mich nicht raus, eh? Wenn ihr der Auffassung seid, ich könnte nicht gegen Frauen bestehen - die ja von vornherein nicht kämpfen können - dann braucht ihr doch sowieso nichts zu befürchten", schlug der Wolf vor.
"Eure sexistischen Bemerkungen sind wohl eher fehl am Platz. Ihr habt wohl nicht aufgepasst, als ich vor langer Zeit gegen einige Amazonen gekämpft habe, die haben mich fast das Leben gekostet. Und außerdem könnt ihr nicht raus, solange ich den Ohrring trage..."
"An euch kann man das ja wohl kaum messen, ihr seid ja auch von vornherein von schwächlicher Natur", seufzte Serivan. "Es gibt, solltet ihr eurem Vater richtig zugehört haben, noch eine weitere Methode."
"Die kostet viel Kraft, wenn wir es überreizen, sogar unser Leben, also schließe ich das gleich aus, Serivan", wiegelte der Drow ab.
"Ich kenne eure Kraft wie kein anderer, und obwohl sie eher jämmerlich ist, wird es für zehn Minuten sehr gut reichen, also macht euch nicht in eure Rüstung, ja?"
"Na schön, von mir aus, aber wenn ihr Dummheiten macht, versohlen die Damen und ich euch den Hintern", warnte Azular ihn. "Seid ihr damit einverstanden, dass er rauskommt?", fragte er nochmal an die drei Anderen gewandt und diese stimmten zu.
Dann war dem Magier nicht so ganz klar, was er zu tun hatte, Serivan aber schien den Ablaufplan zu kennen und so, unter leichten Schmerzen und beginnendem Kraftverlust, erschien langsam ein dunkler, schemenhafter Umriss eines Wolfs, der sich immer weiter verfestigte, bis schließlich ein großer, geflügelter Wolf mit lodernder Flamme vor ihnen stand. Azular saß noch still da, formte aber leise mit seinem Mund einige Zauberworte, während er einige Gesten mit einer Hand machte. Serivan bemerkte dies, jedoch zu spät: dunkle, dicke Ranken schlängelten sich um die Pfoten Serivans und fesselten ihn an dem Wagenboden. "Was...soll...das?", fragte er, sich indessen versuchend aus den Ranken zu befreien, jedoch ohne Erfolg.
"Wie gesagt, Selbstschutz. Und versucht nicht, die Ranken irgendwie zu durchbrechen, sie sind unzerstörbar."
"Narr...ich könnte euch allen auch genausogut das Gesicht mit meinen infernalischen Flammen abfackeln oder EUCH, Drow, zumindest das Gesicht mit meinen Zähnen zerfleischen", drohte der Wolf böse und kam mit der Schnauze dabei ganz nah an Azulars Gesicht heran, dieser jedoch blieb gelassen.
"Dann setze ich euch einen Maulkorb auf, wenn es nicht anders geht. Und ansonsten muss ich drastischere Mittel anwenden und eure Flamme, die als euer Schwanz dient, einfrieren. Reicht das als Drohung oder muss ich noch weiter ins Detail gehen?"
"Seid ihr des Wahnsinns fette Beute? Wenn meine Flamme erlischt, bin ich des Todes!", rief er entrüstet.
"Gut, dann macht keine Dummheiten", erwiderte Azular scharf und wandte sich dann wieder an die Drei. "Darf ich vorstellen? Serivan, Elvanshalee und Morgana, Horfith kennt ihr ja, Elvanshalee und Morgana, das ist das nervige Etwas, was mich schon seit Ewigkeiten plagt!"

Horfith
03.02.2008, 23:33
Horfith hatte es kommen sehen und hätte gut auf die Gesellschaft des Hundis verzichten können. Schnell band sie die Zügel am Kutschbock fest um die Hände frei zu haben. Sie warf den anderen beiden Frauen einen warnenden Blick zu.
Die ungewohnte Ernsthaftigkeit der Halbdrow warnte die beiden anderen Elfen mehr als alles andere.
Neben Azular begann die Luft zu flimmern und Serivan manifestierte sich. Zwar schossen sofort Ranken um seinen Körper, aber das beruhigte niemanden wirklich.
Horfiths rechte Hand wanderte unwillkürlich zum Griff ihres Katanas. Sie wusste, dass sie den Wolf damit verletzten konnte, war sich allerdings nicht klar, welchen Schaden dass für Azular mit sich bringen würde. Irgendwie mochte sie den Drow.
Ihre linke Hand wanderte in ihren nimmervollen Beutel und umfasste die kleine schillernde Kugel mit der sie Elementare beschwören konnte, aber sie erinnerte sich daran, wie schnell Serivan den Luftelementar zerlegt hatte.
Leise fluchte sie, es gab Tage, an denen würde sie ihr Gewissen gerne meistbietend verkaufen.
Sie wirbelte herum, sprang den jetzt voll entwickelten Wolf an und schaffte es ihn auf den Rücken zu werfen. Die beiden landeten mitten zwischen den aufgestapelten Kisten und Säcken.
Serivan schaffte es sich frei zu strampeln und war nun seinerseits über der Halbdrow. Seine Pfoten standen auf ihren Armen und Beinen und drückten sie auf den Boden des Wagens.
„Darauf habe ich langen gewartete Elfenschlampe, jetzt werde ich dir deine Kehle zerfetzen.“
Horfith grinste trotz allem.
„Halbelf, bitte, danke schön.“
Dann rammte sie ihm ihren Kopf mit voller Wucht gegen das Brustbein.

Morgana
03.02.2008, 23:33
Morgana und Elvanshalee wechselten einen schnellen Blick Wenn meine Flamme erlischt, bin ich des Todes!
Das war der entscheidende Hinweis. Doch bevor sie dazu kamen irgendetwas zu unternehmen, hatte sich Horfith schon auf den Wolf gestürzt.
Als der Wolf nach deren Kopfstoß von Horfith zurückwich, tauchte plötzlich ein hinterhältiges Funkeln in den Augen der Halbelfe auf. Blitzschnell riss sie ihr Knie hoch und traf Serivan an seiner empfindlichsten Stelle.
Der Wolf verdrehte die Augen.
"Ich hatte es euch gesagt, das mit dem kastrieren war mir durchaus ernst"
Serivan zog die Lefzen nach hinten und bleckte knurrend seine durchaus respektablen Beißerchen, doch bevor er reagieren konnte …
„Halt oder das ist das Letzte was Du auf dieser Welt tun wirst!“ Morgana konnte durchaus laut werden, wenn es sein musste.
Im gleichen Augenblick schleuderte Elvanshalee einen Unterkühlen Zauber auf den Wolf, dessen Bewegungen danach bereits merklich langsamer wurden als er die beiden Elven böse anfunkelte.
Morgana dagegen hatte einen Polarstrahl bereits vorbereitet, der knisternd über ihrer Hand schwebte.
„So und nun noch eine falsche Bewegung und das Flämmchen an eurem Hintern gehört endgültig der Vergangenheit an. Haben wir uns verstanden? Ich habe da mit Sicherheit weniger Skrupel als euer Herrchen." fügte sie mit einem Seitenblick auf Azular hinzu.
"Und lasst Horfith da raus – vorher brauchen wir uns überhaupt nicht unterhalten."
Von Serivan war nur ein tiefes Grollen zu vernehmen, aber er ließ die Bardin unter sich heraus robben und wieder auf dem Vordersitz Platz nehmen.
„Nun können wir uns ja vielleicht einmal vernünftig unterhalten, was meint ihr?“

Viridian
04.02.2008, 00:08
Serivan ließ sich nichts anmerken. Zwar war es schon Schmach genug, gegen Frauen zu verlieren, allerdings hatte er auch etwas gewonnen. "Ich würde euch raten, eure Krallen wieder einzuziehen. Wisset, dass ihr nicht nur mir Schaden zufügt, sondern auch ihm", knurrte er zufrieden und zeigte mit der Schnauze auf Azular, der sich an die Wand lehnte. Er schien erschöpft zu sein, er wies leichte Unterkühlung auf und er war noch perplex. Der Angriff passierte noch in seiner Verwirrtheit, er war noch immer fassungslos, dass die Ranken, die schon einen Bären festhielten, bei Serivan versagten. "Seht ihn euch an", lachte der Wolf kalt. "Wusstet ihr nicht, dass er die Hälfte des Schadens nimmt, den ihr mir verursacht? Wenn ihr mich tötet, ist er somit entweder halbtot oder beißt mit mir ins Gras!"
Den erschrockenen Gesichtern zu urteilen wussten sie das nicht und Serivan erfuhr noch mehr Genugtuung. Elvanshalee eilte sofort zu dem Drow und behalf ihm mit einigen Heilzaubern, sodass seine Gesundheit sich bald merklich verbesserte. "Hätte ich gewusst, dass es wieder zu einem Kampf kommt, hätte ich euch nicht rausgelassen", keuchte Azular verbissen. Ein weiteres Mal hatte Serivan ihn übertölpelt.
"Ihr müsst eine Menge lernen! Nicht einmal Layenna, die Pantherdame, würde Calliara so hinters Licht führen, denn selbst eure Schwester wäre nicht so leichtgläubig wir ihr", verspottete der Wolf den Dunkelelfen, der ihn finster ansah.
"Vielleicht sollte ich das verhindern, indem ich das Amulett hier verschwinden lasse. Ihr wart nämlich nicht so stark vorhanden, als das Amulett noch in Ched Nasad war!", sagte Azular, nahm das Amulett ab, sprach eine Formel und das Amulett verschwand in einem grellen Lichtblitz. Doch ehe er sichs versah, durchbrach erneut ein grünlich schimmerndes Licht das Dunkel im Wagen und das Amulett fiel geradewegs vor ihm auf den Boden, wo es einige Male auftraf und dort klimpernd liegen blieb. Der Finstere lachte amüsiert auf. "Gebt es auf, ihr Narr! Wir sind so stark miteinander verbunden, sodass ihr das Amulett ans andere Ende von Faerun verbannen könntet und es trotzdem zu euch zurückkehren würde! Oder was glaubt ihr, warum eure Mutter dieses Schmuckstück in meterdicke Mauern eingefasst hat und diese noch mit mächtiger Magie verstärkte? Sie wusste, dass ich euch nur in Schwierigkeiten bringen würde - eine weise Entscheidung - bis euer Vater schließlich so dämlich war, euch das Amulett zu geben. Tja, vielleicht liegt es deshalb an den Frauen im Unterreich, die Häuser zu führen und nicht an den Männern?" Der Dunkelelfenmagier zitterte vor Wut, noch nie hatte es jemand geschafft, ihn so aus der Fassung zu bringen und ihm gleichzeitig Angst zu machen...

Horfith
04.02.2008, 00:58
Horfith wurde selten wütend, eigentlich fast nie. Aber als sie Azular in der Ecke kauern sah und die überheblichen Worte des Feenwesens hörte, kochte ihr die Galle über.
Ihre erste Regung war dem verdammten Viech einfach den Kopf abzuschlagen, aber sie hatte nicht vergessen, dass eben so eine Reaktion schlimme Folgen für Azular haben konnte. Sie warf einen Blick auf ihre Begleiterinnen. Sie konnte in ihren Gesichtern lesen, dass es den anderen beiden ähnlich erging wir ihr.
Horfith atmete tief durch und versuchte die Wut in sich unter Kontrolle zu bringen. Was hatte ihr alter Meister immer gesagt... Mit ruhigem Blut und klarem Verstand lässt sich alles regeln.
Die Halbdrow grinste wieder. Wenn Hundi es so wollte...
Eine leise Melodie ertönte und Prickeln erfüllte die Luft.. Horfith wirkte ihren „Faszinieren“ Zauber.
Das Feenwesen erstarrte und sah sie wie betrunken an.
Die Bardin lächelte verführerisch.
„Gutes Hundi, komm zu Frauchen..“
Kaum war Serivan nahe genug an Horfith heran gekommen, begann diese ihn zu kraulen, was der Wolf in seiner momentanen Stimmung offensichtlich genoss.

Morgana
04.02.2008, 00:58
Elvanshalee und Morgana hatten zwischenzeitlich Azular mit einigen Stärke und Resistenz-Zaubern belegt – nur zur Sicherheit.
Doch nun richtete sich auch die Aufmerksamkeit der beiden Elfen wieder auf Serivan, der jedoch keinerlei Notiz von ihnen nahm, sondern nur Augen für die Bardin zu haben schien.
Elvanshalee nahm mit ruhigen Bewegungen ein Lederband aus ihrem Beutel und Morgana sprach einige Zauber darauf. Dann ging sie langsam auf Horfith und den Wolf zu und drückte dieser das zu einer Schlinge vorgeformte Band in die Hand.
Horfith nickte und noch während sie mit einer Hand den Wolf kraulte schlang die die Schlaufe um seine Schnauze und ehe der Wolf realisierte was passierte band sie noch das Ende um seinen Hals und sprang dann einen Schritt zurück.
Das überstand der beste Bardenzauber nicht und Serivan hatte innerhalb von Sekunden seine Wildheit zurück. Doch der Kälteschock, der seine Schnauze traf, sobald er versuchte das Band mit den Pfoten abzustreifen zwang in nach kurzem Kampf wiederum zur Ruhe.

Doch während Elvanschalee in der Zwischenzeit bereits einige unerfreuliche Zauber für den Infernalischen Wolf vorbereitete, von denen sie zumindest annahm, dass sie zwar den Wolf ins Jenseits schicken, Azular aber - wenn auch knapp - zumindest überleben lassen würden, sah Morgana dem Tier nur eine Weile schweigend in die Augen.
Nach einigen Minuten hatte sie das Duell gewonnen, was wohl größtenteils daran lag, dass der Wolf einfach einsehen musste, dass es zumindest im Moment keine andere Möglichkeit mehr für ihn gab.
„Also gut“ wandte sich die Mondelfe daraufhin an Azular. „Er scheint zu Zugeständnissen bereit zu sein – doch nur ihr könnt uns sagen, was das Versprechen eines Feenwesens wert ist, sobald es seine Freiheit wieder hat. Oder wie man es dazu bringen kann, sich dauerhaft daran zu halten.

Viridian
04.02.2008, 01:19
"Ein Versprechen eines Feenwesens ist viel wert - aber ich wage zu bezweifeln, ob Serivan nicht viel eher ein Dämon ist", sagte Azular noch immer mit zittriger Stimme. "Ich glaube, ich kenne Serivan mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er niemals etwas versprechen würde, er ist immer auf Mord, Intrigen und Rache aus."
"Ich bin beeindruckt", sprach Wulcor fasziniert. "Noch nie jemand hat es wirklich geschafft, Serivan zu bezwingen, außer Holpar vielleicht, aber der hat ihn ja auch zerdrückt unter seinem Kampfgewicht. Vorerst habt ihr euch seinen Respekt verdient - auch wenn es nicht von Dauer sein könnte. Besser wäre es, ihn wieder...zurückzuschicken, in euren Geist, junger Elf."
Bevor jemand anderes etwas sagen konnte, erhob der Drow wieder die Stimme. "Den, den ihr gerade gehört habt, war Wulcor, Sebats Avatar. Vor ihm habt ihr nichts zu befürchten, er ist nett, weise und hat mich bis jetzt immer unterstützt, was ich von MEINEM nicht sagen kann", klärte er die Situation auf und warf dabei einen vernichtenden Blick auf Serivan, der ihn anknurrte, weiteres jedoch unterließ.
Im Anschluss fragte er den Falken unsicher: "Seid ihr sicher, dass wir ihn zurückschicken sollen? Er ist wütend, wer weiß, was er sonst noch alles in mir anstellt - vielleicht nimmt er es ja auch mit euch auf, das ist zu riskant."
"Macht euch um mich keine Sorgen, ich werde schon mit ihm fertig, außerdem bleibt euch nichts anderes übrig, euch bleibt nicht mehr viel Zeit, da ihr bald so geschwächt sein werdet, dass er zurückkehren MUSS. Andernfalls werdet ihr ausbrennen und an ihm letztendlich zugrunde gehen. Aber wenn es die Nerven aller beruhigt, kann ich ihn ja gewissermaßen "einsperren", ihn in einem Bannkreis gefangen halten. So lange, bis er sich beruhigt hat - oder um Freiheit winselt, da ein längerer Aufenthalt in diesem Bannkreis bald auf die Nerven schlägt, und ich spreche da aus Erfahrung", beriet Wulcor sie.
"Ach ja? Wann wart ihr jemals in solch einer Situation? Ansonsten würde ich...müsste ich...eurem Rat folgen und Serivan wieder fortschicken, auch wenn mir das nicht gerade Freude macht..", antwortete Azular und mit einem Schnipsen verschwand der Wolf wie Staub in einer sanften Brise. Sofort bemerkte der Magier, dass er wieder in seinem Geist war, jedoch gehemmt wurde - Wulcor hatte ihn unter Kontrolle.

Sebat
04.02.2008, 16:22
Sebat kreiste über dem Kampfgeschehen, warf mit Heiligen Zaubern und allem, was sich anbot, auf die Feinde, hauptsache, er traf jemand gegnerisches...Am Boden spielte sich das Grauen ab, die Stadt hatte schon schweren Schaden genommen, viele Häuser, darunter auch das Haus Northa brannten lichterloh, Yyivinndars Schmiede war schon bis auf die Grundmauern niedergebrannt, Mauern waren an mehreren Stellen durchbrochen, Tore zerrissen wie nichts, an den Stellen, durch welche die Halbdrachen in die Stadt strömten, wurde mühsam von der drowischen Infanterie aufgehalten. Noch schienen die Verteidiger der Stadt zuversichtlich, die Flanken - geschützt, die gegnerische Armee stark dezimiert, doch sie wussten nicht um die Verstärkungen der Halbdrachen, die noch in weiter Ferne anrückte. Mit dieser Verstärkung waren die Feinde in der gnadenlosen Überzahl, es war eine Schlacht, die niemals gewonnen werden konnte...und doch kämpften sie, siegessicher, kampflüstern, die Niederlage der Halbdrachen ersehnend. Sebat flog näher heran, heilte die verwundeten Drow, stärkte die Priesterinnen, verwundete die Feinde mit Nahkampfzaubern und setzte zwischendurch auch die Waffen ein, um einige Gegner zu zerlegen. Im Vorbeifliegen konnte er genau Calliara sehen, sie kämpfte tapfer, schien noch ordentlich bei Bewusstsein zu sein und führte die Assassinengilde an, die die linke Flanke der Stadt bildete. Skar blieb in der Stadt, kommandierte die Infaterieverbände und bildete mit zwei Eliteverbänden die Nachhut, sollten die Gegner durchbrechen. Die Priesterinnen auf den Mauern hatten viel zu tun. Zum einen waren sie mit der Stärkung der Truppen beschäftigt, mussten aber auch zugleich die Angreifer bombardieren und die Mauern stabil halten, damit diese nicht einbrächen. Die Bogenschützen waren mittlerweile auf Feuer- und Eispfeile übergegangen, mussten aber ihren Gebrauch etwas einschränken, da die Ressourcen schon ziemlich geschröpft wurden. Den einzigen, den er nicht entdecken konnte, war der robuste Yyivinndar. Eigentlich hätte er aus der Menge herausstechen müssen durch seine Größe, aber nirgendwo war er. Sorge legte sich um den Halbavariel wie ein kalter Schleier, war Yyivinndar etwa...? Nein, unmöglich, Yyivinndar wäre der Letzte, der in einer Schlacht zu Boden gehen würde. Bei näherem Untersuchen bestätigten sich Sebats Befürchtungen aber leider. Der Rasende Berserker - lag am Boden. Er war von blut überströmt und drohte, zertrampelt zu werden. "Yyivinndar!", rief Sebat erschüttert und landete neben ihm, zog seine langstieligen Schwerter und kämpfte einen kleinen Kreis um den schweren Kerl herum frei. Dann faltete er seine Hände flugs zu einem Gebet und ließ mehrere heilige Flammen und sie herum aus dem Boden stechen, was sämtliche andere von ihnen fern hielt. Er kniete zu Yyivinndar und sprach zu ihm: "Yyivinndar, hey, mein Großer, wach auf!" Der Barbar lag auf dem Bauch, als der geflügelte Halb Elf ihn jedoch umdrehte, erschrak Sebat und sprang zurück. Eine mittelgroße Blutlache hatte sich um den Bewusstlosen ausgebreitet, mehrere klaffende Wunden zogen sich entlang des gut gebauten Drowkörpers. Yyivinndar schien leicht erblasst zu sein, seine sonst pechschwarze Hautfarbe hatte leicht ins Gräuliche gewechselt. Als sich der Kleriker zu ihm hinwagte, fühlte er zunächst keinen Puls, was in ihm Panik auslöste...aber dann...ein schwacher Puls...flache Atmung...er lebte noch - noch. "Ich muss dich verarzten...aber nicht hier", murmelte Sebat aufgeregt und verband Yyivinndars Wunden provisorisch mit einigen Fetzen Stoff. Im Anschluss versuchte er ihn zu packen und hochzuheben, aber es gelang ihm nicht, der Dunkelelf war zu schwer. "Bärenstärke...ich brauch den Zauber...wie ging der nur nochmal?", sagte er nachdenklich, bis ihm der richtige Zauberspruch wieder einfiel und er sich stärker machen konnte. Dann war es ein relativ Leichtes, den fast leblosen Körper aufzunehmen. Er bemerkte, dass die Flammen gleich erlischen würden, musste also demnach eile walten lassen. Er streckte die Flügel, begann zu schlagen und hob ab. Mit einem kleinen Unhandlichkeitsproblem schlielich kam er doch erschöpft bei Skar an und legte den Barbaren hin. "Yyivinndar! Sebat, was ist mit ihm geschehen?", rief Skar erschrocken aus und beugte sich zu den beiden hinunter.
"Ich weiß es nicht, ich hab ihn so gefunden. Er hat geblutet wie ein Wasserfall und ich hab ihn hergebracht, damit ich ihn verarzten kann", antwortete Sebat und begann, einige Heilzauber zu sprechen, die er in petto hatte. Der Blutschwall stoppte so nach und nach und die Wunden schlossen sich. Skar half auch etwas dabei, da er einige Schriftrollen dabei hatte, die den Heilungsprozess beschleunigten. Aber dann wurde es seltsam ruhig auf dem Schlachtfeld...zu ruhig...

Thorondor
05.02.2008, 00:30
Evereska – jener Ort, der das ursprüngliche Ziel seines Zaubers war, und nun saß er hier viele Tagesreisen von diesem Ziel entfernt auf einem Wagen einer Karawane, mit der außer etlichen Bhen auch noch einige Illythiiri reisten. Er merkte, wie allein durch die Erwähnung jenes Ortes seitens Morgana seine Gedanken langsam abschweiften und er nur noch halb den Worten der Mondelfe lauschte.
Wie konnte es eigentlich passieren, dass der Zauber nicht die gewünschte Wirkung erzielt hatte? In Gedanken spielte er einige Möglichkeiten durch. Er rief sich die festgelegte Prozedur vor Augen, rief die Geschehnisse unmittelbar vor dem Ankommen an diesem Ort in sein Gedächtnis zurück. Die Ausführung des Zaubers war zweifelsfrei in Ordnung gewesen; die Magier waren einfach zu erfahren, um sich bei solchen Dingen einen Fehler unterlaufen zu lassen. Die anschließende Bündelung der arkanen Energien... auch jene war reibungslos verlaufen, kein Fehler zu erkennen gewesen. Woran er auch dachte, es schien keine Fehlerquelle zu geben. Das ließ nur den Schluß zu, dass der Zauber durch eine fremde Einwirkung gestört wurde. Aber wer war dazu in der Lage? Musste derjenige nicht wissen, in welchem Moment er zuschlagen musste, um die Teleportation zu stören? Doch niemand außer den Sonnenelfen wusste von dem Zauber, und von jenen kam keiner in Frage.
Kurz blinzelte er einmal, verharrte sonst aber ohne erkennbare Regung. Morgana saß immer noch neben ihm und redete, gerade sprach sie von einem Waldelfen namens Eras Danae. Insgeheim fragte er sich, ob er etwas wichtiges verpasst hatte oder ob sie bemerkt hatte, dass er für einige Augenblicke mit den Gedanken woanders war? Doch dies schien nicht der Fall zu sein, sie sprach einfach weiter, und so lauschte er dann auch -diesmal mit ungeteilter Aufmerksamkeit- Morganas Worten. Irgendwie gefiel ihm nicht so besonders, was sie da sagte. Er sei einem dieser Drow in der Karawane ähnlich und sein Studium theoretischer Lehren hätte seinen Blick getrübt? Wie konnte sie nur so etwas behaupten? Bevor er jedoch etwas erwiedern konnte, war sie schon vom Wagen gesprungen und unterwegs zum Ende der Karawane. Etwas enttäuscht, dass sie Mondelfe sich so seinen Worten entzog, blickte er zu seiner Fee.
"Hast du gehört, was sie gesagt hat?" fragte er die kleine Pixie mit einem Tonfall als hätte man ihn eben beleidigt.
"Avavaen," meinte sie nickend. "Sie hat irgendwas gesagt, dass du ein Agent bist, dessen Wahrnehmung durch theno... theo... toletische Leere getrübt wird, oder sowas ähnliches. Was heißt das denn?"
"Es heißt theoretische Lehre und nicht Leere, kleine Weberin der Haare," sprach er.
"Mhmm. Und was ist das für ein Ding, so eine... na du weißt schon, was ich meine. Und wo bekommt man das her?" fragte sie den Magier.
"Nun, Theorie ist eine Beschreibung der Wirklichkeit, doch ist diese Beschreibung mehr ein abstraktes, auf das Wesentliche reduzierte Abbild, welches durch empirische Versuche bestätigt werden kann," erklärte er wie selbstverständlich. Die Fee schaute ihn jedoch nur fragend an.
"Was heißt das?"
"Das heißt, dass eine..." fing er an und seufzte dann. "Ach, bevor ich dir das alles erklärt habe, sind wir vermutlich schon wieder in Drelagara oder einem anderen Ort auf Immerdar."
"So? Ich hab Zeit, da ich gerade keine Beeren essen möchte, und deine Haare habe ich auch fast fertig. Hat so eine Theorie etwas mit deinen langweiligen Büchern zu tun?" wollte sie wissen.
"Avavaen, aber die Bücher sind nicht langweilig. Sie enthalten Wissen, was unser Volk über lange Zeit zusammengetragen und niedergeschrieben hat. Viele Bücher sind sogar direkt von Klerikern oder anderen Gläubigen des Lebensspenders verfasst worden." Diese Sache schien ihm durchaus ernst.
"Ach, ich finde die Bücher trotzdem langweilig. Bis auf die, wo so viele Bilder von verschiedenen Blumen und Gräsern drin sind, das sieht schön aus," sprach sie lächelnd.
"Alle Bücher sind schön, wenn man nur ihren Sinn verstehen kann."
"Nein, sind sie nicht. Da ist so viel Schrift drin, das mag ich gar nicht," sprach sie entschieden und schüttelte ihr Köpfchen. Wieder seufzte der Magier leicht, diesmal aber mit einem leichten Lächeln auf den Gesichtszügen.
"Aber... hmm..." Die Fee dachte scheinbar nach. "Wenn Theorie etwas mit deinen Büchern zu tun hat, dann hat die Elfe recht, glaube ich. Sie sagte doch, dass Theorie deinen Blick versperrt."
"Ja, das sagte sie," meinte der Sonnenelf ruhig. "Jedoch sehe ich nicht, wie sie damit richtig liegen könnte."
"Das ist doch ganz einfach," sprach sie fröhlich und kicherte. "Du hast doch mal beim Bach am Waldrand das Buch mit den Zaubern gelesen, und da hast du auch nicht gemerkt, als du nicht über die Brücke gegangen bist sondern zehn Schritte daneben ins Wasser gefallen bist, weil du beim Lesen nicht auf den Weg geschaut hast." Das Kichern der Fee wurde nun lauter und ging in ein vergnügtes Lachen über.
"Das ist gar nicht amüsant," sprach der Elf gekränkt und wandte den Blick in eine andere Richtung. "Wenn das so weitergeht, sind hier irgendwann alle gegen mich oder machen sich über mich lustig," murmelte er leise und verfiel dann in ein längeres, nachdenkliches Schweigen.

Horfith
07.02.2008, 20:56
Nachdem sich die Situation auf dem letzten Wagen wieder beruhigt hatte, wurde es fast schon eintönig.
Horfith nahm wieder die Zügel auf und fand auch wieder den Anschluss an die Karawane.
Als sich die Sonne dem Horizont entgegen neigte ließ Farnrod die Karawane anhalten.
Die Wagen bildeten einen großen Kreis und die Reisenden schlugen ein Lager auf.
Horfith lenkte den Wagen in den Kreis, sprang dann vom Kutschbock und streckte sich durch. Sie war es gewöhnt zu wandern und das lange Sitzen hatte ihren Rücken steif werden lassen.
Sie blickte sich um. Überall im Kreis entstanden Lagerfeuer und schnell stieg ihr der Geruch von Essen in die Nase.
„Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber ich werde mir jetzt was zu futtern organisieren.“
Sie blickte die Mondelfe und die Drow mit bereitem Grinsen an. Die beiden Frauen lächelten zurück.
„Ihr solltet Azular wecken. Ich könnte drauf wetten, dass er nach den letzten Ereignissen einen höllischen Hunger hat.“
Horfith blinzelte den beiden anderen Frauen zu und wieder mussten die beiden grinsen.
Während die beiden anderen sich um Azular kümmerten, machte sich Horfith auf Erkundungstour.
Elvanshalee und Morgana kümmerten sich um den schlafenden Drowmagier.
Azular schien vollkommen weggetreten zu sein. Erst durch heftigstes Schütteln öffnete er die Augen.
Im ersten Augenblick wirkte er vollkommen desorientiert, doch dann wurde er sich wieder der Situation gewahr.
Sofort versuchte er sich aufzurappeln, was ihm auch unter höchster Anstrengung gelang.
„Es .. ist alles... in Ordnung.“
Seine Worte klangen merkwürdig abgehakt.
Die beiden Elfen sahen sich an und ihr Blickwechsel sagte ihnen, das bei Weitem nicht alles in Ordnung war.
Horfith machte auf dem halben Weg zum ersten Lagerfeuer halt und drehte sich um.
Sie stellte ihr Sehen um und erkannte dass der Drowmagier noch nicht so ganz wieder auf den Beinen war. Sie seufzte und drehte wieder um.
Wieder am Wagen angekommen warf sie einen Blick auf Azular. Er war wirklich in einem erbärmlichen Zustand. Was hatte er mit dem Erscheinen von dem Hundi beweisen wollen?
Horfith kletterte wieder auf den Wagen und hakte sich bei Azular unter.
„So ihr kommt jetzt mit mir. Wollen doch mal sehen ob wir nicht was zu futtern für euch auftreiben können.“
Azular blickte sie verwirrt an.
„Essen, Drowmagier, Essen. Das hält Leib und Seele zusammen. Und ich glaube ein Schluck Wein oder stärkeres kann euch auch nicht schaden.“

Viridian
07.02.2008, 22:20
"Oh nein...bitte keinen Wein...bitte...ich vertrage keinen Alkohol, und schon gar nicht, wenn ich gerade erst aufgestanden bin", murmelte Azular noch müde. Er war noch völlig schlaftrunken und wollte sich am liebsten wieder verkriechen, aber die halb-drowische Bardin sah das anscheinend anders. Azular ließ sich von Horfith mitziehen. Ihm fehlte die Kraft sich gegen die Frau zu wehren. Er hatte am Rande mitbekommen, dass sie sogar Hundi (mittlerweile nur fast nur noch "liebevoll" als diesen bezeichnet) in ihren Bann geschlagen hatte.
Horfith zog Azular weiter mit sich bis zum nächsten Lagerfeuer. Dort waren noch freie Plätze. Ohne großartig zu fragen ließ sich die Halbdrow dort nieder und zog den Magier neben sich zu Boden. Azular stolperte fast herunter. Verwirrt sah er sich um. Im ersten Augenblick konnte er noch nicht einmal die Gesichter um sich herum einordnen. Horfith zauberte zwei Schüsseln aus ihrem Nimmervollen Beutel heraus und bediente sich an dem Suppenkessel, der über dem Feuer hing und gab Azular eine Schüssel in die Hand.
"Trinkt die Suppe, danach geht es euch besser." Azular starrte die Schüssel skeptisch an, so, als wäre der Inhalt eine widerliche, grünliche Substanz, die einen merkwürdigen Geruch ausstieß und man zwang ihn, das zu trinken. Wenn er ehrlich war, hatte diese merkwürdig zu definierende Suppe genau diese Eigenschaften und er kam sich in dieser Situation vor. "Darf ich fragen, was das genau ist? Ich möchte nicht an Vergiftung sterben", fragte er an Horfith gewandt.
"Esst es einfach. Es ist immerhin schon tot." Die Bardin grinste bis über beide Backen.
"Oh...wenn ich ehrlich bin, habe ich doch keinen Appetit, diese Suppe, gepaart mit eurem...ähm...nun...erfrischenden Kommentar dazu hat mir den Hunger vertrieben, wie von Geisterhand. Ein Wunder, nicht?" Mit diesen Worten versuchte er sich vehement gegen dieses widerliche Gebräu zu stemmen. "Serivan meinte, ich soll euch etwas ausrichten", begann Wulcor schließlich und rettete den Drow schließlich.
"Ahja? Was war denn der genaue Wortlaut?"
"'Sagt diesem Idioten, dass er das verfluchte Zeug trinken soll, wenn sein Körper nicht aus- oder ineinander fallen soll!'"
"Oh...toll...wie nett...zwei zu eins...", grummelte der Magier missmutig.
"Sein Ratschlag war eigentlich nicht so unklug, junger Elf. Etwas zu essen...oder zu trinken, je nachdem...kann nicht schlecht sein", warf der Falke ein.
"Drei zu eins...ist ja herrlich...also schöön, dann werfe ich mir das Zeug eben rein..." So geschah es schließlich, dass er einen gute Zug nahm, die Schüssel absetzte und zunächst einmal das Gesicht verzog. "Gut, wer hat die Suppe gemacht?", fragte er mit einem abschätzenden Blick in die Runde und der Kräuter, Gewürz oder was auch immer Händer meldete sich. "Meine Wenigkeit mit der Hilfe des Waldläufers hier. Wie schmeckt sie euch?", sagte er breit grinsend und Surinyo stimmte dieses Grinsens mit ein. "Ich muss mich sammeln", murmelte Azular, machte eine kurze Pause und holte tief Luft.
"Also, diese Suppe mag ja...ähm..sehr schmackhaft sein...für Menschen jedenfalls...doch für...uns...uh...einen...Moment...ich muss....", stammelte er, stand auf und hastete geradewegs in den Wald rein, worauf man nur noch Brechgeräusche vernahm. Horfith verdrehte die Augen und schüttelte lebhaft den Kopf. "Drowmagier...", seufzte sie..

Surinyo Asany
07.02.2008, 23:13
Surinyo schwang sich ebenfalls vom Wagen als der Treck anhielt. Auch er streckte sich durch. Das lange Sitzen war seinem Körper ebenfalls nicht bekommen.
Er warf einen Blick auf die Landschaft und alles in ihm brüllte danach die Umgebung zu erkunden, doch das Grummeln in seinem Magen hielt ihn vorerst davon ab.
Er ließ seinen Blick in die Runde schweifen. Zahlreiche Lagerfeuer flackerten im Inneren der Wagenburg hoch.
Der Geruch heißer Suppe stieg ihm in die Nase und er folgte diesem Geruch einfach.
Der Waldläufer setzte sich in die Runde die sich um einen vor sich hinbrodelnden Suppentopf versammelt hatte.
Er war ein wie immer ein bisschen enttäuscht weil ihm ein mehr oder weniger fader Geruch in die Nase stieg. Schnell wanderte seine Hand in eine seiner zahlreichen Taschen und der streute ein paar Gewürze in die Suppe die er von Azir abgekauft hatte.
Sein Kopf ruckte nach oben.
Er sah die Bardin und den Drowmagier auf die Feuerstelle zukommen.
Die Halbdrow holte zwei Schüsseln hervor, füllte beide und beide tranken davon.
Die Wirkung der Kräuter war auf den Drow ziemlich durchschlagend, während die Halbdrow ziemlich unberührt davon blieb.
Surinyo grinste.
„Euren Magen können nicht mal die Gewürze meiner Heimat erschüttern.“
Horfith erwiderte das Grinsen.
„Ich habe schon weitaus Schlimmeres gegessen, nicht viel, aber doch schon schlimmeres.“
Surinyo lies dieser Äußerung nicht weiter Gedanken zukommen und versuchte die Suppe mit seinen Gewürzen zu genießen. Selbst wenn diese Äußerung ernst gemeint gewesen wäre würde er keinen Großen Wert darauf geben da er und sein Stolz keine Kritik an den Gewürzen seiner Heimat ranlassen würden.

Off: Vote for the most Handsome Man in All W-O-P
Sha'cal http://www.ugly.plzdiekthxbye.net/medium/m070.gif

Horfith
08.02.2008, 00:02
Der Blick der Halbdrow folgte Azular, auch wenn sie wenige Augenblicke später ihre Ohren gegen die Geräusche, die sie hörte verschloss.
Stattdessen wandte sie sich dem Waldläufer zu.
„Ihr habt mir meine Frage noch nicht beantwortet.“
Surinyo wirkte für einen Augenblick verwirrt.
„Welche Frage?“
„Ob ihr aus Calimsham seit?“
Der Waldläufer lächelte sanft.
„Ihr seit nahe dran.“
Seine Augen wanderten von oben bis unten über die Drow. Und das was er sah gefiel ihm durchaus. Aber er ließ sich von ihrem Äußeren nicht in die Irre leiten.
„Ich habe euch in der Taverne singen gehört und es hat mir durchaus gefallen. Aber irgendwie glaube ich nicht, dass ihr nur eine Bardin seid.“
Horfith hielt im Trinken ihrer Suppe inne und taxierte den Waldläufer für einen Augenblick sehr intensiv. Er war ihr schon in der Bar aufgefallen weil er sehr intensiv Applaus geklatscht hatte. Sie fragte sich wie gut er sie wirklich einschätzen konnte.
„Ich kann euch versichern, dass ich mit meinen Bardenkünsten hauptsächlich meinen Lebensunterhalt verdiene.“
Surinyo lächelte.
„Euer Gesang dürfte nur noch von euren Künsten im Kartenspiel übertroffen werden.“
Horfith Lächeln gefror für den Bruchteil einer Sekunde. Der Waldläufer schien sie genau beobachtet zu haben. Doch sie fing sich schnell wieder.
„Ihr scheint ja ein gutes Auge auf mich geworfen zu haben“
Das Lächeln des Waldläufers wurde breiter.
„Schöne Frauen entgehen mir selten“

Viridian
08.02.2008, 00:29
Nachdem Azular sich die Suppe noch einmal gründlich durch den Kopf hatte gehen lassen, kehrte er zur Gruppe zurück und sah den anderen bei den Gesprächen zu. "Ich fürchte, ich muss wohl auf ewig Bote spielen, aber was bleibt mir auch anderes übrig?", seufzte Wulcor.
"Was will er denn nun schon wieder?", fragte der Drow.
"Er lässt euch ausrichten, dass auch er vom Geschmack der Suppe erfahren hat und man sie köstlich findet..."
"Ach, tatsächlich?"
"Ja, wenn man sich hauptsächlich von einem Müllhaufen ernährt oder von einem alten, vertrockneten, zähen Stück eines Pferds, das noch vor abgestandenem Blut trieft", endete der Falke.
"Dann war ja heute sein Glückstag", antwortete Azular sarkastisch.
Wie aus dem Nichts hüpfte da seine kleine Vertraute aus dem Wagen, in dem auch er einst schlief und tappte zu ihm. Vor ihm stand noch die Schüssel, die noch mit Suppe gefüllt war und bevor er reagieren konnte, hatte sich die Katze schon herangetastet und schlappte die Suppe. Doch wider Erwarten schien ihr dieses merkwürdige Gebräu zu munden, da sie die Schüssel ohne Weiteres leerte. "Sera, DAMIT hatte ich nun nicht gerechnet", meinte der Magier perplex und starrte seine Vertraute an, die ihn vergnügt anmaunzte und sich an ihn schmiegte. Aber damit war es schnell vorbei, da ihr kleiner Körper plötzlich geschüttelt wurde. Krämpfe durchzogen sie und sie klappte neben ihm einfach um. "Oh nein, es geht wieder los", flüsterte er und tastete sein Inventar ab. "Wo ist denn nur...?", fragte er sich hastiger werdend, konnte aber nichts finden. "Scheiße", flüsterte er, erhob sich und eilte rennend auf den Wagen zu, mit dem Horfith und er gekommen waren, sprang hinten hinein, kramte zwischen den Kisten - nichts. "Mist!", fluchte er lauthals, als er wieder zurückgehastet kam und sich wieder über die Katze beugte, die sich vor Schmerzen am Boden wälzte, jedoch keinen Ton von sich gab. Azular jedoch wusste genau, dass sie Schmerzen hatte, da er auch etwas davon spürte. "Verdammt, wo ist nur diese gottverdammte Schatulle?", rief er und Wulcor antwortete prompt: "Serivan meint, ihr hättet sie in eurem Zimmer in Drada Ched Nasad liegen gelassen"
"Und warum hat er nichts gesagt?"
"Die Frage klärt sich doch praktisch von selbst, oder meint ihr nicht?"
"Verflixt, und ich hab nicht die nötigen Zutaten da, um ein Elixier zu brauen", sagte Azular hilflos.
"Kann ich helfen?", fragte Elvanshalee, doch er wiegelte ab.
"Nein, diesmal nicht, trotzdem danke..."
Verzweifelt starrte er auf seine Kleine hinab, die sich immer weiter in ein Monstrum verwandelte...

Serpico
08.02.2008, 10:13
Ad'non bewegte sich geschmeidig durch die gewundenen Tunnel einer dunklen, lautlosen Welt. Nur das Tropfen an den Gesteinswänden versicherte ihm, dass er nicht taub war, und seine Sicht beschränkte sich auf Wärmemuster - wobei er dadurch jedoch keinesfalls weniger Einzelheiten erkannte, als ein Bewohner der Oberfläche an einem von der Sonne geplagten Ort. Er war auf einer Mission, wenn er auch nicht wusste, um welche es sich handelte. War es eine Erinnerung, ein Traum? Jeder Gedanke veränderte gleichzeitig die Atmosphäre der leeren Welt, in der er sich gefangen sah. Einsamkeit... war alles, was er fühlte. Damals, als er sich tatsächlich auf Reisen wie dieser außerhalb der Stadt Menzoberranzan befunden hatte, hatte er dieses Gefühl so nicht wirklich gekannt, doch diese Traumsequenz machte ihm deutlich, dass diese Emotion inzwischen auch ihn treffen konnte. Warum, wusste er nicht?
Er wusste nur, dass er damals anders empfunden hatte. Der gefährtenlose Weg durch die Handelswege des Unterreichs hatte ihm nichts als ein Gefühl von Geborgenheit gegeben, da er nicht mit einem Dolch im Rücken oder einem in tödliches Gift getränkten Handarmbrustbolzen im Genick rechnen musste, sobald er allein war. Er hatte sich außerdem frei bewegen können, war nicht an die Zeit- und Richtungsangaben höher Gestellter gebunden, musste ihre scharfen Worte nicht hören und die Peitschen der Priesterinnen nicht spüren.
Was hatte sich seither nur verändert?
Die Dunkelheit der Höhlenlandschaft war für ihn dennoch angenehm. Er setzte seinen Weg fort, bis zu einer Biegung, die eine seltsame Vorahnung ihn ihm wachrief... ein Warnung vielleicht. Leise erklangen fremdartige Stimmen, sie wurden lauter, je weiter er in diese Richtung ging. Lauter, aber nicht wirklich verständlich, dennoch auf seltsame Art vertraut.
Ad'non zögerte...
Im nächsten Moment zuckte er zusammen und erschrak. Als er die Augen öffnete, stach das Licht wie ein Dolch hinein und er rollte sich seitlich weg, wobei er die Kaputze über sein Gesicht zog. Als er erkannte, dass die Karawane stehen geblieben war und er im vordersten Wagen lag, stieg Wut in ihm auf. Wut über die Situation, die er nicht selbst kontrollierte - er war in Trance gesunken und hatte nicht bemerkt, dass der Planwagen längst stehen geblieben war.
Ad'non erkannte, dass es für die Verhältnisse dieser Welt bereits dunkel war, so dass sich seine Augen einigermaßen anpassen konnten. Nachdem er sich beruhigt hatte, legte er den Waffengürtel um und erhob sich, um sich zu strecken und die Gelenke wachzuschütteln.
Die Stimmen, die ihn geweckt hatten, waren noch immer zu hören - seine Gefährten, wie es schien. Es interessierte ihn jedoch herzlich wenig, worüber sich die Niederen unterhielten. Er fragte sich aber, ob es tatsächlich die Stimmen gewesen waren, die ihn aus der Trance gerissen hatten...
Ad'non blickte auf die seitliche Wagenplane, und seine Pupillen weiteten sich, als er die Schatten einiger Humanoider erkannte, die außerhalb des Wagens herumschlichen. Er war erfahren genug, um nicht zu erschrecken und sich schnell zu besinnen, deshalb zog er seine Waffen so leise wie nur ein Assassine es vermochte. Ein Lächeln bildete sich auf seinen Zügen ab - nun würdee er alle tiefgründigen Gedanken beiseite schieben und wieder das tun, was er am besten konnte.
Die Gestalten schienen sich zu nähern.
Sie waren leise, doch an ihrer leicht gebuckten Haltung und der Statur erkannte Ad'non den Grund dafür, dass sie nicht leise genug waren. Es handelte sich offensichtlich um eine Gruppe Orks.
"Schwertküste", murmelte der Drow, und versuchte sich zu erinnern, zu welcher Bande diese Banditen gehören konnten. Er gestand sich ein, dass er nicht über genügend Wissen verfügte, während er dem Weg eines am Wagenrand entlangschleichenden Orks um ein vielfaches eleganter folgte. Als der Moment gekommen war, schnellte sein Dolch wie der zubeißende Kopf einer Schlange der Plane entgegen - die Klinge bohrte sich in einem Herzschlag hindurch und in den Hals der erbärmlichen Kreatur, wurde aber sogleich wieder zurückgezogen, so dass niemand ihn hätte registrieren können.
Ad'non verfolgte, wie das Schattenmuster des Orks die Hände an den Hals drückte - natürlich konnte der Bandit nicht schreien, da man ihm fein säuberlich die Luftröhre durchtrennt hatte. Die Kreatur sackte schließlich in sich zusammen... Ad'non war zu diesem Zeitpunkt jedoch längst wieder woanders.

The Manic warf den im Wind flatternden, schwarzen Schal zurück, während er hinter dem kleinen Fels hockte und das Geschehen unbemerkt beobachtete. Er hatte die Orks gezählt... es waren zwölf am vorderen und neun am hinteren Wagen der Karawane. Da sich sein Kollege um den hinteren Teil kümmerte, schlich The Manic weiter in Richtung des vorderen Wagens. Er ließ sich nicht durch den in sich zusammensackenden Ork beirren, denn sein Blick war scharf genug, um den blitzartigen Dolchstoß zu bemerken.
Der Kampf hatte begonnen. Sobald der erste Ork auf den sterbenenden Kameraden aufmerksam geworden war, sprang eine dunkle Elfengestalt unter dem Wagen (nur die Götter wussten, wie Ad'non so schnell dorthin gelangt war) hervor und ließ in derselben Bewegung einen Dolch die Kehle des Banditen zerfetzen. Der Todesstoß erfolgte einen Lidschlag zu spät, denn die Kreatur hatte noch aufschreien können, womit jetzt auch alle anderen Orks in Richtung des Drow hetzten.
Ja... es war ein Drow. Als The Manic das erkannte, war er für einen Moment stutzig, ob er überhaupt auf der richtigen Seite stand. Allerdings waren die Zweifel von kurzer Dauer, denn für die Ohren der Banditen erwartete ihn eine Belohnung, von einem Drow hatte die Gemahlin des Barons Lavotin kein Wort gesagt.
Somit war die Sache klar.
The Manic ließ seine glänzenden Kurzschwerter Sonne und Mond aus den Scheiden gleiten und huschte mit der Geschmeidigkeit einer Raubkatze näher an sein erstes Ziel heran.

Serpico
08.02.2008, 10:15
Valas Andori saß auf dem Steinboden, vor ihm eine niedrige, aus Stein gefertigte Tischplatte. In den beiden mit Wasser gefüllten Schalen, die nebeneinander auf dem Tisch standen, erschienen nacheinander unterschiedliche illusionäre Muster, die er mit der jeweiligen Hand nachzeichnete. Seine Hände bewegten sich gleichzeitig, doch formte jede von ihnen eine andere Glythe, ein anderes Zeichen. Während er die Muster nachzeichnete, dachte er an seine geliebten Kukri, Velkyn Sol und Elamshin, die Yasraena ihrer Ausbilderin, einer wahrhaft mächtigen Magierin, überbracht hatte, damit diese die Verzauberrungen der eleganten Klingen auf ein Maximum verstärkte – viele Jahre lang waren diese Klingen seine einzige Begleiter in der rauen Welt der Oberfläche gewesen.
Yasraena selbst stand nun mit verschränkten Armen hinter ihm, aufmerksam jede Bewegung verfolgend.
„Lil melee xuil draa velven plynne mzilt xund”, sagte sie.
Valas war zu sehr auf seine Aufgabe konzentriert, als dass er etwas hätte erwidern können. Irgendwann, als die Muster schwerer und seine Gelenke müde wurden, machte er einen Fehler und im Wasser manifestierte sofort eine elektrische Ladung, die durch den gesamten Körper des Drow zuckte. Valas schrie nicht auf, sondern verzerrte nur leicht das Gesicht, da er den Vorgang kannte – es endete immer so… Schmerz galt unter Dunkelelfen als der beste Lehrer.
„Du kannst für heute aufhören“, beschloss die Illusionistin, und ihr Akzent erinnerte ihn wieder daran, wie sehr er sich von ihr entfremdet hatte. Valas hatte viele Jahre an einem Ort verbracht, der dieser Elfe völlig fremd war, den sie nie besucht hatte und wohl nie besuchen würde. Er erhob sich langsam und drehte sich zu ihr um. Ihr falsches Lächeln bereitete ihm Sorgen – einst hatte es ihm beinahe das Leben gekostet, von Yasraena etwas anderes als Falschheit zu erwarten.
Die Magierin zwinkerte verführerisch. „Dos phuul ssin’urn, saph zhahn.“
„Usstan inbal byr kyonen“, antwortete Valas nüchtern, doch als er sich an ihr vorbeidrängen und den Tempel verlassen wollte, schnappte sie nach seinem Arm und zwang ihn, sich noch einmal zu ihr umzudrehen.
„Usstan zhahus kyorlin whol dos. Ji mzil…“
„Sarn!“, zischte Valas. Er funkelte sie mit Unheil verkündenden Augen an, womit er ihr Lächeln sogar ansatzweise mindern konnte, riss sich dann aus ihrem Griff und machte auf dem Absatz kehrt.

Thorondor
09.02.2008, 19:42
Längst schon hatte die Karawane gehalten und zwischen den Wagen waren kleine Lagerfeuer gemacht, doch der Magier saß immer noch regungslos auf dem Wagen des Waffenhändlers. Auch die Fee saß noch auf seiner Schulter, doch immer wieder warf sie Blicke hinüber zu den anderen, die um die Feuer lagerten. Ungeduldig zappelte sie hin und her, bis sie schließlich kurz an den Haaren Thorondors zog, um auf sich aufmerksam zu machen, und zu ihm meinte:
"Die anderen haben Lagerfeuer gemacht."
"Amin sinta," sprach Thorondor mit sachtem Nicken.
"Gehen wir denn nicht zu denen hin?" kam die Frage der Pixie.
"Neh." Der Magier schüttelte kurz aber entschlossen seinen Kopf.
"Mankoi?"
"Weil dort auch die Illythiiri lagern, und zu denen setze ich mich nicht," erwiederte er.
"Hast du denn keinen Hunger? Da gibt es bestimmt auch etwas zu essen, glaube ich." Wieder schweifte der Blick der Fee ab, hinüber zu den Feuern.
"Doch, das habe ich wohl," sprach er und musste feststellen, dass er außer ein oder zwei Beeren nichts gegessen hatte, seit er heute unfreiwillig zu dieser Gruppe gestoßen war, "aber vermutlich ist das Essen miserabel. Wenn mich meine Ohren nicht getäuscht haben, hat sich eben irgendjemand übergeben müssen. Darauf kann ich gern verzichten."
"Mhmmm," meinte die Fee leicht enttäuscht. "Wahrscheinlich können die Drow nicht gut kochen und die Menschen auch nicht, und deswegen ist das Essen nicht so gut." Sie blickte den Magier an, ob er dazu etwas sagen wollte, doch Thorondor schwieg einfach. Fragend sah sie abwechselnd zu dem Magier und zu den Lagernden hinüber.
"Vielleicht gibt es da ja noch etwas anderes, was nicht ganz so schlecht schmeckt, dass man sich übergeben muss. Können wir mal nachsehen?" bat die Fee.
"Nein, ich bleibe hier," meinte der Sonnenelf. "Selbst wenn es da etwas Anständiges gäbe, würden die Drow mir vermutlich etwas ins Essen mischen, um mich zu vergiften."
"Aber Beeren kann man doch nicht vergiften, oder?" sprach die kleine Fee und flog dann hinüber zu den Feuern, noch bevor Thorondor etwas dagegen sagen konnte. Ein leises Seufzen entging ihm, doch machte er keine Anstalten, der Fee zu folgen. Der Fee würde man schon nichts antun und außer ein paar Beeren, falls sich denn welche finden ließen, würde sie wohl kaum etwas essen. Ruhig lehnte er sich zurück, in der Hoffnung, dass die Fee rasch wieder zurückkehren werde. Doch das schien so gar nicht ihre Absicht zu sein. Neugierig flog sie beinahe zu jedem einzelnen hin und versuchte einen Blick darauf zu erhaschen, was derjenige gerade aß oder an Essbarem bei sich hatte. Zu ihrer Enttäuschung blieben die schmackhaften Beeren bisher aus.
Thorondor war gerade dabei, sich etwas weiter auf den Wagen zurückzuziehen, als ihn ein eigenartiges Gefühl beschlich. Für einen Moment glaubte er, etwas leises, undefinierbares gehört zu haben und einen äußerst schwachen aber markanten Geruch zu vernehmen, als er lächelte. Wenn es stimmte, was einige Krieger ihm auf Immerdar erzählt hatten, dann mussten so oder so ähnlich die Ausdünstungen eines Orks riechen. Aber wieso sollte ausgerechnet hier ein Vertreter dieser einfältigen Rasse anzutreffen sein? Mehr aus Amüsement als aus Vorsicht rutschte er etwas an den Rand des Wagens und blickt an der Plane vorbei... nur um sich im nächsten Moment ruckartig zurückzuziehen.
"Hakavarnor!" wisperte er leise und im ersten Moment erschrocken. Da schlichen tatsächlich einige Orks ganz in seiner Nähe herum und es sah so aus, als würden sie auch zu dem Wagen kommen, auf welchem der Magier saß. "Möge Corellon mir beistehen," murmelte er leise, bevor er eine Zauberformel flüsterte und dabei sah, wie seine Gestalt durchscheinender wurde bis sie gar nicht mehr zu erkennen war. Offenbar würde sich der Unsichtbarkeitszauber hier auch fernab seiner Heimat, wo er diesen meist nur benutzt hatte, um anderen heimlich einen kleinen Streich zu spielen, als nützlich erweisen. Möglichst geräuschlos huschte er vom Wagen und näherte sich zwei etwas abseits stehenden Orks. Leise vernahmen man diese die Worte des Magiers, jedoch ohne ihn zu sehen.
"Qualma, thuar onna!"
Durch die Worte aufmerksam gemacht, blickten die zwei Orks sich nach dem Sprecher um, konnten aber nichts sehen. Stattdessen manifestierte sich nah bei ihnen eine riesenhafte Spinne, die sogleich auf einen der beiden losging. Mit einiger Mühe gelang es dem Ork, die Spinne von sich abzuschütteln, jedoch wurde er vorher noch Opfer eines Spinnenbisses. Sein Gefährte half ihm rasch, die überdimensionierte Spinne zu töten, doch als dies vollbracht war, überkam den einen Ork ein immer stärker werdendes Unwohlsein und kurze, unkontrollierte Zuckungen. Das Gift der Spinne begann, seine Wirkung zu entfalten und nach wenigen Augenblicken lag der Ork regungslos am Boden.
"Diola Cor nesh lakilea," hörte man ganz in der Nähe ein leises Murmeln, wieder ohne erkennbaren Sprecher. Darauf erschien, kaum dass die Spinne getötet ward, ein kleines, wendiges Tier im Dunkel. Bei genauerem Hinsehen konnte man erkennen, dass es nur ein kleiner Dachs war, der sich jedoch trotz seiner geringen Größe wie im Rausch auf den Ork stürzte. Auch wenn dieses Tier keine wirkliche Herausforderung darstellte, so lenkte es doch die Aufmerksamkeit auf sich und gab dem Elfen genug Zeit, einige weitere Zauber zu wirken, wie ein wenig später auf den Ork zufliegendes, brennendes Geschoss bewies. Dabei kam auch die Gestalt des Sonnenelfen zum Vorschein, der Unsichtbarkeitszauber hatte seine Wirkung verloren. Doch bevor der von dem Ork beim Anblick des Elfen ergriffene Wurfpfeil sein Ziel erreichte, war dieser ausgewichen und hatte den Unsichtbarkeitszauber erneuert. Ein kurzes, helles Lachen erklang; diese Prozedur schien einigen Spaß zu versprechen, und so sah sich der Magier nach weiteren Orks um, die ihm die Freude bereiteten, sich zu sehr in seine Nähe zu wagen.

Reding
10.02.2008, 01:28
Benjamin, der auf dem Wagen mit der Halb-Waldelfen Familie saß, beobachtete das ganze geschehen. Er wusste nicht was er von alle dem halten sollte. Das einzige was ihm im Kopf herumschwirrte war sein Bruder, seine Nichte und Dorn. Sowie das was er von der Schwesternschaft erwarten konnte, von der Morgana kurz vor der Abreise sprach. Im Wagon war es recht ruhig, die Elfen waren wohl nicht mit Benjamins Anwesenheit zu Frieden.
„He Benjamin“ begann Reding. „Wie wäre es, wenn wir uns verdrücken? Die Elfen Starren uns an, als wären wir... als wären wir ein Haufen von.... ach keine Ahnung. Es ist einfach nur total langweilig hier.“ Benjamin versuchte Reding zu ignorieren, was ihm auch gelang. Im war nicht danach mit ihm zu sprechen, da sie sich ehe bald trennen würden. Zu mindestens hoffte Benjamin das. Er hatte nicht wirklich etwas gegen ihn, aber er fühlte sich nicht so wie damals. „Ach so kommst du mir...gut...komm noch einmal an du brauchst meine Hilfe...pfff.“ Doch Benjamin ignorierte ihn weiterhin.

Mittlerweile sind die Wagen zum stehen gekommen und kleine Lagerfeuer wurden angemacht. Die Halb-Waldelfen Familie, verließ den Wagen um etwas zu essen. Benjamin jedoch wollte lieber auf Wagen sitzen bleiben. Er beobachtete ein wenig die Familie. Es war Jahre her, das Benjamin mit seiner Familie ein Lagerfeuer machte. Er versuchte sich zu erinnern...ja ja genau zu Letzt war es vor knapp 11 Jahren. Als Benjamin 7 Jahre alt war. Es war ein schöner Frühlingsabend. Der Himmel war Sternen klar. Benjamins Onkel machte ein Lagerfeuer und er und Dorn tollten mit Gerald herum. Sein Onkel erzählte ihm immer eine Menge Geschichten, doch glaubte er das die meisten davon lügen waren. Sie sangen immer viel und hatten eine Menge Spaß. Benjamin sah in den Himmel. „Heute ist wieder so eine Nacht“ murmelte er leise, doch nicht leise genug für die Elfen.

Diese schauten kurz zu ihm herüber. Sie schauten sich an und murmelten etwas in einer für Benjamin unverständlichen Sprache. So gleich kam auch schon der Vater, das Oberhaupt der Familie auf Benjamin zu. „Sir... möchten sie sich nicht ein wenig zu uns setzen? Wir haben noch einen Platz frei und genug zu essen, ich glaube nicht das wir das alles alleine schaffen würden.“ Der Halb-Wald elf lächelte Benjamin an. Dieser schaute den Rest der Familie an. Die Kinder hatten ein großes grinsen im Gesicht und eines der Kinder, ein Mädchen erinnerte ihn stark an seine kleine Nichte. Benjamin stimmte zu und setzte sich ans Lagerfeuer. Das kleine Mädchen kam auf ihn zu und reichte ihm einen Fisch. Er nahm dankend an und tätschelte das Kind auf den Kopf. Anschließend setzte sich dieses wieder zu seiner Mutter.

Nach einiger Zeit, lockerten sie sich alle etwas und der Vater der Familie ging zum Wagen und packte eine Laute aus. Und fing an zu singen. Doch an dieser Stelle, stand Benjamin auf. „Es war sehr nett danke, doch nun bin ich müde und möchte mich etwas ausruhen.“
Die Elfen schauten ihn verwundert an. Benjamin setzte sich auf den Wagen und zog sich seinen Hut über sein Gesicht. Der Halb-Wald elf fing an zu zu spielen und die Mutter sang dazu. Als Benjamin das Lied hörte, stockte sein Atem. Er Kannte das Lied... es war das Lieblingslied seiner Mutter. Als er dem Gesang der Halb-Waldelfin lauschte schlief Benjamin mit glücklichen Erinnerungen ein.

Sebat
10.02.2008, 15:57
"Was geht da vor sich?", fragte Skar leise und starrte auf das Schlachtfeld. Auch Sebat erhob den Kopf vom mittlerweile wieder einigermaßen geheilten Yyivinndar, der noch bewusstlos auf dem Boden lag, jedoch stabil war und sah auf die Verteidiger. Die Schlacht schien geendet zu haben, die Halbdrachen waren besiegt. Allerdings feierte keiner der Soldaten, Assassinen, Priesterinnen, im Gegenteil. Sie alle starrten fassungslos auf das, was da noch anrollte. Hunderte, tausende, tobende, schreiende Halbdrachen steuerten langsam auf Drada Ched Nasad zu, zwar noch in weiter Ferne, jedoch säßen sie trotz allem in der Falle. Die Gegner waren in der Überzahl und zudem noch ausgeruht. "Bei Lolth...", flüsterte Calliara entsetzt und blickte mit nervöser Miene auf die herannahenden Feinde. Sie umfasste die beiden Kurzschwerter fest, als wenn sie fürchetete, man würde sie ihr aus der Hand reißen wollen. Skar erhob, nachdem er zunächst stillschweigend auf die Verstärkung gesehen hatte, die Stimme und rief alle zusammen, vor das Northa-Haus und die einzelnen Verbände stellte sich sichelförmig um ihm herum. Calliara eilte herbei, stellte sich neben Sebat und ihrem Vater. "Hört alle her! Wir ihr seht, ist die Lage äußerst ernst und bedenklich. Die Halbdrachen strömen in Scharen herbei-"
"Ja, und wir werden sie zerschmettern!", rief einer der Hauptmänner und die anderen gröhlten mit.
"Nein, das werdet ihr nicht! Es wird umgekehrt ablaufen, sie werden euch zerschmettern! Wir können uns nur zurückziehen, etwas anderes außer sterben bleibt uns sonst nicht!", antwortete Skar.
"Dann soll es so sein! Ich will unsere Stadt nicht aufgeben, niemals!", rief ein anderer.
"Blödsinn, blödsinn, BLÖDSINN!", schrie Sebat wütend und jeder erschrak ob seines Tons. "Was habt ihr denn davon, wenn ihr jetzt alle sterbt? Ihr überlasst den Halbdrachen leichtfertig eure Stadt und sie werden über eure Dummheit lachen, weil ihr gekämpft habt! Wollt ihr nicht lieber fliehen, euch stärken und dann kolossal zurückschlagen und womöglich beide Städte zurückerobern?"
"Das...ist eine Überlegung wert", sprach ein General und schien nachdenklich.
"Von der Flucht haben wir auch nichts! Sie werden uns weiterhin verfolgen, nirgendwo sind wir sicher!", warf ein Bogenschütze ein.
"Doch, nur nicht im Unterreich! Es gibt nur noch einen einzigen Ort, an den wir flüchten können - an die Oberfläche", erwiderte Calliaras, Yyivinndars und Azulars Vater und zeigte dabei nach oben. Danach kehrte nachdenkliches Schweigen ein, man hörte nur noch das Knistern der Feuer, die in den Häsuer wüteten. "Was auch immer wir tun, ob wir sterben, leben oder flüchten, wir werden dort hin gehen, wohin uns Calliara führt", sprach eine der Assassinen und ihre Mitkämpferinnen nickten dazu. "Wenigstens ihr Mädels seid vernünftig", seufzte Calli erleichtert.
"Also schön, wenn es unbedingt sein muss...dann werden wir folgen...aber wenn wir an der Oberfläche ausgelöscht werden, werde ich euch daran erinnern, dass ich euch gewarnt hatte!", meinte nun auch der Bogenschütze, der zugleich auch der Anführer war.
"Wir auch!"
"Wir kommen auch mit!"
"Und mit uns könnt ihr auch rechnen!" So meldete sich schließlich das ganze restliche Heer.
"Gut, damit wären es dann alle. Also schön, wir haben 50 Priesterinnen verloren, übrig bleiben nur noch 20...ihr zehn, eröffnet Tore an die Oberfläche, allerdings sollten deren Ausganspunkte an der selben Position sein! Und die restlichen zehn, ihr stellt soviele Feuerwände und Klingenbarrieren auf wie nur möglich, um die Angreifer auf Distanz zu halten. Nur so kann die Evakuierung vollständig durchgeführt werden. Wenn die Tore geöffnet sind, eilt ihr nacheinader und ohne Gedränge da durch und wartet am Ausgangsort. Also gut, beginnen wir!", rief Skar. Daraufhin begannen die einen Priesterinnen mit der Erstellung der Portale, während die anderen die Halbdrachen aufhielten. Die Bogenschützen stellten sich auch noch einmal auf, schossen Pfeile gen Gegner, bis die Tore schließlich geöffnet waren und die Evakuierung begann. Yyivnndar wurde gleich als erstes mitgeschleppt, Calliara, Skar und Sebat warteten noch und baten um Beeilung.

Plötzlich fiel es Calliara und Sebat wie Schuppen aus den Augen: Safyy'ra! Und sie war noch im brennenden Haus der Northas, in welches sie die Kleine zur Sicherheit gebracht hatten. Es brannte zu dem Zeitpunkt des Reinbringens noch nicht. Sie hatten sie durch die Schlacht vollkommen vergessen. "Sebat, schnell! Wir müssen sie da raus holen!", rief Calli und sprang auf einen Fensterrand, durch den sie in das Haus gelang. Sebat flog in zu einem der Fenster im oberen Stockwerk und bahnte sich den Eingang mit einigen Eiszaubern, damit die Feuer ihm keine Probleme machten. Calli hatte es sehr leicht, durch ihre Gelenkigkeit war es für sie kein Problem, den herunterfallenden Gegenständen auszuweichen und über Trümmer hinübezuturnen. Sebat hatte es schwerer, trotz der Anwendung der Eiszauber wurde es für ihn immer schwieriger, wegen der sperrigen Flügel durch die Gänge zu kommen. Sie hatten Safyy'ra in Azulars Zimmer gebracht, weil dieser durch einen Schutzzauber geschützt war (den Azular viele Jahre früher gegen Eindringlinge und ähnlichem errichtet hatte), ob er aber auch Feuer zurückhielt, das war unklar. Während die Assassine durch die Flure huschte, entdeckte sie den mit den Bildern ihrer Familie an der Wand. Sie waren verkohlt, jedoch noch nicht gänzlich vernichtet. Was sie verwunderte war das Bild Azulars. "Wer hat sein Bild hier aufgehängt?", fragte sie sich. "Vater kann es unmöglich gewesen sein, er hatte überhaupt keine Zeit dazu...aber wer dann?" Doch diese Frage ließ sie zuerst unbeantwortet und eilte schnurstracks zum Raum ihres Bruders. Der Zauber hatte sie erkannt, erachtete sie jedoch nicht als Feind und ließ sie gewähren. In der hintersten Ecke lag die Kleine, sie weinte bitterlich, war aber unversehrt, genauso wie der Raum selbst. Alles war noch an seinem angestammten Platz. Calliara packte ihre Tochter so ein, dass sie den Rauch nicht einatmen musste und hetzte mit ihr aus dem Zimmer. Aber dann hörte sie plötzlich einen Schmerzensschrei - Sebats Schmerzensschrei. "Sebat!", rief sie und rannte in windeseile zur Geräuschsquelle. Dort sah sie den Vater ihrer Tochter, ein Holzbalken war umgefallen und hatte den Halb-Avariel eingequetscht. "Hilf...mir", stöhnte er und Calli trat mit aller Gewalt den Balken zur Seite, sodass er wieder aufstehen konnte. "Danke...und nun nichts wie raus hier!" So nahmen sie den kürzesten Weg zu einem Fenster im Erdgeschoss. Zwischenzeitlich mussten sie sich auch einen Weg zwischen Leichen bahnen, da sich scheinbar einige Halbdrachen in das Haus teleportiert hatten, jedoch von den hauseigenen Spinnen, der dazugehörigen Priesterin und einigen wenigen Soldaten, die hier postiert waren, niedergestreckt wurden. Schlussendlich erreichten sie ausgelaugt die Portale, sämtliche Soldaten waren mittlerweile schon weg, nur die Priesterinnen und Skar warteten noch. Die gegnerische Armee hatte schon die Tore der Stadt erreicht und ließen sich kaum noch zurückhalten. "Schnell, geht in das Tor! Wir haben nicht mehr viel Zeit", rief Callis Vater und so sprang die ganze Gruppe in die Portale, auf dem Weg ins Ungewisse...

Serpico
11.02.2008, 15:08
An dritter Stelle fühlte sich der Ork Hlaschuk einigermaßen sicher, während er gemeinsam mit 8 anderen näher an den hinteren Wagen der Karawane heranschlich. Das hohe, im Wind wellende Gras konnte die geduckten Orks gut verbergen, und ihre Hautfarbe tarnte sie zusätzlich.
Der Ork roch das zubereitete Essen der Reisenden, die in der Nähe ihr Lagerfeuer brennen hatten und um jenes herum saßen. Er leckte sich die aufgerissenen Lippen... dickflüssiger Speichel tropfte von seinen Mundwinkeln.
"Dosch aval", knurrte ein anderer Ork leise, doch ein weiterer stieß diesen mit dem Ellbogen an und bedeutete ihm, still zu sein.
Hlaschuk verstärkte den Griff um sein Kurzschwert. Die kleine Gruppe erreichte den hinteren Wagen. Der Ork, der den Trupp anführte, Gomsh, setzte einen Fuß auf die Holzschalung, dann zog er sich hoch und blickte über den hinteren Rand des Planwagens in dessen Inneres. In diesem Moment jedoch hörte er vom vorderen Ende der Karawane den Kriegsruf eines seiner Stammesmitglieder, und wusste, dass ein Kampf ausgebrochen war. Er sprang rückwärts vom Wagen, doch jemand anderes reagierte ebenfalls auf den Ruf - schneller, effektiver. Noch während des Sprungs verspürte der Ork einen beißenden Schmerz im Nacken, als sich eine Klinge tief in einen Hals bohrte. Er setzte zwar mit den Füßen ab, sackte jedoch gleich in sich zusammen.
Hlaschuk wirbelte herum, genau wie die anderen Orks hinter und der eine vor ihm. Erschreckender Weise war dort jedoch niemand zu sehen. Das hohe Gras verbarg nicht nur die Orks, sondern wie es schien auch ihren unbekannten Widersacher. Hlaschuk wurde nervös.
In diesem Moment erschien mitten im Gras eine riesige Spinne, die von irgendwem am Rande des Geschehens herbeibeschworen sein musste, und stürzte sich auf einen der Orks.
Hlaschuk verfolgte diesen Kampf nur beiläufig, da der andere Feind ihm sicherlich näher war. Genau wie alle anderen, die sich nicht der Spinne widmeten, wich er zurück, als das Gras an einer Stelle zu rascheln begann. Einer seiner orkischen Gefährten stieß einen Kriegsschrei aus und breschte mit einer riesigen Zweihandaxt in die Richtung der Bewegung im Gras. Er schwang die schwere Waffe noch während des Laufens hoch über den Kopf und ließ sie auf genau die Stelle niederfahren. Die Schneide grub sich durch das Gras tief in den Erdboden, doch sie traf auf kein Fleisch, keine Knochen. Der breitschultrige Ork knurrte auf. Einen Lidschlag später sackte er nach vorne weg und bemerkte erst als er am Boden lag, dass man seine Achillessehnen durchtrennt hatte. Bevor jedoch der Schmerz ihn winseln lassen konnte, rammte jemand sein Gesicht in den weichen Erdboden und trieb ein Stilett durch seinen Nacken in den Hinterkopf.
Die Aktion ging schnell von statten, doch die restlichen Orks sahen nicht tatenlos zu, wie ihr Kamerad getötet wurde, sondern griffen nach den Waffen und rannten in die Richtung des Geschehens.
Jetzt konnte Hlaschuk für einen Moment einen schwarzen Umhang und Teile von dunkelroter Kleidung zwischen dem Gras erkennen, bevor der Feind - wohl ein Mensch oder Elf - unsichtbar wurde.
Selbst wenn sie ihn nicht mehr sahen, stürzten sich die Orks auf den Widersacher und schlugen blindlings mit ihren Waffen um sich. Zwei von ihnen kämpften ein Stück abseits gegen einen herbeibeschworenen Schreckensdachs. Eine der aufgebrachten Kreaturen traf dabei einen Kollegen am Arm und verletzte ihn leicht.
Der Verletzte wirbelte zu seinem tollpatschigen Mitstreiter herum und fluchte lauthals. Einen Moment später jedoch zuckten beide zeitgleich zusammen und fassten sich an die Brust, wo sich jeweils eine Klinge vergraben hatte. Zwischen den beiden wurde eine humanoide Gestalt sichtbar, die so sehr in schwarze und rote Stoffe gehüllt, dass man nicht sagen konnte, ob es sich um einen Menschen oder Elfen oder sonst etwas handeltet. Die Person, dieser vermumte Feind, riss die Waffen heraus und sah sich nun umzingelt von bewaffneten Orks.
Diese gingen nun allesamt in die Offensive, doch aus anderer Richtung vernahmen sie den Ruf eines weiteren Kämpfers, der sich ins Geschehen stürzte. Izayoui und sein Wolf sprangen vom Wagen und rannten dem Fremden zuhilfe.
Der vermumte Fremde ließ dem Finsteren Streiter einen Blick zukommen - seine glühenden Augen besaßen eine angsteinflößende Kälte. Mehr als die Augen konnte man von seinem Gesicht jedoch nicht erkennen, zu sehr war der Fremde in seine Kleidung gehüllt und zu dunkel war die Nacht. Ohnehin blieb keinem der beiden Zeit, sich auf etwas anderes als die eigene Sicherheit zu konzentrieren.
Der Vermumte ließ seine schmalen Klingen kreisen und wehrte Angriff für Angriff ab, wobei er aber von drei Orks zugleich bedrängt wurde. Der vierte verbliebene Ork kämpfte noch immer gegen den Schreckensdachs und wurde nun zusätzlich von Izayoui bedroht.

The Manic erreichte den Kampf, in den der Drow verstrickt war, und konnte gerade noch die Aufmerksamkeit von zwei der bislang fünf im Kampf begriffenen Orks auf sich lenken. Er vollführte einen Angriff mit "Sonne" auf den näheren der beiden, während er das andere Kurzschwert zur Parade nutzen musste, um nicht vom Breitschwert des anderen nicht enthauptet zu werden.
Der Drow ließ ihm während des Kampfes einen misstrauischen Blick zukommen, den The Manic mit derselben Emotion erwiderte. Beide zogen die Möglichkeit in Erwägung, den jeweils anderen letztlich ebenfalls niederstrecken zu müssen.
The Manic wehrte einen Angriff des ersten Orks ab und setzte dann mit der zweiten Klinge nach, mit der er das Schwert der Kreatur beinahe aus deren Hand schlug. Eine Rückhandbewegung ließ sein Kurzschwert über den Oberkörper des Orks hinwegfahren... die Klinge zog eine dünne rote Linie über Brust und Schulter.
Der zweite Ork hatte das Kriegsbeil jedoch bereits erhoben und ließ es auf den Menschen hinab fahren, bevor dieser die Aktion vollendete...

Horfith
11.02.2008, 16:14
Horfith genoss es mit dem Waldläufer zu flirten, doch bevor sie zu einer Erwiderung ansetzen konnte drang Musik an ihr Ohr. Aufmerksam lauschte sie.
Sie kannte weder die Melodie noch den Text, was ihre Neugier weckte.
Die Frau erhob sich.
„Wenn ihr mich für einen Augenblick entschuldigen würdet.“
Horfith lächelte Surinyo freundlich and und blinzelte ihm zu, was der Waldläufer mit einem breiten Grinsen quittierte.
Die Halbdrow ging in Richtung des Gesanges. Es klang sehr gut und sie hoffte dass die Sängerin ihr die Melodie und den Texte des Liedes beibringen würde. So ein sentimentales Stück würde ihr unter gewissen Umständen gutes Geld einbringen.
Während sie durch das Lager auf das Feuer zuging, von dem der Gesang ertönte, sah sie aus den Augenwinkeln heraus einen kleinen leuchtenden Punkt der sich von den Wagen aus in Richtung der Lagerfeuer bewegte. Hofrith sah genauer hin und zog leicht verwundert die Augenbrauen hoch. Sie erkannte eine Pixie. Sofort schlich sich ein liebevolles Lächeln auf ihr Gesicht. Sie mochte diese kleinen Kreaturen. Diese kleinen Wesen waren ein schier unerschöpflicher Quell an Geschichten. Vielleicht würde sich ja die Gelegenheit ergeben mit ihr zu reden und neue Begebenheiten in ihren persönlichen Schatz an Erzählungen aufzunehmen.
Horfith grinste. Ihre Entscheidung sich Morgana und ihren Gefolgsleuten anzuschließen hatte sich schon mehr als in einer Hinsicht gelohnt.
Aus den Augenwinkeln heraus sah sie Azular. Er wirkte aufgeregt und hektisch. Horfith blieb kurz stehen, beobachtete ihn genauer und sah wie er hastig auf den Wagen sprang auf dem sie gefahren waren. Fast schon unbewusst zuckte sie mit den Schultern. Wenn er bei irgendetwas Hilfe brauchen würde, würde er sich schon melden. Sie vermutete, dass seine Hektik etwas mit seinem übersensiblen Magen zu tun hatte.
Der Wind spielte in den flammend roten Haaren der Halbdrow und sie schloss kurz die Augen um diese Berührung zu genießen. Der Wind trug ihr einen Geruch entgegen.
ORKS! Vermischt mit dem Geruch des Blutes dieser Kreaturen.
Sofort fiel alles Spielerische von der Frau ab.
Sie griff in ihren Nimmervollen Beutel und zog ihren Bogen hervor.
Hofrith wickelte die Sehne vom Bogen, schlang ihr rechtes Bein um das Holz und spannte die Sehne in die Waffe. Dann holte sie aus ihrem Beutel ihren Köcher hervor und warf ihn sich über den Rücken.
Sie drehte sich von den Feuern weg und blickte in die Richtung der abgespannten Wagen und konzentrierte sich. Ihre feines Gehör vernahm Zaubersprüche in elfisch.
Schnell bewegte sie sich auf einen der Zwischenräume der Wagen zu.
Mittlerweile waren die Kampfgeräusche nicht mehr zu überhören und das Lager geriet in Aufruhr.
Horfith starrte angespannt in das Dunkel und sah dem Schemen eines Orks vor sich. Doch statt einen Pfeil aus dem Köcher zu ziehen murmelte sie ein paar Worte und wie aus dem Nichts erschien ein Pfeil auf der Sehne ihres Bogen.
„Finde ihn.“
Der magische Suchpfeil schnellte von der Sehne ihres Bogens und raste auf den Orkschatten zu.

Viridian
11.02.2008, 22:05
Azular starrte verzweifelt auf seine Vertraute hinab, die sich mehr und mehr in einen Schreckenstiger verwandelte. Dabei machte ihre tierische Miene keinen glücklichen Eindruck, im Gegenteil, sie litt, und ihr Meister konnte ihr nicht helfen.
"Das war schmerzhaft, hm?", fragte er sie leise, nachdem sie neben ihm, der saß, aufragte und sie schien ihm das zu bestätigen. Sie hatte sich augenscheinlich unter Kontrolle und erweckte nicht den Eindruck, jemandem ernsthaft Schaden zuzufügen. Hm, vielleicht sollte ich den Kräuterhändler mal fragen, ob er die nötigen Reagenzien für das Elixier hat, sollte ja nicht selten sein, dachte er, bis er aus seinen Gedanken aufschrak. Kampfgebrüll! Und auch noch von Orks! Selbst Sera stellte ihre Ohren auf und konnte sofort orten, wo die Orks waren. "Scheint so, als bekämen wir Besuch...und dieser hätte Arbeit bekommen", flüsterte er in die Ohren des Schreckenstigers, der die Zähne gefährlich bleckte. "Los, meine Kleine...jetzt gibts Happi", flüsterte er herausfordernd und Sera duckte sich. Dann brüllte sie und sprang geradewegs nach vorn. Doch sie handelte nicht überstürzt, sie stoppte vor den Wagen, legte sich auf die Lauer und sah unter die Wägen, um die auf die Beine der Lebewesen zu sehen und die Angreifer zu beobachten. Allerdings waren auch andere zu sehen, beispielsweise acht Beine, die sie nur einer Spinne zuordnen konnte. Dann waren da noch einige Unbekannte, allerdings schienen sie nicht feindlich zu sein. Langsam huschte Sera an das Heck eines Wagens, beobachtete ihr zukünftiges Opfer, bis es soweit zurückgedrängt worden war, dass er in greifbarer Nähe war. Nun ging alles ganz schnell, sie sprang hoch, lud ihr gesamtes Gewicht auf den Ork und riss ihn mühelos um, sodass er zu Boden fiel. Ohne große Umstände machte sie ihn bewegungsunfähig und zerriss die gesamte Kehle des schweren Ungeheuers, während sie mit ihren Krallen die Brust aufschlitzte. Der Ork kam nicht einmal zum Aufschreien, da sie ihm in windeseile sämtliche Arterien und die Luftröhre sauber zerschnitt. Er wehrte sich noch nicht einmal, da die Chancen, sich noch zu befreien, astronomisch klein waren. Aber was Sera nicht registrierte war einer seiner Mitkämpfer, der mit erhobenem Beil auf sie zugestürmt kam. Doch ehe er in ihre Nähe kam, stockte er plötzlich, riss die Augen bis zum maximum auf und fasste sich an das Herz. Es war durchbohrt, genauso wie viele andere Stellen seines Körpers. Etliche Splitter hatten sich quer durch seinen Körper gerammt, an den Beinen, im Bauch, in der Brust und in die Schulter. Sehr langsam drehte er den Kopf zu seinem Mörder, bevor er wie ein Sack zusammensackte und ausblutete. Azular hockte auf einem der Wägen und starrte ihn finster an, während er diabolisch grinste. Im Anschluss schien er die Splitter innerlich zurückzurufen, da sie sich wie von Geisterhand aus dem Orkkörper lösten und sich auf bzw in dem Schaft zu der vollen Klinge des Silberschwerts formierten. "Bringen wir etwas Leben in den Kampf!", rief er seiner Vertrauten zu...

Horfith
11.02.2008, 22:39
Horfith wusste dass sie den Ork getroffen hatten, denn der Schatten sackte zu Boden. Aus den Augenwinkeln heraus sah sie einen Schreckenstiger unter die Wagen schlüpfen. Einen Schreckenstiger, der verdammt großes Ähnlichkeit mit Azulars Kätzchen hatte.
Blitzschnell entspannte sie ihre Bogen wieder und ließ ihn in ihrem Nimmervollen Beutel verschwinden genau wie ihren Köcher. Stattdessen zog sie ihr Katana.
Die Klinge flimmerte mit rotem Schein und kleine Flammen tanzten auf der Klinge.
Die Halbdrow lief ein paar Schritte, erreichte einen der Wagen und drückte sich vom Boden ab. Mit der linken Hand griff sie in die Plane des Wagens und beförderte sich mit einem Überschlag auf den Wagen. Geschickt fand sie das Gleichgewicht und stand auf dem Wagen.
Sofort ging sie in die Hocke und drehte die Klinge ihrer Waffe so nach hinten, dass der Feuerschein sie nicht verriet.
Sie verschaffte sich einen Überblick. Sie sah noch 6 Orks. Dem am dem Azulars Katz herumkaute rechnete sie schon nicht mehr mit ein.
In einiger Entfernung entdeckte sie einen Drow, der Ad’non sein musste und einen Menschen, die die dortigen Orks gut beschäftigten.
Horfith überlegte. Eigentlich gab es keinen weiteren Grund für sie in den Kampf einzugreifen.
Einer der Orks drehte sich um und entdeckte sie auf dem Wagen. Soweit dazu sich nicht den Hintern abkauen zu lassen.
Die Halbdrow seufze und sprang vom Wagen herunter.
Sie landete zwischen zwei Orks, ging in die Hocke und wirbelte einmal um die eigene Achse.
Die Unterbeine der Orks wurden durch ihre Klinge säuberlich abgetrennt. Der Feuerzauber, der auf dem Katana lag sorgte dafür dass alles oberhalb des Schnittes in Feuer aufging.
Die Kreaturen gingen schreiend zu Boden und die Frau grinste.
Sie richtete sich auf und stand einem weiteren Ork entgegen. Dessen Klinge raste genau auf ihre Kehle zu.

Thorondor
12.02.2008, 04:33
Die Pixie flog weiter auf ein Lagerfeuer zu, was ihr am nächsten schien. Doch kaum war sie da angekommen, ging auch schon jemand in Richtung der Wagen, um zwischen ihnen zu verschwinden. Kurz sah sie der Person nach, doch kümmerte sich nicht weiter darum. Irgendwo hier waren seltsame, für sie neue Gerüche, und diesen folgend landete sie neben einer Schüssel, die man offenbar hatte stehen lassen. Da keiner darauf zu achten schien, tunkte sie zur Probe einen Finger vorsichtig in die Suppe in der Schüssel und zog ihn wieder raus, um vorsichtig daran zu lecken. Ein wenig verzog sie ihr kleines Gesicht.
"Das ist gar nicht gut, nein, nein," sprach sie leise zu sich selbst und sah sich dann weiter nach Genießbarem um.

Thorondor hingegen hatte inzwischen andere Sorgen. Sein Dachs machte dem Ork zwar immer noch zu schaffen, aber zum einen kam nun dieser finstere Kerl, den er ohnehin nicht leiden konnte, genau auf "seinen" Ork zu und außerdem schien es nach kurzer Beobachtung so, als wären hier auch noch andere Personen am Werk, die sich mit den Orks anlegten. Wo sollte das nur hinführen? Wenn das so weiterginge, blieben ja keine Orks mehr für ihn übrig.
"Das macht so keinen Spaß," murmelte er leise in der Sprache der Elfen und überließ den Ork samt Dachs dem Menschen. Der kleine Dachs würde vermutlich in Kürze von der Waffe eines Orken entzwei gespalten werden und der Mensch müsste ohne diese Unterstützung auskommen. Jener würde schon mit dem Ork klarkommen, und falls nicht, wäre es auch kein tragischer Verlust – im Gegensatz zum Dachs.
So wandte er sich von der Gruppe ab und sah sich immer noch unter dem Schutz des Unsichtbarkeitszaubers um, wo es denn noch einen vielversprechenderen Gegner gäbe, ohne sich dabei besonders zu beeilen. Er sah dabei einen Schreckenstiger, woraus er schloß, dass außer ihm noch ein Magier oder zumindest eine magisch begabte Person in der Nähe sein müsse, welche diese Kreatur beschworen hatte. An anderer Stelle sah er eine Person mit flammender Klinge durch die Gegend huschen. Das war ein Anblick, der zumindest etwas mehr Unterhaltung versprach. Nicht etwa wegen der Person selbst, nein; der Grund war das Katana, welches ganz offensichtlich mit einer Verzauberung versehen war. Sie kämpfte fürs Erste gar nicht mal schlecht, aber irgendwie schien sie sich doch etwas übernommen zu haben. Kurz schmunzelte er -was man natürlich aufgrund der Unsichtbarkeit immer noch nicht sah- und murmelte einige leise Worte vor sich hin.
"Sargua nae diir!" kamen zum Abschluss der Formel die Worte etwas lauter und eine kleine Kugel suchte sich ihren Weg zu dem Ork, welcher gerade die Klinge erhoben hatte, um Horfith damit an die Kehle zu gehen. Als dieses winzige Geschoss den Ork traf, erstarrte er urplötzlich in seiner Bewegung. Auf den zweiten Blick sah man, dass der Ork mit einer Steinschicht überzogen schien, die ihn an jeder Bewegung hinderte. Ein Zauberkundiger würde jedoch wissen, dass inzwischen mehr als nur die äußere Schicht des Orks in Stein verwandelt wurde. Irgendetwas Elfisches, wohl einen kurzen Befehl, rief der inzwischen durch den offensiven Zauber sichtbar gewordene Sonnenelf unter einem raschen Winken der Halbdrow zu. Jedoch achtete er nicht sonderlich darauf, ob man seinen Worten folge leistete, sondern webte zügig einen weiteren Zauber, worauf ein greller Blitz aus den Händen des Magiers genau auf den versteinerten Ork zuschoß und diesen beim Auftreffen in zahlreiche einzelne Gesteinsbrocken zersplittern ließ.
Inzwischen war Thorondor schon einige Augenblicke lang sichtbar und die Zauber hatten zumindest kurzzeitig genug Aufmerksamkeit erregt, dass auch der eine oder andere Ork ihn wahrnahm. Konzentriert wirkte er einen weiteren Zauber und in wenigen Augenblicken erschien ein jüngerer Luftelementar neben ihm.
"Vara amin!" befahl er jenem und mit einem kurzen Nicken quittierte der Elementar diesen Befehl, bereit jeden Angreifer zurückzudrängen, der sich dem Elfen nähern würde. Thorondor webte anschließend noch einen einfachen Bann, welcher ihn mit einer schillernden Kugel umgab und gewissen Schutz vor Angriffen gewährte, sollte jemand doch an dem Elementar vorbeikommen.

Serpico
12.02.2008, 12:43
Ad'non sah, wie die anderen nach und nach in das Geschehen eingriffen. Natürlich war er alles andere als zufrieden mit der Arbeit seiner Begleiter, doch sie waren zu unwichtig, als dass er sich jetzt darüber Gedanken gemacht hätte. Er wurde von zwei Orks zugleich bedrängt, der eine stieß mit einem Breitschwert auf ihn ein und der andere führte eine schwere Axt.
Ad'non duckte sich unter einem horrizontal geführten Axthieb weg, rollte sich aber sogleich zur Seite, als das Schwert zustieß. Er kam schnell wieder auf die Beine und wehrte das Schwert ein weiteres Mal mit dem eigenen ab. Die kleinere Klinge konnte kaum gegen die seines Gegners standhalten, ebenso die deutlich geringere Kraft des Drow. Schlimmer war jedoch die Axt, die er nicht einmal im Traum zu parieren gedachte.
Ein weiteres mal raste die Axt auf ihn zu und Ad'non wich seitlich aus. Damit geriet er zu nah an seinen zweiten Gegner, der das Schwert frontal in seine Brust zu rammen versuchte. Ad'non riss das Schwert hoch, doch die größere Waffe konnte dieses nicht komplett aufhalten. Die feindliche Klinge bahnte sich den Weg am Arm des Dunkelelfen entlang, wobei sie einen tiefen Schnitt hinterließ, und bohrte sich - wenn auch nicht tief, da nicht scharf genug - in seine Schulter.

Ad'non konnte dem Reflex nicht vorbeugen und ließ den Dolch fallen, um den Arm und damit die blutende Wunde an seinen Körper zu pressen, wobei er vor Schmerz stöhnte und zurück taumelte. Die Unachtsamkeit brachte dem Axtkämpfer einen entscheidenden Vorteil. Dieser trat vor, holte aus und... keuchte...
Die Kreatur stöhnte, denn ein Kurzschwert hatte sich in ihren Rücken gebohrt und war aus der Brust wieder hervorgetreten. The Manic riss die Klinge ruckartig wieder heraus und stürtzte sich auf den Schwertkämpfer. Flink und behände wich der schurkische Waldläufer den Hieben des Feindes aus und hielt ihn in Schach.
Ad'non erkannte seine Chance und schleuderte den Dolch in Richtung des verbliebenen Gegners. Er traf das Geschöpf am Hals...
Der Ork sackte zu Boden... und starb.

Es war nur noch ein einziger Ork in der Nähe und dieser schien es auf jemand anderen abgesehen zu haben - entweder die Halbdrow, den Goldelf oder den Drowmagier. Ad'non atmete auf. Die anderen waren ihm egal...
The Manic jedoch ließ dem Drow einen Blick zukommen, schätze seine Überlebenschancen trotz des Blutverlusts gut ein... und rannte in Richtung des verbliebenen Feindes.

Horfith
12.02.2008, 18:25
Ehe Horfith reagieren konnte erstarrte der Ork in seiner Bewegung. Ein merkwürdig knisterndes Geräusch erklang und die Frau sah, wie sich die Haut des Orks in Stein verwandelte. Es war als würde man Wasser beim Gefrieren zusehen.
Horfith tippte mit der Spitze ihres Katanas an die steinerne Figur.
„So gefällst du mir schon besser Schweineschnauze,“ und ihr breites Grinsen erschien wieder einmal auf ihrem Gesicht. Ihre Göttin Tymora hatte sie nicht im Stich gelassen. Wie ihr alter Meister immer zu sagen pflegte... „Mädel du bist gut mit dem Katana, aber ich würde an deiner Stelle beim Bogen bleiben. Manchmal genügt es nicht zu wissen, an welchem Ende man eine Waffe anzupacken hat.“ Die Frau musste bei dem Gedanken noch breiter grinsen.
Horfith hörte einen Ruf auf elfisch und drehte ihren Kopf in die entsprechende Richtung. Sie sah den Goldelfen dort stehen, der ihr offensichtlich etwas zugerufen hatte und ihr zuwinkte. Sie wollte gerade antworten und ihm zurufen, dass sie Elfisch nicht verstand als sie einen Blitz aus seinen Händen zucken sah, der zielsicher auf den versteinerten Ork zuflog.
„Sch....“
Die Frau riss entsetzt die Augen auf und warf sich auf den Boden, um einen Schutzzauber zu wirken war es zu Spät. Schützend legte sie die Arme um ihren Kopf und presste sich auf die Erde. Keine Sekunde zu früh, denn der Blitz schlug in den Ork und eine Lawine von Steinchen prasselte auf die Halbdrow nieder während die größeren Brocken sie verfehlten. Einer dieser größeren Brocken schlug in einen der Wagen hinter ihr ein und es schepperte laut.
„Das wird teuer“, dachte die Halbelfe und ihre Dankbarkeit für die Rettungsaktion des Goldelfen war restlos verflogen.
Vorsichtig hob Horfith den Kopf und sah die qualmenden Überreste des Orks vor sich. Ironischerweise standen seine versteinerten Stiefel noch an Ort und Stelle und qualmten munter vor sich hin.
Die Frau rappelte sich hoch und spuckte etwas Dreck aus. Dann warf sie einen leicht zornigen Blick in die Richtung des Goldelfen und sah dass er sich mit einem magischen Schutzmantel umgeben hatte. Sie würde diese Angelegenheit später mit ihm klären und sie würde mit Sicherheit ihren Spaß dabei haben.
Ihre Aufmerksamkeit wurde von dem Goldelfen abgelenkt. Weiter hinten schien Ad’non in Schwierigkeiten zu stecken. Horfith sah wie er einen Treffer kassierte.
Blitzschnell verschwand das Katana in seiner Scheide. Den Bogen zu nehmen und einen Säurepfeil in die Sehne zu spannen waren fast eine fließende Bewegung. Doch sie ließ die Waffe wieder sinken. Jemand anderes hatte den Ork bereits erledigt. Sie sah wie eine dunkle Gestallt hinter dem letzten verbleibenden Ork hinterher lief.
Nun offensichtlich war der Fremde gut in der Lage mit der Schweineschnauze fertig zu werden. Sie nahm den Pfeil von der Sehne, behielt den Bogen aber für alle Fälle in der Hand als sie zu dem Drow hinüber ging,
Der versuchte mittlerweile mehr oder weniger erfolgreich eine klaffende Wunde an seiner Schulter zu versorgen.
Horfith zögerte nicht lange und sprach einen Zauber, der kritische Wunden heilte. Die Verletzung hörte sofort auf zu Bluten.
Ad’non sah sie fast schon überrascht an und öffnete den Mund.
„Wartet, bevor ihr etwas sagt, ich spreche kein Wort Elfisch. Wenn euch also bedanken oder mich beleidigen wollt, benutzt die Handelssprache.“
Horfith zwinkerte dem verdutzten Drow zu.

Viridian
12.02.2008, 21:35
Azular starrte auf das Feld hinab. Nur noch 3 Orks waren noch am Leben und waren allen Ernstes so tumb, nicht wegzulaufen und sich in Sicherheit zu bringen, stattdessen kämpften sie weiter. Der Drow hockte weiterhin auf dem Wagen und studierte eingehend das Kampfgeschehen. Ein unbekannter Mensch schien ihnen zu helfen, allerdings sagte ihm sein schwacher, aber noch anwesender drowischer Instinkt, dass man einem Fremden nicht vorschnell trauen sollte. Sera kümmerte sich noch flugs um einen Ork, der die Frechheit besaß, ihr am Schwanz zu ziehen, mit dem eigentlichen Ziel, sie herumzuwirbeln. Ihr Gewicht sprach allerdings eine andere Sprache und so biss auch dieser Ork schändlichst ins Gras. Während er amüsiert beobachtete, wie seine Vertraute ihren Spaß hatte, bemerkte er gar nicht, wie ein Ork auf den Wagen geklettert war, auf dem auch er saß. VORSICHT!, brüllte Wulcor und Azular registrierte durch die laute Warnung den Ork, musste jedoch feststellen, dass ein zu später Reflex schmerzhaft sein konnte. Das Mistvieh schwang seine überdimensional große Keule und rammte sie mit großer Kraft geradewegs in Azulars Hüfte. Dieser bekam nicht einmal die Möglichkeit, aufzuschreien, da der Schlag ihm die Luft aus den Lungen presste. Durch den Schub wurde er wie eine Spielkarte vom Wagen gefegt und flog einige Meter weit, sich rücklinks drehend, vom Wagen, als er dumpf auf dem Boden auftraf und durch den blutverschmierten und damit nassen Boden weiterschlitterte, bis er bewusstlos an einem Abhang ankam und dort die weite Böschung hinabrutschte. Ihm fiel gar nicht auf, dass er beim Sturz gegen mehrere größere Steine prallte und nach einer schmerzhaften Begegnung mit einem Baumstamm und seinem Kopf auf ebenem Boden landete, wo ihm schließlich schwarz vor Augen wurde. Das einzige, was er hören konnte, bevor er ohnmächtig wurde, war ein gewaltiger Schrei von Sera, ein wütender Schrei, einer, der von Hass und Angst begleitet wurde...

Serpico
13.02.2008, 20:55
Ad'nons Blick wurde finster und misstrauisch.
Er konnte sich nicht erklären, warum dieses unreine Mischlingsweib ihm half...
Was erwartete sie? Suchte sie einen Lustsklaven?
Ad'non lachte innerlich bei der Vorstellung. Niemals würde er sich auf "Iblith" einlassen, auf niedere oder unreine Kreaturen. Er würde die grausame Zeit an der Oberfläche überstehen, ohne auch nur mit jemandem ausführlich reden zu müssen, das hatte er sich fest vorgenommen. Ohne Worte stand er auf und wandte sich sogleich ab. Er nahm sein Schwert und seinen Dolch an sich, säuberte beide Klingen an der Plane des nächsten Wagens und schlenderte die Karawane entlang nach vorne, wo die Kämpfe langsam auszuklingen schienen.

Horfith
13.02.2008, 21:14
Horfith quitierte Ad'nons Verhalten mit schallendem Gelächter. Sie blickte dem Drow hinterher und wischte sich die Lachtränen aus den Augen.
Als sie sich wieder beruhigt hatte, wandte sie sich wieder den weltlichen Dingen zu und begann die Leichen der Orks zu filzen.
Bei der ersten Leiche fand sie nichts von Wert, doch der zweite der in der Nähe lag hatte einen Ring bei sich. Horfith steckte ihn schnell ein. Sie würde ihn sich später genauer ansehen.
Sie erhob sich wieder. Weiter vorne hörte sie Kampfgeräusche. Sie schüttelte für sich selbst den Kopf. Das war nicht mehr ihre Sache. Sie hatte sich ohnehin schon mehr an dem Kampf beteiligt als sie es wollte.
Horfith schlenderte zu der Stelle zurück, an der die die zwei Orks gefunden hatte. Auch diese Leichen filzte sie, fand aber bis auf ein paar Goldstücke nichts Brauchbares.
Sie kehrte zu den Feuern zurück. Ohne wirklich überrascht zu sein, stellte sie fest dass sich dort niemand mehr aufhielt.
Gelassen griff sie in ihren Nimmervollen Beutel und förderte eine Pfeife und Tabak hervor. In aller Seelenruhe stopfte sie die Pfeife, zog einen glimmenden Kien aus dem Feuer und zündete die Pfeife an während hinter ihr immer noch Kampfgeräusche ertönten.

Viridian
13.02.2008, 22:54
Azular lag mit dem Gesicht auf dem Boden und spürte jedes Steinchen unter sich. Seine Verwundungen waren schwer, so schwer, dass er sich nicht mehr rühren konnte, geschweige denn einen Zauber sprechen konnte.
Sera war sauer. Sehr sauer. Sauer auf den Ork, der ihrem Meister Schmerzen zufügte. Voller Hass und Zorn stürzte sie sich auf den Mistkerl, zerriss jeglichen Körperteil des Schweins, zerfledderte seine Leiche, schändete den Kadaver. Niemals jemand sollte solch eine Frechheit wagen wie der Ork. Aber im nächsten Moment war der leblose Körper des Narrs vor ihr uninteressant, Azular war wichtiger. In großer Eile hechtete sie zu dem Abgrund und sprang hinab. Dank ihrer Krallen fand sie halt und konnte den Rutsch beeinflussen. Unten angekommen, kam sie zu ihm, selbst in der Form des Schreckenstigers maunzte sie kläglich und leckte mit ihrer rauen Zunge über Azulars Kopf.
Der Magier schaffte es mit letzter Anstrengung den Kopf zur Seite zu drehen.
Nur mit Mühe schaffte er es, die Worte auszustoßen.
„Hol Horfith...“
Sera drehte sofort um und rannte davon. Ihre Augen durchdrangen das Dunkel und sie sah die Halbdrow an einem der Lagerfeuer sitzen
Sofort sprang der Schreckenstiger in diese Richtung.
Horfith saß in Ruhe an dem verlassenen Lagerfeuer, zog an ihrer Pfeife und entspannte sich gerade. Aus den Augen heraus sah sie eine Bewegung auf sich zukommen. Gelassen grinste sie.
„Ah, Sera, du bist mittlerweile eine recht große Mietzekatze geworden.
Die Frau streckte die Hand aus, um die Schreckenskatze zu kraulen.
Sera nutzte die Gunst des Augenblickes und schnappte vorsichtig zu. Als sich ihre Kiefer vorsichtig um den Arm der Halbdrow geschlossen hatten rannte sie los.
„Hey, verdammt lass mich los, du räudiger Nierenwärmer.“
Sera überhörte die Beleidigung der Halbdrow und schleifte sie in Richtung ihres Meisters. Am Liegenden angekommen, hockte sich die Halbdrow hin und schüttelte den Kopf. „Magier…wenn man nicht auf sie aufpasst, bekommen sie immer auf den Hintern“, meinte sie neckisch und wirkte einige kleine Heilzauber, womit der Blutfluss zunächst gestoppt wurde. „So, mehr kann ich vorerst auch nicht machen, da muss die Drowklerikerin wohl ran“, murmelte sie. Azular fühlte sich gerädert, sein Kopf dröhnte wie das Trampeln eines Dämons im Kampfrausch, seine Knochen waren schwer und sein Genick schmerzte. „Kann…nicht…aufstehen“, stöhnte der Magier und er fühlte sich wie gelähmt. „Och nein, jetzt erzählt mir nicht, ihr wärt einer dieser Sorte von Männern, die immer winseln muss“, seufzte die Bardin, aber Sera wusste schon, wie sie ihrem Meister auf die Beine helfen konnte. Doch davor musste noch eine Prozedur durchgestanden werden. Sie legte sich auf den Boden und fing leise an zu wimmern, verstummte aber plötzlich. Im nächsten Augenblick schien alles jedoch viel schneller zu gehen, wie aus dem Nichts wuchs dem Schreckenstiger aus den Pfoten eine Art Hand, dann noch eine. Und plötzlich stand sie auf…und stand auf zwei Beinen. An ihrem tierischen Gesicht hatte sich nichts verändert, sie war noch immer ein Tiger – oder besser ein Raskshasa. Sie grummelte laut und an ihrer Hüfte formierte sich einen Gürtel, an dem eine Scheide mit einem Schwert hing. An ihrer Brust schimmerte kontinuierlich eine silberne Rüstung durch, bis sie schließlich vollends geschützt war. Mit beiden zu Händen formierten Krallen packte sie Azular am Rücken und richtete ihn auf. Der Drow klappte jedoch gleich wieder zusammen und so musste Sera ihn zwangsläufig schultern.

Serpico
13.02.2008, 23:42
Nachdem er zwei Orks in die Flucht geschlagen hatte und diese in einiger Entfernung in einen Kampf mit einem Drow-Magier und dessen seltsamen Getier verwickelt wurden, war es für den Vermumten ein Leichtes, den verbliebenen Ork zu töten. Er parierte einen Schwerthieb mit einer seiner eleganten Banshee-Klingen, wobei er die Waffe des Gegners so weit zur Seite schlug, dass der Körper völlig ungedeckt war, und trieb seine zweite, identische Klinge, in den Leib der Kreatur.
Nachdem der Ork zu Boden gesackt war, verharrte der Vermumte an Ort und Stelle, atmete durch und sammelte sich. Schnell hatte er nach dem anstrengenden Kampf zu einer geregelten Atmung zurückgefunden, und da er sich erholt fühlte, wandte er sich um - die Reisenden bedeuteten schließlich eine potentielle Gefahr, die er nicht ignorieren durfte.
Der finstere Streiter stand in weniger Entfernung, beobachtete ihn misstrauisch, während der Wolf an seiner Seite leise knurrte. Das Tier schien etwas an dem Vermumten zu wittern, was ihm nicht gefiel...
Dieser gab sich jedoch völlig unbeeindruckt. Seine fremdartigen Augen fixierten den Menschen, studierten scheinbar Schwächen und Stärken, versuchten die Motivation zu erkennen, den nächsten Schritt zu erahnen.
In einiger Entfernung sah er seinen Gefährten Derion alias "The Manic" in seine Richtung eilen. Der Schurke hatte scheinbar seinen Teil ebenfalls erledigt.

Morgana
14.02.2008, 00:00
Morgana beobachtete die kleine Pixie bei ihren Versuchen etwas Essbares zu finden. Sie erinnerte sich an die Beeren, die sie auf der Fahrt bei Thorondor offensichtlich verzehrt hatte und suchte in ihrem Beutel nach einigen, die sie früher am Tage gesammelt hatte ... als sie plötzlich Kampflärm aus Richtung der Wagen herüberwehen hörte.
„Bringt euch in Sicherheit!“ Die Hexenmeisterin sprang auf und deutete auf den nahen Waldrand. Sie wechselte einen Blick mit Elvanshalee, die noch immer in der Nähe von Azular stand und dessen Katze beobachtete. Zeitgleich wandten sich beide den Wagen zu und liefen los …
Und wieder durchfuhr Morgana ohne Vorwarnung ein Schmerz. Ihr wurde schwarz vor Augen. Doch war es diesmal wieder schlimmer als die letzten Male. Aus den Augenwinkeln sah Elva dass ihre Freundin in die Knie ging. Bei ihr angekommen hatte sich Morgana aber bereits wieder gefangen.
„Was ist los mit Dir?“ Elva half der Freundin mit einer Hand wieder auf die Beine. Doch diese schüttelte nur den Kopf.
„Ich weiß es nicht …“
„Erzähl mir nichts! Du konntest mich noch nie anlügen, also versuch es erst gar nicht.“
Morgana resignierte. „Nagut – ja es ist wieder dieses Band zu Valas. Ich habe keine Ahnung was da vor sich geht. Von Zeit zu Zeit durchfährt ein stechender Schmerz meinen ganzen Körper. Manchmal ist es gar nicht so schlimm, aber manchmal wird mir dabei sogar schwarz vor Augen. Aber ich habe nicht den geringsten Einfluss darauf.“
„So kann das doch nicht weiter gehen!“
„Ach und was soll ich Deiner Meinung nach dagegen machen? Cairlinn bitten, dass sie mich zu ihm teleportiert, damit ich ihn höchst persönlich um die Ecke bringe, oder willst Du das übernehmen?“
Die beiden ungleichen Elfen starrten sich eine Sekunde lang in die Augen, dann musste Elvanshalee grinsen.
„Hey, ist schon o.k. – ich fange ja langsam an zu verstehen, wie es sich anfühlt, was Dich mit ihm verbindet.“ Dann riss die kleine Drow vor Schreck die Augen auf.
„Iza …“ doch Morgana schnappte sie gerade noch am Arm, als sie los laufen wollte.
„Was ist los?“
„Er schläft doch noch in dem Wagen und …“
„Izayoui ist Krieger und sein Wolf ist bei ihm, Du glaubst doch nicht im ernst, dass er bei dem Lärm noch schläft!“
Elvanshalee nickte „Lass uns bitte trotzdem nachsehen, o.k.?“
Vorsichtig näherten sich die beiden dem vorletzten Wagen. Bereits ein kurzer Blick sagte der auf Infrarotsicht umgestellten Drow, dass sich dort niemand mehr befand.
Von ihrem Standort aus beobachteten sie schweigend einige Minuten lang das Kampfgeschehen, beide hatten keine Probleme im Sternenlicht klar zu erkennen, was dort gerade vor sich ging.
„Ich glaube, die kommen ganz gut alleine zurecht. Lass uns Farnrod suchen und sehen ob bei den Händlern alles in Ordnung ist.“

Doch als sich die Beiden wieder den Lagerfeuern zuwandten sahen sie gerade noch wie eine etwas groß geratene Sera die Bardin am Arm auf einen Abhang zu schleppte und dort mit ihr verschwand.
Morgana sah ihre Freundin an „Öfter mal was Neues …“ und beide machten sich auf, dem seltsamen Duo zu folgen.
An der oberen Kannte des Abhangs angekommen bot sich ihnen ein ziemlich ungewöhnliches Bild … eine auf zwei Beinen gehende Katze, mit Azular auf dem Rücken, kam gerade gefolgt von Horfith wieder nach oben geklettert.
Bevor eine der Beiden etwas sagen konnte schallte es ihnen jedoch von unten schon entgegen.
„Kaum habe ich eine Sekunde nicht aufgepasst musste unser Magierlein auch schon nen ziemlichen Tritt einstecken. Könnt ihr den vielleicht wieder zusammenflicken? Ich bin Bardin, keine Heilerin, von dem was ich für gewöhnlich zu heilen pflege hat er gerade nicht so viel.“
Mit diesen Worten waren die Drei oben angekommen und die Raskshasa legte den stöhnenden Drow vor den Füßen der beiden Elfen ab, während Horfith breit grinste.
Elvanshalee ging kommentarlos neben Azular in die Knie und murmelte einige ihrer Heilungszauber. Daraufhin reichte sie ihm die Hand und zog ihn mit sich nach oben.
„Ich glaube, ihr habt uns mal wieder einiges zu erzählen.“ meinte sie dabei mit einem Seitenblick auf die verwandelte Sera zu ihm.

Im Hintergrund begann der Kampflärm langsam zu verstummen.

Horfith
15.02.2008, 19:33
Horfith lächelte.
"Ihr habt euch ja ganz schön Zeit gelassen."
Dann wandte sie ihren Blick Azular zu.
"Wenn ihr mich noch einmal so erschreckt, reiße ich euch persönlich den Kopf ab!"
Azular schaute die Halbdrow erstaunt an, sollte sie etwa besorgt um ihn gewesen sein?
Horfith irgnorierte den Blick des Magiers.
Ihre Augen versuchten das Dunkel zu durchdringen. Sie hatte eine Präsenz gespürt. Eine Präsenz die ihr bekannt vor kam, aber dennoch unvertraut.
"Da draußen ist etwas Ungewöhnliches. Etwas was ich kenne und mir doch noch unbekannt ist."
Diese ungewohnte Ernsthaftigkeit der Halbdrow erschreckte die Gefährten mehr als die Orks.
"Entschuldigt mich bitte."
Die Halbdrow verschwandt in der Dunkelheit-

Morgana
15.02.2008, 22:37
Elvanshalee sah irritiert zwischen Azular und der in die Dunkelheit verschwindende Halbdrow hin und her. So hatte sie Horfith noch nie erlebt.
"Bleibst Du bei Azular? Irgendetwas stimmt da nicht und Izayoui ist auch noch da draussen." Wandte sie sich an Morgana die ihr zunickte.
Damit machte sich Elvanshalee auf, der Bardin in einigem Abstand zu folgen, was ihr dank ihrer Dunkelsicht nicht sonderlich schwer viel.
An den Wagen angekommen sah sie den Finsteren Streiter in einiger Entfernung neben einem der toten Orks stehen und irgend etwas in der Dunkelheit fixieren, auf das ihr jedoch die Sicht verstellt war.

Horfith
15.02.2008, 22:41
Horfith ignorierte alle Geräusche um sich herum. Ihre Dunkelsicht nahm etwas wahr, etwas was keine Wärme ausstrahlte. Was konnte das sein? Langsam bewegte sie sich darauf zu.
Ihre Hand wanderte in ihren nimmervollen Beutel und umschloss eine Feuerbombe. Fest umfasste sie den kleinen Gegenstand, bereit ihn in jedem Augenblick einzusetzen.
Sie wusste, dass sich etwas Untotes vor ihr befand, aber noch konnte sie es nicht einordnen. Nicht die Art, nicht die Einstellung.
Vorsichtig und sich selbst sicher sein, dass sie keinerlei Geräusch verursachte, näherte sie sich ihrem Objekt der Begierde.
Der Vermummte drehte sich abrupt um, als es Annäherung der Halbdrow spürte, doch er zog keine seiner Waffen. Etwas an ihr weckte seine Neugierde und das rettete der Halbdrow das Leben.
Dieses Wesen bedeute keinerlei Gefahr für ihn. Neugierig betrachtete er Horfith und legte den Kopf dabei leicht schief.
Horfith lies die Feuerbombe sinken und wurde von den Augen des Vermummten in den Bann geschlagen. Sie fühlte wie seine Gedanken in ihr Innerstes eindrangen und für den Bruchteil einer Sekunde war sie wehrlos. In diesem Augenblick erfuhr er alles über sie, doch dann gelang es der Frau ihr Innerstes abzuschotten und ihr wilder Trotz fuhr in ihr hoch.
„Du und welche Armee?“
Obwohl der Vampir ihr gegenüber kein Wort geäußert hatte, spürte sie seine Intention tief in ihrem inneren.
Der Vermummte ignorierte ihre Worte und konzentrierte sich auf das was er empfand. Nicht das es ihm etwas bedeutet hätte.
Er spürte eine tiefe Verletztheit in dem Wesen vor ihm, was ihn allerdings verwirrte, war die gleichzeitige Fröhlichkeit und Unbekümmertheit. Diese Gegensätze verwirrten ihn etwas.
Horfith schüttelte den Kopf, als ob sie wieder klar werden müsste.
„Ahh, verstehe. Ihr seid ein Vampir. Ich hoffe mal, dass ihr für den Sonnenaufgang gut gerüstet seid.“
Der Vermummte fixierte das Mischwesen vor sich. Sie war wirklich ungewöhnlich

Serpico
15.02.2008, 23:13
"Das ist er", hörte Horfith eine Stimme antworten, die nicht aus der Richtung des Vampirs stammte. Sie drehte sich um und sah einen jungen Mann auf sich zukommen, der einen kleinen Beutel aus Leder trug, an dem Blut haftete. Der Fremde machte einen vollkommen anderen Eindruck als sein scheinbarer Begleiter, allein was den Kleidungsstil anging - der des Vampirs war äußerst extravagant, dieser hier keineswegs. Besonders auffällig an diesem athletischen, eher mittelmäßig groß gewachsenen Kerl war das dunkelrote, lange und glatte Haar. Er setzte ein schiefes Grinsen auf, obgleich man nicht ermessen konnte, ob es ein freundliches Lächeln oder vielmehr die heimtückische Miene eines gedungenen Mörders war.
"Aber er wird euch nicht antworten", fügte der Schurke an, wobei er dem Vampir den Beutel zuwarf.
"Und wer seid Ihr", fragte Izayoui, der nicht weit entfernt mit seinem Wolf stand.
"Derion Endar", erwiderte der junge Mann und verbeugte sich. Horfith fragte sich sogleich, ob er dies aus Spott oder Höflichkeit tat. "In den Reichen auch bekannt als 'The Manic'." Niemand schien den Namen zu kennen, also fuhr er fort: "Mein Begleiter hört auf den Namen Mugetsu. Allerdings ist das auch schon alles, was er tut, eine Antwort ist von ihm nicht zu erwarten. Ich weiß nicht, ob er sprechen kann... allerdings hat er es nicht getan, seit er mir in Tiefwasser zugewiesen wurde."
"Zugewiesen?", fragte Horfith misstrauisch. "Und Ihr stammt aus Tiefwasser?"
"Ja, zugewiesen. Ich arbeite mal hier mal dort. Eine Adeligenfamilie machte mir ein lukratives Angebot, also schlug ich ein und machte mich auf die Jagd. Und nein, ich stamme ursprünglich aus Luskan."
Eine weitere Stimme erklang: "Jagd nach Orks, nehme ich an."
Ad'non kam hinter einem Wagen hervor und schlenderte der Gruppe gleichgültig entgegen, während er seinen Dolch mit einem dunklen Tuch polierte. Er sah niemanden direkt an.
Derion nickte sachlich. "So ist es. Die Handelsstraße von hier nach Llorkh wird schon seit längerer Zeit von einer Gruppe orkischer Banditen heimgesucht. Wir wurden angeheuert, um sie zu säubern, da das Anwesen der Familie in Llorkh nicht mehr sicher von Zulieferern aus Tiefwasser erreichbar scheint."
"Interessant", murmelte Ad'non zynisch. Als ob es ihn interessierte, warum diese beiden niederen Kreaturen hier waren...
"Wir könnten Euch bis Llorkh begleiten. Unser Weg führt ohnehin zurück zum Anwesen der Familie Lavotin."

Horfith
15.02.2008, 23:40
Horfith Blicke fuhren zwischen den Männern hin und her während sich sprachen. Von der Ausstrahlung her interesierte sie noch am meisten der schweigsame Vampir, aber auch Derion schien intersant zu sein, obwohl sie seinen Beinahmen "The Manic" noch nie gehört hatte.
Verhalten grinste sie, vermutlich war es ein eingenkomponierter Beiname. Sie dagegen hatte sich ihre "Beinamen" redlich durch ihr Verhalten verdient. Mit "Miststück" oder "halbelfischer Bastard" konnte sie sich fast schon anfreunden.
Das "The Manic" keinen Hehl daraus machte, dass er unter luskanischem Befehl stand, verwirrte sie ein wenig. Selbst in ihren Kreisen, war bekannt, dass aus Luskan niemals nicht etwas Gutes kam. Und ein Vampir der sich "zuweisen" lies?
Irgendwas an der Geschichte stimmte nicht für sie.
Sie warf Mugetsu einen duchdringenden Blick zu, doch der Vampir reagierte nicht darauf.
"So so, ihr jagt also Orks?! Das letzte Mal als ich so etwas hörte stand ich am Vaasa Tor. Das Handelskaravanen auf dieser Route von Orks bedrängt werden, habe ich nicht gehört. Natürlich wäre es möglich, dass sie etwas besonders suchen.`"
Horfith grinste, sah Derion ins Gesicht und glaubte ihm jetzt schon kein Wort, egal was er sagen würde

Morgana
16.02.2008, 00:28
Elvanshalee trat leise von hinten an den Finsteren Streiter heran.
"Was ist denn hier los?"
Izayoui drehte sich halb zu der Drow um und bugsierte sie wortlos zwischen sich und seinen Wolf, der ihr ebenfalls einen Blick zuzuwerfen schien. Ein Vampir und ein luskanischer Auftragsmörder. Und die boten sich an, sie nach Llork zu begleiten? Die Klerikerin warf einen Blick auf Izayoui und war nicht sonderlich überrascht über dessen Gesichtsaudruck. Wenn er schon den sich dagegen reichlich harmlos anmutenden Sonnenelfen am liebsten ins Jenseits befördert hätte versprach dies hier spannend zu werden.

Serpico
16.02.2008, 02:30
Mugetsu ließ ein Wurfmesser aus seinem Ärmel gleiten und schnappte es am Griff, anschließend überging er die Orkleichen und schnitt jeder davon fein säuberlich das linke Ohr ab, welches er dann in dem Lederbeutel verschwinden ließ. Währenddessen leitete sein Partner die Verhandlungen, wie es vorgesehen war. Er schätzte die Anwesenheit des Waldläuferschurken, mehr als er seit langer Zeit die Anwesenheit von jemandem geschätzt hatte, denn dieser verschaffte ihm Ruhe - er befand sich in einer Phase, in der er diese Ruhe gebrauchen konnte.
Doch Mugetsu wurde schnell an seinen Trieb erinnert, als er zu den fleischlichen Wesen hinübersah, in deren Adern köstliches Blut pulsierte, warmer Lebenssaft. Er würde froh sein, wenn sie das Anwesen endlich erreichten und Derion und er sich erneut verabschiedeten.
Mugetsu widerstand dem Drang, das Orkblut vom Messer zu lecken, und striff selbiges stattdessen an der Kleidung einer der Kreaturen ab. Zu groß war sein Stolz als Kensai der alten Dynastie und als unsterbliches Wesen einer bevorzugten Art. Wenn er sich schon von Blut ernährte, dann von dem würdiger Opfer.

"Sehen wir schutzbedürftig aus?", murrte ein paar Meter entfernt Ad'non.
Derion blieb gelassen. "Nein. Aber da wir ohnehin denselben Weg vor uns haben, macht es kaum einen Unterschied, ob wir nach Euch, vor Euch oder direkt mit Euch reisen."
"Ich traue Euch nicht", erklärte Izayoui. "Ihr macht keinen vertrauenserweckenden Eindruck, wenn Ihr hier durch die Wildnis streift und in fremde Angelegenheiten eingreift."
Der Wolf des Streiters knurrte, doch Iza tätschelte ihm den Kopf und das Tier beruhigte sich ein wenig.
"Sagt der, den eine Aura der Finsternis umgibt", gab Derion zurück. "Denkt Ihr, dies wäre meiner Wahrnehmung entgangen? Oder der meines Begleiters, eines Vampirs?"
Der Vampir und der Waldläufer tauschten einen Blick, anschließend fuhr Derion fort: "Reist einfach weiter. Wir werden in Eurer Nähe bleiben, das lässt sich nicht vermeiden. Unser Weg ist derselbe, denn Ihr reist auf der Straße, die wir zu säubern versuchen."
"Welch ein Zufall", murmelte Ad'non und verdrehte die Augen. Er ahnte, dass die Karawane für das Duo ein perekter Köder war, um die Banditen aus ihren Verstecken zu locken.

Derion
16.02.2008, 21:44
„Ja, ein Zufall. So scheint es zumindest.“ Tatsächlich steckte für Derion nichts weiter dahinter, als eine Fügung des Schicksals – ob sie nun glücklich war, würde sich noch im Laufe der Zeit herausstellen. Nichtsdestotrotz schien ihm das Beisein einer Karawane zu gefallen. Es war einfach ein besseres Gefühl zu wissen, mit normalen Leuten – auch wenn so mancher das bei dieser Truppe in Frage gestellt hätte – zu reisen; und nicht nur mit einem schweigsamen Vampir, von dem man nie wusste, ob er einem im Schlaf „um den Hals fallen würde“. Außerdem war er es leid durch die Lande zu ziehen und keinen vernünftigen Gesprächspartner zu haben, denn er war von Grund auf nicht unbedingt ein schweigsamer Mensch.
Ad’non äußerte sich nicht weiter zu Derions Standpunkt, er beließ es bei der bisherig vergangenen Konversation. The Manic war sich sicher, dass der Drow nicht gerade sehr zufrieden damit war, dass sie die Karawane begleiteten... andererseits hatte der Waldläufer auch den Eindruck, dass der Drow generell sehr unzufrieden war; vor allem was die Karawane und die Reise betraf. Aber er entschied sich dazu, nicht weiter nachzuhaken... es war ihm vorerst egal.
Erwartungsvoll blickte Derion in die Runde, war sich aber der Zweifel ob ihrer Vertrauenswürdigkeit bewusst. „Und? Spricht so viel dagegen, dass wir euch begleiten? Wir haben euch im Kampf beigestanden – nicht, dass ihr das nicht alleine geschafft hättet“, fügte er mit einem schelmischen Grinsen in Richtung Ad’non hinzu, „aber das zeugt zumindest davon, dass wir auf der gleichen Seite stehen.“ Er wischte sich eine Strähne aus dem Gesicht und wartete auf weitere Reaktionen.

Morgana
20.02.2008, 21:41
Während Morgana noch auf eine Antwort von Azular wartete sah sie aus den Augenwinkeln, dass die Kämpfe bei den Wagen scheinbar beendet waren und sich die Gefährten mit zwei offensichtlich fremden Personen unterhielten. Allerdings konnte sie trotz ihres elfischen Gehörs nicht genau verstehen, was gesprochen wurde. Sie warf noch einen Blick auf Azular und Sera und seufzte „Ich fürchte, das muss warten – ihr scheint ja zumindest für den Moment außer Gefahr zu sein. Aber ich würde doch zu gerne wissen, was dort vorne vor sich geht.“
Damit eilte auch sie in Richtung der Wagen davon.

Elvanshalee warf dem neben ihr stehenden Krieger einen fragenden Blick zu. Offensichtlich nahm er ihr und Morganas einschreiten gegenüber dem Sonnenelfen noch immer übel, denn diese zurückhaltende Reaktion war so gar nicht typisch für ihn. Die Klerikerin zuckte mit den Schultern und wandte sich nun ihrerseits an Derion, der offensichtlich das sprechen für die beiden übernommen hatte.
„Gemeinsame Feinde machen uns nicht automatisch zu Freunden. Euer Auftrag mag es sein, die Handelsstraße von marodierenden Ork-Banden zu säubern – aber wir wissen nichts von eurer sonstigen Intention. Vielleicht stellen die Mitglieder der Karawane ja nur eine lebende Blutbank für Euren schweigsamen Begleiter dar? Oder ein Beutelager für einen luskanischen Halsabschneider? Andererseits ist es vermutlich besser ihr reist mit der Karawane als in ihrer Nähe, denn so haben wir euch zumindest im Blick. Und seid euch gewiss beobachten werden wir euch.“ Wie zur Unterstützung ihrer Worte gab Izayouis Wolf ein tiefes knurren von sich.

„Allerdings ist dies letztendlich nicht unsere Entscheidung.“ Morgana hatte die Gruppe erreicht und die letzten Worte mitgehört.
„Wer die Karawane wie begleitet entscheidet immer noch Farnrod, der Karawanenführer, und nicht wir. Vielleicht wird er auf unseren Rat hören, vielleicht auch nicht. Ihr solltet also besser mit ihm verhandeln. So weit ich gesehen habe befindet er sich an dem hintersten der Lagerfeuer.“


§wink Derion herzlich willkommen ^^

Horfith
21.02.2008, 20:18
Horfith lachte laut auf und wandte sich an Morgana.
„Farnrod hat schon die Kröte schlucken müssen, dass ich dabei bin. Ich glaube kaum, dass unsere beiden Neuzugänge ihn sonderlich begeistern werdet. Aber er ist eine Krämerseele durch und durch und ich denke gegen eine kleine Spende wird er zwar nicht sein Meckern und Fluchen einstellen, aber es wird ihn zu einem Nicken veranlassen. Allerdings werdet ihr ihn wahrscheinlich erst einmal finden müssen, wie ich den alten Feigling kenne, hat er sich bestimmt in Windeseile in die Erde gegraben.“
Azular, der sich ebenfalls mittlerweile zu ihnen gesellt hatte, verdrehte die Augen. Mit dem Luskaner konnte er zur Not noch Leben, aber ein Vampir. Er erinnerte sich noch gut an den Laden und wie Horfith mit Blut für seinen Ohrring bezahlt hatte.
Der sah die Halbdrow durchdringend an.
„Glaubt ihr, dass der Untote uns anfallen wird?“
Horfith zog eine Augenbraue hoch und grinste.
„Hmm, wer weiß, vor allem auf welche Geschmacksrichtung er steht? Vielleicht zieht er ja Jungfrauenblut vor, wobei ich mit Sicherheit außer Gefahr wäre.“
Sie warf dem Drowmagier einen frechen Blick zu und sah wie er krampfhaft schluckte. Horfith kicherte leise und hob beruhigend die Hände. Die beiden anderen Elfen drehten den Kopf verlegen zur Seite um ihr Grinsen zu verbergen.
„Azular, wenn er es darauf angelegt hätte, würden wir hier bereits in unserem Blut liegen, einschließlich unseres stets gutgelaunte Drowfreundes“
Horfith zwinkerte Ad’non zu was der Drow mit einem verächtlichen Schnauben kommentierte.
„Außerdem ist es mir persönlich lieber, dass ich weiß wo die beiden stecken, als plötzlich einen von ihnen hinter mir zu haben. So und jetzt werde ich schauen ob ich noch irgendwo etwas zu Essen auftreiben kann, davon abgesehen muss meine Pfeife hier auch noch irgendwo rumliegen. Und ich muss mich noch bei dem Sonnenelfen für meine „Rettung“ bedanken.“
Horfith ging in Richtung der Lagerfeuer,

Sebat
21.02.2008, 22:17
Sebat landete stumpf auf hartem Boden, während Calli sich elegant wie immer abrollte. "Sebat, du bist zu ungelenkig, das kommt davon!", meckerte sie und der Halb-Avariel rappelte sich mühsam auf.
"Von was?", antwortete er.
"Vom Nichtstun! Du machst doch nie was, außer Fliegen. Das trainiert doch nichts!"
"Calliara, ich darf jetzt ungelenkig und fett werden, so ist das nunmal als Vater!", erwiderte er trotzig und staubte sich ab.
"Ach so, also darf ich das nicht als Mutter?"
"Doch, selbstverständlich!"
"Du willst, dass ich fett werde? Oh gott, was bist du denn für ein Mann? Bin ich dir denn vollkommen egal?!", fauchte sie.
"Nein, nein, natürlich nicht, du sollst nicht fett werden, sondern schlank!", rief er, um sich noch irgendwie zu retten, jedoch vergeblich.
"Ahja, jetzt soll ich also aufpassen, dass ich nicht unattraktiv auf dich wirke? Sebat, du bist so ein Macho!"
"Oh, bei den heiligen...", seufzte er und starrte der wütenden, davonstapfenden Assassine hinterher. Dann gesellte er sich zu Skar und beugte sich noch einmal hinunter zu Yyivnndar, um seinen Gesundheitszustand zu prüfen. "Hm, er ist soweit in Ordnung", murmelte er und stand wieder auf.
"Ja, die Priesterinnen haben ihn verarztet" antwortete Skar nachdenklich. Sebat nickte und sah sich um. Die gesamte restliche Bevölkerung Ched Nasads, die überlebt hatte, stand mitten in der Wildnis, keine schützenden Bäume, nur Grasland. "Wo sind wir hier?", fragte er laut. "Das wissen wir noch nicht. Wir haben einige Kundschafter ausgesendet, um nach einer Stadt zu suchen. So können wir uns einigermaßen orientieren. Bis dahin können wir nur warten und uns vor dem Sonnenlicht schützen, soweit das möglich ist. Die Sonne setzt uns ziemlich zu, glücklicherweise sind die Dunkelheitszauber einigermaßen wirksam", sagte der Anführer der Drow und erst jetzt fiel dem geflügelten Elf auf, dass alles sehr viel dunkler war, als es den Anschein hatte. Ein riesiger Schleier aus Dunkelheit hatte sich über alle gelegt. "Aber ich vermute, wir sind in der Nähe von Niewinter oder Llorkh", fuhr Skar fort.
"Ähm...Sir...zwischen Niewinter und Llorkh liegen aber himmelweite Entfernungen, vom unterschiedlichen Klima mal abgesehen.."
"Ich kenne mich ja auch nicht auf der Oberfläche aus!", knurrte Skar und funkelte ihn böse an. "Ich war nur in diesen beiden Menschenstädten und kenne deshalb nur diese Umgebung...diese hier ähnelt beiden Städten..."
"Ihr...du...warst in Niewinter und Llorkh? Wann? Und warum?", fragte Sebat interessiert, doch sein Gegenüber wiegelte ab.
"Ich habe schon zu viel geredet, warten wir lieber darauf, was die Kundschafter sagen, die übrigens gerade eintreffen..."

Serpico
21.02.2008, 22:47
Valas hatte die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, als er den kurzen Weg von der Theke zurück zum Tisch im hinteren linken Eck der Taverne zurücklegte. Viconia blickte in seine Richtung, und an ihren lebhaften Augen konnte er erkennen, dass sie nicht ihn direkt, sondern vielmehr die Umgebung beobachtete. Die Schatten. Die vermeidlichen Masken des Todes und der Heimsuchung. Die immer lauernde Gefahr.
Nachdem er ihr von Zillaks irritierenden Worten und dem Auftauchen Yasraenas erzählt hatte, waren beide Elfen vorsichtiger geworden. Es stand ihnen etwas bevor, soviel war klar – doch wer spielte in diesem Geflecht aus Ereignissen und irreführenden Worten welche Rolle?
Valas fragte sich, welchen Nutzen seine Ausbildung zur Unsichtbaren Klinge hatte – dies schien der springende Punkt zu sein, das schwarze Feld der Zielscheibe eines Dritten. Kimmuriel hatte ihm nichts verraten und Zillak war nicht viel gesprächiger gewesen. Yasraenas Lippen hatte noch nie etwas anderes als eine Lüge verlassen…
Doch Valas blieb. Er stellte nicht einmal Fragen, denn wenn Bregan D’aerthe einen Befehl erteilte, musste er ihn befolgen. Wenn Kimmuriel ihn um etwas „bat“, wurde dies erledigt.
Doch entsprach es seiner Natur, so zu handeln? Valas gestand sich ein, dass er rückfällig geworden war, seine Freiheit bereitwillig abgegeben hatte – in dem Moment, als er seine Gefährten verließ und im Unterreich geblieben war. Tat er all das aus Schuldgefühl, da er sich Jarlaxle für eine Rettung, die im Grunde eigenen Zielen galt, zu ewigem Dank verpflichtet sah? Oder war er nach Sshamath gereist, um seine einstige Heimat, seine erste Heimat, wiederzusehen?
„Nind vel’xunyrr“, ließ Viconia ihm gedanklich zukommen, während er sich ihr gegenüber auf einen Hocker an den abgelegenen Rundtisch setzte. Er nickte ihr unmerklich zu und schob eines der in Becher aus Elfenbein geschenkten alkoholischen Getränke zu ihr rüber.
„Mir gefällt die Sache nicht“, sagte Valas. Er verwendete die Handelssprache der Oberfläche, da die Gemeinen in der Schenke ihn so nicht verstehen würden und sich die Zuhörerschaft auf die einigermaßen Gebildeten unter den Gästen beschränkte. Hätte er auf Gedankenübertragung zurückgegriffen, zu der ihn sein Ohrring begrenzt bemächtigte, wäre auch dies nicht wichtig gewesen. Doch Valas wollte die Reaktionen der umstehenden testen, also redete er, ohne Informationen preiszugeben, und sah sich unauffällig nach denen um, die sich ein wenig zu sehr für seine Worte zu interessieren schienen.
Er wusste, was er tat. Und Viconia war klug genug, das zu erkennen.
Tatsächlich waren sie kein schlechtes Team, ob sie sich nun leiden konnten oder nicht.
„Hmpf…“ Viconia nippte an ihrem Becher. „Ist mir so ziemlich egal, was die vorhaben, solange ich nicht mit reingezogen werde.“
Valas musste grinsen – Viconia war selbstverliebt und egoistisch, aber sie zeigte es mit einer seltenen Freude. „Davon sollte man nicht ausgehen.“
„Hm… ja, ist leider so“, sagte sie augenrollend. „Sollte mich fast nicht mehr interessieren was mit mir passiert, nachdem mich dieser Jarlaxle in der Hand hat. Ich hätte an der Oberfläche bleiben sollen… bei dieser ach so tollen ‚Heldengruppe‘, mit der ich Baldur’s Gate und Amn durchquert habe. Nervige Oberflächler, aber ein Halbgott an der Spitze. So hatte ich wenigstens meine Ruhe.“
„Tut mir leid, dass ich kein Halbgott bin“, lächelte Valas.
„Pff… wenn du doch wenigstens zur Hälfte zu irgendwas zu gebrauchen wärst.“
Valas lachte leise. Er erinnerte sich jedoch an vergangene Tage, als Viconias finsteren Worten noch finsterere Taten gefolgt waren. Früher hatte sie ihn ohne weitere Gründe mit Peitschenhieben gequält…
„Wir werden sehen“, flüsterte Valas, mehr zu sich selbst. „Ich werde dieses Training fortführen und dann zu Zillak zurückkehren. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig. Wenn uns jemand beobachtet ist es ausgeschlossen, dass dieser jemand es uns erlaubt, die Stadt zu verlassen.“
Viconia sagte dazu nichts mehr, auch wenn offensichtlich war, dass sie sich bei dem Gedanken unwohl fühlte.

Morgana
22.02.2008, 00:30
Morgana sah der Halbdrow nachdenklich hinterher. Ihre Äußerung über den Goldelfen gaben ihr zu denken, was sie wohl nun schon wieder vor hatte? Sie warf Elvanshalee einen vielsagenden Blick zu und eilte der Bardin hinterher. Schnell hatte sie Horfith eingeholt.
„Horfith, wartet doch mal. Was ist mit los euch? Mir scheint eure gute Laune ist ziemlich schnell verflogen?“
Die Halbdrow blieb so abrupt stehen, dass Morgana beinahe in sie hineingelaufen wäre.
„Lasst es mich so ausdrücken, ich wurde beim Essen und flirten gestört. Dann wäre ich beinahe von einem Ork geköpft worden, vom Blitz und von Steinen erschlagen. Ferner hat mich ein Schreckenstiger quer über einen mit Blut versifften Kampfplatz gezogen und ein Vampir hat versucht in meine Gedanken einzudringen und das alles noch nicht einmal innerhalb einer Stunde.“
Horfith holte tief Luft. Sie versuchte zornig auszusehen, doch so ganz gelang ihr das nicht. Immer wieder zuckte ein verräterisches Grinsen in ihrem Mundwinkel.
Morgana sah die Halbelfe abschätzend an, sooo schlecht wie es zuerst den Anschein gehabt hatte schien ihre Laune gar nicht zu sein. „Ich denke nicht, dass euch Thorondor mit Absicht schaden wollte, immerhin hatte er den Ork ja versteinert,“ erwiderte Morgana, als Horfith ihr die näheren Umständen von „Blitz und Steinen erschlagen“, erklärt hatte. „Hat er euch denn nicht gewarnt?“
Horfith machte einen ansatzweise verlegenen Gesichtsausdruck.
„Er hat was gerufen, auf elfisch.“
„Also hat er euch gewarnt?“
„Ich sagte doch, dass ich kein elfisch spreche. Es hätte alles mögliche sein können. Warum denken alle, nur weil ich spitze Ohren habe, dass ich ein Sprachgenie bin?“
Morgana musste lachen.
„Ihr müsst zugeben, dass es sehr ungewöhnlich ist, dass ihr diese Sprache nicht beherrscht, auch wenn ihr unter Menschen aufgewachsen seid. Und Thorondor kann das schon gar nicht wissen.“
Die Narben auf Horfith Rücken begannen wieder zu jucken. Sie hasste dieses Thema.
„Wie ich bereits sagte, dort wo ich die ersten 9 Jahre meines Lebens verbracht habe, hat man auf sehr nachdrückliche Art und Weise darauf bestanden, dass nur die Handelssprache benutzt wurde.“
Morgana beschloss dieses Thema nicht weiter zu vertiefen.
„Ich könnte euch elfisch beibringen wenn ihr möchtet. Wir werden noch eine ganze Weile unterwegs sein.“
Horfith zog beide Augenbrauen hoch.
„Ihr nehmt euch viel vor.“
Morgana lachte und schüttelte den Kopf.
„Ihr werdet sehen, es ist eigentlich ganz leicht – zumindest die wichtigsten Wörter und Grundlagen. Und wer weiß, vielleicht schließt sich ja noch jemand an.“
Die Halbdrow grinste.
„Oder ist es eher so, dass ihr vermeiden möchtet, dass ich mich langweile und dadurch etwas tue, was Ärger verursachen könnte?“
Horfith grinste Morgana breit an, die dieses Grinsen beinahe ebenso breit erwiderte.

Thorondor
22.02.2008, 04:58
Thorondor hatte sich entzwischen längst wieder zu den Wagen begeben, nach dem die Situation um die Orks im Griff zu sein schien. Mit ziemlich gleichgültiger Miene setze er sich wieder auf eben den Wagen, auf welchem er auch vor dem Angriff gesessen hatte. Neben ihm schwebte immer noch der zuvor zu seinem Schutze beschworene Luftelementar.
"Wanna!" sprach der Sonnenelf, wobei er seine linke Hand leicht bewegte, zu dem Elementar, welcher sich daraufhin aufzulösen schien und verschwand. Natürlich war der Elementar nicht verschwunden im engeren Sinne, er befand sich nun nur wieder auf dem Planum, von welchem er gerufen wurde – bis ihn wieder jemand beschwören würde. Sacht lehnte sich der Magier zurück, bis er an die Wand des Wagens stieß, und verharrte so eine Weile seinen Gedanken nachhängend. Plötzlich fiel ihm jedoch auf, dass irgendetwas fehlte. Etwas oder jemand war nicht da...
"Mellonelle'amin!" entfuhr es ihm leise und er schreckte hoch, als ihm die kleine Pixie wieder in den Sinn kam. Verlegen hielt er einen Moment darauf inne und sah sich kurz prüfend um. Niemand schien diese rasche, so gar nicht mit der Würde eines Magiers des hohen Volkes zu vereinbarende Bewegung von ihm wahrgenommen zu haben... oder man schien hier einfach nicht so darauf zu achten. Kurz fasste er sich wieder und stieg dann vom Wagen, um in Richtung der Feuer zu gehen, zu welchen die Fee entschwunden war. Ohne ein Wort zu sagen oder eine erkennbare Gefühlsregung zu zeigen ging er an den dort lagernden Personen vorbei. Schließlich war keiner der Bhen es wirklich wert, irgendwelche Worte zu verlieren, und so sah sich sein Blick nur suchend um. Von seiner Begleiterin war nichts zu sehen und schon drängten sich ihm schlimme Gedanken auf, als er zwei dem Aussehen nach noch recht junge Menschen in der Nähe eines geöffneten Beutel sitzen sag, die leise miteinander flüsterten und dabei ihre Blicke auf den Beutel gerichtet hatten, in welchem sich offenbar hin und wieder etwas zu bewegen schien. Abrupt lenkte er seine Schritte in diese Richtung und als die Zwei ihn auf den Beutel zukommen sahen, warfen sie sich kurz einen verunsicherten Blick zu und verschwanden dann jeweils zu einer anderen Seite. Vorsichtig kniete der Magier sodann neben dem Beutel nieder und warf einen Blick hinein. Kurzerhand griff er sodann in den Beutel hinein und zog ein ihm wohlbekanntes, kleines Wesen heraus, das gerade eine angebissene Beere in der Hand hielt und seinen Mund öffnete, um in der Sprache der Elfen zu protestieren.
"Hey! Warum störst du mich, wenn ich gerade so schön beim Ess..." erklang die Stimme und verstummte dann auch gleich wieder, als sie erkannte, wer sie da gestört hatte. Hastig ließ sie die angebissene Beere hinter dem Rücken verschwinden und versuchte, ein unschuldiges Lächeln aufzusetzen.
"Ich hab nichts gemacht, wirklich nicht," sprach die Fee rasch, worauf der Magier nur leicht eine Braue hob, die Fee weiter anblickend.
"Na gut, ich habe doch was gemacht, aber nichts Schlimmes," sagte sie weiter. "Glaube ich..." stieß sie leiser werdend hervor.
"Lle dura?" fragte Thorondor. "Mani lle uumae?"
"Ich... ich... nichts," sagte die Fee mit gesenktem Köpfchen. "Ich habe nur ein paar Beeren in dem Beutel gefunden, und da dachte ich..."
"...und da dachtest du, dass du dir einfach ein paar Beeren nehmen kannst, ohne diejenigen zu fragen, welchen dieser Beutel und die Beeren gehören?" fiel der Magier weiterhin auf elfisch sprechend ein.
"Avavaen," nickte die kleine Fee. "Aber ich habe doch nur Hunger gehabt und wollte was essen. Hast du nicht auch Hunger?"
"Neh," meinte Thorondor darauf mit recht überzeugtem Tonfall, aber ein leises Knurren in seinem Magen verriet, dass dem nicht ganz so war. "Zumindest bin ich nicht so hungrig, dass ich einfach über die Vorräte anderer herfalle," erklärte er leise in seiner Sprache.
"Gut. Wenn du keinen Hunger hast, kann ich ja allein die Beeren essen," freute sich die Fee und holte auch ihre vorhin versteckte, angebissene Beere wieder hervor und aß vergnügt weiter, so als wären die tadelnden Worte Thorondors nicht gewesen. Der Magier hingegen schüttelte darauf nur leicht resignierend den Kopf.

Viridian
22.02.2008, 21:10
Azular wandte sich von der Gruppe ab. Ein Vampir? Die Skepsis war dem Drow anzusehen. Aber solange...Mugetsu...keinen Ärger machte und sich nicht am Blut der Gefährten erfreute, kümmerte es den Magier nicht. Ihn interessierte viel mehr seine Vertraute, die neben ihm aufrecht zum Lagerfeuer ging. Er starrte sie entgeistert an und musste dabei vorsicht walten lassen, nicht zu stolpern. "Oh...nein", seufzte er und schüttelte missmutig den Kopf, während sie sich setzten und die Wärme des leise knisternden Lagerfeuers langsam auf sich übergehen ließen. "Sera...ich wollte es nie...soweit kommen lassen..", fing er an und die Rakshasadame sah ihn fragend an. "Dass du ein Rakshasa bist, das wollte ich nie...muss ich...dich jetzt wegsperren, falls du ausrastest? Ich weiß nicht, wie...du reagierst, ich habe Angst, dass du außer Kontrolle gerätst, wie schon in der Schreckenstiger-Gestalt." Azular fühlte sich leicht dämlich, einfach draufloszureden, obgleich er noch nicht einmal wusste, ob sie ihn überhaupt verstand. Zu seinem Erstaunen schien sie das jedoch zu tun und ihre Miene schien zu bedeuten, dass sie selbst Angst vor sich hatte. Der Drow sah sich um, suchte nach dem Kräuterhändler, doch dieser war verschwunden. Leicht enttäuscht blickte er wieder in das lodernde Feuer, welches sanft im Dunkel spielte und dessen Glut sich an das Holz schmiegte wie Samt. Plötzlich erhob sich das große Katzengetier und Sera stapfte zu dem Wagen, mit dem sie angekommen waren. Darin verschwand sie lautlos und man sah nichts mehr von ihr. Azular seufzte tief und ließ sich nach hinten fallen, sodass er mit dem Rücken im weichen Gras lag, die Krone abnahm und in den Nachthimmel starrte. Er war glasklar, die Sterne funkelten hell und der Mond wiegte sich in einen dunklen Hintergrund. Azulars Augen brannten. Er fragte sich, ob es überhaupt einen Sinn hatte, die Reise nach Llorkh fortzusetzen. Sollte er zurückgehen, nach Niewinter, sich stellen? Oder ins Unterreich und die Zerstörung ansehen? Nein. Was hätte das für einen Sinn? Keinen. Aber alles andere auch. Es war so kompliziert für ihn und er raufte sich die Haare. Aber dann durchfloss ihn eine merkwürdige Vorahnung. Es schien, als würde er gerufen werden - und dann wurde es ihm klar. In einem Ruck richtete er sich auf und sprang in den Wald. Noch nicht...noch nicht, dachte er angestrengt. Der Magier versuchte die Übetragung zu verzögern und als er an einer Lichtung ankam und sich vergewisserte, dass ihm niemand gefolgt war, ließ er es zu und eine feuerrote Schrift zeichnete sich vor ihm in etwas höherer Position ab. Es war eine fremde, unentzifferbare Schrift, in einer fremden Sprache. Dies diente der Geheimhaltung. Sie waberte etwas wie flüssiges, farbiges Quecksilber und Azular las sie aufmerksam und nickte gedankenverloren. Im Laufe der Zeit verblasste die Schrift jedoch und er überlegte kurz. Im Anschluss flüsterte er etwas Unverständliches und aus seinem rechten Zeigefinger floss nun etwas flüssiges, zähes. Er begann zu schreiben, Zeichen, Symbole und lange "Sätze". Zum Abschluss unterstrich er das ganze Wirrwarr und dieses verschwand. Danach wartete er einige Minuten, sie ließen sich Zeit. Dann kam die Erwiderung...ein Zeichen...die Bestätigung. Mit einem vagen Nicken drehte er sich um und kehrte schlussendlich zum Lagerfeuer zurück, wo er sich erneut hinlegte und etwas ruhiger und verträumt wieder in den Nachthimmel starrte.

Horfith
22.02.2008, 22:59
Die beiden Frauen grinsten sich eine Weile an bis der obligatorische Augenblick gekommen war, wo man sich nur noch verlegen anlächelte.
Morgana sah sich um und sie entdeckte den Goldelfen an einem der Lagerfeuer. Sie stupste Horfith ihren Ellenbogen in die Seite.
„Kommt, das ist eure beste Gelegenheit sich bei ihm zu bedanken und ihm zu zeigen, dass wir nicht alle so sind wie er denkt.“
Horfith zog abermals die Augenbrauen hoch.
„Ich soll was…?“
Morgana lachte kurz auf, als sie den entgeisterten Gesichtsausdruck der Halbdrow sah.
„Euch bedanken. Das ist ganz einfach. Ihr geht zu ihm und sagt „Danke schön, dass ihr mir das Leben gerettet habt.“ Das ist gar nicht so schwer wie ihr denkt.“
Der Gesichtsausdruck der Halbdrow ließ draus schließen, dass sie es vorgezogen hätte, sich nochmals von Sera über den blutverschlammten Boden ziehen zu lassen.
„Eher frieren alle neun Höllen zu.“
Morgana seufzte.
„Horfith, vielleicht solltet ihr einmal in Erwägung ziehen, auf den Rat eines anderen zu hören. So etwas kann durchaus ein befriedigendes Erlebnis sein.“
Die Halbdrow grinste schelmisch.
„Glaubt mir unter befriedigenden Erlebnissen verst.....“
Morgana hob blitzschnell abwehrend beide Hände. Das wollte sie jetzt im Augenblick nicht hören.
„Schon gut, schon gut. Keine Details. Gehen wir einfach zu ihm und sprechen mit ihm.“
Die Mondelfe wandte sich um und ging in Richtung des Goldelfen während Horfith nur mit Mühe und Not einen Lachanfall unterdrücken konnte. Nachdem sie ein paar Mal tief durchgeatmet hatte folgte sie der Frau.

Kurz bevor sie Thorondor erreichten drehte sich die Mondelfe noch einmal zu Horfith um und zwinkerte ihr zu:
„Wenn es Euch leichter fällt – denkt einfach daran, dass einem Sonnenelfen der Dank einer Halbdrow bestimmt auch nicht die höchsten Glücksgefühle bescheren wird.“
Als die beiden dem Magier näher kamen, bemerkte Morgana dass er sich mit irgendetwas in einem Beutel verborgenen zu unterhalten schien. Das konnte nur seine kleine Pixie sein, die schon an den Lagerfeuern herumgeschwirrt war, bevor sie alle diese mehr oder weniger fluchtartig verlassen hatten. Offensichtlich hatte sie inzwischen etwas zu essen gefunden.
Gerade als sie Thorondor erreichten richtete dieser sich mit eher resigniertem Gesichtsausdruck auf und nahm die beiden auf ihn zukommenden Frauen erst eine Sekunde später war. Morgana hätte schwören können, er wäre am liebsten wortlos in Richtung der Wagen verschwunden, aber dafür war es jetzt zu spät.
„Hallo Thorondor! Schön zu sehen, dass es Euch gut geht. Ich habe gehört ihr habt den Orks eben ziemlich zugesetzt.“
Auf den daraufhin herablassenden, wenn auch irgendwie verständnislosen Blick des Magiers, trat die Mondelfe einen Schritt zur Seite und bugsierte die Halbdrow nach vorne.
„Ja, das hat mir Horfith hier erzählt und ich glaube sie wollte Euch dazu ohnehin noch etwas sagen.“
„Nein wollte sie nicht!“
Morgana verpasste ihr einen weiteren Ellenbogenstoß in die Rippen und Horfith fühlte sich doch sehr an ihre Kindheit erinnert.
„Ähmmm, also, was ich sagen wollte... dankedasihrmirdiehautgerettethabt...“
Sie nuschelte schnell und wandte sich zum gehen, doch Morgana hielt sie eisern fest.
Thorondor starrte die beiden Frauen im ersten Augenblick verständnislos an.

Serpico
23.02.2008, 01:20
Während Mugetsu eher unauffällig abseits des Geschehens stand, machte er sich anhand von Wortwahl, Gestik und Mimik ein Bild von den einzelnen Mitgliedern der Abenteurertruppe. Er merkte sich auch genau, wer welche Waffen trug - insbesondere wo er sie trug.
"Das müsste reichen", sagte Derion zu seiner rechten, und als Mugetsu sich umdrehte, dass der Waldläufer den Beutel mit Ohren in der Hand abwog. Ob es ihm nun um die Bezahlung ging oder einfach nur darum dem Auftrag gerecht zu werden, wusste der Vampir nicht. Die Motivation des Menschen war ihm fremd. Er gestand sich sogar ein, dass seine eigene es gewissermaßen auch war. Das Wissen über die eigene Unsterblichkeit und das Unwissen über Heimat und Herkunft hatte ihn resignieren lassen. Was war schon ein Ziel, wenn es nie ein Ende geben würde?
Mugetsu nickte sachlich.
"Vielleicht sollten wir dann diesen Farnrod überreden, uns mitzunehmen", schlug der Mensch vor, ohne jedoch eine Antwort zu erwarten. Er hatte sich an die einseitigen Unterredungen gewöhnt.
Die beiden warteten nicht länger und begaben sich gleich darauf zu der Karawane, um die Wagen nach dem von der Mondelfe erwähnten Mann zu durchsuchen. Sie gingen an den Planwagen vorbei und warfen jedesmal vergeblich einen Blick auf die Kutscherbank, selbst als sie drei der sechs Wagen abgelaufen waren.
"Haben die sich etwa versteckt?", kicherte Derion und sprang hinten auf einen der Wagen, während sein stiller Begleiter an Ort und Stelle verharrte.
Derion schob die Plane beiseite und blickte ins Innere des Planwagens, wobei er den Kopf ein Stück weit hineinsteckte.
"Ein paar Kisten und Säcke", teilte er dem schweigsamen Kensai außerhalb des Wagens mit und kletterte anschließend ins Innere des dunklen Wagens. Er konnte recht wenig sehen, da die Plane fast allles abdeckte und ohnehin keine Sonne schien. Die Holzkisten sahen interessant aus, er fragte sich, ob Lebensmittel oder Kleidung geliefert wurden... oder vielleicht Waffen. Eventuell konnte man das eine oder andere gebrauchen. Zu stehlen erschien dem ehemaligen Straßendieb nicht unmoralisch, solange es sich ausreichend lohnte. Es kam ohnehin niemand zu Schaden.
Leise zog er eines seiner Kurzschwerter aus der Scheide und benutzte es als Brecheisen, um eine der Kisten zu öffnen. Er stemmte sich auf den Griff... der Deckel bog sich... die Nägel schoben sich protestierend aus dem Holz.
"Was?!", hörte Derion jemanden jappsen und schreckte zurück.
Er lies das Schwert los und zückte in derselben Bewegung sein zweites, während er sich umdrehte.
Vor ihm stand ein großer, dicker Mann mit Bart, der eine Axt in einer Hand hielt. Am Hals des Fremden glänzte die schmale Klinge eines Stillets, das mit der Spitze voran auf seinen Kehlkopf zielte, und über seine Schulter blickte ein ebenso schweigsamer wie regloser Vampir.
Der Stahl schepperte auf dem Holz, als die Axt aus Farnrods Hand glitt und zu Boden fiel. Er bewegte sich nicht, da die Spitze der Waffe bereits seine schwammige Haut berührte. Er spürte den kalten Atem des Vampirs hinter ihm auf der Haut, spürte den festen Griff einer behandschuhten Hand an seiner Schulter... und spürte die Klinge.
"Netter Willkommensgruß", grinste Derion. "Wirklich sehr freundlich von Euch, dabei wollte ich mich nur davon überzeugen, dass hier keine Schmugglerwahre geliefert wird."
Er steckte das Schwert wieder weg, genau wie das andere, welches er zum Öffnen der Kiste benutzt hatte. "Das wird uns doch nicht übel genommen?"
"N-natürlich nicht", stammelte der sonst so harte Farnrod, und wunderte sich darüber, wie der Unbekannte hinter ihm so gespenstisch starr bleiben konnte - wie eine Statue geradezu, die ihn mit kaltem, steinernen Griff fesselte. Farnrod fühlte, wie eine unnatürliche Aura von dieser Person ausging.
"Dann bin ich ja beruhigt", lächelte Derion und lehnte sich lässig gegen eine der größeren Holzkisten. "Wir könnten Euch sogar zusätzlichen Schutz anbieten. Natürlich kostenlos. Bis Llorkh, dann müsst Ihr leider auf uns verzichten."
Farnrod schluckte. "Die Nahrungsvorräte gehen zur Neige, wir..."
Der kräftige Mann spürte den Stich an seinem Hals deutlicher, und ein Tropfen warmen Blutes rann seine Haut hinunter. Das Stilett hatte ihn nicht ernsthaft verletzt, doch sein gesamter Körper bebte vor Furcht. So nah war er dem Tod noch nie zuvor gewesen!
"Es gibt doch kein Problem?", erkundigte sich Derion, noch immer unbeeindruckt an die Kiste gelehnt.
"Nein", versicherte der Karawanenführer.

Viridian
24.02.2008, 22:01
Azular starrte noch einige Zeit gen Himmel, genauer gesagt auf die schillernden Himmelskörper, bis schließlich einige Wolken aufzogen und das wunderschöne Antlitz verdeckten. Seufzend richtete er sich auf und besah das Gespräch zwischen Thorondor, Horfith und Morgana. Das Gesagte der Halb-Drow veranlasste den Drow zu einem Grinsen. Aber dann dachte er im nächsten Augenblick wieder an seine Vertraute und wollte zu ihr laufen. Jedoch fiel im Aufstehen etwas aus seinem Rucksack. "Hm?", murmelte er und hob den Gegenstand auf. Es war das Buch, was er aus Drada Ched Nasad mitbrachte. "Oh...dieses Buch...", sagte er gedankenverloren und setzte sich auf den Kutschbock. "Eigentlich wollte ich es Feydra schenken...aber sie ist ja nicht mehr da...wo sie und Pernoxys jetzt wohl sein mögen...", murmelte er und starrte auf das Buch. Es war schon alt, hatte Risse und die Ränder waren geschwärzt. Aus purer Neugierde schlug er es auf, wahllos und kam ziemlich in der Mitte an. Er musste lächeln, es war die Stelle der Geschichte, die er am Liebsten las. Die Geschichte der Hauptperson des Buches, die an diesem Punkt in Luskan einen Wachmann zum Narren hielt, gleichzeitig zwei Menschen bestahl und auf eine lustige Art und Weise dafür sorgte, dass der Arkane Heerturm lächerlich gemacht wurde. Aber dann entdeckte er eine Ecke eines Zettels, der von anderen Seiten verdeckt war. Er blätterte die Seite auf und fand ein Blatt Pergament, welches aber nicht zum Buch dazuzugehören schien. Der Text darauf war in Handschrift verfasst und was Azular las, verschlug ihm wortwörtlich die Sprache...

Es war eine unruhige Nacht im Sommer, ein Sturm war soeben vorbeigezogen und man verspürte noch einige Nachwehen, da noch ein rauer Wind ging. Die Blätter der Bäume raschelten laut und das Pfeifen des Windes versprach eine sonderbare Athmospähre. Die Sonne war schon seit Stunden verschwunden und der Mond erhellte die Landschaft mit einem trüben, silbrigen Schimmern, welches auch das Schloss Darfur in einem wunderschönen Schein erblitzen ließ. In einigen Zimmern des Schlosses brannte noch Licht, ebenso in den Pferdeställen. Im grellen Mondschein huschte ein Schatten, welcher sich von den Haupttoren entfernte und auf direktem Wege zu den Ställen war. Dort befand sich ein junger Bursche, im reifen Alter von 20 Jahren. Er arbeitete mit entblößtem Oberkörper, der Schweiß rann in feinen Linien von seinem Rücken hinab und sein gestählter Körper bewegte sich rhytmisch und sanft. Er war gerade dabei, das Heu mit der Heugabel zu einem Haufen zu sammeln und bemerkte dabei nicht, wie die Schlossherrin, Emilia Darfur, im Eingang stand und den Jungen fasziniert beobachtete. Sie war in einen dunklen, weit ausfallenden Mantel gehüllt, der sich an sie schmiegte. Erst, als sie ihre Stimme erhob, entdeckte er sie: "Ihr seid wohl der neue Stallbursche, den mein Gatte verpflichtet hat, bei uns für die Pferde zu sorgen, nicht wahr?, fragte die gestandene Frau mit einem melodischen Klang. Der Stallbursche schien leicht empört zu sein, die Betonung auf "verpflichtet" schien ihm nicht zu munden.
"Allerdings, Mylady", antwortete er mit einem Nicken und wischte sich erschöpft den Schweiß von der Stirn. Dies ließ sie nicht unberührt und mit einem lüsternen Blick fixierte sie den Mann eindeutig.
"Darf ich fragen, was euch zu mir führt?", fragte der junge Mann.
"Nun, normalerweise ziemt es sich nicht für eine Frau meines Standes, um diese Uhrzeit noch auf den Höfen zu wandeln, jedoch wollte ich Bekanntschaft mit den neuen Angestellten machen. Ihr müsst wissen, ich bevorzuge ein angenehmes Klima zwischen mir und meinen Untertanen", erwiderte sie ruhig und schlenderte durch den Stall, sich gelassen umsehend und die Pferde begutachtend. "Mein werter Mann versteht dies zwar nicht und untersagt mir dies, aber das schränkt mich nicht ein, ich setze mich darüber hinweg", fügte sie noch beiläufig hinzu.
"So, ist das so? Habt ihr denn keine Angst, dass euch euer Mann inflagranti erwischen könnte, Mylady?"
"Nein, Mylord", sprach die Gräfin und trat dabei so nah an den Frischling heran, dass sie seinen Atem an ihrer Haut spüren konnte. Er starrte sie finster an, seine azurblauen Augen durchdrangen die ihren und sie war wie in den Bann gezogen. "Erfürchtet ihr euch denn seiner?", fragte die Lady und strich dabei mehr willenlos als alles andere über seine galanten Brustmuskeln.
Jetzt wurde es ihm zuviel, er warf die Heugabel beiseite, packte die Herrin und murrte: "Ich erfürchte niemanden!"
"Wirklich nicht? Er könnte euch sonst zeigen, wozu ein Burgherr fähig ist, minderwertiger Bursche!", meinte die adlige Dame gespielt herrisch und überlegen.
"Und ich bin sehr wohl in der Lage, euch zu zeigen, was Abenteuer bedeutet!", antwortete Garydion, nahm den Mantel, den die Gräfin trug und breitete ihn auf den Boden aus. "Was habt ihr...", fing sie an, doch er legte einen Finger zärtlich an ihren Mund und seine Lippen trafen wie ein Zusammenspiel von Feuer und Leidenschaft auf ihre. Mittlerweile war der Rinnsal von Schweiß zu einem reißenden Strom geworden und die Glut der Ekstase füllte den Stall mit ungeheurer Wärme. Nur noch die Pferde sahen die restlichen Begebenheiten mit an...

Azular legte keuchend das Blatt Pergament beiseite und atmete tief durch. "Bei Mystras mächtiger Magie", sagte er außer Atem. "Ist etwas?", fragte Wulcor interessiert.
"Ich glaube, seit 20 sekunden ist mein Gehirn völlig blutleer, Wulcor", erwiderte der Magier fasziniert und tupfte sich die Schweißperlen von der Stirn. "Wer hat das nur geschrieben, dieser Text ist meiner Meinung nach unglaublich!", sagte Azular und suchte vergeblich nach einem Namen. "Überlegt einmal, es kann nur jemand aus eurer Familie sein", half der Falke.
"Stimmt...aber Calliara kann es nicht sein, sie würde sich schnell langweilen. Yyivinndar ist es schon zweimal nicht, der hat nicht einmal das Talent zum Schreiben, mein Vater ist auch zu untalentiert dazu und Sebat ist zu faul...aber wer dann?", grübelte Azular.
"Denkt noch einmal scharf nach", warf Serivan ein und dem Ex-Neun wurde es schlagartig klar. "Oh gott...nein! Nicht...meine MUTTER!", kreischte er, packte den Zettel in das Buch und warf es ganz nach hinten in den Wagen. "Das ist doch so widerlich! Ausgerechnet meine eigene Mutter schreibt so etwas! Pfui, ich will mir die Augen ausstechen!" Dabei lief er aufgeregt hin und her und raufte sich die drowschen Haare.
"Also ich weiß nicht, was ihr habt, freut euch doch, dass eure Mutter im Gegensatz zu anderen Müttern in diesem Alter noch fähig ist beziehungsweise war, solch einen Ausbruch an Leidenschaft so überwältigend niederzuschreiben!", versuchte Wulcor ihn zu besänftigen, aber das machte alle nur noch schlimmer.
"Eine Regel, Wulcor! Erwähnt niemals, niemals meine Mutter und Ausbruch an Leidenschaft, und schon gar nicht Überwältigung in einem Satz, verstanden?!", rief er. "Ouh gott, und ich...ich habe auch noch...ich möchte mich übergeben."
"Heyhey, Wulcor, lasst mir auch noch etwas, ich weiß nämlich den Hintergrund dazu, dass sie diese Geschichten schrieb!", höhnte Serivan lauthals.
"Bitte nicht..."
"Und zwar kam sie auf diese...glorreiche Idee, weil sie nie diese....nun...triebbefähigte...Handlung ausführen durfte...", lachte der Wolf und Azular vergrub das Gesicht in den Händen. "Ich hasse euch beide...", stöhnte er.

Thorondor
25.02.2008, 02:21
Thorondor atmete tief durch, als die Mondelfe und Horfith sich ihm so in den Weg stellten. Angenehme Gesellschaft kündigt sich normalerweise anders an, aber da ihn der Verdacht beschlich, dieses Duo würde ihm vermutlich gar noch nachgehen, falls er einfach an den beiden vorbeiging, blieb er stehen und hörte sich an, was die beiden zu sagen hatten.
"Alae," kurz und knapp, sodass daran seine gegenwärtige Stimmung zum Ausdruck kam, war das einzige Wort, was zunächst auch nur als Erwiderung auf Morganas Begrüßung über seine Lippen drang. Schweigend lauschte er den Worten der beiden. Nicht, dass diese ihn in der jetzigen Verfassung wirklich interessiert hätten, aber er hoffte zumindest, dass man ihn in Ruhe lassen würde, sobald die beiden gesagt hatten, was auch immer sie sagen wollten.
Jedoch die leisen und genuschelten Worte von Horfith ließen ihn stutzen, wenn auch nur für einen Moment, schließlich geziemt es sich nicht für einen Magier, seine Verwunderung zu deutlich zu zeigen, und so hatte er auch schnell wieder einen neutralen, emotionslosen Blick aufgesetzt. Kurz musterte er die Halbelfe, dann wanderte sein Blick zu Morgana und schließlich wieder zu Horfith zurück.
"Es scheint fast so, als wäret Ihr nicht gerade darüber erfreut, dass Euch jemand vor diesem räudigen Ork bewahrt hat. Wenn Ihr es denn wünscht, warte ich das nächste Mal, bis der Ork mit Euch fertig ist, bevor ich meine Banne webe," sprach er und fast schien es so, als könnte man darauf ein schwaches Schmunzeln um die Lippen des Goldelfen spielen sehen.
"Hm, fragt mich das, wenn es so weit ist," erwiderte die Angesprochene mit ihrem typischen Grinsen.
"Ich könnte vergessen, zu fragen," meinte Thorondor. "Der Ork hätte sicher nichts dagegen, wenn er Eure Kehle mit seiner Klinge..."
Weiter jedoch kam der Magier nicht, denn unweit von ihm hörte er plötzlich jemanden aufkreischen, der darauf wie angestochen hin und her lief. Außerdem schien diese Person, ein Drow, auch noch mit Leuten zu reden, die nicht anwesend waren.
"Beim Elfenvater, bin ich hier denn von Wahnsinnigen umgeben?" meinte er leise unter einem kurzen Kopfschütteln und wandte den Blick vom Drow ab. Vielleicht, so hoffte er, würde dieses niedere Wesen in seinem Wahn wenigstens eine Dummheit begehen, die dafür sorgte, dass jenes zumindest Ruhe gab. Doch da die anhaltenden Ausrufe leider nicht verstummten, versuchte er, sich auf andere und vor allem angenehmere Gedanken zu bringen und dachte zurück an Immerdar, wo er noch letzten Abend einem überaus kunstvollem Harfenspiel gelauscht hatte. In Gedanken hörte er wieder die Harfe tönen; den wahnsinnigen Drow sowie Horfith und auch Morgana schien er nicht mehr zu bemerken oder gar ganz vergessen zu haben, als sich ein sachtes Lächeln auf seine Gesichtszüge legte und der abwesende Blick in seinen Augen bestätigte dies.
"Welch wundervoller Klang..." hauchte er leise, was ihn von dem Umstehenden einige fragende Blicke bescherte. Seine Pixie war wohl nicht das einzige Wesen, welches sich fragte, was an dem Gekreisch des Drow so wundervoll klang.

Horfith
25.02.2008, 10:41
Morgana und Horfith wechselten einen schnellen Blick.
Der Goldelf schien für einen Augenblick vollkommen weggetreten zu sein.
„Ich hab ja nicht viel Erfahrungen mit Goldelfen, aber sind die immer so? Sollte er irgendwas geschluckt oder geraucht haben hätte ich dann gerne auch etwas davon.“
Morgana sah die Halbdrow entgeistert an, die zuckte aber nur mit den Schultern.
„Na, was denn? Einen von Azulars Ausbrüchen mit wunderbaren Klänge gleichzusetzen..., bei Tymoras Hintern, dass würde ja noch nicht mal mir einfallen. Apropos, ich schau mal nach ihm, nicht das Hundi ihm wieder Schwierigkeiten macht und das will ich mir um nichts in der Welt entgehen lassen.“
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren verschwand Horfith in Richtung Azular und ihrem Gesichtsausdruck war anzusehen, dass sie nicht gerade unglücklich darüber war von dem Goldelfen wegzukommen.
Morgana sah ihr leicht kopfschüttelnd nach. Diese Frau war einfach unmöglich, was ihr allerdings ein sanftes Lächeln entlockte, denn in einem Punkt hatte diese recht gehabt. Das plötzliche Wegschalten des Goldelfen war nicht wirklich normal.
Horfith warf noch einen schnellen Blick über die Schulter und fragte sich kurz, wo jetzt der Unterschied zwischen Ad’non und Thorondor lag. Beide legten das gleiche arrogante und andere Rassen verachtende Verhalten an den Tag. Gut, Ad’non würde ihnen wahrscheinlich ohne zu zögern die Kehle durchschneiden, wenn er sich davon einen Vorteil versprach, aber Horfith war sich bei dem Goldelfen durchaus nicht sicher, ob er sich das nächste Mal bei einem Kampf wieder beteiligen würde oder ob das nicht unter seiner Würde wäre. Da war ihr das doch leichter berechenbare Verhalten des Drows lieber.
Horfith erreichte Azular und die Frau konnte sehen, dass der Magier sich über etwas ganz fürchterlich ereifert hatte. Sie legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Azular, was ist los, machen euch eure Begleiter wieder Kummer?“
„Nein, es ist nur.. wie soll ich sagen...,“ der Magier zögerte einen Augenblick und fragte sich ob er der Halbdrow das Papier zeigen konnte und entschied sich dafür.
„Lest das hier...“
Horfith nahm ein abgegriffenes Stück Pergament entgegen, ging damit zu einem der Feuer um den Text besser lesen zu können. Während des Lesens wurde ihr Lächeln immer breiter und als sie geendet hatte gab sie das Schriftstück zurück.
„Ich weiß gar nicht was ihr habt, also ich finde den Text sehr.. anregend.“
Die Frau lächelte schelmisch während Azular die Augen verdrehte.
„Darum geht es ja gerade... der Text... der stammt von meiner Mutter. Das ist so peinlich...“
Für einen Augenblick verstand Horfith nicht was der Drowmagier meinte, doch dann als sich in diesem Zusammenhang das Mutter-Sohn-Verhältnis eröffnete, begann sie schallend zu lachen und konnte sich kaum noch beruhigen.
Azular sah sie missmutig an. Wie hätte er von Horfith auch etwas anderes erwarten können.
„Es war mir klar, dass ihr das nicht nachvollziehen könnt,“ meinte er leicht angesäuert.
Horfith wischte sich die Lachtränen aus dem Gesicht.
„Bei allen Göttern Azular, glaubt ihr etwa, dass euch ein Esel, bzw. in eurem Fall ein Rhontè im Galopp verloren hat? Auch Eltern haben durchaus, lasst mich jetzt dieses böse und schockierende Wort benutzen, Sex.“
Der Magier schüttelte sich kurz und versuchte die Bilder aus seinem Kopf zu vertreiben, was ihm allerdings nicht so ganz gelang.
„Aber es ist so, so peinlich...“
„Seit froh, dass es eurer Mutter nicht peinlich war, sonst wärt ihr vermutlich gar nicht hier.“
Als Horfith den Gesichtsausdruck des Drow sah, war es wiederum mit ihrer Selbstbeherrschung vorbei und sie bekam einen neuerlichen Lachanfall.
Azulars peinliche Berührtheit schlug in Wut um.
„Das ihr das als Findelkind nicht verstehen könnt ist mir schon klar.“
Wenn er Horfith mit dieser Bemerkung hatte treffen wollen, so prallte dies vollkommen an der Halbdrow ab und sie lachte nur noch lauter.
Wütend drehte Azular sich um, stapfte in die Dunkelheit davon.

Viridian
25.02.2008, 17:21
Azular stapfte zornig davon. Dass sich jetzt auch noch jemand über seine prekäre Situation lustig machte, gefiel ihm gar nicht. "Ich hätte ihr den Zettel nicht geben sollen", murmelte er verärgert und setzte sich nach einiger Zeit auf einen großen Stein. Dort holte er das Silberschwert heraus und begann es mit Steinen zu schleifen. "Ich verstehe nicht, warum euch ihre Reaktion so überrascht bzw verärgert. Mit was habt ihr denn sonst gerechnet, mit Mitgefühl?", fragte Wulcor.
"Mitgefühl ist etwas übertrieben, aber sich auch noch darüber lustig zu machen ist zu viel!", grummelte der Drow sauer.
"Junger Elf, jetzt versetzt euch doch mal in ihre Lage: jemand gibt euch einen Zettel mit einem...nun...anregenden Inhalt und es ist dieser Person in höchstem Maße peinlich, da kann man nur in ein Gelächter ausbrechen, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Im Übrigen hat Horfith doch im Grunde recht: es braucht euch nicht unbehaglich zu sein, wenn eure Mutter so aus sich herausgehen kann!"
"Pah! Horfith kannte meine Mutter nicht, sie hatte keine Ahnung davon, was für eine eiskalte Hexe sie war. Und außerdem macht es mich wütend, dass meine Mutter in meinen Sachen herumgewühlt hat, sonst wäre sie wohl nicht auf mein Buch gekommen!"
"Ich schätze, ihr hättet das auch so nicht verhindern können", sagte der Falke nachdenklich.
"Trotzdem...ach, man möge mich verklemmt bezeichnen, aber ich möchte einfach nicht solch etwas lesen, was aus der Feder meiner Mutter stammt. Naja, wäre ich ein Waldelf, der in den Wäldern irgendwo im Nirgendwo geboren wurde und dessen Eltern Druiden und damit sehr...natürlich sind, würde mich das weniger stören, im Gegenteil, ich würde das sogar beglückwünschen. Obwohl...nein, wenn dem so wäre, würde sie diese Texte nie geschrieben haben, denn wenn es stimmt, was Serivan sagte, dass sie nur in der Lage war, das zu schreiben, wenn sie...ich möchte es nicht aussprechen..."Notstand" hatte, dann...verdammt....Bilder in meinem Kopf...nur wegen diesem blöden Buch!", fluchte er. Nachdem er das Schwert wieder optimal geschliffen hatte, steckte er es wieder ein. Allerdings dachte er nicht daran, zu den anderen zurückzukehren, denn wie er Horfith kannte - und das bisschen, was er wusste, reichte schon - hatte sie es mittlerweile der ganzen Karawane erzählt. Durch die weite Entfernung zum Lagerfeuer und die sperrigen Bäume, die die Sicht auf Licht verwehrten, wirkte Azular noch einen Licht-Zauber (auch wenn das nicht unbedingt vonnöten war). Er wollte die Gegend noch etwas erkunden, falls da eventuell noch ein Ork auf der Lauer lag. Zu seinem Unglück fand er allerdings niemanden, dabei wäre ein Ork zum Stressabbauen nicht mit Gold aufzuwiegen. Doch dann hörte er etwas plätschern. Er folgte der Geräuschsquelle und schließlich offenbarte sich einige Meter vor ihm ein kleiner Fluss, der sich sanft durch die Landschaft schlängelte. Azular trat näher heran und konnte die Lichtbrechungen des grellen Mondes auf dem Wasser entdecken. Dann lies er das Licht, welches aus seinen Händen erstrahlte, verblassen, da es für ihn durch seine Dunkelsicht und des Mondscheins hell genug war. Zum ersten Mal seit langem erinnerte er sich dann wieder an seine Wunde am Bauch. Er tastete sie ab, ob sie trocken war und nahm sich den Verband ab, um ihn zu wechseln. "Hm, soweit in Ordnung, die Haut ist noch nicht ganz verheilt, aber das Gröbste hab ich überstanden", murmelte er und wusch den alten Verband am, wie ihn überraschte warmen Wasser sauber. Aber plötzlich hörte er etwas rascheln, und bevor er reagieren konnte, erfuhr er schon einen Stoß im Rücken und wurde ins Wasser gestoßen. Er versuchte, wieder aufzutauchen, um zu sehen, wer ihn in das Wasser geworfen hatte, doch das blieb ihm verwehrt: jemand drückte ihn mit aller Gewalt unter Wasser und er konnte eisige Hände an seiner Kehle spüren. Jemand wollte ihn töten. Azular versuchte mit Leibeskräften, sich loszuringen, konnte sich aber nicht freikämpfen und durch das Gewicht, was seine Rüstung noch aubrachte, wurde das Unterfangen noch weiter erschwert. Dem Drow ging so langsam die Luft aus und er bemühte sich, sein Schwert zu ziehen, die Hand wurde aber weggerissen und so blieb ihm nichts anderes als zu versuchen, den kalten Griff des Angreifers zu lösen. Mittlerweile war er schon beachtlich weit gesunken, das Antlitz des Feindes war jedoch noch unersichtlich. Wulcor und Serivan riefen etwas, allerdings hörte er sie kaum, da seine Kraft schwand. Daraufhin aber schien der Angreifer aber unkonzentriert zu sein und Azular nutzte die Gunst des Moments und gewann die Oberhand im Kampf. Der Magier entledigte sich seines Gegenübers und schwamm so schnell es ihm möglich war nach oben, wo er an der Wasseroberfläche nach Luft japste. Zu mehr blieb ihm keine Zeit, da er in einem Bruchteil einer Sekunde wieder nach unten gezogen wurde und der Kampf erneut entflammte. Azular wollte aber keinen Zauber wirken, da jeder, den er angewandt hätte, auf ihn zurückgefallen wäre. Jetzt sah er nur noch einen Ausweg, er nahm seinen Umhang ab, rollte ihn, soweit ihm das möglich war, zusammen, legte ihn wie eine Schlinge um den Hals des Gegners und zog zu. Dieser ließ den Dunkelelfen sofort los und versuchte sich zu befreien. Schnell löste Azular den Umhang und tauchte wieder auf. Diesmal schwamm er direkt zum Ufer und entfernte sich schnell vom Wasser. Danach keuchte er zuerst und hustete noch etwas Wasser, bevor er seinen Blick auf den Fluss richtete. Schließlich erblickte er auch denjenigen, der ihn umbringen wollte. "Syvem", knurrte er finster.
"Sei gegrüßt, Azular. Es scheint so, als sei mein Plan gescheitert...wie...ungeschickt", begrüßte Syvem Azular und er lehnte sich an einen Baum, wo er sich an den Hals fasste. Die Idee mit dem Umhang hatte sich also ausgezahlt. "Du wolltest mich umbringen? Du bist so ein widerlicher Mistkerl!", fauchte Azular und knöpfte sich wieder Umhang an.
"Warum so ausfallend? Ich wollte dir nur eine Lehre erteilen: Weise niemals Syvem zurück, das wird sonst übel enden", hauchte der ehemalige Hauptmann.
"Ver...schwinde", murrte Azular erschöpft. Mit einer einfachen Geste ließ er sämtliches Wasser von sich herunterlaufen und war somit trocken. Aber als er wieder aufsah, war der Hauptmann verschwunden. Ausgelaugt lehnte er an einen Baum und ließ sich sinken, um durchzuatmen...

Surinyo Asany
25.02.2008, 19:10
Surinyo sah der Bardin nach und starrte dann wieder ins Feuer bis das Chaos im Lager ausbrach. Er erhob sich und zog seine Waffen, sah aber schnell, dass seine Gefährten mit den Angreifern nicht die geringsten Schwierigkeiten hatten.
Irgendwo hinter den Wagen leuchtete ein Blitz auf, auf den ein lauter Fluch und ein Knall folgten, dem er jedoch keine weitere Aufmerksamkeit schenkte. Vielmehr interessierte es ihn, wo die Angreifer so plötzlich hergekommen waren. Leise und schnell verschwand er in der Dunkelheit.

Er verfolgte die Spuren der Orks so lange er konnte, doch als der Boden härter wurde konnte er in der Finsternis nichts mehr ausmachen. Surinyo beschloss nach Sonnenaufgang zu dieser Stelle zurückzukehren und sich dann bei Tageslicht alles noch einmal genauer anzusehen.

Als er ins Lager zurückkehrte war alles wieder ruhig und er suchte nach der Bardin. Schließlich fand er sie an einem der Lagerfeuer sitzend und sah wie sie sich mit beiden Händen Tränen aus dem Gesicht wischte. Schnell ging er zu ihr.
„Horfith, alles in Ordnung mit euch, ihr weint doch nicht etwa?“
Brüllendes Gelächter war die Antwort.
Surinyo hatte von jeher Probleme gehabt, das unmotivierte Verhalten von Frauen zu verstehen, aber diese Bardin stürzte in diesem Punkt in absolute Verzweiflung.
Die Frau schüttelte den Kopf.
„Nein, mein Freund, das sind Lachtränen. Man sollte nicht glauben, dass sich selbst aus dem größten Chaos immer noch etwas erheiterndes ergibt.“
Der Waldläufer sah Horfith mit verständnislosem Blick an.
„Ich erzähle es euch bei Gelegenheit. Aber wo wart ihr, es sind keine Orks mehr übrig. Dafür haben wir einen Luskaner und einen Vampir dazubekommen

Horfith
25.02.2008, 21:22
Horfith konnte sich nur mühsam einen weiteren Lachanfall verkneifen, als sie den leicht verwirrten Gesichtsausdruck des Waldläufers sah.
Stattdessen griff sie in ihren Beutel und besah sich den Ring, den sie von dem toten Ork abgestaubt hatte. Er war dünn und silbern und mit feinen Linien versehen. Horfith zog überrascht die Augenbrauen hoch. Sieh da, ein Federfallring. Eine nette Ausbeute. Sie fragte sich nur kurz woher ein Ork so einen kostbaren magischen Ring haben mochte, aber jetzt war es ihrer und sie würde ihn zu nutzen wissen. Spätestens wenn sie mal wieder aus einem Schlafzimmer in einem höher gelegenen Stockwerk verschwinden musste. Zufrieden verstaute sie den Ring wieder.
Eigentlich hätte Horfith müde sein müssen, doch sie war durch den Kampf und vor allem die kleine Auseinandersetzung mit Azular noch ziemlich aufgekratzt. Sie nickte dem Waldläufer kurz zu und erhob sich vom Feuer.
Ohne ein festes Ziel zu haben schlenderte sie die Wagenreihe entlang. Ihr Blick blieb an einer Gestalt hängen, die fast vollkommen mit den Schatten des ersten Wagens, Farnrods Wagen, verschmolz. Neugierig ging Horfith näher. Die Vermutung lag nahe, dass es einer der beiden Neuankömmlinge war. Die Halbdrow war gespannt, wie Derion den Karawanenführer überreden wollte, aber sie hatte eine ungefähre Vorstellung davon.
Vorsichtig und so lautlos wie möglich ging sie näher. Als sie sich bis auf 1 1/2 Meter der verborgenen Gestalt genähert hatte, wirbelte diese herum, presste die Frau mit eisernem Griff an den Wagen und Horfith spürte das kalte Metall einer Klinge an ihrem Hals, schloss die Augen und wagte es nicht zu schlucken.
Als der Schnitt in ihre Kehle ausblieb öffnete die Frau vorsichtig ein Auge und sah den Vampir vor sich stehen, der sie eiskalt anstarrte.
„Nervös oder einfach nur hungrig?“
Die Klinge entfernte sich von ihrem Hals und Mugetsu ließ sie los. Im ersten Augenblick fragte sich Horfith ob sie ihren rechten Arm die nächsten Tage würde gebrauchen können. Ihre Schulter schmerzte höllisch. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er so schnell sein würde.
Der Vampirhändler aus Tiefwasser, den sie kannte, war dagegen eher gemütlich. Wesentlich gemütlicher. Dieser Gedanke half ihrem schlechten Gedächtnis wieder auf die Sprünge. Langsam und ohne möglichst hastige Bewegungen und auch ohne möglichst das Gesicht vor Schmerz zu verziehen, griff sie in ihren Nimmervollen Beutel und zog eine Kette mit einem Ankh daran hervor. Diese hatte sie von ihrem Vampirbekannten erhalten, mit der Anmerkung, dass ihr das einmal das Leben retten könnte, wenn sie seinesgleichen über den Weg laufen würde. Möglicherweise oder sogar nur eventuell. Über die genaue Bedeutung, hatte er sich nicht ausgelassen, aber doch soweit, dass es eine Art Freundschaftszeichen war. Horfith gab sich der vagen Hoffnung hin, dass es wirklich so etwas wie Freundschaft bedeutete und nicht „Futter“.
Sie legte die Kette in ihre offene Handfläche und zeigte sie Mugetsu.

Serpico
25.02.2008, 21:43
Der Vampir nahm wieder eine schnurgerade Haltung and, und seine plötzlich wieder so ruhige und gelassene Art spiegelte das genaue Gegenteil seiner vorherigen Reaktion wieder. Er machte plötzlich nicht mehr den Eindruck, so schnell und flink zu sein, was er aber soeben durchaus bewiesen hatte.
Als die Halbelfe ihm ein Artefakt entgegenreichte, kniff Mugetsu voller Misstrauen die Augen zu Schlitzen zusammen. Er sah jedoch gleich, worum es sich handelte. Vorsichtig nahm er es entgegen, wobei er auf jede Bewegung seines Gegenübers achtete. Er begutachtete den Ankh, und sein forschender Blick genügte, um die Echtheit des Artefakts zu erkennen.
Mugetsu wandte sich wieder vollständig Horfith zu und nickte, wobei er das Ding zurück in ihre offene Hand legte. Er nickte in Richtung des Planwagens, als wolle er sie in dessen Inneres leiten. Offenbar hatte er vor, ihr Angebot wahrzunehmen - sie vermutete, dass er bereits zu lange Zeit hungerte. Er schien sich bei der Sache jedoch nicht wohl zu fühlen, der Bluthunger schien für ihn eine Last zu bedeuten oder ihm zumindest aus irgendeinem Grund unangehem zu sein.

Horfith
25.02.2008, 22:38
Horfith seufzte, sie hatte nicht damit gerechnet, dass Mugetsu so hungrig war. Sie drehte sich um und ging ein Stück zurück, da Farnrods Wagen der erste in der Reihe war. Genau wie der Vampir konnte sie gut auf Zuschauer verzichten.
Letztendlich mussten sie die ganze Wagenreihe zurücklaufen, bis sie zu Horfiths „ausgeliehenem“ Wagen kamen.
Die Frau kletterte auf den Kutschbock schlug die Plane zurück und sah das Azular wohl noch draußen unterwegs war. Sie nickte Mugetsu zu und verschwand im Inneren des Wagens.
Der Vampir warf noch einen schnellen Blick in die Runde bevor er der Halbdrow folgte.
Im Inneren des Wagens zündete Horfith eine Laterne an und schirmte diese so gut wie möglich ab. Dann schob sie ein paar Kisten zur Seite so das beide ausreichend Platz hatten. Die Frau verzog das Gesicht, gemütlich war anders.
Sie zog sich so weit wie möglich in das Innere des Wagens zurück, löste ihren Waffengürtel,setzte sich im Schneidersitz auf den Boden und zog eine der kleineren Kisten zu sich heran.
Mugetsu setzte sich ihr gegenüber auf den Boden und beobachtete sie scheinbar teilnahmslos.
Horfith holte eine Schale aus ihrem Nimmervollen Beutel und stellte diese auf die Kiste vor ihr. Dann wiederholte sie die Prozedur, die sie bereits im Laden von Erbatim durchgeführt hatte. Ein schneller Schnitt mit ihrem Katana in ihren linken Arm und sie ließ das Blut in die Schale laufen. Horfith spürte wie der Vampir vor ihr unruhig wurde und seine Augen sich nicht mehr von dem Blutrinsal lösen konnten. Sie ließ wesentlich mehr Blut als das letzte Mal in die Schale laufen.
Als das Gefäß fast voll war, stoppte sie die Blutung und reichte Mugetsu die Schale.
Dieser umfasste sie mit großer Vorsicht, um keinen für ihn so kostbaren Tropfen zu verschütten. Er zog mit der anderen Hand seine Vermummung ein Stück herunter, um besser trinken zu können.
Horfith lächelte.
„Sie an da steckt doch ein ganz ansehnliches Kerlchen unter der Maske, zumindest für einen Vampir. Der Name des Vampirs der mir den Ankh gegeben hat, ist übrigens Erbatim, er hat einen Laden in Tiefwasser.“
Mugetsu warf einen kurzen Blick auf die Frau, trank aber langsam weiter. Dennoch hatte er die Schale schnell geleert. Ein wenig schien von seiner Unruhe abgefallen zu sein. Horfith nahm ihm die Schale aus der Hand und ließ noch etwas Blut hineinlaufen. Dabei erzählte sie weiter.
„Ich habe Erbatim aus der Patsche geholfen, wenn man das so nennen kann. Er hatte nicht auf die Zeit geachtet und war zu Sonnenaufgang noch draußen. Seitdem machen wir Geschäfte miteinander.“
Horfith gab Mugetsu abermals die Schale, die dieses Mal allerdings nur bis zur Hälfte gefüllt war. Die Frau wollte keinen zu großen Blutverlust riskieren. Sie summte ihr Lied der Regeneration und die Wunde an ihrem Arm schloss langsam.
„Ihr fragt euch sicher, warum ich das hier mache und warum ich euch den Ankh gezeigt habe. Zum einen, weil ich wahrscheinlich die einzige bin, die wenigstens eine ungefähre Vorstellung davon hat, was ein alter Vampir anrichten kann und zum anderen könnte es sein, dass ich in Llorkh etwas Hilfe benötigen werde, was allerdings nicht sehr wahrscheinlich ist. Aber ich denke mal ihr werdet euch eh zu nichts verpflichtet fühlen.“
Die Frau grinste, doch das Grinsen ging in ein Gähnen über.
„Entschuldigt, aber ich hatte genug Aufregung für einen Tag. Wenn ihr fertig seit stellt die Schale einfach auf die Kiste. Eine gute Nacht wünsche ich.“
Mit diesen Worten rollte sich Horfith auf dem Wagenboden zusammen, schlang ihren Umhang so fest wie möglich um den Körper und war fast augenblicklich eingeschlafen. So entging es ihr, dass über das Gesicht des Vampirs die Andeutung eines Lächelns huschte

Serpico
26.02.2008, 00:00
Mugetsu verharrte im Schneidersitz, nur ein paar Schritte von Horfith entfernt, und genoss das Gefühl, diese lang vermisste Energie in sich aufleben zu spüren, die das frische, warme Blut in ihm weckte. So wie die Menschen ihren Hunger mit Fleisch stillten, tat er es mit Blut. Für diesen Moment konnte er sogar vergessen, wie sehr er sich selbst und seine Art für diesen Unterschied verabscheute.
Als die Halbdrow eingeschlafen war, schloss Mugetsu ebenfalls die Augen. Er wollte nicht schlafen, doch es war angenehm still im Wagen, und Derion würde auch eine Zeit lang ohne ihn zurecht kommen.
Jetzt, da er sich erholt fühlte, wurden die Gedanken des Kensai-Kriegers klarer, doch es gelang ihm nicht, sich an seine Vergangenheit als Sterblicher zu erinnern. Hin und wieder erreichten ihn Bruchstücke, doch das Puzzle war... komplex und verwirrend. Kindheit, Familie, Heimat, Ferne, Krieg, Kampf, Blut, Rache... die Bilder ließen sich nicht einordnen, die Begriffe erschienen ihm nicht oder nur teilweise vertraut. Je mehr er sich in die Vision hineinsteigerte, desto näher kam er nun wieder der Erinnerung, doch sie reichte nicht weiter als bisher. Einzelne Ausschnitte eines längst erloschenen Lebens. Er sah Menschen, die jünger waren als er, jedoch allesam um viele, viele Jahre früher von der gierigen Klaue des Todes eingefordert wurden. Er sah sich in einem fremdartigen Dorf, das einem Schlachtfeld glich, mit Toten, Sterbenden und Kämpfenden übersäht, blickte um sich und versuchte unter all jenen zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Er konnte sich nicht erinnern, auf welcher Seite er stand. Schreie umgaben ihn... und drangen tief in seine verletzte Seele ein, berührten sie wie eine kalte Hand, ließen ihn erschaudern und verzweifeln.
"Hier bist du also."
Mugetsu zuckte zusammen und öffnete die Augen. Er blickte in Richtung des hinteren Wagenteils und sah Derion, der hineinkletterte. Der Waldläufer suchte sich eine halbwegs bequeme Stelle in der Nähe der einzigen Person, die er halbwegs kannte, und breitete eine Wolldecke aus.
"Lass dich nicht stören", grinste er.
Mugetsu erwiderte die Heiterkeit nicht. Die Dunkelheit verschleierte sein von Furcht gekennzeichnetes Gesicht, den Schweiß und die einzelne Träne auf seiner linken Wange...
Er hatte soeben Schreckliches erlebt... zum wiederholten Male. Seine eigene Vergangeneheit. Doch noch immer konnte er die Teile des Puzzles einander nicht zuordnen.

Morgana
26.02.2008, 00:08
Morgana sah der Halbdrow kurz hinterher, wandte ihre Aufmerksamkeit dann aber wieder dem Magier zu, der immer noch verzückt lächelnd dem Gekreische von Azular zuhörte. Die Mondelfe wechselte einen fragenden Blick mit der Pixie, die ebenso ratlos zu sein schien wie sie selbst. Aber auch als Azular nach einigen Augenblicken wieder ruhig wurde wich der verklärte Blick nicht aus Thorondors Augen, was Morgana schließlich dazu veranlasste ihm einen leichten Stups gegen die Schulter zu geben. Da endlich erwachte der Sonnenelf auch seiner Verzückung und sah die Mondelfe mit einer Mischung aus Erstaunen - dass sie überhaupt da war - und Empörung – dass sie es gewagt hatte ihn anzufassen – an. Morgana zuckte mit den Schultern.
„Entschuldigt, aber ihr wirktet gerade ziemlich weggetreten und selbst Eure kleine Freundin hier schien ratlos.“
„Das …“
Weiter kam der Magier nicht, denn in diesem Moment griff sich Morgana an die Brust und brach mit den Worten
„Oh nein, nicht schon wieder …“ bewusstlos zusammen.

Thorondor
26.02.2008, 03:03
Thorondor war leicht empört über Morganas Verhalten. Die leichte Berührung war ja eigentlich gar nicht so schlimm. Dass er dadurch aber aus seinen Gedanken gerissen wurde und die schönen Klänge der wohlbespielten Harfe, welche eben noch in seinen Gedanken abliefen, so jäh eine Unterbrechung fanden, war es sehr wohl. Gerade wollte er etwas sagen, doch wurde wieder unterbrochen, indem Morgana einfach vor ihm umfiel. Überrascht hob der Magier eine Braue.
"Jetzt übertreibt Ihr aber," sprach er mit einem Blick zur am Boden liegenden Elfe, was ihm einen fragenden Blick von seiner Pixie einbrachte.
"Was meinst du damit?" fragte die kleine Fee.
"Das ist zu offensichtlich," erklärte er. "Dies ist doch alles nur vorgetäuscht, um meiner Empörung über diese unfreundliche Unterbrechung zu entfliehen." Jedoch schüttelte die Pixie darauf ihren kleinen Kopf.
"Nein, nein, das glaube ich nicht."
"Sie wird gleich wieder aufstehen," sprach der Sonnenelf. "Sie wird... muss." Abwartend sah er zu Morgana, doch als nach einem Augenblick keine Regung von der Mondelfe zu sehen war, kamen ihm erste Zweifel.
"Morgana?" Keine Reaktion.
"Morgana, hört Ihr mich?" fragte er und kniete sich neben ihr nieder.
"Vielleicht wird sie munter, wenn ich an ihren Haaren zupfe, das hilft bei dir auch immer," meinte die kleine Fee und ergriff dann auch schon eine Haarsträhne und zog leicht daran, noch bevor der Magier etwas dagegen unternehmen oder sagen konnte.
"Mystryl, so etwas gehört sich nicht bei einer Dame," schimpfte er mit der Pixie, worauf diese wieder von den Haaren der Mondelfe abließ.
"Schon gut," meinte jene und blickte dann wieder zu dem Magier, welcher immer noch neben Morgana kniete. Der Sonnenelf schien nun langsam wirklich besorgt zu sein und ließ sich daher sogar zu einer Aussage hinreißen, die er sonst wohl nicht so gesagt hätte.
"Morgana, was ist mit Euch?" Vorsichtig stupste er mit seiner rechten Hand ihre Wange. "Sagt doch etwas! Ich will es Euch auch nicht mehr verübeln, dass Ihr mich aus meinen Gedankengängen gerissen habt," sprach er.

Isashi
26.02.2008, 13:50
Nachdem alle anderen das „Schlachtfeld“ verlassen hatten kehrte Ruhe ein diesseits der Wagen. Izayoui war schweigend und wie es schien in Gedanken versunken stehen geblieben – seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, keine angenehmen Gedanken. Elvanshalee hatte ihn dabei eine Weile beobachtet, beugte sich dann aber zu seinem Wolf um diesem die Mähne zu kraulen. Sie hatte sich inzwischen aus ihr selbst nicht ganz nachvollziehbaren Gründen mit dem Tier angefreundet und genoss dessen Anwesenheit fast so sehr, wie die des Finsteren Streiters.
Nach einer Weile aber nahm sie ihren Mut zusammen und unterbrach die Grübeleien des Mannes.
„Mir sind die Beiden nicht geheuer. Aber mir ist wohler zu sehen wo sie sind, als sie in meinem Rücken zu wissen.“
Nachdem daraufhin zwar seine Aufmerksamkeit auf die Drow zu richten schien, aber immer noch schwieg, sprach Elva weiter.
„Wenn ich Dich enttäuscht habe, dann tut mir das leid Izayoui. Ich bin es gewohnt nur meinen eigenen Gefühlen zu folgen, da ich mein Leben und meine Gedanken noch nie zuvor auf diese Art mit jemandem geteilt habe. Mit Ausnahme meiner Freundschaft zu Morgana, habe überhaupt noch nie für jemanden so eine … so etwas wie für Dich empfunden. Unter Drow ist so etwas wie Zuneigung ziemlich selten und meine Mutter war mit wenigen Ausnahmen eine eher typische Drow. So weit ich das überhaupt beurteilen kann. Aber sie kam in ihrer Art Ad’non näher als jedem anderen von uns. Erst als Morgana und ihre Mutter damals zu uns gekommen sind, hat sich ihr und mein Leben geändert. Und jetzt – ich weiß es nicht – ich habe das Gefühl erst jetzt anzufangen, das Leben selbst zu verstehen.“
Zögernd blickte die kleine Elfe in die dunklen Augen des Menschen.
„Unser Abend in Tiefwasser … ich habe viel darüber nachgedacht … ich …“
Aber weiter kam sie nicht, denn plötzlich zog Izayoui sie in seine Arme und legte ihr behutsam einen Finger auf den Mund.
„Du denkst zu viel und du redest zu viel.“ Meinte er mit dem Anflug eines Lächelns zu der überraschten Elfe. Eine Erwiderung war ihr durch den Kuss, den er ihr daraufhin gab, allerdings verwehrt.

Morgana
26.02.2008, 20:30
Morgana spürte den inzwischen schon fast vertrauten Schmerz durch ihren Körper schießen. Doch dieses Mal war es wieder heftiger als die letzten Tage und bevor sie irgendwie reagieren konnte wurde ihr auch schon schwarz vor Augen.

Aber die Schwärze wich nur Augenblicke später einem eigentümlichen, schwachen Zwielicht, das sie an irgendetwas erinnerte … wenn sie nur wüsste woran. Plötzlich durchfuhr sie der Gedanke und sie wusste wo sie war, oder besser was sie sah. Das war Underdark! Aber wo und warum …. weiter kam sie mit ihren Gedanken nicht, als zwei Dunkelelfen den Raum betraten und leise miteinander sprachen.
„Valas?“ Morgana flüsterte das Wort, dennoch war es in dem fas leeren Raum mit dem niedrigen Steintisch deutlich zu hören. Doch die beiden schienen sie weder hören noch sehen zu können.
Mit großen Augen beobachtete die Mondelfe die nun folgende Prozedur, in der der Drow irgendwelche Muster in offensichtlich mit Wasser gefüllten Schalen nachfuhr. Doch obwohl sie sicher war, dass niemand sie würde wahrnehmen können, wagte Morgana nicht sich zu bewegen. Eine ganze Weile schien sich nichts zu verändern, bis sie wieder den inzwischen schon altbekannten Stromstoß in ihrem Körper fühlte … und wie es schien nicht nur sie, wie sie an den Gesichtszügen von Valas erkennen konnte. Dieser war dem Schmerz gegenüber jedoch offensichtlich unempfindlicher als sie selbst und das obwohl sie doch nur ein Abbild davon empfing, das an das Original bei weitem nicht heranreichen sollte. Doch nun wusste sie wenigstens was es war, dass sie da in regelmäßigen Abständen spürte.
Nach wenigen Augenblicken stand der junge Drow auf und seine Trainingspartnerin, offensichtlich eine Magierin, trat auf ihn zu. „Dos phuul ssin’urn, saph zhahn.“ Hörte Morgana sie sagen. Sie erkannte noch, dass Valas zu einer Antwort ansetzte, doch im gleichen Augenblick verschwamm das Bild …

… um dann nur langsam wieder klar zu werden. Morgana spürte eine sachte Berührung an ihrer Wange und griff nach der Hand, die diese verursachte. „Geh nicht, bitte komm zurück …“ flüsterte sie. Doch dann wurde ihr langsam bewusst, was sie da eigentlich sah. Es war zwar noch immer dunkel, aber die Dunkelheit war eine völlig andere – und die Augen in die sie blickte waren definitiv grün und nicht rot.
Erschrocken ließ die Mondelfe die Hand los, die sie noch immer festhielt. „Entschuldigung, ich habe … ich war …. was ist passiert?“
Doch der Blick von Thorondor war mindestens so verwirrt wie ihr eigener.

Viridian
26.02.2008, 22:13
Azular hockte noch lange da, dachte nach. "Er wird euch töten", murmelte Wulcor nachdenklich.
"Nicht, wenn ich ihn zuerst umbringe", antwortete Azular und er zitterte vor Wut.
"Ich will eure Fähigkeiten nicht herabsetzen oder ähnliches, aber er ist ein Kämpfer und Assassine, das ist eine tödliche Verbindung. Er ist schnell und effektiv. Die Überraschung ist auf seiner Seite."
"Das ist doch unlogisch!", rief Azular laut.
"Ich verstehe nicht..."
"Er will mich um jeden Preis begleiten, aber im nächsten Moment setzt er dazu an, mich umzubringen. Das ist doch Schwachsinn!"
"Es gibt einen tieferen Sinn...doch dieser bleibt wohl verborgen, bis ihr es nicht herausgefunden habt - von ihm persönlich", riet ihm der Falke.
"Das ist wohl wahr...ich muss auf die nächste Begegnung warten, mehr kann ich vorerst nicht tun", sprach Azular und er erhob sich. Er ging an das Wasser, kniete sich hin, wusch sich das Gesicht mit dem erfrischenden Wasser und starrte auf sein Spiegelbild. Mittlerweile war ihm das Kampfgeschehen nicht mehr anzusehen, niemand würde darauf kommen, dass er kurze Zeit früher um sein Leben gekämpft hatte. Danach seufzte er tief und schlenderte den kleinen Waldweg wieder zurück zum Lagerfeuer. Dort angekommen, sah er die am Boden liegende Mondelfe Morgana, neben der der Goldelf saß. Der Magier fragte sich, was da vorging, aber sie schienen alles im Griff zu haben. Auf die anderen Anwesenden achtete er nicht, ihm war es jetzt herzlich egal. "Auf ein Wort, Azular", begann Wulcor und der Dunkelelf schreckte auf.
"Ja? Was gibt es?"
"Es...geht um den Bannkreis und Serivan. Mein Zauber hat ihn zermürbt, sehr sogar. Ich würde sogar die Behauptung aufstellen, dass er nicht mehr die Kraft dazu hat, sich gegen irgendetwas zu wehren. Serivan...ist gefügig."
"So? Nach so kurzer Zeit?", fragte der Drow.
"Dieser Wolf ist nicht unbedingt so stark, wie er vorgibt, zu sein. Zwar müsst ihr noch mit bissigen Kommentaren rechnen, mit mehr aber auch nicht. Dieser Bannkreis hat schon starke Seelen zum Wahnsinn getrieben. Außerdem...jeder Zauber kostet Kraft. Dieser hier nicht unbedingt viel, allerdings verliere ich auch an Kraft. Wenn es euch nichts ausmacht, würde ich gern ruhen, wie gesagt, vor Serivan müsst ihr euch nicht fürchten, mit ihm kommt ihr klar", meinte Wulcor.
"Also schön, ich übernehme, ruht euch aus, ich danke euch vielmals", bedankte sich Azular und er stieg in den Wagen, mit dem Horfith und er angereist waren. Dort bemerkte er die drei anwesenden und empfand dies als etwas unpassend. So verließ er den Wagen wieder und suchte sich eine andere Stelle. Diese fand er nur am Lagerfeuer. "Ist zwar nicht das, was ich wollte, aber was macht das schon..", murmelte er. Die Aura Wulcors wurde schwächer und Serivans stärker. Der ehemalige Neun zog sein Silberschwert und ließ es mithilfe eines Zaubers schweben, sodass die Spitze der Klinge auf den Boden zeigte, jedoch mit rund einem Meter Abstand vom Erdboden. "Kommt raus, getrennt von mir", sagte Azular mit gefühlskalter Stimme. "Die Kraft bringe ich auf."
Mit zunehmender Intensität wurden die Umrisse des schwarzen Wolfs klarer, sein Körper verfestigte sich immer weiter, bis er schließlich in voller Statur vor seinem Seelenverwandten lag. Er sah Azular direkt in die Augen und atmete ruhig. "Ihr wisst genau, dass ich euch zerfleischen könnte?", murmelte der Wolf.
"Schon mal was vom Damoklesschwert gehört?", fragte Azular und zeigte gelangweilt auf sein Schwert, das über Serivan schwebte und allzeit bereit war, nach unten zu sausen.
Serivan starrte es an, schien aber minder beeindruckt. "Glaubt ihr, ich hätte Angst vor eurem Zahnstocher? Darin täuscht ihr euch. Aber ich bin zu müde, um jetzt einen Aufstand zu beginnen..."
"Freut mich. Ich schätze, die Karawane wird bald weiterfahren, demnach bleibt uns viel viel Zeit. Ich habe noch einige Reservetränke bei mir, die meinen Geist stärken, sodass unser Gespräch nicht allzu schnell abreißt", sagte Azular.
"Was wollt ihr?"
"Erzählt mir von euch. Und zwar detailliert, verstanden? Und wagt nicht zu verschwinden, sonst werde ich ungemütlich..."

Thorondor
26.02.2008, 22:38
Im ersten Moment war Thorondor sehr verwirrt, doch sein verwirrter Blick wich alsbald einem sachten Schmunzeln über die Worte von Morgana. Vorsichtig half er ihr auf und sah sie dann eine Weile abschätzend an.
"Nun," begann er immer noch schmunzelnd. "Ich kann Euch sagen, was passiert ist. Zunächst habt Ihr mich auf recht unschöne Weise aus einigen angenehmen Erinnerungen gerissen. Höflichkeit ist zwar eine Sache, die sich anders äußert, aber ich will es Euch dennoch nicht nachtragen." Dabei sah er Morgana mit einem Blick an, wie ihn ein gönnerhafter Adliger, der in seiner unendlichen Güte einem ungezogenen Untergebenen ausnahmsweise einmal keine Bestrafung zukommen lässt, nicht besser hätte wiedergeben können.
"Kurz darauf schien es so, als verspürtet Ihr einen Schmerz in der Brustgegend und Ihr entglittet in die Fänge der Bewusstlosigkeit," fuhr der Magier sodann mit seiner Schilderung fort. "Ein wenig besorgt beugte ich mich zu Euch hinab, um zu sehen, wie Ihr Euch befindet und was man für Euch tun könnte."
"Und dann hab ich an deinen Haaren gezogen," fiel die Fee kichernd und an die Mondelfe gerichtet ein, was ihr aber wieder einen tadelnden Blick des Goldelfen einbrachte.
"Mystryl!"
"Gut, gut," meinte die Angesprochene. "Ich habe nichts gesagt." Mit diesen Worten schwebte sie hinauf zur Schulter des Magiers, wo sie sich niederließ und wartete schweigend ab, was ihre liebste Sitzgelegenheit noch so von sich gab.
"Jedenfalls... wo war ich stehen geblieben?" dachte Thorondor kurz nach. "Ah ja... ich berührte kurz Eure Wange, nur um zu sehen, ob Ihr eine Reaktion zeigt. Allerdings hätte ich bei Euch nicht mit dieser Art von Reaktion gerechnet." Auf einmal war da wieder dieses Schmunzeln zu erblicken.
"Ihr habt plötzlich meine Hand ergriffen und sagtet... wie waren gleich die Worte? 'Geh nicht, bitte komm zurück.'" Das Schmunzeln des Magiers war nun in ein deutliches, wohlwollendes Lächeln übergegangen.
"Vielleicht beruhigt es Euch daher," sprach Thorondor weiter, "wenn ich Euch mitteile, dass es nicht in meiner Absicht lag, diese Karawane in Kürze zu verlassen. Zwar ist mir meine besondere Ausstrahlung und erhabene Schönheit sowie deren unwiderstehliche Wirkung auf gewisse Personen gar bewusst, jedoch hatte ich nicht erwartet, dass dies zusammen mit einer kurzen Berührung durch meine Hand gerade bei Euch eine solche Reaktion hervorrufen würde."

Horfith
26.02.2008, 23:51
Pugdush beobachtete wie die Kinder kreischend durcheinander liefen und lächelte. Ihr Spiel stimmte ihn fröhlich.
Yiggit trat an seine Seite und hakte sich bei ihm unter.
„Wir haben es gut hinbekommen. Es geht ihnen hier gut.“
Der Halbork lächelte die Luftgenasi an.
„Da hast du recht. Sie fühlen sich hier wohl und so soll es auch sein.“
Yiggit lächelte. Sie beide hatten hart dafür gearbeitet diesen Zufluchtsort für die Kinder zu schaffen. Ein kleines, gut verstecktes Tal, ein paar Meilen hinter Llorkh. Nahe genug der Zivilisation um sich mit den Dingen einzudecken, die Mutter Natur nicht bot, aber abgeschieden genug um nicht von jedem entdeckt zu werden.
Der Gedanke war im Waisenhaus in Tiefwasser geboren worden, wo sie beide aufgewachsen waren. Es war ein harter, freudloser Ort gewesen. Er war für Mischwesen wie sie geschaffen worden. Ohne Akzeptanz für das was sie waren, eher ein Aufbewahrungsort.
Yiggit erschauderte als ihre Gedanken dorthin zurückkehrten.
Pugdush spürte diese und legte seine Hand auf die ihre.
„Liebes, diese Zeiten sind lange vorbei. Hier geht es uns allen besser.“
Er lächelte die Luftgenasi sanft an und diese küsste ihn auf die Wange.
Eines der Kinder, ein kleiner Halbork lief auf die beiden zu.
„Meister Pugdush, wann kommt Tante Horfith mal wieder vorbei? Es ist immer so lustig wenn sie da ist.“
Yiggit versteifet sich. Horfith! Diese Halbdrow war in ihren Augen nur eine Plage die immer nur Schwierigkeiten mit sich brachte. Das war schon so im Waisenhaus gewesen.
Der riesige Halbork lächelte sanft.
„Ich denke sie wird bald hier auftauchen. Sie hat versprochen diesen Sommer noch vorbeizuschauen.“
Das Kind brach in Jubel aus und rannte zu den anderen zurück.
Yiggit versteifte sich was Pugdush nicht entging.
„Verzieh nicht so das Gesicht. Horfith ist uns eine nicht zu entbehrende Stütze.“
Yiggit schnaubte.
„Um uns in Schwierigkeiten zu bringen? Das ist offensichtlich.“
Der Halbork lächelte sanft.
„Sie bringt uns Gold und Edelsteine, damit wir das hier am Leben halten können. Mit Nahrungsmitteln können wir uns zwar aus den Wäldern versorgen, aber ihre Mitbringsel halten die Stadt der Kinder wirklich am Leben.“
Damit hatte er genau das angesprochen was Yiggit am meisten ärgerte.
„Also ob ich das nicht wüsste.“
Pugdush grinste innerlich. Die beiden Frauen hatten schon von Kindheit an ihre Differenzen gehabt, wobei es meist von Yiggit ausgegangen war. Horfith mochte die Luftgenasi, was Yiggit aber nicht bewusst war. Vor allem spielte Eifersucht bei ihr eine große Rolle, dabei waren er und Horfith nie mehr als sehr gute Freunde gewesen.
Er war froh, dass die Halbdrow sie mit den weltlichen Dingen unterstützte, denn Mitleid und gute Worte fanden ausserhalb der Stadt der Kinder wenig Gehör. Pugdush wusste, dass Horfith auf dem Weg war und er freute sich darauf sie wiederzusehen.
Yiggit konnte ihn ihrem Gefährten lesen wie in einem Buch, meinte sie zumindest.

In dieser Nacht erhob sich die Luftgenasi leise von ihrem gemeinsamen Lager mit Pugdush und stahl sich wie ein Dieb in die Nacht hinaus.
Dieses Mal würde Horfith nicht in die Stadt der Kinder kommen und wieder alles durcheinander wirbeln, die Kinder mit ihren Geschichten und Geschenken verwirren. Dieses Mal nicht. Dafür würde sie sorgen und wenn es das letzte war, was sie tun würde.

Morgana
27.02.2008, 00:21
Morgana legte den Kopf ein wenig schief – etwas dass sie sich eigentlich vor Jahrzehnten abgewöhnt hatte - und sah den Sonnenelfen einige Augenblicke schweigend an. Irgendwie mochte sie den fremden Magier und unter seiner so herablassenden Art schien doch manchmal ein durchaus umgänglicher Elf durchzuscheinen. Sie konnte sich ziemlich gut vorstellen, wie die Szene und ihre Worte auf ihn gewirkt haben mussten. Der Gedanke daran ließt sie lächeln, trotz der verstörenden Erinnerungen die ihr gerade durch den Kopf gingen. Wenn sie doch nur jemandem davon erzählen könnte.
„Ich danke Euch Thorondor – sowohl für Eure kurzfristige Sorge als auch für Eure Hilfe. Und ich freue mich wirklich wenn ihr uns weiterhin begleitet. Es ist schön einen Lichtelfen in der Nähe zu wissen. Aber ich will ehrlich zu Euch sein …“
Morgana holte tief Luft, sie brachte es einfach nicht über sich den Sonnenelfen zu belügen und in dem Glauben zu lassen, dass er es gewesen wäre, der diese Reaktion in ihr hervorgerufen hatte. Auch wenn es das vermutlich leichter gemacht hätte sein Vertrauen zu erlangen – aber wenn schon Lichtelfen untereinander anfangen würden sich zu belügen … nein, das wollte sie sich eigentlich gar nicht vorstellen.
„… meine Bewusstlosigkeit gerade, ich weiß wo sie her kam. Aber das ist im Moment unwichtig. Ihr solltet nur wissen, dass ich in der kurzen Zeit eine Art Traum hatte – einen Traum von einem Elfen, der mir sehr viel bedeutet und von dem ich vor einiger Zeit getrennt wurde. Ihm galten meine Worte als ich wieder ins Bewusstsein zurückkam, denn ich vermisse ihn mehr als ich Euch sagen kann. Ich … mehr kann ich dazu nicht sagen.“
Morgana schluckte einmal hart und musste kurz blinzeln bis sie sich wieder gefangen hatte.
„Ich hoffe Ihr nehmt mir meine Ehrlichkeit nicht übel. Aber ich sehe hier in dieser Welt täglich wohin Unehrlichkeit führt, ich möchte einen Bruder im Licht nicht belügen.“

Isashi
27.02.2008, 11:27
Nachdem Izayoui die kleine Drow wieder losgelassen hatte sah er ihr tief in ihre ungewöhnlichen Augen.
„Ich weiß, dass Du versuchst meine Seele zu retten. Aber ich habe noch etwas zu erledigen, bevor ich endgültig mit meiner Vergangenheit abschließen kann. Wenn danach noch etwas von meiner Seele übrig ist, das es wert ist zu retten, dann schenke ich Dir sie gerne. Meine Gefühle aber sind bereits Dein. Doch ich bin wer ich bin und es mag an unserer unterschiedlichen Herkunft liegen, dass ich Deine Entscheidungen oft nicht nachvollziehen kann. Doch lass uns daran jetzt nicht denken, dafür ist im Laufe der Reise noch genug Zeit.“
Elvanshalee nickte „Ja mir geht es ähnlich. Ich hatte schon immer Schwierigkeiten die Taten und Entscheidungen von Menschen zu verstehen – aber vielleicht kannst Du mir auf der Reise noch einiges erklären, denn ich war noch nie einem Menschen so nah wie Dir. Warum aber kommst Du eigentlich mit uns und was hast Du noch zu erledigen?“
Der Mann sah die Elfe eindringlich an – unsicher wie viel er ihr erzählen konnte oder wollte.
„Den Grund warum ich mit Euch reise solltest Du Dir inzwischen doch wohl denken können. Und die Richtung ist von der meinen bisher gar nicht so verschieden. Bis zu einer endgültigen Entscheidung haben wir noch viel Zeit, bis dahin wirst Du mehr wissen.“
Wer sich dann wofür würde entscheiden können oder müssen, ließ er allerdings unerwähnt.
Elvanshalee lächelte den Menschen an. „Du hast recht, lass uns einfach diese nun endlich wieder ruhige Nacht genießen – morgen liegt wieder ein langer Tag vor uns.“
Damit zogen sich die Beiden in den Wagen zurück in dem Izayoui zuvor bereits geschlafen hatte. Der Schattenwolf aber legte sich unter den Wagen und hielt Wache für seine Freunde.

Strelok
28.02.2008, 21:26
Khamûl sass in seinem Zimmer und blätterte in seinem Notizbuch. Der Tiefling hatte sich vor drei Tagen im Gasthaus "Dreigestirn" in Secomber einquartiert und hatte sich während der ganzen Zeit in seinem Zimmer eingeschlossen, während die Ortsansässigen sich unten im Saal betranken. Der Hexer hasste diesen Tumult, diese Disziplinlosigkeit und ganz besonders diese Lieder, die die anderen Gäste scheinbar für lustig hielten. Doch die Primitivlinge waren ihm nun auch egal, er hatte seine Notizen für diese Etappe komplett und konnte somit morgen endlich seine Besorgungen machen. Seit seiner Ankunft hatte er die Erkenntnisse der vergangenen Zeit schriftlich festgehalten, endlich kannte er das Ritual des Seelenraubes, mit dem er seine Pläne umsetzen konnte. Nur wie so oft werden für Rituale spezielle Zutaten benötigt und in diesem Fall mussten sie sogar noch leben.
Der Hexer stand auf und streckte sich, sein Rücken tat vom ständigen Kauern auf dem unbequemen Holzschemel weh und sein Schlafmangel trug auch nicht wirklich zu seinem Wohlbefinden bei. Erst jetzt bemerkte er, dass seine Mitbringsel offenbar einen ekligen Gestank verbreiteten, so öffnete er das Fenster und betrachtete das die untergehende Sonne. Hoffentlich würde keiner der anderen Gäste die Ausdünstungen aus Khamûls Zimmer bemerken, die Bauerntölpel wären sicher nicht erfreut über die noch mit Fleischresten behafteten Menschenknochen. Doch der Tiefling konnte sich sicher sein, dass die Trunkenbolde zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr in der Lage wären, die Überreste des letzten fehlgeschlagenen Rituals von einem Brathähnchen zu unterscheiden und so dachte er weiter über seine Pläne nach.
"Die Testphase ist vorbei, morgen muss ich endlich vernünftiges Material auftreiben." sprach der Hexer und schloss das Fenster. Er nahm kurz einen Schluck Wasser aus seinem sauberen Glas, er hasste verschmutztes Geschirr, und legte das Notizbuch zurück zu seiner restlichen Ausrüstung. Mit einem tiefen Seufzer warf er sich auf sein Bett, sofern man dieses Gerüst als solchen Schlafplatz bezeichnen wollte, und schloss seine Augen.
Doch die verfluchten Dorftrottel waren unten immer noch zu Gange und so konnte Khamûl nicht seine verdiente Ruhe finden. Fluchend stand er wieder auf und ging hinunter. Er drängte sich an all den betrunkenen Bauern vorbei und trat, ohne auch nur einer Person Beachtung zu schenken schnurstracks aus dem Gasthaus. Wenn er schon nicht schlafen konnte, so wollte er doch zumindest den Ort nach Fluchtmöglichkeiten untersuchen, morgen würde er mitsamt seinem Gepäck die Abreise antreten und am Marktplatz geeignetes 'Material' für sein Ritual besorgen.

Thorondor
28.02.2008, 21:34
"Oh..."
Das Lächeln auf dem Gesicht des Magiers war nach den Worten Morganas ebenso schnell verschwunden wie es erschienen war. Für einen Moment schien es sogar so, als könne man aus seiner Mimik eine leichte Spur von Enttäuschung herauslesen.
"Ein anderer Elf..." murmelte Thorondor vor sich hin. "Ich verstehe... und ich danke Euch für Eure offenen, ehrlichen Worte. Dann bleibt für Euch zu hoffen, dass seine Schritte ihn bald wieder zu Euch tragen und Ihr ihn nicht länger missen müsst. Vielleicht ergibt sich dann auch für mich die Möglichkeit, denjenigen, der Euch selbst aus der Ferne noch so berührt, näher kennenzulernen."
Kurz dachte Thorondor nach. Wie fühlte er sich hier, weit weg von Immerdar und somit auch weit entfernt von alle jenen, die ihm etwas bedeuteten? Je länger er darüber nachdachte, umso weniger wollte er darüber nachdenken. Die Stimmung, in welche ihn diese Gedanken versetzten oder versetzen konnten, so er diesen länger nachhing, war ihm eher unwillkommen. Jedoch war er geübt darin, seine Gedanken und Gefühle nach außen nicht zu zeigen, und so war er sich relativ sicher, dass weder die Mondelfe noch jemand anderes in seiner Nähe etwas davon mitbekommen hatte. Selbst die Pixie saß ruhig auf seiner Schulter, und sie wäre wohl die erste gewesen, welche eine Frage gestellt hätte, sollte sie etwas bemerkt haben.
"Entschuldigt mich nun bitte, ich werde etwas ruhen," sprach er zu Morgana und wandte sich dann in Richtung des Wagens, auf welchem er auch die meiste Zeit seit seiner Begegnung mit dieser Reisegruppe verbracht hatte.

Morgana
28.02.2008, 22:08
Morgana sah Thorondor einige Augenblicke hinterher. Sie zweifelte sehr, dass ihm wirklich daran gelegen war Valas kennen zu lernen. Sie hatte ihre Worte mit bedacht gewählt und bewusst weggelassen um welche Art von Elf es sich dabei handelte. Fast schämte sie sich ein wenig deshalb, aber es war auch unnötig einen Sonnenelfen, der gerade erst zu ihnen gestoßen war und über dessen Motivation sie noch so gar nichts wusste zuviel privates anzuvertrauen. Ob es in seiner Heimat wohl auch jemanden gab, den er vermisste? Wenn es so war, verstand er hervorragend dies zu verbergen.

Die Mondelfe sah sich um. Es war still geworden an den Lagerfeuern und in den Wagen. An einem der Feuer diskutierte Azular mit Serivan, alle anderen waren leer. Nach kurzer Überlegung beschloss auch Morgana ihr Nachtlager neben einem der Feuer zu errichten – das schien ihr die reizvollere Alternative zu einer Nacht in einem Wagen mit Ad’non. Und Elvanshalee und Izayoui wollte sie nun wirklich nicht stören.

Nach einem kurzen Frühstück zog die Karawane bei Sonnenaufgang weiter. Die nächsten Tage vergingen ereignislos. Während sie sich die ersten Tage noch parallel zur Schwertküste hielten bogen sie am dritten Tag nach links von der großen Handelsroute ab und folgten nun der „Schwarzen Route“ entlang des Flusses Delimbiyr landeinwärts. Kleinere Wälder, Hügel und offene Steppen wechselten sich ab.
Die Karawane kam gut voran ohne dass sich ihr irgendwelche Hindernisse in den Weg stellten. Weder schlug das Wetter unfreundlich um noch fanden weitere Überfälle statt.
Die Abende waren von Gesang und Geschichten erzählen geprägt und alle Reisenden genossen die Ruhe und den Frieden der Reise.
Am 8 Tag schließlich kamen die Stadtmauern von Secomber in Sicht.
Morgana atmete auf. Die erste Etappe ihrer Reise nach Evareska war geschafft und es war um einiges leichter gewesen, als sie gehofft hatte. Insgeheim hatte sie mit wesentlich mehr Schwierigkeiten gerechnet.
Franrods Karawane schlug vor den Stadtmauern von Secomber ihre Zelte auf. Einige der Mitreisenden verließen nun den Zug, unter anderem der Gewürzhändler. Andere würden sich vielleicht anschließen.
Morgana kletterte von ihrem Wagen herunter und streckte sich durch. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass das Reisen auf einem Planwagen so dermaßen auf die Knochen gehen würde.
Horfith trat neben sie. Die Halbdrow zog ein Stirnband aus ihrem Beutel und legte es so um ihren Kopf, dass ihre spitzen Ohren halb verdeckt wurden.
Morgana sah sie fragend an worauf die Halbdrow mit ihrem typischen Grinsen antwortete.
„Drow sind in Secomber nicht gerade gerne gesehen. Und damit geh ich als Südländerin durch.“
Morgana verzog das Gesicht. Sie dachte an die anderen Drowmitglieder der Gruppe.
„Wollt ihr damit sagen, dass Azular, Elva und Ad’non hier Probleme bekommen werden?
Horfith zuckte mit den Schultern.
„Azular und Elva dürften aufgrund ihres Gebarens hier weniger Probleme haben. Ad’non wird mit Sicherheit unangenehm auffallen.“
Morgana zuckte mit den Schultern „Ich glaube Ad’non fällt an der Oberfläche überall unangenehm auf – er kann sich wohl einfach nicht damit abfinden nicht mehr in Underdark zu sein. Aber so lange er sich weiterhin so von allen anderen absondert, können wir ohnehin nichts für ihn tun. Ich habe das schon vor einer ganzen Weile aufgegeben.“
Währen Morgana sprach blickte die Halbdrow über die Schulter und sah Derion und Mugetsu von ihrem Wagen klettern. Sie hoffte dass der Vampir schlau genug sein würde sich von der Stadt fern zu halten.
Sie wandte sich wieder Morgana zu.
„Was haltet ihr davon, wenn wir zwei einen kleinen Stadtbummel unternehmen? Ich brauche eine neue Pfeife und euch würde die Ablenkung auch ganz gut tun“
Sie lächelte Morgana gewinnend an.
Die Mondelfe überlegte. So ganz Unrecht hatte die Halbdrow nicht.
„Ja, das hört sich nach einem guten Plan an!“ Erwiderte diese fröhlich „Lasst mich nur schnell Elva und Farnrod bescheid sagen, dann können wir aufbrechen.“

Horfith
28.02.2008, 23:02
Morgana und Horfith schlenderten auf das Stadtor zu. Die beiden Wachen betrachteten sie eher aus Langeweile, denn als aus Pflichtbewusstsein heraus. Fast schon automatisch kreuzten sie ihre Speere vor dem Eingang.
„Was ist euer Begehr?“
Morgana stutze doch Horfith legte schnell ihre Hand auf ihren Arm um sie zu beruhigen.
Die Halbdrow lächelte die Wachposten an.
„Ein wenig Geld in eurer schönen Stadt ausgeben. Und sich ein wenig amüsieren. Wann habt ihr Dienstschluss?“
Die Wachen wirkten im erstem Augenblick verwirrt, doch dann beugte sich einer der beiden vor.
„Dienstschluss ist in drei Stunden und wir sind immer in er „Siebensaitigen Harfe“
Horfith lächelte zuckersüß.
„Das werden wir uns mit Sicherheit merken.“
Die Wachen ließen die beiden Frauen passieren.
Horfith raunte Morgana zu: „Sobald wir der „Siebensaitigen Harfe“ auch nur im geringsten nahe kommen, zerrt mich in einen andere Richtung.“
Die Mondelfe zog die Augenbrauen hoch, nickte aber. Manchmal trieb die Halbdrow sie wirklich in die Verzweiflung.

Horfith und Morgana schlenderten in aller Ruhe über den Markt. Neugierig betrachteten sie die ausgebreiteten Waren und freuten sich darüber, endlich mal wieder etwas anderes als Pferdehintern vor der Nase zu haben. Horfith war vor einem Stand stehen geblieben, der Tabakwaren führte und sah sich die verschiedenen Pfeifen an, die der Händler im Sortiment führte.
Plötzlich ertönte von hinten eine Stimme.
„Hey, du da. Am Stand. Bleib stehen.“
Horfith zuckte unmerklich zusammen, entspannte sich aber sofort wieder. Sie war sich im Augenblick keiner Schuld bewusst, außerdem konnte bei den vielen Leuten hier jeder gemeint sein.
„Du mit den roten Haaren, bleib da bloß stehen..“
Okay, das grenzte das Ganze schon ein wenig ein, dennoch zog Horfith Morgana weiter, die sie mittlerweile fragend ansah.
„ Du Frau mit dem Stirnband und mit den roten Haaren, zusammen mit der Mondelfe. Bleib endlich stehen.“
Nun waren sämtliche Zweifel ausgeräumt.
In Tiefwasser oder Athkatla wäre Horfith einfach losgesprintet und in den Tiefen der Seitengassen verschwunden, aber dazu kannte sie diese Stadt nicht gut genug. Für sie war es noch niemals notwendig gewesen in Secomber die Flucht zu ergreifen und sie wollte sich die Peinlichkeit ersparen in einer Sackgasse zu landen und dadurch in Erklärungsnot zu kommen.
Also drehte sie sich betont langsam um und sah einen großen schlacksigen Mann mit einer enormen Hakennase auf sich zu rennen. Die Nase löste eine vage Erinnerung in ihr aus und sie fluchte leise.
Dennoch erschien sofort ihr strahlendes Lächeln und sie raunte Morgana zu: „Sagt jetzt bitte nichts und spielt einfach mit.. Ich kümmere mich darum. Dauert nicht lange.“
Der Mann blieb fast atemlos vor den beiden Frauen stehen. Leider erfüllte sich Horfith Hoffnung darauf nicht, dass er einfach vor Erschöpfung umfiel.
„Ihr“ mit zitterndem Finger, deutete er auf Horfith, „Ihr habt mir einen falschen Rubin als echt verkauft. Habt mir vorgejammert, wie dringend ihr Geld braucht, und deshalb das „wertvolle Erbstück“ eures Vaters verkaufen müsst.“
Horfith setzte eine entrüstete Miene auf und zu Morganas Überraschung schien sie plötzlich den Tränen nahe zu sein.
„Es war das Erbstück meines Vaters, ein Rubin so groß wie ein Taubenei, den er unter Einsatz seines Lebens einem Drachenschatz entrissen hat. Mindestens 200 Goldmünzen wert und ihr wart so großzügig und habt mir 25 dafür gegeben.“
Der Mann schien einen Augenblick unsicher zu werden, doch dann gewann seine Entrüstung wieder Oberhand.
„Ich habe den Stein bei einem Juwelier schätzen lassen. Er war aus Glas.“
„Ihr beschuldigt meinen Vater, einen Helden von Niewinter, der unter Einsatz seines Lebens gegen die Pest gekämpft hat, der Lüge? Vater, hörst du dass, er bezichtigt dich der Lüge!!“
Horfith hob theatralisch die Hände und rief ihren Vorwurf gen Himmel. Als krönenden Abschluss des ganzen warf sie sich an Morganas Schultern und begann bitterlich zu schluchzen.
Mittlerweile war eine ganze Reihe Passanten stehen geblieben und Gemurmel hatte sich erhoben, allerdings nicht zu Gunsten des Mannes. Dieser sah auch sehr schnell ein dass er auf verlorenem Posten stand. Außerdem war er sich gar nicht mehr so sicher ob die Frau ihn wirklich betrogen hatte.
„Es.. tut mir leid. Vielleicht wusstet ihr ja nicht, dass der Stein eine Fälschung war. Dennoch schuldet ihr mir 25 Goldmünzen.“
Horfith schluchzen wurde lauter, während Morgana ihr beruhigend auf den Rücken klopfte.
Die Blicke der Menge wurden unfreundlicher und gelegentlich klang der Satz „Das arme Mädchen“ durch.
„Mein.. Vater.. hätte .. niemals...“
Horfith Stimme klang abgehakt und wurde immer wieder von neuerlichen, herzerweichenden Schluchzern unterbrochen.
Hakennase fühlte sich mehr als unwohl. Nicht nur, dass die Menge sich gegen ihn wandte, die Gewissheit, dass die Frau ihn wirklich betrogen hatte nahm immer mehr ab.
Er beschloss den Rückzug anzutreten. Alleine schon um sein Gesicht zu wahren. Wenn er jetzt weiter gegen die Frau gewettert hätte, hätte ihn die Menge wahrscheinlich gelyncht.
„Vermutlich habe ich mich geirrt. Ich geh dann mal. Nichts für ungut.“
Hakennase bahnte sich so schnell er konnte einen Weg durch die Menge. Die Blicke der Menge folgten ihm und als er verschwunden war, verliefen sich die Leute so schnell wie sie sich versammelt hatten.
Als es ruhiger wurde, fragte Horfith, immer noch ihren Kopf an Morganas Schulter. „Ist er weg?“
„Ja“
Ruckartig richtete sich die Halbdrow auf, streckte sich durch und zupfte ihre Kleidung zurecht. Ihre Augen waren vollkommen trocken.
„Was für ein Trottel.“
Morgana warf der Halbdrow einen halb vorwurfsvollen aber auch halb belustigten Blick zu.
„Ihr habt doch nicht etwa eure Bardenkünste eingesetzt?“
Horfith grinste und schüttelte den Kopf.
„Das war nicht notwendig und wäre nur Perlen vor die Säue gewesen.“
Morgana konnte nicht anders und grinste die Halbdrow an.

Strelok
28.02.2008, 23:34
Khamûl stand bei einem Alchimistenstand und betrachtete das Angebot. Doch scheinbar kannte man in diesen Gefilden keine Qualitätsware, zumindest ein paar Menschenaugen sollten seiner Meinung nach zu jedem namhaften Stand gehören. Glücklicherweise erwies sich eine Halbelfe, nach Khamûls Schätzung eine Drow-Bastardin, als ausnahmsweise unterhaltsam und bot öffentlich ein kleines Laienstück um sich offensichtlich aus einer Betrugsaffäre zu ziehen. Der Tiefling beobachtete das Geschehen einige Zeit, doch wie so oft bei Elfen entpuppte sich das ganze als nichtig und er widmete sich wieder dem mässigen Angebot. Wenigstens hatte der Standbesitzer das Schauspiel mit verfolgt und so konnte der Hexer unbemerkt einige leere Gefässe einstecken, die schienen noch das Beste an den feilgebotenen Waren zu sein.
Als der Standbesitzer zu seinem Handelsplatz zurückkehrte war sein Kunde bereits verschwunden. Der Tiefling ging mit langsamen Schritten durch die sich drängenden Massen, doch weder totes noch lebendes Material an diesem Ort wäre geeignet gewesen für sein Vorhaben und so beschloss er, sich in die unsägliche Absteige zurückzuziehen. Wenigstens um diese Uhrzeit würden die Primitivlinge sich nicht in diesem Etablissement vergnügen und Kahmûl könnte weiter an seiner Reiseroute feilen. Zugegebenermassen hatte er momentan keine Ahnung, wohin es ihn verschlagen sollte, doch momentan bereitete ihm seine trockene Kehle weit mehr Sorgen. Auf dem Weg zum Gasthaus erspähte er noch einmal die Laiendarstellerin und ihre vollelfische Begleiterin.

Als Khamûl an seinem Zielort ankam setzte er sich an die Theke und liess sich einen Humpen bringen. Zwar war er kein Freund des zügellosen Konsums, doch dank seiner Abstammung vertrug er weit mehr Gifte als die Tölpel aus der Region. Doch wie so oft sollte das Bier warm werden, wenn es das nicht schon von Anfang an war, da der Hexer sich seinem Notizbuch widmete und sein weiteres Vorgehen plante. Sein Zeitplan bereitete ihm Sorgen, denn er befürchtete, dass einige Konkurrenten ihm zuvorkommen könnten und seine Suche nach dem Dämon vergebens wäre. Doch der Hexer besass neben seinem grossen Wissen auch viel Selbstvertrauen und so begann er mit gewohnter Gelassenheit, seine Informationen zu klassifizieren und nach deren Glaubwürdigkeit zu sortieren. Wäre da nicht die Kleidung und die Tätowierungen, hätte man ihn beinahe für einen Schatzmeister halten können, der seine Einnahmen studierte.
Zu Khamûls grosser Erleichterung schien neben ihm und dem Wirt niemand hier zu sein, wenigstens heute könnte er endlich in Ruhe seiner Arbeit nachgehen…

Viridian
29.02.2008, 00:13
Azular saß stillschweigend in dem Wagen während der Fahrt. Mit Derion, Mugetsu und Horfith, sowie den anderen wechselte er in den kommenden Tagen nicht ein Wort, er dachte über Serivan nach. Am Lagerfeuer hatte der Wolf ihm seine Geschichte nicht erzählt, er nahm ihn gleich in eine ganze Vision mit und zeigte Azular hautnah seine Vergangenheit. Zwar wehrte sich Serivan immens, zog aber letztendlich den kürzeren und die Versuche, die Oberhand vielleicht doch noch zu gewinnen und den Drow zum Schweigen zu bringen, unterblieben. Allerdings blieb nicht viel Zeit am Lagerfeuer, sodass Serivan seine Leidensgeschichte im Wagen fortführte. Der Magier war erschüttert, welch schwere Zeit hinter seinem Avatar lag und hielt sich auch an den Abenden dementsprechend bedeckt. Er kam hauptsächlich, um sich etwas zu essen zu machen und legte sich dann wieder "schlafen" (d.h, ein Besuch in der Vision). Eines abends kam es allerdings vor, dass er sich kurz wegschlich und etwas zu erledigen hatte, aufgefallen war es zum Glück niemandem.
Er konnte sich anfangs gar nicht vorstellen, dass Serivan einst ein so warmherziger Wolf war, anstelle von einem herzlosen Untier von Feenwesen, welches nur Böses im Sinn hat, doch im Laufe der Zeit schenkte er ihm Glauben und verstand so langsam, warum der schwarze Wolf so kalt war. Das heißt, ich muss mir eine Taktik überlegen, wie ich an ihn herankomme - auf eine freundliche Art, überlegte er im Stillen.

Mittlerweile waren acht lange Tage vorübergezogen, die Azular schrecklich gelangweilt haben. Zwar erlebte er keine erneute Auseinandersetzung mit Syvem und konnte zum ersten Mal seit Langem in Frieden ausspannen, allerdings war die Fahrt ziemlich unbequem. Der Drow döste im Wagen, blätterte in seinem Zauberbuch und wartete auf eine Pause. Plötzlich stoppte die Karawane, und als er aus dem Wagen blickte, konnte er die Stadt Secomber vor sich aufragen sehen. "Ah, endlich", seufzte er und sprang nach Derion und Mugetsu heraus. Er streckte sich lang und ausgiebig, die Fahrt saß noch wie Blei in seinen Knochen. Morgana und Horfith waren schon vorausgegangen und passierten die Stadtmauern, wo sie schließlich verschwanden. "Also gut, sie warten, dann machen wir uns auf...Sera, komm!", murmelte er und Sera, die sich mittlerweile dank der Zutaten des Gewürzhändlers und des daraus resultierenden Elixiers wieder zurückverwandelt hatte, sprang vergnügt neben seine Beine. Er lächelte sie an und atmete noch einmal tief durch, bevor er sich auf den Weg zu den Wachen begab. Kurz vor ihnen setzte er noch seine freundlichste Miene auf und hielt vor den beiden rüstigen Männern, die ihm mit ihren Speeren den Weg versperrten. "Euer Begehr?", fragte einer scharf. Azular verbeugte sich leicht und sprach: "Seid gegrüßt! Gestatten, Breyanus Yalkar, Architekt und Baumeister von Beruf. Ich wurde vom Statthalter dieser Stadt gebeten, nach Secomber zu reisen und dort den Bau und die Reparatur bzw Renovierung einiger Häuser vorzunehmen und zu leiten!"
"Soso, ein drowischer Architekt, meint ihr nicht, dass es etwas...abwegig erscheint, einen Drow einzuladen?", fragte einer, doch Azular ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte den Fassungslosen.
"Rassist!", rief er, "Wie könnt ihr es wagen, einen angesehenen Architekten und Baumeister so schändlich zu beleidigen! Nur aufgrund meiner Rasse - für die ich nun wirklich nichts kann - muss das nicht heißen, dass ich deshalb gleich unklassifiziert bin, im Gegenteil. Durch meine Erfahrung im Unterreich kann ich an der Oberfläche Konstruktionen errichten, die an epischem Ausmaß kaum noch übertreffbar sind!"
"Psst, ich glaube, vor Kurzem hat man uns wirklich so einen Breyanus....nochwas, angekündigt, allerdings dürfen wir so jemanden nur mit Bestätigungsschein reinlassen, Anweisung von ganz oben", flüsterte einer der Wachmänner und der andere nickte bedächtig.
"Nundenn, wir glauben euch, habt ihr denn aber auch ein Bestätigungsschreiben, das euch verifiziert?", fragte er den Drow.
"Selbstverständlich, die Herren, hier ist er. Ich freue mich übrigens über eure Einsicht", sagte Azular grinsend und überreichte eine zusammengerollte Schriftrolle, die mit einem rotglitzernden Siegel verschlossen war. "Mh, ja, wie ihr meint", murmelte einer und sie öffneten das Schreiben sorgfältig.
"Gut, das sieht alles in Ordnung aus, eine Frage habe ich aber noch...", hielt er den schon zum Eintritt ansetzenden Drow auf, der ruckartig stehen blieb und sich fragte, ob etwas schiefgelaufen war.
"Ja?", fragte er immer noch unbekümmert wirkend.
"Wie kommt es, dass ein Architekt wie ihr solch eine schwere Rüstung trägt?"
"Nun, zum Ersten ist sie nicht schwer und zum Anderen sind die Straßen und Umgebungen heutzutage wirklich unsicher geworden, Räuber und Monster überall. Wisst ihr, ich hatte eigentlich eine zehnköpfige Leibgarde bei mir, die wurden bei einem Überfall allerdings grausam ermordet! Ich war froh, da heil rausgekommen zu sein", meinte Azular.
"Oh, da habt ihr aber Glück gehabt! Tja, eigentlich wollte ich ja mit ein paar Männern mal ausziehen, um da draußen mal für Ruhe zu sorgen, aber man verbietet es uns dummerweise! Und dann wundern sich die Deppen, wenn niemand mehr zu uns kommt!"
"Jaah, es ist wahrlich eine Schande!", erwiderte der Magier euphorisch. "Wer weiß, vielleicht kann ich ja ein gutes Wort für euer Vorhaben einlegen!", schlug er vor.
"Das wäre genial, vielen Dank! Nun gut, ihr dürft jetzt eintreten, viel Vergnügen in Secomber!"
Als sie die Mauern passiert hatten und Azular sich unters Volk mischte, murrte Serivan in seinem Geist: "Zwei Trottel stehen Wache, na herrlich. Es hätte ihnen auffallen müssen, dass euer Schreiben eine wertlose Fälschung und die Information an die Wachen, die angeblich von "ganz oben kam" auch eine Falschaussage war....es kommt mir wie ein Deja-vu vor."
"Ihr meint im Bezug auf Trottel die beiden Türsteher unseres Hauses? Da habt ihr recht...und im Übrigen wirkten die Papiere sehr glaubhaft, genauso wie die Informanten."
"Faszinierend", grübelte Wulcor.
"Was ist?"
"Es überrascht mich, wie ein Mann eures Schlages, der normalerweise die rechtschaffen gute Ansicht vertritt, lügen kann, ohne auch nur den geringsten Zweifel aufkommen zu lassen."
"Wulcor, eines habe ich in meiner Laufbahn als Jurist gelernt: willst du, dass man dir glaubt, musst du es glaubhaft rüberbringen, dann kann man noch so einen Stuss erzählen und die Leute würden es immer noch glauben. Und wenn ich dafür lügen muss, dass sich die Balken biegen, so bringe ich das auf...", erzählte Azular und lief zielstrebig in der Stadt umher. Nach einigen Abbiegungen schleßlich stand er in einer Sackgasse und sah sich um. "Getarnt", murmelte er und dachte darüber nach, wie er am besten in das Haus kam, das vor ihm stand und, wie es den Anschein hatte, unbewohnt war. Er versuchte sich daran zu erinnern, was man ihm in der Nacht mit dem Kampf gegen die Orks geschrieben hatte. "Ach ja", flüsterte er und sprach in einem grummelnden Ton: "Tod den Hexen". Zunächst geschah nichts, aber dann flimmerte rechts von ihm etwas...eine Tür manifestierte sich und ein großer Tigerkopf prangerte daran. Dieser schien die Mundwinkel zu bewegen und eine echotische Stimme hallte in sein Ohr. "Nennet mir einen Namen eines Drachens, der der Eitelkeit verfallen ist!"
"Ich hasse Rätsel...", brummte Serivan.
"Akulatraxas, die grüne Drachendame", antwortete Azular sofort und die Tür öffnete sich.
"Woher wusstet ihr das?", fragte Wulcor.
"Ich hatte schon einmal das Vergnügen mit ihr...", erwiderte Azular trocken.
"Auf gehts", sagte Azular und trat ein...

Horfith
29.02.2008, 00:37
Horfith atmete tief durch.
„Ich weiß ja nicht wie es euch jetzt geht, aber ich könnte jetzt was zu trinken vertragen.
Die Halbdrow wartetet die Antwort der Mondelfe erst gar nicht ab sondern zog sie in Richtung der nächsten Taverne. Über dem Eingang prangte er Name „Dreigestirn“
Horfith stieß die Türe auf und angenehmes Halbdunkel umfing sie. Sie holte tief Luft und nahm die Gerüche in sich auf, die man überall auf dem Kontinent finden konnte. Es war das Aroma aus billigem Wein, Tabak und anregenden Kräutern.
Morgana zuckte einen Augenblick zurück, doch die Halbdrow packte sie entschlossen am Arm.
„Seid versichert, solange ich bei euch bin passiert euch nichts.“
Zielsicher bahnte sich die Frau einen Weg durch die Menge um schließlich an der Theke anzukommen. Dort war nicht mehr Platz für zwei und ohne lange zu zögern zog sie einen der dort sitzenden, der bereits mit dem Kopf auf dem Tresen ruhte von seinem Platz.
Der Mensch leistete keinen Widerstand und selbst als er von dem Hocker auf dem er gesessen hatte, hart auf den Boden aufschlug zeigte er keine Reaktion.
Horfith fasste Morgana an der Hüfte, setze sie auf den freigewordenen Platz und stellte sich rechts neben sie.
„Wirt, zwei Blutwein.“
Sie setzte ihre Bardenstimme ein und schnell stand das gewünschte vor ihr. Der Wirt nahm ihr Gold entgegen und lächelte. Horfith wusste, dass sie den Rest des Abends anschreiben lassen konnte, bis sie einen Narren gefunden hatte, der die Zeche bezahlen würde. Schon jetzt spürte sie die Blicke der Männer auf sich und Morgana ruhen.
Sie prostete der Mondelfe zu.
„Auf den weiteren guten Verlauf unserer Reise.“
Morgana stieß mit der Halbdrow an. Auch wenn sie es in Tiefwasser noch nicht vermutet hatte. Die Halbdrow war wirklich eine Bereicherung ihrer Reise gewesen. Alleine dadurch, dass sie dem ganzen eine gewisse Schwermut genommen hatte.
Die Mondelfe schüttelte sich nachdem sie den ersten Schluck genommen hatte. Dieser Wein war stärker als alles was sie bisher gewohnt war.
Verblüfft schaute sie auf die Halbdrow , die ihren Kelch in einem Zug geleert hatte.
Neben Horfith ertönte ein Lachen.. Morgana blickte an der Halbdrow vorbei und sah links neben ihr einen Tiefling.
„Oh ein kleines Mädchen trinkt Wasser.“
Horfith Kopf flog herum und Morgana ahnte nichts gutes.
„Ach ja, und was trinkt ihr, Weichei?“
Der Tiefling erstarrte, doch dann grinste er.
„War das eine Herausforderung, Mensch?“
Morgana wartetet auf Horfith obligatorischen Satz, doch der blieb aus. Stattdessen zeigte sich ein heimtückisches Grinsen auf ihrem Gesicht.
„Nehmt es wie ihr wollt, ihr wisst doch.. Verlierer zahlt...“

Strelok
29.02.2008, 00:50
Khamûl liess sich die Gelegenheit nicht entgehen, die Drow-Bastardin zu beschämen und gab dem Wirt ein Zeichen, dass er zu ihm kommen solle.
„Sie wünschen, werter Herr?“ fragte der Wirt scheu, als ob er sich vor dem Hexer fürchtete. „Bringt mir das Stärskte aus Eurem Hause. Der Dame könnt Ihr das selbe geben, aber bitte nur eine Elfen-Portion.“ Lautete die gehässige Antwort des Tieflings.
Khamûl drehte sich zu der Halb-Drow um und reichte ihr einen Krug „Stollengrollen“, ein hiesiger Schnapps, der laut Gerüchten selbst einen Balor aus den Socken hauen konnte. „Auf mein Wohl.“ Sprach Khamûl und setzte den Krug an, die kecke Halb-Drow wollte sich nicht von einem Tiefling verhöhnen lassen und tat es ihm gleich, ihre elfische Begleiterin zog eine Miene, die sowohl Besorgnis als auch Mürrigkeit ausstrahlte.
Nachdem die beiden Kontrahenten sich im Laufe der nächsten Stunde an vier Krügen vergriffen hatten schien die Halb-Drow ihre Hände nicht mehr ganz unter Kontrolle zu haben und ihr sonst schon untypisch heller Teint schien in den letzten Minuten etwas bleicher geworden zu sein. Natürlich bemerkte Khamûl dies und liess sogleich einen seiner bissigen Kommentare nach dem anderen fallen.
„Es scheint, als habet Ihr Euch etwas zu viel vorgenommen. Vielleicht solltet Ihr Eurer Gesundheit zu liebe aufgeben und wie eine Dame in die nächste Ecke eilen um sich in aller Ruhe zu übergeben ohne, dass das ganze Dorf davon erfährt. Khamûl nahm einen betont genüsslichen Schluck aus seinem mittlerweile fünften Krug und blickte wieder auf die Halb-Drow. Nun musste sie sich entweder geschlagen geben oder sich vor ihm blamieren, der Tiefling konnte sich nicht entscheiden, was ihm mehr Freude bereiten würde.
Während des ganzen Geschehens verschwendete der Hexer keinen Blick an die Begleiterin seiner Kontrahentin.

Morgana
29.02.2008, 02:59
Morgana sah dem Trinkgelage von Horfith und diesem seltsamen Tiefling, von dem sie nicht einmal den Namen wussten, mit wachsendem Unbehagen zu. So sehr sie Horfith manchmal für ihre Schlagfertigkeit und Unbekümmertheit bewunderte, so sehr konnte sie sie mit ihren spontanen Aktionen manchmal zur Verzweiflung treiben. Grübelnd nippte sie an ihrem noch immer ersten Krug Blutwein, den sie mittlerweile vom Wirt zur Hälfte hatte mit Wasser verdünnen lassen.
Horfith wurde so langsam grün im Gesicht, was den Tiefling noch zu ermutigen schien. Doch dann summte die Halbdrow plötzlich leise ein Liedchen vor sich hin und Morgana musste grinsen, ja es hatte zu keiner Zeit geheißen, dass der Einsatz von ein wenig Magie verboten war. Leise murmelte nun auch die Hexenmeisterin einen kurzen Zauberspruch um die Konstitution der Bardin ein wenig zu erhöhen. Und während nun der Fremde langsam an seine Grenzen zu stoßen schien, wurde die Halbdrow zunehmend wieder fitter.
So ging das noch 2 Krüge lang weiter, bis plötzlich
„Los diesen Rest in einem Schluck!“ Schlug Horfith ihrem nun auch schon leicht schwankenden Kontrahenten vor, der eine Absage natürlich nicht mit seinem Stolz vereinbaren konnte. So setzten beide den nun 7. Krug an, leerten ihn bis zum Grund, stellten ihn schwungvoll auf die Theke, grinsten sich siegessicher an …. und kippten beide synchron vom Hocker.

„Na toll!“ Morgana beugte sich zu der Bardin hinunter und schüttelte sie leicht, jedoch ohne irgendeine Reaktion zu erzielen. Die Hexenmeisterin verdrehte die Augen. Was sollte sie mit einer ohnmächtigen Halbdrow anfangen, die fast einen Kopf größer war als sie selber und einem zunehmend nervöser werdenden Wirt, der um seine Zeche bangte?

In diesem Moment jedoch nahte Rettung in Form von Elvanshalee und Izayoui, die offensichtlich ebenfalls nach der Suche auf Vorräten in der Stadt waren und den Staub mit einem Krug was-auch-immer hinunter spülen wollen.
„Elva! Dich schickt der Himmel!“
„Was ist denn hier passiert?“ Die Drow kam auf Morgana zu und besah sich die beiden regungslos am Boden liegenden Gestalten.
„Ist sie …?“
„Nein, kein Kampf und niemand ist tot – nur bis zur Bewusstlosigkeit betrunken. Beide.“
Elvanshalee grinste
„Das sieht ihr ähnlich. Aber Alkohol ist im Grunde nichts anderes als ein Gift, ich kann sie also Entgiften, dann sollte sie wieder zu sich kommen. Allerdings solltest Du sie dann möglichst schnell ins Lager zurück bringen, denn der Zauber wirkt nur auf den Alkohol, der schon in ihrem Blut ist – der der sich noch in ihrem Magen befindet, wird sie nach einer Weile vielleicht noch einmal ins Reich der Träume schicken.“
„Und was ist mit ihm?“ Morgana deutete auf den fremden Tiefling.
„Was soll mit ihm sein?“ Die Klerikerin wechselte einen kurzen Blick mit Izayoui. „Er ist betrunken, der wird auch ohne mich wieder. Ich kann mich doch nicht um jeden x-beliebigen Säufer kümmern. Außerdem sieht er nicht gerade vertrauenserweckend aus.“
Morgana runzelte die Stirn. Aber vermutlich hatte ihre Freundin recht, der Fremde ging sie nichts an und würde auch ohne magische Hilfe wieder nüchtern werden. Sie nickte der jungen Drow zu, die sich daraufhin zu Horftih hinunter beugte und einen Zauber murmelte. Der Alkohol im Körper der Bardin verlangte jedoch nach drei Zaubereinheiten, bis sie endlich die Augen auf schlug.

„Was ist … habe ich gewonnen?“ Horfith hatte ihr Grinsen innerhalb von Sekunden zurück als sie den Tiefling neben sich am Boden liegen sah.
„Ja nachdem wie man die Regeln auslegt, sieht es ganz so aus. Aber wir sollten vielleicht hier verschwunden sein, bevor er wieder aufwacht und erst mal ins Lager der Karawane zurückgehen.“
„Hört sich nach einem Plan an.“ Horfith gab dem Wirt noch ein entsprechendes Zeichen sich mit der Rechnung an den „Verlierer“ zu wenden und die Beiden machten sich auf den Rückweg.

Izayoui und Elvanshalee aber bestellten sich jeder ein Getränk und verzogen sich an einen Tisch von dem aus sie den Tiefling beobachten konnten. Dessen Erwachen konnte ja vielleicht noch ganz unterhaltsam werden.

Horfith
29.02.2008, 03:28
Morgana hakte sich bei Horfith unter und zog die Halbdrow aus der Taverne.
An der frischen Luft angekommen atmete Horfith tief ein und versuchte wieder einigermaßen klar im Kopf zu werden. Der Tiefling hatte ganz schön was vertragen.
Morgana zog Horfith in Richtung Stadttor und damit zurück zum Lager. Die Halbdrow hatte nichts dagegen und hakte sich bei Morgana noch fester unter um den Weg nicht zu verlieren. Sie konnte sich nicht daran erinnern wann sie das letzte Mal so betrunken gewesen war.
Kurz nachdem sie das Stadttor passiert hatten blieb Horfith wie angewurzelt stehen. Morgana wurde in ihrem Schwung förmlich ausgebremst und sah die Halbdrow verstört an.
Horfith machte eine entschuldigende Geste, löste sich vom Arm der Mondelfe und verschwand in der Dunkelheit. Wenige Augenblicke hörte Morgana Geräusche, auf die sie in ihrer Fantasie nicht näher eingehen wollte,vor allem als diese sich nach wenigen Augenglicken wiederholten.
Kurz drauf tauchte Horfith wieder auf. Ihr Gang war leicht schwankend. Sofort hakte sie sich wieder bei der Mondelfe unter.
"Ich glaube, es ist besser wenn ihr mich schnurstracks ins nächste Bett bringt."
Ihre Stimme hatte einen leicht lallenden Unterton.
Morgana konnte sich nur mit Mühe ein Grinsen verkneifen und führte die Halbdrow zum Lager zurück.
Kurz vor ihrem Wagen trafen sie auf Mugetsu. Dieser sah die Halbdrow durchdringend an.
Doch die schüttelte nur mit dem Kopf.
"Vergesst es, es sei denn euch möchte ebenso kotzübel werden wie mir."
Der Vampir zuckte zurück als er den Alkohlgeruch an der Halbdrow wahrnahm und gab sofort den Weg frei.
Morgana dachte gar nicht weiter darüber nach, was Horfith mit ihrer Bemerkung gemeint haben könnte und bugsierte die Frau irgendwie in den Wagen vor ihr.

Serpico
29.02.2008, 04:53
Die Nacht hatte begonnen. Mugetsu stand noch immer draußen vor den Wagen, als die Halbdrow und ihre Freundin in jenen verschwunden waren, und wusste auch nichts über den Verbleib der anderen. Er lehnte an einem der Räder und blickte verträumt hinauf zu den Sternen. Als Kind hatte man ihm eine Geschichte erzählt, er konnte sich nur nicht mehr daran erinnern.
Nicht genau...
"Die Sterne...", sagte eine leise Stimme, und Mugetsu blickte zur Seite, wo ein etwas kleinerer Dunkelelf in weit geschnittener Kleidung auf ihn zukam. Er hatte gehört, wie die anderen den Drow Ad'non nannten.
"...sind schon etwas seltsames", fuhr Ad'non fort, gesellte sich zu dem Vampir und blickte ebenfalls hinauf. Er sprach seltsam entspannt... irgendwie fast schon freundlich, nur auf eine seltsame Art. Mugetsu erkannte, dass Ad'non vielmehr zu sich selbst sprach, als ob er etwas mit sich zu bereinigen hätte. Der Vampir schätzte, es habe mit der ungewohnten Umgebung zu tun. Er fragte sich, wie lang der Drow bereits an der Oberfläche wandelte.
"Ich habe immer das Gefühl, die Decke über meinem Kopf sei von einer Macht weggerissen worden und habe mich mitsamt dem Rest der Welt entblößt", erklärte Ad'non, ohne Mugetsu anzusehen. "Ich fühle mich an der Oberfläche... nackt und geschändet... vergessen. Wie ein Fremdkörper, und dies in jeder Beziehung..." Als er eher zufällig einen Blick in das ausdruckslose junge Gesicht des wohlmöglich steinalten Vampirs warf, verstummte der Drow. Er hatte nur wenig Bedenken, seine Gedanken diesem schweigsamen Geschöpf preiszugeben, doch es war ihm dennoch unbehaglich, so viel von seinem Innern hinauszukehren, zu... teilen.
Ad'non lächelte, als der Vampir ihn wie erwartet nur stillschweigend ansah. Irgendwie tat es auf fremdartige Weise gut, sich jemandem zu öffnen, und in diesem Fall konnte er beinahe davon absehen eventuelle Konsequenzen zu fürchten.
"Ungewohnt...", flüsterte er und wandte sich ab. Er drehte sich noch einmal halb um, als wolle er etwas hinzufügen, marschierte dann jedoch endgültig von dannen und verschwand in einem der Wagen - demjenigen, der leer war und den er für sich allein hatte.
Mugetsu machte sich weiterhin seine Gedanken. Dennoch... die Halbdrow hatte seinen Hunger nicht gestillt, er musste sich diese Nacht selbst helfen, längst war wieder Blut fällig. Ausdruckslos blickte er der Stadt entgegen. Die Nachtwache schien ihn zu beobachten, beide Männer blickten in seine Richtung. Die scharfen Sinne ließen den Vampir jedoch einen kurzen Zeitpunkt abpassen, in dem die Wachen gleichzeitig in jeweils andere Richtungen sahen, und schon war er in der Dunkelheit verschwunden. Während die Wachen sich noch wunderten, wo die Person bei den Wagen geblieben war, sah man (hätte denn nur jemand hingesehen) einen dunklen Schatten gelenk über die Mauern der Stadt klettern.
Wer diese Nacht jedoch sterben würde, stand bisweilen... in den Sternen.

Strelok
29.02.2008, 09:53
Khamûl richtete sich langsam auf. Der Tiefling wusste nicht, wie lange er auf dem Boden diese Spelunke gelegen hatte und wie er überhaupt umgefallen war. Doch er war sich sicher, dass er sich vor diesen Elfen blamiert hatte. Ohne sich etwas anmerken zu lassen stand er auf und hielt sich seinen Kopf, diese Aktion würde ihm spätestens am nächsten Morgen Leid tun.
Etwas verwirrt sah er sich in der Taverne um und erblickte zwei neue Gäste, eine Drow und einen Menschen. "Vielleicht die Eltern der kleinen Schlampe" murmelte der Hexer in Abyssisch vor sich hin, glücklicherweise schienen die beiden ihn nicht verstanden zu haben. Für einen Kampf war Khamûl momentan alles andere als bereit und er wollte nicht noch mehr Aufmerksamkeit erregen.

Als sich der Tiefling wieder an die Theke gesetzt hatte wollte er ein Glas Wasser bestellen, doch der Wirt schien nicht in guter Stimmung zu sein. "Ihr Schuldet mir noch die Zeche für das kleine Gelage mit Eurer Freundin." gab der Wirt entwas gereizt zu verstehen. Kahmûl grinste, er hatte weder genug Geld noch die Lust hier für einen Bastard zu bezahlen. "Guter Mann, ih denke, wir können uns einigen." sprach er, immer noch mit einem edrohlichen Grinsen auf den Lippen. Khamûl zog einen Dolch und hielt ihn dem Wirt an den Hals, die Gäste schienen sich daran nicht zu stören, beobachteten aber den Tiefling.
"Ihr solltet diese Sache einfach vergessen, es gibt so vieles, was einem wehrlosen Mann wie Euch in einem Ort wie diesem passeren kann. Ausserdem wollt ihr doch nicht den sauberen Boden beschmutzen."
Khamûl stand auf und liess den Wirt in seiner angespannten Haltung zurück, er hatte heute wirklich keine Lust, ein grosses Blutbad anzurichten. Die Drohung alleine hatte den Besitzer dieses Schuppens genug verängstigt, dass der Hexer unbehelligt aus der Taverne marschieren konnte. Den beiden Gästen schenkte er, wie immer, keine Beachtung.

Als Khamûl ins Freie trat spürte er, dass der Alkohol sich in absehbarer Zeit aus dem Körper bewegen wollte. Glücklicherweise war er nicht unbegabt in der Alchemie und hatte auch immer eine Reihe von Entgiftungstränken dabei. Schon kurz nach der Einnahme besserte sich seine Lage und so beschloss er, die Halb-Drow zu suchen, die ihm buchstäblich Kopfschmerzen bereitet hatte. Die elende Hure sollte dafür zahlen, dass sie ihm die ganze Rechnung anlasten wollte, obwohl sie offensichtlich bereits kurz vor dem Koma war, als er selbst noch bei Bewusstsein war.

Als Khamûl aus der Stadttor kam, die Wachen erkannten bereits bei seiner Anreise, dass sie ihn besser nicht verärgern sollten, sah er eine Art Lager aus Zelten und Wagen. Hier würde er sicher fündig werden...

Viridian
29.02.2008, 18:16
Azular musste seine Dunkelsicht wieder einsetzen, da der Eingang von Dunkelheit nur so geflutet war. Schnurstracks lief er einen langen Gang entlang, bis er schließlich vor einer in einer magenta getauchten Farbe Tür stehen blieb. Sie war der einzige Ausgangspunkt, an dem der Flur endete und mehr schien sich auch nicht im Haus zu befinden. Er musterte die Tür genau, vielleicht steckte noch ein Sicherheitsmechanismus dahinter. Und tatsächlich, als er nah an die Holztür heranging, erfasste ihn plötzlich ein Blitzstrahl. Azular wurde getroffen, verspürte aber nicht mehr als einen Stoß, als er nach hinten klappte. Er lag auf dem Boden und fragte sich zuerst, was ihn da gerade umgerissen hatte. Langsam tastete er sich ab, keine Verletzungen. "Ach, ich hasse diese Abwehrmechanismen", fluchte er leise, rappelte sich auf und wirkte einen "Magie bannen" Zauber, sodass sich der Schild, der auf der Tür lag, auflöste. Dann öffnete er langsam die Tür, er war sich sicher, dass er gleich mit Zaubern, Wurfäxten, Beilen und einigem mehr zu rechnen hätte. Seine Befürchtung hatte sich teilweise bewahrheitet, da über zehn bis fünfzehn Köpfe nur auf ihn fixiert waren und ihre Waffen bereit hielten. Als sie ihn schließlich aber doch erkannten, senkten einige ihre Wurfwaffen und Zauber wurden entschärft. "Ihr seid es Azular!", grunzte der Halb-Ork Pruushk laut und steckte seine Zweihändige Axt wieder zurück. "Ihr müsst einen aber auch erschrecken. Schließt bitte wieder die Tür, damit sich der Schutzmechanismus wieder aktivieren kann."
"Tja, so bin ich nunmal", sagte Azular leicht grinsend und warf eine allgemeine Begrüßung in den Raum, die jeder freundlich erwiderte.
"Aber diese lausige Abwehr dort ist ja nicht wirklich wirksam, jeder anständige Magiewirker käme hier herein", sagte er.
"Das mag sein, allerdings bleiben die Tölpel von Wachen draußen und scheren sich lieber fort, anstatt sich unnötige Blessuren zu holen. Und bis die Magier hinzugezogen haben, sind wir schon längst ausgeflogen", antwortete eine weibliche Stimme und eine in rot gekleidete Frau trat aus den Schatten. Azular lächelte.
"Srijava, schön euch zu sehen. Wie geht es euch?", fragte er und verbeugte sich leicht.
"Den Umständen entsprechend", erwiderte die Magierin aus Tay kurz. Sie wirkte ernst. "Im Übrigen...wenn jemand durch die Tür käme, hätte er es mit uns zu tun...und man sollte eine Rote Magierin nicht reizen", meinte sie mit einem plötzlichen Grinsen im Gesicht.
Azular wollte schon zu einer Antwort ansetzen, wurde allerdings vom stämmigen Halb-Ork unterbrochen, der sich grollend zu ihnen gesellte. "Pruushk, schön, euch zu sehen! Ihr wart ja schon seit Ewigkeiten nicht mehr Teilnehmer an einer Sitzung."
"Wie wahr", sprach Pruushk und ignorierte Srijavas aufwogende Empörtheit. Ihr schien sein Hereinplatzen nicht zu gefallen. "In meiner Zeit im Exil habe ich viel gelernt, ich spreche und gebare nun viel gesitteter."
"Und ob, wenn ich das mal so sagen darf, ihr habt damals so...ähm...gesprochen wie ein Oger, dem die letzten Gehirnzellen weggeschmolzen wurden", stichelte der Drow und der Halb-Ork lachte laut und ergiebig, wobei eine kleine Flut von Speichel über sie niederging. "Der war gut, Azular, wirklich!", lachte er. Mit einem Schütteln wandte er sich dann ab und unterhielt sich mit einigen anderen Organisationsmitgliedern.
"Ich muss schon sagen, dafür, dass er angeblich so viel gelernt hat, sabbert er noch wie ein besoffener Hund mit Speichelfluss!", fluchte Srijava und wischte sich den Speichel von dem Kopf und der Robe.
"Was soll das, war das eine Anspielung auf mich, dreckige Ausgeburt eines räudigen Flittchens?", rief Serivan laut.
"Ah, ist das Serivan, von dem ihr in euren Briefen immer sprecht? Tragt ihr diese lästige Flohschleuder immer noch mit euch herum?", fragte sie, während sie Azular zur Hand ging und seine Rüstung vom verbliebenen Sabber des Kämpfers mit einem süffisanten Grinsen reinigte. Dies war dem Magier etwas unbehaglich, aber er ließ sie gewähren.
"Flohschleuder?! Warum komme ich nicht heraus und ihr sagt mir das nochmal ins Gesicht!", kreischte der Wolf in Hysterie verfallend.
"Oh, man kann mit diesem...Ding...also reden? Interessant...ich versuche es mal. Hallo, ihr alternder Umstandskrämer eines pingelig kastrierten Ziegenbocks!", begrüßte sie ihn gehässig.
"Bitte was? Argh, ich sollte euch..."
"Ihr sollt gar nichts, Serivan! Man schlägt eine Dame nicht!", warf Azular scharf ein.
"Uh, wie zuvorkommend...danke, aber ich brauche euren Beistand nicht, mit diesem kleinen Hundchen werde ich fertig", meinte sie.
"Jetzt habe ich ein Deja-vu", murmelte Azu leise. Im nächsten Augenblick aber wurden sie aber schon von Dronak unterbrochen, der in den Raum trat...

Morgana
29.02.2008, 22:52
Elvanshalee und Izayoui grinsten sich an. Da schien ja jemand mächtig schlechte Laune zu haben. Sie legten dem Wirt eine Münze auf den Tisch und folgten dem Tiefling in einigem Abstand nach draußen. Es war ziemlich wahrscheinlich dass er versuchen würde Horfith und Morgana zu finden und Horftih hatte nicht besonders wehrhaft ausgesehen als sie zusammen mit der Mondelfe das Lokal verlassen hatte. Als die Beiden auf die Straße traten sahen sie gerade noch wie der Fremde das Stadttor passierte.
„Ziemlich zielstrebig der Kerl.“
Izayoui nickte. „Dann lass uns doch mal sehen was er von unseren Mädels will. Die letzten Tage waren sowieso viel zu langweilig. So ein wenig Tiefling zum Abendessen wäre eine willkommene Abwechslung.“ In Iza’s Augen blitzte es kurz auf und Elvanshalee wusste, dass seine Worte vermutlich ernster gemeint waren, als es den Anschein hatte.
Ohne besondere Eile machten sie sich auf in Richtung des Karawanenlagers. Als die Wagen in ihr Blickfeld kamen, nachdem sie das Stadttor hinter sich gebracht hatten, schien dort allerdings alles ruhig zu sein. Im Lager konnten sie nur Morgana und Thorondor sehen, sowie Surinyo, Meynolts und Derion, die an einem der Wagen lehnten uns sich unterhielten schienen. Alle anderen Gefährten und die Händler waren wohl entweder in den Wagen oder in der Stadt unterwegs. Zu ihrer Überraschung aber stand der Tiefling ein wenig Abseits des Lagers und schien dieses zu beobachten. Was er wohl vor hatte?
Elvanshalee spürte wie dass die dunkle Aura des Finsteren Streiters langsam stärker wurde, wiederstand aber dem Drang, sich ein paar Schritte von ihm zu entfernen. Irgendwann musste sie ja lernen damit zurecht zu kommen.

Strelok
29.02.2008, 23:40
Khamûl stand beim Lager und beobachtete das dortige Geschehen, als er sich plötzlich umdrehte. „Diese Energie, diese… Macht… schwach, aber spürbar“ murmelte der Tiefling erneut in Abyssisch vor sich hin und erspähte einen Menschen und eine Drow, die beiden Gäste aus der Taverne, die seine Überredungskünste mit verfolgt hatten. Warum waren sie hier? Der Mensch war immerhin ein Diener des Meisters und war sicher nicht daran interessiert, einen Hexer wegen einer kleinen Drohung zur Rechenschaft zu ziehen. Andererseits bereitete ihm die Begleitung des Streiters Sorgen, eine Drow ohne grimmigen Gesichtsausdruck sah man nicht oft in dieser Gegend.
Doch der Hexer verwarf seine Gedanken, er war nicht zum Kämpfen hier… noch nicht. Diese beiden waren wohl ebenfalls Begleiter der Halbelfen-Schlampe aus der Taverne, vielleicht konnten sie noch nützlich sein. Jetzt galt es, so viele Informationen aus ihnen herauszulocken, ohne dass die restlichen Bewohner gewarnt werden würden.

„Kann ich Euch helfen?“ fragte Khamûl die beiden Abenteurer. „Ich frage mich, was Ihr in der Nähe unseres Lagers zu finden gedenkt.“ Gab die Drow zurück. So ein Pech, ausgerechnet die Elfenfrau musste das Wort ergreifen. Dabei hätte der Tiefling liebend gern einige Details aus dem, momentan noch schweigsamen, Menschen herausgepresst. „Verzeiht mir, ich war mir nicht darüber im Klaren dass es verboten ist, sich auf freiem Felde umzusehen.“ lautete die sarkastische Antwort des Hexers, ein bisschen Provokation musste schon sein. „Ihr solltet lieber auf Eure Zunge achten“ schoss der Mensch dazwischen, der scheinbar gereizt auf Angriffe auf seine Begleiterin reagierte.
Khamûl grinste kurz, er konnte es sich einfach nicht verkneifen. Diese beiden waren perfekt, ein Paar wie geschaffen für einige Studien. Doch noch war die Zeit der roten Dolche nicht gekommen und so musste sich der Hexer noch ein wenig gedulden. Und diese Schlampe von Halbelfin finden.
„Verzeiht, ich war nicht ganz ehrlich. Ich bin in der Tat auf der Suche nach jemand bestimmten, einer Halbelfin, genauer gesagt eine Halb-Drow. Ihr wisst nicht zufällig, wo ich sie finden ka…“ bevor Kahmûl den Satz beenden konnte schnitt ihm der Streiter erneut das Wort ab. „Ich denke nicht, dass Ihr nach Eurer Aktion in der Taverne mit unserer Freundin sprechen solltet.“ Die Drow packte die Hand des Menschen und schien ihn zu sich zu ziehen, offenbar besass sogar eine Elfe mehr Vernunft als der Menschenwicht. „Wir sollten nicht…“ diesmal war es der Hexer, der der Dunkelelfin ins Wort fiel. „Ich denke, wir sollten die Sache vergessen und Ihr solltet einfach zur Seite treten.“
Bevor die beiden etwas sagen konnten hob Khamûl seine Hand und eine Art schwarzer, staubiger Nebel umgab die beiden Abenteurer. Die beiden gaben einen erschrockenen Schrei vor sich und bedeckten ihre Augen, doch es war zu spät, für eine kurze Zeit würden sie erblindet sein. Khamûl war diesmal sogar so nett und verpasste den beiden nur eine kleine Dosis, er wollte den Menschen ja nicht für Tage nutzlos machen, vielleicht würde er ihn noch brauchen. Kommentarlos schritt der Tiefling ins Lager hinein, die beiden Tölpel würden ihm momentan nicht in die Quere kommen. Und sollten sie es doch versuchen, hätte er wenigstens neue Studienobjekte für seine Experimente.

Serpico
01.03.2008, 06:23
Der Abend brachte außer Dunkelheit und Ruhe mit der Zeit auch einen leichten Regenfall, der den Schmutz des Tages aus der Luft und von den Straßen wischte und ihn in die Kanalisation sickern ließ. Die Stadt erschien dem Mann am Taverneneingang in einem einheitlichen Grau, und die Häuser machten einen einsamen, verlassenen Eindruck, kaum ein Fenster ließ Anzeichen von Innenleben erkennen. Umso mehr wunderte es den Mann, als eine schlanke Gestalt sich in kurzer Entfernung durch die Dunkelheit bewegte.
-Es ist ungewöhnlich spät-, überlegte Rhadomaer, -für eine hübsche junge Frau, um einen Spaziergang zu unternehmen-. Er kannte das Gesicht der Dame mit den rotblonden Locken natürlich, da dieser eher kleine rustikale Ort kaum eine große Auswahl an derart anmutigen Geschöpfen bot. Es handelte sich um die älteste Tochter des Bäckers Gothomus, der im Gegenzug zu seiner Frau und den drei Mädchen geradezu grottenhässlich war. Rhadomaer hatte ihn immer ein wenig um diesen "Fang" beneidet, doch der Schmied und ehemalige Abenteurer gönnte dem Mann das Glück, welches er für sich selbst nie erhofft hatte. Zumindest hatte er niemals vorgehabt, sesshaft zu werden, zu heiraten, Kinder in die Welt zu setzen...
Rhadomaer kniff neugierig die Augen zusammen (er war schon Ende 40 und sein Augenlicht war nicht mehr das eines Jünglings) und beobachtete vom Eingang der Kneipe aus, wo er eigentlich nur hatte Luft schnappen und seine Pfeife rauchen wollen, wie das junge Fräulein eilig die Straße entlanglief. Sie schien sich in der Dunkelheit allein nicht wohl zu fühlen, was ihr nicht zu verdenken war, und außerdem, so glaubte der Mann, würde sie für die Verspätung zuhause mächtig Ärger bekommen.
"Kann ich helfen?", fragte er, und als sie stehen blieb und sich zu ihm umdrehte, setzte er sein charismatisches Lächeln auf. Sein Gesicht war wettergegerbt und einige Falten hatte die Zeit ihm beschert, doch Rhadomaer sah alles andere als klapprig aus. Sein fest zurückgebundenes grauschwarzes Haar war noch immer voll, und der Bart in seinem markanten Gesicht fein gestutzt.
"Onkel Rhado", gab Enisiella mit offensichtlicher Erleichterung zurück - dass sie ihn Onkel nannte, war nicht ungewöhnlich, kannte sie ihn doch schon eine halbe Ewigkeit. Sie lächelte halb, doch man konnte ihrem hübschen Gesicht noch immer deutlich die Nervosität ansehen. "Ich habe keine Zeit zum plaudern"
"Ich sehe es", unterbrach Rhadomaer lachend. "Dein Vater wird sich bereits Sorgen machen, und das zu Recht. Vielleicht sollte ich dich den Rest des Weges lieber begleiten?"
"Ich bin erwachsen", gab das Mädchen beinahe beleidigt zurück, und tatsächlich galt sie mit ihren 17 Jahren bereits als erwachsene Frau in dieser Gegend. Da sie jedoch eine wohlbehütete Kindheit hatte, strahlte sie dies nicht aus, eher wirkte sie zerbrechlich und weltfremd. "Außerdem ist es nicht mehr weit bis zuhause, ich werde mich schon nicht verlaufen."
Rhadomaer knurrte in seinen Bart hinein. Er wusste, dass er gegen die Sturheit Enisiellas nicht ankommen würde, also ließ er es gut sein. "Grüß deinen Vater von mir", rief er ihr nach, als sie weiterlief.
Rhadomaer sah das Mädchen gerade in die nächste Seitenstraße abbiegen, als er sich schon wieder Sorgen um sie machte. Er beschloss, ihr trotzdem zu folgen, ob es ihr gefiel oder nicht, und sie im Auge zu behalten. Seltsamerweise hatte er ein äußerst schlechtes Gefühl dabei, sie um diese Zeit hier zu sehen, vielleicht die Intuition des Waldläufers, den er einst dargestellt hatte. Vielleicht eine Verbundenheit dem Mädchen gegenüber, das er so lang schon kannte und auch früher schon bei jedem Aufenthalt in der Stadt besucht hatte.

Enisiella beschleunigte ihre Schrittgeschwindigkeit und zog den grauen Stoffmantel dichter um die Schultern, als sie in die Gasse eingebogen war, die eine angenehme Abkürzung für sie bedeuten sollte. Hier war es noch um einiges dunkler als auf der Straße, da es hier keine Laternen gab, doch ihr Amulett spendete dem Mädchen zumindest ein wenig magisches Licht, welches sie wie ein Schutzkreis umgab. Die niedrigen Häuser standen hier sehr eng aneinander, doch der stärker werdende Regen fiel beinahe senkrecht vom Himmel, so dass er sie dennoch traf wie eine kalte Dusche, und sie sich gezwungen fühlte, die Kapuze überzuziehen. Leise summte sie ein altes Bardenlied, um sich von der unheimlichen Umgebung und Einsamkeit abzulenken. Das Mädchen konnte am Ende der Gasse, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, bereits ihr Zuhause sehen, was sie zu einem Lächeln veranlasste - wenn sie auch gleich daran dachte, dass selbiges nur bis bestenfalls hinter die Eingangstür anhalten würde, wo ihr Vater bereits wartete. Mit jedem Schritt schien die Umgebung sich ein wenig aufzuhellen. Selbst der Geruch der Gasse schien zu verfliegen, als...
Enisiella war beinahe an der Straße angelangt, als etwas nur wenige Meter voraus lautlos auf dem Boden landete, den Aufprall mit der Grazie einer Katze abfederte und in gebeugter Haltung vor ihr verharrte. Das Mädchen schrie kurz auf und wich zurück. Sofort erkannte sie, dass es sich um eine menschliche, vielleicht auch elfische Gestalt handelte, die nun leicht den Kopf hob und sie unter der Vermumung, die einen Teil des Gesichts und die Stirn verdeckte, anblickte. Das schwarze nasse Haar des Fremden klebte in seinem Gesicht und auf der dunklen Kleidung.
Langsam, aber auf eine seltsame Weise elegant, erhob sich die Person. Von ihren Augen ging eine verheißungsvolle Kälte aus.
"Kann...", begann Enisiella, schluckte aber ersteinmal ihre Angst herunter, während sie sich möglichst unauffällig rückwärst bewegte. "Kann ich euch irgendwie helfen?"
Der Fremde nickte langsam und ausdruckslos, während er ihrem Rückwärtsgang mit zunehmender Geschwindigkeit entgegensetzte. Während des Laufens zog er die Vermumung so weit runter, dass auch der untere Teil seines Gesichtes erkennbar wurde. Hell, exotisch, eigentlich nicht einmal unattraktiv, doch von einer unheimlichen Ausstrahlung.
Als Enisiela erkannte, dass er sie gleich erreichen würde, machte sie kehrt, und beschleunigte ihren Lauf sofort mit aller Anstrengung. Sie rannte los, so schnell es ihr in dem unpraktischen Kleid möglich war, doch schon nach den ersten Schritten packte eine kräftige Hand ihren Arm, wirbelte sie herum, so dass sie nicht mehr mitbekam, wie ihr geschah, zog sie ruckartig in irgendeine Richtung davon und presste sie mit dem Rücken gegen eine Wand.
Das alles dauerte einen Lidschlag, doch als die Bewegung endete, blickte sie dem seltsamen Fremden in die gelblich schimmernden schmalen Augen. Nichts außer dem Regen, der auf die beiden hinabplätscherte, zeugte noch von Bewegung. Unfähig sich zu regen, da sein Griff scheinbar eingeübt und nahezu perfekt abgestimmt war, sah sie ihn an und suchte verzweifelt nach einem Anzeichen von Güte, von Zurückhaltung, Mitleid...
Sie wollte schreien, doch sie konnte nicht. Sie war wie gebannt, mit Leib und Seele an diesem Ort gefesselt. Ihre Hände umfassten seine Arme, die Finger krallten sich wie Klauen hinein, ohne dass es ihn störte.
Das Gesicht des Vampirs kam näher, und sie spürte seine kalten feuchten Lippen auf ihrer Stirn, als er sie küsste. Es war eine seltsame Art von Kuss, keine liebevolle, zärtliche Variante, sondern vielmehr... sie wusste es nicht und würde es nie erfahren, doch es war eine Geste des Abschieds in eine Existenz, die der Vollstrecker selbst nicht kannte. Außerdem war es ein Zeichen von Wertschätzung, eine stumme Bitte um Vergebung und sogar eine Spur von Neid.
Sie spürte seinen kalten Atem, als das Gesicht des Vampirs sich an ihrer Wange entlang abwärts bewegte, in Richtung ihres freiliegenden Halses. Wieder spürte sie diese weichen Lippen auf ihrer Haut, doch diesmal, spürte sie noch etwas anderes, spitzes, das gewaltlos in ihr Fleisch eindrang, präzise an der Halsschlagader. Nicht mehr als ein leises Piepsen entwich ihr, und sie verzog das Gesicht, selbst wenn der Schmerz gering war. Anschließend spürte sie nur noch, wie die Kraft aus ihrem Körper wich, wie etwas an ihr zerrte und saugte, nicht nur physisch sondern auch mental. Es dauerte nicht lange, da schlossen sich ihre Augen und sie verabschiedete sich auf eine andere Bewusstseinsebene.

Mugetsu hielt den schlaffen Körper der jungen Frau im Arm und trank weiterhin von ihrem Blut, nachdem sie in Ohnmacht gefallen und auf dem besten Weg zu sterben war. Der Griff der zarten Hände ließ nach, ihre Arme sackten schlaff herab. Es erleichterte ihn jedes Mal, wenn er den Punkt erreichte, da der Blutverlust zu groß war und sein Opfer keine Möglichkeit mehr hatte, weiterzuleben, selbst wenn er von ihm abließ. Er spürte dies, ohne es erklären zu können, und es bedeutete, dass die Entscheidung der Tod des armen Wesens unumgänglich und ein Fortgang seiner Handlung nicht mehr anzuzweifeln war.

"Sofort loslassen!", rief ihm eine tiefe Stimme entgegen, doch Mugetsu fühlte sich durch den Ruf nur in dem Glauben bestätigt, dass die Person noch einige Meter entfernt war. Er hörte die hastigen Schritte, hatte sie von Anfang an gehört, und wusste auch um die Klinge am Gürtel des Mannes, um seine ungefährte Größe und Statur. Er musste nicht hinsehen, er schöpfte die lebensspendende Quelle aus, allein aus Respekt vor dem Opfer, das sie für ihn gelassen hatte, ihrem Leben.
"Lass sie los!", rief der Heraneilende erneut, und diesmal lag deutlich mehr Verzweiflung in seiner Stimme. Scheinbar hatte er erkannt, worum es sich bei Mugetsu handelte. Ja... so verhielten sie sich immer, wenn sie es merkten. Der Vampir erkannte sofort, als die Zeit gekommen war zu reagieren, und duckte sich nach unten weg, sobald er das Schwert durch die Luft schwingen hörte. Die kurze Klinge sauste über ihn hinweg und zeichnete eine rote Linie quer über den toten Körper Enisielas, die nun, da der Mörder von ihr abgelassen hatte, in sich zusammenfiel wie ein nasser Lappen.
Mugetsu sprang wieder auf, noch bevor der Fremdling seine Bewegung beendet hatte, wirbelte herum und packte die Person mit erschreckend festem Griff an der Kehle. Selbst wenn der Winkel nun äußerst schlecht war, zögerte Rhadomaer keinen Moment, das Schwert erneut einzusetzen. Der Vampir jedoch hob die andere Hand, ohne auch nur hinzusehen, und bekam den Arm des Mannes noch in der Bewegung zu packen. Weder dies noch die Gegenwehr Rhadomaers hielten ihn davon ab, diesen zum Rückwärtsgang zu zwingen und schließlich gegen die gegenüberliegende Wand zu drücken.
Der Waldläufer jedoch war nicht dumm, denn bevor dies geschah, ließ er sich zurückfallen und zuckte mit dem Kopf nach vorne, so dass seine Stirn die Nase des Vampirs wie ein Hammerschlag traf. Bevor Mugetsu reagieren konnte, hatte der Mensch seinen Stiefel gegen die Brust des Kensai gestemmt und nutzte alle Kraft, um ihn mit einem kräftigen Ruck von sich wegzudrücken. Mugetsu konnte seinen Griff nicht aufrecht erhalten, wurde vom Tritt des Mannes zurückgeschleudert, was diesem jedoch ebenfalls wiederfuhr, und somit wurden beide Kämpfer rücklings zu Boden geschmissen. Das Schwert wurde seitlich davongeschleudert und schlitterte über den gepflasterten Boden bis zur Wand, wo es in einer Fütze liegen blieb.
Der Mensch zappelte beinahe, so aufgeregt kam er wieder auf die Beine, sich gleichzeitig vom Feind entferndend. Mugetsu jedoch verzichtete auf unnötige Eile und erhob sich nur langsam, ganz so als habe er nichts weiter zu befürchten, ob dies nun stimmte oder nicht.
"Was hast du getan, Scheusal?", klagte Rhadomaer voller Hass und mit Tränen aus Trauer und Wut in den Augen. Er wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht, um die Tränen zu vertreiben, verwischte sie jedoch nur mit dem Regenwasser, das noch immer stetig hinabschoss.
Der Vampir reagierte nicht mit Worten, nichteinmal mit den Augen, da sein Blick zu Boden gerichtet und sein Gesicht wieder unter der Vermumung verborgen war. Er ließ ein Stilett aus seinem linken Ärmel hervorschnellen, das irgendwie mit seiner Armschiene verbunden schien. Als er die Faust ballte, lugte die Klinge einige Zentimeter darüber hinaus, und Rhadomaer konnte sich vorstellen, wie leicht das schlanke Ding sich in sein Herz bohren würde. Er warf einen hilflosen Blick in Richtung des Schwertes, doch es war ersichtlich, dass der Vampir jeden Schritt in diese Richtung für einen Angriff nutzen würde, dem er nicht entgehen konnte.
Mugetsu wartete einen Augenblick, um sich zu vergewissern, ob der Mensch auch tatsächlich nichts mehr tun würde, und schüttelte wie zur Warnung langsam den Kopf. Mit einem Nicken deutete er in Richtung der Straße und des Endes der Gasse, und Rhadomaer verstand die Geste. Der Mann warf noch einen letzten Blick auf sein Kurzschwert, biss dann jedoch die Zähne zusammen und ging in die andere Richtung davon. Er sah noch aus dem Augenwinkel, dass der Vampir ihn nicht einmal direkt beachtete, als sei er ein Parasit und nicht weiter wichtig. Statt dessen griff Mugetsu in eine Grüteltasche, brauchte irgend etwas hervor und beugte sich dann zu Enisielas Leiche nieder. Der Schmied wollte gar nicht wissen, was das widerliche Geschöpf nun noch dem Mädchen vorhatte.
Nach einigen Schritten wagte es Rhadomaer, stehen zu bleiben und einen Blick zurück zu werfen.
Der Vampir war verschwunden.

Serpico
01.03.2008, 06:25
Valas Andori stach zu, wirbelte herum, ließ einen Hieb einer Parade folgen, duckte sich, rollte sich weg, sprang wieder auf und griff erneut an. Er konnte sich kräftemäßig nicht mit seinen Gegnern messen, doch durch Geschwindigkeit glich er dies leicht wieder aus. Der Kampf gegen die beiden Diener war ein interessantes Schauspiel, wie Yasraena zugeben musste, Valas hatte viel dazugelernt.
Sie achtete darauf, dass er das Gelernte umsetzte und beide Klingen bis zur Vollendung unabhängig voneinander führte.
„Gefällt Euch euer ‚Werk‘?“, fragte Viconia gehässig in der Sprache der Drow, die sie trotz vieler Jahre an der Oberfläche noch immer am besten beherrschte.
„Mein was?“, kicherte die jüngere Dunkelelfe, und drehte sich zu der neben ihr stehenden Klerikerin um. Yasraena war auffällig eleganter gekleidet und man sah ihr an, dass sie in ihrem Leben niemals einen Kampf von Angesicht zu Angesicht geführt hatte, so wie etwa Viconia unzählige Male. Ihr überlegener Blick verriet dennoch, dass sie sich niemandem unterlegen fühlen musste.
„Valas ist aus einem bestimmten Grund hier“, schloss Viconia, die keine falsche Heiterkeit zeigte. „Und ich nehme an, Ihr kennt diesen Grund.“
Die Frauen sahen nun einander an und die klirrenden Klingen hinter ihnen wurden mitsamt der Kämpfenden ignoriert aufgrund der todverheißenden Blicke, die sie sich gönnten. Beide waren sich ziemlich sicher, dass nur eine von ihnen lebendig aus dieser Sache hervorgehen würde. Um welche „Sache“ es sich jedoch handelte, wusste nur eine von ihnen. Würde das den entscheidenden Vorteil bringen?

Thorondor
01.03.2008, 20:45
Thorondor hielt sich wie so oft in den letzten Tagen von eigentlich jedem Wesen fern, welches nicht nach Sonnenelf aussah. Einzig und allein jenen gegenüber, in deren Adern zumindest etwas elfisches Blut floss, hielt er sich nicht ganz so sehr zurück, auch wenn er selbst da darauf bedacht war, stets eine gewisse Distanz zu wahren. Mit einer gewissen, inneren Freude beobachtete er, dass einige Mitglieder der Karawane die Stadt aufsuchten. So war er sicher, dass diese ihn nicht großartig stören konnten, wenn er schweigend seinen Gedanken nachhing. Insgeheim hoffte er ja, als er Izayoui und die Drowklerikerin die Karawane verlassen sah, dass diese wenigstens so lange in der Stadt bleiben würden, bis die Karawane weiterzog und dann in der Stadt versauern würden. Allerdings wurde diese leise Hoffnung nicht erfüllt, beide kamen eben wieder aus den Toren der Stadt gelaufen.
"Na großartig," murmelte der Magier leise vor sich hin, während sein Blick auf den beiden ruhte. Leicht verwundert hob er eine Braue als ein weiterer N'Tel'Quess, ein Tiefling, auf die beiden zukam. Ein leiser Seufzer kam über seine Lippen, doch zunächst beobachtete er die drei Personen nur aus der Ferne. Zwar hatte er bisher nie einen Tiefling getroffen -und in einem kurzen, stillen Gebet dankte er Corellon dafür- jedoch wusste er, dass Angehörige dieses Volk den Ärger anzogen wie das Licht die Motten.
Als hätte der Tiefling seine Gedanken gehört, lieferte er auch gleich eine Bestätigung dafür, indem er Elvanshalee und Izayoui in einen dunklen, nebelartigen Schleier einhüllte. Thorondor war im ersten Moment sprachlos und auch Morgana schien zunächst nicht wenig erstaunt, doch schnell hatte sich der Goldelf wieder gefasst. Dieses niedere Wesen kam auf das Lager zu und der Magier wäre wohl einer der letzten gewesen, der dies begrüßt hätte. Rasch begann er, präzise arkane Gestiken zu vollführen und einen Zauber zu weben, doch im gleichen Moment spürte er auch, wie Morgana neben ihm einen Zauber wirkte und sich plötzlich eine schützende Aura um beide legte. Hätte er raten müssen, so hätte der Magier anhand der Aura des Zaubers auf "Schutz vor Zaubern" getippt, doch seine Konzentration galt dem Weben des Bannes.
"Tessa ro!" waren die abschließenden Worte der arkanen Formel, welche über die Lippen des Magiers kamen. Darauf ging ein kleines Quantum gebündelter, magischer Energie von seinen Händen auf den Tiefling über und jener erstarrte plötzlich in seiner Bewegung, unfähig, sich irgendwie zu bewegen. Ein wenig erleichtert über den gelungenen Zauber atmete der Magier auf. Für die nächste Zeit würde der Tiefling erst einmal unfähig sein, sich zu wehren. Zumindest sollte dies reichen, den anderen genug Zeit zu geben, um sich auf weitere Angriffe, welche von dem Tiefling ausgehen könnten, vorzubereiten. Die kurze Verschnaufpause, welche er so für geschaffen hatte, nutze er für ein leises Gebet.
"Diolalle, atar en'tel'quessir."

Morgana
01.03.2008, 20:50
Elvanshalee brauchte nur einige Augenblicke um den Schreck über den Angriff des Hexers zu überwinden. Seine Schritte entfernten sich, also bestand offensichtlich keine unmittelbare Gefahr. Zwei schnelle Zauber der Klerikerin ließen zuerst ihre eigene und dann Izayouis magisch verursachte Blindheit wieder verschwinden.

Trotzdem waren Thorondor und Morgana schneller gewesen und der Tiefling stand bewegungslos einige Schritte vom Zentrum des Lagers entfernt. Die Drow widerstand der Versuchung dem Hexer einige weit weniger nette Zauber als einen Bindezauber hinterher zu schleudern … wenn auch nur knapp. Stattdessen kramte sie in einem ihrer magischen Beutel und förderte ein respektables Seil zu Tage, das sie dem überraschten Izayoui, der gerade im Begriff war seine Waffe zu ziehen in die Hand drückte.

Dieser warf ihr daraufhin einen finsteren Blick zu. Wollte sich die kleine Elfe etwa schon wieder in seine Handlungen einmischen? Doch Elva zuckte nur mit den Schultern und zwinkerte dem Menschen zu.
„Ich stelle es mir ganz interessant vor herauszubekommen, was diese kleine Missgeburt wirklich von uns will – die Methode überlasse ich gerne Dir.“ Oder Ad’non fügte sie in Gedanken hinzu. „Aber mit gefesselten Händen kann er für den Moment zumindest nicht mehr viel ausrichten. Ich glaube kaum, dass er gestenlos zaubern kann. Was Du danach mit ihm machst ist mir ziemlich egal.“

Der finstere Streiter nickte. Nur seine dunkle Aura zeugte von dem Zorn, der aufgrund des Angriffs des Hexers in ihm war … und die Tatsache, dass er den Tiefling beim Anlegen der Fesseln um einiges härter anpackte, als unbedingt nötig gewesen wäre. Was ihm eine gerunzelte Stirn von Morgana und ein Grinsen von Elvanshalee einbrachte, die die ordentlich ins Fleisch schneidende Schnur vorerst durchaus als gerechte Strafe für den Überraschungsangriff ansah.

Nachdem Thorondors Bindezauber geendet hatte bugsierten die Beiden den Hexer, der bislang ausser tödlichen Blicken noch keinen Ton von sich gegeben hatte, ins Zentrum des Lagers. Izayoui stand mit gezogener Waffe hinter dem Tiefling ... nur zur Sicherheit.

Horfith
01.03.2008, 21:10
Horfith erwachte von dem Lärm der draußen herrschte, obwohl sie einige Augenblicke benötigte um ganz zu sich zukommen. Ihrem Kopf ging es soweit ganz gut und ihr Magen hatte sich auch wieder beruhigt.
Sie sah, dass sie alleine im Wagen war. Offensichtlich war Mugetsu noch nicht von seinem Ausflug zurückgekehrt.
Vorsichtig schlug die Frau die Plane des Wagens ein Stück zur Seite und spähte hinaus. Sie verspürte nicht die geringste Lust mitten in einen Kampf hinein zu stolpern. Doch ihre Sorge war unbegründet. Die anderen hatten die Lage ganz offensichtlich im Griff. Zu ihrer Überraschung sah sie den Tiefling aus der Taverne gefesselt am Lagerfeuer sitzen und er sah nicht gerade sehr glücklich aus. Was sie nachvollziehen konnte, denn auch sie hätte ungern einen offensichtlich stinksaueren Izayoui hinter sich stehen gehabt.
Horfith verließ den Wagen.
„Hab ich was entscheidendes verpasst?“
Betont lässig schlenderte sie auf den Tiefling zu.
Elva lächelte.
„Offensichtlich hab ihr euch einen neuen Verehrer an Land gezogen. Er hatte ganz gezielt nach euch gefragt.“
„Oh, wirklich? Na dass nenn ich doch mal einen schlechten Verlierer.“
Horfith grinste breit.
Dieses Mal ließ sich sogar Thorondor dazu herab ein paar Worte fallen zu lassen.
„Es hätte mir klar sein müssen, dass Ihr mal wieder das ganze angezettelt habt.“
Die Halbdrow lachte.
„Er hat ein Wetttrinken verloren, das ist alles, dass er so anhänglich ist, damit hätte ich nicht gerechnet.“
Dieses Mal war es an Elva zu grinsen.
„Dabei hat er bei dem Wirt noch nicht mal die Zeche bezahlt.“
Horfith schüttelte leicht vorwurfsvoll den Kopf.
„Böses kleines Teufelchen.“
Khamûl wollte zu einer Erwiderung ansetzen doch er spürte Izayouis Katana in seinem Rücken.
Morgana unterbrach das Geplänkel.
„Da die Begleitumstände jetzt offenbar alle erörtert sind, bleibt nur noch die Frage was er hier will?“
Der Tiefling verschloss hartnäckig die Lippen, doch dann spürte er abermals die Spitze des Katanas in seinem Rücken, welche ihn dieses Mal eindeutig zum Reden aufforderte.

Serpico
01.03.2008, 22:16
"Ist doch klar, was er hier will", mischte sich eine weitere, herablassende Stimme in den Tumult. Natürlich durfte auch der mürrische Dunkelelf nicht fehlen, soeben von seiner Andacht erwacht und äußerst schlecht gelaunt. Was fiel diesen Missgeburten eigentlich ein, so einen Lärm zu veranstalten, hatte das pubertierende Gesindel es denn noch immer nicht geschafft, sich zumindest ein wenig Rückgrat anzueignen?
Ad'non verdrehte die Augen, dann sprang er genervt vom Wagen und ging auf die versammelte Truppe und den Tiefling zu, wobei er mit dem Dolch in seiner Hand spielte. Als hätten sie sich längst gegen ihn verschworen, funkelten ihn die restlichen Gefährten an. Er spürte ihre Abneigung mittlerweile fast physisch, was ihn auf absurde Weise erheiterte.
"Wollt Ihr uns dann nicht aufklären?", gab Elvanshalee seufzend zurück.
"Ah... die Ungeduld eines Kindes!" Ad'non warf ihr einen überlegenen Blick zu. Er sah sich unter den anderen um, und als er erkannte, dass der Tiefling mit einem gewöhnlichen Strick gefesselt war und von diesem Menschen mit dem unaussprechlichen Namen mit einem überdimensionierten Messer 'bedroht' wurde, hätte er beinahe laut aufgelacht, wäre es nicht völlig unangemessen gewesen.
Ad'non seufzte gekünstelt. "Falls ihr es ihm gemütlich machen wollt, so gebt ihm doch noch ein oder zwei Kissen und eventuell eine Plüschdecke. Ich für meinen Teil hätte Folter bevorzugt."
"Tja, Pech für Euch", murmelte Morgana. "Wolltet Ihr uns nicht verraten, was Ihr angeblich 'wisst'?"
Der Drow ging näher an den Tiefling heran, und erst jetzt erkannte er überhaupt, dass es sich um einen solchen handelte. "Interessant, eine Missgeburt", flüsterte er. "Das ändert die Lage jedoch nicht, es bestätigt meinen Verdacht vielmehr. Wie ihr unschwer erkennen könnt, handelt es sich bei diesem Geschöpf nämlich um einen von der Sorte, die schwarze Magie praktizieren. Ich schätze, er hat sich aus Studienzwecken für einen unserer ungewöhnlichen Mitreisenden interessiert, vielleicht für den Vampir oder unsere halbwertige Ilythiiri-Rivvil-Mischung. Hm... vielleicht zieht ihn auch die dunkle Aura des Finsteren Streithahns an?"
Er blickte sich um und sah jeden eindringlich an. "Oder ist es vielleicht etwas... persönliches?"
Als niemand antwortete, widmete er sich wieder dem Tiefling und fuhr fort: "Nun wie gesagt, jedenfalls sind seine Pläne ganz offensichtlich eigennützig und ich schlage die übliche Folter vor, eine halbe Stunde sollte ausreichen und er ist entweder tot oder hat gesprochen. Hat jemand zufällig eine Nadel und einen Säure- oder Feuerzauber parat?"

Thorondor
01.03.2008, 23:10
Horfith zog die Augenbrauen hoch und wandte sich an Morgana.
"Hat Mamas kleiner Sonnenschein mich gerade beleidigt?"
Die Mondelfe räusperte sich.
"Ähm, ja hat er."
Horfith grinste.
"Dann ist es ja gut, mein Ego hätte es nicht verkraftet, wenn er etwas nettes zu mir gesagt hätte."
Sie wandte sich an Ad'non.
"Wisst Ihr, wenn ihr mich nett gefragt hättet, hätte ich euch gerne einen meiner Feuer- oder Säurepfeile zur Verfügung gestellt, aber so. Macht euch gefälligst selbst die Hände schmutzig."

Der Goldelf beobachtete das Geschehen aus einiger Entfernung. Auch wenn dieser Tiefling ihm alles andere als erwünscht war, so würde er mit seinem Zaubern doch niemals einem der Illythiiri behilflich sein wollen, schon gar nicht bei einer Folterung. So wandte er sich an die Halbdrow.
"Da Ihr der Grund seid, welcher uns diesen äußerst... 'erfreulichen' Besuch beschert hat, wäre es nur ein Zeichen des Anstandes, wenn Ihr auch dafür Sorge tragen würdet, dass dieser Gast uns nun auch wieder rasch verlässt," sprach er. "Sollte ich nämlich in die Verlegenheit kommen, einen meiner Elementarbanne wirken zu müssen, kann ich nicht garantieren, dass dabei nicht auch noch ein Drow in Mitleidenschaft gezogen wird."
Ein kurzes Schmunzeln ging über seine Lippen. Einen Drow, zumal einen solchen wie Ad'non, unschädlich zu machen, wäre den Seldarin vermutlich wohlgefällig gewesen.

Morgana
01.03.2008, 23:56
„Wenn ich wegen Euch irgend wann einmal Magie anwenden sollte, dann wohl eher nicht um Euch damit bei irgend etwas zu helfen.“ Morgana funkelte den Drow an. Sie konnte ja einiges an Verständnis für die Ilythiiri und ihre Schwierigkeiten an der Oberfläche aufbringen – insbesondere nach dem sie Underdark kennen gelernt hatte, aber dieses ewig schlecht gelaunte und nörgelnde Anhängsel erinnerte sie zunehmend an eine verkohlte, bösartige Ausgabe ihrer ehemaligen Lehrmeisterin in der Akademie in Evereska. Und das war nicht gut.

Elvanshalee hingegen überlegte kurz ernsthaft dem Drow die erforderlichen Zauber zur Verfügung zu stellen. Sie konnte sich nicht helfen, aber irgendwie hätte sie zum einen dem Tiefling eine kleine Lehrstunde in drowscher Foltertechnik gegönnt und es selber auch gerne einmal beobachtet. Wäre es nur nicht ausgerechnet Ad’non gewesen. Andererseits reichte ein Blick in Morganas Augen um dieses Ansinnen ziemlich schnell wieder fallen zu lassen. Offensichtlich ließ sie sich zunehmend von der Sichtweise Izayouis beeinflussen.
Dieser hingegen zeigte keinerlei Reaktion auf das was um ihn herum gesprochen wurde, sondern fixierte den Hexer weiterhin mit finsterem Blick. Elva konnte nur ahnen wie viel Überwindung es ihn kostete seine Klinge nicht ein wenig weiter in den Rücken des Tieflings zu bohren.

Andererseits war sie langsam wirklich neugierig darauf, was der Typ ihnen erzählen würde um aus dieser Situation heraus zu kommen – denn das Ad’nons Einschätzung im Großen und Ganzen richtig war wusste sie längst.

Strelok
02.03.2008, 04:32
Der ernste Gesichtsausdruck verschwand aus Kahmûls Gesicht und wurde durch ein hämisches Grinsen ersetzt. Diese Truppe war trotz des hohen Anteils an Elfen doch recht unterhaltsam. Wahrscheinlich hätten sie sich innerhalb der nächsten Stunde gegenseitig abgestochen, doch er wollte sein Material nicht gefährden und beschloss daher, Kooperation vorzutäuschen.
„Ich bin mit der Absicht hierher gekommen, mich bei der Halb-Drow für ihren Betrug und die Peinlichkeiten zu bedanken. Ich muss zugeben, dass ein schmerzvoller Abgang ihrerseits mir Freude bereitet hätte, doch wollte ich dies nicht bewusst herbeiführen.“ begann der Hexer sich zu erklären, wie üblich aber sollte er nur die halbe Wahrheit preisgeben. In dieser Technik verstand er sich sehr gut, immerhin wusste ja auch niemand, welchen Gott er wirklich anebtete.
„Nebenbei gesagt habe ich den hässlichen Menschen und die Elfe mit der ungesunden Gesichtsfarbe nicht aus Bösartigkeit sondern aus Notwehr für kurze Zeit erblinden lassen, immerhin scheinen die beiden Drohungen als eine Art der höflichen Umgangsform zu betrachten. Doch es gibt noch anderes, was mich interessiert ausser der Halb-Drow. Einerseits ist der Hunde… Menschensohn ein sehr interessantes Geschöpf, wenn man seinen Meister kennt und sieht, wie sehr er sich doch von ihm zu lösen versucht. Als Tempus-Anhänger hege ich daher gewisse Vorbehalte gegen den dunkel gekleideten Messerschärfer mit der Intelligenz eines Stahlklumpens.“
Khamûl zerrte ein bisschen an den Fesseln, doch der Mensch schien wenigstens Knoten machen zu können, scheinbar hatte selbst die niedrigste Lebensform doch noch ein Talent von den Göttern erhalten. „Aber ich finde es durchaus amüsant, wie Ihr Euch einbildet, Folter würde mich in irgendeiner Weise beeindrucken. Obwohl ich wirklich selten einen so hässlichen menschen gesehen habe wie den Panzerträger hinter mir, entlockt nicht mal diese Tatsache mir eine Art der Anerkennung.“

((wer jetzt noch rummotzt darf mir das gerne per PN mitteilen und dann meine Ignorier-Liste kompletieren. :o))

Serpico
02.03.2008, 06:13
Schon als der Hexer Izayoui das erste Mal erwähnte, sah man deutlich die Anspannung in dessen Augen, und Khamûl schien seines Lebens überdrüssig, da er sich in seiner Lage noch erdreistete, den Finsteren Streiter, dessen rasiermesserscharfe Katanaklinge kurz davor war, durch seinen Torso zu schießen, zu reizen. Ad'non kannte den Menschen nun immerhin gut genug um zu wissen, wie impulsiv dieser war und dass er sich solche Worte nicht gefallen lassen würde.
Während der Tiefling weiterredete, bewegte Ad'non sich unauffällig näher an Izayoui heran, ohne irgendwie bedrohlich zu wirken - der Streiter war ohnehin abgelenkt, da nach dem ersten an ihn gerichteten Wort bereits lediglich der mahnende Blick Elvanshalees ihn von einem sinnlosen Mord hatte zurückhalten können. Die finstere Aura wurde stärker um ihn, der Drow spürte sie (auf ihn wirkte sie beinahe befriedigend, doch er musste gegen sein eigentliches Wesen handeln, um das sichere Blutbad zu vermeiden - denn wozu töten, wenn man vielleicht noch etwas erfahren konnte?!).
Ad'non beobachtete Izayoui und hielt sich bereit, während er eher nebensächlich den Worten des Hexers lauschte.
"...Obwohl ich wirklich selten einen so hässlichen menschen gesehen habe wie den Panzerträger hinter mir, entlockt...“
"Mieser..." Izayoui machte eine ruckartige Armbewegung und rammte seine Klinge in den Rücken des gefesselten Tieflings...
... Zumindest wollte er dies, doch ein Kurzschwert prallte auf seine Klinge und änderte deren Laufbahn, womit auch der Mann selbst aus dem Gleichgewicht geriet. Ad'non zog sein Schwert sofort zurück und ließ die andere Hand mit dem Dolch nach vorne schnellen, um die kleinere Klinge an Izayouis Kehle zu setzen. Dieser fing sich jedoch überraschend schnell wieder, und wich dem scheinbaren Angriff aus, während er sich drehte und in der Bewegung sein Schwert kreisen ließ. Ad'non konnte gerade noch rechtzeitig das Kurzschwert erheben, um den Angriff zu parieren und nicht geköpft zu werden.
Beide Kämpfer hörten erst jetzt die Zwischenrufe Derions, außerdem erkannten sie, dass der Goldelfenmagier einen Zauber anstimmte - wem auch immer dieser gelten möge.
"Beruhige dich!", zischte Ad'non, doch der Mensch hieb noch ein weiteres Mal auf ihn ein. Der Drow wich behände aus und wiederholte sich lauter: "Reg dich ab, Kreatur!"
Izayoui wollte sich gerade umdrehen und ein weiteres Mal angreifen, da entdeckte er Elvanshalee, die zwar nicht in den Kampf eingriff, aber voller Sorge abseits des Geschehens stand. Er hielt in der Bewegung inne und kam langsam wieder zu sich.
"Habt ihr den Verstand verloren?", ging Derion dazwischen.
Niemand antwortete ihm.
"Ich würde wirklich gerne mal wissen...", fuhr Derion fort, wurde aber unterbrochen.
"Ruhig!"
Er wandte sich in Richtung des goldelfischen Magiers, eine Hand erhoben hatte und angestrengt lauschte. "Eure menschlichen Sinne mögen es nicht wahrnehmen, doch mein feines Gehör berichtet mir von einer Art seltsamen... Getrommel." Er blickte in Richtung Morgana und fügte an: "Irgendwo in der Ferne, hört ihr es denn nicht, Elfe?"
"Kriegstrommeln", bestätigte die Mondelfe, die nun ebenfalls aufmerksam wurde. "Ich kenne dieses Geräusch nur zu gut, das müssen Orks sein, vielleicht auch Goblins."
"Und? Und?", attackierte Ad'non die beiden. "Raus mit der Sprache! Ich höre es auch, aber was hat es zu bedeuten?"
"Was haben Kriegstommeln denn wohl zu bedeuten?", erwiderte Derion beinahe genervt.
Ad'non beachtete ihn kaum. "Kommen sie näher, entfernen sie sich? Müssen wir mit einem Angriff rechnen? Falls ja, sollten wir..." Er verschluckte den Rest des Satzes, als er auf den weiter entfernten Hügeln die schwach erkennbaren Wärmemuster mehrerer Kreaturen erkannte, die eindeutig in ihre Richtung durch die Dunkelheit eilten. Die Wesen hatten jedoch keinesfalls Ähnlichkeit mit Orks oder Goblins, vielmehr schien es sich um größere und kleinere Trolle zu halten, Kreaturen aus den Moorlandschaften weiter nördlich.
"Bei Lolth", keuchte der Drow. Die anderen waren scheinbar sprachlos.
Einen Moment später rief Derion: "Wir müssen die Wagen in die Stadt schaffen, worauf wartet ihr? Es findet ein Angriff auf Secomber statt!"
Beinahe in demselben Moment ertönte ein Horn von einem der Wachtürme hinter ihnen. Dann ein weiteres...
Als hätte der Aufruf sie wachgerüttelt, setzen sich die Gefährten wie ein Mann in Bewegung, löschten das Lagerfeuer und verfrachteten alles in die Wagen, was nicht bereits drin war, während Derion vorauslief, um die Wachen um Einlass zu bitten. Ob er Erfolg haben würde, war unklar, denn ein paar Männer machten sich bereits daran, die Vorbereitungen zu treffen, um das Tor zu schließen und die Mauern abzusichern.
Der Hexer wirkte nach wie vor völlig unbeeindruckt. Er saß gefesselt an seinem Platz und ließ geschehen, was nun einmal geschah - entweder vertraute er auf seinen Gott oder war stolzer als man es von jedem noch so ruhmreichen Held erwartet hätte.
"Ihr müsst nicht darum bitten", sagte Horfith, die einzige die in diesem Moment noch von Khamûl Notiz genommen hatte und bei ihm geblieben war, grinsend.
Der Tiefling zuckte die Achseln und schüttelte verständnislos den Kopf, dann blickte er abschätzig zu ihr auf. "Um was denn bitten, wenn ich fragen darf?"
Die Halbdrow zückte in einer fließenden Bewegung ein Messer und hielt es dem Gefesselten vor die Nase. "Darum, dass ich das hier benutze, um euch von der Gefangenschaft zu befreien, bevor die Trolle eintreffen?"
Der Hexer blickte sie nur kaltschnäuzig an.
"Ich könnte es mir nicht verzeihen, das Leben eines auf so entzückende Weise missratenen Geschöpfes wie Euch verschwendet zu sehen, außerdem werden wir wohl jeden Kämpfer brauchen." Sie setzte mit dem Messer am Strick an, wurde aber durch den Ruf einer ihr nur allzu bekannten Stimme aufgehalten.
"Was tut Ihr denn da?", meckerte Ad'non, der gerade auf einen der Wagen sprang. "Lasst den Bastard hier und kommt, die werden das Tor wegen uns nicht ewig offen lassen!"
Horfith ließ sich nur kurz ablenken. Sie hatte das Gefühl, dass der Hexer eventuell ein sehr wertvoller Verbündeter sein konnte (oder ein sehr tödlicher Gegner... doch vorerst bezweifelte sie, dass auch nur irgendjemand sich auf die Seite der Trolle stellen würde). Sie setzte noch einmal mit dem Messer an und säbelte den Strick mit zwei Zügen durch.

Viridian
02.03.2008, 10:42
Rasch wurde es still, als sich Dronak zum großen, rechteckförmigen Tisch begab, der von einem roten Tuch verdeckt war, auf welchem wiederum ein goldenes Kreuz thronte. Mittlerweile hatten sich alle Anwesenden, darunter Azular, zum Tisch bewegt. "Seid gegrüßt, wehrte Mitstreiter und Mitstreiterinnen", begann Dronak. "Ihr könnt euch setzen." So platzierten sich alle. Schon beim Setzen bemerkte Azular den schlacksigen Sonnenelf, der schon bei der letzten Sitzung dabei war. Er schien sehr nervös und zittrig zu sein, irgendetwas schien ihm Angst und Nervosität einzubringen, oder es war seine natürliche Art.
"Bevor wir beginnen, möchte ich zunächst einen lang weggebliebenen Kameraden willkommen heißen. Herzlich willkommen zurück, Pruushk! Wie ich sehe, habt ihr viele Erfahrungen gesammelt?"
"So ist es, Dronak", antwortete der Halb-Ork grinsend.
"Das freut mich. Nun, ich möchte es kurz machen, uns bleibt nicht viel Zeit. Normalerweise hätte ich die nächste Sitzung nicht hier einberufen, sondern erst in Llorkh, Lautwasser oder Städte im Süden, allerdings handelt es sich um einen Notfall, über den mich Srijava informiert hat und wegen dem ich euch vor einer Woche rufen ließ. Srijava, würdet ihr bitte dieses Problem erläutern?"
Daraufhin setzte sich der Vorsitzende und die Rote Magierin erhob sich. "Wie die meisten hier wissen, wurde ich bei der letzten Sitzung Allayn zugeteilt, dem Halb-Elf, der die Mission in Luskan hatte. In Luskan gab es selbst für mich Schwierigkeiten und so gelang es mir nicht, erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen. So machten wir uns auf die Rückreise nach Niewinter, um in das Hauptquartier zu reisen und weitere Aufgaben von Dronak zu erhalten, sowie einige Probleme dort aus der Welt zu schaffen. Auf der Reise jedoch wies uns Dronak an, nach Llorkh zu reiten, da dort voraussichtlich unsere nächste Sitzung stattfinden würde. Kurz nach Tiefwasser bemerkten wir allerdings merkwürdige Geräusche und Allayns elfische Neugier hatte ihn gepackt. So zog er mich durch einen Wald und wir entdeckten ein riesiges Volk von Dunkelelfen. Ich vermute, Azular, dass es eure Verwandten, Freunde und Mitbürger waren. Sie schienen in Richtung Secomber unterwegs zu sein", sprach sie an den Drow gewandt.
Er schluckte hart. Jetzt waren sie also an der Oberfläche. Zwar freute es ihn, dass Skar doch noch zur Flucht überreden konnte, allerdings wäre es an der Oberfläche genauso katastrophal wie im Unterreich. Srijava fuhrt fort: "Tja, durch seine elfische Neugier und menschliche Unvorsichtigkeit wurde Allayn dann von einigen drowischen Kundschaftern getötet." Entsetztes Geflüster huschte durch die Anwesenden. "Glücklicherweise konnte ich entkommen, dabei wurden allerdings mein und sein Pferd umgebracht. Mir blieb dadurch nicht anderes als der Marsch zu Fuß übrig und so floh ich. Schon beim Fußmarsch berichtete ich Dronak von meinem Unbehagen, weswegen er dann eine Nachricht an alle schickte. Ich war der Annahme, ich hätte die Drow weit hinter mir gelassen, doch kurz vor Secomber entdeckte ich sie nochmals. Es war für mich unerklärlich, sind sie doch ein recht großes Heer und müssten dementsprechend langsamer sein, umso erstaunlicher war es, dass sie mich überholt hatten. Wie es für mich aussah, hatten sie es allerdings nicht auf Secomber abgesehen, da sie entweder nicht wussten, dass es existierte oder ein anderes Interesse haben", endete die Magierin und setzte sich.
"Interessant, aber beunruhigend. Hm...Azular, ihr kennt euer Volk am besten, was meint ihr über die Vorgehensweise?", fragte Dronak.
"Ich bin mir nicht sicher...ihr müsst wissen, sie kennen sich nicht auf Faerun aus und könnten von Secomber in der Tat nichts wissen, aber fest steht eines: sie sind auf der Flucht, das heißt, sie haben nur einen begrenzten Nahrungsvorrat und suchen dementsprechend nach Zivilisation, wo sie sich diese beschaffen können. Zweifellos wird aber keine Stadt sie mit offenen Armen willkommen heißen, sondern sie eher wegschicken, das wiederum lassen sich die Dunkelelfen nicht gefallen und so könnte eine blutige Schlacht losbrechen", erwiderte Azular bedrückt. "Ach, ähm, Srijava, war unter den Elfen rein zufällig ein geflügelter Elf? Nur so interessehalber...", fragte er sie.
"Nun, ich konnte es nicht genau erkennen, aber da war in der Tat einer, muss wohl ein Gefangener sein. Wie sie aber in diesen Gefilden an einen Avariel kommen, steht wohl in den Sternen."
"Erstmal ist er ein halber Avariel und zum Zweiten mein Schwager."
"Das muss man nicht verstehen, oder?", fragte sie halb verdutzt und mit einem typischen Grinsen.
"Nein."
"Kommen wir lieber zurück zum Thema. Was schlagt ihr vor, was sollten wir in dieser Angelegenheit tun?", fragte Dronak in die Runde. Betretenes Schweigen. Dann erhob der kräftige Pruushk seine Stimme. "Wir sollten alles daran tun, sie zu vernichten! Dunkelelfen machen nur Ärger, sie müssen aus dem Weg geschafft werden."
"Nein!", rief Azular laut. "Das lehne ich kategorisch ab! Überdenkt, Pruushk, dass ihr über meine Familie sprecht und ich nicht zulassen werde, dass pure Gewalt vorherrscht! Es muss auch auf diplomatischem Wege gehen..."
"Dem stimme ich zu. Ich bin mir sicher, dass man einen Kompromiss finden kann, der alle zufrieden stimmt. Ein Krieg ist hier gänzlich das Falsche!", warf Srijava ein und warf dem Halb-Ork dabei einen vernichtenden Blick zu.
"Warum sind diese beiden Städte, von denen eine angegriffen werden könnte, denn so von Belang für euch, Dronak? War nicht unsere Hauptaufgabe, Niewinter und Luskan zu übernehmen?", sprach nun ein menschlicher Barde, der sich Syrakus nannte.
"Das mag sein, allerdings sind sie unbrauchbar, wenn es keine anderen Städte mehr gibt, mit denen sie Handel betreiben können. Und da Lautwasser und Llorkh auch aktiven Handel betreiben, sind sie wichtig! Secomber übrigens auch, falls sie in der Zukunft nicht doch noch geplant hätten, auch hier einzumarschieren!", antwortete Dronak freundlich, aber bestimmt. "Meiner Ansicht nach wäre ein friedliches Abkommen wesentlich besser als ein Krieg. Von höchster Priorität ist der Bestand von Lautwasser und wenn sich eure Landsleute wirklich nicht überreden lassen, Sir Northa, so bleibt uns schlussendlich dann doch nichts anderes übrig..."
"Dazu wird es nicht kommen, wenn er mit Unterstützung von mir mit ihnen verhandelt", sagte Srijava und zwinkerte dem Drow zu.
"Ihr wollt ihn begleiten?", fragte Pruushk.
"Nein, ich hatte vor, ihm zu helfen, Lord Nasher umzubringen", war die schnippische Antwort.
"Das hat aber nichts mit unserer aktuellen Mission bzgl der Drows zu tun!"
"Und da sage noch einer, er wäre intelligenter geworden", seufzte sie.
"Ich...fühle mich geehrt, allerdings ist eure Begleitung nicht möglich", antwortete Azular.
"Warum nicht?"
"Ich reise mit einer Karawane...und die Mitreisenden könnten von Neugier nicht ganz verschont sein, es ist ja auch merkwürdig, wenn plötzlich jemand, der noch dazu fremd ist, mitreist. Die Gefahr, dass man aus euch herausquetschen könnte, was ihr vorhabt und in welchem Bezug ihr mich kennt, ist zu groß."
"Dann werde ich euch auf parallelem Wege folgen."
"Na schön, von mir aus. Etwas Hilfe kann nie schaden..."
"Sehr schön, dann wäre das ja geklärt. Srijava, Azular, ich zähle auf euch, ohne euren Erfolg ist es n-"
Ein ohrenbetäubender Lärm kreischte durch die Hallen des Hauses. Hörner wurden geblasen, Unruhe wurde draußen laut. "Was zum Teufel ist hier los? Warum schlagen die Wachtürme Alarm?", rief Dronak.
"Das versuchte ich euch die ganze Zeit vor der Versammlung zu sagen, aber ihr habt mich ignoriert!", schrie der nervöse Sonnenelf. "Trolle sind auf dem Weg nach Secomber!"
"Was? Die Karawane!", rief Azular und er sprang zusammen mit den anderen auf.
"Verflucht! Die Sitzung ist geschlossen! Meine Damen und Herren, ich möchte euch alle lebend in Llorkh wiedersehen! Lasst euch nicht in einen Kampf verwickeln, Trolle sind unberechenbar. Einen genauen Zeitpunkt werde ich euch später mittleilen!", sagte Dronak mit sehr lauter Stimme. Daraufhin begann sich der Raum zu leeren, sämtliche Mitglieder verstreuten sich in alle Richtungen. "Azular!", rief Srijava und eilte zu ihm. "Wenn ich mich in Sicherheit befinde und hoffe, ihr auch, dann werde ich euch kontaktieren", sagte sie.
"In Ordnung. Ich wünsche euch viel Glück, Srijava", antwortete Azular.
"Das wünsche ich euch auch. Lebt wohl." Damit verschwand sie in den Schatten.
In Eile preschte der Dunkelelf den Gang hinab, öffnete die Tür, sprang hinaus. Hastige Soldaten und Bürger rannten wild umher. Er wusste, dass er nur einen Überblick vom Dach eines Hauses bekam, also murmelte er einige Zauber und Dornen schossen aus der Hauswand hervor, an denen er perfekt hinaufklettern konnte. Von dort rannte er los und hechte mit einem gewagten Satz von Dach zu Dach, bis er die Stadttore erkennen konnte. Die Karawane war noch nicht vollständig in der Stadt und die Trolle rückten immer näher heran. "Serivan, kommt raus, haltet die Trolle kurz auf, damit die Karawane vollständig innerhalb der Mauern ist und die Tore geschlossen werden können!", wies er den Wolf an. Während er rannte, verformten sich seine Züge immer weiter, sodass er bald auf vier Pfoten rannte, sein Körperbau dem eines Wolfs entsprach und eine züngelnde Flamme seinen Schwanz bildete. Serivan hechtete so schnell er konnte bis zum letzten Haus vor der Mauer, breitete die Flügel aus und begann zu schlagen. Er begann gemächlich abzuheben und bevor er das Ende des Daches erreichte, stieß er sich noch einmal ab und flog mit angezogenen Pfoten rhytmisch flügelschlagend über die Mauer. Dahinter setzte er zum Sturzflug an und bevor er auf dem Boden auftraf, setzte er zum Schwebeflug an, öffnete seine Schnauze und legte speiend eine schwarze, magische Flamme auf die Trolle. Als er wieder nach oben stieg und beidrehte, konnte er aus der Luft mit Genugtuung entdecken, wie einige Trolle brannten, verätzt waren und schon ein paar zu Boden gingen. Er setzte erneut zu einem Sturzflug an und brachte wieder Feuer in die Armee. Oft warf man mit allem nach ihm, was sich bot, Keulen, Äxte, Steinbrocken und mehr, verfehlten ihn aber knapp. Von der Ferne sah er, wie die Tore geschlossen wurden und sich die Soldaten kampfbereit machten. "Zeit, die Trolle in ihr Verderben zu schicken", murmelte Serivan und flog geradewegs wieder zurück in die Stadt, in der er seine Kreise in der Luft zog, bevor er sich auf einem Haus niederließ und beobachtete...

Horfith
02.03.2008, 14:52
Horfith grinste in Ad’nons Richtung.
„Jetzt macht ihr mir wirklich Angst. Ihr seid doch nicht etwa besorgt um mich? Seit vorsichtig, nicht, dass ich noch anfange Euch wirklich zu mögen.“
Ad’nons angewiderter Gesichtsausdruck entlockte ihr ein kurzes Auflachen.
Derion hatte offensichtlich mit seinen Bemühungen Erfolg gehabt und Horfith sah wie die ersten Wagen der Karawane durch das Stadttor fuhren.
Khamûl hatte sich inzwischen erhoben und die Überreste der Fesseln abgestreift. Horfith hoffte, dass er jetzt nichts Dummes tun würde.
„Seht zu, dass ihr in die Stadt kommt, ich hole noch den letzten Wagen. Und bevor ihr fragt, warum ich das gemacht habe. Ich würde es nicht mal meinem ärgsten Feind gönnen, von Trollen bei lebendigem Leib gefressen zu werden.“
Horfith rannte in Richtung ihres Wagens davon und konnte förmlich die Blicke des Hexers in ihrem Rücken spüren.
Sie versuchte die Pferde so schnell wie möglich einzuspannen, doch die Tiere waren ziemlich nervös. Beinahe wollte sie schon aufgeben, als der Waldläufer neben ihr war. Surinyo gelang es die schnell die Tiere zu beruhigen und gemeinsam machten sie den Wagen fahrtüchtig.
Plötzlich erschien auf dem Hügel hinter ihnen ein heller Feuerschein.
Horfith zog die Augenbrauen hoch.
„Was ist das?“
Surinyo zuckte mit den Schultern.
„Das kann uns im Augenblick egal sein, es hält die Trolle auf. Bewegung Mädchen, in einem Punkt hat der Drow recht, die werden nicht ewig auf uns warten.“
Die beiden schwangen sich auf den Kutschbock und Surinyo brachte die Pferde dazu anzuziehen.
Horfith nahm etwas aus den Augenwinkeln wahr und hob den Kopf. Für einen Augenblick meinte sie etwas über sich leuchten gesehen zu haben. Sie lächelte. Nun wusste sie, was die Trolle auf dem Hügel beschäftigt hatte. Sie würde Serivan bei Gelegenheit einen Knochen spendieren. Was auch hieß, das Azular sicher in der Stadt war.
Der Wagen näherte sich schnell dem Stadttor, als Horfith die Thorondors kleine Pixiefreundin entdeckte. Das kleine Wesen schien vollkommen verwirrt zu sein und flatterte planlos herum. Hoftith stieß einen hohen Pfiff aus der die Aufmerksamkeit der Pixie erregte und sie winkte dem kleinen Geschöpf zu. Dieses reagierte sofort und kam zum Wagen geflattert.
Die Pixie war vollkommen aufgelöst.
„Ich kann Thorondor nicht finden.“
„Der ist mit Sicherheit schon in der Stadt. Er war ziemlich weit vorne bei den Wagen. Komm her, wir nehmen dich mit.“
Horfith schlug ihren Umhang ein Stück zurück. Die Pixie zögerte nur einen Augenblick und flatterte dann in den Schutz der Kleidung der Halbdrow.
Ihr Wagen war der letzte der das Stadttor passierte und hinter ihnen krachten die beiden schweren Torflügel zusammen und schwere Balken wurden zur Sicherung davor geschoben.
Die Halbdrow sprang von Wagen.
Behutsam nahm sie die Pixie und setzte sie neben Surinyo auf den Kutschbock. Freundlich lächelte sie das kleine Wesen an.
„Mach dir keine Sorgen um deinen Goldelfenfreund. Dem geht es mit Sicherheit gut.“
Dann schlug sie ihren Umhang zurück und griff in ihren nimmervollen Beutel. Sie förderte ihren Bogen und ihren Köcher hervor. Nachdem sie die Sehne auf den Bogen gespannt hatte, schlang sie sich den Köcher auf den Rücken so dass sie nur bequem über die linke Schulter fassen musste um an die Pfeile zu kommen.
Surinyo pfiff leise durch die Zähne. Er hatte noch nie so einen Köcher gesehen. Der Behälter war in drei Kammern unterteilt und in jeder steckten ungefähr 50 verschieden gefiederte Pfeile.
„Den hat ein Freund für mich gemacht. Da stecken ein paar besondere Überraschungen drin, besonders für Trolle.“
Im Gegensatz zu sonst machte Horfith ein ziemlich grimmiges Gesicht und jegliche Verspieltheit war von ihr abgefallen.
„Falls ihr mich sucht. Ich bin auf der Mauer, ein paar Trolle zur Verzweiflung treiben.“
Ehe Surinyo noch etwas erwidern konnte, war die Frau in Richtung eines Maueraufgangs verschwunden.

Strelok
02.03.2008, 18:59
Als die Abenteurer überstürzt in die Stadt aufbrachen dachte der Tiefling nicht im Traum daran, sich dieser Truppe anzuschliessen. Diese Dilettanten wären wohl eher ein Hindernis denn eine Hilfe bei diesem Angriff, ausserdem wollte der Hexer seine Energie und sein Können nicht für die Bewohner dieses Kaffs verschwenden, was die Gutmenschen der Karvane sicher tun würden. Und zu guter letzt wollte Khamûl sich eigentlich sowieso aus dem Staub machen, eigentlich schon heute morgen, aber dann passierte der kleine Zwischenfall mit der Karavane, er musste also die zeit wieder aufholen. Und schon kamen die Trolle näher.

Doch Khamûl schien die ganze Szenerie nicht zu interessieren. Als die Trolle nur noch wenige Meter von ihm entfernt standen, klopfte er lieber den Staub von seiner Kleidung als sich auch nur einen kurzen Augenblick auf die Monster zu konzentrieren. Als der erste Troll in Schlagweite zu geraten drohte richtete der Hexer seinen Blick nach vorne und murmelte einige abyssische Sätze, die eher wie ein Schlangengezische als eine Sprache klangen. Kurz bevor der Troll, mit aussergewöhnlich unangenehmen Körperdüften ausgestattet, zum Schlag ausholte verschwand Khamûl aus der Sicht des Gegners, als wäre er vom Erdboden verschluckt worden.

Während der Troll noch sichtlich verwirrt in der Gegen herumstand wanderte Khamûl bereits unsichtbar durch die Reihen der Grünhäute. Er musste sich eine geeignete Position suchen um diesem Abschaum einzuheizen. Aber vor allem wollte er zurück in die Stadt und sein Pferd holen sowie natürlich seine Vorräte. Mit der kleinen Anzahl an Explosionselexieren, die er immer dabei hatte, konnte er schlecht eine ganze Armee von Trollen ausschalten, die nur auf Feuer und Säure reagieren, aber ausschalten könnte er sie ja schon mal und dann in aller Seelenruhe zurückspazieren. Und sollte er der kleinen Halb-Drow begegnen würde er sich sicher für seine Befreiung „bedanken“, immerhin war es doch eine grosse Ehre, Cyric als Opfer zu dienen.

Nach einer kurzen Analyse der Lage konnte der Tiefling tatsächlich eine leicht erhöhte Position, ein kleiner Grashügel, die sich exzellent für einen kleinen Angriff von Hinten zu eignen schien. Als Khamûl sich enttarnte und die Trolle ihn erblickten schien diese das nicht so gross zu interessieren, waren die meisten doch mittlerweile in der Nähe von mehr Fleisch als diesem einzelnen Hexer. Der Tiefling begann erneut, kryptische Sätze von sich zu geben und langsam sammelte sich eine Art Licht in seiner rechten Handfläche. Als eine Gruppe von Trollen noch einmal zum Hexer aufschauten war es zu spät, das Licht bildete nun einen Kreis und riss Haut, Fleisch und Knochen von den Grünhäuten, doch sie würden bald wieder aufstehen, waren sie doch nur durch Feuer und Säure endgültig zu töten. So blieb Khamûl wenigstens genug Zeit, erneut seine Unsichtbarkeit zu aktivieren und in die Stadt zu schleichen, denn die übrigen Trolle widmeten sich der Karavane. Zwar dachte der Tiefling kurz darüber nach, einen Balor zu beschwören und ihn auf die Elfen-Truppe zu hetzen, doch er hatte wirklich keine Zeit für solche Vergnügen und musste sich mit seinem ganz privaten Völkermord noch gedulden.

Als Khamûl sich an den Trollen bis zum Stadttor vorbei geschlichen hatte musste er feststellen, dass die Wachen bereits alles verriegelt und die Mauern bemannt hatten. Und auch die Elfen und ihre minderintelligenten Begleiter schienen bereits innerhalb der schützenden Mauern zu sein. Der Hexer biss die Zähne zusammen, so konnte er weder an sein Pferd noch an seine restliche Ausrüstung und er wollte nicht abwarten, biss die Stadt endlich ausgehungert wäre. Wie es scheint musste er also wieder einmal die Initiative und die hässlichen Grünhäute unterstützen. Der Hexer ging, immer noch getarnt ein Stück nach links um einen weniger beschäftigten Mauerabschnitt zu finden, bei dem er seinen Angriff durchführen konnte. Nach einigen Metern fand er tatsächlich einen Ort, an dem gerade mal fünf Wachleute auf den Zinnen postiert waren. Ohne die Soldaten eines Blickes zu würdigen legte Kahmûl seine Tarnung ab und verstreute auf dem Boden ein wenig Blut aus einer Flasche, die er immer bei sich trug. Als die Wachleute auf den Tiefling aufmerksam wurden war das Ritual bereits im vollen Gange, helle Lichter und Feuer umkreisten den Hexer. Als die Mauerwächter reagieren wollten war es zu spät, ein gleissendes Licht blendete sie und eine riesige Kreatur trat heraus: ein Balor.

((Lasst den Dämon bitte leben, der wird euch nicht angreifen aber sonst noch gebraucht.))

Horfith
02.03.2008, 19:35
Horfith musste ein wenig suchen, bis sie einen Aufgang zur Stadtmauer gefunden hatte, aber dann war sie wie der Wind oben auf der Mauer. Sie stellte fest, dass sie sich genau über dem Tor befand. Die Stadtwachen neben ihr waren sichtlich übernervös und nahmen von ihr Abstand. Horfith überlegte nur kurz ob sie sich darüber wirklich ärgern sollte, beschloss das aber auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.
Die Frau sah sich kurz um. Sie war nicht der einzige Bogenschütze hier oben, aber sie erkannte sofort, dass die Männer nur einfache Pfeile hatten.
„Besorgt euch Lampenöl oder starken Schnaps, irgendeine Flüssigkeit die brennt, so werden die Trolle sich eher totlachen, als dass sie von euren Pfeilen draufgehen.“
Die Wachen ignorierten die Frau vollkommen. Horfith zuckte mit den Schultern, dann eben nicht. Mehr als den Hinweis darauf geben konnte sie nicht. Verwunderlich, dass die Wachen nicht von selbst dran dachten. Oder waren Trollangriffe hier nicht mehr oder weniger an der Tagesordnung? Nun, nichts worüber sie sich wirklich ernsthaft Gedanken machen sollte.
Horfith machte sich bereit und konzentrierte sich, wurde aber durch das Aufflackern einer Lichtkugel weiter hinten auf einem der kleineren Hügel kurz abgelenkt. War noch einer ihrer Reisebegleiter draußen? Wenn ja, konnte man jetzt daran auch nichts mehr ändern.
Die Trolle waren mittlerweile bis an die Stadtmauer heran und Horfith setzte ihre Magie als arkaner Bogenschütze ein. Fast schneller als es das menschliche Auge erfassen konnte schnellte abwechselnd ein Säure- und ein Feuerpfeil von der Sehne ihres Bogens und jeder Schuss saß. Einige der Wachen verzogen das Gesicht, als sie sahen, dass jeder Schuss der Halbdrow saß und vor allem, wo die Pfeile der Frau trafen.
An einer Stelle wälzte sich ein Troll auf dem Boden und versuchte mit seinen Klauen zu verhindern, dass die Säure ihm weiter sein Gesicht zerfraß, ein andere war an einer sehr intimen Stelle in Flammen aufgegangen.
Die Halbdrow hielt mit ihrem Beschuss inne. Es strengte sie sehr an, sich so stark zu konzentrieren und Schweiß lief ihr über die Stirn. Offensichtlich war der Alkohol doch noch nicht so ganz aus ihrem Körper verschwunden. Sie ließ sich mit dem Rücken an der Mauer nieder und atmete tief ein und aus. Nur eine Minute ausruhen, dann würde es weiter gehen.

Morgana
02.03.2008, 23:38
Elvanshalee hatte während dem kurzen Kampf zwischen Ad’non und Izayoui einen Flammenschlag-Zauber vorbereitet und sozusagen auf ihrer Hand liegen. Jedoch schien zu keinem Moment eine ernsthafte Gefahr für den Finsteren Streiter zu bestehen. Dann jedoch hörte sie gleichzeitig mit den anderen Elfen diese Trommeln …

Von da an ging alles ziemlich schnell und als sie die Wagen sicher in die Stadt gebracht hatten folgten sie und Morgana Horfith auf die Mauer. Dank ihrer Infrarotsicht konnte sich die Drow-Klerikerin einen ziemlich genauen Überblick über das verschaffen, was dort unten so vor sich ging – als das Aufflackern auf dem kleinen Hügel ebenfalls ihre Aufmerksamkeit erregte. Im Gegensatz zu den andern und erst Recht zu den Trollen verschwand die kleine Gestalt durch den Unsichtbarkeitszauber jedoch nicht vor ihren Augen – denn ließ sich auch der Körper dadurch verhüllen, seine Temperatur blieb bestehen. So konnte sie beobachten, wie die Kreatur näher an die Mauer heran lief – und erkannte schließlich den Tieflingshexer, der auf seinem Kurs allerdings ein ganzes Stück abseits des Tores die Mauer erreichen würde. Sie flüsterte Morgana eine entsprechende Bemerkung zu, die diese mit einem Kopfnicken quittierte. Gut zu wissen, aber dafür war im Moment leider keine Zeit. Der Fremde würde schon klar kommen.

Die Zeit die ihnen noch blieb nützen die Beiden und belegten sich wie auch die neben ihnen stehende Bardin mit einigen Schutzzaubern, wie zum Beispiel Ausdauer, Vitalität und Schutz vor Pfeilen. Dann waren die ersten Trolle auch schon gefährlich nah an das Stadttor heran gekommen. Morgana wirkte einen ihrer Lieblingszauber und legte einen Feuerwand zwischen Tor und die heranstürmenden Bestien. Während Horfith mit ihren arkanen Bogenkünsten einzelne der Biester gezielt auslöschte schwächte die Hexenmeisterin diese mit Flächenzaubern wie Isaacs mächtigem Geschosshagel oder Kugelblitzen um ihnen dann mit verschiedenen Feuerzaubern den Rest zu geben.

Die Taktik der Drow-Klerikerin war eine ähnliche, doch kümmerte sie sich dazwischen auch immer wieder um die Heilung einzelner Bogeschützen, die durch geworfene Steine verletzt wurden. So gelang es den Fernkämpfern eine ganze Weile die Trolle davon abzuhalten die Stadtmauern auch nur zu erreichen.

Thorondor
03.03.2008, 01:13
Innerlich war der Magier ein wenig erleichtert, als sich hinter ihm die Stadttore schlossen und er vorerst außerhalb der Reichweite der Trolle war. Ruhig, so als wären die Trolle meilenweit entfernt, stieg er vom Wagen und sah sich um. Die Wachsoldaten Secombers begaben sich auf die Mauern, um von dort die Trolle abzuwehren, alles schien in Ordnung.
Wirklich alles? Nein, denn nach wenigen Augenblicken fiel ihm auf, dass jemand fehlte: Mystryl, seine kleine Fee. Ruhig schaute er sich um, sie musste irgendwo hier sein, ja, ganz sicher.
"Mystryl?" rief er nach ihr, doch er bekam keine Antwort. Weiter suchte er bei den Wagen nach ihr, nachdem er eine kleine Lichtkugel über seinem Kopf hatte erscheinen lassen, rief die Fee, mit jedem Augenblick nervöser werdend. Was, wenn sie noch draußen war, vor den Toren und den Trollen ausgeliefert? Hektisch sah er sich um, er musste einen besseren Überblick über die Situation erhalten, und wo war das besser möglich als auf der Mauer? Hastig rannte er zum nächsten Aufgang, den er sah. Es war gar erstaunlich, welche Geschwindigkeit er allein aufgrund der Sorge um seine Vertraute entwickeln konnte. Auf der Treppe, welche er hochstürmte, waren noch ein paar Soldaten unterwegs, die aufgrund ihrer Rüstungen natürlich nur langsamer vorankamen.
"Kela, kela!" rief Thorondor jenen zu, ohne dabei zu bemerken, dass die Wachen vielleicht gar kein Elfisch sprechen und ihn so nicht verstehen konnten. Doch spätestens nachdem er im Rennen den dritten Wachsoldaten zur Seite gedrängt hatte, gingen die anderen fast schon von selbst zur Seite, als sie ihn kommen sahen. Oben bei den Zinnen angekommen war er ziemlich erschöpft von dem ungewohnten Sprint, doch er musste seine Pixie finden und ließ den Blick vor die Tore zu den Trollen schweifen, ob er dort noch etwas von ihr erkennen konnte. Jedoch war da nichts von der kleinen Fee zu erkennen. Ein wenig außer Atem sah er sich verzweifelt um.
"Kleine Fee, wo bist du?" rief er, doch außer den Wachen, die ihn kurz fragend ansahen und dann ihre Aufmerksamkeit wieder den Trollen zuwendeten, sah er nichts. Mit einem Seufzer ließ er sich auf den Boden sinken und starrte betrübt vor sich hin. Sollte die Fee wirklich den Trollen zum Opfer gefallen sein? Dabei merkte er nicht, dass vor ihm auf einmal ein klein wenig heller Staub herabrieselte.
"Bist du traurig?" fragte ihn eine leise Stimme und ruckartig sah er auf.
"Mystryl! Da bist du ja!" Erfreut streckte er seine Hand nach dem Feenwesen aus und erhob sich dann. "Wo warst du nur, ich habe dich schon gesucht."
"Ich weiß nicht. Du warst weg und da hat mich die Frau mit den roten Haaren auf dem Wagen mitgenommen," erklärte die Fee und ließ sich auf der Handfläche des Magiers nieder.
"Was? Die Halbdrow?" erwiderte jener fast schon entsetzt. "Hat sie dir etwas angetan?"
"Nein, nein," meinte die Fee unter sachtem Kopfschütteln. "Nur unter ihrem Umhang riecht es etwas komisch, fast so wie die schlechte Pilzsuppe, die du mal gemacht hast."
Ein flüchtiges Grinsen ging über die Züge des Magiers, vorsichtig setzte er die Fee auf seine Schulter.
"Dann ist es ja gut."
Nachdem dies geklärt war, konnte man sich nun auch den Trollen zuwenden, und so begab sich der Magier zu den Mauerzinnen und sah abschätzend auf die Trolle herab und schien dabei eine Stelle gefunden zu haben, wo jene besonders dicht gedrängt waren.
"Was hast du vor?" wollte die Fee auf seiner Schulter wissen, doch der Magier schwieg einfach und schien in Gedanken einige Möglichkeiten durchzugehen.
"Feuer ist immer gut..." murmelte er leise und sprach eine arkane Formel. Die Fee hingegen war immer noch neugierig und fragte:
"Was wird das für ein Zauber?"
Jedoch ignorierte der Magier die Frage und befasste sich weiter mit dem Weben des Bannes. Mystryl schien das aber gar nicht zu gefallen und so zog sie erst sacht und dann heftiger an den Haaren des Magier.
"Ich hab' dich was gefragt, du! Was machst du da für einen Zauber?" sprach sie äußerst ungeduldig zu dem Goldelfen. "Sag endlich! Und singe nicht so komisch vor dich hin."
Statt auf die Frage zu antworten sprach der Elf einfach weiter die arkane Formel, welche schon mehr einem leicht melodischen Gesang glich. Nach einer abschließenden Geste jedoch erhob sich unter den Trollen eine feurige Explosion, etliche Trolle wurden kurz in die Luft geschleudert und sowohl die unfreiwillig flugfähig gewordenen Trolle als auch die umstehenden Kameraden gerieten in Brand.
"Du machst ja die Trolle kaputt!" hörte man die kleine Fee begeistert sprechen. "Ich mag auch keine Trolle, darf ich auch mal sowas machen?"
Schmunzelnd antwortete der Magier: "Nein, du beherrschst den notwendigen Zauber nicht, also kannst du das nicht machen."
"Du willst ja nur den ganzen Spaß für dich allein haben," schmollte die Fee. "Du bist ganz gemein."
"Ich weiß, Mystryl, ich weiß," antwortete der Magier vergnügt.

Serpico
03.03.2008, 04:17
„Findet den Mörder!“, hörte man eine tiefe Stimme durch die Nacht rufen, und auch das Klappern der Rüstungen war nicht zu überhören, als die Stadtwache sich in allen Gassen und Straßen verteilte. Secomber gehörte zu den bestverteidigten Städten überhaupt in der Umgebung, und die Männer und Frauen waren ebenso gut im Kampf und der Verteidigung ausgebildet wie ihre sauber geschmiedeten Waffen als effiziente Mordinstrumente dienten.
Rhadomaer, der einige dieser Waffen persönlich angefertigt hatte, stand aufgelöst irgendwo in der Menge, neben dem Hauptmann inmitten einer Straßenkreuzung. Er fasste sich an den Kopf und blickte mit glasigen Augen ins Leere. Es war egal, ob der Mörder gefunden wurde, dieser Vampir, denn auch das würde Enisiella nicht zurückbringen. Das Mädchen war tot. Jetzt erst begann er es wirklich zu begreifen.
Der Hauptmann klopfte ihm verständnisvoll auf die Schulter, nachdem seine Männer in alle Richtungen ausgeschwärmt waren, um den Vampir zu suchen. Er sagte jedoch nichts, denn die beiden standen sich nicht nahe genug, als dass ein Mitleidsbekenntnis glaubhaft gewesen wäre, der Wachhauptmann tat lediglich seinen Job.
„Vampire“, murmelte Rhadomaer geringschätzig.
„Ja, das ist führ wahr seltsam“, gestand der andere, jüngere Mann. „Seit geraumer Zeit hat es in dieser Gegend keine solchen Vorfälle mehr gegeben.“
Rhadomaer schüttelte den Kopf. „Er war sicher nicht aus dieser Gegend. Er war vermummt, doch ich konnte sein Gesicht sehen – er hatte es freimachen müssen, um...“ Der Schmied brach ab und atmete tief durch. „Er sah nicht aus, als stamme er aus Faerûn. Ein Mischling vielleicht, aber ein Teil seiner Herkunft ist mit Sicherheit irgendwo in Kara-Tur zu finden. Vielleicht kam er mit einem der Schiffe hier an, aber sicherlich stammt er ursprünglich weder aus Secomber, noch aus Llorkh oder sonst einer der Städte dieser Gegend. Allein seine Kleidung ist sehr… exotisch geartet. Wenn mir doch nur noch mehr einfallen würde, es ging alles so schnell.“
„Ihr habt ihn bereits ausreichend beschrieben“, beruhigte der Wachmann ihn. „Wir werden alles daran setzen, die Ausbreitung der Seuche und die Morde, die sie nach sich zieht, zu vereiteln, schließlich sind Aufzeichnungen der Ereignisse des letzten Jahrhunderts in den Archiven hinterlassen worden. Ich habe bereits nach jemandem schicken lassen, der Porphyrische Hämophilie studiert und jahrelang in der Bibliothek recherchiert hat.“
„Ein Vampirjäger?“, fragte Rhadomaer. „Hier in Secomber?“
„Ich würde sie eher eine am Vampirismus Interessierte nennen. Es behagt mir nicht ganz, sie scheint eher Faszination denn Abscheu zu empfinden, doch jemand anderen haben wir nicht. In ein paar Tagen könnte es für Gegenmaßnahmen bereits zu spät sein.“
Rhadomaer nickte. „Ihr habt sicher recht. Ich will nur, dass der Mistkerl, dieses… Ungeheuer… geschnappt und für sein Verbrechen bestraft wird.“

„Hier entlang“, rief ein stattlich gebauter Mann, dessen Kettenhemd mit dem Emblem Secombers gekennzeichnet war. Mugetsu hätte ihn schon allein wegen der lauten Stimme und dem ungewaschenen Körpergeruch aus der Entfernung wahrgenommen, doch die ständigen Rufe und das Geklappere der Rüstungen sprachen den Männern und Frauen, die ihn verfolgten, den letzten Hauch von Professionalität ab, zumindest wenn es darum ging, ein Wesen mit übermenschlichen Sinnen zu verfolgen, das zudem noch ein ausgebildeter Kensai war.
Der schlanke Vampir hatte keine Probleme, sich im Dunkeln einer der schmalen Nischen der alten Kathedrale verborgen zu halten, bis die Wachleute an ihm vorbeigestürmt waren. Sein Problem war lediglich, dass er die Stadt nicht kannte, und dass diese außerdem an allen möglichen Ausgängen und wohlmöglich auch der Mauer selbst, über die er hätte klettern können, bewacht wurde. Sogar die Miliz war wachgetrommelt worden, und nun schwärmte überall in der Gegend Verstärkung aus. Mugetsu wandte eine alte Klettertechnick an und schob sich innerhalb der Nische aufwärts, indem er den Rücken gegen die eine Seite presste und sich mit den Füßen an der gegenüberliegenden Wand entlang bewegte. Oben angekommen, stieß er sich ab und sprang somit auf das niedriger gelegene Nebendach, wo er sich behände und lautlos abrollte. Er kam gerade wieder auf die Beine, als er Horn verlauten hörte. Was das bedeutete, wusste er nicht, doch das Geräusch wurde an verschiedenen Stellen wiedergegeben. Von seinem hohen Standpunkt aus, konnte der Vampir mit nachttauglichen Augen die ausschwärmenden Milizen beobachten, ebenso die Wachleute. Er sah auch den Zeugen, den er hatte entkommen lassen, den kräftigen Schmied, der sich an den Rand einer Kreuzung und dann in ein Gasthaus bewegte, von einem anderen, weniger eindrucksvollen Mann in Uniform begleitet. Mugetsu blickte sich in der Stadt um, doch die Jagd auf ihn schien wie durch ein Wunder durch etwas Bedeutenderes abgelöst worden zu sein, da sich die Truppen in Richtung der Stadtmauern und des Tores bewegten, anstatt seine Fährte aufzunehmen.
Nachdem er auf die andere Seite des Daches geschlichen war, wo die Katedrale seine Sicht nicht behinderte, um von dort aus wieder dem Marsch der Truppen zuzusehen, sah er die ersten Wagen der Karawane, mit der er angereist war, sich durch das Tor bewegen. Das wiederum ließ ihn einen Blick über die Mauer werfen, wo er in relativ weiter Entfernung Bewegung erkannte. Wenig später erhellte ein grelles Licht einen Teil der Landschaft, so grelle, dass Mugetsu die Augen abschirmte.
Als die Dunkelheit zurückkehrte, überlegte der Vampir, ob er in den Kampf eingreifen würde, der offensichtlich die Stadt übereilte. Hier auf dem Dach war er sicher… und eventuell konnte er das Chaos auch zur Flucht nutzen. Allerdings änderte sich sein Plan, als er wenig später Horfith, die Halbdrow, auf eine der Mauern direkt am Tor eilen sah. Sie hatte sich für ihn als zu wichtig erwiesen, als dass er ihren Tod riskiert hätte. Damit war die Sache klar und der Vampir setzte sich sofort in Bewegung.

Horfith
03.03.2008, 23:19
Horfith ließ sich abermals hinter dir Mauer sinken und schüttelte ihren rechten Arm aus. Sie war es nicht mehr gewohnt so viel mit dem Bogen zu schießen und schwor sich mal wieder öfter zu trainieren. Während sie mit dem Rücken an der Mauer gelehnt saß, fing sie sich einen missbilligenden Blick eines der einheimischen Bogenschützen ein.
„Typisch Drow, immer wenn es brenzlig wird abtauchen.“
Die Frau grinste.
„Halbdrow bitte, danke schön. Außerdem ist nichts verwerfliches daran in Deckung zu gehen.“
Der Mann wollte noch etwas erwidern, als ihn ein ziemlich großer Stein mit voller Wucht an der Brust traf und ihn vom Wehrgang schleuderte. Schreiend verschwand er von der Mauer.
„Und sich gelegentlich Ducken ist auch keine schlechte Idee, du Trottel.“
Horfith schüttelte den Kopf, Menschen waren manchmal einfach so... unpraktisch.
Plötzlich spürte sie etwas, ein leichtes Vibrieren ging von der Mauer aus. Sofort richtete sich die Frau auf und spähte in die Dunkelheit vor ihr. Der Flammenschleier den Morgana gelegt hatte behinderte sie leicht in der Sicht, doch sie meinte in einiger Entfernung auf einem Hügel eine Gestalt zu sehen die mit den Armen herumwedelte.
Die Nackenhaare der Halbdrow stellten sich auf. Irgendwas war hier oberfaul.
Die Vibration der Mauer verstärkte sich und nun wurden auch die Menschen darauf aufmerksam.
Einige Augenblicke später brach die Hölle los.
Der Boden vor dem Stadttor bekam Risse und diese Risse sprangen auf das Mauerwerk über. Morgana schrie auf.
„Ein Erdbebenzauber, der wird das Stadttor und die Mauer zerstören.“
Horfith fluchte undamenhaft.
„Dann bindet den Zauber verdammt.“
Morgana und Elva schüttelten gleichzeitig den Kopf.
„Zu spät, dafür ist der Zauber schon zu weit fortgeschritten.“
„Dann macht dass ihr hier wegkommt.“
Horftih gab den beiden anderen Frauen einen kräftigen Stoß, so dass sie ein paar Meter nach hinten stolperten und so weitgehend aus der direkten Gefahrenzone gerieten.
Die Halbdrow wollte sich nun selbst in Sicherheit bringen, doch in diesem Augenblick bröckelte das Mauerwerk unter ihren Füßen weg und sie ruderte verzweifelt mit den Armen um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.
Plötzlich spürte sie, wie sich von hinten Arme um sie legten und ihr Halt gaben. Ihr Kopf wirbelte herum und sie sah direkt in die gelblichen Katzenaugen des Vampirs.
Mugetsu wollte sich abdrücken und sich und die Halbdrow aus der Gefahrenzone bringen, als die Mauer unter ihren Füßen endgültig nachgab.
Beide stürzten in die Tiefe und zwar genau auf die mittlerweile wieder heranrückenden Trolle zu.
Horfith griff in ihren nimmervollen Beutel und griff zielsicher nach dem Federfallring, den sie dem toten Ork abgenommen hatte. Schnell streifte sie ihn sich über den Finger und ihr und Mugetsu Fall verlangsamte sich, was ihre Situation nur geringfügig verbesserte, denn sie schwebten immer noch auf die Trolle zu.
Die Halbdrow hörte den Vampir ungehalten zischen und sie überlegte Fieberhaft.
„Wenn wir unten angekommen sind, nehmt mein Katana, es ist mit einem Feuerzauber belegt. Drückt einfach fest auf den Griff dann wird die Flamme aktiviert, damit könnt ihr gegen die Trolle kämpfen."
Der Vampir starrte sie an.
„Ich brauch ein bisschen Platz für meinen Bogen.“
Das für sie so typische Grinsen erschien wieder auf Horfiths Gesicht.
„Seit Ihr bereit?“
Mugetsu nickte knapp, Horfith zog den Federfallring vom Finger und die beiden landeten 5 m entfernt vor den Trollen auf dem Boden.

Strelok
04.03.2008, 02:06
Die Wachen waren erstarrt, unfähig sich zu bewegen blickten sie auf das riesige Ungetüm, das direkt aus einem Alptraum entkommen zu sein schien. Dabei sollte die Wache an diesem Mauerabschnitt doch ruhig verlaufen, im Gegensatz zum Schlachtschauplatz am Tor. Doch scheinbar schienen es die Götter nicht gut mit den Wachleuten zu meinen, denn dieses Ding stapfte weiter auf die Mauer zu und jagte den Hütern nicht nur einen Schrecken ein sondern lenkte sie auch von einem anderen Feind ab: Khamûl.

Als der Dämon an der Mauer stand und auf die Soldaten herabblickte versuchten diese zwar noch, nachdem Pfeilbeschuss ihn offenbar nicht mal juckte, das Monster mit Speeren zu vertreiben, doch die Metallspitzen verbogen sich an der harten Haut des Balors. Bevor die Männer sich dieser Tatsache bewusst wurden und versuchten, die Flucht zu ergreifen, erhob der gewaltige Dämon bereits seine Hand und schmetterte diese Gegen die Mauer, die alsbald immer grössere Steinbrocken verlor und deren Trümmer die Wachleute mit in den Tod rissen. Nun kamen allerdings einige Wachen von den anderen Seiten und versuchten, ihre Kameraden zu unterstützen, doch die schlecht ausgerüsteten Soldaten konnten dem Dämon nicht lange Widerstand leisten und so starben auch sie einen weniger wünschenswerten Tod als sie sich erhofft hatten.

Während der Balor mit den letzten Überresten des Mauerabschnitts beschäftigt war begab sich Khamûl bereits in dessen Richtung, um durch die neue Öffnung hindurch zu gelangen und seine Ausrüstung in der Taverne abzuholen. Sofern er das Ganze noch recht in Erinnerung hatte, verlief der schnellste Weg in der Nähe des Tores, wieso sollte der Hexer also noch mehr Zeit vergeuden?

Serpico
04.03.2008, 04:16
Sobald sie auf dem Boden abgesetzt hatten, reagierten Mugetsu und Horfith als seien sie längst ein eingespieltes Team. Die Bardin riss ihren Bogen von der Schulter, während der Vampir das Katana aus ihrem Halfter zog, und beide nahmen voneinander Abstand, um sich nicht gegenseitig zu behindern, denn die Trolle hatten sie kurz darauf bereits erreicht.
Beinahe zur gleichen Zeit wurde ein Stück der Mauer zertrümmert, und ein bestialischer Balor drang wütend und Wachleute mithilfe monströser Klauen wegschleudernd hindurch. Überall war bereits die Schlacht in vollem Gange, die Verteidigung brach in sich zusammen und nach nur so kurzer Zeit stand den Trollen bereits der Weg in die Stadt offen, dadurch war die Gesamtlage nicht gerade rosig.
Mugetsu ließ sich jedoch nicht lange von der Aussichtslosigkeit ablenken oder gar verschrecken, ganz im Gegenteil. Er fühlte, wie in ihm der Krieger erwachte, der einst ein ähnliches Katana wie dieses in einer Schlacht vergleichbaren Kalibers geführt hatte, ohne sich jedoch direkt daran erinnern zu können. Es war selbstverständlich seltsam, denn zu jener Zeit war er noch ein Mensch gewesen, und das Wesen, welches er nun war, hatt den Feind dargestellt, der nun die Trolle waren.
Mugetsu war jedoch, ob Vampir oder nicht, auf der Seite der Menschen, und für den Moment konnte er die Wahrheit beinahe vergessen. Er setzte sich in Bewegung, rannte dem Ansturm der Trolle mit gleichem Eifer entgegen, was einige mit Erstaunen beobachteten, und rammte das Schwert der Halbdrow in den erstbesten Trollkörper. Der Körper flammte auf und das Schwert wurde wieder hinausgezogen, ohne dass der Vampir innehilt. Er kämpfte weiter, als seien alle seine Angriffe Teil einer einzigen fließenden Bewegung, und um ihn herum fielen weitere tapfere Verteidiger in den Kampf ein, unterstützt von Säure- und Brandpfeilen einer außergewöhnlichen Bogenschützin hinter ihnen.

Morgana
04.03.2008, 23:25
Dem ersten Schreck über den Sturz von Horfith und Mugetsu folgte zuerst Erleichterung, dass die Bardin offensichtlich ihren Federfall-Ring hatte einsetzen können. Dann jedoch gleich der nächste Schreck, nachdem abzusehen war, wo die beiden landen würden. Glücklicherweise war wenigstens Thorondor ebenfalls auf dem stabilen Stück der Mauer und somit vorerst in Sicherheit.

Morgana hatte in der Zwischenzeit noch versucht mit einigen gezielten Zaubern den feindlichen Magier zu erwischen, der den Erdbebenzauber ausgelöst hatte. Das war definitiv kein Troll gewesen, der Statur nach noch nicht mal ein Mensch, oder wenn dann ein sehr zierlicher. Aber er war zu weit entfernt um genaueres zu erkennen und die Effekte des Flammenschleiers erschwerten die Sicht noch zusätzlich. Die Hexenmeisterin war sich nicht sicher ob sie die Gestalt erwischt hatte, im Moment war auf jeden Fall nichts mehr von ihr zu sehen.

Dafür um so mehr Trolle. Die beiden Elfen auf der Mauer konzentrierten sich und begannen beinahe gleichzeitig ihre leisen Beschwörungsformeln. Nach wenigen Momenten materialisierten sich in unmittelbarer Nähe der beiden Gefährten am Boden ein Schreckensbär und ein Schreckenseber, die sofort begannen sich auf die Trolle zu stürzen. Morgana und Elva brachte das einen kurzen, durchaus freundlichen Blick von Horfith in ihre Richtung ein. Als nächstes schaffte es die Klerikerin noch einen der größeren Angreifer in eine schöne kompakte Steinsäule zu verwandeln, während Morgana die Trolle weiterhin mit Feuerzaubern traktierte.

Doch der fremde Magier war keinesfalls bereits erledigt, noch hatte er das Schlachtfeld verlassen, wie einige kurz darauf auf der Mauer einschlagende Magiegeschosse bewiesen. Zumindest schien er keinen weiteren Erdbebenzauber vorbereitet zu haben. Elvanshalee schickte einen konzentrierten Sonnenstrahl auf den letzten Standort des Magiers was Morgana veranlasste sie erstaunt anzusehen.
Ohne eine entsprechende Frage abzuwarten meine Elvanshalee zu ihrer Freundin
„Seine Bewegungen kommen mir irgendwie bekannt vor, außerdem hat er vorhin eine Kugel der absoluten Dunkelheit gewirkt. Ich könnte wetten, dass das ein Drow ist.“
Als der Sonnenstrahl sein Ziel erreichte stand der Magier kurzzeitig im vollen Licht und Morgana konnte die Einschätzung der Klerikerin bestätigen, es sah tatsächlich danach aus, als hätten sie es mit einem Drow-Magier zu tun. Was wohl das nun wieder zu bedeuten hatte?
Der Sonnenstrahl jedoch wurde zumindest teilweise durch einen Schild abgehalten und als das Licht erlosch, war auch der Magier vorläufig wieder von der Bildfläche verschwunden.

Horfith
05.03.2008, 00:47
Horfith nahm nur unterbewusst wahr, dass sich ein ganzes Stück weiter rechts von ihr, etwas durch die Mauer arbeitete. Sie konzentrierte sich zu sehr darauf, Mugetsu zu unterstützen.
Ohne dass sie es merkte stahl sich ein weiches Lächeln auf ihr Gesicht. Dies hier erinnerte sie an „alte“ Zeiten. An die Zeit, als es Dargo noch gab. Das Katana, dass der Vampir jetzt benutzte hatte ursprünglich ihm gehört. Nach seinem Tod hatte Horfith es an sich genommen, es war ihr als Verschwendung erschienen, eine so gute Waffe ungenutzt zu lassen.
Aber wenn sie jetzt Mugetsu im Kampf sah, stellte sie fest, dass die beiden sich in ihren Bewegungsabläufen auch sehr ähnelten. Die Frau zwang sich in die Gegenwart zurück, Träumereien konnte sie sich jetzt nicht leisten.
Die Halbdrow sprang auf ein Mauerstück um ihre Position zu erhöhen und ein besseres Schussfeld zu haben.
Mugetsu schien ihren Bogenkünsten voll zu vertrauen, denn er achtete nicht weiter auf sie und ignorierte die Pfeile, egal wie nah sie an ihm vorbei flogen.
Der Strom der Trolle schien kein Ende zu nehmen und Horfith spürte, wie ihr Arm wieder lahm wurde.
Endlich raffte sich auch die Miliz von Secomber auf in den Kampf einzugreifen.
Mit lauten Kampfschreien auf den Lippen stürmte ein großer Trupp von Kämpfern durch das zerstörte Stadttor.
Horfith atmete ein wenig auf. Lange wäre das nicht mehr gut gegangen, zumal ihr allmählich auch die Feuer- und Säurepfeile ausgingen.
Aus den Augenwinkeln heraus nahm sie wahr, dass einer der Milizkämpfer wie angewurzelt stehen blieb. Die Halbdrow erlaubte sich für einen Augenblick den Luxus und drehte ihren Kopf zu dem Mann. Sie sah, dass er mit einem ungläubigen Gesichtsausdruck Mugetsu anstarrte.
Die Unaufmerksamkeit der Halbdrow rächte sich sofort. Von rechts hatte sich ihr ein Troll genähert der das todbringende Feuerkatana umgangen hatte.
Mehr aus Instinkt als aus bewusstem Sehen heraus duckte sich die Frau und so pfiff die schwere Kriegskeule des Trolls knapp über ihren Kopf hinweg.
Horfith griff in ihren Köcher, zog den letzten Säurepfeil heraus und rammte diesen zielsicher in eines der Augen des Trolls. Dann brachte sie sich mit einem großen Satz in scheinbare Sicherheit. Direkt vor ihr tauchte ein weiterer Troll auf. Bevor Horfith reagieren konnte, ertönte ein lautes Brüllen und eine mächtige Pranke riss dem Troll den Kopf weg. Die mächtigen Fänge eines Schreckensbären bohrten sich in den Körper des Trolles und trennten ihn in zwei Hälften. Horfith warf einen Blick hinauf zur Mauer und sah Elva und Morgana ihre Zauber wirken. Bei der nächsten Gelegenheit würde sie den beiden einen Drink spendieren.
Die Frau atmete kurz durch, das war mehr als knapp gewesen. Als sie nach ihrem Köcher tastete, stellte sie fest, dass sie nur noch drei Feuerpfeile hatte. Die Kammer mit dem Blitzpfeilen war noch voll, aber diese nützten gegen die Trolle nicht wirklich viel.
Schnell wechselte sie ihre Position, so dass sie noch einen intakten Teil der Mauer im Rücken hatte.
Horfith fluchte. Noch nie hatte sie einen so gut koordinierten Angriff von Trollen erlebt und wieder fiel ihr Blick auf die Gestalt, die sich weiter vorne auf dem kleinen Hügel befand. Konnte es sein, das, egal wer immer das auch sein mochte, den Angriff der Trolle koordinierte? Die Frau versuchte die Entfernung abzuschätzen. Mit einem Pfeilzauber konnte sie ihn eventuell erwischen, doch dazu brauchte sie Ruhe und auch Schutz, denn nachdem sie einen arkanen Pfeilzauber gewirkt hatte, würde mit ihr nicht mehr viel los sein, denn diese Zauber kosteten sie viel Kraft, danach war sie definitiv für mindestens eine halbe Stunde außer Gefecht gesetzt. Sie brauchte danach jemanden dem sie soweit vertrauen konnte, dass er sie hier nicht auf dem Schlachtfeld verrecken ließ.
Ihr Blick fiel auf dem Vampir. Konnte sie wirklich soweit auf ihn bauen? Immerhin hatte er versucht sie von der Mauer zu holen bevor sie unter ihnen zusammengebrochen war.
Ein wildes Grinsen erschien auf Horfiths Gesicht. Kein Risiko, kein Spaß.
Die Frau lief in Richtung von Mugetsu.
Sogar die Trolle hatten mittlerweile verstanden, dass es mehr als ungesund war, sich dem Kämpfer mit dem Feuerkatana zu nähern und der Vampir hatte etwas Luft um sich herum. Schnell war Horfith neben ihm.
„Mir sind die Pfeile fast ausgegangen und ich denke es wäre keine schlechte Idee, das Kerlchen da oben auf dem Hügel zu erledigen.“
Mugetsu folgte ihrem Blick und seine Augen wurden schmal. Die Halbdrow konnte mit ihrer Vermutung durchaus recht haben. Aber im ersten Augenblick wusste er nicht auf was die Frau hinaus wollte.
„Ich kann ihn mit einem magischen Todespfeil erwischen, dass Problem ist nur, dass ich danach zu erschöpft bin, um mich hier noch verteidigen zu können. Und dass ich ein paar Augenblicke Zeit für die Vorbereitung brauche, in der ich auch ziemlich schutzlos bin.“
Der Vampir begriff sofort auf was die Frau herauswollte. Für einen kurzen Augenblick sahen die beiden sich an. Dann nickte Mugetsu.
Horfith begann sich zu konzentrieren. Ein Leuchten erschien auf ihrem Bogen und das Licht nahm die Form eines hell glänzenden Pfeiles an. Die Frau richtete sich zu ihrer vollen Größe auf und nahm die Gestalt auf dem Hügel ins Visier. Sie nahm nichts anderes mehr um sie herum wahr, sah nicht, wie Mugetsu sie beide verteidigte.
Für die Halbdrow gab es nichts anderes mehr als ihren magischen Pfeil und die Gestalt auf dem Hügel. Sie merkte nicht, wie der Vampir einem Troll den Arm abschlug bevor seine Keule auf ihren Schädel nieder rasen konnte.
Horfith schickte ein schnelles Gebet an ihre Schutzgöttin Tymora und ließ dann den magischen Pfeil von der Sehne schnellen, der sich wie ein Lichtstrahl durch die Nacht fraß.
Sobald der Pfeil auf dem Weg war, ging die Frau in die Knie und kämpfte mühsam gegen eine Ohnmacht an. Das letzte was sie bewusst wahr nahm, war, dass sie jemand umfasste und auf die Beine zog.

Strelok
05.03.2008, 01:32
Der Balor schlug sich ohne Probleme durch die wenigen Wachen der Stadt. Und auch die vereinzelten Trolle, die es durch die Tore geschafft hatten und nun die Bewohner von Secomber verspeisen wollten, hatten keine Chance. Khamûl war zuversichtlich, dass er mit seinem grossen Diener schnell zu seinen Vorräten und aus der Stadt kommen würde, und sollten ihm zufällig die Elfen begegnen würde sich auch dieses Ärgernis in Luft auflösen.
Doch die Arroganz des Hexers hatte heute zum zweiten mal über seine sonst so grossen Fähigkeiten in Sachen geplantes Vorgehen gesiegt, denn einige Trolle schienen das neu entstandene Loch in der Mauer als einfacheren Weg als das ehemalige Tor mit dem schwertschwingenden Vampir erkannt zu haben. So hatte der Hexer nun wesentlich mehr Probleme hinter als vor sich, und da der Balor bereits beschäftigt war, musste Khamûl den Trollen wohl oder übel mit seinem schwarzmagischen Strahl Einhalt gebieten. Zwar konnten die Trolle so nicht besiegt aber wenigstens für kurze Zeit neutralisiert werden.

Doch je näher der Tiefling dem Tor kam desto mehr Trolle stellten sich ihm von allen Seiten her in den Weg und so musste er eine Entscheidung treffen. Der Balor machte ordentlich Schaden und konnte sich einfacher als er selbst durch die Reihen der Gegner kämpfen, vor allem mit seinen flammenden Fäusten. Allerdings erforderte so ein riesengrosser Dämon auch einiges an Konzentration seitens des Tieflings, denn sonst hätte der Tana’Ri seinen Verstand wohl zurückerobert und hätte sich beim Hexer für seine Gefangenschaft bedankt.
Als der Hexer langsam aber sich die Erschöpfung durch die parallel verlaufenden Zauber, die Kontrolle des Dämons sowie das ständige Gebrauchen des Strahls, spürte wusste Khamûl, dass er den Balor unmöglich noch länger kontrollieren konnte. Ein Untoter wäre zwar nicht so effektiv aber viel einfach zu beherrschen und so beschwor Khamûl einen Skelettkrieger, der ihm Deckung für das Gegenritual für die Beschwörung des Balors gab.
Während die Trolle sich also damit beschäftigten, den Untoten in handliche Stücke zu zerteilen und sich gleichzeitig darüber wunderten, wieso der Gegner trotz der Wunden immer noch kämpfte, murmelte der Tiefling erneut kryptische Sätze in Abyssisch vor sich hin während er gleichzeitig eine Menge Eigenblut aus einer selbstzugefügten Schnittwunde am rechten Arm vergoss. Nach einigen Augenblicken erklang ein gellender Schrei und in einem Lichtschimmer, der jeden Drow in unmittelbarer Nähe wohl um den Verstand gebracht hätte, löste sich der Balor langsam in Flammen auf.
Kahmûl konnte nun also wieder klar denken und begab sich in Richtung Tor, sein untoter Diener versuchte ihm zu folgen, doch mittlerweile besass er einfach zu wenige Gliedmassen für diese Aufgabe.

Nach einiger Zeit, die wohl mehr durch geschicktes Ausweichen Khamûls denn grossen Einsatz von Zaubern geprägt war, stand der Hexer in der Nähe des zerstörten Tores. Zu seinem Unbehagen entdeckte er dort nicht nur weitere Grünhäute, die ihn wohl gerne als Abendmahl betrachtet hätten, sondern auch die Elfen-Bande und ein seltsam bleicher Mann, der wohl, wenn Khamûl seine Aura richtig interpretierte, wohl ein Blutsauger war. Nach kurzem Überlegen entschied der Tiefling sich, in der Nähe des Tores zu bleiben. Zwar konnte er diese Abenteurer nicht ausstehen, allerdings würden diese wohl kaum versuchen ihn zu essen. Zudem stand er soweit abseits, dass er in dem Kampfgetümmel unter den ganzen Milizionären wohl nicht so schnell auffallen würde.
So begann der Tiefling, sich mit seiner Waffe ein wenig Distanz von den Angreifern zu verschaffen und begab sich in die hinteren Reihen der Stadtwachen. Er war sich sicher, dass er hier unbehelligt den Ausgang der Schlacht abwarten konnte.

Als Khamûl sich noch einmal kurz umschaute und sah, wie sein skelettierter Untergebener endgültig zusammenfiel, beschloss er allerdings, die Zahl der Trolle zugunsten der Verteidiger zu minimieren, doch dafür musste er eine erhöhte Position finden. Als Khamûl die Mauerreste noch einmal betrachtete fiel ihm ein kleines Mauerstück auf, das noch aufrecht stand. Obwohl er dadurch seine Tarnung aufgeben musste, begab sich der Hexer zu der Position.
Immerhin würden die Elfen ihn wohl zurzeit nicht als Hauptfeind betrachten und sofort angreifen…