PDA

View Full Version : Rund um Khorinis #01



Pages : 1 [2]

Redsonja
21.05.2004, 18:03
Leicht genervt stellte Redsonja fest, dass sich ihre Wunde mittlerweile leicht entzündet hatte. Ihr Arm schmerzte, doch sie riss sich zusammen und wechselte nochmals den Verband. Inzwischen verbarg Taeris seine Rüstung unter seinem Umhang, sodass sie die Stadt betreten konnten ohne als Jünger Lees erkannt zu werden. Der ärmste würde nämlich tatsächlich genötigt mit seiner Schülerin auf einen Einkaufsbummel in die Stadt zu gehen. Als Taeris seine Rüstung verdeckt hätte fragte er Redsonja plötzlich: „Weshalb trägst du eigentlich keine Rüstung? Gestern wäre das eindeutig von Vorteil gewesen.“ Die Söldnerin schaute ihren Lehrmeister einen Moment an ehe sie entgegnete. „Ich bin zu eitel dafür.“ Sie lachte Taeris augenzwinkernd an. „So eine schwere Rüstung behindert mich einfach stark in meiner Wendigkeit. Aber ich lege schon seid langem Geld zur Seite um mir einmal eine möglichst leichte und massgeschneiderte Rüstung anfertigen zu lassen.“ – „Also doch eitel!“ Stellte der Veteran fest und die beiden lachten während sie sich auf nach Khorinis machten.

minidichtl
21.05.2004, 20:41
Die Sonne sandte noch ihre letzten Strahlen auf das Land herab, kurz bevor sie hinter dem Horizont verschwinden würde. Minidichtl war jetzt schon seit Mittag unterwegs und seine Beine wurden langsam müde. Die Nacht wollte er in der Taverne "Zur Toten Harpye"verbringen,
die er bald erreichen müsste. Nach der Beschreibung eines Jägers müsste er sie in wenigen Minuten erreichen. Von dort aus wollte er am nächsten Tag seinen Weg zu Onars Hof vortsetzen um sich dessen Söldern anzuschließen.
Es war schon fast dunkel und am liebsten hätte er sich einfach ins Gras gelegt. Aber nun hatte er ja nicht mehr weit! Er konnte schon die Lichter der Taverne ausmachen und bald würde er ankommen...

Lady Cathaine
21.05.2004, 20:42
Die Welt um Cathaine drehte sich. Munter schritten die beiden Frauen voran, mit scheinbar ungetrübter Freude. Leise sprachen sie miteinander, lachen und erzählten sich Geschichten. Die beiden Männer jedoch konnten jedoch immer nur Wortfetzten auffangen, nichssagende. Dann in wieder anderen Momenten schienen beide traurig, langen sich gegenseitig in den Armen, wortlos, sich einander Trost und Wärme spendend.

Sie hatte ihre Familie gefunden! Die Lady Lyvîane war ihre Schwester, IHRE SCHWESTER!

Die Welt drehte sich...die Reise ging weiter...

Lyvîane & Cathaine
Ladies aus dem Hause Elandor von Erathia
Schwestern des Schwertes
Schwestern im Blute
Schwestern der Ehre
Schwestern des Geistes

Während Cathaine für einen Moment wieder klar denken konnte, fiel ihr ein, daß Kommandant Taurodir und Sir Iwein es noch nicht wußten... Was würde... was würde Iwein sagen?

Rukk Man Dar
21.05.2004, 22:07
Die drei Orks mussten im Wald erneut eine Rast einlegen. Wakk hatten die Kräuter von Truktuk zwar geholfen, jedoch hatte er eine Genesungszeit gebraucht, um wieder ganz fit zu werden. Währenddessen erzählte Rukk ihm alles, was während seines Komas passiert war.
Aber nun war Wakk wieder fit und sie mussten weiter. Ihr Weg führte sie von Baum zu Baum bis zum Holztor des Passes. Diese kleine Stück offene Land passierten sie im Eilschritt, doch hinter der Tür kletterten sie auf die Felsen und machten sich auf diesen weiter vorwärts. Truktuk hatte dabei zwar erhebliche Probleme, aber die konnten die beiden Schleichmeister schnell mit ihr Können ausgleichen.
Bald schon sahen sie wieder ihr Lager.

Seraphin
22.05.2004, 00:19
Die Sonne schien von Himmel und von Zeit zu Zeit geriet sie in ein kleines Handgemenge mit den vorrüberziehenden Schäfchenwolken. Allerdings behielt sie dabei immer die Oberhand und der warme Frühlingswind beeilte sich ihr den nächstens Gegner herzutreiben, bevor er schließlich sachte durch die blühenden Pflanzen am Wegesrand fuhr und Seraphin durch das Gesicht strich. Es war ein wundervoller Tag und dem Schwarzmagier wurde plötzlich klar, wie viele er davon immer nur hinter den dunklen Mauern des Kastells verbrachte. Er würde in Zukunft öfter hinausgehen, im Sommer verstand sich das eh von selbst. Und als ob er ihm zustimmen wollte flatterte in diesem Moment ein kleiner Schmetterling vorbei. Die schillernden Flügel glänzten farbenfroh und beförderten das kleine Wesen zur nächsten Blume, auf der es sich vorsichtig niederließ und sich im warmen Licht der Sonne badete. Die Vögel sangen in den Bäumen und die Insekten erfüllten die Luft mir vielstimmigen Geräuschen. Kleine Pollen segelten durch das Licht und schwebten weiter um sich irgendwo niederzulassen und dort neues Leben entstehen zu lassen.

Seraphins Züge entspannten sich und er genoss dieses wunderbare Gefühl, die Luft, welche einfach nur nach Leben roch und dabei vor einzelnen Gerüchen fast überquoll. Es war wunderschön und er wünschte sich plötzlich zum ersten Mal, das ein Weg kein Ziel hatte sondern immer weiter führte. Denn im Moment kam es ihm vor als könne er endlos laufen, ja ein Ziel war auf einmal gar nicht mehr wichtig bei einem solch schönen Weg…


Trotzdem war er ihn schon zu oft gegangen um nicht zu spüren, dass er der Stadt langsam näher kam. Es konnten nur noch ein paar Biegungen sein bevor er sich schließlich auf dem hinabführenden Pfad zum Ost-Tor befand. Und langsam wurden seine Züge wieder ernst, denn mit seinem Ziel kam auch die Gefahr zurück in den Alltag. Die Wachen durften ihn nicht erkennen, sonst war er geliefert. Doch im Grunde konnte niemand wissen, dass er etwas mit dem Überfall auf die Kaserne zu tun hatte. Denn er hatte nicht gekämpft, nur befreit, und selbst der Wärter hatte Sterne gesehen bevor er sie überhaupt richtig erkannte. Nein, Seraphin konnte nur darauf bauen das sie gut gewesen waren, nämlich so schnell und überraschend, dass die Gardler keine Zeit hatten die eigentliche Quelle des Übels zu erahnen, nämlich die lenkende Macht hinter den Golems und vor den Zellentüren. Der Gedanke dass ihn jemand erkannt haben könnte gefiel Seraphin ganz und gar nicht, doch es war nicht vollständig auszuschließen. Trotzdem war er den Weg zur Stadt, so schön er sich auch erwiesen hatte, garantiert nicht umsonst gegangen und seine stockenden Schritte wurden wieder fester während er sich auf den vor ihm liegenden Pfad konzentrierte. Allerdings blieb er jetzt einen Moment vollständig stehen als er die Gestalt erkannte, welche plötzlich in sein Sichtfeld geriet. Ein dunkelhaariger Mann, scheinbar etwas älter als Seraphin selber, schritt ebenfalls den Weg hinab. Doch er war in schlichte Kleidung gehüllt, also offensichtlich kein Magier.

Seraphin spürte den kleinen Funken Hoffnung, das er Horaxedus gefunden hätte, wieder verglühen und schritt unbeeindruckt weiter. Doch irgendwas irritierte ihn, als ob er etwas übersehen hätte was wichtig war und dieser Umstand veranlasste Seraphin, sich den vor ihm laufenden Mann ein weiteres Mal zu betrachten. Plötzlich machte sein Herz einen Ruck und schlug danach noch eine Spur schneller als normal weiter, als er erkannte was ihm so wichtig erschienen war.
Die Gestalt trug einen Stab! Dieser maß ungefähr eine Manneslänge und steckte in einer ledernen Hülle auf seinem Rücken. Zwar konnten in Khorinis eine Menge Leute mit einem Stab auf dem Rücken herumlaufen, trotzdem war dieser Umstand es zumindest wert den Mann im Auge zu behalten. Vielleicht sollte Seraphin ihn sogar einfach so ansprechen. Schließlich wusste er nun mal nicht wie dieser Horaxedus aussah und wenn er in die Stadt wollte war es nur naheliegend das er mit der Robe ebenfalls das letzte, für Seraphin mögliche, Erkennungsmerkmal abgestreift hatte.


Unschlüssig beobachtete Seraphin den Mann weiterhin während er ihm in Richtung Stadttor folgte…

Die Banditen
22.05.2004, 03:23
Den ganzen Tag hatten die beiden Banditen Aidan und Redfox gejagt. Sie verbrachten eine Menge Zeit mit der Jagd, seit es die Barriere nicht mehr gab und das neue Lager sich aufgelöst hatte. Auf dem Hof gab es nichts zu tun für sie, die Söldner bewachten alles, die Banditen konnten also tun und lassen, was sie wollten. Gelegentlich ein paar Milizen überfallen, Reisende ausrauben - das war die einzige Abwechslung, die die beiden hatten.

Es war bereits früher Abend, als die beiden am Fluss ein paar Lurker jagden und dann eine kurze Pause machten. Vor ihnen lag die Brücke zum Kloster, das hoch über ihnen auf einem Berg stand. Die beiden Banditen schauten hinaus.

"Es heisst, die Feuermagier horten da oben unendlich viele Reichtümer. Gold, Silber, Edelsteine, alles was du dir vorstellen kannst", meinte Aidar.

"Ja", erwiderte Redfox, "Und es heisst auch, dass die Magier keinen Spaß verstehen und mit Dieben kurzen Prozess machen. Außerdem sind die Schätze sicher gut bewacht. Da kommt man nicht so einfach ran, also vergiss es lieber wieder."

Redfox ahnte, woran sein Freund dachte, und deshalb warnte er ihn. Er hing an seinem Leben und hatte nicht vor, es vorzeitig aufzugeben, auch nicht für riesige Reichtümer.

"Papperlapapp." Aidan zeigte sich unbeeindruckt. "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg."

Er warf noch einen Blick auf das Kloster, dann drehten sich die beiden Banditen um und machten sich auf den Rückweg zum Hof, beladen mit Trophäen, Fleisch und Fellen, der Ausbeute des heutigen Tages. Das Kloster verschwand aus ihrem Blickfeld, aber nicht aus ihren Gedanken.

elpede

Amir
22.05.2004, 04:30
DIe Gruppe um Erain war nun endlich wieder in den bewohnten Gefilden Khorinis'. Amir war froh endlich den Streit mit Erain ausgeräumt zu haben. Alles schien vergeben und vergessen. Im großen und ganzen war ja auch nichts schlimmes pasiert.
Nun wollten sie aber heute nicht am Pass übernachten, sondern sich zur Taverne begeben um dort ein Zimmer zu mieten.
Es schien Amir lange her zu sein, dieser Aufenthalt im Minental wirkte so lang. Dabei waren sie nicht mal eine Woche weg gewesen und doch hatte sich dieses Erlebnis in Amirs Gedanken eingeprägt.
Die Schwertstunden mit Nero, der ja nun leider im Minental blieb, die Gespräche unter dem unbarmherzigen Blick der Orks am Lagerfeuer der Burg, der Kerker in der Burg und die missverständnisreiche Rückreise, das alles ging Amir noch mal durch den Kopf, als sie die Brücke bei Bengars Hof passierten und dem Pfad zur Taverne folgten.
Sie redeten auch leise darüber. Über das was war und ihre jeweiligen Zukunftspläne.
Khorinis bei Nacht in Begleitung hinterließ einen merkwürdigen aber schönen Eindruck auf die Gruppe. Es waren seltsame aber freundliche Geräusche zu hören, alles schien zu friedlicher Ruhe gekommen zu sein. Und selbst wenn das nur Illusion war, es färbte auf die Stimmung der Gruppe ab. Das Minental wirkte weit weg, die sprudelnden Flüsse und grünen Wiesen von Khorinis die nun in der Nacht nicht gar so grün waren, aber trotzdem nach Frühlingsblumen dufteten wischten alle unangenehmen Gedanken der Gefährten weg.
Nach einem kurzen Marsch unter dem sternklaren Himmel, der ihnen fast wie ein Spaziergang vorkam, erreichten sie endlich die hell erleuchtete Taverne, die Zivilisation hatte sie wieder.
Sie hängten ihre Mäntel auf und setzten sich noch an einen Tisch bevor sie Nachtruhe halten wollten. Amir bestellte noch einmal zur Versöhnung eine Runde für alle, doch das war gar nicht mehr nötig. Alle verstanden sich nun so blendend, dass bald heitere Diskussionen aufkamen.

Taurodir
22.05.2004, 15:18
Tief zog der Krieger an seiner Pfeife, und seine Zähne kamen zum Vorschein, als er beim Anblick von Iwein zu grinsen begann, der anscheinend sich nicht von seinen Träumen, die er im Schlaf sah, lösen konnte, und dabei leise murmelte. Die Entscheidung, wieder zu rasten, war wohl keine falsche Entscheidung gewesen, ansonsten wäre der Bauernsherr einer kleinen Truppe begegnet, die aufgrund großer Müdigkeit kaum mehr ihre Augen offen halten konnten und nur das Bett suchten.

Die Sonne stieg auf, und die Ohren des Paladins erhörten das Gesänge von Vögeln, die auf den Ästen der hohen Bäumen ruhten. Ruhig blieb er am Baumstamm sitzen, mit etwas nachdenklichen Augen blickend zum Lagerfeuer. Vom Lagerfeuer aus zur Lady aus Erathia. Ein friedlicher Anblick, der sich nie ändern sollte.

Zu seiner Überraschung waren alle dennoch zu frühren Morgenstunde ausgeschlafen auf den Beinen. Das Feuer wurde, nachdem man sich etwas zu essen gönnte, gelöscht, und die Decken wurden wieder in die Taschen gerollt, bis die Gruppe bereit war, sich zu ihrem Ziel zu begeben.
Taurodir blickte die Karte an, und war sich sicher, dass es nicht mehr lange dauern würde. Als er Cathaine und Lyvîane wieder anblickte, fiel ihm wieder die große Freude auf, die schon gestern nicht zu übersehen war.
"Schön, dass es euch gut geht. Ich weiß zwar den Grund dafür nicht, doch hoffe ich, dass sich dies nie ändern", sprach er ihnen freundlich zu, drehte sich anschließend um, und deutete mit einer Handbewegung zum Abmarsch.

Lady Cathaine
22.05.2004, 15:59
Gerade als Cathaine zum Antworten ansetzten wollte, gab der Kommandant den Befehl zum Abmarsch. Rasch preßte die junge Soldatin die Lippen aufeinander und folgte den anderen. In ihrem inneren herrschte ein Chaos an Gefühlen, das war unbeschreiblich. Sie hatte ihre Familie gefunden und im gleichen Moment wieder verloren… oder auch nicht… doch ihre Mutter war tot, ihr Vater, ein großer Paladin, ebenso tot… zwei Geschwister, die sie nie gekannt hatte tot... ERMORDET!

Doch da war Lyvîane… ihre Schwester… Innos selbst hatte die beiden nach so langer Zeit wieder zusammengeführt… in ihren Gebeten dankte Cathaine ihrem Gott dafür.

Freunde und Trauer beherrschten ihre Züge… nur ein Umstand brachte Verwirrung in ihre Züge. Deutlich erinnerte sich sich an Lya´s Worte.

„Ich bin aus dem Adelshaus Erathia, aus dem Zweig der Luthors. Die Luthorianer sind eine sehr hohe Adelsdynastie. Sie gehören auch zum Königshaus. König Rhobar II. ... ist ein Verwandter von mir. Genau zu sagen mein Onkel.“
- Lyvîane –

Mein Onkel… ihr Onkel… egal wie sie es drehte… Lyvîane und Cathaine waren die Nichten des Königs Rhobar II. Sie war eine Lady, eine richtige Lady… Bei Innos, sie wußte nicht, was von alle dem ihr mehr Angst machte.

Fisk
22.05.2004, 18:09
Behutsamkeit, dies war nun das oberste Gebot für den erfahrenen Gildenlosen. Denn so etwas wie Fehler konnte sich Fisk nicht erlauben. Und mit eben jener Eigenschaft schaffte er es auch, sich lautlos durch den dichten Wald westlich des Hofs des Bauern Akil zu schleichen, ein Seil an der steinernen Mauer herabzulassen und sich unbemerkt aus dem Blickfeld der Bauern zu begeben. Generell zog es der Waldläufer mittlerweile vor, nicht gesehen zu werden, außer in jenen Gelegenheiten, in denen er es selbst wünschte. Denn er wusste, dass Darlon und Faren einflussreiche Männer waren, und es war zu erwarten, dass praktisch überall ihre Spitzel in den Bäumen lauerten. Und obgleich Fisk es für unwahrscheinlich hielt, das gerade jener harmlose Bauer für die Gardisten arbeitete, so wusste er doch aus Erfahrung, das jeder halbwegs arme Mann auf Khorinis käuflich war.
Dennoch musste er sich früher oder später in eine größere Gesellschaft begeben, das war nahezu unvermeidlich. Doch zuerst galt es, Taeris zu finden. Als Verbannter, so zumindest nannte er sich mittlerweile selbst, war es ihm nicht gestattet, das Räuberlager im Minental zu betreten, obgleich in selbigem all seine Besitztümer in vier großen Truhen im Obergeschoss seines Hauses ruhten. Ein kaum hörbarer Seufzer verließ seinen Mund, und Fisk sah sich bereits im Begriff, zum Hof zurückzukehren, so sehr in der Gedanke auch schmerzte. Doch dann vernahm er laute Schreie aus der Stadt. Reflexartig fuhr der erfahrene Waldläufer herum und begutachtete die Stadtmauern, welche unmittelbar vor ihm lagen. Jemand schien seine Hilfe zu benötigen. „Früher oder später wäre es unvermeidlich gewesen…“ murmelte der Gildenlose, bereits fest dazu entschlossen, den Verfolgten Hilfe zu gewährleisten.

Cain
22.05.2004, 18:30
Cain drehte sich wieder zu der jungen Dame um und merkte, wie sehr sie die Natur hier draußen faszinierte. Schließlich beschloss er sein Tempo einw enig zu zügeln und blieb stehen um den Klängen der Natur zu horchen und sich ein bisschen zu entspannen.
Cath war sehr damit beschäftigt jede Blumenart, der sie über den Weg lief genauer zu besichtigen.
Ich gebe dir einen kleinen Tipp Cath. Trage immer ein Buch mit dir rum und legte in jede Seite des Buches eine Pflanze, die dir sehr gut gefällt und presse das Buch zusammen. Wenn du über Nacht drauf schläfst oder einen Stein drauf legst dann ist diese Pflanze am nächsten Tag platt, wie die Buchseite und wenn sie trocknet verliert sie kaum etwas an ihrer Schönheit.. mehr dir dies für den Anfang Cain lächelte dem Mädchen kurz zu und drehte sich dann wieder um um weiter zu gehen.
Wir werden nun Richtung Onars Hof gehen und kurz davor werden wir abbiegen.. dann ist der Weg zum Eingang des Minentals nichtmehr weit.. nimm dich dort in Acht, das Minental ist ein schlimmer Ort und hat sich im laufe der Zeit verändert...
Cain sah Cath nun ernst an und seine Augen funkelten vielsagend.
Dort leben nun Orks und Drachen.. ich selbst habe einen Drachen damals erlegt.. zu meiner Zeit als Drachenjäger. Ich sage dir, diese Biester sind nicht zum Spaß auf dieser Welt.
Cain zog aus seiner Tasche etwas weiß-glänzendes. Bei näherem Hinsehen erkannte man daraus einen riesenhaften zahl. Er war länger als ein Dolch und mindestens genauso spitz und gefährlich.
Dis ist von diesem Mistviel übriggebieben.. sagte Cain und sah in Gedanken versunken zu diesem Tag zurück, an dem er mit tödlichen Verletzungen durchs Minental geschliffen ist und schließlich ein Trupp von Söldnern, er dachte jedenfalls es sein Söldner da er es nie rausgefunden hatte, rettete ihn und ein Heiler schenkte ihm eine zweite Chance zu leben.
Das ist einer der Gründe warum Cain wieder zurück zu den Magiern gegangen war. Er hatte keine Lust mehr Drachzen zu jagen und dabei höchstwarscheinlich noch sein Leben zu verlieren.
Er seuftze innerlich und sie gingen weiter.
Die Tote Harpyie hatten sie nun schon seit längerem hinter sich gelassen und es kamen schon die ersten Hütten des Hofes in Sicht.
Vor der Abbiegung, die sie benutzen mussten kam noch ein Haus von den Söldnern.
Sie sahen die beiden Wanderer grimmig an, ließen jedoch einen Mann in verschlissener Kleidung und ein junges Mädchen passieren, da sie in ihnen keine Gefahr sahen. Cain wollte den Söldnern auch nichts tun. Im Gegenteil. Er hatte schon des längeren Beschlossen vor dem Rat darum zu bitten, sich hierhin versetzen zu lassen um die Söldner auf den Richtigen Glaubensweg zu bringen und sie ein wenig zu unterstützen, was Fragen an Adanos u.s.w. angeht.
Schließlich gingen sie auch die große Treppe hinauf und betraten das Gebiet eines anderen Bauern. Dort waren sie schnell vorbei und die Sonne stand noch am Himmel, als sie das Minental-Portal sichteten.
Vor ihm standen zwei Paladine, die wache hielten und sahen Cain und Cath neugierig an. Doch sagen sie nichts gegen Leute, die ins Minental wollten. Nur gegen orks, die aus dem Minental raus wollten.
Und schon betraten sie diese schreckliche Welt, in der Cain damals für lange Zeit festgesessen hatte...

Windfürst
23.05.2004, 00:10
Als Wind den Weg so hinunterging war ihm etwas mulmig zu mute, schließlich war die Gefahr eines weiteren Goblinangriffs noch immer vorhanden. Anubis schien in bester Laune zu sein und auch Amir trillerte ein nettes Wanderlied. Doch Wind schaffte es einfach nicht lockerer zu werden. Er hatte einfach Angst dass sie hier so nah am Ziel irgendwelchen Monstern zum Opfer fallen würden. Auch Erain war sich anscheinend der Gefahr bewusst und mahnte Amir still zu sein. Der zog beleidigt eine etwas komische Grimasse und alle kugelten sich vor Lachen.
Bald stellte sich heraus dass Erains und Winds schlechte Vorahnungen vollkommen umsonst waren.
Die vier Kameraden erreichten ohne Probleme die Stadttore.
"Verdammt keine Fanfaren!" sagte Wind enttäuscht,
"Naja dem werd ich abhelfen!" Schon zog er sein Horn hervor und blies hinein so dass der ganze Marktplatz aufschreckte.

minidichtl
23.05.2004, 00:15
Minidichtl hatte gerade die Taverne verlassen. Obwohl ein strahlender Sonnenschein die Vögel zwitschern ließ, und der endlos blaue Himmel
normalerweiße ein Lachen auf jedes noch so finstere Gemüt zaubern müsste, war minidichtl schlechter Laune. Er hatte letzte Nacht wieder von seiner Mutter geträumt. Jetzt, 6 Jahre nach ihrem Tod hatte er es immer noch nicht verkraftet. Und seine Tat, so gerechtfertigt sie seiner Meinung nach auch war, auch nicht. Vielleicht war es dumm von ihm, zu glauben, dass er in Khorinis alles das vergessen könnte.
Er stapfte den Weg entlang weiter und ließ den Kopf hängen. Er hatte
wieder mal kein Geld. Eigentlich hatte er seit dem Tod seiner Mutter
nie richtig Geld gehabt. "Eigentlich bin ich ein armseliges, selbstmitleidiges Stück Scheiße!", gestand er sich selbst ein.
War es vielleicht falsch ihren Mörder zu töten? "Nein!"
Der hatte es verdient! Wie erbärmlich er gewinselt hatte! Ein dreckiger, gnadenloser Tagedieb. So würde er nie werden!!!
Oder war er es schon???

Er würde sich den Söldnern anschließen. Bei der Miliz würde man nur seine Vergangenheit aufdecken!
Aber würde man ihn bei den Söldern überhaupt aufnehmen?
Er nsehnte sich nach einer Freundschaft. Die letzten Jahre war er immer einsam. "Es wird besser!", sprach er sich Mut zu und setzte
seinen Weg zum Großbauern fort.

Charos
23.05.2004, 00:45
Dunkelheit umfing ihn. Nicht der geringste Lichtschimmer fand den Weg in die dunkle Kammer. Die Luft war stickig und abgestanden, der steinerne Boden schmutzig und hart. Kein Ort an dem man gern länger verweilte. Wie lange war er den schon hier ? Verzweifelt versuchte er sich daran zu erinnern. Doch es fiehl ihm nicht ein, gar nichts fiehl im ihm. Er wusste nichts über die vergangen Zeit die er hier zugebracht hatte. Oder war er gar nicht hier ?
Eine Tür knarrte, ein fahler Lichtschein drang in den Raum und gewährte seinem Bewohner einen Blick auf dessen Inneres. Nur Stein, überall Stein. Seine müden Augen hefteten sich auf die Tür die langsam aufschwang und den Blick auf einen großen Mann preisgab. Der Mann kam auf ihn zu und verschränkte die Arme vor der Brust. Charos versuchte etwas in den Augen des Mannes zu finden, Feinschaft oder irgendein Gefühl aber er fand nichts. Wie oft war er wohl schon hier gewesen ? "Der Meister erwartet dich, folge mir." Charos wusste nicht wovon der Mann sprach aber das Ausbleiben von Gewalt schien nur der einfachere Weg zu sein den der Mann gewählt hatte. Sicherlich konnte er auch anders. Erstaunlich beehndig kam er auf die Beine, streckte und reckte seine Glieder und stellte überascht fest das er keinerlei Anzeichen für einen längeren Aufenthalt in einem Keker zeigte. Im gegenteil, Kraft durchfloss seine Muskeln und seine Geschmeidigkeit übertraf die seiner Jugend. Es ergab keinen Sinn. Charos Blick richtete sich auf den Mann vor ihm und schürtze nachdenklich die Lippen. Aus alter Gewohnheit überlegte er wohl wie schnell er ihn töten könnte und zog ernsthaft in Betracht es herauszufinden. Doch dann siegte seine Neugier und er schritt schweigend hinter dem Mann her. Der lange Gang hatte weder Fenster noch Scharten, offensichtlich war er unter der Erde. Die stickige Luft die hier überall vorzuherschen schien unterstrich dieses Gefühl nur noch. Dann kamen sie in einen kleinen kuppelförmigen Raum dessen Wände mit merkürig aussehenden Piktogrammen beschriftet waren. Der Mann blieb stehen und wies Charos an hier zu warten. Dann verschwand er durch eine Tür die sich hinter ihm verschloß. Unruhe stieg in ihm auf. Was würde jetzt geschehen ? wie oft hatte er hier schon gestanden ? Und wie oft würde er noch hier stehen ? Was wenn seine Erinerrung ausgelöscht werden würde und er am morgigen Tag erneut mit dieser Unwissenheit aufwachen wüde. Er unterdrückte die aufkeimende Panik und suchte die Wände nach etwas verdächtigem ab, fand jedoch nichts.
Keine sorge mein Freund wisperte eine Stimme in seinem Kopf. Charos fuhr herum sah jedoch niemanden. Sein Blick hechtete durch den Raum. Lass das Soldat ! Du wirst mich nicht finden mit deiner beschränkten sichtweise. Hör mir gut zu. "Wo bin ich !" brüllte Charos in den leeren Raum hinein. "Wer bist du !"
Das ist nicht wichtig, schweig jetzt ! Ich habe mich um dich gekümmert, du warst dem tode nahe, auch wenn du es nicht mehr weißt. Tag für Tag habe ich meine kostbare Zeit verschwendet um dir zu helfen. Fühlst du die Kraft die dich durchfließt ? Sie war die ganze Zeit in dir, doch ich habe sie befreit. Aber genug davon ! Das ist jetzt nicht mehr wichtig. Als Dank für deine Rettung wirst du mir eine .. Gefälligkeit erweisen. Versuche nicht mich zu hintergehen, ich werde es wissen und dich aufsuchen. Eine kleine Pause folgte und Charos versuchte mit aller Macht die Stimme in seinem Kopf zu unterdrücken, dich vor ihr abzuschirmen. Doch sie war zu mächtig. "Bereite dich auf deine Rückkehr vor und erfülle deine Mission. Tue dies nicht, stirb!" Es wurde still. Doch dann fing etwas an zu pochen, in seinem Kopf. Es wurde stärker und schwoll zu einem unerträglichem Schmerz an. Charos schlug seine Hände an den Kopf und presste seine Kiefer sofest aufeinander das es schmerzte. Das Pochen sannte Wellen von Schmerzen durch deinen Kopf und ließ ihn keinen klaren Gedanken fassen. [i]Wehre dich nicht, wehre dich nicht, gleich ist es vorbei mein Freund, bald ist es soweit .. jaaa ... bald ist es so weit ... [i] Er konnte die Stimmte nicht mehr höre, die ging in dem pulsierenden Schmerz unter der sich nun durch seinen ganzen Körper zog. Unfähig etwas dagegen zu unternehmen fiel sein Körper wie ein nasser Sack zu Boden und schlug hart auf dem massiven Fels auf. Ein gleißender Lichtblitz folgte und es wurde dunkel. Alles fiel von ihm ab, kein Schmerz mehr, nichts, nur noch Leere. Eine schwarze Wüste, unendlich weit.
Als er zu sich kam entflammte ein unangenehmer Kopfschmerz. Seine Augen öffneten sich und blickten gradewegs in einen grauen Himmel der eine Regenfront ankündigte. Ächtzend gruben sich seine Hände in das weiche Erdreich unter ihm und drückten seinen Körper in die Höhe. Ihm wurde ein wenig schwindelig doch die frische Luft vertrieb auch dieses Gefühl bald. Nach einer Weile stand er auf und musterte seine Umgebung. Wo war er bloß ? Es kam ihm schon ein wenig bekannt vor. "Verdammt Mann, du hast bestimmt schon wieder zu viel getrunken" schalte er sich selbst und setze sich in Bewegung. Müde versuchte er sich zu erinnern wo er gewesen war, gab es jedoch auf als es ihm nicht auf Anhieb einfiel. Es war ihm auch nicht besonders wichtig, er hatte noch nie viel für die Vergangenheit übrig gehabt. Er war hier und am Leben und das war schon alles was ihn im Moment interessierte. Der Schmerz in seinem Kopf begann bereits abzuflauen und er begann im gehen seine Schultern zu lockern. Er schwang seine Arme ein paar mal im Kreis und ließ sie dann an seiner Seite baumlen. Dabei streifte seine rechte hand etwas. Neugierg blickte er an sich herab und stellte verblüfft fest das sein altes Schwert in einer schwarzen Lederscheide steckte. Er wusste gar nicht das er es mitgehabt hatte als er ...
"Ach verdammt ... " begann er ungehemmt zu fluchen als sich ihm zwei Wegelagerer in den Weg stellten. "Ich hab jetzt keine Zeit für solche Spielchen meine Freunde, also macht das ihr wegkommt." Sie rühren sich nicht und Charos verdrehte in einer theatralischen Geste die Augen. Mit gespielt langweiliger Miene zog er sein Schwert und machte ein paar spielerische Atacken in der Luft. Es überaschte ihn selbst wie gut er mit dem Schwert umgehen konnte, er konnte sich gar nicht daran erinnern wann er es das letze mal benutzt hatte, doch er verbarg seine Überaschung hinter einer Maske aus Neugier und wandte sich wieder den beiden Männern zu die nun unschlüssig da standen und nervös an ihren Schwertknaufen hantierten. "Was ist, können wir anfangen?" fragte Charos die beiden und sah sie abwechselnd an. Diese überlegten nicht lange und suchten ihr Heil in der Flucht. Beinah entäuscht steckte er seine Waffe wieder in die Scheide und ging den Pfad weiter. Er meinte etwas gesehen zu haben und als er weiter ging erkannte er es. Es war die Taverne die zwischen dem Hof und der Stadt lag.
Freude machte sich auf seinen Zügem breit als er den Goldgefüllten Beutel an seinem Gürtel in die Hand nahm. Doch dann besann er sich seiner Situation und seuftze entäuscht. Es wäre dumm sofort in die Kneipe zu maschieren und ein Bier zu trinken. Plötzlich machte sich sein Magen bemerkbar und brachte Charos zu der Überzeugung das ein Besuch auf dem Hof weitaus günstiger wäre. Außerdem hatte er plötzlich das verlangen nach einem heißen Bad und frischer Kleidung. Aber wann hatte er das nicht wenn er von Reise zum Hof zurückkehrte ?

Taurodir
23.05.2004, 01:19
Taurodir führte die kleine Gruppe an...
Der Weg führte über eine Brücke, und laut der Karte, die er immer wieder hervorholte, um ja nicht einen falschen Weg zu nehmen, deutete daraufhin, dass sich nun östlich von ihnen der Hof des Bauerns befinden müsste. Die Blicke schweiften also in die Richtung, und in der Ferne erkannte man eine Scheune, und daneben ein kleineres Gebäude. Dort müsste also der Herr sein, der noch dem König diente.

"Dort ist unser Ziel", sprach der junge Kommandant, und lief wieder los. Die beiden Ladies strahlten noch immer eine große Freude aus. Welch Grund sie dazu brachte? Der Grund war aber eigentlich egal. Den Krieger erfreute sich über diesen Anblick, und hoffte nur, dass es sich nicht schnell ändern würde.

"Na Iwein, ich hoffe, wir können unseren Kampf irgendwann fortführen", sagte der Lord seinem Freund, um ein Gespräch mit ihm zu beginnen, während sie sich dem Hof näherten. Immer größer wurden die Gebäuden, die von der Ferne aus noch winzigklein gewirkt hatten. Als Taurodir seinen Blick über den Hof streifen lies, erkannte er selbst auch schon das Problem. Hierbei schien es sich wirklich um Schädlinge zu handeln, die die Ernte zerstörten. Die Finger des Paladins umstrichen langsam den Knauf seines Schwertes, und sein Umhang wehte im leichten Wind, als er selbst sich der Gestalt näherte, die sich vor der großen Hütte befand.

"Ah...hat Lord Hagen also doch noch wen geschickt, nachdem ich ihm meinen Brief zukommen ließ? Nicht wenig hab ich hier gewartet", rief dieser etwas alte Mann, der kaum noch Haare auf dem Kopf hatte, der kleinen Gruppe. verärgert entgegen. Sein Blick und sein Ton änderten sich jedoch schnell, als er das Wappen auf der Rüstung des Kommandanten erkannte, und in dessen nun recht ernsten Augen blickte.

"Mein...mein Lord, dass man uns solch eine Ehre erweist, und euch zu uns schickt", begann er zu stottern...
Taurodirs Lippen formten sich nur zu einem leichten Lächeln, während er ihn aber abwinkte, um die gespielten Höflichkeiten nicht zu sehr in die Länge zu ziehen.

"Seid gegrüßt. Wie ich sehe, sind wir hier also richtig.
Man sagte mir, dass ihr ein Problem hättet mit eurer Ernte dieses Jahr. Wollt ihr uns das Problem nicht genauer schildern?"

"Ja, aber natürlich, natürlich mein Herr. Kommt doch alle rein, und gönnt euch etwas zu essen. Ich werde dann alles weitere erzählen", antwortete der Bauernsherr der kleinen Gruppe, die zu diesem Angebot nach der langen Reise nicht nein sagen konnte.

"Katrin, mach uns doch von deiner besten Suppe", rief der alte Mann in die Hütte hinein, während Taurodir, Iwein, und die beiden Ladies nach und nach hineinschritten.

Taeris
23.05.2004, 01:43
Völlig ausser Atem betrachtete Taeris seine ziemlich schmerzende Wunde an seinem linken Unterarm. Der Unterarmschutz aus Leder, der für einen Bogenschützen äußerst wichtig war, war zerfetzt und Taeris musste ihn abnehmen, zu gebrauchen war er jedenfalls nicht mehr. Verschnaufend hatten die drei sich nun an einem dicht bewachsenen Baum niedergelassen, wo sie von den Blicken ihrer Häscher verborgen waren. Taeris blickte zu Fisk hinüber und wischte sein Schwert sauber. "So, jetzt verrat mir aber ernsthaft mal wie du uns gefunden hast. Währest du nicht gekommen hättest du mich in einigen Tagen aus dem Knast befreien können statt uns hier einfach so auf zu gabeln." Taeris grinste und steckte sein Schwert wieder zurück in den Gurt.

Lady Cathaine
23.05.2004, 01:58
Sich aufmerksam umsehend folge Cathaine den anderen ins innere des kleinen Hauses. Drinnen kam ihnen schon die Bauersfrau entgegen die aufgeregt über den "hohen" Besuch Vorbereitungen für das Essen traf. Hätte sie gewußt, daß sie in diesem Moment gerade zwei Nichten des Königs beherbergte wäre ihr warscheinlich der Suppenlöffel aus der Hand gefallen.

Für einen Moment herrschte Unruhe, dann saßen alle an einem einfachen Küchentisch.

Cathaines Blick glitt zu Taurodir fragend, doch er nickte nur und so sprach die Lady zu dem Bauern.

"Sagt guter Mann, was bedroht Euch? Warum lebt ihr in solcher Angst, daß ihr die Garde des Königs um Hilfe gebeten habt?"

Fisk
23.05.2004, 02:01
„Euch gefunden?“
Fisk begann zu grinsen. „Ich hab’ euch nicht gefunden – euch hätte man im Pyramidental gehört, so laut haben diese ganzen Rotröckchen rum geschrieen.“
Die beiden Männer blickten sich kurz an, dann überfuhr ein breites Grinsen ihre Gesichter, welches nach wenigen Augenblicken in lautes Lachen ausartete. Sonjas verwirrter Blick jedoch riss sie kurz darauf wieder aus ihrer Heiterkeit, da es nicht unwahrscheinlich war, dass die Soldaten der Stadt noch immer nach ihnen suchten. Rufe erklangen in der Ferne, doch schienen die Milizen in der falschen Richtung nach den Flüchtigen zu suchen, da die Stimmen stets leiser wurden, bis sie schlussendlich verklangen. Fisk atmete auf. Als erster richtete er sich auf und half zu erst Sonja, dann seinem besten Freund, sich aufzurichten. Als sie wieder standen, dachte der erfahrene Waldläufer an jene Botschaft, wegen der er Taeris aufgesucht hatte. Knapp nickte er der Söldnerin zu, ehe er den Veteran an seinem unversehrten Arm packte und ihn einige Meter hinfort zerrte. Als sie sich aus Redsonjas Hörweite befanden, drückte Fisk seinem ehemaligen Söldnerkameraden zwei Schlüssel in die Hand, wobei er versuchte, möglichst unauffällig zu erscheinen. Ehe jener es schaffte nachzufragen, begann der Gildenlose mit einer Erklärung:

„Das sind meine wichtigsten Schlüssel. Der silberne öffnet die Haustür meiner Hütte, während der bronze-farbene all meine Truhen öffnet. Ich habe folgende Bitte an dich: Ich habe die Jünger verlassen, das dürfte dir mit Sicherheit nicht entgangen sein. Nun will ich den Kontakt mit den anderen Lees, sofern es mir möglich ist, vermeiden, da ich sie nicht gefährden will. Dennoch liegt mir etwas an meinen Besitztümern, und mein Gold werde ich in nächster Zeit brauchen. Ich habe hier eine Karte, auf der ich eine geheime Karte eingezeichnet habe. Nun kommen wir zu meiner Bitte: In den Kisten im Obergeschoss des Hauses sind meine wichtigsten persönlichen Gegenstände. Nun bitte ich dich, sie aus den Truhen zu entnehmen und sie in die Höhle zu schaffen, die ich dir eingezeichnet habe. Danach kannst du mein Haus mit dem ganzen restlichen Kram, der sich noch darin befindet, haben. Tust du mir diesen Gefallen?“

Taeris
23.05.2004, 02:18
Taeris nahm die beiden Schlüssel entgegen und ließ sie mit flüchtiger Bewegung in seine Tasche fallen. Einen Moment lang blickte er an Fisk vorbei, in die Ferne. Er dachte an die Zeit mit Fisk bei den Lee´s zurück. Daran wie alnge sie zusammen auf der Banditenburg gelebt hatten und schliesslich ins Räuberlager im Minental gezogen waren. "Ehrlich gesagt, ich wusste noch nichts davon das du Lee den Rücken gekehrt hast. Ich habe zwar keine Ahnung was dich zu dieser Entscheidung gebracht hast, aber ich denke das du deine Gründe hast.
Ich werd mich um deinen Krempel kümmern." Fisk nickte dankend und schien sich von Taeris verabschieden zu wollen. Taeris legte seine Hand auf die Schulter des Waldläufers und blcikte ihn musternd an. "Und wehe das war das letzte mal das wir uns gesehen haben... Und jetzt mach das du weg kommst alter Gauner." Taeris grinste und schlug Fisk kameradschaftlich auf den Schulterpanzer. "Keine Sorge, wir sehen uns wieder... Pass auf dich auf..." sprach Fisk leise. Er ging noch an Redsonja vorbei und verabschiedete sich flüchtig von ihr, ehe er im Schatten des finster gewordenen Waldes verschwand. Taeris blickte Fisk noch einen Moment nach und dachte ans eine nun leer stehende Hütte.
"Alter Mistkerl, jetzt darf ich dem auch noch seinen krempel nachschleppen" murmelte Taeris vor sich hin und grinste in sich hinein. Dann wandte er sich seiner Schülerin zu und reichte ihr wieder seinen Bogen Bregolad. "Hier, morgen gehen wir noch ein mal auf die Jagd und wenn du dich da so gut schlägst wie bisher, kannst du dich eine Meisterin im Umgang mit dem Ding hier nennen..." sprach er und grinste ihr aufmunternd zu. Freudig nahms ie den Bogen entgegen und nachdem Taeris notdürftig seine Wunde am Arm versorgt hatte errichteten die beiden Lee´s sich ein Schlaflager für die bald hereinbrechende Nacht.

HoraXeduS
23.05.2004, 11:12
Schlicht gestrickte Gemüter, dies war wohl die passende Bezeichnung für all jene, die in ihrem Leben, oder vielleicht auch nur in einer gegenwärtigen Phase desselben, nicht einen einzigen ernsthaften Gedanken über das hinaus verschwendeten, was ihnen bevorzugt in ihrem leider allzu begrenzten Kopf umherschwirrte. Nun, vermutlich wäre niemand, der den Glasmacher Horaxedus einmal kennenglernt oder auch nur eine Weile heimlich beobachtet hatte, ohne weiteres auf den Gedanken verfallen, ihn als schlicht gestrickt einzuschätzen. Doch die geradlinige Art und Weise, auf die er sein gesamtes Leben abwickelte, wenn er ein Ziel vor Augen hatte, hätte ein interessierter Beobachter zumindest als Sturheit bezeichnen können. Und so marschierte in eben dieser Nacht der derart leicht zu durchschauende Magier dem Osttor von Khorinis entgegen, getragen von nur einem einzigen Gedanken, dem er seit Tagen bereits sein Leben unterordnete. Einen Mann zur Strecke zu bringen, der seinen Namen der zweifelhaften Fähigkeit verdankte, den Tod eines Menschen vorhersagen zu können. Knarguf den Illaner.

Schlicht gestrickte Gemüter, so lehrt es die Beobachtung über Jahrtausende, sollten tunlichst nicht von ihrem geraden Weg abgelenkt werden. Denn die Umleitung des Geradlinigen, ein Widerspruch in sich, kann zu unvorhergesehenen Verhängnissen führen. Ganze Königreiche wurden bereits ausgelöscht, nur weil törichte, heißblütige Jünglinge die Vermählung der angebeteten, zarten Prinzessin mit dem schlicht gestrickten, schwitzenden, feisten, alternden Kaiser des mächtigen Nachbarreiches verhindern wollten. Vergebliche Liebesmüh, ein ums andere Mal.

Doch offenbar, kurz vor der Stadt Khorinis, gab es einen Mann, der die ehernen Regeln des schlichten Gemüts, vermutlich gar ohne Bedacht, auf eine ernsthafte Probe stellte. Mitten in der Nacht ausgerechnet den Schwarzmagier Horaxedus von seinem einmal eingeschlagenen Weg abzubringen, kann in den allermeisten Fällen jedenfalls getrost als töricht bezeichnet werden und eben zu unvorhergesehenen Verhängnissen führen.

Der Kampfstab, den der Glasmacher üblicherweise wie eine Art Wanderstab verwendete, hing in einen breiten Lederriemen gewickelt auf dem Rücken des Magiers. Wollte man nicht bereits am Stadttor von Khorinis des Magiertums verdächtigt werden, reichte es nunmal nicht aus, allein die düstere, Beliar geweihte Robe gegen schlichte Bürgerkleidung zu tauschen. Die Torwachen der Stadt waren einfältig, doch waren sie nicht so dumm, einen kräftigen Mann, gestützt auf einen mannshohen Stab, für einen altersschwachen Wanderer zu halten, der von Magie keinen schwarzen Schimmer hatte.

Was sich nun also in der Dunkelheit unweit des Stadttores abspielte, ist kurz erzählt. Denn wer jemals versucht hat, einem Mann durch die Finsternis einer bewölkten Nacht zu folgen, welcher der Kunst des Schleichens mächtig ist, wird verstehen, dass es zumindest schwierig zu nennen ist, den Verfolgten nicht aus den Augen zu verlieren, wenn dieser völlig unvermittelt aus dem zügigen Schritt heraus einfach unbemerkt hinter einem beliebigen mittelstarken Baum stehen bleibt. Im vorliegenden Fall hatte der Verfolger jedenfalls kein Glück. Und dann kam auch noch Pech dazu. Der Verfolgte war Horaxedus. Und es ging wirklich ziemlich schnell.

"Warum folgst Du mir?"

Gerne hätte der am Boden Liegende spontan geantwortet, dass er einen Stabkämpfer namens Horaxedus suchte, den er ersuchen wollte, ihm den Umgang mit dem Langholz näher zu bringen. Leider aber hatte der Gesuchte das Ende seines Kampfstabs derart fest auf den Kehlkopf des Suchenden gedrückt, dass kaum mehr als ein leises Hüsteln zu vernehmen war.

Der Glasmacher stand aufrecht und neigte leicht den Kopf zur Seite, als er die Waffe vom Hals des anderen nahm. Wie ein Bandit sah er ja gerade nicht aus, der Verfolger. Er trug eine schwarze Robe und sehr helles, lang gebundenes Haar, das zum Vorschein gekommen war, als die Bewegungen der beiden Männer sich ruckartig und zumindest für einen von ihnen überraschend gekreuzt hatten. Irgendwo in der Nähe lag ein Hut.

"Antworte mir." sprach Horaxedus mit ruhiger, fester Stimme. "Und bleibe am Boden."

Sir Iwein
23.05.2004, 17:55
Iwein sah sich vorsichtig in dem kleinen Bauernhaus um, als er direkt hinter Taurodir eintrat. Seine Blicke schweiften interessiert durch das Zimmer. In der Stube war es warm, ein angenehm prasselndes Feuer brannte im Kamin, vor dem zwei rote Sessel aufgestellt waren. Einige Bilder hingen an der Wand, und auf dem Kaminsims war Silberbesteck, wahrscheinlich Familienerbgut, aufgestellt. Viel mehr jedoch schien der Bauern nicht zu besitzen. Taurodir und seine Begleiter aber wurden sogleich zu Tisch gebeten. Der alte Mann trieb seine Frau sogleich zur Eile sein.
"Na los, Kathi, wir haben hohen Besuch, siehst du das nicht?"

Die gute Frau wuselte durch die Stube, stets ihren Kochlöffel in der Hand. Auf dem Herd kochte bereits die Suppe, und ein angenehmer Duft zog sich durch den Raum, während die alte Frau immer wieder einige Gewürze herbeibrachte, die sie allesamt in den Topf warf. Iwein beobachtete es mit einer gewissen Scham. Ihm behagte es nicht, dass die Bäuerin ihre vielleicht letzten Gewürze für sie verbrauchte. Überhaupt wollte er diesen beiden armen, königstreuen Leuten so wenig wie möglich zur Last fallen. Sie waren nur gekommen, um ihnen gegen die Feldräuber beizustehen. Essen konnten sie auch in der Stadt.
Doch so eifrig, wie der alte Bauer am Werke war, würde er es sich wohl ohnehin kaum nehmen lassen, seine Gäste zu bewirten.

Iwein beugte sich zu Taurodir über den Tisch. "Wir sollten bald aufbrechen, mir gefällt es nicht, diese beiden armen Leuten so viel Arbeit zu bereiten. Schließlich sind wir nicht zum Essen hergekommen."
Dem Bauer indes konnte es nicht schnell genug gehen. Um seinen Gästen ein wenig die Zeit zu vertreiben, begann er, von den Feldräubern und der allgemeinen Schlechtigkeit der Welt für einen Bauern zu reden.
"Achja, schlimm ist es dieser Tage. Diese elenden Drecksviecher. Tag für Tag kommen sie auf meine Felder. Letztens haben sie sogar einen meiner Knechte angegriffen und verletzt. Innos sei Dank, dass ihr Erbarmen mit uns habt. Ihr werdet mit diesen Biestern doch sicher leicht fertig, nicht wahr, Herr?"
"Nun, sie sind zahlreich, aber macht Euch keine Sorgen, guter Mann", gab Iwein freundlich zurück.

Der Bauer nickte eifrig, und in diesem Moment brachte seine Frau die Suppe, in kleine Holzschalen gefüllt, herbei.
"So, fertig. Heiß und würzig, nach altem Rezept meiner Mutter. Ich hoffe, es mundet Euch. Sicher seid Ihr aus der Stadt Besseres gewohnt."Iwein nahm den ersten Löffel, musste jedoch sogleich absetzen. Sie war wirklich noch sehr heiß. Die Bäuerin machte ein bestürztes Gesicht.
"Schon in Ordnung, gute Frau."
Während er vorsichtig weiterschlürfte, musste Iwein immer wieder Blicke zu der namenlosen Kriegerin werfen, die ihm gegenüber saß. Die meiste Zeit des Weges hatte sie kaum geredet, nur ab und zu mit Lyvîane.
Gerne würde er bald den Grund für ihre Heiterkeit erfahren.

Lady Cathaine
23.05.2004, 18:40
Aufmerksam hatte Cathaine den Bauersleuten zugehört. Als sie erfuhr, wie schlimm ihre Sorgen und Ängste waren, wäre sie am liebsten sofort rausgestürmt, um den Bauernsleuten zu helfen.

Doch Kommandant Taurodir und Sir Iwein setzten sich an den Tisch und ließen sich von der Bauersfrau die Suppe auftragen. Notgedrungen setzte sich auch die junge Soldatin, wenngleich ihr ihre guten Absichten sofort zu helfen anzusehen waren.

Doch kaum war ihr Teller bis zum Boden gelehrt, da sprang sie förmlich auf.

Der Blick ihrer kupferfarbenen Augen ruhte für einen Moment auf Iwein, dann sprach sie.

"Laßt uns aufbrechen!"

Unter ihrem Tatendrang litt ein wenig die militärische Disziplin, doch stürmte sie nicht los, sondern wartete nun auf eine Antwort.

Windfürst
23.05.2004, 18:48
"Immer weiter, weiter nur nicht aufhören zu rennen!"
Wind schüttelte sich die Tränen aus seinem Gesicht. Er konnte es kaum glauben, aber er weinte wegen einem läppischen Abschied bei dem er früher wohl nicht einmal mit der Wimper gezuckt hätte. Noch nie hatte er leicht Freunde gefunden oder besser gesagt noch nie leicht jemandem vertraut. Doch nun war es geschehen und er trauerte sie nun so lange nicht zu sehen. Schon wollte er stehen bleiben und einfach umkehren als ihm ein alter Mann begegnete.

"Oh Vorsicht, renn mich nicht nieder. Warte mal du kannst ja gar nichts sehen, nimm erst mal das Tuch und wisch dir die Tränen weg. Ja gut so jetzt sprichts sichs doch gleich viel besser.
Wo kommst du denn her dass du so verstört bist haben dich etwa die Paladine geärgert. Glaub mir denen ist nicht zu trauen, erst vor ein paar Monaten haben sie versucht von Onar Tribut zu fordern. Na denen ham wirs ordentlich gezeigt. Wollten sich doch wirklich mit uns Söldnern anlegen."
Wind war erstaunt einen so hilfsbereiten Söldner zu finden denn bisher hatte er nur brutale streitlustige Anhänger Lees getroffen.
"Man nennt mich Windfürst, und viele Qualen muss ich ertragen denn mein Schicksal trennt mich von meinen neu gewonnenen Freunden. Nun bin ich auf dem Weg ins Kloster."
Wind schniefte noch mal und senkte seinen Blick zu Boden.
"Jaja der Abschied kann oft schwer sein doch glaub mir du wirst sie wieder sehen und umso schöner wird das Treffen werden. Wenn du glaubst dass es deine Bestimmung ist ins Kloster zu gehen, so geh. Zögere nicht geh jetzt. Im Kloster werden sie dir genug Arbeit aufhalsen, dass du deine Freunde schnell vergessen haben wirst. Tja ich wär an deiner Stelle ja zu den Söldnern gegangen. Wenig Arbeit, guter Sold sag ich da nur aber bitte jeder wie er will."
Schon nahm der alte Mann seinen Wanderstock, den er gegen einen Ast gelehnt hatte, und setzte seinen Weg fort. Als er schon fast außer Rufweite war formte er noch einmal die Hände zu einem Trichter und rief Wind zu.
"Widersetz dich nicht deinem Schicksal denn es wäre dein Tod!"
Beim Wort "Tod" schreckte Wind auf und lief weiter.

Garos
23.05.2004, 18:55
Garos hatte sich immerhin bis zu Akils Hof durchgefragt. Ein hünenhafter Veteran und eine Söldnerin waren nicht gerade unauffällig und der Name Taeris war auch einigen bekannt gewesen. So ging Garos auf einen der Bauern zu und sagte in einem etwas schroffen Ton: Hey, hast du vielleicht einen Veteranen und eine Söldnerin vorbeigehen sehen? Und wenn ja, wo sind die hin? Anscheinend erkannte der Bauer nicht das Garos Söldner war denn die meisten würden ihn wahrscheinlich seines Aussehens nach für einen Sumpfler halten. Nur Leute aus dem Sumpf würden erkennen dass sein Novizenrock nicht in den Farben und auch nicht genauso aussah wie ein normaler Novizenrock. Hey, mal ganz langsam Sektenspinner. Nich so hastig, bleib mal ganz nett hier und sei etwas höflicher wenn ich bitten darf. Der Bauer hatte einen fatalen Fehler gemacht und alles Falsch gemacht was er hatte falsch machen können. Garos war stolz darauf ein Teil der Bruderschaft gewesen zu sein und noch Stolzer ein Söldner Lees zu sein. Hör mal zu. Erstens sind es keine Sektenspinner sondern Anhänger des Schläfers und zweitens bin ich Söldner Lees. Also, raus mit der Sprache sonst gibts was aufs Maul! Ham wir uns verstanden? Wenn der Bauer jetzt etwas falsches sagen würde dann konnte dieser seine Nase vergessen. Jaja, so ne Witzfigur wie du ein Söldner, ich lach mich Schlapp. Komm doch her, bist doch nur n "Anhänger des Schläfers" der sein Maull zu weit aufreisst. Jetzt war es soweit. Garos holte aus und schlug mit der Kraft eines schmieds zu was fatale auswirkungen auf das Gesicht des Bauern hatte. Im nächsten Moment hatte er schon seinen Reiterhammer zur Hand und hielt diesen dem Bauern an den HalsAlso, wenn du nicht willst das ich dich wie Metzger aufschlitze der eine Kuh ausnehmen will dann sag mir was du gesehen hast! Der Bauer guckte erst etwas blöd, noch perplex wegen der Faust die er kassiert hatte, sagte Garos aber dann dass er 2 Lees gesehen hatte die erst in den Wald verschwunden waren und sich dann auf den Weg nach Khorinis gemacht hatten.Also ging Garos auch nach Khorinis.

Host
23.05.2004, 20:01
Das war ja gründlich in die Hose gegangen. Blöde Karte, die war schuld. Wie soll man auch einen Schatz finden, wenn die Karte nicht stimmt. Und wie soll die Karte auch stimmen, wenn sie doch selbstgezeichnet ist. Minderwertige Ware und unzureichende Informationen für den Künstler, genau.
Host traf dabei natürlich keine Schuld. Was konnte er denn schon dafür, dass er einfach noch keinen Schatz gefunden hatte, zu dessen Funort er eine Karte hätte zeichnen können. Das roch nach einer Verschwörung der geheimen Schatzkartengemeinschaft...oder so.

Nun gut, daran ließ sich jetzt nichts mehr ändern. Montaron war als erster gegangen, Milgo war ihm gefolgt und schon fand sich der Waffenknecht alleine im Wald wieder. Im dunklen, finsteren Wald, voller Gefahren und ohne Schutz und Begleiter. Na toll.
Wohin sollte er jetzt aufbrechen. Am besten wäre es wohl zurück nach Khorinis zu reisen, schon allein, weil er langsam seine Schwertkünste zur Perfektion bringen sollte, außerdem würde ihm eine Milizrüstung und ein ordentliches Schwert gut tun. Wenngleich er auch nicht das nötige Geld hatte, doch irgendwoher würde er es schon bekommen. Die paar Goldmünzen kann man sich ja mit Schuhputzen verdienen. Obwohl, das war vielleicht doch nicht so der geeignete Zeitvertreib für einen Angehörigen der städtischen Miliz.
Egal, erstmal musste er wieder in die Stadt finden. Ein Blick nach links, eine nach rechts. Zur Sicherheit nochmal geradeaus, direkt unter ihm, senkrecht über ihm und ein Blick zwischen seinen beinen hindurch nach hinten. Mist, wo war die Stadt nochmal?

Er hatte wohl keine Wahl.
Khorinis! Stadt Khorinis! Wo bist du? Hallo? Ich bin hier und du? Ich seh dich nicht. Kommst du zu mir?
Irgendetwas lief wohl schief. Keine Antwort, selbst nach Minuten des Wartens nicht.
Dann musste Host allem Anschein nach auf gut Glück suchen. So klein war sein Ziel dann auch wieder nicht, als dass man es nicht irgendwann finden würde.

Eine Zeit später, der Waffenknecht hatte sich sicher schon gut hundert Meter vorangetastet, immer darauf bedacht die Stadt, die sich ja hinter einem Baum oder unter einem Stein verstecken könnte, nicht zu übersehen, als ein altes, modriges Schild seinen Weg kreuzte.
Minental , stand darauf. Minental. Also ein Tal in einer Mine...oder umgekehrt? Egal. Auf jeden fall was mit Mine und in einer Mine gab es arbeiter und wo Leute arbeiteten gab es auch Wachen und dergleichen und auf Khorinis hieß das so viel wie: Da sind ein paar Paladine, weil die ja alles kontrollieren. Nur Logisch.

Damit stand das nächste Ziel des Waffenknechtes fest. Er würde das Minental aufsuchen und die dortigen Paladine würden auf einen ihrer Verbündeten sicher gut aufpassen.

Estragon
23.05.2004, 20:34
Wald und Wiesen umfingen den Lehrling. Dieser beachtete sie kaum. Noch immer schlug sein so kaltes Herz mit ungewöhnlicher Wärme für die Botanik Khorinis. Doch selbst jetzt blieb das alles fern von ihm. Seine Brille hatte sich nicht gewandelt, blieb in dem finsteren Schwarz, der Tod und Vernichtung anpries.
Der Lehrling hatte den Kampfstab auf dem Rücken und den Stiel des Henkers an der Hüfte hängen. Seine Schultern standen starr, sein Hals war gespannt, seine Armmuskeln spannten sich.
Er hatte viel gesehen und eines ließ ihm immer noch keine Ruhe. So sehr er es auch zu verdrängen suchte, er bekam es nicht aus seinem Kopf. Es pochte hinter der Stirn, nagte und biss um sich. Ein hässliches Gefühl von Desorientierung. Etwas vergessen zu haben. Als ging man aus dem Haus, und wüsste nicht genau, ob man alle Kerzen gelöschte hatte.

Die Pfeife half dagegen nur wenig. Estragon schwenkte aus dem Unterholz des Waldes auf den steilen Weg, der zum Kastell führte. Er konnte es schon sehen, wie es sich sanft gegen den Himmel abzeichnete. Er konnte es sehen und seine Schritte wurden härter. Immer schneller sein Atem.
Eine nie gekannte Wut kochte in ihm auf. Wieder und wieder schlugen ein unbestimmter Hass und ein gewaltiger Zorn gegen die Wände seines Verstandes. Er langte am Fuß des Kastells an.

Windfürst
23.05.2004, 21:01
Nach einem weiteren gemütlichen Lauf kam er an der Wegkreuzung zum Kloster an. Durch das viele Training mit seinen Freunden war es schon leicht bis hierher durchzulaufen. Wind bog noch nicht ab sondern beschloss sein Leben als Bürger in der Taverne abzuschließen.
"So die letzte Freiheit!" grinste er schon wesentlich entspannter und schritt zu dem neu aufgebauten Haus.
An der Tavernenmauer saß ein gewöhnlicher Bauer der ihn zu einer Saufwette überreden wollte. Wind musterte den Mann kurz lehnte dann aber dankend ab. Abgesehen davon dass er keine Lust hatte den Magiern mit einer grässlichen Bierfahne gegenüberzutreten fand er es auch sinnvoller mit seinem Geld etwas sparsamer umzugehen.
Der Bauer war beleidigt und stellte Wind geschickt das Bein so dass dieser mit der Nase im Gras landete. Das war genug, zuerst der Abschied von seinen Freunden und jetzt schaffte es dieser Idiot innerhalb von Sekunden seine gesamte schon halbwegs gute Laune zu verderben. Wind hatte die Nase voll.
Schneller als der Bauer auch nur an Gegenwehr denken konnte hatte Wind seinen Dolch gezückt und hielt ihn ihm an die Kehle.
"Pass mal gut auf. Ich habe heute überhaupt keine Lust mich mit bescheuerten Bauern abzugeben. Wenn ich nicht ein frommer Mensch wäre der an das Gute in alle Geschöpfen glaubt, wärst du jetzt schon längst tot. Also danke Innos dass er dir keinen Söldner geschickt hat und schweig!"
Wind hatte mit einer sehr ruhigen gelassenen Stimme gesprochen doch in einem so befehlenden Ton dass der Bauer nicht wagte etwas zu erwidern. Er saß einfach nur still da und versuchte sich möglichst nicht zu bewegen.
Wind hatte genug von diesem Tölpel und trat in die Taverne.

Redsonja
23.05.2004, 21:07
Ein einfaches Jagdvergnügen. Das war genau was Redsonja nach der Aufregung der vergangenen Tagen brauchte, doch in letzter Zeit schien sich jedes Vergnügen früher oder später in eine verzwickte Situation umzuwandeln.
Wäre Fisk nicht zu Hilfe gekommen, dann hätte die Söldnerin schon wieder die Gastfreundschaft der Garde in Anspruch genommen. Die Gefängniswächter hätten sich bestimmt gefreut sie wieder zu sehen. Die junge Frau musste sich schon eingestehen, dass sie immer wieder Glück hatte. Doch heute wollte sie Fortuna nicht nochmals herausfordern und auch ihr Lehrmeister schien ihr nicht erneut all zu grosse Wagnisse zumuten zu wollen.
Leise plaudernd liefen die beiden neben einander, während Taeris nach Spuren auf dem Boden ausschau hielt. Da plötzlich fiel Redsonjas Blick auf einen Bienenstock. Nur zu gerne hätte sie den Bienen ihren köstlich süssen Honig streitig gemacht. Sie konnte die klebrige Masser bereits auf ihrer Zunge spühren und legte sich schon einen Plan zurecht wie sie ohne völlig verstochen zu werden an diesen Honig kam. "Wir könnten doch diesen Bienenstock als Zielscheibe verwenden." Schlug Redsonja dem Veteranen vor. Dieser durchschaute natürlich sogleich die dahinter steckende Absicht, doch er schien auch nicht abgeneigt. "Also dann schiess doch gleich mal den ganzen Stock vom Baum. Als kleiner Zusatz solltest du aber nochmals einen zweiten Pfeil lossenden, der den fallenden Bienenstock noch im Flug trifft."
Redsonja nahm so viel Abstand wie möglich. Dann bereitete sie sich darauf vor zwei Pfeile gleich hintereinander abzuschiessen.

Taeris
23.05.2004, 21:29
Taeris nahm etwas Abstand von seiner Schülerin, die sich gerade bereit machte und einen Pfeil in die Hand nahm während sie den zweiten neben sich in den Boden steckte. Er war gespannt ob sie ihr ehrgeiziges Ziel tatsächlich erfüllen könnte. Nur wenige gut ausgebildete Schützen waren in der Lage in solche iner hohen Schussfrequenz noch eine verhältnismäßig hohe Präzision zu besitzen. Die Söldnerin nahm den Bogen ihres Lehrmeisters zur Hand und legte ruhig den ersten Pfeil auf die Sehne. Konzentriert zielte sie auf das schmale Stück des Bienenstocks, der selbigen an dem Ast des Baumes fixierte.
Gespannt beobachtete der Lehrmeister wie sie ruhig atmete und sich konzentrierte.
Während sie zielte fiel Taeris blitzartig etwas ein. Wo sollten eigentlich die Bienen hin?!?! Doch zu spät. Sonja schoss. Der Pfeil durchtrennte die Verankerung des Stocks, der daraufhin zu Boden fiel. Er stürzte dem Boden entgegen, während Redsonja blitzartig nach dem zweiten Pfeil griff und ihn hastig auf die Sehne spannte. Ohne lange zu zielen feuerte sie ihn ab, woraufhin der Pfeil pfeifend durch die Luft schoss.
Kurz bevor der Bienenstock auf dem Boden aufschlug, durchbohrte der Pfeil die pergamentartige Oberfläche. Noch bevor er auf dem weichen Waldboden landete, platzte der Bienenstock auf wie ein überreifer Kürbis.
Die Honigwaben verteilten sich auf dem Boden und die abertausend Bienen die in dem Stock ihren Sonntagnachmittag evrbringen wollten, begannen schlagartig nach dem böswilligen Schützen zu schen. bald hatten sie Redsonja und auch Taeris, der unweit von ihr etwas dumm aus der Wäsche schauend auf den Schwarm Bienen blickte, ausgemacht und nahmen brummend und surrend die Verfolgung auf.
"LAAAUUUF" rief Taeris Sonja zu und beide nahmen refelxartig die Beine in die Hand.

Taurodir
23.05.2004, 21:36
Nach den Worten seines Freundes nickte der Krieger ihm nur stumm zu, doch als er sich erheben wollte, tat es schon Cathaine. Jedoch tat er es ihr gleich, und erhob sich von seinem Stuhl.

"Nach dem langen Weg hierher, kann ich euch nur danken für das Essen, verehrte Frau", sagte der Paladin, und wandt sich mit einem freundlichen Blick Katrin zu, die sich über die Worte anscheinend erfreute.

"Doch werden uns nun um diese Schädlinge kümmern, und aufbrechen, wofür wir auch uns hierherbegeben haben", sprach er, blickte dabei seine Schülerin, die ehemals namenlose Kriegerin, an. ´
Draußen erwartete die kleine Gruppe die Sonne, die zwischen den Wolken hervorschaute, und jene begrüßte, die sich nach draußen begaben. Dennoch herrschte irgendwie eine Kälte. Die Kälte entschwand aber, als er seinen Blick zu den beiden Frauen wandte, die noch immer glücklich wirkten.
Der alte Heer begleitete sie nach draußen, und wiederholte noch mals laut, was es für eine Ehre für ihn gewesen sei, und dass er sehr dankbar für alles wäre, obwohl diese Feldräuber noch immer in ihrem Versteck lauerten.

"Meine Bauern sagten mir, dass sich diese elenden Kreaturen dort am kleinen Berg, in einer Höhle befinden würden", erzählte er ihnen, und deutete mit seinem Finger daraufhin. Der junge Kommandant nickte ihm nur leicht zu, und Iwein, wie auch seine zwei Schülerinnen folgten ihm, als er sich auf den Weg machte. Die Hütte hinter ihnen rückte immer weiter in die Ferne, doch der Berg vor ihnen wurde immer größer.

Aus dem Augenwinkel ersah der Krieger die leichtgelockten Haare einer jungen Frau, die von Lyvîane. Sie lief in seiner Nähe, neben ihm, während sich Iwein und Cathaine etwas weiter hinten befanden.
"Ich bin gespannt, wie viele uns von diesen Schädlingen erwarten werden", sagte ihr, und blickte sie für einen Moment schweigend an. Stille herrschte wieder...

"Hier muss es also sein", rief Taurodir seinen Gefährten zu, als er vor einer Höhle stehen blieb.
"Hier hausen also diese Feldräuber. Lasst uns diesem ein Ende hier setzen.
Passt aber auf, und unterschätzt sie nicht. Wenn sie angreifen, so zieht euch zurück, oder weicht aus. Ihr müsst vorsichtig sein", tönte es aus dem Munde des Lords ernst, während er sein Schwert zog, und es feste in den Händen hielt.
"Seid ihr bereit?", fragte er sie, schritt aber schon selbst, ohne auf eine Antwort zu warten, hinein in die Höhle, und von hinten sah man nur noch seinen schwarzen Umhang, der in der Dunkelheit verschwand.

Aylah
23.05.2004, 21:41
Nachdenklich saß Aylah auf einem Findling am Fluss zwischen Innos-Kloster und Pyramidental und betrachtete den Inhalt ihres Beutels, welcher ausgebreitet vor ihr lag. Einige Pflanzen lagen da, von verschiedenem Aussehen und mit unterschiedlicher Wirkung: Blauflieder, Feuernesseln und Heilpflanzen. Es war nicht alles, was sie heute gesammelt hatte, einen Teil hatte sie bereits auf Akils Hof verkauft. Sie zählte die Münzen in einem Lederbeutel, der auf ihrem Schoß lag. Es war nicht viel, aber für eine kleine Mahlzeit in der Toten Harpie sollte es reichen. Vielleicht konnte sie auch noch ein paar Kräuter verkaufen, bevor sie wieder zu ihrer Hütte ging, die zwischen Sekobs Hof und dem Fluss stand. Von ihrem knurrenden Magen angetrieben, steckte sie die Pflanzen wieder zurück in den Beutel, legte ihre Geldbörse dazu, schulterte ihn und lenkte ihre Schritte zur Toten Harpie.

Redsonja
23.05.2004, 21:59
Nun wurde der Söldnerin schmerzlich die Gemeinsamkeit eines Bienenschwarms mit einer Horde Milizen bewusst. Alleine waren sie eigentlich friedlich sobald sie sich jedoch häuften wurden sie lästig und übermütig. Doch Redsonja blieb keine Zeit in Gedanken über die Garde herzuziehen, denn sie musste laufen. Bald war sie auf gleicher Höhe wie Taeris, der ebenfalls bereits heftig am schnaufen war. Die beiden sprangen über Baumstämme, Stock und Stein, doch die Bienen liessen sich nicht abhängen. Als Redsonja im letzten Moment noch bremsen konnte. Vor ihr klaffte ein Abgrund mit einem eher breiten Bach. Die junge Frau wollte ihren Lehrmeister eben darauf hinweisen, als sie von hinten her förmlich überrannt und in die Tiefe gerissen wurde. Hätte es sich hier um einen Fluss gehandelt wären die beiden vielleicht sanft im Wasser gelandet. Dieser Bach jedoch war gerade mal drei Ellen tief und der Aufprall dementsprechend schmerzhaft. Doch wenigstens waren die beiden Jünger Lees vorübergehend in Sicherheit. Denn der Bienenschwar flog während sie sich unter Wasser verbargen, über die beiden hinweg.
Lange vermochte jedoch weder Lehrmeister noch Schülerin unter Wasser auszuharren, denn ihre Lungen waren vom langen Sprint leergepumpt und dürsteten nach Sauerstoff.

Klatschnass kletterten die beiden wieder aus dem Bachbeet. "Nun lass uns aber den Honig holen, bevor die Bienen auf die Idee kommen zu ihrem Stock zurückzukehren." Meinte die Söldnerin ungeduldig. Schliesslich sollten all die blauen Flecken auf die sie vorwurfsvoll hinwies nicht umsonst gewesen sein.

Seraphin
23.05.2004, 22:01
Bei Beliar, wie dumm war er eigentlich?

Die Sterne welche Seraphin plötzlich mit geschlossenen Augen sah zeigten ihm einmal mehr was Unvorsichtigkeit für Folgen haben konnte. Und so was schimpfte sich Ex-Kurier für die Feuermagier. Er hatte mit der Zeit wohl wirklich nachgelassen. Langsam versuchte der Schwarzmagier die neue Situation zu erfassen und seine Rolle in derselbigen wurde ihm sehr schnell bewusst als er merkte, wie etwas Hartes seinen Kehlkopf beängstigend zusammendrückte. Vorsichtig öffnete Seraphin die Augen und versuchte seinen Bezwinger auszumachen, allerdings gestaltete sich dieses Vorhaben recht schwer und als er beim ersten Mal mit einem schmerzhaften Stoß in die Halsgegend bestraft wurde beließ er es dabei. Seinen Kopf wieder mit dem Stab zurückdrängend und auf abstand haltend richtete der Schatten über ihm das Wort an Seraphin.

„Warum folgst du mir?“ Schallte es ruhig, aber bestimmt zu ihm herunter. „Ich… such…uff, ich… such.. e…“ Verdammt, wie sollte er den schon antworten wenn der Typ ihm seinen Hals auf Grashalmbreite zusammenquetschte? Das schien seinem Bezwinger langsam auch einzuleuchten und er verringerte den Druck ein wenig. Aber wirklich nur soviel das er gerade sprechen konnte, nicht mehr und nicht weniger. Ein weiteres Mal ertönte die Stimme über ihm in festem Ton. „Antworte mir. Und bleibe am Boden.“ Seraphin hatte nicht wirklich etwas anderes vorgehabt, in solchen Situationen war es immer das dümmste den Helden spielen zu wollen. Zumindest das hatte er von seiner Zeit als Kurier noch behalten. Jetzt versuchte er seinerseits die Stimme zu erheben, allerdings hatte er das Gefühl einen Blutfliegenstachel quer im Hals stecken zu haben. „Mein Name ist Seraphin, ich bin auf der Suche nach einem Mann namens Horaxedus.“ Bei dem letzten Wort schien sich etwas in den Zügen seines Gegenübers zu verändern, sofern Seraphin diese aus seiner jetzigen Position beobachten konnte. Allerdings ließ er sich davon nicht ablenken und sprach weiter. „Er heißt, er sei ein Meister im Kampf mit dem Stab und als solcher auch in der Lage, dieses Können weiterzureichen. Nun, aus diesem Grund suche ich ihn, denn es wäre mir eine Ehre als sein Schüler zu gelten.“

Seraphin legte eine Pause ein und nur die Geräusche des Waldes durchbrachen die angespannte Stille. Mittlerweile war er sich ziemlich sicher, Horaxedus gefunden zu haben. Vielleicht hoffte er es auch nur, denn wenn nicht befand er sich jetzt in einer ziemlich misslichen Lage. Aber plötzlich verringerte sich der Druck auf seinen Hals und der Stab wanderte langsam nach oben. Einen Moment passierte nichts, dann ertönte die Stimme wieder, diesmal scheinbar allerdings eine Spur freundlicher. „Steht auf, Seraphin.“ Seraphin zögerte noch kurz, dann erhob er sich endgültig und sah seinen Gegenüber zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht. Dieser reichte ihm seinen Hut und Seraphin beförderte die geliebte Kopfbedeckung schnell wieder an ihren angestammten Platz. Dann klopfte er sich den Mantel sauber und hob seinen Stab auf. Die kleine Schwellung an seinem Hinterkopf würde hoffentlich am nächsten Tag verschwunden sein und er biss die Zähne zusammen während er vorsichtig darüber tastete.

Schließlich erhob sein Gegenüber wieder die Stimme. „Ihr braucht nicht länger zu suchen, Seraphin. Ihr habt mich gefunden, auch wenn es mir ein wenig Leid tut das unsere erste Begegnung so stattfinden musste. Darf ich mich vorstellen, Horaxedus, Meister des Stabkampfes und Priester Beliars.“ Mit diesen Worten streckte der Mann ihm seine Hand entgegen und Seraphin begrüßte ihn jetzt mit einem festen Druck. Dann lächelte er und antwortete. „Es freut mich, euch endlich gefunden zu haben werter Horaxedus. Und die kleine Beule nehme ich euch wirklich nicht übel, zeigt sie mir doch wie stark diese Kunst ist wenn man sie erst einmal richtig beherrscht.“ Bei den letzten Worten schien sein Gegenüber ihn genau zu beobachten und Seraphin spannte sich jetzt wieder als er sein Anliegen endlich vortrug. „Denn das ist mein eigentlicher Wunsch, wie ihr euch sicher denken könnt. Ich bitte euch, bringt mir den Kampf mit den Stab bei. Es wäre mir eine Ehre euer Schüler zu sein…“ schloss Seraphin und schaute den Priester erwartungsvoll an.

Die Geräusche des Waldes schienen plötzlich eine Spur eindringlicher zu werden und eine Windböe fuhr zwischen den beiden Männern hindurch, verwirbelte sich schließlich im Unterholz. Dann, nur kurz und fast nicht zu erahnen, doch trotz allem vorhanden, erschien ein Lächeln auf Horaxedus Gesicht.

Und plötzlich hatte Seraphin das Gefühl die nächsten Wochen würden alles andere als langweilig werden…

Drakk
23.05.2004, 22:05
Drakk beobachtete und den Hof noch eine weile und entschloss sich schließlich zum Hof zu marchieren und nach einer stelle als Tagelöhner zu fragen.

Nikmaster
23.05.2004, 22:19
Der Schurke ging den beiden entgegen und dann bemerkte er das es 2 Milizen waren. "Du gehörst zu der der verdammten Stadtwache, Du Schwein. Das wirst du bereuen" Dann zog der Schuft seine Waffe und ging auf die beiden zu. Nikmaster tat es gleich und rannte auf den Halunken zu. Der Waffenknecht schlug mit seiner Waffe in einfachen Kompienationen auf den Bürger ein. Doch war dieser auch ein geübter Kämpfer. So das er die Schläge abblockte. Doch war das Ziel des Waffenknechts nur ihm zu entwaffnen und nicht ihm zu töten. ER schlug noch mal von links auf dem Schurken und dieser Blockte geschickt ab.

Lecram
23.05.2004, 22:34
Lecram bemerkte, dass der Halunke ihn nicht bemerkt hatte und ging daher unauffällig durch den Wald, so dass er hinter dem Banditen kommen konnte. Doch dabei hatte er vergessen wie viele Tiere durch so einen Wald laufen und traf auf einen Wolf.
(“Blödes, stinkendes, Teil musst du ausgerechnet jetzt auftauchen, ich habe gar keinen Lust darauf mich mit dir zu messen, ich werfe einfach mit einem Stein auf dich, dann rennst du eh weg“)
Gesagt getan, der Waffenknecht nahm sich einen Stein und Schmiss damit auf den Wolf, er traf den Wolf an der Nase, so dass dieser sofort weg war. Nachdem diese Geschichte geregelt war wandte sich der junge Händler wieder, Nikmaster und dem Halunken zu.
(“Mensch was macht Nikmaster da es kann doch nicht so Schwer sein, einen Kleinen dummen Bürger zu besiegen, ich werde diesem am besten die Luft zu drehen und mal sehen was er dann macht.“)
Also versuchte Lecram weiter und leise hinter dem Halunken zu kommen, als er dann einige Meter hinter dem Halunken war, bemerkte dieser ihn und Drehte sich um. Bevor Nikmaster auf den Halunken von hinten schlagen konnte, rannte der Halunke schon mit voller Geschwindigkeit auf Lecram zu und hielt dabei das Schwert oben.
(“Mal sehen, was mache ich, mit meinem Schwert kann ich wohl Schlecht blocken, dafür habe ich zu wenig Ausbildung genossen, na ja……! Eigentlich keine, mist er kommt immer näher, am besten weiche ich einfach aus, das ist immer noch die Schlauste Möglichkeit.“)
Der Halunke war schon einige Meter vor dem Jungen Händler und kam immer näher, als er dann nah genug war Lecram von oben zu schlagen versuchte er es auch, zum glück verfehlte der Halunke ihn weil er Auswich. Das Schwert von Halunken hat dieser mit Voller kraft in einen Baum geschlagen als dieser Versuchte den Waffenknechten zu Schlagen. Ohne das Lecram erkennen konnte wo Nikmaster war oder was er tut Packte er sich den Halunken von hinten und Drückte ihn die Luft ab. Der Hals vom Halunken war nun in den Armen von Lecram „Verheddert“ so das Lecram ihm gut die Luft abdrücken konnte, dabei hatte der Bürger kaum einen Change sich zu Befreien, das Einziege was der Halunke versuchte war den Griff von Lecram zu Lockern doch dies Geschah ihm nicht. Dann lief Nikmaster auf sie zu.

Nikmaster
23.05.2004, 22:50
Nikmaster sah wie Lecram, der soweit Nikmaster wusste noch kein Waffentraining genoss, in einen Kampf mit dem Halunken verwickelt war. Der Waffenknecht rannte mit der Waffe in der Hand auf das Szenario zu
derbei schrie er: "Lecram lass mir den Hals, für meine Waffe über. Nimm ihm an den Händen. Oder sonst wo" Lecram tat wie ihm sein Freund befahl und Nikmaster spannte danach die Waffe vor dem Hals des Schuftes und sagte: "Noch eine Bewegung und ich nähere mein Schwert deinen Hals noch mehr, oder kurz ich enthaupte dich" Lecram verschränkte seine Arme und Nikmaster entfernte langsam seine Waffe von seinem Hals. Dann steckte er die Waffe weg und holte den Bogen raus. "Lecram, lass uns den Kerl André übergeben. Und du, ein falsche Bewegung und der Pfeil hier wird durch deine Innereien fliegen"

Sir Iwein
24.05.2004, 00:04
Das kleine Bauernhaus, aus dessen Kamin nun, da es gegen Abend ging, kleine Rauchwölkchen kamen, lag nun hinter den vieren, die sich der Höhle näherten, die der alte Bauer ihnen gezeigt hatte. Danach jedoch hattte er sich gleich wieder zurückgezogen zu seinem Haus, von wo aus er nun sicher mit Genugtuung zusehen wollte, wie die eldenden Feldräuber dahingeschlachtet würden.

Taurodir ging voran, und ohne lange zu zögern zog er sein Schwert und betrat dann als erster die Höhle. Schon nachdem er ein paar Schritte gegangen war, verschwand er in der Dunkelheit. Ohnehin lag der Westhang des Berges nun im Schatten, sodass es in der Höhle beinahe stockfinster war. Iwein packte eine Fackel aus, entzündete sie, und trat dann ebenfalls in das dunkle, gähnende Loch - nicht ganz ohne Überwindung.Er blickte noch einmal zurück, in der Hoffnung, dass die beiden Ladies ihm rasch folgen würden, dann jedoch eilte er weiter, um wieder zu Taurodir aufzuschließen.

Während er sich durch die nun matt erhellte Höhle tastete, glitt sein Blick immer wieder über die Wände. Sie waren voll von Spinnweben und anderem ekligen Zeug. Iwein wusste nicht genau, was es war, doch es stank entsetzlich. Möglich, dass hier die Feldräuber ihre Brut hatten. Der Ritter wollte das hier nur schnell hinter sich bringen und dann raus aus diesem dreckigen Loch.

Auch er zog nun leise sein Schwert aus der Scheide. Fahl schimmerte es im flackernden Licht. So mit Fackel und Klinge bewaffnet, ging Iwein weiter, stets auf der Hut. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis sie auf die ersten dieser Biester stoßen würden.

Windfürst
24.05.2004, 00:07
Wind bog nun an der Kreuzung ab und sah schon bald die dicken Mauern des Klosters die in der Sonne strahlten. Dieser traumhafte Anblick vertrieb nun endlich die Abschiedsqualen aus seinem Herzen.

Wind stand vor einer sehr alten Steinbrücke und blickte hinab in einen wunderschönen See. Das Wasser in jenem Gewässer schien zwar an manchen Stellen trüb und fast sumpfig zu sein doch dann wieder klar und durchsichtig so dass er einige Fische sehen konnte.
Am Wegrand entdeckte Wind einige seltsame Pflanzen. Sie hatten einerseits grüne wie auch fremdartige gelbe Blätter. Zwar plagte Wind wieder einmal ein schrecklicher Schnupfen doch roch er trotzdem den wohltuenden Duft der aus den Lamellen der Pflanzen strömte. Sofort merkte er dass seine Nase kurz aufhörte zu rinnen und er wieder kräftig durchatmen konnte. Wind war fasziniert von dieser phänomenalen Wirkung und nahm ein paar der Pflanzen mit. Ein heilkundiger Magier würde ihm sicher mehr darüber verraten können und den vollen Effekt des Krauts zu Geltung kommen lassen, so dass sein Schnupfen endgültig aufhörte.

Ja dabei musste Wind wieder an die Magier denken, denen er bald gegenübertreten würde und nicht nur das, er musste sie dann noch davon überzeugen dass er ein wahrer Gläubiger war, was ihm als nicht einfach erschien. Sollte er einfach zu einem Magier gehen und ihn bitten aufgenommen zu werden? Nein ganz unmöglich. Wie sollte er beweisen dass er es ernst meinte? Wind fiel wieder das Gebet ein dass er vor seiner Abreise ins Minental gehalten hatte und überlegte ob es wohl ein ausreichender Beweis wäre aufgenommen zu werden. In Gedanken ging er es noch einmal durch und zu seiner vollen Zufriedenheit erinnerte er sich noch fast vollständig daran.
Doch was wäre wenn die Magier Gold verlangen würden? Wind hatte sich zwar durch die letzten Aufträge und vor allem den Besuch in der Burg einiges zusammengespart doch wollte er sich davon eigentlich ein ordentliches Schwert und ein schützendes Amulett kaufen. Es half nichts wenn er nicht endlich los ging und um Einlass bat würde er es nie erfahren. Also nahm er seinen ganzen Mut zusammen und marschierte los.


Schon lag die halbe Brücke hinter ihm und er sah einen glatzköpfigen Novizen vor einem mächtigen Tor stehen. Doch plötzlich erregte etwas anderes Winds Aufmerksamkeit. Keine drei Meter von der Eingangswache entfernt schien es als ob ein sprudelnder Geysir aufstieg und aus den Wassertropfen eine Gestalt materialisierte. Mit einem kurzen Zischen war alles vorbei. Einer der Wassermagier stand vor Wind und lächelte den vollkommen verwunderten Mann an. Er sah es anscheinend als überhaupt nicht merkwürdig aus dem Nichts aufzutauchen. Wind schluckte. Jetzt durfte er es nicht vermasseln, sein weiteres Leben hing wohl von diesem Gespräch ab.
"S…sei….seid gegrüßt, Magier und Diener Adanos. Ihr vollführt seine Macht als ob es das reinste Kinderspiel wäre."
Wind ärgerte sich über sich selbst. "Toll das erste was ich mache ist einen Magier mit Kindern zu vergleichen, das hat er sicher nicht als Kompliment aufgefasst." dachte er sich und biss sich in die Zunge.
Doch der Wassermagier lächelte und nahm das eben gesprochene anscheinend sehr wohl als Kompliment auf. Wind atmete etwas auf.

Lord Vincent
24.05.2004, 00:37
Er sah ein Lagerfeuer. Das sein Licht durch einige Sträucher kämpfen lies, auch waren die Umrisse einer Gestalt zu erkennen. Das musste ein Wegelagerer sein, von einem Einzelnen hatte er ganz sicher nichts zu befürchten. Der Körper verdrängte die Sträucher nach beiden Seiten und Vincent gesellte sich ans Feuer. Der Mann schien wenig beunruhigt über das plötzliche Auftauchen des Soldaten, er wirkte sogar gelassen. Dieses Verhalten lies nur darauf schließen, dass der Mann viel Erfahrung mit Menschen haben musste. Wortkarg war die Stimmung die beide Männer erzeugten. Sie schienen sich sehr zu ähneln, nur das Alter trennte die Beiden. Während Vincent die Blüte seiner Jugend genoss, schien der Wegelagerer diese Zeit schon längst hinter sich gebracht zu haben und seine Gesichtszüge, die das Feuer mit den Flammen zu tage brachte.

Sie sagten aus, dass er sich wohl dem Lauf des Lebens gefügt haben musste und sich damit abfand. Die Beiden kannten sich. Dies war nicht zu übersehen sein alter Freund Tober, mit dem er einst viele Abende bei gutem Wein und Kaminfeuer verweilte. Was hatte den Alten Pfeifenraucher nur dazu veranlasst ganz allein in die Wälder heraus zu wandern. Tobers Alter würde ihm sicher keine guten Dienste bei einem Wolfsangriff leisten. Der Alte hatte sich absichtlich in diese Wildnis begeben. Der Soldat begann zu verstehen, was sich in seinem alten Freund abspielen musste.

Der Alte blickte auf. „Hier nimm das.“ Tober reichte Vincent einen langen Gegenstand übers Feuer, der in alte Decken gehüllt war.“ Ich verstehe nicht, was ist das alter Freund?“
„Wickele es schon aus, es wird dir sicher gefallen.“ Dann drehte sich der alte wieder still dem Feuer zu. Während Vincent damit beschäftigt war, hinter das Geheimnis des Gegenstandes zu kommen, der sich unter den Drecken verbarg. Nach einigen Momenten kam ein Silbernblitzender Griff eines Schwertes zum Vorschein. Das Feuer gab den ganzen Anblick des Schwertes frei, es handelte sich um eine Säbelähnliche Klinge.

„Es gehört nun dir, meine Hände sind zu schwach es zu führen und meine Augen sind zu müde um es immer nur zu betrachten.“ Es war eine getrübte Stimmung rund um das Feuer. Tober musste sich endgültig von der Illusion losgesagt haben, dass man ewig dem Kampfe verbunden sein konnte. Er musste begriffen haben, das die Zeit alles zu nehmen im Stande war. Geblendet von der Schönheit des Schwertes saß der Miliz da, dass Feuer die glänzenden Augen von Vincent wiedergebend. Als er sich endlich vom Antlitz des Schwertes losreißen konnte, war Tober verschwunden. Der Miliz befestigte das Schwert an seinem Gürtel, dann warf er die Arme nach vorn, so das der Umhang nur den Griff des Schwertes frei gab. Am Feuer entzündete er noch eine Fackel, bevor er sich tiefer in den Wald wagte um seinen alten Freund zu suchen. Es roch noch feuchtem Moos und die Luft trug eine gewisse Frische, abgesehen von der tiefen Dunkelheit die sich endlos vor Vincent aufzutun schien, konnte man es hier aushalten. Langsam schritt er an den Stämmen der Baume vorbei, begleitet vom Rasseln der Kette, an der sein neues Schwert am Gürtel befestigte war.

Vincent rief in die Finsternis. „Tober,.......Tober, wo seid ihr?“ Die Einzige Antwort die er bekam war die Stille, ohne die das Dunkel nur halb so schlimm erschien. Stille und Dunkelheit waren wie zwei Übersinnliche Elemente, voneinander abhängig um ihren vollen Unheimlichen Reiz auszuschöpfen und zu entfalten. Nicht einmal der Mond war hier im Stande, die Baumkronen mit seinem Licht zu bezwingen...........

Taeris
24.05.2004, 01:23
Leicht angewiedert strich Taeris einige seltsame Pflanzen von seinem Brustpanzer. Das Wolfsfell, sonst immer recht gut gepflegt und von Dreck befreit war völlig durchnässt und teilweise mit Schlamm bedeckt. Notdürftig wischte er den Schlamm ab und ging mit Redsonja zur Stelle mit dem abgestürzten Bienenstock. Dort angekommen hob Taeris seinen Bogen Bregolad vom Waldboden auf und schulterte ihn. Dann hob er ein Bruchstück der Bienenwaben auf und reichte es seiner Schülerin, bis auch er sich schließlich an der wohlschmeckenden Süßigkeit bediente. Nachdem sie genüßlich die "Jagdbeute" verspeist hatten wandte Taeris sich an seine nun ehemalige Schülerin. "Das schmeckt wirklich gut. Ausnahmsweise mal hat man auch einen praktischen Nutzen von der Prüfung eines Schülers,"
scherzte Taeris,
"Gratuliere. Du hast wirklich jede nur erdenklichen Herausforderung die dir gestellt wurde gemeistert und mit Bravur bestanden. Du hast bewiesen das du gezielt auf jede mögliche Entfernung, sei es im Nahkampf oder im Kampf auf große Distanzen, gezielt schiessen kannst. Du bist mir kein einziges mal in irgendeiner Weise negativ aufgefallen und hast schnell gelernt was ich dir beigebracht habe. Aber ich rate dir, trainiere stetig weiter deine Fähigkeiten, denn nur so wirst du einmal eine wahre Meisterschützin. Die Techniken beherschst du jetzt sehr gut, doch nur durch stetiges Training wirst du deine Fähigkeiten beibehalten und ausbauen können. Ich habe dir jetzt alles beigebracht was ich weis. Noch besser kannst du jetzt nurnoch durch immer wiederkehrendes Traning werden." sprach Taeris feierlich und naschte dann noch etwas von dem köstlichen Honig.

Sergio
24.05.2004, 01:25
Wunderschönes Wetter war heute. Sergio hatte beschlossen, mal etwas zu wandern und die khorinischen Wälder zu bewundern. Gut gelaunt stapfte er also über die kleine Brücke kurz vor Akils Hof. Die Abendsonne schien noch relativ hell und ein leiser Wind wehte. Wilde Tiere waren keine da und überhaupt war alles ruhig. Die Bauern und ihre Tagelöhner auf diesem kleinen Hof schufteten sich wie immer den Rücken krumm, als der Bandit vorüberschritt. Er beachtete sie nicht weiter und war bald im Schatten des angrenzenden großen Walds angelangt.

Langsam ging er weiter, als es plötzlich leise raschelte und ein ziemlich hungrig aussehender Wolf in einiger Entfernung auf den Waldweg trat. Das Tier knurrte und fletschte wütend die Zähne. Nur ein müdes Lächeln holte er aus Sergio heraus, der jetzt sein Schwert zog und meinte: „Los, Mistvieh. Komm her!“ Doch der Wolf rührte sich nicht. „Na schön...“, meinte der Bandit dann und war im Begriff, das Vieh mit ein paar kurzen Schlägen in Beliars Reich zu schicken. Da raschelte es plötzlich recht laut und nacheinander traten mehrere Wölfe und auch ein gefährlich aussehender Warg aus verschiedenen Richtungen auf den Weg. Es war mindestens ein Dutzend der Tiere versammelt. Das waren zu viele.

Sergio fluchte wütend und handelte dann blitzartig. Er preschte am ersten Wolf vorbei, wobei er dem Biest im Laufen mit einem gezielten Hieb den Garaus machte. Doch unglücklicherweise waren da noch zwölf andere Wölfe und ein Warg, die jetzt ebenfalls losrannten und ihr potenzielles Abendessen verfolgten. Blindlings schlug sich der Bandit ins Dickicht und rannte so schnell er konnte. Dornige Äste schlugen ihm hart entgegen und zerkratzten ihm das Gesicht, doch er rannte weiter, sprang über umgestürzte Baumstämme und lief quer durch die dichte Vegetation. Aber die Biester ließen sich nicht abschütteln und holten immer weiter auf.
Da plötzlich stolperte Sergio über einen kleinen Ast und fiel zu Boden, wobei er ins Rollen geriet und einen kleinen Abhang herunterpurzelte. Auf einer kleinen Lichtung blieb er plötzlich liegen. In ein paar Metern Entfernung stand ein Mann seelenruhig da. Die Gestalt sah aus wie... Fisk!, dachte der Bandit. Von weiter hinten stürmten bereits die Wölfe heran und er kam hastig auf die Beine und rief: „Fisk, alter Haudegen! Hilf mir mal eben! Schnell!“

Fisk
24.05.2004, 02:03
Reflexartig riss sich Fisk herum, zunächst mit gelangweiltem Blick. Als er jedoch das beachtliche Wolfsrudel, welche hinter einem Mann, welchen der Gildenlose nicht zu identifizieren vermochte, erblickte, riss Fisk seinen Bogen vom Rücken und hatte im nächsten Moment einen Pfeil aufgelegt. Kurz zögerte der erfahrene Krieger, dann jedoch ließ er die Sehne los, der Pfeil sauste an dem fliehenden Fremdling vorbei und bohrte sich in den Hals des vordersten Wolfes. Der Fliehende hob den Kopf und sah den Waldläufer an, welcher nun erst feststellte, dass ihm des Mannes Gesicht bekannt vorkam.[i] „Sergio..?“ [i]murmelte er, hatte jedoch keine Zeit, auf eine antwort zu warten, da das hungrige Rudel auf die beiden Krieger zu stürmte.
Mit einer raschen Handbewegung entfernte Fisk sein Schwert aus dessen Scheide und hielt die schimmernde Klinge senkrecht vor sein Gesicht, ehe er sie in dem Leib des ersten Wolfes versenkte. Dickes, warmes Blut spritzte auf den staubigen Boden, das jedoch schien den Rest des Rudels eher zu reizen, als dass es sie abschreckte. Kaum war das erste Tier vollends zu Boden gesunken, hatte der Jäger bereits mit den Klauen des zweiten Monstrums zu kämpfen, während Sergio nur verwirrt zu ihm hinüber sah. „Nun guck nicht so. Hilf mir, verdammt!“ brachte Fisk hervor, wobei er unfreundlicher klang, als er es beabsichtigt hatte. Dennoch war ein Dutzend Wölfe für ihn allein eine nicht leicht zu bewältigende Hürde, sodass er Hilfe durchaus zu schätzen wusste.

Sergio
24.05.2004, 02:24
„Helfen? Achja...“, erinnerte sich Sergio seiner Pflicht und griff in den Kampf mit ein. Kurz blitzte seine Klinge im schwachen Licht, das durch die Baumwipfel drang, als er auf einen der Wölfe zuhielt. „Stirb!“, rief er wütend und ehe das Biest reagieren konnte, war es bereits tot. Zu zweit kämpfte es sich eben besser, besonders mit so einem erfahrenen Krieger wie Fisk. Der mähte sich durch die Wölfe wie ein Rasenmäher – zumindest sah es so aus. Bei dem Tempo würden die Biester im Nu weg sein. Und so war es auch. Nur ein paar Minuten später waren sie alle in Beliars Reich – bis auf einen. Denn der ungewöhnlich große, schwarzfellige Warg blickte bereits mit seinen bösartigen Augen die beiden Feinde an. Hoffentlich hatte Fisk Erfahrung mit solchen Biestern. Es war auch schon zu spät zur Flucht...

minidichtl
24.05.2004, 02:40
minidichtl ging schnellen Schritts in Richtung Großbauer. Die Sonne stand noch hoch am Himmel und es waren weit und breit keine Wolken zu sehen. Rechts von ihm erstreckte sich ein wunderschöner,idyllischer See, an dessen Rand sich einige Blutfliegen tummelten und Lurker ihren Tätigkeiten nachgingen. Er hatte gerade die Taverne verlassen, um seinen Weg zu Onars Hof vortzusetzen. Seit langem war er wieder mal guter Laune und lächelte. In wenigen Minuten würde er den Hof des Großbauern erreichen, dann würde sich herausstellen, ob sie ihn akzeptierten. Aber darüber würde er sich später Gedanken machen!
Er marschierte den Weg entlang weiter, passierte eine kleine Hütte am Wegesrand und erreichte schon die Ausläufer der Getreidefelder.
Am Ende des Weges, dort musste der Hof sein! minidichtl konnte ihn schon sehen. Bestimmt würde er einigen abgestürzten Gestalten begegnen(Er war ja selbst eine), aber im Grunde müssten sie ganz nett sein!
Darüber machte er sich keine Sorgen! Nun lagen nur noch wenige Meter zwischen ihm und seinem Ziel. Am Weg sitzend machte er den ersten Vorposten der Söldner aus.

Fisk
24.05.2004, 02:40
„Geh zur Seite, ich kümmere mich alleine um das Vieh…“
Verwunderung über sich selbst zeichneten sich für kurze Zeit in des Gildenlosen Gesicht, welchem mehr und mehr klar zu werden schien, wie sehr in das Dasein als Gesetzloser doch veränderte. Dennoch verstand Sergio seine Aussage und ging kompromisslos zur Seite, während Fisk sich dem ungewöhnlich großen Warg gegenüber stellte. Weißer, schaumartiger Speichel lief aus der Mundhöhle der Kreatur, während jene kampfeslustig ihre Zähne fletschte. Der Waldläufer hingegen stand ruhig und sicher dort, das Schwert mit beiden Händen umklammert, stets auf einen Angriff vorbereitet. Jener folgte unmittelbar darauf. Knurrend stürmte der Warg los, sein Fell glitzerte jedes Mal im Glanz der Sonne, wenn sich das Blätterdach über dem anstürmenden Monstrum öffnete. Noch immer stand Fisk dort ruhig da, wartete, wartete auf den richtigen Augenblick. Als er jenen für eingetreten hielt, riss der erfahrene Krieger ruckartig sein Schwert in die Höhe, rammte es mit einer geschickten Handbewegung in des Warges Seite und zog sich dann, mithilfe seiner Akrobatikkünste, an jenem vorbei. Zwar versuchte das Ungetüm zu reagieren, Fisk jedoch war schneller. Mit einer raschen Bewegung riss er sein Schwert in die Höhe, zielte auf den Halsbereich des Wargs und ließ die Waffe niederfahren. Ein Jaulen erklang, dann brachen die Wirbelknochen und der Kopf wurde vom Rumpf getrennt. Das Monstrum war besiegt.

HoraXeduS
24.05.2004, 02:48
Schweigend gingen die beiden Magier nebeneinander in Richtung der Stadt. Und während der eine, Seraphin, noch immer hoffte, seine Anfrage nach Stabkampfausbildung möge positiv beschieden werden, hatte der andere, Horaxedus, den Kopf voller Gedanken, die zu sortieren er eigentlich überhaupt keine Zeit hatte. Beliar hatte offensichtlich Humor, ihm einen Mann mit Hut zuschicken, und das augerechnet nach wochenlangem Kastellaufenhalt. Ausgerechnet jetzt, wo es galt, eilig zu handeln, wurde ihm ein Schüler geschickt. Nun, immerhin wollte dieser nicht Magie von ihm lernen. Das wäre sicher für beide nicht ganz ungefährlich gewesen.

Noch immer geduldete sich Seraphin, der dem Glasmacher an Alter und Größe annähernd ebenbürtig war, warf jedoch hin und wieder einen verstohlenen Seitenblick auf den anderen, als wolle er ihm die Bereitschaft, es mit ihm zu versuchen, förmlich aus dem Gesicht herauslesen.

"Wir nähern uns der Stadt, dort liegt bereits das Tor." sagte Horaxedus und hielt inne. Seraphin nickte wissend, eben wie ein Mann, der lieber Dinge erfährt, von denen er nicht zuvor bereits wusste. Doch fuhr der Glasmacher sogleich fort. "Ich muss dringend etwas in Khorinis erledigen. Versteh mich bitte nicht falsch, aber Dein Hut und so..." Wieder nickte Seraphin, diesmal bedächtiger, als schiene er zu überlegen, wie er sich in der gebotenen Kürze noch dem Stabmeister als Begleiter in die Stadt anbieten konnte. Leider aber hatte er 'richtig unauffällig' momentan einfach nicht kurzfristig im Programm, also versuchte er etwas anderes. "Werdet Ihr lange bleiben? Ich könnte sonst einfach warten, wenn Ihr Euch entscheidet, mir die Ausbildung..." "Nein, Serpahin. Du bist mein Schüler. So billig kommst Du mir nicht davon, dass Du Dich hier draußen auf die faule Haut legst, während ich in der Stadt dringende Erledigungen besorge." Daraufhin wandte er sich wieder um und setzte seinen Weg in Richtung des nahen Tores fort. Der Schüler eilte sich, seinen Schritt wieder aufzunehmen.

"Um ein Stabkämpfer sein zu können, muss man vor allem mal ein Kämpfer sein." Horaxedus schaute auf das Stadttor während er sprach. Je näher sie ihm kamen, desto deutlicher erschienen dessen Konturen, ebenso wie die der davor postierten Stadtwache. "Bist Du ein Kämpfer, Seraphin?" "Ich glaube, ja."

Horaxedus blieb erneut stehen, das Tor und die Wachen waren kaum einen Steinwurf entfernt. Langsam nahm der Glasmacher seinen schlichten Kampfstab vom Rücken. Dann trat er auf dem Pfad einige Schritte beiseite in Richtung Stadtmauer und blickte dabei auf den Boden, gerade so als suche er etwas. Schließlich bückte er sich und hob etwas auf, was er sogleich auf seiner geöffneten Hand dem Behüteten präsentierte.

Seraphin betrachtete den nicht ganz faustgroßen Stein, der außer einer unauffälligen bräunlichen Struktur in seiner ansonsten grauen Oberfläche keinerlei Besonderheiten aufwies. Sogleich schloß sich die Hand des Glasmachers wieder um den Stein und Horaxedus warf ihn kräftig steil über sich in die Luft, und noch bevor das Wurfgeschoss seinen Höhepunkt über dem Werfer erreicht hatte, hatte der Stabkämpfer bereits seine Waffe mit beiden Händen am selben Ende umschlossen und vollzog eine weite Ausholbewegung mit dem Stab. Zum Glück war Seraphin ein guter Beobachter, denn als der Stein sich im Fallen bedrohlich dem Kopf des Lehrers näherte, trat dieser blitzschnell einen Schritt zur Seite und liess das angehobene Ende seines Langholzes seitwärts nach vorne schwingen. Es folgte ein hörbares Krachen und der Stein war aus seiner senkrechten Bahn gebracht. Stattdessen flog er in hohem Bogen und atemberaubender Geschwindigkeit sehr sehr weit über die Stadtmauer. Zu weit jedenfalls, um den Einschlag bis hier her zu hören.

Horaxedus schob sich den unversehrten Stab wieder auf den Rücken und wandte sich an seinen Schüler, der die Vorführung interessiert beobachtet hatte. "Am Anfang ist der Stein nicht immer leicht zu treffen. Willst Du es mal versuchen?" Seraphin nickte und der Lehrer lächelte zufrieden: "Weil Dir, wie ich sehe, nur noch ein passender Stein zum Üben fehlt, schenke ich Dir einen. Nimm bitte den, den ich gerade benutzt habe, denn er ist offensichtlich gut geeignet."

Seraphin schluckte, während Horaxedus fortfuhr. "Ich weiß noch nicht, wie lange ich in der Stadt bleibe, vielleicht 1-2 Tage. Wenn Du mir also zeigen willst, dass Du die Übung beherrschst, solltest Du den Stein genau von seinem jetzigen Platz aus wieder zurück über die Stadtmauer geschlagen haben, noch bevor ich die Stadt wieder verlasse. Als Beweis soll es mir genügen, dass der Stein wieder hier draußen liegt." Seraphin schwieg.

"Eines noch, Seraphin. Weisst Du, es ist wichtig, dass ein Kämpfer für diese Übung unbedingt seinen eigenen Stab benutzt, um ein Gefühl für diese Waffe zu bekommen. Also nimm genau diesen Stab, den Du jetzt trägst, und keinen anderen als diesen, hörst Du?" Mit diesen Worten nahm Horaxedus seinem Schützling dessen Stab aus der Hand und wandte sich zum Gehen. "Bis bald." rief er noch einmal zum Gruß, doch warf er keinen Blick zurück.

Das letzte, was er dann für heute von seinem Lehrer sah, konnte Seraphin schließlich auch nicht mehr umhauen: Horaxedus drückte tatsächlich den Stab seines Schülers nach kurzem Gespräch einer der beiden Torwachen in die Hand und betrat dann zügig die Stadt.

Sergio
24.05.2004, 03:00
Mit geweiteten Augen blickte Sergio auf den Leichnam des Wargs. In Sekundenschnelle hatte Fisk dem Vieh den Kopf abgehauen. Der war ja ein wahrer Meister des einhändigen Kampfs. „Das ging aber fix.“, meinte der Bandit zu Fisk und sah sich um. Dreizehn oder vierzehn Wölfe lagen quer verstreut auf dem sandigen Boden. Blut war überall und das alles sah nicht gerade appetitanregend aus. Trotzdem waren sie mit dem Leben davongekommen. Ein Glück.
„Da geht man nichtsahnend auf eine Wanderung durch den Wald und dann so was.“, wandte sich Sergio an den Waldläufer. „Mit ein paar wäre ich ja fertig geworden, aber nicht mit so vielen... und dann noch das Mistvieh da.“ Er wies auf den Warg, der kopflos herumlag. „Aber... sag mal: Wie kommst du hier in den Wald? Müsstest du nicht eigentlich auf dem Hof oder im Minental sein...?“ Fragend blickte er Fisk an.

Garos
24.05.2004, 03:15
Garos hatte den halben Wald abgesucht als er plötzlich 2 Gestalten in einiger Entfernung vorbeirennen sah. Der eine war eindeutig Taeris, das konnte Garos am Körperbau erkennen. Auch die Rüstung war ihm bekannt und Taeris' Begleitung war eindeutig eine Frau Na endlich hab ich die Beiden gefunden...wurde aber auch langsam mal Zeit. Nur warum rennen die so? Ham die nen Bienenstock abgeschossen oder was Und im nächsten Moment sah er auch schon das er so ziehmlich richtig getippt hatte. Die beiden wurden von einem aufgebrachten Schwarm Bienen verfolgt bis sie in einen nahegelegenen Bach platschten. Garos kicherte ein wenig und schlich ihnen hinterher als ihm auf einmal in den Sinn kam das er gar kein Geschenk hatte um sich bei dieser Frau für sein Flegelhaftes Verhalten zu entschuldigen. Geile Scheisse. Ich latsch mir hier die Hacken wund um mich bei ihr zu entschuldigen und vergess dabei das Geschenk wie peinlich.... Er kramte in seinen Taschen nach doch alles was er fand waren einige Sumpfkrautstengel die er wohl schon seitdem er diesen Novizenrock hatte mich sich rumtrug. So, dass muss reichen...ich kann sie ja zum Essen oder so einladen. Garos ging auf die honigmampfenden Bogenschützen zu und nahm seinen ganzen Mut zusammen. Einen aufmüpfigen Bauern konnte er verprügeln aber im Umgang mit Frauen stellte er sich sehr Tölpelhaft an...

Fisk
24.05.2004, 03:17
Fisk seufzte. Oft tat er dies, doch meist war der Auslöser ein Positiver. Diesmal jedoch schien es ihn keineswegs zu erfreuen, gefragt zu werden, weshalb er sich nicht mehr auf einem der Stützpunkte der Jünger befand. Tief holte er Luft, bevor er eine knappe, jedoch aussagekräftige Erklärung ablieferte:
„Ich bin kein Gefolgsmann Lees mehr. Einen Grund werde ich dir nicht nennen, nicht deshalb, weil ich es nicht will, sondern deshalb, weil ich es selbst noch nicht genau definieren kann… Lassen wir es auf sich beruhen. Viel mehr interessiert mich: Was tust du hier?“
Während seiner kurzen Ansprache hob sich des Waldläufers Stimme, insbesondere bei dem letzten Satz, welcher zumindest freundlicher klingen sollte als seine vorherige, eher abwimmelnde Erklärung. Sergio schien die Worte seines ehemaligen Mentors erst verarbeiten zu müssen, weshalb jener die Zeit nutzte, dem Wargkadaver mit Gewalt ein wenig Fell zu entreißen, um mit jenem das Blut der Waldkreaturen von seiner Klinge zu waschen. Zwar hatte ihm das Rudel keine andere Wahl gelassen, doch innerlich sühnte Fisk für jene Tat. In den letzten Tagen hatte er sich mehr und mehr mit der Natur verbunden gefühlt, und umso schwerer fiel es ihm, ihre Werke zu vernichten. Dennoch war das Leben eines Fliehenden wichtiger als das der Jäger, welche so oder so hungerten und darauf aus waren, anderes Leben zu vernichten. Fisk würdigte die Leichen eines letzten, mitleidvollen Blickes, ehe er sich wieder Sergio zuwandte, welcher anscheinend im Begriff war, zu antworten.

Sergio
24.05.2004, 03:31
Ungläubig blickte Sergio den ehemaligen Drachentöter Lee’s an. „Kein Gefolgsmann Lee’s mehr...?“ Er konnte das gar nicht glauben und hatte auch keine Idee, weshalb sich Fisk vom General abgewandt hatte. Doch musste das wohl ein kaum sehr erfreulicher Grund sein. „Nun ja, ist deine Sache. Ich denke schon, dass du dafür einen sehr guten Grund hast. Ich hoffe nur dass du nichts schlimmes angestellt hast... Hm. Gut, viele Dinge ändern sich in diesen Tagen. Vielleicht war es ja schon immer abzusehen. Ich kann das aber nicht beurteilen... Und was mich hierher führt: Ich hatte einfach mal Lust, ein bisschen durch die Gegend zu wandern und mir die Wälder anzusehen. Und dann kamen diese Drecksviecher an. Und dann hab ich dich ja hier getroffen...“, schloss der Bandit und wischte sich mit der Hand das Blut aus dem Gesicht, dass die lästigen Dornengebüsche verursacht hatten...

Fisk
24.05.2004, 03:56
Lächelnd besah Fisk seinen ehemaligen Schüler, wobei das Grinsen mit der Zeit schwand und er selbst für einen Moment in seinen Gedanken versank. Ein Husten Sergios jedoch holte ihn in die Realität zurück, und der Vorschlag des Banditen, welcher dem Gildenlosen einen Ausflug in den neu entdeckten Teil Khorinis’ vorschlug, nahm jener dankend an. Er brauchte Abwechslung, zudem würden ihn Darlon und Faren in einer solchen Gegend niemals zu suchen gedenken. Viel hatte der erfahrene Waldläufer über jene wunderschönen Landstriche gehört, welche sich allesamt ‚Das Tal der Erbauer’ nannten, und in jenem Moment kam ihm die Idee, dort seine neue Heimat einzurichten. Dennoch verlangte es zunächst eines Besuches, und da Sergio ein durchaus netter und kampffähiger Mann war, hatte Fisk absolut nichts gegen seine Anwesenheit auf jener Erkundungstour einzuwenden.
Lächelnd klopfte er dem Jünger Lees auf die Schulter, womit er kennzeichnen wollte, dass er den Vorschlag gerne annahm. Dann deutete er nach Norden und sprach: „Dort liegt das Lager der Sekte. Wir müssen in den Sumpf, um das Tal der Erbauer erreichen zu können.“
Dies waren die letzten Worte, die vor ihrer Abreise ausgesprochen wurden.

Aylah
24.05.2004, 04:07
Nach einer kleinen Wanderung durch den Wald hinter Sekobs Hof war Aylah bei ihrem Zuhause angekommen: auf einer Lichtung stand eine Hütte, die schonmal bessere Tage gesehen hatte. Sie schob die schief in den Angeln hängende Tür auf und trat ein. Die Umrisse des Mobilars ließen sich in dem wenigen Tageslicht, das durch das dichte Blätterdach des Waldes drang, gerade noch erkennen: eine Strohmatte lag mit einer ordentlich zusammengefalteten Decke in einer Ecke, ein zerkratzter Tisch stand unter einem der Fenster zusammen mit einem alten Stuhl, dem ein Bein fehlte, ein halb verfallener Kamin mit einem kleinen Stapel Holz und ein Krug und eine gesprungene Waschschüssel waren in dem Raum. Auf dem Tisch standen die Überreste ihres Frühstücks und ein Kerzenleuchter, den sie bei ihrer Flucht aus dem Minental hatte mitgehen lassen.
Ohne eine Kerze anzumachen, zog sich Aylah zum Schlafen um und legte sich auf ihr Bett. Nach dem langen Marsch war sie müde, und so dauerte es nicht lange, bis sie einschlief.

Sergio
24.05.2004, 04:23
„In den Sumpf? Na, was du so alles weißt.“, scherzte Sergio, als sie sich auf den Weg machten. „Das ist ein weites Stück – glaub ich zumindest.“ Der Waldläufer und der Anhänger Lees kannten den Weg genau und so hatten sie auch bald den Wald hinter sich gelassen und passierten den Hof des Bauers Akil. „Arme Bauern. Wie kann man freiwillig so schuften? Wo denen der dicke Onar doch eh alles abknöpft, der alte Sack. Ich drück mich ja lieber wo es geht vor so einer Schinderei.“, kommentierte der Bandit grinsend das Geschehen auf dem kleinen Hof.
An der „Toten Harpyie“ wandten sie sich schließlich nach links an Linkys Laden vorbei und auf den Pfad zum Sumpflager. Der Weg schlängelte sich wie üblich durch den mittlerweile dunklen Wald, um dann steil einen kleinen Hügel hinaufzuführen und über die alte Holzbrücke. Das Gestell knarrte unheilvoll, als die beiden die Brücke passierten. Kurz vor dem Eingang des Sumpflagers meinte Sergio: „Bis jetzt war ich noch nie in diesem Jharkendar. Ich glaube der Zugang soll eine Schlucht sein. Hoffentlich wirds da nicht zu gefährlich.“ Damit betraten die beiden Reisenden das Lager der Sumpfbruderschaft.

Fisk
24.05.2004, 05:09
Schweigend bedachte Fisk den Kommentar des jungen Banditen, welcher jenen vor dem Tor des Sumpflagers geäußert hatte. Seit sie das Tor durchschritten hatten, grübelte er über jene Worte, bis er letztendlich ein abwesend klingendes: „Mach dir keinen Kopf – ich war auch erst einmal dort. Die Küsten von Jharkendar sind atemberaubend.“ Zwar wandte der Waldläufer seinen Kopf bei jenen Worten nicht an seinen Gefährten, doch war seiner Stimme zu entnehmen, dass er wahrlich für die Landstriche jenseits der Berge schwärmte. Ein kühles Lächeln überflog sein Gesicht, ehe Fisk wieder in Gedanken versank. In Gedanken über seine Zukunft und seinen Wandel vom naiven, lebensfrohen Raufbold zum stummen, bedächtigen Waldläufer. Was hatte ihn zu diesem Wandel bewegt? Vielleicht war es die Angst vor seinen Verfolgern, Angst, dass jemandem, den er liebte, etwas zustoßen könne. Das vermutlich hatte seinen Leichtsinn schwinden und seine Bedachtheit wachsen lassen. Dennoch, irgendetwas in ihm wollte Spaß erleben, und nicht der Langeweile und der Angst verfallen. Und dies sollte es letztendlich sein, was Fisk davon abhielt, einfach davonzulaufen. Doch das lag weit vor ihnen.

Ein Ruf Sergios Riss den Krieger aus seinen Gedanken. Er hob den Kopf, seine Ponyhaare fielen zur Seite und ermöglichten ihm einen Einblick auf die Schlucht, welche die zwei Abenteurer ins Reich der Erbauer führen sollte. Wieder überfuhr das kühle Lächeln die Lippen des erfahrenen Waldläufers, welcher bereits im Begriff war, den Durchgang zu betreten. Sergio folgte ihm schweigend.

Lady Cathaine
24.05.2004, 20:59
Im Schein der Fackel, die Sir Iwein entzündet hatte, betrat die junge Soldatin die Höhle. Ihre Schwester folgte ihr auf dem Fuß. Taurodir war schon lange von der Dunkelheit verschluckt. Immer weiter ging sie vorwärts, langsam, lauernd.

Ihr Schwert, ein einfaches, aber gut gepflegtes Rekrutenschwert, glitt kräzchend aus der Scheide. Der Ton hallte an den Wänden wieder und wieder…

Bewegte sich da was?

Als Iwein einen Moment steht bleib, trat seine Geliebte ganz nah neben ihn und hauchte ihm ins Ohr. „Mein Name ist Cathaine.“

Sie schien noch etwas sagen zu wollen, doch aus einem Seitentunnel griff plötzlich ein Feldräuber an… einer und noch einer… Taurodir war augenblicklich umzingelt, als die junge Soldatin noch vor Iwein nach vorne sprang und angriff.

Taurodir
24.05.2004, 23:55
Wohin sich auch seine Augen wandten, so sah der Krieger nur Feldräuber um sich, die immer näher an ihn herantraten. Wie viele es wohl waren? Vier oder fünf? Es war schwer einzuschätzen aufgrund der Dunkelheit, die hier in der Höhle herrschte. Doch in der Ferne hatten seine grünbraunen Augen ein Licht erspäht. Iwein, und seine beiden Schülerinnen.
Feste umklammerten die Finger Taurodirs den Griff seines Schwertes, Aradreon. Kampfbereit stand er dort, und blickte mit ernsten Augen seinen Feinden entgegen, die immer näher und näher herankamen. Den Atem des Mannes mussten sie schon hören. Aber Angst verspürte er nicht. Sollte er sterben, dann würde er es kämpfend.

Sie griffen an, und sie taten es in schneller Geschwindigkeit. Die Augen Taurordirs waren auf ihre Zangen fixiert, denen er versuchte, so gut er konnte, auszuweichen. Er tat es immer wieder, und wurde allmählich müde. Und so war er für einen Moment zu langsam, und von hinten spürte er nur, wie etwas nach seinem schwarzen Umhang ergriff. Der Krieger fiel zu Boden, und die Klinge aus seiner Hand.

Doch plötzlich erhörte er die Laute von Schwertern. Aus dem Augenwinkel ersah er die Gestalt einer jungen Frau, die ihr Schwert in der Hand hielt, und auf diese Feldräuber stürmte. Und dicht gefolgt von einem Ritter, und einer anderen jungen, schönen Frau. Lyvîane. Sie kämpften, um ihm zur Hilfe zu eilen.

"Habt Dank", rief er ihnen zu, und hielt sein Schwert senkrecht vor sich, während er wieder auf die Beine kam.
Die Feldräuber waren zurückgedrängt worden durch die Tat seiner Gefährten. Wieder einmal schuldete er ihnen viel. Kurz war sein Gesicht mit einem mildem Lächeln beschmückt, doch wandelte sich sein Gesicht wieder in einen ersten Ausdruck um.
"Angriff", sprach er laut, und griff nun selbst mit erhobenem Schwert auf einen dieser Feldräuber zu...

Taeris
25.05.2004, 00:51
Langsam erhob sich Taeris und zog seine Rüstung zurecht. Seine Waffen rückte er ebenfalls gerade und verabschiedete sich dann von agros und Redsonja. "So, ich bin sicher das wir uns noch öfter über dne Weg laufen werden. Vielleicht haben wir dann was mehr Zeit zum reden. Aber ich werde auf dem Hof gebraucht. Ich habe gehört das es wieder einige neue Interessenten für eine Ausbildung gibt und ich will meinen Pflichten nachkommen, bevor Lee noch denkt ich würde ihnen nicht gerecht werden. Also, wir sehen uns und passt auf euch auf." Die beiden verabschiedeten sich ebenfalls von Taeris, woraufhin dieser ihnen geschwind den Rücken kehrte und die beiden im Wald zurück ließ. Bedenken, das ihnen etwas zu stoßen könnte, hatte er keine. Es war zwar tief im Wald, aber Redsonja könnte nun sehr gut auf sich selbst aufpassen. Schnellen Schrittes setzte Taeris seinen Weg Richtung Hof fort.

Eorl
25.05.2004, 03:38
Eorl verließ das Kloster, und wanderte den PFad hinauf, der ih zur Taverne führte. Er kramte in dem Säckchen herum, das ihm der Magier überlassen hatte, und fand eine Rune, die nach allem was er wusste 'Böses verteiben' hieß. Er legte sie in die Handfläche, und konzentrierte sich darauf, ebenso wie er es bei dem Licht immer getan hatte. Ein schwacher Schimmer erschien auf seiner Hand und setzte sich wie ein Lichtstrahl fort, wurde gegen Ende hin breiter, wie der Schein einer Laterne. Je mehr er sich konzentrierte, desto intensiver wurde der Schein. Er ging weiter, und wie er so durch den Wald lief und mit der Rune experimentierte, kam er bald an einem kleinen abgelegenen Friedhof an. Nebel stand zwischen den Grabsteinen, und weiter hinten in den büschen regte sich etwas.
Ein kleines Skelett, fast wie von einem goblin, kam aus dem Bsuch auf ihn zu gerannt, schwang noch immer das rostige schwert, das die jetzt toten Finger wohl schon zu lebzeiten umschlossen hatten. Der Paladin richtete seine Handflächen gegen den Untoten, und konzentrierte sich auf die Rune. Der Effekt wear übverwältigend. Das Biest zerfiel förmlich in einer Welle puren Lichts, wo immer der Schein des Lichtkegels darauf fiel.
"Das ist..interessant", murmelte der Kommandant vor sich hin. Dann trat er über die Reste des Skeletts, ein Schwert und ein Häuflein Staub, und näherte sich dem höhleneingang, den er hinter dem Friedhof entdeckt hatte

Sir Iwein
25.05.2004, 04:08
"Cathaine?", wiederholte Iwein, und plötzlich stockte er in seinen Bewegungen, ließ sogar kurz sein Schwert sinken. Sie aber war schon wieder voraus gestürmt. Weiter hinten aus der Höhle drang Kampfgeschrei und das Gezirpe von Feldräubern, das vielfach von den feuchten, glitschigen Höhlenwänden widerhallte.
"Cathaine!", rief der Ritter, erhob sein Schwert wieder und rannte hinterher, Lyvîane war ebenfalls vorausgeeilt. Er hielt die Fackel vor sich, immer dunkler wurde es, dann jedoch erblickte er Taurodir und die anderen, umringt von einer Schar dieser ekelerregenden Biester. Und da war auch Cathaine.

"Zurück, ihr elenden Pestkäfer!!", donnerte der zornige Ritter, und mitten hinein stürzte er sich mit seinem Langschwert. Zangen schnellten aus dem Dunkeln hervor, schnappten nach ihm, doch auch wenn ein paar von ihnen den Krieger erfassten, vermochten sie nicht, seine Rüstung zu durchdringen. Wild hieb die blanke Klinge des Hauptmanns um sich, wild drosch er ein auf die zahlreichen Panzer und Zangen, die immer wieder kurz auftauchten. Er hörte, wie Taurodir, Lyvîane und die Namenlose... nein, Cathaine... wie sie mit ihm kämpften.

Einer der Riesenkäfer krabbelte plötzlich mit seinen schleimtriefenden, dünnen Spinnenbeinen direkt auf ihn zu, seine Zangen zuckten vor seinem Gesicht herum und drängten ihn an die Höhlenwand, er konnte nicht mehr weiter zurückweichen. Beinahe wäre er an dem glitschigen Fels abgerutscht, an dem überall die Webereien der Feldräuber hingen. Sein Schwert glitt ihm aus der Hand und fiel klirrend zu Boden. Im Nu war Iwein von weiteren Käfern umringt.
"Zu Hilfe!", rief er schnaufend und verbrannte mit seiner Fackel den Panzer eines der Käfer. Doch noch kamen Taurodir und die anderen nicht, nur noch mehr dieser Biester. Und nirgendwo Licht, bis auf Iweins kleine Fackel, vor der die Feldräuber hin und wieder zurückzuckten. Verdammt, da hatten sie sich auf etwas eingelassen.

Bendit
25.05.2004, 04:26
Bendit lief durch die Wälder umher ohne das er wüsste in welche Richtung er ging oder in welche Richtung er musste. Aber nach einiger Zeit hatte er englich das Schild gefunden, welches in Richtung Khorinis zeigt. Dort wollte er nämlich hin um einen neuen Anfang zu starten. Denn er war nicht gerade stolz auf seine Lebensgeschichte, und vielelicht findet er dort ja sein Glück und vielleicht eine Freundin, aber das eher nicht denn er konnte nicht so mit Frauen umgehen. Er machte einen Schritt nach dem anderen und hoffte das er bald da wär. VOn weiten sah er schon ein paar Umrisse von Khorinis, als er die sah, war er oberglücklich und lief auf die Stadt zu. Er dachte nur noch an einem Bett, denn er hatte schon lange nicht mehr in einem richtigen Bett geschlafen. Als er dann vor dem Tor stand, wollte er eintreten, aber die Wache hinderte ihn erst dadran , weil die Wache ihn durchsuchen musste. Nach der durchsuchung durfte Bendit in die Stadt hineingehen.

Taurodir
25.05.2004, 04:42
Der Krieger schwang sein Schwert, und wehrte den Angriff von einem dieser Feldräuber ab. Nach einer weile konnte er gut einschätzen, wann ein Angriff folgte, sodass das Ausweichen mit der Zeit leichter wurde. Sein Schwert traf auf das Fleisch des Viehs, ein Schrei folgte, und dann fiel es zu Boden. Taurodir zog sein Schwert hinaus, und führte es wieder feste in der rechten Hand. Die Klinge war scharf, und wer sich in den Weg von ihm stellen sollte, oder in den seiner Freunde, würde sie zu spüren bekommen. Seine beiden Schülerinnen hatten einiges dazu gelernt. Seine Augen suchten öfters die Gestalt der Lady aus Erathia, um zu wissen, dass es ihr gut ging.

Sie wussten, wann sie sich zurück zu ziehen hatten, und wann anzugreifen. Inzwischen führten sie ihre Schwerter wie wahrliche Kriegerinnen. Ein Anblick der ihn kurz erfreute, doch dann erhörte er die Stimme des Ritters, seines Freundes.

"Iwein", schoss es ihm in den Kopf, und er blickte sich besorgt um, während Schweißperlen seine Stirn entlang heruntertropften, und in Berührung mit dem kalten, steinigen Boden kamen.. Dort in der Ferne erspähte er zwischen den Gestalten dieser Feldräuber eine Ritterrüstung, die im Schein der Fackeln glänzte. Sofort rannte der junge Kommandant los, in Sorge um seinen Freund. Er war ihm zuvor zur Hilfe geeilt, und nun würde er es. Keinen seiner Freunde würde er im Stich lassen. Niemals würde er es zulassen, dass ihnen etwas geschah, wenn er in der Lage war es zu verhindern, selbst, wenn er sein eigenes Leben dafür zu opfern hätte.
Der Umhang des Kriegers wehte in der Luft, als er seine Kraft sammelte, und zum Sprung ansetzte. Mit einer Wucht sprang er auf den Rücken eines Feldräubers, suchte Halt, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und auf den Boden wieder zu fallen. Kraftvoll stoch er sein Schwert durch den recht dicken Panzer des Feindes, aber die Kraft des Kriegers reichte aus, um diesen durchzudringen.

"Iwein", rief Taurodir, zog sein blutverschmiertes Schwert aus dem Rücken raus, und sprang an die Seite des Hauptmannes.
"Hier wird es nicht enden.
Ich greif die links von uns an, du die auf der rechten Seite.
Jetzt!", sprach er seinem Freund zu, und visierte seine Gegner an, die nicht das weite suchten, dafür die Nähe der Klingen finden würden.

Aeryn
25.05.2004, 20:19
Die Kriegerin wußte nicht, warum es sie hierher getrieben hatte. In diesen Bereich des Waldes kam nie ein Sonnenstrahl, vielleicht noch nicht mal ein Regentropfen. Hier, wo der Nebel dicht auf dem Boden lag, herrschte die Dunkelheit. Aeryn konnte es förmlich spüren. Trotzdem wandte sie sich nicht ab, mehr noch, tiefer zog sie in das kleine Tal herab. Dumpfe Geräusche drangen zu ihr herauf. Es war unheimlich.

Für einen Moment dachte die Kriegerin daran, wie sie heute morgen noch von den Sonnenstrahlen geweckt worden war, die sie und Burath aus dem Schlaf gekitzelt hatten. Licht… ja… Seit ihrem Weg durch die Finsternis, liebte Aeryn den Tag um so mehr, gar ward die stolze Kriegerin an den ersten Abenden traurig gewesen, da es Nacht wurde. Und nun… nun zog es sie direkt an den Ort, wo die Düsternis lebte.

Es war wie eine Mutprobe, einer Narbe der Aeryn sich stellte.

Sirrend glitt die Klinge Burath´s aus der Lederscheide. Noch immer herrschte ein tiefes Vertrauen zwischen den beiden. Die Geste mit der der Krieger ihr sein Schwert angeboten hatte, hatte sie tief beeindruckt und stärker berührt, als sie es jemals zugeben würde.

Ihre Augen spiegelten sich in dem Stahl, als sie die Klinge hob… doch ihr bleib keine Zeit für weitere Überlegungen. Ein kleines Skelett sprang hervor und büßte in wenigen Augenblicken dafür seinen Schädel ein. Der Körper jedoch rannte weiter, drehte sich um und griff die Kriegerin erneut an. Das kleine rostige Schwert scharbte über die verzierten Beinschienen, dann zerschlug Aeryn es zu einem Haufen Knochen. Rohe brachiale Gewalt lag in dem Schlag.

Ruhe.

Nebel.

Dort… eine Bewegung? Ein Höhleneingang?

Wer immer dort war hatte sie gehört.

„Wer da?“

Die Stimme der Kriegerin, rauh und befehlsgewohnt, durchdrang den Nebel und hallte an den Wänden der Höhle wieder.

Eorl
25.05.2004, 20:27
Eorl war gerade im Begriff gewesen aus der Höhle herauszutreten, als er die Stimme hörte. Keine Worte vermochte er zu erkennen, nur ein dumpfes Gemurmel. Er hatte in der Höhle einige Skelette gefunden, an denen er seine Runen hatte erproben können, auch wenn er die wirklich mächtigen Zauber noch nicht wirken konnte. Was er bis jetzt gelernt hatte hatte aber durchaus ausgereicht um mit ein paar der Klappergestelle fertigzuwerden, ohne dabei auch nur das Schwert ziehen zu müssen.
Als er nun die Geräusche draußen im Wald vernahm, tart er zurück in den Schatten der Höhle, und schlich sich vorsichtig in eine Nische, die vom Eingang aus nicht einzusehen war. Die stickige Luft und der Dichte Nebel, der vor der Höhle lag verhinderten das er die Stimme oder die Gestalt erkannte.
Er zog die Rune aus dem Gürtel, und legte sie in die Hand, die andere umfasste den griff des Streitkolbens. Er würde schon erfahren, um was oder wen es sich handelte.

Aeryn
25.05.2004, 20:36
Entschlossen trat die Kriegerin vor, doch kurz vor dem Höhleneingang zögerte sie sichtlich. Der Einganz hob sich nur undeutlich durch den Nebel ab, der hier so dicht war, das man die Hand dannach ausstreckten konnte.

Der Griff um Buraths Schwert war fest und sicher, doch es war nicht der Kampf mit einem Unwesen, welchen die Kriegerin zu scheuen schien, mehr die unmittelbare Finsternis der Höhle, die sich vor ihr auftat.

Die Narben, welche die Blindheit auf ihrer Seele gerissen hatten, waren noch lange nicht verheilt, doch der innere Willen der Kriegerin war stark und kraftvoll.

Die Klinge über den Kopf erhoben und so zur Verteidigung über das Gesicht gestreckt, betrat die Kriegerin die Höhle.

Sir Iwein
25.05.2004, 20:40
"Taurodir!", stieß Iwein verdutzt hervor, als sich der Kommandant furchtlos auf einen der Feldräuber stürzte. So selbstlos riskierte er sein Leben für seine Gefährten. Dann aber, bei den Worten des Paladins, musste er leicht lächeln. Nein wahrlich, hier sollte es nicht enden. Was für ein glanzloses Ende wäre dies sonst gewesen. Stumm nickte er ihm zu, hob dann rasch sein Schwert auf und umschloss es fest und entschieden. Mit seinen Augen versuchte er, mehr in der Dunkelheit zu erkennen. Selbst die Fackel half nur wenig, und lange würde sie nicht mehr brennen.

"Jetzt!", rief Taurodir neben ihm. Iwein hatte nur darauf gewartet. Er sprang nach vorne, wo die Zangen herkamen. Doch diesmal war er nicht alleine gegen sie. Die Klinge wirbelte herum und schlitzte einen nach dem anderen der Käfer auf. Grünes, stinkendes Blut troff aus den Wunden, die Feldräuber kippten rücklings um, zuckten noch ein wenig und blieben dann reglos auf dem Rücken liegen.

"Taurodir!", rief der Ritter seinem Freund zu. "Zurück zu den anderen!"

Eorl
25.05.2004, 20:44
Eorl lockete den Griff um den Streitkolben, und tauschte die Kampfrune in sener Hand durch die Lichtrune, die Erste die er von dem alten Paladin erhalten hatte. Er trat aus der Nische heraus in die Höhle, und ließ ein Licht über seiner Handfläche entstehen. Die anmutige Silouette im Höhleneingang hätte er unter tausenden erkannt.
Er hielt das Licht prüfend in ihre Richtung, bis sein Schein auch auf ihr Gesicht viel. Er wusste nicht was er sagen sollte, nachdem sie sich bei ihrer letzten Begegnung so getrennt hatten.
"Hey", rief er stattdessen. "Du bist mit Abstand der hübscheste Zombie, der hier in den letzten Stunden hereingetapst ist."
Er warf einen vielsagenden blick auf die Gräber, die im dichten Nebel vor dem Höhleneingang lagen.
"Sag mir, treibst du dich öfters auf Friedhöfen herum?", fragte er mit einem Lächeln.

Aeryn
25.05.2004, 21:22
Ein kehliger Laut entrann den Lippen der Kriegerin, als sie die Gestalt vor ihr erblickte. Eorl. Wie oft hatte sie ihn auf ihrer Wanderung durch die Finsternis gesehen? Wie oft? Sein Gesicht, seine Hände, die Konturen seiner Rüstung.

Nun war er wieder zu ihr gekommen, nur diesmal schien er zu leuchten. Nein, nicht er, seine Hand! Das Licht schien direkt aus seiner Hand zu kommen. War es wirklich Licht? Oder auch nur eine Illusion die sie versuchte in die Finsternis zu locken. NEIN! Es war vorbei. Vatras hatte ihr Heilung geschenkt und das Licht der Sonne war wieder über sie gekommen.

Dies hier konnte nicht real sein. Vielleicht hätte Aeryn geglaubt, wenn plötzlich Dumak hinter der Höhlenecke herausgekrochen wäre, aber Eorl nein… er war sicher hinter den dicken Mauern der Stadt oder dort hoch oben auf seinem Leuchtturm. Hier war nur Nebel und Finsternis. Und dieser würde sie sich stellen. Das Brennen der Narben würde versiegen, wenn sie gegen ihren eigenen Schatten gerungen hätte…. Darum war sie hierher gekommen… um sich der Finsternis zu stellen.

„Weiche Dämon!“

Ihre Stimme, so hell und klar, bildete das gänzliche Gegenteil zu dieser dunklen Höhle.

Die Kriegerin zeigte keinerlei Zeichen des Erkennens, mehr noch, drohend… als würde sie ihn jeden Moment angreifen, kam sie näher, das Schwert hoch erhoben.

Weißer Nebel kroch über den Boden.

Eorl
25.05.2004, 21:33
Dämon!
Eorl wirbelte herum, das Licht tanzte über seinem Kopf, als er die Rune wegsteckte und in der gleichen Bewegung 'Böses verteiben' aus seinem Gürtel zog.
Er konzentrierte sich, und weißes Licht schoß aus seinen Handflächen, tauchte die Höhle in schariges Flackern. Vor seinen Händen im Dunkel der Höhle befand sich, was er am wenigsten erwartet hätte. Nichts. Absolut nichts.
"Da ist doch gar kein Dämon", meinte er verwirrt und drehte sich irritiert zu der Kriegerin um, gerade rechtzeitig, um sich unter ihrem Schwerthieb wegzuducken.
"Hey", rief er überrascht aus. "Mach keinen Unfug."

Lady Cathaine
25.05.2004, 21:35
Kreischend bäumte sich ein garstiges Viech vor ihrer Nase auf. Ein Feldräuber. Doch Cathaine blieb keine Zeit ihre Angst vor den schnappenden triefenden Krallen runterzuschlucken, Iwein schrie um Hilfe und noch vor einem Moment hatte auch Taurodir auf dem Boden gelegen.

Verbissen wehrte die junge Soldatin die Angriffe ab des Tiers ab. Es gelang ihr mit ein paar kräftigen Schlägen den Feldräuber in die Ecke zu treiben, doch gerade als sie ihm den Todesstoß versetzen wollte, bäumte das Viech sich noch einmal auf und erwischte Cathaine böse am Schildarm. Das einfache Leder der Rüstung riß auf und die grün Kralle riß sich den Arm der Soldatin herunter, bevor die Kreatur vor ihren Füßen krampfartig verendete.

Blut rann zu Boden. Rotes... und grünes...

Schwer atmend blickte Cathaine sich um. Stille nahm die eben noch Kämpfenden ein.

Die Feldräuber waren tot.

Aeryn
25.05.2004, 21:41
Das Licht über dem Dämon verschwand, als die Kriegerin angriff. Doch ihr Schlag glitt ins Leere. Unerwartet mußte Aeryn einen Schritt nach vorne setzen, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Für einen Moment ruhte die Klinge in der Luft, dann sank sie zu Boden.

Es war finster wie in einem Grab.

Ein Grab ist für beide gut, flüsterte eine Stimme in ihren Gedanken.

„Eorl?!“

Eorl
25.05.2004, 21:47
"Ja, ich glaube schon. Zumindest bin ich mir ziemlich sicher nicht dämonischer Natur zu sein. Sonst könnte ich nicht mit Heiligem Licht herumfuchteln, weißt du?"
Der Paladin entspannte sich ein wenig, und kramte erneut die Licht-Rune heraus. Er rief eine neue Lichtkugel, und hielt sie über seiner Handfläche, dann schickte er sie über Aeryns Kopf.
"Es ist ganz harmlos, siehst du? Tut mir leid wenn ich dich erschreckt habe."

Sir Iwein
25.05.2004, 22:04
Plötzlich war es ruhig. Stille herrschte in der Höhle. Und nichts mehr bewegte sich in der Dunkelheit. Keine Zangen, keine Beine, keine garstig zirpenden Laute der Feldräuber mehr. Iweins Atem ging heftig, wie auch der von Taurodir neben ihm. Der Angriff hatte einiges an Kraft gekostet. Nach einiger Zeit, als er endlich überzeugt war, dass alle Käfer tot waren, schob der Ritter sein Schwert zurück in die Scheide. Iwein war froh, dass es nicht hier zuende gegangen war. Es gab noch so viel...

Jetzt erst wanderten seine Gedanken wieder zu seiner Geliebten. Er schreckte auf und hielt sofort die Fackel höher, um sie entdecken zu können. Fiberhaft streiften seine Blicke durch das Dunkel. Endlich erblickte er die beiden Soldatinnen und eilte zu ihnen, gefolgt von Taurodir.
Cathaine kniete am Boden, sie hielt sich den Arm. Als Iwein mit der Fackel näher kam und neben ihr kniete, sah er das Blut, das aus dem Loch in der Rüstung rann. Die Zangen eines Feldräubers mussten das Leder aufgerissen haben.

"Oh, Innos, zum Teufel mit diesen elenden Käfern!", fluchte der Ritter. Behutsam legte er ihren gesunden Arm um seine Schulter und half ihr auf. "Los, lasst uns hier rausgehen, da sieht man ja kaum die Hand vor Augen..."

Aeryn
25.05.2004, 22:30
Heiliges Licht schwebte über Aeryn´s Kopf und es war der Kriegerin deutlich anzusehen, daß sie nicht recht wußte, was sie davon halten sollte. Doch für den Moment gab es wichtigere Dinge.

“Was bei allen Göttern machst Du hier?“

Entschlossen packte die Kriegerin den Schmied am Arm und zog ihn sanft mit sich… raus aus der Höhle. Dem heiligen Licht über ihrem Kopf schenkte sie dabei kaum noch Intresse.

Vertraute die Kriegerin Eorl, etwa?

Eorl
25.05.2004, 22:35
Eorl ließ sich von der Kriegerin aus der Höhle ziehen.
"Ich töte Untote.", gab er zurück. "Um genau zu sein, erprobe ich meine magischen Fähigkeiten mithilfe dieser Runen."
Er hielt die Lichtrune hoch, und ließ sie dann in seinem gürtel verschwinden.
"Außerdem bin ich noch auf aus einem anderen Grund hier, aber das ist nicht so wichtig. Was treibt dich denn an diesen Ort? Und welcher Teufel hat dich geritten, mir fast den Kopf abzuschlagen, wenn ich fragen darf?"

Bardoseth
25.05.2004, 22:38
Nachdem er die Stadt verlassen hatte bog er sofort nach rechts ab, richtung der "Toten harpye" eine Taverne etwas entfernt von Khorinis.
Mitten auf dem weg, unter einer Brücke, begegnete Bardoseth einem Wanderer der gerade an einem Schrein, einem der Innos gewidmet ist, betete. "Das perfekte Opfer..." murmemelte er leise vor sich her. Nach einem Blick nach vorne richtung Harpye und einem Blick nach hinten zur Stadt hatte er die versicherung das anscheinend niemand ihn beobachtete. Der alte Dolch glitt aus seiner Scheide in Bardoseth's Hand. Langsam schritt er auf den Wanderer zu der anscheinend Komplett in sein gebet vertieft war, und zog ihm den Dolchknauf über den Hinterkopf. Der Wanderer sackte wie ein nasser Sack Kartoffeln zusammen.
Der Dolch verschwand wieder in seiner Scheide. Bardoseth lud sich den bewusstlosen auf seine Schulter und schleppte ihn in eine nahe Höhle die sich in den Fels bohrte. Dort liess er ihn etwas entfernt vom Höhleneingang zu Boden fallen. Bardoseth viel auf die Knie und durchsuchte den Wanderer nach wertgegenständen und ähnlichem, doch ausser einem kleinen beutel voller Gold fand er nichts von wert. Also zog er wieder seinen Dolch hervor und legte deutete mit der Klinge auf den Hals des Bewusstlosen. " Beliar nimm dieses bescheidene Opfer eines deiner Diener an." , kaum waren die Worte gesprochen schon glitt der Dolch durch den Hals des Wanderers, dieser zuckte kurz und fand seine letzte Ruhe.
Der Dolch wurde an der Kleidung des Wanderers gesäubert und verschwand wieder in der Scheide. bevor er die Höhle verliess, schaute er nocheinmal aus dem Höhleneingang heraus und vergewisserte sich das niemand bemerkte wie er die Höhle verliess. Draussen angekommen vollendete er dann seinen Weg richtung der Toten Harpye.

Aeryn
25.05.2004, 22:44
„Nein darfst Du nicht,“ gab die Kriegerin aufbrausend zurück. Ihre Hand glitt von seiner Rüstung, dann trat sie ein paar Schritt zur Seite und sah sich aufmerksam um. Doch außer dem Nebel, der den beiden über die Füße kroch, was nichts zu sehen.

Es war nicht ihr erster Versuch Eorl zu töten, nur diesmal, hätte sie keinen Vorsatz gehabt. Für den Moment war sie mehr erschreckt darüber, daß sie ihm fast den Kopf abgeschlagen hätte. Doch es war wirklich Eorl, kein Zweifel, auch wenn er auf irgendeine Art und Weise nun über die Fähigkeit verfügte, Licht über ihrem Kopf schweben zu lassen.

„Ich dachte Du wärst ein Trugbild,“ sprach die Kriegerin schließlich versöhnlicher, doch in keinster Weise versöhnt, was man an ihren funkelnden Augen erkennen konnte. Wer Aeryn kannte, sah das Feuer darin. Ihr Feuer. Das Feuer ihrer Seele.

Eorl
25.05.2004, 22:52
"Ein Trugbild? Nun da muss ich dich enttäuschen. Ich bin recht real, denke ich. Zumindest glaube ich das."
Er wurde einfach nicht schlau aus dieser Frau. Was allerdings für sich betrachtet nicht neues war. Und da sie offensichtlich nicht gerade erfreut war ihn zu sehen, oder vielleicht ärgerte es sie auch das er sich noch rechtzeitig geduckt hatte, konnte er ebensogut noch tiefer in Ungnade fallen.
"Nun wie ist es dir ergangen.. seit unserem letzten Treffen?"

Aylah
25.05.2004, 23:14
Als Aylah wieder aufwachte, hatte die Sonne fast ihren höchsten Stand erreicht. Sie stand auf, machte ihr Bett, wusch sich und zog das Kleid an, das sie vor ein paar Tagen zum Trocknen über den Stuhl gehängt hatte. Es war von einfachem Schnitt und wies keinen Zierrat auf. Der graue Stoff ähnelte sehr dem Wetter draußen. Sie nahm aus einem kleinen Kästchen ein wenig Geld, das sie hatte sparen können, steckte ein paar getrocknete Kräuter in ihren Beutel und machte sich auf nach Khorinis. Sie wollte dort ihre Kräuter feilbieten und bei guten Geschäften noch das eine oder andere kaufen. Auf dem Weg begegnete sie nur wenigen Leuten, die sie nicht mehr als nur flüchtig ansahen. Nach der etwas längeren Wanderung kam sie auch schließlich am Osttor von Khorinis an und betrat den Marktplatz...

Aeryn
26.05.2004, 00:30
„Es ist viel passiert, Eorl.“ Die Kriegerin sprach mit samtig rauher Stimme.

Mit langsamen Schritten begann sie diesen ungastlichen Ort zu verlassen. Eorl folgte ihr. Was immer er gesucht hatte, dort in der Höhle, er hatte es nicht gefunden oder er ließ es zurück. In beiden Fällen hatte es keine Bedeutung für Aeryn. Um eins dieser kleinen Skelette zu töten, war er auf jeden Fall nicht gekommen.

Wie selbstverständlich schlug die Kriegerin den Weg zu dem alten Leuchtturm ein, dessen Eigentümer niemand anders war, als der Paladin, der ihr folgte und sie nun eingeholt hatte und neben ihr schritt.

„Du hast sicher noch was eßbares in Deinem Turm oder?“, sprach Aeryn. Ihre Stimme war klar und offen. Kleinerlei Hintergedanken war darin zu erkennen, denn es gab einfach keinen. Ihre Gefühle lagen steht´s wie ein offenes Buch vor jedem, der es vermochte zu lesen. „Und ich brauche die Dienste deines zerfletterten Raben.“

Während die Kriegerin sprach, dachte sie an Burath. Sie trug sein Schwert und sein Wort in ihrem Herzen und trotzdem war sie heute morgen aufgebrochen, ohne ein Wort zu sagen. Jetzt erst wurde es ihr bewußt. Sie hoffe, der Rabe könnte ihm eine Nachricht bringen.

Langsam spielte ihre Hand mit der schwarzen Rabenfeder in ihrem Haar. Dann glitt der Blick ihrer rehbraunen Augen zu Eorl.

„Zeit zu reden, Paladin!“

Sonnenstrahlen durchbrachen die Wolkendecke, gerade in dem Moment da die Kriegerin und der Schmied den Fuß des Leuchtturms erreicht hatten.

Eorl
26.05.2004, 01:40
Am Turm angekommen schloss der Paladin die schwere Tür auf, und öffnete sie.
"Ob sich der Rabe überreden lässt häng ganz davon ab wie viele Federn du ihm diesmal ausrupfst.", meinte er, und spähte zu dem Schrank hinüber, auf dem er eine Schale Wasser für das Tier aufgestellt hatte. Der Rabe war nicht zu sehen, allerdings ertönte in diesem Moment ein Geräusch von der Spitze des Turmes her.
"Irgendwo oben", murmelte er, und verschwand die Treppen hinauf.
Gleich darauf war er wieder da, den Raben auf dem Unterarm sitzend. Kurzerhand hockte er ihn auf Aeryns Schulter, und begann in einem der Schränke zu kramen.
"Nun zu Punkt zwei auf der Wunschliste..Essen.."
Er fand Teller und Becher, stellte beides auf den Tisch und holte aus einem Vorratsschränkchen heraus was er noch da hatte. Einen Schinken, Brot, ein par Äpfel, ein Stückchen Käse, einen Krug Wasser, etwas Ale und eine Flasche Wein. Zum schluss fand er noch etwas Fleisch, und begann den Herd anzuheizen und eine Pfanne aus den Überresten eines weiteren Schränkcens zu bergen. Ihr Duell im Turm war an besagtem Turm nicht ohne Spuren vorbeigegangen. er wusch die Pfanne mit etwas Wasser aus, und machte sich daran die Steaks anzubraten.
"Setzt euch zu Tische, Mylady", meinte er mit gespielter Förmlichkeit.
"Du sagst es ist viel passiert?"

Aeryn
26.05.2004, 02:28
Da stand die Kriegerin nun mit einem Raben auf der Schulter. Fast für ein groteskes Bild. Doch der Anblick wehrte nicht lange, denn entschieden griff Aeryn nach dem Vogel und ließ ihn auf ihre Armschiene herabgleiten. Ja, schon besser. Ohne weiter auf Eorl zu achten strich die junge Frau durch den Turm auf der Suche nach Papier und Tinte. Überall stieß sie auf zerschlagende Möbel und umgeworfene Gegenstände. Erinnerungen an ihr Duell mit Eorl kamen ihr wieder vor Augen… ans das Duell und die Finsternis.

Rückblende:

Die Ruinen von Cor. Überwucherte Mauerreste und eingestürzte Keller, Gewölbe, seit Jahrhunderten nicht mehr von menschlicher Seele betreten. An diesem Morgen scherte sie eine junge Frau weder um Legenden noch um Flüche. Blutüberströmt und entkräftet suchte sie mit einer Handvoll Männern Zuflucht in den Ruinen. Während der Platz gesichert wurde, und die Nachhut sofort die erste Wache aufstellte, schleppte sich Aeryn weiter.

Sie hatte bekommen was sie wollte. Doch um welchen Preis?

Hinter einer Säule, nahe des alten Turms, von dem man sagte, er sei von dem alten König selbst erbaut worden, brach sie schließlich zusammen. Ihr Kopf sank gegen den alten Stein. Ihr war kalt. Unendlich kalt.

Am Himmel verblaßten die Sterne.

Schmerz beherrschte ihren Körper.

Ein Hauch von Wärme?

Aus halb geöffneten Augen erkannte sie nur einen Schatten, der sich über sie beugte. Ganz leise und sanft hörte sie seine Stimme an ihrem Ohr.

„Hatte ich nicht gesagt, ohne Waffen?“

Finsternis.

Rückblende Ende.

Die Kriegerin verscheute ihre finsteren Erinnerungen. Nicht jetzt. Nicht hier. Verdammt, wo bewahrte der Paladin nur sein Pergament auf?

In der hintersten Ecke des Turmes fand Aeryn schließlich einen kleinen Sekretär. Ungeduldig riß sie eine der Schubladen auf und tatsächlich. Papier. Bereits ein kleines Stück reichte ihr. Der Rabe auf ihren Arm flatterte ebenso ungehalten.

Mit unruhiger Schrift verfaßte sie ihre Nachricht an Burath.

„Burath, mein Blut war heiß, so zog ich allein los. Nimm diese Nachricht als ein Zeichen von mir… Der alte Leuchtturm an der Küste von Khorinis gehört Eorl… ich schicke dir seinen Raben. Er ist Schmied und auf ihm ruht meine Hoffnung, das Schwert meines Vaters zurückzugewinnen… meine Absicht ihn zu töten schwindet von Tag zu Tag. Die Dinge die er gesagt hat sind genauso wahr, wie die Dinge die Lee zu mir sprach. Ich glaube ich jage den Falschen… Laß mich Deine Spur finden, wenn die Zeit des Wiedersehens gekommen ist,

Aeryn.“

Mit der Klinge ihres Dolches trennte sie eine Haarlocke ab und legte sie auf den Brief. Sie rollte das Papier, doch nur mit Mühe gelang es der Kriegerin, die Nachricht an dem Vogel zu befestigen. Schließlich trug sie ihn hoch, bis in die Zinnen und schärfte ihm mehrmals ein Burath zu suchen, bevor sie ihn fliegen ließ. Doch berechtigte Zweifel blieben, ob der Rabe den Krieger finden würde. Immerhin war da nichts was sie ihm von Burath hatte mitgeben können… nichts außer sein Schwert. Und dieses würde sie um keinen Preis einem Raben anvertrauen.

Duft vom gebratenen Fleisch kroch ihr in die Nase und wie ein Wirbelwind stürmte die Kriegerin in das Zimmer, in dem Eorl bereits das Essen angerichtet hatte. Er nannte sie spielerisch MyLady und sie neckte ihn mit „Danke MyLord!“ während sie sich in den Sessel fallen ließ.

Ihre Augen waren wieder klar und tief. Was immer Aeryn das Licht ihrer Augen genommen hatte, es war fort.

Während die Kriegerin dem Wein zusagte, begann sie zu sprechen, dabei Eorl fest anblickend.

„Ich habe das Weite gesucht, als die Soldaten der Miliz hier raus kamen und nach Dir riefen. Ich stolperte durch die Finsternis, durch den Wald, mehr als einen Hang hinunter und wieder herauf.“ Sie unterbrach sich selber kurz. „Jetzt da ich Longbow im Duell besiegte, glaubte ich nicht, daß es gut wäre, wenn man uns zusammen sieht.“ Ein Grab ist für beide da, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf, nein… ein Strick… die Garde hängt Euch an einem Strick… Strick… Strick…

Roter Wein benetzte ihre Lippen.

„Ein Tier griff mich an, ein weiterer Abhang, dann war es Burath, der mich aus der Finsternis in seine Arme nahm, meine Füße vom Boden löste und meinen Körper in Sicherheit brachte.“

Fleisch und Brot fanden den Weg zwischen ihre Zähne, während sie die Zeit in der Finsternis Revue passieren lies. Doch aus diesen dunklen Tagen gab es nichts wovon sie Eorl berichten wollte.

Hilflosigkeit.

„Dann brachte Burath Vatras zu mir, raus in die Höhlen, dort wo der Wind noch wild und frei mit Deinen Haaren spielt.“

Aeryn lächelte.

„Vatras braute einen Trank. Einen Heiltrank,“ meinte sie, doch bei der Erinnerung an die Schmerzen, kam es ihr eher wie reines Gift vor. „Burath, hielt meinen Körper drei Tage und drei Nächte, während er sich in Fieberkrämpfen wand. Immer wieder benetze er die
Augenbinde mit dem Trank.“

Ein Weintropfen perlte über Lippen.

„Am Morgen des vierten Tages sah ich die Sonne aufgehen.“

Eorl
26.05.2004, 02:52
Eorl aß selbst ein wenig, während die Kriegerin reinhaute, als hätte sie Tage nichts gegessen. Vielleicht war dem so. Er hörte aufmerksam zu als sie berichtete. Offensichtlich hatte sie ihre irrsinnige Flucht überlebt, aber schien ihr die Dunkelheit auch einen Teil ihrer Wildheit genommen zu haben. Zumindest war sie diesmal nicht darauf aus ihn umzubringen. Ohne Zweifel ein Fortschritt. Er wartete bis sie ihren Bericht geendet hatte.
"Nun, ich habe mich mal schlau gemacht, wie ich dein Schwert wieder reparieren kann. ICh bin nun ziemlich sicher das ich die Klinge neu erschaffen kann, nicht einfach nur flicken. Allerdings brauche ich dazu einige spezielle Dinge, von denen ich eines noch nicht habe. Ich habe im Moment auch keine rechte Ahnung wie ich daran kommen soll. Aber ich halte die Augen offen, und sehe was sich machen lässt."
Ein Schatten fiel über sein Gesicht.
"Was den Paladin Longbow betrifft: Ich habe ihn erstmal vom Verdacht des Hochverrats befreit, aber es wäre mir lieb, wenn du mir erzählen könntest wie er tatsächlich in Gefangenschaft geraten ist. Wir bewegen uns neuerdings auf äußerst glattem Boden."
Seine Stimme war fröhlich, als hätten die Orks gerade das Minental geräumt, aber dennoch war spürbar, das die Situation ernster war, als der lockere Tonfall vermuten ließ.
Das Essen war beendet, und Eorl räumte rasch alles wieder in die Schränke, um den Tisch frei zu haben. Dann nahm er das Gespräch wieder auf.
"Ich habe hier im Turm einige Waffen und etwas Essen gebunkert. Außerdem einen Umhang ähnlch dem, in dem wir dich aus der Stadt geschmuggelt haben. Hier ist ein Schlüssel für die Tür."
Er hielt den Schlüssel hoch, und schob ihn ihr über den Tisch hinweg zu.
"Wann immer du Lust dazu hast, kannst du hier eintreten. Du und wer immer dich begleitet. Und dann sollst du noch dies hier bekommen."
Er ging zu dem Sekretär hinüber, den Aeryn vorhin schon geplündert hatte, und nahm sich Feder und Papier. Er kritzelte ein paar Zeilen auf das Blatt und unterschrieb sie dann, rollte das Pergament zusammen.
"Damit solltest du jederzeit ungehindert an den Stadtwachen vorbeikommen wenn du mal in die Hafenstadt musst."
Er legte die Schriftrolle neben den Schlüssel.
"Ich bitte dich lediglich, beides nicht zum Schaden meiner Kameraden zu verwenden."
Er lehnte sich zurück, und wartete darauf wie Aeryn reagieren würde.

Seraya
26.05.2004, 05:59
Im Licht der blassen Vormittagssonne trat Seraya auf den grasbewachsenen Pfad. Sie blickte sich um. Die Luft war noch angenehm kühl und feucht, noch nicht so heiß und stickig, wie sie es die letzten Tage war ... einfach angenehm ... aushaltbar. Die meisten Vögel waren bereits wach und erfüllten die Luft mit ihren lieblichen Gesängen ... Ein wenig wie hypnotisiert folgte Seraya dem Pfad, ohne zu wissen, wo er hinführte ...

Doch Seraya war es in diesem Moment relativ egal. So lange sie der Pfad nicht in ihr Verderben führte ... irgendwo würde sie schon ankommen. Würde es ihr nicht gefallen, würde sie eben umdrehen ... sie würde sich ihren Weg schon suchen. Mit diesem Motto in Gedanken würde sie sich die nächsten Tage durchschlagen, bis sie einen Ort gefunden hatte, an dem es sich leben ließe. So würde sie es machen ...

Nach jeder Wegbiegung strahlte ihr das weiche Grün von neuem entgegen. Und jedesmal erfrischte es ihre Sinne, erfreute es ihren Geist ... immer mehr dankte sie dem Schicksal, welches sie auf diese Insel gebracht hatte. Was würde es als nächstes vorgesehen haben ...

Als rechts neben dem Weg eine große, fast schon grün leuchtende Wiese erschien, konnte sich Seraya die Pause nicht vergönnen. Sie lief auf die Wiese, sprang in dem hohen Gras umher ... legte sich hinein, betrachtete den Himmel und die Bäume über ihr. Wie mochte sie diesen Ort. Wäre es möglich, würde sie gar nicht erst wieder gehen. Doch sie hatte nach wie vor ein Ziel, den Hofe des Großbauern zu erreichen ... und immer wieder musste sie sich mahnen, dabei nicht zu sehr zu trödeln. Zwar würde ihr Proviant, den ihr der Pirat mitgegeben hatte, noch für einige Tage, vielleicht eine Woche, reichen, doch sicher war sicher. Seraya wusste nicht, wie weit es noch war, wie lange sie noch unterwegs sein würde, wie oft oder ob sie zwischendurch noch Menschen begegnen würde ...

Murrend und widerstrebend stand sie auf, gezwungen von ihrem Verstand. Zwar handelte sie oft, wie es ihr gerade passte, doch sie hatte gelernt, in wichtigen Situationen auf ihren Verstand zu hören. So lief sie wieder auf den Pfad zurück und setzte ihren Weg fort ...

Taurodir
26.05.2004, 14:24
"Unser Auftrag ist erledigt. Wir kehren zurück zur Stadt", sprach Taurodir, als er ebenfalls wie Iwein besorgt zu Cathaine blickte und versuchte ihr zu helfen.
"Leider kann ich die Wunde nicht versorgen. Wir werden sie aber später säubern. Ich hoffe, dass es so lange geht."

Die Gruppe verließ die Höhle, dessen Boden nun mit feldräubern und deren Blut bedeckt war, und erfreute sich darüber, dass es draußen nicht dunkel war. Anscheinend begann ein neuer Tag. Die Sonne stieg langsam auf. Doch war es am frühen Morgen recht kühl.

Sie hatten wirklich lange gekämpft, und hätten sie nicht füreinander gekämpft, hätte der eine oder andere vielleicht eine größere Wunde davongetragen oder gar sein Leben hierbei, bei einem Auftrag, der eher nach einer leichten Sache schien, verloren. Wäre dies geschehen, hätte es sich der Lord wohl nie verzeihen können, da er es war, der jene Personen drum bat ihn zu begleiten. Zum Glück war dies nicht geschehen. Dennoch war die Stimmung bei ihm etwas bedrückt, als er zu seiner Schülerin blickte.

Beide hatten wirklich gut gekämpft. Sie wussten, wann sie auszuweichen, und wie sie anzugreifen hatten. Ihre Schläge waren zumeist recht präzise gewesen. Doch über diese Erkenntnisse konnte der Krieger nicht allzulang nachdenken. Ein kühler Wind begrüßte die Gruppe von hinten, und Taurodir bekam ein unwohles Gefühl. Das Gefühl, dass dieser Tag nicht so einfach zu ende gehen würde. Etwas stimmte nicht. Nichts war zu sehen, kein Feind, dennoch trug er das Gefühl mit sich, dass etwas Schlimmes geschehen würde.

"Lyvîane, hast du eine Wunde davongetragen?"
Außer wenigen Kratzern schien es der Lady aus Erathia gut zu gehen. Ihre Gedanken waren wohl ebenfalls an Cathaine gewandt.
Die Gruppe lies den Berg, und dessen Höhle hinter sich. Nun suchten sie nur noch den Weg zurück zur Stadt, wo sie die Kriegerin versorgen lassen würden. Doch war es noch ein weiter Weg, und sie müssten zwischendrin mindestens einmal rasten. Stille herrschte auf dem Weg. Ein nachdenklicher Kommandant führte die anderen dreien an.

Aeryn
26.05.2004, 19:32
Es war viel, was er ihr da anbot. Er vertraute ihr. In diesem Moment war nichts deutlicher. Er gab ihr nicht nur den Schlüssel zu seinem Turm, sondern auch ein Schreiben, was ihr den ungehinderten Zugang zu der Stadt ermöglichte. Doch es war nicht der Umstand, daß er ihr Turm oder die Stadt zu Füßen legte. Er hätte ihr den Schlüssel zu einem alten rostigen Kästchen geben können… es war die Geste, die Aeryn berührte.

In einer Zeit, da niemand etwas von sich Preis gab, es sei denn, er erreichte einen persönlichen Vorteil für Dich dadurch, gab Eorl mit freien Willen. Und die Kriegerin nahm sein Angebot an… zumindest den Schlüssel… der Turm hier würde ihr, ihm und vielleicht auch Burath, wenn er wollte, immer eine gute Zuflucht bieten… wenn es sicher hier blieb.

Bei der Schriftrolle jedoch zögerte sie. Nicht wegen Eorl, sondern… Es gab nur ein Stück Papier welches die Kriegerin am Körper trug, besser gesagt zwei Stücke. Zwei Stücke einer Schatzkarte, die schon vielen Menschen das Leben gekostet hatte. Doch der Schatz war weit fern, hinter dem Horizont, dort wo Borias geherrscht hatte.

Borias… sie war seine Tochter… die einzige Tochter, die die Jagd seiner Häscher überlebt hatte…

Wieder konnte sie nicht verhindern, daß ihre Gedanken zurückwanderten, die Finsternis durchstreiften… wieder war die Kriegerin in den Ruinen von Cor…

Rückblende:
Aeryn erwachte von einem leisen, scharrenden Geräusch neben ihrem Kopf. Alarmiert schlug sie die Augen auf, doch die Finsternis wich nicht zurück. Sie blinzelte mehrmals, doch es war dunkel wie in einem grab. Sie lag auf dem Boden. Durch ihren Umhang konnte sie Holzbohlen spüren. Ein moderiger Geruch hing in der Luft. Es war warm, fast stickig in dem Raum. Die Luft schien zu stehen. Langsam drehte Aeryn den Kopf in die Richtung aus der das scharrende Geräusch kam.

Es verstummte.

Stille.

Nur ihr eigener Atem.

Wie lange lag sie schon hier?

Absolute Stille.

Im nächsten Moment kam das scharrende Geräusch aus der entgegengesetzten Richtung zurück.

Ein Tier? Ratten?

„Du verhältst Dich nicht gerade unauffällig, Aeryn.“

Kein Tier!

Instinktiv versuchte sie sich aufzurichten, doch eine Welle des Schmerzes durchfuhr sie, zwang sie zurück auf den Boden. Ihr Kopf schien für einen Moment explodieren zu wollen, bevor der Schwindel nachließ und ihr die Möglichkeit gab nach Luft zu schnappen.

„Versuch ruhig liegen zu bleiben. Deine Wunden sind versorgt worden. Du wirst es überleben.“ Keinerlei Spott in seiner Stimme, keinerlei Emotion…

„Wo bin ich?“

„Du bist im Turm des alten Königs. Erinnerst Du Dich? Thorus hat Dich hierher bringen lassen, damit Du Dich ausruhen kannst.“

Der Turm des alten Königs? Ah, die Ruinen von Cor. Ihre Zuflucht. Ja, sie erinnerte sich. Verdammt, wer spielte da mit ihr? Erneut versuchte sie aufzustehen. Diesmal schaffte sie es soweit um zumindest den Oberkörper aufzurichten. Erneut traf sie der Schmerz, wenn auch diesmal nicht so unvermittelt. Ihre Hände fuhren über ihren Körper, tasteten nach den Verletzungen. Stramme Leinentücher. Wer auch immer hier sein Werk getan hatte, verstand sein Handwerk.

„Wer bist Du?“ Sie wollte ihrer Stimme einen autoritären Unterton verleihen, doch wenn sie es sich hätte selber eingestehen müssen, klang sie eher verdammt hilflos. Ihre Augen durchdrangen die Finsternis, ohne jedoch eine einzige Unregelmäßigkeit auszumachen.

„Nenn mich wie Du willst. Ich habe viele Namen, Aeryn.“ Vollkommen ruhig. Keine Spur in der Stimme des Mannes.

„Links neben Dir findest Du einen Krug mit Wasser und Dein Schwert.“ Elender Bastard, dachte Aeryn wütend. Trotzdem griff sie in die angegebene Richtung. Rasch fanden ihre Hände den kalten Stahl. Den Krug hätte sie fast umgeworfen. Nur mit Mühe gelang es ihr den Fall abzufangen. Einen Herzschlag später rann lauwarmes Wasser rann über ihre ausgetrockneten Lippen. Wie konnte er nur bei der Finsternis sehen?

„Verdammt, was willst Du?“

Keine Antwort.

Aeryn stütze sich auf das Schwert und stand auf mühevoll auf. Orientierungslos wie sie war, blickte sie in die Finsternis. Das Schwert lag schwer in ihrer Hand. Das war nicht ihre Klinge. Es war das Schwert Dragans. Doch Aeryn hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Das Spiel fing an echt grausam zu werden. Und sie war nicht bereit länger mitzuspielen.

„Wie bist Du an den Wachen vorbeigekommen?“, versuchte sie ihn in ein Gespräch zu verwickeln, auf dass seine Stimme seinen Standpunkt verraten würde.

Keine Antwort.

Aeryn drehte sie sich mit erhobener Klinge im Kreis. Langsam durchmaß sie das Turmzimmer.

Stille.

Kein Scharren, keine Stimme…

Nichts.

Außer ihren eigenen unregelmäßigen Atemzügen.

Irgendwann fand sie den großen Riegel. Die großen Flügeltüren flogen förmlich auf. Zwei Wachen sprangen regelrecht zur Seite, und zogen ihre Waffen, ehe sie ihre Anführerin erkannten.

Aeryn stand in Licht der untergehenden Sonne. Ihre Klinge küßte den Boden, während sie versuchte sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Thorus war sofort an ihrer Seite.

„Rasch, durchsucht den Turm! Riegelt das Lager ab!“ Ihre Stimme hatte die befehlsgewohnte Härte wiedergefunden. Sofort kam Bewegung in die Männer, welche sie eben noch mit offenem Mund angestarrt hatten.

„Thorus, Bericht!“

„Die Stadtwache ist in erhöhter Alarmbereitschaft. Sie haben überall die Patrouillen verdoppelt. Doch sie wissen nichts. Meran, dieser Trottel hat mit den Offizieren getrunken letzte Nacht.“

Trotz der Schmerzen in ihrer Schulter mußte die junge Frau lächeln. Thorus Blick dagegen zeigte mit keiner Spur, was er darüber dachte.

„Dragans Männer sind tot oder geflohen. Unsere Männer kontrollieren die wichtigsten Punkte. Die Stadt gehört Dir, Aeryn.“

Rückblende Ende:

Der Blick der Kriegerin kehrte ins hier und jetzt zurück. Und im hier und jetzt saß sie mit einem Paladin der Garde des Innos beim Abendessen. Einem Mann, der Dinge gesagt hatte, die sie nicht vergessen wollte, aber auch Dinge getan hatte, an die sie sich nicht mehr erinnern wollte.

Was den Moment überdauerte war Vertrauen. Die Kriegerin spürte es, stärker als sie jemals geglaubt hätte.

Nach einer langen Zeit der Stille nickte die junge Frau schließlich. „So soll es sein, Eorl. Ich gebe Dir mein Wort, daß ich nicht in die Stadt gehen werde um zum Nachteil Deiner Kameraden zu handeln.“

Die Worte klangen feierlich, gleich einem Schwur. Doch Aeryn brauchte nicht zu schwören, damit Eorl wußte, daß sie es ehrlich meinte. Es stand in ihren Augen, in jede ihrer Handlungen.

Schlüssel und Schriftrolle verschwanden unter ihrer Rüstung, während sie aufstand und den Raum langsam durchmaß. Da gab es noch so vielen Dinge die nicht ausgesprochen waren, jedoch keine weiteren Aufschub bedurfen.

„Sag mir, Eorl, ist Longbow dein Kamerad?“ Ihre Stimme klang forsch. Deutlich zu erkennen, daß sie daran zweifelte. „Ich fand ihn am Morgen nach dem Angriff nicht weit vom Hof in einem Gebüsch.“ Auf dem Wort Angriff lag eine scharfe Betonung.

„Ich habe Longbow herausgefordert und im Duell besiegt. Er lag auf dem Boden und mein Dolch an seiner Kehle.“ Aeryn strich mit den Fingern über eine tiefe Kerbe in der Wand. Erinnerung ihres letzten Duells mit Eorl, hier im Turm…

„Er hat mir gesagt, daß Du, der Kommandant bei diesem Angriff warst. Mehr gibt es nicht zu erzählen. Ich habe ihn vor Lee gebracht und Lee ließ ihn in den Kerker werfen. Um Gorr einzutauschen habe ich ihn schließlich befreit und vor die Stadt gebracht. Den Rest der Geschichte kennst Du.“

Ruckartig wandte sie sich von der Wand ab. Das lange lockige Haar wirbelte wie ein Schleier hinter ihr her. Funken schienen darin zu tanzen.

„Er hat Dich verraten, ohne mit der Wimper zu zucken, Eorl. Sei vorsichtig, wen du Kamarad nennst. Longbow ist es nicht. Ich habe seine Antwort nicht um sein Leben erpresst.“

Sie brach ab. Das Thema brachte sie auf… gegen Eorl… den trotz allem was Lee gesagt hatte, blieb Eorl der Kommandant, der den Hof hatte überfallen lassen. Vielleicht war er selber unter den Männern gewesen, die die Brandpfeile geschickt hatten…

„Ich habe mit Lee gesprochen.“

Die Stimme der Kriegerin war hart und schuf in diesem Moment eine unüberwindbare Kluft zwischen den beiden.

„Eurer Vergeltungsschlag hat die falschen getroffen. Lee hat den Angriff auf die Stadt nicht angeordnet. Es war eine Gruppe wohl aus Banditen und Wegelagern, die dieses Unheil anrichteten.“

Zorn stand in ihren schönen Augen, das Funkeln einer wilden Löwin, der Kriegerin des Feuers. In einer anmutigen Bewegung riß sie die Klinge Buraths aus dem Waffengurt. Sirrend glitt das Schwert aus der Lederscheide und tanze für einen Moment in der Luft.

Stille.

Nichts passierte. Die Kriegerin rang einen unsichtbaren Kampf mit sich selber. Wenn sie dem Zorn nachgab und sich auf Eorl stützte…. NEIN! Ein unhörbarer Schrei entglitt ihren Lippen. Doch seine Taten höhnten ihrer Treue zu Lee. Die Garde würde das Saatgut wieder zurückgeben müssen… oder sollte man Unrecht durch Unrecht sühnen?

Momente später glitt das Schwert Buraths wieder in die Scheide.

Die Kriegerin wandte sie ab und stieg die Treppe bis in die Zinnen hoch. Hier oben herrsche ein sanfter Wind und der gigantische Sternenhimmel breitete sich über Aeryn aus.

Ihre Sinne beruhigten sich nur langsam. Nach einer Weile begann die Kriegerin zu singen. Mit samtig rauher Stimme in einer uralten Weise.

"Wenn der Nebel fällt und der Wind das Haar bewegt,
wenn die Dämmerung sich auf die Berge legt,
trägt mein Geist mich weit fort,
doch ich bleibe am Ort,
wo die Ewigkeit ganz ohne Zeit besteht.

Weisse Schatten zieh'n als Boten alter Zeit.
Meine Seele öffnet ihre Augen weit.
Und ich ahne den Weg,
den kein Sterblicher geht.
Und wie damals bin ich heute auch bereit."

Das Holz der Treppenstufe kündigte Eorl an. „Komm!“, bat sie ihn sanft zu sich.

„Schmiede mein Schwert neu, Eorl, schmiede mein Schwert.“

Und zum ersten Mal nannte sie es ihr Schwert.

Amir
26.05.2004, 20:29
Die Landschaft ausserhalb der Stadt lag ruhig da, von der merkwürdig schwachen Sonne beschienen. Hier hinter dem Südtor war das erste was auffiel der kleine Bauernhof Lobarts. Das zweite war der kleine Wald zu Amirs linken. Seit seinem Späßchen mit der Riesenratte vor Wochen, hatte sich Amirs Einstellung Wäldern gegenüber nicht gerade verbessert, also folgte er dem Pfad bis er schmaler wurde und in die Berge heraufführte. Amir ging noch ein Stückchen weiter, bis er einen Baumstamm am Wegesrand sah, auf dem er sich niederließ und einfach mal einige Minuten verweilte.
Er dachte nach über die Situation in der er sich befand. Viele Milizen munkelten über einen endgültigen Auszug der Paladine ins Minental. Amir graute davor, er wollte nicht die sichere Stadt gegen die belagerte Burg im Tal austauschen, wo er sich doch gerade hier eingelebt hatte. Außerdem war er als Angehöriger der Miliz ja für den Schutz der Stadt verantwortlich und was würde wohl passieren wenn die Schwarzmagier oder die Söldner oder gar die Orks einen Angriff auf ein begrenzt verteidigtes Khorinis starten würden? Von Khorinis würde nicht mehr viel übrig bleiben, so viel war sicher.
Doch so dachten nicht alle Milizen, viele zog es ins Minental zum Erz schürfen und Orks jagen, einen Standpunkt den er teilweise auch verstehen konnte, doch ihm kam das wie glatter militärischer und ökonomischer Selbstmord vor. Die Burg ließ sich auch nur schwer durch den Pass versorgen und eine Selbstversorgung auf dem kargen Boden des Minentales war unmöglich.
Dennoch war es nicht bei ihm eine Entscheidung der Mehrheit zu kritisieren, zumal diese noch gar nicht feststand und er würde niemals seine Meinung über das Wohl der Garde stellen. Trotzdem war ihm nicht ganz wohl zumute. Er hatte jetzt ziemlich lange hier gesessen. Also nahm er seine Sachen und schlenderte zur Stadt zurück.

Seraya
26.05.2004, 22:46
"Üääaaahh ... "

Seraya streckte sich. Mal wieder eine Nacht unter dem klaren Sternenhimmel zu schlafen hatte gut getan. Im weichen Gras ließ es sich wunderbar liegen, und außer dem lieblichen Vogelgesang und dem beruhigenden Rauschen des Flusses hatte sie nichts gehört. Eine ungestörte, friedliche, rundherum erholsame Nacht also. Nur schwer konnte sie sich dazu bewegen, sich zu erheben.

Nachdem sie schließlich alle verbleibende Müdigkeit von sich abgeworfen hatte, ging Seraya wieder auf den Pfad und wanderte weiter. Viel veränderte sich nicht an der Landschaft, doch sie gefiel ihr so, wie sie war. Weiterhin begrenzten halbhohe Felsen ihren Pfad, am Wegesrand wucherte das Gras, hie und da grasten in sicherem Abstand einige Tiere. So verträumt war Seraya während ihrer Wanderung, dass sie etwas wichtiges übersah, was ihren Weg, zumindest in der näheren Zukunft, vielleicht sogar veränderte ...

Und dieses Etwas war der, hinter den Felsen ein wenig versteckte, Eingang zum Pyramidental. Da hatte Seraya schon einmal kein festes Ziel ... und dann übersah sie gleich die erste Option, das Sumpflager. Zwar hatte ihr keiner der Piraten erzählt, dass es wohl das erste sein würde, was ihr auf ihrem Weg begegnen würde ... doch Seraya hatte sich eigentlich fest vorgenommen, in ihrer zukünftigen Heimat immer die Augen aufzuhalten ...

Doch sie sah den Eingang nicht. Verträumt ... verzaubert von der landschaftlichen Schönheit, vom Gesang der Vögel ... lief sie daran vorbei. Bald erreichte sie eine Hängebrücke. Erst nun wachte sie aus ihrer ... man könnte sagen Hypnose ... auf. Sie blickte sich um. Die Brücke führte über eine schmale Schlucht, an deren Boden ein kleiner Fluss verlief. Zu Serayas linken rauschte ein hoher Wasserfall aus dem Fels heraus. Ein weiteres Mal sah sie sich um ... niemand in Sicht. Vorsichtig setzte sie einen Fuß auf die nicht mehr ganz neu aussehende Brücke ... doch sie schien stabil. Ein junges Mädchen wie Seraya würde sie allemal aushalten. Langsam schritt sie los, den Blich nach rechts gewandt. Von hier aus war die Aussicht weit ... einige Minuten blieb sie in der Mitte der Brücke stehen, ihre anfängliche Angst nun fast vergessen, und genoss das Panorama. Man sah den Fluss, einen kleinen See ... einen Wald, einige Felsen ... einen hügeligen Pfad, der sich am Ufer entlangschlängelte. War es der Pfad, dem Seraya folgte? Sie ging weiter, nur so konnte sie es herausfinden ...

Ferox
26.05.2004, 23:27
Träge bewegten sich die Beine des jungen Mannes und schleppten den erschwerten Körper von den schützenden Mauern der Stadt hinfort, die zu überwindende Anhöhe des kleinen Bergstückes kurz nach der Stadt hinauf. Trotz des sich zum Ende neigenden Tages, lag eine seltsame Schwüle in der Luft, hervorgerufen von der lange am Himmel stehenden Sonne, dessen Strahlen schon längst nicht mehr bis zu Ferox gelangten. Dennoch wirkte die noch vorherrschende Wärme sowohl auf den Körper, als auch auf den Geist des Soldaten, der viel Geschwindigkeit einbüßen musste aufgrund der zusätzlich zur Ausrüstung angelegten Gewichte.

Normalerweise war dieses kleine Stück Anstieg kein wirkliches Hindernis für Ferox, was sich durch die erschwerten Beine ergab. Umso größer war das Glück, endlich wieder auf ebenem Boden wandeln zu können. Doch selbst hier war das Vorankommen eine Schwierigkeit, aber was wollte man sonst machen, mehr Körperkraft zu erlangen? Als Meister, dessen Aufgabe es ist, sein ganzes Leben lang zu lernen, war ihm bewusst, dass nur hartes Training jemanden zu einem wirklichen Meister seiner Kunst machen konnte. Jeder verlebte Tag gehört zu einer langjährigen Ausbildung, die erst mit dem Versiegen des Quells des Lebens ein Ende findet. Erst der Tod macht einen Menschen zum Herrn über sich und seine Fähigkeiten. Nur die Götter entscheiden, wann sie einen Menschen in ihren Kreis holten, denn sie waren die wahren Meister und Herrn über das Leben…

Beflügelt von jener Vorstellung ging der Weg nun wesentlich einfacher von Statten. Bald schon ward die Brücke erreicht und die freudigen Stimmen der Menschen in der Taverne drangen zu ihm hinüber. Da viel ihm wieder auf, welchen Ort er gerade passiert hatte. Den Ort, des Piratenangriffes auf den Konvoi, dessen Begleitung Lady Sara und er für Lord Andre übernommen hatten. Er stoppte. Zum Wegrand gedreht, erkannte der einst Überfallene den Busch wieder, der eine Woche lang sein Schutz gewesen war, bis ihn Adanos sei Dank ein Paladin gefunden hatte. Longbow hatte damals den halbtoten Korpus zu einem Barbier gebracht, Haskeer, dessen freundschaftliches Band zu Ferox eine gewisse Größe angenommen hatte, die unleugbar war. Wo war Haskeer eigentlich? Wieder tat sich ein Loch auf im Geiste des jungen Mannes, da wo eigentlich die Erinnerung an das letzte Treffen mit seinem Freund hätte sein müssen. Seltsam…, grübelte er und schritt weiter den Weg entlang…

alter calapuno
26.05.2004, 23:30
Als Calapuno, leicht angetrunken, die Taverne verlassen hatte, dachte er erstmal über alles nach, was in der Taverne geschehen war.
Hmm, eine Halterung für ein Horn... Tja, da lässt sich was machen.

Calapuno ging zu einem kleinen Baum und weil er keine Axt besaß, musste er das nötige Holz mühseelig abreißen. ls er genung gesammelt hatte, machte er sich auf den Weg in Richtung Stadt.

Schon zum zweiten mal ist es passiert, das ein Bewohner des Klosters mir geholfen hatte! Vielleicht sollte ich mich wirklich in den Dienst Innos stellen, dachte Calapuno, als er gerade unter einer Brücke durchlief. Der Gedanke umschwirte ihn noch die ganze Zeit.

Seraya
26.05.2004, 23:59
Auch nach der Hängebrücke hatte sich die Landschaft nicht sehr verändert ... weiterhin raten an den Seiten Felsen in die Höhe, das Gras wucherte ... und Seraya lief zwischen alledem. Langsam wurden ihre Füße schwerer ... soch sie hilet verbissen durch. Es war noch nicht mal Mittags ... noch war es zu früh für eine Pause. Den Blick nach vorne gerichtet schritt Seraya weiter.

Langsam veränderte sich die Landschaft nun wieder ... die Felsen verschwanden, zumindest zu Serayas Linken ... und gaben den Blick auf einen großen Wald frei. An einer kleinen Klippe blieb Seraya stehen und überblickte das Land. Ein großer Wald lag vor ihr ... doch was war das dort hinten? War es ... ja! Ein Bauernhof. Ein großer. Ein riesiger. Und ein reich bevölkerter, wie es schien. Der Hof des Großbauern! Ihr Ziel war ihr näher als sie es gedacht hätte ... Doch wie würde sie dort hingelangen? Durch den dichten Wald konnte sie nicht ... sie musste dem Pfad weiter folgen.

Nach einigen weiteren Minuten wurde das Land flacher, und der Pfad erreichte einen Fluss. Seraya erkannte ihn sofort, es war der Fluss, der unter der Hängebrücke hindurch führte. Sie stand an dem Stück des Pfades, welches sie von der Brücke aus gesehen hatte. Sie blickte sich prüfend um ... man erkannte es nicht genau ... doch das, dort hinten ... das musste der Wasserfall sein. Seraya fühlte sich bestätigt. Ohne sich weiter umzusehen ging sie weiter.

Der Pfad führte nun in ein kleines Waldstück hinein. Es wurde wieder ein wenig hügeliger. Immer wieder hörte man das leise Kreischen von Scavengern ... und andere Geräusche, die Seraya nicht kannte und nicht zuordnen konnte ... doch so, wie sie klangen, wollte sie den Ursprung gar nicht kennen ...

So schnell, wie er begonnen hatte, endete der kleine Wald auch wieder. Seraya trat nun wieder heraus in eine kleine Ebene, mit Hügeln und Wiesen, auf denen viele Tiere grasten ... und was war das für eine Hütte dort hinten? Hatte Seraya erste Vorposten der Zivilisation erreicht? Erleichtert, fröhlich ... gespannt lief Seraya los. Was würde sich in diesem Haus wohl verbergen?

Lady Cathaine
26.05.2004, 23:59
Cathaine hatte den Schmerz gespürt, als der Feldräuber noch im Todeskampf seine Krallen in ihren Arm gebohrt hatte. Leder und Haut rissen wie Papier. Doch als sie dann das viele Blut, welche aus der länglichen Wunde rann, die von der Schulter über den Arm bis fast zum Ellenbogen ging wurde ihr ganz anders.

Gerade in diesem Moment griff Iwein unter ihren Schwertarm und half ihr. Kommandant Taurodir ordnete mit fester Stimme den Rückzug an. Er wirkte nachdenklich, wie in sich zurückgezogen und betrachtete ihre Schwester sorgenvoll.

Ihre Lippen kleben auf einander, als hätte sie wochenlang nichts zu Trinken bekommen, während in ihren kupferfarbenen Augen noch immer der Schreck des Kampfes stand.

Die Wunde brannte.

... und sie würde wohl eine neue Rüstung brauchen...

Taurodir
27.05.2004, 01:01
Der Krieger war vorangeschritten, und blickte von einem Hügel hinaus hinab. In der Ferne sah er Bäume, zwischen denen sich einige kleine Hütten befanden. Doch sein Blick galt in Richtung des Meeres. Dort, so schien es ihm, erkannte er die Umrisse der Stadtmauer. Khorinis. Die Sonne schenkte ihre letzten Strahlen den Wanderern, die auf der Straße entlang schritten. Nachdenklich blickte Taurodir ihr entgegen. Wie er es vermutet hatte, würden sie heute das Tor nicht mehr durchschreiten können. Der Weg war noch weit, und jeder von der Gruppe war vom Kampfe zuvor noch erschöpft. Nur schwer trugen die Beine einen noch weiter. Und Cathaine litt unter Schmerzen.
Das unwohle Gefühle, dass im Innern des Paladins herrschte, seitdem sie die Höhle verlassen hatten, trug er noch immer mit sich. Was war nur los?
Sein Blick ruhte auf Khorinis. Gedankenvoll drehte er sich um, und schaute in die Gesichter seiner Gefährten, in denen Müdigkeit geschrieben stand.
„Es ist Zeit zu ruhen“, sprach er ihnen ruhig zu, und schritt ihnen entgegen.
„Heute werden wir die Stadt nicht mehr erreichen. Wir sollten rasten, und morgen, ausgeschlafen das Tor passieren. Um die Wunde sollten wir auch noch säubern, ehe noch etwas davon übrig bleibt. Ich hab in einer Flasche etwas Alkohol bei mir.“
Stille herrschte, da wohl niemand nun wusste, wo sie denn rasten sollten.
„Dort drüben, quer über die Wiese, sollen uns die Bäume etwas Schutz verleihen.“
Wieder setzten sich die müden Füße der vier in Bewegung. Sie verließen die Straße, und ihre Füße tauchten ein ins grüne Gras. Die Stiefel des Lords hinterließen tiefe Abdrücke...
Während sie ihr Lager aufbauten, wurde es draußen immer dunkler. Sie zündeten ein Lagerfeuer an, dass ihnen neben dem Mond und den Sternen Licht schenken sollte, wie aber auch Wärme zu den kalten Nächten. Doch jetzt galt es, die Wunde zu säubern.
Cathaine saß am Baumstamm, mit dem Rücken dran gelehnt, Lyviane und Taurodir hielten ihre Hände feste, während Iwein nun versuchte, mit dem Alkohol die Wunde vom Dreck zu befreien. Ein Prozess, der nicht ganz schmerzfrei verlaufen würde. Aber in Cathaines Augen stand nicht wirklich Angst geschrieben. Wie immer herrschte bei dieser Frau eine äußerste Disziplin. Die Augen des Paladins blickten kurz in die von Lyvîane, und dann zu Iwein, dem er zunickte. Das Taschentuch, verflüssigt mit Alkohol näherte sich der Wunde zu.
Sofort spürten Taurodir und die Lady aus Erathia, den festen Griff seiner Schülerin. Es schmerzte, das wusste er, jedoch war es notwendig gewesen. Sie biss die Zähne zusammen, hielt stand gegen Schmerz, gegen das Brennen auf der Wunde. Der Griff lockerte sich, und die Zeit verstrich...
Gemeinsam, eine Runde gebildet, saßen die vier Gefährten etwas müde am Lagerfeuer. Sie erfreuten sich über die Wärme, die ihnen nun geschenkt wurde, über die Rast. Die Zeit mal zu ruhen, tat ihnen allen gut.
„Wir haben es endlich nun hinter uns“, sagte der junge Lord in die Runde.
„Ich bin wirklich euch allen dankbar, und stolz auf euch. Ihr habt in der Höhle Mut bewiesen. Ihr habt füreinander gekämpft, und nicht nur miteinander. Etwas, was mich wirklich sehr erfreut hat. Auch wenn eine von uns eine Wunde davongetragen hat, so möchte ich euch sagen, meine Freunde, dass ich dieses Erlebnis nicht wirklich vergessen werde“, fuhr er fort, und die Lippen des Kriegers formten sich zu einem Lächeln. Ja, in seinen Augen stand ebenfalls Freude geschrieben, doch wurden sie zugleich nachdenklich, als sie sich zur schönen Frau aus Erathia zuwandten. Der Frau, mit der er lange nicht mehr gesprochen hatte.
Und noch immer wusste er eines nicht. Den Grund für die große Freude, die vorm Kampfe noch geherrscht hatte. Ob er es je erfahren würde? Dies war nicht von großer Bedeutung...
Wieder verstrich die Zeit, doch noch immer dachte nicht wirklich einer daran, schlafen zu gehen, obwohl sie alle sicher müde waren nach ihrer weiten Reise.
Doch eine Gestalt erhob sich dann von der Runde. Die Gestalt, die umhüllt war von einem langen schwarzen Umhang. Lächelnd blickte der Paladin hinab zu seinen Gefährten.
„Ich werde noch etwas spazieren gehen. Meine Füße sehnen sich wieder einmal nach ein wenig Bewegung. Ich werde aber sicher in wenigen Minuten wieder erscheinen“, antwortete er auf ihren fragenden Blick, und wandte sich schließlich um. Seine grünbraunen Augen spähten hinüber zur Straße, dort wohin ihn nun seine Beine trugen.
Das seltsame Gefühl war gewichen. Es gab auch keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Ihnen allen ging es gut...
So schritt die nun einsame Gestalt des Kriegers die Straße entlang. Es führte ihn immer tiefe zwischen die Bäume, und immer weiter in die Dunkelheit. Außer seinen Schritten, und seinem leisen Atmen hörte man nichts. Etwas zu still...
Jedoch blieb Taurodir abrupt stehen. Was schnelles war durch die Luft geflogen, und jenes hatte ihr Ziel nicht verfehlt. Bluttropfen fanden ihren Weg aus dem Mund des Paladins, der seinen Blick zu seiner Schulter wandte, und einen Pfeil ersah, der sein Fleisch durchbohrt hatte. Er spürte großen Schmerz, doch statt umzufallen, umklammerten seine Finger den Knauf seines Schwertes, welches er aus der Scheide zog. Verletzt, in der Hand haltend seine Waffe, stand der Krieger dort. Die Klinge schimmerte durch den Schein des Mondes. Langsam rührten sich die Füße des Mannes, aber beim nächsten Schritt begrüßte ihn in der Nacht ein weiterer Pfeil, diesmal auf die rechten Schulter gezielt. Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn.
Der Krieger fiel auf die Knie, der Griff um sein Schwert lockerte sich, jedoch hielt er noch immer die Waffe fest. Er war in eine Falle geraten. Zu schnell hatte er das unwohle Gefühl aus sich verdrängt. Und dies solle nun sein Tod sein?
Blut tropfte auf den Boden. Die Gestalt des Lords quälte sich wieder auf die Beine, und schritt verletzt einige Meter weiter.
Lautes Lachen waren zu hören. Das Bild vor sich wurde verschwommen, doch erkannte er vier Gestalten, die auf ihn zu schritten.
„Was haben wir denn da“, rief einer der Gestalten, sichtlich erfreut über das Bild, was er vor sich sah.
„Was sucht denn Lord, nein, sogar nach dem Wappen zu urteilen, ein Kommandant, ein edler Krieger der Stadt, hier draußen in der Wildnis um diese späte Zeit? Und dann noch durchbohrt von zwei Pfeilen. Na na, dies ist kein Bild, dass man häufig vor seine Augen bekommt, nicht wahr?“
Es folgte keine Antwort. Das Atmen des Kriegers wurde lauter. Wut stieg in ihm auf, und seine rechte Hand umklammerte den Griff seines Schwertes fester.
„Nun...
Drüben, bei einem Lagerfeuer haben wir noch zwei entzückende Frauen erspäht, in der Gesellschaft eines Ritters. Den Ritter werden wir wohl töten müssen, da er wohl auf einen Helden spielen wird, um für die beiden zu kämpfen und dann zu sterben.

Aber jetzt zunächst einmal zu dir, Herr Lord. Ich denke, du solltest als erstes unsere Degen zu spüren bekommen“, grinste der dickere den Paladin an. Piraten. Es waren Piraten.
Aber die Worte, die er ausgesprochen hatte, waren unklug gewesen. Worte, die nur den Zorn des Kommandanten verstärkten. Seine Augen blickten auf den Boden, doch seine Ohren hörten, wie sich die Klinge des dicken Piraten näherte. Es geschah schnell.
Taurodir senkte seinen Kopf links hinunter, und lies nun ungehindert die Spitze seines Schwertes, Aradreon, seinen Gegner spüren. Es durchbohrte ihn. Blut quoll aus seinem Mund heraus, und das Leben entschwand aus seinen Augen. Der Krieger selbst spürte jedoch kaum noch Kraft. Der Schmerz war zu groß. Die Wut half auch nicht mehr. Einen von ihnen hatte er getötet und wohl mit sich genommen, doch drei standen noch da, die nun erzürnt über das Bild, was sie so eben gesehen hatten, auf den Mann zustürmten. Der Lord konnte sich nicht mehr wehren. Seine Augen sahen alles verschwommen. Feste Schläge spürte er im Gesichtbereich, sein Körper wurde auf den Boden gedrückt. Einer von ihnen trat mit seinen Füßen gegen die Wunden auf seinen Schultern. Sie ließen ihrer Wut freie Bahn. Ein Mann, der sich nicht mehr wehren konnte, angegriffen von drei Piraten.

„HALT“, erschallte plötzlich eine laute Stimme. Eine dunkle Stimme...
„Ihr Idioten. Lasst ihn los, ihr Dummköpfe. Ich hab euch gesagt, ihr sollt ihn mir lebend bringen. Oder wie sollen wir aus ihm Informationen über die Paladine erlangen, wenn er nicht mehr fähig dazu ist, zu sprechen, oder gar zu leben?
Nun hebt ihn schon auf. Na los! Tragt diesen elenden Paladin zu unserem Lager. Die Frauen rührt keiner von euch an. Sie sind uns egal, habt ihr verstanden?“
Die Schläge hörten auf. Spürte Taurodir überhaupt noch was? Ja, Schmerzen, nichts außer Schmerzen...
Zwei Hände packten ihn an den Armen, und der Krieger brüllte laut. Er hielt den Schmerz nicht mehr aus. Die blutbedeckte Klinge des Lords blieb auf dem Boden liegen. Ihr letzter Schein war erloschen...
Eine lange Blutspur bildete sich auf dem Boden. Sie zogen den Krieger auf dem Boden entlang, dessen Blut auf der Erde kleben bliebt. Langsam, um ihm mehr Schmerzen zuzufügen. In der Ferne, zwischen den Bäumen, verschwand die Gestalt des Mannes.
Die letzten Gedanken des Kriegers waren, als er seine Augen schloss, Lyvîane...
War dies das Ende des Kommandanten?

Sir Iwein
27.05.2004, 01:35
Allmählich wurde es spät. Iwein hatte sich ein paar Schritte von den beiden Soldatinnen entfernt und blickte nach Westen. Die Sonne stand bereits tief, jenseits der roten Dächer von Khorinis in der Ferne und dem Meer, das von hier aus gerade noch zu erkennen war. Die letzten orangeroten Strahlen fielen nun auf die Westseite der Hügelkuppe, wo sie ihr Lager aufgeschlagen hatten. Nicht mehr lange, und ihr Rastplatz nahe einer kleinen Baumgruppe würde im Dunkeln liegen.
Der Ritter blickte hinunter zur Straße, von der sie hier, etwas abseits, lagerten. Taurodir war noch nicht zurück. Der Paladin hatte wohl viel zum Nachdenken gehabt, Iwein hatte es ihm auf dem bisherigen Rückweg geradezu angesehen. Er schmunzelte kurz, und sah wieder in die Ferne. Glühend rot schien nun das Gestirn, das sich immer weiter dem Meeresspiegel näherte.

Iwein wandte sich ab und schritt zu den beiden anderen zurück, die im Gras saßen und sich ein wenig unterhielten. Nachdem Taurodir gegangen war, hatten sie gemeinsam ein kleines Lagerfeuer entzündet. Viel hatten sie nicht mitgenommen, hatten sie doch kaum erwartet, dass ihre Aufgabe beim Bauern so schwer werden würde. Etwas Proviant hatten sie zwar dabei, dennoch wäre es dem Ritter lieber gewesen, er hätte ein warmes Bett in der Stadt gehabt, anstatt hier in der Wildnis im hohen Gras übernachten zu müssen. Zumal Cathaines Wunde baldmöglichst ordentlich behandelt werden musste. So missfiel es ihm sehr, dass sie nicht weitergehen konnten. Doch dafür waren wohl alle zu müde und erschöpft von den Strapazen.

Langsam setzte er sich neben Cathaine ins Gras und schlug seine Kettenhaube zurück. Aus den Augenwinkeln betrachtete er sie. Der kühle, böige Abendwind ließ über ihnen das Laub erzittern und spielte gleichzeitig sanft mit den feinen blonden Haarsträhnen der Soldatin, die im letzten Sonnenlicht golden schimmerten. Sanft legte Iwein seine Hand auf ihre Schulter, fuhr mit ihr durch ihre glatten Haare, dann berührte er vorsichtig ihren Arm. Sein Blick wanderte zu der Wunde. Wäre er Barbier gewesen, er hätte sie besser versorgen können. Notdürftig nur hatte er sie nun mit Taurodirs Alkohol behandelt, um den Dreck der Feldräuberzangen daraus zu entfernen, damit sie sich nicht weiter entzündete. Es musste sehr geschmerzt haben, dennoch hatte Cathaine dabei kaum einmal mit der Wimper gezuckt. Auch jetzt nicht, obwohl Iwein ahnte, wie diese Wunde an ihr zehrte.

Er zog die Hand wieder zurück, von plötzlicher Sorge ergriffen. Die Sonne war plötzlich untergegangen, im Schatten lag nun der sanfte Hang des Hügels und plötzlich schien der Abendwind umso kälter. Viel Zeit war mittlerweile verstrichen, und Iwein hatte es kaum gemerkt. Er stand auf und sah sich um. Seine buschigen Augenbrauen zogen sich zusammen. Die gut zu überblickende Straße unten war noch immer verlassen, kein Paladin in schwarzem Umhang, der sich dem Lager näherte.

"Wo bleibt nur Taurodir?", sprach er, zu Cathaine und Lyvîane gewandt, die nun plötzlich auch in Sorge sein mussten. "Er wollte doch bald wieder hier sein, spätestens bei Sonnenuntergang..."

Ferox
27.05.2004, 01:48
In Gedanken versunken schritt Ferox in einem nahezu geistesabwesenden Zustand weiter den Weg entlang. Wieder einmal trugen ihn seine Beine, ohne, dass sein Wille etwas damit zu tun hatte. Von den Gedanken um seinen Freund Haskeer war er mit der Zeit abgekommen und befand sich nun wieder im Kampf mit den Piraten und der Entführung Lady Sara Thorns, deren Schuld noch immer tief in ihm haftete. Vorwürfe plagten ihn, nicht von jemand anderem, sondern von sich selbst. War es seine Schuld? Hätte er ihr nicht hinterher ziehen müssen? Gehörte dies nicht zu seiner Ehre, als Mitglied der königlichen Garde, der Garde König Rhobars des zweiten? Kein bisschen war die Erinnerung an dieses schlimme Ereignis, was wohl das schlimmste war, das jemals von ihm durchlebt wurde, verblasst. Nichts vertrübte. Er erinnerte sich, als wäre es gestern gewesen. Weiter streiften seine Gedanken zu Sara. Wollte sie noch etwas von ihm wissen? Hasste sie ihn womöglich? In Ungewissheit darüber fielen nicht einmal die schweren Gewichte an den Beinen auf, die ihn noch vor kurzem am Gehen hinderten.

Seine Augen blickten verträumt ins Leere. Vor ihm der Himmel hatte bereits ein tiefes Blau angenommen, welches auf die wohl in Kürze eintreffende Nacht hinwies, während hinter ihm noch immer ein Teil der roten Frühlingssonne zu sehen war, die das nächtliche Firmament mit ihrer Farbe tränkte.

Wo war er eigentlich? Er hielt inne. Mit einem Mal verzog sich der Nebel seines Geistes und die Wachheit herrschte klar vor in seinem Kopf. Ein seltsames Geräusch war verklungen, welches mit seinem Stillstand ebenfalls verstummte. Die Sinne geschärft, war seine Hand gleich an den Griff des Schwertes gewandert. Tief in die Nacht horchend, vertiefte sich der Blick in den Wald um ihn herum. Nichts. Stille. Langsam floh die Spannung, doch nicht die der Sinne. Sein Schwert am Anschlag trat er einen Schritt mit dem eigentlich beabsichtigt war weiter zu gehen. Wieder das Geräusch. Was war es?

Der Blick wanderte nach unten. Der Boden hatte eine seltsam trübe Färbung. Auf die Knie gegangen, probierte er davon. Blut!! Von Schreck durchfahren schnellte der Soldat hastig hoch und blickte sich um. Ein Knistern kehrte an sein Ohr. Knistern? Waren diese Halunken noch so dreist und machten hier ein Feuer? Fest von der Überzeugung gefasst, dass dies menschliches Blut und die Feuermacher jene waren, die ein Leben zu verschulden hatten, wollte sich der junge Mann von hinten durch den Wald heranschleichen.

Dorthin begeben, kroch der Milizsoldat durch das Unterholz und hoffte inständig kein Geräusch von sich zu geben, während er sich immer weiter dem Feuer nährte…

Seraya
27.05.2004, 01:57
Auf direktem Wege, jedoch wohlbedacht darauf, den Scavengern und anderen Tieren, die auf den Wiesen grasten, nicht zu nahe zu kommen, lief Seraya auf die Hütte zu. Was würde es ... sie sah das Schild.

'Taverne Zur toten Harpye'

Eine Taverne also ... Seraya lief näher heran ... aus dem Inneren drangen laute Geräusche ... Gesang, Unterhaltungen, einfach nur Gebrüll, das von zu viel Alkohol zeugte ...

Brauchte Seraya das wirklich? Schon wieder? Bei den Piraten war es gar nicht mal so schlimm ... doch dort ... Seraya wusste es nicht. Dort hatte eine andere Atmosphäre geherrscht ... in einer engen, stickigen, wahrscheinlich verrauchten Kneipe brauchte sie das nicht. Sie wandte den Blick ab und betrachtete stattdessen einen Wegweiser, der einige Meter weiter am Wegesrand stand.

'Onars Hof, rechts dem Weg folgen'

Onars Hof! Er war nicht mehr weit. Freudig, eine Alternative zu der Taverne zu haben, machte sich Seraya gleich auf den Weg in die beschriebene Richtung. Wie lang würde es noch dauern, bis sie ihr erstes Ziel erreichen würde? Sie würde sich überraschen lassen. Zu weit konnte es nicht mehr sein ...

Und tatsächlich. Bereits nach wenigen Minuten verschwanden die lichten Bäume und gaben den Blick frei. Den Blick auf eine große Fläche mit Feldern, Wäldern, Wiesen, und, nicht weit von Seraya entfernt, einem kleinen See mit zwei Wasserfällen ...

Nachdem sie einige Augenblicke gebraucht hatte, um sich einen Überblick zu verschaffen, lief sie freudig los. Den See hatte sie schnell passiert ... nun lagen die großen Plantagen vor ihr. Sie blickte gerade noch einmal auf die schier endlosen Felder ... als sie eine raue Stimme hörte.

"Haaalt. Wer bist du, und was willst du hier?"

Die Stimme gehörte einem grimmig dreinblickenden Söldner. Es schien ein Art Vorsposten zu sein ... Seraya drehte sich um. Sofort wich der grimmige Gesichtsausdruck einem freundlichen, schüchterndem, und einige Sekunden später wurde dieser wieder durch einen unterdrückt gierigen, gaffenden ersetzt. Seraya rollte die Augen. Langsam hatte sie die Männer in dieser Gegend satt ... doch wieder einmal hieß es liberal bleiben, und wenn ihr etwas nicht passt, nachzuhelfen ...

'Ich bin Seraya, und ich will zum Hof, wieso fragst du?" antworte Seraya mit einem lächelnden Gesicht und einem Zwinkern ...

"Nichts weiter" meinte der Söldner mit einem schmierigen Grinsen, bei dem seine gelben Zähne mehr als deutlich sichtbar wurden, "Nur Routinekontrolle. Du darfst natürlich weiter"

Das ließ sich Seraya auch nicht zweimal sagen. Noch so ein Kerl hatte ihr gerade noch gefehlt. Schneller als nötig drehte sie sich um. Da sie förmlich spürte, wie das falsche Lächeln aus dem Antlitz des Söldners verschwand, drehte sie sich noch einmal schnell um und zwinkerte ihm zu ... dann widmete sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem vor ihr liegenden Weg.

Am Ende der langen Passage lag der große Hof, den sie bereits von der Klippe aus gesehen hatte ... bald hätte sie ihn erreicht. Ihr erstes Ziel war zum Greifen nahe ...

Sir Iwein
27.05.2004, 02:23
Noch immer stand Iwein da und starrte angestrengt hinaus in die Dunkelheit, die sich nun über das Land legte. Schwarz, dunkel wurde alles, ausgenommen das kleine Feuer, das noch fröhlich vor sich hin knisterte und ein wenig Wärme spendete. Dennoch froren die drei, denn die kleine Baumgruppe vermochte kaum den Wind abzuhalten. Der Ritter stand an einen dünnen Birkenstamm gelehnt. Über ihm raschelte das Laub. Taurodir war noch immer nicht da. Ob ihm etwas zugestoßen war? Sollte er nach seinem Freund suchen? Doch ein Blick über die Schulter gab ihm die Antwort. Er wollte die beiden Frauen nicht alleine lassen, schon gar nicht jetzt, da Cathaine verletzt war und die Nacht hereinbrach.

Nachdenklich richtete der Krieger seinen Blick in die tanzenden Flammen des Feuers. Keiner sprach. Ab hob Iwein einen trockenen Ast vom Boden auf und warf ihn ins Feuer, dann aber starrte er wieder in die Dunkelheit hinaus. Die Straße würde nun bald kaum mehr zu erkennen sein. Iweins Sorge wuchs. Doch immer wieder rief er sich in Erinnerung, dass ein Lord wie Taurodir durchaus in der Lage war, auf sich aufzupassen. Dennoch wurde er dieses gewisse ungute Gefühl nicht los.

Da! War da ein Geräusch? Als der Wind kurz nachgelassen hatte, glaubte der Ritter ein Geräusch hinter sich in den Bäumen vernommen zu haben. War es Einbildung gewesen? Oder nur eine Böe? Ein Tier? Der Ritter war unruhig. Unwillkürlich fuhr seine Hand zum Knauf seines Schwertes. Da, wieder, diesmal näher! War es Taurodir? Nein, der hätte sich gleich durch einen Ruf oder Ähnliches zu erkennen gegeben. Außerdem sah Iwein keine Rauchkringel von seiner Pfeife. Er winkte Cathaine und Lyvîane heran. Fiberhaft spähten seine Augen den Umkreis ab. Da war es! Eine Gestalt näherte sich ihrem Feuer, langsam und geduckt, ja kriechend. Leise klirrend zog Iwein sein Schwert aus der Scheide und pirschte sich heran. Plötzlich war er mit einem Satz bei dem Fremden, die Schwertspitze ruhte im Nu an dessen Hals.

"Wer seid Ihr?", zischte der Ritter angriffslustig. Im Dunkeln sah er das Gesicht des Mannes nicht. "Warum die Kriecherei? Sprecht!"

Lady Cathaine
27.05.2004, 02:34
Die einfache und doch so bedeutungsschwere Geste mit der Iwein ihr Haar berührt hatte, entfachte tiefe Wärme in Cathaine und verdrängte für einen Moment den pochtenden Schmerz der von der Wunde ausging.

Doch es war nur ein Moment gewesen und dennoch war sie dankbar dafür.

Als es dunkler wurde stand der große Mann auf. Unruhe lag in seinen Zügen. Der Kommandant war nicht zurückgekehrt.

Der allamierende Ruf ließ die Schwestern förmlich aufspringen und zu Iwein rennen. Jetzt bereute die junge Soldatin sich ausgeruht zu haben.

Dort im Schatten eine Gestalt. Ihr Geliebter hatte sie bereits gestellt.

Ihre Hand lag auf ihrem Schwertgriff bereit, während sie auf die Antwort wartete.

Fisk
27.05.2004, 02:47
Der Sprint, mit welchem Fisk den dünnen Pass betreten hatte, war im Laufe der Zeit zu einem gemächlichen Gang geworden. Zwar kam er so langsamer voran, doch konnte er seine Umgebung wesentlich besser begutachten, sodass es ihm so möglich war, Scharfschützen frühzeitig zu entdecken. Kaum hatte der Waldläufer den Pass verlassen, bog er nach rechts in einen dichten Kiefernwald ein, welcher ihm ausreichend Schutz vor spähenden Augen bot. Dennoch, und das war ihm klar, konnten selbst die Bäume Augen haben, sodass er es letztendlich für das Klügste hielt, sein Lauftempo im sicheren Gestrüpp fortzuführen und sich auf dem kürzesten Wege ins Räuberlager zu begeben. Eben dies tat der erfahrene Krieger, und als er schlussendlich den Pass unversehrt erreichte, war er innerlich sehr zufrieden mit seinen Instinkten. Dennoch vermochte er nicht, Freude oder Leid zu zeigen, da beides von den beiden Wachen am Tor als Schwäche aufgenommen werden konnte. Und auch sie waren Soldaten des Königs und waren somit der Garde unterstellt, in dessen Reihen auch die hinterlistigen Zwillinge dienten. Erst, nachdem der Gildenlose das Tor weit hinter sich gelassen hatte, traute er es sich, die Kapuze seines Mantels ein wenig zu lichten und schließlich vollends von seinem Haupt zu entfernen. Denn im Minental gab es wesentlich gefährlichere Dinge, die nun nach seiner Aufmerksamkeit verlangten – und eventuell nach seinem Schwert. Denn der Weg ins Räuberlager war lang und nicht selten mit den verschiedensten Gefahren gespickt…

Ferox
27.05.2004, 02:47
Verdammt, zischte Ferox leise mit dem Rascheln, welches er verursachte. Hatten sie ihn bemerkt? Kurz nach diesem Gedanken folgte die Antwort in Form einer Schwertspitze…an seiner Kehle. Ein unschönes Gefühl durchfuhr den starren Körper des Soldaten. Nun war es aus mit ihm. Zum sprechen aufgefordert von einer Stimme, die bekannt schien, sprach er. Fe…Ferox … ma…mein Name…

Gleich waren seine Lider zugefallen in Erwartung auf das nun Folgende, einen schnellen Tod. Oder wollten diese Halunken ihn foltern um an Informationen zu gelangen? Schon einmal gab es eine solche Situationen in der kein Ausweg zu finden war. Damals war diese auf Onars Hof bei den Söldnern. Dabei hatte er diese Zeit als gar nicht so schlimm im Gedächtnis. Wider schweiften die Gedanken ab … doch holte sich Ferox selbst wieder zurück in die Realität und hoffte auf sein Leben. Was würde nun geschehen?

Noch immer auf dem Boden liegend stahl sich Angstschweiß auf die Stirn des Mannes. Ein Zittern durchzog seinen Körper. Er schluckte hörbar. Wer waren diese Menschen? Hoffentlich war ihnen seine Rüstung nicht bekannt. Ohne die Information der Stadtwache, hätte es Ferox vielleicht einfacher zu entkommen. Es schien aussichtslos…

Lady Cathaine
27.05.2004, 02:56
Cathaine reagierte innerhalb von Sekunden. Rasch überwand sie die wenigen Schritt bis an Iweins Seite und griff in seinen Arm, so daß die Schwertspitze nicht mehr auf die Kehle des Mannes zielte, der dort auf dem Boden kroch.

Noch bevor er seinen Namen gesagt hatte, hatte sie seine Stimme erkannt.

"Das ist doch Ferox!"

Und wärend sie sich mit zusammengebissenden Zähnen, ob der Wunde, zu ihm runterbeugte um ihm aufzuhelfen, kam ihr wieder die Erinnerung an den Überfall der Piraten und ihre Zeit in der Gefangenschaft. Jetzt wußte sie warum sie Ferox Gegenwart so lange gemieden hatte.

Die Erinnerung stand ihr vor Augen.

Fisk
27.05.2004, 03:03
Finsternis. Viel früher vermochte jene bedrohliche Eigenart von Tageszeit, sich über dem Minental zu verbreiten, als über dem Rest der Insel. Ein grauer, matter Schleier lag, wie jeden Tag seit dem fall der Barriere, über dem eigentlich klaren Himmel und verwehrte der Sonne den Einlass in das verfluchte Tal. Seltsam vertraut, dies dachte Fisk bei jedem Besuch, den er seiner ehemaligen Heimat abstattete, und jedes Mal schien dieser Gedanke schwächer zu werden, bis nur noch ein verschwommenes Bild von seinem ehemaligen Haus, seiner Heimat im Minental, in seiner Erinnerung überlebte. Dennoch, sein Wissen über die grauen Ebenen des verfluchten Ortes blieben, und so war es für den ehemaligen Drachentöter Lees ein leichtes, deren Lager auf der Karte zu finden und auch in der Welt, die sich vor ihm eröffnete, auszumachen.
Lediglich ein breiter Wald, noch finsterer als das Tal an sich, trennte den erfahrenen Krieger von seinem Ziel, den beinahe uneinnehmbaren Tormauern des getarnten Räuberlagers, das für die hohen Unterstellten Lees nur noch als Fluchtort diente, um nicht auf dem Hof verweilen zu müssen. Wohl wissend, was ihn dort erwarten würde, würden sie ihn erkennen, stülpte sich der Waldläufer abermals die Kapuze seines Mantels über sein Haupt, ehe er sich in Schleichpose begab und raschen, doch nicht vernehmbaren Schrittes durch den Wald tapste. Zwar erkannte er in der Ferne ein kleines Rudel, Warge vermutlich, nicht zu verwechseln aufgrund ihres tief schwarzen Felles, doch waren jene weit genug entfernt, um den Krieger nicht zu bemerken. Das taten sie auch nicht, und Fisk gelang es, den Wald unbeschadet zu verlassen und sein Ziel bereits nach kurzer Wegstrecke vor sich zu finden.
Ehe er den dichten Wald verließ, begab er sich in die normale Haltung eines Wanderers, griff sich einen dicken Stock, welcher als Wanderstock verwendbar war, und nahm ihn in die Linke. Dann trat er aus dem Schatten heraus und offenbarte sich den Torwachen, von denen die ranghöchste sogleich in gewohnt unsanftem Ton zu ihm herab brüllte: „Was willst du hier, Wanderer, im Räuberlager der Krieger Lees?“
Der Gildenlose hob den Kopf, wohl wissend, dass die Wachen ihn aufgrund seiner weiten, Schatten spendenden Kapuze nicht erkannten.
„Was ich will im Lager der Euren? Nun, ich suche einen Kerl. Der Name dieses Mannes lautet Taeris Steel, angeblich soll er sich in eurem Lager befinden. Ich kenne den Dreckskerl von früher, und er schuldet mir noch Gold. Bitte, Herr, lasst mich passieren, denn ich brauche das Geld, um mir Proviant für meine Wanderschaften zu besorgen, zudem habe ich Schulden zu bezahlen.“
Der Wachmann wandte sich kurz ab und wechselte einige Worte mit seinem Kollegen, ehe er in barschem Ton abermals von dem steinernen Turm hinab rief:
„Nun Gut, Wanderer, du darfst passieren. Doch wenn du Ärger machst, dann bist du tot, ehe du ‚Lord Hagens Hintern’ sagen kannst.“
Die Tür schwang auf und gewährte Fisk Eintritt, welcher jene Gelegenheit sogleich zu Herzen nahm und raschen Schrittes durch den Torbogen trat. Kaum hatte er sich ausreichend von jenem entfernt, schlug das hölzerne Gebilde wieder zu und verwehrte jedem anderen Besucher den Eintritt. Skeptisch blickten die Wachen hinab, beäugelten Fisk und seine Kleidung oder versuchten, sein Gesicht zu erkennen, doch ließen sie ihn in Frieden. Er hingegen wusste genau, was zu tun war. Mit schnellen, gekonnten Schritten schlug er den Weg zum Trainingsplatz der Bogenschützen ein, wobei er noch nicht einmal daran dachte, seine Kapuze abzuziehen, bevor er mit Taeris alleine war. Vermutlich hatte er allerdings wieder einmal einen Schüler unter seine Fittische genommen, sodass es dem Waldläufer nahezu unmöglich war, sich nur seinem besten Freund zu offenbaren. Dennoch rechnete er mit dem Besten…

Sir Iwein
27.05.2004, 03:03
Ferox? Iweins Augen weitete sich, erst recht, als Cathaine sich einfach zu ihm beugte. Kannte er den Kerl etwa? Kannte er nicht diesen namen?

"Steh auf!", sprach er etwas freundlicher, aber bestimmt. Doch Cathaine half ihm ohnehin schon auf. Sein Schwert senkte er, hielt es aber dennoch weiterhin fest umschlossen. Wimmernd erhob sich der Fremde. Jetzt erst, im Schein des Lagerfeuers, erkannte der Ritter ihn plötzlich - ihn, und auch seine Rüstung. Donnerwetter, das war einer seiner Soldaten von der Miliz! Iwein lockerte den Schwertgriff und packte den Milizen an der Schulter, rüttelte ihn leicht durch. Er sah den Schweiß auf seienr Stirn. Der gute Mann war völlig aus der Fassung geraten. Was war geschehen?

"Bei Innos, Soldat, was machst du hier? Was zum Teufel geht da draußen vor?"
Aufregung entstand. Auch Lyvîane war nun herbeigeeilt, während Ferox noch immer die Angst ins Gesicht geschrieben stand.
"Erzähl schon! Hast du etwas gesehen?!"

Ferox
27.05.2004, 03:14
Sa…Sara? Wie ein Blitz durchfuhr es ihn. Sara Thorn, um die sich die ganze Zeit seine Gedanken gedreht hatten war hier. Aber warum? Hatte sie etwas mit diesem Blut zu tun? Ihm wurde angewiesen sich aufzurichten, was gleich sein tun war. Zittrig stand der Soldat nun da, vor diesen Menschen, die ihm alle wohl bekannt waren. Der Hauptmann?? Was soll das? Verwirrt galt sein Blick den Augen des Führers der Miliz, bis ihm einfiel was zu tun war. Salutieren. Seid gegrüßt Hauptmann, Sir. Wie gewohnt waren die Worte in streng militärischer Sprache, passend zur Haltung des Soldaten. Noch immer stand ihm der Schweiß auf der Stirn. Beim Anblick dieser Menschen war beinahe die Sache, die Grund seines Kommens war, in Vergessenheit geraten, doch gelangte diese gleich wieder in die Gedanken des jungen Mannes. Dort hinten, begann er und wies mit dem Finger auf die Stelle, Dort liegt eine Blutlache. Ich war der Meinung hier befänden sich Banditen, oder Ähnliches, darum kam ich durch den Wald geschlichen.

Etwas verängstigt wanderte sein Blick von Lady Sara zu Iwein und zurück. Schließlich auch zu der anderen Frau, die scheinbar auch dort Weile gefunden hatte. Was war hier los? Das schlimmste spielte sich im Geiste des Gläubigen ab. Sollte etwa jemand von der Milz…Nein, das konnte nicht sein…oder doch? Gedanken befielen ihn, mit der Frage, ob dies dort hinten menschliches Blut gewesen war. Und wenn, von wem. Fragend blickte er drein, in der Hoffnung auf Antwort.

Eorl
27.05.2004, 03:20
Eorl musste einen Augenblick über das gesagte nachdenken. Er schaute aus Meer hinaus, und ordnete seine Gedanken. Vieles was gesagt worden war, hing noch immer zwischen ihnen. Nichts war so einfach, wie es schien.
"Wie gesagt, ich werde versuchen dein Schwert so schnell wie möglich neu zu schmieden. Aber ich muss erst das Material zusammenbekommen. Derlei Dinge sind auch in Khorinis nicht für Geld zu bekommen", meinte er, sich auf das alte Sprichwort berufend das allen Suchenden verhieß, was auch immer sie nicht finden konnten in Khorinis kaufen zu können.
"Was den Angriff anbelangt, so solltest du dir darüber im klaren sein, das Lee absolut keinen Grund hat ihn als ungerechtfertigt zu bezeichnen. Da er diese Leute anführt, muss er sie auch im Zaun halten, oder für ihre Untaten gerade stehen. Immerhin sind es seine Leute. Außerdem ist und bleibt er ein Gesetzloser, auch wenn die Umstände seiner Verbannung auch in der Stadt wohl bekannt sind. Die Tatsache das er einer im Auftrag des Königs handelnden Garnision ständig Knüppel zwiachen die Beine wirft, und sich nicht einmal zu schade war selbst inmitten einer Schlacht gegen die Orks noch seine Söldner auf unsere Truppen zu hetzten, als sie versuchten die Burg zu halten, spricht auch nicht gerade für ihn. Ich habe die Berichte gelesen, und ich kenne ein paar der Leute die sie verfasst haben. Alle sind sich darin einig das Lee selbst die Söldner zur Burg geführt hat um unseren Leuten in den Rücken zu fallen. Sie haben es mit eigenen Augen gesehen. Also erwarte keine Reue von mir, was diesen Angriff betrifft. Wenn Lee uns aushungern will, wird er dafür bluten müssen."
Die Stimme des Paladins war düster und bitter geworden. Zu viel hatte er seit seiner Ernennung zum Kommandanten über frühere Aktionen der Lees erfahren, über ihre Angriffe und Anschläge, bei denen oft genug Lee selbst die Feder geführt hatte. Die Stadwache führte sehr genau Buch, und er hatte viele der Berichte und Protokolle gelesen. Er hatte Respekt vor dem General gehabt, der so auf seine Leute achtete, das er ihrentwegen eine Rehabilitation ausschlug, aber sich nun so banal herauszureden, erschien ihm nicht nur recht erbärmlich, sondern auch reichlich ehrlos.
Und wieso habe ich etwas anderes erwartet?
Die Alte Bitterkeit stieg in ihm auf, als er an den General dachte, in dessen Lager auch er einst ein- und ausgegangen war...

Die Barriere glitzerte am Himmel, und strähnen blauen Lichts
gliten am Himmel dahin. Der Morgen graute erst, als der Junge Schmied in einer zerlumpten Rüstung, wie sie einige der Banditen trugen, dem Lager näherte.
Anm Eingan standen zwei Wachposten, einer lehnte an dem Rahmen des Holztors, und zog selig Lächelnd an einem Krautstengel. Der andere saß im Graß, und schnitze mit einem Dolch Pfeile. Weiter hinten kniete ein dritter an dem kleinen See, und füllte seine Wasserflasche.
"Lee zum Gruße!", grüßte der mit den Pfeilen, und schaute zu dem Schmied auf. "Was treibt dich diemal her? Verkaufst du?"
"Der schlaksige Junge man, er mochte keine dreißig sein, zögerte kurz, und kramte dann aus seiner Gürtteltasche ein Ledertüchlein.
Ein harziger Geruch stieg auf, als er das Tuch zurückschlug, und die Krautstengel zum Vorschein kamen.
"Traumruf", antwortete er der unausgesprochenen Frage.
"Jeah, gib mir drei davon", meinte der Wachposten, und kramte in seinen Taschen. "Ich kann dir 20 Erz geben", druckste er. "Oder, hey, das könnte dich interessieren. Eine Kiste Beschläge. Haben wir einem Händler abgenommen. Da musst du aber noch zwei Stengel drauflegen."
Der Schmied zögerte nicht lange.
"Okay, hier hast du. Wo find ich den Kram?"
"Geh zu Sharky rauf. Die Kiste steht in seiner Hütte. Und wenn du wieder im Sumpf bist denk an uns. Wenn du mal ne richtige Ladung hiervon bringst, nimmt dich vielleicht der Schmied in die Lehre. Musst nur wissen wo du den Kram investieren musst."
Der Schmied nickte. Dies hatte er schon oft gehört, und mehr als einmal hatte er versucht, genug Kraut zusammenzukratzen. Aber die Sumpfler produzierten gemächlich wie immer, und die Boten die das Zeug zur Burg trugen, waren einen Nummer zu groß für ihn. Er schlurfte am See entlang und trabte den Pfad hinauf, vorbei an den Reisfeldern. Die Schläger dort kannten ihn. Einmal hatten sie versucht ihn auf die felder zu zwingen, aber wenn man in diesem Lager genug Kraut verteilte, da hatte er schnell gelernt, konte man auf ein paar Freunde zählen. Zumindest, wenn man das Kraut an die Richtigen verteilte.
Im Lager angekommen, sprach der Schmied mit Sharky und requirierte die Kiste mit den Beschlägen. Das war gut, aber er hatte noch immer nicht, weswegen er gekommen war.
"Tu mir nen gefallen, und schnapp dir jemanden, der Die Kiste runter ans Tor bringt, und auf nen Karren hievt.", bat er Sharky im gehen.
"Klar", grinste der und hielt ihm die Hand hin.
Der Schmied seuftzte theatralisch, und ließ einen Erzbrocken in die Hand des Händlers fallen.
"Blutsauger", murmelte er.
"Keiner kann aus seiner Haut", freute sich der andere, und verstaute das Wertvolle Gestein in seiner Rüstung.
Ein Kopfschütteln des Schmieds folgte, dann macht der sich wieder auf den Weg. Zwichen der großen Höhle in der die Banditen ihre Lehmhütten hatten, und der Kneipe auf einer Insel im See lag ein Pfad, der auch am Lager vorbei noch weiterführte. In die Berge ging er, vorbei an dem Felsen der die Siedlung der Söldner und Banditen beheimatete, die in der Barriere nur 'Neues Lager' hieß.
Der Schmied trat am Ende des Pfades durch eine kleine Höhle, ein Durchgang, der nach wenigen Metern wieder ins freie führte.
Dahinter lag eine Wiese, an deren Ende der Weg in den Kessel hinabführte.
Der Kessel. Die Freie Mine, wie die Sökdner sie nannten, war ein Trichterförmiger Schlund, an dessen Rand sich ein Pfad in die tiefe wandte. An den felswänden waren schiefe Hütten gebaut, und am Fuße des Talkessel war der Eingang zur eigentlichen Mine. Zwar wurde dort hauptsächlich magisches Erz eschürft, aber auch ein wenig Eisen wurde ans Tageslicht gebracht, gerade genug für den Eigenbedarf des Lagers, und ein wenig Handel.
Als der Schmied aus der höhle ins Licht trat, sah er gerade noch einen rotgewandten Rücken den Weg zum Kessel hinunter verschwinden. Aus dem Tal waren Schreie und Waffenklirren zu hören.
"Nicht gut", murmelte er. Rot bedeutete meistens Ärger, rot, das war die andere Seite, die Erzbarone, die mit der Außenwelt handelten, anstatt auf ihre freiheit hinzuarbeiten. Rot, das waren ohne zweifel Gomez' Leute.
Der Schmied rannte über die Wiese, und schaute hinunter. Die Gardisten, wie sich die Bluthunde der Erzbarone nannten, in spöttischer Anspielung auf die Garde des Königs, deren Rüstungen sie übernommen hatten, nachdem sie sie alle getötet hatten, waren drei zu eins in der Überzahl. Mindestens. Das war kein Kampf, was sich dort im Tal zutrug, es war ein wahres Massaker.
Und keine Meile weiter saßen Lees Söldner friedlich in ihren Hütten. Wie zur Hölle waren die Gardisten durch die Berge gekommen, wenn nicht durch das Lager der Söldner? oder hatten die sie allen ernstes nicht bemerktß So viel Blödheit konnte man ihnen nicht unterstellen.
Aber jemand musste ihnen wohl davon berichten was hier los war.
Der Schmied rannte den Weg zurück als wären Dämonen hinter ihm her, bis er die Siedlung wieder erreicht hatte. Einer der Söldner die gerade am See standen, half ihm auf, als er den Weg inunterstolperte.
"Die Gardisten..sind in der Mine..", brachte er herraus, bevor er volkommen aus der Puste erst einmal nach Luft schnappen musste. Doch es genügte. Der Söldner rannte nun selbst wie gestochen in die Höhle, um seinen General zu unterichten.

Die Feindschaft der Lager, die in dieser Aktion ihren vorläufigen Höhepunkt fand, blieb bis zum Fall der Barriere eine bittere und blutige. Als das Tal dann von einem Tag auf den anderen frei war, und die Gefangenen über den Pass in die neu gewonnenne freiheit strömten, nistete sich Lee mit seinen Leuten auf den Bauernhöfen ein. Obwohl die Orks das Minental förmlich überrannt hatten, und das Morden und Plündern der Gefangenen bereits unermessliches Leid über die Insel gebracht hatte, hielt er an seinen Racheplänen gegen den könig fest. An jenem Tag kehrte der Schmied den Söldnern den Rücken, und zog als Jäger durch die Wälder. In der Barriere waren sie eine gruppe mit einem edlen Ziel gewesen: Freihet. Nun waren sie nur noch auf Rache, Plünderei und Raub aus.

Eorl riß sich mühsam aus seinen Erinnerungen, und konzentrierte sich auf die andere Sache, die noch zu klären war.
"Was den Paladin Longboiw betrifft, so habe ich ihm wie gesagt erstmal die Anklage wegen Hochverrats vom Hals geschafft. Ich hoffe er begreift das ich ihn auch hätte aufknüpfen lassen können. Wenn nicht", der Paladin zuckte die Achseln. "Damit werde ich fetig. Aber ich werde mich vorbereiten. Falls es zum Schlimmsten kommen sollte, werde ich bereit sein." Er wandte den blick von Aeryn ab, und schaute wieder auf das Meer hinaus. Wahrhaftig. Das Schattenspiel das er trieb konnte ihm das Genick brechen, aber bisher hatte es das noch nicht getan. Er konnte alles gewinnen, aber er hatte auch eine Menge zu verlieren. Und all das Risiko nur wegen einer Söldnerin, dachte er spöttisch. Wieso nahm er das Risko dann auf sich? Er schaute wieder zu Aeryn hinüber, und ein Hauch von Selbstironie stahl sich in sein Lächeln. Was für eine selten dämliche Frage.

Sir Iwein
27.05.2004, 03:25
"Was sagst du da?" Nochmal schüttelte Iwein ihn durch. "Eine Blutlache?! Rede! Wo? Von wem? Oh, bei Innos..."
Plötzlich ließ er von Ferox ab. Sein Gesicht war leichenblass geworden. Er blickte zu Cathaine hinüber, dann zu Lyvîane. Sie beide dachten das Gleiche wie er."Taurodir!", stieß der Ritter hervor. Der Kommandant war noch immer nicht zurückgekommen, und längst hatten sie sich Sorgen um ihn gemacht. Hilflos sah sich Iwein um. Sie waren mitten in der Wildnis, abseits von der verlassenen Straße, vermutlich mehrere Meilen bis zu den nächsten Menschen, und es war stockfinstere Nacht geworden. Und hier trieben sich Banditen herum, die womöglich den Paladin ... Iweins Gedanken stockten. Er dachte nicht weiter, sträubte sich dagegen.

Hastig nahm er eine Wasserflasche aus seinem Proviantbeutel und goss damit das Feuer aus. Wenn Ferox' Vermutungen stimmten, hätte es sie sehr bald verraten. Vielleicht hatte es das ohnehin schon. Auch wenn es jetzt wirklich stockfinster war, wollte Iwein es nicht riskieren, es weiter brennen zu lassen. Nur noch der fahle Mondschein erleuchtete nun schwach das Lager. Einige Wolkenfetzen jagten über den Nachthimmel. Er warf Cathaine und Lyvîane einen Blick zu. Stumm waren sie sich einig, dass sie nach dem Paladin suchen mussten. Seine Stimme senkte sich zu einem leisen Zischen.

"Nehmt eure Schwerter, und seid auf der Hut! Und du, Ferox, führ uns zu der Blutlache!"

Ferox
27.05.2004, 03:43
Diese Nacht musste von Beliar heimgesucht worden sein. Ein Schreck kam nach dem nächsten. Der letzte erst vor ein paar Sekunden. Mit offenem Mund blickte Ferox durch die Runde Ta…Ta…Taurodir? Der Kommandant war bei ihnen gewesen … und war nun weg? Tief atmete der Soldat. Abwesenheit befiel ihn. Der Kommandant?, wisperte er leise und rührte sich nicht, konnte es nicht.

Sir Iwein war bei ihnen, ein Starker Ritter, Hauptmann, Führer der Miliz, er musste wissen was zu tun war. Hilflosigkeit war das was am besten auf den Seelenzustand von Ferox zutraf. Dann kam der Befehl, dessen er lange gewartet hatte, der Befehl sie zu der Blutspur zu führen. So trabte er los, dicht gefolgt vom Hauptmann und den beiden Frauen.

Noch immer waren die Gewichte an seinen Beinen und Armen nicht aufgefallen, zu gespannt war sein Körper und sein Geist. Die Gruppe schritt den Weg entlang, bis zu jener Stelle, wo Ferox das Blut entdeckt hatte. Wie zu erwarten, lag es noch dort. Hier ist es, Sir…

Die Spannung lies nach und die Gewichte wurden mit der Zeit wieder fühlbar. Seine Hand ruhte am Griff des großen Schwertes, dass er mit sich trug. Schließlich konnte aus jedem der Gebüsche am Wegrand die Banditen kommen, dann musste wenigstens ein wenig Schutz bestehen.

Lady Cathaine
27.05.2004, 03:54
Cathaine stockte der Atmen, also sie sich im fahlen Mondlicht neben der Blutlache auf die Knie fallen ließ.

NEIN! Das konnte nicht... das durfte nicht...

... doch sie konnte es in den Gesichtern ihrer Kameraden lesen. Ihre Schwester sprach es schließlich aus, was alle dachten.

"Taurodir."

Ihre Lippen bebten, als sie sein Schwert fand. Achtlos auf dem Boden liegend.

Der Schock wollte sich nicht legen, er war körperlich spürbar.

Cathain richtete sich langsam auf, und trat, fast militärisch streng vor Iwein, jedoch ohne zu salutieren.

"Befehle, Sire?"

Sir Iwein
27.05.2004, 04:09
Iweins Atem ging schwer, als er neben der Blutlache kniete. Die matt glänzende Flüssigkeit war noch frisch, kaum in den Waldboden eingedrungen. Als Cathaine schließlich Taurodirs Schwert am Boden sah, da war auch Iwein am Ende. Er senkte den Kopf, seine Augen schlossen sich, und im Stillen betete er zu Innos für seinen Freund und Kameraden. Selten tat er dies, doch in Momenten wie diesen klammerte er sich oft in seiner letzten Verzweiflung an seinen Gott. Ferox stand hilflos daneben.
Als der Ritter sich wieder erhob, sah er in Lyvîanes Gesicht. Kurz konnte er ihren Gesichtsausdruck erkennen, im Licht des Mondes. Was in ihr jetzt vorging, vermochte er dennoch nicht zu sagen.

Cathaine fragte nach Befehlen. In strenger Haltung stand sie da, auch wenn sie Angst und Trauer nicht verbarg. Iwein schmerzte es ein wenig, wenn sie ihn so anredete, doch er erwiderte nichts. Er war so ratlos wie die anderen.
Er bückte sich noch einmal und hob das Schwert des Paladins auf. Als er es hob, erblickte er das rote Blut an der fahl schimmernden Klinge. Taurodir hatte gekämpft, bis zum Ende. Es beruhigte Iwein, dies zu erfahren. Doch wohin hatten sie ihn verschleppt, wenn er nicht mehr hier lag?
Ein Funken Hoffnung regte sich in dem Ritter, nur ein Funken. Und doch war dieser Funken genug, um seinen Willen wieder zu stärken.
Ein Funken genügt oft, um ein Feuer zu entfachen.

Er hängte sich Taurodirs Schwert an den Gurt und rieb sich die glasigen, wässrigen Augen. Seine Entscheidung war getroffen. "Verflucht... Wir suchen ihn!", sprach er bestimmt, wenn auch noch immer mit einem Kloß im Hals. "Sucht die Umgebung ab! Blut, Fußspuren, was ihr finden könnt! Und, bei Innos, schnell! Vielleicht lebt er noch..."

h0m4r
27.05.2004, 04:30
Hinter dem Tor wante sich H0m4r nach links. Vor ihm lag ein kleiner Wald. Es dämmerte bereits und er hatte weder die rechte Lust noch den mut in den Wald zu gehen. Er beschloss auf dem Weg zu folgen. Nicht geradeaus, sondern links rum, den berg hoch. Wenn er es richtig im Blick hatte führte der Weg wenn man ihm weiter folgte auf eine kleine Anhöhe. "Ganz schön anstrengend dachte er. Habe mich ja auch zwei tage nicht mehr richtig bewegt. Naja da muss ich jetzt durch. Nach etwa 10 minütigen Fußweg sah H0m4r eine Gruppe Scavenger. Dies ist nichts ungewöhnlich in der Wildnis. Da er nicht vorhatte sie zu jagen schlich er sich rechts hinter einem kleinen Hüger an ihnen vorbei. Auf einmal hörte er ein Knurren."Konnten dies die Scavenger gewesen sein? Nein das hört sich eher nach einem Wolf an. Aber wo ist das Viech. Ich sehe es nicht." Langsam und behutsam bewegte er sich Schritt für Schritt weiter. Darauf bedacht, nicht einen Ast zum knacken zu bringen. Auch die Tiere mussten das Geräusch gehört haben, denn sie standen un still und lauschten.
Plötzlich brach ein Wolf durch das Gestrüpp hinter den Scavengern. Kurz darauf folgte der zweite und auch noch ein dritter kam auf die Tiere zugerannt. Fünf tote Scavenger später, gingen die Wölfer langsam davon.
H0m4r wusste nicht wieso aber irgendwie verspürte er den Drang ihnen zu folgen. Gott sei Dank hatten sich die Viecher gerade satt gegessen sonst wären ihre Sinner wohl schärfer gewesen und sie hätten H0m4r auf 100 Meter Entfernung gerochen.
So folgte er den Tieren auf eine kleine Lichtung. H0m4r hörte Stimmen. Es war ganz so als wären hier Menschen ganz in seiner Nähe und da hinter einem Gebüsch konnte er für einen moment die blitzende Klinge eines Schwertes im Mondlich ausmachen. H0m4r blieb auf der Stelle stehen. So leise wie er konnte legte er sich flach auf die Erde. Er fühlte an seinem Körper hinab. Da unter seinem Hemd, sicher versteckt, war sein Dolch.
Anscheinend waren die Leute im Gebüsch keine Jäger, sonst wären die Tiere schon längst tot gewesen. H0m4r bezweifelte das sie Bogen dabei hatten. Drei gezielte Schüsse hätten genügt um die Wölfe auzuspießen.
Plötzlich wie aus dem nichts sprangen 8 vermummte Männer aus den Gebüschen um die Wölfe herum. Nun ging alles sehr schnell. Die männer befanden sich in einer Überzahl von fast drei zu einem Wolf. Auf einmal aber hörte H0m4r neben dem Tiergeschrei auch noch den eines Menschen. Einer der Wölfe musste einen der Banditen wärend des Zufall-Gehens mitgerissen haben.
Da H0m4r es geübt war leise und unbemerkt zu ahndeln, schwieg er ganze 7 Minuten wie er schätzte, bis der Kmapf vorrüber war. Die Männer netfernten die Eingeweider der Wölfe und machten sich wieder auf den Weg.
Nochmal 3 bewegunslose Minutenm wartend verließ H0m4r sein versteck und näherte sich den Wölfen. Bei ihnen war nichts mehr zu holn. Allerdings lag neben dem bandten noch etwas glänzendes. Wertvoll konnte es nicht sein, sonst hätten es seine noch lebenden Kumpanen auch mitgenommen. Als sich H0m4r näherte viel ihm auf, dass das was da vor ihm lag ein Schwert war. Nicht besonders wertvoll aber immerhin.
Jedoch war es kürzer ein normales Schwert, aber doch länger als ein Dolch. H0m4r steckte das leicht verrostete Kurzschwert in seinen Gürtelbund und machte sich auf den Weg gen Heim. Da es inzwischen schon ziemlich dunkel war beeilte er sich.
Diesen Abend würde er nichts mehr unternehmen als sich in sein Bett fallen zu lassen und seinen Schlaaf zu genießen.

edit: Ahhh falsches Forum. Sollte eigentlich in Khorinisund Umgebung, Sry.

Xorag
27.05.2004, 22:21
Xorag humpelte die Anhöhe zur Toten Harpye hinauf, das ganze glich allerdings mehr einer Tortur als einem Spaziergang, was eigendlich der Sinn des Ausfluges werden sollte. Immer wieder machte er auf der kurzen Strecke eine Pause um sein bein nicht zusehr zu belasten, bis er sich entschloss einen herumliegenden Stock als gehstütze zu verwenden, wodurch das gehen einigermassen erleichtert wurde.

Kaum hatte Xorag die Tote Harpye erreicht, hörte er auch wieder die typischen geräusche für die Taverne: Gegröhle der Besoffenen, Lautes gelächter, mindestens genausolaute Rülpser und aufeinanderstossene Bierkrüge, die kurz darauf von ihren Besitzern geleert wurden, das normale tavernenleben halt.

Xorag ging weiter bis er knapp unter der Brücke stand , hier wartete er Kurz und blickte auf seine "lieblings Stadt" herunter: Khorinis. Er erinnerte sich noch genau wie Claw dort mit der Banditenbande dort angriff und den Marktplatz in brand setzte, solch eine Abreibung hätten die Gardisten ansich wieder verdient, eigendlich verdienten sie das andauernd wenn Xorag so recht nachdachte.

Leto Atreides
27.05.2004, 22:54
Irgendetwas war letzte Nacht furchtbar schief gelaufen. Leto erinnerte sich nur bruchstückhaft an das Gelage. Sowas hatte er... - ja, seit wann eigentlich? - schon nicht mehr gemacht. Auf jeden Fall fühlte sich alles sehr neblig an. Doch etwas verriet ihm ganz genau, dass er noch lebte. Sein Schädel drohte zu explodieren. Mann, mann, mann! Das war ja was! Hilfe! Der Novize torkelte den Pfad entlang und konnte von Glück reden, dass der ständig betende Isgaroth seiner Verpflichtung so erbarmungslos nachging. Schnell huschte Leto an dem kleinen Schrein vorbei. Als er die Biegung des Pfades mit Müh und Not genommen hatte, sah er sich einem weiteren Hinderniss gegenüber: Die Brücken zum Kloster. Irgendwie hatte er den Weg anders in Erinnerung. Hmmm, sollte das nicht eigentlich nur eine sein?
Langsam kehrte die Erinnerung und der klare Blick zurück. Für kurze Zeit vereinten sich die Brücken wieder und Leto ging schnell darauf los. Es wankte zwar gefährlich nah am Rand, aber er konnte es doch vermeiden, herunterzufallen. Hab ich diese schändliche Warg-Brücke zu Meditates Turm gezwungen, so wird wohl die Klosterbrücke kaum ein Problem sein. So war es auch. Die schnappte wenigstens nicht mit blutrünstigen Mäulern nach ihm.
Es war aber dennoch seltsam, dass Leto sich gerade jetzt daran erinnerte. Und auch noch etwas anderes kam ihm in den Sinn. Wo war eigentlich dieser Anwärter? Der Novize kam nach einem Überlegen zu dem Schluss, dass Wind wohl noch in der Taverne sein müsste. Doch in seinem Zustand konnte Leto nicht zurück. Er wollte bloß noch schlafen. Beinahe hätte ihn die Müdigkeit schon auf der Brücke übermannt, doch er hielt tapfer durch.
Immer ein Schritt vor den anderen setzen. Links, recht, links, rechts...

The Gaidin
27.05.2004, 23:08
Draußen angekommen wandte er sich dem Berg zu. Er hatte sicherlich nicht vor Bauer zu werden, wie er es den Wachen erzählt hatte. So wanderte er also mehr oder weniger glücklich den Pfad hinauf. Zum Glück traf er keine Hässlichen Feldräuber oder Wölfe oder anderes Geviechs, so dass er unbehindert seinen Weg gehen konnte. Nach einiger Zeit jedoch kam er an einer Weggabelung. Zum Glück stand dort ein, etwas verwittertes, Schild .
"Aha Zur Toten Harpie. Das hört sich doch gut an." sagte er und stieg die Treppen hoch. Nun wanderte er weiter. Irgendwann kam er an einem Bauernhof vorbei, wo die Bauern fleisig schufteten.
Nach weiteren Minuten des Wanderns kam er an eine Brücke. Von dort aus konnte er noch einmal zurückblicken. Auf seine Heimat, falls man Khorinis so nennen konnte. Auf sein Haus, das er leider von hier aus nicht erkonnen konnte.
Auf das was er zurückgelassen hatte. Nach ein par Atemzügen drehte er dem Anblick jedoch den Rücken zu und schaute auf seine Zukunft: Ein komisch gekleideter Mann mittleren Alters, der unter der Brücke am Wegesrand stand.
Nach kurzer Zeit des überlegens entfasste er seinen Entschluss.
Ausrauben
Gaidin nahm zog leise 2 seiner Dolche. In der Rechte hatte er den langen, welcher an seiner Hüfte hing und in der Linken einen der kleinere, die am Gürtel hingen. Zum Glück hatte der Mann noch nicht nach oben geschaut, deswegen konnte er sich in Ruhe auf den Brückenrand stellen und sich auf den Sprung vorbereiten.
Sein Plan war, ihn durch die Wucht des Sprunges zu Fall zu bringen und ihm dann mit den Messern an der Kehle um sein Gold "zu bitten".
Dann würde er den Typen bewusstlos schlagen und abhauen. Eigentlich keine große Sache.
Also los....1....2...3 Dann sprang Gaidin mit gezückten Klingen und einem lauten Aufschrei von der Brücke auf sein Opfer zu....

Xorag
27.05.2004, 23:22
Xorag schrack auf und Blickte nach Oben, irgendsoein Verrückter sprang mit lautem Gebrüll von der Brücke aus auf ihn herab, sein Schwarzer Umhang flatterte dabei unkontrolliert in der Luft, und als ob das nicht reichen würde blitzten auchnoch zwei Dolche in seinen Händen auf, ein kurzer und ein etwas längerer.

Sofort liess Xorag den Stock los den er vorhin aufgehoben hatte und wich einen Schritt zur Seite um nicht von den Dolchen aufgespiesst zu werden, allerdings wurde er immernoch von dem typen mit voller wucht zu Boden geworfen was seiner Beinverletzung nicht gerade gut tat, sofort zuckte der Schmwerz wieder durch sein Bein. Ehe er sich versehen konnte war dieser über ihm und bedrohte in mit seinen Dolchen. " Los, her dein Gold wenn dir dein leben lieb ist!", das ward er erste satz dend er Fremde von sich gab. Xorag packte die Arme des Fremden um sich die Dolche im warsten Sinne des Wortes vom Leib zu halten, allerdings hatte das zur Folge das zwischen Xorag und dem Fremdling ein Gerangel auf dem Boden entstand.

Irgendwann dann gelang es Xorag mit Mühe dem Fremden den kürzeren der beiden Dolche mit Druck auf die Handgelenke aus der Hand zu nehmen, selbiger zischte dabei ein leises "Verdammt..." zwischen den Zähnen hervor, das Xorag Kurz zum Grinsen brachte.

The Gaidin
27.05.2004, 23:44
Saubere Leistung Gaidin dachte er, nachdem sein "toller" Plan so gründlich daneben gegangen war. Erst brüllst du blöd udn jetzt lässt du dir deinen Dolch wegschlagen
Immerhin hatte er noch den anderen. Wild fuchtelnd versuchte er gleichzeit die Hände des Mannes abzuwehren und ihn irgendwie mit der Klinge zu treffen, doch immer wenn er mit dem Arm dessen Hand den Dolch festhielt freikam und versuchte ihn zu treffen, packte der Typ ihn wieder und das gerangel begann wieder von vorn. Manchmal war der Typ auf ihm, so dass Gaidin versuchen musste seine Faustschläge abzufangen. Doch die meiste Zeit war er oben und griff an.
"Gib auf." zischte er und versuchte erneut ihn zu treffen. Doch gerade als sein Dolch auf ihn zuraste, wurde er mit voller Wucht von dem Typen weggeschleudert.
"Uff." Der Typ hatte ihm seine Beine in den Bauch gerammt und ihn ein stück weggeschleudert. Schnell war Gaidin jedoch wieder auf den Füßen und begab sich in Kapmposition. Sein Arm war ausgestreckt und seine Hand mit dem Dolch zeigte auf den Typen. Mühsam stand dieser auf den Beinen, doch irgendwie hinkte er.
Natürlich er hatte eine Beinverletztung und durch den Aufprall vorhin hatte er ihn noch mehr verletzt.
Perfekt dachte er und zog mit der freien Hand einen weiteren Dolch um ihn blitzschnell auf seinen Gegner zu werfen. Leider hatte er zu schnell udn nciht fest genug geworfen, so dass er sein Ziel etwas verfehlte. Immerhin steckte der Dolch nun in der Rechten Schulter des Ziels. Oder besser gesagt in dessen Lederrüstung.
"Jetzt reichts du Penner." maulte der Typ und zog sein Schwert. Gaidin fluchte, als das Schwert des Gegners aufblitzte. Das hatte er vorher gar nicht bemerkt. Wie unvorsichtig. Narr. Idiotischer Narr
Gaidin war ein Dieb, ein Einbrecher oder ein Schurke. Vielleicht auch ein Assesine. Er hatte schon ein par Menschen die ihm im weg standen hinterlistig umgebracht. Doch im offenen Kampf....
Nun musste er sich auf seine Geschiklichkeit verlassen. "Na komm schon." rief er übermütig und griff den Gegner an....

Taurodir
28.05.2004, 01:34
Dunkelheit...
Schmerzen...
Ein Zeichen dafür, dass er noch am Leben war. Den schnellen Tod wollte man dem Krieger wohl nicht schenken.

Eine Gestalt lag gefesselt an einem recht breiten Holzstamm, den Kopf gesenkt. Nur schwer stand jener auf den Beinen, und bemerkte es wohl selbst nicht. Oben trug er nichts. Sein Körper war mit vielen Wunden versehen worden. In seinen Schultern befanden sich zwei Pfeile, die man wohl, nachdem man seine oberen Rüstungsteile abgelegt hatte, wieder ins Fleisch reingesteckt hatte. Die Rüstung selbst lag an der Seite, das Wappen eines Turmes war nicht zu übersehen. Auf seinen Armen befanden sich viele Kratzer, die Lippen bedeckt mit getrocknetem Blut. War dieser Mensch, der so brutal hingerichtet war, überhaupt noch am Leben? Manche würden sagen, zum Glück noch, aber andere eher "leider". Man hörte den Paladin atmen, schnell und laut atmen. Erschöpft, durstig...

Die Augen waren geschlossen, seine langen dunkelbraunen Haaren klebten ihm an den Wangen. Seine Finger zuckten durch den Schmerz, den er zu ertagen hatte, zusammen. Nicht nur durch den körperlichen Schmerz, sondern auch den Inneren.

Iwein...Cathaine...Lyvîane. Sie...
Wo sie waren? Ob es ihnen noch gut ging? Wenn ihnen etwas zugestoßen war, könnte er es sich dies niemals verzeihen. Es wäre für ihn schlimmer als ein qualvoller Tod. Das leidvolle Stöhnen wurde lauter. Der Durst stieg, und der Schmerz brannte auf seinem Körper.

"Gib Ruhe, du elender Paladin! Sei froh, dass du noch lebst", rief prompt eine wütende Stimme ihm entgegen. Der Lord vernahm Schritte, die sich ihm näherten. Ein harter Druck folgte gegen den Magenbereich. Jemand ließ seine Wut am Paladin aus. Die Wut, dass sein Piratenkamerad sein Leben ließ bei einem unehrenvollen Versuch.
Dann folgte Wasser. Ein Eimer Wasser wurde auf ihn zugeschleudert, ob das Wasser im Eimer aber sauber war?
"RICKO!", ertönte es laut. Eine dunkle, fiese Stimme erschien, und wieder Schritte.
"Hab ich dir nicht befohlen, unseren Gast in Ruhe zu lassen? Rühr ihn noch einmal an, und du wirst meinen Degen zu spüren bekommen, hast du mich verstanden? Nun halte wieder Ausschau nach Bewegungen außerhalb unseres Lagers! Na los, meine Augen ertragen dich nicht mehr länger!"
"Ja..ja Boss, so wie du es sagst, so soll es sein. Verzeih mir!", antwortete der Pirat in verängstem Ton, und schritt davon. Die andere Gestalt näherte sich jedoch dem Gefangen am Holzstamm.
"Um dich werde ich mich noch kümmern, wenn du in der Lage bist, deine Augen endlich zu öffnen", hörte der verletzte Kommandant schwach. Eine dunkle Stimme...

Wieder biss Taurodir die Zähne zusammen. Jener Mann, der diese Piraten befehligte, hatte den Pfeil tiefer ins Fleisch gebohrt, und verließ den Krieger, der zusammenzuckte, mit einem lauten, fiesen Grinsen. Blut strömte wieder aus dem Munde des Paladins...

Aeryn
28.05.2004, 02:19
Leichter Wind kam auf und fuhr der Kriegerin spielerisch durch die langen kastanienbraunen Haare. Das Abendlicht der untergehenden Sonne brachte die Strähnen zum Funkeln und zum Leuchten. Ein Leuchten, was sich ebenso in dem stolzen wilden Blick der Kriegerin widerspiegelte. Vom weitem hörte man die Wellen an die Klippen schlagen… Welle wogte an den Strand… es war eine sanfte Melodie… eine traurige Melodie…

Rückblende:

Ein Wimmern zog sich durch die Nacht, welches seinen Ursprung in den Ruinen von Cor fand. Ein Mann krümmte sich am Boden, ein anderer rührte sich gar nicht mehr. Wütend rieb Aeryn sich die blutige Unterlippe.

„Noch jemand?!“ Ihre Stimme bebte vor Zorn.

Doch keiner der Männer rührte sich mehr. Wie Schatten zogen sie sich zurück. Sie waren unzufrieden. Aeryn spürte es schon seit Tagen. Der Hunger nagte an ihren Sinnen und die Nähe der Nordmänner ließ so manchen Kerl zur Memme werden. Doch obwohl sie die Stimmung gespürt hatte, gab sie nicht das Kommando zum Abzug. Eher im Gegenteil. Sie glaube das dritte Stück der Schatzkarte in der Hand des Fremden im Stadtgefängnis von Crydee zu wissen. Doch noch ehe sie den Befehl zum Aufbruch geben konnte, brach der Aufstand los.

Augenblicke später hätte sie tot sein könnten. Doch instinktiv riß sie im richtigen Moment den Kopf herunter.

Aeryn überlebte. Mehr Glück als Verstand rette ihr das Leben.

„Noch jemand?!“ Ihre Stimme bebte vor Zorn, als der Kampf vorbei war.

Doch keiner der Männer rührte sich mehr. Thorus trat neben ihr. Sein blutiges Schwert zeigte deutlich sein tun.

„Aeryn, die Männer sind hungrig. Wir müssen weiterziehen.“

„Sag Du mir nicht, was ich zu tun habe!“ fauchte sie den Söldner an. Das er Recht hatte war um so bitterer. Wieder einmal hatten die Nordmänner ihre Pläne durchkreuzt. Und wieder einmal schwor sie ihnen im Stillen blutige Rache dafür. Wenn sie jetzt abzog würde es vielleicht Jahre dauern, bis sich der Kampf um die Stadt für die eine oder die andere Partei gewendet hatte und ob das dritte Stück der Schatzkarte noch im Gefängnis war, wenn sie zurückkam stand in den Sternen. Die Kriegerin fluchte.

Doch Aeryn hatte keine andere Wahl. Und wenn sie die restlichen Männer nicht auch noch verlieren wollte, so würde sie Ale und Brot brauchen. Die Bauern zu überfallen war zwecklos. Die Armee des fremdländischen Königs war lange vor ihnen da gewesen und hatte alles für die Soldaten beschlagnahmt.

Wenn sie nicht hungern wollten, würde sie die Versorgungslinien überfallen müssen. Die der Nordmänner lagen von ihrem Standpunkt aus zu weit im Norden. Der fremdländische König jedoch zog seine Männer zurück in die Berge. Und die Wege dahin kannte Aeryn…

Rückblende Ende:

Die Kriegerin hatte lange Zeit geschwiegen, dem Meer und ihren Gedanken gelauscht, die sich alle um Lee drehten. Eorls Worte waren wahr, das konnte sie spüren, auch wenn sie sich subjektiv waren, getrieben von seinem eigenem Schmerz. Langsam trat sie näher, für einen Moment sah es so aus, als wollte ihre Hand sein Gesicht berühren, doch dann schaute sie wieder auf das Meer.

Eorl bliebt schweigend neben ihr stehen.

"Wenn wir uns auf dem Schlachtfeld treffen, werde ich versuchen Dich nicht zu töten."

Langsam ging der Mond auf und in seinem fahlen Licht wirkte das Funklen ihrer Augen noch raubtierhafter.

Wer die Kriegerin kannte, wußte das Raubtier setzte zum Sprung an. Nur wohin?

… und ihre Fingernägel krallten sich in den Stein der Zinnen…

"Zwischen Deine Schulterblätter, paßt ein Messer und Kuß."

Lecram
28.05.2004, 02:30
In den letzten zwei tagen wurde Lecram von niemand Fremdem attackiert, dass wohl auch nicht verwunderte da er sehr häufig in seinem Haus war in Trainierte, aber es wurde ihm Gedroht das sie in sein Haus herein spazieren, doch die passierte auch nicht.

An diesem Tag Trainierte der junge Waffenknecht fast nur und dachte zwischen durch über die Sachen nach die Kardiff ihm erzählte, nun war es ihm egal was Kardiff ihm erzählt hatte er dachte nur daran bei ihm vorbeizuschauen.
“Kardiff hatte mich wohl ein bisschen Belogen, tja……! Dann werde ich einfach mal bei ihm vorbei schauen und ein bisschen mit ihm Plaudern, dann sieht er mal was er davon bekommt mich zu belügen!!!“
Direkt nach dem Lecram dies durch dem kopf schoss machte er sich sofort auf den Weg zur Kneipe. Unterwegs dorthin sahen ihn viele Leute mir Bösen Blicken an, doch sie sahen ihn immer so an, seitdem er ein Waffenknecht war.
“Mal sehen, wer guckt mich denn ein bisschen anders an als die Meisten hier, die gucken alle gleich, na ja…! Vielleicht erfahre ich bei Kardiff mehr was seine verarsche sollte!“
Als er dann in die Kneipe eintreten wollte kam jemand auf ihn zu der ihn sofort ansprach.
“ Ey, du kommst du mal mit mir, ich habe etwas für dich, könnte dir gefallen.“
“ Was habt Ihr denn für mich, etwas bares vielleicht?“
“ Komm einfach mit, du wirst es dann erfahren.“
“Na OK wenn Ihr unbedingt darauf besteht komme ich mit Euch“
“Gut, Gut!“
Also folgte Lecram dem Merkwürdigen Mann, den er noch nie zuvor sah. Als er dann endlich stehen blieb bemerkte der junge Waffenknecht, dass sie hinter einem Lagerhaus war.
“ Wer seid Ihr und wer sind die Leute die sich hier her bewegen?“
“Nun ja, wir haben noch etwas mit dir zu besprechen, komm morgen noch mal hier hin, sonst wirst du wirklich sterben.“

Ferox
28.05.2004, 02:42
Als hätten sich Wurzeln um die Beine des Mannes geschlungen, so stand er da, in mitten der beiden Ladys und seines Hauptmannes, deren Schrecken unverkennbar in die Gesichter gebrannt war. Iwein untersuchte noch die Blutspur, während sich die anderen drei nicht rührten. Was sollten sie nun tun? Verängstigt über diesen Verlust drehte sich alles um ihn, zum Trotze der hallende Leere, die seinen Kopf einhüllte. Nur ein Gedanke hauste darin, der mit schrecklichen Bildern ausgemalt war, welche das derzeitige Befinden seines Kommandanten im kleinsten Detail zeigten. Es schüttelte ihn förmlich mit dieser Vorstellung leben zu müssen. Leben … Ob er wohl noch lebte? Sich an den Gedanken eines lebenden Kommandanten klammernd, half es ihm nicht zusammenzubrechen, sondern standhaft zu bleiben. Wir müssen ihn retten!! Seltsamerweise sprach der Hauptmann in jenem Moment den Befehl zu seinem Gedanken aus, in dem dieser gedacht wurde.

Gleich hatte ich Ferox aufgemacht seinem, und dem Gedankengang des Ritters folge zu leisten. Sofort machte er sich auf die Suche nach Fußabdrücken und ähnlichen Anzeichen Menschlichen Lebens. Dann stach stach ihm eine Blutspur in die Augen. Dabei konnte wirklich von stechen die Rede sein, denn spiegelte sich das ungewöhnlich leuchtintensive helle Mondlicht in der schon fast vollkommen vom Erdboden aufgenommenen Blutspur. Iwein, Sir, Hauptmann. Der Hauptmann horchte auf und blickte seinen Milizen in einer Weise an, als hoffte er auf eine Antwort. Da...da ist eine Blutspur. Möglicherweise... Es schien, als hätte der Ritter ausgeatmet vor Glück. Wieso hatte er dies nicht früher entdeckt? War es schon zu spät?

Sir Iwein
28.05.2004, 03:06
Iwein kam näher, er blickte zu Boden, wo Ferox hindeutete. Ein wenig Hoffnung regte sich in dem Hauptmann. Nein, war es Hoffnung? Was auch immer, plötzlich war er fest entschlossen, Taurodir zu suchen. Mehr aus sturem Willen, nicht, weil er viel Hoffnung hatte. Ihn zu finden, ganz egal ob er noch lebte oder nicht. Und bei Innos... er würde seinen Kameraden rächen.
Tatsächlich, da klebte dunkelrotes Blut am Boden. Und dort im niedrigen Buschwerk verschwand sie. Man musste ihn übel verletzt oder gar totgeschlagen und ihn dann weggeschleift haben. Wer auch immer es gewesen war, eine barbarische Tat war dies.

Noch immer war es tiefe Nacht, doch wenigstens hatten sich die Wolken verzogen, als hätten sie Erbarmen mit den vier, sodass der Mond ungetrübt scheinen konnte. Im Wald erkannte man zwar noch immer wenig, dennoch erkannte man das Blut rasch im fahlen Licht schimmern. Taurodir musste heftig und an mehreren Stellen seines Körpers geblutet haben. Jemand würde dafür bezahlen.
In geduckter Haltung verfolgte Iwein fiberhaft die Blutspur, immer weiter in den dichten Wald hinein. Er war so gebannt bei der Sache, dass er kaum auf der Hut vor Feinden war. Er wusste nicht, in welche Gefahr sie alle sich begaben. Nicht einmal der tapfere Lord hatte dieser Gefahr trotzen können...

Xorag
28.05.2004, 03:14
Der Verrückte raste mit dem Dolch direkt auf ihn zu, Fratze (http://mitglied.lycos.de/Blackdragon_/Fratze.jpg) lag in Xorags Hand und blockte den Dolchangriff des Fremden, das ganze ging eine weile so, wobei Xorag die meiste zeit nur auf einem Stelle stand um sein Bein zu schonen.

Ein weiterer Angriff, Stahl traff aufeinander und trennte sich wieder, allerdings hatte der Fremde offensichtlicherweise keinerlei ehrfahrung im kampf, zumindest nicht im Offenem, Mann gegen Mann. " Gib auf, so schlecht trainiert wie du bist hast du keine Chance!" brüllte Xorag ihm entgegen. Sein gegenüber schnaubte nur und setzte zu einem Angriff an, doch diesmal landete er auf dem Boden, den Xorag wich einen schritt zur seite und haute dem Kerl mit dem schwertknauf auf den Rücken so das dieser das gleichgewicht verlor und...unsanft auf dem Boden landete. Sofort war Xorag über ihm und bedrohte ihn mit seinem Schwert. " Los weg mit dem Dolch, du bist am Ende!" sagte Xorag in einer ruhig, allerdings befehlenden Stimme. " junge, du brauchst jede Menge Training bevor du dich im offenem Kampf mit mir messen kannst, auch wenn ich selbst nicht der Beste bin. (Xorag steckte sein Schwert zurück, der Fremde tat dasselbe mit seinen Dolchen) Ach so gütig wie ich bin durchstech ich dir nicht die Kehle obwohl ich das sollte. Komm ich zeig dir wo du noch was lernen kannst.
Xorag vertraute, aus welchem Grund auch immer, diesem Fremden.

beide sammelten ihr "Hab und Gut" auf was ebdeutet der andere seine Dolche und er wieder den Krückstock, dann liefen sie zusammen den Weg zu Onars Hof herunter wo sie sich dann trennten, denn Xorag machte sich auf den zumindest für ihn, beschwerlichen weg ins Minental, er wollte sehen ob er dort nicht einen lehrmeister im bogenschiessen auftreiben konnte, gegen die Minecrawler konnte das nur nützlich sein.

Ferox
28.05.2004, 03:26
Auf Geheiß ihres Vorgesetzten, folgte Ferox jedem auf den Fuß. Die Beiden Ladys zögerten kurz in den dunklen Wald hinein und möglichen Gefahren in die Arme zu laufen, kamen dann aber doch hinterher. In einer solchen Situation hieß es zusammen zu bleiben und sich gegenseitig zu schützen, wie Ferox fand. Hinter sich konnte er die Anwesenheit Saras spüren. Angst lag in ihr, eben wie in ihrer Begleiterin, die der Soldat nut einmal bisher gesehen hatte. Wer war sie? Und warum war sie hier? Warum stellte sein Geist ihm solche Fragen? Von der letzten Frage, wurden die ersten Beiden unterbrochen. Er war tatsächlich noch im Stande zu denken, auch wenn ihm alles um ihn herum anderes deutete.

Noch immer schritt die Gruppe hinter dem Hauptmann her, ohne das Wissen, wo der Weg sie hin führte. Hauptmann, Sir. Wo wird uns dieser Weg hinführen? Ins Ungewisse, schien er zu führen. Das machte dem Gläubigen am meisten Angst. Bei Adanos! Hilf uns doch, ihn zu finden. Stoßgebete halfen immer. Hoffentlich auch in diesem Fall. Halb rennend, bewegten sich alle weiter, Iwein hinterher, der voller Verzweiflung schien.

h0m4r
28.05.2004, 04:24
Die beiden liefen den Weg entlang. Sie blickten noch einmal zurück auf die Wachen:"Haben auch einen beschissenen Job" meinte Chrisch."Den ganzen tag stehen die da und müssen aufpassen das keine Unholfe oder gar wilde Tiere in die Stadt kommen." - "Naja wenigstens, ahben sie die Gewissheit das ihre Zukunft gesichert ist. So ein Job hat auch sein gutes. Die Soldaten können jeden Abend in die Schenke gehen und das eine oder andere Bier heben." - "Das mag schon sein, aber stell dir mal vor du hast Nachtschicht und musst dort die ganze Nacht ausharren, wärend man die lustigen Stimmen aus den Gastäusern hört." - "Das stelle ich mir lieber nicht vor. Das muss wirklich schlimm sein. Der Job halt halt seine positiven und negativen Seiten. Hauptsache die Bezahlung stimmt." - "Da stimme ich dir zu. Was meinst du was wir für die Sache hier kriegen, h0m4r?" - "Ich schätze mal da wird schon einiges bei rauspringen für uns. Diese Lama scheint ja wirklich ein angesehener Soldat zu sein. Ich meine, einer der unteren Offiziere hätte und so einen Auftrag sicherlich nicht übergeben." - "Das stimmt. hast du schon eine Vorstellung davon, was du mit deiner Belohnung anfangen willst?" - "Ich werde mir wahrscheinlich einen Langbogen zulegen und vielleicht einen der Trainer, der Miliz fragen, ob sie mich im Bogenkampf unterrichteh können, zwals ich noch ein paar Münzen für sie übrig habe..."

So gingen sie den Weg entlang. Redend darüber, was sie in der Zukunft, mit ihren noch nicht vorhandenen Reichtümern, anstellen würden. Beide waren gut gelaunt, da sie endlich mal einen richtigen Auftrag bekommen hatten. Sie fühlten, in die Gemeinschaft, der Miliz mit eingebunden. "Ein tolles Gefühl. " dachte sich h0m4r. "Es macht richtig Spass mit einem Freund, redend durch die Wälder zu laufen. Das sollte ich öfters machen. " - "Was sagst du dazu h0m4r?" Aus seinen Gedanken rausgerissen stammelte h0m4r:"Ae ae aehm, wo o zu?"...

So ging das Gespräch weiter. nach ca. 10 minütigem Fußweg, waren beide so in das gespräch vertieft, dass sie ihre Umwelt gar nicht mehr richtig warnahmen. Sie bemerkten nichtmals Das Rudel Scavenger was vor ihnen auf der Straße Rast gemacht hatte. Es war zwar um eine Biegung rum, noch nciht zu sehen, aber die Geräusche sollte man doch bemerkt haben. Freudig lachend gingen die zwei um die Ecke und da sahen sie die Viecher auf der Straße stehen. Nur ca. 2 Meter vor ihren Füßen. H0m4r, der die Tiere bisher immer noch nicht bemerkt, schaute verdutzt drein. Allerdings wurde ihm beusst, dass da etwas nicht stimmen konnte als die Augen seines Kameraden immer größer wurden. Er folgte seinem Blick und bemerkte dann auch die Herde wütender Scavenger. Chrisch brachte gerade noch ein ersticktes :"Lauf!" , heraus da rannten die Tiere auch schon auf die beiden zu. Hastig zog h0m4r seinen dolch aus seinem Gürtel. Er probierte sich voll und ganz auf seinen Kampf zu kopnzentrieben. Nicht darauf achtend was mit Chrisch war. Dazu war nun niciht die Zeit.
Das Tier sprang genau auf h0m4r's Brust und er viel rücklings zu Boden. Mehr reflexartig, stach er mit seinem Dolch in die Kehle des Tieres. Wie es ihm einmal ein alter Freund erzählt hatte war es das beste, wenn man auf der Erde liegt, zuseite rollend auzuweichen. Schnell lag er 2 Meter nach links versetzt und sprang vom Boden auf. Mit einem kurzen hastigen Blick zur Seite, sah er das sein Freund Chrisch, auch eins dieser "Bestien" beseitigt hatte. Genau, diese Milisekunden unaufmerksammkeit aber, waren es die dem Tier dazu verhalfen h0m4r den Dolch aus der Hand zu schlagen. Es hinterließ einen tiefen Kratzer in seiner Hand. Hätte er aufschreien können hätte er es getan, aber seine Kehle war wie zu geschnürrt. Er brachte keinen Laut hervor. Rücklings gehend stolperte er zu allem Überfluss auch noch über einen Stein und landete auf dem Rücken, im gott sei dank, weichem Graß. Leider war das Tier schon wieder über ihm. Er konnte geradezu den weichem Arten, von ihm in seinem Gesicht spüren. Er dahcte es wäre um ihn geschehen, aber plötzlich kippte das Tier rücklings um und eine Hand half h0m4r hoch. Chrisch, der eine Wunde an seinem linken bein hatte, hatte dem Tier sein Küchenmesser in den Rücken gehauen. "Danke. Hättest du mir nicht geholfen, hätte mir das Vieh vermutlich meine Kehle aufgeschlitzt. Danke." - "Du hättest das selbe für mich getan. Hier nimm meinen Heiltrank und dann gehen wir am besten in das nächste Rasthaus und übernachten dort." - "Danke für den Trank. Lass uns aufbrechen. Ich möchte so schnell wie möglich hier weg" H0m4r nahm den Trank, würgte das bitter schmeckende Gebräu hinunter und folge seinem Freund.

Kurz darauf waren sie an einem Rasthaus am Straßenrand angekommen. Chrisch bestelle ein Zimmer, einen Leib Brot und ein Schück Schinken für die zwei. Dann gingen sie die Treppe hoch. Die Rechnung würde er am nächsten Morgen zahlen müssen.
Die beiden saßen nun oben im Zimmer und Chrisch berichtete h0m4r kurz wie es ihm ergangen war. Er hatte dem ersten Scavenger, seinen Dolch in die Kehle geworfen und den zweiten mit seinem Küchenmesser niedergefochten.
Dann aßen sie scheigend das brot und den Schinken auf, tranken einen Schlug und legten sich hin.
Sie genossen ihren wohl verdienten Schlaaf.

Taurodir
28.05.2004, 04:28
Der Schmerz wurde immer größer...
Der Pfeil steckte tief im Fleisch feste. Der Lord begann laut zu husten, bis jene Laute leiser wurden. Ein schwaches Atmen war zu hören, dann herrschte wieder Dunkelheit. Taurodir hörte nichts mehr, sah nichts. Er spürte, wie sein Körper immer schwächer wurde. Seine Beine sanken fast zusammen, doch die Seile, die um seine Hände gebunden waren, hielten den Körper aufrecht. Der Durst stieg...
Immer mehr Schweißperlen bildeten sich auf des Kriegers Stirn, dessen Atmen immer schneller wurde. Kein Wort bekam er über die Lippen. Seine Hände ballten sich zusammen, zuckten, und versuchten gegen den Schmerz stand zu halten. Wieder entschwand die Kraft aus seinem Körper. Stille...
"Hey Boss...ich glaub, unser Paladin stirbt uns hier gleich. Und du wolltest, dass er am Leben bleibt."
"Was???, antwortete der Anführer aufbrausend. Die Gestalt näherte sich dem Gefangenen. Seine Hand umklammerten feste den Kinn, drückten den Kopf nach oben. Die Augen des jungen Kommandanten waren geschlossen, aber noch atmete er. Sein Gesicht war voller Wunden, wie sein ganzer Körper. Blut störmte noch immer aus seinem Munde heraus.
"Verdammt, der stirbt uns wirklich. Zieht die Pfeile aus seinen Schultern, und versorgt die Wunden dort. Er darf auf keinen Fall sterben. Noch nicht..."
"Aye Cheffe, wird sofort erledigt. Harlon, eil herbei, ich brauch deine Hilfe..zieh den linken Pfeil, ich den rechten."
Ein lauter Schrei folgte, woraufhin einige Tiere das weite suchten.

Eorl
28.05.2004, 04:39
Eorl schaute zu Aeryn hinüber, die ihrerseits übers Meer starrte. Seine harten Worte über Lee hatten sie getroffen. Es tat ihm weh sie o zu sehen, wohl wissend das er sie verletzt hatte, aber die Wahrheit war eine zweischneidige Klinge. Er wusste nun einmal von diesen Dingen, und er kannte die Ehrenhaftigkeit der Männer, die jene Berichte gezeichnet hatten. Hätte er es ihr vorenthalten sollen um sie nicht zu verletzten? Oder hätte das nicht bedeutet sie anzulügen? Sehenden Auges zuzusehen, wie sie ihr Leben der Rache verschwor? Rache eines in Ungnade gefallenen Generals am König? Nein, das wollte er nicht mit ansehen müssen.
Aeryn starrte noch immer übers Meer. Der Paladin stand stumm dabei, etwas abseits, so dass sie mit ihren Gednaken allein sein konnte. Sein Gesicht zeichneten Mitleid und Verständniss, nur zu gut konnte er nachvollziehen, wie ihr zumute sein musste.

"Im Namen König Rohbars des zweiten, Träger des Zepters von Varant.."
Eorl hörte kaum hin. Die Aufzählung der Titel des Guten Königs kannte er in und auswendig. Außerdem war dem Scmhiedelehrling viel zu elend zumute, um sich mit den aufgereiten Heldentaten des Höchsten Herrschers im Reich auseinanderzusetzen. Er verstand noch immer nicht weshalb er eigentlich hier war.

"Dem Angeklagten wird volgendes zur Last gelegt: Vor genau drei Tagen wurde er gesehen, als er mit dem Schlüssel seines Meisters die Pforten zu dessen Schwertschmiede öffnete, und einen Karren Kampfschwerter entwendete, der bereits abholfertig für die Garde des Königs bereitstand. Als Lehrling wusste er natürlich, das diese Schwerter für die Garnison bestimmt waren. Deshalb hat er nicht nur seinen Meister, sondern auch den König, und das gesamte Reich bestohlen. Zudem herscht zur Zeit das Kriegsrecht in Nordmar, bedingt durch den Aufmarsch der Orkhorden im Norden. Dadurch kommt ein solcher Diebstahl Hochverrat gleich!"

Eorl verstand imer weniger von dem wirren Gerede des Anklägers.
Hochverrat? Er hatte doch nur helfen wollen. Die Männer in den Dörfern vor der Stadt waren dankbar gewesen, als er ihnen die Waffen gebracht hatte. Schließlich waren sie die ersten, die mit den Orks aneinadergeraten würden, wenn sie wieder einfielen. Viele Dörfer waren in den letzten Wochen von den Grünhäuten geplündert worden, und da die Schmieden in der Stadt dank dem Kriegsrecht ausschließlich die Garnison belieferten, hatten die Bauern keine Möglichkiet gehabt sich zz bewaffnen. er hatte ihnen helfen wollen, als er die Waffen für sie aus der Stadt schaffte, aber wie sich zeigte beschleunigte das nur ihren Untergang. Übermütig geworden durch di gute bewaffnung, wagten sie sich zu weit nach Norden, wollten zu ihren allten Weiden zurückkehren. Alle wurden sie von den Orks niedergemetzelt.

"..die Strafe für ein solches Vergehen, kann nur die Verbannung in die Minen von khorinis sein."


Er hatte sich ähnlich gefühlt, als er in Nordmar verhaftet worden war. Er hatte nicht verstanden, wieso das was er tat in den Augen mancher ein Verbrechen darstellte.
Als er Nordmar mit einem Konvoi von gefangenen den Rücken kehrte, und die Streitmacht der Okrs sah, die auf die Stadt losrückte, hatte er erst begriffen, wie irrsinnig sein unterfangen gewesen war. So ähnlich muste sich Aeryn jetzt fühlen, verwirrt, nicht sicher ob die Welt noch so war, wie sie sie gerade noch gesehen hatte. Alles was er tun konnte, war für sie da zu sein.
Stumm wachte der Paladin hinter ihr, schaute mit verständnisvollem Blick und mitleidigem lächeln zu ihr hinüber. Sein Gesicht zierten noch immer Spuren ihrer letzten Begegnung im Turm. Zwei 'Krallenspuren', die sich von der linken Augenbraue zur rechten Wange zogen, hatte sie ihm hinterlassen. Unten am Fuß des Felsens auf dem der unnahbare Turm ruhte, schlug das Meer gegen die Klippen, mit der selben Wildheit, die ihr Duell gekennzeichnet hatte.

Amir
28.05.2004, 05:18
Amir und Lama verließen die Stadt mitten in der Nacht. Wieder zur Burg. Wieder in den verdammten Orkbelagerungsring. Nun ja, dafür war er ja in der Garde, um den Orks zu trotzen und mit Lama an seiner fühlte er sich deutlich sicherer. Seine Sachen hatte er wieder umgehängt, es jedoch nur auf das Nötigste beschränkt. Er erinnerte sich noch an seinen Abseilakt bei dem er liebend gerne weniger Ausrüstung gehabt hätte.
Lama ging zielstrebig voran, er kannte den Weg offensichtlich gut. Sie gingen ein strammes Tempo, denn sie hatten vor noch vor dem Morgengrauen im Tal einzutreffen. Die Dunkelheit war beinahe allumfassend. Gerne hätte Amir eine Blendlaterne aus Gardebeständen dabeigehabt, doch er hatte vergessen daran zu denken. So mussten sie sich mit Fackeln zufrieden geben. Amirs Schwert war nun nicht mehr verschnürt in seinem Rucksack. "Plage" hing jetzt an einer Scheide, jederzeit zugriffsbereit. Dennoch hoffte Amir die Klinge nicht zu brauchen. Nach einiger Zeit kamen sie an der Taverne vorbei. Zugerne wäre Amir dort eingekehrt, doch die Zeit bzw. Teufelslama drängte und auch Amir war froh wenn die Reise zu ende war. Innos sei dank hatte er am gestrigen Abend keine Nachtwache gehabt, sonst wäre es ihm weitaus schwerer gefallen wach zu bleiben.
Der Weg auf das Weidenplateau zog sich. Der Mond schien als kleine Sichel am Himmel zu kleben und nur er und einige Sterne spendeten Licht für die Wanderer, die ihre Fackeln an der Taverne gelöscht hatten um keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Vom Fluss her kamen seltsame Geräusche, als sie diesen bei Bengars Hof überquerten. Die Lurker schienen sich zu paaren. Doch Amir und Lama hatten keine Zeit für dieses Naturschauspiel. Weiter zog es sie. Weiter zum Pass. Einige Scavenger lagen schlafend auf dem Plateau. Die beiden Milizionäre achteten auf ihre Schritte, um sie nicht zu wecken. Lama gelang das auch hervorragend. Amir nicht. Beinahe wäre er über einen in der Dunkelheit verborgenen Ast gestolpert, doch Lama stieß ihn noch schnell zur Seite.
Während des ganzen Weges hatten die kaum gesprochen. Nun kam das Tor zum Pass mit der Ritterwache in Sicht. "Für Innos!" Flüsterten die Paladine leise als sie die Tür aufschlossen, "Möge sein Licht euch auch an dem dunklen Ort an den ihr geht erleuchten."
Amir und Lama traten durch das Tor...

HoraXeduS
28.05.2004, 05:38
Horaxedus staunte nicht schlecht, als er auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen, an dem er auf Seraphin zu warten gedachte, von einem Laubhaufen überrascht wurde. Nicht dass der Schwarzmagier ein ängstlicher Mensch war. Aber er war, und treffender konnte es in diesem Augenblick wohl kaum beschrieben werden, auf der -oder besser gesagt, auf dem Hut.

Wieder einmal ging alles sehr schnell. Der Glasmacher, im Dunkel Ausschau haltend nach einem trockenen und sauberen Warteplätzchen in der Nähe des Osttors der Stadt, wurde von einem Rascheln zu seiner Rechten aufgeschreckt und hielt augenblicklich seinen Kampfstab in Händen. Die Geräusche, in der näheren Finsternis etwa auf Kniehöhe des Magiers auszumachen, konnten von nichts anderem Herrühren als von einer mittelgroßen Molerat und so schlug Horaxedus ohne zu zögern zu, um jedwedem Angriff der Kreatur ein für allemal vorzubeugen. Wie groß war das Erstaunen, als der Schlag des Meisters pariert wurde. Nicht irgendein Viehzeug war es, dass sich im nächtlichen Laub zu schaffen gemacht hatte, sondern Seraphin. Geistesgegenwärtig war es dem Stabkampfschüler in der Finsternis gelungen, den Stab seines Lehrers mit der eigenen Waffe liegend über seinen Kopf hinweg abzuleiten. Horaxedus bekam es gerade eben so hin, seine Verblüffung nicht offen preiszugeben.

Unterdessen rappelte sich Seraphin umständlich vom Boden hoch und klopfte sich die mehr oder minder feuchten Blätter vom Leib. "Ähm, Du stehst auf meinem Hut", murmelte er. "Und Du", murmelte der andere, "hast eine Fahne von billigem Branntwein!" Seraphin bückte sich, um seine Kopfbedeckung aufzuklauben, dabei rutschte ihm ein Stein aus der Tasche und zerschlug den leeren Branntweinkrug am Boden, dass es nur so klirrte. Horaxedus, der inzwischen mittels eines Lichtzaubers den Überblick über die Situation gewonnen hatte, lächelte. Seraphin hatte nicht nur die Aufgabe, die er ihm gestellt hatte, vor der Zeit gelöst, und sich damit zweifelsohne als Kämpfernatur erwiesen. Er hatte zudem einen Schlag seines Lehrers pariert. Im Dunkeln. Und betrunken. Der Junge hatte Talent und hatte offenbar bereits ein Gefühl für seine Waffe gewonnen.

Etwas lädiert sah er allerdings aus, so bei Licht betrachtet. "Tut's sehr weh?" "Och, naja, geht schon", murmelte der Schüler verlegen. "Seraphin, das sieht echt schlimm aus. Da müssen wir schnell was unternehmen." Gesagt, getan: Horaxedus löschte augenblicklich das Licht.

"Wir dürfen keine Zeit verlieren. Nicht allzu fern von hier, südlich der Stadt, gibt es eine Snapperjagd. Einige Herrschaften liegen auf der Lauer und hetzen die Bestie. Ich nehme einfach mal an, dass sie sie noch nicht aufgespürt haben, also los, komm." Der Lehrer beschleunigte seinen Schritt und Seraphin machte sich auf, ihm, wenngleich etwas vom Alkohol benommen, zu folgen. "Um uns die Zeit unterwegs etwas zu vertreiben", sprach Horaxedus, "wirst Du zunächst genau hinter mir gehen und abwechselnd links und rechts versuchen, meine Schultern und Hüften mit dem Stab zu treffen. Ich muss Deine Schläge parieren oder ausweichen, darf aber nur nach vorne sehen, dorthin, wohin wir gehen." Seraphin wirkte etwas unsicher, wog aber bereits seinen Kampfstab in den Händen.

"Keine Sorge Seraphin, schlag ruhig zu, locker eben. Und auf halber Strecke tauschen wir dann die Rollen und Du darfst vorangehen und parieren."

Seraphin lächelte müde. Seine Freude darauf schien sich irgendwie in Grenzen zu halten.

Lady Cathaine
28.05.2004, 16:58
Fahl leuchtete der Mond und fahl leuchtete die Blutspur.

Immer wieder fanden sie sein klebriges rotes Blut auf dem Boden. Sie mußten seinen Körper zugrunde gerichtet haben, daß er so heftig blutete. Cathaine hoffe, wie jeder andere, daß Taurodir nochlebte. Aber mit einer erschreckenden Klarheit ging ein Teil ihres Herzens davon aus.

Töten können hätte man den Kommandanten vor Ort. Niemand verschleppte einen ausgewachsenen Mann in Plattenrüstung. Und die Blutspur sprach auch eine zweite Sprache.

Wer immer den Lord in seiner Gewalt hatte… er wollte gefunden werden. Wahrscheinlich liefen sie geradewegs in eine Falle.

Abrupt blieb Cathaine stehen, schloß dann wieder zu Iwein auf.

„Sir Iwein! Das ist eine Falle! Wer immer das war, will gefunden werden! Er will gefunden werden!“ Ihre sonst so ruhige, diszilinierte Stimme klang aufgebracht. Doch trotz allem wählte sie, noch immer unter Schock stehend, die förmliche Anrede.

Es war wie damals bei ihrer Entführung. Alles standen ihr wieder vor Augen. Wenn Taurodir noch lebte, war er grausam zugerichtet und hatte ein Messer an der Kehle, das ihm die Luft zum Atmen nahm. Wenn in seinen Lungen noch Luft war…

Bei Innos, sie würde…

Und ehe Iwein sich versah stürmte seine Geliebte an ihm vorbei…

Der Mond leuchtete hell und auch die Blutspur.

Chrischplak
28.05.2004, 19:32
Die Sonne stand am Himmel und fiel auf die beiden Wanderer nieder wie ein gewaltiger Feuerball. Chrisch lief der Schweiss von der Stirn und auch H0m4r keuchte neben ihm hörbar. Seitdem die Sonne aufgegangen war waren die beiden bereits unterwegs und hatten bereits ein ganzes STück Weg zwischen sich und Khorinis gebracht. Zwischendurch hatten sie sich noch mit zwei, zum Glück nochnicht ausgewachsenen, Wölfen herumschlagen müssen. Die Fleischkeulen die sie dabei erbeuten konnten trugen sie mit sich. "Lass uns eine Pause machen und das Fleisch grillen" keuchte h0m4r. "EInverstanden" kam die eben so schwache Antwort zurück. Die beiden suchten sich ein wenig Holz auf der Wiese zusammen und machten dann ein Feuer. Die Wasservorräte die sie mit sich schleppten gingen langsam zu Ende und so ging Chrisch los um eine Quele oder einen Fluss zu finden während h0m4r sich um das Fleisch kümmerte. Nach einiger Zeit hörte er dann endlich das Plätschern von Wasser. Er nham seine Trinkflasche und die, die h0m4r ihm mitgegeben hatte und folgte dem Geräusch. Als er nach einigen Schritten den kleinen Fluss sehen konnte wusch er sich zuersteinmal das verschwitzte Gesicht und füllte dann die beiden Trinkflaschen auf. Langsam setzte er sich wieder in richtung der nun aufsteigenden Rauchwolke in Bewegung. Als er näher kam roch er den Geruch von knusprig durchgebratenem Fleisch in seiner Nase. "Gut das du kommst, das Fleishc ist fertig" rief h0m4r ihm entgeen auf dessen Stirn sich von der Wärme des Feuers ein regelrechter Fluss aus Schweisstropfen gebildet hatte. Chrisch zog eine Wasserflasche hervor und warf sie in h0m4rs Richtung. "Nimm das, dann gehts dir besser" Gierig trank h0m4r aus der Flasche voller kühlem Nass. Ein Wassertropfen rann an seinem Mund vorbei sein Kinn hinab und tropfte auf seine Brust. Chrisch war nun zum Feuer gegangen und nahm sich eine der beiden goldbraunen Keulen. Als er herzhaft zubiss verbrannte er sich beinahe den Gaumen an dem heissen Fleisch.
Das Essen war zwar nicht gut gewesen, da keiner von ihnen wirklich kochen konnte und auch die Gewürze fehlten aber es hatte gereicht um den Beiden wieder ein bisschen Kraft zu geben und so brachen sie wieder auf um ihren Marsch in den SUmpf so schnell wie möglich zu beenden. Chrisch hoffte nur, dass sie sich auf dem richtigen Weg befanden.

Junk
28.05.2004, 19:53
Als Junk diese mal durch den Pass ging war es nicht so gefährlich wie letztens. Er klopfte ein mal am Tor zu Khorinis und machte die Tür auf. Vorhin wieder die beiden Paladine. Für Innos! Ein schönen guten Tag. sagte Junk und ging an den Paladinen vorbei. Er hat zwar nicht gegen Paladinen aber spricjt lieber mit den Lees. Abgesehen von den dreien die ihn letztens im Minental geholfen haben. Junk zog seine Karte aus der Tasche und schaute ob er sehen kann wo Onars Hof liegt. Nächste Ecke rechts, immer geradeaus, an einer kreuzung vorbei und schon da!? Na dann.

Sir Iwein
28.05.2004, 21:31
"Cathaine!"
Iwein ließ seinen Arm hervorschnellen und wollte sie zurückreißen, doch sie rannte los. Voller Entschlossenheit, doch blind. Nach wenigen Sekunden war sie zwischen den Bäumen verschwunden.
"Cathaine!!", rief Iwein noch einmal, lauter, verzweifelter.
Bei Innos, sie hatte recht gehabt. Was, wenn man sie inzwischen schon längst bemerkt hatte und sie erwartete? Überall, hinter jedem der dicken, efeubewachsenen Baumstämme, konnten sie lauern. Und was, wenn Cathaine ...
"Los, hinterher!", zischte Iwein Lyvîane und Ferox zu, doch es war nicht nötig. Beinahe ungeachtet jeder Gefahr, eilten sie durch das Dickicht, immer der Blutspur folgend. Sie mussten Cathaine einholen, bevor sie etwas Dummes tat.

Dann plötzlich hielt Iwein inne. Ein Schrei hallte durch den Wald. Schrill, laut, lang andauernd. Schmerzverzerrt. Der schrille Ton hallte im ganzen Wald. Wie ein Todesschrei, so unheimlich klang er. Dann herrschte Stille. Ein Todesschrei? Der Ritter keuchte und stürmte weiter.

"Taurodir!"

Lady Cathaine
28.05.2004, 21:52
Die Nacht erbebte unter den mächtigen Rufen Iwein´s, doch die Soldatin blieb nicht stehen. Mehr noch, ihre Schritte beschleunigten sich. Das kalte Gefühl, daß sie genau wußte, daß es eine Falle war, wurde mit jedem Herzschlag stärker und stärker.

Aprupt teile sich der Wald und Cathaine stolperte auf eine Lichtung die im fahlen Mondlicht lag.

Ihr Herz setzte einen Schlag aus, als sie erkannte wer dort am Lagerfeuer saß.

Piraten!

Die Soldatin trat instiktiv eine Schritt nach hinten und prallte mit dem Rücken hart gegen einen Baumstamm. Sofort brandete der Schmerz in der Wunde wieder auf.

Doch es gab noch was... etwas was den Schmerz viel tiefer gehen ließ...

Hinter dem Lagerfeuer lag eine zusammengekrümmte Gestalt...

"Taurodir!" rief Cathaine, als sie sah, daß es zu spät war und die Piraten sie bereits gesehen hatten.

Taurodir
28.05.2004, 22:13
Sein ganzer Körper brannte...
Seine beiden Wunden hatte man versorgt, und seitdem die Pfeile nicht mehr in seinem Fleisch steckten, ließ man den Mann, der am Baumstamm gefesselt stand, in Ruhe. Keine Tätigkeiten mehr gegen ihn. Und wenn, so hätte es sicher keinen Unterschied mehr gemacht. Der Lord spürte nichts mehr außer Schmerz, und Schwäche. Seine Füße hielten den Körper noch schwer.
Feuer war zu hören. Anscheinend saßen die Kameraden gemeinsam am Lagerfeuer, und gönnten sich was zu essen. Ihr Führer wartete wohl ungeduldig darauf, dass der Paladin zu sich kam, um endlich Informationen aus ihm heraus zu bekommen, ehe er ihn dann töten könnte, da jener sonst keine Verwendung für ihn hatte. Wieder hörte man das schnelle, laute Atmen. Doch erstickte dieses bei einem lauten Ruf. Sein Name wurde laut gerufen. Der Krieger schreckte auf...
Die Stimme schien ihm nicht unbekannt.
Schwer versuchte er seine Augen aufzubekommen, da seine Augenhöhlen recht angeschwollen waren. Doch gelang es ihm. Sein Blick war auf den Boden gewandt, und mit Schmerzen setzte er zum Versuch an, seine Augen nach oben zu wenden. Der Kommandant stöhnte leise, seine Finger zuckten wieder zusammen.
Das Bild vor sich war recht verschwommen. Rechts von ihm erkannte er ein Licht, und drei oder vier Gestalten, die dort saßen, und die nun plötzlich aufsprangen. Die Piraten...
Und zwischen den Bäumen erkannte er eine andere Gestalt. Sie hielt etwas in der Hand, dass im Schein des Mondes glänzte. Ein Schwert..
Cathaine? Klingen wurden gezogen, und er konnte ihr nicht helfen.

Ferox
28.05.2004, 22:31
Mit dem plötzlichen Losstürmen Lady Saras und deren Worten, schien auch der Hauptmann anzufangen nachzudenken. Dann hallte ein Schrei durch den Wald, der klar den Namen des Kommandanten ausrief. Gleich wurden die Beiden, die unbekannte Frau und er, Ferox, angeherrscht, loszustürmen, was aber bereits mit aufkommen des Schreis erfolgt war. Auf den Fuß folgte ihnen Iwein.

Mit aller Kraft, die in den Beinen des Soldaten noch vorhanden war, stürmte er los, an der Seite einer jungen Frau, deren Name ihm noch nicht verraten wurde. Doch schien die ebenso zu fühlen, wie er selbst, denn ließen ihre Beine sie losstürmen, im selben Augenblick wie ihn. Alles bewegte sich rasant an den Seiten des Gläubigen. Der Wald verschwamm und nur noch das Ziel war vor Augen. Immer tiefer trugen ihn seine Beine in das Dunkel des Waldes. Immer dichter war alles bewachsen. Gestrüpp war im Weg. Es kostete Mühe, den umstehenden Bäumen auszuweichen und dennoch die Richtung beizubehalten, in die Lady Sara entflohen war. Was würde ihn erwarten? Welche Halunken hatten seinen Kommandanten entführt?

Er legte noch einen Schritt zu und fühlte sich in einer ungeheuren Geschwindigkeit. Sie schienen etwas zu erreichen. Ein Feuer. Ein Feuer?? Mitten im Wald? Das mussten sie sein! Auf das Feuer losstürmend, klärte sich langsam die Situation auf, die sich an der Lichtung, welche gerade erreicht worden war, abspielte.

Sir Iwein
28.05.2004, 22:33
Cathaine, wo war sie nur? Iweins Schritte wurden immer schneller, und bald schon beachtete er die nur noch schwer zu erkennende Blutspur nicht mehr, sondern rannte einfach drauf los, weiter in den Wald hinein. Wenn ihr jetzt etwas zustoßen würde, er würde es sich nie verzeihen. Wieder und wieder rief er nach ihr, rannte und rannte, immer schneller. Das Buschwerk und all die Äste, die sein Gesicht verkratzten, störten ihn nicht. Er stolperte über eine dicke Baumwurzel, bekam Dreck und Erde in den Mund, doch verbissen erhob er sich wieder und hetzte weiter.

Da plötzlich erblickte er in wenigen Dutzend Schritt Entfernung einen schwachen Schein zwischen den Bäumen hindurch. Dort war ein Lagerfeuer, mitten auf einer Lichtung! Stimmen drangen herüber, wenig später Rufe. Mehrere Klingen wurden schwungvoll gezogen. Und da stand Cathaine, am Rande der Lichtung erblickte Iwein sie. Das Schwert hielt sie fest umschlossen, und sie wich keinen Schritt, obwohl in diesem Moment mehrere auf sie zustürmten.
"Da ist eine von ihnen, schnappt sie lebendig!", hörte er einen Mann brüllen. "Dann wird der Paladin umso schneller reden, hehehe!"

Iweins Augen weiteten sich vor Entsetzen. Noch schneller wurden seine Schritte, sodass Lyvîane und Ferox Mühe haben mussten, mitzuhalten. Er würde es nicht schaffen. Blitzschnell nahm der Ritter seinen Bogen zur Hand, legte einen Pfeil ein, zog blitzschnell aus und ließ den Pfeil davonsausen. Das Geschoss suchte sich seinen Weg zwischen den letzten Baumstämmen hindurch, ehe es sich in die Brust eines der Männer bohrte, der gerade noch mit erhobenem Säbel auf sie zugestürmt war. Nun sackte er sofort zur Erde, und stand nicht mehr auf.

Iwein indes nahm nun sein Schwert zur Hand. Anders würde er es nicht schaffen. Es waren noch zwanzig Schritte. Sein Blick ging immer wieder zu Cathaine... der Kriegerin, die nun nicht mehr namenlos war. Sie stand da, trotzig, entschlossen. So jung, so schön, so mutig. Sie durfte nicht sterben. Nicht jetzt schon. Und wenn, dann wenigstens nicht alleine.

Nikmaster
28.05.2004, 23:11
Der Milizsoldat erinnerte sich noch gut an den Weg zum Pass, hinter welchem sich das Minental befinden sollte. Nikmaster machte sich zugig auf den Weg zu diesem Geheimnisvollen Tal. Unterwegs sah er eine Taverne, in welcher er wegen seines Durst eine Kurze rast einnahm. Dort waren zwar ziemlich viele Bauern aber kaum viele andere Leute. Gestärkt von einem kühlen Bier ging es für ihn weiter Richtung Minental, doch zuvor wurde er am Ausgang von der Taverne aufgehalten: "Im Minental gibt es Gefährliche Tiere, Orks und noch schrecklicheres, aber der Stützpunkt der Stadtwache....." Mehr brauchte er nicht zu wissen. Er fragte diesen Fremden ob er ihm den Weg zu dem Stützpunkt beschreiben könnte. Der Fremde gab sein bestes. Und Nikmaster speicherte diese Informationen in seinen Gedächtnis sorgfältig ab. "Gut, Danke."

Als Nikmaster die Taverne verlassen wollte wurde er noch mal von dem Fremden aufgehalten, welcher noch eine Spannende Geschichte über die ehemalige Kolonie. In dieser Geschichte wurden auch Bedrohungen aufgezählt. Doch Nikmaster füllte sich bereit endlich mal dieses düstere Tal zu erkunden. So machte er sich weiter auf den Weg.

Unterwegs wurde er von zwei Wölfen angegriffen. Er nahm einfach das Schwert und schlug nach links und nach rechts. Danach wurde er von einem der Tiere angesprungen. Welcher ihm zu Beißen versuchte. Nikmaster trete sich und das Schwert verfehlte den Wolf. So das er das Tier mit dem Gewicht streifte. Der Wolf sprang zurück und er nahm das Schwert und stach auf ihm ein. Derweil wurde er von hinten von dem Tier angegriffen wodurch er mit den Beinen nach hinten schlug das Gewicht vertrieb das Tier wieder kurzzeitig. Er zog wieder sein Schwert zu Hilfe mit welchem er danach den Wolf köpfte. Aber das Tier rannte weiter, zwar nicht lange aber dennoch machte es noch einen weiteren Schritt. Nikmaster machte sich noch die Mühe und entnahm ihnen das Fell. Mit welchem er später weiter reiste. "Da vorne ist der Pass, endlich." Der Milizsoldat betrat das Tal ohne große Mühe.

Chrischplak
28.05.2004, 23:47
Langsam begann die Sonne hinter einer Felskette vor ihnen zu verschwinden. Auf dieser Felskette erkannt man durch den Schein der Sonne die Umrisse des Kastells der Schwarzmagier. Ein Schaudern durchlief CHrisch wenn er auch nur daran dachte während h0m4r eher erfreut zu seien schien als er die dunklen Zinnen in der Ferne erblickte. Es schien fast so, als würde er sich wünschen, sie würden einen kleinen Umweg nehmen und die Nacht bei den Herren der Nacht verbringen würden doch Chrisch hatte nun wirklich keine Lust auf ein Abenteuer dieser Art, er wollte schnell seine Aufgabe erfüllen. Vielleicht würde Lama ja dann ein gutes Wort für ihn bei der Miliz einlegen, immerhin hatte er dann wirklich eine grosse Aufgabe erfüllt und so bogen sie an der nun folgenden Weggabelung nach osten ab anstatt weiter nach Norden, auf das dunkle Kastell und seinen auf Chrisch eine noch abschreckendere Wirkung hatte als der Gedanke an die ganzen dunklen Magier und Hexen in seinem Inneren.
Der Nachmittag war ohne besondere zwischenfälle verlaufe, zwischenzeitlich hatten sie das Kloster Innos östlich von sich erspäht, hatten es allerdings schonwieder weit hinter sich gelassen. Sie waren an ein paar eingefallenen Hütten und sogar einem Steinkreis vorbeigekommen, an dem H0m4r einen kleine, silbernen Ring entdeckt hatte. Er schien keine ebsonderen Kräfte zu besitzen, wenigstens hatte er sie, wenn er sie doch besass, den beiden noch nicht offenbart. Trotzdem trag H0m4r ihn am Finger, als Schlagring im Nahkampf war er allemal tauglich oder als Bezahlungsmittel bei einem Händler.
Vor sich sahen sie jetzt nurnoch Berge. Soweit er wusste befand sich hinter diesen Bergen das so genannte Pyramidental, besser bekannt als die Behausung des Sumpflagers. Die beiden waren schonwieder ins Schwatzen und Lachen vertieft und waren auch diesmal unachtsam und so konnte die Falle ungestört zuschlagen. H0m4r ging dicht an einem Baum vorbei unter dem verdächtig viel Laub lag. Einem achtsamen Mann wäre dies bestimmt aufgefallen doch h0m4r trat in das Laub. Mit einem lauten FUSCH zog sich ein Netz nach oben, in ihm h0m4r. Panisch strampelte dieser um Hilfe.
Chrisch stand einen Moment ungläubig vor dem Netz bis er überhaupt begriff, was gerade geschehen war. Hinter ihm ertönte ein dreckiges Lachen. Ein breiter, gut gepolsterter Mann in Lederrüstung kam aus dem Schatten einer Baumgruppe neben ihnen hervor. In seiner Hand hielt er eine grosse Streitaxt. Wertvoll war sie bestimmt nicht aber sie konnte mit Sicherheit töten. Das Grinsen auf seinem Gesicht wurde immer breiter als er den Hilflosen Chrisch ansah. Er kam immer näher. Chrisch zog seine beiden Dolche hervor und überlegte, was er jetzt tuen könne. Mit h0m4r zusammen hätte er vielleicht eine Chance gehabt aber der hing im Netz fest und er hatte gegen den Gegner bestimmt alleine keine Chance.
Noch während er überlegte, griff der Mann an, doch einweiteres Geräusch irritierte ihn.
H0m4r hatte scih, nach ein paar verzweifelten Schlägen im Netz schnell wieder fassen können. Als er den Wegelagerer oder was auch immer er sein mochte sah, wie er Chrisch bedrohte wusste er, das er schnell handeln musste. Er zog seinen Dolch hervor und schnitt das Netz entzwei. Nun kam allerdings ein weiteres Problem auf ihn zu. Rücklings stürzte er gen Boden und landete mit einem lauten Plums auf dem Boden. Er konnte gerade noch sehen wie der Mann mit seiner Axt CHrisch Kopf nur um Haaresbreite verfehlte.

Nendor
29.05.2004, 00:32
Nendor hatten den ganzen gestrigen Tag mit Kräutersammeln verbracht und hatte viele gefunden. Nachdem es dunkel geworden war, hatte er es sich in einem Busch gemütlich gemacht und schlief bis Mittags. Jetzt war er wieder dabei Kräuter zu suchen. Nach einiger Zeit hörte er hinter sich ein scharren, er blickte sich um und sah einen Scavenger der wütend auf Nendor zurannte. Nendor wich seinen Schnabelschlägen geschickt aus und rannte in Richtung Khorinis, als er näher an die Stadt kam und schon die Wachen sehen konnte war das Tier verschwunden.
"Glück gehabt" dachte Nendor und sah am Wegesrand noch ein paar Kräuter die schnell einsammelte. Er blickte in seinen vollen Beutel und zählte die Kräuter die er für den Fremden gesammelt hatte: 7 Heilpflanzen, 6 Heilkräuter, 9 Blauflieder und 3 Heilwurzeln
Nendor ging in die Stadt um den Fremden in der Kaserne aufzusuchen.

Aeryn
29.05.2004, 01:19
Wie eine Statue stand der hünenhafte Schmied hinter der Kriegerin, hoch oben auf den Zinnen des Leuchtturms. Lange stand Aeryn unbeweglich, einzig der Wind spielte mit ihren langen Haaren, die gleich einer wilden Löwenmähne um sie herum wirbelten.

Erinnerungen zogen wie Nebelschwaden an ihr vorbei. Bilder vergangener Tage tauchten vor ihrem Inneren Augen auf. Tote wurden wieder lebendig und streckten ihren knochigen, untoten Hände nach ihr aus. Sie sah ihren Vater. Doch die Haut in seinem Gesicht war verfault, das Leichenkleid, was er nie erhalten hatte zerfetzt.

Wofür lohnte es sich auf dieser Welt zu kämpfen?

Wofür?

Für Lee?

Für sich selbst?

Glaubte sie Eorl, so war Lee nicht mehr als ein Gesetzloser. Ein Gesetzloser mit schwindender Macht. Seine eigenen Männer tanzten ihm schon lange auf dem Kopf rum. Die Kriegerin hatte es gesehen, es gehört, sogar die Geschichtsschreiber der Garde schrieben darüber.

Glaubte sie ihm nicht, würde sie losziehen und in seinem Namen für die Freiheit streiten. Blut, Feuer und Erde!

Doch es war keine Frage des Glaubens, sondern der Überzeugung. Mehr denn jäh war die Kriegerin bereit für Lee einzustehen. Aber war Lee auch bereit für sie einzustehen?

War Lee bereit für sie einzustehen?

Irgendwann, Eorl wußte nicht mehr wie lange die Kriegerin unbeweglich gestanden, drehte sie sich zu ihm um. Feuer stand hell lodernd in ihren rehbraunen Augen. In einer anmutigen Geste trat sie auf ihn zu, bis nur noch ein Blatt zwischen sie gepaßt hätte und trotzdem berührten sich ihre Rüstungen nicht.

Aeryn hob ihre Hand so, daß er jede ihrer Bewegung genau sehen konnte. Sanft wie eine Feder und ganz ganz langsam, strichen ihre Fingerspitzen über sein Gesicht den Konturen der blutigen Krallenspur nach, die sie ihm als Erinnerung an ihr letztes Duell hinterlassen hatte.

Zu ersten Mal sah die Kriegerin in Eorl nicht den Mann, der sie entführt hatte oder den Paladin, der der Garde des Königs diente. Sie sah Eorl als Mann. Frei von Schwüren und Gesetzen, die eine unüberwindbare Barriere zwischen der Kriegerin und dem Schmied schufen.

Ihre Hand glitt seinen Hals herunter und überall wo sie seine Haut berührt hatte, spürte er ein gleißendes Kribbeln, welches sich langsam seinen ganzen Körper ergriff.

Momente verstrichen wie Ewigkeiten.

Ihre linke Hand umfaßte sanft seinen Hals, während die rechte geschickt begann die Schnallen seiner Schulterplatten zu lösen.

Ihr Kuß war wie Feuer auf seinen Lippen.

Khalef
29.05.2004, 01:49
"Endlich wiede rin Khorinis!" stöhnte Artos und lächelte glücklich. Er war zwar noch nicht lange auf dieser Insel, doch war sie für ihn sein Zuhause, sein Leben. Und nun, wo er die grünen Bäume sah, die zwitschernden Vögel hörte und hörte wie ein bach vor sich hin plätscherte, ging allmählich auch sein Kater dahin, wo er hergekommen war.

Artos warf sich seinen Umhang um, diesen hatte er in Jharkendar nicht gebraucht, denn dort war es ein tropisches Klima, das genaue Gegenteil wie hier in Khorinis.

Im Laufschritt näherte sich Artos nun seinem Ziel, dem Hof, auf dem sich die Söldner Lees niedegrelassen haben. Bereits nach kurzer Zeit kam er am Sumpflager vorbei, dem Artos nun wieder Sympathie entgegen brachte, und bald darauf auch an der Taverne, der "Toten Harpie". Dort hatte Sador wohl wieder alle Hände voll zu tun, denn es erklang lautes Gelächter, Musik und andere fröhliche laute aus der Tür. Doch das würde Sador wohl nur freuen, denn das bedeutete wieder Geld für den raffgierigen Kerl.

Artos sollte es egal sein. Er lief weiter Richtung Hof und kam wenig später an der Holzhütte, dem Vorposten der Söldner an. Nun war er endlich wieder da, wo er sein wollte - Zuhause.

Igor Vectrex
29.05.2004, 02:04
Um nicht unbedingt reden zu müssen, zückte Igor seine Flöte und spielte eine Melodie, sie sollte eigentlich fröhlich sein, doch irgendwie gelang es ihm nicht wirklich, zu viele düstere Gedanken schwirrten in seinem Kopf herum. Sie hatten ein recht angenehmes Lauftempo, mittlerweile waren sie schon die vielen Windungen des Weges bis hinunter gegangen, der Jäger auf der linken Seite war aus der Ferne schon zu sehen. Was mußte das für ein Bild sein? Drei Schwarzkuttenträger zusammen unterwegs, einer sang, einer spielte Flöte und trotzdem wären sie zu dritt von jedem Banditenangriffstrupp oder der Miliz sicher. Normalerweise reichte ja schon ein Schwarzmagier um die Leute das Fürchten zu lehren, wie mußten dann drei erscheinen? Wie eine Armee? Oder eine Invasion? Zum Glück würde keiner wissen, daß nicht einer dieser drei Gefährten überhaupt nur einen Zauber beherrschte. Irgendwie amüsierte der Gedanke Igor, da war es wieder, dieses Gefühl eine Macht auszustrahlen, deren Faszination sich auch Igor nicht verschließen konnte...

Taurodir
29.05.2004, 02:16
Die Gestalt, die Taurodir verschwommen sah, stand noch immer mit gezogenem Schwert zwischen den Bäumen, ohne zu weichen, obwohl die Piraten auf sie zustürmten. Jedoch fiel einer...wieso? Er hatte es nicht sehen können, dafür war der Schmerz zu groß, und das Bild vor ihm zu unklar. Es kostete den Krieger viel Kraft, überhaupt seine Augen offen zu halten. Sein Körper begann zu zittern, seine Fäuste ballten sich wieder zusammen. Er sammelte Kraft, und rief dann mit lauter Stimme.
"Cathaine!""
Er wusste nicht, ob sie zu ihm hinblickte, aber seine durchbluteten Augen visierten sie an. War sie es wirklich? Ja, sie war es. Auch wenn er es nicht sehen konnte, so spürte er es, und sein Herz flüsterte ihm ihren Namen zu. Wo war Lyvîane? Ging es ihr gut?
Erneut sammelte der Lord Kraft, um Worte auszusprechen. Er hustete, versuchte es dennoch. Für ihn schien es schon sehr laut, aber hörten die anderen ihn überhaupt, denn die Stimme war nach all den Wunden, die man seinem Körper, seinem Fleisch zugefügt hatte, sehr schwach.
"Lasst sie...rührt sie nicht an", sprach er weiter, und sein Kopf senkte sich wieder zu Boden. Zu viel Kraft hatte es ihn gekostet. Blut bildeten sich auf seinen Lippen, die auf den Boden herabtropften. Sein ganzer freier Oberkörper war voller Wunden. Er hatte sich überanstrengt. Sein Atmen wurde leiser.
Eine Klinge näherte sich seiner Kehle. Er spürte die Kälte, zu oft hatte er sie nun schon zu spüren bekommen. Aber fürchtete er sie nicht. Wer legte seine Waffe an ihn?
"Na wen haben wir denn da", begann jemand sich amüsierend zu reden. Es war der Anführer, niemand anderes. Doch der Ton seiner Stimme änderte sich sofort.
"Legt eure Klinge hin, oder ich werde dem Dasein dieses elenden Paladin hier ein Ende setzen. Schaut ihn euch doch an, er ist schon so gut wie tot. Wofür lohnt es sich denn für euch, hier noch zu kämpfen? Wenn ich ihn nun frei lassen würde, bekäme er nicht mal vier ganze Schritte hin. Ich verspreche euch, zieht euch zurück, und ich garantiere, dass euch nichts zustoßen wird, und euren Begleitern natürlich auch nichts. Seid kein dummes Mädchen, ihr seid in der Unterzahl. Ein Kampf gegen meine Männer wäre tödlich", begann er finster zu grinsen, während die Spitze seines Dolches sich fester an die Kehle des Gefangenen drückte.

Nathano
29.05.2004, 02:18
Ein angenehmes Lauftempo angeschlagen bahnten sich die drei Kuttenmänner ihren Weg durch die Wildnis Khorinis'. Der ein oder andere Jäger war im Wald zu entdecken, doch schienen diese sich nicht sonderlich um die drei zu kümmern. Nathano war gespannt auf die Reaktion der Menschen, die ihren Weg kreuzen würden. Angst? Ehrfurcht? Ein böses Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit. Es musste wie eine Apokalypse aussehen: Drei dunkle Schwarzmagier in ihren Roben durchstreiften die Waldpfade, der eine am Musizieren, der andere den dazugehörigen Gesang liefernd und der dritte mit seinem währenden grimmigen Gesicht nebenherlaufend. Der ehemalige Pirat war es zwar gewohnt gewesen gefürchtet zu sein, jedoch liefen die Menschen nicht vor ihm weg - noch nicht. Die drei Gefährten streiften einen großen Hof mit riesigen Feldern, die von in blaue Rüstungen gekleideten Kämpfern bewacht wurden. So einem würde Nathano nicht gern allein begegnen wollen. Schließlich erreichten sie unter Führung Igors' einen kleinen Hof.

Ray
29.05.2004, 02:34
Der Hof gehörte einem Bauern namens Bengar, so wie Ray gehört hatte. Und hier sollte also Igors geheimer Aufstieg ins Minental sein? Fragend sah er Igor an, der deutete ihnen, leise zu sein. Er ging voraus, in einem Bogen an den Feldern des Bauern vorbei, bis sie vor der massiven Felswand standen. Einige zehn Meter entfernt war das Tor ins Minental zu sehen. Selbst auf diese Entfernung konnte Ray das Glänzen von Paladinrüstungen ausmachen. Wie dumm diese Ritter doch sein konnten! Bei Sonnenlich sah sie jeder Ork meterweit...
Doch er hatte keine Zeit, Gedanken wie diesen nachzugehen.

„Seht hier.“ flüsterte Igor. Er deutete auf einen Einschnitt in der Felswand, wo sie etwas zerklüfteter war. „Hier könnt ihr leichter auftreten. Achtet auf einen sicheren Tritt und fallt mir ja nicht runter. Ich gehe zwar voran, weil ich den Weg kenne denn immerhin bin ich einst auf diesem Weg aus dem Minental entkommen. Und noch etwas: Wir seilen uns an. Lasst mich machen.“
Igor kramte ein langes Seil aus dem Rucksack und band es jedem um die Hüfte. „Ich werde vorausgehen. Wenn einer abstürzt, kann ich uns halten. Ich weiß, wie man klettert.“
Ray fühlte leichter Verärgerung. Schließlich hatte er auch Erfahrung darin. Naja, gut Nathano vielleicht aber nicht. Daher bot er sich an, die zweite Stelle einzunehmen, dann könnte er Nathano noch zusätzlich sichern. Er dachte an den Anfang seiner Abenteuer zurück, als er an einer Klippe gehangen hatte und versucht hatte, nach oben zu gelangen.
Anfangs ging es gut voran, die Felsen waren nicht zu zerklüftet und die Tritte, die Igor ihnen zeigte, waren stabil.
Doch ein paar Minuten später schon schwitzten sie alle, denn der Aufstieg begann an ihren Kräften zu zehren. Das Terrain war schwieriger geworden und sie mussten viel mehr Armkraft aufwenden, um aufzusteigen. Und außerdem hatten sie ja ihre Rucksäcke.

Gerade als Ray dachte, er hätte sich überschätzt, kam Igors völlig ruhige Stimme von oben, sie hätten es bald geschafft. Wo nahm dieser Mensch seine Kondition her?
Nathano antwortete schon gar nicht, er brauchte seine ganze Luft, um weiterzukommen. Ray ging es ähnlich, doch er rang sich durch ein gequetschtes „Das ist gut, weiter.“ anzumerken.
Wenig später standen sie an einer unwirtlichen Stelle auf dem Grat des Gebirges und sahen ins Minental hinab. Der Anblick war überwältigend. Im Süden sah man Eis. Die Burg ragte vor ihnen auf und davor viele Lagerfeuer, die vermutlich alle den Orks gehörten. Und im in der Ferne war auch ein großes Steinplateau. Rhodgars Ziel. Ray schnürte es die Kehle zu, als er an Rhodgars irrsinnigen Rettunsversuch dachte, dessen Ausgang noch völlig in den Sternen stand.
Auch seine Begleiter sahen beeidruckt in dieses gefährliche Tal hinab und vielleicht hatten sie nun erste Zweifel, ob die ganze Expedition eine weise Entscheidung gewesen war.

Igor Vectrex
29.05.2004, 02:51
Sehr gut, an Bengars Hof war alles friedlich und still und auch das Tor zum Pass war außer Sichtweite, die Wachen würden sie auf keinen Fall entdecken. Sie hielten sich weit links und liefen die Ufer des Sees entlang, auf der anderen Seite machten sich gerade ein paar Lurker an einem erlegten Scavenger zu schaffen...das Schmatzen konnte man bis hierher hören. Aber sie waren zu beschäftigt um die drei vorbeihuschenden Schatten zu sehen, die der Aufstiegsstelle, die Igor noch allzu gut im Gedächtnis hatte, immer näher kamen.

Plötzlich stoppte der Lehrling "So jetzt wirds interessant, meine mutigen Begleiter...genau hier klettern wir hinauf!" Igor wies mit einer Hand nach oben, die Felswand sah steil aus, doch wenn man genau hin sah, waren hier und da Kerben und weggebröckelte Ausbuchtungen im Fels zu erkennen. Igor packte aus seinem Rucksack sein Seil hervor und band es sich an einem Ende um den Bauch "Hmm, ich denke Ray sollte in die Mitte, denn wenn er abrutscht kann ich ihn halten, nachdem er Nathano nochmal musterte, der eindeutig schwerer war als Ray und wenn Nathano abrutschen sollte könnten sie ihn mit zwei Mann halten. Nur wenn er selbst abrutschen würde, na dann wär eh alles zu spät.

Der Aufstieg selbst war für Igor kein großes Problem und nach nur einem kleinen Zwischenfall, als seine Hand einmal abrutschte und ein kleiner Steinbrocken in die Tiefe fiel "Hey, Vorsicht...Steinregen!" wollte er noch scherzen, waren sie auch schon oben angekommen. Igors Blick wandte sich direkt in Richtung der Bergfeste und schon wieder kehrten seine quälenden Gedanken zurück, die er sich zwang abzuschütteln. Diese kleine Minipause schien Ray gut getan zu haben, der zuerst ein wenig nach Luft rang...naja gleich würde es Abkühlung geben.

Zu den beiden gewandt sprach er: "Hört zu! Ab jetzt sollten wir uns so leise wie möglich verhalten und am besten auch nicht rennen...wir werden uns am Waldrand bewegen, nicht direkt auf den Wegen...denn da treiben sich gern schonmal ein paar Biester herum. Wir schlagen uns bis zum Fluß durch und schwimmen ab dort weiter ins Tal rein, seid Ihr damit einverstanden?" Fragend blickte er Nathano und Ray an...

Seraphin
29.05.2004, 02:57
Seraphin sah seinen Lehrer unsicher an, während er hinter ihm her schritt. Was hielt er jetzt von ihm? War Horaxedus zufrieden, weil Seraphin seine Aufgabe gemeistert hatte oder verärgert das er sich einen kleinen Schluck Branntwein gegen die Kälte gegönnt hatte? Oder etwa Beides? Seraphin gab es auf sich darüber den Kopf zu zerbrechen, sein Lehrmeister würde garantiert auch schon mal so manchen Krug geleert haben, da war er sich sicher. Und immerhin hatte er sich nicht hemmungslos dem Wein hingegeben sondern ihn Schluck für Schluck verschwinden lassen. Und auch das nur weil er solange auf Horaxedus hatte warten müssen. Also war er im Grunde Schuld, nicht Seraphin.

Wie löcherig diese Begründung allerdings war sollte dem Stabkampfschüler erst einige Stunden später, zusammen mit der schwindenden Macht des Alkohols auffallen, für den Moment verhalf sie ihm aber zu einem halbwegs guten Gewissen so dass er zufrieden weiterwanderte. Er würde Horaxedus einfach irgendwann auf einen Krug einladen, allein schon als Dankeschön für die Tatsache das der Priester ihm sein Wissen preisgab. Obwohl er im Grunde bis jetzt noch nicht sehr viel erfahren hatte, doch darum ging es ja in seiner nächsten Aufgabe auch.

Die Schultern seines Lehrmeisters schwankten sachte auf und ab, waren also kein schwer zu treffendes Ziel, doch irgendwie scheute sich Seraphin noch davor, einfach feige von Hinten einen Mann anzugreifen. „Nun schlag schon zu, willst du was lernen oder nicht?“ hörte er Horaxedus Stimme vor ihm über den Pfand schallen. Seraphin spannte sich, dann hob er langsam seinen Stab und holte zu einem direkten Angriff auf die rechte Schulter seines Vordermanns aus.Tock.Holz und Holz trafen aufeinander als sein Schlag präzise geblockt wurde. Der Schüler staunte nicht schlecht, er hatte zwar nicht kräftig aber dafür recht Schnell zugeschlagen. Doch er zögerte nicht lange und setzte gleich zum nächsten Angriff an, diesmal auf die linke Hüfte des Priesters. Tock. Wieder hielt Seraphin verblüfft inne als die geringe aber dafür seiner Meinung nach gut gezielte und schnelle Kraft seines Schläge im Nichts verpuffte. Wie machte Horaxedus das ohne sich umzudrehen? Konnte er etwa hören woher der nächste Angriff kam? Und ein anderer, noch viel wichtiger Punkt drängte sich dem Schüler auf. Offenbar war er nicht in der Lage einen Gegner, der ihn im Grunde nicht mal sehen konnte, zu treffen. Das durfte nicht sein.

Der Schwarzmagier setzte zu nächsten Angriff an, diesmal täuschte er einen Schlag auf die linke Schulter vor, ließ diesen aber ins leere Laufen und nutzte stattdessen die Wucht um das andere Ende des Stabes herumschnellen und in Richtung Hüfte seines Lehrers sausen zu lassen. Tock. Erneut lief die Kraft seines Angriffs ins Leere, trotzdem grinste Seraphin innerlich. Denn es war ihm nicht entgangen das die Reaktion des Priesters diesmal deutlich knapper und weniger sicher ausfiel.

Die Täuschung hatte zumindest ansatzweise funktioniert. Trotzdem, er musste schneller werden und noch während er diesen Gedanken dachte holte er zum nächsten Schlag aus. Tock. Und sofort weiter. Tock. Langsam trat ein verbissener Ausdruck in Seraphins Züge. Tock.

„Bei Beliar…“ Tock. „…das kann…“ Tock. “…doch …” Tock. “…nicht…” Tock. “…WAHR…” Tock. “…SEIN!”

Zack!

Moment mal. Zack? Nicht Tock? Irritiert wischte Seraphin sich den Schweiß von der Stirn und erkannt seinen Stab der genau auf den Schultern des sich leicht krümmenden Priesters ruhte. „Ich hatte gesagt locker, nicht als wenn du einem schwarzen Troll den Schädel spalten willst.“ tadelte Horaxedus während er sich die schmerzende Schulter massierte. Seraphin gab eine gemurmelte Entschuldigung von sich doch innerlich frohlockte er als sein Lehrmeister erneut das Wort an ihn richtete. „Du hast mich getroffen, nicht schlecht.“ Seraphin grinste. „Trotzdem ist es keine Kunst einen Mann von hinten nach dem zehnten Versuch zu erwischen.“ Das Grinsen des Schülers sackte in sich zusammen. „Aber zumindest ein Anfang…“ fügte Horaxedus schließlich wie immer so hinzu, das man nicht erkennen konnte was er dabei dachte. Dann trat er hinter seinen Schüler und begann wieder zu sprechen. „Jetzt gehst du voran und parierst meine Schäge, verstanden?“ Seraphin nickte etwas unsicher und setzte sich dann in Bewegung.

Hinter sich spürte er wie sein Lehrmeister ihm in geringen Abstand folgte und richtete während des Laufens wieder das Wort an ihn. „Sagt mal, Horaxedus, was genau wollt ihr bei dieser Snapperjagd?“ Einen kurzen Moment herrschte Stille, nur unterbrochen von den vielseitigen Geräuschen des Waldes.

Zack.

Seraphin spürte wie sein Hut sich unter dem Gewicht des Kampfstabes verformte und das Holz schließlich seinen Schädel traf was dieser wiederum mit einem unangenehmen Moment des Schmerzes quittierte. Dann hörte er Horaxedus Stimme hinter sich antworten.


„Red nicht soviel, wehr dich lieber.“

Lady Cathaine
29.05.2004, 03:22
Die Ereignisse überschlugen sich. Innerhalb von Augenblicken hatten die Piraten die junge Soldatin umstellt. Mit gezogenen Waffen stürmten sie auf Cathaine zu, den Befehlen ihres Käptain zu gehorchen und ihm die Frau zu bringen.

Taurodirs Stimme zerriß die Nacht, gleich einem letzten Aufbäumen. Dann legte sich Stille auf seine Sinne.

Neben Cathaine stürzte einer der Piraten zu Boden, tödlich von einem Pfeil getroffen.

Doch sie hatte keine Zeit darauf zu achten. Ein Angriff folgte nach dem anderen. Die Piraten hatten gefallen an dem Spiel gefunden und die Soldatin machte es ihnen nicht leicht. Doch es war auch deutlich, daß sie dieses mörderische Tempo nicht ewig halten könnte.

„Legt eure Klinge hin oder ich werde dem Dasein dieses elenden Paladin hier ein Ende setzen“

Die Stimme des Käptains veränderte die Lage. Die Klinge der Soldatin senkte sich bis zum Boden und sofort schmiegte sich kalter Stahl an ihre Kehle.

Iwein, Geliebter…

Einer der Piraten trag ihr gegen den Hand, so daß das Schwert ihrer Hand entglitt. Ein schmerzerfüllter Laut entrann ihren Lippen.

Ihr starrer Blick glitt über den blanken Oberkörper des Lords, welcher Wunden trug die er nicht lange über leben würde.

Für einen Moment sackte Cathaine das Herz in die Hose, als die Piraten triumphierend aufjubelten und die junge Frau, wie ein Schaf zu ihrem Kapitän trieben. Seine dreckige Hand griff grinsend nach ihrem Kinn… bekam es aber nicht zu fassen. Im letzten Moment duckte sich Cathaine unter dem Schlag in ihr Gesicht weg, der daraufhin folgte. Sofort waren zwei der Piraten hinter ihr, drehten ihr grob die Arme auf den Rücken und drücken sie erneut Richtung Käptain.

Langsam hob die junge Frau den Kopf und sah ihrem Peiniger in die Augen. Entschlossenheit lag darin. Vielleicht würde sie heute hier sterben. Aber sie würde nicht noch ein zweites Mal ein Spielball in der Hand der Piraten sein.

Verzeih mir Iwein, verzeih mir… Deinen Lord konnte ich nicht retten, rette Du nun meine Schwester…

Als sie sprach klang ihre Stimme entschlossen.

„Es liegt keine Ehre darin einen Mann im Dunkeln zu überfallen oder einen Frau zu vergewaltigen.“

Sie schluckte, denn sie wußte, was ihr drohte, würde sie…

Iwein, Geliebter…

„Ich jedoch stehe hier um die Ehre eines Mannes mit meinem Leben zu verteidigen. Im Namen Innos, möge er meiner Seele gnädig sein, fordere ich Euch zum Duell, Käptain.“
Sie wußte er würde nicht drauf eingehen, er würde nicht, er… sie sah schon wie er die Lippen zu einem Nein formte.

Cathaine schloß die Augen und warf das höchste Gut, was sie besaß in die Waagschale.

Ihre Unschuld.

„Wenn ich gewinne, laß ihr den Mann dort frei und gewährt uns freier Rückzug. Wenn ihr gewinnt, so soll Eurer Sieg doppelt süß sein. Noch nie hat ein Mann mich berührt.“

Die kuferfarbenen Augen der jungen Frau brachen bei den Worten.

Verzeih mir, Geliebter…

Ferox
29.05.2004, 04:08
Ein grausames Szenario bot sich den Augen des jungen Soldaten. Weitaus schrecklicher, als sich seine Gedanken es ausgemalt hatten, schlimmer als beim letzten Mal. Weite Augen überblickten das Feld, welches derzeit von Piraten beherrscht wurde – wieder. Immer wieder diese Piraten… Zorn stieg in ihm auf, bei ihren Taten. Erinnerungen an Vergangenes ereilten seinen Geist, Erinnerungen, welche er mit Lady Sara teilte, Erinnerungen an den Piratenüberfall des Konvois. Lange hatte er in diesem Gebüsch am Wegrand gelegen und war der Qual erlegen das Gefecht immer und immer wieder durchspielen zu müssen. Zu jener Zeit war Aros in sein Leben getreten. Ein Mensch, der Beliar selbst in sich tragen musste. Wie konnte ein Mensch nur eine solche Herzlosigkeit besitzen?

Erneut stieg der tief sitzende Hass auf. Seine Fäuste verkrampften und ballten sich in ungewohnter Stärke. Hinter der Unbekannten und dem Hauptmann stehend, konnte er nicht das gesamte Geschehen überblicken, doch das wichtigste. Sara in der Hand eines der Piraten, des Kapitäns, wie es schien. Auch Kommandant Taurodir hatte den Weg in seinen Blick gefunden, wenn auch nicht genau erfasst werden konnte, was mit ihm geschehen war und wie es stand um den Lord. Ein Gespräch wurde geführt, dessen Worte Ferox gänzlich missfielen. Seine Kameradin – nein Freundin - Sara, versprach sich mit schrecklicher Härte. Was redete sie nur da? Das darf sie nicht … Er würde das nicht zulassen!

Nicht enden wollten die Worte der Beiden Redenden, deren der Soldat schon längst keine Folge mehr leistete. Vielmehr wanden sich Gedankengänge um einen Ausweg aus der Situation. Er spielte viele Möglichkeiten im Geiste, deren Ende immer auf das eine verlief: Den Tod eines Kameraden. Dann jedoch wurde ihm eines von den Göttern gesandt, das möglicherweise zum Erfolg führen könnte. Dies jedoch setzte voraus, den Piraten noch nicht aufgefallen zu sein…

Die Vorstellung sprengte beinahe das geistige Können des Mannes. Aber, es war als einzige Möglichkeit erkannt. Die ersehnte Nadel war gefunden, im großen Heuhaufen des Lebens. Hatten die Piraten ihn gesehen? Sie konnten nicht. Das Buschwerk wies eine hartnäckige Dichte auf und der Ritter versperrte gänzlich die Sicht auf ihn. Es musste einfach klappen.

Mit langsamen Bewegungen ging der Mann in die Knie und nährte sich immer weiter dem schützenden Unterholz. Adanos sei Dank waren noch Pfeile in seinem Köcher. Jetzt hieß es, sich zu bewähren. Typhus, Meister, seid mit mir. Adanos, lass dies alles ein gutes Ende nehmen. Kleine Kriechbewegungen trieben den schwer bepackten Körper des Milizen voran, in das Unterholz. Hatte ihn jemand bemerkt? Jede Bewegung eines der Piraten ausnutzend, gelang es ihm, sich liegend um das Geschehen herum zu bewegen, gleichzeitig aber den Blick dort ruhen zu lassen. Niemand bemerkte ihn…

Fast zur Hälfte war die Lichtung von ihm umrundet. Das Laub über ihm, bot den benötigten Schutz. Er zog seinen kleinen Bogen und ein Pfeil hervor, um auf den Piraten zu zielen, dessen Klinge an der Kehle seines Kommandanten klebte. Erst von hier aus wurden ihm seine Verletzungen bewusst. Hoffentlich würde dies nicht das Ende sein. Zu Adanos betend, versuchte, der nun wieder zum Schüler gewordene, all dies anzuwenden, was Typhus, sein Meister, Kamerad und Freund ihm versucht hatte zu lehren. Die Sehe gespannt, lenkte er alle Kraft aus seinem Arm und ließ die Kraft der schnellenden Sehne auf den Pfeil wirken…

Andrey
29.05.2004, 04:17
Irgendetwas konnte hier nicht stimmen. Sonst verlief er sich doch nie. Aber dieser Wald schien überall gleich auszusehen. Er hätte vorhin doch links und nicht rechts abbiegen sollen... Naja, dafür war es jetzt auch zu spät. Aus welcher Richtung er gekommen war, wußte er schon lange nicht mehr, und seine Fußspuren konnte er auch nicht zurückverfolgen. Ein toller Bandit war er. Verlief sich zwischen ein paar Bäumen. Sein Vater würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er je begraben worden wäre.

Da, da vorne wurde das Blätterdach lichter. Also war er doch in der richtigen Richtung unterwegs. Er beschleunigte seinen Schritt und rannte fast, als er auf einen großen Ast trat, welcher ein nach seinem Empfinden ohrenbetäubendes Knacken von sich gab. Kurz darauf kam von seiner Rechten ein noch lauteres Knurren. Langsam drehte sich der Junge um und sah vor sich ein Monstrum von einem Tier. 2 Meter hoch und genauso breit schien es, mit weißem Fell und Augen, die ihn dunkel anfunkelten. Der Schattenläufer erinnerte Andrey an die Gletscherbestien aus den Bergen, die im Winter immer hinab ins Tal kamen und Angst und Schrecken unter die Bevölkerung von Gorthar brachten.

Andrey drehte sich wieder um und rannte, rannte, wie er noch nie gerannt war. Hinter sich hörte er die schweren Schritte des Monstrums, zuerst langsam, dann immer schneller. Er konnte nicht entkommen, nein, nie im Leben. Er sprang an einen Baum und kletterte hinauf, mit einer Geschicklichkeit, wie er sie noch nie zuvor besessen hatte und wahrscheinlich nie wieder besitzen würde. Endlich erreichte er einen der dickeren Äste und zog sich auf diesen. Hier oben war er bestimmt in Sicherheit, denn die Bestie konnte mit ihrer Größe niemals diesen Baum erklimmen. Er fühlte sich sicher... bis der der Baum erzitterte... und es unter ihm laut knackte.

Andrey klammerte sich an den Ast, auf dem er saß, und fühlte trotzdem, wie er fiel. Holzsplitter schlugen ihm ins Gesicht und zwangen ihn, die Augen zu schließen. Ein schwerer Aufprall, das Holz entwand sich seinen Händen. Wild um sich schlagend, während er immernoch fiel, bekam er etwas zu fassen und krallte sich fest. Kalter Wind strich ihm nun über das Gesicht, und er hörte wieder die Schreie des Monstrums. Vorsichtig öffnete er die Augen ein wenig und stellte erstaunt fest, dass er sich bewegte.

Unter ihm erstreckte sich der breite Rücken der Tieres, das ihn eben noch töten wollte, und vor ihm lag eine weite Wiese, auf der vereinzelt Schafe zu sehen waren. Das Tier lief, als wäre es in Lebensgefahr. Andrey fuhr der Schreck in die Glieder, als er sich der Situation erst richtig bewußt wurde... und der Wiese, die da vor ihm lag. Er kannte diese Wiese. "Das wird ein Spaß", meinte Andrey zu sich, aber in Wirklichkeit war er sich da gar nicht so sicher.

h0m4r
29.05.2004, 04:49
Jetzt musste h0m4r schell handeln. Nach einem kurzen Moment, indem er nach Atem rang, weil ihm der Sturz die Luftröhre kurzzeitig abeschnitten hatte, richtete sich h0m4r auf.
Er sah wie der Mann seine Axt erneut schwang und diesmal würde er nicht verfehlen. H0m4r wusste nichts besseres als den Mann erstmal abzulenken:"He du Mistkerl. Leg dich mit gleichgroßen an." H0m4r war zwar nichtmals annähernd so muskulös wie der Mann, geschweige denn so groß, aber er wollte auch nicht das sein vor zwei Tagen neu kennengelernter Feund von einem verrückten zerfleicht wird.
Der Mann ließ seine Axt sinken und blickte h0m4r einen kurzen Moment verwirrt an. Dann begriff er jedoch das sich h0m4r aus dem Netz befreit haben musste und beschloss sich erst um ihn zu kümmern, da Chrisch ehe benommen auf der Erde lag.
Er rannte auf h0m4r zu. Schwang seine Axt und ließ sie auf ihhn hinabsausen. H0m4r aber wich im letzten Moment aus indem er nacht hinten sprang. Es mag geschickt ausgesehen haben, jedoch war es eher die pure Angst die ihn zu diesem Sprung getrieben hatte.
Auf einmal verzerrte sich das Gesicht des Fremden. Von einem verrückt wirkenden Ausdrück in eine schmerzliche, fast Mitleid erregende Geste. H0m4r hatte keine Ahnung woher das kam, bis sich der namenslose Mann umdrehte und Chrisch einen bösen Wörterschwall entgegen rief.
Der Mann hatte eines von Chrisch's messern ihm rücken stecken. Leider schien es ihm weniegr zu stören, als das es seine Wut auf die Männer noch erhöhte. H0m4r handelte schnell, sprang auf und rammte dem mann sein Messer von hinten in den Hals.
Blut spritze aus der Wunde hinaus und auf h0m4r's Arme. Diesen störrte ihn nur wenig. Anstatt das Messer aus dem Halz herauszuziehenn, drehte er es sogar noch im Hals seines Opfers um und riss es dann schließlich hinaus.
Er fiel auf die Knie und dann beuchlinks um.
"Dieser Kerl würde keine Wanderer mehr überfallen." dachte h0m4r.
Er sah in das Gesicht seines Freundes Chrisch's. Dieser sah erschrocken drein. Dann veränderte sich seine Miene aber und sie zeigte Dankbarkeit.
H0m4r machte seinen Mund auf um Chrisch ermunternde Worte zu zu rufen. Der Schock, saß ihm aber noch zu tief in den Gliedern, als das er schon wieder reden konnte.

Chrischplak
29.05.2004, 05:04
Chrisch nickte. Er hörte zwar keine Worte doch er verstand trotzdem was H0m4r ihm sagen wollte. Angewiedert ging er auf den Toten zu und entriss ihm seinen Dolch aus dem Rücken. Einen Moment überlegte er noch ob er die Axt mitnehmen sollte doch zum einen konnte keiner von den beiden diese Axt überhaupt tragen geschweige denn mit ihr umgehen und zum anderen sah sie auch nicht sonderlich wertvoll aus, so dass es sich nicht lohnte sie als unnötigen Ballast mitzuschleppen. Allerdings kam er noch auf die Idee die Taschen des Mannes zu durchsuchen in denen er einen Heiltrank und einen Lederbeutel mit 20 Goldstücken fand. "Behalt du den Trank, immerhin hast du mir deinen gegeben" sagte H0m4r während Chrisch das Gold aufteilte. Dann überlegte er noch kurz ob er den Mann noch entkleiden sollte um die Lederrüstung mitzunehmen doch zum einen war sie viel zu gross und füllig für ihn und ausserdem war auch sein Ekel vor dem toten viel zu gross als das er noch mehr Zeit mit ihm verbringen wollte. H0m4r schien es ähnlich zu gehen und so setzten sich die beiden wieder wortlos in Bewegung. Sie marschierten einen Pfad hinauf der sie auf die Bergkette führte. Von oben konnten sie bereits die hell erleuchtete Pyramide und die vielen kleinen Lichter des Sumpflagers entdecken. Langsam wurde es dunkel und das Licht immer schlechter und so sammelte Chrisch einen dicken Ast auf den er mit H0m4rs Hilfe entzündete. Dann gingen die beiden im Schein des Feuers weiter. Der Weg führte eine ganze Weile über das Bergmassiv bevor er endlich wieder einen Knick gen Osten nahm und den Zugang zum Sumpflager an seinem Ende preisgab. Mit schnellem Schritt gingen die beiden nun freudig den hang hinunter in Erwartung einer warmen, gut gewürzten Mahlzeit und eines warmen Bettes.

Eorl
29.05.2004, 05:50
Langsam, fast hypnotisch, begann die Panzerplatte von seiner rechten Schulter zu rutschen, immer schneller, um dann auf den Steinboden des Turmes zu fallen. Wenn man in diesem Stadium noch von Gedanken sprechen konnte, so war Eorl überrascht wie nie zuvor, kein Ork hatte ihn jemals so kalt erwischt. Doch eigentlich war jeder bewusste Gedanke vollkommen an den Rand gedrängt, von den Gefühlen, die die Berührungen der Kriegerin auslösten. Erregung, Wärme, und eine tiefe Zuneigung, die gleichwohl immer latent dagewesen, ihn in diesem Moment mit einer Intensität überkam, die er sich nie hätte träumen lassen.
Die Schulterplate traf den Steiboden.
Die Dornen federten das Schwarze Metall noch einmal hoch, dann blieb es liegen, während sich die Linke Schulterplate und schwere Panzerhandschuhe hinzugesellten.
Als Eorl seine Hände von den massiven Handschuhen befreit hatte, strich er sanft über Aeryns Rücken. Seine Lippen brannten noch immer. Er spürte wie sich sein Puls besschleunigte, sogar über das Maß hinaus, das das Adrenalin der Schlacht bewirken konnte. Er zog die Kriegerin zu einem zweiten Kuss an sich heran. Ihre Hände glitten an seinem Rücken entlang zu den Seiten, die seinen lagen um ihre Schultern und Hüfte. Als sie sich wieder voneinander lösten, hatten sich ihre Rüstungen größtenteils gelöst, und Armschienen, Beinschienen, Panzerplatten und Kettenhemd fielen zu Boden. Beide waren nun nur noch in Stoff und dünnes Leder gekleidet, was es viel leichter machte sich aneinanderzuschmiegen, als sie langsam zwischen den auf dem Boden verstreuten Rüstungsteilen zu Boden sanken. wo ein dunkler, ausgebreiteter Mantel lag, beriet sie mit dunkeln Schwingen zu umschließen. Über ihnen strahlte ein voller Mond über den Wald, während die Brandung des Meeres an den Fundamenten der Insel rüttelte.

Fisk
29.05.2004, 14:31
Behutsam betrat der Waldläufer die Treppe des Steinkreises, die Augen unentwegt auf die zarte Schwarzmagierin gelenkt, welche nun vor ihm stand. Er versucht den Mund zu öffnen, doch versiegten die Worte bereits im Ansatz und ließen ihm keinerlei Möglichkeit, etwas hervorzubringen, ehe er nicht vor ihr stand und unmittelbar in ihr kühles, nahezu verzauberndes Antlitz blickte. Langsam strich er mit der linken durch ihr langes, makelloses schwarzes Haar, blickte lange in ihre tiefen, ausdrucksvollen Augen und war kurz davor, sich selbst in ihnen zu verlieren.[i] „Viel zu lange habe ich auf diesen Augenblick warten müssen.“ [i]murmelte Fisk, leise, sodass nur Xalvina ihn verstehen konnte. All seine Sorgen waren vergessen, die Angst vor seinen Verfolgern würde ruhen müssen, für diesen Augenblick. Er selbst war überaus glücklich, vermochte dies nicht in Worte zu fassen, doch verwirrte der traurige, einsame Blick der schwarzen Fee, sodass Freude rasch zu Besorgnis wurde. „Was ist mit dir…?“ fragte er leise, legte seine Hand behutsam um ihre und begann, sie sorgvoll zu streicheln. Eine Antwort, das war es, wonach es ihm verlangte. Denn war Fisk eine Person, die sich schnell, meist zu schnell, in die Stimmung anderer mit einbezog und sich dafür verantwortlich machte.

Xardiviae
29.05.2004, 15:33
Sie hatte sich an die kühle Nacht in ihrem Nachtgewand gewöhnt und zum Ersten Mal in seiner Gegenwart fühlte sie sich leicht verlegen, dass er sie geradewegs in dieser Aufmachung zu sehen bekam. Wie oft hatte sie auf einen Moment wie diesen gewartet, sich geradezu verschlungen und in Träumen auf einen Augenblick aufgesehen, ihrer einzigen verbliebenen Liebe das sie an diese Welt noch band zu begegnen. Und Monatelang des Auseinanderseins waren sie bisher seit dem großen Fest zwei getrennte Menschen voneinander gewesen. Aber Fisk schien diesen Anblick gar nicht ans störend zu empfinden, im Gegenteil sein Blick war wie begeistert an ihrer Statue gefesselt, das Mondlicht schien Xalvinas seltsamen Wesen nur noch mehr einen elfenartigen Eindruck zu betonen, womit man gar nicht so unrecht hatte.

Die langen Ärmel ihres Nachtgewandes wehten leicht durch die Luft,
als der junge Mann ihre Hand berührte und zu ihr aufsah. Er hatte sich im Laufe der Zeit nicht Verändert, er war immer noch derselbe Waldläufer. Seine Haare lagen wild und nass im Gesicht, er wirkte ein wenig ungepflegter, als sie ihn damals in Erinnerung hatte. Es war viel geschehen. Vielleicht auch zuviel. Er wirkte durchnässt als hätte er mehrere Tage im Freien verbracht, aber diesen Anschein machte er fast immer. Die guten Bürger würden ihn wohl eher für einen zerlausten Herumtreiber halten und vielleicht weckte er auch den Eindruck eines Streichers, aber die, die ihn kannten, wussten dass er ein mächtiger Krieger war und ist. Haarsträhnen fielen in sein Gesicht, doch es waren seine Augen, die die Schwarzmagierin so faszinierten. Und noch etwas anderes...

Sie legte 2 Finger auf seine rauen Lippen, als er zum Sprechen ansetzte. Die Ansätze seines Umgepflegten Rasierten Bartes waren deutlich zu spüren, als sie ihm gegenüberstand. Einen Moment lang wusste sie nicht ob sie vor Freude lächeln oder weinen sollte, aber dann überkam sie doch der dunkle Schauer, die die ganze Zeit bereits auf ihrer Seele laste. Sie hatte nach ihm gerufen und nun war er hier und jetzt wusste sie nicht wie sie beginnen sollte, nach all dem was zwischen ihnen gewesen war. Ihre Gedanken fuhren herum. Er kannte ja nicht die Ausmaße dieser Beziehung, wenn er sich mit ihr einließ...

Es waren nur Sekunden vergangen, als sie zu ihm aufsah. Sie wusste, dass er ihre Unentschiedenheit und Lastern ihrer Seele vernommen hatte. Doch was wollte sie ihm sagen? Sie wusste dass sie ihn lieben würde, sie tat es nun und würde es in diesem Leben tun, genauso wie auch in den Nächsten. Aber konnte sie ihm diese Leiden überlassen und der Sünde hingeben, wenn er sie jetzt nahm? Die Götter würden ihn strafen, genauso wie sie es schon bei ihr auf eine lange qualvolle Art verrichteten...

„Ich hatte einen Traum letzte Nacht...“

Sie stockte nun. War es richtig ihn damit zu konfrontieren, dass sie ihn nur gerufen hatte, dass sie irgendeinen Traum gehabt hatte? Langsam so strich sie ihre Finger von seinen Lippen als sie etwas zur Seite blickte.

„Ich habe dich dort gesehen. Uns. In einem Garten... es ist so lange her.
Du hieltest meine Hand und wir entschieden uns zu bleiben. Doch – dieser Garten verwandelte sich in ein Schlachtfeld. Ich habe viel Blut gesehen.
Ich werde deines sehen...“

Er würde sich an die alten Dinge nicht erinnern. Wie auch? Er begann ein neues Leben. Sie lebte noch immer das Alte. Dieser Traum war nur eine verschlüsselte Botschaft wie sie von den Zuständen der Vergangenheit berichtete. Es war zuviel Zeit vergangen, und nun spürte sie nach einer endlosen Zeit des Wartens ein Zeichen des kommenden Endes. Sie senkte den Kopf energisch zur Seite und ließ seine Hand los. Sie konnte ihm dies nicht einfach antun. Nicht noch einmal könnte sie dies ertragen.

„Meine Zeit verendet bald... ich spüre das Ende nie so Nahe wie jetzt.
Jetzt wo alles von vorne beginnt... und nun lässt meine Ewigkeit nach.“

Sie wusste dass sie für ihn in einem großen Rätsel sprach, als sie die linke Hand auf die eine Gesichtshälfte legte und mit zugewandten Augen von ihm umdrehen wollte. Bitterkeit und Verzweiflung verzerrten ihr Gesicht das sich mit voller Leid abwenden wollte um ihren Stolz zu bewahren.

„Wir können nicht aneinander lieben, wir durften es nicht und es wird uns nie gestattet werden. Du würdest sterben – nein mehr als das – wenn du diese Verbindung mit mir eingehst...“

Ängste und Verzweiflung versuchten in ihr seit langem hervorzutreten, welche sich die ganze Zeit aufgestaut hatten und nun in seiner Gegenwart schmerzlich zum Ausdruck kommen wollten. Aber sie konnte nicht mehr weinen. Nach diesen Jahren nicht mehr...

Fisk
29.05.2004, 15:49
Sie schien gehen zu wollen. Nein, das konnte sie ihm nicht antun. Nicht jetzt. Wieder ergriff er ihre Hand, sodass sie erneut zu ihm blickte. Die Wärme in ihren Wangen schien vollends verblasst, ihre Augen verkörperten Furcht und das Erwarten eines großen Schreckens. Fisk sah kurz zu Boden. Nicht so wollte er sie in Erinnerung behalten, sollten sie getrennt werden. Nicht mit diesen Worten.
„Hör zu. Ich verstehe nicht, was du mir zu erklären versuchst, aber eines ist mir sicher, und ich glaube, dir auch: Noch einmal will ich nicht von dir getrennt sein. Und selbst wenn du meinen Tod siehst; Ich werde nicht sterben. Ich habe viel zu viel hier, für das es sich zu kämpfen lohnt. Denkst du, ich lasse mir all das durch den Tod nehmen?“

Sanft umschlungen seine Arme ihren Körper, ehe er die Schwarzmagierin schützend an sich drückte. Zeit verstrich, Fisk sah hinauf zum Himmel, welcher von der Lichtung aus klar zu erkennen war. Ein breiter, kreisrunder Vollmond erstreckte sich über dem Wald, kleine Sterne zierten das gesamte Himmelszelt wie unendlich viele Diamanten. Ein leichtes Lächeln rang sich der Krieger ab, dann blickte er wieder hinab zu seiner Geliebten und strich behutsam durch ihr Haar.

„Nichts vermag uns zu trennen. Die Zeit nicht, und der Tod erst recht nicht. Viel zu oft bin ich ihm entkommen, und ein Traum sagt gar nichts aus.“.

Eigentlich wollte der Waldläufer beruhigend auf die schöne Frau wirken, doch klangen jene Worte im Nachhinein viel zu direkt. Dennoch war er ein exzellenter Kämpfer, der sich darauf verstand, sein Leben zu schützen. Er hatte Pareth überwunden, er würde die Zwillinge überwinden und alles, was sich ihm danach in den Weg stellen würde. Alles.

Taurodir
29.05.2004, 16:08
Die Augen geschlossen, war sein Blick auf den Boden gewandt. Zorn stieg im Paladin auf. Schwach hatte er sich gefühlt, doch nun, da Cathaine unterlegen war, und er nicht die Macht besaß, etwas zu unternehmen, wuchs die Wut in ihm. Die Wunden brannten, der Schmerz stieg, aber auch der Zorn des Lords. Seine Muskeln spannten sich zusammen, blut strömte dabei aus den offenen Wunden heraus, und sein Körper begann wieder zu beben. Als er seinen Kopf hochhob, sah man seine blutigen Augen, und den Zorn seines Blickes. Er war wütend, doch dabei nun so nutzlos. Er konnte nichts tun, die Fäuste geballt. Er konnte sie nicht rühren. Sein Blick schweifte zu den Gestalten, die sich um die Soldaten befanden. Er biss seine Zähne zusammen, man hörte seinen Zorn, doch so schnell er in ihm gestiegen war, verschwand jener wieder. Das Bild war verschwommen, doch seine Ohren hatten einen Pfeil gehört, der durch die Luft zog, und kein Ziel fand. Woher?
Wieder verließ den Krieger seine Kraft, sein Zorn hatte sich gemildert, und die Neugier gewann überhand.
Ein Rascheln war in der Ferne zu hören, in einem der Büsche. Wie würde der Anführer dieser Schurken nun handeln? Zu seinem Erstaunen blieb er recht ruhig...
"Wer auch immer dort Schutz im Wald sucht, so rate ich ihm, sich schnell zu zeigen. Zeig dich, und sieh zu. Lass deine Waffen ruhen", sprach er, und sein Blick wurde düster, als er in die Augen von Cathaine, der Schwester von Lyvîane, blickte. Würde der Kommandant dies je erfahren?
"Zu euch Frau, sag ich nur eins. Eure Worte waren mutig, aber dumm. Ihr fordert einen Piraten heraus, ist euch dies nicht klar? So werde ich aber dieses Duell annehmen, denn ich möchte auch meinen Spaß haben, und meine Männer sicher auch", begann er amüsiert zu lachen.
"Eure Freunde, und ganz gewiss dieser Paladin hier, werden so oder so sterben. Wieso macht ihr es euch nur so schwer?"
Stille herrschte, man roch förmlich die Anspannung, die hier herrschte. Wieder versuchte Taurodir seine Augen zu öffnen, und sie ruhten dort in der Ferne bei zwei Gestalten. Die Rüstung eines Mannes glänzte im Schein des Mondes, doch die Gestalt, die sich neben ihr befand, glänzte in den grünbraunen Augen des Kriegers noch mehr. Er sah alles verschwommen, aber sie bildete ein Licht in dieser Dunkelheit. War es Lyvîane? Ja...
Sein Kopf senkte sich wieder zum Boden hin. Er könnte sie nicht beschützen. Er könnte nicht jene beschützen, die er zu lieben gelernt hatte. Nicht er war es, der den Kampf gegen den Anführer antrat. Der Lord war verwundet, gefangen, und machtlos.
"Hardok, sorge dafür, dass niemand von diesen Stadtbewohnern in den Kampf eingreift. Es soll ja ein schönes Duell bleiben, nicht wahr?", begann er wieder zu lachen. Der Anführer zog seinen Degen...

Xardiviae
29.05.2004, 16:34
„Das alles ist nicht mal anmaßend das, was sein wird!
Mit den Mächten den du dich hier entgegenstellst, sind weitaus von viel größerer Ungeheuerlichkeit und Weitreichend als du dir oder dein Volk der Menschen dies je vorstellen kannst. Die Gegner und Prüfungen denen du dich bisher gemessen hast sind im Vergleich zu diesem Unterfangen ein Kinderspiel. Werde nicht auch noch eine willenlose Marionette, wie sie mich schon zu eine von ihnen gemacht haben! Du wirst den Göttern gnadenlos unterliegen. Keine Macht der Welt kann dies je ändern!“

Innerlich wollte sie sich gar nicht gegen seine beruhigenden Worte auflehnen. Einen Moment hatte sie still gestanden und seine Umarmung genossen, seine Ruhe, seinen Trost. Sie wünschte sie könnte seine Besänftigung und Fürsorge einfach bedenkenlos hinnehmen, aber die Schuld und die Last die auf ihrer Seele lag konnte diese Fülle der unendlichen Belastung nicht mehr hinnehmen.

Sie versuchte sich zu beruhigen um nicht einen Hauch von Hysterie oder Wahnsinn von sich deuten zu lassen, senkte dann aber den Kopf, während sie weiterhin in den Fängen seiner Umarmung blieb. Ihr Atem war nun ruhiger und sie versuchte wieder ihre Fassung zu gewinnen, die sie sonst immer innehatte. Alle kannten sie stets von der undurchdringbaren kühlen Seite einer Schwarzmagierin, wie es alle Schwarzmagier Beliars innehatten. Doch vermochte sie diese Härte und Kälte des Todes besonders zum Ausdruck zu bringen indem sie eiskalt und berechnend den Menschen gegenüber erschien, ohne über Gefühle oder Leben nachzudenken. Aber die Jungfrau dahinter, was sich hinter dieser Mauer versteckte kannte niemand, denn es hatte bisher niemand gegeben dem sie sich vollkommen anvertraute.

„Du weißt dass ich für dich empfinde, mehr als ich je durfte. Ich vertraue dir in jeglicher Hinsicht und ich werde es immer tun, egal wie viele Leben kommen werden. Ich werde dich jedes Mal von neuem finden, egal was sein wird.... Ich habe dich hier gefunden und bin glücklicher denn je, wie man es nur sein kann. Ich werde es immer sein. Aber es ist besser wenn du dir eine andere Frau, deinesgleichen nimmst und sie liebst und glücklich wirst. Ich werde dich nie danach fragen und dich lieben wie ich es von Anbeginn getan habe. Ich werde dir nicht böse sein wenn...“

Ihre letzten Worte klangen nur noch hervorgepresst und schmerzlich, während sie versuchte zu lächeln. Ihre Augen waren glasig geworden, da sie nicht wagte aufzuschauen, sie schämte sich für alles was sie ihm ins Gesicht warf. Es wäre ein Schwert in ihre Brust wenn er sie nun verstieß aber dies würde um seiner selbst Willen besser sein. Sie konnte mit der Gewissheit leben, sein Leben nicht in Gefahr zu sehen.

Sie wusste dass er sie nur mit einem fragenden Blick des Entsetzen ansah und der Frage eines Warum, weshalb sie sich nun dagegen sperrte. Sie wollte es selbst nicht und sie hatte bereits selbst einen schweren Stich in ihr Herz gerammt als sie versuchte ihn von ihrer Liebe abzuraten. Eigentlich wollte sie das gar nicht.
Und sie würde sich für dies selbst verdammen.

„Die Götter spielen mit den Menschen. Sie haben es mit mir getan und sie werden es mit dir tun. Gerade weil du ein Mensch bist, ist unsere Verbindung mehr als ein Verbot. Ich habe meine Menschlichkeit vor langer Zeit abgelegt...“

Die Wolken verzogen sich leicht. Nur spärlich leuchtete das Mondlicht herab auf die beiden Gestalten die am Sonnenkreis in der Nacht standen.

"Eines Tages werde ich dir gegenüberstehen müssen.

Dann wirst du mich töten müssen
bevor ich willenlos dich töten werde..."

Stevie
29.05.2004, 18:13
Als sie durch durch das Osttor schritten, wider allen Warnungen der Wachposten sah es sehr friedlich aus. Man konnte zwar in einiger Entfernung das Schwirren einiger Blutfliegen hören, aber sonst war es ruhig. Als sie etwas von der Stadt entfernt waren konnte man über ein dichtbewaldetes Tal blicken.
Sie unterhielten sich über die Viecher die ihnen in die Quere kommen könnten. Dabei gestand ihm Bendit das er keine Waffe besäße. Zur Sicherheit gab Stevie ihm eines seiner selbstgeschmiedeten Messer. Denn Zwei kämpfen besser als Einer.Über den Preis redeten sie nicht ,sie werden sich dann schon einig.
Sie folgten dem Wegweiser in Richtung Taverne. Der Weg führte leicht bergauf an kahlen Felsen vorbei auf der einen Seite und auf der anderen das bewaldete Tal. Es wehte eine frische Brise. Unterwegs fanden sie einige Waldbeeren und kleine Heilkräuter. Man weiß nie wofür man sie brauchen kann und wenn nicht kann man sie immer noch tauschen.
Fast an der Taverne angekommen hörten sie plötzlich ein Rascheln aus dem Gebüsch. Zwei Riesenratten griffen sie an. Bendit hatte zum Glück mehr Erfahrung als Stevie im Kämpfen. Aber sie machten sie trotzdem platt. Sie nahmen das Fleisch und gingen in die Taverne.

Bendit
29.05.2004, 18:35
Bendit konnte zum Glück sagen das Stevie 2 Messer mit hatte. Und er wara uch froh das Stevie in eins gegeben hatte. Denn die Riesenratten hätte Bendit schlecht nur mit der faust bekämpfen können. Gegen die Riesenratten zu kämpfen war nur sehr kurz, denn die kamen nur auf uns zugelaufen. Stevie oder Bendit waren nicht verletzt, sie hatten nicht mal einen Kratzer abbekommen, da konnten sie zum Glück sagen, denn die Riesenratten übertragen gerne Krankheiten. Aber nach dem Kampf sind sie beid er Taverne angekommen. Draußen standen die beiden nun und überlegten ob sie reingehen sollten. Bendit meinte zu Stevie er könne draußen warten, denn Bendit wollte nur nach dem Weg fragen, in der das Sumpflager liegt. Aber er bekam keine Antwort, erst als er jemanden bezahlt hatte, hatte er erfahren in welche Richtung es geht. Derjenige erklärte Bendit den Weg jahr klein. Aber Bendit hatte davon nichts mitbekommen, weil der Mann, der ihm den Weg erklärte so viel in sich hinein stopfte. Bendit sagte nur danke und nahm sein Geld wieder vom Tisch, denn für so eine schlechte Auskunft wollte er nicht bezahlen. Der Mann stand auf und wollte eine Prügelei anzetteln, aber BEndit ging geradewegs hinaus. Der Mann kam aber leider hinterher, er wollte anscheinend eine Tracht Prügel haben. Bendit stand schon wieder vor Stevie und zeigte in die Richtung in der sie gehen mussten. Gerade als sie losgehen wollten kam der Mann hinausgestürmt, aber er ging auch gleich wieder hinein, denn er sah das sie zu zweit waren und das es hoffnungslos war alleine gegen die beiden anzutreten, schon alleine weil die beiden Schmieds waren, also mussten sie ja Kraft haben. Stevie und Bendit lassen sich aber nicht von diesem Mann aufhalten und gingen ganz gemütlich in die Richtung, die Bendit gezeigt hatte weiter.

Aylah
29.05.2004, 18:39
Als Aylah gerade an der Taverne vorbeikam, sah sie 3 Männer, die offensichtlich kurz davor waren, eine Prügelei anzufangen. Aber 2 Sekunden später ging ein Mann wieder rein und die beiden Männer, die anscheinend zusammengehörten, gingen gemächlich los und nahmen den Weg, den sie für den Heimweg benutzte. Wo die beiden wohl hinwollten...?

Stevie
29.05.2004, 18:56
Als Bendit und Stevie gerade losgehen wollten fiel den beiden eine junge Frau auf.Sie sprachen die Frau an sie hieß Aylah.
Bendit fragte Aylah ob sie den Weg ins Sumpflager kennt und wenn nicht ob sie sich ihnen anschließen will. Denn drei sind besser als zwei.

Aylah
29.05.2004, 19:04
Die Männer hatten gerade ein paar Schritte gemacht, als einer den anderen antippte und beide sie gleichzeitig ansahen. Dann kamen beide auf sie zu. Einer sprach sie an, und nach einem kurzen Gespräch erfuhr sie, dass der blondhaarige Mann den Namen Stevie trug und sein Gefährte Bendit hieß. Sie sagten, sie seien auf dem Weg zum Sumpflager und ob sie den Weg kenne. Aylah hatte vom Sumpflager gehört und wusste ungefähr, wo es war. Beide boten ihr ihre Gesellschaft an, die sie dankend annahm. Zu dritt war es wesentlich sicherer als nur allein und so machte sich das recht ungleiche Trio auf den Weg.

Bendit
29.05.2004, 19:12
Bendit freute sich das Aylah wusste wo das Sumpflager so ungefähr ist. Aber er freute sich auch noch jemanden getroffen zu haben, in dieser Zeit muss man halt immer mehr Freunde finden. Zu dritt gingen sie denn den Weg entlang, Bendit war neugierig und fragte Aylah was sie ihr gemacht hat oder vor hatte, denn alleine war es ja schon etwas gefährlich.
Aber dann dachte er: Vielleicht kann sie ja kämpfen, denn sie sah nicht so aus als ob sie Angst hätte.

Stevie hörte interessiert mit und ging weiter.

Aylah
29.05.2004, 19:26
Gemütlich den Weg entlanglaufend unterhielten sich die drei. Bendit fragte: "Wie kommt es eigentlich, dass du hier draußen bist und nicht in der Stadt?" - "Nun ja..." Sie hatte nicht unbedingt vor, jedem ihre Vergangenheit auf die Nase zu binden. "Ich wohne hier ganz in der Nähe. Ich bin von ein paar Besorgungen aus Khorinis zurück und war auf dem Weg nach Hause, aber gegen eine gute Gesellschaft habe ich nichts einzuwenden." Sie waren bereits an einem Fluss angekommen und der Weg machte einen Knick und führte auf einen Berg. Es minderte ein wenig den Redefluss, aber dennoch erfuhr Aylah ein bisschen was über das Vorhaben der Männer. "Wir wollen uns die Lager ansehen, einige sollen ganz interessant sein", sagte Stevie beim Aufstieg. "Zunächst wollen wir das Sumpflager besichtigen." - "Die Lager interessieren mich auch sehr", sagte Aylah. Sie waren endlich oben angekommen und standen vor einer Brücke. "Da müssen wir hinüber?", fragte Bendit "Sehr neu sieht die aber nicht aus." - "Probieren wir es einfach", antwortete Aylah und trat auf die Brücke, die bereits knarrte. Ein wenig zögernd kamen die Männer nach und trotz einiger Bedenken stürzte sie auch nicht ein. Am anderen Ende der Brücke fragte Stevie: "Ist es noch weit?" - "Ich glaube nicht", sagte sie. "Dort müsste es sein." Sie zeigte auf einen Weg der nach oben führte.

HoraXeduS
29.05.2004, 19:41
Die beiden Anhänger des runden Langholzes, die ihre Bahn beinahe rund um die Stadt gen Süden gezogen hatten, kamen soeben in einem kleinen Wäldchen, welches etwas unterhalb von Khorinis gelegen war, an. Zweifelsohne hätten die Magier schon vor Stunden dieses Gebiet erreichen können, doch Seraphin, derjenige unter ihnen, der das letzte Stück voraus gegangen war, hatte im Gehen versucht, sich gegen die verdeckt geführten Stabschläge seines Lehrers zu verteidigen, der hinter ihm marschierte. Der Schüler war dabei leidlich erfolgreich gewesen: Zwar zierten schmerzhaft blaue Flecken seine vom Mantel bedeckten Schultern, plagte mancher Bluterguss die Hüfte, doch im Verlaufe ihres Weges hatte sich Seraphin immer weiter auf Horaxedus' unverhoffte, schnell geführte Schläge eingelassen und zunehmend häufiger den einen oder anderen, bisweilen geschmeidig, mitunter etwas glücklich, weithin hörbar pariert.

Freilich hat der zunehmende Erfolg der Abwehrtätigkeit des Schülers beim Wandern um die Stadt herum die Gesamtanzahl der mehr oder minder schmerzhaft eingeschlagenen Treffer auf seinem Körper keinesfalls gemindert. Denn je mehr sich Seraphin auf Meidbewegungen und eigene Stabführung konzentriert hatte, desto weniger hatte er auf den Weg geachtet und damit sein Training unfreiwillig verlängert.

"Irgendwo hier muss es sein", sagte Horaxedus und schaute durch die Wipfel der umstehenden Bäume hinauf in den sonnigen Himmel. Der Hutträger an seiner Seite senkte seinen Kampfstab und vermied es, ob absichtlich oder nicht, sich augenblicklich die schmerzenden Körperpartien zu reiben. Stattdessen stand er schweigend da und schaute sich ebenfalls um, allerdings eher in Bodennähe. "Es gibt eine Höhle hier in der Nähe, in der vor langer Zeit ein schwarzer Snapper gehaust hat", konnte sich der Lehrmeister noch gut an die damalige Jagd erinnern. "Nehmen wir mal an, es haben sich seitdem wieder irgendwelche Viehcher dort eingenistet. Dann wäre es kein Wunder, wenn die muntere Jagdgesellschaft noch immer nach Snappern Ausschau hielte, denn der Ort ist wirklich sehr versteckt gelegen."

Seraphin fragte nicht noch einmal, warum sein Lehrer an dieser Jagd teilnehmen wollte. Er ahnte wohl, dass er erneut keine erschöpfende Antwort erhalten würde. Der Glasmacher fuhr fort: "Üblicherweise bestehen Jagdgesellschaften der hohen Herren bei einer solchen Jagd aus kaum mehr als vier Personen. Es wäre zwar ungefährlicher, mehr Jäger dabei zu haben, doch gönnen sich die wohlhabenden Oberstädter einander gegenseitig weder Beute noch Trophäe." Der Schüler nickte zustimmend, bevor Horaxedus weitersprach. "Also haben wir eine gute Chance, ihn annähernd unbemerkt zur Strecke zu bringen. Wenn es geht, will ich ihn lebend." "Lebend?!" rief Seraphin erschrocken aus.

Der Stabkampfmeister begann augenblicklich zu lachen. Wahrscheinlich war es wirklich an der Zeit, den Schüler etwas näher einzuweihen. "Wir jagen zwar eine Bestie, doch ist es nicht der Snapper, auf dessen Fährte wir uns bewegen." Seraphin schaute ernst und fragend zu Horaxedus hinüber. "Sondern?" "Der den wir jagen, hört auf den Namen Knarguf. In der Stadt und landauf, landab rufen sie ihn eigentlich nur 'den Illaner'."

Der Glasmacher bemerkte die Zweifel seines Schülers. Auch er schien niemand zu sein, der Spaß an der Jagd auf einen Menschen hatte, und so erläuterte er abschließend: "Knarguf ist mit dem Schwertfisch im Bunde. Die Menschen, die er auf dem Gewissen hat, dürften schon lang auf kein Kerbholz mehr passen." Schließlich wandte sich der Lehrer noch einmal Seraphin zu: "Ich werde Deine Ausbildung weiterhin fortführen, auch wenn Du es vorziehen möchtest, Knarguf nicht mit mir in diesem Wäldchen aufzuspüren. Du kannst gerechterweise nichts schlechtes von ihm wissen, und ich habe leider nicht die Zeit, dir mein Wissen hier und jetzt zu offenbaren, da die Zeit drängt. Zudem dürfte auch immer noch ein Snapper hier unterwegs sein, groß genug, um immerhin die Aufmerksamkeit der eitlen Oberstädter erregt zu haben. Wie auch immer Du Dich entscheidest", Horaxedus hielt vorsichtig den Finger vor die Lippen, als habe er von irgendwoher ein Geräusch wahrgenommen, "sei schnell und vor allem leise. Wie es scheint, sind wir bereits dichter an der Jagd als ich dachte."

Bendit
29.05.2004, 19:41
Bendit merkte das er etwas zu neugierig war, das konnt eman irgendwie sehen an Aylah, naja Bendit wollte sich zuerst entschuldigen, aber lies doch bleiben. Aber, er ist immer so, er hat eine schwäche für Frauen, aber die Schwäche hat ihn früher schon mal fast umgebracht, aber er schafft es nicht diese Schwäche los zu werden. Er hoffte nun das Aylah kein komischen Gedanken hatte, das er zu aufdringlich ist.

Nach einem kleinen Fußmarsch denn noch, standen sie auf dem Hügel und haben das Sumplager in einem Tal gesehen, von dort oben sah es gar nicht so schlecht aus. Bendit zeigte auf das Sumpflager und fragte: Sieht das nicht gut aus. Bendit ertsaunte förmlich von diesem Lager, denn er dachte das, das Lager nicht so gut aussieht, aber er staunte nur, aber es lag vielelicht auch dadran das er diese Gegend nicht kannte.

Dann sagte er zu Stevie und Aylah, ich glaube hier sind wir richtig, dann gingen sie nur noch den Weg entlang bis sie vor dem Eingang standen und gingen hindurch.

Aeryn
29.05.2004, 20:10
Der helle Ruf eines Adlers, der über dem Leuchtturm seine Kreise zog, ließ die Kriegerin aufschrecken. Ihr Kopf hatte auf der Schulter Eorls geruht, der sich nun sacht im Schlaf bewegte. Seine Augen blinzelten ob der Sonne, die ihm ins Gesicht schien. Langsam kam sie über ihn, gab ihm Schatten. Eorl öffnete die Augen.

Er lächelte.

Lange Zeit glitt sein Blick über ihren bloßen Körper, fuhr jede Kontur, jede Erhebung mit den Augen nach. Ihm gefiel was er sah. Die Kriegerin konnte es spüren. Der Kampf hatte ihren schlanken, hochgewachsenen Körper gekräftigt und die Natur hatte sie mit Vorzügen beschenkt, die keinen Vergleich zu scheuen brauchten. Sacht spielten ihre Muskeln unter der gebräunten Haut, wobei deutlich zu sehen war, daß Aeryn ihre Rüstung jedoch selten ablegte. Denn zwischen Brust und Bauch war die haut sehr hell, fast marmorweiß und bildete einen deutlichen Kontrast zu den gebräunten Oberarmen.

Die Kriegerin steckte voller Tatendrang. Ausgiebig streckte sie sich, begann ihn dann spielerisch zu necken. Seine kräftige Hand umschloß ihre Hüften und zog ihren nackten Körper wieder enger an sich. Für einen Moment schmiegte sie sich fest an ihn, dann begann sie wieder ihn zu necken und einen Moment später balgten sie sich verspielt über den Boden des Turms, während ihre Hände erneut begannen zielstrebig über seinen Körper zu wandern.

Barnakey
29.05.2004, 22:09
Barnakey nahm den Weg zu seiner rechten. Nach 100 metern verfluchte er sich keinje Karte erworben zu haben aber dann muss es wohl so gehen. Barnakeys augeprägte Orientierungssinn und Intuition werden ihn schon leiten.
Wobei sein Orientierungssinn wenig nützt wenn er noch nie in der Gegend war. Er kannte Khorinis nur von dem Lauten gegrölle besoffener Seemänner. Die Geschichten beschränkten sich aber nur auf die Rote Laterne. Vieleicht hätte Barnakey sich den Laden doch wohl näher ansehn sollen. Naja keinner hat auf ihn auf die rote Laterne hingewiesen. Was auch immer ! dachte sich Barnakey und ging festen schrittes an einer Treppe vorbei. er überlegt kurz ging aber weiter. Er ging unter eine Brücke und weiter an einem Haus vorbei. Eine Taverene aber Barnakey hat keine Lust eine Taverne in der Wildnis um 4 Uhr zu bescuchen das die ansich um die urzeit nur mit dem Wirt, einige Nagern und dem einen oder andern Übrigbleibern die den Anschluß an den nächsten tag verpasst haben. er sah aber einen Wegweißer 10 meter vor ihm.
In der Stadt war er schon, Das große Kloster in der Hauptstadt war nur voll mit eingepacktem arroganten Gesindel die am Aberglauben der armen Bevölkerung Geld macht, ungehindert. Barnakey ging davon aus das das hie nur ne Art Filiale ist. Unter "Großbauern" verstand er eben diesen. Was sollte auf einem Bauernhof so interesant sein egal wie groß er ist.
Der letzte Pfeil schien nicht seit 100 Jahren dort zu hängen. Er war sogar relativ neu dafür aber in einer krakeligen Kinderschrift "Zum Suhmflager". Der autor diese zeilen muss wohl ein Traumatiker, ein Kind oder jemand der nicht schreiben konnte sein.
Aber eben dieser Faktor brachte Barnakey dazu den Weg zum sumpf zu Bbeschreiten.
Was man wohl unter einem Sumpflager versteht? Ob es nur eine Lager ist? ob es wirklich ein Sumpf ist?
Das wird Barnakey wohl erst erfahren wenn er dort ist.
Nach einem Marsch von 10 Minuten fand er sich schon vor einer sperrlichen Holzpalisade mit 2 glatzköpfigen Schränken vor.
"Ah noch ein besucher. Besucher sind immer willkommen trete doch ein."
Barnakey war über den hellen zwanghaft freundlichen Tonfall beunruhigt. Er fand das dieser Mann sprach wie jemand mit einer geisitgen Umnachtung. Barnakey schritt durch die Tore und schaute faszinierend dem treiben zu...

.Cerberus
29.05.2004, 22:35
Hoellenwolf folgte einige Zeit dem Pfad und hielt manchmal inne, um die herrliche Landschaft zu betrachten. Die Sonne schien auf das Tal zu seinen Füßen herab und die Blätter der Bäume raschelten im Wind. Er schloss kurz die Augen und genoss die Stille und das Zwitschern der Vögel, folgte aber dann wieder dem Pfad.
Es dauerte nicht lange, da wurde ihm auch schon die Sonne zur Last und Hoellenwolf fing an zu schwitzen. Er drehte sich kurz um und bestaunte die schon zurückgelegte Strecke. "Mach jetzt nicht schlapp!" ermutigte er sich und ging weiter. Zum Glück kam er in eine Gegend, in der viele Bäume standen, die Schatten spendeten. Hoellenwolf lehnte sich erschöpft an einen Baumstumpf und ruhte sich eine zeitlang aus, bis ihm schließlich die Augen zu fielen und er im Reich der Träume versank.

Hoellenwolf wurde unsanft geweckt, denn dicke Regentropfen klatschten ihm auf sein Gesicht. Schnell raffte er sich auf, zog die Kapuze seines Mantels über und rannte weiter den inzwischen schlammigen Pfad entlang. Zu allem Übel legte sich noch Nebel auf das Tal und Hoellenwolf konnte kaum sehen wo er lang lief. Die Regentropfen hämmerten weiterhin wie wild auf seine Kapuze, doch plötzlich landete er in einer Sackgasse, nämlich führte der Pfad ihn zu einer Klippe. Hoellenwolf spähte hinab und konnte die groben Umrisse von Hütten erkennen. "Sieht wie ein Lager aus... das sehe ich mir mal genauer an!" dachter er sich und fand auch schon einen Weg hinunter, ein schmaler Weg führte hinab.

Ferox
30.05.2004, 00:04
Nein… Die einzige gebliebene Hoffnung war zu Nichte. Der eine Pfeil, dessen Chance es war den Kommandanten zu retten, hatte sein Ziel verfehlt. Ein gebrochener Ferox lag, von den Piraten entdeckt, das Gesicht in die Hände vergraben am Boden, aufgefordert sich zu ergeben. Was sollte er nur tun? Der Anführer der Meute hatte auf das Angebot Lady Saras eingewilligt und war bereit sich mit ihr zu duellieren. Alle Hoffnung war entschwunden aus dem Geiste des jungen Soldaten. Es war an der Zeit sich zu ergeben, alle Segel fallen zu lassen, den Schutz des Waldes zu verlassen. Im Begriff des Erhebens stockte er. Vielleicht … Oder war es zu riskant? Durch das lange liegen, wurde ihm beim Aufrichten klar, dass seine Arme und Beine noch immer von den zuvor angelegten Gewichten geschürt waren. Diese konnten ihm möglicherweise als Wurfgeschosse dienen, wenn es zum Äußersten kam. Ein wenig aufgekommenes Licht am ende des dunklen Tunnels machte ihm Mut, während sich Ferox der Erschwerungen entledigte. Gleich ereilte eine weitere Idee das gerade zu Höchstleistungen aufstrebende Hirn des Mannes. Wenn er seine Waffen ablegte, würden die Piraten denken, er sei unbewaffnet und kein Kämpfer, was sie ohnehin schon denken mussten, aufgrund des verfehlten Pfeils.

Schnell waren die Beiden Gürtelschnallen geöffnet und die vier Gewichte abgelegt, so dass die Erscheinung des Soldaten an ein niederrangiges Mitglied der Stadtmiliz erinnerte. Beim nun endgültigen, und möglicherweise letzten Erheben im Leben des jungen Mannes, erhob ein Gefühl der Leichtigkeit den Körper, was nicht zuletzt an den abgelegten Stahlstücken gelegen hatte. Tief atmend stand Ferox nun da. Angesicht zu Angesicht, mit diesen Piraten. Von denen zwei, wichtige Personen in seinem Leben und der Stadt bedrohten. Piraten… Es schauderte und schüttelte ihn, beim Anblick ihrer Gesichter. Gesetzlose…verdammte Verbrecher…man sollte sie gleich hier enthaupten

Taeris
30.05.2004, 01:18
Schon bald hatten die beiden Veteranen das Minental verlassen und schlenderten nun durch den Pass nach Khorinis. Nachdem sie die beiden Milizen die wie immer das Tor zum pass bewachten, passiert hatten, fragte Taeris schliesslich erneut, weshalb sie so plötzlich aufgebrochen waren. "Lee hat wohl eine wichtige Konferenz einberufen, an der alle Veteranen des Hofes teilnehmen sollen. Was und beide einschließt. Worum es geht keine Ahnung, aber es scheitn wichtig zu sein, wenn man uns sogar aus dem Minental abzieht wegen sowas." sprach Zombiebreaker. "Muss es wohl" antwortete Taeris und seufzte. Die beiden erhöhten ihr Marschtempo etwa und nöäherten sich der Treppe des Weidenplateaus, die sie herabshcritten udn schliesslich am Hof ankamen.....

Warkid
30.05.2004, 01:59
Warkid verlies die Stadt durch das Osttor und lief den Weg der zum Leuchtturm führte. Bevor er zum Aufgang kam lief an ihm vorbei in den Wald. Er war froh das der Wald direkt an der Stadtmauer war ,denn wenn irgendein gefährliches Tier in der Nähe war konnte er es zu den Torwachen locken. Er nahm seine Axt und fing an den ersten Baum zu fällen. In dem Wald gab es Bäume die man leicht fällen konnte ,aber gut zum verarbeiten waren.
Er hackte noch eine Weile auf den Baum ein bis er endlich umfiel. Er lief den Stamm entlang und hackte alle Äste ab. Da der Baumstamm noch zu groß zum tragen war ,zerteilte er ihn in der Mitte. Dann legte er die beiden Teile nebeneinander auf den Boden und er suchte sich den nächsten Baum.
Das machte er den ganzen Tag bis er hungrig und müde war. Er ließ das Holz gestapelt liegen und lief zurück zur Stadt.

.Cerberus
30.05.2004, 02:13
Hoellenwolf folgte dem Pfad, den er schon auf dem Hinweg beschritten hatte und verlangsamte seine Schritte, um den Sonnenuntergang zu betrachten. Die roten Strahlen leuchteten hell und der Wald schien bei weitem nicht so dunkel und gefährlich wie gewöhnlich. Die Blätter, die noch nass vom Regen waren, schimmerten und glänzten so, dass man sie mit Diamanten verwechseln könnte. Ein kalter Wind blies vom Norden her über die Baumkronen hinweg, über die Wiesen und Felder und schaukelte jeden einzelnen Grashalm. Hoellenwolf blieb noch einige Zeit lang so stehen und genoss diese Idylle.

Einige Minuten vergingen bis sich Hoellenwolf weiter auf den Weg nach Khorinis machte. Es dauerte nicht lange, da verschwand die Sonne komplett am Horizont und der Mond und die Sterne lösten sie ab. Im Schein des hellen Mondes erblickte er schließlich schon in der Ferne den Rauch und die Fackeln seines Ziels - Khorinis. Hoellenwolf beschleunigte seine Schritte bis er schließlich rannte.

Ausser Atem erreichte er das östliche Stadttor und betrat, die Stadtwachen grüßend, die Stadt.

Stevie
30.05.2004, 02:56
Die Drei verließen das Sumpflager in Richtung des INNOS' Klosters.
Sie gingen wieder einzeln über knackende Brücke und nahmen den Pfad bergab durch den Wald.In der Dämmerung war der Wald recht düster und überall waren unheimliche Geräusche zuhören.Aber sie begegneten niemanden weder Mensch noch Tier.Als sie die Taverne sahen ,bogen sie rechts ab und gingen bei einen Wegschrein den Pfad entlang als an einem Tempel vorbeikamen,fragten sie den Priester nach dem Weg.DerPriester sagte:"Den Weg weiter gehen, über die Steinbrücke und dann seht ihr schon das Tor."
Aylah,Bendit und Stevie folgtenden Weg.Am Tor stand ein Novize der uns die Waffen abnahm und uns reinließ.