View Full Version : Das Geheimnis des alten Kastells
Silmacil
11.04.2007, 23:39
"Lauft, lauft." schrie Silmacil den anderen zu.
Er selber bildete das Schusslicht, die junge Silelen Huckepack tragend.
Hinter ihnen marschierte eine kleine Truppe Orks, die ganz begierig darauf waren, die unverschämten Eindringlinge zu erwischen.
"Das musste ja so kommen..." dachte sich Silmacil.
"Dabei hat alles so gut begonnen... unsere behelfsmäßige Brücke über den Wall hat gut funktioniert, alle sind schnell auf die andere Seite gekommen. Die Gegend schien unbewacht, und in der wachsenden Dunkelheit sind wir schnell vorangekommen.... und nun..." nun waren sie kurz davor, geschnappt zu werden.
Das letzte Drittel ihrer Reise durch das Orkgebiet hatten Silmacil und die anderen im Spurt zurückgelegt, nachdem sie beinahe mit einer größeren Orkpatrullie zusammengestoßen waren.
Viel zu groß, um sich mit ihnen anzulegen.
Farmar rannte an der Spitzte der Kolonne, immer auf das alte Kastell zu, zumindest hoffte Silmacil, das Farmar die Gruppe in diese Richtung führte.
Es war schon erstaunlich, wie schnell man große Entfernungen zurücklegen kann, wenn man nur entsprechend motiviert ist.
Innerhalb weniger Stunden hatten sie fast das ganze Orkgebiet durchquert, und Silmacil glaubte bereits, am Horizont die Überreste des alten Standortes des Kastells sehen zu können.
Die Orks bemerkten es auch, und beschleunigten nochmals ihren Schritt.
Der Vorsprung der Gruppe schrumpfte langsam ein...
Weiter und immer weiter rannten die beiden Gruppen durch die Dunkelheit.
Je länger dies dauerte, desto mehr waren die Orks im Vorteil. Ihre Augen waren weit besser an die Dunkelheit angepasst als die von zum Beispiel Navrathil oder Farmar. So schritten die Orks unbehindert weiter, während die Menschen ständig über Wurzeln und Steine stolperten.
Silmacil war inzwischen bis zu Farmar, der sich tapfer an der Spitze des Trupps hielt aufgeschloßen.
Sils schärfere Sinne, und seine scheinbar unerschöpfliche Außdauer glichen denen der Orks und ließen ihn auch mit Silelen belastet schnell vorankommen.
Der Vorsprung war auf knapp 100 Meter geschrumpft, als der Trupp endlich die Brücke über den Fluss ereichte, der das Kastellgelände von der restlichen Minenkolonie trennte.
Einige Blutfliegen flogen verärgert auf, als Silmacil und die anderen durch sie hindurchrannten, was ein ziemliches Glück für sie war, da die sauren Biester sich auf die Orks stürtzten, und ihnen so etwas mehr Zeit verschaften.
Schon war die Gruppe am Rande der alten Kastellmauer angekommen, ohne es zu ahnen, da die Mauer weg war. Genau wie das gesammte Kastell, das sich jetzt nahe Barakesch erhob.
Das ganze Kastell war weg?
Nein, nicht vollständig, wie Silmacil merkte, als der Boden unter ihm plötzlich nachgab.
Er schlitterte mit Silelen auf dem Rücken in einen halbverschütteten Gang hinein, der gute zwei Meter unter der Erde lag.
Silmacils verletzter Arm protestierte unter der zusätzlichen Anstrengung. Er war schon belastet genug gewesen, Silelen zu tragen. Dazu kam das stundenlange rennen, und nun diese Schlitterpartie...
Warmes Blut rann aus der halbverheilten Wunde und färbte den verband rot.
Auch der rest der Truppe kam mehr oder weniger genau in den Gang.
Mikelin und Farmar stolperten und rutschten auf demselben Weg hinein wie Silmacil, während Navrathil ca 1 Meter weiter vorne durch die Decke brach.
"Jetzt sitzen wir in der Falle..." rief Silmacil, denn aus dieser künstlischen Höhle würden sie niemals rechzeitig hinauskommen um den Orks weiter davonzulaufen.
Hoch über ihnen konnten sie bereits das Schnaufen der sich rasch nähernden Feinde hören, als sich plötzlich hinter ihnen die Wand öffnete.
Ja, richtig, die Wand öffnete sich.
Sie stürtzte nicht etwa ein oder sonstwas, nein, es war nur plötzlich eine Türlose Tür da, die vorher nicht da war. Fast so, als wolle es die Gefährten aufnehmen.
Anscheinend war nicht nur das Kastell ständiger Veränderung unterworfen, sondern auch dessen zurückgelassene Katakomben.
Was auch immer die Erklährung dafür war, es war Navrathil und den anderen ziemlich schnurtz, als sie durch die Öffnung in das Kastell hechteten.
Hinter ihnen verschloss sich die Öffnung nach ein paar Sekunden genauso schnell wieder, wie sie entstanden war.
Als die Orks einen Blick in das erdloch warfen, sahen sienur soliedes Mauerwerk.
Nach einer langen Reise hatten sie es doch tatsächlich geschafft, im Kastell angekommen zu sein-oder das, was noch übrig geblieben ist. Das Tor verschloss sich, die Orks waren auser Reichweite und die Gruppe erholte sich schnell wieder vom kleinen Orkschreck.
"Endlich da" fing Farmar an.
"Genau." antwortete Mike. "Wird ja Zeit." Mikelin entdeckte einen Vogel, der merkwürdigerweise mit reingeflogen war. Es schien eine Brieftaube, jedoch wussten die anderen nicht, was sie wollte. Sie flog weiter durch die Katakompen während Mike sich den Brief nahm. Anscheinend von einer Bekannten. Es ging Farmar und den Rest nichts an, also lies er es bleiben. Er wollte garnicht fragen, wer oder was ihm dort einen Brief geschrieben hatte und aus welchem Anlass. Obwohl Farmar ziemlich neugierig war. Aber, so gut kannten sich die Jungs ja nicht, dass Farmar gleich Mikelin´s Geheimnisse erfahren durfte. Nach dem lesen schien er aber ziemlich Glücklich. Warum nur? Was war denn mit ihm los? Anscheinend ging es ihm um etwas wichtiges. Farmar´s Gefühl verratete ihm, dass er es bald erfahren würde.
"gehen wir ins Dunkeln?" fragte Farmar.
"Uns bleibt keine Wahl.." antwortete Silmacil und mit diesem Wort liefen sie in das Dunkeln des Kastells. Sie fanden auch schon das erste Skelltet. Dort war ein Zettel. Es schien ein neugieriger Kerl gewesen zu sein, der hier unten war. Vermutlich noch zur Zeiten der Kolonie. Farmar fing an, laut vorzulesen, was sich in dem Zettel, den er bei sich hatte, befand:
Tatsächlich. Nun konnte ich den lächerlichen Dämonen und Schwarzmagier endlich mal aus dem Blick fallen, um mich in den Gemeuern näher umzusehen. Ich war schon weiter. Aber mich traf ein Skellet. Egal, wer so neugierig ist und meine letzten Schriften lesen kann. Egal wer. Geht weiter, aber mit vorsicht. Hier treibt sich alles rum, was man oben, um den Lagern nie finden würde. Minecrawler. Skelltete und Beliar allein weis, was noch alles. Ich habe nach diesem unterirdischen Raum gesucht. Eine Art Labor, Bibliothek, wer weiß was...Dort sind Uralte Bücher-die Geheimnisse mit sich bringen. Wenn ihr sie findet, dann habt ihr einen großen Schatz! Wenn dort allerdings nichts ist...Dann hatten sie Geschichten wohl keinen Recht. Nur die Götter wissen es. Wenn ihr was findet, kommt nicht zurück! Diese komische Luke ist verschlossen und kann nur von oben geöffnet werden! Der zweite Ausgang ist irgendwo dahinten....Ich weis aber ni
Die Zeilen hörten auf. Bestimmt wurde er in diesem Moment angegriffen. Farmar wusste nun, was sie suchen. Nach einem Raum. Einem Labor oder einer Bibliothek. Was es auch war-Geheimnisse könnten dort sein. Wenn sie es finden, oder auch nicht, dann müssen sie nur den Ausgang finden. Aber, wer weiß, wie lang die Kakakompen sind? Farmar hatte nun auch bedenken, um sein Leben und das seiner Freunde...
Silmacil
12.04.2007, 22:15
"Naja, jetzt haben wir wenigstens ein Ziel..."
dachte sich Silmacil, und die Gruppe zog los in die finstere Dunkelheit der Katakomben.
Nach einer ganzen Weile machten sie in einem größeren Raum eine Pause, um wieder zu Kräften zu kommen.
Der Raum schien früher einmal soetwas wie ein Speisesaal gewesen sein, denn es standen viele halbverrottete Stühle, Bänke und Tische herrum. Aber wozu auch immer der Raum einmal genutzt wurde, er war genau das richtige, um kurz zu pausieren.
Während sich Farmar, Navrathil und Mikelin in eine Ecke verzogen, und sich erschöpft hinlegten, kam Silelen entschlossen auf Silmacil zu, packte ihn an der Weste, und zog ihn energisch zu einem der herrumstehenden Tische.
"Silelen, was soll...." fragte Silmacil verblüfft, doch sie schaute ihn einfach an, zwinkerte und zog ihn weiter.
Am Tisch angekommen, bedeutete sie ihm, den Arm auf die Tischplatte zu legen.
Silmacil tat leicht verwirrt wie ihm geheißen, und Silelen nahm sofort die behelfsmäßige Binde von seinem Arm und besah sich die wieder aufgeplatzte Schnittwunde.
Dann nickte sie ernst, und ging zu einer Wand, wo ein alte Regal und eine erloschene Feuerstelle zu finden war.
Sie durchsuchte kurz das Regal, steckte ein paar Sachen ein, die Silmacil nicht erkennen konnte, und schührte dann ein Feuerchen.
Silmacil sah ihr verwundert zu, wie sie eine kleine Tonschale voll Wasser in die Flammen stellte, und irgendetwas reinlegte.
"Kann ich meinen Arm jetzt wieder von der Tischplatte nehmen?" fragte Silmacil, doch ein Blick von Silelen reichte, um ihm klar zu machen, dass das noch eine Weile dauern konnte. So zog sich Silmacil einen noch recht stabiel aussehenden Stuhl heran, und sah Silelen bei ihrer merkwürdigen Tätigkeit zu, den Arm brav auf den Tisch gelegt.
Nach etwa 5 Minuten holte Silelen mit spitzen Fingern die Schale mit dem kochenden Wasser vom Feuer, und fischte geschickt etwas herraus.
Silmacil konnte nicht erkennen was, nur das Silelen kurz das Gesicht verzog, als sie sich die Finger verbrühte.
Dann machte sie irgendetwas mit der Sache in ihrer Hand - da sie ihm den Rücken zukehrte, konnte Silmacil immernoch nicht sehen was - und kam auf Sil zu.
Schnell war sie bei ihm, stemmte sich mit ihrem ganzen Gewicht auf seinen verwundeten Arm, und stach zu.
Sengender Schmerz durchfuhr Silmacil, als die heiße Nadel durch die Haut stach. Silelen hatte alle Mühe den Arm weiter festzuhalten, und trotzdem noch genau zu stechen.
Silmacil konnte nur mit größter Mühe einen Schmerzschrei unterdrücken, und ihm standen die Tränen in den Augen, als die Nadel wieder und wieder zustach.
Dann war es vorbei.
Silelen schwang sich von Silmacils Arm hinunter - sie hatte sich draufsetzen müssen um ihn beim ersten Schock ruhig zu halten - und biss gekonnt den Faden ab.
Silmacil sah auf seinen Arm. Die Wunde war gut vernäht, und würde nun innerhalb kürzester Zeit verheilen.
Silmacil streckte den Arm kurz, und ballte die Hand zur Faust, was mit einem kurzen Schmerzimpuls bestraft wurde.
"Vielen Dank." sagte er aufrichtig zu Silelen, die ihn schüchtern anblinzelte.
"Wo hast du denn das gelernt?"
Sie deutete auf einige Peitschenstrimen, die sie noch aus der Sklaverei hatte, und noch gut zu sehen waren, als sie die Ledertunike an ihrem Arm hochschob.
Sie sah ihn an, und zuckte mit den Achseln.
Silmacil verstand. Er hatte selber gesehen, wie zwanglos die Assasinen die Peitsche auf die Sklaven hatten hinabfahren lassen. Irgendwann damals musste sie auch von einen Mitgefangenen gelernt haben, wie man solche Verletzungen behandelt, und dann war es nur noch ein kurzer Schritt, auch alle anderen Wunden behandeln zu können.
"Ok, gehn wir weiter..." brummte Navrathil, und alle anderen nickten.
Silelen nahm die brennenden Holzstücke aus der Feuerstelle, und verteilte die Fackeln unter den Gefährten. Dann brachen sie auf.
Verdammte scheiße...dachte Farmar. Silmacil hatte mal wieder mit den Gefahren zu tun. Farmar war nun sehr zielsicher. Er wollte so schnell wie möglich zu diesem Raum, koste es was es wolle. Er war sich sicher, dort würde er etwas über Beliar und seinen Möglicherweise damaligen und jetzigen Anhänger finden. Sicher war das nicht-klar, aber, er wusste, was er hier unten wollte und er konnte keine kleinen Spielerein gebrauchen. Auch wenn es ernst war. Seiner Meinung nach, sollten sie einfach aufpassen. Mikelin laß sich ziemlich oft diesen Brief durch. Was darin stand, sagte er nicht.Idiotdachte Farmar sich und es ging weiter. Die Katakompen waren dunkel. Jedoch wurde es schon besser durch Silelen ihre Fackeln. Sie schien doch nich so dämlich zu sein, wie Farmar dachte. Wenn sie jetzt noch reden würde, wäre das wunderbar. Es sah aber nicht so aus. Nun kamen sie an einen Abzweig. Nun, rechts oder links, war der erste gedanke den Farmar kam.
"Rechts oder links?" fragte er sogleich. "Wie wärs mit..."
"Mir egal" sagte Mike.
"Jaja...Nur dein scheiß Brief! Wahrscheinlich von deiner Mutter...Mikelin, ich hab Angst um dich!!" antwortete er ironisch.
"Meine Eltern sind tot..."
"Ja, und? Meine auch! Aber..."
Nun schwieg er. Farmar hatte den Gedanken, dass er nun seine Gefühle verletzt hatte. Aber es war wahr, nur den Brief in der Birne.
"Sil, Navrathil....Rechts-oder links?" fragte Farmar und wartete gespannt auf die Antwort.
WoW. Die Mauern des alten Kastells waren verschwunden und eine alte, nicht leicht zu bemerkende Luke bringt die Gefährten schon auf den Weg, alte Geheimnisse zu bergen. Noch bevor Farmar den Brief vorlaß, fand Mikelin eine Brieftaube, die an ihn gerichtet war. Ein Brief, der wirklich etwas bedeutete. Mikelin laß den ganzen Weg mehrmals den Brief. Wieder und wieder. Wieder und wieder:
Mikelin,
ich wusste, die Taube erreicht dich. Mein Neffe, ein Junger Ritter, des Königs, hat eingewilligt, dass du bei ihm als Anwärter arbeiten darfst. Um irgendwann einer zu werden, wie er es ist. Komme bald nach Vengard zu mir, ich werde ihn dir vorstellen. Er wird dich unterrichten und vorerst mal lehrern, wie man Innos dient. Bitte, siehe dich nun als Anwärter der Gilde Innos! Du kannst alles schaffen!
Gruß,
die alte freundliche Tante aus Vengard
Mikelin war froh. Nach dieser Biegung verratete Mikelin was da stand. Farmar, der Assasinenlehrling, staunte am meisten. Er war der einzige in der Gruppe, der mehr oder weniger mit den Orks im Bunde war...
Sie stimmten an der Wegkreuzung ab, wohin die Gruppe sich nun wenden würde. Dem Kerl in der dicken Fellkleidung, und dem mit dem Brief war es wieder einmal egal, sie sagten sowieso recht wenig, wenn es um die Entscheidungen ging.
Der dunkle, und Silmacil hatten sich recht schnell auf rechts geeinigt, und auch sie selber deutete mit dem Arm auf den rechten Weg.
Der dunkle.... Silmacil nannte ihn Faramar oder so... schien nur mäßig erfreut sie dabeizuhaben, aber was konnte man schon groß anderes von jemanden erwarten, der mit den Assasinen im Bunde ist?
Er sah sie überascht an, so als würde ihm jetzt erst klar werden, dass sie ja auch noch da war, und ihn sogar verstehen konnte, von Abstimmen gar nicht zu reden... und ging dann nach rechts.
Der Mann im Fellmantel, Silmacil schien ihm, diesen... Navrathil oder so.... zu vertrauen, sie kannten sich wohl schon länger, und so war sie ihm gegenüber nicht ganz so mistrauisch, wie dem Dunklen, oder dem anderen Kerl gegenüber.
Dieser andere Kerl, Mike nannten sie ihn, kam ihr etwas komisch vor, er wirkte vom Wesen her anders als die anderen.
Während sie in Silmacils Augen und denen dess Mannes mit dem Fellmantel eine einladende Kühle sah, so wirkten die seinen als würde er sich nach einem Feuer sehnen.
Die des Dunklen drückten natürlich eine rauchige Dunkelheit aus, die aber weniger abstoßend war, als sie erwartet hatte, und mit einem kühlen Hauch durchzogen war.
Sie selber wusste nicht, warum sie solche Einblicke in die Charakter anderer Leute gewann, wenn sie ihnen in die Augen sah, aber bisher waren ihre Ahnungen immer richtig gewesen, und so zweifelte sie auch jetzt nicht anderen richtigkeit.
Sie konnte außerdem erkennen, das keiner der Leute hier Gedanken hegte, ihr etwas anzutuen. Selbst der Dunkle nicht, und das war eine ganz neue Erfahrung für sie sich so... sicher zu fühlen.
Der Riese Silmacil hingegen hatte etwas so merkwürdig einladendes an sich, wenn sie ihn ansah. Er hatte kein Interresse an ihr, wie es die Sklaventreiber gehabt hatten, nein seine.... Fürsorge schien aufrichtig. Sein Interresse an ihr schien weitaus tiefgründiger, und nicht auf den eigenen Vorteil gerichtet zu sein, sondern auf das ihre! Auch das hatte sie noch nie erlebt.
Er hatte sich sogar die Mühe gemacht, einen Namen für sie zu suchen, und er hatte auchnoch nachgefragt, ob er ihr gefiehl und ob sie ihn annehmen wollte bevor er ihn ihr verlieh! All das hatte sie, hatte Silelen nie gekannt, und sie war eine ganze Zeit ganz verwirrt darüber gewesen.
Silmacil ging wie immer ganz ans Ende des Truppes, fals sie von hinten Angegriffen würden. Silelen ging direkt vor ihm, sie fühlte sich dort seltsamerweise viel sicherer, als damals im Zelt, oder auf dem Schiff, obwohl die Umgebung gefährlicher war.
Doch jetzt wusste sie, das Sil aufpassen würde, sie wusste irgendwie, das er aufrichtig darüber wachte, das ihnen allen nichts geschehen würde.
Nach einer ganzen Weile des laufens, unterhielt sich der Mann mit dem Brief mit dem Dunklen, der an der Spitze lief.
Silelen spitze die Ohren, und bekam allerlei über "Anwärter der Garde" und einer Tante in einer Stadt nahmens "Vengard" mit.
"Keine Ahnung wo das liegt, aber es scheint eine wichtige Stadt zu sein...." dachte sie sich.
Sie selber konnte leider nicht sprechen. Sie war... stumm wie die Sklaventreiber immer abfällig sagten.
Sie war aus irgendeinem Grund nicht in der Laage zu sprechen, und das machte sie in den Augen der anderen Minderwertig.
Das bedeutete aber nicht, dass sie nicht hören konnte. Höhren und vor allem Gehorsam waren ihr mit der Peitsche eingebläut worden, aber irgendwie schienen die Leute hier kaum wert darauf zu legen, so als währe sie ebenfalls eine Herrin.
Insgeheim suchte Silelen den Körper des Dunklen mit den Augen ab, wo er denn seine Peitsche versteckt hielt, doch bis jetzt konnte sie sie nicht entdecken.
Die Gruppe marschierte immer, immer weiter durch die scheinbar endlosen Gänge des Gewölbes.
Silelen wurden ihre Füße schwer, und als sie einmal stolperte, fing Silmacil sie auf, und trug sie weiter. Nicht so, wie sie in den Sklavenketten mitgeschleift worden war, sondern.... sie konnte es nicht beschreiben, wie es war, aber sie war froh darüber, dass er es tat.
Zwischenzeitlich wurden sie von ekeleregenden Kreaturen heimgesucht, die Silmacil einfach als "Riesenratten" bezeichnete, nachdem sie sie niedergemacht hatten.
Das war ein deutliches Zeichen dafür, dass er angespannt war.
Normalerweise lies sich Silmacil gerne lang und breit über ein Thema aus, sobalt er etwas darüber wusste, doch diesmal sagte er blos "Riesenratten" und sonst nichts.
"Er ist angespannt...." dachte Silelen und musterte den Mann, der mehr als einen halben Meter größer als sie war.
"Er ist beunruhigt."
Silelen gab Silmacil durch einen dankenden Blick zu verstehen, dass sie jetzt wieder ausgeruht genug war, um alleine zu gehen, und sie liefen weiter durch die Gänge.
Nach einer halben Ewigkeit kamen sie endlich in eine größere Halle, die wie eine Art... Nunja... wie das Zelt von dem alten Alchemisten eingeräumt war.
Silmacil, und der Dunkle schienen sich zu freuen, anscheinend war es der Ort, nach dem sie gesucht hatten. Weit weniger freuten sie sich über das dutzend Goblinskelette, die im Raum herrumstanden, und zum Angriff übergingen.
Zischend fuhren die langen, ungewöhnlich geraden Klingen vom Dunklen, Navrathil und Silmacil aus deren Grütel, und sie wehrten sich verbissen gegen die Klapprigen kleinen Gestalten.
Silelen selber griff nach dem Dolch, den Silmacil ihr geschenkt hatte, ein handgeschmiedeter ebenfalls gerader Dolch, den Silmacil angeblich selber einmal hergestellt hatte.
Es war ihr wertvollster Besitz.
Die drei Kämpfer legten sich mit der vierfachen Übermacht an, und einige Zeit wogte der Kampf recht ausgeglichen hin und her.
Der Mann mit dem Brief, und sie Silelen, wurden plötzlich auch von einem der Goblins angegriffen, und Silmacil musste sich gleich gegen vier verteidigen.
Silelen hatte viel zu viel damit zu tun, nicht von einem Knüppel zu Brei geschlagen zu werden, um genau mitzubekommen, was danach passierte.
Silmacil wurde von zwei weiteren Goblingerippen angegsprungen, und wurde in die Dunkelheit des Ganges hineingerissen, wo er mit einem dumnpfen Aufprall zu Boden ging, fünf Goblins über ihm, die mit Knüppel immer und immer wieder zuhieben.
Der dunkle hatte bereits ein Gerippe erledigt, und wurde von zwei weiteren beharkt, der mit dem Fell stolperte fast über die übereste von zweien, die Silmacil fertiggemacht hatte, als er vor dem Angriff seines einzelnen Gobogegners zurückwich.
Das letzte Goblingerippe kämpfte gegen Silelen und diesen... Mike gleichzeitig, und hielt sie beide in Schach, bis ein Glückstreffer von Mike es zu Boden schickte.
Irgendwann kurz darauf kam Silmacil wieder aus dem Gang getorkelt, von zerbrochenen Knochen und Spinnenweben überseht, aber abgesehen von ein paar blauen Flecken unverwundet.
Daran, dass die Skelette nicht mehr aus dem Gang hinauskamen konnte Silelen sehen, dass diese wohl bereits erledigt waren.
Der Dunkle und der mit dem Fell... Navrathil entledigten sich innerhalb kurzer Zeit jeweils eines Gegners und der letzte Goblinknochen hatte keine Chance gegen drei Schwerter auf einmal.
Verwundert sahen alle sich im Raum um, Silmacil sah witzig aus, mit all den Spinnweben im Haar, und dann begannen sie zu jubeln.
Silelen hätte gerne mitgemnacht, und sie sprang sogar ein klein wenig mit geöffneten Mund herrum, genau wie die anderen, doch sosehr sie sich auch anstrengte, kein Laut kam aus ihrem Mund.
Und so beschrängte sie sich darauf, freudestrahlend zu grinsen, und mit den Augen zu lachen.
Es ist doch nicht war. Diese Silelen machte die dämlichsten Blicke, nach Farmar´s alten Feind aus Silden. Farmar fing an sie zu hassen. Mikelin war doch nun tatsächlich ein Diener Innos. Es ist nicht gut. Farmar war hier der einzige Beliar Diener hier. Auserdem mit den Orks im Bund. Noch dazu sind Silmacil und Navrathil die Leute, die gegen die Orks kämpfen. Prima. Farmar war wie in einer Falle. Das schönste ist ja, dass Silelen bekanntschafft mit Assasinen gemacht hatte und das beste daran ist, dass sie Farmar beim nächten Schlaf mit dem hässligen Dolch ermorden könnte. Farmar fühlte sich irgendwie unwohl. Wie dem auch sei. Die Leute entschieden sich dann für rechts. Auf dem Weg laß Farmar sich den Brief nochmal durch. Dort stand nichts von links oder rechts, was Farmar verdächtig vorkam....Auserdem machten Silelen und Mikelin komische Blicke. Sowie Silmacil. Irgendwas war aufeinmal anders....
"Was ist mit euch los?" fragte Farmar und bekam keine Antwort. Sil holte aber kurz tief Luft und schien antworten zu wollen....
Silmacil
14.04.2007, 15:26
Silmacil freute sich riesig.
Endlich hatten sie den Raum gefunden, der in diesem seltsamen Brief beschrieben wurde.
Der gesammte Raum war vollgestopft mit Alchemischen Gegenständen und seltsamen Gerätschaften.
Noch dazu lagen sie hunderte Bücher herrum, einige Experimentelle aber nun nutzlose Runen lagen herrum, vollgekritzelte Blätter waren auf dem Alchemietisch verstreut.
In einer anderen Ecke war sogar eine komplette Schmiede eingerichtet.
Abgesehen von Silelen stürtzten sich alle auf die Gerätschaften.
Farmar untersuchte die alten Runen, und las in den Büchern.
Navrathil durchwühlte einige Truhen mit unerkennbaren Gegenständen durch.
Mike besah sich die Zeichnungen, und Silmacil....
Nun, er ging zielstrebig auf die Schmiede zu.
Die Esse war halb zerfallen, und der Ambos hatte schon deutlich bessere Zeiten gesehen.
Der Schleifstein war in der Mitte zerbrochen, und das Wasserbecken war von Pilzen überwuchert.
Anscheinend war dieser Raum bereits lange vor den Zeiten der Kolonie verlassen.
Nachdem sich Silmacil eingehend von der Unbrauchbarkeit der Schmiede überzeugt hatte, ging er zu einer Art Buchständer, der unweit der Schmiede herrumstand.
Auf dem Buchständer lag ein altes verstaubtes und halbzerfallenes Pergament. Die Schrift war sehr alt, und hatte sogar noch eine gewisse sprachliche Ähnlichkeit mit der alten Sprache.
Silmacil schätzte das Alter auf wenigstens 100 Jahre. Dies schien auch in etwa mit dem Alter der Schmiede übereinzustimmen.
Extrem vorsichtig strich Silmacil die Staubschicht von dem Pergament, und begann die verwitterte Schrift langsam zu entziffern.
... habe es nun endlich Geschaft.... es gibt einen Zusamm....ng von den Drachenherren und des leuchtendem Eisens von Karynis zu .....stehn
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kühlen die Klinge ihrer Waffen in Drach...blut ab, was dem Eisen eine unglaubliche Härte verl.....
Je nach ........... benutzen sie verschiedene Sorten des magischen ....sens. Das blau le...ht..de Eisen das häufigste und auch das am meisten verwendete. Es wird vor allem ..... Rüstungen verwendet, da dieses Metall eine unglaubliche Härte entwickelt, und sich relativ leicht verarb....ten lässt.
Weit...r im Süden wird eine andere Art des leuchtenden Eisens abgebaut. Sie ....... es "Schw....zes Erz". Diese Art des leuchtenden Metalles hat seinen Namen zweifelsohne von seiner schwarzen Färbung.
Auch weit......in scheint dieses Metall vollkommen andere Eigenschaften zu ...... als das blaue. Es ist weniger stabiel, sondern scheint einigen E....fluss auf die Zeit zu haben. Der Träger scheint sich schneller zu bewegen als normal, und nimmt angeblich alle anderen verlangs... war.
Aus diesem Metall soll angeb... auch das berühmte Schwert der Höchsten des Drachenherren zu bestehen. Sein Name lautet: ......... Angeblich soll er eines Tages ohne Errinerungen zurückkommen um als hl...ger Feind die Orks mit seinem Schwert Ur....... zu vernichten.
Das legendäre rote ...... kommt wohl nur an wenigen Orten hier vor.
Zum ein... in der Nähe der Orkstadt, zum anderen gibt ..... ier unten eine Ader dieses Metalls.
Das rotleuchtende Metall soll wohl stärkere Eigenschaften als das bl... .....all haben. Es soll nicht so stabil sein, jedoch sollen Waffen ....... weit mehr Schaden anrichten und sich selbst durch Drachenschuppen schneiden können.
Nur we..... unter den Dra...........erren besitzen solche Waffen, da sich ..eine Mine davon in ihrer Hand befindet.
Durch das abkühlen von Schmiedeerzeugnise aus dem leuchtenden Metall in Drachenblut werden die Eigenschaften der Metalle verändert.
Dabei w....rden die Stärken des jeweilige..... alls verstärkt. Das blaue wird ...ch stabiler, das rote noch schärf... , ...... ..... ......ze verändert die Z.... ...... stärker.
Leider verlieren die Metalle den Größten Teil ihrer Kraft, .....en ,man sie nicht na..... ........ ganz speziellen Tech....... schmiedet.
Leider ist es mir noch nicht gel.... diese Technik zu ermitteln, doch dies ist nur noch eine Frage der Zei.. .
Ich habe außerdem von den Drachenherren erf...... (er verlangte eine wahrlich ungeheuere Bestechungssumme dafür), dass sich die Eigenschafften der Metalle weiter verändern, wenn man sie legiert. .....mit das Metall dabei den ......ößten Teil seiner Kraft behällt, muss man darauf achten, das die Metalle mögl..... rein sind.
Auch eine Legierung mit veredelten E....sen, - von den Männern des Festlandes auch Stähl genannt - bringt gute Ergebnisse.
Wie genau diese Eigenschafften der Legierungen aussehen wird bestimmt durch: ................................................................................ ................... ................... !
Angeblich haben diese verfluchten, zauberkräftigen Feuergottesstreiter der Festlandes ebenfalls eine Möglichkeit gefunden, Waffen aus leuchtendem Metall dadurch zu verbessern, das sie sie in einem aufwändigen Ritual ihrem Gott segnen.
Eine Beschreibung dieses Rituals liegt den Aufzeichnungen bei.
Es ist mir gelungen, einige Voräte an diesem l....... Metall anzulegn, sie liegen in einer Kiste in einem Geheimraum hinter dem Schleifstein.
................................................................................ ....................... ................................................................................ ....................... ................................................................................ ....................... ................................................................................ ....................... ............... des Volkes.
Dieses kleinwüchsige Volk lebt in den nördlichen Bergen des .......landes.
Sie haben eine vorliebe für Äxte, die sie ebenfalls aus dem leuchtenden Metall herstellen.
Diese Art der Verarbeitung habe ich noch nie gesehen! Es ist unglaublich, was dieses Primitive Volk in ihren Minen erfunden haben.
Eine gewisse ähnlichkeit mit den Verarbeitungen von den Drachen...errn und ihren Nachbarn, den Nordlandbarbaren ist nicht zu leugnen, doch die Axtherstellung beherrschen sie noch weit besser als diese.
........ habe die Baupläne von zwei dieser Äxte die ich ............................... ......... erworben habe zu der Beschreibung des Feuergottesrituals hinzugelegt.
................................................................................ ....................... ......... muss mich beeilen. Die anderen Schwarzmagier sind nicht sonderlich angetan von der Richtung meiner Untersuchungen. Sie unterstellen mir Verbindungen zu den Feueranbetern, die ich aufgesucht habe um ihre Rituale kennenzulernen. Ich muss ihnen bald Ergebnisse meiner Arbeit vorlegen, wenn ich meien Kopf behalten will.
Dabei arbeite ich gerade an einem neuen Experiment, wenn es gelingt....
aber, ich habe keine Ahnung, ob ich mit der Präsentation für meine Brüder je rechtzeitig fertig werde.......
An dieser Stellen endete der Text.
Silmacil rollte das Pergament vorsichtig zusammen, und steckte es ein. Danach hohlte er die Truhe aus ihrem Versteck und sah hinein.
Neben einigen Bauplänen verschiedener Waffen und des Segnungsrituals der Paladine lag dort einiges an Erz in allen drei Farben darin. Dazu noch dutzende Phiolen mit einer Blutroten Flüssigket.
Silmacil schloss die Truhe wieder, und schleppte die schwere Kiste in den großen Raum.
Er war sehr gespannt, was die anderen so alles gefunden hatten.
Der Raum. Der Raum, welcher im Brief beschrieben wurde. Jedoch war er völlig anders als im Brief. Weder Bibliothek, noch Schmiede, noch Alchemieraum. Es war alles. Eine wahrscheinlich 1000 Jährige Schmiede stand in der Ecke. Dort würden sich bestimmt noch Dolche schmieden lassen. Oder gar überhaupt nichts... Farmar fing ersteinmal an, energisch in den Büchern zu lesen, während die anderen sich irgendwelchen Krimskrams suchten. In den alten Räumen hier unten gibt es bestimmt genug, zu findene Gegenstände. Aber Farmar wollte nicht irgendetwas, er suchte nach etwas wertvollen. Was er irgendwo für gutes Geld oder anderen Zwecken loswerden würde...Er laß ein paar Bücher. Dann fand er eines, über das Minental. Da Farmar sich nicht lange dort aufhielt, wollte er gerne etwas wissen. Die Leute, die hier lebten, wissen bestimmt mehr, als jeder Gefangene, der je hier war. Also fing er an zu lesen:
Das Minental von Khorinis ist weithin bekannt, da das magische Erz nur dort auftaucht. Dies hängt möglicherweise mit dem Erzdämon namens Schläfer zusammen, nach dessen Ableben kaum noch Erz gefunden wurde, aber das ist Spekulation.
Anfangs war das Tal eine Grafschaft, dessen Besitzer in der Felsenfeste wohnte, der letzte bekannte Graf war Bergmar zu Westfeld, welcher das Tal jedoch aufgrung von Schulden oder eines verlorenen Krieges für nur 400 Pfund Gold verkaufen musste.
Zur Zeit der Orkkriege machte der König das Tal zur Gefangenenkolonie, da er das Erz dringend brauchte und jeder, der sich eines noch so kleinen Verbrechens schuldig machte, wurde in sie verbannt und musste für den König schürfen. In dieser Zeit wurd auch die Burg im Mittelpunkt des Tals errichtet, da ein zentraler Sammelpunkt gebraucht wurde und die Felsenfeste zu abgelegen lag.
Einige Jahre später spürte Xardas, der zu der zeit noch Hoher Feuermagier war, eine böse Energie vom Tal ausgehen und beschloss es abzuschirmen. So überzeugte er den König eine magische Barriere um das Tal zu erschaffen, wobei er ihn in dem Glauben ließ, dass sie dazu da sei, damit die gefangenen nicht ausbrechen könnten.
Jedoch nahm sie größere Formen an, als erwartet und zog sich so über das ganze Minental. Die Gefangenen nutzten diesen Moment der Überraschung aus, töten die Wächter und ergriffen die Kontrolle über das Minental.
Aufgrund der Barriere, in die man wohl hinein, aber nie wieder hinauskonnte, war der König untätig irgendetwas davon zu verhindern und war gezwungen Verhandlungen mit den Gefangenen aufzunehmen, in denen er Nahrung und andere Annehmlichkeiten gegen das Erz tauschte.
Nach wiederum einigen Jahren bildeten sich die anderen zwei Lager im Inneren der Barriere, welche ihren eigenen Ausbruchsplänen nachgingen und nicht weiter im alten Lager den König versorgen wollten.
Gegen Ende der Zeit der Barriere gab es drei Minen im Tal, die alte Mine, welche wahrscheinlich auch die erste war und zum alten Lager gehörte, die verlassene Mine, welche jedoch eingestürzt war und die freie Mine, welche die neueste war und zum neuen Lager gehörte. Die Alte Mine brach jedoch auch zusammen, als die Schürfer auf einen unterirdischen Fluss stießen.
Schließlich brach die Barriere aber in sich zusammen. Zu diesem Zeitpunkt war sie zwischen 15 und 20 Jahren alt gewesen.
Die Gefangenen, die ihren Zusammenbruch überlebten flohen aus dem Tal, einige aber wurden ergriffen und kamen nach ungefähr zwei Wochen mit einer Expedition der Paladine, welche vom Zusammenbruch der Barriere gehört und daher nach Khorinis gekommen waren wieder ins Tal. Die Expedition hatte zum Ziel das restliche Erz aus dem Tal zu holen, so wurden die Gefangenen in drei Schürftrupps unterteilt und zu alten Minen oder Stollen geschickt um die Arbeit wieder aufzunehmen.
Nachdem die Schürfer losgeschickt waren, kamen jedoch die Orks ins Tal und begannen, die zentrale Burg, in welcher sich die Paladine verschanzt hatte, zu belagern. Ungefähr zeitgleich begannen auch die Angriffe der Drachen, die das ganze Tal verwüsteten und auch den Außenring der Burg zerstörten.
Nach einiger Zeit errichteten die Orks eine große Palisade vor dem ehemaligem Sumpflager um dahinter ihre Truppen zu sammeln, welche per Schiffen dorthin gelangten.
Aufgrund dieser Situation war es den Paladinen unmöglch, das Erz in Sicherheit zu bringen, außerdem fanden sie sowieso nur noch sehr wenig. Überdies waren zwei der drei Schürftrupps nach ein paar Wochen tot, von Minecrawler bzw. Orks überrascht und niedergestreckt worden.
Es konnte nicht war sein. Möglicherweise, treibt sich immernoch wehr hier unten rum. Kurz vor dem Ende, schrieb diese Person, dass die Orks die Palisade errichteten. Jedoch, konnte das niemand wissen, der nicht in den letzten Monaten hier war. Möglicherweise, treibt sich noch jemand in den Höhlen rum? Oder ist die Person vielleicht tot. Sicher war, dass Farmar nun aufpassen sollte. Er beschloss, den anderen nichts zu erzählen. Die sollten lieber erstmal ihren Krimskrams holen. Als er daran dachte, wollte er auch nach etwas suchen. Aber, hier wäre es vor allem zu offensichtlich gewesen. Besser, er sucht da, wo die vier nicht waren. Auf dem Weg, fand er eine merkwürdige Wand. Sie war mit einem merkwürdigen Muster ferziert. Er legte sein Ohr ran und klopfte, ob dort vielleicht etwas ist und tatsachte! Es war eine Art Geheimraum. Warum es noch welche gibt, wusste Farmar allerdings nicht. Die gesamten Katakompen waren doch ein Geheimraum. Farmar suchte die Wand nach einer Art Schalter ab und fand auch einen. Er betätigte ihn und die Wand ging nach unten. Silmacil, Navrathil, Silelen und Mikelin waren nicht da. Farmar lief beruigt rein. Es war eine Statue in ihr. Eine Beliarstatue. Klar, es waren ja die Katakompen des Kastells. Vielleicht hatten hier unten wirklich Diener Beliars gehaust. Oder gar Xardas? Es war nicht wirklich eindeutig.
Farmar spendete etwas Gold und betete zu Beliar. Danach kam ein magisches Gefühl in ihn auf. Es war, als könnte er jede einzelne Magische Arder in den Katakompen spüren. Und diese waren nicht sehr entspannend. Merkwürdige Kopfschmerzen suchten ihn heim. Aber er entdeckte eine Truhe mit einem Brief und ein paar Brocken Erz. Es war aber kein normales Erz. Es war merkwürdiges rotes Erz. Er steckte sie ein und laß den Brief:
Fremder!
Ich nehme an, du hast gebetet. Daran hast du gut getan. Die mikrigen Kopfschmerzen, fremder, wirst du schon vertragen. Nach einer Weile zumindest. Du hast bestimmt gemerkt, dass du magische Ardern der Katakompen spürst! Das liegt daran, dass Beliar dir das geschenkt hat und wir Schwarzmagier uns damals hier aufhielten. Der Raum und der Rest der Katakompen sind euserst magisch! Es wird Schmerzvoll! Aber nur für eine Bestimmte Zeit.
Danach endete der Text. Farmar fing an zu verstehen, was hier los war. Er lief zurück zu den Räumen. Probierte sich die Kopfschmerzen und die Kraft, die magischen Ardern zu spüren nicht anmerken zu lassen. Erzählen wollte er auch nichts...Er müsse da nun alleine durch, dachte er und sah sich an, was sie gefunden hatten. Farmar hatte nur 10 Brocken rotes Erz. Über den Rest, wollte er schweigen. Sie müssten nicht wissen, dass er Beliar angebetet hat und nun höllische Kopfschmerzen hat und magische Adern spürt. Also schwieg er...
Dieser komische Raum beunruhigte Silelen.
Gestern hatten sich alle wild und ohne Nachzudenken auf die Schätze dieses Raumes gestürtzt.
Nur Silelen war da etwas zurückhaltender. Erstens suchte sie nach nichts speziellen - so wie Silmacil, der zielstrebig auf die Schmiede zugelaufen war - und zweitens war sie etwas beunruhigt von dem Raum.
Halbherzig durchsah sie Bücher, die sie nicht lesen konnte, Runen die sie nicht nutzen konnte, die Schmiede die sie auch nicht benutzen konnte, und die Truhen, die sie nicht öffnen konnte.
Endlich kam sie zu einer, die nicht verschlossen war, und was sie darin sah, hätte jedes Frauenherz höher schlagen lassen:
Gold und Geschmeide, Perlenketten und Juwelenringe, alles in Massen.
Doch Silelen klappte den Deckel einfach wieder zu, ohne sich etwas genommen zu haben.
Sie hatte in ihrer Kindheit schnell gelernt, dass wenn man sich mit etwas beläd, das nicht überlebenswichtig ist, ist man überladen.
Und sie konnte keinen praktischen Wert in sinnlos zurechtgehauenen Metall sehen, das zu weich war um als Werkzeug zu dienen.
Einige Zeit tappte Silelen weiter durch den Raum, mit seinen gewaltigen Bücherregalreiher, seinen Aufzeichnungen und Alchemietischen, seiner Schmiede und den vielen vielen Truhen. Schlieslich blieb sie vor einem Regal stehen, wo sie glaubte etwas gesehen zu haben.
Heilkräuter.
Der größte Teil war verschimmelt, vertrocknet oder sonstwie unbrauchbar, doch in einigen Tönernen Dosen waren die Kräuter noch frisch.
Anscheinend bewahrten diese Dosen den Inhalt vor dem Zahn der Zeit, doch auch sie lies Silelen wo sie wahren, und nahm sich nur die Kräuter und einen kleinen Lederbeutel.
Sie durchsuchte das Regal gründlich und noch so einiges wanderte in den kleinen Lederbeutel.
Eine kleine Nadel aus Schattenläuferhorn, eine Rolle dünnen Faden, mehrere Leinenstoffvrbände, etwas Bienenwachs zum Salbe mischen, 3 Flaschen mit reinem Alkohol zum Desinfizieren.
Silelen fand einige Reagale weiter auchnoch ein paar funktionstüchtige Fackeln, sowie Feuersteun und Zunder, was sie ebenfalls mitnahm.
Heute benahmen sich alle irgendwie noch merkwürdiger.
Der dunkle schien noch dunkler geworden zu sein. Sein Gesicht war die ganze Zeit verkrammpft, so als habe er Schmerzen, die er nicht offen zeigen wollte.
Navrathil hatte einen kleinen Sack voll mit seinen Funden gestopft, und hütete diesen wie sein Augapfel.
Er und der Kerl mit dem Brie saßen zusammen, und unterhielten sich.
Nur Silmacil verhielt sich normal.
"Naja eigendlich kann man Silmacil als ganzes nicht mehr als "Normal" bezeichnen, aber was genau ist eigendlich "normal"?"
Silelen schob diesen tiefgründigen Gedanken beiseite. Normalerweise philosophierte sie gerne etwas herrum, obwohl sie keine möglichkeit hatte ihre Gedankengänge anderen mitzuteilen.
"Naja, auf jeden Fall ist es seit dem letzten Monat normal, das ein 2,20 Meter großer Nordmann den halben Tag und an den unmöglichsten Orten trainiert."
Und Silmacil war am trainieren und wie.
Neben ihm stand eine kleine Truhe, die einen sehr alten Eindruck machte.
Das schweigen war erfolgreich. Es gelang Farmar, den Schmerz nicht offen zu zeigen. Und es war auch besser so. Das größte Problem war aber, dass sie nicht aufhören wollten. Auserdem störten diese Magischen Strömungen und Adern die er hier spürte. Ständig musste er sich im Kreis drehen, weil er mal da und dann mal wieder dort etwas spürte. Es wäre, als würde hier noch mehr als nur ein alter Raum mit Aufzeichnungen und Schätzen liegen. Irgendwas musste hier noch sein. Die anderen schienen es nicht einfach so zu merken-gut so. Aber, als Farmar wieder in den Raum zu den anderen kam und damit kämpfen musste, sich nichts anhaben zu lassen, beobachtete er eine kurze Weile die anderen. Navrathil sah froh aus-mit einem Sack in der Hand, indem er wahrscheinlich eine Menge Schätze oder was auch immer lagerte. Mikelin....sah er garnicht, er suchte anscheinend noch nach irgendwas-verständlich. In den Gemeuern gab es ja auch genug Sachen. Silmacil trainierte mal wieder wie ein verrückter. Und diese..Silelen: Sie war wie Farmar dabei die Leute zu beobachten. Sprechen konnte sie nicht-aber denken. Sie war nicht dumm, aber ging Farmar auf den Kecks. Es wäre ihm lieber, die wäre nicht Stumm. Aber, man kann es ja schlecht beeinflussen.
Farmar wurde den Gedanken nicht los, dass Silelen wusste, was mit Farmar war. Sie schien es zu merken. Aber, er würde probieren, es nicht weiter zu zeigen. Was schon so unheimlich schwer war. Farmar beunruigte dieser Raum immer mehr. Als würde in kürzerer Zeit etwas passieren. Aber, mehr als Angriffe von untoten oder Minecrawlern erwartete er nicht. Der Rest wäre unmöglich gewesen. Nichts desto trotz wurden die Kopfschmerzen wieder stärker. Farmar musste schnell aus diesem Raum weg...Er lief in eine andere Ecke, was er nicht bemerkte-er wurde verfolgt...
Noch merkte er das nicht. Er lief irgendwo anders hin und drehte sich zwei mal nach hinten. Er sah niemanden. Dann ging er in die Knie-fasste sich mit beiden Armen an den Kopf und drehte diesen im Kreis. Dabei sagte er immer leicht "aahhh" und wieder "aahhh". Dann kam diese Person auf ihn zu-es war Mikelin.
"Hey!" fing er an. "Was´n los?"
"Ahhh..." antwortete der leidente und fuhrt stockend fort: "Ni...nich...nichts...Es ist alles...aahhhh"
"Junge! Was is passiert?" fragte er.
"NISCHT!!! GEHH!!" schrie dieser Mike an.
"Ok ok.." antwortete dieser und lief weg. Der Assasinenlehrling lag immernoch am Boden und drehte den Kopf. Die Schmerzen waren stark. Es ist, als wäre eine Anwesenheit hier unten. Die Strömungen, Adern...Das Gebet, die Kopfschmerzen. Es war irgendwie eindeutig, was Farmar nun einviel. Er dachte an eine Art Dämon, die vielleicht Mitternachts erscheinen würde um hier zu wachen. Die anderen hatten erzählt das sie alte Strohbetten aus der Koloniezeit oder früher gefunden hatten. Wenn alle zu Bett gingen, würde er sich auf die Suche machen...
Er lief mit den Schmerzen zurück. Ohne sich etwas anmerken zu lassen. Navrathil, Mike und Sil waren schon schlafen. Gut-wer weiß, wie spät es oben war. Nur Silelen war wach. Der Lehrling sagte zu ihr, dass sie schlafen sollte und sie legte sich hin. Sowie Farmar. Er blieb eine kurze Zeit wach und wartete, bis das Mädchen endlich einschlief...
Es dauerte wirklich nicht lang, dann schlief die ehemalige Sklavin auch schon. Farmar lief also in den Raum. Er sah zu den Büchern, dann zu dem Alchemietisch. Nichts.
Dann sah er zur bestimmt 1000 Jährigen Schmiede-nichts. Doch aufeinmal spürte Farmar schon wieder stärkere Energie und ein merkwürdiges Leuchten ging kurz vor der Schmiede auf. Es blendete-er musste sich die Augen halten. Dann hörte er aufeinmal das schleifen, am Schleifstein der Schmiede. Dort müsste wirklich der Dämon erschienen sein. Das Licht war weg. Und er sah hin. Dort war ein Körper. Ein kleines Stück größer als Farmar. Und...Ein Geist. Das musste die Anwesenheit sein, den der erschrockende hier spürte. Ein Geist, der Nachts hier schmiedete.
"Hey!" sagte er dann zu der Gestalt. Der Geist hörte auf zu schmieden und drehte sich langsam um. Er blickte nun zu Farmar. Er sah ihn tief in die Augen und sprach mit einer Stimme, die unmenschlicher war als alles, was der Lehrling in seinem ganzen Leben je zu hören bekommen hatte:
"Wer bist du...und....warum....störst du....mich?"
"Ich heiße Farmar. Wir sind hier unten um die Katakompen zu untersuchen! Ich habe dich....ausversehen gefunden...genau ausversehen.."
"Ach was?"
"Ja..Ich könnte dich eigentlich auch fragen, was du hier machst?"
"Ich war vor einigen...Jahren Diener der, die hier ihr Leben lebten. Ich wurde gestraft, weil ich einen Fehler begangen habe. Zum 1000 Jährigen Schmieden-Nacht für Nacht..."
"Und?"
"Wenn ein Mensch kommt...."...fuhr er fort. "und mich erlöst....Kann ich in Frieden meine letzte Ruhe geniessen..."
"Und was muss ich dafür tun!"
"Du musst....mein Handwerk erlernen.."
"WAS?"
"Ja..Du sollst schmieden lernen."
"Wie soll das gehen?"
"Na ganz einfach...ich bringe dir die Grundlagen für ein einfaches Schwert bei. Dann kannst du schmieden. Du schmiedest eines und zeigst es mir. Wenn es gut geworden ist, bin ich frei!"
"Nun...Gut."
Er war geschockt. Sollte er nun wirklich sein "Handwerk" erlernen. Und vorallem, von einem Geist? Er war sichtlich geschockt. Aber, die Kopfschmerzen wurden schwächer. Die Botschafft auf dem Zettel hatte recht, nach einer Zeit, sind sie wie weggeblasen.
"Wann soll ich anfangen?" fragte Farmar gespannt.
"Wenn du am nächsten Abend-also morgen...kommst und anfängst, wäre es am besten. Einverstanden?"
"G..ut.." antwortete der möglichweise bald zukünftige Schmied und ging zu Bett. Er war sich noch nicht im klaren, was nun auf ihn zukommen würde. Er sollte von einem Geist lernen um ihn zu befreien. Vielleicht aber, bringt es ja auch noch mehr, auser grundlegende Erfahrungen im Schmieden. Vielleicht etwas intresanntes...oder gar wertvolles. Nur eines war sicher, er konnte nun nicht mehr zurück. Das schwierigste aber würde werden, zu schweigen. Niemanden etwas zu erzählen, obwohl die sache mit Mikelin war. Eine Notlüge würde anscheinend auch noch gebraucht werden...
Am nächsten Tag lief alles so, wie Farmar sich das gedacht hatte. Er schwieg den Tag über. Mikelin, der ja eigentlich schon den Lehrling fast auf frischer Tat erwischt hatte, habe noch kein Wort darüber verloren, nur merkwürdige Blicke kamen rüber. Der Lehrling spielte mit den Gedanken, Mike einen Streich zu spielen. Er wollte ihn eine Lüge auftischen, die ihn dazu verleitet keinen einzigen bösen Blick mehr auf den zukünftigen Schmied zu richten. Am Abend, als die Gefährten den Schlaf gefunden hatten, schleichte Farmar sich in den Raum mit der Schmiede, dort war der Geist auch schon Anwesend.
"Abend"
"Wir fangen...an.." sprach er, mit seiner überaus unmenschlichen Stimme.
"Als erstes musst du den Stahl ins Feuer halten-bis er glüht. Dann musst du den glühenden Stahl abkühlen, danach am Amboss schmieden. Wenn du ein wenig Zeit in die Schritte steckst hast du ein einfaches Schwert-ungefär so eines, was du trägst!"
"Ist das alles?" fragte er neugierig.
"Man kann das natürlich noch vereinfachen und mit Erz überziehen und was weis ich...Aber...Du sollst ein einfaches Schwert schmieden! An die Arbeit!" erklärte er und schwieg.
Der Geist zog sich in eine Ecke zurück. Er "setzte" sich. Es sah etwas merkwürdig aus, er war ja ein Geist. Jedenfalls hies das für den Lehrling-das er anfangen sollte. Nun musste er doch tatsächlich ein Schwert schmieden...
Farmar suchte sich schnell einen Rohstall-kurz-da gleich einer da lag. Der Geist hatte auf magische Weise das Feuer schon zum brennen gebracht, so das der Lehrling nicht erst das Feuer erhitzen brauchte. Es war ein Vorteil, wie er fand. Der Geist saß gespannt dort hinten und beobachtete Farmar-er wollte es aber nicht zu erkennen geben, also laß er dabei ein Buch. Durch so etwas wollte der junge Schmied sich aber nicht aus der Fassung bringen lassen und sich ein Schwert schmieden. Ein einfaches, stinknormales Schwert eben. Immerhin wird nur so der Geist erlößt und der Junge hätte was dazu gelernt. Er hielt den Rohstahl ins Feuer. Jetzt musste er eine ganze Weile warten, bis genau dieser erhitzt. Nach einer Weile passiert das dann auch und der Lehrling konnte fortfahren. Farmar legte den glühenden Stahl in das Eimer mit dem schon grünen Wasser, um ihn abzukühlen. Das Wasser fand Farmar ekelhaft. Er konnte den Stahl schon garnicht mehr sehen, so dunkelgrün war es. Dem aussehen nach zu urteilen, wurde dieses in den Jahren nicht ein mal gwechselt. Jedenfalls holte Farmar dieses raus. Dann schlug er die Klinge am Amboss zurecht. Dazu benötigte er den Schmiedehammer, der schon fast griffbereit lag. Als das auch endlich fertig war, schleifte er die Klinge am Schleifstein. Er fand, er sollte noch ein wenig hämmern. Das tat er dann auch. Der Geist hatte bestimmt nicht nur so gesagt, dass man Zeit und Gedult nutzen sollte. Der Geist wollte erlößt werden und konnte sich auf Farmar verlassen, also gab er sein bestes. Er schliff nocheinmal, änderte ein wenig feinheiten und...fertig war das normale Schwert.
Er winkte den Geist zu sich rüber, der auch sofort herkam. Mit eifrigem Blick und den Hammer in der Hand sah er den schwitzenden Lehrling an. Erst hatte dieser das Gefühl-was falsch gemacht zu haben, aber, er sah sich zuerst die Waffe an.
"Hm...hmh...Ja...Das ist in ordnung. Nur noch der Test-ob sie zu schwingen geht-ist sie zu leicht, oder zu schwer! Der Test kann alles entscheiden!"
Mit einem einfachen OK antwortete er auf den Tipp des Geistes und nahm die Waffe und schwang sie etwas durch die Luft. Dann übte er ein paar Schläge. Es machte sich recht gut.
"Geht sie?"
"Ja.."
"GIB!" schrie er den Jungen aufeinmal an. "WARUM GEHT SIE und ich bin IMMER noch nicht frei??"
"Ich weis es nicht"
"Sie ist ein normales, gut geschmiedetes einfaches Schwert!!"
"Ja"
"Und warum bin ich nicht frei, sowie es der alte damals gesagt hatte?"
"alte?"
Der Geist schnief, antwortete nicht auf das alte von Farmar. Was hatte das zu bedeuten? Er war erfahrener Schmied, sagte das er nun eigentlich frei wäre und was passiert-rein garnichts. Farmar war sprach- und ratlos. Der Geist laß derzeit, als Farmar ratlos durch die Gegen guckte, auf einem Zettel.
"AAHHH" sagte er.
"Was?"
"Ich weis-was...passiert..ist...."
"Es ist?"
"Es ist...Du musst eine Waffe für dich selber schmieden! Eine...besondere Waffe....also...entweder mit einer eingravierung. Morgen wirst du das tun! Suche hier im Raum, nach irgendetwas, falls du willst!"
"Ich gehe schlafen" sagte der Schmied dann nur noch und lief weg. Der Geist verschwand auch schon wieder. Das Schwert legte er zur Schmiede...Ohne darüber nachzudenken, dass die anderen vielleicht das frisch geschmiedete Schwert sehen könnten. Farmar war müde. Er wollte nur noch schlafen...Was er sogleich auch tat.
Der Raum war anderser als im Brief beschrieben. Und zwar komplett anders. Mike war nun frischer Anwärter der Gilde Innos und in den Gemeuern Beliar´s und deren Dienern. Farmar, einer von den Gefährten hier war sogar auch ein Diener Beliars. Er verhielt sich auch merkwürdiger als auf dem Weg hierher. Alle suchten sich Schätze und schöne Sachen zusammen, auser Silelen. Die war irgendwie schon die ganze Zeit komisch. Aber, der Assasinenlehrling Farmar war wirklich komisch geworden. Er war irgendwo anders, Mike fand ihn nicht mehr, anscheinend hatte er einen kleineren Raum gefunden. Jedenfalls musste er einmal deftig schreien. Er hatte kopfschmerzen gehabt, die unerträglich gewesen sein müssten. Was Mike später auffiehl war, dass er sie irgendwie nicht zeigen wollte. Es musste aber noch etwas mit ihm sein. Die letzte Nacht wachte Mike durch eine Art schrei auf. Farmar war nicht in seinem Bett. Warum, wusste Mike auch nicht. Anscheinend hat er hier Nachts noch andere Sachen am Hut, jedoch wollte genau ab hier Mike aufhören, hinterherzuschnüffeln. Er wollte bestimmt genau das eben nicht erreichen. Diese Silelen schien das selbe wie Mike die Tage gemacht zu haben-alle beobachtet, insbesonders Farmar, der etwas merkwürdig ist. Nichts desto trotz sprach Mike Farmar nun an. Die ganzen letzten Tage hatte Mikelin nebenbei etwas gesucht, jedoch nichts gefunden was in ihm Wert war. Der Anwärter war an Gold intressiert. Einer Menge Gold auf einem Haufen-nicht nur ein paar Münzen. Er war sich sicher, hier würde es so etwas geben.
Als er Farmar alleine fand, sprach Mike diesen an:
"Hey! Farmar? Kurz Zeit?" Dieser antwortete, während er sich leicht den Kopf rieb:
"Ja..Was gi..bt es?"
"Ich will wissen: was los ist?!"
"Was meinst du?"
"Der schrei, dein verhalten ist komischer geworden..."
"Meinst du? Du irrst dich..." dann blockte er ab: "Du entschuldigst mich!? Ich habe im Moment zu tun...."
Mikelin beschloss, sich nun rauszuhalten. Vielleicht übertrieb Mikelin wirklich etwas. Er wollte sich nun voll und ganz auf eines Konzentrieren-pures Gold...
MIkelin beruigte sicht etwas und hielt sich mehr raus. Das war auch gut so, denn Farmar musste ja nun Nachts ein eigenes Schwert für sich selber schmieden. Das reicht völlig. Nebenbei noch hier in den Gemeuern zu verbringen. Langsam nervte Farmar diese Energie hier. Die Kopfschmerzen hatte er ja, Gott sei dank, schon endlich los. Der Abend neigte sich anzufangen und der Lehrling wartete gespannt, daruf: Das die Jungs zu Bett gingen. Silmacil gatte den ganzen Tag trainiert; Mikelin suchte sich was wertvolles. Es sah aus, als suchte er nach einer großen Menge Gold, Silelen lief durch die Gegen und beobachtete die Mannschafft und Navrathil-suchte irgendwas...Der Schmied ebenso. Er suchte sich etwas, womit er seine Waffe machen könnte. Der Geist sprach von etwas eigenem. Jedoch hatte er nichts gesagt, nicht einmal ein Beispiel. Also suchte Farmar weiter nach irgendwelchem Zeugs, was man gut verwenden könnte..
Sogleich fand auch Farmar schon etwas, was er für geeignet hielt. Es war in einer der Truhen gelagert. Es waren Bergkristalle (http://almanach.worldofgothic.de/images/Bergkristall.jpg). Und zwar genug davon, um für eine Armee zu schmieden. Der Lehrling nahm sich fünf Stück mit und lief wieder zurück. Mikelin hatte sich schon hingelegt. Wahrscheinlich reichte ihm die kleine Ausprache für heute....Nun wartete der Schmied darauf, endlich wieder mit dem Amboss auf Stahl rumzuhauen. Es machte ihn eine Menge Spass. In einem Moment, kam ihn sogar die Idee, damit Geld zu machen. Aber, erstmal sollte er sich ein eigenes Schwert schmieden. Das würde eine ganz schöne Arbeit werden...
Silmacil
20.04.2007, 21:04
Silmacil lag diese Nacht noch einige Zeit unruhig wach.
Die letzten Tage hatte er größtenteils damit verbracht zu trainieren, und hin und wieder in der Bibliothek zu stöbern.
Zwar war es für Silmacil nun wirklich nichts neues, den gesammten Tag lang wie ein Ackergaul zu schuften und sich anzustrengen - im Sinne von Trainieren - doch irgendwie fand er nachts kaum Schlaf.
Normalerweise war er einfach ins Bett gekippt und eingeschlafen, doch seit ein paar Tagen viel es ihm schwer einzuschlafen.
Und wenn er dann einmal schlief hatte er seltsame Träume, die allesammt vom Klang eines Schmiedehammers durchzogen waren, der auf Stahl prallte.
Einmal war er sogar aufgewacht und hätte schwöhren können wirklich Schmiedegeräusche gehört zu haben, doch das war natürlich unmöglich.
Momentan widmete sich Silmacil den Büchern, die er der Bibiothek entnommen hatte.
Die kleine Truhe, mit dem Erz und den Aufzeichnungen war ihm wertvolle Beute genug, nun suchte er nach etwas, was auf andere Weise wertvoll war.
Wissen.
Stundenlang war er an den Bücherregalen entlanggewandert, und hin und wieder war sein Blick auf ein Buch gefallen, das er dann herrausnahm, sich näher ansah, und dann entweder zurückstellte oder - was seltener geschah - mitnahm.
Inzwischen hatte sich ein kleiner Bücherstapel neben Silmacils Strohlager angesammlt, aus dem er während seiner schlaflosen Nächte las.
Momentan las er: "Eintausend und eine Finte" ein Buch über die Kampfkünste, das offensichtlich aus Varant stammte.
Auf seinem Bücherstapel lagen noch so einige andere Bücher.
"Die Kunst zu Kämpfen"
"Eisen, Stahl und Erz"
"Schmiedekunst in höchsten Ehren"
"Schürfen und Bergbau"
"Der Doppelblock"
"Das A und O der Körperbeherrschung"
"Der Schwertkampf"
"Wie man kämpft"
"Die Arenen, ihre Kämpfer und Taktoken"
"Die Schmiedemeister von Varant"
"Die Geheimnisse der legendären Drachenherren"
"Krush Urrock Die Kampfkunst der Orks"
"Wie man einen Ork tötet"
"Die Geheimnisse des Erzes"
"So beherrscht man seinen Körper"
"Schmiede- und Kampfkunst Nordmars"
"Wie die Hand zur Waffe wird"
Silmacil hatte sich nie für belesen gehalten, doch er verschlang die Bücher geradewegs.
Gierig sog er alles Wissen über den Umgang mit dem Schwert, der Schmiedekunst und der Körperbeherrschung in sich auf.
Was er über den umgang mit dem Schwert erfuhr, testete er am nächstn Morgen im Schwerttraining aus. Er eignete sich immer neue Techniken an, die die an sich schon großartige Ausbildung von Marvin noch ergänzten.
In Silmacil brannte von neuem der Wunsch auf, wieder Waffenschmied zu werden, und auch die Körperbeherrschung hatte es ihm angetan.
Sobalt er wieder zuhause in Nordmar währe, würde er Vandar fragen, ob er ihn ausbilden würde, und auch bei Marvin nachhaken, ob er vieleicht bei ihm das Schmiedehandwerk erlernen könne.
Davon, das Vandar bereits nicht mehr bei den Nordmarern war, ahnte Silmacil nicht.
navrathil
21.04.2007, 00:01
Navrathil liess sich langsam auf sein Nachtlager gleiten. Es gab nur ein Problem. Er fand überhaupt keinen Schlaf.
Also stand er wieder auf und begab sich auf die Suche nach etwas Nützlichem. Langsam huschte er durch die Katakomben. Er hatte eine Fackel bei sich, was ihm das Sehen ungemein erleichterte.
Navrathil war sich sicher er würde etwas sinnvolles finden.
"Ich darf nicht zu weit weg, sonst verlaufe ich mich noch", dachte er sich.
Er schlenderte weiter. Nach links, dann mal nach rechts und dann gerade aus. Immer so weiter.
Nach kurzer Zeit fand er sich in einem kleinen Raum wieder. In diesem Raum befand sich früher wahrscheinlich mal eine Bibliothek. Denn der Raum war über und über gefüllt mit Büchern.
Am Ende entdeckte Navrathil eine kleine Truhe. Dort stiess er auf einen alten Ring (http://www.luxusagenten.de/saphirring.jpg). Navrathil überlegte sich, was für ein Edelstein wohl in den Ring eingelassen war. Er kam zum Schluss dass es sich um einen Saphir handeln musste. Schnell steckte er den Ring zu seinem anderen Ring (http://www.vigselring.nu/utskick/rubinring.jpg). Den 2.ten Ring, es handelte sich dabei um einen Rubinring, erhielt er als Abschlussgeschenk von seinem Einhandlehrmeister Tarnum. Das war noch auf Khorinis gewesen.
An sonsten fand Navrathil noch viele andere Schmuckstücke vor, welche er aber alle in der kleinen Truhe liess. Dann machte er sich auf die Suche nach einem interessanten Buch. Schnell wurde er fündig. Navrathil hatte auch für die anderen etwas gefunden.
-Für Silelen das Buch "Die Kräuter Myrtanas und ihre Wirkungen"
-Für Farmar das Buch "Die Geschichte der Assasinen"
-Für Silmacil das Buch "Die Geheimnisse der Nordmarer Schmiedekunst".
-Und für Mikelin das Buch "Mein Leben als Paladin"
Zu guter Letzt nahm er für sich selber ein Sammelband von Geschichten aus Nordmar mit.
Es dauerte lange bis er den Weg zum Lagerplatz zurück gefunden hatte. Die anderen schienen schon zu schlafen. Navrathil tat es ihnen nach einem kurzen Blick in seinen Sammelband gleich. Die Bücher konnte er ihnen auch noch morgen geben. Schnell fiel er in einen tiefen, ruhigen Schlaf.
Irgendetwas stimmte hier nicht.
Silelen wälzte sich diese Nacht noch einige Zeit auf ihrem Lager aus Stroh herrum, ohne Schlaf zu finden.
Irgendetwas stimmt hier nicht....
Silelen gab es auf, den Schlaf herbeizwingen zu wollen und versuchte sich zu entspannen.
"Alle benemen sich so merkwürdig...." dachte sie.
"Dieser Navrathil ist tief in sich gekehrt. Keiner weiß genau was er macht, und er verliert nie ein Wort darüber.... Eigendlich verliert er fast nie ein Wort irgendworüber seltsam schweigsam ist er in letzter Zeit. Das Passt gar nicht zu ihm."
Silelen schlüpfte leise aus dem Strohlager, und warf sic in der Dunkelheit schnell ihre Ledertunika über.
Da sie das einzige Mädchen der Gruppe war, hatte man ihr ein Strohlager etwas entfernt von den anderen zugestanden.
"Und dieser Mikelin....
Auch er verhällt sich seltsam seit wir hier sind...." überlegte Silelen weiter, als sie durch die Dunkelheit tappte.
"Er scheint Farmar zu beobachten.... und er scheint ziemlich erfreut über diesen einen Brief gewesen zu sein, und plötzlich ist alles wie weggeblasen.... so als hätte er nie einen Brief bekommen. Hier stimmt doch irgendetwas nicht."
Immer weiter tappte Silelen durch die Dunkelheit, hin zu der Ecke, wo die Nachtlager der Männer waren.
"Was den Dunklen angeht.... oder "Farmar" wie Silmacil ihn nennt.... er scheint sich am meisten zu verändern.
Erst wirkt er noch dunkler als sowieso schon, dann versucht er seine Kopfschmerzen vor den andern verbergen, und dann hat er in letzter Zeit dauernt diese kaum sehbaren Ringe um die Augen. Fast so als würde er nicht mehr genug Schlaf bekommen. Aber was macht er dann in der Nacht?
Er verheimlicht uns etwas, das steht ihm ins Gesicht geschrieben." mit einem kleinen Schaudern errinerte sich Silelen an seinen Gesichtsausdruck von letztens, als sie seinen Blick gesucht hatte.
"Das Auge ist das Fenster zur Seele"
Das hatte sie schon vor langer Zeit gelernt. Und hinter dem Blick von Farmar hatten sich Geheimnisse verborgen, die er niemanden gegenüber aussprach.
Dinge die er lieber für sich behalten würde, ja, so hatte es den Eindruck auf sie gehabt.
Und Angst war da gewesen.... Eine unterdrückte Angst, verhalten, so als währe sie niht ganz bewust. Er sah eine Bedrohung in der Gruppe. Auch vor Silmacl und Navrathil, aber weit mehr schien er sich vor Mikelin zu fürchten, und.... vor ihr!
Das hatte sie am meisten überrascht.
Dabei konnte sie ihm doch von ihnene allen am wenigsten gefährlich werden, selbst wenn sie es gewollt hätte.
Aber trotzdem fürchtete er sie, sie und ihre Motive. Und so fürchten tut sich nur der, der etwas verbirgt oder ein schlechtes Gewissen hat.
Natürlich war Silelen nicht gut auf Assasinen zu sprechen, ja, sie würde sie alle sofort erdolchen wenn sie die Möglichkeit dazu hätte, doch Farmar war ja NOCH kein vollwertiger Assasine, nur ein Assasinenlehrling. Er war an den Taten der Assasinen an Silelen und ihrer Famielie unschuldig, und daher hatte er momentan nichts von ihr zu befürchten.
Silelen hatte inzwischen das Lager der Männer erreicht.
Unschlüssig stand sie hinter der Ecke, plötzlich nicht mehr die berechende Frau, sondern das verängstigte kleine Mädchen.
Sie war beides, sowohl Frau als auch Mädchen. Im Kopf mochte sie Scharfsinnig und dreist sein, doch hier, in der Realität war sie schüchtern. Sie wagte es kaum, zu den Männern rüberzusehen, und dabei hatte sie gerade noch in Gedanken damit gepralt, alle Assasinen töten zu wollen.
Schlieslich gab sie sich einen Ruck, und sah um das Eck.
Den Körper noch auf der einen Seite, Wange und Hände an die raue kalte Steinwand gepresst.
Schwacher Kerzenschein empfing sie, als sie so schüchtern dastand.
Silmacil lag wach auf seinem Lager, und blätterte in einem recht dicken Buch, eine Kerze neben sich auf dem Boden in respektvoller Entfernung zum Stroh natürlich.
"Silmacil...." Silelen stand wie ersteinert an der Wand.
Silmacil war etwas wiederstreitendes für sie.
Zum einen war er der freundliche warme Mensch, der sie aus der Sklaverei und der Melancholie befreit hatte, zum anderen der unerbittliche Kämpfer, der Gnadenlos seine Gegner tötete, oder der trainingsverrückte Schwerstarbeiter, der ohne Rücksicht auf sich selber immer weiter geschufftet hatte. Er hatte es doch tatächlich geschafft, mit seinen unmenschlichem Training die Heilung seiner Wunde zu verschleppen und zu verzögern. Das von der Wunde jetzt nichts mehr zu sehen war, war mehr auf sein gutes Heilfleisch als auf seine Vernunft zurückzuführen.
Dieser Silmacil mit seinen vielen Facetten brachte sie ganz durcheinander, doch er war der einzige, der je zu ihr freundlich gewesen war, und immer noch ist. Nur bei ihm konnte sie aus sich herrauskommen und etwas anderes sein als das verschreckte Sklavenmädchen.
Sie hatten große Gefühle zueinander, und doch waren diese so gänzlich andersartig als man auf den ersten Blick dachte.
Sie waren eindeutig nicht ineineander verliebt. Silelen hatte keine Schmetterlinge im Bauch und sie konnte in Silmacils Augen ekennen, das er auch keine hatte. Er hatte auch kein Verlangen nach ihrm Körper, sondern war einfach so nett zu ihr weil er es so wollte.
Und doch waren sie irgendwie miteinander verbunden.
Silelen vertraute ihm uneingeschränkt, und er fühlte sich auch auf diese Rätzelhafte weise mit ihr verbunden, die keiner Erklähren konnte.
Silmacil sah von seinem Buch auf, und erkannte die vor Kälte zitternde Silelen an der Ecke.
Irgendwie hatte er gespührt, das sie da war, ohne das er erklähren konnte wieso. Er war auch der einzige, der immer sofort verstand, was Silelen wollte, ohne dafür ein Wort zu verlieren.
"Silelen..." sagte er leise, und stand auf.
"Was machst denn du hier?" langsam und behutsam ging er leise auf Silelen zu, die sich nicht vom Fleck gerührt hatte.
Silelen sah verlegen zu Boden, dann wande sie den Blick nach oben und sah Silmacil direkt ins Gesicht, diesem Hühnen der sie im Vergleich wie ein zwölfjähriges Mädchen erscheinen lies.
Er verstand sofort.
"Du hast dir Sorgen gemacht...."
unwillkührlich fasste er mit seiner riesigen warmen Hand ihr an die Wange.
"Du bist ganz klat, du musst ja frieren..." sofort hatte Silmacil das zerschlissene Leinentuch in der Hand, das ihm als Decke diente.
Er legte das warme Tuch um Silelens Schultern.
Dankbar sah sie ihn an, und in seinen Augen sah sie einen seltsamen Glanz.
"Worüber hast du dir Sorgen gemacht? Willst du es mir erklähren?" fragte er sie sachte.
Silelen dachte einen Moment nach, dann schüttelte sie leicht den Kopf, und Silmacil drang nicht weiter in sie vor.
Er erkannte, das Silenen nicht einfach so weggehen würde, und zog leise um die anderen nicht zu wecken etwas Stroh herran, aus dem er ein kleines Lager am Fuße des seinen baute.
Als Silmacil fertig war, legte sich Silelen dankbar hinein, und beobachtete den Hühnen, wie er wieder in sein Lager stieg.... ohne Decke.
Dann lies sie den Blick über die anderen Lager schweifen.
Sie waren leise genug gewesen, um Navrathil und Mikelin nicht zu wecken, die schlafend in ihren Lager lagen, doch Farmars Lager, welches ganz in der Ecke stand war leer.
Silmacil schien es gar nicht bemerkt zu haben, da es so weit von ihm entrfernt stand, doch Silelen dachte sich ihren Teil.
In der Ferne glaubte sie ein leises Klirren zu höhren, wie Stahl auf Stahl.
Zu leise, als das man es bewust höhren könnte, aber sobalt man die Augen schloss war es da...
Und mit diesem Gedanken schlief Silelen ein.
Am Tag hatte Navrathil nach Büchern gesucht. Für jeden von allen. Für den Assasinenlehrling hatte er das Buch: Die Geschichte der Assasinen mitgebracht. Der Junge steckte es nur ein.
So fing Farmar also an zu schmieden. Dieses war nicht einfach. Ein eigenes Schwert, mit eigenen Vorstellungen. Das war das größte, was der Lehrling wohl selber machen würde. Nur wusste er nicht, wie. In der Ferne hörte er etwas. Es klang Menschlich, als würden sich dort Leute unterhalten. Es kam aus der Kammer. Jedoch haute der Waffenschmied weiter auf dem Stahl herum, als wäre nichts. Er wusste aber, dass doch etwas war. Am Tag hatte er das Gefühl, dass die Leute ihm auf die Schliche kommen. Vorallem diese Silelen machte immer einen merkwürdigen Eindruck. Das sollte den Schmied aber nicht stören. Weiter hielt er den Stahl ins Feuer. Sobald das geschehen war, konnte er auf den Amboss herumhämmern.
Nun hatte er schon so lange am Amboss den Stahl herumgeschlagen, dass er mit diesem Teil seiner Arbeit fertig war. Nun überlegte er, wie er die Bergkristalle (http://almanach.worldofgothic.de/images/Bergkristall.jpg)einbeziehen sollte. Sollte er die Bergkristalle einfach ab und zu mit einschmieden, oder die fertige Klinge damit überziehen. Sicher, war er sich nicht. Nun hatte er eine Idee, wie seine Klinge aussehen sollte. Sie sollte eine Stück des Bergkristalles als Griffstein haben. Ein rotes Lederband, was hier in der Schmiede lag, sollte um den Griff gewickelt sein. Dann dachte der Schmied an ein Goldenes Ende des Griffe´s, als Trennung von Griff und Klinge und die Klinge selbst sollte überzogen mit Bergkristall sein. Aber nur eine leichte Schicht. Zwei Wellen dachte sich Farmar nahe am Griff. Nachdem er nun zweimal die Klinge zurechtschlug, einmal ins Feuer hielt, kühlte er alles ersteinmal ab, sodas er zur Feinarbeit übergehen konnte. Die Klinge war fertig. Also schmiedete er nun den Griff. Das ging um einiges schneller, als das schmieden der Klinge.
Nun hatte er wieder ein Stinknormales Schwert (http://www.worldofgothic.de/img/?img=gothic2/waffen/einhand/grobes_schwert.gif) geschmiedet, was er am Abend zuvor auch schon hatte. Er konnte das alte nicht finden und dachte, dass er komplett neu anfangen sollte. Nun fing er unten am Griff an. Der gewünschte Griffstein sollte aus reinem Bergkristall sein. Dazu musste er jedoch ein kleines Stück herstellen. Der Lehrling suchte sich eine stabile Stelle und schlug sie auf. Den Stein feinerte er etwas und fertig war der Stein. Jetzt befestigte Farmar den Stein am Griff. Das ging relativ schnell, er testete die härte indem er drei mal mit den Stein auf den Tisch klopfte. Perfekt! Es hielt. Nun nahm sich der Lehrling das rote Leder, was da lag und band es um den Griff. Das, was übrig blieb trennte er dann ab und auch das war fertig. Einige Zeit war nun schon vergangen und er hörte immernoch Stimmen. Der Geist sah auch ab und zu hierher. Jedoch passierte im Moment nichts. Keiner kam oder störte. Farmar konnte in Frieden arbeiten.
Nun hatte er den Griff fertig. Aber, Griff und Klinge müssen getrennt werden, also wollte er dort auch eine Goldene Abtrennung machen. Rechts und links, fein makiert und vorallem in Gold. Dazu packte Farmar das Gold was er hatte aus. Er hatte ganze 350 Münzen bei sich. Jedoch würde es sich mit einfachem Goldmünzen schwer schmieden lassen. Jedoch hatte er keine Brocken dabei, wohl oder übel musste er 50 Goldmünzen einbüsen. Mit Proben und allen drum und dran. Das müsste reichen, um die Trennung zu vergolden. Jedoch vorher, wollte er diesen herstellen und hinterher Gold überziehen. Also schmiedete er die Trennung los. Nach einer Weile hatte er das geschafft.
"Puh" sagte er, aber erleichtert. Nun ging es an das Vergolden. Ziemlich schwierig, aber machbar, wie Farmar fand. Er fragte diesmal den Geist zur hilfe, welcher erklärte, wie das am leichtesten ging. Er nutzte die Technik und konnte so die Griff und Klingetrennung vergolden. Als das geschehen war, sah die Klinge schon fast fertig aus. Sie gefiel ihm jetzt schon richtig. Anscheinend, würde er diese auch später benutzen wollen. Eine hübsche selbstgeschmiedete Waffe-wer träumt schon nicht von sowas? Schon wieder kam der Gedanke in ihn auf, daraus Geld zu machen. Wer weiß, vielleicht geht das ja wirklich...Jedenfalls musste Farmar nur noch die Klinge mit einigen Bergkristallen überziehen. Das ist dieselbe Technik wie mit dem Vergolden, nur das das Vergolden schwerer war, weil die Fläche nicht so glatt, sondern mit Mustern und Einkerbungen ausgestattet war. Bei der Klinge ist die einzige Schwierigkeit, die zwei Wellen, die er dort eingeschmiedet hatte. Aber, er hatte schon den Griff vergoldet, da sollte das kein Problem mehr sein. Also lies er taten reden.
Nach einer kurzen Zeit hatte er über die hälfte geschafft. Nur noch die Spitze der Klinge musste gemacht werden. Er hatte sie schön scharf gemacht, wie bei fast jeder neu geschmiedeten Waffe. Zumindest hatte der alte Schmied damals aus Silden das immer gesagt. Es war ein älterer Herr, der schon viele Jahre als Schmied hinter sich hatte. Würde es Farmar auch mal so gehen? vielleicht.
Er hatte das Schwert (http://kulturschnitte.de/Rollenspiel/Lux%20ex%20Ternebris/schwert.jpg) fertig gestellt. Sie war wundervoll geworden. Genauso, wie der Lehrling sie sich vorgestellt hatte. Er winkte den Geist hierher. Dieser sah sie sich an und ein grelles Licht ging auf....Seine letzten Worte waren...
"Gut gemacht" und er verschwand mit einem gigantisch, untoten und unmenschlichem Schrei, welcher den Lehrling dazu verleitete, sich die Ohren zuzuhalten. Danach war er weg. Anscheinend war er endlich erlöst. Zum einen das und zum anderen verschwanden einige Strömungen. Es war wahrscheinlich der Geist, der sie verursachte. Aber, es war immer noch genug da, die bestimmt nie verschwinden würden. Aufeinmal biegte jemand um die Ecke. Eine vertraute Gestallt-Silmacil. Er sah Farmar mit großen, fragenden, sauren Augen an. Er war sicher böse auf den Schmied.
Nun hörte er den Klang seiner fragenden Stimme, die fragte:
"Dürfte ích erfahren, was hier los ist?"
Der Lehrling konnte nur komisch gucken und brachte vorerst kein Wort heraus.
Silmacil
21.04.2007, 19:07
Silmacil stand fragend vor Farmar, und wartete gespannt auf dessen Antwort.
Soweit sein Zeitgefühl ihn nicht trog, war es inzwischen Nachmittag geworden, vieleicht auch Abend. In dieser ewigen Dunkelheit des Gemäuers war das schlecht zu bestimmen.
Als Silmacil und Silelen am Morgen aufgestanden waren, hatte Farmar nicht in seinem Bett gelegen, und auch den restlichen Tag war er nicht aufgetaucht.
Silmacil hatte sich etwas besorgt mit Silelen unterhalten - das heißt, er hatte mit ihr gesprochen, und sie hatte ihn angesehen und hin und wieder zustimmend genickt oder den Kopf geschüttelt.
Und dann urplötzlich dieser hallende Schrei, das man denken möge das einem die Ohren abfallen würden.
Silmacil hatte sofort an das Geräusch denken müssen, dass Zombies verursachten, wenn das untote Leben sie in Form einer blauweißen Energiesäule aus den Wunden verlässt. Er kannte diesen Schrei noch aus Koloniezeiten, und der hatte sich tief in sein Gedächtnis eingebrannt.
Sofort lies Silmacil alles stehen und liegen - und zwar wortwörtlich - und war zu dem Ursprung des Schreies gerannt, mit den schlimmsten Befürchtungen im Sinne. Zombies waren hier durchaus zu erwarten, und Farmar war auf unerklärliche Weise verschwunden gewesen.
Im Laufen riss Sil sein Adanos geweites Schwert aus der Scheide, es hatte schon die Goblinskelette in Stücke gehauen, und würde dasselbe wohl auch mit einem Zombie machen.
Als Silmacil schlieslich am Ziel ankam - die uralte Schmiede, wo er seine Kiste mit Erz gefunden hatte - sah er auch Farmar, doch keinen Zombie.
In der Hand hielt Farmar allerdings ein Silmacil unbekanntes, ziemlich neu aussehendes Schwert, und an der Schmiede war deutlich sichtbar gearbeitet worden, obwohl das bei dem Jahunderte altem Zustand der Schmiede eigendlich unmöglich war!
"Dürfte ích erfahren, was hier los ist?"
Fragte Silmacil mit gespielter Gleichgültigkeit.
Hinter ihm kam nun auch Silelen zum stehen, die ihm anscheinend nachgerannt war, und aus den Augenwinkeln sah Silmacil noch jemanden auf sie zurennen, warscheinlich Mike oder Navrathil.
Farmar machte große Augen, es schien ihm die Sprache verschlagen zu haben.
"Öhm....."
War das intelligenteste was aus dem Assasinenlehrling vorläufig herraus zubekommen war.
*Krach*
Plötzlich rieselte es Staub von der Decke, und irgendwo hinter sich konnte Silmacil etwas einstürzen höhren.
Sofort fuhr er herrum, das Schwert immernoch in der Hand.
Seine schlimmste Befürchtung, dass der Gang hinter ihnen eingebrochen war, bestätigte sich zwar nicht, aber die Realität war nicht wirklich erfreulicher. Sie war schlimmer.
Weit lag der Gang da, hunderte Meter vieleicht, doch am Ende war jatzt eine Öffnung zu sehen, die Vorher nicht dagewesen war. Und durch diese Öffnung fiehl Licht herrein.
Nicht nur das, Silmacil konnte auch erkennen, das sich langsam eine ca 2 Meter große Siluette in das Licht schob, und er glaubte auch eine gewaltige Axt in dessen Hand zu erkennen.
"Lauft!" rief Silmacil den anderen zu. Vergessen war der Schrei und Farmars seltsames Schwert, alle rannten zu ihren Lagern, und schnappten sich die geborgenen Gegenstände.
Silmacil schulterte in aller Eile die Truhe mit dem Erz und den Büchern, und rannte los, das Schwert immernoch in der anderen Hand haltend.
Hinter ihnen hörten sie einen lauten Schrei, der tief begann, um dann bestialisch und heller zu werden.
"HOUAHAR"
Und hinter ihnen stürmten die Orks in die Katakomben.
ORKS. Es war doch eigentlich unmöglich, dass Orks hier reinkamen? Aber nein-tatsächlich waren sie hier. Sie verfolgten die drei. Farmar steckte sein neues Schwert in den Gürtel, dass alte schmiss er einfach in richtung Orks. Schnell rannten Silmacil und Silelen weiter. Der Lehrling jedoch dachte an Mikelin und Navrathil, die durch denn schrei schon aufgewacht wurden. Farmar rief die beiden zu sich, schrie nur laut ORKS und sie wussten schon, was los war. Alle rannten einfach den verdammten Gang weiter. Nach einiger Zeit waren sie auch schon weg vom Raum. Die Orks aber dicht hinter den Gefährten, sogar so nahe, dass sie schon mit den Waffen rumfuchtelten. Mitlerweile waren es nur noch 3 Orks, sodass ein Kampf möglich war...
"Kämpfen wir..." schlug der Lehrling vor.
"WAS? WIllst du sterben?" fragte Mike.
"Nein..Aber, so werden wir sie los...Heh...Es sind nur noch drei Orks..." erklärte er den Anwärter. Dieser nickte und sagte OK. Silmacil sah Farmar in die Augen und drehte den Kopf sofort weg. Silelen lief schoneinmal zur Seite. Navrathil äußerte sich noch nicht. Augenblicklich blieben alle stehen, nach dem Kommando von Farmar, welches mit STOPP ausgezeichnet wurde. Navrathil, Silmacil zogen die Waffen. Farmar zog ebenfalls seine frischgeschmiedete Waffe und sprach dabei:
"Wolln wa mal sehn, ob sie auch was taugt..." und fing an loszuschwingen. Auserdem zog Mikelin, sein kleines Selbstgeschmiedetes Messer. Er konnte überhaupt nicht mit Waffen umgehen, aber, er probierte es, dass Messer den Ork in den Rücken zu jagen. Navrathil und der Assasinelehrling, sowie Mike kämpften nun gegen die Orks.
In diesem Moment, wo alle angreifen wollten, sagte Silmacil:
"NEIN! Wir sollten nicht gegen die Viecher kämpfen, vertraut mir, kommt!!" Die anderen hörten auf Silmacil.
Als sie in Sicherheit waren, machten sie eine kurze Pause. Die Orks schienen ersteinmal weg gewesen zu sein und die Gefährten wollten das Kastell nach der Pause verlassen.
"Wo waren wir vorhin stehen geblieben?" fragte der Assasinenlehrling unverschämt Silmacil.
"Achja...Beim Schrei, Schwert oder...Wo nochgleich?" fragte er zynisch und mit einem frechen Grinsen. Silmacil schien aber ruig zu bleiben und ein einfaches, ruiges Gespräch anfangen zu wollen....
Silmacil
22.04.2007, 09:18
Orks!
Nach diesem bestialischen Schrei war ein Teil des Gemäuers eingestürtzt. Ob diese beiden Sachen miteinander in Verbindung standen wusste Silmacil nicht, es war jedoch zu vermuten.
Die Vorhut der Orks bestand aus "nur" 3 Orks, und die 5 Menschen waren schon drauf und drann gewesen, sich auf einen Kampf einzulassen, aber dann hatte Silmacil zu seinem Schrecken zwei Dinge erkannt.
Erstens: Das war nur die Vorhut, dahinter kamen noch weit mehr Orks, die sie problemlos eingeholt hätten, wenn sie durch einen Kampf aufgehalten werden würden.
Zweitens: Das waren keine einfachen Späher oder Orkarbeiter. Das waren ausgebildete Krieger mit dicken Rüstungen und gewaltigen Äxten.
Bisher hatten sie es nur mit Orkarbeitern und Aufsehern gelegendlich auch mit einem Späher zu tun gehabt, die sie aus dem Hinterhalt und in Überzahl erledigt hatten. Die Echsenmenschen waren schon ein echtes Problem gewesen, dass sie Trotz überraschungsmoment und Überzahl fast erledigt hätte. Silmacils Wunde, die er damals davongetragen hatte, war gerade erst verheilt.
Gegen einen einzelnen Orkkrieger hätten sie im offenem Kampf kaum eine Chance gehabt, und gegen drei schon gleich dreimal nich.
In diesem Moment, wo alle angreifen wollten, rief Silmacil:
"NEIN! Wir sollten nicht gegen die Viecher kämpfen, vertraut mir, kommt!!"
Zum Glück höhrten die Anderen diesmal auf Silmacil.
Sie flohen, weiter und immer weiter liefen sie durch die Gänge, und irgendwann hatten sie die Orks abgehängt.
Kaum waren sie in einigeraßen in Sicherheit, schon kam Farmar auf ihn zu, so als währen sie überhaupt nicht in Gefahr.
"Wo waren wir vorhin stehen geblieben?" fragte der Assasinenlehrling unverschämt Silmacil.
"Achja...Beim Schrei, Schwert oder...Wo nochgleich?" fragte er zynisch und mit einem frechen Grinsen.
Silmacil atmete tief durch und antwortete so ruhig wie möglich.
"Farmar, denke nicht, das mich das jetzt nicht interresiert, doch könnte es vieleicht sein, dass es momentan wichtigeres gibt? Zum Beispiel Orks die uns durch die Katakomben des Kastells jagen? Wir können das alles bereden, sobald wir hier raus sind."
Silmacils Schulter schmertzte, durch den Spurt mit der schweren Kiste darauf.
Wie aufs Stichwort konnten die 5 einen gewaltigen Kriegsschrei höhren, und um die Ecke bogen mehrere Orks.
So schnell, wie man es bei ihrem Gepäck nie für möglich gehalten hätte, rannten die Gefährten durch die Gänge der Katakomben.
Silmacil
22.04.2007, 23:57
Die ganze Gruppe rannte mit höchstmöglicher Geschwindigkeit durch die Tunnel und Gänge der Katakomben.
Längst hatten sie jegliche Orientierung verloren, und die Gänge wurden langsam immer enger und niedriger, doch die Orks waren noch immer unerbittlich hinter ihnen.
Den gesammten Tag war die Gruppe nun schon gerannt und ihre Kräfte gingen langsam zur Neige. Auch der durchtrainierte Silmacil wurde langsam müde, durch die kiloschwere Kiste auf seiner Schulter.
Seit seit fast 2 Tagen wurden sie jetzt schon von den Orks verfolgt, und keiner hatte gestern die Gelegenheit gehabt zu schlafen.
Nur dem Umstand, dass die Tunnel immer älter und niedriger wurden war es zu verdanken, das die Orks sie noch nicht eingeholt hatten. Ihre gewaltige Größe behinderte sie in diesen Gängen.
Doch dies traf leider auch auf Silmacil zu, der mit seinem 2 Meter 20 mehr die Größe eines Orkes als eines Menschen hatte.
Langsam, aber unaufhöhrlich fiel Silmacil von seinen Freunden zurück, und konnte nur mit größter Mühe Schritt halten.
Bereits seit Stunden war er gezwungen, geduckt zu rennen, und die Kiste vor sich her zu schleppen.
Hinter sich konnte Sil die Orks schreien höhren. Es war kein helles Gekreisch, wie bei Goblins, sondern tiefe herrausfordernde, mächtige Rufe, die hinter ihm ertönten.
Die zwei vordersten Orks blieben kurz stehen, als sie erkannten, das der Gang zu schmal für sie wurde, und legten mit ihren Armbrüsten auf Silmacil an.
In dem engen geraden Gang, den Sil fast vollständig ausfüllte, war er kaum mehr als eine Zielscheibe.
Sirrend verließen die Bolzen die hölzernen Rümpfe der Armbrüste, und flogen durch die Dunkelheit.
Zum Glück waren sie noch halb aus dem Laufen geschoßen, und desshalb nicht sehr gut gezielt. Der erste schafte es doch tatsächlich, Silmacil zu verfehlen, der Bolzen ging knapp neben seinem Bein vorbei.
Der andere Bolzen aber, nagelte Silmacils linken Arm an die Truhe.
Silmacil stöhnte schmerzerfüllt auf, und versuchte weiterzurennen. Mit der rechten Hand zog er zwei Wurfmesser aus seinem Gürtel, und schleuderte sie aus dem Laufen nach den Orks.
Silmacil wartete nicht ab, ob er getroffen hatte, sondern rannte weiter.
Hinter sich höhrte er ein weiteres sirren.
*Tschok* *Tschok*
Diesmal waren die Bolzen besser gezielt gewesen, und einer bohrte sich in Silmacils Rücken, und ein zweiter in seine Schulter.
Silmacils Schmerzensschrei gellte kurz im Tunnel auf, dann schmiss er sich um eine Ecke des Ganges, wo auch die anderen hingerannt waren.
Erschöpft lehnte er sich mit der gesunden Schulter an die Wand, und sah in die entsetzten Gesichter seiner Gefährten.
Da Silmacil als lebender Pfeilfang als Schlusslicht gelaufen war, waren die anderen nicht schwer verwundet.
Keiner von ihnen hatte einen Bolzen abbekommen, doch jeder von ihnen hatte im Laufe des Tages wenigstens einen Schnitt erlitten, aus dem noch immer Blut troff.
Doch es war etwas anderes, als Silmacils Zustand, der sie so entsetzte. Sie waren dierekt in eine Sackgasse gerannt!
Von dem Gang gab es keine weiteren Abzweigungen, und hinausgehen konnten sie nicht ohne von den Orks abgeschossen zu werden. Sie saßen in der Falle!
Silmacil entwich trotz hart zusammengebissener Zähne ein Stöhnen, als Silelen den Bolzen aus seiner Schulter zog.
Sie konnten nicht weiter, und auch nicht zurück, aber wenigstens hatten sie etwas Zeit, bis die Orks sich durch den viel zu kleinen Gang bis zu ihnen vorgearbeitet hatten.
So hatten sie sich alle daran gemacht, sich auf den Kampf vorzubereiten.
Silelen tat, was sie am besten konnte: Verarzten. Als der Bolzen aus Silmacils Schulter endlich entfernt war, säuberte sie mit einem trinkwassergetränktem Lumpen die Wunde, gab ein paar zerstoßene Kräuter darauf, und verband die Wunde.
Auch seine linke Hand hatte sie von der Kiste gelöst, und den Bolzen aus seinem Rücken entfernt. Weiße Verbände zogen sich um Sils Körper, die sich bei den Wunden rot verfärbten.
Als sie mit ihrer Arbeit fertig war, drehte sich Silmacil halb um, und sah Silelen dankbar an.
Trotz des verdreckten Gesichtes und dem blutenden Schnitt über ihrer Stirn machte sie auf Silmacil einen schönen Eindruck.
Tapfer lächelte sie ihn an, und drückte ihm die - unverwundete - Schulter. Dann machte sie sich daran, einen Schnitt von Navrathil zu verbinden.
Farmar ging in dem kleinen Gang auf und ab, sichtlich von Kopfschmerzen geplagt, der ganze Rest der Leute saß am Boden herrum.
Die Orks waren bereits sehr nahe, man konnte sie höhren, wie sie sich durch die engen Gänge quetschten, und grunzend näherrückten.
Silmacil hielt in seiner gesunden rechten Hand das Schwert, bereit zu kämpfen, und sei es nur für ein paar Sekunden.
Plötzlich knallte sich Farmar die Hand vor die Stirn. Das Geräusch lies alle aufschrecken.
"Natürlich" murmelte Farmar, in dem Ton, die Leute haben, die lange über etwas nachgedacht hatten, und denen es nun wie Schuppen von den Augen fiel.
So, als währen die anderen gar nicht da, tastete er unter den erstaunten Blicken von Sil & co die Wände ab, und murmelte etwas von "Magieleitungen" oder so ein Zeugs.
Die Orks mussten jeden Moment um die Ecke kommen, sie waren nur noch wenige Meter entfernt.
Dann, drückteFarmar entschieden auf einen Mauerstein, und urplötzlich öffnete sich eine art Schacht auf Brusthöhe.
Allen stand der Mund speerangelweit auf, doch dann fing sich Silmacil.
Ein Gang, woimmer er auch hinführen möge, war ihre einzige Chance.
Der Schacht war eng, nur 1x1 Meter breit, grob geschätzt, sie würden kriechen müssen, aber die Orks würden ihnen nicht folgen können.
"Mikelin, geh sofort in den Gang hinein. Silelen, du folgst ihm auf dem Fuße! Farmar, Navrathil und ich werden versuchen etwas Zeit zu gewinnen."
rief Silmacil den anderen zu.
"Farmar, danach gehst du da rein, Navrathil du als nächster. Ich bleibe so lange wie möglich hier, und versuche sie aufzuhalten."
Bei diesen Worten stürmten die ersten Orks um die Ecke.
Mikelin nickte, und kletterte in den Gang hinein. Silelen warf einen kurzen Blick zurück, und wartete darauf, das Mike weit genug gekrochen war, das sie ihm folgen konnte.
Silmacil indessen kämpfte zusammen mit Farmar und Navrathil gegen die Orks. sie nutzten die Ecke als Deckung, immer zu dritt schlugen sie gegen den einzelnen Ork, der um die Ecke passte ein. Dieser hatte kaum Möglichkeiten, auszuweichen, und so konnten die drei selbst einen erfahrenen Orkkrieger auf Distanz halten. Zumindest für einige Zeit.
Silelen war nun auch im Gang verschwunden, und hatte auch Silmacils Kiste mitgenommen, was dieser allerdings nicht bemerkte.
Der Orkkrieger drängte sie Schritt für Schritt rückwärts, und achtete nicht auf die oberflächlichen Schnittwunden, die er durch die Schwerter der 3 Menschen erlitt.
"Farmar, jetzt du." schrie Silmacil, und brachte mit einem gewagtem Ausfallschritt den Orkkrieger zum stehen.
Farmar nickte, und lief zum nahen Gang um hineinzuklettern.
Nun standen nur noch die beiden Nordmarer gegen den Ork, der sie immer weiter richtung Gang zurücktrieb. Silmacil parrierte mühevoll einen Hieb, und spührte, wie sehr ihn die Bolzen geschwächt hatten.
Navrathil machte einen Ausfall nach vorne, der ihn um ein Haar den Kopf gekostet hätte, und trieb dem Ork das Schwert in den Unterleib.
Schnell setzte Silmacil nach, und der Orkkrieger fiehl schwerverwundet, und mit einem verblüfftem Ausdruck auf dem Gesicht zu Boden.
"Nav, los! los!" schrie Silmacil.
"Geh schon!"
Navrathil verstand, und rannte zum Schacht, wärend ein weiterer Orkkrieger über seinen Vorgängers stieg, und den nun allein dastehenden Silmacil angriff.
Silmacil kämpfte so gut er konnte, doch er wurde unbarmherzig Schritt für Schritt vor der gewaltigen Orkaxt zurückgedrängt.
Schlieslich stand er neben dem Schacht, der in knapp 1 Meter höhe begann.
Mit letzter Kraft drängte Silmacil mit drei weit ausholenden Schlägen den Ork zurück, und schlüpfte mit den Beinen in den Schacht.
Und.... saß fest.
Er konnte nicht weiter, und nun griff der Ork auch noch an.
Verzweifelt parrierte Silmacil den Hieb der Orkaxt, doch er hatte wenig Hoffnung, das noch zu überstehen.
Dann wurde er plötzlich bei den Füßen gepackt, und vor dem überraschtem Ork in die Wand gezogen.
Hinter Silmacil saß Navrathil, der Sil freundlich zuzwinkerte, und dann begann weiterzukriechen.
Und sie krochen. Weg aus den Katakomben, hin zu einem ihnen Unbekannten Ziel. Doch dieses sollte auch nicht viel besser sein, was sie alle nicht wussten war, dass der Gang zum alten Orkfriedhof führte.
"Komm, wir müssen weiter." mit diesen Worten hatte Mikelin sie am Morgen geweckt, und sie waren seitdem stundenlang weitergekrochen.
Immernoch befanden sie sich in dem engen Tunnel, durch den sie den Orks entkommen waren.
Farmar, Navrathil und vor allem Silmacil müssten irgendwo hinter ihnen sein, wenn sie es geschafft hatten, ebenfalls vor den Orks zu fliehen.
WENN sie es geschafft hatten.
Mühevoll schob Silelen Silmacils kleine Truhe vor sich her durch den kaum einen Meter hohen engen Gang.
"Silmacil, warum bist du nur so ein Dickkopf?" fragte sich Silelen wohl zum hundertsten Male.
"Warum must du nur immer den Helden spielen? "Ich gehe zuletzt!" und soweiter. Mit diesen Wunden hättest du ins Bett gehört, und garantiert nicht in einen Kampf. Sich allein mit den Orks zu messen war in deinem Zustand nichts weiter als Wahnsinn!
Ich hoffe es geht dir gut...." immer weiter schob Silelen die schwere Kiste durch den Tunnel.
"Was ist da eigendlich drinn? Wackersteine? Wahrscheinlich nur unnötige Schätze oder soetwas. Warum habe ich die Truhe eigendlich mitgeschleppt?" Silelen errinerte sich an den Kampf unten in den Katakomben des Kastells.
Silmacil hatte ihnen allen befohlen, sich der Reihe nach in den Schacht zu begeben und zwar schnell.
Er und die anderen Kämpfer würden versuchen etwas Zeit zu gewinnen und sich dann einer nach dem anderen Zurückziehen. Silelen war als völlig kampfunerfahren gleich als zweite drann gewesen.
Sie hatte damals weder die Zeit noch die Möglichkeit gehabt sich mit Sil zu streiten, und so hatte sie sich gefügt, und einer Eingebung folgend diese Truhe mitgenommen.
Jetzt verfluchte sie sich selber dafür. Silmacil mochte so ein Gewicht ja spielend tragen können, doch sie selber konnte es kaum schieben.
Stundenlang waren sie nun durch den Gang gekrochen, eingeschlafen, als sie keine Kraft mehr hatten, und weitergekrochen sobalt es ging.
Sie musten bereits Meilenweit unter der Erde vorangekommen sein.
Silelen griff mit der Hand an die erderne Decke, sie war feucht.
Der Gedanke, unter einem Fluss durchzukriechen behagte ihr gar nicht, aber welche Wahl hatte sie denn?
Stundenlang ging es weiter, da begann der Gang auf einmal steil anzusteigen, und sich wie eine Wendeltreppe nach oben zu winden.
Scheinbar endlos war diese eigentümliche Steigeng, doch dann sahen die beiden etwas, was ihre Herzen höher schlagen lies: Licht.
Sofort krochen sie mit neuer Kraft weiter, und kamen endlich aus der stickigen Luft des Tunnels heraus.
Dort, wo sie nun waren, war es auch dunkel, aber nicht so undurchdringlich wie im Tunnel.
Es schien eine große Höhle zu sein, wit weit weg vom Kastell.
Mühsam brachte Silelen eine Fackel in Gang und leuchtete den Raum aus.
Es schien eine natürliche Höhle zu sein, die irgendjemand erweitert hatte.
Nischen zogen sich über die ganze Länge hin durch die Wände, und einige alte Fackeltänder standen an den natürlichen Säulen.
Silelen entzündete sie, und setzte sich neben den Tunneleingang. Sie achtete nicht auf die Umgebung, sondern wartete.
Die Minuten verstrichen, aus ihnen wurde eine viertelstunde, dann eine halbe, und endlich kam ein Mensch aus dem Tunnel.
Völlig verdreckt kletterte der Dunkle, auch Farmar genannt, aus dem Tunnel, und blinzelte im Fackellicht.
Das Silelen nicht grüßte war ihm egal, sie konnte es ja sowieso nicht.
Angeregt unterhielt sich Farmar mit Mikelin, als er sich an das Licht gewöhnt hatte, doch Silelen wartete.
Eine halbe Stunde, eine Stunde, anderthalb Stunden, und dann, als sie die Hoffnung schon sinken lassen wollte kletterte Navrathil aus dem Gang, und schleifte Silmacil hinter sich her.
"Der Gang war zu klein für ihn." keuchte Navrathil.
"Er ist immer wieder steckengeblieben."
Silelen schauderte. Das kriechen durch den Tunnel war schon schlimm genug gewesen, festzustecken, und langsam zu merken wie die Luft knapp wird, musste höllisch für Silmacil gewesen sein, doch er hatte es geschaft.
Aber in welchem Zustand.
Das lange Kriechen hatte Silmacils Kräfte fast vollständig aufgebraucht, schweratment wurde er von Navrathil an die Wand gelehnt.
Die Notdürftigen Verbände waren komplett blutgetränkt, und noch immer lief die rote Flüssigkeit unter ihnen hervor.
Sofort war Silelen da, sie hatte soetwas schon befürchtet.
Vorsichtig löste sie die unbrauchbaren Verbände und besah sich die Einschußlöcher der Orkbolzen.
Mikelin wandte sich würgend ab, und Silelen nickte, das sah nicht gut aus.
Sie drehte sich abbruppt um, als sie eine Flasche sich entkorken höhrte, Farmar stand um die Ecke, und wollte gerade aus einer Schnapsflasche trinken, er hatte Sil wahrscheinlich noch nicht einmal bemerkt.
Entschlossen ging Silelen auf Farmar zu, und ohne seinen Einwand "HE was fällt dir ein? Das ist meine letzte Flasche!" zu beachten schnappte sie sich den Schnaps und ging zu Silmacil hinüber.
Schnell flößte sie ihm die hälfte des Schnapses ein, und als er noch verwirrt guckte, goß sie langsam etwas Schnaps in die Wunden.
Silmacil zog scharf die Luft ein, doch das war nötig, um eine weitere Entzündung zu verhindern, das wusste er. Allso biss er die Zähne zusammen, und hoffte, das es schnell vorbei sein würde.
Silelen nahm nun die Wunden genauer in Augenschein. Eine hatte sich entzündet, und gelber Eiter quoll heraus.
"Wundbrannt, sehr gefährlich, daran kann man sterben!" ging Silelen durch den Kopf.
Silmacil hatte es auch gesehen und nickte, er wusste was jetzt kommen würde, und schob sich den Griff eines der verbleibenen Wurfmesser in den Mund und biss darauf.
Schnell zog Silelen den Dolch, den Silmacil ihr geschenkt hatte, und schnitt die entzündete Stelle herraus.
"Nicht gerade die schmerzfreieste oder ratenswerteste Methode, aber effektiv und mit das einzige was ich unter diesen Umständen kann." dachte Silelen.
Silmacil stöhnte leise auf, trotz betäubung durch den Schnaps und des Griffes im Mund tat es eben immernoch höllisch weh.
Silelen war nun voll in ihrem Element, sie suchte verschiedene Kräuter aus ihrer Tasche, und zermalmte die trockenen Blätter in ihrer Hand, um sie in die Wunden einzureiben, dann wusch sie nochmals die Wunden mit den schwindenden Wasservoräten aus, und zückte schnell Nadel und Faden, um die vier einschußlöcher zu vernähen. Anschließend griff sie nach einigen Binden, und legte einen neuen Verband an, für den Fall, das die Wunde wieder aufplatzen würde.
Silmacil musste sich mehrfach stark beherrschen, um nicht zu schreien, doch er ertrug die schmerzhafte Behgandlung geduldig. Seinen Narben nach zu Urteilen, waren es nicht die ersten, und bei weitem nicht die schlimmsten Verletzungen die er je erlitten hatte.
Endlich hatte Silelen ihre Arbeit beendet, und wischte sich ihre Blutigen Finger an ihrer Ledertunike trocken. Sie war es durch die Peitschen der Assasinen mehr als gewöhnt, Blut an den Händen zu haben, vorwiegend ihr eigenes sodass sie soetwas nicht mehr schrecken konnte.
Silmacil versuchte sich aufzurichten, doch Silelen drückte ihn mit sanfter Gewalt zurück.
"Ruh dich aus!" befahlen ihre Augen, und Silmacil verstand.
Er nickte verstehend, höhrte auf aufstehen zu wollen, lehnte sich zurück und zur Freude der stummen Barbierin war er bald an der Wand eingeschlafen.
navrathil
24.04.2007, 22:03
Navrathil lehnte sich erschöpft an die Höhlenwand, während Silelen Silmacil verarztete. Es sah nicht gut aus. Navrathil sah zu, als Silelen plötzlich aufstand und Farmar den Schnaps wegnahm. Dann schüttete sie ein Teil auf Silmacils Wunde, den Rest flösste sie ihm ein. An mehr konnte sich Navrathil nicht erinnern, denn er war kurz danach einfach eingeschlafen.
Der Schürfer wurde von einem lauten Schrei geweckt.
"Was?", fragte er verschlafen. Anscheinend hatte er nicht lange geschlafen, denn Silelen war noch immer dabei, Silmacil zu verarzten.
Diesem entfuhr ein weiterer Schrei, Navrathil fühlte mit ihm mit. Wie Silelen da mit ihrem Dolch hantierte, furchterregend. Sie schnitt ihm einfach ein entzündetes Stück Fleisch heraus. Aber die Barbierin hatte wahrscheinlich ihre Gründe. Farmar marschierte im Kreis herum. Mikelin war gerade dabei etwas zu essen.
"Essen!", dachte sich Navrathil.
Jetzt hätte er Lust auf zartes, gebratenes Fleisch, als Beilage ein reifer Apfel oder ein Laib weiches, weisses Brot. Navrathil wusste genau, dass diese Wunschvorstellung im Moment nicht realisierbar war. Auf ihn wartete höchstens ein wenig getrocknetes Fleisch und hartes Brot.
"Was solls", dachte er sich, und holte sich etwas zu essen.
Nachdem sich der Nordmarer verköstigt hatte, wachte Silmacil auf.
"Navrathil, komm mal her!", rief Silmacil.
Der Schürfer setzte sich neben dem Kundschafter auf den Boden.
"Was gibts?", fragte er.
"Ich wollte mich bedanken, du hast mir im Tunnel, entschuldige wenn ich es so sage, den Arsch gerettet."
"Kein Problem. Eher ich sollte mich bedanken."
"Für was denn?", fragte der sichtlich verwirrte Silmacil.
"Naja, für die gemeinsame Zeit da oben in Nordmar. Ich weiss echt nicht was ich da oben ohne dich hätte machen sollen", antwortete Navrathil und klopfte Silmacil freundschaftlich auf die Schulter.
Der Hühne schrie leise auf.
"Oh!Tut mir Leid!"
Er hatte ihm aus Versehen auf die verletzte Schulter geklopft.
"Kein Problem", sagte Silmacil und grinste.
Navrathil legte sich bald darauf schlafen.
Silmacil
25.04.2007, 16:33
Silmacil lehnte erschöpft an der Höhlenwand.
Diese Bolzen hatten ihn hart erwischt, und er war immernoch geschwächt.
Silmacils Schulter pochte, Silelen hatte ein Stück von dem enzündetem Fleisch rausschneiden müssen, um die Entzündung zu bekämpfen, und das schmerzte immernoch höllisch.
Silmacil wusste, das dies notwendig war, an Wundbrand - wie man soeine Entzündung nannte - waren schon viele gute Männer gestorben und Sil wollte sich nicht so gerne in deren Reihen einfügen.
Aber trotzdem war es nicht gerade angenehm gewesen.
Das Licht der entzündeten Fackeln warf schaurige Schatten auf die Felswände.
Die Gruppe wollte bald weiterziehen, noch waren sie nicht in Sicherheit, ja sie wussten ja nicht einmal genau WO sie überhaupt waren.
Silmacil stand schmerzhaft auf, seine Schulter pochte, der Rücken schmerzte und die linke Hand fühlte sich an wie von glühenden Nadeln durchbohrt.
Silmacil musste sich mit der rechten an einer der Nischen abstützen, und er währe vor Schreck fast umgefallen, als ihn plötzlich eine Mumie angrinnste.
"Wohauau" stieß Silmacil hervor, und taumelte einen Schritt rückwärts.
Mit der gesunden Hand schnappte er sich eine Fackel, und hielt sie näher an die Niesche.
Es war tatsächlich eine Mumie, und deren Größe bedeutete, das es keine menschliche war.
Nun wusste Silmacil, wo sie waren. Im alten Orkfriedhof.
"Das nennt man wohl vom Regen in die Traufe....." murmelte Silmacil, und teilte die Neuigkeit den anderen mit.
Nun, wo er darauf achtete, konnte er im Fackelschein an den Wänden alte Orkrunen ausmachen, vieleicht älter als noch das Kastell gewesen war.
Sie kamen ihm merkwürdig bekannt vor.
Nicht nur das, er glaubte die Zeichen entziffern zu können, doch es kam nichts sinnvolles dabei herraus.
"Bakhint nuln drakâsh! Kubhosh skai, pa khash draskya drukha dor tughla."
Silmacil erschauderte. Ihm war klar, das dies nichts gutes bedeuten konnte.
navrathil
25.04.2007, 17:25
Navrathil sah Silmacil gerade dabei zu, wie er die Orkrunen vorlas. Der Hühne erschauderte.
"Bakhint nuln drakâsh! Kubhosh skai, pa khash draskya drukha dor tughla."
Das tönte irgendwie unheimlich. Silmacil versuchte, den Sinn dieser Wörter zu ergründen.
"Bakhint könnte Dorf bedeuten. Das Wort kenn ich von der alten Sprache. Skai würde nach der alten Sprache flieht bedeuten. Hmm, irgendwie werde ich aus diesem Text nicht schlau. Aber halt! Khasch...Das heisst vernichten..."
Navrathil versuchte sich vorzustellen, mit was diese 3 Wörter in Verbindung standen. Jemand versuchte jemandem anderen mitzuteilen, dass sie fliehen sollten. Es ging anscheinend um ein Dorf. Sonst würden sie vernichtet werden.
Das tönte wirklich nicht gut. Sie gingen weiter.
"Ich will später noch mal hier her kommen, um vielleicht noch etwas mehr zu entziffern", gab Silmacil zu Bedenken.
"Kein Problem, ich glaube sowieso dass wir nicht mehr viel weiter gehen sondern bald mal unser Lager aufschlagen. Einverstanden?", fragte Navrathil die Anderen. Silelen stimmte zu, Farmar war auch einverstanden, Silmacil zeigte sich erfreut, da er sich noch einmal den Orkrunen widmen konnte. Mikelin brummte etwas, das sollte wohl Ja heissen.
Also schlugen sie ihr Lager auf. Navrathil las ein wenig in seinem Buch, Silelen verarztete den ungeduldigen Silmacil, der wieder zu seinen Runen wollte.
"Ob wir hier wieder raus kommen?", fragte sich Navrathil.
Nach dieser heftigen Jagt im Kastell, dachte die Gruppe doch tatsächlich, dass sie mal einen Moment Ruhe haben würden. Aber nein, Silmacil, der Nordmarer, erkannte sofort, dass sie nun anscheinend im Orkfriedhof waren. Das was der Assasinenlehrling über ihn gehört hatte, verleitete ihn nicht gerade hier zu bleiben. Wie dem auch sei. Der Lehrling wollte das beste daraus machen, jedoch gelang ihm das nicht. Der Grund dafür lag darin, dass Silmacil einen Text vorlas, der äußerste Unruhe in der Gruppe heraufbeschwörte. Farmar wollte allerdings Ruhe bewahren.
"Wir sollten trotzdem ne Pause einlegen. Wir sind alle irgendwie schwach, der Bolzen bei dir tut immer noch weh! Die Gefahr, weiter zu gehen, wenn wir verletzt und schwach sind, ist größer als die, hier zu bleiben..." "Meinst ihr nicht?"
Ein kurzes Schweigen trat auf. Alle überlegten nun, ob sie wirklich hier bleiben wollten. Dem Schmied war klar, nur eine geringe Pause einzulegen, und er war sich sicher, dass dachten die anderen auch. Nun schnappte er sich schnell seinen Kameraden Mikelin...
Farmar erinnerte sich auf dem Weg aus dem Kastell daran, dass er vorerst ein Stinknormales Schwert geschmiedet hatte, was am nächsten Tag, wo er es eigentlich hätte nutzen können, nicht mehr da lag. Es war spurlos verschwunden. Der Dieb war Mike, er hatte genau dieses in seinen kleinen, schwarzen Gürtel. Er erzählte mal, dass es seinem Vater gehört hatte. Und in diesem Geschenk war sein Schwert. Also wollte der, der das Schwert geschmiedet hatte, den Täter ertappen.
"Was willst du?" fragte Mike, als sie um die Ecke waren um allein zu reden.
"Du hast dort ein hübsches Schwert, findest du nicht?"
"Gefunden"
"Nein. Gestohlen!"
"WAS?" sagte er emphört.
"Du weist, dass ich nun schmieden kann. Das dort, ist mein erstes Werk!"
"Achso? Oh..das wusst ich nicht...aber.."
"Aber?"
"Du hast nun ein Schwert...ein eigenes...Wo du ne Nacht dafür gearbeitet hast...Da is es doch egal wenn ich..."
"Gut. Dann möchte ich eine Bezahlung für das Schwert. Wenn ich zurück in der Wüste bin, werde ich bestimmt eine Schmiede aufmachen. Du bist nun eben hier mein erster Kunde...."
"Wiviel willst du?"
"Nun...Was bietest du?"
"Sag was du verlangst!" Farmar überlegte kurz."
"Sagen wir 100 Goldmünzen!"
"70"
"80"
"65"
"80"
"55"
"Hey du gehst nach unten?! Ok. Festpreis ist für dich...50 Gold, ok?"
"Gut.." Mike durchstöberte seinen Geldbeutel. Er fand auch schon 50 Gold und drückte diese Farmar in die Hand. Dieser holte auch seinen Geldbeutel, den er um den Gürtel, neben seinem neuen Schwert, hängen hatte. Zu den 350 Goldmünzen kamen nun noch 50 dazu und er steckte sie ein...
Sie liefen wieder vor und setzten sich zu den andern. Der glückliche Schmied murmelte nach seinem ersten Kunden erfreut: "Gutes Geschäfft.." und grinste. Silmacil sah Farmar nun an. Der Lehrling dachte daran, dass die Gruppe sich entschieden hatte, wie sie vorgehen....
Silmacil
26.04.2007, 17:00
"Was ein Friedhof..."
murmelte Silmacil, als er durch die Gange lief, und den Ausgang suchte.
Sie hatten gestern das Lager auf einer art Wegkreutung des Friedhifes aufgeschlagen, eine Höhle, von der vier Gänge ausgingen.
Zwei von ihnen führten nach unten, einer nach oben, und der letzte, aufwändig verzierte Gang ging waagerecht in den Berg hinein.
Diesen Gang ließen Farmar & co lieber unbeachtet, sie zweifelten stark daran, das dies der Ausgang sein sollte, und hatten vorsichtshalber Mike als Wache vor dem Gang aufgestellt.
Silelen indess kümmerte sich um das Feuer des Laagers, und hatte zur allgemeinen Beunruhigung bereits ihre Kräutertasche bereit gemacht, und Verbände und Schnaps bereitgelegt.
Nadel und Faden lagen in einer kleinen Schale voll kochendem Wasser, die im Feuer stand.
Sollte jemand verletzt werden, so war die Wundheilerin bereit.
Die übrigen drei, Farmar, Silmacil und Navrathil kundschafteten jeder einen Gang aus.
Sollten sie auf Wiederstand treffen, der schlimmer war als ein Goblin, so sollten sie sofort zum Lager zurückkehren.
Silmacil hatte sich für den rechten Gang entschieden, der steil abwärts führte. Nur zögerlich hatte Silelen ihm gestattet, aufzustehen, und sich am gefährlichen Kundschafterdienst zu beteiligen, aber die Wunden sahen gut aus und Silmacil fühlte sich wieder stärker, sodass sie schließlich zugestimmt hatte.
Nun könnte man sich bestimmt fragen, warum sich der große Silmacil von der kleinen Silelen irgendetwas befehlen lies, doch hier war von der Heilkunst die Rede, einer Disziplin in der sich Silmacil überhaupt nicht auskannte, Silelen aber schon.
Und desshalb höhrte er in dieser Beziehung auf ihren Rat.
Langsam stieg er die steile Schräge hinunter, in der einen Hand sein Schwert, in der anderen einen seiner Parierdolche.
Auf einmal rutschte Silmacil auf den Boden aus, und beendete seinen Abstieg mehr rutschend als gehend, aber immernoch auf den Beinen.
Kleine Steinstücke sausten mit ihm den Hang hinunter, und als sich Silmacil am Ende des Ganges wieder gefangen hatte horchte er lange Zeit, ob jemand den Krach den er verursacht hatte bemerkt hatte.
Als einige Zeit später immernoch nichts passiert war, schlich sich Silmacil weiter.
Er kam in eine kleine Höhle, ca 10m im Durchmesser, und Silmacil musste wehmütig an die kleine Höhle am Pass zu Silden denken, die er damals mit Navrathil entdeckt hatte.
Würde er dort jemals Erz ab- und Navrathil Sumpfkraut anbauen?
Sil schob diesen Gedanken beiseite, und ging vorsichtig tiefer in den Raum hinein.
Lange Grabnieschen zogen sich über die ganze runde Wand, die mit Orkmumien belegt waren.
Natürliche Steinsäulen stützen die Decke, Schutt lag herrum.
Silmacil entdeckte plötzlich zwei Orkleichen. Das war in einem Orkfriedhof zwar keine Besonderheit, doch mit diesen Orks war das anders.
Zum einen lagen sie nicht in Nischen sondern auf dem Boden, sie waren nicht Mumifiziert, und sie waren offensichtlich von Schwertsteichen niedergestreckt worden.
Die Orks waren ihrem Zustand zu urteilen bereits 1-2 Jahre tot, daher entspannte sich Silmacil wieder etwas.
Zu Füßen der Orks lagen mehrere Menschenskellette, ca 4 Stück, die wohl schon länger tot sind. Sie waren komplett verwest, nichteinmal von der Kleidung war noch etwas übrig, nur verrostete Waffen und Rüstungsteile lagen herrum.
In einer der Leichen steckte sogar noch eine alte Orkaxt, wodurch kein Zweifel aufkam, woran sie gestorben waren.
Weiterhin lagen auf dem Boden zwei gefüllte Flaschen und eine Schriftrolle.
Silmacil schnappte sich die Gegenstände, und untersuchte sie.
Die Tränke waren längst vergammelt, aber die Schrifftrolle war interresant, obwohl anscheinend die Hälfte fehlte.
Sie warnet ausdrücklich vor den Gefahren des Friedhofes und riet drinngend hier zu verschwinden. daneben standen einige Orkrunen, und vermutete Übersetzungen davon.
Silmacil sah sich weiter in der Höhle um, und stolperte in der Dunkelheit - seine Fackel war ausgegangen - über einige Steine und stürtzte.
Er stürtze tief, anscheinend war er durch ein Loch im Boden gefallen, doch er landete weich.... auf Navrathil.
"Was sollte denn das werden?" fragte Navrathil, als sie sich aufgerichtet und sich Sil entschuldigt hatte.
"Entschuldigung.... binn durch ein Loch gestürtzt.... Naja egal, was hast du gefunden?"
"Nichts Besonderes, nur dieses halbe Pergament...."
Silmacil besah sich das Pergament, es war die zweite hälfte der Schriftrolle.
Sil steckte die beiden Teile ein, er würde sich im Lager weiter damit beschäftigen.
"Komm, erkunden wir diese Höhle weiter..." sagte Navrathil, und Silmacil nickte.
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